□

11

N

Aus Arbeit und Wirtschalt:

Der Arbeitseinsatz im kriege

Erfolgreiche Bemühungen zur Niedrichaltung der Arbeitslosenzisser

O Berlin. Ausdruck und Wertmesser der

einer Mirtschaft ist immer die jeweili

Leistungsfähig­

keit einer Wirtschaft ist immer die jeweilige Arbeits­losenzirfer. Diese Ziffer ist in bestimmten Zeiträumen, z. B. während eines Krieges, gewissen Schwankungen unter­worfen. In liberalistisch geführten Staaten treten solche Schwankungen auch während langer Friedensjahre in sehr fühlbarem Umfange auf, weil dort der„Arbeitsmarkt“

Angebot und Nachfrage abhängig ist und sich die Arbeitz losenziffer nach den sogenannten„Konjunkturen“ odet „Depressionen“ ausrichtet.

In Deutschland ist aus dem Gebiete des Arbeitseinsatzes eine Stabilität eingetreten, die auch nicht durch kriege rische Umstände erschüttert werden kann.

In planvollster Weise haben sich die maßgebenden Stellen für den Arbeitseinsatz schon lange vor dem Kriege orga atorisch auf alle Möglichkeiten eingerichtet. Es ist ein be­redtes Zeichen für die Spannkraft und Krisenfestigkeit der deutschen Wirtschaft im nationalsozialistischen Staat, daß trotz des Krieges und der mit ihm verbundenen Veränderungen

der

auf verschiedenen Wirtschaftsgebieten die Zahl

Arbeitslosen im Reiche überraschend niedrig

geblieben ist. Diese Tatsache ist in erster Linie der voraus­schauenden Arbeit der für den Arbeitseinsatz verantwortlichen Stellen zu verdanken. Vergleicht man die augenblickliche Arbeitslosenziffer im Reich nach rund vier Wochen Krieg mit demselben Zeitraum im Jahre 1914, so kommt man zu dem Ergebnis, daß damals die Arbeitslosenzahl im Gegensatz zu heute stark angewachsen war, weil die dafür verantwortlich Instanzen nicht genügend Vorbereitungen getroffen hatten.

Woran liegt es nun, daß in Deutschland die Arbeits­losenziffer trotz des Krieges im Vergleich zum Vorjahre und

Agrarstruttur ihrer Heimat Delguders, Salte g“ Ggehieteinsez

auf eine

in der Hackfruchternte. So wurde auf allen Arbeitseinsatzes organisatorisch und planvoll Niedrighaltung der Arbeitslosenziffer auch im Falle eines

besonders viele Kräfte gebraucht werden.

Allgemeine Viehzählung

am 4. Dezember

Berlin. Auf Grund des Gesetzes über Viehzählungen vom 31. Oktober 1938 findet am 4. Dezember 1939 eine allgemeine Viehzählung statt. Damit ist eine Ermittlung der in den vor­hergehenden Monaten September, Oktober und November e geoene#### tat gehorenen Kälber sowie der nicht­

1939 lebend oder tot geborenen Kälber sowie beschauten Schlachtungen in der Ostmark, im Reichsgau Sudetenland und im Memelland zu vervinden. Die Zählung wird vom Statistischen Reichsamt und den Statistischen Lan­desämtern durchgeführt. Die Zählung soll wegen allgemeinen Bedeutung für die Vieh=, Fleisch= und Ferr

wirtschaft auch im Reichsgau Sudetenland, Memelland und

soweit möglich, auch in den zur Zeit geräumten durchgeführt werden. Die Großstädte über 100 000 Ein­

Rolle, dann aber haben die Rüstungsverr#e#ein Reich ihre Leistungskapazität erhöht und damit auch Meh einstellungen von Arbeitskräften vornehmen mussen. Gerade

Rolle Reich

die Rüstungsbetriebe hatten zu Beginn des Krieges einen großen Bedarf an Arbeitskräften, der nun befriedigt werden

Die angeordnete Zählung erstreckt sich nicht

zu übernehmen. auf Danzig.

