—* Donnerstag Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich. Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. balbmonatlich. die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funk„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 5½ fanf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der # Zurch vöhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebsu. dgl, verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestell 13, Februar 1936 werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr 13. Feeruul 19. Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Schriftleitung von bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Wilhelm Gustloffs letzter Weg Srteit Ansterbiichen Nummer 37 Der Führer sprach am Sarge des ermordeten Landesgruppenleiters imn Anzelgentel, eheug lchgeg Frele 30 vi. imn Teriell. HamiltenWirischaitswerbung dienen) 7 Vl., deine einspaltige hu;zigeg. Seasge Sportkalender im Tertiell 10 Gi., Auskunnt= und Ziffergebähren 25 Vi. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 qültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Einzelpreis 40 Of Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernSeeedbrs big 4 Hündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 33 im Drange, Deutschland zu helfen und Deutschland zu retten, damals ermordet worden sind, stoßen nun elf Volksgenossen, zehn Männer und eine Frau, die ganz bewußt eine neue Idee vertreten haben, die niemals irgendeinem Gegner etwas zuleide taten, die nur ein Ideal kannten, das Ideal einer neuen und gereinigten besseren Volksgemeinschaft, die Mitglieder der ThuleGesellschaft. Sie wurden in München als Geiseln barbarisch hingeschlachtet. Die Auftraggeber sind uns bekannt. Sie sind ebenfalls Angehörige dieser verhängnisvollen Macht gewesen, die verantwortlich war und verantwortlich ist für diesen Brudermord in unserem Volk. t Schwerin, 12. Februar. Von unserem Sonderberichterstatter Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat heute den von feiger Hand ermordeten Schweizer Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff zusammen mit den Freunden des Verblichenen, mit der Partei und mit dem mecklenburgischen Volke zur letzten Ruhe geleitet. Das Wort des Rundfunksprechers für alle deutschen Sender:„Hier ist Deutschland“ hallte in dieser Trauerstunde wie ein stolzes Bekenntnis durch den Aether, wie ein Treueschwur, denn in dieser Stunde war in der Schweriner Festhalle, der Stätte des nationalsozialistischen Kampfes im Lande Mecklenburg, Deutschland versammelt..„, gerhänster Simmel kreitEin mit Schneewolten verhängter Himmel breitet sein fahles Licht über Stadt und mecklenburgische Landschaft und umflort die tausendfachen Trauerfahnen mit grauem Schmerzensschleier. Seit den frühen Morgenstunden drängt es aus ganz Mecklenburg heran. Sie wollen von ihrem durch Meuchelhand gemordeten Landsmann Abschied nehmen. Denn wenn auch Wilhelm Gustloff im Auslande für das neue und schönere Deutschland wirkte, seiner Heimat blieb er in tiefster Seele treu. Halbstockflaggen und umflorte Armbinden, die ernsten Gesichter und der über den unzählbaren Massen liegende Schmerz sprechen von der Ergriffenheit, aber auch von der Treue zu Deutschland, zu Führer und Volk. Ergreifend ist das Farbenbild, das sich aus dem Schnee der Straßen, dem blutenden Rot der Fahnen, dem Braun, Schwarz und Grau der Uniformen zu unvergeßlichem Eindruck ineinanderwebt. Hier haben sich Volk, Wehrmacht und Partei zu einer Gemeinde verbunden, um den letzten Weg dessen zu ehren, der als erster Auslandsdeutscher sein Blut für Deutschland hingab. Bildete ganz Deutschland Spalier, als Wilhelm Gustloff nach der schlichten Feier in der Dorfkirche zu Davos über Singen, Stuttgart, Würzburg, Erfurt, Halle, Magdeburg und Wittenberge heimkehrte, so trauerte in dieser herben Stunde das ganze deutsche Volk diesseits und jenseits der Grenzen. Die Festhalle Schwerins hat würdiges Trauergewand angelegt. Durch florverhangene Fenster tropft ein rötliches Licht. Nur auf der Bahre des Ermordeten, flankiert von der Ehrenwache, eingesäumt von grünen Wänden, auf deren Sims sich ein herrliches Band weißen Flieders hinzieht, spielt das weiße Licht des Wintertages und der Scheinwerfer. Gestern nacht noch standen in diesem edelgeformten Raum die vier Männer der Marine=SA. und die beiden schwelenden Pylonen allein ihre Totenwache an Wilhelm Gustloffs Bahre. Jetzt drängt sich Kopf an Kopf. Jetzt halten acht Männer die letzte Wache, vier Männer der Marine=SA. und vier politische Leiter der Auslandsorganisation, erzgegossen, entschlossen das Kinn an der Binde, gleichsam in diesem Augenblick ein Symbol des neuen Deutschlands, entschlossen und unverzagt. Darüber die umflorte Hakenkreuzflagge. Standarten und Fahnen aller Formationen. Wie ein Opferstein hebt sich der Sarg vom dunklen Katafalt Nur Blumen der Gattin des Verstorbenen, die braune Mütze, der Ehrendolch, die Armbinde und das Großkreuz des Roten Kreuzes schmücken den mit der Flagge bedeckten Zu seinen Füßen wölbt sich der Hügel von Kränzen über die Stufen empor. Eine tiefe Andacht und ein harter Wille, ein Glaube und eine Zuversicht dämpft jedes laute Wort. Gewaltig ist die Zahl der Trauernden, der leitenden Männer der Partei und der unbekannten Streiter. Sechzehn Sonderzüge waren am frühen Morgen nach Schwerin gefahren. 60 Reichsdeutsche aus der Schweiz sind herbeigekommen, um ihrem Landesgruppenleiter die letzte Ehre zu erweisen. Die Vertreter der Landesgruppen des Auslandes sind erschienen aus Großbritan= men, Irland, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Bulgarien, Jugoslawien und Südafrika. Draußen vor der Halle sind die Fronten der Ehrenkompagnie des Reichsheeres und der Leibstandarte„Adolf Hitler“ langs der lodernden Pylonen ins Gewehr getretn. Lautsprecher werden den Trauerakt den sich drängenden Massen vermitteln, und diese Lautsprecher und die deutschen Sender rufen in dieser Stunde Alldeutschland zur Andacht. Jetzt mahnen die Glocken von den Türmen der Stadt und des mecklenburgischen Landes. Ihr weher Schall tastet zur Festhalle hinüber. Aber in dem Klagen eine feste Zuversicht empor.. Die Uhr rückt zur Mittagsstunde. Der Führer erscheint Vor der Halle schreitet er die Front der aufgestellten Fermationen des Trauerzuges ab. Die Kompagnie der Vhrmacht und die Formation der SS.=Verfügungstruppe Wismar präsentieren das Gewehr. Begleitet von dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß und GauEaich Hildebrandt sowie den Reichsleitern, Reichsführer Himmler, Stabschef Lutze, Dr. Goebbels und Bornann, Gauleiter Wagner(München), Botschafter von nidbentrop und seinem Adjutanten Hauptmann a. D. Biedemann betritt der Führer die Halle, in der unter ven 3000 Trauergästen die meisten Reichsleiter und Hauleiter, Reichsminister, Reichsstatthalter und Staatsrretäre anwesend sind. Ein Rauschen geht durch die Halle, als sich die Trauergemeinde erhebt. Adolf Hitler dnuickt der tapferen Frau des Ermordeten die Hand und begrüßt dann die Angehörigen, Vater, Mutter und Bruder Wilhelm Gustloffs. Der Führer hat neben Wilhelm Gustloffs Gattin Platz genommen. Die Trauerfeier Ein heiliges Schweigen und doch ein heißes Trauern legt sich über die Menschen drinnen und draußen, als sich der Trauermarsch aus Beethovens„Eroica“ aufmacht, um durch die deutschen Lande hinauszuklingen in die fernsten Bezirke, wo Deutsche wohnen, und Trauer sowie Zuversicht in jubelndem Bekenntnis zu heldischer Größe zu vereinen. Diese klagenden Geigen wühlen den Schmerz hoch, den das nationalsozialistische Deutschland um den Ermordeten fühlt. Die stöhnenden Bässe aber sprengen die Fesseln der Vergangenheit und die schmerzlichen Oboen sind wie Tränen. Die Kesselpauken aber rufen Kampf! Draußen steht die Menge gebannt, als der Reichsstatthalter und Gauleiter Hildebrandt von seinem Landsmann und Mitkämpfer Abschied nimmt und den Mut des Gemordeten, seine Pflichterfüllung, seinen Rechtssinn preist, ihm dankt für seine Treue und Hingabe und ihm verspricht, jederzeit die Pflicht zu tun für das ewige Deutschland. Die Worte des Oberkirchenrats Pg. Langmann, Gauamtsleiter z. b. V. in der Leitung der Auslandsorganisation, früherer Landesgruppenleiter Guatemala, reißen die Trauergemeinde aus dem Schmerz um den Gemeuchelten zu deutscher, männlicher Bejahung empor. Er geht aus von dem Bibelwort:„Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht deß, das man hoffet und nicht zweifelt an dem, dus man nicht stehel Hier spricht ein Geistlichtt von völkischer Lebensverpflichtung, von stets bereitem Opferdas man nicht siehet.“ Hier spricht ein Geistlicher ortrischer Woehrgerpflichlung, von stels cheistiem Op mut, von Walhall und vom lebendigen Christentum, von den ewig erhebenden und unvergänglichen Begriffen des Willens, des Kampfes und des Glaubens, die wie ein heiliges Vermächtnis uns Deutschen gegeben sind und das inständiges Gebet um Deutschland uns auf die Lippen befiehlt:„Herr, segne unseren Kampf!“ Gauleiter Bohle ergreift dann das Wort, um die Pflichttreue des Verblichenen, seine Hingabe und seinen Opfermut zu ehren und den politischen Mord als das verabscheuungswürdigste aller Verbrechen zu brandmarken.„Von einer menschlich kaum faßbaren Gemeinheit zeugt es aber“, so sagt der Gauleiter u..,„daß der Mörder sein Opfer überhaupt nicht kannte und einen Mann niederschoß, nur weil er wußte, daß dieser Mann in seltener Treue zu seinem Vaterland stand. Wenn ein Engländer Patriot im besten Sinne dieses oft mißbrauchten Wortes ist, wundert sich darüber niemand. Bekennt sich aber ein Deutscher mit gleichem Recht in gleichem Maß zu seinem Volk, so fallen überall die Kräfte über ihn her, denen ein starkes, freies und ehrenhaftes Deutsches Reich verhaßt ist. Gustloff verkörperte den neuen Typ des Deutschen draußen, der stolz ist auf seine Heimat und diesen Stolz sich niemals rauben läßt. Einem Reichsdeutschen im Auslande zu verbieten. Nationalsozialist zu sein, heiße heute, ihm sein Deutschtum überhaupt nehmen wollen. Der Tod Wilhelm Gustloffs ist für die Bewegung und das Reich ein harter Schlag— für die Deutschen in der Schweiz ein grausamer Verlust. Bevor die Nation Dich zur letzten Ruhe bettet, danke ich Dir aus tiefstem Herzen für Dein Wirken als Landesgruppenleiter. Dein Tod wird uns, solange wir leben, Ansporn und Mahnung sein, unter allen Deutschen draußen in Deinem Geist weiter zu wirken. Wir Auslandsdeutschen und unsere Kameraden von der Seefahrt sind stolz auf Dich und werden Dich niemals vergessen. Dein Leben gabst Du nicht umsonst. Dein Tod schließt unsere Reihen fester als zuvor. weiß, es ist Dein Wunsch, wenn ich in dieser Stunde zum letzten Male für Dich den Führer grüße: Heil mein Führer!" Dann betrat die nationalsozialistische Bewegung ihren Weg, und ich muß hier feierlich feststellen: Auf diesem Wege unserer Bewegung liegt nicht ein einziger von uns ermordeter Gegner, nicht ein Attentat. Wir haben das vom ersten Tage an abgelehnt. Nie kämpften wir mit diesen Waffen. Allerdings ebenso entschlossen sind wir gewesen, nicht unser Leben zu schonen, aber das Leben des deutschen Volkes und des Deutschen Reiches zu verteidigen und in Schutz zu nehmen vor jenen, die vor E Kachrafers Hutkere Ergriffen steigt nun der Führer die Stufen empor, gefolgt von SS.=Männern, die seinen Kranz als letzten Gruß am Katafalk niederlegen. Tief bewegt ergreift der Führer das Wort. Dunkel, aber fest kommen seine Worte: „Meine deutschen Volksgenossen und=genossinnen! Nationalsozialisten! Mein lieber toter Parteigenosse! Es ist ein schmerzlicher Weg, den die Völker zurücklegen müssen, um ihr Glück zu finden. Die Meilensteine dieses Weges sind immer Gräber gewesen, Gräber, in denen ihre Besten ruhen. Auch Bewegungen erreichen das Ziel ihres Wollens, dann, wenn es wirklich hochgesteckt ist, nur auf dem gleichen schmerzlichen Weg. Es wird auf dieser Welt kein Glück verschenkt. Alles muß bitter und schwer erkämpft werden, und jeder Kampf erfordert seine Opfer. Indem diese Opfer Zeugen der heiligen Gesinnung sind, die einem solchen Kampf zu Grunde liegt, sind sie die Garanten des Sieges, des Erfolges und der Erfüllung! Unsere eigene nationalsozialistische Bewegung hat nicht begonnen, anderen Opfer aufzubürden. Wir haben einst als Soldaten an den Fronten des Weltkrieges gestanden und erfüllten dort unsere Pflicht für Deutschland. Als dieses Deutschland nun in den November= tagen 1918 in der Heimat seinen tödlichen Stoß erhielt, da versuchten wir, diejenigen zu bekehren, die damals Werkzeug einer grauenhaften überstaatlichen Gewalt waren. Nicht wir haben unseren Volksgenossen, die sich gegen Deutschland erhoben hatten, Opfer zugefügt: In Deutschland begann aber in diesen Novembertagen zum ersten Male der rote, blutige Terror offen zu rasen. In Berlin und in vielen anderen Orten wurden deutsche Männer ermordet, nicht weil sie irgendetwas verbrochen, nein, nur weil sie sich für Deutschland eingesetzt hatten und sich auch weiterhin einsetzen wollten. In den schweren Kämpfen des ersten Vierteljahres 1919 sanken überall deutsche Männer nieder, getroffen von den Kugeln eigener Volksgenossen. Sie starben nicht, weil sie irgendeinen Haß empfanden gegen diese Volksgenossen, sondern nur wegen ihrer Liebe zu Deutschland. Weil sie es nicht wahrhaben wollten, daß nunmehr das Ende eines freien und ehrbaren Deutschlands gekommen sein sollte, weil sie sich einsetzen wollten für die Zukunft dieses deutschen Volkes, deshalb sind sie von wahnwitzigen und verblendeten Menschen erschossen, erdolcht, ermordet worden! Aber hinter dieser wahnwitzigen Verblendung sehen wir überall dieselbe Macht, überall dieselbe Erscheinung, die diese Menschen leitete und verhetzte und ihnen endlich das Gewehr, die Pistole oder den Dolch in die Hand drückte!. □; Piterensass 5. Die Opfer vermehrten sich. Die Naterevublik brach im Süden des Reiches aus, und zum ersten Male sehen wir nun Opfer, die in ihrem Inneren, wenn auch unbewußt, schon den Weg eingeschlagen hatten, der zum Nationalsozialismus führt. Zu diesen Hunderten, die Scherl-Bilderdienst Deutschland—England:1! Nach drei Verlängerungen unentschieden Punkte werden geteilt Das olympische Eishockeyturnier nahm am Mittwoch mit vier Spielen seinen Fortgang. Mit riesiger Spannung sah man dem Abschneiden Deutschlands gegen England entgegen, da das Spiel für die Erreichung der Endrunde entscheidend war. Nach regulärem Spielschluß waren drei Verlängerungen notwendig, die aber an dem:=Ergebnis nichts änderten. Das Spiel wird entgegen den zuerst durchgegebenen Meldungen nicht wiederholt, vielmehr werden die Punkte geteilt. Deutschland hat nach dieser Regelung kaum Aussichten, die Endrunde zu erreichen; es müßte schon Kanada schlagen. Die Ergebnisse der Eishockey=Zwischenrunde: Kanada— Ungarn 15:0 Tschechoslowakei— Schweden:1 Deutschland— England:1(nach dreimaliger Verlängerung) Amerika— Oesterreich:0 und Silbermedaille für die Schweiz! Die Entscheidung im Viererbob ergab einen Doppelsieg der Schweiz, während Deutschland erst an siebter Stelle endete: Das Ergebnis: 1.„Schweiz II“ 5,19,85 Min. 2.„Schweiz I“ 5,22,73 Min. 3.„England I“ 5,23,41 Min. 4.„Amerika“, 5.„Belgien II“, 6.„Amerika II“, 7.„Deutschland I“ Ballangrud zweifacher Olympiasieger! Im 5000=Meter=Eisschnellaufen holte sich der Norweger Ivar Ballangrud, der am Dienstag bereits die 500 Meter gewonnen hatte, seinen zweiten olympischen Sieg in neuer olympischer Rekordzeit. Der Deutsche Sames kam auf den 13. Platz, während Sandtner stürzte und aufgab. Das Ergebnis: 1. Ivar Ballangrud(Norwegen) 8,19,6 Min. 2. Wasenius(Finnland) 8,23,6 Min. 3. Ojala(Finnland) 8,30,1 Min. 4. Langedijk(Holland), 5. Stiepl(Oesterreich), Schwedens ersten olympischen Sieg holte Larsson im 18=Kilometer=Ski=Langlauf heraus. Walter Motz kam als bester Deutscher auf den 18. Platz. Das Ergebnis: 1. Eric Larsson(Schweden) 1,14,38 Std. 2. Hagen(Norwegen) 1,15,33 Std. 3. Niemi(Finnland) 1,16,59 Std. 4. Matsbo(Schweden) 1,17,02 Std., Der Gesamtstand der sechs punktbesten Nationen war am Mittwoch abend nach sieben Wettbewerben folgender: 1. Norwegen 37 Punkte 2. Deutschland 29 Punkte 3. Finnland 20 Punkte 4. Schweiz 14 Punkte 5. Schweden 13 Punkte 6. Amerika 10,5 Punkte (Ausführliche Berichte im Sportteil!) Seite 2 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 13. Februar 1936 keinem Meuchelmord, wie die Geschichte uns so oft gezeigt hat, zurückschrecken. Tann kommt eine endlos lange Reihe von ermordeten Nationalsozialisten, feige ermordet, fast stets aus dem Hinterhalt, erschlagen oder erstochen oder erschossen. Hinter jedem Mord stand aber dieselbe Macht, die verantwortlich ist für diesen Mord: Hinter den harmlosen kleinen verhetzten Volksgenossen, die aufgewiegelt waren, steht die haßerfüllte Macht unseres jüdischen Feindes, eines Feindes, dem wir nichts zuleid getan hatten, der aber versuchte, unser deutsches Volk zu unterjochen und zu seinem Sklaven zu machen, der verantwortlich ist für all das Unglück, das uns im November 1918 getroffen hat, und verantwortlich ist für das Unglück, das in den Jahren darauf Deutschland heimsuchte! So wie sie alle gefallen sind, diese Parteigenossen und braven Kameraden, so war es auch anderen zugedacht, so sind viele Hunderte als Krüppel übriggeblieben, schwerverwundet, haben das Augenlicht verloren, sind gelähmt, über 40000 andere verletzt; unter ihnen so viele treue Menschen, die wir alle persönlich kannten und die uns lieb und teuer gewesen sind, von denen wir wußten, daß sie niemand etwas zuleid tun konnten und niemals jemand etwas zuleid getan hatten, die nur ein Verbrechen allein begangen haben, nämlich, daß sie sich für Deutschland einsetzten. So stand auch in den Reihen dieser Opfer Horst Wessel, der Sänger, der der Bewegung ihr Lied gab, nicht ahnend, daß auch er unter den Geistern gehen werde, die mit uns marschieren und mit uns marschiert sind. So hat nun auch der Nationalsozialismus im Ausland seinen ersten bewußten Blutzeugen bekommen. Einen Mann, der nichts tat, als nur für Deutschland einzutreten, was nicht nur sein heiliges Recht ist, sondern seine Pflicht auf dieser Welt, der nichts getan hat, als sich seiner Heimat zu erinnern und sich in Treue ihr zu verschreiben. Auch er wurde genau so ermordet wie so viele andere. Wir kennen diese Methode. Selbst als wir am 30. Januar vor drei Jahren die Macht übernommen hatten, spielten sich noch in Deutschland genau dieselben Vorgänge ab, einmal in Frankfurt a. d. Oder, ein anderes Mal in Köpenick und" dann wieder in Braunschweig. Es war immer dasselbe. Verfahren: Ein paar Männer kommen, rufen einen aus seiner Wohnung heraus, stechen ihn nieder oder schießen ihn tot. Das ist kein Zufall, das ist eine leitende Hand, die diese Verbrechen organisiert hat und weiter organisieren will. Dieses Mal ist nun der Träger dieser Taten zum ersten Mal selbst in Erscheinung getreten. Zum ersten Mal bedient er sich keines harmlosen deutschen Volksgenossen. Es ist ein Ruhmesblatt für die Schweiz sowohl als auch für unsere eigenen Deutschen in der Schweiz, daß sich keiner dingen ließ zu dieser Tat, so daß zum ersten Male der geistige Urheber selbst zum Täter werden mußte. So ist unser Parteigenosse denn von der Macht gefällt worden, die einen fanatischen Kampf nicht nur gegen unser deutsches Volk, sondern gegen jedes freie, selbständige und unabhängige Volk führt. Wir begreifen die Kampfansage, und wir nehmen sie auf! Mein lieber Parteigenosse, Du bist nicht umsonst gefallen! Unsere Toten sind alle wieder lebend geworden. Sie marschieren nicht nur im Geiste, sondern lebendig mit uns mit. Und einer dieser Begleiter in die fernste Zukunft hinein wird auch dieser Tote sein. Das sei unser heiligster Schwur in dieser Stunde, daß wir dafür sorgen wollen, daß dieser Tote in die Reihen der unsterblichen Märtyrer unseres Volkes einrückt. Dann wird aus seinem Tod millionenfaches Leben kommen für unser Volk. Das hat dieser jüdische Mörder nicht geahnt oder vorausgesehen, daß er einen tötete, aber in die fernste Zukunft hinein Millionen und aber Millionen Kameraden zu einem wahrhaft deutschen Leben erwecken wird. So wie es früher nicht möglich war, durch solche Taten den Siegeszug unserer Bewegung zu hemmen, sondern wie im Gegenteil aus diesen Toten Bannerträger unserer Idee geworden sind so wird auch diese Tat nicht die Zugehörigkeit des Deutschtums im Auslande zu unserer Bewegung und zum deutschen Vaterland hemmen. Im Gegenteil, so hat jede Ortsgruppe des Auslandes ihren nationalsozialistischen Patron, ihren heiligen Märtyrer dieser Bewegung und unserer Idee. In jeder Geschäftsstelle wird sein Bild hängen. Jeder wird seinen Namen im Herzen tragen, und er wird nimmermehr vergessen sein in alle Zukunft. Das ist unser Gelöbnis; diese Tat fällt auf den Täter zurück. Nicht Deutschland wird dadurch geschwächt, sondern die Macht, die diese Tat verübte. Das deutsche Volk hat einen Lebenden im Jahre 1936 verloren, allein einen Unsterblichen für die Zukunft gewonnen!“ Trauerzug und Einäscherung Als Adolf Hitler die Rechte zum letzten Gruß erhebt, grüßt auch Alldeutschland den Gemordeten. Kurze Augenblicke verharrt der Führer vor dem Katafalk, ernst das Haupt gesenkt. Das Deutschland= und das HorstWessel=Lied klingen auf. Ergriffen drückt der Führer der Witwe und den Angehörigen die Hand. Dumpfer Trommelwirbel wacht auf. Ein Standartenführer erhebt das Kissen mit den Orden des Toten. Schmerz erfüllt, aber aufgestrafft stehen die Leibermauern der tei, die Totenwache hebt den Sarg, Fahnen= und Kranzträger folgen. Draußen wartet die Lafette, die diesen vorbildlichen Kämpfer für Neudeutschland zur letzten Feier ins Krematorium geleitet. Den vier Kilometer langen Weg bis zum Krematorium umsäumt an beiden Seiten ein dichtes Spalier von SA., RSKK., Arbeitsdienst und SS. in einer Stärke von 7400 Mann. Dahinter stehen die Bevölkerung Schwerins und viele Volksgenossen aus ganz Mecklenburg, die den toten Kämpfer auf seinem Heimgang ehrerbietig grüßen. Die Spitze des Trauerzuges wird von dem Spielmannszug und dem Musikzug der SA.=Brigade 11 gebildet, der der Tote angehört hatte. Der Fahnenblock ein Sturm der SA., ein Spielmannszug und der Musikzug sowie eine Ehrenkompagnie der Wehrmacht und die Kranzabordnungen schließen sich an. Wenige Schritte dahinter folgt der Standartenführer der Schweriner SA., Schönenbeck, der auf einem Kissen den Ehrendolch die Armbinde und die Abzeichen des Verstorbenen trägt. Ein Ehrensturm der Leibstandarte des Führers marschiert vor der Lafette mit dem Sarg, der mit einer Hakenkreuzfahne bedeckt ist. Darauf liegen die Mütze und ein schlichter Blumenstrauß. Unmittelbar hinter dem Sarg schreitet der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, zusammen mit den Angehörigen Ihm folgen die weiteren Ehrengäste, Reichsleiter Reichsminister, Gauleiter, Reichsstatthalter, Staatssekretäre und verschiedene andere Persönlichkeiten aus Staat und Partei. Den Schluß des langen Trauerzuges bilden Formationen der SA. Gegen 14.45 Uhr trifft die Spitze des Trauerzuges auf dem Schweriner Friedhof ein. Ein Teil der Fahnengruppe schreitet die Stufen zur Kapelle hinauf und nimmt zur Rechten und Linken der Eingangstür Aufstellung. Dann füllt sich langsam der kleine, von gedämpftem Licht erhellte Andachtsraum des Krematoriums mit den Angehörigen und Ehrengästen des Trauerzuges. Der Stellvertreter des Führers betritt mit den Angehörigen als erster den Raum. Landesbischof Schultz spricht, kurze Worte letzten Gedenkens. Er legte seinen Ausführungen das Bibelwort„Sei getreu bis in den Tod" zugrunde. Gedämpft klingt das Gebet des Geistlichen über den Platz wo die Tausende durch die Lautsprecher Zeugen dieser letzten Feier sind. Dann spricht der Landesbischof den Segen, und langsam gleiten die sterblichen Ueberreste Wilhelm Gustloffs hinab. Die Fahnen senken sich. Drei Salven von der Leibstandarte hallen als letzter Gruß über den Friedhof. Das Horst=Wessel=Lied klingt auf und das Trauergefolge verläßt dann langsam die Stätte der Beisetzung. Die gegen Deutschland— Der tschechoslowakische Ministerpräsident plaudert aus der Schule Der dnb Paris, 12. Februar. tschechoslowakische Ministerpräsident Hodza hat während seines Aufenthaltes in Paris dem politischen Mitarbeiter des„Journal“, St. Brice, eine Unterredung gewährt, die mit bemerkenswerter Offenheit das Bestreben Hodzas enthüllt, seine Person in den Mittelpunkt der zur Zeit in Paris zur„Sicherung des Friedens“ in Gang befindlichen Einkreisungspolitik zu rücken. Nach Auffassung Hodzas gibt es nach dem Erwachen der dynamischen Kräfte Deutschlands für die„Hüter von Gesetz und Ordnung“ in Europa keine Ruhe mehr!!“ Bedauernd weist er darauf hin, daß sich die Siegerstaaten geteilt hätten, statt zusammenzuarbeiten. Der tschechoslowakische Ministerpräsident ist überzeugt, daß infolgedessen der„Revanchegedanke“ rasch emporgestiegen sei. Er glaube zwar, wie er weiter ausführte, nicht an eine unmittelbare Gefahr. Diese beruhigende Versicherung wird jedoch sogleich durch die kühne Behauptung eingeschränkt, daß die fehlende unmittelbare Bedrohung nicht auf eine friedliche Gesinnung(!?) zurückzuführen, sondern gewissermaßen das Ergebnis einer Tarnung sei„infolge der Klugheit der deutschen Militärs, die den Boden sorgfältig vorbereiten wollten.“ Nicht die Forderungen und Ziele seien aufgegeben worden es handele sich vielmehr um eine kluge Verbindung zwischen Diplomatie und Macht. Man müsse daher der Gefahr zuvorkommen. Ministerpräsident Hodza ging dann auf seine mittelund Rumänien der Tschechoslowakei bei der Verwirklichung dieser Gedanken Folge leisten werden. Ein Teil der Schwierigkeiten sei bereits überwunden. Man müsse Oesterreich zunächst einmal die Garantien geben die es durch die Wiedereinsetzung der Habsburger nicht erlangt hätte. Auf jugoslawischer Seite bestehe wohl noch einiges Mißtrauen. Er glaube, daß ein wirtschaftlicher und politischer Zusammenschluß der Kleinen Entente und Oesterreichs möglich sei, dem später auch Ungarn beitreten könne. Dieser Zusammenschluß sei niemanden gerichtet, vor allem nicht gegen Italien. Er habe bereits Mussolini dahingehend unterrichten lassen Für die Tschechoslowakei sei der Völkerbund die Grundlage jeglicher zwischenstaatlichen Zusammenarbeit. Mitteleuropa müsse sich jedoch auf einen weiteren Beistand stützen können. Diese Pfeiler seien neben Italien, England Frankreich und Sowjetrußland. Die Einzelheiten dieses sonderbaren Sicherheitssystems ergeben nach Auffassung des tschechoslowakischen Ministerpräsidenten folgendes Bild: Neben der Zusammenfassung der Staatengruppen von Mitteleuropa müßte ein ausgedehnteres Abkommen „für den Sonderfall eines deutschen Angriffs auf Oesterreich“(!!) und schließlich ein noch umfassenderes Abkommen abgeschlossen werden, das im Verlaufe eines für den„Friedensfreund“ Hodza anscheinend feststehenden deutschen Angriffs im Osten oder Westen die Zusammenarbeit sämtlicher Völkerbundsstaaten festlege. Ministerpräsident Hodza gab schließlich der Meieuropäischen Pläne ein, wobei er in erster Linie an die nung Ausdruck, daß man der Verwirklichung dieses Schaffung wirtschaftlicher und politischer Verbindungen Zieles vielleicht schon näher stehe, als die meisten ahndenke. In diesem Sinne habe er in Oesterreich be=ten. Der enge Zusammenschluß der Westmächte Eurogonnen. Um Erfolge haben zu können, müsse man aber pas sei seiner Ansicht nach die wesentlichste Tatsache der vollkommen neu beginnen. Er hoffe, daß Jugoslawien letzten Wochen. 1 ieden Millloten=Mann inneschbereit „Gazzetta del Popolo“ über die Wacht am Brenner dnb Mailand, 12. Februar. „Gazzetta del Popolo“ widerspricht der in Frankreich und England verbreiteten Ansicht, daß das afrikakanische Unternehmen Italien für eine wirksame europäische Mitarbeit lahmlege. Dies sei durchaus unrichtig. Auch wenn der afrikanische Feldzug mehr Menschen und mehr Material in Anspruch nehme, als man vorausgesehen hätte, von einer Schwächung Italiens zu reden, sei anmaßend und entspreche in keiner Weise den Tatsachen. Man möge nicht außer acht lassen, daß die italienische Mobilisierung ein marschbereites Kriegsheer von rund sieben Millionen Mann vorsehe. Es sei kein Geheimnis, daß seit langem daran gearbeitet verde, diese Mobilisierung nicht nur auf dem Papier tehen zu haben, sondern sie gegebenenfalls praktisch wirksam werden zu lassen. In keinem Land sei die vormilitärische Ausbildung so ausgedehnt und ernsthaft durchgeführt wie in Italien. Die Waffenfabriken arbeiteten ununterbrochen, die Zahl der Flugzeuge erhöhe sich von Tag zu Tag, und die der Flieger aller Art nehme gleichfalls ständig zu. Auch von der Kriegsmarine könne man sagen, daß sie unaufförlich verstärkt werde. Glaube man wirklich, daß ein Land, das sieben Millionen Mann mobilisieren könne ind dessen geistige Verfassung von hohem politischen und militärischen Wert sei, sich in Europa, nur deswegen nicht Geltung verschaffen könne, weil es 300 000 Mann nach Afrika geschickt habe? Nicht Italien ziehe sich von der Zusammenarbeit zurück, sondern Frankreich und England. Diese beiden Länder hätten versucht, Italien zu verdammen, Italien auszuhungern, zu demütigen und es der Gefahr auszusetzen, zur Schande der westlichen Zivilisation in Afrika geschlagen zu werden. Und jetzt stelle man die Behauptung auf, Italien sei nicht mehr imstande, die Wacht am Brenner zu halten! Hierauf sei zu antworten, daß sich Italien vor den Sanktionen nicht beugen und sich durch Drohungen und Verwicklungen nicht in Unruhe bringen lassen werde. Vorpostengefechte an der abessinischen Südfront dnb Addis Abeba, 12. Februar. Zwischen dem Fafanfluß und der Straße von Gerlogubi nach Kurale sollen Streitkräfte des Generals Nasibu italienische Vorposten, die dort Blockhäuser und Maschinengewehrunterstände an den Straßen errichteten, angegriffen haben. Dabei sollen zwei Blockhäuser von den abessinischen Truppen gestürmt worden sein. Nach Berichten aus Italienisch=Somaliland treffen dort noch ständig Truppentransportschiffe ein und landen motorisierte und mechanisierte Abteilungen, die von der Nordfront abgezogen worden sind. br. Frank in Warschau Er sprach über„Rechtspolitik und Justiz im nationalsozialistischen Deutschland dnb Warschau, 12. Februar. Reichsminister Dr. Frank der Mittwoch kurz nach Uhr in Warschau eintraf, hielt vor dem Zwischentaatlichen Ausschuß im Palais Stasci einen Vortrag iber„Rechtspolitik und Justiz im nationalsozialistischen Deutschland". Dr. Frank sagte u.., Ausgangspunkt und Zieletzung der nationalsozialistischen Gesetzgebung sei auschließlich das Volk in seiner naturgesetzlichen unversückbaren historischen Gegebenheit. Dabei betrachte der kationalsozialismus im wesentlichen fünf Gruppen von Substanzwerten als die durch die Rechtsordnung zu chützenden Ewigkeitswerte der Volksgemeinschaft: 1. die Rasse, 2. den Boden, 8. den Staat, 4. die nationale Ehre, 5. die nationale Arbeit. Der Reichsminister zählte die Gesetzgebungswerke es Nationalsozialismus auf diesen Gebieten im einelnen auf. Er beseitigte besonders die vielen Mißvertändnisse auf dem Gebiete der Rassengesetzebung durch die Erklärung, daß es sich nicht um eine haßgesetzgebung gegenüber dem Judentum handle, sonern ausschließlich um eine im Wege des Rechts und im kahmen der Rechtsordnung durchgeführte Sicherungsnaßnahme für die rassischen Urkräfte des deutschen Voles gegenüber der Zerstörung dieses für die Volksgestalung allein wesentlichen Blutkerns durch rassefremde lemente. Auf die deutsche Erbhofgesetzgebung eingehend, betonte Dr. Frank, daß diese im engsten Zusammenhang mit der Rassenschutzgesetzgebung stehe. Sie sei aber darüber hinaus auch von größter Bedeutung für die gesamte Wirtschaftslage des deutschen Volkes. Der deutsche Bauer sei durch die deutsche Agrargesetzgebung wieder auf feste Füße gestellt worden. Das Deutsche Reich als Staat habe durch die innere Konsolidierung auch außenpolitisch wieder die Stellung einer ersten Großmacht bekommen. Der Minister erörterte weiter die großen ständischen Gebilde, die Deutsche Arbeitsfront, die Deutsche Rechtsfront, die Reichskulturkammer, den Reichsnährstand. Er sprach über das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit, über das deutsche Treuhänderwesen und die Grundsätze der deutschen Lohnund Wirtschaftspolitik. Dann streifte er kurz die rechtspolitischen Probleme und erwähnte dabei, daß auch die Riesenaufgabe der Neuschaffung eines dem zwanzigsten Jahrhundert und der nationalsozialistischen Weltanschauung entsprechenden Bürgerlichen Gesetzbuches in Angriff genommen würde. Die Gesetzgebung als die formale Bindung des Staatsmachtträgers sei an sich schon ein Kulturwert, der sich deutlich von asiatischer Gewaltdespotie abhebe. Es sei eine der stärksten Seiten des Nationalsozialismus Adolf Hitlers, daß er nicht mit brutaler Gewalt über sein Volk regiere, sondern daß die unbezwingliche Liebe des großen deutschen Kulturvolkes zu seinem ihm vom Schicksal in den schwersten Stunden gesandten Führer ihren wesentlichen Ausdruck finden solle in der in Deutschland heute wiederhergestellten hohen Bewertung von Rechtssicherheit, Rechtsklarheit und Rechtswahrheit. Zum Schluß gab der Minister dem Wunsche Ausdruck, die polnischen Juristen möchten sich mehr als bisher mit den deutschen Rechtseinrichtungen beschäftigen. Seine mit kräftigem Beifall ausgenommenen Ausführungen schloß Reichsminister Dr. Frank mit dem Wunsch, daß aus dieser friedlichen Gemeinschaftsarbeit Polens und Deutschlands ein neues starkes Europa hervorgehen möge, als ein Hort der höchsten Werte der Menschheit. Flandin über die außenpolitische Lage. Der französische Außenminister Flandin hat am Mittwoch nachmittag vor dem Auswärtigen Ausschuß der französischen Kammer einen ausführlichen Ueberblick über die außenpolitische Lage gegeben. Nach den bisher vorliegenden Meldungen hat Flandin wesentlich Neues nicht gesagt. Gesetz über Geheime Staatspolize neu gefaßt and Berlin, 12. Februar In der Preußischen Gesetzessammlung vom 12.., bruar 1936 wird ein Gesetz über die Geheime Staats. polizei und eine hierzu erlassene Ausführungsverord. nung veröffentlicht. Die Bedeutung dieser Vorschriften liegt zunächst darin, daß in ihnen die Bestimmungen über den Aufbau und die Tätigkeit der Geheimen Staatspolizei in Preußen zusammengesaßt und neu formuliert worden sind. Der Instanzenzug der Geheimen Staatspolizei wird klar festgelegt, gi. genüber der Justiz wird die von der Geheimen Staatz. polizei schon heute eingehaltene Grenze von neuem verankert, indem bestimmt wird, daß die Zuständiglei der Organe der ordentlichen Rechtspflege unberührt bleibt. Zur allgemeinen Verwaltung wird eine näherVerbindung mit der Geheimen Staatspolizei hergestellt die im übrigen als selbständiger Zweig der innern Ver. waltung bestehen bleibt. Die Ober= und Regie, rungspräsidenten sind an die Weisun, gen des Geheimen Staatspolizeiamte gebunden. Sie werden aber anderseits über die staatspolizeilichen Vorgänge in ihren Amtsbezirken laufend unterrichtet und können den ihnen unterstellten Behörden der Geheimen Staatspolizei Weisungen geben Mit dieser Regelung wird sichergestellt, daß die Schlagkraft der Geheimen Staatspolizei unversehrt bleibt und daß eine sachdienliche enge Zusammenarbeit mit den übrigen Behörden gewährleistet ist. Lebenslängliches Zuchthaus für die drei Angeklagten im KönigsmörderProzeß dnb Paris, 12. Februar. Der Gerichtshof in Aix=en=Provence hat am Mittwoch abend im Königsmörder=Prozeß die drei Angeklagten zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Der Staatsanwalt hatte für alle drei Angeklagten die Todesstrafe beantragt. England steht zum Locarno=Vertrag dnb London, 12. Februar. Der liberale Abgeordnete Mander fragte am Mittwoch den Außenminister im Unterhaus, ob er eine Versicherung abgeben wolle, daß die Bestimmungen des Locarno=Vertrages, die England verpflichteten, im Falle eines offenen Bruches des Artikels 42 oder 43(entmilitarisierte Zone) sofort Frankreich oder Deutschland zu Hilfe zu eilen, aufs strikteste beobachtet würden, solange der Vertrag in Wirksamkeit bleibt und nicht durch allgemeine Zustimmung der vertragschließenden Parteien aufgegeben wird. Außenminister Eden erwiderte:„Die Verpflichtungen der britischen Regierung sind, im Vertrag von Locarno selbst im einzelnen niedergelegt. Die britische Regierung steht zu diesen Verpflichtungen und beabsichtigt, wie schon früher im Unterhaus gesagt worden ist, sie getreu zu erfüllen, falls die Notwendigkeit sich hierzu ergibt.