4. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger
Nr. 75 38. Jahrgang
Montag, 30. März 1931
Gneiszags= tulg=Sechun. er...
Banikaufti.
und
Der Lenz erwacht! In den Gärten, an den Steilhängen und in den Tälern wird eifrig geschafft. Die
Jugend schleppt Dorngestrupp herbei, damit zu Ostern das„Poschefuer“ angezündet werden kann. In den Büschen keimt erstes Blattgrün an den Sträuchern, um der Sahlweide duftende Kätzchen summen die ersten Bienen. Auch in den Schaufenstern hat der Lenz seinen Einzug gehalten. Osterhäschen ist fleißig gewesen und
hat die niedlichsten süßen Dinger aus Zucker und Schokolade angefertigt. In den Konfektionsgeschäften sieh man schon die neuen Frühjahrskostüme und in den Putzgeschäften die neuen Hüte. Die Geschäftsviertel von Linden und Dahlhausen können sich sehen lassen; sie
tragen durchaus städtisches Gepräge. Auch n
Eingemeindung in die Großstadt Bochum hat die frü: here, auf eine alte Vergangenheit zurückvugenve Doppelgemeinde ihre Eigenart bewahrt, wenngleich manches anders geworden ist und die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Bochum naturnot
wendig enger geworden sind. Die uns verhhirhenz, öpt: lich Verwaltung genügt den dringenden Anst##en; wir hoffen, daß kein weiterer Abbau erfolgt, der der Bevölkerung Umstände und Kosten verursacht.
*
Die Hattinger Straße, die den Ortsteil Linden der Länge nach durchzieht und eine der wichtigsten Ausfallstraßen Groß-Bochums ist, soll, wie es heißt, endlich in diesem Sommer erbreitert werden, damit man die Straßenbahn zweigleisig ausbauen kann. Auf Weitmarer Gebiet ist dies bereits geschehen, ebenso ist die Straße bereits auf Winzer Boden erbreitert worden. Wie die Erbreiterung gedacht ist, kann man bei Villa Knupe sehen, wo die Mauer ein Stück und ein schöner Bürgersteig angelegt wurde. Mit der Erbreiterung der Hattinger Straße soll auch die Kanalisierung vorgenommen werden und die Verlegung der Gasleitung erfolgen. Man sollte es nicht glauben,
und alles Versäumte auf einmal nachholen. Der zweigleisige Ausbau der Straßenbahn auch durch Linden würde bessere Verkehrsverhältnisse zwischen Bochum und Hattingen herbeiführen, was umso notwenviger
ist, als auf dieser Strecke sich der größte Teil des Ausflugsverkehrs abwickelt. Beklagt wird die Höhe Fahrpreises; man zahlt von Bochum, selbst### der Radrennbahn an bis Linden=Kirche 40 Pfennig,
30 Vfennig. Auf dbe)“ De)=Pamnhasen“ hoben den
Auten dovon. Die Vewochter ven. Nrniesgerscht Hosl.
ingen eingeteiteten Zimiagericht Bochum, so wollen sie
werden. Wie zum Amegrricht Lechuu so wonen sie auch zum Fernsprechamt, zum Arbeitsamt und zur Krankenkasse in Bochum; gehören wir einmal zu Bochum, dann auch auf allen Gebieten! Das Durcheinander ist auf die Dauer unhaltbar!
Die wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich im Augenblick durch die vorübergehende Betriebsstillegung auf der Zeche„Engelsburg“, auf der mehrere hundert Mann von hier arbeiteten, etwas verschlechtert. Auf der Zeche„Dahlhauser Tiefbau“ erfolgten auch in der letzten Zeit noch Entlassungen geringeren Umfanges, während auf der Zeche„Friedlicher Nachbar“ einige instellungen vorgenommen werden konnten. In der Eisenindustrie liegen die Verhältnisse etwas günstiger. Auf der Maschinenfabrik Wolff wird wieder in drei Schichten gearbeitet, das Werk ist reichlich mit
bildes, dann sollte man an der Lindener Straße, der früheren Jägerstraße, Straßenbäume pflanzen. Sie sind hier notwendig! Linden=Dahlhausen erfreuen sich in zunehmendem Maße des Besuches von Ausflüglern; diesen Zuzug zu beleben und zu fördern, sollte man sich
ein lossen, Karl von der Donnerbete.