Besserer Stärkegehalt der Industriekartoffeln

Berlin. Der Stärkegehalt der Industriekartoffeln aus diesjähriger Ernte ist durchschnittlich 1 bis 2 v. H. höher als im Vorjahre.

Zerstörtes Volksvermögen

Feuerschäden in der Landwirtschaft

Berlin. Die Feuerschadensumme in der Landwirtschaft .. 4 45 Mill RM im Mai dieses Jahres auf 2.16

ieg von. 1.45 Mill, Nmr, in Jusi 33 Ml. RM. und imn

Mill. RM

Schadensumme nthalten. Die weitaus höchste Jahl Brände wurde mit 1699 Fällen und einer Schadensumme von rund 2,02 Mill. RM. durch Blitzschlag verursacht. Wenn man

von der kets graßen. Zohlachez. durch ztetzkergzet, Aa

hervorgerufenen Brände absieht, so steht die Zahl

Brandschadenfälle, die durch Elektrizität

zwei

gen. Gerate, Kurzschrunheer-### 0 RM an

einer Schadensumme von rund 219000 RM. an Stelle.

Aachener Rückversicherungsgesellschaft, Aachen

Der Vorsitzer des Aussichtsrates der Aachener R versicherungs=Gesellschaft, Justizrat Bruno von Görsch ist durch Tod ausgeschieden.

0. Jahrgang/ Nu

Reichsmark für je

Berliner Börse vom 16. 10. 35. 150 um. Nennwert

Fortlaufende Notlerungen

—

Kurse der heutigen Börse

2 8

□*

e

Kurse der heutigen Börse

IEE isch. Zeilst. IMW Semberg Berger Tief erl. Kr.& Li. Jr. Woll-K. ud. Eisen Lonti Gummi eimler-Ben: emug R. Erdöl u. Linol. u. Walten ortm. Union G. Farben eldmühle

elsenk. Be. Jesfürel zoldschmidt darpener

13.

113.5 1114.01140Klöcknerw. ""—"— Mannesmann

119.2

— 164. 91.5

137.4137.C11 6.5 136.5 Mansfeld

118.119.21Masch. Unt.

—!— Maxim-Autte

50.71151.7 Mertallgesells. 64.5.16 5 Orenstein& K. 91.2 15Rheinstahl

209.0 209.0 RWE

109.71109 7 Rütgerswerke

c9.1

109.7

131.61312

26.7

123.0

219.7

66.2

91.0

139.2

126.3

13.0

32.2 128.3

143.0

56.51156.0 100.0100

131.71131 35.5 135.5 140.2 140

JarpenerVsv.

oesch K.-N 11.4.5 105.1 105.1 tolzmenn—— 142.5

all-Chemi—"—

schersieben———

132.7 Salzdetfurth

128.7Schering 12.51Schuckert 43.0Slemens& H.

— Stolb. Zink 156.0 Südd. Zucker 100.0 Thüringer Gas — /Ver. Stahlw.

32.5 Wasserw. Gel

135.5 Zellat. Waldb. 140.2 Bank f. Brau 105 5 Reichsbank

40.5 Dr. Reichsb. —IHapag — Nordd. Liovd

116.01— 1116.0 116.0 8.50 98. 50 90. 00 99. 37 149.7 149.2 149.7

93.50 126.2 11.5 143.0 161.0 151.7 179.0 200.2

126.

111.1

127.0 111.1 141.0 161.711615

91.75

44.0

03.0

154.01155.0 20c.5 200.0

127.0

111.

141.0

161.5

155.0

7008

99.62 90.75 90.8 4 — 106.0106.0

14.0 115.5 115.5 115.5 180.0130.0s0O 123.11123.1 123.1

123.1

Imtlicher

Düsseldorter Börse vom 16. 10. 35. Verkehr

Portlaulende Nollerungen

A.-K. K.-K Sch.­

Barrensilber prompt 23¼, Barrensilber Lfg.— silber prompt 251/g, Feinsilber Lig. 241/1 Pene per 9 Zinn: Standard per Kasse 230, Standard per 3 und Standard Settt. Preis 230 k per long ton; A

Beo.

