S 16 Jahren von Ihr vorm. gesucht. zt die Geschäftssl.
.7
Verein
T.)
1922, d, wird jährige
est
9515
findet kurnge= Pf# t ihrer“ eladen.
er vorstand.
iefordner
Register,
ed. Größe e anderen KontorWochen
Kalender.
Braus.
he Familie?
jungem, gebildeten
in
bliertes Zimmer
ht und Heizung) egenkaffee abgeben. 1<space> u n t e r<space> R.<space> R.<space> 1 0 0<space> a n<space> schästsstelle erbeten.
sen
anze oder halbe für sofort gesucht. erfragen in der stsstelle.
in=Schneiderin
Kundschaft außer Hause.
Bechestraße 31 P.
ohlicollkasse
National oder Anker) ofort ab Standort geg. #lg. Preisanged. mit Nr. erb. an R. Jaeschke, u 2, Neudorfstr. 378.
Reißbreuer hen-Lktensiten Mal-und chen-Kästen Veitreuge Veeit-Stienen
len geeisuen
RLBRAUS SWERTE
Marksrase 2
el oder
nd gleich, oder ein Grundstück inrichtung eines Gees passend, zu kaufen ht.(Leiste jede Anng), Agenten verb. Angeb. an H. 161 lla" Ann.=Expedition sover, Eckerstraße 15.
utesiegen
ind, umständehalber rkaufen.
Hüstnabeibe 45.
Die„Schwerter Zeitung" erscheint täglich außer ###ertags. Bezugspreis monatlich 14.— M., bei
der Dos 14.— M., ehne Bestellgeld. preise: Die 1 mm hohe. 35 mm breite Jeie 80 P,„auswärls 1. M. Bei Wiederho ungen entsprechender Nachlaß it. Tarif. Jeder Rabalt gill als Kassenrabatt und erlischt bei Konkursen, Zwangsvergleichen, gerichtlichen Klagen u. Nichtbeachten der gemachten Zahlungsbedingungen.
Oerbunden mit: Schwerter Cageblatt und Anzeiger Schwerter Oolkszeitung
Westhofener Zeitung Aplerbecker Zeitung Langscheder Zeitung Holzwickeder Zeitung
Schwerter Volksblatt Amtliches Kreisblatt für den Kreis Börde.
Erstes und ältestes Tagesorgan des Kreises.— Generalanzeiger für den Kreis Hörde.
Die SSchputer Zeitungk gewühri hem Uerneuten für jeden mit Tod endenden Unfall gemäß
ten Fr. 500 Mark Anfall.
Naguge Druck u. Verlag v. Carl Braus. Schwerte(Ruhr) Fernsprech= Anschluß Nummer 62. Telegramm=Adreise: Braus, Schwerte(Nuhr), Dostscheckb.: Dorimund 18 2, Hannover 21874.
Nr. 12
Samstag, 14. Januar 1922
55. Jahrgang
Briands Sturz.
Die Pariser Ministerstürzer haben prompte Arbeit geleistet: Das Kabinett Briand gehört der Geschichte an. Jenes„große Ministerium der nationalen Arbeit", wie es in der französischen Chauvinistenpresse am Tage seiner Bildung genannt wurde, ist— eine Ironie des Schicksals—
von derselben Presse und ihrer Gefolgschaft zusammengebrochen worden, just in jenen Tagen, da in Cannes nationale, d. h. wirklich nationale Arbeit geleistet werden sollte. Das aber haben die noch immer siegestaumelnden Republikaner an der Saine nicht begriffen; blind in ihrem Hasse gegen Deutschland, taub gegen jede wohlgemeinte Anregung ihrer alliierten und assoziierten Mitkämpfer, haben sie ihrem Ministerium eine Grube geschaufelt, in die Briand schneller, als selbst die letzten Pariser Nachrichten vermuten ließen, gestürzt ist. Ob Briand und seine Ministerkollegen allein? Ob nicht doch mehr, als die politischen Mineure heute noch annehmen? Briands Sturz kann für Frankreichs Zuunft von größter Folgenschwere sein, wenn wir ihn im Lichte der internationalen Beziehungen betrachten. Gerade schickt sich England an, den Wiederaufbau des europäischen Festlandes mit Ernst und Klarheit in die Wege zu leiten.„Jetzt sieht man, schrieb dieser Tage der angesehene„Manchester Guardian", allgemein ein, daß„Reparation nur eine und nicht die wichtigste Seite der ganzen verhängnisvollen Wirtschaftszerrüttung bildet, in die Europa verfallen ist. Man darf sagen, daß die meisten Engländer heute endgültig entschlossen sind, die Reparationszahlungen ihrem Bedürfnisse einer Wiederbelebung des Handels unterzuordnen. Wenn zwischen Reparationen und Handel gewählt werden muß, kommt der Handel zuerst.