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Was mag wohl in dem großen Ei drin sein?
Vergnügen bedeutet, auf den Markt zu gehen, weil nun tagtüglich wieder etwas Neues, seit Monaten nicht mehr Vorhandenes auftaucht, rückt in greisbare Nähe. Für den österlichen Sbendtisch werden aus diesem Gedankengange eraus wohl auch die ersten Radieschen gereicht berden. Hartgekochte Ostereier und frischen talat wirken besonders frühlingsmäßig, und as ist an diesen Tagen gleichbedeutend mit eitgemäß. Die psychologische Seite des Öster
estes darf nicht beiseite gelassen werden. Sie eoeutet den Hinweis auf Wiedererwachen und Zerjüngung. Diese sollen auch durch den festlichen Speisezettel dargetan werden.
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Unsere ABC-Schützen
Für Tausende rückt der Tag immer näher eeran, der sie vom Traumland nun hinüberühren soll ins Leben, in die Wirklichkeit. Die große"#ar dieser kleinen Helden nimmt dieen ihren Fall bitter ernst und nicht minder ernst nehmen ihn Vater und Mutter. Und vieleicht haben sie nicht Unrecht. Es ist nun mal in Abschnitt im Leben! Vielfach wird diesem Abschnitt bewußt oder unbewußt schon im lternhause entgegengearbeitet, manchmal lei
eer im wahrsten Sinne des Wortes entgegen! Krotz aller gegenteiligen Absichten. Vater ist „1ol2, daß sein Bub schon bis dreißig zählen kann, oder das kleine und große L schreibt, ioch ehe er die Schulbank drückt. Und Mutter hat bereits seit Wochen ihrem quecksilbrigen Mädelchen mit drohendem Finger prophezeit, daß man in der Schule„ganz mucksmäuschenstill sitzen muß“! Irgendwie„vorbereitet“ gehen sie fast alle das erstemal in die Schule, so oder so! Vielleicht war diese Art der Vorbereitung ebenso verkehrt oder zumindest unnötig, wie sie andererseits menschlich zu verstehen ist. Eine andere Vorbereitung wäre viel eher am Platze. Es gilt, schon vor Beginn der Schulzeit einen Kontakt herzustellen zwischen Schüler und Schule, gewissermaßen eine Brücke zu bauen, die dazu dienen soll, den beiden„Parteien", Lehrer und Schüler, ein Entgegenkommen zu ermöglichen. Ich höre da Einwände: „Ist das denn überhaupt notwendig, geschieht das nicht nachher von selbst?“ Wir wollen
sehen..„"#, malzem Mak. bi
Wir wissen alle, in welchem Maße die neue Schulreform bemüht war und noch ist, die ersten Anfänge des Lernens den Schülern zu„versüßen". Beinahe spielerisch ist die Methode zu nennen. die man heutzutage hierbei anwendet. Am Tage des Schulbeginns darf die Schule kein fuemder Begriff mehr sein, von dem sich der Schüler unklare oder gar falsche Vorstellungen macht. Schon in dem ABC=Schützen muß das Bewußtsein geweckt werden, daß die Schule eine notwendige Vorbereitung fürs Leben ist. Nicht als Zwang soll er sie auffassen, sondern als Vermittlerin zwischen sich und dem Leben da draußen. Vertrauen ist das erste, was im Schüler geweckt werden muß zu diesem Neuland, das er nun eintauscht gegen das bisher nur gekannte sorglose Kinderland. Die Le., rer dürfen ihm weder als Schreckgespenst tingestellt werden noch als Menschen, die— gleich einem guten Onkel etwa— sich ziehen und formen lassen, sondern als Autoritätsversonen, als Führer, die doch zugleich Kameraden bedeuten. Das ist dringend notwendig und hilft den für das Kind immerhin schwierigen Uebergang von Vorschulzeit zur Schulzeit überbrücken. D-= ist wichtiger als alle vorher einne##rnte„Weisheit“, die dem Lehrer oftmals ein satsches Bild von der vermeintlichen Be
Verwirrung um Ostern
Nun über jungbegrünter Flur Schwingt steil sich hoch der Sonne Bogen. Alles wird neu. Selbst die Natur Bird plötzlich völlig umgebogen.
