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Wilhelm Gustloffs letzter Weg

Srteit Ansterbiichen

Nummer 37

Der Führer sprach am Sarge des ermordeten Landesgruppenleiters

imn Anzelgentel, eheug lchgeg Frele 30 vi. imn Teriell. Hamilten­Wirischaitswerbung dienen) 7 Vl., deine einspaltige hu;zigeg. Seasge

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im Drange, Deutschland zu helfen und Deutschland zu retten, damals ermordet worden sind, stoßen nun elf Volksgenossen, zehn Männer und eine Frau, die ganz bewußt eine neue Idee vertreten haben, die niemals irgendeinem Gegner etwas zuleide taten, die nur ein Ideal kannten, das Ideal einer neuen und gereinigten besseren Volksgemeinschaft, die Mitglieder der Thule­Gesellschaft. Sie wurden in München als Geiseln bar­barisch hingeschlachtet. Die Auftraggeber sind uns be­kannt. Sie sind ebenfalls Angehörige dieser verhäng­nisvollen Macht gewesen, die verantwortlich war und verantwortlich ist für diesen Brudermord in unserem

Volk.

t Schwerin, 12. Februar.

Von unserem Sonderberichterstatter Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat heute den von feiger Hand ermordeten Schweizer Lan­desgruppenleiter Wilhelm Gustloff zusammen mit den Freunden des Verblichenen, mit der Partei und mit dem mecklenburgischen Volke zur letzten Ruhe geleitet.

Das Wort des Rundfunksprechers für alle deutschen Sender:„Hier ist Deutschland“ hallte in dieser Trauer­stunde wie ein stolzes Bekenntnis durch den Aether, wie ein Treueschwur, denn in dieser Stunde war in der Schweriner Festhalle, der Stätte des nationalsozialisti­schen Kampfes im Lande Mecklenburg, Deutschland ver­sammelt..„, gerhänster Simmel kreit­

Ein mit Schneewolten verhängter Himmel breitet sein fahles Licht über Stadt und mecklenburgische Land­schaft und umflort die tausendfachen Trauerfahnen mit grauem Schmerzensschleier. Seit den frühen Morgen­stunden drängt es aus ganz Mecklenburg heran. Sie wollen von ihrem durch Meuchelhand gemordeten Lands­mann Abschied nehmen. Denn wenn auch Wilhelm Gustloff im Auslande für das neue und schönere Deutschland wirkte, seiner Heimat blieb er in tiefster Seele treu. Halbstockflaggen und umflorte Armbinden, die ernsten Gesichter und der über den unzählbaren Massen liegende Schmerz sprechen von der Ergriffenheit, aber auch von der Treue zu Deutschland, zu Führer und Volk. Ergreifend ist das Farbenbild, das sich aus dem Schnee der Straßen, dem blutenden Rot der Fahnen, dem Braun, Schwarz und Grau der Uniformen zu unvergeßlichem Eindruck ineinanderwebt. Hier haben sich Volk, Wehrmacht und Partei zu einer Gemeinde verbunden, um den letzten Weg dessen zu ehren, der als erster Auslandsdeutscher sein Blut für Deutschland hingab.

Bildete ganz Deutschland Spalier, als Wilhelm Gustloff nach der schlichten Feier in der Dorfkirche zu Davos über Singen, Stuttgart, Würzburg, Erfurt, Halle, Magdeburg und Wittenberge heimkehrte, so trau­erte in dieser herben Stunde das ganze deutsche Volk diesseits und jenseits der Grenzen.

Die Festhalle Schwerins

hat würdiges Trauergewand angelegt. Durch florver­hangene Fenster tropft ein rötliches Licht. Nur auf der Bahre des Ermordeten, flankiert von der Ehrenwache, eingesäumt von grünen Wänden, auf deren Sims sich ein herrliches Band weißen Flieders hinzieht, spielt das weiße Licht des Wintertages und der Scheinwerfer. Gestern nacht noch standen in diesem edelgeformten Raum die vier Männer der Marine=SA. und die beiden schwelenden Pylonen allein ihre Totenwache an Wilhelm Gustloffs Bahre. Jetzt drängt sich Kopf an Kopf. Jetzt halten acht Männer die letzte Wache, vier Männer der Marine=SA. und vier politische Leiter der Auslands­organisation, erzgegossen, entschlossen das Kinn an der Binde, gleichsam in diesem Augenblick ein Symbol des neuen Deutschlands, entschlossen und unverzagt. Dar­über die umflorte Hakenkreuzflagge. Standarten und Fahnen aller Formationen. Wie ein Opferstein hebt sich der Sarg vom dunklen Katafalt Nur Blumen der Gattin des Verstorbenen, die braune Mütze, der Ehrendolch, die Armbinde und das Großkreuz des Ro­ten Kreuzes schmücken den mit der Flagge bedeckten Zu seinen Füßen wölbt sich der Hügel von Kränzen über die Stufen empor. Eine tiefe Andacht und ein harter Wille, ein Glaube und eine Zuversicht dämpft jedes laute Wort.

