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Nr. 16.(orgen-Ausgabe.

von Kronstadt durch den Flirt von Potsdam nicht erschüt­tert worden ist und daß die germanisch=moskowitische Walzertour nicht einmal einen Federmesserstich in das russisch=französische Bündnis bedeutet. Man wird sich auch vergeblich bemühen, wieder zu beteuern, daß der Wahlsieg der englischen Liberalen den weitsehenden und tiefen Ge­danken Eduards VII. unberührt läßt, daß die Triple­Entente ebenso unverletzlich und ebenso unverwundbar ist die der Dreibund und daß weder auf der einen noch auf der anderen Seite der Wall beschädigt ist. Die Tatsache bleibt bestehen, daß sich seit einem Jahre in der Welt etwas geändert hat. Ein Diplomat allererster Ord­nung ist von der politischen Bühne verschwunden, die durch vie seinnervige und hartnäckige Hand des Königs Eduard zeknüpften Bande sind seit seinem Tode wenn auch nicht gelöst, so doch erschlafft. Die Pakte sind nicht gekündigt noch zerrissen, aber ihre Deutung ist schon weniger streng. Rußland zieht von der deutschen Grenze seine erste eventu­ele Kampflinie zurück. Rußland verhandelt mit Deutsch­tand über das Schicksal Persiens, über das Ein­dringen in Kleinasien. Und in London spricht eine Partei der Transaktion, vielleicht der Ergebung, offen von intimer Annäherung an die deutsche Regierung und die deutsche Nation. Solche Wahrheiten verkennen, sie mit Illusionen verhüllen, sie vor den Augen Frankreichs verheimlichen oder abschwächen, hieße Frankreich selbst auf verhängnis­volles Aufrütteln vorzubereiten. Wenn die Erklärungen Herrn Pichons nur den Zweck haben, den trügerischen Ruhezustand zu verlängern, so muß ich das tief beklagen; denn die Stunde ist nicht mehr fern, da unsere Nation ein­sehen wird, daß sie bei sich und in sich selbst die Hauptele­mente ihrer Unabhängigkeit und ihres Heiles suchen muß.“ Herr Millevoye hat offen ausgesprochen, was viele seiner Landsleute denken, ohne es zu sagen. Wenn also Herr Pichon sich wirklich darauf beschränken sollte, zu behaupten, daß sich nichts geändert habe, so wird er überall, und nicht zum wenigsten bei den Franzosen, recht viel Kopfschütteln erregen.

Spanien.

Die Freimaurer. Der ewige Kreislauf blutiger und unblutiger Krisen in Spanien mußte endlich auch den ge­duldigsten Beobachter zeitgenössischer Ereignisse ermüden. Für die katholische Welt insbesondere ist Spanien seit hun­dert Jahren und mehr das Schmerzenskind, welches alle Hoffnungen auf die Wiederkehr seiner ruhmreichen Ver­gangenheit immer wieder täuscht. Ebenso ist es die Quelle der ungerechtfertigten Vorwürfe gegen die Katholiken, denn jeder Blick auf das spanische Elend ruft notwendig die Frage wach: Wie konnte ein so herrliches Land und ein so hochbegabtes Volk nach seiner Vergangenheit, deren Glanz in der Christenheit kaum seinesgleichen hat, so tief herunterkommen und so hilflos werden? Und die Antwort aller Gegner des Katholizismus lautet kurzweg: Seht da die Folgen und Früchte des Katholizismus in Spanien!

Was ist aus dieser katholischen Nation geworden! Aber nicht nur Spanien ist auf die abschüssige Bahn geraten; alle Länder und Völker müssen dahin kommen, wenn ihre Re­gierungen, wie es in Spanien der Fall ist, dem Einflusse der geheimen Gesellschaften, insbesondere der Freimaurerei in ihren verschiedenen Zweigen und Ausläufern unter­liegen. Die gleichen Wirkungen können und müssen ein­treten, wenn, wie ein spanischer Royalist über Ferdi­nand VII. schrieb:„Der König Teig ist". Die Grün­dung der spanischen Logen kann mit Recht auf das Schuldkonto Ferdinands VII. gesetzt werden. Unter seinem Regime hat die Freimaurerei mit Hilfe der Cortes und in ihnen zum ersteumale öffentlich die Zügel der Re­gierung ergriffen, als die geheime Verbrüderung durch die Mittel der Staatsgewalt ihre volle Ausdehnung und innere Feitigkeit erlangt hatte, konnte der französische Jakobiner Julian in seinem historischen Abriß der spanischen Revolu­tion dem„hochherzigen Vereine" zu dem erwünschten Er­folge gratulieren:„So bot Spanien, durch diese insurrek­tionelle Organisation in drei Kreise geteilt, wovon jeder nur dem Eingeweihten bekannte Namen hatte, das Bild von zwei Nationen dar, deren eine ohne Wissen der ande­ren ein neues Los vorbereitete.“ Bei der Existenz dieser zwei Nationen in einem und demselben Volke ist es in Spanien bis heute geblieben. Allerdings kann man heute nicht mehr sagen, daß die Logenwelt in Spanien der wirk­lichen spanischen Nation„ohne ihr Wissen ein neues Los bereite“". Die Macht und Gewalt ist nun einmal in den Händen der ersteren; aber letztere weiß sehr gut, daß die ewigen Krisen in den Regierungen nichts anderes sind als Rivalitätskämpfe zwischen den verschiedenen Logenführern oder hungriger Geheimbünde gegen die, welche sich an der Staatskrippe bereits gesattigt haben. So lösen sich die Re­

