Nr. 137 2 38. Jahrgang

Montag, den 15. Juni 1931

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Noch nicht alle Brücken abgebrochen

Dr. Taihei=Termtent

Reichspräsident hinter dem Kanzler— Entscheidung am Dienstag?

Keine Kanzlerrede

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Für Tributrevision und gegen Einberufung des Reichstages

Berlin, 14. Juni.

[Von unserer Berliner Schriftleitung.)

Auch nach den Verhandlungen des Kanzlers am Samstag mit den Führern der Sozialdemokratie, mit dem Führer der Deutschen Volkspartei Dingelden und den anderen Politikern, an denen u. a. der dankpräsident Dr. Luther teilgenommen hat, ist alles in der Schwebe. Der Kanzler hält an seinem Stand­punkt fest daß eine Abänderung der Notverordnung auch durch den Haushaltsausschuß des Reichstags zwecklos sei und ebenso auch an seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Einberufung des Reichstags.

Die Sozialdemokratie hat zwar ihre Ent­scheidung bis nach der Entscheidung der Zentrums­Fraktionssitzung in Hildesheim zurückgestellt, aber man kann nach dem Artikel des Reichstagspräsidenten Löbe im„Vorwärts“ annehmen, daß

zwischen Sozialdemokratie und Kanzler ein Arrangement getroffen wird.

In diesem Artikel gibt Löbe der Ansicht Ausdruck, daß zweifellos der Reichstag eine Mehrheit für die Auf­hebung der Notverordnung aufweisen würde, aber wie eine Mehrheit für einen Ersatz zusammengefügt werden solle, sei nicht erkennbar. Es wäre eine Illusion, die zu schweren Enttäuschungen führen müßte, wenn sich der Glaube festsetzte, die Sozialdemokraten seien in diesem Reichstag stark genug, den Anschlag auf die Lebenshaltung der breiten Massen abzuwehren.

Anders liegt es bei der Deutschen Volks­partei. Dr. Luther hat auch am Samstag versucht, seine Parteifreunde, die für die Umbildung des Kabi­netts und die Einberufung des Reichstages stimmten, von der wirtschaftlich und politisch nicht zu verant­wortenden Stellungnahme abzubringen. In einge­weihten Kreisen spricht man davon, daß bereits eine

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Zurückhaltung Kaufen erhöht d Geschäftsspesen verteuert die Ware. Kaufen ist nicht ver­schwenden! Kaufen ist Arbeit spenden

und der Abzug von Devisen auf Grund von Inland­

käufen scheinen eine deutliche Sprache geführt zu ha­ben. Dr. Brüning hat noch vor seiner Abreise nach Hildesheim mit dem Führer der Volkspartei verhan­delt und ihm ebenso wie am Freitag die

Unerfüllbarkeit der volksparteilichen Forderungen

vor Augen geführt.

Auch in Hildesheim hat sich das Zentrum ge­schlossen hinter den Kanzler gestellt und unter Ableh­nung jeglicher Krisenmacherei zur Einigkeit aufge­rufen. Also auch im Zentrum lehnt man Kabinetts­umbildungsversuche ab. Die der Volkspartei nahe­stehenden Blätter, so u. a. die„D. A..“, veryarren bei der Forderung nach wie vor. Am Montag wird der Kanzler die Verhandlungen von neuem aufnehmen und die Volkspartei nochmals empfangen.

Dr. Brüning sieht auch heute noch keine Möglichkeit, die sich scharf widersprechenden Forderungen der So­zialdemokratie und der Volkspartei hinsichtlich der Not­verordnung vielleicht in Ausschußberatungen unter einen Hut zu bringen. Die Volkspartei befindet sich 'am Scheidewege, entweder stimmt sie am Dienstag für die Einberufung und das Schicksal des Kabinetts ist entschieden, oder sie kippt um.

