K 2. 77½ 235 .700 455 357 850 860 1395 3350 1600 555 3010 3350 995 1410 2800 3575 925 . 5 5 0 0 4790 3000 830 2250 1805 1900 4400 700 3050 1288 1530 482 2110 900 * Berliner Börse e) ark: am 4.10 am 5. 10. 5131,05 15280.85 3745.25 41494.30 9363.25 9588.— 6129,80 15254.65 2396,85 83994.84 9013,70 9128.55 — 20,50 6329.50 57338.15 9700.30 40199,65 6941,30 7390,75 Nen ze ran 2e. d laß dir sagen: nslagen, in Tagen, Paniere: seriere!“ K S sebrauchte guterhaltene hreiomaschine aufen gesucht. System Preisangabe erbeten. Otto Haspe i. W. 4029 Klavier zu kaufen gesucht. Fritz Fürgens, amm i. W. Oststr. 41. ür Pfort 4028 utzfrau oder Mädchen icht. Kühnholz& Co. Schwerte(Ruhr) Hüsingstr. 2. im Mittwoch blieb auf Wochenmarkt ein Schirm hen. Der Eigentümer n denselben gegen Ertung d. Unkosten abholen fürmann, Westenort 1. se. am Postplatz. Oger ossen vorrätig. Carl Braus. Oerbunden mit: Schwerter Capehat und Kauder Schwerter Velkszeitung Schwerter Volksbratt Lwdiches Netsbiatt Erstes und ätteltes Coseoorgen des Kreises. M Westhokener Zeitung Avlerdecker Zeitung Langscheder Zeitung den üreis borde. heizwicheder Zeitung Generalanzeiger für den Kreis Hörde. Regelmäßige Beilagen: Schwerter Hausfrau und Alutter. Aus dem Neiche der Mode. Heimatblätter. n Lustiges Allerlei. Kinderzeitung= Unser Blatt u Unterhaltungs- u. Nomandeilage. n Spiel, Sport und Curnen. u Ledensbild. Kunst u. Wissen. n Gartenratschläge. De„Schwerter Jestung“ erscheint werktäglich n Hauptgeschäftsstelle, Druck und Berlog: Carl Braus. Celegr. Adr. Braus. Schwerteruhr. Cel.=2. Postscheck: Dortmund 2852 Verantwortliche Schriftleitung: Karl Richterz Rei Thchur,„ Schwert. Nr. 236 Samstag, 7. Oktober 1922 55. Jahegang Don Gedeh. Da du einst geboren warst an's Licht Weintest du, es freuten sich die Deinen, Lebe so, daß, wenn dein Auge bricht, Du dich freust, die Menschen aber weinen. Gerok. Neueste politische Nachrichten. Der preußische Handelsminister hat einen Sachverständigen=Ausschuß einberufen, um zu erörtern, was gegen die Devisenspekulation noch getan werden könne. Zum französischen Botschafter in Berlin wurde Ministerildirektor Herbette ernannt. * Das Reichskabinett hat beschlossen, von jeder Erhöhung des Tabakzolls Abstand zu nehmen. Die Einfuhrsperre soll sofort aufgehoben werden. * P 6 Die Verhandlungen über die Umgestaltung der Beamtenbesoldung sind von der Reichsregierung abgebrochen worden. * Nach dem inoffiziellen Protokoll über die Konferenz in Mudania müssen die Griechen Thrazien in 10 Tagen räumen, andernfalls die griechischen Häfen gesperrt werden und die Türken über die Meerenge vorrücken. Die Alliierten bleiben während der Friedensverhandlungen in Konstantinopel. Die Engländer räumen Tschanak. Kunde. Im Wohlfahrtsausschuß zu München sollen Millionenunterschlagungen aufgedeckt worden sein. Bei einem der Beschuldigten fand man Werte in Höhe von einer halben Million. Bei einem anderen solche in Höhe von einer Million. Die Untersuchung ist im Gange. Von bayerischen Behörden wird der„Polizeipräsident“ aus der Münchener Rätezeit, Drogist Dosch, als rückfälliger Dieb (Fahrraddieb) gesucht. Der holländische Kredit von 100 Millionen Gulden ist in letzter Zeit derartig von Deutschland in Anspruch genommen, daß er schon sehr bald erschöpft sein wird. * Der Magistrat von Berlin hat letzthin weitere 45 neue Fahnen in den republikanischen Farben für die Schulen angeschafft; dazu war in der ungeheuer notleidenden Gemeinde Geld vorhanden. Die Ausgaben betrugen 193.043 K. Jede einzelne Fahne kostete also rund 4300 K. * Die Radfernfahrt Bremen=HannoverBremen über 215 Kilometer versammelte 42 der besten Bundesamateure Norddeutschlands. Der Hannoveraner Möller errang den Sieg vor Borgwardt=Kiel, Müller=Berlin, FelixHamburg, Röper=Bramen und Kohl=Verlin. Die letzte Woche. Die anhaltende Preissteigerung hat den Dollar wieder mobil gemacht, und seinen Stand um mehrere hundert Prozent erhöht. Um ebensoviel hat sich die Kaufkraft der Mark verringert. Wenn auch die Spekulation wieder im Trüben zu fischen sucht, so ist dieser Rückgang der Mark an sich doch nicht wunderbar, die Teuerung nimmt so hohe Reichsaufwendungen in Anspruch, daß unser Auslandskredit sich weiter verringern muß. Wir sind gegenüber dieser Sachlage machtlos, und auch die Entente kann über die Folgen nicht länger im Unklaren sein. Wird unsere Valuta nicht besser, dann ruiniert uns die Teuerung ebenso, wie Oesterreich ruiniert worden ist. Die Reparationsfrage muß gelöst werden, damit die große Anleihe Tatsache werden kann. Dann kann der Abbau der Preise und die Stärkung unserer Leistungsfähigkeit auf dem Wirtschaftsgebiet erfolgen. Wird daraus nicht bald etwas, so wird die Lösung der Reparationsfrage unmöglich. In Paris arbeitet die Reparationskommission an ihrem Plan für die Gesundung der deutschen Finanzen. Die amerikanischen Bankiers zucken zu den langen theoretischen Erörterungen die Achseln. Das ganze Geheimnis ist ja doch nur die Hebung des Vertrauens, daß Deutschland seine Schuldenzahlungen ermöglichen kann, und hierzu muß die Entente als Gläubiger den ersten Schritt tun. Wir können doch nicht eigenmächtig einen Strich durch die Schuldenhöhe machen. Um dem landwirtschaftlichen Kostenaufwand für die Getreideproduktion Rechnung zutragen. hat die Reichsregierung die Preise für das Umlagegetreide erhöhen müssen. War das eine Notwendigkeit, die nicht umgangen werden konnte, so darf sie doch nicht zu einer weiteren Verschärfung der Lage durch Erneuerung der Zwangswirtschaft führen, die alle bekannten Unzuträglichkeiten wiederholen würde. Wir dürfen zudem immer noch hoffen, daß die beabsichtigte neue Finanzkonferenz eine Verständigung und damit auch eine Steigerung der Mark bringen wird, so daß wir also mit der erneuten Zwangswirtschaft die Wirkung der Marksteigerung ausschalten würden. In der preußischen Landesversammlung ist viel über die hohen Preise verhandelt worden, was allerdings nicht überall den beabsichtigten Eindruck gemacht hat. Wenn die Herren sich selbst 25000 c Diäten monatlich bewilligten, so wird es Tausenden von Familien um so deutlicher, daß sie nichts haben. Nach dem Schema, verstärkter Banknotendruck, ist das Leiden überhaupt nicht zu heilen. Je mehr Milliarden, um so wertloser sind sie, um so größer wird die Teuerung. Je weniger Milliarden, um so größer ist ihre Kaufkraft. * Feldmarschall v. Hindenburg hat bei der Feier seines 75. Geburtstages gesagt:„Wir müssen uns selbst helfen, dann wird uns Gott helfen!" Diese Selbsthilfe im Innern kann nur in viel Arbeitsleistung und in noch größerer Sparsamkeit bestehen. Mag sie für den Augenblick nicht unbedingt möglich sein, so kann doch ein fester Zukunftsplan ausgearbeitet werden, dessen Bekanntgabe nach außen hin wirkt. Die Selbsteinschränkung ist eine bittere Medizin, aber darüber hinweg kommen wir nicht. Steuern machen es nicht mehr, denn dazu sind wir nicht mehr reich genug. Die Ruhe in Deutschland wird sich hoffentlich befestigen, so daß der Gerichtshof zum Schutze der deutschen Republik, der mit dem Rathenauprozeß seine Verhandlungen begonnen hat, nicht allzuviel zu tun haben wird. * Die Dinge im Orient scheinen sich nach mannigfachen=Hin und Her durch eine Verständigung erledigen zu wollen, wenn man deswegen auch auf absehbare Zeit hinaus keine wirkliche Garantie geben kann. In Paris und London ist man wohl darin einig, daß Konstantinopel und Adrianopel der türkischen Nationalregierung nicht vorenthalten werden können, es handelt sich nur noch darum, ob die * Griechen nicht den Versuch machen werden, an dem Gebiet von Adrianopel festzuhalten. Und ob ein anderer Balkanstaat nicht„berechtigte" Forderungen geltend machen wird. Seit 50 Jahren ist es auf dem Balkan regelmäßig„anders gekommen, als man dachte". Das Kapitel „Kemal Pascha“ ist eben nicht das einzige, welches einer definitiven Festlegung bedarf. Die Unterbringung der Flüchtlinge aus Oberschlesien. TU. Berlin, 5. Okt. Tausende von Flüchtlingen aus den gegenwärtig zu Polen gehörigen Ostteilen Oberschlesiens, die deutsch bleiben vollen, wohnen mit ihren Familien gegenwärtig in den Grenzstädten in einer Weise, die den allerbescheidensten Ansprüchen nicht entspricht. Drei oder sogar vier Familien mit zusammen 18 Köpfen sind in einem mittelgroßen Zimmer, andere, auch Frauen und Kinder, in Turnhallen untergebracht. die gar nicht oder nur mangelhaft heizbar sind In. Anbetracht dieser unhaltbaren Zustände hat die Fraktion der Deutschen Volkspartei im preußischen Landtag den Antrag gestellt, die Staaisregierung möge dafür sorgen, daß 1. für den Winter eine Notunterbringung geschaffen und eine genügende Anzahl Wohnbaracken sichergestellt wird, 2. daß gleich mit Beginn des Frühjahes 1923 mit dem Bau einer ausreichenden Anzahl von Wohnungen begonnen wird. Aerch chete Polens Ueberfluß an Kartoffeln. Warschau, 6. Okt.„Przeglad Wiczorni“ meldet, daß 20000 Zentner Kartoffeln zur Ausfuhr freigegeben sind; weitere 30000 Zentner würden demnächst freigegeben. Die Ausfuhr von Brotfrucht sei bedingungslos verboten. Feiner wurden mehr als 1 Million Gänse zur Ausfuhr freigegeben, ferner für Oktober 80 Waggon, für November 68 Waggon Eier und 5000 Fettschweine. Viel Lärm, dann Vertagung. Sitzung des Preuß. Landtages am 6. Oktober Die kleine Anfrage der Deutschnationalen über die geplante Aufhebung des Regierungsbezirkes Stralsund sowie die Anträge über die Beflaggung des Landtagsgebäudes während der Vollsitzungen werden von der Tagesordnung abgefaßt.(Als der Abg. Kuttner(Soz., den Saal betritt, ruft der Kommunist SchultzNeukölln: Der Mörder Kuttner hat Platz genommen! Warum sitzt ex noch nicht in der Zelle?— Der Zuruf bezieht sich auf die Privatklage Kuttner=Davidsohn. Letzterer hat den Vorwurf erhoben. Kuttner habe in den Revolutionstagen einen Parteigenossen erschossen.