gierungen ab. Der Monarch wie der Republikpräsident, mit dem es Spanien bekanntlich auch schon versucht hat, ist imger zur der Ball in diesem Spiele. Wie kann es sonst „unders sein, wenn sich der freimaurerische Minister­

prandent Canalejas offen brüstet, der König habe sein Pro­grerez ehiba angenommen. Wäre der König nicht

so hatte Canalejas' Programm einige Ab­

mussen, weil es eine bedenkliche Krise

muß, da gs gicht nur eine Kriegserklä­ausch aesen dae:sche Bale in m algemeinen, sondern

us katholische Volr in Spanien und gegen die Cortes darstellt. Bleibt die Logenpartei Spa­Prüdern Tür und Par eim Perrer

Tage der MNonarchse gezäht. Dann fud aber auch de

Weftfällscher(erkur.

Dienstag, den 10. Januar 1911.

unnstig und jedenfalls nicht kollegialisch. Und ebenso uner­guicklich scheint der öfsentliche Streit darüber, ob die Ver­liner Polizei über dieses oder jenes Vorhaben der Anar­chisten früher unterrichtet gewesen und die Londoner Po­lizei davor gewarnt hat oder nicht. Ist schon im gewöhn­lichen Leden ein„Ich habe es dir vorher gesagt“ in den meisten Fällen tirlos und gewöhnlich ein Zeichen recht­haberischen, irritierenden, kleinlichen Charatters— selbst wenn man wirklich vorher einmal weise gewesen— so trifft das doch wohl auch auf Behörden zu und noch dazu Behörden, die besonderen Grund haben sollten, Hand in Hand— und unter der Hand, in Stillschweigen— zu ar­beiten, wenn ihre Weisheit dann auch wirklich nicht gleich an die große Glocke kommt. So denkt man wenigstens hier.

Kirchliche Nacbrichten.

Großbritannien.

Anarchister

Umsang hervor und die

gsestechenen vig Sscrichenr:. De.

orechextum tritt in immer ausgedehnterem hervor und die Sachlage wird dazu auch noch

Chandam zeroe Auch der Mord auf dem Anger von

dürfte wohl damit in Verbindung zu bringen

.. Die Leiche hat sich als die eines Polen herausge­

osienbar des Verrats verdächtig, nachseen und

Annahme sind

Verbundaung 2. Fhigen die der Mörder in des Gesch

woch. Gladen die Vegdeset. Ze sans dern Misichen.

Velagerung ins Wert gesetz, noch z. deun uoch manche

schlagen- und— wos für manck. n manche-Schlacht be­

an der ganzen Soche st a. lseh das drgersichste

lands zu erragen sein. Doß g des 8u8 sonnenen Engländer;, der doch sonft uu gerade den abe­veriert, so eiwas passeren mußtel— Indest

doch auch nicht vergesen, daß fricher ga sien wit woten Anzahl Polizisten von der u gon eine gröbere

sollte, ohne daß das Leben Bande niedergeschossen war, sie

auf das Spiel gesetz werde, Scucleute unndtiger Weise

nicht wieder entgehen; daß die große Jap) ven Schickhel durch eine gründliche Absperrung sämtlicher Za zumal auch gegen die ungeheueren= 8an6e— forderlich war, daß die 17 Gardisten.. den, weil ihre Bewaffnung eine so viel beff die Kanonen—.— nun sie sind jedensalle lich ins Treffen geführt. Immerhin fehlt es na hier nicht an mancherlei Spöueleien, die umso

geäußert werden, als es heißt, daß der den Kon'.

so verhaßte Minister des Innern, Herr Wipavoiiven chill, der sich selbst auf dem Kampfplatze. 4 tatsächliche Leitung des Angriffs übernon Derübg, wpird das Parlament wohl noch Auftlätung brin­

Jasow nag wosteine zchisse Henr Sumd deur ven finden, daß in Verlin— sa und selbst in aP

soiche Vorkommnisse nicht möglich sind, Penc öfsentlich sich auszulassen, scheint, nach dep nde

und da mag man dann auch wohl anderwärts

* Jur Judizierung Dr. den Hompels.