Um sich dieser parlamentarischen Niederlage nicht auszusetzen, scheint man zu erwägen, in der kommen­den

Aeltestenratssitzung getrennt abzustimmen

so daß die 15 Stimmen, die sich bereits in der tionssitzung für die Einberufung einsetzten, dies auch am Dienstag tun können, die anderen 13 aber gegen die Einberufung Stellung nehmen. Diese Möglichkeit besteht. In solchem Falle stimmt nämlich der Aeltesten­rat nicht nach den anwesenden Mitgliedern ab, sondern es wird sozusagen eine Zählprobe des gesam­ten Reichstags vorgenommen.

Bestimmend für die Haltung des Kanzlers gegen­über der Volkspartei ist die Tatsache, daß sich der Reichspräsident beim Besuch des Kanzlers in Neudeck mit dem politischen und taktischen Wege Dr. Brünings einverstanden erklärt hat. Ob Herr von Hindenburg aber dem Kanzler bereits die Er­mächtigung zur Auflösung des Parlaments erteilt hat, bleibt zu bezweifeln.

Alles in allem: In der Lage ist bereits am Sams­

tag eine gewisse Entspannung zu verzeichnen. Jedenfalls hat sich die Lage nicht verschärft und aus diesem Grunde hat auch Dr. Brüning auf eine große programmatische Rede, in Hildesheim verzichtet, um durch möglichste Zurückhaltung die Spannung- nicht weiter zu verschärfen und noch be­stehende Wege der Einigung nicht zu verschütten.

Ein besonderes Verdienst beim Bemühen um Bei­legung des innerpolitischen Konfliktes gebührt Reichs­bankpräsident Dr. Luther, der sich unter Hintan­stellung persönlicher Bedenken gegen eine Erschütterung der Regierung und restlos für das Kabinett einsetzte.

Deutschlands Botschafter

kommen nach Berlin

Vorbereitungen in der Tributfrage

h Berlin, 14. Juni.(Eig. Drahtber.) Mehr als bisher werden die kommenden Wochen im Zeichen der diplomatischen Verhandlungen über die Re­

parationsfrage stehen. Die Botschafter Deutschlands in den an der Reparationsfrage interessierten Ländern wer­den in Berlin zum Vortrag erscheinen. So werden der deutsche Botschafter in Washington, Dr. v. Prittwitz und Gaffron, der deutsche Botschafter in Paris, Dr. v. Hoesch, und der deutsche Botschafter in Rom, Dr. Schubert, nach Berlin kommen, um, wie an zu­ständiger Stelle zugegeben wird, über die Stimmung Bericht zu erstatten, die in den einzelnen Ländern gegen­über einem deutschen Vorstoß in der Tributfrage herrscht. Dadurch, daß sich vielleicht zur gleichen Zeit auch der amerikanische Staatssekretär des Auswärtigen, Stimson, in Berlin aufhält, und daß möglicher­weise auch der Gegenbesuch des englischen Außenmini­sters Henderson in diese Zeit fällt, erhalten die nächsten Wochen hochdiplomatische Bedeutung. Es dürfte jetzt schon feststehen, daß sich die Reichsregierung an dem ihr aus dem Young=Plan zustehenden Weg hält und ein Moratorium erklärt, das 90 Tage nach Erklärung in Kraft tritt. Auf diesen Weg ist die Re­gierung sowohl durch die Erklärung des französischen Außenministers Briand wie des englischen Premier= ministers Macdonald verwiesen. Die Aussichten für diesen Weg sind also nicht ungünstig. Anschließend an das Moratorium würde dann der Gutachter=Aus­schuß der B. J. Z. zusammenberufen, der von sich aus eine neue allgemeine Tributkonferenz vorschlagen kann.

