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Bulg duter und icholentgüichen Nunnd gungen so: den Kreis Hörde erlangen gemes Bekanntmachung der Königliches Regierung durch Verössentlichung in der„Schwerter Jettung“ rchisverdiadiche Kraft.— Die

„Schwerter Zeilung“ gewährt idren Adonnen­tea für jeden mit Tod endenden Unsoll ge­

dingungen: 300 Mk. Unsall:

Druch u. Verlag o. Cor Braus. Schwerie=Rudr Srta c.-Stent-üt dushuueüch

Nr. 282.

Mitlwoch, den 2. Dezember 1914.

46. Jahrgang.

Aech ein Weiterer Kufsenju.,

Neue Siegesbeute in Polen!

Ausfubr von Waffen und Munision aus den Vereinigten Staaten.

Der Kaiser im Osten!

wtb. Großes Hauptquartier, 1. Dez. (Amtlich.) Der Kaiser besuchte gestern bei Gum­binnen und Darkehmen unsere Truppen in Ost­preußen und deren Stellungen.

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Einigkeit des Reichstages.

Berlin, 1. Dez. Die freie Kommission des Reichstages, die zur Vorbereitung der Milliarden­kreditierung heute vormittag zusammentrat, wirde vom Reichskanzler v. Bethmann=Hollweg, der in der Felduniform eines Generalmajors erschienen war, mit einer kurzen Ansprache begrüßt. Der Reichskanzler bezeichnet die Kriegslage auf beiden Fronten als durchaus günstig. Er wolle heute nur diese burze Erklärung abgeben, da er morgen im Parlament ausführlichere Mitteilungen machen wolle. Natürlich bleibe noch viel zu tun übrig. Er hoffe, daß der Reichstag wieder volle Einmütig­keit zeigen werde, da gerade diese Einmütigkeit am geeignetsten sein werde, die Truppen zu weite­ren höchsten Kraftanstrengungen anzufeuern.

Den Vorsitz in der Kommission führte Dr. Spahn. Außer dem Reichskanzler waren die meisten preußischen Staatsminister und Bundesratsbevoll­mächtigten, sowie der bayrische Ministerpräsident Graf Hertling erschienen. Die Rede des Reichs­kanzlers wurde sehr beifällig aufgenommen, und der Reichstagspräsident Dr. Kaempf dankte dem Kanz­ler für seine Ausführungen. Darauf trat man in die eigentliche Verhandlung ein, die streng ver­traulich ist. Ueber die auswärtige Politir hat man sich mit dem Kanzler in Einzelbesprechungen der Fraktionsvorstände bereits eingehend unter­halten. An der einmütigen Annahme der Kredite ist nicht zu zweifdln.

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Landesverräter vor dem Kriegsgericht

Das Kriegsgericht in Neubreisach hatte, der „Straßburger Post“ zufolge, in einer in Mülhausen abgehaltenen Sitzung wieder über zwei Fälle schwe­ren Landesverrats zu befinden. Verurteilt wurde zunächst der Handelsvertreter Alfons Bechele aus Steinbach bei Mülhausen, dem nachgewiesen wor­den ist, daß er den Franzosen die deutschen Stel­lungen und Truppenbewegungen verraten hat, zu 12 Jahren Juchthaus, zwei weitere Mitangeklagte mußten wegen Mangels an Beweisen freigesprochen werden. Ebenfalls zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Chrverlust wurde der Kellner Ebele aus Mülhausen verurteilt. Er ist überführt wor­den, zwei Schutzleute an die Franzosen verraten un ihre Verhaftung veranlaßt zu haben.

Revolution in Ruß and.

Trotz der Versuche der russischen Regierung, das Umsichgreifen der revolutionären Strömung, die sich zugleich gegen den Krieg richtet, zu unter. drücken, greift diese Bewegung in zahlreichen russi­schen Städten dennoch um sich. Vertrauliche Be­richte bestätigen, daß die revolutionäre Bewegung in Rußland in letzter Zeit immer mehr zunimmt. In Mitau wurde eine revolutionäre Druckerei ent. deckt, in der ein revolutionäres Blatt hergestellt wurde. In Wilna wurden bei der Durchsuchung eines Eisenmagazins Bomben gesunden. Ferner wurden in Wilna auch sonst Wassen und Bomben entdeckt. Einige Kisten mit Sprengstoff waren un­ter der Erklärung„Wäsche" bereits zur Versendung nach Peteroburg bestimmt.

Großes Hauptquartier, 1. Dezember. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist nichts Neues zu verzeichnen.

Auch in Ostpreußen und in Süd=Po­len herrscht im allgemeinen Ruhe.

In Nordpolen, südlich der Weichsel, stei­gerte sich die Kriegsbeute in Ausnutzung der ge­

wlb. Großes Hauptquartier, 1. Dezbr. (Amtlich.) Anknüpfend an den russischen General= stabsbericht vom 29. November wird über eine schon mehrere Tage zurückliegende Episode in dem für die deutschen Waffen so erfolgreichen Kampfe bei Lodz festgestellt: Die Teile der deutschen Kräfte, welche in der Gegend östlich Lodz gegen rechte Flanke und Rücken der Russen im Kampfe waren, wurden ihrerseits wieder durch starke, vom Osten und Süden her vorgehende russische Kräfte im Rücken ernstlich bedroht. Die deutschen Truppen

widmet den langsamen, aber stetigen deutschen Fortschritten im Argonner Walde und Umgebung große Beachtung und rechnet mit baldiger Isolierung Verduns, falls es den Dout­schen gelänge, zwischen Reims und dem Argonner Walde und zwischen diesem und dem Maasslusse festen Fuß zu fassen. Joffre dagegen findet auch in seinem jüngsten Tagesbericht die Lage im Ar­gonner Walde im allgemeinen befriedigend und

stern gemeldeten Erfolge. Die Zahl der Ge­fangenen vermehrte sich um etwa 9500, die der Geschütze um weitere 18; außerdem wurden noch 25 Maschinengewehre und zahlreiche Munitionswagen erbeutet.

