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Sosekäler □ Seite 3 Nr. 116] Bochumer Anzeiger Sonnabend Sonntag, 18./19. Mai 1940

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Die Peimar huft der Front

Spendet doppelt bei der zweiten Haussammlung des Kriegshilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz am 18. und 19. Mai!

Ganz Deutschland betrachtet es als seine besondere

Pflicht, für die im Kriege verwundeten und erkrankten Soldaten durch einen wohlausgebauten Kriegssanitäts­

dienst zu sorgen. Zur Unterstützung des amtlichen Sa­nitätsdienstes der Wehrmacht hat der Führer das unter seiner Schirmherrschaft stehende Deutsche Rote Kreuz]#

bestimmt. Außer der Betreuung verwundeter und er­krankter Soldaten im Felde, auf den Transporten und in den Heimatlazaretten obliegen dem Deutschen Roten Kreuz aber noch eine Fülle anderer Aufgaben, von denen die ergänzende fürsorgerische Betreuung der deutschen Kriegsgefangenen in Feindesland, die Mitwirkung bei der Kontrolle der feindlichen Kriegsgefangenenlager, die Vermittlung des Briefverkehrs mit Gefangenen und An­gehörigen in Feindesland, die Hilfe bei der Nachfor­schung nach Vermißten genannt seien. Schon diese, neswegs erschöpfende Aufzählung vermittelt ein Bild von der ungeheuren Fülle der Aufgaben, die zu bewäl­tigen sind. Und niemals, an der Front und in der Hei­

mat, wird umsonst auf die Einsatzbereitschaft Schwestern, Helfer und Helferinnen gewartet. Ueberall. wo das Rote Kreuz im weißen Felde auftaucht, wird es zum Hort des Heiles und zum Asyl der gen. Der Gedanke der schicksalsverbundenen Volks­gemeinschaft hat im Deutschen Roten Kreuz eine voll­kommene Verwirklichung erfahren. Denn der Dienst im DRK. ist höchster Idealismus und erfordert, unter Ver­zicht auf das eigene Ich. hingebende Pflichttreue und Einsatzbereitschaft, Mut, Opferwillen und vor allem Ge­meinichaftsgeit., 6. 69 451

Auf der Bewährung dieses Geistes ruyr das tiefe,

fraglose Vertrauen, das dem Deutschen Roten Kreuz vom ganzen Volke entgegengebracht wird. Die Samm­

lungen für das Rote Kreuz im Weltkriege legen davon ein beredtes Zeugnis ab. Damals wurden dem Roten.

Kreuz 534 Millionen Goldmark und Naturalspenden im Werte von 500 Millionen Goldmark gespendet. Im sa­nitären Bereitschaftsdienst bei den großen Zusammen: künften der Partei, bei Volksfesten und Sport#### staltungen, bei den Westwallarbeitern und auf ven Reichsautobahnen, bei der Sanierung und dem Aufhan der wiedergewonnenen Gebiete im Osten des bei der Betreuung der Rückwanderer und Umsiedler, im zivilen Luftschutz und nicht zuletzt im jetzigen Kriege haben das Deutsche Rote Kreuz und das deutsche Volk wiederum gelernt, auf einander zu vertrauen. Davon spricht in ebenso herzlicher wie sachlicher Weise der Brief einer schwergeprüften Mutter an das Deutsche Rote Kreuz, in dem es heißt:

„Ihre Güte hat mich gelehrt, daß es wichtiger ist,

die eigene Pflicht nicht über der Sorge zu vergessen, sondern selbst ein Vorbild gläubigen Opferwillens zu