Gewaltig ist die Zahl der Trauernden, der leiten­den Männer der Partei und der unbekannten Streiter. Sechzehn Sonderzüge waren am frühen Morgen nach Schwerin gefahren. 60 Reichsdeutsche aus der Schweiz sind herbeigekommen, um ihrem Landesgruppenleiter die letzte Ehre zu erweisen. Die Vertreter der Landes­gruppen des Auslandes sind erschienen aus Großbritan= men, Irland, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Bulgarien, Jugoslawien und Südafrika. Draußen vor der Halle sind die Fronten der Ehrenkompagnie des Reichsheeres und der Leibstandarte„Adolf Hitler“ langs der lodernden Pylonen ins Gewehr getretn. Laut­sprecher werden den Trauerakt den sich drängenden Mas­sen vermitteln, und diese Lautsprecher und die deutschen Sender rufen in dieser Stunde Alldeutschland zur An­dacht. Jetzt mahnen die Glocken von den Türmen der Stadt und des mecklenburgischen Landes. Ihr weher Schall tastet zur Festhalle hinüber. Aber in dem Klagen eine feste Zuversicht empor.. Die Uhr rückt zur

Mittagsstunde.

Der Führer erscheint

Vor der Halle schreitet er die Front der aufgestellten Fermationen des Trauerzuges ab. Die Kompagnie der Vhrmacht und die Formation der SS.=Verfügungs­truppe Wismar präsentieren das Gewehr. Begleitet von dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß und Gau­Eaich Hildebrandt sowie den Reichsleitern, Reichsführer Himmler, Stabschef Lutze, Dr. Goebbels und Bor­nann, Gauleiter Wagner(München), Botschafter von nidbentrop und seinem Adjutanten Hauptmann a. D. Biedemann betritt der Führer die Halle, in der unter ven 3000 Trauergästen die meisten Reichsleiter und Hauleiter, Reichsminister, Reichsstatthalter und Staats­rretäre anwesend sind. Ein Rauschen geht durch die Halle, als sich die Trauergemeinde erhebt. Adolf Hitler dnuickt der tapferen Frau des Ermordeten die Hand und

begrüßt dann die Angehörigen, Vater, Mutter und Bruder Wilhelm Gustloffs. Der Führer hat neben Wilhelm Gustloffs Gattin Platz genommen.

Die Trauerfeier

Ein heiliges Schweigen und doch ein heißes Trau­ern legt sich über die Menschen drinnen und draußen, als sich der Trauermarsch aus Beethovens„Eroica“ aufmacht, um durch die deutschen Lande hinauszuklin­gen in die fernsten Bezirke, wo Deutsche wohnen, und Trauer sowie Zuversicht in jubelndem Bekenntnis zu heldischer Größe zu vereinen. Diese klagenden Geigen wühlen den Schmerz hoch, den das nationalsozialistische Deutschland um den Ermordeten fühlt. Die stöhnenden Bässe aber sprengen die Fesseln der Vergangenheit und die schmerzlichen Oboen sind wie Tränen. Die Kessel­pauken aber rufen Kampf!

Draußen steht die Menge gebannt, als der Reichs­statthalter und Gauleiter Hildebrandt von seinem Landsmann und Mitkämpfer Abschied nimmt und den Mut des Gemordeten, seine Pflichterfüllung, seinen Rechtssinn preist, ihm dankt für seine Treue und Hin­gabe und ihm verspricht, jederzeit die Pflicht zu tun für das ewige Deutschland. Die Worte des Oberkirchen­rats Pg. Langmann, Gauamtsleiter z. b. V. in der Leitung der Auslandsorganisation, früherer Lan­desgruppenleiter Guatemala, reißen die Trauergemeinde aus dem Schmerz um den Gemeuchelten zu deutscher, männlicher Bejahung empor. Er geht aus von dem Bibelwort:„Es ist aber der Glaube eine gewisse Zu­versicht deß, das man hoffet und nicht zweifelt an dem, dus man nicht stehel Hier spricht ein Geistlichtt von

völkischer Lebensverpflichtung, von stets bereitem Opfer­

das man nicht siehet.“ Hier spricht ein Geistlicher

ortrischer Woehrgerpflichlung, von stels cheistiem Op mut, von Walhall und vom lebendigen Christentum, von den ewig erhebenden und unvergänglichen Begriffen des Willens, des Kampfes und des Glaubens, die wie ein heiliges Vermächtnis uns Deutschen gegeben sind und

das inständiges Gebet um Deutschland uns auf die Lippen befiehlt:„Herr, segne unseren Kampf!“