Die Kardinäle der Inderkongregation haben, wie wir bereits berichteten, in ihrer Sitzung vom 2. Ja­nuar er. unter anderen Schriften auch die Broschüre des Rechtsanwalts Dr. ten Hompel: Uditore Heiner und der Modernisteneid, Grenzfragen: Erstes Heft, Münster 1910, verworfen und auf den Index der verbote­nen Bücher setzen lassen. Damit ist über ein kleines Buch, das— man muß es leider sagen— in unerhörter Weise den niederen Klerus gegen eine Maßnahme des obersten Lehrers und Hirten der katholischen Kirche, nämlich den Antimodernisteneid, zu revolutionieren versuchte, das Urteil von zuständigster Stelle gesprochen. Wir wollen ausdrücklich hervorheben, daß wir an dem subjektiv guten Willen des katholischen Verfassers dieser Broschüre trotz ihres Inhaltes und ihrer Tendenz glauben festhalten zu müssen. Herr Rechtsanwalt Dr. ten Hompel ist in dieser Sache ebenso wie in seiner ganzen Tätigkeit um die Anti­Indexliga und die geplante Münstersche christliche Kulturgesellschaft das Opfer einer irregehenden und irreleitenden Bewegung im deutschen Katholizismus unserer Tage. Sie zeigt sich ebenso auf philosophisch=theo­logischem, wie auf literarisch=schöngeistigem Gebiete, in der Auffassung der sozialen Frage und ihrer Lösungen wie in der Politik und den Lebensfragen des Zentrums. In dem Bestreben, die katholische Religion und die moderne Kultur zu versöhnen, werden unaufgebbare Wahrheiten und Grund­sätze der katholischen Kirche außer Acht gelassen oder ver­tuscht und dadurch in ihrer Bedeutsamkeit geleugnet, in ihrer Wirksamkeit lahm gelegt, für's praktische Leben ge­fährdet und ausgeschaltet. Dabei spielen falsche Unter­stellungen und Entstellungen des wirklichen Sachverhaltes eine Hauptrolle. Falsche Unterstellungen, um nur eine hervorzuheben: als ob irgend ein gebildeter Katholik, der treu zu seinem Glauben und seiner Kirche hält, auch nur einen Augenblick daran dächte, die Katholiken auf den Isolierschemel zu stellen und aus dem Kontakt mit der sie rings umflutenden modernen Kultur herauszuheben. Und Entstellungen: als ob z. B. irgend ein solcher Katholik, und wäre er ein leibhaftiger„Osterdienstagsmann", das Zen­trum anders als eine politische Partei, wirksam im Sinne der Verfassungsurkunde für das Gemeinwohl des ganzen Vaterlandes, auffaßte. Aber bei allem Zusammen­gehen mit der ganzen modernen Kultur muß oberste Regel und Richtschnur bleiben, daß dem Katholiken seine Welt­anschauung, die katholische, als einzig vollwahre und ge­sicherte dasteht, daß er nach ihr in allen großen und kleinen Fragen des Lebens auf allen Gebieten sich zu richten hat, und daß darum insbesondere ein falscher Interkon­fessionismus ausgeschlossen bleiben muß, der den Irrtum der Wahrheit gleichstellen möchte, indem er ihn al pari mit ihr behandelt. Wir sind auf die in Rede stehende Broschüre bisher absichtlich nicht näher eingegangen und tun das auch heute noch nicht. Wie sehr im Irrtum der Verfasser war, der sich in seiner irrigen Auffassung des sog. Laienapostels ungerufen als Laie zum Vormund und An­walt angeblich bedrängter Priesterseelen machen zu müssen glaubte, ähnlich wie er früher aus falsch verstandenem Mitleid mit dem indizierten Schell die Anti=Indexliga in Szene zu setzen suchte, das zeigen die unerbittlichen Tatsachen. Wer ist denn von den durch das Motu proprio Pius X. Tecrorum antistitum zum Eid der Reinheit des Glaubens verpflich­teten Geistlichen zurückgeblieben? Unseres Wissens in der ganzen Kölner Kirchenprovinz kein einziger, und in Süd­deutschland, wie es heißt, ein einzelner hie und da unter Tausenden. Also ganz„unnötige Beunruhigung“, wie wir seiner Zeit gegenüber einem Punkte ausführten, der aus Mangel an Verständnis der geforderten Eides­formel vielleicht ein Bedenken wecken konnte. Im übrigen haben wir die in Aussicht gestellte Erwiderung des vor­nehmlich angegriffenen Prälaten Heiner abwarten wollen, die in den nächsten Tagen wohl erscheinen wird. Inzwischen ist ein oberstes Tribunal in Sachen der katho­lischen Glaubensreinheit mit seinem Spruch dazwischen­gekommen. Unsere alten Bedenken wegen der Mün­sterschen Kulturgesellschaft, deren Programm in dem ersten Hefte der„Grenzfragen" enthalten ist, haben damit neue Nahrung erhalten. An Herrn Dr. ten Hompels streng­gläubiger Katholizität, womit die liberale Presse ihn aus­zeichnet, wird es nun sein, das zu tun, was Sache des gläubigen Katholiken ist gegenüber dem Ausspruche solcher Autorität. Wir hoffen es von der kirchlichen Treue des irre geleiteten Herrn Dr. ten Hompel.

