K
2.
77½
235
.700
455
357
850
860
1395
3350
1600
555
3010
3350
995
1410
2800
3575
925
.<space> 5 5 0 0<space>
4790
3000
830
2250
1805
1900
4400
700
3050
1288
1530
482
2110
900
* Berliner Börse
e)
ark:
am 4.10 am 5. 10. 5131,05 15280.85
3745.25 41494.30
9363.25 9588.— 6129,80 15254.65 2396,85 83994.84 9013,70 9128.55
— 20,50
6329.50 57338.15
9700.30 40199,65
6941,30 7390,75
Nen ze ran 2e.
d laß dir sagen: nslagen, in Tagen,
Paniere: seriere!“
K S
sebrauchte guterhaltene
hreiomaschine
aufen gesucht. System Preisangabe erbeten.
Otto
Haspe i. W. 4029
Klavier
zu kaufen gesucht. Fritz Fürgens, amm i. W. Oststr. 41.
ür Pfort 4028
utzfrau oder Mädchen
icht.
Kühnholz& Co.
Schwerte(Ruhr)
Hüsingstr. 2.
im Mittwoch blieb auf Wochenmarkt ein
Schirm
hen. Der Eigentümer n denselben gegen Ertung d. Unkosten abholen fürmann, Westenort 1.
se. am Postplatz.
Oger
ossen vorrätig.
Carl Braus.
Oerbunden mit: Schwerter
Capehat und Kauder
Schwerter Velkszeitung
Schwerter Volksbratt Lwdiches Netsbiatt
Erstes und ätteltes Coseoorgen des Kreises.
M Westhokener Zeitung
Avlerdecker Zeitung Langscheder Zeitung
den üreis borde. heizwicheder Zeitung
Generalanzeiger für den Kreis Hörde.
Regelmäßige Beilagen:
Schwerter Hausfrau und Alutter.
Aus dem Neiche der Mode. Heimatblätter. n Lustiges Allerlei. Kinderzeitung= Unser Blatt u Unterhaltungs- u. Nomandeilage. n Spiel, Sport und Curnen. u Ledensbild. Kunst u. Wissen. n Gartenratschläge.
De„Schwerter Jestung“ erscheint werktäglich n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Berlog: Carl Braus. Celegr. Adr. Braus. Schwerteruhr. Cel.=2. Postscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Richterz
Rei Thchur,„ Schwert.
Nr. 236 Samstag, 7. Oktober 1922 55. Jahegang
Don Gedeh.
Da du einst geboren warst an's Licht
Weintest du, es freuten sich die Deinen,
Lebe so, daß, wenn dein Auge bricht,
Du dich freust, die Menschen aber weinen.
Gerok.
Neueste politische Nachrichten.
Der preußische Handelsminister hat einen Sachverständigen=Ausschuß einberufen, um zu erörtern, was gegen die Devisenspekulation noch getan werden könne.
Zum französischen Botschafter in Berlin wurde Ministerildirektor Herbette ernannt.
*
Das Reichskabinett hat beschlossen, von jeder Erhöhung des Tabakzolls Abstand zu nehmen. Die Einfuhrsperre soll sofort aufgehoben werden.
* P 6
Die Verhandlungen über die Umgestaltung der Beamtenbesoldung sind von der Reichsregierung abgebrochen worden.
*
Nach dem inoffiziellen Protokoll über die Konferenz in Mudania müssen die Griechen Thrazien in 10 Tagen räumen, andernfalls die griechischen Häfen gesperrt werden und die Türken über die Meerenge vorrücken. Die Alliierten bleiben während der Friedensverhandlungen in Konstantinopel. Die Engländer räumen Tschanak.
Kunde.
Im Wohlfahrtsausschuß zu München sollen Millionenunterschlagungen aufgedeckt worden sein. Bei einem der Beschuldigten fand man Werte in Höhe von einer halben Million. Bei einem anderen solche in Höhe von einer Million. Die Untersuchung ist im Gange.
Von bayerischen Behörden wird der„Polizeipräsident“ aus der Münchener Rätezeit, Drogist Dosch, als rückfälliger Dieb (Fahrraddieb) gesucht.
Der holländische Kredit von 100 Millionen Gulden ist in letzter Zeit derartig von Deutschland in Anspruch genommen, daß er schon sehr bald erschöpft sein wird.