“ Nicht erwogen: Aushändigung britischer Kolonien oder Mandatsgebiete dnb London, 12. Februar. Auf eine Anfrage des konservativen Abgeordneten Brigadegeneral Sir Henry Croft im Unterhause erwiderte Kolonialminister Thomas, daß die britische Regierung weder früher noch jetzt die Aushändigung britischer Kolonien oder Mandatsgebiete erwogen habe. Weiter UsR=Oel für Italien dnb Washington, 12. Februar. Der Außenausschuß des Senats hat einstimmig die gekürzte Regierungsvorlage gebilligt, nach der das gegenwärtig in Kraft befindliche Neutralitätsgesetz bis zum 1. Mai 1937 verlängert werden soll. Der Ausschuß machte jedoch die Einschränkung, daß sich das Gesetz nicht auf amerikanische Republiken erstrecken soll, falls diese von einer nichtamerikanischen Macht angegriffen werden. Außenminister Hull hat nach diesem Entschluß bekanntgegeben, daß sich die Regierung mit dieser Entscheidung abfinden werde. Auf Befragen erklärte er dann, daß die Regierung keine gesetzliche Handhabe besitze, um die Ausfuhr von Kriegsrohstoffen an Kriegführende zu verhindern. Diese Erklärung bedeutet das Ende der Bemühungen, die Vereinigten Staaten in das Sanktionssystem gegen Italien einzuspannen, und macht es vollkommen klar, daß amerikanische Erdölgesellschaften Italien weiterhin beliefern können. Gustloff=Platz und Gustloff=Straße in Berlin. In Einvernehmen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Berlin hat der Polizeipräsident den Dernburg=Platz und die Dernburg=Straße im Verwaltungsbezirk Charlottenburg in Gustloff=Platz und Gustloff=Straße umbenannt. Auch Malcolm Macdonald ins englische Unterhaus gewählt. Bei der Neuwahl zum englischen Unterhaus im schottischen Wahlkreis Roß und Cromarty wurde der Dominionminister Malcolm Macdonald mit großer Mehrheit gewählt. Weitere Zuspitzung in Syrien. Die Lage in Syrien hat sich in den letzten beiden Tagen weiter verschärft. Gerüchte, die sich wegen der Pressezensur nicht nachprufen lassen, wollen wissen, daß es in Homs und Hamd zu neuen Unruhen gekommen sei. In einem neren Ort sollen fünf Tote, darunter ein französischer Offizier, zu beklagen sein. In Damaskus wurde ein Tischler wegen Streikbruchs von Demonstranten zu Tode gesteinigt. Paul Dierichs Stellvertreteg: Ze## wartlich für Politik: Rudolf#nz id Stadtteile: Adolf Peddingba Schriiortsietter: Dr. cuire. Verantwortlich Kummunalpolitik und Stadtteis=: Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: i. V. Kurt Dörnemann, Wirtschaft: Fritz Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Hans Hornberg, Auzeigen: Kurt in Bochum. Berliner Schriftleitung: Michael Haubi, Berlin SW. 68, Wilhelmstraße 98. Anruf: Jäger# und Karlshorst 0340. Berliner Anzeigenvertretungz Pempe, Berlin=Charlottenburg, Uhlandstraße 13upen ruf O 1 Steinplatz 6813. Verlag und Druck: mühlen& Dierichs in Bochum, Ruf 67551, 52.— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 gültig. Nachlaßstaffel B. bA I. 36 über 26 300. Sprechstunden der Schrist##n wochentags von 16 bis 17 Uhr, außer MittwochSamstags. Für unverlangte Einsendungen keine### pflicht. Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 11 3 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger„ Donnerstag, 13. Februar 1936 Tracheiche Vogelfeind„Frost“ Die kleinen Sänger kommen in die Stadt—1929 ein bitterer Winter für die Vogelwelt Erst in den letzten Tagen zeigte sich bei uns der Rinter von seiner strengen Seite. Diese Winterkälte ist der grimmigste Feind unserer Vogelwelt, und alle Vogelfreunde sind gerade in diesen Frosttagen bemüht, ihr„Winterhilfswerk“ für die hungernde und frierende Vogelwelt durchzuführen. An allen Futterplätzen findet sich die zwitschernde und piepende Gesellschaft ein— Stare und Drosseln, Meisen und Haubenlerchen. Hunger tut weh, und der Hunger läßt die gefiederten Gäste sonstige Scheu überwinden. Sei es im Stadtpark oder in den Strebergärten, überall hat man Gelegenheit, die Vögel zu beobachten. Wer sich jedoch der Rühe unterzieht und in diesen Tagen zur Ruhr hinauswandert, kann dort noch mehr Vertreter unserer Vogelwelt sehen, die man sonst wenig oder gar nicht zu Gesicht bekommt. Zum Teil handelt es sich um Vögel, die sich nur besuchsweise hier aufhalten. Ihre eigentliche Heimat ist der Norden oder Osten Deutschlands. Da dort aber im Winter Seen und Flüsse vereist sind, wählen sie eisfreie Wasserplätze und Flußläufe im Westen Deutschlands zum Aufenthalt. Das kleine, grünfüßige und schwarzgefiederte Teichhuhn ist Sommer und Winter bei uns zu Gast, und die kleinen, munteren Wasservögel erfreuen immer wieder den Naturfreund. Der stolzeste Vogel aber, der im Ruhrtal beobachtet werden kann, ist der wilde Schwan, der seit etwa JahresTrader um WiltennGaststf in Bochum wehten die Fahnen auf Halbmast Mittwoch morgen: minus 10 Grad Die Tiefsttemperatur für Bochum am Mittwoch wurde morgens mit minus 10 Grad festgestellt, nachdem wir am Dienstag minus 10,3 Grad Tiefsttemperatur gehabt hatten. Die Höchsttemperatur im Schatten wurde mittags gegen 14 Uhr mit plus 1,6 Grad gemessen. Gegen Abend sank die Quecksilbersäule aber wieder unter den Nullpunkt. Schnee: keiner: Eisbahn weiter ausgezeichnet. Kam'raden, die Rotfront und Reaktion erschossen, marschier'n im Geist in unsern Reihen mit... In ganz Deutschland wehten am Mittwoch die Fahnen halbmast. Alle Ortsgruppen der NSDAP. hielten Trauerfeiern für Wilhelm Gustloff ab. So wurden bis ins kleinste Dorf die Seelen aufs tiefste ergriffen, aber auch neu gestählt an dem Geschehen, dem dieser treue deutsche Kämpfer zum Opfer fiel. Was der feige Mordbube in der Schweiz an diesem seinem Opfer tat, das tat er am deutschen Volke, überhaupt am ganzen Deutschtum in aller Welt. Das fühlt heute selbst der letzte kleine Pimpf und das jüngste Hitlermädel. Die Volksseele ist aufgewühlt wie selten zuvor. Die Ortsgruppe Felsenburg der NSTAP. hielt ihre Trauerfeier in der Verwaltungsakademie. SA., SS., Abordnungen der verschiedenen Stürme, wie RSKK. und Marine, Hitler=Jugend, BDM., Frauenschaft und andere Formationen sammelten sich um die umflorten Fahnen der Bewegung. Die Kapelle der Straßenbahner, spielte eine weihevolle Trauerweise. Dann gab Ortsgruppenleiter Schuth in kurzen, schlichten Worten den Gefühlen Ausdruck, die jeden deutschen Menschen angesichts der ruchlosen Tat des Juden an einem der besten Vorkämpfer des Deutschtums im Auslande beherrschen. Der Tote, den man heute unter Teilnahme des gesamten Volkstums in Schwerin zur letzten Ruhe bettete, hat seine Treue, seinen Einsatz mit dem Leben bezahlen müssen. Er ging ein in die Standarte Horst Wessels, er fiel wie er für Führer, Volk und Vaterland. Die Fahnen senkten sich. Das Lied vom guten Kameraden erklang. Alles hatte sich von den Plätzen erhoben. Der letzte Gruß dem Toten. Nun zeichnete SS.=Schulungsleiter Dr. Mönnich ein Lebensbild des Gemordeten. Er war einer der verdienstvollsten Männer um Hitler, eine der festen Stützen des Deutschtums im Auslande. Er fiel, weil er nichts anderes tat, als seine Pflicht gegenüber seinem Volke. Heute steht das ganze deutsche Volk zu neuem Schwur vereint, nun erst recht nicht zu rosten und zu rasten, bis das letzte Ziel erfüllt ist, bis der tausendjährige Bestand des Dritten Reiches gesichert ist. Ein neuer Blutzeuge ist erstanden. Ein neues Vorbild der Pflichterfüllung bis zum äußersten, schwebt er uns im Geiste voran. Er wird über das Grab hinaus unter uns weiterlehen allezeit. Aus seinem Sterben schöpfen wir neue Kraft zu Kampf und Ueberwindung. Es gelte sein Wahlspruch für alle: Er heißt„Deutschland“. Als das Deutschlandlied verklungen war, richteten sich die Blicke empor zu dem Manne, der an der Spitze des Reiches steht, zum Führer. Ihm galt erneutes, kraftvolles Treuegelöbnis. Ihm galt das dreifache Sieg=Heil! Der gemeinsame Gesang des Horst=Wessel=Liedes beschloß die kurze, aber eindrucksvolle Totenfeier Auch in den Außenbezirken der Stadt wurden ähnliche Gedenkstunden abgehalten Sethalung ven Ansalen in Kühlkohlenbergr au Wichtige Ausführungen über„Amstrittene Fragen in der Anfallchirurgie“ frist auf der Ruhrinsel bei Dahlhausen zu sehen ist. Der Fischreiher, ein bei uns immer seltener werdender Vogel, ist in den Ruhrwiesen bei Blankenstein häufiger zu sehen. Das schönste gefiederte Geschöpf, das unsere heimische Vogelwelt aufzuweisen hat, ist wohl der Eisvogel, dessen Kleid in allen leuchtenden Farben des Regenbogens schimmert. Hoffentlich rückt dieser Winter nicht mit so strengen Frosttagen an, wie es im Februar 1929 war, als infolge der grimmigen Kälte auch sonst weniger kälteempfindliche Vögel zu Dutzenden erfroren aufgefunden wurden. Ein Vogelfreund in BochumDahlhausen ließ einige der am Ruhrufer gefundenen erfrorenen Vögel, unter anderen ein Tüpfelsumpfhuhn, eine Wasserralle, ein grünfüßiges schwarzes Teichbuhn, einen Eisvogel, einen Eichelhäher und einige kleinere Singvögel, ausstopfen, und diese ausgestopften Vögel sind ein trauriges Dokument von den Auswirkungen eines abnorm strengen Winters. Bochumer wünschten Westfalenlied Wer spendet, darf sich was wünschen Das zudem ne Tellnahme ausgelöst he..##en hilfssendung des Reichssenvers Koln am Dienstag abend in der Zeit von 18 bis 22 Uhr, die unter dem Motto„Wer spendet, darf sich was wünschen" stand. Und der Ruf des Reichssenders, sich auch diesmal dem Kampf zur Linderung von Not nicht zu entziehen, war auch in Bochum, wie in allen anderen Städten des Sendegebietes, gut ausgenommen worden. Da berührte es angenehm, als die Stimme des Ansagers gegen 21 Uhr verkündete, daß jetzt auch das Westfalenlied zu seinem Recht kommen würde. Der Brieftaubenzuchtverein von Langendreer=Holz„Gut Flug“ hatte eine Spende nach Köln auf den Weg gebracht und sich dieses Lied gewünscht. Eine Bewohnerin aus Bochum=Weitmar hatte sich das Vorspiel zur Oper„Rigoletto" von Verdi gewünscht, ein Findiger aus Bochum war dabei, der einen Vierzeiler als Gruß an seine Kundschaft aufgab. Von den anderen Darbietungen— Gesang, Konzert, Gedicht usw. wechselten in bunter Reihenfolge— seien als besonders lustig noch erwähnt: der Wunsch eines Viehzuchtvereins, der sich ausgerechnet „Regentropfen“ wünschte, einer Klasse einer Privatschule, die sich in den Schlaf singen ließ und die vielen Trompetenstöße, Pankenschläge usw. Eine ganz ulkige Frau wünschte sich eine Pause, die ihr denn auch mit drei Minuten erfüllt wurde. spendet, darf sich is war eine lustige Angelegenheit, die da sie noch einem guten Zweck galt, uberall größte ihme ausgelöst hatte. Wir meinen die WinterDer Einladung des Leiters der Sektion II der Knappschafts=Berufsgenossenschaft, Bergwerksdirektors Bergassessor Hueck, zu einer bedeutsamen Vortragsveranstaltung am Mittwoch nachmittag im Parthotel „Haus Rechen“, die sich vorwiegend mit der überaus wichtigen Arbeit der Sektion II Bochum beschäftigte, waren neben den technischen Leitern der Ruhrzechen die Vertreter der Bergbehörden, der Deutschen Arbeitsfront, die Bezirksgruppe Ruhr der Fachgruppe Steinkohlenbergbau, der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen der Gauamtsleiter des Amtes für Beamte im Gau Westfalen=Süd und der Beirat der Knappschafts=Berufsgenossenschaft gefolgt. Nach Worten der Begrußung wies Bergassessor Hueck zusammenfassend auf die drei großen Aufgaben der Knappschafts=Berufsgenossenschaft hin, die ihr durch die Reichsversicherungsordnung gestellt sind. Es „Verhütung. Heilung und Entschädigung der Unfälle in den Betrieben des Bergbaues." Als erster Redner sprach Bergassessor Dr. Heidorn über:„Förderunfälle im Ruhrkohlenbergbau und ihre Verhütung.“ Eine statistische Betrachtung ergab die Folgerung, daß eine zweckmäßige Betriebszusammenfassung auf den Schachtanlagen zu einer Verminderung der Förderunfälle führen müsse. Eine derartige Betriebszusammenfassung sei für die Schachtanlagen mit regelmäßiger flacher Lagerung nach dem heutigen Stande der Foroertechnik verhältnismäßig leicht durchzuführen. Fur Schachtanlagen mit mittleren und steilen Einfällen ergäben sich aber gewisse Schwierigkeiten. Für die Anlagen der letzteren Art sei der Schrägförderer das technische Fördermittel für die erstrebenswerte Betriebszusammenfassung. Die Schachtanlagen, denen infolge vieler rungen die Voraussetzungen für eine Betriebszusammenfassung fehlten, müßten durch Einsatz besonders sicher arbeitender Fördermittel und unter Benutzung aller vorhandenen Schutzvorrichtungen die Unfallbekämpfung durchführen.— Im Anschluß an diesen Vortrag wurde der von der Technischen Abteilung der Sektion II herausgebrachte Tonfilm„Ein böser Tag mit blauem Auge“ vorgeführt. Dieser Film wird gegenwärtig auf den Schachtanlagen des Ruhrgebiets im Unterricht der Bergjungleute und in den Hauerkursen für die Erziehung zu unfallsicherem Arbeiten vorgeführt. Anschließend sprach Professor Dr. Bürckle Camp über:„Umstrittene Fragen in der Unfallchirurgie.“ Durch Verordnung des Reichsarbeitsministers vom 11. Februar 1929 seien die Erkrankungen der Muskeln, Knochen und Gelenke, die durch Arbeit mit Preßluftwerkzeugen entstanden, als entschädigungspflichtige Berufskrankheiten erklärt worden. Ein Ueberblick über diese Gelenkerkrankungen ließ erkennen, daß sie sich vorwiegend an den Ellenbogengelenken, aber auch an den Hand= und Schultergelenken und an den Schlusselbeinschulterblattgelenken abspielen. In leichteren, Fällen ergeben sich die Bilder eines formveränderten Gelenkleidens, bei schweren Erkrankungen bildeten sich freie Körper in den Gelenken von verschiedener Größe und Form. An Hand von Lichtbildern erklärte der Vortragende die Schwierigkeiten, die bei der Unterscheidung dieser Gelenkerkrankungen von anderen Krankheiten entstehen. In Handgelenten erkranke am häufigsten das Kahnbein und das Mondbein im Anschluß an Arbeiten mit Preßluftwerkzeugen. Aber gerade an diesen beiden Handwurzelknochen spielten sich auch andere Ertrankungen ab, die unabhangig von derartigen äußeren Einflüssen entständen. Oft sei eine klare Beurteilung gerade in diesen Fällen nicht möglich. Die Zwischenknorvel (Menisken) könnten durch einen Unfall zerrissen oder gelöst werden. Die Tatsache, daß beim Bergmann sehr häufig ohne ersichtlichen Unfall, also ohne eine von außen einwirkende, erhebliche körverschädigende Gewalt, eine Meniskusschädigung in Erscheinung trete, erfordere eine ganz sorgfältige Prüfung des Entstehungsmechanismus der Gewebschädigung, da in den meisten Fällen diese Binnenknorpelschäden als Unfall angemeldet werden. Bei der Häufigkeit der nachweisbaren Menikuserkrankungen beim Beramann müsse die Frage der unfallbedingten oder krankhaften Entstehung des Meniskusschadens unbedingt einer Lösung zugeführt werden, die eine mehr einheitliche Beurteilung ermöglichen könne. Zum Schluß der Veranstaltung forderte Bergassessor Hueck alle für das Leben und die Gesundheit unserer schaffenden Volksgenossen verantwortlichen Dienststellen auf, in gemeinsamer' Arbeit an der Bekämpfung der bergbaulichen Unfälle tatkräftig weiterzuarbeiten. Die tägliche Zusammenarbeit könne den von allen ersehnten Erfolg bringen und den Bergmann bei seiner schweren Arbeit unter Tage vor Unfällen und ihren schweren Folgen bewahren. Mit allen technischen und erzieherischen Mitteln müsse man darauf hinarbeiten, daß sich die eingetretenen Unfälle nur auf die tatsächlich unvermeidbaren beschränkten. In diesen Fällen würde es dann die Aufgabe der äratlichen Wissenschaft sein, die Schäden für die Gesundheit auf ein Mindestmaß herabzumindern. Die erzielten Heilerfolge in den Sektionskrankenhäusern ließen erhoffen, daß die ärztliche Kunst auch in Zukunft zu neuen Erfolgen führen werde. Kaufmannsgehilfenprüfung der Industrie= und Handelskammer zu Bochum. Diejenigen kaufmännischen Lehrlinge, die ihre Lehrzeit beenden sowie ihre Lehrherren und Eltern werden nochmals auf die Anfang März stattfindende Kaufmannsgehilfenprüfung aufmerksam gemacht. Die Meldungen haben bis zum 20. Februar 1936 zu erfolgen. Anmeldeformulare sind bei der Industrie= und Handelskammer zu Bochum, Scharnhorststraße 12, erhältlich. Kein kaufmännischer Lehrling, der zu Ostern seine Lehrzeit beendet, sollte es versäumen, sich der Kaufmannsgehilfenprüfung zu unterziehen. Die Sprechstunde der B..=Schriftleitung Aus redaktionstechnischen Gründen muß eine Einschränkung unserer täglichen„Auskunft“ eintreten. In Zukunft wird die Sprechstunde unserer Schriftleitung an den Mittwoch=Nachmittagen ausfallen. Die Möglichkeit, alle wünschenswerten Auskünfte einzuholen, ist unseren Lesern also noch an folgenden Tagen gegeben: Montags Dienstags täglich von 16 bis 17 Uhr. Donnerstags Freitags Wir bitten die Leser unserer Zeitung, sich an diese Termine zu halten, da Besuche zu anderer Stunde vergeblich sein würden. Außer zu diesen Zeiten können Auskünfte nur schriftlich eingeholt werden. Die Höntroper Siedlung wächst Weiterer Ausbau der Eigenheimsiedlung des Bochumer Vereins. In den letzten Wochen und Monaten hat die Werkssiedlung für Angehörige des Bochumer Vereins BochumHontrop eine weitere Ausgestaltung erfahren. Nachdem die beiden Hauptsiedlungsstraßen, die Kirdorf= und Leibnizstraße, eine dauerhafte Pflasterung erhalten haben, sind auch die Bürgersteige in einen ordnungsmäßigen Zustand gebracht worden. Weiter hat man zur Verschönerung des Straßenbildes die Bürgersteige mit Baumanpflanzungen versehen. Selbstverständlich ist auch für Straßenbeleuchtung gesorgt worden. Aber auch die Siedler selbst haben bereits während der Wintermonate, soweit es die Witterungsverhältnisse zuließen, in ihren Gärten für die Frühjahrsbestellung vorgearbeitet. Nachdem die Grenzen für die einzelnen Garten abgesteckt wurden, wurde der Boden rigolt, Obstbäumchen un Beerensträucher angepflanzt, Wegepflauerungen vorgenommen usw. Auch für das Kleinvieh werden die Ställe zweckentsprechend hergerichtet. Manche Familie hat bereits ihr„Kürreken" im Stall und freut sich schon auf das erste„Schlachtfest". Für das Federvieh werden die Ausläufe in einheitlicher Ausführung hergestellt, um auch die Hinterfronten der Häuser freundlich zu gestalten. So hat hier allenthalben eine rege Schaffensfreude eingesetzt. Der Werkmann der Arbeit wird hier wieder verbunden mit der eigenen Scholle und freut sich seines schmucken Eigentums. Auch in den letzten Wochen wurden noch einige Siedlungen bezogen. Die Zahl der fertiggestellten Häuser beträgt jetzt 122. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß sich unter den Siedlern drei Brüder mit ihren Familien hier eine Eigenheimstätte geschaffen haben. Es sind die Gebrüder Johann, Aloys und Heinrich Hartmann, Söhne der Familie Hartmann von der Frankenstraße. Im Zuge der Werkssiedlung läßt die RheinischWestfälische Werkswohnungs=AG. an der Essener Straße, kurz hinter dem Abzweig der Engelsburger Straße, zwei Mietwohnhäuser mit Etagenwohnungen errichten, die bis zum Herbst bezugsfertig sein sollen. In der Ausführung dieser Arbeiten hat man auf die später vorgesehene Erbreiterung der Essener Straße Rücksicht genommen. Im Brennpunkt des Verkehrs 5000 Fahrkarten werden täglich in Bochum verkauft Auf und ab brandet der Verkehr an Bochums Bahnhöfen. Vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein rollen unaufhörlich die Personen=, die Ruhrschnell=, die Eil=, D= und FD=Züge durch die langen Bahnhofshallen, bringen die Reisenden in die nähere Umgebung, bringen sie in weite Ferne. Nur für knapp zwei Stunden, in der Zeit von 2 bis 4 Uhr in der Nacht, ist hier Ruhe, die nur ab und zu durch durchfahrende Güterzüge unterbrochen wird Den weitaus größten Verkehr, den weitaus stärksten Fahrkartenverkauf von den sechs Bochumer Bahnhöfen (Hauptbahnhof, Nord, Präsident, Riemke, Langendreer, Dahlhausen) hat der Bochumer Hauptbahnhof. 202 Züge werden hier jeden Tag abgelassen. In den Morgenstunden zwischen 7 und 8 Uhr und dann wieder zwischen 10 und 12 Uhr und nachmittags von 5 bis 6 Uhr und abends von 7 bis 9 Uhr ist die Verkehrsdichte am größten. Für die weiteren Entfernungen sind 27=Züge vorgesehen, zu denen sich drei FD=Züge gesellen. Weiter stehen den eiligen Reisenden 29 Eilzüge vom Bochumer Hauptbahnhof aus zur Verfügung. Im Bezirksverkehr haben die 114 Ruhrschnellverkehrszüge, die uns fast alle halben Stunden nach Essen und Duisburg und in umgekehrter Richtung nach Dortmund beWertgutscheine vom Jahrestag der nationalen Revolution werden ungültig Der Gaubeauftragte des Winterhilfswerkes für den Gau Westfalen=Süd macht darauf aufmerksam, daß die anläßlich des Jahrestages der nationalen Revolution an die Hilfsbedürftigen zur Ausgabe gekommenen Wertgutscheine in Höhe von 1 Mark je Schein, nach dem 15. Februar 1936 ungültig werden. Die Wertgutscheine, die nach dem 15. Februar 1936 von den Hilfsbedürftigen vorgelegt werden, dürfen von den einschlägigen Geschäften nicht mehr in Zahlung genommen werden. An sämtliche Hilfsbedürftigen, die noch im Besitz von Wertgutscheinen sind, ergeht hiermit die Auffordekung, dieselben umgehend in Zahlung zu geben. Weiter wird noch darauf hingewiesen, daß die Wertgutscheine nach dem 29. Februar 1936 von den bekannten Abrechnungsstellen nicht mehr in Zahlung genommen werden. Im Schlafe beinahe verbrannt Ein schreckliches Unglück ereignete sich gestern nachmittag im Hause Weilenbrink 19. Die dort wohnende 57jährige Witwe Lindemann hatte sich, nachdem sie das Zimmer nach dem Mittagessen aufgeräumt hatte, in einen Stuhl beim Ofen gesetzt. Ermüdet, schlief sie en. Durch ein aus dem Ofen fallendes glühendes Koheenstückchen wurde ihre Kleidung erfaßt. Sie merkte es (l. als die Flammen an ihr emporschlugen. Auf ihre vilferufe eilten die im gleichen Hause wohnenden Anbehorigen herbei und erstickten das Feuer. Der sofort eenachrichtigte Arzt stellte schwere Brandwunden am bunzen Körper fest. Die unglückliche Frau, die entsetzliche Schmerzen hatte, wurde ins Elisabeth=Hospital gebracht. Ihr Zustand ist so ernst, daß kaum mit ihrem Durchkommen gerechnet werden kann. der Lnterurhl ralennrespich. phot...-Nuthherr. Am Weiher von Haus Rechen tut sich was! dat gibt aber prima Spiegeleis für die Kunstläufers. Wenn et man bloß nich taut!“ fördern, den größten Anteil. Die Zahl der Personenzüge beträgt 29. Der Bahnhof Bochum=Nord hat täglich 99 abgehende und ankommende Züge, darunter 28 Personenzüge. Die verbleibenden 71 Züge dienen sämtlich dem Ruhrschnellverkehr, und zwar vornehmlich auf der Strecke nach Witten, Hagen usw. und umgekehrt auf der Strecke nach Wanne=Eickel. Ein Teil von ihnen ist für die Strecke Wedau—Düsseldorf bestimmt. Die Gesamtzahl der auf allen Bochumer Bahnhöfen verkauften Fahrkarten beträgt rund 1 800 000 Stück, so daß auf Bochums Bahnhöfen jeden Tag rund 5000 Fahrkarten ausgegeben werden. Der Hauptbahnhof verkauft rund zwei Drittel aller an Bochums Bahnhöfen ausgegebenen Fahrkarten. Wer war der Bote? Fünfzehnjähriger Junge gesucht Der etwa fünfzehn Jahre alte Junge, der am 8. Februar in der Mittagszeit auf Ersuchen eines jungen Mannes einen Brief zu Dr. Berges, Bochum, Drusenbergstraße 128, gebracht und darauf 30 Reichsmark zur Ablieferung an seinen Auftraggeber erhalten hat, wird gebeten, im Polizeipräsidium, Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 80, vorzusprechen. Straßensperrung im Nordwesten Bochums. Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Infolge Kanalisationsarbeiten wird die Hordeler Straße in Bochum von Haus Nr. 60 bis zur Kleinen Hordeler Straße ab 10. Februar auf etwa drei Wochen gesperrt. Umleitung: Dorstener Straße, Riemker Straße beziehungsweise Riemker Straße, Dorstener Straße. Beim Antennenbau verunglückt. Dem Krankenhause zugeführt werden mußte am Dienstag abend der 19jährige Heinrich., Kortenpfad. Bei der Anlegung einer Dachantenne stürzte er etwa zehn Meter in die Tiefe. Er erlitt einen Arm=, einen Beinbruch und andere Verletzungen. Verkehrshindernis. Auf der Brückstraße bei Kortländer stürzte am Dienstag nachmittag das Pferd des Bäckermeisters H. und kam direkt auf die Straßenbahnschienen zu liegen. Nachdem man das Tier ausgespannt hatte, konnte man es wieder auf die Beine bringen. Eine große Zuschauermenge hatte sich angesammelt. Seite 4 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 13. Februar 1936 Rund 1200 Bochumer Kinder werden dieses Jahr in der evangelischen Gemeinde Altstadt konfirmiert „Die Ostern zur Entlassung kommende evangelische Schuljugend steht inmitten der Vorbereitungen für ihre Konfirmation. In der evangelischen Gemeinde BochumAltstadt rechnet man in diesem Jahre mit rund Konfirmanden, die, nach Pfarrvezirken getrennt, an den Sonntagen des Monats März zur Einsegnung geführt werden. Die Konfirmationen finden an folgenden Tagen statt: 1. Pfarrbezirk am 22. März in der Christuskirche: 2. Pfarrbezirk am 15. März in der Friedenskirche; " 8. Pfarrbezirk am 29. März in der Friedenskirche; 4. Pfarrbezirk am 29. März in der Christuskirche; 5. Pfarrbezirk am 29. März in der Lutherkirche; 6. Pfarrbezirk am 15. März in der Pauluskirche; 7. Pfarrbezirk am 15. März in der Lutherkirche: 8. Pfarrbezirk am 1. März in der Christuskirche; 9. Pfarrbezirk am 8. März in der Pauluskirche; 10. Pfarrbezirk am 22. März in der Lutherkirche. Aus der evangelischen Gemeinde. Auf Anregung des Bochumer Schwerhörigenvereins findet in der Zeit vom 1. März bis zum 8. März zum ersten Male eine Evangelisationswoche für Schwerhörige und Taubstumme in der Johanniskirche am Weilenbrink statt. Eine besondere Mikrophon= und Lautsprecheranlage wird errichtet, um allen Teilnehmern die Vorträge verständlich zu machen. Das Thema lautet„Christus in der Großstadt". Die Andachtsstunden beginnen abends 8 Uhr. — Einem alten Brauch zufolge werden in der Passionszeit, die am 27. Februar beginnt, für die evangelische Gemeinde Bochum=Altstadt besondere Passionsgottesdienste abgehalten, und zwar Donnerstags in der Friedens= und Lutherkirche, Freitags in der Pauluskirche. Mit den Gottesdiensten ist eine Abendmahlsfeier verbunden. Steueranmahnung. Das Finanzamt erläßt im Anzeigenteil dieser Nummer eine öffentliche Mahnung der Steuerrückstände. Eieheit! Es nonerten die Preise am 12. Februar Möhren Psd 10 J Schwarzwurzeln Pid. 25 J Endiviensalat Sick. 25 J Aepfel.......... Pfd. 20—50 J Blumenkohl 15-30 J Wirsina Ufd. 15-18 J Weißkohl Pid. 10—12 J Ro kohl........... Pfd. 12—15 J Grünkobl Psd. 15 J Rosenkohl Psd. 25- 30 S Spinat Cellerieknollen Nüsse Feigen Sieckrüben Nfd. 12—15 J Stück 10-30 L Pfd. 20—50 J Pid. 20 J Pid•• Kartosseln. 10 Pid. 45# 5. Februar Pid 6 10 J Pid. 25 J Stück 25 5 Pfd. 20—50 S 15-30 J Pfd. 12—15 J Psd. 10 J Pfd. 12—15 J Pfd. 12 J Vfd. 25 J Pfd. 12 J Stück 10—30 J Pid. 20 50 S Pfd. 20 J Pfd. 8 S 10 Pfd. 45 J Pid. 35 S Pid. 25 J Pid. 12 L Stück—•3 3 Stück 10 3 Pfd. 50—70 S Pfd. 25 J Pfd. 90—110 A Pid. 100-110 A Pfd. 25 S Pid 25—30 Pfd. 15 Pid. 35 J Pfd. 30 J Dn Bochamet Instarinnung lagil Bananen Psd. 35 J Tomaten.......... Pid. 25J Zwiebeln Pfd. 12 Avfelsinen Sick—7 3 Zironen........... 3 Stück 10 J Tahnetäse........ Pfd. 50-70 J Quarkkase Psd. 25 S Rindfleisch Pfd. 90—110 S Schweinefleisch Pfd. 100-110 J Kabelsau Pid. 20 J Sceuuso Psd. 25 30 Seelachs Psd. 25 J Spph.......... Psd. 30— 30 Rolvarich Pfd. 30 J Heilbutt Pfd 60+ Rückgang der Kälte! Bericht des Reichswetterdienstes Essen=Mülheim. Unsere Witterung wird bestimmt durch einen sich von Island über England nach Westdeutschland erstreckenden Hochdruckkeil. Infolge kräftigen Absinkens hatten wir wolkenlosen Himmel und bei schwachen Winden verbreitet Dunst, wahrend es in Mittel= und Ostdeutschland durch Zufuhr milder Meeresluftmassen von der Nordsee her zu ergiebigen Schneefällen kam. Da auch noch nach Westdeutschland bei unverandertem Druck in der Höhe die milden Luftmassen vorgreifen werden, ist bei aufkommender Bewölkung mit Temperaturanstieg und nur noch mäßigem Nachtfrost zu rechnen. Aussichten für Donnerstag: Schwache Winde wechselnder Richtungen, bei verbreitetem Dunst und stellenweise Nebel in den Morgenstunden heiter bis wolkig, nachts Temperaturen etwa fünf Grad unter Null, tagsüber ansteigend bis auf null Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Schwache, vorwiegend nördliche Winde, wolkig und stark dunstig, Temperaturen ansteigend, nachts noch mäßiger Frost. Mittwoch, 12. Februar Barometer 24 Uhr: 137 8 Thermometer 34 Uhr:: 9 8 Zeiten für Sonne und Mond am 13. Februar: (2 Aufg..53, Unterg. 17.37;( Aufg.—.—, Unterg..12 In der Bürgergesellschaft hielt die Friseurinnung des Kreises Bochum am Dienstag abend ihre gut besuchte Jahreshauptversammlung ab, die von dem Obermeister Albert Wüst mit einem Gedenkwort für die im Vorjahr verstorbenen Kollegen eröffnet wurde. Der dann vom Obermeister erstattete Jahresbericht zeigte ein übersichtliches Bild der umfangreichen Tätigkeit der Geschäftsführung der Innung. Die Innung, die sich über die Stadte Bochum und Wattenscheid erstreckt, ist in 18 Bezirke unterteilt worden, um eine engere Zusammenarbeit der Kollegen zu erzielen. Die Mitgliederzahl ging von 545 auf 503 zurück. Im Laufe des Jahres wurden zahlreiche Geschäftskontrollen in bezug auf sanitäre Einrichtungen und der Kontrolle des pünktlichen Geschäftsschlusses mit der zuständigen Polizei durchgeführt. Von acht anhängig gemachten Ehrengerichtsverfahren mußten zwei vor der Handwerkskammer in Dortmund durchgeführt werden, um die Ehre und das Ansehen des Berufsstandes zu wahren. Das Innungsschiedsgericht trat in mehreren Fällen zusammen. Von den sechs gestellten Anträgen auf Geschäftseröffnung wurden nur zwei von der Handwerkskammer genehmigt. Die Beteiligung an den Förderlehrgängen war sehr gut. Der Obermeister dankte in herzlichen Worten seinen Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Besonderen Dank zollte er dem Geschäftsführer Dr. Bielefeld, der sich besonders in einigen Fällen von Schadensersatzansprüchen gegen einige Kollegen erfolgreich für diese eingesetzt hat. Sodann gab Dr. Bielefeld den Haushaltsplan für 1936 bekannt und machte dazu ergänzende Mitteilungen. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Referate der Vertreter des Arbeitsamtes Bochum. Obermeister Wüst betonte einleitend, daß in bezug auf den Pflichten gegenüber dem Arbeitsamt noch große Unkenntnis herrsche und er bat die Mitglieder den Ausführungen der beiden nachfolgenden Redner größte Aufmerksamkeit zu schenken, um sich vor Strafen zu schützen, die bei Verstößen gegen gesetzliche Bestimmungen eintreten müßten. Als erster sprach Dr. Emmerling über die bestehenden Bestimmungen hinsichtlich der Einstellung von Arbeitskräften. Er bedauerte, daß gerade in Handwerkskreisen die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsamt und Arbeitgeber nicht so vertrauensvoll sei, wie es im Interesse eines guten Einvernehmens sein sollte. Er machte dann eingehende Ausführungen zu den einschlägigen Bestimmungen betreffend Einstellung von Angestellten und warnte eindringlich davor, jugendliche Angestellte ohne Genehmigung des Arbeitsamtes einzustellen. Bei dem Arbeitsamt seien etwa 40 ältere Angestellte eingetragen, die ohne Arbeit seien. Auch bei Bedarf von Aushilfskräften sei das Arbeitsamt zu benachrichtigen. Dr. Blümer sprach dann in längeren Ausführungen über die Berufsberatungsstelle des Arbeitsamtes. Die Berufsberatung wolle dem Handwerk bei der Auslese geeigneter Lehrlinge helfen. Die Auswahl überlasse das Arbeitsamt grundsätzlich dem Meister. Er wies auf ein Abkommen zwischen dem Landeshandwerksmeister und dem Landesarbeitsamt hin, daß sich mit der Einstellung von Lehrlingen befaßt. Der Obermeister machte dann die Termine der Gesellenprüfung bekannt und wies auf die große Leistungsschau des Friseurgewerbes im Rahmen der Lehrlingsausstellung im Parkhaus hin. Mit Nachdruck betonte der Obermeister, daß die Tarife eingehalten werden müßten. Nur wenn die Genehmigung des Treuhänders vorliege, dürfte unter Tarif bezahlt werden. Die anregend verlaufene Versammlung klang aus mit einem Sieg=Heil auf den Führer. Bochumer Handwerk und Kunst arbeiten Hand in Hand. Zu dem in Nr. 25 des„B..