“ Und weiter„Hoffnungslosigkeit“ ist für den Handel schlimmer als Geldentwertung. Die drei Jahre, in denen der Oberste Rat die Geschicke Europas bestimmt hat, haben halb Europa in eine Not gestürzt, wie sie in den vier Kriegsjahren nicht gekannt wurde. Und es gibt keine Hoffnung, solange die Staatsmänner des Obersten Rates weiter eigenmächtig handeln, alle gegen alle, für Interessen, die meist nur in ihrer Einbildung vorhanden sind. Worauf es jetzt ganz allein ankommt, ist die Wiedergeburt Europas.“ Das hat ja Lloyd George in seiner an Briand gerichteten Denkschrift mit aller wünschenswerten Deutlichkeit hervorgehoben. Nun ist Briand zurückgetreten, gezwungen durch die Lloyd Georgesche Denkschrift. Daran ist kein Zweifel. Somit bedeutet Briands Rücktritt einen Schlag ins englische Kontor, und die Frage der Lösung der Kabinettskrise an der Seine ist mindestens ebenso sehr eine englische, wie eine französische Angelegenheit.„Das enge Bündnis mit England ist die Grundlage unserer auswärtigen Politik“—„unser großer Freund und Verbündeter England“, so hatte Briand in seiner Regierungserklärung über die auswärtige Politik am 20. Januar 1921 in beiden Parlamenten gesprochen. Heute ist derselbe Briand gestürzt; die Frage liegt nahe: Was wird England dazu sagen?
Das Kabinett Briand hat 361 Tage„regiert", da es am 16. Januar 1921 in die Bresche sprang, die durch den Rücktritt des Kabinetts Leyques entstanden war. Ministerpräsident Leyques mußte zurücktreten, nachdem die Kammer mit 463 gegen 125 Stimmen einen Antrag der Regierung abgelehnt hatte, drei Interpellationen über Frankreichs Finanzpolitik, die Entwaffnung Deutschlands und die allgemeine Politik der Regierung zu vertagen. Leyques war mit seinen Ministerkollegen nicht ganz 4 Monate im Amt gewesen. Er wurde am 24. September 1920 Millerands Nachfolger, als dieser für Delcassee als Präsident der Republik das Elysee bezogen hatte.
In den Januartagen des vorigen Jahres war es nicht ganz leicht, einen Nachfolger für Leyques zu finden. Ein Versuch des Kammerpräsidenten Raoul Peret, ein großes„Ministerium der nationalen Arbeit" zustande zu bringen, scheiterte.
Der bewilligte
Paris, 14. Januar. Die Reparationskommissinon hat beschlossen, Deutschland den erbetenen Zahlungsaufschub unter folgenden Bedingungen zu gewähren:
1. Während der vorläufigen Verzugsfrist zahlt die deutsche Regierung alle 10 Tage 31 Millionen Goldmark in zugelassenen Devisen. Die erste Zahlung erfolgt am 18. Januar.
2. Die deutsche Regierung unterbreitet binnen 14 Tagen der Revgrationskommission einen angemessenen Reform= und Garantieplan betreffend das deutsche Budget, sowie ein vollständiges Programm für Barzahlungen und Sachlieferungen für das Jahr 1922.
3. Die vorläufige Verzugsfrist geht zu Ende, sobald die Reparationskommission oder die alliierten Regierungen eine Entscheidung über den
unter Artikel 2 erwähnten Entwurf und das Programm getroffen haben. Unbeschadet dessen kann in dieser Entscheidung vorgesehen werden, daß der Unterschied zwischen den tatsächlich während der Verzugsfrist gezahlten Beträgen und den auf Grund des Londoner Zahlungsplanes fälligen Steeurn innerhalb 14 Tagen, gerechnet vom Datum der je nach den Umständen von der Reparationskommission oder den alltierten Regierungen getroffenen Entscheidung fällig wird oder zu zahlen ist. Wenn der Entwurf und das Programm der Reparationskommission vorliegen, werden sie sofort den alliierten Regierungen übermittelt, die so in der Lage sein werden, entweder die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen oder an die Reparationskommission zurückzuverweisen, damit diese darüber entscheidet.
Auch Viviani lehnte ab. Nun wurde Briand berufen, dem es schließlich gelang, die verschiedenen Ministersessel zu besetzen.
