TTT

Amrüches Rreseial

fär gen Kreis Worch!

rchrer

bse oder ude Naum 10 Vig., außerhalb i5. Relame=Zeile pene e, deren vitan. 40 Vlo. gguberggraug in Schwerte,

Alle Kreis= und Lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäß Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung" rechts­

verbindliche Kratt.

Nr. 138

König Peter I. von Serbien.

Die Skuptschina hat am gestrigen Montag im Fest­saal des neuen Konaks die Königswahl vor Beginn dieser wichtigen Handlung hatten sich die Mitglieder der Deputiertenkammer und des Senats zu einer Vorbesprechung versammelt und einmütig beschlos­

brige von Ter geruschafter Zweifel bestehen, so war nach

Gewißheit gegeben, daß Serbien nicht zu einer Republik

erklärt und daß kein anderer als eben zwar Peter Kara­georgewitsch zum Könige gewählt werden würde. Das Odium des Königsmordes Hourn#ie lieben Serben je­

Odium des Königsrordes wollen die liebe.

doch nicht ohne jede Entschadigung tragen; sie wonlen viel­mehr die günstige Gelegenheit zur Erweiterung des Volks= und zur Verkürzung der königlichen Rechte gehörig ausnützen.

Die Gesandtschaft, welche dem Prinzen Peter die of­fizielle Benachrichtigung von seiner Wahl zum Könige Serbiens überbringt, wird sich von diesem einige Zusicher­ungen ausbedingen. Es soll festgesetzt werden, daß fortan Armee und Beamte die Verfassung zu beschwören haben. Der Generalisimus des Heres soll in Zukunft icht mehr

vom Könige ernannt, sondern von der Skuptschma### wählt werden. Damit würden die künftigen serbischen Könige der Eigenschaft, oberste Kriegsherrn zu sein, ent kleidet werden. Wie bereits bekannt, wird die von Alexan­der aufgehobene freiheitliche Verfassung des Jahres 1888 wieder in Kraft gesetzt und sogar noch durch eine Vervoll­ständigung der Bestimmungen über das allgemeine Stimmrecht bereichert werden.

Andererseits soll jedoch auch Prinz Peter einige kleine Bedingungen zu stellen haben und z. B. unter anderen die Entfernung der an dem Attentate beteiligt gewesenen Offiziere aus Belgrad verlangen. Der neue König hat an der Entfernung dieser Blutmenschen ein doppeltes Interesse. Einmal würde es einen guten Eindruck vor dem Auslande machen, wenn der neue König die Ve bannung der Mörder seines Vorgängers zur Bedingung der Annahme seiner Wahl machte, und ums andere mag für die Forderung die Erwägung maßgebeno gewefen sein: Was diese Bestien gestern dem Alexander taten, könnten sie morgen an mir versuchen; also fort mit ihnen!

In Belgrad sowie in ganz Serbien ist fortgesetzt alles ruhig. Das Militär vor dem Konak ist bereits eingezo­gen worden, nur das Innere des Palastes wird noch von osten bewacht Immerhin gehört Mut dazu, den

Schwerte, Dienstag den 16. Juni

Uebersicht.

Deutschland.

— Der Kaiser und die Kaiserin, die am Sonntag

nachmittag der Berlin=Grünauer Ruderregatta beiwohn­ten, besuchten am Montag, dem Todestage Kaiser Frie­drichs, das Mausoleum an der Potsdamer Friedenskirche, wo sie einen Kranz am Sarge des Verblichenen nieder­legten. Auch die Ruhestätte des Prinzen Friedrich Karl von Preußen in Nikolskoe Kirche suchten die Majestäten auf. Der Prinz ist am 15. Juni 1885 gestorben. Beide Grabgewölbe waren mit Blumen geschmückt und außer dem Kaiserpaar erschienen Militärabordnungen mit Krän­zen. Nach der Rückkehr ins Neue Palais hörte der Kaiser Vorträge. Am heutigen Dienstag fährt der Kaiser zu Schießübungen nach Kummersdorf unweit Berlin, am Mittwoch tritt er seine Reise nach Meppen, Hannover, Ha. Kiel usw. an.

einigen Posten bewacht Immerh

Königsthron von Serbien zu besteigen.

Von allem das Best Ist ein Herz, heiter und fest,

Ein gesunder Leib,

Ein liebes Weib Und ein kleines Eigen.

Wer das hat, mag sich freun und schweigen!