Trinkgeld verabreicht worden war, was ihn zu versteckten Dro­hungen gegenüber seinem Arbeitgeber veranlaßte. Am 14. August, an einem Sonntag, sprach der Angeklagte mit einem Arbeits­kollegen reichlich dem Branntwein zu und machte seinem Unmut durch Schimpfereien Luft. Des Abends geriet er mit dem Wirt Westermann in Wortwechsel, bei dem er gegen seinen Herrn tätlich vorging. Mehrere Gäste nahmen sich des Ueberfallenen an und hielten den Angeklagten nach vieler Mühe zurück. Er wurde aber erneut ausgebracht, da ihm der Schnaps von der Familie Wester­mann verweigert worden war. Aus Rache hierfür schlug er mit einer Gabel drei Fensterscheiben der Wohnung seines Arbeit­gebers ein und flüchtete. Etwa eine Stunde später mußte die Familie Westermann die Wahrnehmung machen, daß ihre große Scheune, die etwa 25 Meter von der Behausung entfernt liegt, in Flammen stand. Bei den reichen Getreidevorräten brannte das Gebäude in kurzer Zeit vollständig nieder; nur einige Wirt­schaftsgeräte konnten gerettet werden. Der Verdacht der Täter­schaft richtete sich anfänglich gegen den auf dem Westermannschen Hofe beschäftigten Arbeiter Wyne; eine Vermutung, die sich bald als haltlos herausstellte. Nun verdichtete sich die Annahme der Brandstiftung auf den jetzigen Angeklogten Fackert, der gleich am Morgen nach dem Brande verdaftet wurde. Als sich die Polizei aus Haltern auf dem Gutshose Westermann ein­

Städtisches.

Mänster, 9. Januar.

O Eisenbahnpersonalien. Bersetzt sind die Bahnhofs­vorsteher Scharlemann von Holzhausen=Heddinghausen nach Lübbecke und Woydt von Lübbecke nach Ibbenbüren; die Eisen­bahnassistenten Humbeck von Meppen nach Bocholt, Lottmann von Norden nach Aurich und Wagemann(als Bahnhofsver­walter) von Rotenburg(Hann.) nach Holzhausen=Heddinghausen; die k. Eisenbahnassistenten Droste von Bünde nach Rotenburg (Hann.), Robert Müller von Diepholz nach Bünde Wilkens von Bocholt nach Coesfeld; die Bahnmeister Haas von Emsdetten nach Münster und Baumkotter von Ochtrup nach Burgsteinfurt; die Bahnmeisterdiätare v. Postert von Billerdeck nach Bünde und Hilf von Münster nach Emsdetten. Die Prüfung zum Loko­motivführer haben bestanden die Lokomotivheizer Frobitter, Langen, Wandsrat und Joseph Wensky in Osnabrück. Beignachese Vereia. Eine schön verlausene

it#eier versammelte am Dreikönigsfeste die Mitglieder aes C. gamiliegggge horigen und den Freunden des Vereins Vorsitgenden, Herrn Kauf. 1d Begrühungsworten durch den

des Vereine Dau cuid; hielt der Gestliche liche Festrede üder die Vedeutung den un; eius vorrcht­

2 Dur aesestenerpen, wiche einen guen Ernog brache.

8 Schwurgericht.

begonnene Schwurgerichsperiade dürste eten.

ie chesheaue Lauchen, der unter der Anlage der du

granominung steht. Er soll am 14. August r I.