Gauleiter Bohle ergreift dann das Wort, um die Pflichttreue des Verblichenen, seine Hingabe und seinen Opfermut zu ehren und den politischen Mord als das verabscheuungswürdigste aller Verbrechen zu brand­marken.„Von einer menschlich kaum faßbaren Gemein­heit zeugt es aber“, so sagt der Gauleiter u..,„daß der Mörder sein Opfer überhaupt nicht kannte und einen Mann niederschoß, nur weil er wußte, daß dieser Mann in seltener Treue zu seinem Vaterland stand. Wenn ein Engländer Patriot im besten Sinne dieses oft miß­brauchten Wortes ist, wundert sich darüber niemand. Bekennt sich aber ein Deutscher mit gleichem Recht in gleichem Maß zu seinem Volk, so fallen überall die Kräfte über ihn her, denen ein starkes, freies und ehren­haftes Deutsches Reich verhaßt ist. Gustloff verkörperte den neuen Typ des Deutschen draußen, der stolz ist auf seine Heimat und diesen Stolz sich niemals rauben läßt.

Einem Reichsdeutschen im Auslande zu verbieten. Na­tionalsozialist zu sein, heiße heute, ihm sein Deutschtum überhaupt nehmen wollen.

Der Tod Wilhelm Gustloffs ist für die Bewegung und das Reich ein harter Schlag— für die Deutschen in der Schweiz ein grausamer Verlust.

Bevor die Nation Dich zur letzten Ruhe bettet, danke ich Dir aus tiefstem Herzen für Dein Wirken als Lan­desgruppenleiter. Dein Tod wird uns, solange wir leben, Ansporn und Mahnung sein, unter allen Deut­schen draußen in Deinem Geist weiter zu wirken. Wir Auslandsdeutschen und unsere Kameraden von der Seefahrt sind stolz auf Dich und werden Dich niemals vergessen.

Dein Leben gabst Du nicht umsonst. Dein Tod schließt unsere Reihen fester als zuvor.

weiß, es ist Dein Wunsch, wenn ich in dieser Stunde zum letzten Male für Dich den Führer grüße: Heil mein Führer!"

Dann betrat die nationalsozialistische Bewegung ihren Weg, und ich muß hier feierlich feststellen:

Auf diesem Wege unserer Bewegung liegt nicht ein einziger von uns ermordeter Gegner, nicht ein Attentat. Wir haben das vom ersten Tage an abgelehnt. Nie kämpften wir mit diesen Waffen.

Allerdings ebenso entschlossen sind wir gewesen, nicht unser Leben zu schonen, aber das Leben des deutschen Volkes und des Deutschen Reiches zu ver­teidigen und in Schutz zu nehmen vor jenen, die vor

E

Kachrafers Hutkere

Ergriffen steigt nun der Führer die Stufen empor, gefolgt von SS.=Männern, die seinen Kranz als letzten Gruß am Katafalk niederlegen. Tief bewegt ergreift der Führer das Wort. Dunkel, aber fest kommen seine Worte:

„Meine deutschen Volksgenossen und=genossinnen! Nationalsozialisten! Mein lieber toter Parteigenosse!

Es ist ein schmerzlicher Weg, den die Völker zurück­legen müssen, um ihr Glück zu finden. Die Meilensteine dieses Weges sind immer Gräber gewesen, Gräber, in denen ihre Besten ruhen. Auch Bewegungen erreichen das Ziel ihres Wollens, dann, wenn es wirklich hoch­gesteckt ist, nur auf dem gleichen schmerzlichen Weg. Es wird auf dieser Welt kein Glück verschenkt. Alles muß bitter und schwer erkämpft werden, und jeder Kampf er­fordert seine Opfer. Indem diese Opfer Zeugen der heiligen Gesinnung sind, die einem solchen Kampf zu Grunde liegt, sind sie die Garanten des Sieges, des Erfolges und der Erfüllung!

Unsere eigene nationalsozialistische Bewegung hat nicht begonnen, anderen Opfer aufzubürden. Wir haben einst als Soldaten an den Fronten des Weltkrieges ge­standen und erfüllten dort unsere Pflicht für Deutsch­land. Als dieses Deutschland nun in den November= tagen 1918 in der Heimat seinen tödlichen Stoß er­hielt, da versuchten wir, diejenigen zu bekehren, die da­mals Werkzeug einer grauenhaften überstaatlichen Ge­walt waren. Nicht wir haben unseren Volksgenossen,

die sich gegen Deutschland erhoben hatten, Opfer zu­gefügt: In Deutschland begann aber in diesen Novem­bertagen zum ersten Male der rote, blutige Terror offen zu rasen. In Berlin und in vielen anderen Orten wurden deutsche Männer ermordet, nicht weil sie irgend­etwas verbrochen, nein, nur weil sie sich für Deutsch­land eingesetzt hatten und sich auch weiterhin einsetzen wollten. In den schweren Kämpfen des ersten Viertel­jahres 1919 sanken überall deutsche Männer nieder, ge­troffen von den Kugeln eigener Volksgenossen.