— Abg. Heilmann(Soz.) ruft: Kuttner hat in Notwehr gehandelt.) Es folgt die Beratung des Antrages Porsch (3.) über die Notlage der Presse. Das Staatsministerium wird ersucht, dem Landtag alsbald Vorschläge zu unterbreiten, durch die die Presse in Preußen vor ihrem drohenden Zu'sammenbruch bewahrt wird, wobei besonders zu prüfen wäre, ob dieser Zweck durch Maßnahmen erreicht werden kann, wie sie in Baden getroffen worden sind. Abg. Schwering(Z.) weist in der Begründung auf die völlig unzulänglichen Maßnahmen des Reiches hin. Scheinbar seien Kräfte am Werke, die bestrebt sind, die Notlage der Presse weiter zu verschärfen. Vor allem müsse bei den Holzpreisen angesetzt werden. Der Staat als größter Forstbesitzer könne auf die übrigen Holzlieferanten einen Druck ausüben. Den Zeitungen müßten erhöhte Darlehen Dier daste dier bäschen Gebietes bedarf besonderer Fürsorge. Der Antrag wird dem Hauptausschuß überwiesen, nachdem Abg. Becker(D. N.) den schnellsten Zusammentritt des Ausschusses gefordert hat Die Novellen zu dem Gerichtskostengesetz und zu den Gebührenordnungen für die Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher werden endgültig verabschiedet. Präsident Leinert schlägt Vertagung bis zum 17. Oktober vor. Bei Feststellung der Tagesordnung beantragt Abg. Schultz=Neukölln(Komm.), den Bericht über die Verhandlungen des Untersuchungsausschuß über die mitteldeutschen Unruhen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Seine Partei müsse Gelegenheit haben, die bewußten Lügen zu widerlegen und ferner einen Mann, der an der Spitze des Untersuchungsausschusses steht, den Abg. Kuttner als Mörder zu entlarven.(Große Unruhe im ganzen Hause Abg. Schultz wird zur Ordnung gerufen.) Als Präsident Leinert mitteilt, daß der Bericht noch nicht vorliege, beantragt Abg. Schultz=Neukölln(Komm.) mündliche Erstattung des Berichtes. Nach längerer stürmischer Geschäftsordnungsdebatte wird dieser Antrag gegen die Antragsteller abgelehnt. Nächste Sitzung: Dienstag, den 17. Oktober 1922. Anträge und Anfragen über das besetzte Gebiet und das Saargebiet. Schluß 2½ Uhr. Unausgespielte Trümpfe. Die letzten Veröffentlichungen aus den Erinnerungen des Kaisers über den Ursprung der „Krüger=Depesche“ aus dem Januar 1896 und über das bald nachher in Berlin eingegangene französisch=russische Angebot, die Verlegenheit Englands im Burenkrieg zu benutzen, um ihm in den Arm zu fallen und seinen Seeverkehr lahm zu legen, haben im Auslande, soweit dies in Betracht kommt, viele Proteste hervorgerufen, und auch in Deutschland Verwunderung erregt. Daß den Kaiser sein Gedächtnis im Stich gelassen hat, ist nicht anzunehmen, aber daß die Tatsachen vor dem Weltkriege so gar nicht ausgenützt worden sind, muß befremden. Bismarck erzielte 1870 vor dem Kriege mit Frankreich einen großen Ersolg, als er Napoleons Annektionsofferten nach Berlin enthüllte. Ein gleicher Erfolg hätte uns im August 1914 beschieden sein können, wenn die deutsche Reichsregierung aller Welt erklärt hätte, Frankreich und Rußland, die uns des größten Eigennutzes beschuldigen, haben uns vor 15 Jahren eingelaven, zusammen mit ihnen über England herzufallen. Wir haben das abgelehnt. Auch zur Feststellung der wahren Kriesschuldigen wäre das von Bedeutung gewesen. Der Kaiser erzählt, Frankreich und Rußland hätten, nachdem er in London von diesem Plane Mitteilung gemacht hätte, genau das Gegenteil an die englische Regierung berichtet, also daß Deutschland die Anregung zu diesem Plane, gegeden habe. Wenn die Sache so lag, mußte die Wahrheit um so entschiedener klargelegt werden, was nicht schwer fallen konnte, denn Zeugen für diese Tatsachen mußten doch vorhanden sein. Auffallend ist, daß der Kaiser diesen Trumpf nicht schon ausspielte, um die Engländer von seiner wahrhaft neutralen Haltung zu überzeugen, als das systematische Schilren in den englischen Zeitungen wegen einer deutschen Flotten=Invasion entstand. Wir beschränkten uns damals auf Austauschbesuche und andere Höflichkeiten, ohne zu wissen, daß wir viel wertvollere Dokumente für unsere Friedensliebe besaßen. Wenn die englische Regierung ihren französischen und russischen Freunden mehr glaubt, so war es um so nötiger, diese zu entlarven. Auch die letzte Erinnerung an die „Kruger=Depesche" wäre durch eine solche Publikation verwischt worden. Denn mit dieser Depesche. welche die Engländer so maßlos gegen den deutschen Kaiser aufregte, ist es erst recht eine seltsame Sache. Nicht der Kaiser hat sie verfaßt, um den Burenpräsidenten Krüger zur Abwehr des Angriffs der englischen Jameson=Abenteurer zu beglückwünschen, sondern der damalige Staatssekretär des Auswärtigen, v. Marschall, der sie mit ausdrücklicher Zustimmung des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe abgesandt wissen wollte, um das deutsche Volk zu beruhigen, das glaubte, der Kaiser schwimme völlig im englischen Strome. Wilhelm II. war gegen die Absendung der Depesche, weil er wußte, daß sie die Engländer aufregen würde, gab aber schließlich nach. Es ist nicht zu ersehen, weshalb dieser Vorgang so geheim gehalten worden ist. Die deutsche öffentliche Stimmung würde durch wahrheitsgemäße Darstellung der Sachlage schnell beruhigt worden sein. 1896 hieß es allgemein, was der Kaiser jetzt auch selber zugibt, es liege eine impulsive Handlungsweise des jungen Kaisers vor. Vollen Anlaß, auch hier die Wahrheit festzustellen, hätte der Besuch des südafrikanischen englischen Premierministers Cecil Rhodes aus Kapstadt gegeben, den dieser beim Kaiser machte, um einen Geländestreifen für den Bau seiner großen Eisenbahn im Hinterlande von DeutschOstafrika zu erreichen. Diese Abtretung wurde ihm zugestanden, und bei dieser Gelegenheit kam zur Sprache, daß er nichts gegen die Buren habe, sondern auch von ihnen nur einen Landstreifen zum Bahnbau habe erwerben wollen. Der Kaiser fügt hinzu, wenn diese Tatsache früher klargelegt gewesen wäre, so würden alle Buren=Zwischenfälle nebst der Krüger=Depesche verhindert worden sein. Aber auch in diesem Gespräche hat Cecil Rhodes nicht die Wahrheit über den Ursprung des Telegramms mitgeteilt. Der frühere Monarch hat wohl angenommen, die Depeschenangelegenheit würde in England wohl bald vergessen sein, worin ihn auch Cecil Rhodes bestärkte, und was der Kaiser bei seinem Besuch in England 1899 glaubte konstatieren zu können. Er hörte damals auch von der Königin Viktoria, daß dieser der Burenkrieg sehr zuwider war. Die Beziehungen zwischen Deutschland und England waren damals freundschaftlich, obwohl das von London vorher angeregte Einvernehmen nicht zustande gekommen war. Der Kaiser hat nicht beachtet, daß im Kontobuch der Politik gar nicht genug große Posten auf der Habenseite stehen können. Der kaiserliche Autor macht bei einem Zurückgreifen auf Tsingtau die Bemerkung, England werde es noch bereuen, Japan in den Streit der weißen Staaten hineinezogen zu haben, ebenso wie es Japan sich noch überlegen werde, ob es im Weltkriege nicht lieber hätte auf die Seite der Mittelmächte treten oder den Krieg hätte verhindern sollen. Solche Betrachtungen nützen heute nichts mehr, aber sie geben Mahnungen für die Zukunft. Der greschisch kartische Zusammenstöße bei Tschanak. London, 7. Okt. Aus Kleinasien wird berichtet, daß in der Nähe von Tschanak neue Zusammenziehungen kemalistischer Truppen stattfinden und daß englische Infanterie sich bereits in Fühlung mit Infanterieabteilungen Kemals befindet. Infolgedessen hat sich der englische Oberbefehlshaber an der Front von Tschanak genötigt gesehen, die englischen Linien zu verstärken. Auch auf griechischer Seite werden umfangreiche militärische Vorbereitungen getroffen. Türkische Kavallerie am Schwarzen Meer. London, 7. Okt. Hier sind Nachrichten aus Kleinasien eingelaufen, nach denen in der neutralen Zone in Kandra am Schwarzen Meer in einer Entfernung von 100 Kilometern türkische Kavallerie aufgetaucht ist. Man schließt daraus, daß Kemal Pascha tatsächlich die Absicht hat, auf Konstantinopel zu marschieren und womöglich einen diesbezüglichen Befehl schon erteilt hat. Infolgedessen ist man in London außerordentlich beunruhigt. Die Kriegsgefahr wird noch keineswegs als beseitigt angesehen. Aus Stadt und Lund. Schwerte, 7. Oktober. Erinnerungen. 7. Oktober 1879: Defensiv=Bündnis zwischen Deutschland und Oesterreich. 8. Oktober 1354: Der römische Volkstrivun Rienzt ermordet. 1669: Der niederländische Maler Rembrandt gestorben. 1870: Einverleibung des Kirchenstaates in Italien. Sonntagsworte. Der Kampf ums Dasein wird immer schwerer und dann besonders, wenn die Winterzeit naht. kommt dem Menschen das Angstgefühl, wie wohl alles werden mag. Manchen zerfrißt die Sorge und treibt ihn in die Verzweiflung. Ist das aber nötig? Wir sagen: Nein! Man muß jedem Feind mutig entgegentreten. Und dabei muß Siegeswille sein. Die Sorge um die irdischen Dinge bekämpfen wir am sichersten durch die größere Sorge um ewige Dinge, um das Trachten nach Gott und seinem Willen und seinem Reich und seinem Segen. Aber solches Ringen um die ewigen Güter bedarf einer guten Ausrüstung, die uns Gottes Wort vermittelt. Der Sonntag soll insonderheit diesem Zweck dienen. Lassen wir nur täglich ein Wörtlein und Sonntags ein längeres Wort aus Gott auf uns wirken. Dann bekommt das Herz seinen Friedenswieder. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Dich nun ziehet und bekehrt, " Daß dein Geist sich recht entlade Von der Last, die ihn beschwert. ** Die gefährliche Zeit der Ueberganges vom Sommer zum Winter, wenn die Witterung häufigem Wechsel unterliegt, hat es notwendig, daß man der Gesundheit rechte Beachtung schenkt, um sich vor Erkältung und daraus entstehenden Uebeln zu schützen. Gesundheitsathleten, denen Wind und Wetter nichts anzuhaben vermögen, werden immer seltener. Viele Leute sind vielmehr gegen Wind und Feuchtigkeit außerordentlich empfindlich. Um jedoch vorzubeugen, suchen sie die dicken Wintersachen schon hervor, sobald der erste kalte Herbstwind über das Land braust; vielleicht ist auch etwas Eitelkeit dabei; man kann es nicht erwarten, den neuen Winterpaletot, den hochmodernen Filzhut auszuführen. Auch das Pelzzeug kann nicht schnell genug herbeigeholt werden, wenn es nicht schon— o. Ironie der Mode— in der Sommerhitze eleganter Bäder Triumphe feierte! Und was wird dann im strengen Winter, wenn die Temperatur dahin sinkt, daß wir die Luft, die wir jetzt kalt nennen, als warm empfinden würden. Dann wäre es richtig, noch einmal so viel wärmende Kleider anzulegen. Da dies jedoch nicht gut möglich ist, trägt man dieselben Mäntel und Pelze, die man im Oktober trug und— erkältet sich. Dann kommt die Zeit, da Schnupfen, Katarrh und Rheumatismus in Blüte stehen und die Klagen der Menschen dazu. Darum ist es dringend notwendig, das Anlegen der Winterkleidung allmählich vorzunehmen und mit den wärmsten Stücken