Lutobesitzers und Wirts Vernhard Weste.. Sceume des

Haltern angezündet haben, wodurch ein eraun i Lauesum bei

verursacht würde. Der Angellagte facken sy bei Neuwied geboren und wegen Körperverletzung Gesängnis und wegen Beleidigung mit 2 g

vorbestraft. Im Juni 1909 trat er in die Dienste der

Bestermann in Lavesum. Er Pelt sch die Landoine bis er wegen vermeintlscher Zurücher an: Seit recht on,

und anlözich eines Tierverkauss in Bu u der Beicttgung

ut geriet, da ihm kein

legitimieren, erhielt ein Deamter sofort einen Nevolverschußz in den Unterkiefer und einen Messerstich in die Schulter. Hieraut suchten die Eindrecher nochmals das Weite. Während drei enz, kamen, wurde einer durch den Polizeihund gestellt und solange festgehalten, bis er nach starker Gegenwehr verhaftet werde, konnte. Der schwerverletzte Beamte wurde nach Anlegung eines Notverbandes in seine Wohnung gebracht. Wie verlautet, stam, men die Einbrecher aus Dortmund; sie hatten es auf die Stationskasse abgesehen.

hagen, 9. Jan. Die Errichtung eines neuen Hauptzoll. amtes in Hagen ist, nach dem„W. Tagebl.“, geplant, um dadurch das Hauptzollamt in Dortmund zu entlasten. Ueber die Frage wo das neue Amt seine Unterkunft finden wird, schweben noch Verhandlungen, jedoch soll nur der Mittelpunkt der Stadt in Aussicht genommen werden. Man denkt an das Gebäude am Neumarkt, in dem früher die Verwaltung des Verbandes der Kaltwalzwerke untergebracht war. Eine Aufhebung des Bahn, hofszollamtes und des Zollamtes im Postgebäude soll mit der Neuerrichtung des Hauptzollamtes, das wirklich einem längst degten Wunsche der Inieressenten entspricht, nicht beabsichtigt sein Die ganze Angelegenheit wird demnächst definitiv zur Entschei, dung kommen. Wsche

* Essen, 8. Jan. Heute fand in Anwesenheit des Regierungs. groidanten Dr. Kruse. Digsechort, sie K.... der neuen

stellte und der Angeklogte ihrer ansichtig wurde, ergriff er die präsidenten Dr. Kruse=Düsseldorf die Konstituierung der

Flucht und suchte sich in einem benachbarten Walde zu verstecken. yandeiskammer für die Kreise Essen, Mütheim=Nuhr und Ober­Man entdeckte ihn jedoch bald und nahm ihn fest. Vor der Polizei hausen zu Essen statt. Zum Vorsitzenden der neuen Handelskam, legte Fackert das Geständnis ab, den Brand angelegt zu mer wurde Geh. Kommerzienrat Karl Funke=Essen, zu stellver,

haben. Aus Aerger über schlechte Beköstigung und wegen Ver= tretenden Rarsiganden Ged Fipanzrot H.#elver:

weigerung des Schnapses habe er sich betrunken und die Tat be­gangen. Diese Aussage wiederholte er auch vor dem Unter­suchungsrichter Freiherrn von Korff am 16. August. Nach

Münster übergeführt, erklärte er bei wiederholter Vernehmung, er habe dem Geständnis nichts hinzuzufügen. Trotz dieser Ein­geständnisse legte sich der Angeklagte heute hartnäckig aufs Leugnen; auch die eindringlichsten Ermahnungen des gewand­ten Vorsitzenden vermochten ihn nicht umzustimmen. Immer und immer wieder gab er an, die Scheune nicht angesteckt zu haben. Er kam mit der wenig glaubhaften Einwendung, daß der Mit­knecht Wyne der Schuldige sei. Dieser hätte ihm die Tat einge­standen und mit Fackert nach Ostpreußen gehen wollen. Die Ver­dächtigung erhob der Angeklagte zuerst in der Verhandlung des Schwurgerichts vom Oktober vorigen Jahres. Da man über die Angabe vollständig überrascht war, konnte das Gericht nicht gubin, eing, Vegtagung der Sache eintreten zu lassen, um den

Heugen Tohne herveizuschaffen. Auch in der jetzigen Verhand­

sich in Recklinghausen=Süd befindet, nicht zur Stelle. Es wird versucht, ihn zu laden.— Nach der eingehenden Angersantem Pragn Zweisel an der Täterschaft des ungeklagten Fackert bestehen. Seine Angaben über die Zeit des werden widerlegt. Er gibt aber zu, bei der Brand­Der. Frau, Westermann gegen­

ißerte er sich bei seiner Veryafrung:„Ihr solltet mir

Schnaps gegeden haben, dann wäre es nicht passiert.“ Während Isi., Ppsstggte früher Trunkenheit vorschützte, weiß er sich heute mume Joc=Zeuten zu erinnern. Er verharrt auf seinem Stand. punn, den Jeugen Wyne herbeizuschaffen. Zu diesem Zweck wird die Verhandlung auf heute abend 5½ Uhr ausgesetzt.— Die vertritt Staatsanwalt Müller, während dem Angeklagten als Offizialverteidiger Rechtsanwalt Dr. Ebert beigegeben ist. Dienstag, den 10. Jonuge,