* Im neuen Rathaus. Der städtische Bauausschuß hält am Montag seine Sitzung bereits im neuen Rathause ab. Verbunden ist damit eine Besichtigung des Rathauses.
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Reichsbahn hat die Geltungsdauer der Sonntagsrückfahrkarten zu Ostern verlängert, so daß kurze Reisen in die weitere Umgebung bis zu einer Dauer von viereinhalb Tagen ermöglicht werden. Die Sonntagsrückfahrkarten gelten zur Hinfahrt von 12 Uhr Gründonnerstag(2. April) bis zum Ostermontag(6. April), zur Rückfahrt vom Gründonnerstag bis Dienstag nach Ostern 9 Uhr. Die Reichsbahn läßt ferner zu, daß die Schnellzüge am Karfreitag, an den beiden Ostertagen und am Tag nach Ostern benutzt werden können.
4.
Auf der Dr.=.=Otto=Straße in Dahlhausen
Im Hintergrunde die evangelische Kirche Unter=Dahlhausen.
auf
Aufträgen versehen. auch die Firma Riester ist gut beschäftigt. Wie man hört, macht sich auch verstärkte Baulust geltend; es sind mehrere Neubauten an der Hattinger Straße beabsichtigt. Der stattliche Baublock
des Deutschen Ostbundes angiger Basteggsätzaßg ges seiner Vollendung entgegen. Aus dem Schlachihe, mi man nun doch ein Obdachlosenheim machen; es sollen 65 Ein= und Zweizimmer=Pohnungen errichtet
werden. Da Linden=Dahrhausen seiosr sodrer Obdachlose nicht aufweist, wird man wohl auf Zuzug aus der Altstadt zu rechnen haben. Lieber hätte man hier ge sehen, wenn die Pläne, im Schlachthof eine Eisfabrik und ein Konservenfabrik einzurichten, zur###wir lichung gelangt wären; es hatten immeryin wieder et
liche Leute Beschäftigung gefunden. Bei dieser Gelegenheit sei ein Wunsch. dex. viehhgltendex, Bevölkerung vorgebracht. Nach der Stiulegung Lun achthoses er
folgten auf diesem keine Untersuchungen mehr. B Hausschlachtungen nimmt die Untersuchung der amtliche Trichinenschauer vor, der aber Montags im Bochumer Schlachthof tatig sein muß. Er wohnt am ent legenen Sudholz, an der Grenze von Groß=Essen. Der Schweinezüchter, der etwa am Weitmarholz wohnt, hat eine Stunde zu laufen, um den Trichinenschauer zu be
nachrichtigen. Im östlichen Teile des Stadtbeziars
müßte noch ein zweiter Trichinenbeschauer###..0
sein, um den kleineren Leuten, die noch ein Schweinchen schlachten, unnötige Laufereien zu ersparen.
Eine Autofalle schlimmster Art ist der Eingang zur Dr.=.-Otto-Straße von der Hattinger Straße aus. Hier müßte eine Erbreiterung vorgenommen werden durch Zurücksetzung des Timmerschen Hauses.„Auch der Ausgang der Dr.=.=Otto-Straße beim#nn der Kessenbergerstraße in Dahlhausen ist eine dose Autofalle. Wegen der Eisenbahnunterführung ist die Einbiegung unübersichtlich. Es verlautet, daß man ar Mittel und Wege sinnt hier bessere Verhältnisse zu schaffen. Der hölzerne Schutzmann warnt nicht mehr,
von bot, bn entfern;, berniztl Mit zu den besten
Verkehrsschutzmann wird ver##:: Mit zu den besten Straßen gehört die Ferdinand-Kruger=Straße, die durch Churs Busch führt. Sie weist daher starken Kraftwagenverkehr auf. Zu beiden Seiten angelegt, mit roter Asche belegt. Nun dringt aber bei Regenwetter das Wasser aus der Erde berpog s10 macht das Gehen auf dem Bürgersteig fast un:.#### Der Fahrdamm aber ist nicht für Fußgänger da. Mun müßte die Bürgersteige befestigen, usche ist hier nicht am Platze. Eine arge Enttäuschung erlebt, wer beim katholischen Krankenhaus in die breite, schön gepflasterte Pastoratstraße einbiegt, nach wenigen M aber sieht, daß diese in einen Feldweg ausläuft, auf dem mitten im Wege die Lichtmasten stehen. Da an diesem Wege mehrere Häuser liegen, so sollte man die Pastoratstraße auch im unteren Teile, nach Dahlhausen # wenigstens einigermaßen
dann noch etwas tun will zur Verschönerung des Orts
Zur Weihe der Turmkapelle der Christuskirche, die Beschluß der Altstadtgemeinde als Heldengedenkhalle ausgestattet wurde, war für den Sonntag nachmittag ein besonderer Gottesdienst angesetzt worden.b Den Angehörigen der Gefallenen waren bevorzugte Plätze angewiesen, doch hatte sich die ganze Gemeinde in großer Zahl eingefunden, obgleich Palmsonntag manche durch die Einsegnung die morgens in allen Gotteshäusern erfolgte, ferngehalten wurden, die sonst sicher gern auch zu dieser Weihefeier erschienen wären.
