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DI.„Scmuen Jalung aschaten vichenlich leche ual. Bezugeprets baldmonalich 1.20 Maik, Einzelaummer 13 Psg. Druck u. Vernagvon C. Braus, Schwerte(Rube), Potschacktouten: Dortaund 2932 und Hannover 21674. Geschastasels: Grote Matstr. 3—3. Veranworuch für die Schrifeitune H. Linner, Schwerte. Hernrus 2770
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Austen ente ir die chlestent umdter big, dumteüige, sinagzamtiche u. gerichtliche Tnzeigen 1o Pig., Letamzzelle 40 P, Iiun teieson, aufgegedene Jaserate üdemedman wir keine Gewädr. Bei unvordergesehu. Betriedestbrungen, dervorgerusen durg dohere Gewolin, idernadnen oir katmnantel deoäbe sir pünktliches Erscheinen der Jeitung u. kann auch keinerlet Anspruch auf Schadenersatz oder Nachlieserung erboden werden
Tageblatt für die Stadt Schwerte und das Amt Westhofen Gd Kreisblatt für den nördlichen Teil des Landkreises Iserlohn
63. Jahrgang
Die Reichssteuereinnahmen
im November 1930.
wtb. Berlin; 23. Dez.(Tel.) An Reichssteuern sind im Monat November 1930 insgesamt 641,2 Millionen RM aufgekommen, und zwar an Besitz= und Verkehrssteuern 410,1 Mill. RM, an Zöllen und Verbrauchsabgaben 231,1 Millionen RM. In den abgelaufenen acht Monaten April bis einschließlich November sind insgesamt 6321 Millionen RM, mithin 522,8 Mill. RM weniger als acht Zwölftel des Jahressolls (acht Zwölftel von 10 265.6 gleich 6843,8) aufgekommen. Von diesem Minderaufkommen entfallen 243,9 Millionen RM auf die Besitz= und Verkehrssteuern und 278,9 Millionen RM auf die Zölle und Verbrauchsabgaben. Bei der Beurteilung dieser Gegenüberstellung ist zu berücksichtigen, daß die erst im Laufe des Rechnungsjahres in Kraft getretenen neuen Steuern hauptsächlich im zweiten Halbjahr fließen und damit die Einnahmen der kommenden Monate des Rechnungsjahres nicht unwesentlich beeinflussen werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß sich die Einnahmen in den ersten acht Monaten des Rechnungsjahres etwa im Rahmen des von der Reichsregierung aufgestellten Finanzprogramms halten.
Schwerte(Ruhr), Mittwoch, den 24. Dezember 1930
Bald 4 Millionen Arbeitslose
Die Arbeitsnniuetilage un Reich
wtb. Berlin, 23. Dez. In der ersten Hälfte des Monats Dezember hat nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung die Zunahme der Arbeitslosigkeit aus überwiegend jahreszeitlichen Gründen weiter angehalten, jedoch wiederum nicht dasselbe Ausmaß erreicht, wie in der gleichen Zeit des Vorjahres.
Die Hauptunterstützungsempfänger zeigen vom 30. November bis 15. Dezember eine Zunähme um rd. 158.000 auf 1946000 in der Arbeitslosenversicherung, um rund 37.000 auf rund 603000 in der Krisenfürsorge. In der entsprechenden Zeit des Vorjahres belief sich der Zugang an Hauptunterstützungsempfängern der Arbeitslosenversicherung auf 233000,
womit am 15. Dezember 1929 ein Stand von rund 1433000 erreicht wurde. Die Zahl der Arbeitslosen belief sich am 30. November auf rund 3,7 Millionen(berichtigte Zahl); bei der Zählung am 15. Dezember ergab sich ein Anwachsen um rund 278000 auf rund 3977000. Die entsprechende Zahl Mitte Dezember des Vorjahres belief sich— nach einer Zunahme um rund 326000— auf rund 2362 000. Ein nicht genau erfaßbarer Teil der Ueberhöhung der Arbeitslosenziffer gegenüber dem Vorjahr beruht auf der besseren Erfassung der Wohlfahrtserwerbslosen, sowie auf dem von der wirtschaftlichen Not erzwungenen Andrang zahlreicher früher nicht als Arbeitnehmer tätiger Kreise am Arbeitsmarkt.
