* für den Kreis börde Amtliches Kreisblatt De Stumm Zeiuner nichcn dale auber Feiertags. Bezugsprets M. 1.80 oierteljährlich, bei der Post für Bestellgeld 42 Plo. mehr. Wöchentl. Gratisbellage:„Ilustrierter Familienfreund“ u. tägl. Unterdaltungsdlatt. Anzeigenpreis: Die siebengespaltene Petitzeiloder deren Raun 10 Plg, Anzeigen von auswärts 15 Pfg., Reklamezeile 40 Pfg. Jeder Raban git als Kassarnbal u. erlischt bei Konkursen, Zwangsoergleichen, gerichtl. Klagen u. Aichbeachungd genacht. Jahungspesungung. Westhofener Zeitung Langscheder Zeitung Verbunden mit: Holzwickeder Zeitung Aplerbecker Zeitung Schwerter Volkszeitung Schwertey Volksblatt Schwerter Tageblatt O Schwerter Anzeiger Grltes und älteltes Cagesorgan des Kreiles o General-Anzeiger für den Kreis Börde o Haupt-Annoncenblaft Bulg duter und icholentgüichen Nunnd gungen so: den Kreis Hörde erlangen gemes Bekanntmachung der Königliches Regierung durch Verössentlichung in der„Schwerter Jettung“ rchisverdiadiche Kraft.— Die „Schwerter Zeilung“ gewährt idren Adonnentea für jeden mit Tod endenden Unsoll gedingungen: 300 Mk. Unsall: Druch u. Verlag o. Cor Braus. Schwerie=Rudr Srta c.-Stent-üt dushuueüch Nr. 282. Mitlwoch, den 2. Dezember 1914. 46. Jahrgang. Aech ein Weiterer Kufsenju., Neue Siegesbeute in Polen! Ausfubr von Waffen und Munision aus den Vereinigten Staaten. Der Kaiser im Osten! wtb. Großes Hauptquartier, 1. Dez. (Amtlich.) Der Kaiser besuchte gestern bei Gumbinnen und Darkehmen unsere Truppen in Ostpreußen und deren Stellungen. — Einigkeit des Reichstages. Berlin, 1. Dez. Die freie Kommission des Reichstages, die zur Vorbereitung der Milliardenkreditierung heute vormittag zusammentrat, wirde vom Reichskanzler v. Bethmann=Hollweg, der in der Felduniform eines Generalmajors erschienen war, mit einer kurzen Ansprache begrüßt. Der Reichskanzler bezeichnet die Kriegslage auf beiden Fronten als durchaus günstig. Er wolle heute nur diese burze Erklärung abgeben, da er morgen im Parlament ausführlichere Mitteilungen machen wolle. Natürlich bleibe noch viel zu tun übrig. Er hoffe, daß der Reichstag wieder volle Einmütigkeit zeigen werde, da gerade diese Einmütigkeit am geeignetsten sein werde, die Truppen zu weiteren höchsten Kraftanstrengungen anzufeuern. Den Vorsitz in der Kommission führte Dr. Spahn. Außer dem Reichskanzler waren die meisten preußischen Staatsminister und Bundesratsbevollmächtigten, sowie der bayrische Ministerpräsident Graf Hertling erschienen. Die Rede des Reichskanzlers wurde sehr beifällig aufgenommen, und der Reichstagspräsident Dr. Kaempf dankte dem Kanzler für seine Ausführungen. Darauf trat man in die eigentliche Verhandlung ein, die streng vertraulich ist. Ueber die auswärtige Politir hat man sich mit dem Kanzler in Einzelbesprechungen der Fraktionsvorstände bereits eingehend unterhalten. An der einmütigen Annahme der Kredite ist nicht zu zweifdln. —— Landesverräter vor dem Kriegsgericht Das Kriegsgericht in Neubreisach hatte, der „Straßburger Post“ zufolge, in einer in Mülhausen abgehaltenen Sitzung wieder über zwei Fälle schweren Landesverrats zu befinden. Verurteilt wurde zunächst der Handelsvertreter Alfons Bechele aus Steinbach bei Mülhausen, dem nachgewiesen worden ist, daß er den Franzosen die deutschen Stellungen und Truppenbewegungen verraten hat, zu 12 Jahren Juchthaus, zwei weitere Mitangeklagte mußten wegen Mangels an Beweisen freigesprochen werden. Ebenfalls zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Chrverlust wurde der Kellner Ebele aus Mülhausen verurteilt. Er ist überführt worden, zwei Schutzleute an die Franzosen verraten un ihre Verhaftung veranlaßt zu haben. Revolution in Ruß and. Trotz der Versuche der russischen Regierung, das Umsichgreifen der revolutionären Strömung, die sich zugleich gegen den Krieg richtet, zu unter. drücken, greift diese Bewegung in zahlreichen russischen Städten dennoch um sich. Vertrauliche Berichte bestätigen, daß die revolutionäre Bewegung in Rußland in letzter Zeit immer mehr zunimmt. In Mitau wurde eine revolutionäre Druckerei ent. deckt, in der ein revolutionäres Blatt hergestellt wurde. In Wilna wurden bei der Durchsuchung eines Eisenmagazins Bomben gesunden. Ferner wurden in Wilna auch sonst Wassen und Bomben entdeckt. Einige Kisten mit Sprengstoff waren unter der Erklärung„Wäsche" bereits zur Versendung nach Peteroburg bestimmt. Großes Hauptquartier, 1. Dezember. Auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist nichts Neues zu verzeichnen. Auch in Ostpreußen und in Süd=Polen herrscht im allgemeinen Ruhe. In Nordpolen, südlich der Weichsel, steigerte sich die Kriegsbeute in Ausnutzung der gewlb. Großes Hauptquartier, 1. Dezbr. (Amtlich.) Anknüpfend an den russischen General= stabsbericht vom 29. November wird über eine schon mehrere Tage zurückliegende Episode in dem für die deutschen Waffen so erfolgreichen Kampfe bei Lodz festgestellt: Die Teile der deutschen Kräfte, welche in der Gegend östlich Lodz gegen rechte Flanke und Rücken der Russen im Kampfe waren, wurden ihrerseits wieder durch starke, vom Osten und Süden her vorgehende russische Kräfte im Rücken ernstlich bedroht. Die deutschen Truppen widmet den langsamen, aber stetigen deutschen Fortschritten im Argonner Walde und Umgebung große Beachtung und rechnet mit baldiger Isolierung Verduns, falls es den Doutschen gelänge, zwischen Reims und dem Argonner Walde und zwischen diesem und dem Maasslusse festen Fuß zu fassen. Joffre dagegen findet auch in seinem jüngsten Tagesbericht die Lage im Argonner Walde im allgemeinen befriedigend und stern gemeldeten Erfolge. Die Zahl der Gefangenen vermehrte sich um etwa 9500, die der Geschütze um weitere 18; außerdem wurden noch 25 Maschinengewehre und zahlreiche Munitionswagen erbeutet. München, 30. Nov. Die„Münchener Neuesten Nachrichten“ veröffentlichen heute eine Unterredung mit dem amerikanischen Botschafter in Berlin, James W. Gerard, der zurzeit in München weilt. Auf die Frage, wie sich die Lieferung von Kriegsmaterial aus Amerika mit der Neutralitätserklärung Amerikas zu Anfang des Weltkrieges vereinbare, erklärte der Botschafter: Er persönlich wisse nichts von solchen Lieferungen, aber falls wirklich die Nachrichten über den Transport von Munition und Waffen aus der Union sich bestätigen sollten, so verstoße das nicht gegen das Völkerrecht. Die Sachen stammten von Privatlieferanten. Nie und nimmer könne die Regierung der Vereinigten Staaten Ausfuhrverboté für solche Waren erlassen, da der Verkauf von amerikanischen Fabrikaten nicht unter ihre Kontrolle gestellt werden könne. Der heilige Krieg. Die Türkei denkt nicht an Frieden! Aus Konstantinopel wird gemeldet: Der„Tanin“ dementiert formell die Friedensgerüchte. Kein Mensch denke an Frieden. Das Blatt führt aus: Seit Beginn des Krieges haben die erlauchten Verbündeten der Türkei gegen eine achte Macht anzukämpfen, nämlich gegen die Lüge. England und Frankreich setzten, indem sie ihre Herrschaft über die Kabel ausnützen, unaufhörlich falsche Nachrichten in die Welt. Nur diesem Umstand ist es zu danken, daß die Franzosen in Marokko bleiben können, falls es dort überhaupt noch Franzosen gibt, und daß sich die Inder noch nicht erhoben haben. Unsere Verbündeten und wir, von der gleichen großen Zuversicht auf den endgültigen Sieg erfüllt, antworten in unserer Art mit Siegen. Während unsere mächtigen und heroischen Verbündeten mit unerschütterlichem Vertrauen auf den Sieg kämpfen, übernahmen wir eine wichtige, aber weniger drückende Aufgabe: Wir schwuren, mit unserer moralischen Krast zu kämpfen, hinter der unsere materielle Macht zurückbleibt, bis das Ergebnis eine vollkommene Erfüllung unserer nationalen Wünsche bringt. Keine Macht könnte uns in die. sem Kampfe aufhalten. Der Aufruhr in Aegypten. Die Aufstandsbewegung in Oberägypten läßt sich nicht mehr wegleugnen. Die amtliche Presse gibt laut„Post“ einige Unruhen zu, spricht jedoch in sehr zurückhaltender Weise nur von einiger regung der Eingeborenen im ägyptischen Sudan. Privaten, jedoch zuverlässigen Meldungen zufolge soll es jedoch schon am 10. November in Abn=Ham. med und El Orsa zu offenem Aufruhr eingeborener ägyptischer Regimenter gekommen sein. Die betreffenden Regimenter waren in diese heiße Gegenden des oberen Nil strafverschickt worden, und der Geist der Nevolte gärte seit langem unter ihnen. Sendboten der„Senussi“ sollen sie vom Ausbrechen des Heiligen Krieges benachrichtigt haben, worauf sie ihre englischen Offiziere ermordeten und sich den bereits aufständischen Arabern anschlossen. Begeisterung für den heiligen Krieg. Die„Agenze Ottomane“ erfährt aus Medina, daß 30000 Muselmanen, darunter Sajeds, Ulemas, Scherifs und Beduinen, sich um die heilige Fahne des Sandschak=i=Scherif geschart, die unter Entfaltung eines großen Pomps von der heiligen Stadt her eingeholt worden war. Die Begeisterung der Bevölkerung ist groß. Tausend Mann, darunter der 65jährige Mufti der Schaftiten, ließen sich als Freiwillige einschreiben und schworen am Grabe Muhameds, die Waffen nicht früher niederzulegen, als bis die Rechte des Vaterlandes und des Kalisen anerkannt sein würden. Oberste Heeresleitung. Eine glänzende deutsche Waffentat. machten angesichts des vor ihrer Front stehenden Feldzuges. Genf, 2. Dez. Die französische Militärpresse GeneralFeldmarschallv. hindenburg mit seinem Stab.