“ veröffentlichten Bildbericht über die Ausschmückung des Maschinenhauses der Zeche„Lothringen“, Schacht 4, erfahren wir noch, daß die Gesamtarbeit dem glücklichen Zusammenwirken von Bochumer Handwerk und Kunst zu verdanken ist. Sie wurde erreicht durch die Zusammenarbeit zwischen dem Bochumer Malermeister A. Wilken und dem in Essen wohnenden Kunstmaler Otto Korn, die für die gesamte Raumstimmung gemeinsam verantwortlich zeichneten. Aehnliche Leistungen der Zusammenarbeit sind in Bochum schon mehrfach zustande gekommen. Die Malerei in der Maschinenhalle dient nicht nur dem Gedanken„Schönheit der Arbeit“, sondern darüber hinaus gleichzeitig der Werbung für den nationalen Gedanken. „Schule und partei“. Arbeitstagung des NS.=Lehrerbundes Zum ersten Male seit Bestehen des NS.=Lehrerbundes in Bochum fanden sich die in dieser Organisation zusammengeschlossenen Lehrerinnen mit den Vertreterinnen des Deutschen Frauenwerkes und des BDM. am Mittwoch nachmittag zu einer Arbeitstagung im Parkhaus zusammen, auf der es darum ging, einmal das Gemeinsame von Schule und Partei in der großen Erziehungsarbeit am deutschen Kinde herauszustellen und zum andern die verantwortungsbewußten Kräfte zu mobilisieren, die außerhalb der Berufsarbeit in der Gemeinschaft des Deutschen Frauenwerkes dem Volke und dem Führer dienen wollen. Für dieses erstrebenswerte Ziel suchte die im NS.= Lehrerbund tätige Kreisreferentin für Mädchenerziehung, Fräulein Lohmann, die äußerst zahlreich erschienene Lehrerinnenschaft zu begeistern. Sie sagte in ihrer Begrüßungsansprache, daß es für die deutsche Lehrerin nichts anderes geben dürfe, als die Pflicht, die ihr zu treuen Händen übergebene Jugend im nationalsozialistischen Geiste zu erziehen. Die sinngemäße Erfüllung dieser Aufgabe setze voraus, daß die Lehrerin auch warmen Anteil nehme an dem Wirken der NS.=Frauenschaft und des BDM.„„ 4 8 Nach diesen wegweisenden Worten ergriff die Kreisleiterin der NS.=Frauenschaft. Frau Goebbels als erste Rednerin das Wort zu einem tiefschürfenden Vortrage über die Ziele und Aufgaben der NS.=Frauenschaft. Sie forderte Frauen mit großen, starken Herzen. die es fertigbringen, über das Berufs= und Familienleben hinaus Mütter der Nation zu sein. Aus ihren Ausführungen wurde deutlich, daß trotz der Mitgliedersperre für die NS.=Frauenschaft allen Frauen, die willens sind zu helfen. noch viele Wege offenstehen, um sich im Dienst an Volk und Vaterland zu betätigen. Auf welchen Gebieten des nationalen Lebens die deutsche Lehrerin und Erzieherin ihre Kräfte aber nutzbar machen kann, erläuterte die Kreisschulungsreferentin der NS.=Frauenschaft. Fräulein Masling in ihrem aufschlußreichen Refergt über das Thema:„Lehrerin und NS.=Frauenschaft.“ Sie zeigte viele Möglichkeiten und gab auch zahlreiche praktische Winke, Bei allem Tun und Handeln müßten die lehendigen Ströme sichtbar werden, die sie zu einem seelischen Mittlertum befähigten. Berufsschuldirektorin Fräulein Worms gab eine Einführung in das wichtige Aufgabengebiet der Mütterschulung, das in seinen engen Bindungen mit Volk und Familie für die Lehrerin geradezu das gegebene ist, um ihre erzieherischen Fähigkeiten voll und ganz ausspielen zu lassen. Daß Schule und Hitler=Jugend nur in harmonischer Zusammenarbeit eine glückliche Zukunft der deutschen Jugend gewährleisten können, wurde von der Untergauführerin des BDM., Elfriede Pinkerweil, in aller Deutlichkeit dargelegt. 2000 BDM.=Mädel und 8000 Jungmädel sind in Bochum zu betreuen. Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen zu wollen in der Beschaffung der notwendigsten Heime und vor allem in den sozialen Schwierigkeiten, war der Wunsch der Rednerin an die versammelte Lehrerinnenschaft. Schulrat Wulfes in seiner Eigenschaft als Kreisamtsleiter des Amtes für Erzieher sprach ein kurzes Schlußwort, in dem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die wertvollen Erkenntnisse der Tagung in allernächster Zukunft fruchtbar werden möchten. Aamläpsehs die in der Sperationswunde zatadeneden Schadensersatzansprüche gegen Arzt und Krankenhaus vor dem Reichsgericht Wohin gehen wir heute Stadttheater: 20 Uhr: Markurell. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Der Dschungel ruft. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Liebesleute. Apollotheater: ab 15.40 Uhr: Ich liebe alle Frauen. Capitol: ab 15.15 Uhr: Es flüstert die Liebe. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Die törichte Jungfrau. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Der mutige Seefahrer. Lichtburg: ab 15 Udr: Im weitzen Rogl..d“ Seesadter. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Liebesträume. Odeon: ab 15.30 Uhr: Stradivart. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Stradivart. Café Industrie: Bunter Abend. Tonhallen=Gaststätte: Karnevalistischer Abend. Bei einer von dem Chefarzt Dr. B. im Juli 1930 im Marienhospital in W. ausgeführten Unterleibsoperation der Ehefrau des Klägers waren in der Wunde zwei Mulltupfer zurückgeblieben, die zunächst zu Eiterungen führten. Im August 1931 brach die seit langem verheilte Operationswunde unter starker Eiterabsonderung wieder auf, um die Mulltupfer auszuscheiden. Erst jetzt ließen die Beschwerden der Kranken nach. Der Kläger verlangt als Vertreter seiner Ehefrau von der katholischen Kirchengemeinde in W. als Inhaberin des Marienhospitals sowie von dem Chefarzt Dr. B. Schadenersatz in Höhe von 4392 RM. und ein Schmerzensgeld von 3000 RM. Während der Kläger behauptet, daß das Zurückbleiben der Mulltupfer auf einem Verschulden des beklagten Arztes beruhe, der nicht genügend Assistenzärzte hinzugezogen habe, behauptet der Beklagte, daß die Operation der Ehefrau des Klägers außerordentlich schwierig gewesen sei, da sich unvermutet eine tuberkulöse Erkrankung der inneren Geschlechtsorgane gezeigt habe, so daß die Operation wegen der Gefahr des Eiterflusses in die Bauchhöhle schnell beendet werden mußte und das Zurückbleiben der blutdurchtränkten Mulltupfer einen unglücklichen Zufall darstelle, für den niemand verantwortlich sei. Das Landgericht Bochum und Oberlandesgericht Hamm verneinten das Verschulden des Arztes und erkannten auf Abweisung der Klage. Das Reichsgericht hat der vom Kläger eingelegten Revision stattgegeben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an einen anderen Senat in Hamm zurückverwiesen. Aus den reichsgerichtlichen Entscheidungsgründen ergibt sich zunächst, daß die Verneinung des Verschuldens des beklagten Arztes auf der Annahme eines besonders schwierigen Operationsfalles durch das Oberlandesgericht beruht. In dieser Begründung findet das Reichsgericht insofern eine Lücke, als vom Oberlandesgericht nicht untersucht ist, weshalb bei der schwierigen Operation nicht solche Mulltupfer verwendet wurden die leichter auffindbar sind. Es stehe fest, daß in vielen Fällen Mulltupfer, die zur Blutstillung dienen, an lange zangenartige ter geklemmt werden. Hierüber hätte ein Sachverständiger vernommen werden müssen. Außerdem ist nach der Ansicht des höchsten Gerichtshofs die Fahrlässigkeit des Arztes wegen falscher Diagnosestellung vor Beginn der Operation nicht schlüssig verneint. Auf das Verschulden des Beklagten bei der monatelang dauernden Nachbehandlung ist das Oberlandesgericht überhaupt nicht eingegangen. Aus alledem ergibt sich die Aufhebung des Urteils—„Reichsgerichtsbriefe." (III 76/35.— 12. 11. 1935.) In schwerster Bedrängnis... Von der Meineidsanklage freigesprochen Die dritte Verhandlung vor dem Bochumer Schwurgericht war wieder eine Meineidsanklage. Es ist geradezu niederdrückend, wie groß noch immer die Zahl der Eidesverletzungen ist. Diesmal richtete sich der Prozeß gegen eine Frau N. von hier. Der Eid war in einem Eheprozeß geleistet worden, bei dem diese Frau belastende Aussagen machte. Sie blieb auch während der ganzen Verhandlung bei ihrer Aussage. Was sie mit ihren eigenen Augen gesehen habe, bekundete sie erneut mit aller Bestimmtheit. Eid stand gegen Eid. Wem sollte nun das Gericht folgen? Diese Frage ist oft ungeheuer schwer zu beantworten. Die von ihr belasteten Personen bestritten mit ebenso großer Energie daß sie sich schuldig gemacht hätten. Der Ehemann der Angeklagten geriet in den Verdacht der böswilligen Zeugenbeeinflussung und mußte es erleben, an Gerichtsstelle verhaftet zu werden. Obgleich er geltend machte, daß er nie und nimmer derartiges beabsichtigt oder getan hätte, wurde er einstweilen das Opfer des Tages. Die Verhandlung selbst fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt, da allerhand Dinge behandelt werden mußten, die man besser hinter verschlossenen Türen besprach. Da sich aber ergab, und zwar aus den Umständen heraus und nach den Erfahrungen des täglichen Lebens daß für die Richtigkeit der damaligen Aussage des Angeklagten eine gewisse Wahrscheinlichkeit sprach, kamen dem Gerichte doch gelinde Zweifel. In solchem Falle neigt sich die Waagschale zugunsten der Angeklagten gegen die bereits 2 Jahre Zuchthaus beantragt waren. Das Schwurgericht sprach die Frau mangels ausreichender Beweise frei, gab ihr aber zu verstehen, daß damit nicht etwa ihre Schuldlosigkeit festgestellt sei und daß noch weiter ein starker Verdacht gegen sie bestehen bleibe. Im Hintergrunde der ganzen Angelegenheit stand ein Raubanfall, der sich vor fünf Jahren in Bochum zutrug. Haß, Rachegefühle und andere Dinge spielen in diesem Prozeß mit hinein. Das Leben schreibt oft die wunderlichsten Hintertreppengeschichten... Hinter verschlossenen Türen Die Strafkammer Bochum setzte gegen einen jungen Mann aus Erkenschwick wegen fortgesetzten Verbrechens mit Knaben drei Jahre Zuchthaus und Ehrverlust fest. Mildernde Umstände konnten nicht bewilligt werden, weil die Fälle zu schwer lagen und der angerichtete sittliche Schaden allzu groß war. Wem wurde eine Geldkassette gestohlen? Am 6. Februar wurde im Kellergang des Hauses Viktoriastraße Nr. 37 eine Geldkassette gefunden, deren Eigentümer bisher nicht ermittelt werden konnte. Es handelt sich um eine Eisenkassette, gelblich braun gemasert, innen von roter Farbe, auf dem Deckel befindet sich ein Griff und eine Goldstreifenverzierung. Größe der Kassette 22 mal 17 mal 9 Zentimeter. Eigentumsansprüche können bei der Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 244, geltend gemacht werden. Gau=Führerinnenschule der RS.=Frauenschaft Voraussichtliche Eröffnung Anfang April Die Frage der Errichtung einer Gau=Führerinnen. schule der NS.=Frauenschaft des Gaues Westfalen=Süt ist schon seit längerer Zeit behandelt worden und## sind auch bereits die erforderlichen Schritte eingeleitet Wie am Montag der Hattinger Bürgermeister Jordan gelegentlich der Sitzung der Ratsherren in Hattingen mitteilen konnte, ist nunmehr die Frage endgültig gelöst. Die Gau=Führerinnenschule soll in Hai, tingen eingerichtet werden, und zwar in der früheren Villa Birscher. Mit der Eröffnung der Gau=Führerin, nenschule ist Anfang des Monats April dieses Jahres zu rechnen. Zunächst sollen etwa 50 Frauenschaftsmit, glieder darin untergebracht und geschult werden. Im März und April Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheines in der SA.=Gruppe Westfalen. Die von dem Reichsinspekteur für Reit= und Fahr, ausbildung SA.=Obergruppenfuhrer Litzmann angeordneten Prüfungen zur Erlangung des Reiterscheinez werden in dem Bereicht der SA.-Gruppe Westfalen von dem zuständigen Beauftragten in den Monaten März und April abgehalten.. In jedem Wehramtsmeldevezirr wird mindestenz eine Prüfung abgehalten werden. Dieser Prüfung können sich alle jungen deutschen Männer unterziehen, die den Jahrgängen 1911 bis 1918 angehören. Es ist ganz gleich, ob der Betreffende Angehöriger der SA., Ss. oder eines ländlichen Reitervereins ist. Auch solche Reiter, die in keiner der aufgeführten Einheiten Mitglieder sind, können sich zu dieser Prüfung melden. Verlangt werden bei dieser Prüfung nur geringe Anfangskenmnisse im Reiten und Fahren.. Für diese Bewerber sind die SA.= und SS.=Reiterformationen die gegebenen Vorbildungsstätten, daher ist auch für die SA.=Reitervereine die Aufnahmesperre aufgehoben. Der Besitz des Reiterscheines gewährleistet, 1. bei freiwilligem Eintritt in das Reichsheer, die Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen und 2. bei der pflichtmäßigen Aushebung, die bevorzugte Einstellung als Reiter oder Führer. Ort, Zeit und weitere Einzelheiten werden in der Tagespresse und durch Anschlag bekanntgegeben. Als Beauftragter des Reichsinspekteurs für Reitund Fahrausbildung zur Abnahme der Prüfungen ist für den Bereich der SA.=Gruppe Westfalen der Führer der SA.=Reiterstandarte 166 Ahlen, Kampstraße 16, Sturmbannführer Spaethe, eingesetzt. Sämtliche Anfragen bezüglich der Prüfungen sind an den Beauftragten zu richten. Ausgezeichnete Leistungen beim Reichswettkampf der NSKK. In diesen Tagen sind im Bereich der Motorstandarte 69 die Prüfungen zu der Gruppe 7(Technik) des RSKK.=Reichswettkampfes abgeschlossen worden. Diese technische Prüfung erstreckt sich auf fünf schriftlich zu beantwortende Fragen und auf vier praktische Aufgaben. Bei den schriftlich zu beantwortenden Fragen mußte der RSKK.=Mann seine motortechnischen Kenntnisse unter Beweis stellen, er hatte zu schreiben über die Arbeitsweise des Viertakt= und Zweitaktmotors, über die Zündungsvorgänge und darüber, wie ein Fahrzeugbrand gelöscht wird. Bei der praktischen Prüfung galt es, in möglichst kurzer Zeit Zundkerzen auszuwechseln, ein Triebrad am Kraftfahrzeug gegen ein Ersatzrad auszutauschen, den Schlauch in einem Tiefbettscheibenrad auszuwechseln und Düsenwechsel am Vergaser vorzunehmen Diese interessanten Aufgaben sind von allen RSRK.= Männern mit großer Begeisterung erledigt worden. Der Motorsturm 12/M 69 erreichte in seinem Motortrupp 5 unter Führung des Scharführers Ernst Reineke das beste Prüfungsergebnis dadurch, daß die wirkliche Antretestärke den anderen fünf Trupps gegenüber, die in ihren Leistungen mit ihm gleichwertig standen, die beste war. Reichsverband der Deutschen presse Kreisverband Bochum Samstag, 15. Februar, 16 Uhr, im Bochumer Hof in Bochum, Alleestraße, Sitzung des Kreisverbandes Bochum, zu der alle Schriftleiter eingeladen sind. Der Kreisverbandsschatzmeister ist in Kassenangelegenheiten bereits ab 15.30 Uhr zu sprechen. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei) Donnerstag, 13. Februar NSDAP. Altstadt. 20 Uhr: Schulungsabend im Rathaus, Zimmer 301. NSLB. Altstadt. 16.45 Uhr: Ortsgruppenversammlung im Schlegelbräu, oberer Saal. Es spricht der Museumsleiter des Ruhrtalmuseums in Schwerte, Josef Spiegel, über „Die Voxgeschichtssorschung an der westfälischen Ruhr“. NSDAP. Weitmar=Nord. 20 Uhr: Mitgliederversammlung bei Floren,, Normannenstraße. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Linden. 20 Uhr: Zusammenkunft der Politischen Leiter im Parteiheim. NS.=Frauenschaft Gerthe. 20 Uhr: Heimabend bei Kalthoff. RS.=Frauenschaft Langendreer=Oberdorf. 20 Uhr: Heimabend bei Heemann. Hordel. 19 Uhr: Schulungsabend für die Politischen Leiter, Amtswalter und=warte. Erscheinen ist Pflicht. NS.=Frauenschaft Grumme. Bunter Nachmittag Frauenschaftsheim mit Kaffeetrinken. Tassen und Zubrot mitbringen. NS.=Frauenschaft, Block Riemke. 19 Uhr: Pflichtabend im Josef=Wagner=Heim. „Kraft durch Freude“. Carl Napp kommt nach Bochum! Am 24. 25. und 26. März kommt Carl Napp mit seinem Ensemble nach Bochum. Wir können heute schon versichern, daß diese Abende Lachsalven hervorrufen werden, wie sie in Bochum noch nicht dagewesen sind. nach Winterberg! Entgegen der gestrt: zicht mit einem Omnibus, gpahr,## Winterberg gefahren. Die Uhr ab Hauptbahnhof. Weiterfahrt von Uhr. Der Preis beträgt ab Dortmund Fahrt von Bochum nach Dortmund### von 75 vom Hundert gewährt. un Verkaufsstelle, Kortumstraße 114. Sonntag: Fahrt gen Angabe wird dem Zug nach Bochum ist um.46 Dortmund um.16 .60 RM. Für die eine Ermäßigung meldungen bei der Vom 21. Februar bis 1. März 1936 nach Oberbayern Tegernsee— Lenggries. Die Fahrt wird in gut gebeizi#n Omnibussen durchgeführt. Auf der Hin= und Rücksabr# eine Uebernachtung in Stuttgart vorgesehen. Der Preis deträgt 50.10 RM. pro Teilnehmer. In diesem Preis ist Fadl“ geld und Verpflegung einbegriffen. Auch für die Tage Fahrt ist in dem genannten Preis die Verpflegung##e Uebernachtung einbegriffen. Anmeldungen in der kaufsstelle, Kortumstraße 114. „Der Hunderter im Westentaschl“ am 22. Februar 1936 im Vereinshaus. Die Tegernseer Bauernbühne, unter Lett##n von Anderl Schultes aus Egern am Tegernsee. tritt 22. Februar im Evangelischen Vereinshaus umgigntaschtdem stürmischen Lacherfolg„Der Hunderter im Lustspiel in drei Akten von Max Neal und Mar auf. Die Sprache ist so gehalten, daß sie leicht ist. Als besondere Einlagen: Meistersodlerin Seiser! mit bayrischen und Tiroler Jodlern, original=oberbavrisch; Schuhplattler=Tanz und Zithersolo von Richard Euteneuer. Eintrittspreis—,50 RM. Karten in der VerkaufssteueKortumstraße 114, sowie bei sämtlichen DaF.=Dienststeue (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 12) 3 Nr. 37 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 13. Februar 1936 Tuenen und Sport P 8—„B * ∆ Der 7. Tag brachte die Entlcheidung im Viererbob, 18-Kilometer-Skilanglauf und 5000„PeterEisschnellauf— Die Flagge Norwegens, Schwedens und der Schweiz am Sieg. Garmisch=Partenkirchen, 12. Februar. Sstecie Behalde Die hausichen Ssalsgen beraes heich esht. De. Lasie uich in Aenen Ketschere esescheg ad. Keit ie Ciantez seeh eie s cec secee 500 Meter mit.196 Minuten alle Wetberwerder hinter sich sie. der Relorszeit über wakei schlug Schweden Nor.1. Mitz, wes pgräher bringen“sgollte ob Deutschland die Endrunde erIm letzten Spiel schlug Amerika die Oesterreicher nut mnupe r muc..„— Spitze der Gruppe 2. Die Entscheidung im Viererbob DOppenne, der sehweiz! Oberleutnant Muly und Capadruff Iteuern SchweizII und Schweiz I zum Siege— Bob Deutichland I entfäuicht Oberleutnant Musy mit„Schweiz II“(1,19,60) unterboten wird. Musy ist somit auch im dritten Lauf wieder der Schnellste. Ungemein aufregend verspricht auch der Kampf um den zweiten bis vierten Platz zu werden.„Schweiz!“(.20.75) liegt noch an zweifer gtelle vor: England,(.20,74) und„USA.!“ folgt Deutschland vor„Frankreich!“ und„Belgien II“. Kilian scheitert in der Bayernkurve Zu Beginn des vierten und letzten Laufs sind die Tribünen dich gefüllt. Unter den zahlreichen Ehrengästen bemerkt man auch den Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg. Immer noch herrscht leichter Schneefall, aber die Bahn ist inzwischen doch sehr schnell geworden. Alle Teilnehmer sind bemüht, das Letzte aus Maschine und Mannschaft herauszuholen, um einen günstigen Platz zu erkämpfen. Zum Schlußlauf lautet die Reihenfolge: Startnummer 10 bis 1 und 19 bis 11, Somit eröffnen „Oesterreich II“ und„Rumänien II“ den letzten Gang. „Oesterreich II“ ist wiederum nicht sonderlich schnell und kommt nicht vom letzten Platz weg. Die Rumänen, die allerdings nur an vorletzter Stelle liegen, stürzen, haben aber Glück im Unglück, denn der Sturz verläuft äußerst harmlos: die Maschine schleudert in der Bayernkurbe kann nochmals abgefangen werden, gerät, abeg dann ausgangs der Bayernkurve auf die Böschung und kippt hier um. Die Mannschaft landet, ohne Schaden zu nehmen, im Schnee, der Schlitten fährt allein dem Ziel entgegen. kommen aber die Favoritenmannschaften. England geht in glänzender Fahrt in 1,19,11 Minuten über den Kurs und hat sich damit zumindest den dritten Platz gesichert. Ja, Mac Evoy darf sich sogar einige Hoffnungen auf die zweite Stelle machen, sofern Capadrutt nicht eine mindestens gleich gute Zeit herausholen kann. Hinter Mac Evoy geht der schweizerische Oberleutnant Musy, ein Sohne des früheren Bundespräsidenten, an den Start. Prächtig saust die Maschine durch die Kurven die genau geschnitten werden, so daß kaum ein Zeitverlust zu verzeichnen ist. Als die Zeit von 1,19,02 Minuten bekannt wird, da weiß jeder, daß hiermit der Kampf entschieden ist. Jubelnd werfen die Insassen die Arme in die Luft und werden auch für ihren Sieg lebhaft gefeiert. Anschließend holen„Belgien I“ und„Italien 1“ gleichfalls sehr beachtliche Zeiten heraus, die unter.21 Minuten liegen. Ungemein schnell ist dann„USA. II“, mit 1,19,32 Minuten wird die fünftbeste Zeit des vier„ Nach den Amerikanern ist Deutschland an der Reiße. Kilian ist sichtlich bestrebt, eine gute Zeit herauszuholen. aber in der Bayernkurve gerät die Maschine wiederum ins Schleudern und büßt wertvolle Zeit ein. Mit 1,21,20 Minuten müssen wir nicht nur„USA. II“ den Vortritt lassen, sondern wir werden auch noch von „Belgien II“ überholt, da Houben mit.20,68.Minuten wesentlich schneller ist als Kilian. Zuvor hat sich USA. durch eine tollkühne Fahrt von Stevens mit der hervorragenden Zeit von 1,18,84 Minuten endgültig den vierten Platz gesichert. Capadrutt fährt Bahnrekord Noch einmal erreicht die Spannung den Höhepunkt. Als letzter geht der sieggewohnte Schweizer Capadrutt ins Rennen, der für die Schweiz gegen die mächtig nach vorn gekommenen Engländer den zweiten Platz zu verteidigen hat. Capadrutt weiß, es geht um die Silberne Medaille. In phantastischem Tempo rast die Maschine durch die Kurven und stellt mit 1,18,61 Minuten einen neuen Bahnrekord auf, wobei Kilians Rekord um neun hundertstel Sekunden unterboten wird. Damit haben die Eidgenossen die Gold= und Silbermedaille erkämpft, England, kommt zur Bronzenen Medaille, dann folgen„USA.“,„Belzur gien II“,„USA. II“ und„Deutschland“. Endergebnis: 3. Lauf 4. Lauf Gesamtzeit „Schweiz II“ „Schweiz 1“ „England, I“ „USA. 1“ 5.„Belgien II“ 6.„USA. 11“ 7.„Deutschland I“ 8.„Belgien I“ 9.„Frankreich!“ 10.„Italien!“ 11.„Hesterreich“., 12.„Tschechoslowakei 13.„Oesterreich II“ „Rumänien II“ 11“ 1,19,60 120.75 120,74 20 1222.50 120,22 124.09 .21,67 .23.11 1,20,.98 1,26.17 128,13 1,30.95 .25,21 1,19,02 1,1861 1,19,11 .18,84 .20,68 .1933 121.20 120,67 122.32 1,20,64 1,24,74 1,25,11 1,26,24 (gestürzt) 5,19,85 5,22.73 52¾ 24./13 5,28,92 5,29,00 29.07 .29,92 5,30,36 531. 5,45,13 .45.52 5,.57,51 Garmisch=Partenkirchen, 13. Februar. ## schmelt vöicder! Am Mittwoch hat sich das Wetter wieder geändert. Der Himmel ist mit dichten Schneewolken verhangen. Bei jetzt nur acht Grad Kälte rieselt unaufhörlich Schnee herab, von den Bobfahrern nicht sonderlich freudig begrüßt. Auch den Zuschauern wäre etwas Sonne sicherlich willkommener gewesen, denn zur frühen Morgenstunde sind die Tribünen wesentlich weniger dicht besetzt als am ersten Tag. lich um 8 Uhr gehen drei Spurbobs über die Bahn, dann ertönt der Böllerschuß, der den Beginn des dritten Laufes anzeigt. Vom vierten auf den siebten Wie beim Staffellauf, so ist Deutschland auch im Viererbobrennen stark von Pech verfolgt Im ersten Lauf verlieren wir bereits einen unserer hoffnungsvollen Viererbobs, denn Trott stürzte Montag in der Bayernkurve und schied aus. Dafür entschädigte die vorzügliche Leistung von Kilian, der hier die beste Zeit herausfuhr. Aber schon im zweiten Lauf fiel lian zurück Die vordere Schlittenkufe wurde in einem Schlagloch total verbogen und nur mit Mühe und Not gelang es der Mannschaft, den Bob durchs Ziel zu bringen. Schon hier war der sonst keineswegs unmögliche Sieg verloren. Am zweiten Tag bleibt uns bei dem 3. und 4 Lauf das Unglück treu. Kilian muß in leichtem Schneetreiben als Erster über die Bahn, kann nur Zeit von.24,09 Minuten herausholen und verliert dadurch auch noch den vierten Platz an USA l; aber nicht einmal die fünfte Stelle kann gehalten werden; da im vierten Lauf verschiedene Maschinen ungemein schnell sind, muß Kilian mit dem 7. Platz vorliebnehmen. Wie„Schweiz II“ siegte Die Reihenfolge lautet im dritten Lauf: Startnummer 19 bis 11 und 10 bis 1. Hinter nur auf 1,24,09 Minuten kommt, folgen die Tschechen, die nicht sehr schnell sind. Dann holt aber Stevens auf„USA. 1“ mit 1,20,51 Minuten eine hervorragende Zeit heraus, die nur noch von zwei Maschinen, von „USA. II“ mit Taylor(1,20,22) und dem schweizerischen Ballangruds zweite„Goldene Der große Norweger fiegt auch über 5000 Meter in neuer olympischer Beitzeit— Finnlands gute Plätze Noch schallen von der Bobbahn die Zurufe der Zuschauer herüber, denn hier muß im letzten Lauf die Entscheidung fallen, da starten auch schon unten auf dem Rießer See die ersten Läufer zur zweiten Entscheidung des Eisschnellaufens. Hier unten sind bereits 3000 Zuschauer versammelt, die wiederum Zeugen erbitterter Kämpfe werden. Langsam füllt sich das weite Rund immer mehr, denn jetzt eilen die Interessenten in hellen Scharen vom Rießer Kopf auf das Eis, wo in 20 Läufen die nächste Entscheidung über 5000 Meter fallen wird. Die ersten Läufe bringen bis auf den Finnen Ojala zunächst keinen der großen Favoriten an den Start. Der Oesterreicher Löwinger siegt in 8,53,9 Minuten sicher vor Cho(Japan); noch klarer ist der Abstand der den Holländer Dijkstra von dem vorzüglichen Ojala trennt, der mit 8,30,1 Minuten eine Zeit herausholt, die lange Zeit nicht zu übertreffen ist. Der Amerikaner Lamb und der Schwede Johansson sind nicht am Start, so fällt der dritte Lauf aus. Ueberraschenderweise verzichtet auch der Amerikaner Freisinger auf den Start. Sames läuft ein gutes Rennen Einen äußerst erbitterten Kampf gibt es im siebten Lauf. Der Berliner Sames hat den Holländer Koops zum Gegner, der nach schnellerem Start knapp in Führung geht und zeitweise bis zu zehn Meter in Front liegt. Ein Zwischenspurt bringt Sames wieder sobe; seinten Boh Schweiz 38) setzien Laus der Viererbobs geuen Basuckod, nußse aber dennoch seinen Landsnann Ohertennant 9 aher mit einen Bod„Schug“, im ep jägdzus der Viererhoy Zeransaltungen der Winter Olpmpigde,„Hier rischt er einem Preszeichner. 8 Blatz.— Winitegpräsdent 9 drng I, 1ee xsteuert“ ihrem Hritten olhmpischen Siege entgegen. Sie liegt nach Bendigung der Bflchtübu Von links nach rechts — Capadrutt(Schweiz) fuhr mit seinen, Bob lassen und landete auf dem 2. Platz.— Ministepräsident Links neben dem Ministerpräsidenten dessen Gattin.— Sonja H lichem Vorsprung vor der Engländerin Ceeilia Colledae im Re Henie kennen. auch heute über 1500 Meter der schnellste Eisläufer der Welt sein? erleutnant Musy den Vortritt eine Zeichnung zurück. Pflichtübungen bereits mir deutHch. Hoffmann Die Willler-Shympiade-AirBnd! Seite 6 Nr. 37„ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 13. Februar 1936 heran, der auf der letzten Geraden auf gleicher Höhe erscheint und in härtestem Endkampf totes Rennen erzwingt. Die Zeiten von je 8,48,5 Minuten sind recht beachtlich. „Ivar der Schnelle“ Dann folgen weitere Favoriten. Der Norweger Staksrud holt mit 8,38,5 Minuten die bisher zweitbeste Zeit heraus. Und dann startet im neunten Lauf Norwegens größter Favorit, Welt= und Europameister Ivar Ballangrud, der am Vortage bereits über 500 Meter die erste Goldmedaille der Schnellaufkonkurrenzen gewinnen konnte. Mitt(Estland) ist für ihn natürlich kein Gegner. In unerhört schnellem Tempo umkreist Ballangrud die 400 Meter lange Bahn und läßt den Esten weit zurück. Mit einer Zeit von 8,19,6 Minuten ist sein Sieg so gut wie sicher, denn der Norweger ist seinem eigenen Weltrekord von 8,17,2 Minuten bedenklich nahe gekommen und hat eine neue olympische Bestleistung erzielt. Sandtner gibt auf Im zehnten Lauf trifft unser Meister auf den schnellen Finnen Blomquist. Sandtner hält sich fünf Runden lang ausgezeichnet, so daß man mit Recht von ihm eine gute Zeit erwarten darf, aber zu Beginn der sechsten Runde kommt er zu Fall und gibt in aussichtsloser Position das Rennen auf. Blomquist benötigt 8,36,6 Minuten. Finnlands Hoffnungen trägt der schnelle Birger Wasenius. In dem sehr scharfen Rennen kann er erst auf dem Schluß der Strecke dem guten Holländer Langediik enteilen und mit über 80 Meter Vorsprung mit 8,23,3 Minuten eine hervorragende Zeit erzielen, die ihm den zweiten Platz sichern sollte. Langedijk kommt mit 8,32 Minuten gleichfalls zu einer beachtlichen Zeit. Zur allgemeinen Ueberraschung ist dann der frühere Weltrekordmann Stiepl(Oesterreich) nicht so schnell wie erwartet; er läuft zwar 8,35 Minuten heraus, aber das reicht nicht zu einem der ersten drei Plätze. Ein ebenbürtiges Rennen liefern sich im drittletzten Lauf Kövari(Ungarn) und der dichtauf folgende Bersinsch(Lettland), aber ihre Zeiten liegen doch dicht an der Neunminutengrenze. Doch dann wird es nochmals lebhaft im Lager der Norweger, denn bis jetzt hatten sie wohl den Sieg sicher, aber Finnland hatte die beiden nächsten Plätze inne. Unter immer neuen Anfeuerungsrufen rast Mathisen um die Bahn; der Norweger läßt den kleinen Japaner Ri immer weiter zurück, aber er ist doch nicht schnell genug, um mit.36,9 Minuten mehr als den siebten Platz zu erringen. Im letzten Lauf zeigt der Schwede Johansson auch nur wenig und bleibt mit 9,06,4 Minuten entschieden hinter den Erwartungen zurück. Ballangrud— Wasenius— Ojala Weltmeister Ballangrud wird unter riesigem Beifall seiner Landsleute stark gefeiert, hat er doch schon die zweite Goldmedaille zu erringen vermocht. Die beiden nächsten Plätze, und damit die Silberne und die Bronzene Medaille, gehören allerdings Finnland, das in Wasenius und Ojala zwei weitere hervorragende Langstreckler aufzuweisen hat. Einen sehr guten vierten Platz sichert sich der Holländer Langedijk vor dem Wieneu Stiepl, dem Finnen Blomquist und dem zweitbesten Norweger Mathisen. Dann folgen Wazulek(Oesterreich), Staksrud(Norwegen), van der Scheer(Holland), Petersen(Amerika), Kalbarczyk(Polen) und gemeinsam an 13. Stelle der Berliner Heinz Sames und der Holländer Koops vor Schröder(Amerika), ein schöner Erfolg für den Deutschen. Das Ergebnis: 1. Ivar Ballangrud(Norwegen) 8,19,6 Min.