Man wird sich von dem einzuschlagenden Wege keine sofortige Wirkung versprechen dürfen. Das Reparationsproblem ist derart heikel, daß es nur vorsichtigem Operieren gelingen wird, auf diesem Wege für Deutschland eine fühlbare Erleichterung zu ver­schaffen. Das wird aber die Reichsregierung nicht ver­anlassen dürfen, allzu bedächtig vorzugehen. Sie hat das in der Notverordnung gegebene Wort der Repa­rationsrevision einzulösen, wenn anders die schon in den letzten Tagen hochgekommene Krisenstimmung nicht zur allgemeinen offenen Absage an das Kabinett werden soll.

Hildesheim, 14. Juni.

Die Zentrumsfraktion des Reichstages und der Vorstand der Deutschen Zentrumspartei hielten hier Samstag und Sonntag eine Beratung über die politische Lage ab, die der Vorsitzende der Deutschen Zentrums­partei, Prälat Kaas, leitete. Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsarbeitsminister Dr. Steger­wald erstatteten einleitend Bericht. Von der ur­sprünglich geplanten großen öffentlichen Rede hatte der Reichskanzler, wie schon an anderer Stelle betont, Ab­stand genommen. Der Reichskanzler fand für seine Po­litik auf der Tagung volles Verständnis und einmütige Anerkennung. Die einmütige Auffassung der Reichs­tagsfraktion und des Reichsparteivorstandes wurde in einer Entschließung festgelegt, in der zunächst im Hin­blick auf die Notverordnung u. a. gesagt wird:

Der Inhalt der Entschließung

„Um aber die Nation zu erhalten, um eine geordnete Staats= und Wirtschaftsführung zu ermöglichen, um das Absinken in ein finanzielles und wirtschaftliches und da­mit politisches Chaos zu vermeiden, stützt die Deutsche Zentrumspartei auch heute die Reichsregierung und spricht dem Reichskanzler und den der Partei angehörenden Mitgliedern des Kabi­netts für ihre Hingabe und opfervolle Arbeit ihren Dank aus. Weiter wird in der Entschließung der Erwartung Ausdruck gegeben, daß durch die Zu­sammenfassung aller Kräfte im gegenwärtigen Augenblick am raschesten eine Lage schaffen werde, die die Milde­rung der größten Härten in der Notverordnung ermög­liche. Die Zentrumspartei stärke die Regierung in ihrem Bemühen, auf eine baldige Lösung der Reparations­frage. Sie rufe deshalb alle Gutgesinnten und Ein­sichtigen in der Welt auf, die notwendigen Entscheidun­gen zu treffen, bevor es zu spät sei. Die Entschließung sagt zum Schluß:„In dieser ernsten Zeit sind zaghafte und parteiegoistische Ueberlegungen nicht am Platze. Die Einberufung des Reichstages ge­fährdet die nationale Arbeit der Reichs­

Die vom Unheil verfolgte Wilkins-Expedition

„Kauinias in Schlolellgleie?..

rlin 14 Suni(Eis Drahther) Pewpork gab es verschiedene Zwischenfälle.

regierung. Die Zentrumsfraktion wird deshalb die Einberufung ablehnen. Wir rufen Führer und Ge­folgschaft der Partei auf, in dieser Stunde stärksten Mut zu beweisen. Deutschland muß in der Stunde der Ge­fahr ein starkes und einiges Geschlecht finden. Wir sind zu gemeinsamem Handeln bereit.“

Am Nachmittag um 5 Uhr verließ der Reichskanz­ler im Kraftwagen, begleitet von Prälat Kaas, Hildes­heim, um sich nach Berlin zurück zu begeben. Am Vor­mittag war es am Bahnhof, wo man die Ankunft des Reichskanzlers erwartete, der jedoch im Auto in Hil­desheim eintraf, zu Kundgebungen gekommen. Die Menge hielt den mit dem fahrplanmäßigen Zug von Berlin eingetroffenen Generalsekretär des Industrie­und Handelsbeirates der Zentrumspartei, Dr. Fonck, für den Kanzler, und begleitete dessen Abfahrt im Auto mit Schmährufen. Nach dem Zwischenfall formierte sich ein Demonstrationszug, der jedoch bald von der Polizei ohne Zwischenfälle aufgelöst werden konnte.