3, Prarich Höltimann Steßenaubea; Sanzug,

ar Ver. e eier daes hrel Prsans Herse 4. 10 den­

Januar, gegen den Anstreicher Bernard Bi

Januar, findet vorauschlich keine Sitzung stat.

tretenden Vorsitzenven weh. Finanztal Dr. Hugenverg=Essen und Kommerzienrat Gerh. Küchen=Mülheim=Ruhr gewählt. .“ M.=Gladbach, 8. Jan. Vor der hiesigen Strafkammer hatten

sich mehrere Arbeiter wegen Erpressung zu verantworten. Sie hatten im vergangenen Sommer auf einem Felde bei Erkelenz das Schleppseil des Vallons„Hildebrandt“ aus Köln ergriffen und es festgehalten, so daß die fünf Insassen in Lebensgefahr gerieten. Erst nachdem die Luftschiffer den Arbeitern das ver­langte Geld herabwarfen, ließen sie das Schleppseil los. Die Angelegenheit wurde zwecks weiterer Zeugenvernehmung vertagt. — Auf der Viersener Landstraße wurde gestern nachmittag

Franziskusheilstätte von vier Männern angerempelt Als die Männer auf ihn eindrangen, zog der Arzt einen Revolver und gab auf seine Angreifer mehrere Schüsse ab. Während drei der letzteren entflohen, wurde der vierte schwer verletzt. Er er­hiet ws Shafe un die Brach.— Er a.

* Köln, 9. Jan. Bekanntlich wurde bei dem anfangs Oktober

in Deutz stattgefundenen Krawall beim Abbruch des Forts ein Schutzmann durch einen Stich in den Arm schwer verletzt, daß er nach einiger Zeit stard. Während damals einige an dem Krawall beteiligte Personen festgenommen werden konnten, flüchtete der Haupttäter, der von seiner Frau getrennt lebende etwa 30 Jahre alte Erdarbeiter Peter Duppe nach Luxemburg. Gestern ist es gelungen, den Aufenthalt des D. in Luxemburg zu ermitteln und ihn dort zu verhaften. Die einzuleitenden Auslieferungsverhand­

für den

Köln, 9. Jan.(Tel.) Zwei Straßenräuber überfielen einen von hier nach Rodenkirchen heimkehrenden Lehrer in der Nähe der Marienburg und warfen ihn eine Mauer hinunter. Darauf raubten sie ihn unter Bedrohung mit einem Messer vollständig aus. Der Lehrer ist schwer verletzt worden. Die Täter sind ent­kommen.

Drovinzielle Nachrichten.

4 Lüdinghausen, 8. Jan. Die Stadtverordnetenversamm­

lung vom gestrigen Abend hatte eine ungewohnt kurze Tages­ordnung. Bürgermeister Effing führte die neugewählten Stadt­verordneten in ihr Amt ein. Sodann wurden die einzelnen Posten im Kollegium durch Zettelwahl neu besetzt. Das Bureau erhielt durch einstimmige Wiederwahl ein glänzendes Vertrauens­votum: die Herren Fabrikbesitzer B. Heitmann als Vorsteher, Kreisbaumeister Wethmar als dessen Stellvertreter, Dr. med. Schäper als Schriftführer, Dentist Kleymann als dessen Stell­vertreier.. amam abe dest

§§ Werne(Bez. Münster), 8. Jan. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten, der ersten im neuen Jahre, waren zu­nächst die notwendigen Wahlen vorzunehmen. Herr Bürger­ter Hartmann bemerkte zuvor, daß er bezüglich der Wahl des Schriftführers wünsche, daß für diesen Posten, der in den letzten Jahren von einem Stadtverordneten verwaltet worden sei, ein Bureaubeamter gewählt werde. Er lege Wert darauf, daß die Protokolle, die mitunter mangelhaft geführt worden seien, in Anbetracht der Bedeutung, die sie für die Nachwelt hätten, auch ordnungsmäßig geführt wurden. Als Schriftführer wurde Stadt­sekretär Bülow durch das Los bestimmt und Stadtv. Gräve als Stellvertreter gewählt. Bei einer Revision der Stadtkasse haben sich einige Beanstandungen ergeben. In der Stadtkasse ist, so heißt es in einem Bericht des Bürgermeisters Hartmann, infolge unvorhergesehener Ausgaben am Schlusse des Jahres Ebbe. Seitens des Magistrats sind, um die laufenden Verpflichtungen zu decken, in der Regel die vorhandenen Fonds angegriffen wor­

