Kreis Hörde. Schweinebestande Heinrich Schütte

Septbr. 1908.

Verwaltung.

imenthaler)„

1,00 Mr.

fiehlt

Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 g.

42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erschei Wöchentliche Gratisbeilage:„Illust

spaltene Petit=[Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Reklame=Zeile[Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung Telegr.=Adresse durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts­

jedem Wochentage.

Familienfreund.

imeldung, wenn

verbindliche Pratt.

Braus, Schwerte=Ruhr.

36. Jahrgang

Freitag den 2. Oktober

zu schweren Gefängnisstrafen verurteilt.) Fünfzehn Grenadiere des dortigen Regiments legten ebenfalls nach Verabredung Zivilkleider an und bewarfen den Gasthof, in dem die Offiziere tafelten, mit Steinen, so daß die Offiziere flüchten mußten. Auch dieses Vorgehen wurde verraten und die fünfzehn Mann wurden ebenfalls nach Heidelberg in Gewahrsam gebracht. Uebrigens werden auch noch aus verschiedenen anderen Orten, wie Nußloch, Sinsheim, Düren, wo das 110. und 111. Regiment in Standquartier lagen, ähnliche Vorkommnisse, allerdings leichterer Art, gemeldet.

Dem Braunschweiger Kongreß für Innere Mission

für seine Huldigung danken. Er sei sich

Ledeutung bewußt, die der Arbeit auf dem inneren Mission fur das Gedeihen der evan­

inne wohne,

I. aber ist ein schwankendes Rohr, er ist ibhängig von dem Willen derer, die ihn auf erhoben haben. Der König hat sich schon der üblen Lage befunden, Befehle und An­die das Mißfallen der Königsmörder er­ickzuziehen. Der Terrorismus der Militär­keine Grenzen; wie sie pfeift, so muß Peter

Zustände und Aussichten in Serbien.

luenza

h, Verschleimung, laflosigkeit trinke „Opsi" besteht reinem Hanfnessel­sich vor wertlosen Packet 1 20 Mk. ersendet Apotheker Dessau i. Anh.

Das Urteil gegen die Nischer Offiziere, welche die Beseitigung der Königsmörder aus der serbischen Armee gefordert hatten, ist über Erwarten hart ausgefallen. Es scheint, als hätten die Richter bei der Abgabe ihres Ur­teils unter einem schweren Drucke gestanden. Die Offi­ziere, welche doch nur für die Ehre der serbischen Armee eingetreten waren, hatten nach dem serbischen Gesetze die Freisprechung verlangt, da sie nicht einer Tat, sondern nur einer Absicht wegen vor das Gericht gezogen worden waren. Alle, des serbischen Rechtes Kundige hatten be­hauptet, die Nischer Offiziere könnten nur zu gelinden Festungsstrafen verurteilt werden und von Degradation könne überhaupt keine Rede sein. Tatsächlich sind die Offiziere nun aber zu schwerem Kerker verurteilt und ihrer Charge verlustig erklärt worden. Dieses drakanische Urteil muß und wird in Serbien viel böses Blut machen. Abgesehen selbst von den Kreisen, die mit der ermordeten Königsfamilie infolge deren tragischen Geschickes längst ausgesöhnt sind und in den Mördern Alexanders keine Befreier mehr zu erblicken vermögen, gibt es doch auch unter den Serben, die das Ende der Obronowitsch für ein Heil des Landes ansahen, eine große Menge Leute, die je länger je mehr den Königsmord als ein Ver­

Politische Uebersicht.

Deutschland

— Reform der weltlichen Krankenpflege. Einer der wichtigsten Beratungsgegnstände auf der Kölner Gene­ralversammlung des Allgemeinen deutschen Frauenver­eins war die Erörterung der Reform und der Organi­sationsversuche auf dem Gebiet der weltlichen Kranken­pflege. Mit dieser Angelegnheit wurden, wie wir in der Köln. Ztg. lesen, konfessionelle Auseinandersetzungen in den Kongreß hineingetragen und zwar durch Männer. Ein Berliner Krankenhausleiter war der Ansicht, daß es zu empfehlen sei, wenn in einem und demselben Kran­kenhaus alle Krankenpflegerinnen einer und derselben Konfession angehörten. Diese Auffassung führte anschei­nend zu Mißverständnissen und rief Entgegnungen her­vor, als wenn konfessionelle und nicht paritätische Or­

Von schwester für Die Mehr­

ließ der Kaiser fu. seine Hulbigung banken. der großen Bed

Gebiete der

gelischen Kirche und des deutschen Volkes und werde den Werken christlicher Nächstenliebe und allen treuen Mitarbeitern auch ferner seinen Schutz zuteil wer­den lassen.