— bitterten Kämpfen durch den von Russen bereits gebildeten Ring. Hierbei brachten sie noch 12 000 gefangene Russen und 25 erbeutete Geschütze mit, ohne selbst auch nur ein Geschütz einzubüßen; auch fast alle eigenen Verwundeten wurden mit zurückgeführt. Die Verluste waren nach Lage der Sache natürlich nicht leicht, aber durchaus keine ungeheuren. Gewiß eine der schönsten Waffentaten des versichert es als bedeutungslos, daß das Gehölz von Apremont im Woevregebiet unter deutschem Feuer steht. Dieser Optimismus erklärt sich damit, daß Joffre gestern die Pressevertreter empfing und ihnen darlegte, an den kritischen Punkten stünde alles gut. Vor Soissons wurden die deutschen Stellungen verstärkt. Die Stadt litt stark unter dem gestern fortgesetzten Bombardement. Die Privatmeldung von einer größeren Aktion südlich Ostende ist unbestätigt. Besserung der Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland. Konstantinopel, 30. Nov. Die Beziehungen zu Griechenland werden in den letzten Tagen weniger skeptischer beurteilt. Die Zeitungen stellen mit Befriedigung fest, daß Eriechenland weiter eine neutrale Haltung bewahre. Auch wir, so erklärt das Blatt„Tura“, werden die Eriechen nicht bedrohen, wenn sie unsere Landslaute in Mazedonien niht bedrängen. Dann werden auch gewiß die Fragen, die zwischen der Türkei und Griechenland noch ungelöst sind, ihre Erledigung finden. Als Beweis für die Möglichkeit dieser abwartenden Haltung kann die Tatsache betrachtet werden, daß in der Türkei die griechische Kommission zum Austausch der griechischen und türkischen Flüchtlinge ihte Arbeit fortsetzt. Indische Truppen nach Bombay zurückbeordert. Das Erscheinen der Türken am Suezkanal hat jetzt bereits seine ersten Wirkungen gezeigt. Zehn englische Transportschisse, die mit indischen Truppen besetzt in Begleitung einer Anzahl englischer Panzerkreuzer nach Europa unterwegs waren, haben auf drahtlosem Weg während ihrer Fahrt durch das Arabische Meer Besehl erhalten, nach Bombay zurückzukehren. Der Heilige Krieg. Berlin, 1. Dez. Der Konstantinopeler Vertreter der„Deutschen Tageszeitung“ meldet: Ich erfahre zuversichtlichst, daß auch in der Stadt und Kolonie Tunis eine großzügige Erhebung der Mohammedaner gegen Frankreich nach Bekanntwerden des Heiligen Krieges begann. Es ist wahrscheinlich, daß ein Zusammenschluß der Tunesier mit den Algeriern und Mohammedanern erfolgen wird. — Der Krieg gegen Frankreich. Der deutsche Durchbruch bei Arras. Amsterdam, 2. Dez. Die„Times“ melden aus Boulogne: Hinter dem undurchdringlichen Vorhange der deutschen Artillerie, die mit mehr oder weniger Wucht donnert, bereitet sich der Feind zu einem neuen Hiebe vor. Er ist noch lange nicht gebrochen und hat noch lange nicht die Hoffnung auf die Erringung der Küste aufgegeben. Tratz der wütenden Insanterie=Angriffe auf Ypern schein: jetzt Arras der Mittelpunkt des Sturmes werden zu sollen. Die Verbündeten haben die feste Zuversicht, daß der Durchbruch nicht gelingen wird. Die Unfähigkeit der Verbündeten in Nordfrankreich. Köln, 2. Dez. Die„Köln. Itg.“ meldet aus Zürich: Im„Corriere della Sera“ schreibt der Generalmajor Gatti, daß das Stillstehen der Kämpfe in Nordfrankreich die Unfähigkeit der Verbündeten beweise, die Offensive zu ergreifen. Am besten abe das energische Manöver Hindenburgs die Armeen genötigt, sich auf einem einzigen breiten Schlachtfelde zu vereinigen und alle Nebenabsichten bei Seite zu lassen. Der Hammerschlag der Deutschen sei wirllich kräftig geführt worden und habe die Russen in die Brust getroffen. Dabei seien wohl 3½ bis 4 Millionen Russen gegen 2 Millionen Deutsche im Felde. Die Russen hätten immerhin den Schlag gut pariert. Frankreich lehnt ein Anerbieten Japans ab. Berlin, 1. Dez. Die„Osaka Daily News“ vom 23, September bringt aus amtlicher Quelle die interessante Nachricht, Japan habe Frankreich den Vorschlag gemacht, japanische Truppen nach Französisch=Indochina zu senden, damit Frankreich in Ruhe alle seine dortigen Truppen nach Europa sen. den könne. Frankreich habe aber dieses„freund. schaftliche“ Anerbieten abgelehnt. Unter den Eingeborenen des französischen Grenzgebietes von Annam in Hinterindien soll es übrigens bereits zu einem Aufstande gekommen sein. Der Raub Togos. Der„Temps“ vernimmt aus Barnako: Während eine französisch= englische Streitmacht, sich Südtogos bemächtigte, wurde Nordtogo durch französische eingeborene Truppen unter dem Befehl des Gouverneurg von Französisch=Westafrika besetzt. Neue Verurteilung deutscher Aerzte. Haag, 2. Dez. Nach den Pariser Blättern sind im Prozeß gegen, deutsche Militärärzte, Pfleger und Pflegerinen jetzt weiter folgende Urteile ergangen: 1. Die Aerzte Rollin und Wollhart wegen Diebstahls einstimmig zu je einem Jahre Gefängnis; 2. die Pflegerinnen, denen unter anderem die Aneignung von Verbandszeug und Leinen für ihre Verwundeten als Diebstahl gedeutet wurde, zu Strafen von einem Monat bis drei Monaten, 3. die Pfleger, deren elf freigesprochen wurden, zu Strafen von einem Monat bis zu drei Jahren. Wie es heißt, sind am schwersten diejenigen etroffen worden, die angeblich Tafelmesser, Uhren iisw., am leichtesten diejenigen, die nur einige Tücher entwendet hatten. Mangel an Lebensmitteln in Armentieres. Die englischen Militärbehörden, denen Armentiereg unterstellt ist, haben durch Mauerauschlag in Armentieres und Hczebrouck bekannt gegeben, daß jeder Einwohner von Armentieres dieses vom 27. November an bis auf Widerruf nicht mehr betreten könne. Diese Maßnahme ist angesichts des Mangels an Lebensmitteln getroffen worden, welcher trotz dem Abzuge von fünf Sechsteln der Bevölkerung bemerkbar zu werden beginnt. Der mangelhafte Sanitätsdienst in Paris. Rom, 1. Dez. Wie der Pariser Korrespondent der„Cozetta del Popolo“ schreibt, werden wieder 40 600 Verwundete in Paris erwartet. Da es unnäglich ist, mit den vorhandenen Mitteln sämtliche notwendigen Operationen auszuführen, müssen selbst Schwerverwundete, die irgend transportähig sind, weiter geschafft werden. Die Pariser itslienische Kolonie hat unter den Auspizien GaRussen, die einen Teil der deutschen Armee südöstlich Lodz zu umzingeln hofften, diese Absicht mißlang, und daß sie nunmehr selbst durch eine Umfassungs. bewegung der zwischen Lodz und Kalisch stehenden Der Der Evening Standard" teilt Deutschen bedroht werden. Jedenfalls zeigt sich Pev Anteig— sett, welche wichtigen Stühzmite die gleich am o gepäserg bei De Havre z, Ansang des Krieges von den Deutschen besetzten den seanstichen Gepot., vr..—.e Böch, Tiz,- Kalisch Eienlochan und Wielan snd. wahrscheinlich die Verlegung ihrer Operationsbasis vom Prinzen von Wales empfangen worden. Er besichtigte darauf mehrere Lazarette. Die deutschen Unterseeboote bei Le Havre. Haag, 1. Dez, Der„Svelling Elndard“ teilt briele d' Annuncios in Paris ein schönes Spital eingerichtet, zu dessen Instandhaltung sowohl aus er italienischen Kolonie wie aus Italien selbst reiche Geldspenden fließen. Die erste Wundbehandlung, wie sie bei den Franzosen üblich ist, wird nun auch in der englischen Armee eingeführt. Jeder Soldat erhält ein Fläschchen Jodtinktur zur Bepinselung der Miunde. Durch diese Behandlung sind angeblich bedeutende Erfolge erzielt worden. Die Wacht an der belgischen Küste. Amsterdam, 1. Dez.„Telegraaf“ meldet aus Sluys: Die deutschen Truppen an der Küste genießen nur wenig Ruhe. Diese sind anhaltend damit beschäftigt, Geschütze in Stellung und in Ordnung zu bringen. Aber auch die Bevölkerung muß nach einem Hafen an der belgischen Küste bedeute. Diese neue Operationsbasis aufzuspüren, wäre, da nunmehr die englischen Truppentransporte nach der belgischen Küste sehr gefährdet seien, die erste Aufgabe der englischen Flotte, die eine energische Aktion gegen die Küste unternehmen müsse. Ein Schlag für Englands Ruf als Seemacht. Wie dem„Lokalanz.“ gemeldet wird, berichtet der Korrespondent der„Times“ in Washington vom 27. November: Nach Berichten aus Südamerika ist der Soehandel namentlich an der Westküste durch die Tätigkeit der deutschen Kreuzer außerordentlich behindert, die britische Schiffahrt soll nahezu gesperrt sein. Es wäre zwecklos, die Tatsache zu verkennen, daß unsere Unfähigkeit, die See in diesem Teile der Erdkugel von den deutschen Verfolgern der Handelsschisse zu säubern, eine ungünstige Wirkung auf unser Prestige zu haben Leginnt. Kriegsfurcht an der englischen Ostküste. Briefe belgischer Flüchtlinge in England an ihre hiesigen Verwandten schildern die grenzenlose Panik und Kriegsfurcht, die an der ganzen englischen Ostküste herrsche. Wer nur kann, flüchtet in das Innere des Landes, und viele reiche Engländer verlassen sogar überhaupt ihre Heimat, indem sie sich nach Hollanz oder Amerika einschiffen, um dem Kriegsüber zu entgehen. Englische Schreckensherrschaft in Südafrika. Haag, 1. Dez. Die hiesige Zeitung„Nieuwe Courant“ erhielt einen Brief ihres Korrespondenten aus Kapstadt, aus dem hervorgeht, daß die Cngländer eine Schreckensherrschaft in Südafrika eingeführt haben, unter der belangloseste Redensarten mit Gefängnis von sechs Monaten bis zu einem Jahre bestraft werden. Die Zensur untendrückt alle Nachrichten; trotzdem sind Briese aus Prätoria nach Kapstadt gekommen, aus denen hervorgeht, daß Prätoria anfang November von 4000 Aufständischen mit Geschützen belagert wurde und daß im Freistaat 1500 Aufständische, in sieben KoConnen eingeteilt, zusammengezogen seien. Portugiesisches Expeditionskorps. Köln, 2. Dez. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Zürich: Der portugiesische Gesandte in Rom erklärte einem Mitarbeiter der„Stampa“, daß das portugiesische Expeditionskorps nach Angola morgen abfahren werde. Es seien schon drei deutsche Angriffe gemeldet worden. Die Mitwirkung Portugals auf dem europäischen Kriegsschauplatz werde erst gut beobachtet werden. Patrouillen und Vorposten noch bestimmt, sei aber als sicher anzunehmen. Die sind überall tätig. Die Küste ist jedenfalls bei italienische Regierung lließ auf der Werst von AnZeebrügge stärker von der Welt abgeschlossen, als saldo bei Genua einen für Portugal bestimmten je zuvor. Vor allem sind die Deutschen auf der Torpedobootszerstörer beschlagnahmen, da Portugal Hut vor Spionen, die etwa vom Lande aus Signale als eine kriegführende Macht betrachtet werden mit den Schiffen wechseln können. Gestern sind wieder Flamländer wegen Spionage verhaftet worden. müsse. Der Krieg gegen England. König Georg an der Front. Kopenhagen, 2. Dez. Der König von England ist bei seinem Eintreffen in Frankreich in Boulogne . uu, Thiag sherg habe Dir zu helsen. Doch sei getrosti Vielleiche Geheimnis von Chalverg. wird es doch in nächster Zukunft anders werden.“ S n## u Sbh eache nir uicht-ud.-Lend- Beich. uend Röman von F. aknntschner. 