Johannes Trojan.

*

Zürnt, Freunde, nicht, wenn Spötter euch ver­

lachen!„

Erwidert lachelnd ihren Spott und wißt:

Der Spötter kann nichts verächtlich machen,

Bas wirlich nicht verächtlich gr Bodensiedt.

Kapitan Händer.

Roman von F. Klinck=Lütetsburg.

(Nachdruck verboten.)

Die späte Nachmittagssonne fand ihren Weg durch die grünlichen halberblindeten kleinen Glasscheiben eines zu ebener Erde gelegenen Stübchens, und ihre abge schwächten Strahlen ruhten minutenlang auf dem schnee­weißen Scheitel einer Greisin, die zurückgelehnt, mit ge­falteten Händen, in einem lederbezogenen Sorgenstuhl am Fenster saß und die stromabwärts gleitenden Schiffe sinnenden Blickes verfolgte. Der Karakterkopf der alten Frau erschien wie von einem Glorienschein umgeben, und sein Anblick übte eine wunderbare Wirkung auf aus, der in diesem Augenblick leise die Tür geöffnet hatte und eingetreten war. Liebevolle Verwunderung drückte sich in seinen Mienen aus, dann huschte es schattengleich über seine hohe, zur Hälfte von einer südlichen Sonne braun gefärbte Stirn. Wie würde es ihn beglückt haben, endlich der Ueberbringer einer guten Botschaft zu sein!

damburg, Helgoland, Kiel us

— Ein Zeichen der Zeit. Generalfeldmarschall Graf Waldersee erhielt vom Papst das Großkreuz des Pius­

866ns.

Unsere Küstenpanzer„Hagen und„Hilbebrand

sind von Kiel in See gegangen, um während der schwedi­schen Industrieausstellung in Helsingborg vier Tage lang das Deutsche Reich zu vertreten. Es wird der Besuch König Oskars auf den Schiffen erwartet.

—„Ich kann nur Amerikaner gebrauchen." Dieser

Tage wurde ein angeblicher Ausspruch des Kaisers ver­breitet, wonach der Monarch vor einiger Zeit im Kasino eines vornehmen schlesischen Regiments geaußert haben soll:„Ich kann nur Amerikaner gebrauchen.“ Die Nordd. Allg. Ztg. ist zu der Erklärung ermächtigt, daß der Kaiser, der übrigens nahezu zwei Jahren in keinem Kasino eines schlesischen Regiments gewesen ist, einen sol­chen Ausspruch nicht getan hat. Das schließt natürlich nicht aus, so fügt die amtliche Notiz hinzu, daß der Kaiser die Eigenschaften der Amerikaner, die ihnen eine so bedeu­tende Stellung im Erwersbleben verschafft haben, im vollen Maße anerkennt.

Rußland.

= Ein Gegenstück zu Kischinew. In Polen, veranlaßte eine aus etwa 100 halbwüchsigen jüdi­schen Burschen bestehende Zusammenrottung in einigen Straßen Kundgebungen gegen das Blutbad von Kisch new. Infolge rechtzeitigen Eingreifens des Polizeimini­sters wurden die Ruhestörer zerstreut, ohne daß von äußersten Maßnahmen“. Gebrauch gemacht werden mußte. In der Stadt blieb alles ruhig. Diese unge­wöhnliche Hervorhebung des guten Verhaltens der Po­lizei scheint andeuten zu sollen, daß die Polizei in Kischi­new nicht gerade musterhaft verfahren.

Er tat einen Schritt vorwärts, und das Geräusch ließ die alte Frau sich aufrichten. Glück verklärte ihr mit unzähligen Falten und Fältchen durchzogenes Gesicht und sie streckte dem sich Nähernden ihre zitternde Hand

„Gott sei Dank, mein Junge, Du hast sehr auf Dich warten lassen, und die Zeit ist mir schrecklich lang gewor­den. Aber das macht nichts aus. Wie ist es Dir denn

Er antwortete nicht gleich. Ihr in diesem eine abermalige Ennttäuschung zu bereiten, dünkte ihn eine so peinliche Aufgabe, daß er sie nicht zu lösen ver­mochte. Er kannte ihre begründeten Sorgen, er wußte, welche namenlose Unruhe er ihr bereiten würde, wenn es ihm nicht gelingen sollte, wieder eine Stelle als Kapitän zu bekommen, nachdem seine erste Fahrt so außerordent, lich unglücklich verlaufen war. Zum zweiten Male kum ihm der Gedante an den einzigen Ausweg, der ihm offen geblieben zu sein schien und den zu betreten er sich vor acht Tagen so stolz geweigert hatte.