bis zum Eintritt der wirklichen Winterkälte zu warten. Auch mit zu starkem Heizen der Zimmer verwöhne man sich nicht. An die frische Luft gehe man täglich, auch wenn das Wetter noch so ungünstig ist, wenigstens eine Stunde. Wer dies ein paar Tage versäumte, ist bei seinem ersten Ausgang danach gegen die Kälte empfindlich, die andere gar nicht als solche spüren. Schließlich hüte man sich vor nassen Füßen; öfteres Wechseln der Fußbekleidung ist eine geringe Mühe, die aber kaum in Frage kommt für diejenigen, der den schwarzen Unholden, den Gummischuhen, nicht feindlich gesinnt ist, die in der kalten und regnerischen Jahreszeit äußerst zweckdienlich sind. ** Wilde Gerüchte durcheilen, wie dem Verlag zu Ohren kommt, unsere Stadt vom Notstand der „Schwerter Zeitung". Es sei deshalb zur Beruhigung mitgeteilt, daß garnicht daran ge dacht werden kann, die„Schwerter Zeitung" eingehen zu lassen. Jeder, der noch davon redet, macht sich einer Fahrlässigkeit in seinen Worten schuldig. Selbstverständlich hat die allgemeine Pressenot auch vor unserer Türe nicht Halt gemacht. Das haben wir wiederholt rechtzeitig zu erkennen gegeben und unsere Leser um ihre Treue gebeten. Bei einzelnen leider vergeblich. Aber noch gibt es Mittel und Wege„die Schwerter Zeitung" lebensfähig zu erhalten. Dazu gehört freilich vor allem auch die ständige Unterstützung seitens der Schwerter Leser, die alle wilden Gerüchte abwehren müssen, uns in dem schweren Kampf um unsere Existenz durch Lesertreue beistehen und neue Leser gewinnen können. Auch ist dringend nötig, die Zeitung mit Anzeigen zu füllen und die Buchdruckerei C. Braus mit Drucksachenaufträgen reichlich zu unterstützen, um den gerechten Ansprüchen des Personals entsprechen zu können. So vereinen sich die Wünsche des technischen und des Büro=Personals, der Schriftleitung und des Verlages zu gemeinsamer Aufforderung an die Bürgerschaft Schwertes: Erhaltet Eure Heimatzeitung, die„Schwerter Zeitung" durch bleibende Treue. Es wird sich lohnen. ** Der neue Winterfahrplan tritt von morgen, den 8. Oktober ab in Kraft. Wir legen unsern Lesern heute einen Wandfahrplan als Geschenk bei und raten, denselben aufzubewahren.— Für den Aushang in Büros, Läden, Wartestuben und Gasthöfen liefern wir auf Pappe gezogene Fahrpläne in gleicher Art gegen Zahlung der Mehrkosten. ** Vom Sauerländischen Gebirgsverein. Seinen 25 Haupwanderstrecken im Sauerlande hat der Sauerländische Gebirgsverein nunmehr eine 26. hinzugefügt, die im Norden einen prächtigen Abschluß bildet. Die Strecke läuft von Hagen— Eppenhausen über Bad Henkhausen, den aussichtsreichen Humpfertturm bei Letmathe zum Schälk, berührt hier kurz die Strecke 4(Blankenstein—Iserlohn—Hönnetal) wendet sich dann aber nördlich zum Bahnhof Kalthof(der Strecke Schwerte—Iserlohn), verläuft an Sümmern vorbei nach Menden, um durch herrlichsten Hochwald Neheim zu erreiihen. Von dort bleibt die Strecke über einen Tagesmarsch im Arnsberger Walde, geht zunächst kurz nördlich der Möhnetalsperre entlang, schwenkt dann südlich über die lange Delecker Brücke, um eine Zeit lang am Südufer des Stausees enlang zu führen und endlich in 5 stündiger einsamer Waldwanderung auf dem„Rennwege“ Warstein zu gewinnen. Ueber die mittelalterliche Stadt Rüthen, an Kneblinghausen vorbei nimmt die Strecke ihren Verlauf durch den Ringelsteiner Forst zur Ruine Ringelstein im Almetal, dann zur Kreisstadt Büren und im Almetal weiter bis zur hochragenden Wevelsburg. In Paderborn, der alten Bischofsstadt an der Pader ist das Endziel. Die vor kurzem erfolgte Fertigstellung dieser neuen Wanderstrecke ist ein Beweis dafür, daß der S. G. V. trotz der schweren Zeiten in der Fortführung seiner idealen Aufgaben, der erholungsbedürftigen Menschheit die Wege zur Gottesnatur zu erschließen, nicht erlahmt. ** Aus der evangelischen Gemeinde. Am morgenden Sonntag beginnen die im Winterhalbjahr üblichen Nachmittagsgottesdienste in der kleinen Kirche um 5 Uhr wieder. Vom 22. Oktober bis mit 1. November gedenkt Herr Missionsinspektor Hoffmann allabendlich in der großen Kirche Evangelisationsvorträge für jedermann zu halten. Nachmittags sind Bibelstunden. Näheres darüber wird noch bekanntgegeben. ** Der zehn Jahre alte Willy Heine, ein Schwerter Wunderkind, Sohn des beliebten Leiters des Schwerter Orchester, wird morgen nachmittag im Freischützsaal zum ersten mal öffenilich auftreten und als Trompeten=Solist mitwirten. Die hier ja vollauf bekannte und beliebte Kapelle Heine veranstaltet morgen. Sonntag, nachm. 4 Uhr ein Großes InstrumentalKonzert im Freischützsaal mit anschließendem Ball zu dem in Inseratenteil der heutigen Nummer des näheren eingeladen wird. Herr Heine (Vater) wird persönlich das Konzert leiten. Dem Knaben aber wünschen wir gutes Gelingen und frischen Mut, wenn er nach fleißigem Ueben nun zum ersten male öffentlich mitwirken darf. Er hofft das Allegretto aus der„Serenata" v. Toselli, das Tromba=Solo„Unter blühenden Bäumen" von A. Schneider und Neßler's „Behüt"' dich Gott“ aus dem„Trompeter von Säkkingen" darzubieten. Schnell=Kurzschrift=Prüfung. Der Verband westfälisch=märkischer Stenographen(System Gabelsberger) hielt am vergangenen Sonntag in Mengede bei Dortmund seinen 13. Verbandstag ab. Die Tagung begann um 9½ Uhr mit einer Geschäftsstenographen=Prüfung, die 3 Verbandsmitglieder(Frl. Therese Sasse, Johanna RutwoskiLippstadt und Heinr. Heymann, Aplerbeck) bei einer Geschwindgikeit von 150 Silben in der Minute bestanden. Bei dem nachmittags in der Hohenzollernschule stattgefundenen Wettschreiben, das eine rege Beteiligung fand, konnten in den Geschwindigkeitsstufen bis zu 200 Silben in der Minute 59 fast durchweg erste Preise zur Verteilung gelangen. Der Verbandstag fand seinen Abschluß in einem vom Stenographen=Verein Mengede veranstalteten Festabend. ** Aus dem kath. Vereinsleben. Nach längerer Ferienpause wird der Elisabeth=Verein kommenden Dienstag seine Vereinstätigkeit wieder aufnehmen. Die Arbeitsstunden werden nach wie vor im Kasinosaale des Vereinshauses abgehalten und beginnen nachmittags 3 Uhr; für reichliches Arbeitsmaterial ist Sorge getragen.— Am Sonntag, 29. Oktober veranstaltet der Gesellenverein einen großen Theaterabend. Zur Aufführung gelangt ein echtes Gesellenstück: „Die Zunftmeister von Nürnberg", ein Werk, welches uns die alte Zeit des Zunstwesens mit seinen Freuden und Leiden vor Augen führen wird. Auf die Einstudierung des Stückes wird große Sorgfalt verwendet. ** Festgenommen am Bahnhof Unna wurden zwei Männer aus Hörde, die von Frömern kommend auf dem hiesigen Bahnhof nach Hörde umsteigen wollten. Die Verhafteten trugen einen Sack Kappus bei sich, den sie vom Felde eines Frömener Landwirts abgeschnitten und gestohlen hatten. Die Täter überführte man ins Polizeigefängnis, aus dem der eine am Donnerstag nachmittag enlassen werden konnte, während der andere dem Unnaer Amtsgericht zugeführt wurde, da ue Art laßt nicht von Art. Roman von H. Hill. 311.....(Nachdruck verboten.) „Ob ich verrückt bin oder nicht, spielt hier weiter keine Rolle.— Jedenfalls habe ich Beweise in der Hand— schriftliche Beweise, die in Verbindung mit den übrigen Verdachtsgründen vollkommen hinreichen würden, den Herrn Doktor Odemar auf das Schaffott oder ins Zuchthaus zu bringen. Aber als ein ehrlicher und aufrichtiger Mensch erklare ich dir rund heraus, daß mir viel weniger an einer Verurteilung des Menschen gelegen ist als daran, ihn für immer aus deinem und meinem Gesichtskreise verschwinden zu sehen. Wenn du mir versprichst, ihm für alle Zeiten den Laufpaß zu geben, will ich dir das vernichtende Beweisstück aushändigen, und du kannst es nach deinem Belieben zerreißen oder ins Feuer wersen. „Zeige mir diesen Beweis,“ erwiderte Edith nach kurzer Ueberlegung.„Ehe ich mich nicht von seiner Beschaffenheit überzeugt habe, kann ich dir nicht antworten.“ „Das ist ein durchaus berechtigtes Verlangen. Man kauft die Katze nicht im Sack. Und ich würde es selber vorgeschlagen haben, falls du es nicht verlangt hättest.“ „Also bitte— zeige mir das Dokument oder was es nun sonst ist," wiederholte sie, ihre stolze Haltung vollständig zurückgewinnend. Hegte sie doch die unerschütterliche Ueberzeugung, daß das, was er als einen Beleg für die Schuld des Geliebten ausgab, für sie nimmermehr ein Beweis sein könne. „Du wirst es zur richtigen Zeit und am richtigen Orte zu sehen bekommen,“ erwiderte der Graf.„Und diese Zeit wird der morgige Nachmittag sein.“ „Warum nicht der heutige Abend? Warum nicht diese Stunde?“ Weil ich das Schriftstück nicht bei mir habe, und weil es mir zu kostbar erschien, um es hier im Schlosse zu verwahren. Die Schnüffeleien meines ehrenwerten Vetters von Reckenburg waren mir zu unbehaglich. Darum habe ich es in der Hauptstadt sicherer untergebracht, als es hier hätte geschehen konnen.“ „Dann wirst du also'morgen hinfahren, um es zu holen. Ich bestehe darauf,“ erklärte sie befehlend, als sie sah, daß er den Kopf schüttelte.„Du hast eine Behauptung aufgestellt, für die du mir den Beweis schuldig bist, sofern noch ein Funken von Ehre in dir ist.“ Der Graf betrachtete sie mit einem Blick der Bewunderung oder vielmehr der Begehrlichkeit, der ihr das Blut heiß in die Wangen trieb. Dann erwiderte er: „Ich habe dir ja schon erklärt, daß ich diesen Beweis erbringen will. Aber wir wollen nicht vergessen, daß dir viel mehr daran gelegen ist als mir. Ich habe dir, beim Himmel, keinen blauen Dunst vorgemacht. Das Schriftstück, um das es sich handelt, ist keine Finte, sondern ein Dokument, das auch dich auf den ersten Blick überzeugen wird, weil es von der eigenen Hand deines Vaters herrührt. Und seine Schrift wirst du doch wohl erkennen. Soll ich nun aber vielleicht den dienstwilligen Helfer einer jungen Dame machen, die sich darin gefällt, mich andauernd mit Geringschätzung und von oben herab zu behandeln. Nein, mein verehrtes Schwesterchen! In diesem Fall bist du die Bittende, ich der Gewährende. Und du wirst dich so benehmen, wie es einer Bittenden zukommt. Ich fahre morgen in die Stadt, um mit meinem Rechtsanwalt zu konferieren, wenn du tags darauf ebenfalls hinkommen willst— und zwar wohlgemerkt: ohne jede Begleitung, so werde ich dich bei dem Stand des Buchhändlers am Bahnhof erwarten und dir den bewußten Gegenstand aushändigen. Pünktlich um nenn Uhr. Es wird dir nicht schwer fallen, einen Vorwand zu finden, der den anderen deine Reise erklärt. Und niemand wird auf die Vermutung geraten, daß du sie unternimmst, um mit mir zusammenzutreffen. „Nein, das wäre wohl allerdings das letzte, was jemand vermuten würde. Es würde mir sogar im Gegenteil niemand Glauben schenken, wenn ich es als den Zweck meiner Reise bezeichnete. „Und du wirst kommen?