den. Das ist nicht zulässig, gesetzlich sogar unstatthaft. Infolge der Ausschulung der Kinder aus der Gemeinde Werne ist zwi­schen der Stadt und der Landgemeinde eine Vermögensauseinan­dersetzung erforderlich, die Stadt wird als Ausgleich eine erheb­liche Summe an die Landgemeinde zu zahlen haben. Um flüssige Mittel zur Verfügung zu haben, die nötig sind, um Vorschüsse zu

besen und eigeg, Zeriebsfonds zur Verfügung zu haben, bean­

ze der Rugistrat vie Aufnahme einer Anleihe in Höhe von

von welcher Summe 10000 A als Betriebsfonds an­

zusehen sind. Auf Antrag des Stadtv. Koch wurde indessen mit

bei der Sparkasse nur eine Anleihe in Höhe von 20000 M aufzunehmen. Durch die Ausschulung der Kinder der Landgemeinde Werne sind andere Schulverhältnisse eingetreten. Mit 1. Januar 1911 sind 316 Kinder ausgeschult orden, so daß noch ein Bestand von 666 Kindern verbleibt. Da zwölf Lehrkräfte vorhanden sind, würde jede Lehrperson 55 Kin­

Schekrätte aus um, die auf neun herabzumindern. Die Schulbehörde machte aber darauf aufmerksam, daß unter Hinzurechnung der zu Ostern aufzunehmenden Kinder jede Klasse wieder mit 78 Kindern be­

letzt lein würde. Das sei unter keinen Umständen zu dulden. Die Schuldeputation wie auch der Magistrat beantragten beim Kolle­

Sirr,gfagz, Sahe Lehgkräfte auf zehn festzusetzen, sobald aber eine Klage über 70 Kinder zähle, eine neue Klasse einzurichten.

Vorsitende, Dr. Hegemann, bemerkte, die Verpflichtung, bei

der Zahl 70 sofort eine neue Klasse einzurichten,

gehe doch wohl zu weit. Sparen sei bei der Finanznot der Stadt Su#e goten. Er glaube, daß der Magistrat dem Kollegium einen Elar vorlegen werde, der eine Steuererhöhung bis zu 100 Prozent vorsehe. Die Regierung werde sich bei der schlechten Finanzlage wohl dazu herbeilassen, die Vorschriften nicht in der sonst üblichen Weise zu handhaben. Herr Bürgermeister Hart­mann machte darauf aufmerksam, daß man damit kaum durch­

sommen werde, die Regierung werde unter Umständen über den dtverwaltung verfügen, neue Klassen einzurichten. Es werde immer von mißlichen finanziellen Verhältnissen ge­

ari sämen elen 1891

Antrag des Vorsthenden Dr. Hegemann, wonach zwor die Jahzi

gerichtsneubaues in geheimer Sitzung u eredigen.

Leipziger Aerzteverbandes Dr. Kuhns

hersgng in Schoise saent. ude Jagen zag uin iur Nur.

des Krankenkassenverdandsvorstandes

Jassenärzten zur Folge hatte.— Die hier derrschende

don Raopandior Karden inerstabs ia Lagen Aatdurschast vor Schaste hecrentungen fnd auc vise Rigu. uude: Schen eranmt, uuag diese Kranchest frin bösartig

Kinder hinweg,. Das fortwährende Umsich est wanche

den Krankheiten mag zum Teil auf die eser anstecken. ees ehrn.— Bumg

in der vorvergangenen Nacht zwel Polizeideamten borten Mengede. Von einem Stationsbeomten uux in denuch omten auf vier auffällge Personen, die sich

Statonstase zu schassen machen, aufmersaon u benster

eendrecher hieg beobachtet sahen, goben de ihren

wurden aber in Mengede gestellt. Auf die

Vermischtes.

Berlin, 9. Jan. Direktor Clarke=London ist jetzt im Wieder­aufnahmeverfahren wegen versuchten Betrugs, begangen an dem Prinzen Franz Josef von Braganza, zu sechs Monaten Gefäng­nis verurteilt worden. Die Strafe gilt als durch die Unter­suchungshaft verbüßt. Die Verhandlung über weitere Versuche und vollendete Betrugsfälle wurde vertagt. Der Angeklagte wurde aus der Haft entlassen.

Berlin, 9. Jan.(Tel.) Heute begann der Schwurgerichts­prozeß wegen der Moabiter Krawalle. Angeklagt sind 18 Per­sonen wegen Aufruhrs und Landfriedensbruch.

Hamburg, 8. Jan. Ein Brandstifter beunruhigt in den

letzten Monaten die Elbdörfer. Gestern früh erfolgte die 22. Brandstiftung. Das ganze Gewese des Landmanns Ramcke in

Sulldorf ging in Flammen auf. Der Brandstifter konnte noch nicht ermittelt werden.