(neue olympische Rekordzeit), 2. Wasenius(Finnland).23,3 Minuten, 3. Ojala(Finnland) 8,30,1 Minuten, 4. Langedijk(Holland) 8,32 Minuten, 5. Stiepl(Oesterreich) 8,35 Minuten, 6. Blomquist(Finnland) 8,36,6 Minuten, 7. Mathisen(Norwegen) 8,36,9 Minuten, 13. Sames(Deutschland) und Koops(Holland) je 8,48,5 Minuten. Neuer Schwimmweltrekord Peter Fick schwamm 56,4! In Newhaven im Staate Connecticut gelang es dem bekannten Amerikaner Peter Fick, den Weltrekord im 100=Meter=Kraulschwimmen von 56,6 Sekunden auf 56,4 Sekunden zu unterbieten. Eishockey: 9 Uhr: Ungarn— England Anschl.: Tschechoslowakei— Oesterreich 20 Uhr: Kanada— Deutschland Anschl.: Amerika— Schweden Eiskunftlaufen: 14.30 Uhr im Kunsteisstadion: Paarlausen! Eisschnellaufen: 9 Uhr: Entscheidung im 1500=Meter=Lauf Skilpringen: 11 Uhr: Sprunglauf für die Kombination (Entscheidung in der Mittwoch mit dem 18=Kilometer=Langlauf begonnenen Kombination.) Der dramatischite Kampf der Eishockey-Zwischenrunde Deutschland—England nach 3 Verlängerungen 1. Die Punkte werden geteilt— Kanade überfährt Ungarn 15:0 Tichechollowakei schlägt Schweden:1— USA ficgt:0 Kanadas Rache. Kanada— Ungarn 15:0(:0,:0,:0) Schon beim ersten Treffen des Mittwochnachmittags sind die drei Nebentribünen bis auf den letzten Platz besetzt. Dagegen weist die Haupttribüne des herrlichen Kunsteisstadions zu Beginn des Eishockeykampfes Kanada— Ungarn noch einige Lücken auf. Schon gleich merkt man, daß es den Kanadiern bitter ernst ist; ihre unerwartete Niederlage gegen England hat sie mächtig aufgeputscht, denn sie sind von Beginn darauf aus, ein möglichst günstiges Torverhältnis herauszuholen, um bei einer eventuellen Punktegleichheit nichts befürchten zu müssen. Ungarn ist der„Prügelknabe“, der eine haushohe Niederlage von 15:0(:0,:0,:0) Toren hinnehmen muß. Im ersten Drittel läuft die Sache noch gnädig ab, denn Ungarns hervorragender Torwart Csak erweist sich als Meister seines Faches. Dennoch kann Murray schon in der ersten Minute den Führungstreffer erzielen. Dann erhöht Farmer=Horn auf:0, während Neville bei weiterer Ueberlegenheit einen dritten Treffer folgen Obwohl Ungarn im zweiten Drittel die Kanadier durch körperliches Spiel an weiteren Erfolgen hindern will, bleibt Kanada klar überlegen. Barcza, der Verteidiger der Ungarn, muß heraus, dann wird Magyar des Feldes verwiesen. Aber trotz der dauernden Belagerung ist Csak im Ungarntor nicht zu schlagen. Da trifft die Ungarn ein harter Schlag. Ihr überragender Torwart erhält bei einem scharfen Schuß die Scheibe ins Gesicht und sinkt bewußtlos zusammen. Für ihn erscheint Monostori, der aber bei weitem nicht an das große Können seines Vorgängers heranreicht. Jetzt kann Kanada seine Ueberlegenheit auch zahlenmäßig zum Ausdruck bringen. Nicht weniger als sechs Treffer stellen den Stand bis Schluß des zweiten Drittels auf 12:0. Im Schlußdrittel bleibt Kanada gleichfalls klar überlegen, aber gegen die verstärkte ungarische Abwehr gelingen nur noch drei weitere Erfolge. Das Spiel ist zudem recht hart. Barcza und Murray müssen nach einem Zusammenprall beide für eine Minute vom Platz, anschließend muß Barcza wegen neuerlich unfairen Spiels sogar für zwei Minuten das Feld verlassen. Kanada kommt durch Farmer=Horn. Thomson und Farauharson zu seinen restlichen drei Treffern und erzielt bier mit 15:0 Toren das bisher höchste Ergebnis des Olympischen Turniers in Garmisch=Partenkirchen. Es ging heiß her.. Tschechoslowakei— Schweden:1(:1,:0,:0) Anschließend spielten in der Gruppe II die Tschechoslowakei und Schweden. Es war ein schnelles, mitunter aber auch reichlich derbes Spiel, in dem die Tschechen mit:1 siegten, nachdem sie im ersten Drittel mit:1 zurücklagen. Die Tschechen setzten mit wilden Angriffen ein, aber bald hatten sich die Schweden gefunden, und in der 13. Minute schoß auch Norrberg die Führung heraus. Im zweiten Drittel entbrannte dann ein heißer Kampf. Durch einen Weitschuß von Tozicka schafften die Tschechen den Gleichstand, aber dann„ging es rund“. Tore fielen um und Schläger splitterten! Stürmisch klang das„Heja“ der Nordländer aus den Zuschauerrängen; ungestüm erwiderten die Tschechen. Groß war ihr Jubel, als Jirotka das:1 für sein Land erzwang. Nach etlichen erregten Szenen, die der Schiedsrichter mit Hinausstellungen beantwortete, beruhigten sich aber in der Pause zum letzten Spielabschnitt wieder die Gemüter. Nachdem Malecek mit einem überraschenden Weitschuß das:1 erzielt hatte, flammten die Tiefstrahler auf und tauchten das Spielfeld in ein blendendes Weiß. Peka im Tschechentor hatte nun bange Minuten zu überstehen, aber meisterhaft wehrte er sich gegen den schwedischen Sturm und Drang. Zum guten Schluß umspielte Malecek zwei— drei Schweden, gab schnell an Kucera ab, der das:1 erzielte. Herondter Hanptin der verlangerung Deutschland gegen England:1(:0,:1,:0)— Nach drei Verlängerungen unentschieden abgebrochen cchsich nicht durchzusetzen. Kögel und Dailley mußten zwischenzeitlich für eine Minute eine Kunstpause einlegen. Zum Spiel Deutschland— England am Mittwoch abend war das Kunsteisstadion auch bis auf das letzte Fleckchen besetzt. Obwohl fast schon jede Sichtmöglichkeit ausgenutzt war, drängten sich noch immer die Schaulustigen durch die Tore. Man versprach sich von dem Kampf, der ja ungemein wichtig war, sehr viel Die Deutschen erschienen im gelben Trikot mit blauem Querstreifen, da die Engländer im weißen Sweater mit blauweißrotem Querstreifen spielten. Die Mannschaften: Deutschland: Egginger; Jaenecke, Bethmann Hollweg; Trautmann, Schibukat, George; Kögel, Wiedemann, Kuhn. England: Foster; Dailley, Erhardt; Chappell, Davey, Coward; Archer, Brenchley, Stinchcombe. Erstes Drittel torlos. Schon die ersten Spielphasen brachten packende Momente. Obwohl mit rücksichtslosem Einsatz gekämpft wurde, war der Kampf immer sportlich und fair. Die Deutschen machten sich aus dem englischen Sieg über Kanada absolut nichts und setzten sich unbekümmert ein. Aber die Engländer zeigten nicht nur ein sehr gutes Abwehrspiel, sondern warteten auch mit ausgezeichneten Leistungen im Sturm auf. Schon in der 4. Minute spielte sich vor Eggingers Tor eine aufregende Szene ab, aber der Deutsche war nicht aus der Ruhe zu bringen. Plötzlich war dann Gustav Jgenecke durch, obwohl ihn die Zuschauer stürmisch anfeuerten, vermochte er Nach zehn Minuten hatte sich Bethmann=Hollweg prächtig durchgespielt, umging mehrere Engländer, aber vor dem Tore verlor er die Scheibe. Dann hatten es Jgeneckes prächtige Alleingänge immer wieder den Zuschauern angetan, der Erfolg blieb aber aus, und so endete das erste Drittel torlos. :0 für England im zweiten Drittel Nicht minder aufregend war der zweite Spielabschnitt. Plötzlich war Dailley wieder durch, nur im allerletzten Augenblick konnte er von der Scheibe gedrängt werden. Zwischendurch hatte ein Schuß von Wiedemann das Ziel verfehlt. Pech war es, als Jaenecke nach einem prächtigen Alleingang die Scheibe gegen den Pfosten schoß, aber kein Deutscher zur Stelle war, der die Scheibe im Nachschuß hätte verwandeln können. Dann fiel unerwartet die Führung für England. Davey spielte sich allein durch, drei Meter trennten ihn noch von dem deutschen Tor. Egginger stürzt ihm entgegen, aber der Engländer umspielte ihn und schießt in der 8. Minute das:0 für sein Land heraus. Die Engländer wurden nun immer sicherer, und unsere Mannen hatten bange Minuten zu überstehen. Wieder war Brenchley durchgebrochen, aber Egginger schloß mit einer fabelhaften Parade den zweiten Spielabschnitt ab. Ausgleich im lettzen Drittel Als das letzte Drittel anbrach, da war es jedem Deutschen klar, daß unsere Mannschaft nun alles auf eine Karte setzen mußte. Die Spannung der Zuschaue war auf den Höhepunkt gestiegen. Die Deutschen stürm, ten mit Macht, aber volle sieben Minuten lang hielt der hervorragende englische Torwart Foster wie ein Boss, werk den deutschen Angriffswellen stand. So kam man bis zur neunten Minute. Mitten in der Belagerung des englischen Toxes war es Schibukat, der die Scheibe aus dem Gedränge förmlich herausangelte und zum:1 einschoß. Der Jubel der Zuschauer war unbeschreiblich. Weiter hielten die Deutschen das Heft in der Hand. obwohl die Engländer nun auch gezwungen waren, offensiv zu spielen, fielen aber bis zum regulären Ende keine Tore mehr und man mußte zur Verlängerung schreiten. Dreimal zehn Minuten Verlängerung Es setzte ein Kampf ein, wie wohl selten in einem Spiel zuvor. Drunter und drüber ging es in den ersten fünf Minuten der Verlängerung, aber Tore fielen nicht. In den zweiten fünf Minuten der ersten Verlängerung kamen auch die Engländer stark auf. Vor dem deutschen Tore beschworen sie Situationen herauf, die nur die meisterliche Kunst eines Egginger zerstören konnte. Immer wieder holte er einem angreifenden Engländer die Scheibe vom Stock weg oder stürzte sich tollkühn in den Kampf. Die Deutschen waren nun in arger Not, aber sie kamen über die gefahrdrohenden Augenblicke hinweg. So verstrichen auch die ersten und zweiten fünf Minuten der zweiten Verlängerung. Die letzten zweimal fünf Minuten in der dritten Verlängerung sahen einen mitreißenden Kampf, der an dramatischen Höhepunkten einfach nicht zu übertreffen war. Immer wieder waren die Tore in höchster Gefahr, aber Egginger und Foster zeigten sich als wirkliche Meister ihres Faches. Von den Deutschen gab jeder sein Letztes, auch der im zweiten Drittel verletzte Trautmann, dem die Zuschauer eine besondere Ovation brachten, als er sich zur letzten Verlängerung wieder auf dem Eis einstellte. Alle Anstrengungen blieben aber erfolglos, so daß der Kampf unentschieden abgebrochen werden mußte. Amerika gewinnt nur knapp! Amerika— Oesterreich:0(:0,:0,:0) Als das zwischen Amerika und Oesterreich angesetzte letzte Spiel des Mittwochs angepfiffen wurde, war es bereits 23 Uhr geworden, dennoch harrte der größte Teil der Stehplatzbesucher unentwegt aus, während sich die Tribünen allmählich gelichtet hatten. Die Oesterreicher setzten den Amerikanern erbitterten Widerstand entgegen. blieben aber knapp geschlagen. Das erste Drittel begann mit leichter Ueberlegenheit der Oesterreicher, die zwei gute Torchancen hatten, jedoch hielt der amerikanische Torwart Moone ausgezeichnet. In den letzten Minuten des zweiten Drittels gelang dann den Amerikanern durch Garrison das erste und einzige Tor. Oesterreich machte zwar im letzten Drittel große Anstrengungen, um den Ausgleich zu erzielen, jedoch verteidigten die Amerikaner den einmal errungenen Erfolg. Die Tabellen der beiden Gruppen zeigen am Mittwoch abend folgendes Aussehen: Gruppe 1: :1 Cdesenhaufs auffer Heil — Nordlands Läuferelite im Kampf um den Sieg im 18 Kilometer-Langlauf— Erik Larsion(Schwed.) vor Oddbjörn Hagen(Norweg.)— Walter Motz belter Deutscher Mit dem 18=Kilometer=Langlauf erreichten die IV. Olympischen Winterspiele am Mittwoch ihren ersten Höhepunkt. Noch liegt über den Bergen ein Wolkenschleier, als sich die vielen Tausende auf den Weg machen, um im Skistadion, wo sich Start und Ziel befinden, oder an markanten Punkten der Strecke den verbissenen Kampf der Weltelite der Skiläufer zu beobachten. Heute gilt es, zu zeigen, wer neben großer Schnelligkeit auch über eine vollendete Technik verfügt, noch mehr als bei der schweren Dauerprüfung über 50 Kilometer gilt hier das technische Können des Läufers. Schon in früher Morgenstunde bemerkte man die Wachsprüfer“ auf der Strecke; sie kennen die Bedeutung ihrer Aufgabe, noch am Montag hatte Deutschland in dieser Hinsicht bei der Staffel die denkbar schlechtesten Erfahrungen machen müssen. Da die Strecke des Langlaufes fast durchweg an Nordhängen mit bestem Pulverschnee vorbeiführt, ist die Frage des Wachsens verhältnismäßig leicht, zumal ein feinkörniger Neuschnee gefallen ist. 115 Läufer aus 22 Nationen nahmen den schweren Kampf auf. Reges Leben und Treiben beherrschte schon zur frühen Stunde das Skistadion, als die ersten Läu fer— es waren deren 30— starteten. Die Wolkenvorhänge hatten sich geteilt und warm brach nun die Sonne durch. Die Tribünen füllten sich mehr und mehr Unter den zahlreichen Zuschauern aus aller Herren Ländern sah man auf der Ehrentribüne Staatssekretär Pfundtner, Generalleutnant der Landespolizei Da luege, Dr. Lewald, den Erbprinzen Gustav Adolf von Schweden und viele ausländische Offiziere. Ruhig und zuversichtlich standen die großen Skandinavier am Start. Die Norweger in ihren mausgrauen Rennblusen, die Schweden im traditionellen Weiß und die Finnen in ihrem königsblauen Leinendreß. Verhaltene Spannung liegt über den kampferprobten Mienen; die Könige des Skisports wissen, daß sie hier in ihrem Element sind, daß es aber unter ihnen zu einem unerhört harten Ringen um den Sieg und die Medaillen im Speziallanglauf oder um einen guten Platz und eine erste Chance für die Kombination geht, sind doch Spezial= und Kombinationsläufer zusammen ausgelost worden.(Wir wiesen bereits mehrfach darauf hin, daß es außer der bereits abgeschlossenen alpinen Kombination, die sich aus dem Abfahrts= und Torlauf zusammensetzt, noch eine Sprunglauf=Kombination gibt, die nach den Ergebnissen im 18=Kilometer=Langlauf und im Spezialspringen errechnet wird. Die Schriftleitung). Bogners undankbare Aufgabe Inzwischen haben sich die ersten Läufer bereits am Start eingefunden, Willi Bogner und die folgenden sind schon aufgerufen, es sind nur noch wenige Minuten bis zum Beginn des schweren, über eine Stunde währenden Kampfes Der Betreuer der deutschen Mannschaft, Pellkofer, findet sich bei Bogner ein, dann erscheint auch der Reichssportführer und spricht zu Bogner einige ermunternde Worte. Sie alle wissen, daß unser Meister vor einer ungemein schweren Aufgabe steht muß er doch als Erster starten und so die durch den Neuschnee leicht bedeckte Strecke wieder frisch spuren. Wenige Minuten vor 10 Uhr wird auch schon Begner gestartet und dann erst hört man den Böllerschuß, der den Beginn dieser mit schwierigsten aller olympischen Konkurrenzen verkündet. Unter immer neuen„Heilrufen" enteilt er mit weitausgreifenden Schritten den Blicken, und schon werden in Abständen von je 30 Sekunden die nächsten auf die Strecke geschickt. Da folgt der famose Italiener Gerardi, Oesterreichs vielfacher Meister Bosio, der schon an der dritten Winter=Clymviade teilnimmt, dann der Schweizer Meister Freiburghaus. Die Skandinavier unerreicht Norwegen hat den Kombinationsläufer Röen durch Sverre Bredahl ausgewechselt. Da aber Röen zur Kombination gemeldet ist, kann Brodahl auch nur zur Kombination und nicht zum Speziallanglauf zugelassen werden, sehr zum Leidwesen der Norweger, die ihren ausgezeichneten Mittelstreckler gern für beide Wettbewerbe eingesetzt hätten. Brodahl legt auch sofort ein ungemein scharses Tempo vor, gefolgt von Lindaren(Schweden) und Valonen(Finnland), dem alsbald unser zweiter Mann, Josef Gumpold, nacheilt. In der zweiten der sieben Gruppen liegt die Entscheidung zwischen dem Norweger Oesterklöfft und den stärksten Mitteleuropäern Meuardi(Italien), Mihalek(Tschechoslowakei) und dem Deutschen Walter Motz. Hier haben Schweden und Finnland in den Kombinationsläufern Westmann und Nikunen nicht ihre stärksten Waffen im Feuer. Umso stärker ist dafür die nächste Gruppe besetzt, in der zwischen Hagen(Norwegen) und Häggblad(Schweden) ein äußerst harter Kampf zu erwarten ist; wir hoffen auf unseren von Kaufmann. Und wieder gehen mit Iversen(Norwegen) und dem Schweden Matsbo zwei überragende Nordländer auf die Strecke, denen dann mit Schwedens großem Favoriten Larsson, dem Norweger Rustadstuen, dem Finnen Lähdi und dem Tschechoslowa; ken Simunek wieder eine erlesene Gruppe„nachsteigt". Schließlich starten— schon ist die Zahl 100 überschritten— noch Hoffsbakken(Norwegen), Niemi(Finulan)), sein Landsmann Jalkanen und der Tscheche Musil, sowie die Deutschen Wagner und Zeller. Während noch die Mehrzahl der Läufer auf das Startzeichen warten, kommen auch schon die ersten Meldungen von den Kontrollstellen ein. Gerade ist die Sonne zwischen den Wolken durchgestoßen, da verkundet der Lautsprecher die ersten Zeiten, die mehr als Worte von dem Ringen erzählen, das sich schon auf den ersten sechs Kilometer abgespielt haben muß, ist dochgif Reihenfolge schon recht beträchtlich verschoben. Freude stellen wir fest, daß unser Bogner sich als Mann recht gut gehalten hat, daß sogar Gumpold als zweiter Deutscher den eine Minute früher abgegangenen Finnen Valonen nach 6 Kilometer erreicht halAber zu solchen Ueberlegungen bleibt nicht viel Zeit. Neue Zeiten folgen, Bredahl muß ungemein schnel###; wesen sein, ebenso Oesterklöfft. Aber dann stellt wegens großer Favorit, Oddbiörn Hagen, diese Zeiten klar in den Schatten, erst Matsbo(Schweden) kann dann wieder mit einer annähernd gleichen Leistung gutz warten. Mittlerweile hat sich das Stadion schon#e geleert, die ersten hundert Läufer sind auf die gegangen. Je nach den Berichten der einzelnen Kontrollstellen bricht im Stadion bei den zahlreichen Anhängern verschiedenen Nationen lauter Jubel aus. Unser## seite 7 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger„ Donnerstag, 13. Februar hat seine führende Position verloren, hat nach Staffellauf und der erneut durch den wird, Unte.. Landsleuten stürmisch anZiel zu, von seinen Landsleuten sturmisch ansefeuert Er muß, zum Schlußz spurend, dennoch eine beachtliche Zeit herausgenufen haben; völlig erschöpft bricht er dicht hinter dem Ziel zusammen. Seine Zeit beträgt 1,22,23 Stunden und verdient alle Beachtung, denn unser alsbald folgender Meister beSchon erscheint aber auch der erste Norweger; Brodahl hat mit 1,18,01 Stunden eine Zeit erzielt, die lange nicht übertroffen wird, so daß die Norweger recht sind, ihn nur als Kombinationsläufer gewissen. Lindaren und Menardi übertreffen Gonbinetion stortende für die samos in Schwung, man wird vielleicht sehr lange auf den endgültigen Sieger warten müssen. I. In ständiger Folge treffen die Läufer am zuer ein. Unergartet getig erscheint der Thczscheshischene Staßfel slowaken. Es ist Simunek, der schließlich hinter seinem Landsmann Mihalek Mitteleuropa so vorzüglich vertrat em schwerzu, ust schwierigen V Zialiener und sich ebenso wie, sein Landsmann Musil und die Itauschne upe., müssen, der auch als Erster sicht; liener Demetz und Dienarot zwischen die nordische LauSed verteig Authzetung der leven Kräte frecbtsfersgie ziu schl de baher zur durch guten Platz kamen, hoffen noch immer auf ihren Niemi der als einer der Letzten mit Startnummer 104 abgegangen ist. Da der Finne auch dicht hinter dem eine Minute früher gestarteten Norweger Hoffsbakken auftaucht, ist der Optimismus im finnischen Lager durchaus bere Rennen gelaufen s# dann uug te)„geg, Grgagen danm Jal. Finnland die bronzene„eoalue. Tagegen kann Jalkanen, der Finnlands Staffel am Montag gewonnen hat, nicht zu seiner Bestform auflaufen, zu sehr steckt ihm noch der schwere Kampf in den Knochen. Wie groß immer noch die Ueberlegenheit der nordischen Elite in ihren Disziplinen ist, beweist nach der Staffel auch wieder der 18=Kilometer=Langlauf. Die Nordländer legen auf die neun ersten Plätze Beschlag. Schweden kommt durch den Lappländer Erik Larsson zur Goldmedaille, Norwegen durch Oddbjörn Hagen zur silbernen Medaille und Finnland durch Pekka Niemi zur bronzenen Medaille. Die weitere Reihenfolge lautet: Matsbo(Schweden), Hoffsbakken(Norwegen), Rustadstuen(Norwegen), Nurmela(Finnland), Häggblad (Schweden) und Iversen(Norwegen). Dann kommen, viel beachtet, die beiden Tschechen Nihalek und Simunek. An 18. Stelle endet als bester Deutscher der Münchener Walter Motz vor dem Italiener Gerardi und seinem Landsmann von Kaufmann. In der Kombination ist die Ueberlegenheit der Norweger geradezu erdrückend. Hagen führt hier vor Hoffsbakten und Bredahl und hinter dem Italiener Menardi folgt an fünfter Stelle mit Oesterklöfft ein weiterer Norweger. Das Ergebnis #erechtigt, denn beide müssen ein hervorragendes en gelgufen sein. Mit 1,16,09 Stunden schiebt##ict Spezialläuser: auch Niemi auf den dritten Platz vor und sichert 1. Erik Larsso 2. Srochoen, u Dig, 1 3. Pekka Niemi(Filmmuc) I,10,0g Standen 4. Martin Matsbo(Schweden) 1,11,02, Pud 5. Olaf Hoffebakken(Porwegen) 1/11.94 Stul ein rguser der ausgezeichneten Zeit von 1,19,01 Stunden kann sich sehen lassen. Sie sollte auch die beste aller Mitteleuropäer bleiben. Unser Walter Motz, der direkt nach ihm auf die Strecke scheint nach recht frisch zu seint. Schom seine früßeren Positionsmeldungen lassen erkennen, daß er eine faretZeit gelaufen haben muß. Der Lautsprecher verkündet.15.33 Stunden, im Norweger=Lager wird jubelnder Beifall laut, denn Hagen führt jetzt mit klarem Abstand. Der Schwede Häggblad, der 30 Sekunden nach seinem greßen Rivalen gestartet ist, kann dem Norweger nicht folgen und bleibt mit 1,18,55 Stunden klar zurück. Schon erscheint auch Nurmela, der den Vorsprung des Schweden fast aufholte und sich mit .18.20 Stunden vor diesem placiert. Mittlerweile auch unser G. von Kaufmann durchgekommen. Mit 1,2239 Stunden ist er bis jetzt unser zweitbester Läufer. Wieder erscheint vorzeitig eine der höheren wieder ist es einer der nordischen Garde, nämlich der Schwede Matsbo, der mit.1703, Ftznsen die bis jetzt zweitbeste Zeit herausholt. Nicht pier geht auch der vor ihm gestartete norwegische StaffelSchlußmann Iversen durchs Zier, der aber mit.18,56 Stunden lange nicht an diese ausgezeichnete Zeit heranWieder geht ein Raunen durch die Menge als noch völlig unerwartet ein weißer Läufer auftaucht. Sollte das schon der Schwede Erik Larsson sein, der doch eigentlich nach lange nicht an der Reihe ist? Vor ihm war doch Norwegens berühmtester Teilnehmer, Arne Rustadstuen, abgegangen, und von diesem war noch nichts zu sehen. Aber der Jubel im Schweden=Lager ist berechtiat, denn dort hat man schon den weißen Dreß klar erkannt, es herrscht kein Zweifel mehr, es muß Larsson und damit der Sieger sein. Mit 1,14,38 Stunden hat er Oddbjörn Hagen um fast eine Minute übertroffen und Schweden zur ersten Goldmedaille verholfen. Einige Minuten später erst geht Rustadstuen durchs in ziemlichen Abstand folgt der Finne Lähdi und dazwischen wieder einer dieser hervorragenden Tschecho1. Erik Larsson(Schweden) 1,14,38, Stunden 2 Otdbiörn Hagen(Norwegen) 1,15,33 Stunden „)::(Finnland).16.59 Stunden stunden soffebakten(Norwegen) 1/14.50 Stunden 6. Arne Rustadstuen(scorwegen) 1,18,01 Stunden 7. Sulo Nurmela(Finnland) 1,18,20 Stunden 8. Häggblad(Schweden) 1,18.55 Stunden 9. Iversen(Norwegen) 1,18,56 Stunden 10. Mihalek(Tschechoslowakei) 1,19,01 Stunden 11. Simunek(Tschechoslowakei) 1,19,09 Stunden 12. Jalkanen(Finnland) 1,19.27 Stunden 13. Demetz(Italien) 1,20,06 Stunden 14. Musil(Tschechoslowakei).20,14 Stunden 15. Lähdi(Finnland) 1,20.21 Stunden 16. Menardi(Italien) 1,20,34 Stunden 17. Lindaren(Schweden) 1,22,04 Stunden 18. Walter Motz(Deutschland) 1,22,20 Stunden Somd-Reine vor Cechd Coneuge Das Pflichtlaufen für Frauen abgelchloffen Viktoria Lindpaintner an 7. Stelle Wer hat richtig getippt? Der Stand unseres Olympia=Preisausschreibens nach dem ersten Wettbewerb Das Pflichtlaufen der Frauen wurde am Mittwoch im Kunst=Eisstadion beendet. Zahlreiche Zuschauer hatten sich wieder auf den Tribünen versammelt, die mit kritischen Augen die einzelnen Figuren verfolgten. Norwegerin Nana Egidius und Miß Wilson(Kanada) gaben auf, so daß nur noch 24 Bewerberinnen im Rennen liegen. Weltmeisterin Sonja Henie scheint ihre wahre Form am Mittwoch gefunden zu haben, denn sie machte mit einer so bestechenden Sicherheit ihre Figuren ins Eis, daß sie jetzt kaum noch zu überholen ist. Auch die Engländerin Cecilia Colledge fiel durch ihre prächtige Körperhaltung wieder auf, kam aber mit der Norwegerin nicht mehr ganz mit, so daß Sonja ihren geringen Vorsprung weiter behaupten konnte. Die Schwedin Vivi=Anne Hultén war am Mittwoch etwas unsicher, und so schob sich die Belgierin Liselotte Landbeck auf den dritten Platz vor. Einen guten Eindruck hinterließ unsere Vertreterin Viktoria Lindpaintner, die sich in einem solchen Klassefeld behauptete und an siebter Stelle liegt. Das Schlußergebnis im Pflichtlaufen: 1. Sonja Henie(Norwegen) 251,6 Punsle, 2. Cecilia Colledge(England) 248 Ju. 3. Liselotte Landbeck(Belgien) 235 Punkte, 4. Vivi=Anne Hultén(Schweden) 234 Punkte, 5. Gweneth Butler(England) 232,1 Punkte, 6. Maribel Vinson(Amerika) 231,8 Punkte, 7. Viktoria Lindpaintner(Deutschland) 250,8 8. Hedy Stenuf(Oesterreich) 224,5 Punkte. Nach dem für Deutschland betrüblichen Ausgang des Viererbobrennens um den olympischen Sieg haben die meisten der 1329 Bewerber um die fünf Freifahrten zur Berliner Olympiade den berühmten„Barbarossabart“ bekommen, dessen Länge durch die vorgetippte Placie= Brett Cadre ausgespielt. 19. Gerardi(Italien) 1,22,23 Stunden 20. von Kaufmann(Deutschland) 1,22,39 Stunden Die Wertung der Kombinationsläuser: 1. Oddbjörn Hagen(Norwegen) 1,15,33, Note 240 2. Olaf Hoffsbakken(Norwegen) 1,17.37; 227,8 3. Sverre Brodahl(Norwegen) 1,18,01; 225,5 4. Simunek(Tschechoslowakei) 1,19,09; 219 5. Menardi(Italien) 1,20,34; 211 6. Oesterklöfft(Norwegen) 1,21,37; 210,7 10. Willi Bogner(Deutschland).24,11; 191,2 11. Gumpold(Deutschland) 1,24,27; 190,4 12. Friedl Wagner(Deutschland) 1,24,33; 189.2 36. Anton Eisgruber(Deutschland) 1,31,38, 152,8 Im Speziallanglauf belegten Anton Zeller (Deutschland) in 1,24,31 den 27. und Friedl Däuber (Deutschland) in 1,24,47 den 29. Platz. Skiläufer fertigmachen. Westdeutsche Abfahrtsläufe am Wochenende? Wie der Gaupressewart des Fachamtes Skilauf, Gaue 9 bis 11, mitteilt, ist die Veranstaltung der westdeutschen Abfahrt= und Torläufe für Sonntag, 16. Februar, in Aussicht genommen, falls bis dahin die Schneedecke in Willingen sich weiter verstärkt hat. Eine endgültige Entscheidung fällt im Laufe des Freitags. Finden die Wettläufe statt, dann ist von 9 bis.30 Uhr die Ausgabe der Startnummern in der Schule in Willingen. Der Abfahrtslauf wird um 10 Uhr gestartet, und zwar je nach den Schneeverhältnissen am Ettelsberg oder am Treis. 30 der besten Abfahrtsläufer und =läuferinnen werden dann zu dem Torlauf, der mittags um 13 Uhr gestartet wird, zugelassen. Die Wettkämpfe stehen unter Leitung des DSV.=Lehrwartes Hans Martin Gärtner in Voerde. Die Olympiaglocke auf dem Reichssportfeld. Das Wahrzeichen der Olympischen Spiele 1986, die Olympiaglocke, ist Montag vormittag, nachdem sie während der letzten beiden Wochen auf sechs verschiedenen Plätzen der Stadt Berlin ausgestellt war, zum Reichssportfeld gebracht worden. Da der Bau des Glockenturms noch nicht vollendet ist, wird die Glocke vorläufig in einem Schuppen untergestellt werden. Bochumer Billard-Sport Thielens Deutscher Meister. In der Zeit vom 6. bis 9. Februar wurde in Brein die Deutsche Meisterschaft der 2. Klasse auf großem rung bestimmt wird. An der Spitze des Wettbewerbs liegt nach der Entscheidung im Viererbob Hans Dosquedt Laerstraße 32, mit 4 Punkten. Er hat richtig die Schweiz als Sieger vorausgesagt und England den dritten Platz zugetraut: er erhielt also für den Sieger drei, für den Dritten einen Punkt. 53 Teilnehmer erhielten je 3 Punkte, und zwar für den richtig vorausgesagten Sieg der Schweiz. Von den gesamten 1329 Einsendern hat außer dem Spitzenreiter nur noch Maria Strauch. Hattinger Straße 103, einen richtigen Doppeltiv„drin", wofür sie allerdings nur drei Punkte bekommt, weil sie die Schweiz auf den zweiten Platz und England auf den dritten Platz setzte. 290 Teilnehmer haben je zwei Punkte aus dem richtig vorausgesagten zweiten Platz des Bobs„Schweiz I“ auf ihr Konto gebracht. Neun Teilnehmer entschieden sich für England auf dem dritten Platz, während 977 völlig leer ausgingen... Es gelang unserm Bochumer Meister Thielens, Mitglied des Billard=Sportvereins Bochum 23, seine sämtlichen Partien zu gewinnen und damit den deutschen Meistertitel für sich und für die Bochumer Farben zu erringen. Thielens spielte einen Generaldurchschnitt von 14,28, einen höchsten Einzeldurchschnitt von 38,33. Es gelang ihm eine Höchstserie von 215, welche nur um 12 Punkte unter dem deutschen Rekord(227) rangiert. Erst im weiten Abstand folgen die nächst klassierten Teilnehmer, nämlich: Vögle mit 9,85, Madden mit 8,57. Wagener mit 7,31, Spanna mit.46, Krüger mit.46, Willems mit 641. Die Leistung von Thielens ist so hervorragend, oaß er sich in die 1. Klasse hineingespielt hat. Er wird nunmehr an dem demnächst in Nürnberg stattfindenden Meisterschafts=Turnier der 1. Klasse teilnehmen. Am Dienstag abend ließ der Verein seinem Deutschen Meister eine würdige Ehrung zuteil werden. Die Indianer greifen ein Sao=Sao, der Häuptling, der seine Leute an einer dazu besonders geeigneten Stelle den Paroupeba überschreiten ließ, war den Flußlauf entlang marschiert und hatte auf der Höhe des spanischen Lagers angelangt, im Morgengrauen viele kleine Feuer entzünden lassen. Die Spanier, angelockt durch den Lichtschein, waren sofort zum Ufer geeilt, konnten aber infolge der Dunkelheit und des dichten Gehölzes nicht mehr sehen als Feuerschein im Busch und ein wenig Rauch, der trübe am grauen Morgenhimmel aufstieg. So standen die spanischen Soldaten eine Weile unschlussig, dann, nachdem immer mehr und mehr an das Ufer gekommen waren, schickten sie sich an, den Paraupeba, der an dieser Stelle nicht tief, aber sehr reißend ist, zu durchwaten. Wohl hundert Mann, Flinten und Pulverhörner über die Köpfe haltend, stiegen ins Wasser. Als die Indianer dies sahen, verhielten sie sich ebenso vollkommen ruhig wie bisher, verlöschten die Feuer, um so den Anschein der Flucht zu erwecken, und schickten einen Mann stromaufwärts welcher, nachdem er etwa zweihundert Schritte zurückgelegt hatte, ein Huhn mit durchschnittenem Hals in den Fluß warf. Zurück! Krokodile im Fluß!!“ Die Spanier waren indessen langsam bis in die Mitte des Stromes gelangt und hatten nichts von den Vorbereitungen der Indianer bemerkt. Als das Wasser das verblutende Huhn an ihnen vorbeitrieb, konnten sie auch dieses in der Dunkelheit und in dem Nebel nicht wahrnehmen. Doch einige Zeit später schrie ein panischer Soldat auf und versank in den Wellen, und ihm folgten noch viele in das nasse Grab. Die meisten der Spanier versuchten sich jetzt schwimmend zu retten und das Ufer zu erreichen. Doch zwanzig von ihnen glückte es, ihr Leben zu retten. Die andern fielen den Krokodilen zur Beute, welche das Blut des Huhnes rasch angelockt hatte. Die Soldaten, die versuchten, ihren Kameraden Hilfe zu bringen, indem sie ihre Flinten gegen das Wasser abfeuerten, töteten durch ihre Ungeschicklichkeit die eigenen Leute oder verwundeten sie, so daß viele, verletzt und unfähig zu schwimmen, ertranken. Cartara, der eilig zum Ufer gekommen war, begriff nicht, daß es sich hier nicht um einen Unfall, sondern um eine Kriegslist der Indios handelte. Und das Huhn hatte niemand gesehen. Cartara, dem es vor allem darum zu tun war, festzustellen von wem die Feuer, welche man gesehen hatte, angezündet waren, ließ in aller Eile aus Balich und Zweigen ein Floß zusammenstellen und befahl wwanzig Mann, den Paraupeba zu übersetzen. Einer von biesen brachte das unzulängliche Fahrzeug wieder zum Strom gesetzt. Endlich, nachdem man mit diesen Dingen viel Zeit verloren hatte, drang man in den Urwald vor, der an dieser Stelle besonders dicht und stellenweise sogar sumpfig ist. Die Zurückbleibenden, welche ihren Kameraden nachblickten, sahen diese grade im Diaich verschwinden, da plötzlich löste sich das Boot— u sie meinten, von der Gewalt des Stromes erfaßt vom Ufer los, und der Fluß führte es fort. Jenen Indio, der, im Wasser liegend, das Seil durchschnitten hatte, bemerkte niemand. Der Adlerschrei Sao=Sao der Häuptling, hieß nun einen Mann den Schrei des Adlers nachahmen, und dieser Ruf wurde von den im Busch aufgestellten Wachen wiederholt, setzte sich rasch durch den Dschungel fort und wurde bald in Fort Hessen vernommen. Köhler und Rovera marschierten an der Spitze von fünfzig Mann augenblicklich ab. Die Spanier indessen, welche den Paraupebg übersetzt hatten, arbeiteten sich mühsam durch Geyviz und Dickicht in jener Richtung fort, in der sie den Feind vermuteten. Sie erreichten nach einiger Zeit eine Lichtung. Feuerstellen und noch glimmende Aschenreste verrieten ihnen, daß sie ihren Weg richtig gewählt hatten, und bald brach lauter Jubel aus. Sie fanden, halb im Schlamm des Urwaldes versunken, einen indianischen Schild aus purem Gold. Sao=Sao, der die Wirkung dieses, von ihm sorgfältig vorbereiteten Fundes klug berechnet hatte, konnte die Spanier, welche sofort den Boden rings um die Feuerstätten zu durchwühlen begannen, mühelos und unbemerkt einkreisen. Und während die von ihrer Goldgier verblendeten Soldaten noch damit beschäftigt waren, nach Soporgfzge suchen, fielen sie unter einem Hagel verg##### indianischer Pfeile. Die wenigen, welche man nicht getroffen hatte töteten die Indianer mit ihren Speeren und Keulen. So verloren die Spanier im Verlauf weniger Stunden viele ihrer besten Leute, ohne daß ein wirricher Vennrubigt durch de lange Abpesenheit frer, La. meraden, hatte sich ein großer Teil der spanischen Truppen am Flußufer versammelt. Ihre Waffen jedoch hatten sie in der Eile im Lager zurückgelassen. der Belagerten In diesem Augenblick erreichten zwei beisische Joger, die Köhler als Kundschafter vorausgeschiu, hatte, und stellte seine Leute so auf, daß je fünfundzwanzig von ihnen die Talsenkung flankierten. Die Spanier aber, welche nichts weniger erwarteten als einen Ausfall der Belagerten, hatten weder Wachen aufgestellt, noch sonst irgendwelche Vorsichtsmaßregeln getroffen. Sie gingen umher, schwätzend und rauchend oder beschäftigt mit Kochen und anderen Lagerarbeiten Köhler, der seine Leute vor Kampfeslust zittern sah und dem der Augenblick zum Angriff besonders günstig schien, wartete das Eintreffen der Verstärkung nicht ab. Durch einen Pistolenschuß gab er das Zeichen zum Angriff. Die Wirkung der ersten Salve war fürchterlich. Zwanzig Spanier stürzten tot um und viele wälzten sich verwundet am Boden. Ein unglaublicher Tumult entstand, man lief zu den Waffen, versuchte, sich hinter Kisten und aufgestapelten Sätteln zu decken. In dieser allgemeinen Verwirrung fanden die Hessen Zeit, ihre Gewehre neu zu laden und das Feuer fortzusetzen. Doch bald hatten sich die Spanier gesammelt. Niewie mand kann ihnen nachsagen, daß es ihnen an Mut gebrach. Diejenigen, die ihre Flinten nicht bei der Hand hatten, versuchten, den blanken Säbel in der Faust, die Stellung des Feindes zu stürmen. Andere feuerten die Pistolen, die sie im Gürtel trugen, ab und stürzten sich dann, nur mit Buschmessern bewaffnet, auf den Feind. Das Unglück, das sie schon am frühen Morgen getroffen hatte, und jetzt dieser so plötzliche Angriff ihrer Feinde versetzte die Soldaten in wahre Raserei. Aber das Schlimmste für sie war, daß sie ihre Feinde nicht sehen konnten, welche, gedeckt von Laubwerk und den dicken Stämmen der Bäume, nach ihnen zielten, ruhig wie auf der Jagd. Schon wandten sich die Spanier zur Flucht, eilten zurück in das Lager, da kamen ihre Kameraden, angelockt vom Geschrei und dem Waffenlärm, atemlos an, rissen die Fliehenden mit sich vorwärts und der Kampf— fast schon entschieden— begann aufs neue. Cartara, der Räuber, verlor nicht die Besinnung, ließ seine Leute— von Kugeln umpfiffen— aus Geräten, Kisten, Kesseln und Ballen, kurzum aus allem, was man gerade bei der Hand hatte, einen kleinen Wall aufrichten, achtete ihrer Toten nicht— ihre Tapferkeit wäre einer besseren Sache würdig gewesen—, und als sie endlich hinlänglich gegen die Kugeln ihrer Feinde geschützt waren, begannen sie ihre Gewehre zu laden und den Gegenangriff vorzubereiten. War ihre Zahl durch die ungeheuren Verluste auch zusammengeschmolzen, so verfügten sie doch reichlich über Gewehre und Munition. Cartara, der es verstand eine Chance auszunützen, ließ seine Leute nicht früher feuern, als bis jeder Soldat drei schußfertige Flinten neben sich liegen hatte. Dann gab er das Zeichen zum Angriff. Ein Teil der spanischen Soldaten stürmte die Höhen, die der Feind im Westen besetzt hatte, während die andern ein wohlgezieltes Gewehrfeuer auf den im Osten stehenden Feind unterhielten. So hoffte man, aus der Umklammerung der hessischen Kolonisten zu entkommen. Thomas Köhler, der wohl wußte, daß ein solches Beginnen für ihn den Anfang einer entsetzlichen Niederlage bedeuten mußte, sah nur einen Ausweg. : Porsichtig durch das dichte nier als Lager benutzten. Eetsschig durch das dichte Laubwerk der Bäume spähend, steuten sie fest, daß die zahl der Feinde weit geringer war, als sie vermutet jene kleine Talsenkung am Paraupebo,### nier walen. Denn kerr, 1chh wede. konnten sie wevei jehen noch hören. Als sie Kphler dae, Aerick, und nochmals wurchen zwanzig Mann un von bericht: Tuig au daem bereichneten Baum besestigen E Führung eines bewährten Unteroffiziers über den ein weißes Tu#y an vomn bezeichneten Daum befe zum Flußufer gegilt, waren, hören. Als sie soyter daSturm auf die feindlichen Stellungen Langsam rückten seine Leute vor, immer weniger durch das Dickicht geschützt. Schon fielen die ersten, dem spanischen Sturm war es gelungen, ein wenig Boden zu gewinnen. Da kam die ersehnte Verstärkung, und ohne ein Kommando abzuwarten, stürzten die Hessen mit Hurra auf den Feind. Die Spanier hatten nicht mehr Zeit ihre Gewehre zu laden, schon war ihre flüchtig errichtete Befestigung gestürmt und der Kampf ging in ein Handgemenge über. Jetzt waren die Spanier im Vorteil. Ihre Sät Säbel waren um gut zehn Zoll länger als die Buschmesser der Hessen, und viele von ihnen besaßen außerdem Dolchmesser. Cartara, dessen Kleider blutbespritzt an seinem riesigen Leib herabhingen, kämpfte wie ein Löwe. In jeder Hand einen Säbel, feuerte er seine Leute durch Zurufe an. Die Kämpfenden wälzten sich, zu dichten Knäueln geballt, am Boden. Die Spanier, wohl gewohnt, ihren Feind im Sturm zu überrennen, brachte die Hartnäckigkeit dieser alten Soldaten aus der Fassung. Langsam, aber stetig wurden sie zum Ufer des Paraupeba abgedrängt. Die Mestizen, die ihre Ponchos abgeworfen hatten und mit nacktem Oberkörper kämpften, durchschnitten ihren Feinden, nachdem sie sich diesen vor die Füße geworfen, mit ihren Messern die Sehnen der Fußgelenke. Sie waren furchtbar anzusehen. Die Schnelligkeit ihrer Bewegungen, die Raserei der Vernichtung, die sie erfaßt hatte, machte sie jenen Dämonen ähnlich, mit denen ihr Aberglaube Busch und Urwald bevölkert. Viele der Hessen hatten Pistolen und Säbel weggeworfen und schlugen mit den Kolben der Gewehre auf die Spanier los. Noch einmal versuchte Cartara, seine Leute zu sammeln. Thomas Köhler, gefolgt von Rovera und allen, die noch unverletzt waren und genug Atem besaßen, um zu kämpfen, warfen sich ihm entgegen. Da plötzlich traf einer der Siedler den Räuber mit seinem Gewehrkolben an der Schulter. Cartara stürzte zu Boden, ein spanischer Soldat half ihm auf die Beine. Er versuchte zu fliehen, und die Spanier, die ihren wehrlosen Führer zurückweichen sahen, ergriffen die Flucht. Niemand folgte ihnen. Zu Tode erschöpft, aus vielen Wunden blutend, warfen sich Köhlers Leute zu Boden. Köhler, der selbst mit Wunden bedeckt und durch die Anstrengungen des Kampfes völlig erschöpft war, saß auf einem umgestürzten Faß, unfähig, sich zu bewegen oder zu sprechen. Endlich rafften sich einige auf, holten Wasser und Branntwein, die Verwundeten wurden verbunden, und man stärkte sich. Der Kampfplatz war mit Toten bedeckt. Ihre Verwundeten hatten die Spanier mitgenommen. Zwölf Hessen waren gefallen, alle übrigen mehr oder weniger verwundet. Köhler ließ seine Leute antreten, befahl ihnen, Gewehre und Pistolen zu laden, ihre Pulverhörner mit dem Pulver, das man den Spaniern abgenommen hatte, frisch zu füllen, und nachdem er einen Boten mit der Siegesnachricht nach Fort Hessen geschickt hatte, stellte er Wachen, und man begann, aus den reichlichen Vorräten der Spanier ein Mahl zu bereiten. Indessen traf Sao=Sao, der den Paraupeba aufwärts marschiert war und seine Leute an einer ungefährlichen Stelle wieder hatte den Fluß übersetzen lassen, am Kampfplatz ein. Er berichtete von der Niederlage, die er den Spaniern bereitet, und wie er sie in einen Hinterhalt gelockt hatte.