“ erklärte sie nach einem letzten kurzen Zaudern. Und in der nachsten Minute stano sie auf, um ohne ein Wort des Grußes die Bibliothek zu verlassen. Mit einem triumphierenden Lächeln blickte ihr der angebliche Graf Bredow=Donnersberg nach— mit dem Lächeln eines Menschen, der sich dem Ziel seiner heißesten Wünsche nahe sieht. 17. Kapitel. Mit einem Gefühl der Erleichterung vernahmen die Bewohner von Schloß Donnersberg am nächsten Morgen, daß der Graf schon mit dem ersten Zuge in die Hauptstadt gefahren sei, und daß er hinterlassen habe, man dürfe ihn nicht vor Ablauf einiger Tage zurückerwarten. Einigermaßen sonderbar schien es, daß niemand größere Freude über diese Neuigkeit an den Tag legte als der Major Brandenfels, der mit einem Male einen großen Teil seiner so ganz verlorenen Lebhaftigkeit und Elastizität zurückgewann. Die Komtesse, für die ja diese Reise ihres Stiefbruders eine ganz andere Bedeutung hatte, als für die übrigen, und die den Ereignissen des kommenden Tages mit schwerem Bangen entgegensah, fühlte nichtsdestoweniger für den Augenblick auch etwas wie Befreiung. Dieser eine Tag wenigstens gehörte ihr noch, und er gewann für sie ein fast heiteres Aussehen durch die Gewißheit, daß sie wenigstens an diesem einen Tage sicher davor war, dem verabscheuten Stiefbruder Als der Senator ihr einen Spaziergang ins Dorf vorschlug, bei welcher Gelegenheit man ja vielleicht Kurt von Reckenburg einen Besuch abstatten könne, erklärte sie sich ohne weiteres einverstanden. Sie selbst hatte ja schon seit dem gestrigen Abend den sehnlichen Wunsch gehegt, mit ihrem Vetter zu sprechen und von ihm, dessen Ehrenhaftigkeit und Wahrhaftigkeit für sie über jeden Zweifel erhaben war, zu hören, wie er über die angebliche Flucht des Doktor Odemar dachte. Sie machten sich auf den Weg, und nachdem sie eine kleine Weile schweigend nebeneinander hergegangen waren, gab ihr der Senator, nachdem er einen forschenden Blick au das Gesicht seiner Enkelin geworfen, auf freundliche Art zu erkennen, daß auch er durch den nämlichen Wunsch zu Vorschlage bestimmt worden war(Fortsetzung folgt.) den Wevelsburg. ofsstadt an der kurzem erfolgte derstrecke ist ein trotz der schweseiner idealen tigen Menschheit hließen, nicht erleinde. Am morWinterhalbjahr in der kleinen 22. Oktober bis Missionsinspektor großen Kirche ige für jedersind Bibelstunden. nutgegeben. illy Heine, ein es beliebten Leiird morgen nachrsten mal öffenten=Solist mitwirinte und beliebte orgen. Sonntag, nstrumentallit anschließendem er heutigen Numdird. Herr Heine inzert leiten. Dem tes Gelingen und ißigem Ueben nun twirken darf. Er der„Serenata" v. ter blühenden er und Neßler's m„Trompeter von ng. Der Verband graphen(System ngenen Sonntag in 13. Verbandstag Uhr mit einer Geie 3 Verbandsmitsohanna RutwoskiAplerbeck) bei Silben in der Michmittags in der enen Wettschreiben, id. konnten in den 200 Silben in der Preise zur Verndstag fand seinen stenographen=Verein end. eben. Nach längerlisabeth=Verine Vereinstätigkeit seitsstunden werden des Vereinshauses mittags 3 Uhr; für Sorge getragen.— ranstaltet der Geßen Theaterabend. echtes Gesellenstück: nberg", ein Werk, Zunstwesens mit vor Augen führen g des Stückes wird inhof Unna wurden von Frömern komhof nach Hörde umfteten trugen einen e vom Felde eines nitten und gestohlen te man ins Polizeiim Donnerstag nache, während der anzugeführt wurde, da Sssu ohne ein Wort kte ihr der anit dem Lächeln ßesten Wünsche ahmen die BeMorgen, daß Hauptstadt gedürfe ihn nicht igermaßen sonjude über diese or Brandenfels, er so ganz verwann. es Stiefbruders sie übrigen, und mit schwerem r für den AugenTag wenigstens ast heiteres Austens an diesem uten Stiefbruder VDorf vorschlug, urt von Reckene sie sich ohne schon seit dem mit ihrem Vetter gkeit und Wahrwar, zu hören, r Odemar dachte. nachdem sie eine gegangen waren, henden Blick au teundliche Art zu Bunsch zu seinem rtsetzung folgt.) er, wie es sich herausstellte, wegen einer anderen strafbaren Handlung noch eine Freiheitsstrafe zu verbüßen hat. ** Westhofen, 7. Ot.k Großfeuer. In der vergangenen Nacht kurz vor 12 Uhr brach auf noch ungeklärte Weise in dem großen Lagerhaus von Fahrradketten der Wittekindwerke G. m. b. H., Brausen, Ebeling und Natorp ein Feuer aus, das sich in Bälde zu einem gewaltigen Brandherde entwickelte, dem Millionenwerte zum Opfer fielen. Obwohl die Feuerwehr rasch zur Stelle war, mußte sie sich aus den Schutz der Nachbargebäude beschränken, was auch gelang. Vor dem betr. Gebäude lagen seit längerer Zeit große, trockene Holzmengen aufgestapelt, sodaß zu vermuten ist, ouß dort durch Funkenniedergang die Entzündung erfolgte. ** Westhofen, 7. Okt. Heute, Samstag abend, feiert der Turnverein„Teutonia“ sein 39. Jahresfest im Fritzenkötterschen Saale mit Festrede und turnerischen Vorführungen. ** Geisecke, 7. Okt. Ein Einbruchsdiebstahl gelang bei Landwirt Wilhelm Mätte in der letzten Nacht durch Einsteigen über den Heuboden. Ein Fahrrad, silberne Bestecke, Kleidungsstücke und fünf Weißbrote sind mit den Dieben spurlos verschwunden. ** Hennen, 7. Okt. Auch ein Großfeuer. Gestern nachmittag brannten sämtliche Oekonomiegebäude des Landwirts Gustav Kötter vollständig nieder. Das Feuer entstand durch Kurzschluß an der Dreschmaschine. Die Feuerwehren Hennen, Reiningsen, Kalthoff waren zu Stelle, aber leider war ihre Mühe vergeblich. Der Schaden war nicht aufzuhalten. Aus den Provinzen. Dortmund, 7. Okt. Die Kolonialausstellung eröffnet! Die Eröffnung erfolgte durch eine Ansprache des Postrats Schmidt, worauf der Oberbürgermeister das Wort ergriff. Die Ausstellung, die mehr als 800 Einzelnummern aufweist, umfaßt zwei Abteilungen. In der einen werden die Landesprodukte, die Gaben einer gütigen Natur aus Deutsch=Westund Ostafrika, Togo, Kamerun, Südsee und China schön geordnet vor Augen geführt. Wir sehen daraus, was wir mit den Kolonien verloren haben. In der anderen Abteilung sind die mancherlei Erzeugnisse der Kunstfertigkeit der Eingeborenen zusammengefaßt. Wir finden da Musikinstrumente, Waffen, Gefäße, Textilien, Sessel Körbe, Taschen, Götzenbilder, Eß= und andere Geräte usw. in hervorragender Reichhaltigkeit und Sehenswürdigkeit. Exotische Tiere aller Art sind dazwischen gestreut. Bilder in Hülle und Fülle vervollstäindigen die mit großem Geschick aufgebaute Ausstellung, deren Besuch nur dringend anempfohlen werden kann. Hamm, 7. Okt. Treue im Dienst. Seit zehn Jahren steht als Dienstmädchen Frl. Else Grundhöfer bei der Familie Witwe Ida Loerbroks, Caldenhoferweg 2, hier, in Dienst. Solche Treu ist in der heutigen Zeit selten und verdient darum um so größere Anerkennung. Vorhelm, 7. Okt. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich Montag morgen auf der Strecke Vorhelm—Ahlen. Bei ungewöhnlich starkem Nebel fuhr der kurz vor 7 Uhr aus der Richtung Neubeckum einlaufende Personenzug dem Güterbahnhof gegenüber in die dort arbeitende Rotte. Der seit 17 Jahren an der Eisenbahn beschäftigte Anton Wöhle, Vater von 5 Kindern, wurde ein Opfer seines Berufes. Seesen, 7. Okt. Von einem Personenzug Kreiensen=Braunschweig wurde letzthin beim Block Kirchberg ein Liebespaar üerfahren und getötet. Es handelt sich um den 19jährigen Willi Haase aus Düderode und die ebenfalls 19jährige Minna Probst aus Herrhausen. Beiden Personen war der Kopf abgetrennt worden. Anscheinend hat das Paar den Tod freiwillig gesucht. Schwerter Wochennachklänge. Die vergangene Woche war so naß und kühl, wie ihre Vorgängerinnen. Also: Nichts neues! Das neue war dagegen:...„wenn hinter weit in der Türkei",. und unsere Zeitung hat durch schnelle Berichterstattung allen Wissensdurst über die Orientfrage und den Kriegsschauplatz und die Mudaniakonferenz gestillt. In dieser Woche war es auch, daß der Oktober seinen Einzug hielt. Wie schnell doch die Zeit vergeht, je älter man wird. Dem Landwirt bringt der Oktober noch viele Arbeit: die Kartoffelernte. Und auch der Winzer muß sich plagen, um den Segen seiner Weinstöcke zu bergen. Karl der Große nannte ihn Windume manoth. was Monat der Weinernte heißt. Sein heutiger Name ist auf das lateinische octo zurückzuführen, d. h. acht, weil er bei den alten Römern der achte Monat des Jahres war. In alten Kalendern trifft man auch auf die Bezeichnung Gilbhart, was so viel sagen will wie Monat der gelben Blätter. Ach ja. gelb und rot und braun raschelts mehr und mehr nun hernieder, die Bäume wollen schlafen gehn, und wie mit ihrem Schmuck, so ist's auch bald vorbei mit Vogelsang und Blumenherrlichkeit. Ofen und Lampe werden sich bei den heutigen Brikett=, Gas= und Elektrizitätspreisen wohl bescheiden müssen, und deshalb haben wir den Wunsch nach einem Verschwinden des rauhen Wetters und selbstverständlich nach einer Reduktion oder wenigstens Stabilisierung der Preise. Es wird ohnehin manches Stück wärmender Kleidung für den Winter beschafft werden müssen, und die Mittel sind knapp. Dazu kommt der Kartoffelankauf und die Entrichtung der fälligen Raten von Steuern und Bauabgaben, die sich vielfach bis in den Oktober hineingezogen hat Die neuen Verkehrstarife bei der Post und bei der Eisenbahn, sowie die gesetzliche Miete treten mit dem 1. Oktober in Kraft. Aber einstweilen genug davon, denn der Oktober mit seinem bunten Laub kann ein köstlicher Geselle werden, wenn er nur will. Die Kartoffelernte. fällt noch in die Herbstferien. Das ist etwas für die Schuljugend, gebackene Kartoffeln zu schmausen, die draußen auf dem Felde im welken Kraut geröstet sind. Die Zuckerrübenernte wird ja wohl gut ausfallen, damit wir das Kilo Zucker, das uns für Kopf und Monat verheißen ist, auch wirklich kriegen. Andere Dinge wären nicht nötig. Darum hat der Artikel uns ziemlich aufgerüttelt, der diese Woche uns auf den Tisch flog. Es heißt da: Jubelt, tanzt, sauft! Moderne Kapuzinerpredigt. Ein Pfarrer wurge gefragt, warum er keine Sonntagsbetrachtungen in der Zeitung mehr schrieb. Die Antwort, die der Geistliche erteilte, war die: „Ganz einfach, weil mich die Erfahrung die Nutzlosigkeit einer solchen Predigt gelehct hat. Wenn auch ein Engel vom Himmel käme, er fände ebensowenig Gehör wie ich. Man klagt über die schlechten Zeiten und lebt doch in Saus und Braus. Deutschland zur Zeit der höchsten Blüte konnte sich den Luxus nicht leisten, der heute im„bettelarmen" Deutschland entfaltet wird. Man schimpft über die hohen Einsenbahntarife, feiert aber jeden Sonntag ein Gauverbandsfest, zu dem die Brudervereine des ganzen Gaues eingeladen werden und auch zahlreich erscheinen. Man jammert über Hungerlöhne und Hungergehälter, und doch sieht die Kleiderpracht und die ganze Lebenshaltung so aus, als ob man„es“ hätte. Wann sind so viele Feste gefeiert, wann so große Summen dem Vergnügen geopfert worden, wie in unserer Zeit? Nein, ich rede nicht mehr vom Sparen. Mögen die Minister, die Volksvertreter, die Gemeinderäte, die Gemeindeverordneten nur recht wahnsinnige Ausgaben bewilligen. Allen Unvernünftigen rufe ich zu: Jubelt und freut Euch nach Herzenslust. Feiert Feste bis zur Erschöpfung. Schwinget das Tanzbein, bis es aus den Gelenken springt, saufet, bis die Gurgel platzt. Werft das Geld zum Fenster hinaus, bis alle Straßen mit Pavierfetzen gepflastert sind. Je fleißiger und rascher Ihr diese Geschäfte besorgt, desto schneller wird auch den Halbblinden der Trümmerhaufen des Deutschen Reiches sichtbar werden. Bin ich dann noch am Leben, dann rufe ich Euch wieder und halte eine Predigt. Bis dahin empfehle ich Euch alle der Barmherzigkeit Gottes.