Auf Schritt und Tritt kommt dir kommt mir Dies Frühlingswunder hold entgegen. Den Hasen— sonst ein Säugetier—
Ihn sieht man heute Eier legen.
Wer Glück hat, kann im Sonnenball Statt der gewohnten trüben Flecken — die kennt man ja— mit einem Mal Ein richt'ges Osterlamm entdecken.
Der Himmel lacht, selig verwirrt,
Die Bäume selbst, sie treiben Mätzchen,
Die ganz gemeine Weide wird
Jetzt Palme, trägt statt Blüten— Kätzchen.
Die Hühner mit Triumphgeschrei Verkünden, daß sie noch nicht starben.
Sie legen fleißig Ei um Ei,
Und jedes— prangt in bunten Farben.
Zum Lobe dieser hohen Zeit Die Vögel ihre Schnäbel wetzen.
Und jedem Mädchen tät' es leid,
Den Freund— zu Ostern zu versetzen.
Wolfgang Federau.
tage vor der Tür stehen, und Feinschmecker hier eine Auswahl von Delikatessen:
Salm und Eierbrötchen. Zwei hartgekochte Eier werden entschalt und zu Salm(eine kleine Büchse, auch Thunfisch an Stelle des„Sgig, der fein zerhackt wurde, gegeben. Ein#######, Anchovypaste, eine Prise Salz, ein Eßlöffel Zitronensaft, vier Eßlöffel Mayonnaise werden drangegeben, das Ganze vermengt. Kühle dieen delikaten Brotaufstrich und bestreiche damit die Butterschnitten.
Pikanter Schinkenbelag. Mische gekochten ind rohen Schinken untereinander, füge einen Eßlöffel zerschnitzelte Pfeffergurken, sowie einen Eßlöffel geschälte, zerkleinerte Wallnüsse und einen Eßlöffel Mayonnaise zu. Streiche das Vermischte auf Butterbrote oder gebutterten Toast.
Aal(oder Sprotten) und Rührei=Belag. Ge
bräunte Brotscheiben belege mit geräuchertem Aal und gib darauf warmes Rührei, das mit Zwiebeln und feinen Kräutern gewürzt wurde.
Leber und Schinken. Zermahle oder zerchneide Kalbsleber in kleine Stücke, ebenso die halbe Menge von rohem Schinken, füge etwas Petersilie, ein Lorbeerblatt, eine Prise Pfeffer und Salz zu. Lasse alles zusammen in etwas Schweineschmalz bei schneller Hite 8—10 Minuten lang in der Pfanne braten, rühre die Nasse während des Bratens gut durch. Wenn zalt geworden, streiche den Belag auf Brot.
Eicelb= und Käsefüllung. 30 Gramm geriedener Käse, ein hartgekochtes Eigelb, 30 Bramm Buter. ein halber Teelöffel Mostrich, ein halber Teelöffel Zitronensaft und eine Prise Salz werden gemischt, durch ein Sieb gerührt und auf Brötchen gegeben, oder als Füllung verwendet.
Zur Spargelzeit: Gekochte Spargel auf Brote.
Entferne die ganze Kruste eines kleineren frischen Laib Brotes. Schneide dann dünne Scheiben, lege sie wieder zusammen und umwickle sie fest mit einem feuchten Handtuch, laß das Brot so mehrere Stunden an einem kühlen Ort stehen. Auf diese Weise wird es geschmeidig und läßt sich bequem rollen. Bestreiche danach iede Scheibe dieses Brotes leicht mit weicher Butter. Tauche eine gekochte. aber abgetrocknete Stange frischen oder in Mayonnaise, lege sie auf die Scheihe Brot uind rolle den Spargel in die Scheihe ein. Eventuell kann auch ein schmales Fädchen um die Brotr gewickelt werden.