Colke) 20. sob. Spasena 27—29, Schilig, ger bor

108 lb.; indisch Chromerz, cif. Basis 48 Prozen

bis 125 Schilling per long ton; Cadmium, sob. Lagen ausgerufen, in

5/6 bis 5/9 Schilling per lb.: Gold 168/—.

Webstoffe

kan= indem Arbeitskräfte aus weniger lebenswichtigen Be­

trieben in die Rüstungsindustrie übergeführt werden.

Es ist nur selbstverständlich, daß in Zeiten eines Krieges

sedem Fall auf bestimmten Gebseten mehr oder

ch ergebsen, Nan,)eri. S. or., Teselserihes

Stillegungen vor Werken oder Kurzatbeiten in

vielen Betrieben durchführen mußte. Die, Feiggzötz, zahn die

davon betroffenen Arbeitskräfte sich ein neues, Besgzgurgez feld suchen müssen. Aber auch diese Schwierigkeiten haven sich im Reich nicht als unüberwindlich erwiesen. Zahlgge urbeits:

Frachtenausschuß Koblenz

Durch die 31. Durchführungsverordnung zu dem Gesetz Gokämniung der Notlage der Binnenschiffahrt 16. Juni 1939 fst dem Oberpräsidenten—, Wasserstraßen­direktion— in Koblenz bekanntlich die Ermächtigung erteilt

worden. einen Frachtenausschuß zu errichten. Die Verhand­

Altbesltz 1½% Krupp KM. 2% Ver. St. R M. Zuderns ahlbusch St. Jeinag . Erdöl G.-Farben elten& Guill. Joldschmidt darpen 1oesch AG.

A.-K. K.-K. Sch.-A. 133.60133.80I 3.30

96.50 96.60

— 91.50

96.50

100.00

32.00

98.50 100.C 137.25132.00 128.12s128.120 8.37 156.00 153.37/156.50

— 132.29|132.26

135.59135.50: 35 50

140.75140.60—

105.31 105. 50 105.50

Kall Aschersieb. Klöckner-W. Mannesmann Rhein. Braunk. Rhein. Stahlw. RWE

Salzdetfurth

Gebr. Stollwerck Ver. Stahlw. Westeregeln Wintershall

98.12 98.50 98.50 220.00220.00

90.37

135.00

127.00

11.00

125.26127.00 11.00

161.751161.75

100.00 109.00 90.87 90.37

135.50 35.00

Devisen

lungen über die Errichtung dieses Frachtenausschusses dauern

zu Zeit noch an. Der Reichsverkehrsminister hat die Zu­tändigkeit des Frachtenausschusses Koblenz mit Erlaß vom # 1030 inzmischen bereits folgendermaßen festgesetzt:

kräfte aus Betrieben der erwähnten Industrie können neuen wichtigen Arbeitsplätzen eingesetzt werden.

auf

kurzfristige Umschulungskurse

eingeführt hat. daß

Gerade bei der Textilindustrie ist es abeg, netgenzig,###

wie die Gefolgschasiseniglieder, uich.

strien nach einer kurzfristigen Umschulung in wichtigen Be­

„Lr R hafteht

2. Oktober 1939 inzwischen bereits folgendermaßen festg

Der Frachtenausschuß Koblenz soll für aule vom Rhein­

Verkehre ab Kanalplätzen südlich und westlich von

nur für Verkehre ab Kanalplätzen südlich

Datteln nach dem Rheingebiet. Zum Lippeseitenkanal ge­hört auch die Verlängerung des Kanals östlich Datteln nach

Hamm.“

Ruhrorter Schifferbörse

Aegypten Argentinien ralien Belgien Brasilien Brit. Indien Bulgarien Dänemark England Estland hinnland Frankreich echenland Holland ran Teheran) sland talien apan ugoelawlen

trieben eingelept, Sig Bagaht bggie in lolszen. lebgnegschzigen

Die Bäuwirtschaft und ole Landwrrtschaft zu Rennek. In der

Landwirtschaft besteht nach wie vor der größte Bedarf an Arbeitskräften.