Im gegenwärtigen Kampf um Deutschlands gibt es in der Tat nichts Edleres, als unter auf das eigene Ich unseren Soldaten in Not und Tod zur Seite zu stehen. Jeder Volksgenosse in der kann dazu einen Beitrag leisten, wenn er bei der Haus­sammlung des Kriegshilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz reichlich spendet. Dieses Kriegshilfswerk geht alle an, denn es hilft die Mittel zu beschaffen, die notwen­dig sind, um die durch den Krieg bedingten sanitären Aufgaben, insbesondere die Versorgung der verwun­deten und erkrankten Soldaten, durchzuführen. Groß ist dieser Einsatz auf allen Aufgabengebieten, groß ist eber auch der Bedarf an geldlichen Mittely. Das.=

sche Rote Kreuz ist die Opferschale, dem deutschen Volk aber ist die Aufgabe gestellt, sie wieder und wieder zu füllen bis zum Ueberfließen mit Dankesspenden für jene, die zu Lande, zu Wasser und in der Luft für uns Sieg erringen und die Heimat beschützen. Mit dem

kick auf die bisherigen heroischen Siege unserer Wehr­lacht und der hingebenden Pflichttreue bei der Pflege er verwundeten und erkrankten Soldaten durch das leutsche Rote Kreuz wollen wir dies bei den Haus­ammlungen am Sonnabend und Sonntag in Naße tun, indem wir, aus dankbarem Herzen gebend, doppelt spenden.

Ein Toter, ein Verletzter

bei dem Bombenangriff auf unser Gebiet in der Nacht zum Donnerstag

In der Nacht zum Donnerstag wurden auf unser Gebiet erstmalig Bombenangriffe von feindlichen Flie­gern durchgeführt. Da die Bomben vollkommen plan­los abgeworfen wurden, wurde die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft gezogen. Ein nennenswerter Schaden wurde nicht verursacht. Eine Person wurde getötet, eine verletzt.

Kleines Kind lebensgefährlich verletzt

Vor einen Lastkraftwagen gelaufen

Am 16. Mai, gegen 12.45 Uhr, wurde auf der Gah­lenschen Straße ein achtjähriger Junge beim Ueber­queren der Straße von einem Lastkraftwagen angefah­ren und lebensgefährlich verletzt. Das Kind lirk. in das Fahrzeug hinein und geriet dahei unter das rechte Vorderrad des Lastkraftwagens. Nach dem bis­berigen Ermittlungsergebnis trifft den Fahrer keine

Der bedauerliche Vorfall gibt erneut Veranlassung, die Eltern und Erzieher auf ihre Pflicht hinzuweisen, die Kinder auf den öffentlichen Verkehrswegen nicht spielen zu lassen und besser zu überwachen.

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sich genügend belohnt, wenn nur alles seine Ordnung

hat und sein Recht bekommt, an sich selbst denken sie

Aber wir wollen das tun. Sie sollen an diesem Kriegsmuttertag doch wissen und erfahren, daß wir Auge und Ohr für ihre unermüdliche Liebe und Sorge, für ihren langen, opferreichen Arbeitstag haben. Sie

sollen wissen, daß sie im Leben des B6.

Platz, den Ehrenplatz einnehmen. Wir wollen der Mutter an diesem Sonntag zeigen, daß wir nicht ge

nur mit kleinen Zeichen, ihr Herz erfreuen, wir, wollen

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das Meer ihrer Liebe mit ein wenig Mannes= und Kindesliebe vergelten.

Muttertagsfeier im Rundfunk

Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß die Rundfunkfeier zu Ehren unserer Mutter nicht— zuerst angegeben— um 14.30 Uhr stattfindet, sor dern erst um 15 Uhr beginnt.

Mütter— hört zu!

Wem läge das Wohl unserer heranwachsenden Ju­gend wohl mehr am Herzen als Euch Müttern? Kommt am Dienstag, 21. Mai, um 20 Uhr alle in das Ernst­Moritz=Arndt=Haus. Wir wollen da gemeinsam bera­ten, überlegen und helfen zum Besten unserer Jugend.