später oft nur schadet. Nicht minder wichtig ist es, wenigstens während der ersten Wochen ###er Monate in Verbindung mit dem Lehrer zu bleiben, um diesem sein Amt zu erleichtern und gleichzeitig die Stellung des Kindes. Kennt dei Lehrer sia, erst in den einzelnen Kindern aus, so wird sich später alles von selbst ergeben. Man unterschätze diese Schaffung der ersten Grundlage nicht; sie wird auf Jahre hinaus im Leben des Schulkindes sich auswirken. Umgekehrt tut man in späteren Zeiten gut, möglichst wenig selbst— auch nicht aus bester Absicht heraus— das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler zu beeinflussen. Es wird hierbei oft das Gegenteil von dem erreicht, was man erstrebt. Lassen wir es bei einer ersten, so überaus wichtigen, verständnisvollen Vorbereitung des Kindes auf die erste Schulzeit und sehen dann jeder weiteren Entwicklung der Dinge getrost entgegen. L. W.
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Einige ungewöhnliche Brötchen und Schnitten
Nicht nur die Junggesellin, die Besuch hat. liebt die kalten Platten, die ihr während der Anwesenheit der Gäste den Aufenthalt in der Küche ersparen, auch die gastfreundliche Hausfrau kennt die Annehmlichkeit der fertigen und meistens sehr beliebten Brötchen und Brote, die sich so vielseitig gestalten lassen und zu einem passenden Getränk eine vollwertige Mahlzeit
Die Goethe=Nummer des gang Nr. 25) ist erschienen, eine reiche festliche Gabe. Zehn große Aufsätze und viele kleinere Beiträge geben einen Umriß der überragenden Persönlichkeit Goethes, seines umfassenden Lebens und Schaffens. Viele Abbildungen veranschaulichen die Kultur der Goethezeit. Wolfgang Goetz schildert die„Frauen um Goethe“: „Er war einer der größten Liebenden; ein Liebhaber, ein Amateur, konnte er darum nicht sein, weil sein heilig glühend Herz wußte, daß Eros, der Allbezwinger, nicht nur ein guter Geist ist, sondern auch ein Dämon.“ Dr. Karl Wolff würdigt Goethes Bedeutung für die Lebensfragen der Gegenwart. M. von Zobeltitz erzählt, wie es im Hause des Dichters bei Tisch zuging. Vom„Umgang mit Sr. Exzellenz“, von „heiteren Teestunden bei Anna Amalia“, von neuen Büchern um Goethe berichten uns weitere Beiträge. Ein großer illustrierter Aufsatz zeigt die bedeutenden Frauengestalten aus Goethes Dichtungen. Der Nachruf, den am 26. März 1832 der Oberhofprediger J. J. Röhn am Sarge des Dichters sprach, ist wiedergegeben. Sehr nachdenklich stimmt der Rückblick auf Kritiker und Feinde Goethes, die vor hundert Jahren so ungescheut und ungescheit ihr Wesen trieben,„daß wir uns dieser alten Dummheiten und Bosheiten noch heute schämen und sie am liebsten totschwiegen, wenn wir nicht hofften, sie müßten zur Bescheidenheit im Urteil erziehen“. Eine große farbige Wiedergabe des Stielerschen Goethebildnisses ist dem Heft beigegeben. Die zahlreichen Textbilder zeigen Goethes letzte Ruhestätte, des Dichters Sterbezimmer, die Anzeige seines Todes, den Kranz der geliebten Frauen von Friederike Brion bis Ulrike von Levetzow, Szenen aus Goethes Dramen, das Haus am Frauenplan, die Besuchskarte und das Wappen des Herrn Geheimen Rates, ein Stammbuchblatt von seiner Hand, Abbildungen aus Frau Ajas Modejournal usf. Tischbeins„Goethe in Rom“. schmückt den Umschlag des schönen Heftes, das einen bedeutsamen Beitrag zu den Goethefeiern dieser Tage darste!'t.
abgeben. Für besondere Gelegenheiten, wie sie
sabthei: des Kindes geben soll und in Wahrheit lietzt anläßlich der Konfirmation und der Oster
Verantwortlich H. Semmelmann, Aitena. Druck und Verlaa: V. A. Santz, Altena.