— Auf der Ulmer Generalversammlung des evan­gelischen Bundes sprach Prof. Fikenscher=Fürth über Zeichen der Zeit im Lichte des Protestantismus, Dr. Ar­

nold-Breslau über den Protestantismus in Nordamerika und Superintendent Meyer=Zwikau über den Jesuiten­orden und die deutsche Volksseele.

Balkan.

— England ist ein rechter Pechvogel geworden. Aus heißem Bemühen war es bestrebt, im fernen Osten die Kriegsfackel zu entzünden. Der Erfolg blieb aus. Aehn­lich ergeht es ihm jetzt auf dem Balkan. Nachdem John I erkannt, daß trotz seiner im Geheimen betriebenen Putschversuche die Aussichten auf die Erhaltung des schwester“ genannt Friedens diejenigen auf kriegerische Verwickelungen ent­schieden überwiegen, geht er rücksichtslos und in offen­gen Miß= kundigster Weise darauf aus, den Krieg herbeizuführen. mtgelralt und Mißhand= Er läßt dabei alle Verdrehungs= und Uebertreibungs­Zusammenstelltzug künste spielen, die ihm zu Gebote stehen. Außerdem be­eptemper treibt die englische Liga, welche seiner Zeit so eifrig für die Armenier eingetreten war, emsige Propaganda für die Mazedonier. In einer in James Hall abgehaltenen öf­fentlichen Versammlung wurde nach einer Londoner Depesche nicht geringeres gefordert, als daß die Herrschaft des Sultans in der Türkei aufhöre. Dem Berliner Vor­trage gemäß sei England verpflichtet, Schritte zu tun, um die Niedermetzelung von Nichtkämpfenden und die Plün­derung der türkischen Soldateska zu verhindern. Der Erzbischof von Canterburg übersandte der Versammlung in James Hall einen Brief, in dem er erklärte, sie habe das ganze englische Volk hinter sich, das entschlossen sei, Englands Einfluß aufzubieten, um die Tyrannei, die Raubgier und die Mißwirtschaft der türkischen Regierung zu unterdrücken. Die besonnenen Politiker Englands sind

d. Wißstr. 20.

iller Krankheiten. ankheiten, sowie und Ausschläge ach langjähriger fahrung.

waltiger

schritt

„Krauss R G. M.

empfohlen worden wäre. Auch der “<space> f ü h r t e<space> z u<space> e i n e r<space> A u s e i n a n d e r s e t z u n g.<space> einer Seite wurde betont, daß der Name weltliche Krankenpflegerinnen nicht zutreffe.

Pflegerin, die einen Kranken wie eine S beim Volke immer

heit der Versammlung war aber der Meinung, daß eine Bull " die Bruder pflege, werde.

— Achtzig gerichtliche Verurteilungen weren. brauchs der militarischen Tienstgewalt und Miß lungen von Soldaten sind nach einer Zusammer

in Berliner Blättern von Ende Juni bis Ende Ser bekannt geworden. Insgesamt betragen die Freiheits­strafen(davon 24 Jahre 7 Monate 2 Tage Gefängnis)

27 Jahre 1 Monat 10 Tage, von welchen 23 Jahre auf Preußen entfallen. Elf Bestrafungen=richteten sich gegen Offiziere. Bei der Kavallerie kam nur ein Fall vor, bei den Pionieren, Jägern und dem Train überhaupt keiner. Seit dem 1. Januar werden 159 Verurteilungen und an Strafen 50¾4 Jahre verzeichnet.

— Weitere Meutereien in Baden? Die Neue Badische

Landesztg., der wir die Verantwortung überlassen müssen, schreibt:„Wie wir hören, sollen in Reicharts­hausen auch noch weitere schwere Ausschreitungen vorge­

kommen sein.(Dieser Tage wurden in Heidelberg vier

und Waschhaus.

saschen, Kochen in der halben Zeit r Kraft.

warzenberg No. 22, Sa.

im Strelitz

n<space> M e c k l e n b u r g.<space>

#iker- u. Meisterkurse.

nd Elektrotechnik. bau, Eisenkonstr. stritt. Abgekürzt. ndium.

tur=Papier

Carl Praus.