Beisitzer der Filmprüfstelle Einspruch erhoben. Das Verbot ist ausgesprochen worden, weil die Filmprüfstelle nach Anhören der Sachverständigen des Auswärtigen Amtes zu der Ansicht gelange, daß der Film das Ansehen und die Stellung Deutschlands zu schädigen geeignet sei. Das Auswärtige Amt hatte zu der Verhandlung sechs Sachverständige entsandt, die ihr Gutachten dahin abgaben, daß die im Film gegebene Dar
Wieder ein Kriegsfilm verboten
Die Filmprüsstelle verbietet den Film„1914- Die Schüsse von Gerajewo“
zwei Beisitzer erheben Einspruch
Der Aktieninder
wtb. Berlin, 23. Dez. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktieninder(1924/26 gleich 100) stellt sich für die Woche vom 15.—20. Dezember 1930 auf 85,8 gegenüber 88,3 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 79,6(82,1), Gruppe verarbeitende Industrie auf 75,0(77,7) und
Gruppe Handel und Verkehr auf 110,0(112,4).
Vintila Bratianu*
wtb Bukarest, 23. Dez. Der Führer der Liberalen Partei, Vintila Bratianu. ist gestern abend 11,15 Uhr auf seinem Gute Mihaesti gestorben.
enh. Berlin, 23. Dez.(Eig. Meld.) Heute vormittag ½10 Uhr begann bei der Berliner Filmprüfstelle die Sitzung, in der das Urteil über den Richard=Oswald=Film„1914“ gefällt werden soll. In diesem Film werden die Kriegsursachen behandelt; außerdem soll gezeigt werden, daß es historisch unrichtig ist, Deutschland die Alleinschuld am Kriege zuzuschreiben.
Zu dieser Verhandlung, die von Regierungsrat Zimmermann geleitet wurde, entsandte das Auswärtige Amt unter Führung des Geheimrats Professor Dr. Sievers sechs Sachvekständige, während die Firma den Schriftführer des parlamentarischen Untersuchungsausschusses des Reichstages über die Kriegsursachen, Amtsgerichtsrat a. D. Dr. Ludwig Herz, als Sachverständigen benannt hatte.
Deutschland
Verzichtel auf den Ralsversih
Ratstagung nicht unter Eurtius- Deutschland will Ellenvogenfreihen in der Polenfrage behalten
Den Vertretern der Presse wurde bei dieser Gelegenheit von dem Leiter der Prüfstelle, Regierungsrat Zimmermann, erklärt, daß die Presse auf Anweisung der Oberfilmprüfstelle in Zukunft generell von den Verhandlungen der Filmprüfstellen ausgeschlossen bleibe. Der Leiter der Oberfilmprüfstelle, Ministerialrat Seegers, begründete auf Anfrage eines Berliner Lokalkorrespondenten diesen Beschluß mit Tatsache, gaß die Bethänglungen por der Vversumptas
Wieder Giftnebel über Belgien
wtb. Brüssel, 23. Dez.(Tel.) Die Zeitung Libre Belgique meldet, daß in der Umgebung von Lüttich heute vormittag wieder der geheimnisvolle Nebel aufgetreten ist. Ein Todesfall ereignete sich in Tilleur. Mehrere schwere Erkrankungen aus Flemalle und ein weniger schwerer Fall aus Hermallesous=Hux gemeldet.
stellung der Kriegsschuldfrage lückenhaft und die Tendenz des Films geeignet sei, die Beziehungen Deutschlands zu anderen Staaten zu trüben.
Zwei Mitglieder der Filmprüfstelle haben von sich aus Beschwerde bei der Filmoberprüfstelle gegen das Verbot eingelegt, so daß diese Instanz sich abermals mit dem Film zu be schäftigen haben wird.
Hochverratsverfahren
gegen Glebbeis eröfnet
Schwierigkeiten bei der Durchführung des Verfahrens.
vdz. Berlin, 23. Dez.(Tel.) Die Nachricht, daß der Reichstag die Immunität des national
daß die Verhandlungen vor der Oberfilmprüf= sozialistischen Abgeordneten Dr. Goebbels zur
stelle und den Filmprüfstellen auf Grund des Durchführung eines Hochverratsverfahrens aufLichtspielgesetzes grundsätzlich nicht öffentlich gehoben habe, bedarf einer Berichtigung dahin,
enb. Berlin, 23. Dez.(Eig. Meldung.) Während die Vossische Zeitung heute früh das Prozramm der Genfer Völkerbundsverhandlungen noch unter der großen Ueberschrift:„Ratstagung unter Curtius' Vorsitz“ behandelt, berichtet ein anderes Morgenblatt, daß der Reichsaußenminister dem Rat diesmal nicht präsidieren wird.