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Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung
Altena, den 23. März
Nr. 12
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Krämpfe bei Kindern
Von Dr. med. Walther Kahn, Kinderarzt in Dortmund.
Zu den beunruhigendsten Krankheitserscheinungen des Kindesalters zählen die Krämpfe.,
Sie treten beim Säugling und beim Kleinkind bis zu 2 Jahren verhältnismäßig häufig auf. Später ist die Krampfneigung nicht mehr so groß. Nur bei besonders dazu veranlagten Kindern zeigt sie sich bei vielen Gelegenheiten, so zum Beispiel zu Beginn einer fieberhaften Erkrankung.
Was verstehen wir nun unter Krämpfen? Der Anfall, der, je nach seiner Ursache, mit oder ohne Bewußtseinsverlust einhergehen kann, besteht darin, daß gewisse Muskeln in Zuckungen geraten, entweder stark zusammengezogen er, cheinen oder in ungeordnete Bewegungen versetzt werden Ein Kind, das von solch einem Krampf heimgesucht wird, macht einen so schwer gefährdeten Eindruck, daß der Unerfahrene für das Leben des Befallenen fürchtet. Es können die verschiedensten Ursachen maßgebend sein. Krämpfe bei Neugeborenen und ganz jungen Säuglingen werden häufig durch Schädigungen ausgelöst, welche diese Kinder unter der Geburt erlitten haben. Es kommen da vor allem Blutungen in die Gehirnsubstanz in Betracht. Eine andere Ursache von Krämpfen sind angeborene Veränderungen des Gehirns. Solche Zustände treten zum Glück ziemlich selten auf, außerdem sind die davon befallenen Individuen kaum lebensfähig. Erkrankungen innerhalb des Schädelraums können Krämpfe auslösen, zum Beispiel Gehirnhautentzündungen, Wasserkovf, Syphilis des Gehirns. Es würde zu weit führen, sämtliche krampfauslösenden Ursachen zu besprechen. Nur die Schädigungen, welche am häufigsten Krämpfe bei Kindern auslösen, seien in den Kreis unserer Betrachtung gezogen.
Bei zahlreichen Erkrankungen gerät der Organismus in einen Vergiftungszustand. Durch das im Körper gebildete Gift(Toxin) werden häufig Krämpfe ausgelöst. Man spricht daher auch von toxischen Krämpfen. Am bekanntesten sind die Krampfanfälle bei schweren Ernährungsstörungen der Säuglinge. Ebenso kann ein Kind von Krämpfen befallen werden, wenn es durch Alkohol oder Arzneien vergiftet wird. Wir erwähnten schon eingangs dieser Besprechung, daß Krämpfe im Beginn von Infektionskrankheiten auftreten können, so z. B. bei Mandelentzündung, Scharlach, Grippe, Lungenentzündung usw. Auch hier muß man sich vorstellen, daß die durch die Infektion gebildeten Gifte die Ursache des Krampfanfalles sind.
Am weitaus häufigsten entstehen die Krämpfe bei Kindern bis zu zwei Jahren aus der sogenannten Tetanie, auch Spasmophilie genannt. Die Erkrankten zeigen eine Uebererregbarkeit des Nervensystems. Diese Krämpfe treten gehäuft im Frühjahr und im Herbst auf. Künstlich ernährte und von der englischen Krankheit befallene Kinder leiden besonders häufig an der Tetanie. Sie äußert sich in verschiedenen Krampfzuständen: als Stimmritzenkrampf, als Gichter oder Fraisen(so im Volksmund genannt), das sind Krampfzustände, welche über mehr oder weniger große Muskelgebiete ausgedehnt sind; drittens als die eigentliche Letanie, unter der wir Dauerkrämpfe an den Händen und Füßen verstehen— man beobachtet kennzeichnende Krampfstellungen der Hände und Füße—. Anfälle, die sich über Stunden, zuweilen über Tage und Wochen hinziehen können.