*
Der Magistrat von Berlin hat letzthin weitere 45 neue Fahnen in den republikanischen Farben für die Schulen angeschafft; dazu war in der ungeheuer notleidenden Gemeinde Geld vorhanden. Die Ausgaben betrugen 193.043 K.
Jede einzelne Fahne kostete also rund 4300 K.
*
Die Radfernfahrt Bremen=HannoverBremen über 215 Kilometer versammelte 42 der besten Bundesamateure Norddeutschlands. Der Hannoveraner Möller errang den Sieg vor Borgwardt=Kiel, Müller=Berlin, FelixHamburg, Röper=Bramen und Kohl=Verlin.
Die letzte Woche.
Die anhaltende Preissteigerung hat den Dollar wieder mobil gemacht, und seinen Stand um mehrere hundert Prozent erhöht. Um ebensoviel hat sich die Kaufkraft der Mark verringert. Wenn auch die Spekulation wieder im Trüben zu fischen sucht, so ist dieser Rückgang der Mark an sich doch nicht wunderbar, die Teuerung nimmt so hohe Reichsaufwendungen in Anspruch, daß unser Auslandskredit sich weiter verringern muß. Wir sind gegenüber dieser Sachlage machtlos, und auch die Entente kann über die Folgen nicht länger im Unklaren sein. Wird unsere Valuta nicht besser, dann ruiniert uns die Teuerung ebenso, wie Oesterreich ruiniert worden ist.
Die Reparationsfrage muß gelöst werden, damit die große Anleihe Tatsache werden kann. Dann kann der Abbau der Preise und die Stärkung unserer Leistungsfähigkeit auf dem Wirtschaftsgebiet erfolgen. Wird daraus nicht bald etwas, so wird die Lösung der Reparationsfrage unmöglich. In Paris arbeitet die Reparationskommission an ihrem Plan für die Gesundung der deutschen Finanzen. Die amerikanischen Bankiers zucken zu den langen theoretischen Erörterungen die Achseln. Das ganze Geheimnis ist ja doch nur die Hebung des Vertrauens, daß Deutschland seine Schuldenzahlungen ermöglichen kann, und hierzu muß die Entente als Gläubiger den ersten Schritt tun. Wir können doch nicht eigenmächtig einen Strich durch die Schuldenhöhe machen.
Um dem landwirtschaftlichen Kostenaufwand für die Getreideproduktion Rechnung zutragen. hat die Reichsregierung die Preise für das Umlagegetreide erhöhen müssen. War das eine Notwendigkeit, die nicht umgangen werden konnte, so darf sie doch nicht zu einer weiteren Verschärfung der Lage durch Erneuerung der Zwangswirtschaft führen, die alle bekannten Unzuträglichkeiten wiederholen würde. Wir dürfen zudem immer noch hoffen, daß die beabsichtigte neue Finanzkonferenz eine Verständigung und damit auch eine Steigerung der Mark bringen wird, so daß wir also mit der erneuten Zwangswirtschaft die Wirkung der Marksteigerung ausschalten würden. In der preußischen Landesversammlung ist viel über die hohen Preise verhandelt worden, was allerdings nicht überall den beabsichtigten Eindruck gemacht hat. Wenn die Herren sich selbst 25000 c Diäten monatlich bewilligten, so wird es Tausenden von Familien um so deutlicher, daß sie nichts haben. Nach dem Schema, verstärkter Banknotendruck, ist das Leiden überhaupt nicht zu heilen. Je mehr Milliarden, um so wertloser sind sie, um so größer wird die Teuerung. Je weniger Milliarden, um so größer ist ihre Kaufkraft.
*
Feldmarschall v. Hindenburg hat bei der Feier seines 75. Geburtstages gesagt:„Wir müssen uns selbst helfen, dann wird uns Gott helfen!" Diese Selbsthilfe im Innern kann nur in viel Arbeitsleistung und in noch größerer Sparsamkeit bestehen. Mag sie für den Augenblick nicht unbedingt möglich sein, so kann doch ein fester Zukunftsplan ausgearbeitet werden, dessen Bekanntgabe nach außen hin wirkt. Die Selbsteinschränkung ist eine bittere Medizin, aber darüber hinweg kommen wir nicht. Steuern machen es nicht mehr, denn dazu sind wir nicht mehr reich genug. Die Ruhe in Deutschland wird sich hoffentlich befestigen, so daß der Gerichtshof zum Schutze der deutschen Republik, der mit dem Rathenauprozeß seine Verhandlungen begonnen hat, nicht allzuviel zu tun haben wird.