Nun, Mutter, ich denke, es wird schon was werden. Ich bin mit Mynheer van der Straaten wegen der Grietje“ in Unterhandlung getreten.

So— so! Hm!" Die alte Frau dachte einige Au­

genblicke nach, ehe sie bedächtig sagte:„Mit Mynheer van der Straaten! Kennst Du die„Grietje"?

Gesehen habe ich sie noch nicht. Sie ist erst heute

eingelaufen und liegt am Quai vor Anker. Sie soll ein

van der Straaten hat nur schmucke Schif­se, aber es ist meistenteils mit ihnen wie mit einem Apfel, der besonders schöne rote Backen hat. Drinnen sitzt der Wurm, den keiner sieht. Hat die„Grietje“ eigent­

„Das weiß ich nicht, Muter. Aber das tut doch auch nichts. Viele Schiffe brauchen Mühlen.

Abonnementspreis pro Quartal 1 Mark 65 Pfg., exel.

42 Pfg. Bestellgeld, wenn durch die Post bezogen. Erscheint an jedem Wochentage. Wöchentliche Gratisbeilage:„Illustrierter Familienfreund.“

36.

Afrika.

= Der tolle Mullah fängt an, den Engländern fürch­terlich zu werden. Aller Voraussicht entgegen beweist er sich als äußerst einsichtiger und energischer Heerführer, der den Engländern wo möglich ein zweites Südafrika bereitet. Die Nachrichten aus dem Somalilande lauten für England tief betrübend. Es heißt darin u. a.: Der Mullah führte einen Flankenmarsch aus und zerstörte die englische Verbindung zwischen Bohothe und Berebera. Die Telegraphendrähte wurden durchschnitten. Dem Mullah ist also die Bedeutung des elektrischen Drahtes nicht einmal mehr fremd. Eine Abteilung Somalileute fing einen englischen Proviantzug ab. Die englischen Obersten Cobbe und Maladi wurden von Soldaten des Mullah umzingelt und dürften sich, da der General Maning außer stande ist, ihnen Hilfe zu senden, bereits in der Gefangenschaft ihres gefährlichen Feindes befinden.

Peter Karageorgewitsch.

Der zum König von Serbien ausgerufene Fürst Pe­ter Karageorgiewitsch, dessen Bildnis wir hier bringen, war schon vor einiger Zeit wieder vor die Oeffentlichkeit

getreten, indem er ein Manifest an das serbische Volk rich­tete, in dem er dasselbe aufforderte, seinem Großvater ungefähr vor 100 Jahren in Serbien einen Aufstand zur Befreiung von dem Turtenjoch her­vorgerufen hatte, ein Denkmal zu setzen, wobei er sich be­reit erklärte, einen Beitrag von 50 000

Küstenfahrer! Ei, warum denn nicht? Die Leute sagen aber von Mynheer van der Straaten, daß er seine alten Schiffe, die sie in der Assekuranz nicht mehr für voll nehmen, noch weite Reisen machen läßt, damit sie zuletzt

ihren Untergang kinden, nicht alls wissen, Matter,

Was doch die Leute nicht aues wisen, Plmrrr,

versetzte der Sohn ausweichend.„Die reden immer mehr, als sie verantworten können. Ich weiß nicht, hohgug

es nicht passiert, daß eins

Jo. Du wucshe das zur nich nashe. Geizschasgange

die alte Frau, die letzten Worte des Sohnes uberg#####. „Damals gings ganz schlimm über Mynheer van der

Straaten her, und er hat bös zahlen müssen, um nur einen Teil der Mannschaft auf seine Seite zu kriegen, daß

sie ihm die Stange hielt. Er ist sogar in Anklagezustand versetzt gewesen, und um ein Haar wär's ihm

„Um so weniger wird er wieder daran gedacht ha­ben, ein Fahrzeug, das nicht mehr seetüchtig ist, hinaus­

zuschicken. Und dann, Mutter, ich weiß doch, was für ein

Ausdruck ernster Sorge verschwand aus dem

len, eingefallenen Lippen, während ihre Augen stolz auf

boshy, gaig Zunge H shon nich auf Dich beriasen.

b uu her in der Welt. Das jagt nach dem Geld

Menschenglück und Men­