Die diesjährige weit über dem Durchschnitt gute Haa­fruchternte erfordert einen raschen Einsatz von Arbeits­kräften, damit die Ernährung des deutschen Volkes auf diesem Gebiete sichergestellt ist.

Wie in allen anderen Wirtschaftszweigen, so haben auch hier S.maI(Stellon für don Arbeitseinsatz vorsorg­

Duisburg=Ruy# 16. Oktober. Zum Wochenbeginn war1 Lauen

Neusceland

as Geichäift al. u.=erihe eu,;, Peise nach dem Ritel. und

Leerraum mittlerer Größe zur aesse num.

Oberrhein gesucht, doch war kaum etwas angeboten. Es kam zu einigen Charterungen ab Rhein=Herne,Kangl, wozur de Satz noch unverändert 1.40 RM. Basis Mannheim ist. In

Satz noch

raum. Rheinkähne haben etwa eine Wartezeit von einer Woche.

Wasserstandsbericht vom 16. Oktober 1939

ausgerichtet. In der Kutiose

Jugendliche eingesetzt worden. Teils waren es Schüler, die sich freiwillig zum Landdienst meldeten, teils wurde dieser Einsatz durch die Hitler=Jugend geschlossen durchgeführt. Von großer Bedeutung ist aber auch der Einsatz von Kriegs­gefangenen, der eine erfreuliche Entlastung bringt. Ge­rade die polnischen Männer eignen sich auf Grund ihrer früheren Tätigkeit in der Landwirtschaft und auf Grund der

Beobachtungsor

Konganz Waldshut Kheintelden Breisach Stradburg Kehl Marau Mannhelm Mainz Bingen Kaud Koblenz Köln

Peselstand in en

320

317

344

415 625 60 500 390 476 474 455

Beobschtungsort

Pegelstand in em

— 19

— 19

— 2

+ 7

— 4

+ 28 — 27 + 43 + 89 + 82

Düsseldorf Duisburg Duisburg-Rubrort

Vesel Emmerich Kirchheim Schweinfurt Würzbur Kalkhofen Trier Weiter Mülbheim(Ruhr Ruhrschleuse

383

739

260

235

336

197

110

415

70

142

582

+ 70 + 71 + 66 + 63 +

Amtliche Berliner Devisenkurse In RM

Reichsbankdiskont 4½— Lomb. 5%

14. 10.

Für drahtlose Auszahlung

Bank Oisk

Parit.

ägypt. Pfd.

1 Pap.-Peso

austr. Pfund— 100 Belga 2¼ 1 Milreis 10 100 Rupien

100 Leva

100 Kronen

1 Pfund

100 estn. Kr.

100 finn. M.

,<space> 1 0 0<space> F r e s.<space>

100 Drachm.

100 Gulden " 100 Rials

100 isl. Kr.

,<space> 1 0 0<space> L i r e<space>

. 1 Ien

100 Dinar

1o. 10.

G 8

12.615 r.99 10.01

1.782 0.578 0.582

7.994 8.008

42.19 41.64 41.72 0.143 0.130 O.137

74.53 74.67

3.047 3.047] 3.063

112.500 48.05 48.15 20.426 9.99 10.01

C

9.99 0.576 7.992 41.64 0.13 74.53 3.04 48.05 9. 9 62.44 1.99 6.67 2.363

6½

4½

3.29

gosawen" Eur:.„"

anada1 canad. Doll. 6.

Lettland 100 Lats 3

100 Litas

100 lux.Frank neuseel. Pfd

100 Kronen

100 Escudo

100 Lei

100 Kronen

100 Kroten

1 südafr. Pfd.—

fürk. Pfd. 100 Penzö Gold-Pese 4.34 Ver. St. v. Amerike 1 Dollar Geldsätze 16. 10 14.10

Mankoreid 1. Adr.%

Norwegen Portugal Rumänien Schweden Scbweiz. Südafrik. Union lürker Ungarn Trugusy