„Du siehst mich“, sagte er zu Rovera,„voll Bewunderung für deine kriegerischen Taten vor dir stehen. Doch während ich mit dir spreche, sind meine besten Krieger unterwegs. Sie fahren in Booten stromabwärts und werden die Spanier überholen und vernichten.“ Die Indios nahmen an der Mahlzeit teil, halfen den Siedlern Holz fällen und Bahren für den Transport der Verwundeten zimmern. Dann hob man eine Grube aus, bestattete die Gefallenen und ordnete die Vorräte, die die Spanier zurückgelassen hatten. Waren in diesem Kampf auch viele Kolonisten gefallen, so erfüllte doch alle Glück und Stolz, man hatte die Schlacht bestanden und der drohenden Gefahr getrotzt. Die Beute war groß: Maultiere, Waffen, Lebensmittel, Oel, Branntwein, Arzneien und, was das Wichtigste war, sechs Tönnchen Schießpulver.„ 665 (Forrsetzung folgt) Seite 8 Nr 37 7 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 13. Jebruar 1936 aller Welt Eisenbahnralastterhe in Walgurten Zwei Züge im Schneesturm zusammen gestoßen— Bisher 13 Tote Der Emnpfung der Bihmpia=Gaste und Tennehmer in Mülchen dnb Sofia, 12. Februar. Am Dienstag abend, gegen 20 Uhr, stießen in der Nähe des Bahnhofs Asparuchowo zwei sogenannte gemischte Züge, d. h aus Personen= und Güterwagen zusammengestellte Züge, bei dichtem Schneegestöber zusammen. Nach den vorliegenden Nachrichten forderte das Unglück bisher 13 Tote, darunter eine Frau. Sechs Personen sind verletzt worden. Die beiden Lokomotiven und 35 Personen= und Güterwagen wurden schwer beschädigt oder völlig zertrümmert. Die Wagen sind ineinandergefahren, so daß man ihre einzelnen Teile auseinandersägen oder schweißen muß um die Toten und Verwundeten bergen zu können. Die Rettungsarbeiten dauerten die ganze Nacht über an. Sie wurden durch das anhaltende Schneetreiben außerordentlich erschwert. Obwohl der Bahnhofsvorsteher von Asparachuwo, der das Durchfahren der Züge bemerkt hatte, und das Unglück voraussah, sofort die nächsten Bahnstationen benachrichtigt hatte, konnte der Zusammenstoß nicht verhindert werden. In dem Schneesturm waren die Warnungsschüsse und die Notsignale von den Lokomotivführern überhört worden, so daß beide Züge in voller Fahrt aufeinanderstießen. Der Schneesturm über Bulgarien Schwierige Bergungsarbeiten an der Stätte des Eisenbahnunglücks anb Sofia, 12. Februar. Wie aus allen Teilen des Landes gemeldet wird hat der Schneesturm, der auch das schwere Eisenbahnunglück verursachte, überall großen Schaden angerichtet. In Warna am Schwarzen Meer wurden zahlreiche Häuser abgedeckt und Hunderte von Bäumen entwurzelt. Die im Hafen liegenden Schiffe konnten nicht ausfahren; mehrere angemeldete Dampfer sind überfällig. Nach Zeitungsmeldungen hat in der Nacht zum Mittwoch Ein Denkmal für den„Lehmpastor“ Hch. Hoffmann Die Stadt Sobernheim(Nahe) hat ihrem Ehrenbürger, dem 1926 verstorbenen Pastor Felke, bekannt als„Lehmpastor", in Anerkennung seiner Verdienste um die leidende Menschheit jetzt ein Denkmal errichtet, das am 9. Februar auf dem Vorplatz des Bahnhofes in Sobernheim feierlich enthüllt wurde. Unser Bild zeigt die Uebergabe des Denkmals, ein Werk des Berliner Bildhauers Paul Birr, durch den Vorsitzenden des Felkebundes, Stader(Krefeld), an die Stadt Sobernheim auch ein deutscher Dampfer dessen Name nicht angegeben wird, SOS ausgesandt, ohne daß man bisher etwas über sein Schicksal weiß Die meisten Drahtverbindungen sind unterbrochen. Die internationalen Züge verkehren mit vielstündigen Verspätungen. Aus Anlaß der Eisenbahnkatastrophe in Südbulgarien hat der deutsche Gesandte Rümelin dem Verkehrsminister die Anteilnahme der Reichsregierung und des deutschen Volkes zum Ausdruck gebracht. Die endgültige Zahl der bei dem Unglück ums Leben gekommenen Personen steht noch nicht fest, da sich die Aufräumungsarbeiten infolge der riesigen Schneewehen sehr schwierig gestalten. Man befürchtet, daß sich die Zahl der Toten auf 15 erhöhen wird Bisher wurden acht Verwundete geborgen. Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Philippopel—Burgas mußte bis zur Säuberung der Strecke eingestellt werden Starke Schneeverwehungen in Angarn dnb Budapest, 12. Februar. Die plötzlich über Ungarn hereingebrochene Kältewelle hat in der Provinz zu starken Schneeverwehungen geführt. Der Zugverkehr wurde in verschiedenen Teilen des Landes lahmgelegt. Auf der Landstraße nach Stuhlweißenburg kam ein mit zwei Pferden bespannter Bauernwagen im Schneesturm vom Wege ab, der Bauer und die beiden Pferde wurden später erfroren aufgefunden. Auf den vereisten Straßen Budapests kam es im Laufe des Montags zu mehr als 20 Unfällen, ein großer Teil der verunglückten Fußgänger mußte mit schweren Bein= und Armbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden. Wie gemeldet, veranstaltete die Reichsregierung am Montag abend aus Anlaß der WinterOlympiade in der Kongreßhalle des Deutschen Museums einen großen Empfang für die zahlreichen ausländischen Olympiagäste und=teilnehmer. Unsere Aufnahme zeigt einen Ueberblick über die festliche Veranstaltung in der Kongreßhalle Scherl-Bilderdienst Schweres Bauunglück in Paris Sendahn in die Seine gesturzt Die Insassen bei der Probefahrt ertrunken Paris, 12. Februar. Vor den Augen unzähliger neugieriger Zuschauer, die, wie immer, den Arbeiten an der Verbreiterung der Karussellbrücke über die Seine zusahen, ereignete sich gestern mittag ein schwerer Unglücksfall. Drei in einer Kabine aus Glas und Eisen befindliche Menschen stürzten mit dieser in die eisigen Fluten der Seine, ohne daß die sofort alarmierte Feuerwehr irgend etwas unternehmen konnte. An der Brücke, die vom Louvre nach dem linken Ufer führt, werden seit längerer Zeit Vorbereitungsarbeiten ausgeführt, da die Brücke dem ständig steigenden Verkehr nicht mehr gewachsen ist. Da aber der Fuhrwerksverkehr aufrechterhalten bleiben mußte, werden die Arbeiten zum größten Teil vom Wasser aus betrieben In zwei großen, in das Wasser eingelassenen und ständig ausgepumpten Eisenkästen werden die Pfeiler für die künftige erweiterte Brücke aus Beton montiert. Um bei der starken Strömung der Seine, die seit Monaten Hochwasser führt, diese Arbeit zu erleichtern, sollte eine neue Vorrichtung in Betrieb genommen werden, die in einer Laufkabine an einem Drahtkabel besteht, aus der die nötigen Materialien in die wasserdichten Schotten hinabgelassen werden können. Zu diesem Zweck wurden auf jedem Ufer etwa zehn Meter hohe Eisenmaste errichtet, die durch ein Laufkabel verbunden waren, an dem die Krankabine im Gewicht von zehn Tonnen hing. Diese Anlage sollte vor der Abnahme jetzt ausgeprobt werden, und ein Ingenieur bestieg mit einem Arbeiter und einem Monteur die Kabine. Als sich diese ungefähr über die Mitte des Flusses befand, gab der eine Eisenmast plötzlich nach und stürzte unter ohrenbetäubendem Krachen zusammen, während das Kabel mit der daran hängenden Kabine ins Wasser fiel. Jeder Rettungsversuch erwies sich bei dem schweren Gewicht der Kabine und der reißenden Strömung als völlig aussichtslos Auch der Versuch, einen Taucher hinabsteigen zu lassen, mißlang, da dieser in der Strömung überhaupt nicht an die versunkene Kabine herankam. Ein starker Schlepper, der allenfalls hätte versuchen können, die Kabine an dem unzerbrochenen Kabel wenigstens über den Wasserspiegel zu ziehen, war nicht zur Stelle, und so mußten die Arbeitskameraden der Verunglückten in tatenloser Verzweiflung mit ansehen, wie die Fluten über das Grab ihrer Gefährten dahinschlossen. Jede Hoffnung, die Menschenleben zu retten, hat man aber aufgegeben. Dammbruch vernichtet ostpreußisches Schöpswerk Königsberg, 12. Februar. Das neuerbaute elektrisch betriebene Schöpfwerk Petricken im ostpreußischen Kreise Niederung, das zur Entwässerung weiter Ländereien dienen sollte, ist durch Unterspülung von Wassermassen vernichtet worden. Als die Arbeiter morgens zur Arbeit kamen und das Werk betraten, mußten sie feststellen, daß die Wassermassen einen Damm, der das Schöpfwerk von einem Fluß trennte, zu durchfressen begannen. Trotz sofortiger Schutzmaßnahmen kam es zu einem Bruch des Dammes. Riesige Wassermengen drangen durch den Riß, so daß das Transformatorenhaus einstürzte. Der Dammriß wurde mehrere Meter breit und die Wassermassen zweier Flüsse ergossen sich in Gräben, Kanäle und über die Ländereien. Die umliegenden Arbeitsdienstlager in der Niederung und dem Großen Moosbruch wurden alarmiert. 3000 Sandsäcke wurden versenkt, doch die Durchbruchstelle des Dammes wurde immer breiter. Eine neuerbaute Betonbrücke droht unter den anstürmenden Wassermassen ebenfalls einzustürzen. Hundert weitere Arbeitsdienstmänner und die Bauern der ganzen Umgebung wurden mit ihren Gespannen aufgeboten, denn der Schaden ist riesengroß. Die monatelangen Arbeiten zur Elektrifizierung dieser Gegend sind vorläufig zunichte gemacht, alle Arbeiten müssen neu begonnen werden. Das Land steht weit unter Wasser. Der gesamte Winterroggen gilt als verloren. Rüben=, Kartoffel= und Mohrrübenmieten sind unter Wasser gesetzt. Alle verfügbaren Arbeitskräfte sind eingesetzt worden, um die Katastrophe zum Stillstand zu bringen. Französisches Wasserflugzeug vermißt Wie die französische Luftfahrtgesellschaft Air France mitteilt, ist man bis heute ohne Nachricht von dem Wasserflugzeug„Stadt Buenos Aires“, das den regelmäßigen transatlantischen Postdienst versieht. Einige Rettungsschiffe der Luftfahrtgesellschaft sind ausgelaufen. Auch ein Wasserflugzeug ist von Natal abgeflogen, um nach dem vermißten Flugzeug zu suchen. Gefahrvolles Rettungswerk Der deutsche Bergungsschlepper„Seefalke“ bei Hilfe leistung stark beschädigt.— Zwei Besatzungsmitglieder verletzt dnb London, 12. Februar. Der bekannte deutsche Bergungsschlepper„Seefalke“, der seit seiner Indienststellung vielen Schiffen Hilfe leistete, ist auf der Höhe von Waterford an der irischen Küste bei einer erneuten Hilfeleistung stark beschädigt worden. Er war dem schottischen Dampfer „Baron Graham“, der in einem schweren Sturm in Seenot geraten war, zu Hilfe geeilt, mußte aber unverrichteterdinge zurückkehren, nachdem ein Teil seiner Kommandobrücke von den Wogen weggerissen, die Funkanlage außer Betrieb gesetzt und in den Maschinenraum Wasser eingedrungen war. Zwei Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Die Stadt der Nabobs In Basel auf 140 000 Einwohner 182 Millionäre Genf, 12. Februar. Bei der Regierung des Kantons Basel=Stadt ist ein Initiativbegehren mit zahlreichen Unterschriften eingebracht worden, worin eine besondere Besteuerung der Millionäre beantragt wird. Es wird darauf hingewiesen, daß nach der Statistik für 1934 die Stadt Basel— die etwa 140 000 Einwohner hat— 182 Millionäre zählt, die zusammen ein steuerbares Vermögen von 382 Millionen Franken(1 Franken gleich 80 Pfennig), besitzen. Der Londoner Fleischerstreik beendet Der Streik auf dem Londoner Fleischmarkt Smithfield ist am Mittwoch nach einer Dauer von zehn Tagen beendet worden. Die Fleischergesellen und Arbeiter nahmen am Mittwoch morgen ihre Arbeit wieder auf, nachdem ihnen von den Arbeitgebern die Eröffnung von Lohnverhandlungen in Aussicht gestellt worden war. Schwere Unwetter und Erdstöße in Griechenland Ganz Griechenland wurde am Dienstag von schweren Unwettern heimgesucht. In Mazedonien wurden Erdstöße verspürt. In den Städten Serres und Fanthi versetzte ein Erdbeben die Bevölkerung in panischen Schrecken. Auf dem Peloponnes herrschten schwere Stürme. In der Gegend von Delphi sind eine Reihe Häuser eingestürzt. Die Verbindungen sind unterbrochen. Die im Piräus liegenden Schiffe haben die Ausreise verschoben. Französisches Militärflugzeug abgestürzt Dienstag nachmittag stürzte in der Gegend von Auvillars(Frankreich) ein Militärflugzeug ab, wobei die zweiköpfige Besatzung den Tod fand. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß sich eine Tragfläche löste, als das Flugzeug sich in ungefähr 200 Meter Höhe befand. Mötten a1ör! Aber Nacht einweichen in heißer(=Lösung.(1 Pakei auf 3 Eimer Wasser). Für Bäcker. und Metzgerwäsche mit eiweißhaltigen Flecken Einweichlösung nur lauwarm nehmen! Kochen in kalt zubereiteter, Seite 9 Nr. 37 Der Reichsh Ootb. A Reichshandwerksmei Berlin kommend, in D dem Reichskommissar Dr. Wienbec, an Handwerks teilzunehm tige Arbeit zu geben. Im Haus des Hand meister nach Begrüßu Grobe vor den Oberr Reichshandwerksmeisten werk werde nur dan # n es durch Opfer, zeichne. die Obermeister seien in erster Lin Tugenden das# G. Schmidt fuhr iz deutsche Bäckerha indwerk um seine E, ir glauben bei unser rausstellen zu müsse pfer zu einer geschlos iktor werden kann, 1 ie Opfertreue des Ho eutsche Volk nicht w einer Gegner werde. nierers Führers Ado fennig umsonst ausg isung, die von heute igen könnte" Der Besuch des R itte den Landeshe schmidt, veranlaßt en Kreise des Staate ie Behörden und die ionen des Handels ei ar Ministerialdirektor impfang anwesend. unächst fest, der sei gateriellen Wünsche ollten. Deutschland on diesen seien allei besetzgebung für das: deutschland lasse erke ationalsozialistischen trebt sei und sich ben rweitern. Die Ueber ls etwas Gegebenes abe ganz bewußt a ermieden, um nicht Trotz aller Motor trotz aller technist Industrie sei die bundenheit mit der Tausende von Arbeit die wichtigen Maschin Serien= oder Massen Umsatz im Handwerk stiegen sei, sei doch n Der Handwerker, be werker, der Bäcker ur bringen müssen und mal von der Substan werde auch der Weg sei durchaus ernst mi halb werde die Ehrei grüßt. Man könne kein Handwerk, aber nationalsozialistische materielle Unterlage eine weitere Unterm wußt Wert darauf ge werk wieder zu eine Rassenkampf sei kein eindringlich vor eine ihrer Idee für privat werk solle auch durch und GmbH. wieder Nach dem Reichsh kommissar, Ministeric ter des Reichswirtsche nicht nur zentral gele gehender lokaler Fö Kreise des Volkes. Neuregelung der Ore ein. Jeder Handwerks die Be Dies sei die einzige die uns bliebe. Wo stellt worden sei, ha stets mehr als 90 P Rh.-Westf. E Mitgeteilt vol B0 Fortlaufende Nottel 12..12. Div. Anfang Sch Altbestz. 5% Hossch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn .6. Farbenind. Geldmühle Felten& Guille Goldschmidt Harpen.. Hoesch-Köln Kall-Aschersil. 110.12 104.00 104.62 103.75 103 37 97.75 106.25 109 104 111.73 122.7511 151.25 120.25 117.62/1 113.00 115.75— 90.87 9 3—.—1 103 193 124 151 120 11 113 Kuxe Rteinkahlen 12. 2. Geasch Schwerin Heinrich 6250 385 3655 6550 915 3900 6250 8700/9100 Langds1 1750/1225011 385 3650 3100 730|12 bramtahlen Brucks.-f.— GuteHoffn. 3800 Leonhare 1870019: Wiche 1 1500 1220 ste 9 Nr. 32 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 13. Februar 1936 Der Reichshandwerksmeister in Dortmund Huns Wert maß eins Wenere Antermäderung erfahren Reden des Reichshandwerksmeisters und des Ministerialrats Or. Wienbeck Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt traf, von Berlin kommend, in Dortmund ein, um zusammen mit dem Reichskommissar für den gewerblichen Mittelstand, pr. Wienbeck, an Arbeitstagungen des westfälischen Handwerks teilzunehmen und Richtlinien für die künfIm Haus des Handwerks sprach der Reichshandwerksmeister nach Begrüßung, durch Bezirksinnzugsmeister Grobe vor den Obermeistern des Bäckerhandwerks. Der Reichshandwerksmeister sagte u.., das deutsche Handwerk werde nur dann blühen und gedeihen können, * n es durch Opfer, Disziplin und Kameradschaft sich eichne. die Obermeister als Offiziere des Handwerks eien in erster Linie dazu berufen, durch diese Tugenden das Ansehen des Handwerks zu fördern.“ G. Schmidt fuhr fort:„Wir wissen recht wohl, daß des deutsche Bäckerhandwerk ebenso wie das übrige Hindwerk um seine Existenz noch zu kämpfen hat; aber rir glauben bei unseren Entscheidungen als maßgebend rausstellen zu müssen, daß das deutsche Volk nur über pfer zu einer geschlossenen Nation und zu einem Weltsaktor werden kann, und wir glauben daher auch, daß die Opfertreue des Handwerks notwendig ist, damit das heutsche Volk nicht wieder ein willenloses Werkzeug einer Gegner werde. Ein Blick auf die großen Erfolge unserers Führers Adolf Hitler zeigt uns allen, daß kein Pfennig umsonst ausgegeben ist. Es gibt keine Patentlösung, die von heute auf morgen alle Sorgen beseitigen könnte“ Der Besuch des Reichshandwerksmeisters Schmidt hatte den Landeshandwerksmeister von Westfalen, Schmidt, veranlaßt, zu einer Aussprache die führenden Kreise des Staates, der Partei, ihrer Formationen, die Behörden und die Leiter der befreundeten Organisationen des Handels einzuladen. Auch der Reichskommissar Ministerialdirektor Dr. Wienbeck war bei diesem Empfang anwesend. Der Reichshandwerksmeister stellte zunächst fest, der sei im Irrtum, der vermute, daß die materiellen Wünsche des Handwerks erörtert werden sollten. Deutschland habe 1548000 Handwerksbetriebe, von diesen seien allein 50 Prozent Alleinmeister. Die Gesetzgebung für das Handwerk im nationalsozialistischen Deutschland lasse erkennen, daß das Handwerk sich im nationalsozialistischen Staat gesetzlich zu verankern bestrebt sei und sich bemühe, seine Arbeitsmöglichkeiten zu erweitern. Die Uebersetzung des Handwerksstandes sei als etwas Gegebenes hingenommen worden und man habe ganz bewußt an sich berechtigte Einschnürungen vermieden, um nicht zahlreiche Menschen brotlos zu machen. Trotz aller Motorisierung und Mechanisierung, trotz aller technischen Vervollkommnung in der Industrie sei die handwerkliche persönliche Verbundenheit mit dem Erzeugnis nicht zu entbehren. Tausende von Arbeiter seien Handwerker, die gerade die wichtigen Maschinen herstellten, die dann wieder zur Serien= oder Massenherstellung dienten. Obwohl der Umsatz im Handwerk von 9,2 auf 14 Milliarden gestiegen sei, sei doch noch längst nicht alle Not behoben. Der Handwerker, besonders der Nahrungsmittelhandwerker, der Bäcker und Fleischer, habe gewaltige Opfer bringen müssen und in den letzten zwei Jahren manchmal von der Substanz gegeben. Dem, der etwas leiste, werde auch der Weg zur Selbständigkeit eröffnet. Es sei durchaus ernst mit dem Anstand im Handwerk. Deshalb werde die Ehrengerichtsbarkeit des Handwerks begrüßt. Man könne sagen: Ohne Nationalsozialismus kein Handwerk, aber ebenso auch ohne Handwerk keine nationalsozialistische Wirtschaft. Diesen Idealen die materielle Unterlage zu geben, müsse das Handwerk eine weitere Untermauerung erhalten. Es werde bewußt Wert darauf gelegt. durch die Leistung das Handwerk wieder zu einem Wirtschaftsfaktor zu machen. Rassenkampf sei kein Konkurrenzkampf, deshalb werde eindringlich vor einem Mißbrauch der Bewegung und ihrer Idee für private Interessen gewarnt. Dem Handwerk solle auch durch die Bildung von Genossenschaften und GmbH. wieder auf die Beine geholfen werden. Nach dem Reichshandwerksmeister sprach der Reichskommissar, Ministerialdirektor Dr. Wienbeck, als Vertreter des Reichswirtschaftsministers. Das Handwerk könne nicht nur zentral geleitet werden. Es bedürfe auch weitgehender lokaler Förderung durch alle Stellen und Kreise des Volkes. Dr. Wienbeck ging dann auf die Neuregelung der Organisation des deutschen Handwerks ein. Jeder Handwerksführer müsse einmal im Jahr die Vertrauensfrage stellen. Dies sei die einzige und letzte Form der Abstimmung, die uns bliebe. Wo diese Vertrauensfrage bisher gestellt worden sei, habe die geheime Zettelabstimmung stets mehr als 90 Prozent der Stimmen für die eingeSeherdoerschicliahe se Aa. die Keisce Beiheslanger aus dem Handwerk anzuprangern, dann werde sie schließlich überhaupt nicht gebraucht werden und das sei der Idealzustand. Der Reichskriegsminister habe zugesichert, daß er alles tun werde, dem Handwerk Arbeit zu verschaffen. Das Handwerk werde sein Ziel erreichen, wenn das Volk erkenne, was das Handwerk bedeute. Das Führer=Heil und die Lieder der Nation beendeten den offiziellen Teil dieser Zusammenkunft. Im Schaufensterwettbewerb Sonderwerbung für Saar=Erzeugnisse Mit der Durchführung des Schaufensterwettbewerbs im dritten Reichsberufswettkampf wird gleichzeitig eine Aufgabe verbunden, die Beweis davon ablegt, wie die deutsche Jugend ihre Arbeit nach den wirtschaftspolitischen Notwendigkeiten ausrichtet. Nach der Rückgliederung des Saargebietes hatte die Wirtschaft an der Saar sich entsprechend umzustellen, da durch die 15jährige unrechtmäßige Abschnürung vom Reich die Absatzgebiete sich verschoben hatten. Aus diesem Grunde wird den Teilnehmern am Schaufensterwettbewerb die besondere Aufgabe gestellt, für den Kauf von Saarerzeugnissen zu werben, soweit die Geschäfte hierfür in Frage kommen. Selbstverständlich ist die Lösung der Aufgabe in dieser Form den Teilnehmern freigestellt. Es ist aber erwünscht, daß sich möglichst alle Beteiligten aus allgemeinen nationalpolitischen Gründen ernsthaft bemühen, diesem Vorschlag zu entsprechen. Die deutsche Jugend soll der Saar helfen zu beweisen, daß sie sich nach der Rückgliederung auf den deutschen Bedarf umgestellt hat und ; d a ß i h r e L e i s t u n g e n d e n A n f o r d e r u n g e n d e s d e u t s c h e n Marktes entsprechen. Die Durchführung dieser Werbung für die Saarerzeugnisse geschieht im Einverständnis mit dem Werberat der deutschen Wirtschaft. Nach Vereinbarung mit der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel sollen folgende Fachgruppen die Sonderwerbung für die Saarerzeugnisse durchführen: Textil, Leder und Schuhbedarfsartikel, Eisen=, Stahl= und Metallwaren, Hausrat, Glas= und Porzellanwaren, Spielzeug, Korbwagen und Kinderwagen, Gesundheits= und Körperpflege, chemische, optische und chirurgische Artikel, Möbel. Ringtausch junger Kaufleute mit dem Auslande. Es bietet sich Gelegenheit zum Austausch besonders befähigter junger Kaufleute, nach Dänemark, Holland, Belgien und Ungarn. Der Austausch zur sprachlichen und beruflichen Weiterbildung wird auf der Grundlage voller Gegenseitigkeit für Stellung und Gehalt vorgenommen, das heißt, die jungen deutschen Kaufleute machen ihren eigenen Platz für eine gewisse Zeit dem Ausländer frei und umgekehrt. Voraussetzung für den Austausch sind eine normal bestandene Lehre, eine Tätigkeit von mindestens ein bis zwei Jahren als Handlungsgehilfe und allerbeste Zeugnisse. Bewerbungen sind zu richten an den Ausschuß für den Austausch junger Kaufleute, Berlin, Neue Wilhelmstraße 9 bis 11. Deutschland ist bereit zu Besprechungen über den Warenverkehr mit Litauen Nachdem auf Grund der Wahlen im Memelgebiet Istatutgemäß ein memelländisches Direktorium eingesetzt worden ist, das ebenso wie der Landtag seine Tätigkeit aufgenommen hat und fortsetzt, hat sich die deutsche Regierung in Würdigung des litauischerseits verschiedentlich angedeuteten Wunsches nach einer Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Litauen durch Vermittlung des deutschen Gesandten in Kowno der litauischen Regierung gegenüber zu Besprechungen über die Ausgestaltung des beiderseitigen Warenverkehrs bereit erklärt. Börsen freundlich Rhein.=Westsälische Wertpapierbörse in Düsseldorf Die Börse nahm einen freundlichen Verlauf. Die Umsatztätigkeit hatte auf verschiedenen Marktgebieten einen lebhafteren Charakter. Bemerkenswert war, daß der Rentenmarkt erneut etwas in den Vordergrund trat. Die Nachfrage war nicht sehr groß, doch stand Angebot nicht gegenüber, so daß sich verschiedene Werte befestigen konnten. Am Aktienmarkt standen von Montanwerten die drei Hauptwerte Ver. Stahl mit 83½(plus ½ Prozent), Mannesmann 85(plus ½ Prozent) und Rbeinstahl mit 113¾ (plus ¾ Prozent) bei größerer Nachfrage im Vordergrund des Interesses. In den übrigen Montanwerten, die gleichfalls etwas fester lagen, waren die Umsätze geringer. Buderus plus ¼ Prozent, Deutsche Erdöl plus ¼ Prozent, Harpener plus ½ Prozent, Hoesch unverändert 90¾. Nur Dahlbusch ¼ Prozent rückgängig. Farbenaktien lagen ruhig, aber gleichtglls ¼ Prozent böher, 151¼. Der Kurenmarkt lag bei behaupteten Kursen wieder still. Koblenkuxe blieben ohne Geschäft. Von Braunkohlenwerten wurden Leonhard etwas billiger gehandelt; gute Nachfrage bestand für Michel und Vesta. Auf dem Kalikurenmarkt bleiben einzelne Aschersleben=Werte höher gefragt, doch kamen auch hier Umsätze nicht zustand. Der Einheitsmarkt lag etwas ruhiger, aber gut behauptet. Der Freiverkehr war etwas reger. Von Kohlenaktien waren Lothringen gut behauptet im Markt. Von Kaliaktien waren Burbach nicht ganz gehalten. Kortum, Humboldt=Deutz und Straßenbau Niederlabnstein wurden zu leicht erhöhten Kursen gebandelt: zu behaupteten Kursen verkehrten Dyckerboff=Wicking und Elsa Zement, während Kölsch=Fölzer etwas leichter im Markt lagen. Der Verlauf gestaltete sich weiter fest. Das Interesse für Ver. Stablwerke hielt an; bei steigendem Kurs wurden weitere Umsätze getätigt, die in der ersten Börsenstunde im ganzen etwa 90.000 Reichsmark betrugen. Mannesmann gewannen noch ¼ Prozent und RWE. ½ Prozent Schuckert konnten einen Teil ihres Kursverlustes wieder aufholen. Westd. Kaufhof fanden wieder Interesse und hatten gutes Geschäft bei steigendem Kurs. Auch Wintershal gingen weiter zu anziehenden Kursen um. Fesch, umn Sienerag Wichtig für den westfälischen Speisezettel Nach den Meldungen aus den deutschen Fischereihäfen ist in den Monaten Februar bis April mit größeren Seefischanlandungen zu rechnen. Besonders werden Kabeljau, Seelachs, Rotbarsch und Schellfisch auf den Markt kommen und bei den zu erwartenden günitigen Fangergebnissen eine vielseitige und preiswerte Gestaltung des täglichen Speisezettels ermöglichen. Der Reichsnährstand und seine Hauptvereinigung der deutschen Fischwirtschaft werden alles dazu tun, um den Seefisch bis in die entferntesten Teile des Reichs schnell und preiswert zu schaffen, damit die reichen Fänge dazu dienen können, die Fisch=Versorgung zu ergänzen. Jede Hausfrau weiß ja heute, daß Seefisch genau so nahrhaft ist wie Fleisch, und kennt die mannigfaltigen Arten der Zubereitung, die den Fisch in immer neuartiger Form zu einer gern gesehenen Abwechslung der Speisefolge werden lassen. Der Reichsnährstand hat gemeinsam mit der Hauptvereinigung mit sofortiger Wirkung für Februar, März und April die Propagierung eines zusätzlichen Fischtages für dringend notwendig gehalten, um die erwarteten Massenfänge restlos dem Verbrauch zuzuführen. Die Hausfrau soll es sich daher zur Pflicht machen, an diesen Fischtagen für die warme Hauptmahlzeit nur Fisch zu verwenden, ebenso wie in den Gaststätten und Verpflegungsgemeinschaften Fisch als Hauptgericht gereicht wird. Als Fischtag, der in jeder Woche eingehalten werden soll, ist für Westfalen und Rheinland der Dienstag festgesetzt. Die Fischtage werden sicher dazu beitragen, daß auch reiche Anlandungen in vollem Umfange der menschlichen Ernährung zugeführt werden können. Kalkulationskartell im Schrotthandel Gründung der Wirtschaftsstelle des Schrotthandels e. V. Vor einigen Tagen ist die Wirtschaftsstelle des Schrotthandels e. V. gegründet worden. Zum Ersten Vorsitzenden wurde der Leiter der Fachgruppe Schrott, Erich Windgassen(Düsseldorf), einstimmig gewählt. Aufgabe der Wirtschaftsstelle ist die Herausgabe von örtlichen und bezirklichen Einkaufsrichtlinien, die für alle Mitglieder bindend sind. Die Aufstellung dieser Richtlinien ist notwendig geworden, weil die Verdienstspannen im Schrotthandel einen derartigen Tiefstand erreicht haben, daß im Interesse der deutschen Wirtschaft gehandelt werden mußte, werden aufgefordert, sich der Schrotthandels e.., Düsseldorf, zuschließen. 700 Millionen Rasierklingen Die Hälfte exportiert Die deutsche Rasierklingenindustrie hat im Jahre 1935 ihre Erzeugung wesentlich steigern können. Insgesamt wurden rund 700 Millionen Stück Rasierklingen hergestellt gegenüber rund 600 Millionen Stück im Jahre 1934. Davon wurden etwa die Hälfte auf den Auslandsmärkten abgesetzt. Allgemein ist ein Abnehmen der Preise festzustellen, so daß vielfach in der deutschen Rasierklingenindustrie die Selbstkostengrenze erreicht worden ist. Die Einkommen= und Körperschaftsteuererklärung 1935 Herausgegeben von Rechtsanwalt Dr. Fritz Koppe, Hauptschriftleiter der„Deutschen SteuerZeitung und Wirtschaftlicher Beobachter“, Industrieverlag Spaeth& Linde, Berlin W. 35. Leider gehören die Steuern noch immer für viele zu jenen Dingen, denen sie am liebsten möglichst weit aus dem Wege gehen. Da wird es jedem angenehm sein, in der ausgezeichneten Erläuterungsschrift, die der Industrieverlag Spaeth& Linde, Berlin, herausgibt, einen Berater zu finden, der auch dem Steuerunkundigen die richtige Ausfüllung der vielen Fragen des amtlichen Formulars leicht macht. Punkt für Punkt, Zeile für Zeile wird gezeigt, wie vorgegangen werden muß. Wo es notwendig ist, finden wir ausführliche Erläuterungen. Besonders wichtig ist eine vollständige Liste aller abzugfähigen und nichtabzugfähigen Posten, die den Weg zu allen nur möglichen Steuerersparnissen zeigt. Die Umsätze der Warenhäuser waren im November 1935 um 8,8 Prozent niedriger als vor einem Jahre; im Dezember ergibt sich eine geringe Zunahme um .2 Prozent. Diese Besserung ist vor allem auf die Texlil= und Bekleidungsumsätze zurückzuführen, die um 4,4 Prozent höher als im Vorjahr waren. Berliner Börse Die Tendenz an der Börse wurde durch Sonderbewegungen am Aktienmarkt bestimmt. Das Geschäft war auch in den Spezialwerten lebhaft bei anziehenden Kursen, während alle übrigen Märkte ruhig lagen und keine wesentlichen Kursveränderungen gegen gestern aufwiesen. Der Markt der festverzinslichen Werte war bei kleiner Nachfrage freundlich gestimmt und in sich fest. Steuergutscheine waren weiterhin stark gefragt, Reichsschuldbuchforderungen lagen stimmungsmäßig fester. Die 4½prozentige Reichsbahnanleibe und Deutsche Reichsbahn=Vorzüge unverändert gesucht. Länder= und Provinzanleiben gut behauptet. Aus den Einzelheiten des Verkehrs am Aktienmarkt ist zu bemerken, daß Montanwerte erneut bei teilweise größeren Käufen um ¼ bis ½ Prozent fester lagen. Bei Mannesmann hat man jetzt auch Dividendenhoffnungen. Bei 120.000 Reichsmark Umsatz zog der Kurs auf 85½(84¾) an. Ver. Stahl hatten zu den ersten Kursen einen Umsatz von 100.000 Reichsmark und wurden mit 83½(83) genannt. Chemische Werte mit Ausnahme von Farben, die etwas lebhaftere Umsätze hatten, ruhig. Farben notierten 151½ nach 151. Goldschmidt 113 (112¾). Versorgungswerte lagen fast unverändert: Maschinenwerte uneinheitlich. Berlin=Karlsruher Industrie ½ Prozent höher, Orenstein ¾ Prozent auf 78 anziehend. Rheinmetall wurden mit 127¾ nach 127½ genannt. Der Blankotagesgeldsatz wurde am Geldmarkt unverändert mit 2½ bis 2¾ genannt. Der Verlauf der Börse und der Schluß waren weiter fest. Am Devisenmarkt notierten: Dollar.460(Vortag.455), Pfund 12,290(Vortag 12.305), Gulden 168,70(Vortag 168.74), Lira unverändert 19.78. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Der Geschäftsumfang an der Abendbörse war zwär nur gering, doch blieb die Haltung weiterbin fest. Lediglich in einigen Spezialwerten war die Umsatztätigkeit etwas lebhafter, da einige Kundenaufträge vorlagen. Am deutschen Rentenmarkt machte sich etwas Nachfrage geltend. Gegenüber den Berliner Schlußnotierungen ergaben sich im aroßen ganzen kaum nennenswerte Veränderungen. Die Auslandsbörsen Amsterdam: Uneinheitlich. Baris: Unregelmäßig. London: Nicht einheitlich. Brüssel: Fest. Mailand: Gut behauptet. Wien: Fest. Zürich: Fest. Getreidegroßmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 ko Verzen märk. 210.0 210.0(Koggenm..897 A. 21.19 21.10 Roggen märk. Industriegerste Hafer märk.. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) Berliner Elektrolytkupfernotierung vom 12. Februar: 50.25(Vortag 49.75) Reichsmark für 100 Kilogramm. Aluminium, 98 bis 99 Prozent, Bl.: 144 Reichsmark; Aluminium, in Walz= oder Drahtbarren: 148 Reichsmark. Rh.-Westf. Börse. Düsseldorf, 12. Feb. stgnat uen dülbemn Sehant, duntgrnente. Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen 12../12../12. 2/11..1„ 12..s12../3.3 Div. Antang SchiuölKasss Schluöl Din, Antanglschlus Kassa 110.12 104.00 104.62 103.75 103 37 97 75 106.25 111.75 122.75 151.25 120.25 4/17.62 51113.00 0115.75 3 90.57 90.75 Altbesstz 5% Hlossch Rll. 6% Krupp RM. 8% Mittelstahl %Ver. St. RM. Bnderus.. Dahlbusch St. Oisch. Atlant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn .Farbenind. geldmöhle Felten amp Guille Goldschmidt Harpen... Hoesch-Köln Kali-Aschersl. Nuxe Steinkehlen 12. 2. P#16 CarolusM. 400..20 Const. 46/6250/6530 C250 385 3650 3100 109.25 104.00 103.50 193.50 93 00 122.75 151.25 120.00 118.00 113.03 109.90 103 501104.50 104.87 103 50 103.50 97 874 122.75 120.00 117.62 113 25 90.62 3—.— 126.00126.00|126.00 109.78 104.62 1103 62 103.37 97.50 106.25s106 50 114 00 111.371111.50 122.50 151.50151.00 120.00 117.75 113.00 115.62—. 90 50 Klöckner-W. Mannesmann Masch.Untern. Reichsbank Rhein, Braun k. Rhein, Stahl w. Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schucker t& C. Siemens&Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall 12 86.25 85.00 98.25 81.62 188.75 12/222.25 4113.62 6s127.00 75 41133.12 7175.75 5 83 50 32.12 Zellst. Waldhof— 99.75 31.75 188.75 127.75 188.00 133.25 83.75 32 30 .0 85.75 32.22 186 62 225 00 114.12 12779 188.00 132.87 33.50 31.50 116 00 1s 29|119.00 99.75 99 87 111..|35 81.50 81.75 188.05 aieg113. 126 87 188.00 132 50 178.50176.13 96.62 83.00 32.12 99.00 erss Pernnardth. II. 2. 8300 6650 8300 /8800 n. 12001325 1200 1350 6 009 M0 Deutsshl. 385 415 Schmenn 3655/3905 Meinrieh 18700/9104 s BBeienrode 655en-Stas.— gSiegtr.lu.1— 8200 un 1ge0l?! Burdach.— 3900 9100 Zeimarnd Leonhare SST009300S900 S300Westfalen Liche 1 1500 12200 11300 12000Bellerh. 685 715 695 38503550 Pransschr. 3850 620.8890 615Mabigh 6200hleimbold. oe e Langd 1 1750 12250111750|12250 Freiverkohr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe Drapahchlen 12..1 11. Pveth. A.— Sstehoftn. 3800— S800HOprgar 4559/47504550 2. 890— 800 — 300 Kallkere 12. 11. 2. 61 733nigkeit— EEricasse 9/3300 2450 2475 1300 Uiseaburg 280 Aariegl. 7800 ane 12359 Hans L. /2350 Nar..2400 Neusollst. 2459 265 350032503500 2800 2475 260 45 462924732 62 — 400 Industrieaktien Oir Baleke Masch. Berg. 6. Dahl.V. Bonner 8g..H. Bösp. Walzw. Braunk Zok. Bruckd.-Nietl. Wurbsch al.46— ortm. Kitterdr. Döss. Hosf.-Br. Sss. Masch.8 oMDynamit A. Hod. Eschw. Berg. VI Slas-u. Sp. S, 3lückauf-B. 40 00Gebr. Goech. 46 Sotallssche Salz. Plochtisf 48.: Rabelw. Rheydt Kali-Chemie 121Kölheim. Berg. J0ähein. Metall a0 ähein, Spiegel. Roadergr. Brnk Bacht. 46. 8gd Schies-Oefries Schleg. Scharp. Naggonf. Vers. Nasserw. Geis..5 Bankaktien 4759Ransbech 3200 34 Reicheld.— 810 3750Thöringen 330 420 (Einheitsk.) 12.2. 11.2 7I.0 11.0: 130.0130 195.0112 —. 103.0 130.21303 15 10e 6104 113.0113.33 57.5 57.5 Colonia,.-.K. Zolonia Rückv. Ziadb. Feuerv. Hagelv. Köln. Lioyco A. v. Köln, Rückv. gr. (öin.Röckv. kl. Rentenwerte #5 Rhw..-Cr. Ghye.3 78.0 T7.5 141 14 110 7111. 115 5 114 0/114.5 20.020 —. 126. 133 0/136 124.7 86.5 435.0 91.9 108.1106.2 149 31500 135 0 939 92.8 92. 91.3 91. 91.5 91.5 1223 95.0 Versicherungeaktien 1202 1133 400.0 11 258.0159.0 199.4/129 0 Dir. 133211 126.0s126.0 242.9242.0 765.0765.0 95.0 95.0 233.9233.0 123.0123 0 82.81 82.0 96.5 15 94.0 96.0 96.5 415 94.0 96.0 3 3 Pfd. S. 4. S. 12. 10 dto. Gto. 3. 1 . 3/1½ 4to. dto. S. 11 3 dto. Gold.-Kom 1928. 1927 8.—6 74a Wd. Bod. Gofd. 6 1dto. Em. 3. 9/12, 14 Freiverkehre-Aktien 12. 2. 11. 2. 6 S 1• 1* 65.0—. 65.0— 45.0 47.0 46.5 48.0 108.0111.3198.5110.5 89.0 91.0 118 0121.0118 01220 58.0—. Gacdher k. K. Eiaa C. .-45.t doedb Hann. K. #ab. or Aothrin. Kathr. 6. Kunot. B. 5 ##n. Jur #Pb. 1s91 ∆ er Aclan —.——— 49.0 700 720 58.0 84.S 87.0 84.0 98.0 31.0 84.0 81.0 84.0 68.0 69.0 S8 al K0 0 ——.— 89.0 510 70.0 72.0 sso gr 150.0 g. 0isa 22—##8 0/890 Apek.me 414 50.9 44.0 50. Steuergatesheine #lg ab f. 4. 1994 I. 4. 133 I. 4. 193 I. t. 197 f. 4. 1m2 122.11.2, 103.7/193.7 107.7 111.1 110.6 110.0 107.7 111.1 110.6 110.0 Berliner Börse, 12. Febr. i Kölner 6as Aesches on e Commerz- und Privat-Bank.-., Fillale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstus 5% Einheltakurse Indusutrieerte 12. 2/11.2 12 Oitmann Neuh.—. Oimd. Akt.- Brav. 10 179.0 Union-Brau 12.—. 200, 0f. Opckorsh. Widm. 6136 5/130 Sorogz amp; 0 54.3 53.7 0 39.5 39.5 0 83.5 80.5 0 89.5 91.0 I.. 0— ch AkU A. E. 6. Anhalter Kohle 4schaff. Zeilst. Basalt Bayr. 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Com, 6106.5108.7 8109.0 9105.71 Hölldemeister Gruschw. Textil Luangmatre * eckethel Draht Haged: Hamb. Elettr. IMüpert Masch. Hindr.-Aufterm. Hofimann Stäcke Riohenichswerte Hoizmenn#. 7128.3/126.8sHoteldov.=Gea. 6147.7146. Serie des Genas Jsenbeck Bras. Jangnass Gahs. 6/128.0128. 9 76.9 9 99.8 89. Hôtte 7/129.0 0— 0 98.5 71143 2 8/149.0 49— 33 9Stolber. Zak Thüringer 6as Transradio Tuch Aachen 141.0 129.9 22 2 Inion chem. 9— 0 91.0 91 101145.7/146.0 138 0 er. Otsch. Wiekel Ver. Glanzst. 144.0Ver. Uitramerin Vogel Draht 1lagner& Co. D Wandererv. Varsteiner Grud. Nestfalen Draht Nickdler Brau. oigugerswerus 1. Bi se durdh JSches. Borm. s. 2 9111.9113.4: Berg-besth. 59122.01320. Gert. u. 642 915 33.3 77.3 15 1279 61146.0 1 61121.0 5 102.0 93.ASehoithess-Patz. 93.AZegerndorter u. 89. Aiemens dies 108.2 38.5 33.0 8/146.8 10131.0 4/100.0 0 93.5 41102.0 77. 119 127.0 117.2 121.2 106 36. 83.0 197.7 131.0 101.9 95.2 102.0 siem.& Halske 176.5s178.7 73.1 116 MUhlh.-Ruhr Anl Verkehrewerte 77.01 Ruhrerdd. Anl. 361 #Pr Ldof. A. Pfo. 131.0/14 Lddk. Westf. Pfe. #L dbk. Westf. Kom 119.8/110 5 10. Komm. Goldanl. s 130—., PNesf. Gech.Pfg. 45 DE. Hyp. B. Sin, Pfe. |143.5/144.0## P. Centr. bod. Pfd. 0—.—.#Pr Pfadr. Sk. Pfd. 71130.0s129.O Sasalt Obl. 61141.5/141#6 Concord. Berg Odl. # Daimier Benz Obi. o 95.2 95.2/ Klöcknerv. Obl. 8 150 0 150.0 Mont Cenis Obl. 0 63.5 67.3“ Ver. Siahl 60 5/125 5)—. 1/5 Ver. Stadl 47131 3 Siem. u. H. Odl. : Farbenbonds Dmsch. Anleibe A. 6. für Verkehr Joch. Geisenk. iamb. Amer. Pak. Hiamd. Södamer. #orod. Loye 01136.7 0 37.5 0 15.8 17.0 106.2 15.0 Rentenwerte 15 Ot. R. Schetz. 41 4 Dt. R. Anleine 44 255 O. R. Vouagan. .8% Raichsbann Seh. .0Westfalen Altbssitz 12 Sochum Anl. .0' Ouisburg. Anl. .045 Düsseld. Anl. .215 Elberfeid. Anl. 45 Essen Anl. 97.6 90 71 90.5 100.3/100 97.0 97.0 94.0 94.0 93 0 91 2 95.6 93.0 94 2 95.7 17.913. Scholcb. F. 85 3. Schuldb. F. 38 3. Schulcb. F. 40 3. Schundo. F. 42 3. Schudd. F. 43/8 97.3/1 Easen Steink. 42 103.1/102. 815 Harpener 45# 99.11 99. 1115 Rl. W. E. 3243 109.6 109.85 K. V. E. 30 91.71 91. 3115 Rvarchemie 43 91.0 90.015 Ruhrges 53 93.2 93.3/45 Rohrwasser 99 94.0 B 045 Runrwonng. 36 92.0 91.745 V. E. w. 52 95 2 96.2 95.5 95.5 95.5 95.5 97.0 105.8105. 102.5102 103.2103 „ 923 93.8 94 99 0 98 160 0/160.2 125.0125 96.6 35 12..12.2. AR Brief 99 7 99 6—. 93.5 96.5 97.2 99.5100.5 94.5 93.7 350 92.7 9. 94.7 96.0 90. 5 93.5 93.5 94.5 92.5 90.5 Westialenbank.-G. Austonrung samtlIehe: 9 a Bochum nkgesenatte Ausführung aller bankmäßigen Geschäfte Dresdner Bank Fillale Bochum Humboldtstr. 10 Fernruf 60001 Seite 10 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 13. Februar 1936 11 Nr. 37 Kjalmar Bergman Zur heutigen Aufführung seines Dramas„Markurell“. In Hialmar Bergman begegnet uns das üppigste Erzählertalent Schwedens seit Selma Lagerlöf und der einzige dramatische Autor von größerer Bedeutung seit Strindberg. Bergman ist in Schwedens Literatur eine Erscheinung von gesonderter und einzigartiger Stellung. Obgleich er für einen Humoristen gilt, ist der Kern seines Wesens dunkel und von fast orientalisch anmutendem Fatalismus. Ihm erscheint des Menschen Wille ohnmächtig, man versteht sich selbst und seine Handlungen nicht, wird getrieben von Grillen oder fixen Ideen. So nimmt der Dichter nur selten persönlich Stellung, soziale Probleme, Gut und Böse werden ganz objektiv gezeichnet. Das Interesse, das er an dem Geschehen nimmt, ist das des Naturalisten, der beobachtet, aufschreibt und die Folgerungen dem Leser überläßt. Bergmans Begabung liegt auf dem Gebiet des Romans, der Novelle und des Dramas, also der Gattungen, in denen er Menschen in Handlung zeigen kann. Seine nie versiegende Phantasie, die Leichtigkeit, mit der er mühelos, ohne je einen Faden zu verlieren, niederschreibt, kennzeichnen den echten Erzähler. Aehnlich wie Selma Lagerlöf erwachsen auch ihm die Stoffe aus dem heimatlichen Boden. Er eröffnet mit der Gesamtheit seiner zahlreichen Werke ein schwedisches Welttheater voll bürgerlicher Idylle, in denen unheimliche Marionetten ihr gespensterhaftes Wesen treiben. Den ersten Durchbruch des Humors bei ihm bildet sein Roman„Das Testament Seiner Gnaden"(als Drama zu Beginn der vorigen Spielzeit mit Erfolg am Bochumet Stadttheater aufgeführt). Und wenn in jüngster Zeit auch sein bedeutendstes Werk„Markurells i Wadköping“ ins Deutsche übersetzt wurde, so bedeutet das nicht allein die Abtragung einer Dankesschuld an den großen Schweden, der seine tiefe Sympathie für deutsches Wesen oft ausgesprochen hat, es bedeutet einen Gewinn für das deutsche Theater. H. W. Nachkommen der Rohenliauten Vielfach ist die Meinung verbreitet, daß die Nachkommen der Hohenstaufen, des großen Kaisergeschlechts im Mittelalter, ausgestorben seien. Demgegenüber scheinen jetzt direkte Nachfahren der Hohenstaufen einwandfrei nachgewiesen zu sein. Wie G. Grabmayr in der Südtiroler Zeitschrift„Der Schlern“ ausführt, stammen die Tiroler Adelsgeschlechter Mörl von Pfalzen zu Mühlen und Sichelberg und die Grafen Khuen von Belasi von Kaiser Friedrich II.(1215 bis 1250) ab. Diese Familien führen ihre hohe Abkunft auf einen Frederico della Scala zurück, der eine Enkelin des Hohenstaufenkaisers heiratete, und deren Tochter wiederum einen Heinrich von Völs auf Steinegg und Karneid(Karnei' ist die schöne Südtiroler Burg bei Bozen am Eingang des Eggen=Tales). Diesen Heinrich nennen beide Tiroler Adelsfamilien ihren Ahnherrn. England will Füme funken Das britische Rundfunkamt beabsichtigt, wie gemeldet wird, vom 1. Mai 1936 an ein Fernsehprogramm zu funken. Es wandte sich deshalb an einige große englische Filmfirmen mit der Bitte, ihm einige Filme zu überlassen. Die Firmen haben jedoch dies uns Wissen nicht nur energisch abgelehnt sondern auch mitgeteilt, daß sie beim Verband der Kinoindustrie den Vorschlag einbringen werden, allen Mitgliedern des Verbandes zu verbieten, in irgendwelche Beziehungen zum Rundfunk zu treten. Die englische staatliche Funkgesellschaft wird nunmehr einige Filme auf eigene Kosten drehen. züge unter die Haut gespritzt, und zwar in noch viel großeren Mengen(auf reines Gift berechnet)— jedoch ebenfalls ohne Vergiftungserscheinungen Es zeigt sich also, daß der Igel auch gegen Bienengift praktisch unempfindlich ist, und zwar noch um das Doppelte mehr als gegen Kreuzottergift. Die Berliner, von denen nur wenige das so genau merken, waren für die abgewogene Heiterkeit des Spie, les, das auf der Drehbühne lustig vorüberkreist, und für Klöpfers neuen Datterich ungemein dankbar. K. E. K Zwei Filmkünktlerinnen wurden Mutter Paula Wessely und Brigitte Helm. Legen Kreuzotter- und Bienengist geleit Die Unempfindlichkeit des Igels gegenüber dem Kreuzottergift ist bekannt. Jetzt hat die französische Forscherin M. Phisalix Versuche unternommen, um die Giftfestigkeit des Igels gegenüber dem Bienengift festzustellen. Sie ließ dabei einigen Igeln bis zu 52 Bienenstiche beibringen, wodurch eine reine Giftmenge von 15 bis 16 tausendstel Gramm einverleibt wurde. Die Versuchstiere zeigten keinerlei Vergiftungserscheinungen. Bei Vergleichsversuchen mit Auszügen aus Stechapparaten der Bienen wurden den Igeln die AusAls neuer Dozent für Zeitungswissenschaft ist der durch seine intensive Tätigkeit auf zeitungswissenschaftlichem Gebiete bekannte Dr. Karl Bömer, ein Sohn des früheren Direktors der Münsterischen Universitätsbibliothek, an die Universität Berlin berufen worden. Eine Ausstellung„Germanen über Europa“ wurde in Breslau eröffnet. Sie gibt einen Ueberblick über Wesen, Wandlung und Wiekung germanischer Kunst, ihre Begegnungen mit den übrigen Kulturen und ihr Weiterströmen bis in die Bauernkultur der Neuzeit. Für diese Ausstellung hat das Staatliche Museum für Vor= und Frühgeschichte in Berlin wertvolle Leihgaben zur Verfügung gestellt. Berliner Iheater Ein neuer„Tartüsse“— Theo lingen in der Berliner„Dolksbühne“ „Die endlose Straße", von Sigmund Graff und Carl Ernst Hintze, ist eines der nicht eben zahlreichen Weltkriegsdramen, die sich bisher als wertvolle und dauerhafte Bereicherung des deutschen Spielplanes erwiesen haben. Das Stück hatte jetzt auch vor der Jugend. im„Theater der Jugend“, Schillertheater Charlottenburg, einen vollen Erfolg, an dem die sorgfältige Einstudierung durch Hermann Albert Schröder und die Leistung der Schauspieler— Walter Süßenguth als Hauptmann, Jakob Sinn als Feldwebel— gleichermaßen ihren Anteil hatten. Sigmund Graff, der der Aufführung beiwohnte, erklärte, wie wir hören, er habe sein Werk bisher kaum so lebendig verkörpert gesehen. * Der„Tartüffe“ der Berliner Volksbühne ist zweifach ein Ereignis. Lucie Höflich, als Spielleiterin, gibt die Molièresche Komödie nach einer neuen Uebersetzung, von Rudolf Blümner. Blümner ist Schauspieler, aber auch Dr., vermutlich Philologe. Er hat für die Gäste der Volksbühne Molières Verse, rücksichtslos kürzend, in Prosa umgesetzt, ein Verfahren, bei dem freilich die blanken Sinn= und Wortspitzen des französischen Alexandriners zum größten Teil unter den Tisch fallen. Es bleibt nur die unverzierte Handlung übrig, und die Komödie wird zum handfesten Schwank. Es ist kaum noch Molière, zumal gerade im„Tartüffe“ die zweimal wiederholte Verführungsszene das dramatische Geschehen belastet. Durch diesen Verzicht auf Geist und Form des Urtextes wird der„Tartüffe“ zum derben Theater. Und so spielten ihn auch die Darsteller Jakob Tiedge, ein behäbiger, polternder, mit Blindheit geschlagener Haustyrann, mehr aus Berlin und von 1936 als aus dem Paris Ludwigs XIV., Anne Marie Steinsieck seine standhaft tugendliche Hausehre, die Marianne der Tony van Eyck ein süßer, herzbrechend schluchzender Backfisch und Flockina von Platen eine Zose Dorine, die, da Blümners Text ihr das spitze, unermüdliche Zünglein gelähmt hat, auf pralle Drastik angewiesen ist. Nur Theo Lingen versucht trotzdem den„Tartüffe“ der unsterblichen Charakterkomödie zu spielen. Der Ehrgeiz ist verständlich; denn dieser sonst in der Operette und im Filmlustspiel festgelegte Darsteller wird hier zum ersten Male vor die Aufgabe einer weltberühmten Rolle gestellt. Man darf sagen: er gibt der Figur eigene Prägung und Farbe. Ein widerlicher Kerl, der schleichende, brunstige Mucker Theo Lingens, mit klebrig fuchsroten Haarsträhnen. Wie er in die Kleiderausschnitte schielt, wie er Pastete und Huhn gierig und unappetitlich beschleckt und benagt, wie er, die wachsamen Augen frömmelnd halb geschlossen, nach den irdischen Genüssen um sich tastet, bis er schließlich alle Gemeinheit seiner Natur hemmungslos brüllend entblößt— das hat ungewöhnlichen schauspielerischen Umriß. Man sah in der Aufführung, für die am Schluß sehr lebhafter Beifall dankte, den Prinzen August Wilhelm und andere Träger bekannter Namen. * Aus dem Datterich, der„Lokalposse“ Ernst Elias Niebergalls, ist allmählich ein fast schon klassisches Lustspiel geworden. Im Staatlichen Schauspielhaus wendet nun Eugen Klöpfer, als Spielführer und als Darsteller der Hauptrolle, noch ein übriges daran, das heitere Stückchen zu vertiefen und zu veredeln. Klöpfers Niebergall umwittert tragikomische Melancholie. Der unverbesserliche Saufaus, Schuldenmacher und Lügenbold wird zum Lumpenphilosophen, fast zu einem ergrauten Hamlet in Krähwinkel. Behaglich dreht Klöpfer die biedermeierlichen Kleinstadtbilder im Guckkasten. Er beherrscht auch die Mundart, denn er ist von da unten her. Die anderen— Leibelt, Margarete Schön, Lotte Betke, und was der gelungenen Leutchen in Alt=Darmstadt noch waren— behelfen sich munter mit einem Gemisch von Fränkisch, Thüringisch und Sächsisch. Paula Wessely, die bekanntlich mit Attila Hhr, biger verheiratet ist, wurde am Sonntag Mutter eines gesunden Mädchens. Auch Brigitte Helm ist. die„Filmwelt“ mitteilt, Mutter geworden. Ihr Junge heißt Pieter Johannes. Hebbels„Demetrius“, der bisher in nur ganz vereinzelten Versuchen auf der Bühne erschien, kommt demnächst im Stadttheater Bochum in der Bearbeitung von Max Martersteig zur Aufführung. Die Einstudierung liegt in den Händen von Dr. S. Schmitt. Die erste Uraufführung deutscher Kunst seit Kriegs, beginn in Belgien fand am Sonntag statt. Werner Egk der Schöpfer der Oper„Die Zaubergeige", der den ehrenvollen Auftrag erhielt, die Musik für die Berliner Eröffnungsfeierlichkeiten der Olympia zu komponieren, sah sein Ballett„Der Weg" durch die königlichflämische Oper in Antwerpen zur Aufführung gebracht. Es war ein voller Erfolg. Nach sieben Jahren mühevoller Arbeit ist es nach einer Mitteilung des Wiener Professors Dr. Fritz Röck. Direktor des Naturhistorischen Museums in Wien, diesem gelungen, die alte mexikanische Bilderschrift, die Azteken=Schrift, zu entziffern. Professor Rög übersetzte das bedeutendste Schriftstück, den Code Vindobonensis Mexicanus, der vor 400 Jahren Cortes, als dem erhofften„weißen Erlöser" übergehen worden war. Die Stipendien der Deutschen Albrecht=Dürer=Stiftung, die von der Stadt Nürnberg zur Förderung hervorragend begabter Graphiker und Maler errichtet wurde, kommen am 6. April dieses Jahres zum achten Male zur Verteilung. Bewerbungen sind an Oberbürgermeister W. Liebel in Nürnberg zu richten. Die Einfuhr kosmetischer Artikel ist in Italien eingeschränkt worden. An Stelle des Lippenstiftes und der Augenbrauentusche ist das Tätowieren allgemein Mode geworden. So wurde in Turin ein erstklassiger Tätowiersalon eröffnet, der dem Mund der Frauen ein für allemal die Farbe, die Linie und den Schwung gibt, den die Trägerin sich wünscht. Der Lippenstift ist damit für immer überflüssig geworden. Geschichtstafel 13. Februar 1419 Stiftung der Universität Rostock. 1511 wurde Markgraf Albrecht von Brandenburg zum Hochmeister des seit 1466 von Polen lehnsabhängigen Deutschen Ordens gewählt, dessen kirchlichen Staat er 1525 auf Luthers Rat in ein weltliches im Hause Hohenzollern forterbendes Herzogtum Preußen umwandelte. 1848 wurde der Generalfeldmarschall Hermann von Eichhorn in Berlin geboren und, nachdem er als junger Offizier schon die Kriege von 1866 und 1870/71 mitgemacht, seit 1904 als Kommandierender General des 18. Armeekorps, seit 1913 als Inspekteur der 7. Armee gewirkt hatte, 1915 im Weltkrieg Führer der gegen Rußland, namentlich in der Winterschlacht in Masuren, siegreichen 10. Armee. Als Oberbefehlshaber in der Ukraine ist er 1918 von der bolschewistischen Kampforganisation des Boris Sawinkow in Kiew ermordet worden. 20) Stumm war Johanne diesen Vorgängen gefolgt. Sie fühlte sich im Schutz dieses bärenstarken Polizisten absolut sicher, und die Nähe Gersons verstärkte merkwürdigerweise noch dieses Gefühl. „Fräulein Wellington“, wandte sich Gibbs an das Mädchen,„wir müssen hier alles im Stich lassen und schleunigst sehen, aus dieser Mausefalle herauszukommen. Bleiben Sie dicht in meiner Nähe. Ich will versuchen, durchzukommen. Ich schätze, daß meine Kollegen bereits in die Halle vorgedrungen sind; aber weiter werden Sie nicht gekommen sein, sonst würden sie dieses nette Zimmer mit dem Juxfenster besucht haben!" Ohne eine Antwort abzuwarten, nahm er Johanne bei der Hand und strebte mit ihr dem Ausgang zu. Als Johanne über die am Boden liegenden Manner stieg, verspürte sie ein beklemmendes Gefühl. Aber sie hatte keine Zeit, sich an ihre Nerven zu erinnern; denn der Sergeant zog sie unaufhaltsam weiter. Gibbs sah bereits, daß der Hauptgang erhellt war, und machte sich daraus seinen Reim. Seine Befürchtungen waren unbegründet; er gewahrte weder einen noch mehrere Schwarzbärte. Gelang es ihm, in eines der verschlossenen Zimmer zu dringen, ohne gehindert zu werden, dann bestand die Möglichkeit, durch ein Fenster entwischen zu können, und das mußte er, wollte er das Mädchen in Sicherheit bringen. Kurz entschlossen schlich er sich mit Johanne an eine der Türen, sich schnell vergewissernd, ob sie sich öffnen ließ, was aber nicht der Fall war. Ehe er sich jedoch mit seinem ganzen Körpergewicht dagegenwerfen konnte, tauchte am Ende des Ganges eine Rotte Schwarzbärte auf, die ihn, obwohl er sich mit dem Mädchen eng in die Türnische preßte, sofort bemerkte. Der Sergeant hatte immer noch die Waffe in der Hand. Er wollte einige Schüsse abfeuern, griff aber dann instinktiv in die Tasche und holte eine der gläsernen Kugeln hervor. Glitzernd flog sie den erschrocken zurückweichenden Kerlen vor die Füsse. Die Kugel zerbarst unter ohrenbetäubendem Krachen mit einer grellen Stichflamme. Im Nu war der Gang mit einem dichten, beizenden Rauch angefüllt, der sich beängstigend auf die Lungen legte. Aus dem undurchdringlichen Nebel klangen die Schmerzensschreie der in Mitleidenschaft gezogenen Schwarzbärte. Diese Wirkung hatte Gibbs nicht erwartet; aber sie verblüffte ihn auch nicht. Er besann sich nicht lange und schleuderte die zweite Kugel in die gleiche Richtung. Sie platzte unter den gleichen Begleiterscheinungen. Während noch der Schall der Detonation von den Wänden widerhallte, sprang der Sergeant wie eine Bulldogge gegen die Tür. Er mußte den Ansturm noch einige Male wiederholen, bis es ihm gelang, das widerspenstige Hindernis zu überwinden. Endlich knallte die Tür auf. Gibbs riß das Mädchen mit in den Raum und schloß hinter sich die Tür wieder ab, soweit dies bei der Demolierung, die er angerichtet hatte, noch möglich war. In dem Zimmer herrschte eine Stockfinsternis. Von der einen Seite hob sich ein helles Viereck ab, durch das viele Längsstriche liefen— ein vergittertes Fenster. „Sie sind ein tapferes Mädchen!— Halten Sie noch kurze Zeit aus— ich sehe ein Fenster; aber es ist vergittert. Hier müssen wir durch!“ „Ich fürchte mich nicht mehr“, antwortete Johanne leise.„Vorhin erschrak ich so sehr daß nun nichts mehr kommen kann, was mich noch erschrecken könnte.“ „Sie sind fast so schneidig wie meine Mary!" Der Sergeant drückte auf den Knopf seiner Taschenlampe und ließ den Schein auf das Fenster fallen.„Scheinen dicke Stäbe zu sein!“ „Wir mussen die Tür verbarrikadieren!" Er händigte Johanne die Lampe aus und schob einen großen Kasten aus einer Ecke vor die Tür, den er umlegte. Unter Benutzung anderer Möbelstücke verlängerte er diesen Widerstand bis zur gegenüberliegenden Wand, so daß eine starke Hemmung entstand. „Feine Sache!" lobt er sich selbst.„Jetzt wollen wir das Gitter untersuchen. Löschen Sie das Licht aus, Fräulein. Ich verzichte gern auf den wohlverdienten Glorienschein. Hören Sie nur, in der Halle wird schon wieder geschossen!" Er kurbelte das Fenster auf und rüttelte an den Eisenstäben. Johanne, die vor ihm stand, hörte einen Ausruf der Verwunderung. Ohne besondere Anstrengung war es dem Sergeanten gelungen, zwei nebeneinanderliegende Stangen so weit auseinanderzubiegen, daß einem Verlassen des Zimmers durch das Fenster nichts mehr im Wege war. Gibbs trat zurück. „Die Stäbe waren unten bereits durchgefeilt, Fräulein, und zwar geschah dies vor gar nicht langer Zeit, da ich noch Spuren frischen Oeles fühlte. Da hat irgendein Onkel zur rechten Zeit geholfen. Ich werde nun hinaussteigen und Sie draußen empfangen!" Er ließ diesen Worten sofort die Tat folgen und gelangte unversehrt an die Außenseite des Gebäudes. Von dort rutschte er, sich mit den Händen am Fenstersims festklammernd abwärts, bis seine Füße den Boden erreichten. Ehe er aber dem Mädchen ein Zeichen geben konnte, zu folgen, fiel eine Anzahl Männer über ihn her. Der grelle Schein einer Taschenlampe stach ihm in die Augen. In diesem Augenblick stieß der Sergeant einen ellenlangen Fluch aus. * Für Gerson und Rollins verursachte das Pirschen an der Lichtung nach der anderen Seite des Hauses einen Zeitverlust von fünf Minuten, und so kam es, daß sie die nachfolgende Truppe wieder berührten. Unbehelligt war das Kommando bis an den freien Platz im Wald vorgedrungen. Inspektor Hull wurde von Gerson über das Vorhaben des Sergeanten und seine eigenen Absichten verständigt. Der alte Befehl, demgemäß der Inspektor seine Leute auseinanderzog, um das Haus zu umkreisen, blieb aufrechterhalten. Der kleinere Teil der Mannschaft wartete am Waldrand auf weitere Anordnungen. Inzwischen hatte der Kommissar in Begleitung Rollins' die Ostseite des Gebäudes erreicht. Zeitraubende Feststellungen ergaben, daß an dieser Front vier stark vergitterte Fenster lagen und auch die der Wetterseite entgegengesetzte Holzwand— sie war gut erhalten— ein Eindringen ohne Verursachen eines besonderen Lärmes verhinderte. Das Haus, das in seiner Form einer großen Scheune glich, bot, wie sich Gerson überzeugte, an der Vorderseite am besten Gelegenheit, unauffällig einzudringen; denn dort befand sich neben einem großen Tor eine Art Pforte, und für geschulte Polizeibeamte durfte eine versperrte Tür kein Hindernis bilden. Gerson beschloß deshalb, dort den Versuch zu machen. „Rollins, führen Sie die Truppe vor den großen Eingang, und sagen Sie Hull, seine Leute sollen den Ring so eng schließen, daß sie mit der Nase ans Haus anstoßen Er soll mitkommen!" Während der Sergeant den Befehl übermittelte, schlich der Kommissar zur Stirnseite des Gebäudes. Er vertraute auf die Geschicklichkeit von Gibbs und hoffte, daß es diesem bereits geglückt war, sein Vorhaben auszuführen. Noch länger zu zögern, hielt er für unangemessen. Er beabsichtigte vielmehr, ohne weitere Zeiteinbuße vorzugehen. Wenn ihn etwas abhielt, einfach die Tür einzuschlagen oder das Schloß abzusprengen, also mit Gewalt einzudringen, so nur der Umstand, daß sich dadurch die Gefahr für das Leben Johannes steigerte. Er kannte die Rücksichtslosigkeit der Schwarzbärte und den brutalen Willen ihres Führers zur Genüge, um nicht zu wissen, wie stark der Widerstand war, den er zu erwarten hatte. Ueber die Möglichkeit, das Haus leer zu finden und auf falscher Spur zu sein, zerbrach er sich nicht mehr lange den Kopf. Der zum großen Tor führende Weg zeigte bis kurz vor der Einfahrtsstelle so prächtige Reifenspuren, daß er sich über die Berechtigung seines Hierseins bereits im klaren war. Durch vorsichtige Benützung seiner Lampe hatte er das festgestellt. Die von Rollins herbeigeholten Beamten, es waren über ein Dutzend, gruppierten sich schweigend um die Pforte. Einer davon hantierte längere Zeit am Schloß der Tür herum; endlich schnappte es, der Zugang war frei. Als die Männer geduckt in die Halle traten, machte sich sofort starker Benzingeruch bemerkbar, und nach einigen Schritten stießen sie auf ein Auto, das Rollins, der es kurz beleuchtete, einwandfrei identifizieren konnte. Gespenstisch griff der helle Arm des Scheinwerfers, den die Ueberfallmänner mitgebracht hatten, in den rückwärtigen Teil der ehemaligen Sporthalle. Sie glich jetzt mehr einem riesigen Schuppen, durch die Mitte zog sich eine lange Reihe unordentlich aufgestapelter Kisten, und weiter dahinter führte eine Tür, wie es schien, in die durch eine Wand getrennten Wohnräume. Weitere Kisten, die zum Teil mit Werkzeug gefüllt waren, standen in der Nähe des Autos. Die Beamten hatten sich mit schußbereiten Gewehren in eine Linie gegliedert. Gerson bemerkte, wie nicht weit entfernt von ihm in ziemlicher Höhe mehrmals ein rotes Licht aufflammte. „Scheinwerfer aus!“ befahl er. * Unmittelbar nach der Aufforderung„Scheinwerfer aus!“ blitzte es hinter den Kisten auf. Ein förmliches Salvenfeuer überschüttete die Eindringlinge, dazwischen tönten das Bellen von Maschinenpistolen und der peitschenartige Knall von Revolvern. Dieses Höllenkonzert hielt eine Weile an, verstummte dann allmählich und löste sich in vereinzelte Schüsse auf. Es hatte keines besonderen Befehles bedurft. Die Polizisten klehten bereits wie Schildkröten am Boden. Der größte Teil hatte geistesgegenwärtig die Kisten als Deckung benützt. Sie erwiderten lebhaft das Feuer. Gerson lag hinter dem Auto in Deckung und schoß unten durch. Nun glomm von der Decke der Halle matt eine Lampe auf und erzeugte durch ihren trüben Schein eine Art Dämmerung. Blitzendes Glas flog durch die Luft und brach mit schwachem Knall in der Nähe der Beamten entzwei, ein fauliger, widerlicher Geruch stieg auf und verbreitete sich langsam. „Wir müssen zurück bis zur Tür, geben Sie es weiter!“ rief Gerson dem ihm nächstliegenden Beamten zu. Der Mann gab keine Antwort. Der Kommissar wiederholte seinen Befehl etwas lauter und kroch, als er auch diesmal keine Verständigung erzielte, auf den Mann zu. Er fand einen Toten. In seine Augen trat ein harter Glanz. Seine Weisung drang diesmal bei dem nächsten Polizisten durch, die Leute zogen sich zurück. Es wurde jetzt heller und der Schein von oben verstärkte sich zusehends. Gerson, der das Gewehr des erschossenen Polizisten mitgenommen hatte, zielte bedächtig in die Höhe und drückte ab. Der Schuß zersplitterte die Lampe, es wurde augenblicklich finster. In der schützenden Dunkelheit traf der Kommissar nun verschiedene Anordnungen. Ein Vorgehen war bei dem heftigen Widerstand und der vorzüglichen Bewaffnung der Verbrecher mit großen Verlusten verbunden. Er mußte deshalb versuchen, hinter den Rücken der Bande zu kommen, und gedachte, dies durch ein Fenster von der Ostseite aus zu bewerkstelligen. Zu diesem Zweck mußte das Gitter durchgesägt werden, wozu das notwendige Werkzeug vorhanden war. Gerson beauftragte einige Leute, ihm zu folgen. Das Kommando übergab er Inspektor Hull, dem er zugleich befahl, sofort einen Motorradfahrer abzusenden, damit dieser telephonisch nach London großen Alarm anzeige. Bezüglich Gibbs schwebte er in völliger Ungewißheit. Die Arbeit am Gitter ging durch reichliches Verwenden von Oel fast geräuschlos vor sich, erforderte aber immerhin eine geraume Zeit, bis die Eisenstäbe durchgefeilt war. Aus dem Hause tönten plötzlich zwei aufeinanderfolgende mächtige Detonationen, etwas später blinkte in dem hinter dem Fenster liegenden Zimmer mehrmals eine Taschenlampe auf. Der Kommissar ließ sofort die Arbeit einstellen. Die Männer schmiegten sich an die Hauswand und warteten fröstelnd— es war ziemlich kalt— das Weitere ab. Wiederum wurde das Zimmer erhellt, jedoch wat der Schein begrenzt. An die Ohren der Lauscher drangen das Rücken und Schleifen von Möbeln und eine tiefe, gedämpfte Stimme. Nun kurbelte jemand das Fenster auf und griff nach den Stangen. Die Gestall verschwand wieder, kehrte aber bald zurück und schol sich dann langsam aus dem Fenster. 64 Kaum hatte sie den Erdboden erreicht, sturzten sich die Polizisten darauf und rissen den Mann— solcher entvuppte er sich— zu Boden. Der einer Taschenlampe blitzte in das Gesicht des fangenen. Hapf „Donnerfixwetter!— Habt ihr Hornköpfe im statt Augen?!“ erboste sich der Ueberwältigte. „Gibbs!“ rief Gerson erstaunt.....„anes „Moment, Chef.“ Der Sergeant eryov sich schneu. Ich muß noch jemand aus diesem Schuckerhunz herausholen.“ Er schwang sich auf das Fenstewar Johanne behilflich, das Freie zu gewinnen. „Ich werde Sie nun ordnungsgemäß Gegt“ uu tung abliefern, Fräulein.— Captain, ich halte um schämtes Glück; hier ist das Mädchen!" Iasein „Sind Sie heil durchgekommen, Fraute#Johanne?“ Johanne hörte die besorgte Stimme Gersons. „Gibbs wird das tun, Johanne!— Ich würde jetzt keinem anderen anvertrauen!“ sein Der Sergeant erstattete schnell Bericht über Abenteuer und wies besonders auf den brutalen greifer Johannes hin. Nachdem er auch die notwerzhenz, Aufklärungen über die Räumlichkeiten und entsprech Orientierung gegeben hatte, fragte der Kommiac Mädchen, ob der Mann, aus dessen Händen es Gibbs befreit wurde, ein Bekannter war. B Best, wie er stark vermutete (Fortsetzung folgth) Käp'n Brösel tra einander. Geschichte vom Dritt mal erzählt? Nein? Bucht. Landurlau Fedde, ein eben zwan freute sich wie'n Stir Sie mir keine Dumi doch das verteufelte acht, Klas Fedde, sot Er, zum erstenma bekümmert mit dem was drei Tage späte aus Hongkong, und mal wieder mulmig wollten mehr Reis und machten Revolu gramm der Reederei nesen würden sich se Es dauerte anz lange für Klas Fedd um, da fehlte der# Keiner wollte etwas Achseln. Geht das schlimmster, Verstoß Morgen beram ich's — Hansen fuhr da großen Hapag=Kaste mit ihm den Steue Mitternacht wieder, Am nächsten Morgen ich raus... gerade boot abstoßen. Die Nein, es sei nichts, mit Seide handeln wieder in der Kajüt nebenan Krach zu Wand. „Ach“, sagte ein bloß aus der Koje Mittags ging ie was man könne. W Hein Seemann. Al halben Tag später Bei der Spätru besoffen— stand di ter, mit den unschul Das Gewitter sagt keinen Muck, seelenruhig, die vert ten und erpressen: So beruhigte i gehen, da klopfte e# der Steuermann ke kleinen Tropfen.. zwei, drei Stunden Und jetzt, Kä Sie auch ein große Frau an Bord.“ Er ließ mich to „No, Sir, ich wußte es, gewiß, a und die Schuld ha Brösel! Machen S# anders, sage ich Ih ohne sie heim nach Minute wieder Deder sein, wenn ich gesucht, und richtig trifft mich die Schi Unter den Japaner mit vorzellanenen saß in der Mitte fe Roman von Roland 2 „Was mein das, er soll sich „Nun, er ke wird ihr am En hinweghelfen kö „Hinweghelf Was verstehst di „Ich versteh kriegst du denn „Ich kriege doch etwas dru „Gar nichts „Wie man' süchtig bin. P peiß mir schot vavon.“ Sie wendet hinter ihr her. Krachend s# Noch lauter lat die Schenkel. :„ H o h o h e ihre Mutter! ter. Ich hoffe, und Malz verl Ich lege ei Gat sdier steht Soll!