München, 30. Nov. Die„Münchener Neuesten Nachrichten“ veröffentlichen heute eine Unterredung mit dem amerikanischen Botschafter in Berlin, Ja­mes W. Gerard, der zurzeit in München weilt. Auf die Frage, wie sich die Lieferung von Kriegs­material aus Amerika mit der Neutralitäts­erklärung Amerikas zu Anfang des Weltkrieges vereinbare, erklärte der Botschafter: Er persönlich wisse nichts von solchen Lieferungen, aber falls wirklich die Nachrichten über den Transport von Munition und Waffen aus der Union sich bestätigen sollten, so verstoße das nicht gegen das Völkerrecht. Die Sachen stammten von Privatlieferanten. Nie und nimmer könne die Regierung der Vereinigten Staaten Ausfuhrverboté für solche Waren erlassen, da der Verkauf von amerikanischen Fabrikaten nicht unter ihre Kontrolle gestellt werden könne.

Der heilige Krieg.

Die Türkei denkt nicht an Frieden!

Aus Konstantinopel wird gemeldet: Der„Tanin“ dementiert formell die Friedensgerüchte. Kein Mensch denke an Frieden. Das Blatt führt aus: Seit Beginn des Krieges haben die erlauchten Verbündeten der Türkei gegen eine achte Macht anzukämpfen, nämlich gegen die Lüge. England und Frankreich setzten, indem sie ihre Herrschaft über die Kabel ausnützen, unaufhörlich falsche Nach­richten in die Welt. Nur diesem Umstand ist es zu danken, daß die Franzosen in Marokko bleiben können, falls es dort überhaupt noch Franzosen gibt, und daß sich die Inder noch nicht erhoben haben. Unsere Verbündeten und wir, von der gleichen großen Zuversicht auf den endgültigen Sieg erfüllt, antworten in unserer Art mit Siegen. Während unsere mächtigen und heroischen Verbün­deten mit unerschütterlichem Vertrauen auf den Sieg kämpfen, übernahmen wir eine wichtige, aber weniger drückende Aufgabe: Wir schwuren, mit un­serer moralischen Krast zu kämpfen, hinter der un­sere materielle Macht zurückbleibt, bis das Ergeb­nis eine vollkommene Erfüllung unserer nationalen Wünsche bringt. Keine Macht könnte uns in die. sem Kampfe aufhalten.

Der Aufruhr in Aegypten.

Die Aufstandsbewegung in Oberägypten läßt sich nicht mehr wegleugnen. Die amtliche Presse gibt laut„Post“ einige Unruhen zu, spricht jedoch in sehr zurückhaltender Weise nur von einiger regung der Eingeborenen im ägyptischen Sudan. Privaten, jedoch zuverlässigen Meldungen zufolge soll es jedoch schon am 10. November in Abn=Ham. med und El Orsa zu offenem Aufruhr eingeborener ägyptischer Regimenter gekommen sein. Die be­treffenden Regimenter waren in diese heiße Gegen­den des oberen Nil strafverschickt worden, und der Geist der Nevolte gärte seit langem unter ihnen. Sendboten der„Senussi“ sollen sie vom Ausbrechen des Heiligen Krieges benachrichtigt haben, worauf sie ihre englischen Offiziere ermordeten und sich den bereits aufständischen Arabern anschlossen.

Begeisterung für den heiligen Krieg.

Die„Agenze Ottomane“ erfährt aus Medina, daß 30000 Muselmanen, darunter Sajeds, Ulemas, Scherifs und Beduinen, sich um die heilige Fahne des Sandschak=i=Scherif geschart, die unter Ent­faltung eines großen Pomps von der heiligen Stadt her eingeholt worden war. Die Begeisterung der Bevölkerung ist groß. Tausend Mann, dar­unter der 65jährige Mufti der Schaftiten, ließen sich als Freiwillige einschreiben und schworen am Grabe Muhameds, die Waffen nicht früher nieder­zulegen, als bis die Rechte des Vaterlandes und des Kalisen anerkannt sein würden.

Oberste Heeresleitung.

Eine glänzende deutsche Waffentat.

machten angesichts des vor ihrer Front stehenden

Feldzuges.

Genf, 2. Dez. Die französische Militärpresse

GeneralFeldmarschallv. hindenburg mit seinem Stab.—

bitterten Kämpfen durch den von Russen bereits gebildeten Ring. Hierbei brachten sie noch 12 000 gefangene Russen und 25 erbeutete Geschütze mit, ohne selbst auch nur ein Geschütz einzubüßen; auch fast alle eigenen Verwundeten wurden mit zurück­geführt. Die Verluste waren nach Lage der Sache natürlich nicht leicht, aber durchaus keine unge­heuren. Gewiß eine der schönsten Waffentaten des

versichert es als bedeutungslos, daß das Gehölz von Apremont im Woevregebiet unter deutschem Feuer steht. Dieser Optimismus erklärt sich damit, daß Joffre gestern die Pressevertreter empfing und ihnen darlegte, an den kritischen Punkten stünde alles gut. Vor Soissons wurden die deutschen Stellungen verstärkt. Die Stadt litt stark unter dem gestern fortgesetzten Bombardement. Die Pri­vatmeldung von einer größeren Aktion südlich Ostende ist unbestätigt.