8 Jan. Der Kontorist einer hiesigen Maschinen­fahrik, Otto Naue, hat bei einem Halleschen Bankhaus mit einem gesalschten Scheck 8500 a erhoben und ist damit geflüchtet.

8. Jan. Der Amtsvorsteher und Oberamtmann Haberland der anhaltischen Gemeinde Drödel hat sich vor den Toren seines Gehöfts, nachdem er gestern aus einem Sanatorium zurückgekehrt war, erschossen.

Ses sen eweigt, 8. Jan. Das große Holzsägewerk der Firma

per Steigerstraße zu Holzminden ist in der vorigen Nacht vollständig niedergebrannt. Der Schaden ist betröchtlich.

Stuttgart, 8. Jan. In Ebingen(Württemberg) brach gestern nacht in dem Warenhaus Kahn Feuer aus, durch das fünf einfache und drei große Doppelgebäude bis auf den Grund nieder brannten. Der Eigentümer des Warenhauses, Kaufmann Mehl. konnte sich mit seiner Familie nur durch einen Sprung aus dem dritten Stockwerk retten. Der ledige Kaufmann Theodor Beck wird vermißt. 28 Familien sind obdachlos.

Diedenhosen, 8. Jan. In der hiesigen Steuerkasse wurde

Tätern sehst jese Spur. 0 u graubt wunden. Von den

Lätich, 9. Jan. Für heute ist eine Ausdehnung des Berz­

areenerausslandes zu erwarten, da für Herve und Umgegend

evenfaus der Streik beschlossen worden ist. Der heutige Sonntag ist axscheinend guhig perlausen. 88n8

###aris. 8. Jan. Bei Busygny stießz gestern abend auf der am amie der, Brüsseler„Schnelzug mit einem Lokalzug zu­Liensteter den Sdeig, wurden zerträmmert, doch ist nur eim Ve­toß fand Wäpagg an udet. Ein zweiter Zusammen­der Nähe des Pariser Nordbahnhofes heute nach­mittag durch einen Leerzug und einen Personenzug statt. Nie­

Sesignen soll an 110 Schüler und Schülerinnen telnehnen

Lalen, 9. Jan.(Tel) Am Samstag begab sich der Landwirt Schoneck aus Sandberg nach einem Streite mit seiner Frau in

den nahegelegenen Wa um seinem Leben ein Ende zu machen. se dorch einen Schaß samen

dann im Wade. oran nach Hause und erzängte 14

Gestern nachenittes

aus. Siebden Arbeiter sind den gitr Verichen Tuio em Beass

Huelog, 8. Jan. In einer Mine

wurden durch Nachgeben des Erbreiche mehrere Ardeiter gur­

geberget und fnf Verwundete wurde

in den letzten Tagen schwache Gofeze 9 Uhr ein starter Erdstoß verspirt. deite vermitng un

ten sch die Bodenschmantdungen, de. ir Wichertol

Restaurant in Whtechapes im Tase

vorigen Woche in der Vorstadt Chapge Juden Veron verübten geheinmisvollen Mord du iunetchen

dem angenommen wird, daß er an dur Kaunheditch.

beteiligt sei.—. Jounvoblich=Angelegenheit

ans Santiage de Chle. Gien.2„in Blestors Blat machtet

Geseenei Prisigruigen B, Ardn, Aur Pd

eengen us Brischrnten erbranien.

vermutlich durch auständige Eiendahnbediensteie

Schaden wird auf 150000 Bid, aeuuusarrngennete gnoggpt. Der verbrannt.000 Prv. Sterling geschätzt. Ein Mann ist

Haiffa, wo die Blutat an dem deusche, sche Austenkatt

gengen, wusdt, nur an d. d. A. der uuesiaumn brdr er Rordes. Der Deusche Weberug v., Schauplatz eines nauen

hinterrücke angegrissen worden kein aul ven einem Einmobur: in Netwchr, den Angreser(.“ woraut Beberut, angebitg

chlug. Dos Konsalat imn Hassiaun eientück gleder:

hastung des Beberus vrantatzt.=se t1g“

Berlin, 9.

Luftschiffabrt.

wesichenr bechiltern uch fef dinter fur uund Wrsicere hoben bereits eine Moschne gebaut, die Juuenieur. St: ds schr Rabl und sicher glellend e den Protrtahten dal den Erdauern die Nachrsche vie Biliktveruatung abgeneigt sei, nach Ferigsiedlung den wr. usen. bb Ee suche ausounehmen und Die Ppakaine eeraten die Bioger

werden. dir Maschme eventuell käuflich zu er­

brond- sel bei Aouannar 12. Kul.it: Rochrlcht, der Daies-Juhe Hogenas in nattegat nach der See zu treibend ge­

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