9 Richard mehr Liebe zu seinen Eltern und zu seiner Je länger die Freifrau sprach, um so größere Heimat hätte, würde er es dann nicht über zwei Herbheit klang aus ihren Worten und um so härter Jahre in fremden, fernen Ländern ausgehalten haward der Zug um den schöngeschwungenen Mund; ben. Und wie kühl waren seine, noch dazu kärglich aber auch Herrn von Thalbergs männlich=schönes, eingelaufenen Briefe gehalten. Immer nur von tiemeist heiteres und sorgloses Antlitz nahm jetzt einen fen Eindrücken, die er in dem oder jenem Lande, sehr nachdenklichen, ja fast mißmutigen Ausdrück in der oder jener Stadt empfangen, schwärmte er; an und, knapp an die künstlerischausgeführte Balu= nicht ein einziges Mal aber klang aus seinen Worstrade des Balkons tretend, blickte er, ohne ein be= ten die Sehnsucht nach uns, nach daheim heraus. stimmtes Ziel ins Auge zu fassen, vor sich hin, wäh- Weißt Du noch, Leon“— die Freifrau richtete sich rend seine Rechte nervös den leicht angegrauten### in ihrom Gessel guf und umschle Vollbart glättete. „Die Gertrud! Nun ja, Du mußt nicht vergessen, daß sie auch von der Stunde seiner Geburt an Städte Rulisih, Ezenstochau und Wielun sind. Die Deutschen nähern sich Warschau. Paris, 2. Dez. Die französischen Berichte melden ungewöhnlich große Erfolge der russischen Waffeni, geben aber dennoch die angeblich aus stratecischen Gründen bedingte Rückwärtsbewegung der Armeen der Generale Ruski, Iwanow, sowie eines Teiles der Truppen des Generals Rennenkampf zu. Aus verschiedenen Anzeichen ist zu schließen, daß die deutschen Truppen sich von neuem Warschau bedenklich nähern. Es bestätigt sich, daß wiederum ein Zeppelin über der Stadt erschienen ist und mehrere Bomben abgeworsen hat, die schweren Schaden anrichteten. Deutsche Flieger über Lodz. Amsterdam, 2. Dez. Aus Petersburg wird gemeldet: Personen, die aus Lodz in Warschau anlamen, erzählen, die deutschen Flieger hätten am Montag 18 Bomben auf die Stadt Lodz geworfen, d#e alle in den Hauptstraßen explodierten und urchtbaren Schaden anrichteten. Die Golricher Fabrik sei vollkommen zerstört, viele Menschen seien getötet, oder verletzt. Ein großer Teil der Stedt sei durch Feuer zerstört. Zu den Kämpfen in den Karpathen. TU. Budapest, 1. Dez. Aus Debrezyn wird gemeldet: Heute trafen hier zahlreiche in den Karpathenkämpsen gefangene Russen mit der Bahn ein. Es war ein Gefangenentransport von 1200 Mann und zahlreichen Offizieren u. a. Generaloberst Semiratow, der mit mehreren anderen Offizieren von einer Husarenpatrouille in einem Bauernhause gefangen wurde. Nach Aussagen der Gefangenen verwendet die russische Heeresleitung in den jetzigen Karpathenkämpfen an Stelle der Koaken Tscherkessen.— Viele Frauen richteteen ein offenes Schreiben an den Honvedminister Hazai mit dem Ersuchen, die Frauen ihres Bezirks im Alter von 19 bis 36 Jahren zum Militärdienst zuzulassen. Alle wollten gern helsen. Sie könnten ven Mannschaften das Essen bereiten, während die Männer sich im Felde befänden. Die Niedrelage der Russen bei Hamonna. 1. Dez. Nach Berichten, hier an amtlichen Stellen eingetroffen sind, ist die Niederlage der Russen in dem Gesecht bei Hamanna noch viel größer gewesen, als anfänglich angenommen worden ist. Unsere Truppen hatten die russische Stellung an beiden Flügeln umfaßt und einen doppelten Flankenangriff gegen sie gerichtet. Das Feuer unserer Artillerie brachte den Russen schreckliche Verluste bei und der bravouröse Sturmangriff der Fußtruppen war so unwiderstehlich, daß der Feind eiligst den Rückzug antreten mußte. Während des Rückzuges wurden die Russen von unseren Geschützen mit einem Hagel von Schrapnellchüssen verfolgt. Neben 1500 Gefangenen haben die Russen Tausende von Toten und Verwundeten in diesem Kampf verloren. Im Komitat Ung sind die Russen nur wenig über die Grenze gedrungen, da sich ihnen sofort eine überlegene Gruppe unserer Kräfte entgegenstellte, der es sofort beim ersten Zusammenstoß gelang, den Feind zurückzuwerfen. Die Verfolgung des Feindes jenseits der Landesgrenze ist im Zuge. Von der Front langen unausgesetzt russische Gefangenentransporte an. Das Ziel des russischen Feldzugsplanes. Ein hochstehender russischer Diplomat empfing den Pariser Korrespondenten der Kopenhagener Der Krieg gegen Schwindende Siegesgewißheit bei den Russen. Rotterdam, 2. Dez. Die russischen Meldungen aus Polen lauten jetzt weniger siegesgewiß. Man erhält daraus den Eindruck, daß den er wie aufgeschreckt zu ihr auf; dann fuhr er sich Anschmiegen seiner Seele an die meine vermißte ich muit beiden Händen durch das vole buntte Gaar Treigung stzis us nuoch) nießer eutsendet haben wird.“„„„„„ „Nein, meine Teure," beruhigte Leon von Thalberg seine erregte Gemahlin,„ich bin überzeugt, daß Du doch zu schwarzseherisch bist, daß Deine argen Befürchtungen grundlos sind. Wenn er es beinahe immer um den Buben gewesen ist, mit ihm gespielt, getändelt und geschäkert hat, indes Du—“ Er verstummte jäh, als ob er diese zwei letzten Worte bereut hätte. „Indes ich? Warum sprichst Du nicht aus, was Dir doch auf den Lippen schwebt?“ Langsam ging Leon von Thalberg wieder an seinen früheren Platz zurück und umschloß aufs neue der Gattin Hand. „Du weißt, was ich gemeint,“ sagte er leise. „Ja,“ nickte sie;„ich war vielleicht oft selbst schuld, daß der Kleine lieber bei Gertrud als bei mir sich aufhielt; denn ich hatte nicht immer genügend Zeit, mich mit dem hunderterlei Fragen stellenden Kinde abzugeben, und dann—“ „Und dnun, Liebste?“ wiederholte Leon von Thalberg, da seine Gemahlin schwieg, leise, wie zuvor. jetzt in ihrem Sessel auf und umschloß mit zitternder Hand den Arm des merkwürdig still und ernst gewordenen Gemahles—„wie er stets das Ende der Ferien herbeigesehnt, um nur ja wieder von hier fort und zu seinem Herzensfreunde Kurt Volkmar zu kommen?" „Bei Gott,“ sprach sie mit Bitterkeit weiter, „wenn zwischen ihm und mir— denn Dir gegenüber zeigte er sich doch stets verhältnismäßig zutraulicher— die Kluft von Jahr zu Jahr breiter geworden, so ist es nur seine Schuld und darum — ich muß es Dir sagen, Leon, empfinde ich nicht jene Herzeusfreude, die eine Mutter bei der Rückkehr ihres lange abwesend gewesenen einzigen Sohnes empfinden sollte, ja, mir bangt vor dem Wiedersehen und im Geiste sehe ich schon seine hellen, scharfen Augen kalt auf mir ruhen und höre seine kühle Stimme die konventionelle Frage nach unserm Befinden stellen. Alles dies macht mich nervös, mehr noch, krank, und am liebsten wäre es mir, wenn die nächsten Stunden schon hinter mir lägen.... 84n9 gefahe ut 6. Den Kopf in die Hano gestutzt, saß Herr von Thalberg während dieser mit so großer Herbheit und ein leichtes Zucken flog um seinen Mund. „Lydia, mein liebes Weib, Du übertreibst da doch ein wenig und ich glaube an ein viel herzlicheres Wiedersehen mit unsrem Jungen. Du wirst sehen, daß alles aufs beste verläuft. Ein bißchen Nachsicht mit seinen kleinen Eigenheiten muß man halt haben. Lydia, mit seinem ihm nun einmal eignen zurückhaltenden Wesen, seiner wunderlichen, leider von Dir nie so recht verstandenen Scheu, sein innerstes Denken, Fühlen und Empfinden bloßzu. istes ig eben“ rief die Freifrau in Jei„Das ist es ja eben,“ tie, die Freutau in teidenschaftlicher Erregung aus.„Wir beide haben uns nie verstanden und werden uns auch niemals verstehen; ich hatte von jeher die Empfindung, als stünde eine unsichtbare, doch unübersteigbare Scheidewand zwischen uns— Gott im Himmel, daß eine Mutter dies sagen muß!— eine Scheidewand, die sie vom einzigen Kind trennt.“ „Und möchtest Du nicht einmal ernstlich versuchen, sie wegzuräumen, meine Teure?" fragte Herr von Thalberg, dessen gesunde Gesichtsfarbe einer tiefen Blässe gewichen war.„Was man im Ernste will, kann man auch in der Regel vollbrin9ert..... P##n bah ich es#ch. „O, Du weißr es ja, Leon, oaß ich es schon oft versucht hatte; aber, allein will es mir nicht gelingen; es müßte auch Richard mithelfen.“ „Hi— hat es denn einmal etwas zwischen Dir und ihm gegeben, wovon ich nichts weiß? Hat G'ch foi1 Maetter in irgenheiner Art, heloischmerzlich Gatten Schulter. er Dich— seinte Mllter in irgenbemet urt beleidigt?" stieß Herr von Thalberg auffahrend und mit blitzenden Augen hervor.„Dann müßte ich ein ernstes Wort mit ihm reden.“ „Nein, o nein,“ wehrte sie, beinahe erschrocken, ab;„Du darfst meine Aeußerung nicht so aufnehauch vielleicht nicht zeigen kann oder, seinem ganzen Temperament entsprechend, nicht zeigen will, so glaube ich doch, daß er uns von Herzen liebt. Und jetzt, meine Lydia,“ fügte der Schloßherr, seine Uhr ziehend, in leichterem Ton hinzu,„ist es Zeit für mich, ein wenig Toilette zu machen, um unsern Jungen, wie er es ohne Zweifel erwartet, einzuholen, ich muß sagen, daß ich mich ehrlich auf sein Kommen freue! Du begleitest mich nicht, mein „Rein, ich will ihn auf der Schwelle des Hauses begrüßen.“ „Auch gut! Nun denn, auf Wiedersehen in einer Stunde!“ Einen Kuß auf die Stirn Lydias drückend, verließ Herr von Thalberg den Balkon und wenige Minuten später rollte die mit prächtigen Rappeni bespannte elegante Equipage die zur Station führende sonnige Landstraße hinab. Als das schwache Geräusch der auf Gummi laufenden Räder verstummt war, nahm die Freifrau wieder ihren früheren Platz ein, stützte den feinen Kopf in die Hand und gab sich neuerdings ihren quälenden Gedanken und peinigenden Vorstellungen hin. „Teures Herz, Duleidest ohnedaß ich die Macht seine Schulter legte ud seinen Namen rief, schaute nie fehlen lassen, nur Herzenswärme, vertrauliches herrschte. 217,16 13. Kapitel. Zu den beliebtesten Persönlichkeiten der vornehmen Wiener Gesellschaft zählten unbedingt die Randolins; denn sie verstanden ausgezeichnet, es den Gästen in ihrem prächtigen Ringstraßenpalais heimisch zu machen, wo bei aller vollendeten Freiheit Nr. 282. Beilage. Mittwoch, 2. Dezember 1914. Amtliches Kreisolatt nicht allein vom Krieg, sondern auch von Weihnachten. Soll man auch von Ihnen, von Ihrem Geschäft und Ihren Waren sprechen, so müssen Sie ständig in der„Schwerter Zeitung“ inserieren. Vergeltungsmoßnahmen gegen Frankreich. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ teilt u. a. folgendes mit: Französische Erlasse ordneten ganz allgemein die Beschlagnahme und Sequestration des Gesamtvermögens deutscher Unternehmungen in Frankreich an. Von dieser Verordnung wurde in rücksichtslosester Weise Gebrauch gemacht, ja, vielfach wurden die deutschen Vermögen licuidiert und verschleudert. Neuerdings hat die französische Regierung in gewissem Sinne den Rückzug angetreten, indem sie vor einer willkürlichen Verschleuderung des sequestrierten Vermögens gewarnt hat. Trotzdem stellen sich diese Schritte als so schwere völkerrechtswidrige Eingriffe in dautsche Privatrechte dar, daß eine empfindliche Vergeltungsmaßregl nötig erscheint. Eine vom Bundesrat am 26. November erlassene Verordnung erklärt nunmehr für alle ganz überwiegend französische Unternehmungen und Niederlassungen und insbesondere für den gesamten, in Dautschland befindlichen Grundbesitz französischer Staatsangehöriger die Einsetzung einer zwangsweisen staatlichen Verwaltung für zulässig. Mit der Einsetzung des staatlichen Verwalters verliert der französische Inhaber den Besitz und das Verfügungsrecht über das gesamte Vermögen der Unternehmungen. Die Durchführung der Verwaltung bestimmt die Landeszentralbehörde. Der Verwalter kann sich, wenn nicht die Aufrechterhaltung des Betriebes, z. B. mit Rücksicht auf die deutschen Arbeiter des Unternehmens in deutschem Interesse liegt, auf die Abwickelung der laufenden Geschäfte beschränken und dann den Betrieb einstweilen still legen. Er braucht auch nicht die gesamte Bewirtschaftung selbst auszuüben, sondern kann den Betrieb verpachten. Was jeweils als das Nichtige erscheint, wird sich nur nach den Verhältnissen der einzelnen Fälle entscheiden lassen. Die Auflösung lediglich zum Zwecke der Beseitigung ist augeschlossen und nur dem Reichskanzler ist vorbehalten, d. h. falls die französische Regierung ihrerseits die Liquidation der deutschen Vermögen gutheißen oder anordnen sollte, auch die Auflösung der hiesigen französischen Unternehmungen für zulässig zu erklären. Es muß abgewartet werden, ob Frankreich uns zwingen will, auch solche Maßnahmen gegen die hiesigen französischen Unternehmungen, Grundstücke und Warenlager anzuwenden, aber auch in diesem äußersten Falle würde es, wie bei den übrigen Vorschriften der Verordnung, sich nicht um eine Vermögenskonsiskation handeln, da die Ergebnisse der Liquidation, wie die der Verwaltung für Rechnung des Unternehmens bis auf weiteres zu hinterlegen sind. graben erdulden müssen, sprechen, während die an#ren die Behaglichkeit und den Komfort, den sie sch mit den einlachsten Mitteln geschaffen, mit Stolz schildern. Der Widerspruch erklä: sich, wie dem„Nieuwe Notterdamsche Courant“ geschrieben wird, sehr einfach: beide haben recht, denn sie schreiben über verschiedene Arten von Schützengräben. Längs der ganzen Front ziehen sich zwei Linien von Erdbefestigungen hin. Die erste dient den Truppen, die sich tatsächlich im Feuer befinden, zum Aufenthalt, der zweite bildet den Versteck der Ablisungstruppen. Jeden Abend, sobald die Dunlelheit eingebrochen ist, werden die in der ersten Reihe besindlichen Truppen abgelest und ziehen sich selbst in die zweite Schützengrabentreihe zurück, in der tatsächlich ein gewisser Komfort herescht. Denn diese sind innen größtenteils mit Matten und Decken ausgelegt, vollständig überdacht und gegen die feindliche Seite geschlossen. Die Truppen genießen darin ziemliche Sicherheit und bleiben geschützt gegen das Feuer der feindlichen Infanterie und Maschinengewehre. In ihrer guten Geborgenheit werden sie daher von der feindlichen Artillerie nicht beschossen, und rur selten schlägt einmal ein verirrtes Geschoß bei ihnen ein. Die Soldaten plaudern und singen darin. Viele, die Petroleumkocher besitzen, bereiten ein besonderes Mahl und mancher„Skat wird gekloppt“. Unter Regen und Schnee leidet hier niemand. Ganz anders jedoch lebt sich's in den Schützengräben der ersten Linie, die je nach den Amständen uund der Bodenbeschaffenheit 800 bis 1000 Meter weiter vor liegen und Tag und Nacht unter Feuer genommen werden. Sie sind natürlich an der feindlichen Seite nicht geschlossen, von einer Dachbededung ist meistens leine Nede, so daß sie besonders auf der Windseite sehr dem Regen und Schnee ausgesetzt sind. Die Mannschaft darin übt Tag und Nacht die größte Wachsamkeit, da sie jederzeit auf ei# überraschentes Auftreten des Feindes vorbereilet sein muß. Nicht immer jedoch läßt sich die 24stündige Ablösung ermöglichen, da die Entwilelung des Kampses es oft erfordert, die Truppen der zweiten Linie zur Abwehr eines heftigen feindlichen Angriffes ebenzalls ins Fauer zu bringen. Dann bleiben die Soldaten des ersten Schützengrabens tagelang dort, geschwächt durch ungenügende Nahrung und beinahe ohne Schlaf. Von Nahrungsbefördenung in die erste Neihe der Schützengräben kann natürlich nicht die Rede sein. Die des Abends hier einziehenden Truppen versehen sich selbst damit auf 24 Stunden, und für alle Fälle findet sich dort noch ein Reserve=Proviant vor. Die Abholung von Toten und Verwundeten geschieht aus dieser ersten Reihe ebenfalls nur abends und nachts. Krammetsvogelfangens mittels Schlingen hat zur Vermehrung unserer Vogelwelt schon in der kurzen Zeit ceines Bestehens ganz merklich beigetragen. So kommen nach der Statistik alljährlich im Deutschen Reich über anderthalb Millionen Drosseln weniger zum Verlauf. Besonders kann man eine Zunahme der Misteldrossel, der Wacholderdrossel, der Ringdrossel, der Schwarzamsel, vor allem aber der Hauptjängerin unserer Wälder, der Singdrossel bemerken, Mehr und mehr belebt sie wieder mit ihrem melodischen Liede die traulichen Bergtäler, aus denen die grausame Massenverfolgung sie fast ganz zu verbannen drohte. Noch zwei andere heimisch: Vögel, die massenweise der hinterlistigen Schlinge zum Opfer fielen, verdanken der Mohltat des Gesetes ihre sichtliche Ausbreitung und Zunahme: nämlich das Rotkehlen und der Dempsaff. Gerade letzterer schwand mehr und mehr und selbst Naturfreunde glaubten ihn stellenweise nicht mehr als Standvogel ansprechen zu dürfen, so selten war vielfach das niedliche Vögelchen mit der roten Weste geworden. Schon im Herbst konnte man in unseren sauerländischen Bergen vielerorts den bekannten weichen Lockton hören. Selbst in unmittelbarer Nähe der Dörfer und Städte zeigt sich zur Zeit das prächtige Männchen neben seinem bescheidener gekleideten Weibchen, während früher nur hier und da gir strengen Winterzeit dieses anmutige Bild sich dem Naturfreunde darbet. — Die Choleragefahr. Stuttgart, 1. Dez. Nach einer vom stellvertretenden Generalkommando des 13. Armeekorps genehmigten Nachricht des Süddeutschen Korrespondenzbureaus aus Ulm sind dort unter den mehrere tausend Mann betragenden nussischen Gefangenen 11 choleraverdächtige Erkrankungen vorgekommen, denen bisher 4 Russen erlegen sind. Ein bakteriologischer Nachweis für asiatische Cholera liegt bisher nicht vor. Es sind aber alle Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Sämtliche verdächtige Russen wurden in einem Seuchenbarackenlager eingeschlossen. Obwohl zunächst keine Gefahr eines Uebergreifens der Seuche auf die Stadt Ulm besteht, haben die städtischen Kollegien beschlossen, die Wintermesse, die am 6. Dezember beginnen sollte, ausfallen zu lassen. 498— Die beiden Linien der Schützengräben. Ein merkwürdiger Widerspruch in den Schilderungen, die wir aus den Schützengrüben in Flandern erhalten, liegt darin, daß die einen von der Härte und den Entbehrungen, die sie im SchützenAus Stadt und Umgebung. **(Kriegs=Postkarte des Roten Kreuzes.) Das Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz hat eine„Deutsche Kriegskarte 1914“ in den Handel gebracht, die in gelungener Ausführung eine Aufnahme Sr. Majestät des Kaisers und darunter die von ihm bei Eröffnung des Reichstages gesprochenen bedeutzuungsvollen Worte wiedergibt: „Ich kenne keine Parteien mehr, kenne nur noch Deutsche". Die Karte wird auch bei allen Postarstalten des Reichs=Postgebietes em Schalter fortan verkauft und zwar mit eingedruckter 5 Pfennigmarke für 15 Pfg. das Stück. Das Mehr von 10 Pg. für jede Karte fließt dem Roten Kreuz zu. **(Vermehrung der Vogelwelt.) Das seit den letzten Jahren in Kraft getretene Verbot des ließen die Böschung nicht, konnten es auch gar nicht, da die Bahnlinie einen Berg krurchschnitt, der weder rechts noch links einen Ausgang gestattete. Der Zugführer befahl zwar schneller zu fahren, aber der Heizer hatte offenbar Mitleid mit den Tieren, genug, er fuhr langsam und trieb die Tiere vorwärts, bis zur Seite ein offenes Gelände erschien, wohin sie sich vor dem schwarzen Ungetüm retteten. Dann fuhr der Zug unter dem Gelächter der Reisenden mit Volldampf weiter. Düsseldorf, 1. Dez.(Erschlagen.) In einer Wirtschaft in der Hunsrückstraße entstand zwischen einem Kellner und dem Gelegenheitsarbeiter Schroer ein Wortwechsel, in dessen Verlauf Schroer dem Kellner einen solchen Schlag auf den Kopf ver“ setzte, daß dieser zur Erde stürzte und starb. Eingesandt. Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Redaktion nur die preßgesetzliche Verantwortung. Wie war hören, wird am 5. Dezember ds. Is., abends 8 Uhr von Seiten des Flottenvereins ein hochinteressanter Vortrags=Abend, im Bergmannschen Saale in Hörde veranstaltet werden. Es ist dem Flottenverein gelungen, den Hof-Rezitator W. Neander=Bad Pyrmont für den Vortrag über „Deutschlands Feinde und Siege zur See“ zu gewinnen. In dem Vortrage werden— unterstützt durch 80 farbige Lichtbilder— die neuesten Ere'gnisse zur Ste vorgeführt. Insbesondere werden die feindlichen Kriegsflotten von Frankreich, Rußland, Japan und England eingehend dargestellt werden. Als Extrazugabe sollen noch 30 Bilder von Kriegsschauplätzen vorgeführt werden. Die Vorträge des Herrn Neander sind überalt von ganz außerordentlichen Erfolgen begleitet gewesen und geeignet, für die vaterländischen Ziele des Flottenvereins Begeisterung zu erwecken. Mitglieder des Flottenvereins und deren Angehörigen haben sreien Zutritt, legitimiert durch ihre Mitgliedskarte. Nichtmitglieder zahlen 30 Pfg. Eintrittsgeld. Es kann allen der Besuch des Flotten=Abends nur angelegentlichst empfohlen werden. Westsalen und Rheinland. * Radbod, 1. Dez.(Verbrüht.) Das zweijährige Kind der Eheleute Bergmann Eunnert in der Kolonie Radbod fiel in einem unbewachten Augenblicke in einen Topf mit kochendem Wasser, wobei es so schwere Brandwunden erlitt, daß es bald nachher starb. * Eslohe, 1. Dez.(Bahnidyll.) Fuhr da vor einigen Tagen der Zug wohlgemut von Kückelheim ab, blieb aber kurz hinter dem Bahnhofe plötzlich stehen. Die erschreckten Reisenden eilten ans Fenster, konnten aber zunächst nichts sehen. Bald setzte sich der Zug wieder in Bewegung, fuhr aber bedächtig langsam. Als die Biegung, in der er sich gerade befand, überwunden war, bot sich allen ein köstlicher Anblick: Vorn auf der Maschine stand der russige Heizer, mit einem langen Stocke bewaffnet, den er unter lautem Rufen heftig schwang. Vor dem Zuge aber trottete ein Mutterschwein mit seinen Jungen her. Das Rufen und Drohen des Heizers nutzte nichts; die Tiere verStadttheater Dortmund. Donnerstag, den 3. Dezember 1914, abends 7½ bis 10 Uhr:„Fidelio“, Oper in 2 Aufzügen von Beethoven. Freitag, den 4. Dezember, abends 7½ bis 10 Uhr:„Im weißen Röß'!