“ Der Knecht ins Rübenfeld. wind. Seite 11 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 13. Februar 1936 Das Mädcken aus Tokie Von Christepk Wakter Drey gäp'n Brösel trank schweigsam drei Grogs hinter= Hand und zirpte wie ein Grashüpfer so dünn und wie einander.„Habe ich Ihnen eigentlich“, fragte er,„die Einonabe x.(0, immer anbett Tnber. In vie verUnterhaltung Geschichte vom Dritten der„Trinitas aus Tokio einwal erzählt? Nein? Der Kasten lag nämlich damals in der Bucht. Landurlaub sollte es geben. Der Dritte, Klas gedde, ein eben zwanzigjähriger Junge aus Flensburg, feute sich wie'n Stint.„Junge“, sagte ich zu ihm,„daß Sie mir keine Dummheiten machen! Hier unten gibt's Limonade so süß immer andere Lieder. In die verguckte sich der Dritte— unglücklicherweise sie sich aber auch in ihn, und das war schlimm, weil sie noch ganz jung war und nach geltendem Elternrecht durch die Besitzer der Teestube irgendeinem alten Kaufmann für ein Vermögen verkauft werden sollte... keine Dummheiten machen! Hier unten gibt's„. Käp'n, wenn zwei verliebt sind, und der eine spricht verteufelte Yoshiwara. Nehmen Sie sich in Hindostanisch, der andere Plattdeutsch, sie verstehen sich „cht Klas Fedde, soviel sage ich Ihnen.“ doch. Fedde hat sich irgendwo im Teehaus versteckt und un erstenmal da unten lachte nut Er, zum erstenneut va unten, lachte nur und ging unbekümmert mit dem Steuermann an Land. Das erste, was drei Tage später passierte, war eine üble Nachricht aus Hongkong, und da sollten wir gerade hin. Es war mal wieder mulmig dort, die Kulis machten Krach, sie wollten mehr Reis oder besseren oder mehr Bambus und machten Revolution.„Warten“, hieß es im Telegramm der Reederei. Man nahm überall an, die Chinesen würden sich schnell genug beruhigen. * Es dauerte an zwei Wochen, und das war schon zu lange für Klas Fedde. Zehn Tage waren nämlich kaum um, da fehlte der Dritte der„Trinitas“ beim Appell. Keiner wollte etwas wissen, der Steuermann zuckte die Achseln. Geht das an? fragte ich, und das ist doch schlimmster Verstoß gegen die Disziplin. Am nächsten Morgen bekam ich's mit der Angst, und hetzte den ersten — Hansen fuhr damals mit mir, der jetzt einen der großen Hapag=Kasten nach Newyork befehligt— und mit ihm den Steuermann an Land. Sie kamen gegen Mitternacht wieder, ohne eine Spur gefunden zu haben. Am nächsten Morgen weckt mich ein Rumoren auf Deck.. ich raus.. gerade sah ich noch ein japanisches Fischerboot abstoßen. Die Wache machte ihr blödestes Gesicht. Nein, es sei nichts, sie hätten nur den Kerl, der so früh mit Seide handeln wollte, von Deck geschmissen. Als ich wieder in der Kajüte war, glaubte ich beim Steuermann nebenan Krach zu hören und fragte durch die dünne Ach“, sagte eine verschlafene Stimme, sich bin man bloß aus der Koje gepurzelt...“ Mittags ging ich zum Konsul. Ja, man wolle tun was man könne. Was das auf gut deutsch heißt, weiß Hein Seemann. Also lichtete ich am Nachmittag, einen halben Tag später als nach Befehl, die Anker. Bei der Spätrunde am Abend— ich denk', ich bin besoffen— stand doch am Heck Klas Fedde, mein Dritter mit den unschuldigsten Augen der Welt Das Gewitter hätten Sie erleben müssen. Aber er sagt keinen Muck, bis ich fertig bin, und erklärt nun seelenruhig, die verteufelten Japsen hätten ihn festgehalen und erpressen wollen. ste. 18(87.5, So beruhigte ich mich. Gerade woure ich schlafen gehen, da klopfte es. Ich fluchte, machte aber auf, und der Steuermann kam in die Tür. Ich habe da einen kleinen Tropfen... Wir setzen uns, und so ging es wei, drei Stunden.„...„( Wäzlich Cafl. „Und jetzt, Käp'!“ sagte Hansen poßlich, sollen Sie auch ein großes Geheimnis wissen: wir haben eine Frau an Bord.“ Er ließ mich toben, dann erklärte er: „No, Sir, ich habe die nicht hereingeschleppt. Ich wußte es, gewiß, aber der Erste wußte es genau so gut, und die Schuld hat der Dritte. Ihm gehört sie, Käp'n Brösel! Machen Sie keine Geschichten! Es ging nicht anders, sage ich Ihnen. Wir hätten Klas Fedde niemals ohne sie heim nach Europa geschafft. Ich will in dieser Minute wieder Deckmatrose auf einem alten Segelschinder sein, wenn ich die Unwahrheit rede. Wir haben Klas gesucht, und richtig fand ich ihn in Yoshiwara. Soweit trifft mich die Schuld, weil ich ihm die Gegend erschloß. Unter den Japanerinnen war eine richtige kleine Puppe mit vorzellanenen Händen und Augen, wie gemalt. Sie saß in der Mitte der Teestube, hatte eine Laute in der wurde erwischt... Und was tun die Kerle mit einem dritten Offizier unserer Handelsmarine? Binden ihn in einem Hinterzimmer an einen Bambuspfahl und an einen anderen die Porzellanfigur. Konsulatsrecht? Lieber Käp'n Brösel wenn einer dieser prächtigsten Ringer das gebogene Schwert nimmt, dann nützt keiner Seele eine diplomatische Note. Uns gegenüber waren die Herren Japaner höflich... Man hatte ihnen geschäftlichen Schaden zugefügt, dem Mädchen den Aufenthalt im Hause, das Warten auf einen greisenhaften Krösus vergällt. Dafür verlangten sie die Kleinigkeit von zwanzigtausend Yen. Wir sollten das Geld liefern. Dann könnten wir unsern Dritten haben, bei zehntausend Den mehr das Mädel dazu. Um es kurz zu machen, ich erzählte den drei Besten unserer Leute, was los war, und gestern nacht, Käp'n machten wir uns daran. Die Matrosen mußten ins Teehaus. Wir lungerten im Garten. Gegen die erste Morgendämmerung gab es hinter den dünnen Mauern einen dumpfen Plumps, dann hörte man leise Stimmen. Fünf Menschen traten aus dem hinteren Eingang: unser Dritter, die drei Leute und das Japanermädel. Der Wächter lag betäubt auf der Matte, unseren Verliebten hatten wir in Freiheit... Die Jasminduftende hätte sterben müssen, wenn wir sie zurückgelassen hätten. Klas erklärte, er denke nicht daran, allein das Schiff zu betreten. Noch am selben Tage würde er sich auf dem Konsulat melden, trauen lassen... und dann könne ihm niemand verweigern, seine Frau auf der„Trinitas“ in seine Kabine und nach Deutschland zu bringen. Er habe die Suppe für das Mädel eingebrockt und müsse sie also als Kavalier mit ihr auslöffeln. Der Steuermann fuhr fort: „Nun tun Sie, was Sie wollen. Nur eins halte ich für das blödsinnigste, was Sie tun können: Krach machen!“" „Ich“, meinte Käp'n Brösel,„saß schön in der Patsche. Wir hatten da eine Frau fremder Nation doch schließlich ganz einfach geraubt. Hätte man den Dritten nur zum Konsulat gehen lassen, dann hätte ich die Sache gegenüber der Reederei vertreten können, und die Japanerin wäre unserer Staatsangehörigkeit teilhaftig gewesen. Aber seine Kameraden wollten Fedde nicht unüberlegt in eine Ehe mit einer Farbigen verwickeln. Fedde stellte mir schließlich seine Begleiterin vor, eine Puppe, sage ich Ihnen. In Hongkong ging wieder nicht alles glatt. Drei vier Stunden vor Klarschiff kamen ein paar Gelbhäutige an Bord, um uns chinesischen Wein zu verkaufen... keine Chinesen, sondern Japaner. Auf Deck wurden wir nicht handelseins, wir saßen noch zwei Stunden in der Messe, bis es finstere Nacht war. Und dann schließen wir auf dreihundert Flaschen ab, die innerhalb einer Stunde abgeliefert werden sollten. Wir warteten aber noch eine Stunde über die Zeit. kein Boot kam in Sicht.„Alle Mann an Deck...!“ Wer fehlt? Unser Dritter. Aufgeregtes Suchen. Der Steuermann riß die Kajütentür auf: da lag ein Zettel, und auf dem stand, daß sie das Mädel und den Dritten mitnähmen. Sie haben die beiden betäubt. Was aus ihnen geworden ist, weiß ich bis heute noch nicht. Und das ist die Geschichte, die ich an Bord der„Trinitas“ mit meinem Dritten, Klas Fedde, und der Jasminduftenden aus dem Yoshiwara erlebte. Fragen Sie Hansen, der weiß es genau. Er ist dann auch nie wieder mit dem Kasten nach Tokio gefahren...“ An Rüze gewöhnt Im alten Berlin gab es einen Richter, der hartnäckige Parteien dadurch vergleichswillig zu machen pflegte, daß er ihnen in nächster Nähe des Ofens einen Platz anwies, wo eine solche Hitze herschte, daß es niemand länger als eine Viertelstunde aushielt Wieder saß ein Hartnäckiger auf dem Stuhl beim Feuer. Aber vergeblich wartete der Richter auf ein Nachgeben des Mannes, der endlich lachend meinte: „Herr Rat! Mit mir geht det nu nich; ick bin nämlich Heizer!“ Rote Rosen, mit Glut Cezahlt... Eine Gesckickte aus dem Weltkrieg— Von Seen Salsack Neunzehn Jahre sind eine lange Zeit und verwischen manche Erinnerungen. Vor allen Dingen die trüben.— Trotzdem, Rosen—— rote Rosen würde Maria Held wohl nie ansehen können, ohne daß es ihr kalt ans Herz griff. Weil sie immer an einen Rosenstrauß denken mußte, an einen, der vielleicht der schönste war, den sie einmal geschenkt erhielt—— aber auch der grauenhafteste. Nach ein paar Wochen Heimaturlaub ging Maria im Herbst 1917 nach Bukarest. In dem großen Lazarett war bald alles vom Chefarzt bis zum letzten türkischen Soldaten in das schöne, blonde Mädchen verliebt, und sie wetteiferten miteinander, ihr bei ihrer schweren Arbeit zu helfen. Jeder war stolz, wenn er von Schwester Maria ein freundliches Lächeln als Dank erhielt. Einer tat sich ganz besonders dabei hervor, und Maria wurde bald mit ihrem Verehrer Jussuff weidlich geneckt. Man sagt von einem Menschen wohl bald einmal, daß er sich für einen andern in Stücke reißen lasFürsorge für seine verwundeten Kameraden war einfach rührend und ebenso staunenswert wie seine unermüdliche Hilfsbereitschaft. Und alles nur um ein freundliches Kopfnicken oder ein Lächeln von Schwester Maria. Dabei war er blutarm. So arm, wie es für unsere Begriffe heute überhaupt unvorstellbar ist. Um so erstaunter— man kann schon sagen erschrockener war Schwester Maria deshalb, als Jussuff eines Morgens mit einem Riesenstrauß ganz wundervoller, köstlicher roter Rosen erschien. Mit einem Grinsen, das wohl ebenso viel Freude, wie Ergebenheit ausdrücken sollte, legte er ihr die Rosen in den Arm. Die Blumen waren ausgesucht schön. Sie mußten jetzt im Vorfrühling ein kleines Vermögen gekostet haben. Aber es war Schwester Maria nicht möglich zu erfahren, woher Jussuff die Rosen hatte. So unermüdlich er sonst erzählen konnte, heute blieb er stumm. Seine die unsinnigsten Vermutungen an, wo Jussuff wohl die Rosen herhaben könnte. Aus Scherz natürlich. Denn im Grunde waren sich alle darüber einig, daß er sie irgendwo stibitzt hatte. Man bewunderte ihn ein bißchen. Man war sogar ein bißchen neidisch.— Am Nachmittag desselben Tages kamen drei Herren ins Lazarett. Zwei Kriminalbeamte und ein Feldpolizist. Sie fragten Schwester Maria zunächst, ob es möglich sein könnte, daß einer der Türken nachts draußen war, und ob sich vielleicht einer durch besonders große Geldausgaben verdächtig gemacht hatte. Schwester Maria dachte natürlich sofort an die Rosen und an Jussuff. Aber vielleicht war's doch nicht so schlimm. Wenn es sich machen ließ, wollte sie ihn nicht verraten. So wollte sie zunächst wissen, warum. Und dann hörte sie zu ihrem Entsetzen, daß in dieser Nacht ein altes, sehr reiches, rumänisches Händlerehepaar, ermordet und ausgeraubt worden sei. Ein Türke sei als Täter verdächtig und bereits verhaftet. Alle Spuren wiesen aber darauf hin, daß die Tat von zweien ausgeführt worden war... 47.112 Thast ward Jetzt mußte Jusuff naturiich gevolt werden. Er wußte sofort, was man von ihm wollte und leugnete keinen Augenblick. Als er abgeführt wurde, blieb er vor Maria stehen. Flehende Angst lag in seinen Augen. „Ich nix Schuld, Schwester“, würgte er hervor. „Offizier befollen.“ Und so war es in der Tat. Es war eine kleine Genugtuung, daß der Anstifter gefunden und gleichfalls mit dem Tode bestraft wurde. Es war ein kurdischer Leutnant, der den beiden Soldaten einfach befohlen hatte:„Ihr geht heute nacht da und da hin und macht das so, und alles, was ihr findet, bringt ihr mir!“ Sie hatten den Befehl ausgeführt und zur Belohnung jeder eine Handvoll Goldstücke bekommen. Jussuff war freudestrahlend in den größten und teuersten Blumenladen Bukarests gegangen und hatte seinen ganzen Reichtum gegen die schönsten Rosen eingetauscht. Für die Größe seiner Schulo fehlte ihm, dem einfachen Sohn rauher Berge, das rechte Verständlnis. Er hatte sie trotzdem mit seinem Leben bezahlt. Rote Rosen!—— Die Erinnerung stimmt noch heute trübe. Jussuff war ja damals lange gesund, er war längst„zur Heimat entlassen", und nur im Lazarett geblieben, weil er der Schwester durchaus noch helstes vobs.„ ganze Antwort bestand in diesem Grinsen quer über das ganze Gesicht, von einem Ohr zum andern. Nur zu einem verstand er sich. Als Schwester Maria ihn fragte, das war nämjötterten Schwester eine Freude lich streng verboten— da nickte er:„Ja— ein bißchen. machen konnte. Unbewußr halle er schneu dus Richtige, aeber ven Hann. erfaßt. Die Hilfskräfte im Lazarett waren äußerst Dann ging er an seine Arbeit und war, wenn dies knapp. Jussuff war nicht sehr schwer verwundet ge= überhaupt möglich war, noch eifriger dabei als sonst. wesen. Kaum wieder auf den Beinen, entwickelte er Nur sonderbar still blieb er den ganzen Tag. Natürlich sich schnell zu einem äußerst geschickten Helfer. Seine wurde Maria nicht wenig aufgezogen, und man stellte sen könnte. Bei Jussuff olu Ali wär's, glaube ich, keine leere Redensart gewesen. Er dachte überhaupt nur noch ob er die Nacht draußen gewesen wäre daran, wie er der vergötterten Schwester eine Freude lich streng verboten— da nickte er:„Ja * kännte Uphomißt hatte er schnell das Richtige Ueber den Zaun.“ Kall. 12 21 gegen spröde Haut i Verzauberten Loma von Aoland Peesich eerere 12 „Was meinst du denn damit, Vater? Was heißt das, er soll sich ihrer ein wenig annehmen?" „Nun, er kennt sie doch schon von früher her und wird ihr am Ende über die plötzliche Veränderung etwas hinweghelfen können.“ „Hinweghelfen? Wie soll er denn das machen? Was verstehst du darunter?" „Ich verstehe vorläufig gar nichts darunter. Warum kriegst du denn einen roten Kopf?“ „Ich kriege keinen roten Kopf! Du mußt dir aber doch etwas drunter vorstellen!" „Gar nichts! Was stellst du dir denn drunter vor?“ „Wie man's nimmt! Glaube nicht, daß ich eifersüchtig bin. Pah, was mir überhaupt dran liegt. Ich weiß mir schon zu helfen. Ich laufe euch doch noch davon.“ Sie wendet sich und geht. Der Herr Baron lacht hinter ihr her. Krachend schlägt sie das Scheunentor ins Schloß. Noch lauter lacht der Herr Baron und klatscht sich auf die Schenkel. „Ho ho hei ha ha! Wie ihre Mutter. Ganz wie ihre Mutter! Fabian, sei vernünftiger, als meine Tochler. Ich hoffe, daß an einem Bierbrauer nicht Hopfen und Malz verloren sind!“ Ich lege einen Schuß Pathos auf die Walze. „Hier steht Ihr Knecht, sonst niemand! Das walte Gott!" Knecht dreht sich auf den Hacken um und stelzt ns Rübenfeld. Welche Ueberraschung: wir haben SüdDie weiße Taube Da komme ich also mit Hurrle auf den JahrmarktsHan zund mit einem Schlage wird das ganze göttliche somodiantenleben der Fahrenden wach. Bude reiht sich schante. Karussell dreht sich im Glitzerspiel, Schiffbauer ki schwingen und Orgeln jammern ihre Gassenduuer hinaus. Es herrscht ein ohrenbetäubender Lärm, und zwischen dem kunterbunten Allotria der Volksund Gkutzger guetscht sich die Menge hindurch, dudelnd id bieisend, knarrend und quarrend, mit Luftballons und schreienden Gummiteufeln bewaffnet. Es wird schon Nacht und die bunten Lichter flammen auf. Geruch von pions a macht sich süßlich breit und Ketten von Lamschaufeln über dem tobenden Brei des Vergnügens tionen„X8ltbarkeit. Män glaubt nicht, wieviel Attraktobt unz: Sensationen hier zusammenströmen. Es Menschengst. hinter Bretterwand und Leinenzelt. Damen““ und Krokodilseier, Sternenwunder und en ohne Unterleib. Der wahre Jakob, umringt von Gaffern, verschleudert Hosenträger, die besten Hosenträger auf Gottes Erdboden. „Hinter der Bratwurstbude, Hurrle. Ich werde ganz nervös, wenn ich daran denke." „An was denn?“ „Daß wir Brigitte nun mit auf das Gut nehmen wollen. Der Herr Baron ist wirklich ein guter Mensch, und Brigitte soll nun eine neue Heimat haben. Er will sie heute schon mitnehmen. Ob Brigitte wohl mit uns kommt? Und was Herr Schluckebier dazu sagt!“ „Er ist froh, wenn er den Rohrspatz los ist.“ Das glaube ich nicht.“ Du meine Güte, ist das ein kochender Trubel. Tranduftende Polarmeerwunder und Wahrsagerinnen, athletische Kraftnaturen und Marionettenspiel. Alpenkräuter= magenbrot. Seht nur gewaltig den Hammer? Ganz on hin, wie sich die Menschen stauen! Ein zweistöckiges Karussell; drinnen steht ein Mann mit furchtbaren Muskeln und schwingt das Orgelrad. Ein Stimmensturm und Lärmgewitter; beim Teufelsrad, bei der Hexenschaukel. „Das Tollste habe ich in Shanghai gesehen auf dem Trödelmarkt. Dort war ein anatomisches Wunder gegen Eintritt zu bestaunen. Er enthüllte seine ganzen Eingeweide und inneren Organe und man konnte sehen, wie es im Innern eines Menschen zugeht, Lunge und Herz und Leber und——“ „Wie soll er denn das gemacht haben, schwätze doch keinen Mist!“ „Er hatte einen Reißverschluß am Bauch. „Du solltest einen am Maul haben!" Was ist denn da los? Volk staut sich, Lachen und Bravoklatschen, frenetischer Beifall. Aha, der Lukas, der Kraftmesser, der Athletenbaum. Drei Schlag zehn Pfennig. Wer schwingt denn ae einfach: der Herr Baron:„ Das ist ein Allotria. Bei jedem Hied saust ein Eisenmännchen hoch und wer gewaltig stark ist bei dem springt das Männchen bis ganz hinauf und schlägt dort gegen eine Glocke. Ein junger Bursche will den starken Jonathan heraushängen und haut den Lukas, bis ihm der Halskragen platzt. Er zieht jetzt auch noch den Rock aus, spuckt in die Hände, aber es gelingt ihm nicht, bis zur Glocke zu kommen, Sakrament, Sakrament! „Hugo, paß auf, der Herr Baron!“ Wir quetschen uns durch die Menge. Bettina ist auch da und hat nur immer zu lachen. Der Baron zieht nicht den Rock aus; nein, er packt den Hammer, und er packt ihn mit einer Hand; er hat es nicht nötig, zwei Arme zu verwenden; bewahre, mit einer Hand ergreift er das wuchtige Werkzeug, als ob es ein Bleistift wäre, schwingt den Arm, vollführt den sogenannten Rundschlag— fachtechnisch ausgedrückt— und krach! fliegt das Eisenmännchen an die Glocke. Beifall und Johlen. Vollführt er den Rundschlag etwa nur ein einziges Mal und hört auf? Weit gefehlt, zweimal, dreimal, fünfmal haut er hintereinander krach und krach und immer wieder krach! Und die Glocke kommt gar nicht mehr zum Schweigen, ich erlebe, daß er noch den ganzen Athletenbaum zuschanden schlägt. Das gibt Getöse und Applaus. Sowas von Rundschlag! Jetzt sieht er uns. Ho ho hei ha ha! Falten in der Nase. Ein Blick aus Bettinas Rätselaugen. „Habt ihr das Mädel gefunden?" „Wir sind auf dem Wege, Herr Baron.“ „Vorwärts, in einer halben Stunde in der Wurstbude zum Rapport!“ Hinein in den Schlund. Weiter in das Dudeln und Orgeln. Da ist auch ein kleiner Bettelzirkus. Eine Cowboy Kapelle hockt am Eingang und donnert einen Marsch. Sensation: die Todeskurve. „Höllengestank, ein Zirkus; da müssen wir rein.“ Hugo drängt hinüber und seine Augen glänzen.„Lies nur: die Todeskurve!" „Zuerst zum Schluckebier! Herr Schutzmann, wo ist denn die Bratwurstbude?“ „Nächste Budengasse links.“ Immer weiter. Türkischer Honig. Okassa Sakka, frisches Eis. Ach, da steht jetzt halb im Dämmerlicht der Porzellanwagen. Schluckebier hat für diesen Tag den Verkauf eingestellt und ist damit beschäftigt, die Waren im Wagen zu verstauen. „Xaver, da bist du, alte Topfnudel.“ Hurrse eilt auf ihn zu und klatscht ihn auf den nassen Buckel. Die alten Hosenträger sind mit Bindfaden gesfticht.., Mitz., Lammen.v, „Hättest heute mirtag commen sollen. Ein miserables Geschäft, ich glaube. die Menschheit ißt bald vom Papier und sabbert aus Konservenbüchsen.“ „Wo ist denn Ihre Tochter Brigitte?“ frage ich ein wenig ängstlich. Er glotzt mich böse an und gerät in „Auf und davon, das Rabenaas. Der Teufelsbraten! Weiß der Geschwänzte, wo sie ist.“ „Davon?! Brigitte ist fort?“ „Hab' sie den ganzen Tag noch nicht gesehen. Ausgerückt. Verpufft, verdunstet. Meinetwegen, ich schicke ihr keinen Salonwagen nach..„.. „Wo mag sie denn sein, Herr Schluckebier?“ „Bin ich Wahrsager? Kann ich durch die Wände gucken?“ „Ja, wir——— wollten doch etwas—— der Herr Baron, wie soll ich es Ihnen denn erklären?" Ich weiß wirklich nicht, wie ich es dem Porzellanmann auseinandersetzen soll. Er wird mich am Ende gar nicht begreifen „Der Herr Baron könnte auf seinem Gut notwendig jemand brauchen; ein weibliches Wesen, um es kurz zu sagen; für den Haushalt und sonstwie; prima Stellung nicht eim: ein Dienstmal Schluckebier, Tropfen auf der Stirn und rot angelaufen, drückt beide Fäuste in die Hüften und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Hugo, stimmt das?“ Aufs Haarl“.... 8 wigt ui „Das wäre ja großartig. Da mocht mir ja ein Stein vom Herzen fallen, wenn ich das Rabenaas irgendwo unterbringen könnte, wo es ihr gut geht. Von der Straße fort, verstehst du, das Mädel muß von der Straße fort. Sie verkommt mir ja sonst.“ Er wird gerührt und weich und die geränderten Augen feuchten sich an.„Man hängt an dem Mädel, wenn sie auch ein Lumpenstück ist. Das wäre wirklich großartig von dem Herrn Baron. Seiner Lebtag soll er einen anständigen Rabatt kriegen.“ Er wischt sich über Augen und Nase und stellt die letzten Sauermilchtöpfe in den Wagen. Dann wird er schon wieder wild und die Adern an der Stirn schwellen ihm an. sagen; für den Haushalt un wäre es und nicht etwa ein instwie; prima Stellung wäre es und nicht eiwa ein Dienstmädchen; nein, bewahre, mehr eine gute und bessere Hausangestellte. Verstehen Sie mich, mit Familienanschluß.“ „Hää! Bessere Hausangestellte? Brigitte? Braut ihr einen Schwefeldampf oder meint ihr es ernst?“ „Durchaus ernst, vollkommene Wahrheit, Herr Schluckebier.“ „Einfach davongelaufen, sage ich euch. Ausgeflogen. Sucht sie mal, wenn ihr sie findet, das Bündel Leichtsinn. Schon zweimal ist sie mir durch die Lappen. Hat's von ihrer Mutter, Gott hab' sie selig.“ Er verschnürt das Plantuch und brummt vor sich hin. Hurrle und ich machen uns auf, um Brigitte zu suchen. Ich halte Umschau nach einem Mann mit der Lokomotivstärke. Vielleicht ist sie bei den Seiltänzern, sind denn überhaupt Himmelreichmänner da? Nein, es sind keine da, also weiter in den Trubel hinein, das Volk ist ja rein von den Ketten los. „Jetzt gehen wir mal aufs Geratewohl in den Zirkus“, schlägt Hurrle vor, denn es drängt ihn zum Manegenvolk, er hat keine Ruhe mehr. Meinetwegen in den Zirkus, Gallerie=Stehplatz für vierzig Pfennig. Die Vorstellung hat schon begonnen. Eine Kunstreiterin vollführt gerade ihre Sprünge, steht auf einem klobigen Apfelschimmel, der in faulem Galopp die Manege rundet. Sie springt durch Reifen, die mit Seidenpapier bespannt sind, es ist wirklich großartig. Zwischendurch macht ein dummer August seine Späße, man muß sich den Bauch halten vor Lachen. Es kommt dann ein Mann, der Petroleum trinkt und es im Mund anzündet, so daß eine gewaltige Feuergarbe aus seinem Rachen schießt. Bohrt sich auch eine Stricknadel durch die Backen und blutet nicht, ein reines Wunder. Dann näht er sich den Mund zu, man begreift nicht, warum. Er ist also ebenfalls ein anatomisches Wunder, wie Hurrles Attraktion aus Schanghai." Anschließend kommt für mich eine Sonderüberraschung, paßt nur mal auf. In die kleine Manege wankt ein übertrieben langer und dürrer Mensch herein. Kein Mensch ist es, vielmehr eine Stange. Lächerlich weite Kleider hängen an der Stange. Auf der Stange sitzt ein Köpfchen und am Köpfchen ist ein Bärtchen. Die Stange führt am Strick einen struppigen Hund. Tobendes Gelächter. (Fortsetzung folgt. Seite 12 Nr. 37 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 13. Februar 1936 Kleine Kneibungen aus ven=Siadnenen an, und nachmittags 8 Uhr wurde in der Schule an der Hasselbrinkstraße die theoretische Prüfung vorgenommen. Stadtteil Grumme=Böde Sängerfahrt zur Ahr und Mosel mit Damenbeteiligung stattfinden. Zwischen Wagen und Maschine. Der 20jährige Arbeiter E. K. kam auf seiner Arbeitsstelle beim Wagenbedienen zwischen Maschine und Wagen. Die erheblichen Beinverletzungen machten die Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich. Stadtteil Bergen...5282 Jahreshauptversammlung oes Rassegeflügelzuchtvereins. Im Vereinsheim Stemmann fand am letzten Samstag die Jahresschlußversammlung des Rassegeflügelzuchtvereins Bochum=Sundern statt. Nach der Begrußung durch den Vereinsführer W. Bosselmann gab der Geschäftsführer H. Zölzer den Geschäftsund Kassenbericht Im vergangenen Geschäftsjahr konnten mehrere Zuchtfreunde schöne Preise erringen. Die bisherige Vereinsleitung blieb. Schießsportverein„Diana". Der Schießsportverein „Diana“ hielt am Sonntag im Vereinsheim Borgböhmer eine Versammlung ab, in der die Teilnahme an dem am 15. März stattfindenden Winterhilfsopferschießen beschlossen wurde. Das Wasser rauschte, das Wasser schwoll. An der Bergener Straße, gegenüber der katholischen Kirche, entstand in der Nacht zum Mittwoch ein Wasserrohrbruch. Arbeiter der Städtischen Beleuchtungs= und Wasserwerke mußten den Fahrdamm aufbrechen, um an die Bruchstelle zu gelangen und den Schaden zu heilen. Stadtteil Hiltrop Schwer verletzt. Auf seiner Arbeitsstelle erlitt der Volksgenosse Fritz G. durch einen Unfall einen Schulterbruch und andere Verletzungen. Man überführte den Bedauernswerten ins Krankenhaus. Stadtteil Gertbe In gesegnetem Alter. Berginvalide J. Sebastian, Friedrichstraße 16, feierte in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Aus dem evangelischen Leben. Als Vorbereitung auf die Passionszeit war die am Sonntag abend in die Gerther Pfarrkirche einberufene Gemeindefeier gedacht, in der die von Professor Litzmann(Berlin) hergestellte Lichtbilderreihe über das Leben Jesu gezeigt wurde. Die in bunten Farben gehaltenen Diapositive, zu denen Pfarrer Strümpfel einen Begleitvortrag hielt, hinterließen einen unverkennbar tiefen Eindruck. Gemeinschaftlich gesungene Gebetslieder und Andachtsworte gaben der inhaltsvollen Feststunde eine würdige Umrahmung. Vom neuen Schießstand. Die Schutzpolizei des Präsidiums Bochum. die sonst in Annen und Hordel schoß, hat den neuen Schießstand in Werne vertraglich gemietet. Beim ersten Schießen stellte sich heraus, daß für das Pistolenschießen die nötige Sicherheit nicht gegeben war. Aus diesem Grunde mußte zwischen der Deckung und der nächsten Blende eine Schutzmauer gezogen werden. Auch wird noch eine Sicherheitsblende geschaffen. Stadtteil Langendreer Hochbetagt. Der Reichsinvalide Friedrich Grebe, In den Langenstuken 11, vollendete gestern sein 70. Lebensjahr. Ihm wurden herzliche Gluckwunsche zuteil. Examen bestanden. Der Student der Medizin Willi Plesken, Sohn des Gastwirts Plesken, Hasselbrinkstraße, bestand an der Universität Munster das medizinische Staatsexamen. Luftschutzdienst ist Pflicht. Eine Ehefrau Th. hierselbst, hatte sich geweigert, im Luftschutzdienst eine ihr übertragene Aufgabe zu übernehmen. Sie wurde mit einer polizeilichen Geldstrafe belegt. Und wenn das nicht hilft, kommt eine schärfere Ahndung schlechten Willens! Eichsfelderverein. Die Mitglieder hatten sich am Sonntag recht zahlreich zur Jahreshauptversammlung im Vereinsheim„Zur Post“ eingefunden. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer Franke streifte dieser in kurzen Zügen die Geschehnisse des vergangenen Vereinsjahres. Der anschließende Jahresbericht des Schriftwartes zeugte von fortschrittlicher Arbeit. Der Kassenbericht war gleichfalls in bester Ordnung. Der bisherige Vorstand bleibt auch für das laufende Jahr. Personalnachrichten Der Bassist Friedrich Groß aus der Schule## Bochumer Gesangspädagogen Karl Wolff wurde nach erfolgreicher Prüfung vor der Landesleitung der Reiche, musikkammer in Essen als Konzertsänger in die Reichz, musikerschaft aufgenommen und erhielt die braung Karte. Ausbesserungen. Bei der jetzt eingetretenen, trockenen Witterung ist die Stadtverwaltung eifrig damit beschäftigt, die einzelnen schadhaften Straßenzüge auszubessern. Gegenwärtig wird der linke Bürgersteig der Kaiserstraße vom Ehrenmal bis zum Gasthof„Zur Post“ mit einer festen Decke aus Schlackenasche versehen. Der Waterfuhrweg hat ebenfalls eine feste Schlackenaschendecke erhalten. Der Werkmeister Theuer, Rosendahlstraße 13 feiert in geistiger Frische am 13. Februar seinen 70. Ge, burtstag. Traditionsecke Tödlicher Unfall. Der auswärts beschäftigte 27jährige Kurt Lehmann, Provinzialstraße 241, erlitt in Ausübung seines Berufes einen Unfall, der ihm schwere Verletzungen zufügte. Man brachte den Bedauernswerten ins Krankenhaus. Dort ist er gestorben. Das Unglück ist um so tragischer, als der junge Mann kurz vor der Hochzeit stand. Bekleidung, Nahrung und Genuß. Am Dienstag trat auf dem Hofe der Mädchenmittelschule die Gruppe Bekleidung(Schneiderinnen und Modistinnen) zum Berufswettkampf an. Ueber 30 Jungarbeiterinnen hatten sich eingefunden. Nach einem Fahnenspruch und der Flaggenhissung sprach der stellvertretende Ortsjugendwalter der DAF. Ig. Helmut Schlesies aufmunternde Worte zu den angetretenen Jugendlichen. Dann begrüßte er den erschienenen Ortsjugendwalter Pg. Kurt Schulte sowie die Wettkampfleitung und den Prüfungsausschuß. Gleichzeitig trat auch die RBG. Nahrung und Genuß(Bäcker und Fleischer) morgens bei verschiedenen Lehrmeistern die praktische Prüfung Frecher Einbruch. Am 9. Februar, zwischen 15 und 19 Uhr, wurde bei einem Bewohner des Hauses Kaiserstraße 52, eingebrochen. Die Täter sind, unter Verwendung von Nachschlüsseln in die Wohnung gelangt, haben sämtliche Behältnisse durchwühlt und entwendeten eine Heimsparbüchse der Städtischen Sparkasse BochumLangendreer mit 25 bis 30 Mark Inhalt, eine Holzsparbüchse mit einigen Groschen Inhalt, eine braune Ledergeldbörse ohne Inhalt, einen Notizblock mit schwarzen Deckeln, sechs weiße Damentaschentücher, einen Füllfederhalter, Marke„Tintenkuli“ und eine braune lederne Brieftasche mit Jagdaufnahme(ein geschossenes Reh darstellend). Zweckdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, werden vom 6. Kriminalkommissariat in Bochum=Langendreer und von allen Polizeidienststellen entgegengenommen. Deutscher Reichskriegerbund(Kysshäuserbund) e„ Landesverband Westfalen. Die Weibe der vom Führer und Reichskanzler genehmigten neuen Bundesfahnfindet am Sonntag, 23. Februar 1936, 11.30 Uhr, im Verliner Sportpalast, Potsdamer Straße, statt. Diese Feier wird eingeleitet durch den Aufmarsch der rund 2000 Fahnen des Landesverbandes Berlin=Brandenburg. Es folgt die Ansprache des Bundesführers SS.=Oberführer Oberst a 9 Reinhard mit anschließender Fahnenweihe. Wehrmacht, Lust, wafse, Gliederungen der Partei. Polizei werden Ehrenformationen entsenden. Zehn Musikkapellen des Reichs, heeres werden mitwirken. Die Feier wird als Gemeinschaftsempfang auf den Deutschlandsender übertragen, so das den Kameradschaften das Miterleben des Weiheaktes ermöglicht ist. Infolge der Faschingszeit ist den Landes. verbänden Niederrhein, Westfalen, Kurfalz. Südwest, Bayrische Ostmark, Hochland, Franken und Wenmark die Durchlspe., D ene see, Krogien, ura, Wesizerr.hf. rische Ostmark, Hochland, Franken und Westmark die Durchfühlung des Werhealles um 25. 6. Di. nicht möglich. Die Fahnen dieser Landesverbände werden an einem auf den 23. Februar 1936 folgenden Sonntag persönlich durch den Bundesführer in Köln geweiht. Auch dieser Weiheakt wird durch Rundfunk übertragen werden. Jeder Landesverband einschließlich der Landesverbände, die die Fahnenweihe erst später durchführen, entsendet als Symbol eine Fahnenabordnung zu dem im Svorutpalast stattfindenden Weiheakt nach Berlin. In den Standorten der Kreisverbände wird Gemeinschaftsempfang in Anwesenheit der örtlichen Kameradschaften unter Leitung der Kreisführer stattfinden. Linern Tamnaufti Aengen Tagungen Linden=Dahlhauser Vereine. In der Gasttte Mönninghoff ir##chum=Linden versammelten Großer Ausbau des Gysenberger Zoo. In diesen Plänen wird diese Umgestaltung vorgenommen; etwa hundert Arbeiter sind dabei rund 8000 Kubikmeter Erde zu bewegen. Es werden Terrassen angelegt ein Parkplatz geschaffen. Ferner ein Teich mit 100 Meter Durchmesser, weiter ein Barenzwinger, neue Wildgatter für Wildschweine, Hirsche, Wolfe, Fuchse und Dachse. Bis zum Pfingstfeste sollen die Arbeiten endgültig fertig sein. Um den Autos aus der Richtung Gerthe eine Gelegenheit zum Anfahren zu geben, ist von dem Landwehrweg eine Verbindung geschaffen. Dem Zooverein gehören etwa 7000 Mitglieder an. Stadtteil Harpen Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz, Gerthe. Zug Harpen. In der Jahreshauptversammlung gab Zugführer Heimroth einen kurzen Rückblick auf das arbeitsreiche verflossene Jahr 1935. Es wurden von den Sanitätsmannschaften folgende Dienste geleistet: 22 Wachen von 86 Mannschaften in 97 Stunden; bei 57 Schulungsabenden des Reichsluftschutzbundes waren 111 Mannschaften in 144 Stunden tätig; in acht Fällen wurden Kranken umgebettet und ein Leichentransport ausgeführt. Ferner waren die Sanitäter bei 197 ersten Hilfeleistungen zur Stelle. Zugführer Gustav Heimroth, Schriftwart Wilhelm Wollenhaupt. Gerätewart Heinrich Kruse, Verbandswart Heinrich Tripp und das Vereinsheim bleiben. Tagungen Linden=Dahlhauser Vereine. In der Gaststätte Konningdogs in Bochum=Linden versammelten sich die Kameraden der Freiwilligen Sanitatskolonnen Linden=Dahlhausen zu einem Kameradschaftsabend, der in schönster Kameradschaft verlief und einige unterhaltungsreiche Stunden vermittelte. In Verbindung mit dem Kameradschaftsabend fand die diesjährige Jahreshauptversammlung statt, in der wichtige Beratungen vorgenommen wurden. Kolonnenführer Claholz sprach einleitend herzliche Grußworte, dann wurde der Bericht über die aktive Tätigkeit der Kolonnen im vergangenen Jahre gegeben, dem zu entnehmen ist, daß die Freiwilligen Sanitatskolonnen sich weiter erfolgreich in den Dienst der Nächstenhilfe gestellt haben. Nachdem noch der Kassenbericht entgegengenommen war, folgte der Kameradschaftsabend, der eine Fülle schöner Unterhaltungsdarbietungen brachte.