Als seinerzeit die Christuskirche neu hergeri werden mußte, schlug der Gedanke durch, die Vorhalle
aus dem allgemeinen Bewegraum herauszunehmen und sie für diesen neuen idealen Zweck auszugestatten. Es sollte etwas ebenso Schönes, wie Dauerndes geschaffen werden, das in Menschengedenken keiner geitergn Erneuerung mehr unterworfen sein sollte.„Daß lösende Aufgabe nicht leicht war, da sie für viele G. rationen Erfüllung und Hoffnung zugleich enthalten und fernbleiben sollte von allem Gezänk des Tages und jeder zersetzenden Kritik, kann man sich denken. Es hat langer und schwieriger Beratungen, auch Art bedurft, bis man hoffen durfte, endlich das Richtige
in der Christuskirche
der Aufgabe der Gemeinde wohl in ihrer Schlichtheit und Edelgestalt allgemein gefallen dürfte. Die Ehren
wurde Pfarrer Simon, der sich in Begleitung des Propstdechanten Dr. Fröhling befand, am gang des Kirchplatzes empfangen. Der bisherige Pfarr# verweser, Vikar Schnitz, hieß den neuen Pfarrer im Namen der Pfarrgemeinde herzlich willkommen und überreichte ihm die Schlüssel zur Kirche. Hierauf nahm Propstdechant Dr. Fröhling die rituelle Einführung vor. Unter Orgelklang, begleitet von einer Schar weißgekleideter Mädchen, den Fahnenabordnungen der kirchlichen Vereine sowie der Pfarrgeistlichkeit wurde Pfarren Simon zum Hochalter geleitet, wo er feierlich das Glaubensbekenntnis ablegte. Hierauf verlas er als Sinnbild seiner seelsorglichen Tätigkeit das Gleichnis vom guten Hirten. Nachdem er dann noch Besitz von Beichtstuhl und Taufstein als weitere Stätten seiner kirchlichen Tätigkeit genommen hatte, verlas Vikar Kemper die erzbischöfliche Anstellungsurkunde. Unter Assistenz von Vikar Schnitz als Diakon und Vikar Kemper als Subdiakon zelebrierte Pfarrer Simon dann ein feierliches Levitenhochamt, das vom Pfarr=Cäcilienchor unter Harzheims Leitung mit einer mehrstimmigen Messe für gemischten Chor verschönt wurde. In seiner tiefdurchdachten Festpredigt behandelte Propstdechant Dr. Fröhling das gute Verhältnis, das zwischen einer Gemeinde und ihrem Pfarrer bestehen soll. Dann erfolgte der Einzug ins Pfarrhaus. Im Pfarrhause erfolgte die Vorstellung der kirchlichen Körperschaften, des Lehrerkollegiums der einzelnen Schulsysteme, an ihrer Spitze Rektor Weber, des Vorsitzenden des katholischen Lehrerverbandes, sowie der Abordnungen der Vereine. Auch aus Riemke, der Stätte seiner früheren Wirksamkeit, waren neben Pfarrer Nunnemann viele Gäste erschienen. Nachmittags fand als Abschluß eine Festandacht statt.— Pfarrer Simon ist im Laufe der 28 Jahre, die die Antoniuspfarrei besteht, der dritte Pfarrer. Die beiden ersten Pfarrer waren Pfarrer von Hähling und Pfarrer Tuschen, die beide gestorben sind,
Die untauglichen Gasmesser
Zu der in der letzten Stadtverordnetensitzung gestellten Anfrage über Machenschaften bei der Abnahme von Gasmessern(vergleiche den Stadtverordnetenbericht in der letzten Samstagsnummer) erfahren wir noch, daß gegen den beschuldigten Betriebsingenieur die Staatsanwaltschaft die Untersuchung eingeleitet hat. Sie erstreckt sich auch auf dessen Abmachungen mit der Lieferantenfirma. Die Geschäftsführung der städtischen Beleuchtungs= und Wasserwerke hatte davon keinerlei Kenntnis; dem Betriebsingenieur, der schon Jahrzehnte beim Gaswerk tätig war, wurde volles Vertrauen ge
Im übrigen sei noch bemerkt, daß die Gasverbraucher durch die untauglichen Gasmesser keinen Schaden erlitten haben. Geschädigt ist allein das städtische Gaswerk. Wie hoch dieser Schaden ist und wie lange die Machenschaften zurückreichen, ist noch Gegenstand der Untersuchung. Die Dinge kamen ans Licht durch einen von dem Betriebsingenieur entlassenen Angestellten, der schon längere Zeit auf die Mängel der gelieferten und zumteil amiggeig genzach, hglie, aber
ungeeigneten Gasmesser aufmerksam gemacht hatte,
bei dem Betriebsingenieur kein Gehör fand. Aus jetzt begreiflichen Gründen!