Meuterei und Angriffs auf Vorgesetzte###.

Hand bedarf.

sie war fortge­

und sie allerdings nie abgerissen gewesen.

Etage, während sein in der ganzen Stadt bekanntes

berühmtes Spezerei=, Wild= und Geflügelgeschäft

rkassetten

Auswahl und bis feinster Auf­empfiehlt

Braus,

und Schreib­shandlung.

= Merksprüche.—

Es hat der Herr hinieden Jedwedes wohlbestellt.

Sei nur mit Dir zufrieden, So bist Du's mit der Welt.

Das böse Geld, die böse Welt!(1

Trau keiner Außenseite!

Die Leute machen falsches Geld! se

Das Geld macht falsche Leute!

Sine verhäuguisvolle Eroschaft.

Roman von F. Arnefeld.

(46. Fortsetzung.)

(Nachdruck verboten)

16. Kapitel.

Der Vorgang in der Markgrafenstraße hatte sich ein klein wenig anders zugetragen, als Wilhelm Köhne ihn dem Kriminalkommissar dargestellt, aber die übrigens recht harmlose Abänderung war durch die Diskretion ge­boten worden.

Es war kein Bekannter, sondern eine Bekannte ge­wesen, mit welcher der junge Mann zusammengetroffen war, und nicht er, sondern si im Schaufenster des Trodlers entdeckt und ion duran

aufmerksam gemacht.———

Der gegenwärtige Portier Köhne hatte, als er noch gesund und seine Kinder noch kleiner gewesen waren, das Handwerk eines Schreiners betrieben und seine Werk­statt, wie seine Wohnung in der Leipzigerstraße in einem am zweiten Hofe eines sehr tiefen Grundstückes liegenden Gebäudes gehabt. In einem viel freundlicheren Hause

vorrätig bei

generschen Söhnen die höhere Bürgerschule in der nahe­liegenden Charlottenstraße, da der Kaufmann sie für seine Knaben, die auch Kaufleute werden sollten, für geeig­neter hielt, als den Unterricht des Gymnasiums; Köh­nens hinwiederum wollten an ihren begabten Wilhelm etwas wenden und ihn nicht nur in die Gemeindeschule schicken. An den Privatstunden, die Ilgener seinen Söhnen im Englischen, Französischen und Zeichnen geben ließ, durfte er auch teilnehmen und zog daraus einen gro­

ben Nutzen.,..„.kin mgkt.“ Nark.k

Die Einsegnung der Knaven machte dem Verreyr ein Ende. Wilhelm Köhne kam als Lehrling in eine große Maschinenbauanstalt in Moabit, in der er auch später noch blieb. Die Ilgeners wurden von ihrem Va­sie hatte zuerst das Porträt ter zunächst noch auf die Handelsschule und dann nach ““<space> d a r a u f<space> a u ß e r h a l b<space> i n<space> k a u f m ä n n i s c h e<space> G e s c h ä f t e<space> g e s c h i c k t.<space>

Fast um dieselbe Zeit war auch Frau Ilgener, die besonders viel auf Wilhelm gehalten hatte, gestorben und Köhne hatte angefangen zu kränkeln, so daß er seine Hantierung hatte aufgeben müssen. Seine rührige Frau bemühte sich um eine Portierstelle und nach mehrmaligem Wechsel war die Familie nach der Uhlandstraße gelangt, wo durch ein Spiel des Zufalls sich durch Ahrweiler eine, loch jetzt der Kauf= wenn auch nur recht schwache, Beziehung zwischen den

ausgestattete erste ehemaligen Hausgenossen herstellen sollte. Gänzlich war

Carl Praus.

s-Nachrichten.

Sept. Rüböl per artieen von 100 Ctr. 8,00, Rüböl per 100 (ohne Faß) 48,50 m, del per 100 kg tböl. Rübkuchen per in kleineren Partieen e 4,80 Mk. pr. 50 kg 2,50, Eier per

9.0 Mk. Weizen,

20, do. II. 15,20, sen, neuer I. 13.20. 00,00, Hafer I. ps I. 19,75, II. 18.75 ie 100 kg. Lemarkt. Sept. Fruchtun Roggen 00,00, Hase­Heu 5,60—400 roh(Roggen=) 5,00,

850 WNe Bie 10 ke

Nür den udattbonsten bild. Schade, ggenteil: Julkus Zuns in Schwerte.

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