“— Wo der mutige Pfarrer zu finden ist, wird nicht gesagt. Aber Unrecht hat er nicht. Leise, leise rieseln von den Zweigen Goldne Blätter, weil der Tod sie bricht. Leise, leise mußt du gehn und schweigen 's ist ein Sterben heut im Sonnenlicht. Lehlr Brühtmielbungen. Ausschluß der Oeffentlichkeit im Rathenauprozeß. TU. Leipzig, 7. Okt. Der Vernehmung des Gutsbesitzers Behrens schloß sich die der Ange klagten an. Der Angeklagte Steinbeck ist ehrenamtlich im Büro des Deutsch=Nationalen Jugendbundes in Dresden tätig. Von dem Mordplan will er nichts gewußt haben. Er erklärte sich aber bereit, seine früheren Angaben über die Autobesorgung zu berichtigen und weitere Aussagen zu machen. Darauf beantragte Dr. Lütgebrune für diese Aussagen Ausschluß der Oeffentlichkeit. Der Antrag wird in nicht öffentlicher Sitzung beraten. Entwurf des Jugendgerichtsgesetzee. Berlin, 7. Okt. Der Reichsrat nahm den Entwurf des Jugendgerichtsgesetzes nach den Beschlüssen des Ausschusses an. Nach dem Entwurf wird die Altersgrenze für die Strafmündigkeit vom 12. auf das 14. Lebensjahr heraufgesetzt. Nicht strafbar aber ist ein Jugendlicher, der nach erreichter Stzafmündigkeit, aber vor Vollendung des 18. Lebensjahres eine Straftat begebt, wenn er zur Zeit der Tat nach dem Grade seiner geistigen oder sittlichen Entwicklung unfähig war, das Ungesetzliche der Tat einzusehen, oder seinen Willen dieser Einsicht gemäß zu bestimmen. Der Entwurf weist grundsätzlich die Aufgaben der Jugendgerichtshöse den Jugendämtern zu. Es soll aber den Landesregierungen gestattet sein, die Jugendgerichtshöfe ganz oder teilweise den auf dem Boven der freiwilligen Liebestätigkeit entstandenen Vereinigung zu eige, ner Ausübung zu übertragen. Sie haFußball. „Schön gelinde“ verkündet der Wettermacher für morgigen Sonntag! Nach vielen im Regen ertrunkenen und im Schlamm versunkenen Spieltagen ist das Sehnen nach ungehemmter Durchführung des Spielprogramms stark geworden, besonders auch bei dem Vereins=Säckelmeister. In der Gauliga sind für morgen angesetzt: Eppenhausen: Wetter(Schiedsrichter, LuykenWeidenau). Weidenau: Jahn=Siegen(Schiedsrich= ter, Oventrop=Eppenhausen). Eppenhausen und JahnSiegen werden Sieg und Punkte einheimsen. Die Kreisliga hat anstehen: Schwerte 06: Lüdenscheid 61(Schiedsrichter, Burbach=Arnsberg). Jahn=Hagen: Vorhalle(Schiedsrichter, Manz=Eppenhausen.) Union=Haspe: Arnsberg(Schiedsrichter, Sieger=Hagen 1865). Hüsten: PfK=Menden(Schiedsrichter, Peck=Neheim 08). Das hiesige Spiel findet um 3½ Uhr auf dem Sportplatze hinter der Töchterschule statt. Es bringt nach 2jähriger durch Verbandsneueinteilungen erfolgter Trennung 2 alte Spielgegner zusammen, die stets in derselben Klasse waren. Schwerte 06 muß zwar mörgen einige Mann Ersatz einstellen— vor allem im Tor—, doch ist das Spiel trotzdem noch nicht verloren! Lüdenscheid hat neben einen glänzenden Torhüter(Höllermann), der nicht leicht zu schlagen sein wird, eine schwache Verteidigung. Ein spannender Verlauf des Treffens ist zu erwarten. In den übrigen 3 Spielen dürften die Liga=Neulinge Vorhalle, Union=Haspe und Menden trotz allen Eifers den Kürzeren ziehen. B.=V. Iserlohn(Märtens=Neheim 08), Bruchhausen— Milspe(Tegtemper=V. s. K. Menden), Bestwig— Lichtenplatz(Hackenberg=Hüsten). Letmathe und Hemer werden ziemlich sicher siegen. alles übrige sieht offen aus. In den Bezirksklassen spielen: B.=Kl., Gruppe 2: Oege— Westhofen, Oestrich— Hohenlimburg B.=Kl., Gruppe 1: Fröndenberg— Hennen, Wermingsen— Jahn=Menden. Unseren Leserkreis werden hier besonders die Treffen mit Westhofen und Hennen als Beteiligte interessieren. Eine einigermaßen zuverlässige Voraussage ist erst nach erfolgter Abklärung durch einige Spiele der neu zusammengesetzte B=Klasse möglich. C=Klasse, Gruppe 1: Bremke— Ergste, Iserlohnerheide— Nachrodt, C=Klasse, Gruppe 2: Deilinghofen— Bösperde, Lendringsen— Langenholthausen. Ergste muß sein Spiel gewinnen, im übrigen gilt dasselbe wie für die B=Klasse! Weitere Spiele: ja Jugend Lüdenscheid 1861 — 1a Jgd. S. S. V. 06. Aus Westdeutschland werden sich die Augen morgen nach Erfurt richten. Dort steigt das Pokal=Vorrundespiel Süddeutschland— Westdeutschland um den Bundespokal(früher Kronprinzenpokal). Westdeutschland stellt für Heldufer den Kölner(99) Zörner ins Tor und für den nach Fürth verzogenen Linksaußen Knaup den Duisburger(Spielv.) Blethgan, sonst bleibt die Mannschaft wie bei den Kampfspielen in Berlin. Hoffentlich meldet der Draht Sonntagabend einen Sieg unserer Verbands=Elf. Die Gau= und Kreis=Liga 2, Gruppe Nord bringt zusammen: Arnsberg— Schwerte 06 (Schiedsr. Eckert=Meschede), Neheim 08: Hüsten (Schiedsr. Nippus=Schwerte 06), Gemeinde Hagen Jahn Hagen(Schiedsr. Dresbach=Halver), V f. K. Menden— Sportv. Iserlohn(Schiedsr. FeilHüsten). Für die Kreis=A=Klasse sind vorgesehen: Eckesey— Germania Neheim(Schiedsr. WallrabeSchwerte), Kabel— Hemer(Nickel=Eppenbausen), Herdringen— Letmathe(Schweinsberg= Der in Paris ausgefochtene leichtathl. Länderwettkampf Frankreich— Finnland endete mit ganz überlegenem Siege der Finnen, die 13 von 17 Wettbewerben gewannen und den Franzosen nur 4 Siege gönnten. Störring und Erich Roeber von Schwerte 06 folgen morgen einem Rufe nach Waltrop, zur Teilnahme an Einladungswettbewerben. Sie stoßen auf die allerbeste westdeutsche Klasse! Neheim), Lüdenscheid Höh— Westig, Meschede— len dann im Benehmen mit' den Jugendämtern tätig zu sein. Empfang beim Reichskanzler. TU. Karlsruhe, 7. Okt. Gestern waren Vertreter der hiesigen Behörden, sowie die Abgeordneten des Reichstages und des Landtages aus dem Bezirk Konstanz im Inselbotel zum Reichskanzler Dr. Wirth, der am Bodensee seinen Urlaub verringt, zu Gaste geladen. Dabei hielt der Reichstanzler eine lange Rede. Er bezeichnete es als Hauptaufgabe der deutschen Politik der letzten Jahre, die Einheit des Reiches zu retten. Das sei gelungen. Die Atmosphäre des Hasses schwinde von Jahr zu Jahr. Das Reparationsproblem sei heute in ganz andre Bahnen gelenkt als zu Anlang. Der Reichskanzler rechtfertigte die deut sche Politik. Eine andere Konstellation der Parteien könne keine andere Politik treiben. Der Reichswehr widmete der Reichskanzler Worte der Anerkennung und wandte sich zum Schluß gegen die Aufbürdung der Alleinschuld am Kriege. Unsere Lasten könne auf die Dauer kein Volk tragen. Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Redaktivn nur die vreßgesetzliche Verantwortung. Die große Schulgelderhöhung. Zur Erhöhung des Schulgeldes an den Schwerter höheren Schulen ist doch manches zu sagen. Warum auf einmal die sprunghafte Erhöhung? Weshalb folgt man nicht dem musterhaften Beiviel unserer Nachbarstadt Hagen die das Schulgeld je nach Einkommen und Kinderzahl der Eltern der die höhere Schule besuchenden Kinder gerecht abstuft. Haben unsere Stadtväter, und ich neine besonders die, welche vom Mittelstand zund Arbeiter gewählt sind, gar kein Verständnis für die Notlage dieser Kreise? Es wird diesen Eltern, die doch sicherlich nicht die dümmsten Kinder auf die höhere Schule senden, jetzt nicht mehr möglich sein, die 1500 A Schulgeld, die hohen Bücherpreise und Unterhaltung der Kinder aufzubringen. Besonders hart getroffen sind auch die Leute des Mittelstandes vom Lande, die gleich. 50 Proz. mehr also 2250 A Schulgeld zahlen sollen. Der Landwirt, welcher heute seine Produkte mehr wie gut bezahlt bekommt, wird sich diesen„Lurus“ leisten, aber der einfache Angestellte und Beamte ist gezwungen, sein hochbegabtes Kind von der höheren Schule zu nehmen.— Nun, hoffentlich hat die Regierung in Arnsberg ein Einsehen und versagt die Genehmigung zu dieser klotzigen Erhöhung. Früher begnügten sich die Stadväter mit 20 Proz. Erhöhung für Auswärtige, warum jetzt auf einmal 50 Proz.? Das muß geändert werden! Wo bleibt da das schöne:„Freie Bahn dem Tüchtigen!“ Einer für Viele. Gottesdiensie am Sonntag, 8. Oktober. Große Kirche. 9 Uhr: Beichte. 9,30 Uhr Abendmahl, Pastor Ohlig. Kleine Kirche 10 Uhr: Pastor Florin. 5 Uhr nachm.: Pastor Ohlig. Evangel. Krankenhaus. 9 Uhr: Pastor Florin. Westhofen. 10 Uhr: Pastor Klinker. Kath. Pfarrkirche. 6 Uhr: Stille hl. Messe, Kaplan Schleep. 7½ Uhr: Frühmesse mit Predigt(Monatskommunion der Jünglinge und der schulpflichtigen KommunikantenKnaben). 8¾ Uhr: Schulmesse mit Predigt, Pfarrer Schnurbus. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt, Pfr. Schnurbus. 2½ Uhr: Rosenkranzandacht. Westhofen. 8 Uhr: Stille hl. Messe mit Predigt. Kaplan Winter. Holzen. 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt, Kaplan Winter. Lichtendorf. 7 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr, Andacht mit Segen. Evangel. Stadtmission, Kuhstraße 7. Sonntag nachm. 4 Uhr: Bibelstunde; abends 8 Uhr: Gemischter Chor.