Sobald das Ergebnis der Untersuchung gegen die
Pfarrereinführung in
der Antomuspfarket
Der Palmsonntag war für die Antoniuspfarrei im Griesenbruch ein Tag von besonderer Bedeutung: nach etwa viermonatigem Interregnum erhielt die Gemeinde als Nachfolger des im November verstorbener Pfarrers Tuschen in der Person des bisherigen Vikars Ferdinand Simon von Bochum=Riemke einen neuen Seelsorger. Gotteshaus, Kirchplatz und die Häuser der umliegenden Straßen hatten Fahnen= und Girlandenschmuck angelegt. Ueber dem Haupteingang der Kirche begrüßte auf einem Transparent ein Willkomm den neuen Pfarrer. Unter feierlichem Glockengeläute
Ebelgestalt, ulsgemneitn vesestä chsten Tagen jeden Tehus aur Eigreg, der Untersuchung gegen die
u hr geöffnet gehalten. Peteiligten unzmesferhaft festgestelt, Iv., oll der Lefent
Lagvon 12—3 uhrgeöffnet ge 9clten. □(licheil volle Auftärung gegepen werden. Das ist auch,
da öffentliche Interessen in Frage commen, unbedingt geboten. Es wird nichts vertuscht werden. Von einem „Korruptionssumpf“, von dem da und dort geredet wird, kann keine Rede sein, da es sich um Verfehlungen eines einzelnen Beamten handelt, der allerdings außenstehende Mithelfer gehabt hat. Daß die Dinge trotz der ständigen, strengen Kontrolle der städtischen Betriebswerke vorkommen konnten, liegt daran, daß der Betriebsingenieur zugleich Abnahmebeamter war.
n Das Industriesekretariat des Verbandes katholischer weiblicher Angestellten in Bochum. Der Bochu
mer Ortsgruppe des katholischen kaufmännischen Vereins für weibliche Angestellte ist es gelungen, den Sitz des Verbandes nach Bochum zu bekommen. Vetschiedene andere Städte des Industriebzirkes wollten dieses großen Verbandes werden.