*
Die Dinge im Orient scheinen sich nach
mannigfachen=Hin und Her durch eine Ver
ständigung erledigen zu wollen, wenn man
deswegen auch auf absehbare Zeit hinaus keine
wirkliche Garantie geben kann. In Paris und
London ist man wohl darin einig, daß Kon
stantinopel und Adrianopel der türkischen
Nationalregierung nicht vorenthalten werden
können, es handelt sich nur noch darum, ob die
*
Griechen nicht den Versuch machen werden, an dem Gebiet von Adrianopel festzuhalten. Und ob ein anderer Balkanstaat nicht„berechtigte" Forderungen geltend machen wird. Seit 50 Jahren ist es auf dem Balkan regelmäßig„anders gekommen, als man dachte". Das Kapitel „Kemal Pascha“ ist eben nicht das einzige, welches einer definitiven Festlegung bedarf.
Die Unterbringung der Flüchtlinge aus Oberschlesien.
TU. Berlin, 5. Okt. Tausende von Flüchtlingen aus den gegenwärtig zu Polen gehörigen Ostteilen Oberschlesiens, die deutsch bleiben vollen, wohnen mit ihren Familien gegenwärtig in den Grenzstädten in einer Weise, die den allerbescheidensten Ansprüchen nicht entspricht. Drei oder sogar vier Familien mit zusammen 18 Köpfen sind in einem mittelgroßen Zimmer, andere, auch Frauen und Kinder, in Turnhallen untergebracht. die gar nicht oder nur mangelhaft heizbar sind In. Anbetracht dieser unhaltbaren Zustände hat die Fraktion der Deutschen Volkspartei im preußischen Landtag den Antrag gestellt, die Staaisregierung möge dafür sorgen, daß 1. für den Winter eine Notunterbringung geschaffen und eine genügende Anzahl Wohnbaracken sichergestellt wird, 2. daß gleich mit Beginn des Frühjahes 1923 mit dem Bau einer ausreichenden Anzahl von Wohnungen begonnen wird.
Aerch chete
Polens Ueberfluß an Kartoffeln.
Warschau, 6. Okt.„Przeglad Wiczorni“ meldet, daß 20000 Zentner Kartoffeln zur Ausfuhr freigegeben sind; weitere 30000 Zentner würden demnächst freigegeben. Die Ausfuhr von Brotfrucht sei bedingungslos verboten. Feiner wurden mehr als 1 Million Gänse zur Ausfuhr freigegeben, ferner für Oktober 80 Waggon, für November 68 Waggon Eier und 5000 Fettschweine.
Viel Lärm, dann Vertagung.
Sitzung des Preuß. Landtages am 6. Oktober
Die kleine Anfrage der Deutschnationalen über die geplante Aufhebung des Regierungsbezirkes Stralsund sowie die Anträge über die Beflaggung des Landtagsgebäudes während der Vollsitzungen werden von der Tagesordnung abgefaßt.(Als der Abg. Kuttner(Soz., den Saal betritt, ruft der Kommunist SchultzNeukölln: Der Mörder Kuttner hat Platz genommen! Warum sitzt ex noch nicht in der Zelle?— Der Zuruf bezieht sich auf die Privatklage Kuttner=Davidsohn. Letzterer hat den Vorwurf erhoben. Kuttner habe in den Revolutionstagen einen Parteigenossen erschossen.— Abg. Heilmann(Soz.) ruft: Kuttner hat in Notwehr gehandelt.)
Es folgt die Beratung des Antrages Porsch (3.) über
die Notlage der Presse.
Das Staatsministerium wird ersucht, dem Landtag alsbald Vorschläge zu unterbreiten, durch die die Presse in Preußen vor ihrem drohenden Zu'sammenbruch bewahrt wird, wobei besonders zu prüfen wäre, ob dieser Zweck durch Maßnahmen erreicht werden kann, wie sie in Baden getroffen worden sind.