Wir glauben zu wissen, daß diese letzte Darstellung richtig ist. Turnusmäßig steht der Vorsitz uns zwar im Januar zu; in der Wilhelmstraße hat man sich aber die Frage vorgelegt, ob es opportun sei, daß der Reichsaußenminister den Vorsitz wirklich ausübt, während wir gleichzeitig in einer Reihe von wichtigen Punkten der Tagesordnung, vor allem wegen der Unterdrückung der Deutschen in Polen, in einer scharfen Kampfstellung stehen. Ist der Vorsitz schon rein arbeitsmäßig eine starke Belastung, die die Vertretung der deutschen Interessen beeinträchtigt, so würde die traditionelle Aufgabe des Vorsitzenden, auszugleichen und Kompromisse vorzubereiten und zu empfehlen, den deutschen Außenminister auch in seiner Ellbogenfreiheit als Partei zweifellos erheblich hemmen.
Auch Dr. Stresemann hat diesen Nachteil des Vorsitzes äußerst unangenehm empfunden. als er seinerzeit die Frage des Bahnschutzes im Saargebiet durchzukämpfen hatte. Es ist deshalb damit zu rechnen, daß wir für diesmal auf den Vorsitz verzichten. Für die nächste Tagung steht er England zu. Es ist wahrscheinlich, daß das Auswärtige Amt in London vorschlagen wird, mit uns zu tauschen. Das würde also bedeuten, daß Dr. Curtius dem Rat dann in der Maitagung präsidieren würde. Einen solchen Tausch hat es in der Praxis des Völkerbundes schon gegeben: man kann also damit rechnen, daß
England sich dem deutschen Vorschlag nicht entziehen wird.
Auch die Franzosen mit Polen unzufrieden. wtb. Paris, 23. Dez. Der Sonderberichterstatter des Petit Parisien, der in Polen weilt, sendet seinem Blatte heute einen neuen Artikel, der sich insbesondere mit der Stellung der Franzosen in Polen beschäftigt. Der Berichterstatter stellt fest, daß auch die Franzosen in Polen mit einem gewissen Mißtrauen aufgenommen und behandelt würden.
Die französisch=polnische geschichtliche Erinnerung mache bei Napoleon Halt. Der 11. November werde zwar in Polen als Nationalfeiertag begangen; aber bei keiner Ansprache werde auf die Rolle der Heere der Entente bei dem Kampfe um die Unabhängigkeit Polens angespielt. Auch die Franzosen, die sich in Polen wirtschaftlich oder industriell beschäftigen, würden oft durch politische Gründe, die seit einigen Jahren gegen Frankreich geltend gemacht würden, in ihrer Tätigkeit behindert.
Die Ereignisse, die die in Polen tätigen Franzosen angesichts der finanziellen und politischen Gefahren, denen sie sich aussetzen, erreichen könnten, ständen nach Ansicht dieser Franzosen in keinem Verhältnis zu den Bemühungen und zu den eingesetzten Kapitalien. Die Tätigkeit dieser Franzosen in Polen werde nicht immer gebührend geschätzt. Sie hätten den Eindruck, nicht die Unterstützung bei den Behörden zu finden, auf die sie zu rechnen berechtigt seien, sondern oft gehe man über ihre Interessen und Rechte hinweg. Die in Polen lebenden Franzosen wollten zwar noch nicht deshalb eine Verbindung in Form von Ursache und Wirkung zwischen den Schwierigkeiten herstellen, die ihnen bei ihrer Aufgabe in den Weg gestellt würden, und irgend welcher unfreundlichen Einstellung settous der an der Regierung befindlichen Parteien.
seien, und daß die Zulassung von Pressevertretern nur von Fall zu Fall erfolg wäre, und jeweils in das Ermessen des Vorsitzenden gestellt sei. Den eigentlichen Anstoß zum generellen Ausschuß der Presse habe aber die Erfahrung gegeben, daß diese Zulassung nicht den Widerhall gefunden habe, der seitens der Behörde beabsichtigt gewesen sei. Bei der Erörterung des Remarquefilmverbotes seien Beisitzer in den verschiedenen Blättern öffentlich angeprangert worden, sodaß mit Rücksicht auf sie, um eine gewisse Beruhigung in der Oeffentlichkeit herbeizuführen, der Presse nicht mehr der Zutritt zu den Verhandlungen der Filmprüfstellen, bei denen überhaupt die Presse nur selten zugelassen worden sei, aber auch zu der Oberfilmprüfstelle nicht mehr genehmigt werde.