— Montag adends 8 Uhr: Gemischter Chor— Mittwoch abends 8,30 Uhr: Gebetsstunde. * Christl. Männerchor: Samstag, 7. Oktober, abends 8 Uhr: Uebungsstunde im evangel. Vememndchante Vom Zeitunglesen. Ein jeder Mensch, ob groß, ob klein, Schaut gern mal in die Zeitung rein; Insonderheit wird mit Behagen Die Sonntagsnummer aufgeschlagen, Gerade sie ist allezeit Bei größter Mannigfaltigkeit Die rechte Kost für Geist und Wesen. allem steht auch drin zu lesen, Was uns die Mutter liebevoll Am nächsten Mittag kochen soll! Und zwar kann man dasselbe sehn Dort wo die Inserate stehn. Man soll zugleich daran erkennen, Wie man die Kohle nutzt beim Brennen, Was zweifellos in dieser Zeit Für jedermann von Wichtigkeit.= Im ganzen aber sieht man dran, Daß man doch immer lernen kann Und sagt sich so zu gleicher Frist, Wie nützlich Zeitungslesen ist! Persilus. S Stadttheater Dortmund. Sonntag. 8. Otk., 7½—10½ Uhr, außer Vormiete, Preis 1: Der Waffenschmied. Komische Oper in 3 Aufzügen von Albert Lortzing. Vorverkauf Donnerstag. Bekanntmachung. Landkreis Hörde. Brotgetreide, auch gequetscht, geschroten oder sonst zerkleinert, sowie Mehl aus Brotgetreide darf nicht verfüttert oder zur Bereitung von setzes über die Regelung aus der Ernte 1922 strafbar. Hörde, den 5. Oktober 1922. Der Kreisausschuß. Bekanntmachung. Als Mitglieder des Landjägerbeamtenausschusses für den Landkreis Hörde für das Jahr 1923 sind gewählt worden: 1. Landjägermeister Nagelsmeier in Hörde 2. Oberlandjäger Lacour in Westhofen 3. Landjäger Schrewe in Berghofen 4. Oberlandjäger Boeck in Rüdinghausen b. Annen 5. Landjäger Buchhage in Wellinghofen Hörde, den 3. Oktober 1922. 4 39 Der Landrat: V. gez. Büscher, Kreissekretär. MO Freischütz bei Schwerte# 0•d:e:o: n: : barietee-Palast“; * Dortmund; : Brückstraße 39/41: : Teleson 3047 u. 4900: — Das führende Haus= am Platze! 32 Große Gala Elite: : Vorstellungen : Nachmittags 3½ Uhr: s bei ermäßigten Preisen; : Abends 7½ Uhr: § 11 neuesensationelle: * Debütts 3 Das gr.Riesen=Monstre: : Oktober=Programm: Sensationell. Nur für? Dortmund. Zwergfell: s erschütterndes Lachen.: s Gastspiel des Original: : Alex Piccads Panto=: S minen Comp. 2 Die Einbrecher von: New York (7 Personen): Floretty Trio phäne= monaler Balanc Akt Alleinstehende Frau sucht dess. Stellen in Wäsche ausbessern. Flicken und Stoplen. F. Engel, Verbindungsweg Holzen d. Schwerte Welches junge Kädchen aus guter Familie(möglichst Lyzeumschülerin) hat Zeit. für gute Bezahlung zwei sehr lebbaite kleine Mädchei vier u. sieben Jahre) einige Stunden des Tages zu beschäftigen. Näheres in der Geschäftsstelle der Jeitung Ordentliches Naht bein vverostuet. Schinkenspeck und grüner Kohl Dies Gericht schmeckt jedem wohl. Einen Kümmel hinterher Grinkt man, wenn der Speck zu schwer. — Denke stets beim Kochen dran WDie man praktisch waschen“) kann. und deinshziert ide Woh-Zzzbenatzung des täglichen Persil wascht selbsttätig 35 versteigerung. tea mit gulen Zeugnissen für alle Hausarbeit und Küche sofort gesuchl. Lohn 10.0 M. Zu erstagen i. d. Geschäftsst. 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Zubereitung: Verrühre Butter und Zucker gut witeinander, füge dann des mit dem„Backin- und dem Milch-Eiweißpulver gemischte und gesiebte Nichl hinzu und gib nach und nach das Wasser daran. Backe die Masee in einer gut geselleten Springform und zwar ½ Stunde. Nach dem Erkalten schneide die Torte quer durch und belege die untere Hälfte mit der fertigen Creme, lege die andere Hälfte darüber und bestreiche die Torte mit dem Schokoladenguß. Zu diesem läßt man die Zutaten auf schwacher Flamme kochen, bis die Masse Fäden zicht. Die richtige Zubereitung von Schokoladenguß erfordert einige Uebung. Die Torte kann auch mit jeder anderen Olasur überzogen werden. Resen Pickel, Mitesser, Flechten verschwinden meist sehr schnell,wenn man den Schaum von Zucker’s PatentMedizlaal-Seife abends eintrockuen läßt Schaum erst morgens abwaschen und mit Zuckooh-Creme nachstreich. Großartige Wirkungo von Tausenden bestätigt. In allen Apotheken, Drogerien, ParAmerie= u. 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Geschichtliches von Bochumer Theatersaten. * Die Stadt Bochum kann sich rühmen, heute eine der bestgeleiteten Bühnen Deutschlands u besitzen. Das Theatergebäude an der Königsllee ist— das bezeugen alle Fremden, die es Jucht haben— ein kleines Schmuckkästlein. Die Metamorphose war jedoch lang und schwer, is aus dem einstigen„Orpheum" und„Apolo“ das heutige Stadttheater wurde. Aber hon früher— in den siebziger Jahren des w#rigen Jahrhunderts— hat einmal in Bohum der Plan bestanden, mit Unterstützung er Stadt ein eigenes Theatergebäude aufiführen. Es dürfte daher von Interesse in, einmal einen kurzen Rückblick auf die schichte der Bochumer Theatersäle zu werZwischen 1760 und 1790, als reisende itertruppen auch in Bochum gastierten, tte der obere Rathaussaal den Schauspieals Heim. Das Rathaus lag dazumal In der Königstraße(heute Obere Marktstraße). stortum, unser Jobsiadendichter, gibt in seien„Nachrichten von Bochum“, die 1790 erhienen, eine anschauliche Schilderung von sem Rathaus. Er schreibt: Das Rathaus, dem eine hölzerne Treppe führt, macht den zlichen Eck des Marktes aus(siehe das Rebild am Kuhhirtendenkmal), ist 15 Schritte ang und ebenso breit, von schlechter Bauart ind teils hölzern, teils steinern. Es ist im Jahre 1696 neu erbauet, und weil es sehr zerfallen war, im Jahre 1789 etwas ausgeessert worden. Es besteht inwendig aus eidem Vorzimmer und drei anderen Zimmern. dem einen, welches nach der Konigstraße Aussicht hat, und von allen das größte st. pflegt der Rat sich zu versammeln, auch burd das Stadtgericht auf demselben gehalten aid das Stadtarchiv befindet sich da. Die leiden anderen Zimmer sind seit dem Jahre 755 zu den Versammlungen und Verhandungen des Amtsgerichts bestimmt, welches zuch auf dem größten von diesen beiden Zimnern die Registratur und Schreibstube der Advokaten hat. Das zweite Stockwerk des kathauses ist inwendig nicht ausgebaut, und nacht also ein großes Zimmer aus, welches zur Versammlung großer Gesellschaften, und venn etwas Sehenswürdiges gezeigt werden soll, gegen Erlegung einer kleinen Abgabe in die Kämmerei, erlaubt wird, wie denn dor einigen Jahren eine Zeitlang, von einem Trupp Schauspieler, hierselbst ein Theater erlichtet war.— Soweit sich feststellen läßt, liegen in diesem Rathaussaal die Anfänge des Seaters in Bochum, Später wurden zuch Gasthaussäle herangezogen. Die nach Bochum gekommenen Schauspielergesellschaften benutzten den Saal von Velten genannt Wolf, dann den Saal im Gasthaus Dahm, das viele der gegenwärtig noch Lebenden gekannt haben, da es vor etwa 15 Jahren erst einem Neubau weichen mußte, ferner den Saal der Wirtschaft Köchling, das Gartenlokal der„Bairischen Bierhalle“ von Scharpenseel, den Saal von Limbrock, von Hermann und dann den Saal des Gasthauses Kramer an der Rottstraße. Einer der Theaterdirektoren, F. Rüthing, hat im Jahre 1873 den Plan gefaßt, die Stadt für den Bau eines Theaters zu interessteren. Am 15. November 1873 reichte er an die StadtverKirchhofsrosen. Brich keine Rose, die auf Gräbern blüht, Laß dich verlocken nicht von ihrem Duft, Ob sie auch noch so farbenprächtig glüht, Sie birgt den schwülen Moderhauch der Gruft. Und lolt dich dennoch ihre Farbenpracht, Du würdest schandern, wenn dein Aug' es scch Was unten hehlt ihm Finsternis und Nacht, Und baug' entfliehen aus des Todes Näy. Wohl prangt ihr Kelch im god'nen Sonnenschein, Und ihre Wurzel wurzelt in der Gruft, Und hält umklammert Schädel und Gebein, Und fangt aus Leichen Farbenglanz und Dust.— K Nein, laß den Toten ihre Blumenzier, Deu letzten Schmuck für ihren armen Staub,„ 4*— Brich keine Rose über dir, würde rächen sich der schnöde Raub.— H. Kämpchen. snnnnannnnnnnnnnnmnnnnnmnnnann waltung folgenden Antrag ein, dessen Originat sich im städtischen Archiv befindet:„Während der Zeit, in welcher mir hier am Orte die Leitung des Theaters anvertraut wurde, habe ich die Wahrnehmung gemacht, daß es ein dringendes Bedürfnis ist, ein dem Zeitgeist angemessenes Theaterlokal zu schaffen, welches für jede Anforderung einen passenden Raum bietet. Nach allen Seiten habe ich mir die Sache reiflich überlegt— denn leichtsinnig zu handeln liegt nicht in meinem Charakter—, so bin ich denn entschlossen, ein neues Theate.gebäude herzustellen. Zu diesem Zwecke habe ich mich mit Herrn Staatsanwalt Zurmetten und Herrn Baumeister Sontag besprochen und der Letztere ist auch geneigt, den Neubau herzustellen, jedoch ist noch die Emnwilligung und die Unterstützung des wohllöblichen Magtstrats erforderlich. Alle derartigen Unternehmungen sind auf Sand gebaut, wenn nicht die unumgängliche Sicherheit da ist. Diese kann aber geboten werden, wenn der wohllöbliche Magistrat mir eine jährliche Subvention von eintaufend Thalern geneigtest gewährte.“— Diese Eingabe, die im weiteren Vergleiche mit Theiterunternehmungen auf Aktien anstellte und die Bochumer Verhältnisse an einzelnen klarlegte wurde vom Magistrat mit folgendem Schreiben beantwortet:„Wir nnd grundsätzlich nicht abgeneigt, Ihr Gesuch in angemessener Weise zu befürworten. Wir müssen Ihnen vorab anheimgeben, uns zuvor über Oertlichkeit und Plan des projektierten Theaterbaues näheres zu informieren.