“, Lustspiel in 3 Aufzügen von Oslar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Sonnabend, den 5. Dezember 1914, nachmittags 3½—6 Uhr:„Prinzessin Herzlieb", Märchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Erika GrupeLörcher.— Abends 7½—10¼ Uhr:„Der Zigeunerbaron“, Operette in 3 Aufzügen von Johann Strauß. Sonntag, den 6. Dezember 1914, nachmittags 3½—6 Uhr:„Kater Lampe“, Komödie in 4 Akten von Emil Rosenow.— Abends 7½—10¼ Uhr: „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“", Handlung in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Verantwortlich für die Redaktion Friedt, Ktaaz, Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte. und den Entbehrungen, die sie im Schützen=Vletzten Jahren in Kraft getretene Verbot Das Geheimnis var Fhalberg hohe Gestalt war auch heute nochfast mädchenhaft lich fühlte? Wenn ja, dann sollte heute auf keinen tierten sie diese fragenden Blicke, etwas hastig entGegeimnes Von Shalhet H=schlank, graziös saß der feine Kopf mit dem noch Fall ihr dunkles Auge so merkwürdig versonnen gegnete, daß ihre Gedanken sich in der Tat mit dem E Kun 22 von keinem weißen Faden durchzogenen tiefschwar= blicken, sondern vielmehr, in der Erwartung des heimkehrenden Sohne beschäftigt hatten. Se uihn von 8. Scucet.— zen vollen Haar auf dem weißen schlauten Halse einzigen Sohnes. der endlich nach mehr als zwei„Doch schienen dieselben nach Deiner Miene Salhgins Gbic. alie ie auste un der Rückseile des Mittelbaues mes besand sich ein gueßer übendeckter Lialkon, der einen den, weiten Ausblick über den Park und die da= sein. alles, was er ihr bot, erwiderte. Auch war sie Mutbesand sich ter eines edelsinnigen und hochherzigen en lohnen= besaß demnach alles, um vollkommen glück die da= sein gehst zu weit, Lydia," kam bergs kaum merklich zuckenden Lippen,„ich bin von „ Richards kindlicher Liebe und Ecgebenheit fest überasch näherrom= zeugt und—“ Er lachte lustig auf und legte, rasch näherrom= geugt und Sohles, mend und sich niederbeugend, einen Arm um ihre) a u, feiner Ergekenkeit— ig, unterbrach diglücklich zu Schultern..„Von seiner Ergebenheit— sa,“ unterbrach die nächster Näbe— Freifrau mit bitterem Lächeln den Gemahl,„daran biner sich ausbehnenden prachtvollen Forste gerV“, Baltommen glücklich! Wo finder sich auf den durch die Tür. Ader au was oder wen dachtest Du hender, von den merktest Doch“— unterbrach er sich selbst in kotand Lusia von Thabergz und so sahz ledenn auch uauiglachten Leidenschnsten bin und bergewor Balkeisch eilen Denellebeszlen is schwanfes Le= sern Richand entgegen, Habe ich es erraten, Teuschwauskes## erstegr end=erste?“ veißen Haaren— in Während seiner Worte ruhten seine Augen mit nrückgelehnt ein Buch, in dem sie gelesen hatte, läs= wenn er, nachdem er mutvoll sein schwankes sig in den Händen und unn mit verlorenen Blicken beusschifflein durch tosende Stürme gelenkt, in das grüne Blatteimeer vor ihr hineinschauend. lich— sei es auch mit bereits weißen HaarenSie war, obwohlin der zweiten Hälfte der Vier= einem schitzenden Hafen landet. sio stehend, noch immer eine sehrschöne Frau. Die nem schützenden Hafen landet.: seltsam forschenden Blicken auf dem schönen Ant= Ob sich Lydia von Thalberg vollkommen glück= itz Lydias, die, leicht den Kopf wendend, als irriFreifrau mit bitterem Lächeln den Gemahl,„d hatte er es nie fehlen lassen. Ergeben kann uns auch ein treuer Diener sein; aber von seinem Kind erhofft man sich doch in erster Linie Liebe, Zärtlichkeit, Anhänglichkeit. Ein Kind macht auch seine Mutter zur ersten Vertrauten seiner kleinen, ihm natürlich groß und unendlich wichtig scheinenden Geheimnisse und dann flüchtet es auch in ihre Arme bei wirklichem Kummer und ernsten Sorgen. Richards Vertraute hingegen war— damit sage ich Dir ja nichts Neues und Ueberraschendes— stets Gertrud..— 217/10 F Bekanntmachung. „ Das einwandfreie vaterländische Verhalten der gesamten Bevölkerung des Korpsbezirkes gibt mir zu meiner Freude Veranlastung, die bisher für größere Teile des Korpsbezirks erfolgte Aufhebung des Artilcks 7 der Preußischen Verfassung wieder außer Kraft zu Die außerordentlichen Kriegserichte zu Münster und Düsseldorf stellen mit dem 30. November ihre Tätigkeit ein. 2. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit, in Sonderheit auch zur Bekämpfung der überhand nehmenden Tätigkeit fremder Spionageagenten, erscheint es indessen geboten, die dem kommandierenden General gesetzlich zustehenden Befugnisse voll auszunutzen. Ich setze daher unter Erklärung des verschärften Kriegszustandes nunmehr für den gesamten Korpsbezirk die Artikel 5, 6, 27, 28, 29, 30, 36 der preußischen Verfassungsurkunde außer Kraft. Unter Bezugnahme auf§ 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 erlasse ich folgende Verbole, deren Uebertretung mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft wird, sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen eine härtere Strase verwirkt ist. Verboten ist, sofern nicht die Genehmigung von mir oder einer von mir dazu ermächtigten Stelle erteilt ist: 1. Der Verkauf von Sprengstoffen; 2. Der Verkauf von Waffen, Schießruulver und Munition an zum Tragen von Waffen nicht berechtigte Personen. Der Verkauf ist an die Inhaber von Jagdund Waffenscheinen gestattet, sofern diese die Scheine und gleichzetig eine scriftliche Erklärung der Ottspolizeibehörde vorzeigen, doß der Verlauf an sie unbedentlich ist. Die Erklärung muß Art und Anzahl bezw. Menge der zu kaufenden Gegenstände angeben. Das Tragen von Wassen für Zivilpersonen, die nicht den Kriegsgesetzen unterstehen, ohne schriftliche Genehmigung des Landrats(Verwaltungsamtes) oder in Stadttreisen der Polizeiverwaltung. Ausgenommen sind: Beamte in Unisorm, einschließlich der privaten Forst= oder Jagdschutzbeamten, und Inhaber von Waffen, oder Jagdscheinen. 4. Das Aussteigenlassen von Luftfahrzeugen jeder Art, auch Ballons und Drachen, der Verkehr von Vriestauben, die Anwendung von Lichtsignahen und anderen privaten Fernverständigungsmitteln, in Sonderheit auch die„Anlage und Bemtzung von Funkenstationen; 5. Das Uebersenden und das Ueberbringen schriftlicher Mitteilungen in das Ausland und auus dem Auslande nach Deutschland auf anderem Wege als durch die Post; 6. Das Anbringen von Flaggen an nicht von der Militärrerwaltung benutzten Kraftfahrzeugen; 7. Das Fahren während der Dunkelheit und bei Nebell auf allen Flüssen und Kanälen, sowie der durch Privathände ausgeübte Fährverkehr auf dem Rhein; 8. Das Ueberschreiten der deutsch=holländischen Grenze an anderen als an den ausdrücklich genehmigten Stellen(vergl. Nr. 4). 9. Jeder mündliche odre schriftliche, mittelbare oder unmittelbare Verkehr irgendwelcher Art hierzu nicht beechtigter Militär= oder Zivilpersonen mit Kriegsgefangenen; 10. Die photographische Aufnahme oder das Zeichnen Kriegsgefangener innerhalb sowehl, wie auch überall außerhalb der Gefangenenlager; 11. Die Veranstaltung von Versammlungen# die nicht lediglich Kultus=, künstlersichen, wissenschaftlichen oder geselligen Zwecken dienen, sowie und gleichzeitig eine schriftliche Erklärung der schaftr# 00 ng ga **** g 8/22. Juli 1901 wird zierdurch zur öffentlichen Kenntnis □) gebracht, daß alle Militärpflichtigen, welche sich im hie###igen Verwaltungsbezirke aufhalten, sich in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember 1914 ∆ pährend der gewöhnlichen Büreaustunden in der Amtsstube des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 5 behufs Eintrazur Petämplung der Ardelsto),„Mens nicht so mancer Sparsamieit am faschen H0)1“.—. der Anspognrne,Eohe, wirtpriszschaftlich piel beser d. Hie Reorganisasion der## die Teilnahme an solchen, wenn die Versammlung nicht genehmigt ist. Zuständig für die Genehmi. gung sind: Landräte(Verwaltungsämter), Oberbürgermeister, 1. Bürgermeister bezw. Polizeipräsidenten; 12. Das Behandeln von militärischen Gegenständen in öffentlichen Vorträgen ohne vorherige Prüfung und Genehmigung der Niederschrift durch die Ortspolizeibehörde; 13. Die Ausübung der Jagd und der Fischerei durch Ausländer; 14. Die Ausübung der Jagd durch Inländer, deren Jagdschein nicht von der Verwaltungsbehörde des Jagdbezirks ausgestellt ist, wenn sie nicht eine schriftliche Erklärung dieser Verwaltungsbehörde bei sich führen, daß der Ausübung der Jagd durch den Inhaber Bedenken nicht entgegenstehen; 15. Jede Nachstellung, die sich gegen feldernde Tauben richtet; 16. Der Verkauf von Karten des deutsch=französisch=belgischen holländischen Erenzgebietes, die einen größeren Maßstab als 1:300000 ausweisen; 17. Der Druck, der öffentliche Verkauf und die sonstige Verbreitung von Plakaten, Flugschriften und ähnlichen Veröffentlichungen ohne Erlaubnis der Ortspolizeibehörde, wenn sie auch nur teilweise einen militärischen oder politischen Inhalt haben. Zeitungen und Zeitschriften sowie Extrablätter, soweit ihre Veröffentlichung nach den von mir für die Presse erlassenen Vorschriften gestattet ist, fallen nicht unter diese Bestimmung; 18. Der Verkauf von Trink=Branntwein jeder Art(also auch von Rum, Kognak, Arrak, Likör und dergl.) in offenen Gesäzen oder in Fässern an Personen, die weder Branntweingroßhändler, noch Schankwirte, noch zum Kleinhandel mit Branntwein berechtigt sind. Der Verkauf in Schankwirtschaften zum sofortigen Genuß auf der Stelle— aber nur gegen Barzahlung— bleibt gestattet. Durch Automaten darf der Verkauf nicht erfolgen. In verkorkten und außerdem mit Siegel oder Kapsel verschlossenen Flaschen oder Krügen darf Branntwein jeder Art an Nichtkonzessionsberech= tigte vertauft werden, wenn der reine Verkaufspreis, einschließlich Flasche oder Krug, nach Abzug eines etwaigen Rabattes, für das Liter wenigstens 2,40 Mart beträgt. Für Flasche oder Krug dürfen nicht mehr als 5 Pfennig zurückvergütet werden; 19. Jede Zuwiderhandlung gegen folgende Anordnung: Wer zu Lieserungen für die Heeresverwaltung verpflichtet ist, darf keinerlei Lieferung an nicht zum Heere gehörige Personen oder Stellen bewirken, wenn dadurch die rechtzeitige Erfüllung der Verpflichtung gegenüber der Heeresverwaltung gefährdet wird. Das gilt auch dann, wenn der von anderer Seite erteilte Auftrag früher gegeben ist, als der der Militärverwaltung. 