Auch die Epilepsie ist eine häufige Ursache der Krämpfe bei Kindern. Der Beginn dieser Erkrankung fällt selten vor das sechste bis achte Lebensjahr. Die Krämpfe kehren regelmäßig Jahre hindurch wieder. Die epileptischen Anfälle ähneln denen der Erwachsenen. Man darf sie nicht mit Hysterie verwechseln, die auch bei Kindern vorkommt.
Ostern
Das Glück steht draußen Am Tor und lacht— Ist hoffnungsselig Im Lenz erwacht.
Es ist ein Segen Im Frühlingsschein In stiller Hoffnung Getrost zu sein,
Und wohl zu wissen—
Die Nörgelei
Des grauen Winters
Ist nun vorbei——
Der lachende Lenz ist da Mit Hosianna Und Gloria!
Die Sorgen leben Zwar immer noch,
Aber ein Kämpfer Bezwingt sie doch!
— An tausend Wundern Wirst du es sehn—
Es gibt ein Ostern!
Ein Auferstehn!
C. v. Wedelstaedt.
Eine besondere Form sind die sogenannten Wutkrämpfe der Kinder. Im Alter von ein bis fünf Jahren bringen die Kleinen Wut, Schrecken oder Zorn durch Schreien zum Ausdruck, wobei ein Anfall entsteht, der viel Aehnlichkeit mit einem epileptischen Krampf hat. Man nennt deswegen diese Art von Erkrankungen auch affektepileptische Krämpfe. Sie treten nur bei Kindern von neuropathischer Körperbeschaffenheit auf.
Die Behandlung der Krämpfe im Kindesalter ist immer Sache des Arztes; denn nur durch seine eingehende Untersuchung kann die Ursache festgestellt werden. Kennt man diese nicht genau, dann ist eine nutzbringende Behandlung nicht möglich. Etwas anderes ist die Hilfe bei einem plötzlich auftretenden Krampfanfall. Dieser bedrohlich auftretenden Erscheinung gegenüber muß die Mutter oder Pflegerin des Kindes wenigstens gewappnet sein. Allerdings erfordert auch die Unterdrückung der plötzlich auftretenden Krämpfe im allgemeinen rasche ärztliche Hilfe. Aber bis der Art kommt, vergeht doch immer kostbare Zeit, und bis dahin vermag auch die Mutter helfend einzugreisen, ohne zu schaden. Zunächst kann man ein armes Bad versuchen. Viele Kinder beruhizen sich schon darin. Es empfiehlt sich vor illem bei jungen Kindern. Für die Krämpfe im Beginn von Infektionskrankheiten, die ja immer mit einem hohen Temperaturanstieg einergehen, ist ein Abkühlungsbad von 30 bis 32 Grad Celsius oder eine kühle Wickel nützlich.„Selhstverständlich, muß völlige Ruhe in der Umgebung des Kindes herrschen. Die weitere Behandlung bestimmt der Arzt, dem die Wissenschaft heute viele Mittel zur Verfügung stellt, um eine rasche und vollständige Heilung zu erreichen.
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Leben stürmenden Herzogs Karl August vor Augen. Und doch war die leuchtende Zeit nur der Boden, auf dem nach beispiellos verheißendem blütenreichen Lenz ein Menschheitssommer und=Herbst voll seltener Edelreife ersproßte.
Gerade in den heutigen schweren Tagen sollten wir uns tiefer in jene Vergangenheit versenken, in der nicht nur deutsche Kultur Ewigkeitsfrüchte trug, sondern auch deutsches Wesen und deutsche Kraft sich durch dunkle Nächte zum Sonnenmorgen der Freiheit rangen.