A an hoffen durfte, endlich das Richtige gefunden und dem alle verbindenden erlösenden Gedanken sichtbaren Ausdruck gegeben zu haben. Als die ersten Beschlüsse nach dieser Art gefaßt wurden, konnte nie
mand ahnen, daß die äußeren Verhältnisse sich immer mehr verschlechtern würden, statt daß sie sich, wie mar es hoffte und wünschte, wieder hoben und besserten. Solchen Entwickelungen ist natürlich jedermann machtlos untervorfen...„ enbeit bes 6ie)
Die große Gemeinde sang in Ergriffenhen vas Lied „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende". Der Christuskirchenchor unterstrich mit einem wehmutsvollen Gesange die angeschlagene Stimmung, während Pfarrer Bockamp die Gemeinde unter das Wort Römer 8 stellte:„Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein, um dann die Predigt zu halten über Samuelis 1, Vers Wie sind die Helden gefallen im Streite“. Er wies
Ein Hahr zehnte attel Wansch ersun
Die Weihe des Erweiterungsbaues der St. Johanneskirche Wiemelhausen
„Eet, nnd ie Heiven gesünenung SKlein“. Er wies hin auf die Heldentafeln aus 1870/71, vor deren 30 Namen man sich in Andacht beuge. Die Opfer der Gemeinde des Weltkrieges jedoch umfassen nicht weniger als 1362 Namen und lassen das geradezu ungeheuerliche Blutopfer ahnen, welches unsere Familien in den Jahren 1914—1918 dem Vaterlande haben bringen müssen an Vätern, Söhnen und Brüdern. Wunden, die sich nie schließen werden, so lange diese Generationen leben. Diese Helden seien für uns gestorben, auf das wir leben könnten, denn niemand habe größere Liebe, als welcher sein Leben lässet für seine Brüder. Die Hallese etzt das Heiligtum der Gemeinde. Die Toten ruhen zum größten Teil in fremder Erde und wir können ihre Gräber nicht schmücken und an ihrer Ruhestatt nicht beten. Das solle jetzt geschehen im Angesichte der Namen zu beiden Seiten der Gevenkhalle. Hier könne die Gemeinde ihre Kränze und Blumen zum Gedächtnis ihrer Heldensöhne niederlegen und Kräftigung und Trost finden an der Stätte, da der erlösende Heiland hinweise auf die Stätte, da Gottes Wort verkündigt werde für alle, die es hören wollen. Alle aber solle die Gedenkhalle mahnen, den Helden gleich opferfroh zu bleiben für das gemeinsamen Vaterlandes Heit und Gluck, das alle im Herzen trugen, die dort verzeichnet stehen.
Noch einmal sang die Gemeinde, noch der Chor und eine Einzelstimme schwang sich sieghaft durch den hohen Kirchenraum. Nach Gebet und Segen zog die Gemeinde langsam, würdig und andächtig durch die Turmhalle, um den großen Stimmungsgehalt zu empfinden, den Künstlerhände in verhaltenem Glanz hier in gemeinsamer Arbeit schufen. Die Raumgestaltung lag in den Händen von Architekt Schmiede cht, der künstlerische Entwurf bei Kirchenmaler H. Rüter(Düsseldorf), die Glasmalerei und Mosaik bei W. Hallermann(Essen).
Wort und Bild sind gebannt in tiefe christliche Bildsymbolik. Man darf wohl sagen, daß die Lösung
Unter größter Anteilnahme der Pfarrgemeinde fand am Sonntag die Weihe des Erweite
rungsbaues der St. Johannes
kirche statt. Reicher Flaggenschmuck auf dem Kirchplatz und an den umliegenden Häusern gab auch nach außen hin den Freudentag kund. Die Kirche war bei dem Dankeshochamt, das
Pfarrer Spielmann zelebrierte, bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf dem festlich geschmückten Chor hatten die Fahnendeputationen der kirchlichen Vereine Aufstellung genommen.
Unter den anwesenden Ehrengästen sah man u. a. Vertreter des Zweckverbandes der katholischen Pfarrgemeinden. In seiner Festpredigt, wies Pfarrer Spielmann auf die Bedeutung dieses Tages für die Pfarrgemeinde hin. Ein seit Jahrzehnten bestehender Wunsch sei endlich in Erfüllung gegangen.
Die starke Entwicklung der Gemeinde habe es mit sich gebracht, daß die alte Kirche nicht mehr den Ansprüchen genügte. Große Freude herrsche nun in der Gemeinde, daß der Erweiterungsbau fertig gestellt sei. Besondere Freude darüber, daß der zum Teil schwierige Bau ohne Unfall durchgeführt werden konnte.
Dank erfüllte die Gemeinde gegen Gott für die Vollendung des Baues. Auch dem Baumeister und allen die an dem Werk geschafft hätten, gebühre Dank. Nicht zuletzt aber sei hörigen gedacht, sowie dem allen opferbereiten Pfarrange= Zweckverband der durch seine finanzielle Unterstützung erst den Bau ermöglicht habe.
—. Gehens der Pfarrangehörigen sein möge von
Blick in die linke Seitenkapelle der St. Johanneskirche Wiemelhausen. Im Hintergrunde der HerzJesu=Altar.
Er hoffe, daß die Kirche der Mittelpunkt des reit
inanziele Unterstützung erst den Vou rmnögischt bobe, hen der Segen in die Famissen der Pfarrei dringen möge. Die kirchliche Feier wurde durch den Kirchenchor verschönert.— Am Abend fand dann im Lora#
Hanefeld eine Gemeindefeier statt, die einen ausgezeichneten Verlauf nahm.