Das Ministerium Briand setzte sich folgendermaßen zusammen: Ministerpräsident und Minister des Auswärtigen Briand, Justizminister Bonnevay, Minister des Innern: Marraud, Kriegsminister: Barthou, Marineminister: GuistHau, Finanzminister: Paul Doumer, Minister für die befreiten Gebiete: Loucheur, Unterrichtsminister: Leon Berard, Ackerbauminister: Lefeore du Prey, Handelsminister: Lucien Dior, Hygiene: Leredu, Minister für Pensionen: Maginot, Minister für soziale Fürsorge: Daniel Vincent, Arbeitsminister: Le Trocuer, Kolonialminister: Albert Sarraut.
Von diesen Männern waren es drei, die dem neuen Kabinett sein charakteristisches Gepräge gaben: Briand, ehemals Mitglied der sozialdemotratischen Partei, von der er sich später trennte, ein Politiker, bestrebt, einen Ausgleich zwischen Frankreich und Deutschland herbeizuführen; Loucheur, ein im Kriege sehr reich gewordener Schwerindustrieller, der Briand in seinem Bestreben redlich unterstützte, eine nicht ausgesprochen chauvinistische Politik zu betreiben, und Kriegsminister Barthou, ein Patriot alten Schluges, den man vor allem keine besondere Vorliebe für England nachsagen kann.
Die vorgeschichte von Briands Rücktritt.
Der„Matin“ glaubt zu wissen, der Präsident der Republik habe an den Ministerpräsidenten nach Cannes ein Telegramm gerichtet, das mit folgenden Worten begann: Nicht ohne Bedauern und Besorgnis usw. Darin sprach er die Ansicht aus, daß jeder das Recht habe, es bitter zu emp
finden, wenn Frankreich auf einer internationalen Konferenz Deutschland gegenübersitzen soll. Dann sei der Ministerrat von Dienstag zusammengetreten und nach einer sehr bewegten Beratung habe sich der Ministerrat geeinigt über folgende Punkte:
1. Die Minister teilen vollkommen die Auffassung und die Befürchtungen des Präsidenten der Republik, was die Konferenz von Genua betreffe.
2. Die Minister sind der Ansicht, daß, wenn sie trotz der Ansicht der Reparationskommission nach der Enquete in Paris glauben, Deutschland könne 1922 mindestens 1100 Millionen Goldmark bezahlen und ein Moratorium Deutschland bewilligt werden soll, das nur geschehen könne nach genügenden Garantien, nach Errichtung einer Kontrolle und nach gegebenen Pfändern. Auf keinen Fall dürfte die belgische Priorität angefaßt werden.
3. Erinnern die Minister daran, daß sie eine eventuelle französisch=englische Allianz immer einstimmig so aufgefaßt hätten, daß sie auf absolut
gleichem Fuße und als Steigerung der Garantien angesehen werden müsse, die der Friedensvertrag festsetze. Der Vertrag dürfe nicht der Vorbote anderer Pakte sein, zu denen Deutschland zugelassen werden solle, um auf dem Fuße der Gleichheit die Bedingungen diskutteren zu können, die es in Versailles unterzeichnet habe.
Das sei Briand sofort nach Cannes berichtet worden. Noch eine zweite Depesche sei abgegangen, Darin wurde Briand die Versicherung gegeben, daß alle seine Kollegen seine Anstrengungen zu schätzen wissen und vollkommenen Glauben an seinen Patriotismus hätten. Nach Empfang dieser Depesche beschloß Briand, nach Paris zu kommen, um mit dem Präsidenten und seinen Kollegen zu verhandeln. Die Fragen, die behandelt würden, betreffen nicht die Frage der Existenz des Kabinetts, sondern die Hauptfrage der Politik Frankreichs gegenüber Deutschland, England und Europa.
Dasvorläufige Endevon Cannes.
Der Sonderberichterstatter von Havas meldet aus Cannes: Loucheur habe die Demission des Kabinetts im Laufe der Sitzung des Obersten Rates erfahren. Er erklärte dem Chef der interallierten Delegation, er befinde sich in der Notwendigkeit, Cannes zu verlassen. Trotz des Ersuchens von Lloyd George beharrte Loucheur dabei, abzureisen. Der Oberste Rat hat die Mitglieder der Reparations=Kommission angegliedert, um nach der Abreise Loucheurs die Verhandlungen mit den deutschen Vertretern fortsetzen zu können. Erst nach Bildung des neuen französischen Kabinetts könne die Rede von der Einberufung eines neuen Obersten Rates sein. Ein Teil der französischen Delegation verließ mit Loucheur Donnerstag Abend Cannes, der Rest ist am Freitag abend abgereist. Lloyd George verläßt Cannes am Sonntag.