Spenden für das Kriegshilfswerk

des Deutschen Roten Kreuzes

Die großartigen Erfolge und der heldenmütige Ein­satz der Deutschen Wehrmacht finden ihren Widerhall in der Opferbereitschaft der Heimat. Barspenhen für das Kriegshilfswerr des Deutschen Roten Kreuzes können bei folgenden Stellen eingezahlt werden:

Bank der Deutschen Arbeit, Konto Nr. 6666, Kommunal=Bank, Konto Nr. 6604,„, Siligl,

Westfalenbank und bei der Deutschen Banr, Filiale Bochum.

Geborgen in der Mutter Schoß

Aufnahme: Elisabeth Hase

Shm Sedchken der Bkniter

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Muttertag im Kriege! Kann es einen größeren, gewaltigeren Anlaß geben, der Mutter zu gedenten, als das gewaltige gingen, in dem unser Volk heute

Die rechten Mütter wissen, was Kampf ist, wenn sie auch nicht die Gewohnheit haben, ein so großes Wort für ihren lebenslangen Dienst zu, wählen. Luthers Wort von dem Leben, das nur köstlich gewesen ist, wenn es Mühe und Arbeit gewesen, gilt im tief­sten Sinne von dem Leben der Mütter. Eine ugend: liche Summe rastloser Tätigkeit, undantoarer arbeit, nimmermüder, wacher Sorge, steter Geduld und selbstloser Liebe bei Tag und Nacht und jahraus, jahrein— das ist der Preis der Mutter für ihr Kind, für das sie mit Leib und Leben einsteht von der Wiege bis weit in das Leben hinein, ja bis zu ihrem Tode. Sie achtet all dieser Opfer nicht, sie rechnet nicht auf Dank, wenngleich sie über jedes Dankeszeichen glücklich ist, die rechte Mutter weiß auch nichts von harter, frostiger Pflicht, es ist allein ihr Herz, das mit Selbstverständlichkeit diese gewaltige Arbeit leister, vas starke Mutterherz.

Immer war sie bereit, zu ihrer Teil der Last ihrer Lieben mit auf die Schultern zu nehmen. Sie stand dem Manne zur Seite in guten und bosen Taggghaftigebeitete und bangte richteter, zegnten

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Kinder, mit

freundlichem Licht erfüllten, sie hatte langmutiges Verständnis für die unaufhörlichen Wunsche und dran­genden Forderungen der heranwachsenden Kinder, sie räumte wortlos tausend Steine aus dem Wege. konnte sogar hart sein, wenn das Wohl der Familie

Heute, wie im Weltkrieg liegt nun wieder eine dreifache Last auf ihr. Der Mann im Felde, der Sohn im Felde, manchmal beide, manchmal mebgeng, Söhge, Fühlt Fr, was das für ein Mutterhers Fehge,„amret dieses Mutterherz empfindet, wenn die Kung####.„# daß ihr Sohn oder gar der Vater ihrer Kinver für die Verteidigung des Vaterlandes sein Leben zum Opfer bringen mußte? Oder können wir es ermessen,

was es bedeutet, wenn die Mutter neben den täglichen,

schweren häuslichen Pflichten und der

die Kinder in guter Ordnung zu halten,

schäft des unter den Waffen stehenden Mannes in

Gang zu halten sucht? Haben wir immer das richtige

Verständnis für das schwere Pflichtenpaket, das die er­

werbstätigen Frauen zu tragen haben?

Frauen, Mütter! Sie sind das Rückgrat der Heimat, sie bilden die Brücke zur Front, sie stärken den für Füh­rer und Reich kämpfenden Mann, sie tragen das Leben und die Zukunft des Volkes in ihren sorgenden, schaf­fenden Händen und sie wollen keinen Dank, sie fühlen

Notwendigen Abstand wahren!