“ Aus den Akten geht leider nicht hervor, wie der Plan weiter gedieh. Nach Lage der Sache ist aber wahrscheinsich, daß die Angelegenheit bald em Sande verlltef. Erst der neueren Zeit war es vorbehilten, das der Stadt angemessene Theatergebäude zu schaffen. Die Herren= oder Kamellinde. Der Wanderer, der von Weitmar rommend in der Verlängerung der Theodor=Straße dis schöne, große Weitmarholz im Schatten seiner mächtigen Eichen und schlanken Buchen durchquert, stößt südlich vom Restaurant„Zur Herrenlinde“ auf einen sonderbar gestalteten, unalten Baum, der unwillkürlich seine Schritthemmt und ihn zur näheren Betrachtung des seltsamen Naturgebildes reizt. Im Volksmundheißt dieser merkwürdige Baumriese seit un denklichen Zeiten nur„Kamelbaum“, weil er in seiner Gestalt viele Aehnlichkeit mir diesen Wüstentiere der heißen Zone hat. Seltener hört man bei den Ortseingesessonen den Nimen„Kamellinde", wahrscheinlich wohl, wei die charakteristischen Merkmale des Lindenbaumes nicht sofort in die Augen springen. De der Besitzer der Linde der„Herr von Weitmar“ — v. Berswordt=Walrabe— ist, so erfordert die jüngste Bezeichnung unseres Riesenbaume# als„Herrenlinde" wohl keine Erklärung. Der Riesenstamm der„Dicken Linne", wisie auch wohl kurzweg im Volksmunde der Umgegend heißt, liegt nach kurzem, fist senkrechtem Aufwuchs wagerecht und hat eine Länge von ca. 5 Meter. Die Dicke des Stammes des„Kamelbaumes“ am Wurzelhalse beträgt 7 Meter im Umfang. Die Sattelhöhe des wagerecht liegenden Stammes ist durchschnittlich 1.25 Meter vom Erdboden entfernt. Durch Bildung neuer Wurzeln in der Mitte des untern Stammesendes hat der Riesenstamm nicht nur neuen Halt gefunden, sondern sich auch eine zweitNahrungsquelle dort in Mutter Erde geschaffen. Der Stamm der„Herrenlinde“ zeigt im allgemeinen eine Südnordrichtung und hat ansüdlichen Ende eine Höhlung von 3 Meter Länge, die uns Kindern schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts zum Versteckspielen im damaligen großen Waldrevie diente. Im Laufe der Jahre hat die Höhlung sich vergrößert, sodaß sie mit Vorliebe von größeren Jungen durchkrochen wird. Die Forlsetzung der Höhlung im nördlichen Stammende ist bagegen nach Norden geschlossen und daVerfaulen der festen inneren Holzmisse war noch nicht zum Durchbruch nach außen gekommen. Um das Eingehen des alten, ehrwürdigen Baumriesen zu verhüten, wäre sicher eine zweckmäßige Ausfüllung der inneren Höhlung zu empfehlen. Der Baum würde sich dann durch Ueberwallung der schadhaften Stellen zu retten suchen und noch lange Jihreinen lebhaften Anziehungspunkt für Niturfreunde und Wanderlustige bilden; denn der „Lindenbaum“ hat sich von altersher in Frende und Leid der Liebe und Verehrung nicht nuunserer großen Dichter, sondern auch des deurschen Volkes in Liederklang und Liedersung ie hohem Maße erfreut. 4 Auf dem mächtigen Rücken des„Kamelb illmes“ erblickt der Beschauer vier stattliche Bäume, die nun schon seit vielen Jahren bei threie dicken Hauswirt in Kost gehen und ihm sozusagen ohne Vergütung nicht nur den Rock kal halten, sondern auch dem guten Alten dabedas Mark tuch zum Dank aus dem Innec an der ursprungsstell; einen Umfang von 2,10 ungen, nahm sie geungt., und braching. Meter. Die beiden inneren Bäume zu beidense Seiten des Satteis sind dünner und schmächtiger und messen unten 0,93 Meter bezw. 1.38 Meter. Dagegen hat es der vierte Baum auz“ einen Umfang von 1,50 Meter am Grunde#2 bracht. Die Kronen der vier Säuglingsbäume säuseln noch im Spiele der lauen Lufte und rau schen noch im Heulen der Stürme, die am Standorte des alten„Kamelbaumes“ auf stolzer Bergeshöh dem trotzigen Recken nicht ganz unbedenklich am Zeuge flicken. Wenn die „Herrenlinde“ nicht Hilfe von oben bekommt dann verstummt vielleicht schon bald der Vöglein Sang für immer im grünen Blätterdach, sowie das Summen der Bienen beim Auffuchen des goldigen Honigseims während des uralten Baumes Blütezeit. Und das wäre schade, za jammerschade; denn jeder Beschauer des„Kamelbaumes" trennt sich wohl mir eigenartigen Gedanken von diesem wunderbarex Gebilde der Natur, was die nachfolgende Stra. phe dem geneigten Leser zu verdeutlichen such;: Von din o Baum, ich scheiden muß, Ade, ade! Mir wird so schwer der Abschiedsgruß,— Ade, ade! Als Junge zog ich oft zu dir. n#el tausend Freuden gabst du mir. Leh wohl, du Riesenbaum, Du meiner Jugend Traum! Ade, ade! Auf Wiedersehn, ja Wiedersehn. König, Rektor 1. R., Linden(Ruhr). Wo entspringt die Ruhr? Im Sauerland! So wird natürlich jeder antworten. Leider aber ist die Ruhrquelle nur wenigen bekannt, weil der Wanderer Fuß an dieser Stelle nur wenig vorüberschreitet oder achtlos daran vorübergeht. Meist wird aämlich die Quelle der Lenne auf dem Hohen Aßenberg in der Nähe des Aussichtsturmes als #uhrquelle bezeichnet. In Wirklichkeit liegt sie aber auf dem sogenannten Ruhrkopf, einer Anhöhe, die die Chaussee von Küstelberg nach Aisberg deherrscht. Einst war diese Anhöhe ganz kahl. Vor etwa fünf Jahrzehnten hat man sie mit Nadel= und Laubbäumen bepflanzt, die sich so gut entweckelt haben, daß heute schöne Wälder den Ruhrkopf schmücken. J. Pieler, der 1879 in einer Schrift„Ruhrta!“ die Ruhrquelle beschreibt, würde sich wundern, wenn er heute jene Gegend betreten würde. Wie es einst an der Quelle unseres Heimatflusses, die übrigens mit Steinen eingesaßt unterhalb der Chaussee liegt und wie das Mundloch der alten Zeche„Gribaltar“ im Lottental aussieht, landschaftlich beschaffen war, mag man aus folgenden Zeilen Pielers entnehmen:„So stehen wir denn in einer traurigen Einöde, an dem Ursprung unserer lieben Ruhr. In das Heidekraut gesagert unter den Bäumen, deren spärliche Radeln wenig Schatten gewähren, denken wir an die glückliche Entwicklung des so arm geborenen Kindes der Wildnis, und bei der tiefen Stille ringsumher beschleicht uns eine Anwandlung von Humweh nach dem Leben dort unten an der Ruhr.“ Burg Limberg. Auf der Nordseite des Wesergebirges, wenlich von der Kreisstadt Lübbecke, besinden sich noch heute die Trümmer der alten Feste Limberg oder Lyntburg. Die Gründung dieser Burg führt man auf den alten Sachsenherzon Wittekind zurück. Wittekind litt einst an einem bösartigen Ausschlage. Von Schmerzen gequält, wanderte er von seinem LandhausBabilonie einsam in die Berge. Er kam auch an den heutigen Limberg und fand dort einQuelle, in der er sich badete. Bald bemerkter Linderung und badete täglich, und fiege, er genas nach und nach Voll Freude beschloß er, auf der Höhe eine Burg zu bauen. Er tats und gab ihr den Namen Lyntburg. Der Quell oder Vorn aber ist heute noch unterhilb der Burgmauern nach der Börninghauser Seite hin vorhanden. Diese Burg ist in Zeiten der Sitz einer Rittersamilie, der edlen Herren von Lyntberge, gewesen. Nun lebte in der Nähdes am nördlichen Fuße des Limbergs liegenden Städichens Oldendorf vorzeiten eine grausame Stiefmutter, eine Ritterwitwe, die ihr armes Pfiegekind verichmachten ließ. Dies er tuhr der tobiene Mitter vom Lyntberge, der icich. Arcoin te. und erche auf die Lyntburg. Hier nieß man sie hinan; gab ihr ein Stück Brot und einen Krug Wasser, mit und überließ sie dann ihrem Schicksale. Sie kam elend um, ihr Geist aber hat keinRuhe gefunden und geht noch als Schreckensgestalt auf dem Limberge um. Der untere Tei! des noch in seinen Trümmern vorhandenen dicken Turmes soll der Kerker sein, in dem das Weib lebendig ihr Grab fand. Nach und nach waren die Besitzer der Feste Lyntburg arm geworden, und der letzte Sprößling des alten Geschlechts hatte kaum kümmerlich zu leben Gegenüber auf dem Berge bei Rödinghausen hatte aber ein Ritter von Nonnenstemn seine Burg. Er war reich und hatte seine anzigTochter Gertrude, die Erbin aller seiner Güter. Der Ritter aber hiebte das reiche Fräuler und sie ihn, und beide gedachten sich zu heiraten. Allein der Vater des Mädchens gab seine Einwaligung wegen der Armut des jungen Mannes nicht. Einst stellte nun der Rrt, ter vom Nonnenstein ein prächtiges Turnier an und versprach dem seine Tochter zur Gemahlin, der in diesem Kampfspiele Sieger bleiben werde. Am festgesetzten Tage erschien auch ein Ritter mit festgeschlossenem Helme und siegte über alle, die mit ihm ein Lanzenstechen wagten. Als der Sieger aber nach Ende des Lanzenstechens seinen Helm öffnete war es der Ritter vom Lyntberge. Er begehrte nun seine Geliebte zur Hausfrau, doch der Vater forderte zuvor, daß er auch mit ihm eine Lanze bräche. So kämpften sie denx im scharfen Rennen mitemnander, kamen aber dabei beide ums Leben. Als das reiche Fräulein diesen schrecklichen Ausgang sah, da bestimmte sie ihre Burg zu einem Jungfrauenkloster und wurde darin die erste Aebtissin Die Lyntburg aber verfiel und kam m andere Ktnde. Deutscher Anwaltshumor. Fröhliche Spruchweisheit liegt in einer Anzahl launiger Verse, die der frühere Rechtsanwalt Hofvat Waldemar Klinghammer als Wandschmuck für das Anwaltszimmer des Justizpalastes in Rudolstadt versaßt hat. Die nachstehenden Proben zeigen, daß der Aktenstaub dem Humor dieses Anwaltsdichters keinen Eintrag getan hat: Der Anfang ist allorten schwer, Beim Anwalt aber zweimal mehr, Du mußt, soll man gelehrt dich nennen, Zehntausend Paragraphen kennen. Schau deine Akten gründlich an, Sonst bist du ein verlorner Mann. Sei immer höflich vor Gericht, Das Zähnefletschen lohnt sich nicht. Krauch bald ins Bett, fang zeitig an, Du mußt ein klares Köpflein han. Willst du beim Volk in Achtung stehn, Dein Maul muß wie ein Mühlrad gehn. Ueb deine Praxis mit Gemüt, Der Anwalt ist kein Pferdejüd. Prozeßstoff ist ein Hausen Mist, Darin ein Körnlein Rechtens ist. Verlierst du, laß kein Tränlein einnen, Zwei können nit zugleich gewinnen.— De Middagsmohltiet. Bie Uelkmanns Fritz in Drüggelssiepen Waß Schmalhans Küeckenmester. Fritz hadde füs woll eß van sienem Schwoger Hölpe kriegen“ ower de waß de Pumperie am Enne leed woren un hadde ehm de Dühre vör de Nase tauschlagen. Do saten nu Uelkmanns un hadden teinen schimmeligen Groschen un keinen schiellex Penning meh im Schapp. De leßten Wörstwassen all lange vam Worstkämmerten runner halt; de Speck waß ok alle. Me konn wol! seggen: Bie Uelkmanns do is grote Mot: Do schmachtet de Müse im Brotschapp doot Dat wör nu an sick so schlimm nich west Uelkmanns hadden en schöin Stück Land, un wann me ok nich jeden Dag en Pund Worz op'm Teller liggen het, dann kann me sick doch met Erappeln un Gemeisde godd vöran heipen. Dat Aergerlicke waß blos, Uelkmanne kreegen Inquarteerung. Hm, dat waß ne verdreitlicke Sate. Taufälteg sollen Uelkmanns### grade en Leutnant eriegen, un dat waß dat al. Vecterct, Aachist une fiseck uich oste ud uer cge. büren blameeren well. Un Fritz Uelkmann holl op Repetation. Metschermester Kreiteimeß waß van de Uelkmannsche met ehle Kundschopp beehrt woren; ower he woll den bestallten Broen or men blos tiegen bar liewern. BiWinkeleer Hümmelken waß erst recht nix# maken. Uelkmanns Fritz woll in siene Garenlauwe gohn, üm de grilligen Gedanken los te weren As he so dür de Rabatten schlendern— bri## — sprong do met eenem Mol en Hasen op an woll sick dür de Dämpe maken. Dat Langöhrken hadde ower Mallör un bleef met sien. Afsätze in de Erftenstrüker hangen. I, dachte Uelkmann, düet kömmt mie grade te passe He leip, dat de Schluffen flogen, op de Erftenrabatte los un een, twee, drei, hadde he der Krummen am Schlafitt. Dat Hasendier spad. deln un prusten, ower et holp ehm nix; Friz holl dunne. He draug den Trabanten int Huun satte en in ne liege Erappelskiste. De Uelkmannsche woll sick in den Doot verwünnern öwer düet Glück.