Hindenburg ruft zur Einheit

700-Jahrfeier des deutschen Ordenslandes

Marienburg, 14. Juni.

Aus Anlaß der 700=Jahr=Feier des deutschen Ordenslandes fand im Großen Remter der Marien= burg eine Feier statt, an der auch Reichspräsident v. Hindenburg teilnahm. In seiner Rede gedachte er zunächst der sieben Jahrhunderte der Vergangenheit Ostpreußens und des deutschen Ostens und sagte dann wörtlich:„Wie unsere Vorfahren in zäher Ausdauer

Keichre“ 3. jegi'? Prozent

Die Reichsbank hat am Samstag mit sofortiger Wir­kung den Wechseldiskontsatz um 2 Prozent von 5 auf 7 Prozent und den Lombardzinsfuß von 6 auf 8 Prozent erhöht.(Näheres siehe im Handelsteil.)

Berrin, 14. Juni.(Eig. Drahtver.)

In Newyork ist ein Funkspruch des amerikanischen Passagierdampfers„Präsident Roosevelt“ eingelaufen, wonach sich das Polar=Unterseeboot„Nautilus“ des Kapitäns Wilkins in ernsten Schwierigkeiten mitten im Atlantischen Ozean befindet. Das=Boot soll nur noch mit der Backbordmaschine laufen. Die anderen Motore sind anscheinend schwer beschädigt worden. Mehrere Dampfer haben dem=Boot Hilfe angeboten. Die„Mauretania“ und ein amerikani­scher Schlachtkreuzer sind auf der Fahrt, um dem =Boot Hilfe zu bringen. Man hofft jedoch, daß es dem Führer des Bootes„Nautilus“ gelingen werde, selbst den Schaden beheben und die Reise fort­setzen zu können.

Die beabsichtigte Nordpolfahrt des Unterseebootes „Nautilus“ scheint offenbar unter einem Unstern zu stehen.

Newyott gur es berschierene Iwischenfälle. U. a. stürzte ein Mann der Besatzung über Bord und ertrank. Dann wurde vor einigen Tagen bekannt, daß das Boot von einem schweren Sturm inmitten des Ozeans heim­gesucht worden sei. Eine Sturzwelle ergoß sich über das Boot, beschädigte den Kommandoturm und ver­letzte außerdem leicht den Kapitän. Weiter wurde durch die Welle die Frischluftzufuhr in Mitleidenschaft gezo­gen und es verlautete außerdem, daß die Maschinen­anlage seitdem nicht mehr einwandfrei funktioniere. Diese Meldungen scheinen jetzt durch den Funkspruch des amerikanischen Passagierdampfers ihre Bestätigung zu finden. Die Beschädigungen scheinen danach doch ernste­

rer Natur zu sein, als aus den ersten Meldungen her­vorging. Wilkins„Nautilus“ befindet sich auf der Fahrt nach London. Von dort aus soll dann die be­absichtigte Expedition nach dem Pordpol, wo bekannt­lich auch eine Begegnung mit dem Luftschiff„Graf Zep­

lus“ scheint offenbar unter einem Unstern du#.1n2 Splant ist Psht.

Bereits bei den Vorarbeiten zur Abfahrt von1 pelin; geplamt ist, angetreten werden.

Hunderte von Toten?

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Paris, 14. Juni. An der Loiremündung(Südfrankreich), in der Nähe von St. Philbert, lief ein mit Ausflüglern ausNantes besetzter Ausflügler=Dampfer, der von St. Nazaire kam, infolge Sturmes auf einen Felsen und sank sofort mit Mann und Maus. Ein Schlepper aus St. Nazaire ging sofort zur Hilfeleistung ab, doch besteht wenig Hoffnung, auch nur einen einzi­gen Passagier zu retten. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Es sollen 600 Passagiere an Bord gewe­sen sein.