Deutschlands
Bei den Verhandlungen der deutschen Delegation mit der Reparationskommission erklärte Dr. Rathenau, Deutschland habe deshalb der Kommission nicht früher Aufklärungen gegeben, weil es wußte, daß der Oberste Rat in Cannes zusammentrete, und es geglaubt habe, es sei vorzuziehen, den Augenblick abzuwarten, in dem es sich den alliierten Delegierten gegenüber befinde. Rathenau gab dann eine Uebersicht über die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands, das infolge seiner passiven Handelsbilanz genötigt sei, sich aus eigenem zu ernähren. Er führte aus: Deutschlands Rohstoffe und Nahrungsmittel reichen nicht aus, um normal leben zu können. Es muß deshalb für 5 Milliarden Rohstoffe und Lebensmittel einführen. Während vor dem Kriege der Ertrag der im Auslande angelegten deutschen
Kapitalien einen Nutzen abwarf, veränderte sich heute die Lage Deutschlands zu seinem Nachteil. Daraus entstehe für Deutschland ein jährliches Defizit von 750 Millionen Mark. Die deutsche Ausfuhr die 1913 noch 10—12 Milliarden Goldmark betrug, sei auf 3½—4 Milliarden Goldmark herabgesunken. Deutschland könne das nur abändern, indem es seinen Verbrauch einschränke, was fast unmöglich sei, da es schon ein Minimum verbrauche. Auch die Erhöhung der industriellen Erzeugung und Ausfuhr sei unmöglich, da in den Zollschranken ein fast unüberwindliches Hindernis zu erblicken sei. Auch die landwirtschaftliche Erzeugung sei trotz großer Anstrengung in verhältnismäßig geringem Maße gesteigert worden. Rathenau sprach von den Maßnahmen zur Steigerung der Tätigkeit Deutschlands auf dem Weltmarkte; er sagte, er glaube, daß, wenn Deutschland in dieser Richtung auf seine eigenen Kräfte angewiesen sei, nichts geschehen könne. Zeit und gemeinsame Anstrengung aller Völker seien notwendig. Unter diesen Umständen könne sich die Lage Deutschlands nur verschlechtern, wenn es gezwungen werde, ungeheure Summen für die Reparationen zu zahlen. Gewiß weigere sich Deutschland nicht, die Reparationen zu zahlen, aber es habe große Schwierigkeiten, sich ausländische Devisen zu verschaffen. Deutschland sei bereit, sich anzustrengen, um die Lage zu bessern. Auf die Frage, was Deutschland 1922 zahlen könne erklärte Rathenau, er könne nicht antworten, bevor er wisse, welche Sachlieferungen dieses Jahr von Deutschland gefordert würden. Die deutsche Regierung sei bereit, in diesem Jahre das Defizit der Eisenbahn und Post zu beseitigen. Es werde auch alles mögliche unternehmen, um die Unterstützungen kräftig herabzusetzen, die für die Volksernährung aufgewendet würden. Eine wesentliche Erhöhung der Steuer auf deutsche Kohle sei nicht möglich, da der deutsche Kohlenpreis schon fast den Weltmöarktpreis erreicht hat.
Die Reparationskommission ersuchte Rathenau, am Samstag seine Ausführungen fortzusetzen. Er äußerte aber den Wunsch, vorher die Punkte zu erfahren, über die man ihn befragen wolle, damit er die Unterlagen beibringen könne. Die Reparationskommission beschloß, diesem Wunsche zu entsprechen. Die zweite Verhandlung mit der deutschen Delegation ist daher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.
Die Wirtschafts=Konferenz.
Das Programm für Genua.
Der Oberste Rat setzte die Grundzüge des Programms der Konferenz von Genua fort. Demnach sollen dort folgende allgemeine Fragen besprochen werden: Anerkennung der öffentlichen Schulden durch die Länder und Bewilligung von Kompensationen für ungetilgte Schuldbestimmungen über das Finanz= und Währungswesen. Angemessene Garantien für den Handel. Friede zwischen den Nationen, Prüfung der praktischen Maßnahmen, die notwendig sind, um die Grundsätze zur Anwendung zu bringen. An finanziellen Fragen sei zu regeln: Prüfung der finanziellen Lage in den verschiedenen Ländern bezüglich der Arbeit des Wiederaufbaues, der Kaufkraft des nationalen Geldes, der heftigen Schwankungen des Wechselkurses und der Rückwirkungen, die die Lage und die Statuten der Banken auf die genannten Probleme ausüben; Prüfung und Bedingungen, unter denen der öffentliche und private Kredit in bester Weise für die Werke des Wiederaufbaues verfügbar gemacht werden kann. Endlich werde die Konferenz sich mit den Fragen der Verbesserung der Transportsysteme, des Produktionsaustausches, der Handelsverträge, des Schutzes der Industriellenrechte, der Konsularvertretungen, des Fremdenrechtes usw. zu beschäftigen haben.