4. Ich wiederhole meine Bekanntmachung vom 5. Oktober 1914, betreffend die in landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten russischen Arbeiter, sowie die vom 30. Oktober 1914, betr. den Personenverkehr über die deutsch=holländische Grenze und den Kraftwagenverkehr im Grenzgebiet nebst Ergänzungsbestimmungen vom 15. November 1914, 5. Die Strafbarkeit von Veröffentlichungen und Mitteilungen an andere Personen über Vorgänge militärischer Art richtet sich nach den allgemeinen Strafgesetzen, ebenso die Strafbarkeit des Einwechselns von Gold gegen Zahlung von Aufgeld, 6. Meine bisher erlassenen vorstehend nicht erwähnten Bekanntmachungen werden hiermit insoweit aufgehoben, alls sie Strafandrohungen auf Grund des§ 9b des Gesetzes vom 4. Juni 1851 über den Belagerungszustand enthalten. Der kommandierende General: Freiherr von Bissing, General der Kavallerie. F Beranntmachung. Ort übte, dann önden wir wirtzwustuu viel besser oa. wie meorganisation der wirtschaftlichen Leislungsfähigkeit ist einigermaßen erreicht. Alle Stellen. an denen durch die Einberujung eine schwere Lücke gerissen worden war, sind einigermaßen wieder besetzt, alles ist wieder betriebsfertig und betriebsfähig und arbeitsbereit und wartet nur auf Aufträge. Aufträge aber bekommt das Groß= und Kleingewerbe und Arbeit die Arbeiterschaft nur. wenn das Publikum kauft, sonst nicht. Du brauchst für den Winter vieles: an Kleidung. an Vorräten fürs Haus, dieses#) und jenes. Frag nur deine Frau, de wird's dir schon zusammenstellen. Kaufe jetzt! Nach dem Kriege gehen schnell alle Preise rapid in die Höhe. 6)) Denke an die Zustände nach 1870/11. (G, Kaufe jetzt! Der Kaufmann. der Geschästsmann, der Handwerker hat jetzt 2) selbst wenig zu tun und bedient dich so gsimer, da er Zeit dafür hat und Werr (6 auf jeden kleinsten Auftrag legen muß. Kaufe jetzt! Denn du brauchst es noch in der Kriegszeit, und darum riskierst du nichts dabei. Kaufe jetzt! Jetzt hal das Gewerbe Aufträge nötig. Was du jetzt kaufst, das stärkt das gewerbliche Leben und kommt dir auf diese Weise indirekt wieder zugute, stärker wahrscheinlich als du dir vorstellen kannst. Wo. bei wem du kaufen sollst? Nun, die Geschäfte, die etwas zu bieten haben, zeigen es dir in Inseraten schon an, du brauchst nur die„Schwerter Zeitung“ zu lesen. 8 Weihnachten in Bethel. Mitten hinein in das Kriegsgetümmel, das die ganze Erde erfüllt, soll auch in diesem Jahr durch das Kind von Bethlehem Freude kommen. Allen Kämpfenden. Sorgenden und Trauernden will es einen Frieden bringen, den weder Leid noch Tod zeistören kann. Ein Abglanz dieser unvergänglichen Güter sollen die Weihnachtsgaben sein, auf die kleine und große Kinder hoffen. An Weihnachtsgästen aller Art fehlt es in Bethel nicht. Zu den 3000 Fallsüchtigen, Gemütskranken und Heimatlosen sind verwundete deutsche Krieger gekommen, von denen schon mehr als 2 500 hier aufgenommen sind. Wer hilft uns, diesen Männern und Jünglingen, die für uns ihr Blut vergossen haben, und den andern Kranken in Bethel eine Weihnachtsfreude bereiten? Alles nehmen wir dankbar an, ob man uns Kleidungsstücke schenken will, oder Zigarren, Bilder, Bücher für die Großen, Spielsachen für die Kleinen oder Geld, um das zu kaufen, was Kleine und Große am meisten erfreut Je eher es geschieht, um so besser können wir alles unter unsere 30 Lazarette und 50 andere Anstaltshäuser verteilen. Mit herzlichem Weihnachtsgruß an alte und neue Freunde von Bethel. 7417 Bethel bei Bielefeld, im November 1914. v. Bodelschwingh, Pastor. SchneesternWolle zum Stricken und Häkeln für Jacken, Sweater und Mützen in vielen Farben vorrätig im Kaufhaus Otto Mark Schwerte, Ostenstr. 20. gung ihrer Namen in die Stammrolle zu melden haben. Hierhin gehören: a) Militärpflichtige Personen, welche im Jahre 1895 im hiesigen Bezirk geboren sind; b) Militärpflichtige Personen, welche im Jahre 1895 in anderen Bezirken geboren sind, hier aber ihren Aufenthalt haben. c) Militärpflichtige, welche noch keine endgültige Entscheidung über ihre Dienstverpflichtung durch die Ersatzbehörden erhalten haben. Die unter b gedachten Personen müssen bei der Anmeldung ein von dem Standesamte des Geburtsortes ausgestelltes Geburtszeugnis vorlegen. Bei Wiederholung der Anmeldung zur Stammrolle ist der im ersten Militärpflichtjahr erhaltene Losungsschein vorzulegen. Außerdem sind etwa eingetretene Veränderungen in betreff des Wohnsitzes, des Gewerbes, des Standes u. s. w. dabei anzuzeigen. Sind die Militärpflichtigen von dem Orte ihres dauernden Aufenthaltes zeitig abwesend, so haben ihre Eltern, Vormünder, Lehr=, Brod= oder Fabrikherren die Verpflichtung, sie innerhalb des obengenannten Zeitraumes zur Stammrolle anzumelden. Wer die vorgeschriebene Meldung zur Stammrolle oder zur Berichtigung derselben unterläßt, wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen bestraft. 7451 Wellinghofen, den 30. November 1914. Der Amtmann: Hartung. BedanntmachungDie seitens der Gemeindevertretung zu Wichlinghofen unterm 15. November 1914 getätigte Wahl des Brennereibesitzers und Landwirts Eugen Voerste als Cemeinde=Vorsteher der Gemeinde Wichlinghofen auf eine gesetzmäßige Amtsdauer von 6 Jahren ist von mir in Gemäßheit des§ 38 der Landgemeinde=Ordnung vom 19. März 1856 und des§ 25 der Kreis=Ordnung vom 31. Juli 1886 am heutigen Tage bestätigt worden. Hörde, den 27. November 1914. Der Königliche Landrak. 2452 J. B. Burchard. Beranntmachung. Die seitens der Gemeindevertretung zu Wichlinghofen unterm 15. November 1914 getätigte Wahl des Landwirt Louis Schmidt zu Wichlinghofen als I. stellv. Gemeinde=Vorsteher der Gemeinde Wichlinghofen auf eine gesetzmäßige Amtsdauer von 6 Jahren ist von mir in Gemäßheit des§ 38 der Landgemeinde=Ordnung vom 19 März 1856 und des§ 25 der KreisOrdnung vom 31. Juli 1886 am heutigen Tage bestätigt worden. Hörde, den 27. November 1914. 7453 Der Königliche Landrat. Burchard. Beranntmachung. Die seitens der Gemeindevertretung zu Wichlinghosen unterm 15. November 1914 getätigte Wahl des Maschinenwärkers Gustav Hunscher zu Wellinghoferheide als II. stellv. Eleg. Wohnungs-Einrichtungen, einzelne Speise-, Schlafzimmer, Herrenzimmer, vornehme Klubzimmer, Klubsessel, Teppiche sowie einzelne Stücke liefert in modernster, gediegenster Ausführung unter strengster Diskretion leistungsfählge, grosse Berliner Spezial-Möbel-Firma an Private zu Katalogpreisen gegen 5% Verzinsung auf Teilzahlung. Kein Inkasso durch Boten, Kataloge werden nicht versandt. Langjährige Garantie. Da unsere Vertreter ständig ganz Deutschland bereisen, erbitten gefl. Nachricht, wann der unverhindliche Besuch behufs Vorlegung von Mustern und Zeichnungen erwünscht ist, unter Chiffre K. 1000 duren Rudolf Mosse, Berlin, Leipzigerstrasse 108 Uhr eilter Teint, Pickel, Mitesser, Blüten verschwinden sehr schnell, wenn man abends den Schaum v. Zuckers Patent Medlzinal-Seife, in Vempfolen. drei Stärken. a 50 Pf., 1.00 Mk. und 1.50 Mk. eintrocknen läßt. Schaum erst morgens abwaschen und mit Zuckooh-Creme(à 50 u. 75 Pf. 2c) nachstreichen. Großartige Wirkung von Tausenden bestatigt. Bei C. Trog und Max Mehlhose, Drogerien. Bekanntmachung Floll en=Vereins=Abend. Sonnabend, den 5. Dezemder abends 8 Uhr im Bergmannschen großen Saale zu Hörde. Langestraße. Vortrag von Hof. Rezitator W. Neander=Bad Pyrmont über „Deutschlands Feinde und begleitet von zahlreichen Lichtbildern. Als besondere Zugabe werden noch 30 Bilder von den Kriegsschauplätzen vorgeführt werden. Da die Vorträge des Herrn Neander überall ganz außerordentlichen Ersolg gehabt haben, so verspricht auch der hiesige Abend hochinteressant zu werden. Mitglieder und deren Angehörige haben freien Julrikt, legitimiert durch die Mitgliedskarte. Nichtmitglieder zahlen 30 Pfg. Eintrittsgeld pro Person. Der Besuch des Vortrag=Abend sei allen angelegentlichst Die Geschäftsstelle des Deutschen Floktenvereins für den Stadt= und Landkreis örde. 7454 Der Königliche Landrak. J. V. Burchard. Bekanntmachung. Militär=Ersatz=Aushebung 1915. Unter Bezugnahme auf§ 25 der deutschen Wehrordnung werden alle Militärpflichtigen des hiesigen Stadtbezirks, die im Jahre 1895 und früher, namentlich in den Jahren 1894, 1893. 1892 usw., geboren sind und ihrer Militärpflicht noch nicht genügt haben, davon aber auch noch nicht gänzlich befreit sind, hierdurch aufgefordert. sich in der Jeit vom 1. Dezember bis 15. Dezember 1914 im neuen Rathause Zimmer Nr. 2 zur Aufnahme in die Rekrutierungsstammrolle zu melden und zwar vormittags. Die Militärpflichtigen des Jahrgangs 1895, welche nicht in Schwerte geboren sind, haben ein vom Standesamt ausgestelltes Geburtsattest vorzulegen. Sind die Militärpflichtigen vorübergehend abwesend, so haben ihre Eltern, Vormünder, Lehr=, Brot=, Fabrikherren die Verpflichtung sie zu dem obigen Termine zur Stammrolle anWer die vorgeschriebene Anmeldung zur Stammrolle unterläßt, wird gemäß§ 25, 11 der Wehrordnung mit Geldstrafe bis zu 30 M. oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Schwerte, den 30. November 1914 Der Bürgermeister. 7467 Kohrmann. Dr. Ad. Heier's Sapatorium Bremen, Rotenburgerstr. 1 Spezialbehandlung von Hautkrankheiten. 6446 Bekanntmachung. Die Stelle der Schulwärterin in der alten kathol. Kirchschule ist zum 1. Januar 1915 anderweitig besetzen. Bewerbungen sind umgehend an uns einzureichen. Schwerte, den 1. Dezember 1914. 7478 Die Stadtschuldepukation: Rohrmann. Trader Erieis liefert schnell und sauber Buchbrucherei u. Braus Lugus auss. hrobs /# Maknlaturpapier empfiehlt billigst Carl Braus. Schwerte(Nuhr) Fressflechte, Hauttuberkulose, Fisteln. Hautgeschwülsten, ohne Operation, ohne BeStrahlg. nach eigen. langjähr. erprobt Methode. Ausführliches Prospekt frei. Belanstrnecheng betreffend Anmeldung zur Rehrutierungsstammrolle. Alle im Amte Westhofen sich aufhaltenden Militärpflichtigen des Deutschen Reiches welche im Jahre 1895, sowie alle diejenigen, welche zwar früher geboren, aber über ihr Militärverhältnis noch k ine entgültige Entscheidung erhalten haben, werden hierdurch auf Grund des§ 25 der Deutschen Wehrordnung aufgefordert, sich in der Zeit vom 1. bis 15 Dezember 1914 zur Rekrulierungs=Slammrolle auf dem hiesigen Amtsbüro —. Zimmer Nr. 2,— zu melden Die Militärpflichligen des Jahrgangs 1895, welche nicht im hiesigen Amtsbezirk geboren sind, müssen den Geburksschein — ausgestellt vom Standesamt— vorlegen. Für elwa abwesende mutz die Anmeldung stitens der Eltern, Vormünder. Leyr-, Bord= oder Fabrikherrn geschehen. Wer die vorgeschriebene Meldung zur Stammrolle unterläßt, wird mit einer Geldstrafe dis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Westhofen, den 28. November 1911. 