Militärische Uebungen

der polnischen Schuljugend

Warschau, 14. Juni.

In Spala, wo sich das Sommerschlößchen des Staatspräsidenten Moscicki befindet, haben große Uebun­gen der militärisch ausgebildeten Schuljugend begonnen. 12000 Teilnehmer beiderlei Geschlechts aus allen Tei­len des Landes haben in Spala ihre Zelte aufgeschle­gen. Unter Führung des Infanterie=Gene­rals Olszyna Wilczynski und einer Reihe von akti­ven Offizieren fanden im Beisein des Staatsprä­sidenten zunächst Felddienstübungen allgemei­

ner Art statt, um die militärische Tüchtigkeit der Teilneh­mer zu erproben, Kriegsspiele wurden veranstaltet, Fluß­übergänge geübt und Schießübungen abgehalten.

neue französische Genatspräsident Ledrun.

und unverbrüchlichem Gottvertrauen auch die schwersten Jahre überwanden, so müssen auch wir der Krise der Gegenwart Herr werden. Frei­lich: Innere Einheit und geschlossene Widerstandskraft des ganzen deutschen Volkes sind Voraussetzung für die Ueberwindung dieser, die deutsche Wirtschaft so schwer bedrückenden Not und zur Erringung einer besseren Zu­kunft. An diese Einigung soll uns auch diese festliche Stunde mahnen!...is.

Im Mittelpunkt der ganzen Feier stand der Reichs­präsident, der im Schloßhof der Marienburg die Front der Ehrenkompagnie des 3. Infanterie=Regiments ab­nahm. In den gelegentlich der Feier gehaltenen An­sprachen wurde die Verbundenheit des deutschen Ost­landes mit dem Reich nachdrücklichst unterstrichen.

Moratorium für Europa?

Washington, 14. Juni. In einer sehr vorsichtig abgefaßten Erklärung äußerte sich. Unterstaatssekretär Castle gelegentlich einer Pressekonferenz über die amerikanische Auffassung von der Trennung der Reparationen und der Kriegs­schulden. Die amerikanische Regierung studiere diesen Fragenkomplex sehr vorsichtig, um, falls eine ernste Krise. eintrete, in Erwägung darüber einzutreten, ob eine vor­übergehende Aenderung der Washingtoner Politik erfor­derlich sei. Gegenwärtig gäbe es eine solche Krise noch nicht. Die Erklärung ist umso aufsehenerregender, als zum ersten Male eine Verknüpfung der Reparations= mit der Schuldenfrage für nicht undenkbar erklärt wird. Be­stätigt sich diese Deutung der Erklärung Castles, dann kommt den Reisen Stimsons und Mellons nach Europa eine größere politische Bedeutung zu, als man bisher annehmen konnte.

Ein Prediger in der Wüste

Ottawa, 14. Juni.

Das liberale Mitglied des kangdischen Unterhauses E. J. Young hat den Vorschlag gemacht, Kanada sollte der übrigen Welt mit der Streichung der Reparatio­nen vorangehen. Reparationen und Hochzölle, erklärte Young, seien das größte Hindernis für eine Erholung der Wirtschaft. Kanada sollte daher Deutschland eine Quittung über die ihm geschuldeten Reparationszah­lungen schicken.

Kirchliche Zwischenfälle in Italien

Rom, 14. Juni.

Wegen des Verbotes der italienischen Kirchen­behörde, Prozessionen außerhalb der Kirche abzuhalten, kam es in verschiedenen Orten Italiens zu Zusammen­stößen und zu Unruhen. U. a. versuchten Demonstran­ten in Catanzaro(Süditalien) den Bischofspalast, das Kloster und die Kirche des Hl. Antonius zu stür­men. Polizei und Miliz mußten eingreifen. Nur unter Gebrauch der Schußwaffe gelang es, die Ruhe wieder herzustellen. Es gab zahlreiche Ver­letzte.