Die Menschen der not= und schmerzensreichen Zeit napoleonischer Zwangsherrschaft hatten nicht die Gepflogenheit, über materielle Entbehrungen zu jammern: Sie ertrugen endlose Einquartierung von Freund und Feind, Kriegssteuern, Teuerung, Plünderungen nicht etwa mit großen Worten und Gebärden, sondern gefaßt, stolz, oft mit Humor, diesem besten Helfer in allen Widerwärtigkeiten des Lebens.
Goethes Freundin Carlotte von Stein z. B. wußte, was leiden heißt. Körperlich zart, hatte sie trotzdem Geist und Gemüt bis ins hohe Alter hinein erstaunlich in ihrer Gewalt. Die Kindererziehung jener Zeit war hart; sie schuf darum widerstandsfähige Menschen.
Frau von Stein litt unter der Kriegsfurte Unsägliches. Bereits 1794, bei Ausbruch der französischen Revolution, prophezeite sie:„Die Franzosen oder die französischen Grundsätze werden die Welt zu einer weiten Oede und Mörderwohnung machen. Ich fürchte, wir werden noch alle von den Franzosen verschlungen.“
Nach den Schreckenstagen von Jena wurde ihr Haus wiederholt auf das gründlichste geplündert. Nichts, als was sie auf dem Leibe trug, konnte sie bei ihrer Flucht ins Schloß retten. Tagelang hatte sie, ebenso wie die Herzogin, nichts zu essen als eine Handvoll Kartoffeln. An ihren Sohn Fritz schrieb sie darüber nach Schlesien:„Den 14. und 15. Oktober(1806) sind wir von Wohlstand, Ruhe und Glück geschieden. Das mächtige Schicksal, das die Länder verheert, hat auch dies verschlungen. Gott bewahre dich und das schöne Schlesien, so will ich mein Leid still tragen...“ Und zu Weihnachten:„.. heute an meinem 64. Ge
burtstag ist mirs ein besonderes Gefühl, von allem, was ich für mich und die meinen so 40 Jahre lang durch Sparsamkeit und Ordnung gesammelt hatte, nichts mehr zu haben. Man ist beinahe gezwungen, den Glauben an die Vorsehung zu verlieren.“
Aber sie verlor diesen Glauben nicht. Auch den Mut nicht. Als die Freunde ihr Tafelsilber schenken wollten, wehrte sie:„Jetzt ists Zeit, mit zinnernen Löffeln zu essen.“ Und Henriette von Knebel schrieb an ihren Bruder:„Frau von Stein steht ihre Armut gut... Wie wenige Menschen bleiben im Unglück graziös! Die meisten finde ich entstellt. Besonders die, die am wenigsten verloren haben.“
Goethes Freundin in dunklen Tagen
Von Theod. von Rommel. Wenn wir von der„großen Weimarer Zeit“ reden, haben wir meist die Glanzveriode des
Das fürchterliche Erleben grub sich tief in die Seele der Alternden:„Wenn ich nur eine französische Stimme höre, schaudert mirs, und ich kann nicht einschlafen noch aufwachen, ohne daß mir Schreckensbilder vorschweben."
Ihrem Sohn Karl, der mit seiner jungen in Frau das Familiengut Kochberg bewirtschaftete, ward die schwere Zeit zu innerem Glückserlebnis. Freilich war das Leben auf dem Gut entbehrungsreich. Man trank Möhrenkaffee und aß Schwarzbrot dazu; denn die Landwirtschaft lag schwer darnieder. Die Einquartierungslast, der Lieferungszwang nahm, was etwa noch wuchs. Doch Sparsamkeit und weises Verständnis, womit Amelie von Stein den Haushalt führte, ließen den Gatten glückstrahlend der Mutter berichten:„Meine Frau ist mir dadurch um 50000 Thaler lieber geworden! Denn sie benimmt sich so hüb' dabei, und die Kinder sind so zutraulich, daß ich mir glücklicher vorkomme als sonst. In zehn Wochen haben wir
reden, haben wir meist die Glanzveriode desskomme als sonst. In zehn Wochen haben
jugendlichen Dichters und des zwanalos ins noch kein Pfund Zucker verbraucht und ebe