7426 Der Amimann: v. Dansels. Zeitung„Politiken“, Verluste und Niederla Folge strategischer O keine Bedeutung. De zugsplanes sei in erst ein Vorstoß durch Boh Oder in das Herz D überzeugt, daß die der rechte Augenblick streifen und der Vol die dringend den Kri Dieser Augenblick wer den Russen bedroht se Der Wunsch des denn doch so bald ni lien wird sich schwerrussischer Prophezeiu streifen“. Eine strikt lienischen Regierung mehr Garantien geb stehender russischer D Russische O Zürich, 2. Dez. des„Rußki Invalid“ ziersverluste bis 20. verwundete und 3679 Die Stimm Der bulgarische G zu einem Journaliste sentliche Meinung in über, daß Bulgarien war, tund man wisse das Land harrt, wen ließe, Rußland zu un die Freundschaft Oest lands suchen. Der Krieg Die serb Wien, 2. Dez. Vertrauensmann des schreibt an die„Nowhilft nichts mehr. D destens 100 000 Solde ihrer Armee. Das, u mal ärger, als das steht vor der Gefahr 2000 serbische Konstantinopel, 1. troffenen Meldung ke serbische Soldaten ar und begaben sich auf bische Regierung er der Deserteure. Die weigerte jedoch die auf die Bestimmunge schloß, die Deserteure bis zur Beendigung internieren. Es sol der Drinadivision gel Aus Stadt Dezember— das was schert uns jetzt Die Saiten, auf den Schöne feste Büste, durch unser gesch., preisg diplomen. In 30 Pfd erzi valescenten, Garantiert Schwindel, lassen einige schreibt uns u. a.: Eine d genommene sich an das Pi sundheitszust übrig. Das wirkendes U a. M., schreil den, in den O. H. Düsse hat verblüffe mann, der m hervorrag enc den Körperfü ton mit Geb Postanw. ode D. Franz 8t ir Buchhan SCHWERTE Siegel oder Krügen darf zessionsberechu. Verkaufs, nach er wenigstens Krug dürfen sütet werden; egen folgende resverwaltung ing an nicht Stellen bewirErfüllung der erwaltung gewenn der von r gegeben ist, ichung vom 5. wirtschaftlichen Irbeiter, sowie 1 Personenverrenze und den nebst Ergänber 1914. tlichungen und über Vorgänge en allgemeinen t des Einwechi Aufgeld, hend nicht eri hiermit insoidrohungen auf Juni 1851 über ide General: von Bissing, Kavallerie. 1 1 Wichlinghofen des Brennereimeinde-Vorsteher ißige Amtsdauer § 38 der Landd des§ 25 der in Tage bestätigt Landrat. g. zu Wichlinghofen s Landwir! Louis nde-Vorsteher der e Amtsdauer von 38 der Landge§ 25 der Kreisbestätigt worden. Landrat. rb. g. zu Wichlinghosen Maschinenwärters stellv. Gemeindejäßige Amtsdauer § 38 der Landd des§ 25 der gen Tage bestätigt Landrak. rb. 1g. 15. hen Wehrordnung adtbezirks, die im ahren 1894, 1893, pflicht noch nicht inzlich befreit sind, 1. Dezember bis mmer Nr. 2 zur zu melden und 95, welche nicht in esamt ausgestelltes end abwesend, so Fabrikherren die Stammrolle anStammrolle untering mit Geldstrafe n bestraft. ermeister. mann. ng ngsstammrolle. n Militärpflichtigen 95. sowie alle dieder ihr Militärverhalten haben, werschen Wehrordnung 914 hiesigen Amtsbüro 1895, welche nicht den Geburksschein ##ilens der Eltern, geschehen. Stammrolle unterKark oder mit Haft 1: v. Daniels. Zeitung„Politiken“, dem er sagte, die bisherigen Verluste und Niederlagen der Russen seien nur eine Folge strategischer Operationen. Sie haben daher keine Bedeutung. Das Ziel des russischen Feldzugsplanes sei in erster Reihe Wien. Danach würde ein Vorstoß durch Bohmen und das Elbtal über die Oder in das Herz Deutschlands erfolgen. Er sei überzeugt, daß die italienische Regierung, wenn der rechte Augenblick gekommen sei, die Maske abstreifen und der Volksstimmung nachgeben werde, die dringend den Krieg gegen Oesterreich verlange. Dieser Augenblick werde kommen, wenn Wien von den Russen bedroht sei. Der Wunsch des russischen Diplomaten dürfte denn doch so bald nicht in Erfüllung gehen. Italien wird sich schwer hüten auf Grund solch schöner russischer Prophezeiungen„seine Maske abzustreifen“. Eine strikte Neutralität wird der italienischen Regierung für des Landes Wohlfahrt mehr Garantien geben als die Lockungen„hochstehender russischer Diplomaten“. Russische Offiziersverluste. Zürich, 2. Dez. Nach amtlicher Mitteilung des„Rußki Invalid“ betragen die russischen Offiziersverluste bis 20. November 9702 tote, 19 511 verwundete und 3679 vermißte Offiziere. Die Stimmung in Bulgarien. Der bulgarische Gesandte in Wien äußerte sich zu einem Journalisten über die Politik: Die öfsentliche Meinung in Bulgarien sei jetzt klar darüber, daß Bulgarien bisher das Opfer Rußlands war, kund man wisse genau, welches Schicksal für das Land harrt, wenn sich die Regierung bewegen ließe, Rußland zu unterstützen. Bulgarien müsse die Freundschaft Oesterreich=Ungarns und Deutschlands suchen. —— Dei Riiet gegen Eelviem Die serbischen Verluste. Wien, 2. Dez. Der in Petersburg weilende Vertrauensmann des serbischen Ministerpräsidenten schreibt an die„Nowoje Wremja“: Das Vertuschen hilft nichts mehr. Die Serben haben bisher mindestens 100 000 Soldaten verloren, fast ein Drittel ihrer Armee. Das, was Serbien droht, ist hundertmal ärger, als das Schicksal Belgiens. Serbien steht vor der Gefahr der völligen Vernichtung. 2000 serbische Deserteure in Bulgarien. Konstantinopel, 1. Dez. Nach einer hier eingetroffenen Meldung kamen vor einigen Tagen 2000 serbische Soldaten an der bulgarischen Grenze an und begaben sich auf bulgarisches Gebiet. Die serbische Regierung ersuchte sofort um Ausliefenung der Deserteure. Die bulgarische Regierung verweigerte jedoch die Auslieferung unter Berusung auf die Bestimmungen des Völkerrechts und beschloß, die Deserteure entwaffnen zu lassen und sie bis zur Beendigung des Krieges in Bulgarien zu internieren. Es soll sich angeblich um Soldaten der Drinadivision gehandelt haben. — Aus Stadt und Umgebung. Dezember. Dezember— das blingt schon winterlicher. Aber was schert uns jetzt unser lieber deutscher Winter! Die Saiten, auf denen unsere Dichter ihn mit seinem Schneegestöber, mit Eisbahn und Naureif besangen, klingen jetzt nicht an. Die Stunde mit ihren stillen Reizen zu genießen— wär's uns möglich? Treibt uns die Unruhe nicht immer vorwärts mit bangen Fragen an die Zukunft? Nur wenn wir uns sagen dürfen, daß der Winter unser Bunndesgenesse im Felde werden kann, dann wagen wir ihn dies Jahr schüchtern zu lieben. Und das kann er wohl, wie aus verschiedenen Aeußerungen in den Feldpostbriefen hervorgeht. Hat nicht „unser“, Hindenburg selbst Frost herbeigewünscht zum Verderben seiner Russen? Und im Westen ist es nicht anders. Den Söhnen Indiens und Afrikas, heißt es, bekommt das nordfranzösische Klima schlecht und die Franzosen verbergen ihre Furcht vor einem strengen Winter wie 1870 nicht. Unsd auuch unseren Kriegern, nicht bloß der Oberleitung, wird trockene Kälte im Hinblick auf ihr eigenes Wohlbefinden naßfeuchtem Wetter vorzuziehen sein. Weihnachtsmonat! Die Vorbereitungen, unseren Soldaten über das Weihnachtsfest in fremdem Lande ohne Heim und Herd hinweg zu helfen, sind längst in vollem Gange. Es wird ein gegenseitiges Aneinanderdenken sein in der bevorstehenden Christnacht. Geschenke können uns jetzt nicht viel bedeuten. Wenn nur die anderen einen Hauch der Liebe spüren, die diesen Tagen eigentümlich ist. Das kleine schwache Ich muß heute schweigen. So lassen wir in freudigem Verzichten und Sichbescheiden dies Jahr ausklingen. Der letzte Monat! Mit ihm— oder fühlt ihr es nicht so?— rückt der Friede zusehends in greifbare Nähe. Denn am Ende dieses Jahres stehend, dürfen wir uns getrost sagen: Dies Jahr brachte uns den Krieg, das anbrechende wird uns mit Gottes Hilfe den Frieden bringen, den starken köstlichen Frieden! **(Wer gilt als Kriegsteilnehmer.) Die Frage, wer als Kriegsteilnehmer anzusehen sei, ist bei Angelegenheiten der Fürsorge und Unterstützung natürlich schon jetzt von Bedeutung. Aus diesem Grunde ist eine jüngst erfolgte definitive Feststellung des Begriffes in mehrfacher Hinsicht von Interesse, wenn auch für diesen Krieg nach Friedensschluß genauere Bestimmungen getrofsen werden dürften, diese erstrecken sich aber nur auf die Zeit, während die Begleitumstände der Versorgung eine Aenderung erfahren dürften. Kriegsteilnehmer sind alle Personen des Offiziers=, Unteroffiziersund Mannschaftsstandes des Feldheeres, der Ersatzund Besatzungstruppen aller Waffen und der Marine, zwenn sie an einem von deutschen Staaten unternommenen Feldzuge teilgenommen haben. Ob die betreffenden Personen in den Kriegen die feind. liche Grenze überschritten oder an kriegerischen Vorgängen im eigenen oder verbündeten Lande beteiligt gewesen sind, ist dabei gleichgültig. Das entscheidende Merkmal besteht in der ehrenvollen Teilnahme an kriegerischen Unternehmungen. *e(Von einem schweren Schicksal##chlage) wurde die Familie Albert Trippe aus der Hermannstraße betroffen. Die 18 Jahre alte Tochter, welche seit 8 Tagen in Hagen in Stellung war, wurde gestern morgen in ihrem Bette tot aufgefunden. Es wurde festgestellt, daß ein Gashahn nicht ganz geschlossen war, sodaß das junge Mädchen den Tod durch Gasvergiftung gefunden hat. **(Wohltätigkeits=Konzert.) Am 2. Weihnachtstage veranstaltet der M.=E.=V. Sängerbund ein großes Konzert am Freischütz, dessen Ueberschuß für den Kriegsliebesdienst in unserer Stadt verwendet werden soll. Für dieses Konzert sind große Vorbereitungen getroffen und hat Musitdirekter Hasellhoff ein reichhaltiges und hochinteressantes Programm für dasselbe aufgestellt; mit der Einstudierung einer ganzen Anzahl dem Ernste der Zeitlage angepaßter prächtiger Lieder ist der Verein schon seit längerer Zeit eisrig beschäftigt. Darbietungen verschiedener Solisten werden in bunter Folge in das Programm eingestreut. Näheres wird noch duurch Inserat mitgeteilt. ** Holzen, 1. Dez.(Für das Rote Kreuz.) Als Ertrag einer Veranstaltung überwies der hiesige Theaterverein„Fröhlichkeit“ dem Roten Kreuz den Betrag von 25 Mark.— Am 2. Weihnachtstage wird der Verein nochmals eine Aufjührung zum Besten des Roten Kreuzes veranstalten. *e Hennen, 1. Dez.