Zum Einsatz polnischer Arbeitskräfte in Westfalen=Süd

NSG. Die gewaltigen Arbeitsaufgaben unseres Volkes in dem ihm aufgezwungenen Lebenskampfe machen den verstärkten Einsatz pornischer Arbeitskräfte erforderlich. Zur Verhinderung eines ihrem einsatz abträglichen Verhaltens und zur Regelung ihres Auftretens in der Oeffentlichkeit, das auf das unerläß­lich notwendige Maß beschränkt ist,

Vorschriften erlassen. Die Polen sind durch ein mit der Kleidung fest verbundenes, auf der rechten Brust­seite getragenes Abzeichen— violettes P auf gelbem Grund— erkennbar. Als Deutsche wissen wir den schon im Interesse unserer Landesverteidigung notwen­digen Abstand zu wahren. Niemand lasse sich zu unan­

gebrachten Gefalligkeiten verleiten. Auch scheinbar un­bedeutende Dinge können für den Feind von Wichtig­

keit sein und den Einsatz und das Leben unserer Sol­

daten gefährden.

Einkaufsausweise mitnehmen

beim Einkauf frischer Fische

Der Verkauf frischer Fische an die Verbraucher darf nur gegen Vorlage des Einkaufsausweises und Ein­tragung der abgegebenen Menge erfolgen. Deshalo

sorge jeder dafür, daß er seinen Einkaufsausweis bei sich hat!

Die Wissenschaft soll gehört werden

Die Zvigen eines Kopfschaffes...

Die Frage um das verschobene Erinnerungsbild

Im Prozeß Müser=Wanders wurde am gestri­gen Freitag die Verhandlung vor dem Bochumer Schwurgericht nach einwöchiger Pause wieder ausgenom­men. Das Gericht hatte einen ärztlichen Sachverstän­digen über die von der Verteidigung Müsers gestellte Frage zu vernehmen: Ob infolge der schweren Kriegs­verletzungen Musers und infolge seiner zwischen den fraglichen Prozessen in Sachen des vielfach genannten Röhlinghauser Kinoverkaufs eingetretenen lebenbedrohenden Erkrankung sich die Erinnerung an einen unlustbetonten Vorgang derart verschoben haben könnte, daß an Stelle des wirklichen Vorganges sich ein falsches Erinnerungsbild so festgewurzelt haben daß der Angeklagte das falsche Bild für wahr hielt, weil dieses das echte Bild überschattet hatte, als er nach fünf Jahren plötzlich über jenen Vorgang(den Tinten­

Her sich vernommen wurde.

der Sachverständige, Nervenarzt Dr. Bombach (Bochum), erklärte, es stehe objektiv fest, daß Müser außer vielen anderen schweren Kriegsverletzungen auch

eine Kopfverletzung im Kriege durch einen Granat­splitter erlitten hatte, der jedoch zu einer direkten Schä­delverletzung nicht führte. Da eine Zertrummerung nicht vorhanden war, sei damals diese Verletzung nicht weiter aktenmäßig festgehalten und auch kein Röntgenbild ge­macht worden. Nach einer Aufzeichnung im Feldlaza­rett habe es sich um einen Steckschuß durch splitter gehandelt. Diese Verletzung könne aber sowohl zu einer Gehirnerschütterung im günstigsten Falle ge­führt haben, die wieder ausgeheilt sein wurde. Es könnte aber auch eine innere Gehirnquetschung vorgelegen haben, die eine Gehirnnarbe hinter­lassen hat. In diesem Falle sei eine Schrumpfung der Gehirnmasse entweder an der Aufschlagstelle oder an der gegenüberliegenden Gehirnpartie eingetreten. Diese Vernarbung könne allerdings gewisse Teile des Ge­hirns, also auch des Erinnerungsvermögens stillgelegt haben und würde nie wieder in ihren Folgen verschwin­den. Daß eine Gehirnaffektion vorhanden war, ergebe sich auch aus den zeitweilig erheblichen Sprachstörungen,

(im Felde), Schwermann. &a Dierichs

Nu

Bongardstraße