Sie starben nicht, weil sie irgendeinen Haß empfan­den gegen diese Volksgenossen, sondern nur wegen ihrer Liebe zu Deutschland. Weil sie es nicht wahrhaben woll­ten, daß nunmehr das Ende eines freien und ehrbaren Deutschlands gekommen sein sollte, weil sie sich einsetzen wollten für die Zukunft dieses deutschen Volkes, deshalb sind sie von wahnwitzigen und verblendeten Menschen erschossen, erdolcht, ermordet worden!

Aber hinter dieser wahnwitzigen Verblendung sehen wir überall dieselbe Macht, überall dieselbe Erscheinung, die diese Menschen leitete und verhetzte und ihnen endlich das Gewehr, die Pistole oder den Dolch in die Hand drückte!. □; Piterensass 5.

Die Opfer vermehrten sich. Die Naterevublik brach im Süden des Reiches aus, und zum ersten Male sehen wir nun Opfer, die in ihrem Inneren, wenn auch un­bewußt, schon den Weg eingeschlagen hatten, der zum Nationalsozialismus führt. Zu diesen Hunderten, die

Scherl-Bilderdienst

Deutschland—England:1!

Nach drei Verlängerungen unentschieden Punkte werden geteilt

Das olympische Eishockeyturnier nahm am Mittwoch mit vier Spielen seinen Fortgang. Mit riesiger Span­nung sah man dem Abschneiden Deutschlands gegen England entgegen, da das Spiel für die Er­reichung der Endrunde entscheidend war. Nach regu­lärem Spielschluß waren drei Verlängerungen notwen­dig, die aber an dem:=Ergebnis nichts änderten. Das Spiel wird entgegen den zuerst durchgegebenen Mel­dungen nicht wiederholt, vielmehr werden die Punkte geteilt. Deutschland hat nach dieser Regelung kaum Aussichten, die Endrunde zu erreichen; es müßte schon Kanada schlagen.

Die Ergebnisse der Eishockey=Zwischenrunde:

Kanada— Ungarn 15:0

Tschechoslowakei— Schweden:1

Deutschland— England:1(nach dreimaliger Verlängerung)

Amerika— Oesterreich:0

und Silbermedaille für die Schweiz!

Die Entscheidung im Viererbob ergab einen Doppel­sieg der Schweiz, während Deutschland erst an siebter Stelle endete:

Das Ergebnis:

1.„Schweiz II“ 5,19,85 Min.

2.„Schweiz I“ 5,22,73 Min.

3.„England I“ 5,23,41 Min.

4.„Amerika“, 5.„Belgien II“, 6.„Ame­rika II“, 7.„Deutschland I“

Ballangrud zweifacher Olympiasieger!

Im 5000=Meter=Eisschnellaufen holte sich der Nor­weger Ivar Ballangrud, der am Dienstag bereits die 500 Meter gewonnen hatte, seinen zweiten olympischen Sieg in neuer olympischer Rekordzeit. Der Deutsche Sames kam auf den 13. Platz, während Sandtner stürzte und aufgab.

Das Ergebnis:

1. Ivar Ballangrud(Norwegen) 8,19,6 Min.

2. Wasenius(Finnland) 8,23,6 Min.

3. Ojala(Finnland) 8,30,1 Min.

4. Langedijk(Holland), 5. Stiepl(Oesterreich),

Schwedens ersten olympischen Sieg

holte Larsson im 18=Kilometer=Ski=Langlauf heraus. Walter Motz kam als bester Deutscher auf den 18. Platz.

Das Ergebnis:

1. Eric Larsson(Schweden) 1,14,38 Std.

2. Hagen(Norwegen) 1,15,33 Std.

3. Niemi(Finnland) 1,16,59 Std.

4. Matsbo(Schweden) 1,17,02 Std.,

Der Gesamtstand

der sechs punktbesten Nationen war am Mittwoch abend nach sieben Wettbewerben folgender:

1. Norwegen 37 Punkte

2. Deutschland 29 Punkte

3. Finnland 20 Punkte

4. Schweiz 14 Punkte 5. Schweden 13 Punkte 6. Amerika 10,5 Punkte

(Ausführliche Berichte im Sportteil!)