Abg. Schwering(Z.) weist in der Begründung auf die völlig unzulänglichen Maßnahmen des Reiches hin. Scheinbar seien Kräfte am Werke, die bestrebt sind, die Notlage der Presse weiter zu verschärfen. Vor allem müsse bei den Holzpreisen angesetzt werden. Der Staat als größter Forstbesitzer könne auf die übrigen Holzlieferanten einen Druck ausüben. Den Zeitungen müßten erhöhte Darlehen
Dier daste dier bäschen Gebietes bedarf besonderer Fürsorge.
Der Antrag wird dem Hauptausschuß überwiesen, nachdem Abg. Becker(D. N.) den schnellsten Zusammentritt des Ausschusses gefordert hat
Die Novellen zu dem Gerichtskostengesetz und zu den Gebührenordnungen für die Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher werden endgültig verabschiedet.
Präsident Leinert schlägt Vertagung bis zum 17. Oktober vor.
Bei Feststellung der Tagesordnung beantragt Abg. Schultz=Neukölln(Komm.), den Bericht über die Verhandlungen des Untersuchungsausschuß über die mitteldeutschen Unruhen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Seine Partei müsse Gelegenheit haben, die bewußten Lügen zu widerlegen und ferner einen Mann, der an der Spitze des Untersuchungsausschusses steht, den Abg. Kuttner als Mörder zu entlarven.(Große Unruhe im ganzen Hause Abg. Schultz wird zur Ordnung gerufen.)
Als Präsident Leinert mitteilt, daß der Bericht noch nicht vorliege, beantragt Abg. Schultz=Neukölln(Komm.) mündliche Erstattung des Berichtes. Nach längerer stürmischer Geschäftsordnungsdebatte wird dieser Antrag gegen die Antragsteller abgelehnt.
Nächste Sitzung: Dienstag, den 17. Oktober 1922. Anträge und Anfragen über das besetzte Gebiet und das Saargebiet.
Schluß 2½ Uhr.
Unausgespielte Trümpfe.
Die letzten Veröffentlichungen aus den Erinnerungen des Kaisers über den Ursprung der „Krüger=Depesche“ aus dem Januar 1896 und über das bald nachher in Berlin eingegangene französisch=russische Angebot, die Verlegenheit Englands im Burenkrieg zu benutzen, um ihm in den Arm zu fallen und seinen Seeverkehr lahm zu legen, haben im Auslande, soweit dies in Betracht kommt, viele Proteste hervorgerufen, und auch in Deutschland Verwunderung erregt. Daß den Kaiser sein Gedächtnis im Stich gelassen hat, ist nicht anzunehmen, aber daß die Tatsachen vor dem Weltkriege so gar nicht ausgenützt worden sind, muß befremden. Bismarck erzielte 1870 vor dem Kriege mit Frankreich einen großen Ersolg, als er Napoleons Annektionsofferten nach Berlin enthüllte. Ein gleicher Erfolg hätte uns im August 1914 beschieden sein können, wenn die deutsche Reichsregierung aller Welt erklärt hätte, Frankreich und Rußland, die uns des größten Eigennutzes beschuldigen, haben uns vor 15 Jahren eingelaven, zusammen mit ihnen über England herzufallen. Wir haben das abgelehnt. Auch zur Feststellung der wahren Kriesschuldigen wäre das von Bedeutung gewesen.
Der Kaiser erzählt, Frankreich und Rußland hätten, nachdem er in London von diesem Plane Mitteilung gemacht hätte, genau das Gegenteil an die englische Regierung berichtet, also daß Deutschland die Anregung zu diesem Plane, gegeden habe. Wenn die Sache so lag, mußte die Wahrheit um so entschiedener klargelegt werden, was nicht schwer fallen konnte, denn Zeugen für diese Tatsachen mußten doch vorhanden sein.
Auffallend ist, daß der Kaiser diesen Trumpf nicht schon ausspielte, um die Engländer von seiner wahrhaft neutralen Haltung zu überzeugen, als das systematische Schilren in den englischen Zeitungen wegen einer deutschen Flotten=Invasion entstand. Wir beschränkten uns damals auf Austauschbesuche und andere Höflichkeiten, ohne zu wissen, daß wir viel wertvollere Dokumente für unsere Friedensliebe besaßen. Wenn die englische Regierung ihren französischen und russischen Freunden mehr glaubt, so war es um so nötiger, diese zu entlarven. Auch die letzte Erinnerung an die