— Der Vogelschutzund Liebhaberverein„Klub 40er" Bochum=Linden hielt in seinem Vereinsheim ebenfalls seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Adam Bornemann sprach zunächst Worte der Begrüßung, dann erstattete Schriftführer Gustav Eichholz den Jahresrückblick. Den Bericht über die Kassenverhältnisse gab Georg Stemmann. Die Neuwahlen zum Vereinsvorstand hatten folgendes Ergebnis: Vereinsführer blieb Adam Bornemann, sein Stellvertreter Klein, Schriftführer Gustav Eichholz und Kassenwart Georg Stemmann.— In seinem Vereinsheim Eckhardt veranstaltete der Turnverein Bochum=Dahlhausen für seine Mitglieder und Gönner einen Bunten Abend, der mit herzlichen Worten des Willkommens vom Vereinsführer Lehrer Nebel eingeleitet wurde. Die Kameraden Hilgenstock und H. Drescher fanden mit ihren Vorträgen dankenswerten Anklang. Die Veranstaltung fand ihren Abschluß mit Musikdarbietungen und Tanz. Stadtteil Altenbochum Aus der evangelischen Gemeinde Altenbochum. Am nächsten Sonntag versammelt sich der Evangelische Männerdienst mit den übrigen Gemeindegliedern abends 6 Uhr zu einer außerordentlichen Versammlung im Lutherhaus, auf der Rektor Schönhals über die Verantwortung der Eltern in der Kindererziehung sprechen wird. Nachmittags um 3 Uhr ist ein Treffen drucksvoller Form einige schwer zu spielende Werke von Schubert und Beethoven zum Vortrag und fand ebenfalls freudige Zustimmung. Weitere Darbietungen verschiedener Art ließen die Stunden schnell vergehen. Doppeltes Pech. Am Montag nachmittag erlitt der Volksgenosse Gerhard P. von Bochum=Linden auf seiner Arbeitsstelle einen Unfall und begab sich darum nach Hause. Noch war er aber nicht zu Hause angelangt, als er bei der Glätte des Bodens abermals zu Fall kam und sich dabei einen Armbruch zuzog. Aerztliche Hilfe war erforderlich. Bochumer Verbände und Vereine Bochumer Bürger=Schützen=Verein, 1. Kompagnie, Zug Engelsburg. Am 9. Februar fanden sich die Schützenbrüder mit ihren Frauen zu einem vom Königspaar gegebenen Kaffeetrinken und gemütlichen Abend im Lokal des Schützenbruders G. Kleine in Eppendorf sehr zahlreich ein. Für Musik und Unterhaltung war bestens gesorgt, und bald war die richtige Schützenfröhlichkeit da. Ein Damenkegeln wurde veranstaltet und brachte vielen Humor. Der Vereinsleiter A. Bornkessel ermahnte die Mitglieder und deren Frauen, immer treu zur deutschen Schützensache zu stehen. Bis nach Mitternacht verweilte man in fröhlicher Runde zusammen Sängervereinigung Bochum e. V. Die in der Bürgergesellschaft abgehaltene, stark besuchte Generalversammlung wurde vom Vereinsführer P. Caprasse mit Grußworten und dem Gedenken an die verstorbenen Sangesbrüder eingeleitet, Der Jahresbericht des stellvertretenden Vereinsführers Bube, der ein getreues Bild der Arbeit des letzten Jahres gab, sand sehr beifällige Aufnahme. Ein erfreuliches Bild gab der vom 1. Kassierer Kazich erstattete Kassenbericht. Der Entlastungsantrag des Kassenvrüfers Sandführ fand Zustimmung ebenso, wie allen Berichterstattenden Dank gesagt Elternabend der Singschar des Männervereins. Zu einem in allen Teilen recht erfolgreich verlaufenen Elternabend hatte die Singschar des Jungmännervereins Bochum=Linden=Dahlhausen aufgerufen, der im Vereinsheim stattfand. Nachdem der Vereinsführer die Feierstunde mit einigen kernigen Willkommsworten eingeleitet hatte, wurde der Sängergruß gegeben, der starken Beifall fand. Dann brachte das Orchester in ausStadtteil Wiemelhausen Sängertreue,„Der Mannergefangbetein Bochum=Wiemelhausen, stattete am verMännergesangverein„Grüne Linde" Lochum=amemerhagfen, saulele cm vergangenen Sonntag seinem altesten Sangesbruder Franz Köster, der nunmehr über 40 Jahre dem deutschen Lied die Treue gehalten und im Elisabeth=Hospital von seinem Leiden Heilung sucht, einen Besuch ab. Die zu Gehör gebrachten Liederspenden wurden von den Kranken dankbaren Herzen ausgenommen. Stadtteil Weitmar Ein schöner Abend. Im Lokale Floren fanden sich die Arbeitskameraden der Vergütungsabteilung des Bochumer Vereins zu geselliger Feier zusammen. Flotte Musikweisen schufen eine frohe Stimmung. Kamerad Uhlmann brachte einen zündenden Vorspruch zu Gehör, Zellenwalter Warstat entbot den Gruß und pries den Kameradschaftsgeist. Die gedankentiefe Festrede des Betriebsleiters Dipl.=Ing. Ruhfus fiel auf fruchtbaren Boden. Gemeinsame Lieder, humoristische, turnerische und musikalische Darbietungen wechselten in angenehmer Folge, Kamerad Beckmann sang Lieder zur Laute. Es war ein schöner Abend in jeder Hinsicht. stimmung ebenso, wie allen Berichterstatzenden Dank. geigel wurde. Nachdem Vereinsführer Caprasse allgemeine Zustimmung zu seinen Ausfübrungen über das Jahresvrogramm 1936 aefunden hatte, machte Musikdirektor Albert Lamberts Ausführungen zum Sängerbundestaa in Breslau, die er mit einem Anvell zur Teilnahme verhand. Eine Aussprache über diesen Punkt ergab den Beschluß. geschlossen zum Sängerbundestag zu fahren. Die Erledigung kleinerer Fragen bildete den Abschluß der harmonisch verlaufenen Generalversammlung. Verein der Lichtbildfreunde Bochum. Die Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus am Moltkemarkt wurde vom Vereinsvorsitzenden Karl Birtel mit Grußworten und einem Bericht über die Arbeit des Jahres eröffnet, nachdem der zur Gausitzung delegierte Vertreter bereits über diese Sitzung gesprochen hatte. Der Verein blickt auf ausgezeichnete Erfolge und auf wachsende Leistungene im Jahre 1935 zurück. Durch geeignete Veranstaltungen, wie die Sauerlandfahrt, Vorträge, Führungen, Arbeitsabende und durch die Unterhaltung einer eigenen Dunkelkammer wurde den Mitgliedern das Vorankommen und die Weiterbildung erleichtert Nach der einstimmigen Entlastung des Gesamtvorstandes setzt sich dieser für das neue Vereinsjahr wie folgt zusammen: Vereinsvorsitzender Karl Birtel, Kassenwart K. Kohrs, Schriftwart H. Wiegers. Bochumer Veranstaltungen sprechen wird. Nachmittags um 3 Uhr ist##eiff der zum Pfarrbezirt des Superintendenten Nieversrein gehörenden Konfirmandeneltern. Ost= und Westpreußenverein Altenbochum, Ortsteil „Auf der Prinz“. Am Sonntag fand im Lokal Wahl die Monatsversammlung statt. Nach der Begrüßung durch den Vereinsleiter Salewski verlas der Schriftführer Jürgens den Bericht über die Generalversammlung. Am Volkstrauertag ist eine Gedächtnisfeier für die im Kriege gefallenen Kameraden. Dem Kameraden Fritz Philipp wurde die Abstimmungsehrennadel überreicht. Weitere Auszeichnungen werden folgen. Stadtteil Laer In biblischem Alter. Bei bester Gesundheit und in geistiger Frische vollendet am Freitag die Witwe Lina Hahne, geb. Lindenberg, Wittener Straße 502, ihr 81. Lebensjahr. Die Greisin ist in Querenburg geboren, wo sie fast ihr ganzes Leben zugebracht hat. Seit 13 Jahren Witwe, verbringt sie ihren Lebensabend bei ihrer Tochter Emma Niemann, wo sie liebevoll gehegt und gepflegt wird. Drei Söhne haben das große Völkerringen mitgemacht und sind zu ihrer größten Freude gesund zurückgekehrt. Sechs Kinder, vierzehn Enkel und zwei Urenkel können der Hochbetagten ihre Glück= und Segenswünsche darbringen. Stadtteil Werne Männergesangverein„Concordia“. In der Generalversammlung bei Mußweiler gedachte Vereinsführer von Gahlen zunächst der Toten; Schriftführer Theising gab den Jahresbericht, der 22 Neuaufnahmen im letzten Jahre verbucht. Kassierer Frowein erstattete den günstigen Rechenschaftsbericht. Der Vorstand bleibt wie bisher. Im September soll eine Ein neues Wöhndiertel„Ann * 1 Stadttheater Bochum. Der heutige Abend steht im Zei chen einer westdeutschen Erstaufführung: Hjalmar Bergmans Tragikomödie„Markurell“ wird zum ersten Male in Szene gehen. Das Werk zeigt das Menschliche in seiner reinen und unversehrten Gestalt, und da, wo es sich zum tragischen Dunkel hinneigt, überstrahlt der Dichter es mit einem echt nordischen und abgründigen Humor. Da diese Erstaufführung überall in Westdeutschland mit größtem Interesse und mit Spannung erwartet wird, dürfte sich ein Besuch des heutigen Abends durchaus verlohnen. Die Regie liegt in den Händen von Curt Bartz. Die Bühnenbilder sind nach Entwürfen von Dr. Harry Mänz angefertigt. Die Titelrolle spielt Alfred Schieske. Im übrigen sind in den Hauptrollen beschäftigt: Magda Reichardt, Adele Schönfeld, Fritz Brand, Heinz Holthuysen, Ernst Holznagel, Walter Kaltheuner, Adolf Schneider, Ernst Schröder, Willi (Vormiete A und freie Besucher.) Freitag findet eine Wiederholung der Vorstellung statt. Aufnahme: Sisnaiske Die im vergangenen Jahre in den am Rande des Weitmarer Holzes, zwischen Blankensteiner Straße und der Zeche Karl Friedrich, gelegenen Straßen„Am Holtkamp" und„Romersheide" in Angriff genommenen acht Wohnhäuser sind schon so weit gediehen, daß fünf Ein= und Zweifamilienhauser bereits bezogen werden konnten Die Bauten Am Holtkamp“ es handelt sich um drei Zweigenommenen acht Wohnhauser sind schon so weit gediehen, daß fünf Ein= und bereits bezegen werden lounten. Die. Bamlen„um Volllump“, es handelr sich um brei Zweifamilienhäuser und ein Doppelhaus, sind ebenfalls soweit fertiggestellt, daß sie in einigen Wochen bezugsfertig sind. An Stelle des bei schlechtem Wetter unpassierbaren Fußweges„Am Holtkamp“ wird eine neue Straße gebaut. Die Packlage ist bereits gelegt, so daß auch hier in kurzer Zeit mit der Fertigstellung dieser Straße gerechnet werden kann. Dieses neue Wohnviertel stellt unzweifelhaft ein schönes und ideales Siedlungsgelände innerhalb der Bochumer Grenzen dar, liegt es doch nahe am Walde und gestattet einen prächtigen Weitblick übers Ruhrtal hinweg. Die RS.=Kulturgemeinde. Am Montag. 17. Februar, 19.30 Uhr, findet für die Mitglieder der Serie A. Mitgliedsnummern 701 bis 850, die Operette„Wenn Liebe besiehlt", statt. Der Vorverkauf beginnt am Donnerstag, 13. Februar, in schäftsstelle. Zu dem großen bettenet Abend mit Gustav Jacobi usw. am Sont; tag, 16. Februar, im Schützenhof, ist# uns gelungen, für unsere Mitglieder zin Anzahl Karten zu ermäßigten Preisen zu erhalten. Vorverkauf beginnt heute in der Geschäftsstelle der NeKulturgemeinde, Ortsverband Bochum, Lueg=Haus, Zimmer Nr. 1. Zu der am 18. Februar stattfindenden Ausstyg##e des Trauerspiels„Jacobe von Baden“ von Eduard Reinachet sind Karten ab Freitag, 14. Februar, in der Geschäftssteue für alle Mitglieder der NS.=Kulturgemeinde zu haben. Diese Vorstellung gilt als Wahlvorstellung für alle Serien. Drei Stunden Lachen mit Gustav Jacoby im Schytzersgn Gustav Jacoby, der humorvolle Liebling aperzznsic am immer wieder am Rundfunk lauschen, ist persch## Sonntag, 16. Februar, in Bochum. Dieser echte deutsch Vortragskünstler wird alle in seinen Bann ziehen einen Abend zaubern, der noch lange in glücklich, einen Abend zaubern, der noch lange in glücklichefng innerung als eines der frovlichsten Erlebnisse###ziten d. An diesem Abend werden noch eine Reth#gt genfg wird. An diesem Abend werden noch eine bekannter Künstler auftreten. An erster Stelle####; Sans Nikolajewna, die bekannte Filmschauspielerin, die Chaulg# und Tanzparodien bringt. Fritz Neumann, der bekan Rundfunkkünstler, kommt mit ganz neuen Vortre Johannes Schocke, erster Tenor der Oper in Köln, seine schönsten Arten. Bren& Godden bekannt vom Wi garten Berlin, sind unübertreffliche Parodisten am#### Die musikalische Begleitung hat der Berliner Pianist Nabrath übernommen. K FSN 3 Würses Für 10 N. ergeben ¾ Liter keinzte Reischbrühe Seite 13 Nr. 3 Sen Essen, 12. Fel chensgeschichte, die aufgeklärt wurde, gericht ihre Sühnjährige Wilhelm verletzung mit To zum Tode seines mit seiner Mutter verträgliches Ver bestand. Anfang der Stiefvater, Schritt mehr ins der Anlaß zu all einem nicht einwkam es soweit, wurde. Es erga nen Spuren aufw dung schließen lie Mutter und desj aus, daß der alte handlungen über lich nach reichlich Leibriemen und endlich der Tod Treiben ein End Das Gericht Jahren für eine Das A Sieben I Paderborn, gegen den aus Siegen bekan in pieper verkünd gerichts Paderbe Entsprechend der der Angeklagte 1 Betruges in fün tiger Urkundenfä denfälschung in einem Falle und mit Betrug unte verhängten Stra Gesamtstrafe von Angeklagten wur Dauer von 5 J richt den Antro Rupieper zur§ achtens in eine abgelehnt. Die Urteilsb Freitagausgabe. pre Die Millionenda Theater Dortmund, gegen die fünf aus Dortmund, Stetten, Gustav Berlin, früher Berlin=Schönebe Verhandlungsw sämtlichen Zeug festzustellen, auf bekannt wurden, Summen sie sic ten beiden Wock die der Angekl „bearbeitet“ ha Am Dienst mit dem Geldg furt. Dieses Millionen Mar fähiger zu mac die Döscher zu B. war man a englischen Ban operierte. Mai gesamt über 2 reisen, Spesen, Million konnte und ein Rechts sem Geschäft 2 150 S 18 Einbre Bielefeld, kam die Krin Spur einer ges 46. preuß. 3. Ziehungsta Den Enstunri zu Toor innphandril bande deren Haupt der 24jährige Fritz Thias aus Essen, 12. Februar. Eine nicht alltägliche Verbrechensgeschichte, die zudem auf recht eigenartige Weise aufgeklärt wurde, fand jetzt vor dem Essener Schwurgericht ihre Sühne. Auf der Anklagebank saß der 35jährige Wilhelm Nischik aus Gelsenkirchen, der Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Nischik lebte bis um Tode seines 73jährigen Stiefvaters gemeinsam mit seiner Mutter in einem Haushalt. Es war kein verträgliches Verhältnis, das zwischen diesen dreien bestand. Anfang Oktober vergangenen Jahres starb Stiefvater, der die letzten Wochen zuvor keinen Schritt mehr ins Freie gemacht hatte. Das mag auch der Anlaß zu allerlei Gerüchten gewesen sein, die von einem nicht einwandfreien Tode sprachen. Schließlich kam es soweit, daß die Leiche nachträglich obduziert wurde. Es ergab sich, daß der Körper des Verstorbenen Spuren aufwies, die auf eine gewisse Gewaltanwendung schließen ließen. Und bei der Vernehmung der Mutter und des jetzt angeklagten Sohnes stellte sich heraus, daß der alte Stiefvater außerordentlich viele Mißhandlungen über sich ergehen lassen mußte. Hauptsächlich nach reichlichem Alkoholgenuß traten Klopfpeitsche, Leibriemen und sogar das Stocheisen in Tätigkeit, bis endlich der Tod des Stiefvaters diesem unmenschlichen Posben in brade sette. Das Gericht hielt eine Gefanguspstruse von vier Jahren für eine ausreichende Sühne. Das Arteil gegen Rupieper Sieben Jahre Zuchthaus Gesamtstrafe Paderborn, 12. Februar. In dem Betrugstrgeeß gegen den aus dem kürzlichen Sondergerichtsverzuhren in Siegen bekannten ehemaligen Vikar Heinrich Rupieper verkündete die Große Strafkammer des Landgerichts Paderborn am Mittwoch abend das Urteil. Entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes wurde der Angeklagte unter Freisprechung im übrigen wegen Betruges in fünf Fällen in Tateinheit mit gewinnsüchtiger Urkundenfälschung, wegen gewinnsüchtiger Artandenfälschung in Tateinheit mit versuchtem Betrug in einem Falle und wegen Unterschlagung in Tateinheit mit Betrug unter Einbeziehung der vom Sondergericht verhängten Strafe von vier Jahren Gefängnis zu einer Gesamtstrafe von 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. Dem Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt. Zuvor hatte das Gericht den Antrag der Verteidigung, den Angeklagten Rupieper zur Herbeiführung eines medizinischen Gutachtens in eine Heil= und Pflegeanstalt zu überweisen, Die Urteilsbegründung veröffentlichen wir in der Freitagausgabe. prozeß seit vier Wochen Die Millionendarlehen für das Frankfurter SchumannTheater im Dortmunder Betrugsprozeß Dortmund, 12. Februar. Der große Betrugsprozeß gegen die fünf betrugerischen Makler Otto Werthmann bande, beren Haupt der 24jährige Irig Lhkus uus Paderborn war. 19 Mitglieder der Bande wurden verhaftet; einer der Verbrecher hat in der Untersuchungshaft Selbstmord verübt. Der Prozeß gegen die übrigen 18 Angeklagten, unter denen sich drei Frauen befinden, begann jetzt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Paderborn. Die Angeklagten stammen hauptsächlich aus Bielefeld und Paderborn und sind fast alle schon vorbestraft. Die meisten Verbrechen fallen in die Zeit von Sommer 1934 bis zur Verhaftung der Täter im März 1935. Die Anklageschrift wirft der Bande weit über 150 Straftaten vor, darunter 109 vollendete Einbrüche und Diebstähle, 30 versuchte Diebstähle sowie gewerbsmäßige Hehlerei und fortgesetzte Begünstigung. Das Betätigungsfeld waren hauptsächlich ländliche Orte. Der Prozeß wird dadurch vereinfacht, daß der Hauptangeklagte Thias in der Voruntersuchung ein umfassendes Geständnis abgelegt hat und auch jetzt in der Hauptverhandlung alle ihm zur Last gelegten Verbrechen— allein 109 vollendete Diebstähle und Einbrüche— zugibt. Es wird mit einer Verhandlungsdauer von fünf Tagen gerechnet. Vor der Aufklärung eines Nordes? Schwarzenbach, 12. Februar. Im Herbst des Jahres 1928 starb in Schwarzenbach durch eine Salzsäurevergiftung ein damals 59jähriger Zimmermann, dessen Todesursache nach den Bekundungen der Familienangehörigen Herzlähmung sein sollte Im Dezember 1935 wurden nun im Verlaufe von Streitigkeiten Verdächtigungen gegen einzelne Familienangehörige zur Kenntnis der Polizeibehörde gebracht, die an die Staatsanwaltschaft in Koblenz weikergeleitet wurden. Diese zog die Landeskriminalpolizeistelle Köln zu Ermittlungen heran. Die Familienangehörigen wurden überraschend und eingehend vernommen, wobei sich der Verdacht gegen zwei von ihnen derart verdichtete, daß ihre Festnahme erfolgte und das Amtsgericht Birkenfeld Haftbefehl gegen sie erließ. Em Ro3cjaltger.uni, WgA. * tsgefühls und der Gameinsamkeit der Xanten, 12. Februar. Der Bischof von Münster weihte einen neuen Altar über der ersten Krypta des Xantener Domes ein, die über den Gräbern zweier christlicher Märtyrer der Thebäischen Legion vor 1600 Jahren errichtet wurde. Ueber diesem Grab wurde der spätere Xantener Dom in römischer, in fränkischer, dexr Ha esander:„ufgaben zung„ in romanischer und zuletzt in gothischer Zeit geoaut bob, Lan Vermittler geistigen Gutes und die Anforderungen Bezeichnend ist das Gutachten namhafter heraus, die in Inhalt und Form an die Güte der Zeitmengehörigleitsgefuhls und der Gemeinsamten der Berufsauffassung und richtete an die Zeitschriftenverleger Der Abend vereinte die Tagungsteilnehmer mit ihren zahlreichen Gästen aus Partei, Behörden und befreundeten Verbänden zu einem Kameradschaftsabend. Dr. von Chamier stellte in seiner Begrußungsansprache die besonderen, Ausgaven der deutschen Zeitschrift, als aus Dortmund, Friedrich Steinebrunner aus LörrachStetten, Gustav Stelter aus Karlsruhe, Max Weiß aus Berlin, früher Pforzheim, und Wilhelm Döscher aus Berlin=Schöneberg hat auch in der dritten und vierten Verhandlungswoche keine Sensationen gebracht. Bei sämtlichen Zeugenvernehmungen, handelt es sich darum, festzustellen, auf welche Weise sie mit den Angeklagnn bekannt wurden, was man ihnen versprach und um welche Summen sie sich betrogen fühlen. Im Laufe der letzten beiden Wochen kamen Darlehensgesuche zur Sprache, die der Angeklagte Weiß mit Werthmann zusammen „bearbeitet“ hat....e 61r Am Dienstag beschäftigte man sich vurchweg nur mit dem Geldgesuch des Schumann=Theaters in Frankfurt. Dieses Theater hat einen Wert von rund fünf Millionen Mark. Um es durch Umbau wieder ertragsfähiger zu machen, benötigte man eine Million Mark, die Döscher zu beschaffen versprach. Durch einen Dr. B. war man an Döscher gekommen, der wieder mit der englischen Bankengruppe und einer Schweizer Bank operierte. Man hatte hohe Vorkosten zu bezahlen, gesamt über 20000 Mark, für Gutachten, Auslandsreisen, Spesen, Uebersetzungskosten u. a.., aber die Million konnte natürlich nicht beschafft werden. Dr. B. und ein Rechtsanwalt Dr. R. wurden eingehend zu diesem Geschäft Döschers vernommen. 150 Straftaten auf dem 18 Einbrecher, Diebe und Hehler vor Gericht Bielefeld, 12. Februar. Nach langen Ermittlungen kam die Kriminalpolizei im Frühjahr 1935 auf die Spur einer gefährlichen Einbrecher=, Diebs= und Hehlerumgebaut. Ergtlchneut int bus Gutachten namhafter Kriminalanatomen über die beiden Skelette, die unter einer Mensa, einem Altartisch, tief in der Erde gefunden wurden. Aus ihrer zusammengekauerten Lage, aus Bruchstellen an einzelnen Knochen und aus nachweisbaren Blutspritzern innerhalb der Skelette geht einwandfrei hervor, daß der Tod durch äußere Gewalt herbeigeführt wurde. Der Grabfund ist so belassen worden wie er seit 1600 Jahren besteht. Eröffnungstagung des Arbeitsausschusses Gauwalter Stein spricht in Dortmund Dortmund, 12. Februar. Der auf Grund der Leipziger Vereinbarung vom 21. März 1935 zwischen dem Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, dem Reichswirtschaftsminister und dem Reichsarbeitsminister gebildete Arbeitsausschuß tritt am Donnerstag, 13. Februär, um 15 Uhr im Goldsaal der Westfalenhalle in Dortmund zur Eröffnungstagung erstmalig in Erscheivuns. Der Arbeitsausschuß hat Fragen uverberrieblicher Art also Fragen einer Erwerbsgruppe innerhalb des bestimmten Gebietes, zu besprechen und sie selbst zu verantworten, und zwar so, daß die Lösung aller diese Betriebgruppe angehenden Fragen so getroffen wird, daß sie als gerecht und nationalsozialistisch angesprochen werden kann. Für die Durchführung und für den Ausgleich aller gerechten sozialen Forderungen trägt die Deutsche Arbeitsfront die Verantwortung. Ueber die Geschäftsordnung der Arbeitsausschüsse und über die Arbeitsweise werden durch den Gauwalter Ernst Stein in dieser ersten Sitzung grundlegende Aufklärungen gegeben. den Vermittler geintigen heralus, die in Inhalt und Form an die Güte der Zeitschrift zu stellen seien. In einem außerordentlich interessanten Vortrag würdigte der Dozent des ersten deutschen Instituts für eiftenwesen an der Universität Berlin, Dr. 1 habil. Lehmann, die deutsche Zeitschrift als publizistisches Führungsmittel in Vergangenheit und Gegenwart. Kleine provinz=Nachrichten Jigerschgft, Igdfeis Lippigdz, wurden, den, Wiusegz, hilfswer. 11 Stück Rotwild, 10„Rehe, 120 Pgggrgi# Kaninchen, 4 Fasanen und eine Taube Bargeld zur Verfügung gestellt. Die Deutsche Jägerschaft, Jagdkreis Lippstadt, steht mit diesem überaus schönen Aktionsergebnis der Jäger für das Winterhilfswerk an erster Stelle von allen Jagdkreisen im Gau Westfalen=Süd. O Juzergisches (Johann 33IE 2„„ A 0 piade 1056, Start 1. Drittel Eishockey; Zielberichte des MilitärPatrouillen=Laufes. A4..r(#. Swsh 12.00 Die Werkpause. Das Kleine Orchester(Leo Ehsolol). 1. Westalengrüße, Marsch(W. Egogmezir), Man lebt nur einngi,ger 8. Westfalenklänge, Lievetwoige(Th. Ritter). Schützenliesel, Rheinländer(André). 5. a) O gend, wie bist ou so schon(Fr. Abt), b) Berai Leimottez, Heinzelmännchen(J. Helmesberge 8. Jung Deuschland, Narscholge(2, Veuzgagg. (H. Bastyr). 11. Das dienfolge(L. Weninger). 12. Die Spieluhr(P. Blaauw). 13. Heimatklänge, Tongemälde(H. 14.10. Unterhaltungskonzert(Von München). tungsfunkorchester(Erich Kloß). Jost Schindler (Tenor). Dazwischen: Olympia 1936 aus Garmisch=Partenkirchen: Eiskunstlauf(Kürlaufen) 16.00 Die Planderstunde. Neues aus Heimat und Welt, Unterhaltung und Musik 18.00 Unterhaltungskonzert.„Tänze und Lieder der Nationen.“ Lucie Rabenauer(Sopran); Einar Kristjannssen(Tenor); Leipziger Sinfonieorchester (Hilmar Weber). 1. Deutsche Tänze: Gavotte und Menuett von Wolfgang Amadeus Mozart. 2. Französische Lieder: a) Pavana, b) Le joli tambour. .-Slawische Tänze Nr. 7 und 8 von Ant. Dvorak. 4. Spanische Volkslieder: a) Fandango, b) Alala. 5. Polnischer Tanz von Xaver Scharwenka. 6. I. Isländische Lieder: a) Die Rose, von A. Thorsteinsson, b) Der Singschwan, von S. Kaldalons. II. Norwegische Lieder: a) Im Kahne, b) Zur Johannisnacht, von Edvard Grieg. 7. Oesterreichi= scher Tanz: Seid umschlungen, Millionen, von Joh. Strauß. 8. Deutsche Volkslieder: a) Erlaube mir, b) Och Moder. 9. Shsgeßscheg, Xanz von Peter Tschaikowsky. 10. Englische, Hollslieder: a) The three ravens, b) Come sweet laßz, 11### bischer Tanz von Peter Tschaikowsky. 12. nische Volkslieder: a) Tiritomba, b) Mariannina. 13 Rumänische Tänze von Bela Bartok. 14. Finnische Lieder: I. a) Schwarze Rosen, von Jean Sibelius, b) Mademoiselle Rokako, von Erlai lardin, c) O Herr, von Erlcki Melardin. II. Schwedisches Lied von Peterson Berger. 15. Tänze von Zoltan Kodaly. 16. Russische Volkslieder: a) Sag an, wie groß, b) Wie ein Regenschauer. 17. Javanische Tänze von Gustav Holst. 18. deutsche Tänze von Hermann Unger 19.45 Momentaufnahme Hausangestellte schlug Räuber in die Flucht. Abends 19.45 kurs vor 11 uhr, purge Iv, ber gez Hausez allein war,[20.10 Soldaten— Kameraden. Soldatenmußk, gesanvoe elten, die mit den Lumdern zu“ Lenster eingestiegen gen und geblasen Parademärsche,ung, vieter ver ein 2gam entdect, der durch en, begzer 4gtiegen gen.,Jägerbatailone, Verhangskapelle der etem Der Rauber, forderte von dem mädchen oas im ehem. Jäggzerzg###nn verhandskapelle der, ehem. Die Zeitschrift als publizistisches Söbrungsemiütel Die rheinisch=westfälischen Zeitschriftenverleger tagten in Essen Essen, 12. Februar. Die Landesgruppe Niederrheinland=Westfalen im Reichsverband der Deutschen Zeitschriftenverleger hielt am Dienstag im Kaiserhof eine stark besuchte Tagung ab, die vornehmlich der Erörterung gegenwartswichtiger Fragen des deutschen Zeitungswesens gewidmet war. Am Nachmittag fand man sich zu einer Arbeitssitzung Bhmgnng. ger von ChaArt und Zweck.,“ inen Bielgestaltigleit zu erfüen habe. Er kennzeschnete die berufspolitischen Ziese, des Hause befindliche Geld. Die Hausangestellte verlor jedoch nicht den Mut, sondern ergriff einen Schrubber, mit dem sie auf den Fremden solange einschlug, bis dieser die Flucht ergriff. Ein zweiter Räuber, der noch draußen auf dem Balkon stand, ergriff, als er das Mißgeschick seines Komplizen bemerkte, ebenfalls die Flucht. Teurer Dummerjungenstreich mit einem Brennglas. In Gremberg vergnugten sich mehrere Kinder damit, die in dem Schaufenster eines Friseurs ausgelegten Feuerwerkskörper mit einem Brennglas zu bestrahlen. Dabei fing einer der Körver Feuer, wodurch sämtliche Feuerwerkskörver explodierten. Iu wenigen Sekunden stand die Auslage des Schaufensters in Flammen und brannte aus. Den Eltern der Kinder wird dieser „Scherz“ teuer zu stehen kommen. Endgültig ernannt. Der Führer und Reichskanzler hat den Führer der SA.=Brigade 70, Brigadefuhrer Vogel, der seit Januar 1935 stellvertretender Polizeipräsident des Polizeipräsidialbezirks Recklinghausen ist, zum 30. Januar d. J. mit Wirkung vom 1. Januar 1936 endgultig zum Polizeiprasidenten ernannt. Tod durch Gasvergiftung. Einem schadhaften Gasschlauch, der vom Gaskocher abgerutscht war, so daß das Gas ausströmen konnte, fiel in Bielefeld eine Frau zum Opfer. Als der Mann heimkehrte, fand er seine Frau in dem mit Gas gefüllten Zimmer tot auf. Geschäftsschließung wegen Höchstpreisüberschreitung und Mindergewichts.„Die Metzgermeister Rudolf Schnapp in Münster, Weseler Straße 257, wurde wegen wiederholter Verstöße gegen die Preisschilderverordnung, Höchstpreisbestimmungen und der Maß= und Gewichts: verordnung mit einer Getriebeg für degt Krorg, und ehem. Jägerbataillone. Verban##elle der etzem. 8. Jäger(P. Lehmann) und Mitglieder des Verbandes ehem. rhein. und 19. Jäger. 1. Marsch der freiwilligen Jäger aus den Befreiungskriegen, Heeresmarsch Nr. 2, 239. 2. Marsch des Yorkschen Korvs, Heeresmarsch Nr. 2, 37, von Beethoven. 3. Der Jäger aus Kurpfalz, Heeres Fagret, ogr 243, von Rohde. 4 Soldatenklänge, Nr. 2, 175, von Buchholz. 5. a) Lehmop=Marsch, b) Pepita=Marsch, Heeresmarsch Nr. 2. 160 von Neumann. 6. Heeresmarsch Nr. 2, 232, Marsch des früheren Königl. Hannoverschen 2. JägerBataillons. 7. Bogenschützenmarsch von Kuntze. 8. Fridericus Rer, Heeresmarsch Nr. 2, von Radeck. 9. Schützen=Defiliermarsch von Lippe 21.00 Brahms Lebendige Klassik(). 1. Variationen über ein Thema von Haydn. 2. Serenade Nr. 2=dur. Das Große Orchester(Dr. Wilh Buschkötter) 22.20 Olympia 1936. Die letzten Meldungen und Hörberichte des 9. Tages der IV. Olympischen Winterspiele 1936„„ 22.40 Unterhaltungskonzert. Landesorchester Gau Württemberg=Hohenzollern(Julius Schröder). 1. südlichen Sphären, Suite(J. Fresko), 2, In,eigem chinesischen Tempelgarten(A. W. wetgrschgign#en). lodien aus„Eugen Onegin“ gHnn“ vinn Fach 4. Paraphrase über das Lied„Spinn, spinn, Tochter mein"(Nehe). 5. Finlandia, Tondichtung(I. Sibelius). 6. Nocturno(G. Martuzzi). 7. Zigennerliebe, Walzer(Fr. Lehar) Deutschlandsender: 18.30: Musikalische Kurzweil.— 19.05: Olympische Winterspiele, 9. Tag.— 20.10: Orchesterkonzert. Der jungere Beethoven.— 21.30: L. Kusche und L. Schmidmeier spieren auf zwei Klavieren.— 23.00: Unterhaltungsmusik (Von Hamburg) 46. Preuß.=Süddeutsche Staats=Lotterie 5. Klasse 3. Ziehungstag Vormittagsziehung 11. Februar 2 Gewinne zu 10000 M. 279598 2 Gewinne zu 5000 M. 373575 8 Gewinne zu 3000 M. 55928 194515 263094 822542 26 Gewinne zu 2000 M. 21314 58237 80158 88884 48551 156005 172201 188744 306052 320754 845348 374440 395078 slge#uge; e 52 Gewinne zu 1000 M. 6320 48839 64584 61764 76676 82648 84553 141170 174891 188280 241784 267545 272101 287269 287330 309047 312099 313091 329097 340520 343479 352238 366090 871897 378736 362933 P uug glu ll 96 Gewinne zu 500 M. 5960 7653 25110 27019 89639 50997 53058 68967 59156 62679 89061 93498 97556 103841 106464 116799 118633 125546 131076 147759 150992 157441 162486 166168 166321 169440 171782 179943 183582 185269 187201 198299 200851 211629 221937 231092 233816 243723 284073 311663 315823 825396 341549 844511 356539 872976 380728 884088 370 Gewinne zu 300 M. 2167 8724 14626 15042 16002 16741 16930 17103 19280 21538 21760 23483 32953 35750 43699 44531 45733 47233 48333 50458 50475 53424 68201 60631 62579 64185 65834 73680 80073 82086 83227 84521 87308 88891 99878 101148 102072 102079 108159 09213 117560 118263 118425 119379 122163 22749 123359 125391 125449 126533 126694 131781 131971 136939 140644 143603 145952 46047 146835 147890 155297 159058 160860 161357 163877 164503 166082 167833 171214 174108 174306 181006 181265 183938 186791 187413 189260 189825 191210 191512 191705 93268 194048 195486 197242 198224 203586 207405 208477 209226 210252 211066 211073 213316 215074 215888 220044 293637 223858 225624 226463 226816 228344 228965 230252 230451 231007 233270 234069 234332 235929 245416 248098 250457 252695 255842 257536 265890 268728 270758 271419 271841 272570 272954 276699 275994 276392 281273 284921 289078 297550 302088 306697 307036 308598 309397 310716 312816 313211 317178 318604 820041 320943 321743 323127 324352 326855 828337 328371 328961 332375 332613 334734 33895 340464 342122 342991 346438 346578 351624 362512 364342 356300 366639 357448 358019 358561 359473 361472 362175 369972 371099 373729 378199 378541 26638: 386032 387068 387661 393312 394106 Wur 399658 Nachmittagsziehung 2 Gewinne zu 10000 M. 11069„auugg Sglne 8 Gewinne zu 5000 M. 219942 247560 829764 876729 6 Gewinne zu 3000 M. 106446 212117 373262 22 Gewinne zu 2000 M 73955 110163 140322 146225 247590 250890 279308 306206 825101 46 Gewinne zu 1000 N. 11340 24809 26875 29999 47746 58576 69201 97747 148003 161400 179554 203308 204412 214372 222628 22596 244151 262443 265692 302929 354534 360429 60 Gevinne zu 500 M. 3783 771s 19551 33366 24902 27670 S1114 34434 36862 37598 55046 76385 79230 79691 84947 108067 109070 116150 136583 148190 166912 163296 167873 186011 221782 222292 241416 265065 255746 260437 260940 266763 274603 295772 299601 319723 321696 326314 326760 332736 353194 368 Cepione F, 300, N. 1432,7337 3831 36 22337 99449 23140 26923 31140 32085 34097 35231 38348 44684 45205 49742 61200 52439 52597 62951 63643 55302 65713 57769 60874 64292 64392 65128 69012 74375 75106 76666 76786 78829 84010 87658 92034 92389 94106 94703 96646 98733 104526 107216 106830 108920 117147 119502 121769 196425 127960 128251 128433 129517 133462 139545 141523 143186 144863 149745 153860 157352 159765 160746 165074 166351 167831 169787 175148 179699 183551 183953 187597 188381 190374 193488 200171 207468 207839 208669 215415 215438 216110 219539 222012 227800 228988 229964 232320 232726 237909 240232 243046 245523 247306 254137 254199 254509 357152 269206 260548 261462 264392 265431 267364 269175 271597 272512 273623 275176 276577 279321 282274 288048 288529 290020 293246 294531 295300 296719 301009 301610 301894 810592 310873 311587 315305 316813 317601 818062 819296 320494 822121 824574 805801 326321 328618 329513 331933 333278 335103 836256 335518 337083 338857 338948 341662 848065 349742 351877 353302 364334 364420 354905 358119 358881 360716 860935 861426 862915 364216 365156 365532 376849 377773 878014 379455 379953 879978 880081 983579 886263 387304 388874 390626 396223 399167 Bochum, Kortumstraße 53 Donnerstag und Freitag eintreffend empfehlen: Seelachs abr ign Garzen, Pfund 103 Sschelal rechesien eile 25 Weibes Filel.....Pfund 373 Feilheringe fösten Jetzst alle Sorten: die ½ ovale Dose die ½ Dose mit Gräten333 die ½ Dose mit Gräten. 27• = Alles erstklassige Warel a Seifix bohnert sunderbar glänzend.leicht u. spiegelkler Fahrräder Was gibt es Neues?— Solange diese Frage Interesse täglich Zettungen lesen. und die Kundschaft solches int. ist von dieser Seite für Ihr Geschäft zu gewinnen. 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Februar 1936 Die Beerdigung findet Freitag vormittag.15 Uhr vom elterlichen Hause..-Eppendorf, Ruhrstraße 120. aus zum Friedhof B-Weitmar statt.— Das Seelenamt ist Freitag morgen 745 Uhr in der Pfarrkirche zu W. Eppendort Offene Stellen Keine Originalzeugnisse einsenden Wer abermnnn Organisation des Verkaufes eines lustreinigenden Klosettpapieres an Private sofort auf eig. Rechnung? Anfragen u. K.§. 7017 bes. Westdeutsche Anzeigen Gmb., Köln=Ry., Hobestraße 52. Werder und Werberinnen für gern gelesenes von hoher Geistlichkeit wegen seiner besonderen Vorzüge sehr empfohlenes kath Sonntagsblatt per sofort gesucht. Gute Provision. Bei Eignung Dauerstellung. Schriftl. Angebote mit Lebenslauf unter Nr. A. L 6423 Anzeiger. Zu früh bist Du von uns geschieden. Du liebes, gutes. treues Herz! Dir sei der letzte Gruß beschieden. 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