„Me süht doch.“ sagg se,„dat use Härgott keinen Dütschen verlött. Na, dat sall en leckern Broen giewen doför well eck schon sorgen. Nu lott de Leut, nant me kommen.“ De Leutnant kam denn ok un worde var Uelkmann festlich in Empfang genommen. A. he sick en biettken utrestet hadde, täm he noh Uelkmanns in de beste Stowe. Dat ram Fritz eegentlick nich torecht, denn he hadde nich mo en Dröppken te drinken, wat he dem Leutnan hädde vörsetten können; nich eß ne Zigarroder ne Piepe Tubak hadde he op Lager. Fritz simmeleeren, wu he sick ut duese Sitewazion trecken könn. Haha! do hadde he en godden Infall! Wu wör dat, wann he den Leutnant tor Jagd inladen döh: De Utwa, waß nich lewel. „Segget eß, Här Leutnant, sin Git er Fründ van de Jagd?" „Ich bin sogar leidenschaftlicher Jäger Wenn Sie mir Gelegenheit zu einem Jagen verschaffen könnten, würde ich Ihnen za besonderem Danke verpflichtet sein, Herr Uelt. wans. „Hm ja, et hannelt sia nich um ür Ii im eegentlicken Sinne. Eti s men son kleix Privatvergneigen, wat eck im Ooge hewwe.“ „Da bin ich aber neugierig.“ „Passet op, Här Leutnant, eck hewwe do sor Hasendier in de Erappelskiste; en orndlicken Bengel van en Pund op achte, liegen. Der können wiso eß afknallen. De Püsters stoh hier in de Ecke. Dat drieppt sich ganz g.d0 för jeden van us beiden eenen.“ De Leutnant waß et tefrien. De Püsterworden laden un dann gong et in den Gären De Ueltmannsche moch de Erappelstiste haler un sick domet in de Garenfohr jetten.„Wanz eck telle büs drei, Oelsche,“ sagg leltminn „dann deihst du den Deckel af un löß dat Langohr loopen.“ De Leutnant un Uelkmann stallten sick in Posentur, de Püsters an de Backe. Fritz kummedeerte:„Een— twee— drei!"... Brrrr brrrr! gong dat Hasendier ut de Kiste rut Bumm! bumm! mallten twee Schuete, de wassen nich van Pappe. Nee wat, se wassen### döftig, dat de Ueltmannsche met ehre Erappelskiste in de Garenfohr dalschot un for luter Verängstigung uter Ohm liggen bleef. De Hast ower— hm ja, de gong öwer Stock un Steen. ut dem Garen rut, dürt Feld. Heidi, was he öwer alle Berge. Ganz bedröiwet drahen sick Ueltmann t# dem Leutnant um. De lachen un meinen „Schade, bede Schüsse gefehlt!“ „Jo, mehr as schade!“ stemmen kleimann bie;„de Hase— de Hase, Här Leutnant, dat — dat soll ufe— dat soll use Middagsmohltte. ter* De kleine Reckenmeester. Fritz Rasche de was schwak im Lähren; 1 Besunners woll dat Subtraheeren Bi düsen kleinen dicken Dopp * Nu ganz un gar nich innen Kopp. „Paß auf mein Sohn“, sagg Lährer Speeth. „Ich helfe, daß es besser geht; Das ist ja gar nicht schwer, mein Kind) Denk mal, in Deiner Tasche sind zwei Zutterbrode, schön und dick, Du issen beide, Stück für Stück, Was hast Du dann noch lieber Rasche?“ *„Dann häw'f noch Krümmeln in de Tasche!“ 1 9 S E 853 S%ESP %„%“ 8·EE PSO S ELSSTER Los-9gEs E SSSSSES „*—„ 8888ESE # S##u S.05-5 S# B o SET 58 S ###k.# D SEPBLITES „SEg5pS SoSrSen TgEGS S& ST9. eseks . 8 * Sonagn OTBDESRO ESSE S.8 8 9 10 9 339.9 S ScEE 9## g 8 55 3 a3 *** 8 S 559 R 53US S E 2•5 Z GOE R 2—4 N 9 132 2 S. P a UGS 95 5.00 E* 8 85 3 8 8c- 5 pa S—S S550S S# S5-S „FSSRTE3 GTSBERSEE P BnU CRE O 25 * B8 5 653 „ E“ S ESF R SO01* * 8 S 5 8 gögser 8.9—2.* - 5 S SröS SPEREE # SEBE S•5 SEERL 47 22 5 B SBSHR: . geg 8s.8 SStot 2 E.B! es. S 8 2 5% Sgg. - S FI. OLIE SESE •—, 9• 5 B 8· SaSS So. 3 0. BaSEESgOE S SES•— S g. Se ä E5b#EES5 5. SG SES S S S 85SEE „#52-S180 Ss Sons S FOSSE SSSHEBRE B gböugs S SEESTRGE 5n gs 59 5o 3.9 9 S 8 * 8 BSpee SS" =6g. # 8 8 86 S 2 * 9 2 SSE 83 #— P EEREEE“ DS TH.— RSTORE S SCPEHUS. FSEgs # D 228 50 S##Es * B 65y : 8 550 8 S 58•0. FSS 5 55 8 999 20 3 S8 S.S.0S * 53 SSL SGS 5 SLun #8 ** a•Am.ED a S3Om SSS B# 9 508 S Sub e n n BES EGSS 5K 6•„ EBBSSE * 9 S##Sgs: 558 5U S S 8.5 R E 9g E2. S SSuaE Segag. an 60 23 22 SEuUn 5 3 *„*„. B5S S 5——* SSugS ST-2.03 S.B 22 CGRER 35PSOSE“ S 8835. —•9 -• 5 E S 6r g. Sa 2 S— 3 * 0 9 5* B3 8 * 85 9*** 9 2 27 ** 33 S 5 3 „„ 9. BxER 9 5 B PG S Sü#gg — 569S—SES S Ss JaSs. K *2 E 9 S SgE FSUEeE S 5.5 2 S 9 SanE — # 45 2 5 5 *S 6 8 „FTGOES SESPE L•Sn S 4e—* * S#5 S 8.85 SSOPDEES #. ND g ES S5WSEE 6 gBELZRFE2 Bul b. S." 0 2n 5#S3ß Cc BSREZ S 9* O.S#azSg Sa ESEER: Faps Sesas S S E28 S 5BBSE 85 S5pSLPIE Pac“en 6 S Sexg * ES S#n 3S ## S 8 50 K% 8 S#. 1 9—" 8.85 85 S## 9 S 55 E 9E5 □ PSERT F 5559. e 32— R 3—8 S 5 8 5 S E # 9 S0 — 2 5 8 9 E D#5 2 S 2 8 ger E 5•2SUE 6 3 # „„BASOEE“ Sg„K 55 8 n S— g°eg2 SgjoS 9 = STS5SOSSS BFSERN, SUP SSE Se g 1 aSSDTTTEEES * E S S•23 8 *** 5 POH OMTSTMMEITUN 219: 13 BOgusPöHNRGRETUUR W#. S G8UEOS— DEEDTADAES Pög-Ogc s 6. SE-SSEE SS SE 6 SgEEE SSER SHPEEL S Sgssg#s S SgF 9•R 5 E—.5. 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Schwerte An 420 525 Bagen, Ab 113 233 esthosen„„ 8. 141 243 800 21 308 139 304 an Z. 1044 1136 284 ud 660 603 7. 6192. 611 6is 645 Hagen— Schwerte. 650 70 W. 813 82) 841 960 1109 1113 1151 105 715 826 1127 T.W. 335 Schwerte In 1° 240 303 343 Schwerke— Arnsberg. Schwerte Ab Seiseche Langschede„ Warmen„ Wickede Boßzwinkel Rehelm=H. Arnsberg An Sracrr Reheim=Hüsten Boßwinkel Wickede Warmen Fröndenberg Langschede Geisecke Schwerte Ank. Ab 610 720 621 791 639 739 637 748 644 755 650 801 702 611 709 817 718 825 725 631 810 839 823 851 820 859 8*) 910 848 g1 859 923 8•7 927 905 935 915 945 92: 952 Schwerke— Dortmund. Schwerte„ ab Aplerdeck Süd Börde Dortmund an 5.30 5.40 5.47 5.57 C 6,50 7.02 7,59 8.09 8.17 8.28 10,40 10.50 11,07 1210 12.55 1222 1,05 1232 1.15 1245 1.25 2,03 2,13 2.20 2,80 3.20 3.30 3.37 3.47 5,36 5.46 5.53 6.08 8.17 8.27 8.84 8.44 11.01 11.11 11,18 11.28 Dorkmund— Schwerke. Dortmund Ab Hörde„ Aplerbeck Süd Schwerte An an a r.san 6,35 7.10 8.15 643 7,18 8.53 6.52 7,27 8,32 amn 90 9.43 1,11 951 1.19 10,00 1.28 9 1425 218 2.51 227 2.59 238 3,08 3.55 4.09 47 4.26 5.23 5,37 .40 5.54 8.04 8.17 8.25 8.84 10.35 10.48 10.57 11.06 Iserlohn— Schwerke. Iserlohn ab Sümmern, Kalthoff„ Hennen Trasie Schwerte an ab Fröndenberg— Hemer. Fröndenberg Eösperde Menden„ Oese„ Hemer an Hemer ab Oese Menden„ Losperde Fröndenberg Ank. Fröndenberg—Menden—Neuenrade. W. 6. Kröndend. 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W. 1230 246 608 1236 251 611 1245 300 620 1252 807 626 100 31 634 109 32: 643 113 3•7 648 121 335 636 128 343 704 130 345 706 137 332 713 141 356 717 Soeft Ostönnen Westönnen Werl Hemmerde Lünin Uana 7. ab 338 627 „ 349 3. " 388„ 402 400 643 an 45 — 43„ an— 43 700 Unna— Hamm. Unna Ab 512 620 730 919 946 1151 1235 2¾ 327 335 500 638 856 1010 1223 Hamm Ank, 541 630 756 937 1012 1210 108 234 Je5 40; 526 704 g13 1040 1252 Hamm— Unna. Haum m a0 un Bi zm S8 9u 1on 120 Du uu 4“ 45 gn Ju 930 Unna Ank. 516 525 620 755 923 1013 1056 110 D2s 252 492 452 659 713 9.57 1018 1048 Hagen Ab Kabel„ Halden„„ Hohenlimburg, Letmathe„ Nachrodt„ Einsal Altena Altena— Leimathe— Hagen. Ab Altena Einsal Nachrodt„ Letmathe„ Hohenlimburg„ Halden„ Kabel Hagen Ank. 135 121 128 135 143 149 150 254 300 306 313 820 328 334 344 5295. 539 535 545 540 547 551 601 607 617 550 587 604 611 617 627 638 803 3. 810 816 651 834 832 841 847 714 85 922 929 935 947 954 1002 1008 1019 1152 M 189 1213 1220 1228 1235 1247 Hagen— Elberfeld. Hagen Ab. 454 608 621 7507“4 816 9071101 1147 1220 107 214 230 338406 Ho5 526 502638 650 754 908 920 10121025 1110 1143 Seshe. Milspe Schwelm Barmen=R. 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Haspe Hagen 7822 909 921 10251051 1106 1153 150 158 229 410 447 650 735 741 821 923 1048 1106 1143 536 616 715 736 759 805 830 916 932 10331059 1114 1206 158 203 242 422 455 7 2 743 752 831 977 1056 1114 1154 545 621 724 744 804 819 Z. J. 940 736 754 1 11 9•1 749 803 I 1000 751 808 j I] 1005 759 816 i. 1. 1014 559 608 613 621 1105 Z. 1115 1217 Z.212 251 432 501 709 749 800 838 966 1239 1268 1243 1252 221 302 442 511 311 451 520 231 317 450 525 326 504 532 721 732 737 746 812847 957 824 830 838 1007 101“ 1033 I. 1210 1220 1230 1235 1244 Ansz7 641 805 822 828 837 85s 9 441020 11021136 11“ 1257 226 242 332 510 538 752 815 844 905 1029 1127 1142 1951 Elberfeld— Köln. Elbf.=5 ab: 4•0 524 705 726 834 1033 1151 1200 1236 305 335 421 444 458 545 651 842 907 1112 1116 1233 Köln an: 534 614 705 702 828 1190 1154 1244 130 311 436 419 496 508 546 731 847 95s 1115 1200 1237 Köln— Elberfeld. suln asi zu Ju Iu vo go 78 Su nor Ir 1ot su zu zu gu zw us Sut ien 10n Elberf.=H. an: 604 740 733 853 905 955 1102 107 143 890 351 621 71s 838 910 1657 1135 1214 117 Elberfeld— Düsseldorf. Elberseld=H. ab: 607 629 721 9.03 844 1041 1252 12) 202 312 428 519 611 734 754 825 950 1034 1100 126 Düffeld. Hbh. an: 635 611 714 9,12 82. 1087 1248 120 144 250 408 521 553 718 753 8% 931 1111 1043 12•7 Düsseldorf— Elberfeld. Düsseld.Hbh. ab: 330 4,54 512 559 630 652 712 832 855 1150 1215 204 430 545 630 706 Elberfeld=H. an: 522 6,.57 804 747 815 gls 819 101s 1047 137 220 40: 640 731 g16 g15 993 963 1089 1030 1053 1229 Hagen— Löktringhausen— Dortmund= S. igen Ab Herdecke=Nord„ Wittbräuke Löttringhausen„ Hörde= Hacheney„ dortmund=S. Ru er. 513 648 519 526 912 114 924 126 930 133 938 14 718 947 152 724 953 158 654 709 330 338 348 358 404 6.38 6.51 6.58 7.07 7,16 7,22 812. 9186. 830 930 8•7 846 855 901 937 946 955 1001 816 821 830 836 843 851 856 904 912 914 92 925 Dortmund= S. Ab Wittbräuke Herdecke Nord Hagen 810 817 828 845 841 851 Schwerte 805 wickede„ Uma Ank. 7. 532 W. 620 546 on 662 707 845 719 900 900 Schwerke— Unna. 7. 80 1127 1210(91 305 310 430 543W 613 835 1140 1223 149 1 323 445 557 625 1148 1292 163 345 97 325 393 442— 8597. 931 915 945 625 8ö4 925 954 „. Unna— Schworte. 7. Nung Ab 435 526 W. 702 80s 1015 1113 114 300 442 525 512 W. Holzwickede„ 51s 1 555 J. 819 1 1127 126 312 697 553 620 Schwerte Ank. 527 645 607 756 Bui 1635 119 133 324 554 Hagen Ab Oberhagen Delstern Ambrock Dahl Breckerfeld Rummenohl Dahlerbrück Schalksmühle Brügge Ank. „„ Ab Lüdenscheid Ank. 26 30 603 g36 734 749 931 10,07 1101 801( 10.19„ 815 géo 10.81 1119 Lünern ers e.n Werl Westönnen Ootmee Opeduuen nabenschei Srigg. Schaltsmühle Dahlerbrüch Rummenohl Breckerfeld Dahl Ambrock Delstern Oberhagen Sagen Ab Ank. Ab 515 523 529 538 541 547 652 659 605 615 630 630 5,23 5.35 5.43 5,53 5.58 99 6.12 6/19 6.25 6.31 6.37 6,44 Hagen— Lüdenscheid.