(Gemeindeverordnetenwahl.) Am gestrigen Tage wurden hierselbst die Gemeindeverordnetenwahlen getätigt. In der 1. Abteilung wurden der Gutsbesitzer Herm. Heyng zu Heyng und der Rentner Fr. Bedehäsing zu Kalthof einstimmig wiedergewählt. Die 2.Abteilung wählte an Stelle des Landwirts Diedr. Stork, der eine Wiederwahl wegen hohen Alters ablehnte, einstimmig den Landwirt Fr. Heyng in Hennen. Ebenso wählte die 3. Abteilung den Kaufmann Fr. Egen in Hennen einstimmig wieder. Die Wahlbeteiligung war eine schwache. Die 1. Abteilung zählt 17, die 2. Abteilung 72 und die 3. Abteiltung 541 Wähler. Mann u. Mannschaft gegen Mannschaft ihre Kräfte messen. Es erfordert und fördert alle die Eigenschaften, die im Kriege von höchster Bedeutung für den glücklichen Ausgang des Kampfes sind, wie Dilziplin, Aufopferungsfähigkeit, schnelles geistiges Ersassen der Lage, Ertraguung von Strapazen, Ausdauer, Entschlossenheit und Kameradschaftlichkeit. Auch aus diesem Grunde ist die Veranstaltung am nächsten Sonntage des Interesses aller Kreise wert. Büchertisch. —— Spiel und Sport. Rasensport. In der gegenwärtigen Zeit, in der deutsche Kraft einer Welt von Feinden standzuhalten hat und, wie wir sehen, mit bewunderungswürdigem Erfolge widersteht, darf die körperliche Ertüchtigung der deutschen Jugend keine Vernachlässigung erfahren, damit die künftigen Geschlechter zu bewahren vermögen, was unsere wackeren Streiter draußen im Felde uns erkämpfen. Darum widmen sich die Sport= und Turnvereine ihrer in Friedenszeiten geübten Aufgabe der Kräftigung und körperlichen Ausbildung der Jugend neben den überall ins Leben genufenen Jungwehren auch während des Krieges mit unvermindertem Eifer. Der Zeit entsprechend werden die öffentlichen Veranstaltungen dieser Vereine meist in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt. So erfüllen die Veranstaltungen einen doppelten Zweck. Auch die beiden hiesigen Sportvereine Schwerter Sport=Klub 1906 und Verein für BewegungsspieleSchwerte, deren fast sämtliche waffenfähigen Mitglieder, soweit sie nicht gestellungspflichtig waren, freiwillig ins Heer eingetreten sind, wollen daran mitwirken, die Wunden zu heilen, die der Krieg schlägt. Darum findet am nächsten Sonntage, nachmittags 2½ Uhr, auf dem„Schützenhofe“ in Schwerte ein Fußballspiel zwischen zwei aus den noch hier befindlichen meist jüngeren Mitgliedern gebildeten Mannschaften statt, dessen Reinertrag dem Hilfsausschusse der Stadt Schwerte überwiesen wird. Die Eintrittspreise sind mit Rücksicht auf die Kriegszeit sehr niedrig bemessen und zwar auf 30 Pfg. für Erwachsene und 20 Pfg. für Schüler. In Anbetracht des wohltätigen Zweckes kann die reichliche Entnahme von Karten und der Besuch der Veranstaltung aufs Wärmste empfohlen werden. Das Fußballspiel ist bekanntlich ein Kampfspiel, in dem Mann gegen Velhagen u. Klasing Almanach auf das Jahr 1915 ist erschienen und hat es verstanden, seinen zierlichen Inhalt dem Ernst und der Größe der Zeit anzupassen, so daß er bei aller Anmut auch der (ußeren Erscheinung doch ein echter Kriegsalmanach geworden ist. Dichtungen von Ernst Lissauer, Rich. Schaukal, Joh. Höffner, Will Vesper, Franz Karl Ginzkey, sind aus den Stimmungen unserer Tage geboren; andere wie die Erzählungen von Ernst Zahn, Georg v. d. Gabelentz, Herm. Kurz sind so sorgsam gewählt, daß sie wenigstens mittelbar in Beziehung zu dem stehen, was uns alle erfüllt. Der Almanach bringt nur bisher nirgend veröffentlichte Beiträge. Die Herausgabe in künstlerischem Leinenband kostet 4 Mk., die Luxus= u. Geschenkausgabe in feinem, weichem Ganzlederband kostet 8 Mk. Standesamt Schwerte. Sterbefälle im Monat November 1914: Adolf Kuchheuser, 26 Tage.— Artur Nöllen, 1 Jahr.— Ehefrau Fabrikarbeiter Dietrich Grieb, Emilie geb. Schwabeland, 34 Jahre.— Bremser g. D. Anton Kißler, 69 Jahre.— Wehrmann der 5. Kompagnie des Insanterie=Regiments Nr. 141, Maurerpolier Klemens Kremer, 30 Jahre.— Schuhmacherlehrling Josef Freund, 16 Jahre.— Arbeiter Wilhellm Teigerhoff, 30 Jahre.— Lisette Wiebeling, 82 Jahre.— Landwirt Heinrich von Lünen, 69 Jahre. — Gustav Rellmann, 3 Monate.— Wilhelm Schippers, 1 Jahr.— Invalide Wilhelm Vorschütz, (7 Jahre.— Arbeiter Heinrich Friedrich, 37 Jahre. — Witwe Bäckermeister Wilhelm Brauckhoff, Karctine geb. Wille, 61 Jahre.— Heinrich Hubert Torwesten, 3 Jahre.— Gefreiter des 1. Garderegiments zu Fuß, 8. Kompagnie, Fabrikarbeiter Karl Sagowski, 30 Jahre.— Hüttenbeamter Hermann Jackenkroll, 54 Jahre.— Schneider Wilh. Rogge, 44 Jahre.— Ehefrau Fuhrmann Mathias Schmieting, Maria geb. Kuhn, 40 Jahre.— Fabrikarbeiter Wilhelm Balkartat, 28 Jahre.— Witwe Bäcker Eduard Butz, Julie geb. Hunke, 73 Jahre. — Triebwagenführer August Brandt, 34 Jahre.— Kettenschmied Friedrich Hinkelmann, 32 Jahre.— Neservist der 3. Kompagnie des Königs=Infanterie=Regiments Nr. 145, Wagenführer Friedrich Beckhaus, 25 Jahre. Wochenmarkt. Der heutige Wochenmarkt war noch sehr gut beschickt. Es wurden bezahlt für: Aepfel 5 Pfd. (0 Pfg. bis 1,— Mk., Birnen 25 Pfg., Wallnüsse Pfund 65 Pfg., Kastanien Pfund 25 Pfg., Zwiebeln 2 Pfd. 25 Pfg., Wurzeln 3 Pfd. 20 Pfg., Rosenkohl Psd. 25 Pfg., Blumenkohl 35 Pfg., Rotkohl 15—20 Psg., Weißkohl 10—20 Pfg., Wirsing 10 bis 20 Pfg., Grünkohl 3 u. 4 Stück 10 Pfg., Feldsalat Pfd. 20 Pfg., Spinat 20 Pfg., Eier 6 Stück 1,— M., Rindfleisch 80 Pfg., Schweinefleisch 90—100 Pfg. Verantwortlich für die Redaktion Friedr. Kraas, Druck u. Verlag von Carl Braus, beide in Schwerte, Schöne volle Körperformen, wundervolle, feste Büste, blühendes, gesundes Aussehen durch unser Orient. Kraftpulver,„„Büsteria“, ges. gesch., preisgekrönt m. gold. Medaillen und Ebrendiplomen. In 6—8 Wochen sind Zunahmen bis 30 Pfd erzielt. 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L., Oberarzt in einem GardeRegt., Potsdam, schrelbt: Mit Ihrem Präparat gegen Korpulenz„Tonnola“ habe ich an nir selbst ohne schäd iche Nebenwirkung so gute Erfolge erzielt, dass ich keinen Anstand nehme, das Mittel sowohl meinen Patienten, wie auch im Kreise von Kollegen warm zu empfehlen.— Fabrik: D. Franz Steiner& Cl., G. m. b. H, Berlin 345 Bülowstr. 84.— Vers.: Wittes Apotheke, Berlin, Potsdamerstrasse 848. 7893 0 An die Bewohner meines Korpsbezirks. Seine Majestät der Kaiser und König hat die Gnade gehabt, mich durch Allerhöchste Kabinetts=Ordre vom gestrigen Tage zum General-Gouverneur von Belgien zu ernennen. Es wird mir schwer, zum zweitenmal von de# Stätte zu scheiden, an der zu wirken die schönste Aufgal meines Lebens war. Seit meiner Rückkehr nach ist es mein rastloses Streben gewesen, für diesen gewaltigen Kampf, den unser Vaterland heute für seine Existenz zu führen gezwungen ist, alle Kräfte und Hilfsmittel des Korpsbezirks im weitesten Maße nutzbar zu machen. Daneben aber war ich bemüht, den gerade hier besonders wichtigen wirtschaftlichen Verhältnissen, den Bedürfnissen der Allgemeinheit und den Sorgen und Nöten des Einzelnen soweit nur immer möglich, Rechnung zu tragen. Allen, die mir bei dieser hohen Aufgabe unermüdlich und in immer gleichbleibender Bereitwilligkeit geholfen haben, drängt es mich heute, an dieser Stelle meiner Denn ich nun, dem Ruse unseres Allerhöchster Kriegsherrn folgend, mein neues Amt übernehme, so tuich es mit der Gewißheit, daß das Band, das mich mit den Bewohnern des mir bisher unterstellten Korpsbezirke verbindet, auf immer fortbestehen wird. Drüben in Belgien werde ich in den Landsturmbataillonen und =Eskadrons des VII. Armeekorps Eure Brüder und Väter wiederfinden, und daß gerade sie in so großer Anzahl mit dazu berufen sind, mir bei der Erfüllung meiner Aufgabe zu helfen, erfüllt mich mit Stolz und Freude! Die ersten 4 Monate des Krieges liegen hinter uns. Frei ist unser Land vom Feinde, und unsere Heere steher im Kampfe auf französischem und russischem Boder. Ernst, aber mit fester, unerschütterlicher Zuversicht schauen wir der Zukunft entgegen, in der sicheren Gewißheit das Gott wie bisher, so auch weiterhin mit uns sein wird. Er schütze und segne unser teures Vaterland, unsern geliebten Kaiser und unser Hier! Münster, den 28. November 1914. Irhr. von Bissing, 7439 General der Kavallerie. Garantiert reines Von den Pfänderversteigerungen sind uns in d. Jahre er. 22000 Horten Seselzieherunnal! zum Verkauf geblieben. Hegen der grossen Anzahl verkaufen wir diese aussergewöhnlich billig. A. Lion& Comp. Pfandleih-Anstalt. 6058 (Phil. 1,23) Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christo zu sein Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsern innigstgeliebten Sohn, Bruder, Schwager, Enkel und Neffe Wilhelm-Vwlttmuhn nach kurzer schwerer Krankheit im vollendeten 17. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Familie Twittmann. Schwerte, Hordel, Soest Hattrop, Lippstadt, Frankreich und Russland, den 30. November 1914. 7473 Die Be digung Andet Freitag, den 4. d. Aits nachm ½4 Uhr vom Sterbehause Wallstr. 3 aus statt. Hicolalstr. 5 beim Bezirkskommando. Danksagung. GUrs! Westial.Verzeluh, und Gias-Kiederlage * 4½ 5 7486 erhalten Sie bei L. Weinberg. Kriegsgeschichten und Kriegschroniken 1914. Granatsplitter. Neueste ill. Kriegsberichte à 10 Pfg. Der Krieg III. Chronik des Krieges 1914... à 80 Der Völkerkrieg. Eine Chronik der Ereignisse vom 1./7. 19•4 an à 30 Der Weltkrieg 1914. Darstellung der neuesten Ereignisse in Wort und Bild à 10 Der Weltkrieg. Eine chronologische Folge der Rreignisse von C. F. Werner à 25 Deutsche Feldpostbriefe à 10 Die Kriegs-Zeitung 1914. Ill. Wochenausgabe vom Berliner Lokal-Anzeiger à 10 Die Welt in Waffen. III. Kriegschr. 1914 v. A. Armin à 20 Feinde ringsum. Blder aus dem Völkerkrieg 1914 von Horst Kohl à 30 Illustr. Gesch. des europ. Kriegs 1914 v. Aspern à 40 Illustr. Geschichte des Weltkrieges à 25 Illustr. Kriegschronik 1914 à 10 Illustr. Weltkriegschronik der Lpz. Illustr. Zig.. à 60 Kriegs-Echo. Illustr. Wochenschritt à 13 Kriegschronik des Daheim. Illustr. à 60 Zu beziehen durch die Buchhandlung CARL BRAUS SCHWERTE(Ruhr), Gr. Marktstr. 3—5 64 ½ N. Horrmann Westenhellweg 1•3 Dorlmund Westenheilueg 1•3 Grösstes und vornehmstes Spezial-Geschäft der Provinz, Niederlage sämtlicher Königl. Manufakturen Tafel-, Kaffee-, Wasch-Service. Cristalle! Marmor! Luxuswaren!! In sämtlichen Artikeln eine grosse gediegene Auswahl * zu billigsten Preisen! □ Eigene Fabrik= Dampfschleiferei- Porzellan-, GlasMalerei und Brennerei. Zinngiesserei. Mang-ggngng n Für die Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die vielen Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres einzigen lieben Sohnes und Bruders sprechen wir hiermit allen besonders Herrn Pastor Nell für die trostreichen Worte am Grabe unseren herzlichsten Dank aus.„ 7477 Schwerte, den 2. Dezember 1911. 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