wtb. Berlin, 23. Dez.(Tel.) Die Berliner Filmprüfstelle hat in ihrer heutigen Sitzung ihr Urteil über den Richard=Oswald=Film„1914— Die Schüsse von Serajewo“ gefällt. Der Film wurde verboten. Gegen das Verbot haben zwei
gehogen gabe, peoarf einer Berichtigung oahin, daß die Aufhebung der Immunität nicht durch den jetzigen, sondern durch den vorigen Reichstag erfolgt ist. Wie das Nachrichtenbüro des B53. von unterrichteter Stelle hört, ist die Rechtslage nunmehr die folgende:
Wenn der Reichsanwalt nach der damals erfolgten Aufhebung der Immunität des Herrn Goebbels das Verfahren eingeleitet hat, oder wenn er es in der Zeit zwischen Auflösung des alten und Einberufung des neuen Reichstages eröffnete, dann kann das Verfahren ohne weiteres fortgeführt werden, bis der Reichstag selbst durch ausdrücklichen Beschluß verlangt, daß es eingestellt werde. Infolgedessen hat die Reichsanwaltschaft das Verfahren nach Aufhebung der Immunität eröffnet. Der weitere Lauf des Verfahrens begegnet aber trotzdem gewissen Schwierigkeiten, falls Herr Goebbels einer Vorladung nicht Folge leisten sollte. Nach den gesetzlichen Bestimmungen kann nämlich ein Abgeordneter nur dann zwangsweise vorgeführt bezw. verhaftet werden, wenn ein ausdrücklicher
Der Merapi rumort weiter
Anzeichen eines neuen Ausbruchs- Furchtbare Schreckensszenen- Ein Dorf von der Lava eingeschlossen
wtb. Amsterdam, 24. Dez.(Funkspruch.) Nach den aus Westjava vorliegenden neuesten Meldungen hat die Aktivität des Vulkans Merapi noch nicht aufgehört; im Gegenteil hat das unterirdische Getöse, das bekanntlich inzwischen nachließ, wieder zugenommen und es war gestern in Ortschaftenk, die in großer Entfernung vom Vulkan liegen, sehr deutlich hörbar.
Der holländische Resident, der die heimgesuchten Gegenden besuchte, erklärte nach seiner Rückkehr, furchtbaren Schreckensszenen beigewohnt zu haben. So wurde z. B. bei einem am Bergabhang des Merapi liegenden kleinen Haus ein gebrechlicher alter Mann angetroffen, der beim Herannahen der Lavamassen seinen fünf Söhnen den Nat gegeben hatte, ohne ihn die Flucht zu ergreifen, da er sie auf der Flucht nur behindern würde. Wie durch ein Wunder blieb das Haus jedoch unversehrt. Der Lavastrom wälzte sich dicht neben dem Hause vorbei. Die fünf Söhne des alten Mannes wurden auf ihrer Flucht vom Lavastrom eingeholt und veribzannten. Ein anderer Eingeborener hatte sich mit seinen drei Kindern vor der herannahenden Lavamasse auf die Flucht begeben,
wobei er das eine Kind an der Hand mit sich führte, ein zweites auf dem Rücken trug und das dritte Kind, das er in ein Tuch gewickelt hatte, gegen seine Brust gepreßt hielt. Plötzlich faßte jedoch das Tuch, in dem sich das kleinste Kind befand. Feuer; in seiner Angst wollte der Vater das Tuch wegwerfen, wobei ihm jedoch auch das Kind entglitt, das von der herannahenden Lava erfaßt wurde und verbrannte, während der halb wahnsinnige Vater mit den beiden anderen Kindern im letzten Augenblick in Sicherheit gebracht werden konnte.
Die Zahl der Flüchtlinge, die bisher in den ümliegenden Städten eingetroffen sind, wird auf etwa 12.000 geschätzt. Es ist sehr schwierig, alle diese Leute mit Lebensmittel zu versehen. Die Militärbehörden haben eine Anzahl Feldküchen zur Speisung der Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Auch mehrere Militärflugzeuge sind in die vom Vulkan heimgesuchten Gegenden entsandt worden. Eines dieser Flugzeuge entdeckte ein kleines Dorf, in dem etwa 75 Menschen durch den Lavastrom von der Außenwelt abgeschnitten waren. Mittwoch soll der Versuch gemacht werden, diesen Menschen vom Flugzeug aus mit Hilfe eines Fallschirmes Lebensmittel zukommen zu lassen.