3½ 4/2 3½ 2½

1

112.500 62.44 62.56 10.572 4.995 5 005

16.447 5.674 5.685

5.448 2.363 2.357

168.739132.22(132.48 132.22 14.28 14.30 I 14.28 12.500 38.31 38.39 38.31 22.094 13.0913.11 13.09

2.092 0.583| 0

7.394 6.694

4.198 2.198

81.000 48./5 41.979 41.94

10.41

7.992

112.500 56.59

18.572 9.09

2.511—

112.500 59.29

81.000 58.39

9.99

0.585 5.70 2. 02 48.85 42.02 10.43 8.008 56.71 9.1.9

Nürnberger Hopfenmarkt gast

Nürnberg, 16. Oktober. Umsatz: 434 Doppelzechden und fühlenden Proise: Hallertauer 220—225 RM, Gebirgshopfe#er Gemein

bis 186 RM. einschließlich 20 v. H. Abgabe. Tend unverändert fest.

Hamburger Warenmarkt

A. Hamburger Zuckertermin-Notierungen vom 16. Oktober

Notierungen in RM. für 50 kg Weibzucker netto, einschließlich Sack,

schiffseite Hamburg. Tendenz: ruhig

Oktober 30

November39 Dezember 39 anuar 40

Februar 40

März 40

40 40 40 45 40 40

G

4.90

6.05

5.1

5.15

0.683

5.694

2.198

48.75

41.94

10.41

7.99.

56.59

9.091

10.01 0.582 8.008 41.72 0.132 74.67 3.053 48.15 10.01 62.55 5.905 5.686 2.357 132.48 14.30 38.39 13.11 0.595 5.706 2.20 48.85 42.92 13.43 8.008 56.71 9.109

G] B

4.60 4.70]— April

4.55 4.65)— Mai

4.50 4.60/— Juni

4.55 4.65)— uli

4.70 4.80— August

4.80 4.90— September

* Maodeburger Zucker-Notlerungen in RM. für 50 kr K:

einschl. Sack und Verbrauchssteuer) neuo ap, Fabri, Veriagest

und Umgebung bei Mengen von mindestens 200 Zentner

16. 10. 1 16, 10. Weillzucker div.

Tendenz: steiig MailJund 39 31.50 Koffin.-Melasse

Prompt 10 Tage 31.50|Junitlull 30 31.50 Rohzuck.— Me

Kautschuk: Preise unverändert Kaffee in Hamburg: Sämtliche Notierungen um

Zucker in Hamburg: Sämtliche Notierungen un Zucker in Magdeburg: Sämtliche Notierung verändert.

Berliner Eierpreise(Großhandelseinkaufspe

Preise alle unverändert.

Berliner Schlachtviehmarkt

Auftrieb vom 11. bis 14. Ottober: Rinder erunter: Ochsen 536, Bull

Kälber 291

Postdienst mit Orte

ekanntgegeben wurd und Postkarten n in den befreiten Ost sind nach diesen Ort sen und Einschreibe nach und aus den b die Zoll= und Devise weiteres die allge schriften.

59.41

6.61

10.01

1.978 1.978 1.982

59.29

9.99

1.978

73.421—"—"—

2•2

4.432 0.929 0.931

4.199 2.491 2.495 Privatdiskont L. S. dto. K. S.

0.949

2.491

59.41

6.65

10.01

1.96

0.931

2.495

% 2½ 2%

9 2¾

Geldsorten und Banknoten Amtliche Notlerung von

Belgische...... 100 Belge

Hollandische

100 Gulden

16. 10.

Geld Brief

2% 81.00 41.16

— 132.49 132.61

14. 10.

Geld] Brief

91.60 41.16

132.00 132.61

Metalle

dk Deutsche Elektrolytkupfer-Notiz, Berlin 16.10.

Votierung der Vereinig. für die deutsche Elektrolytkupfer­otlz, Elektrolytkupfer(wirebare) prompt eit Hamburg, remen oder Rotterdam

dk Preisnotlerung für Berliner Metalle 16 10.

Votierung d. Komm. d. Berliner Metallbörsenvorstandes briginal-Hütten-Aluminium, 98—99 Prozent, in Blöcken desgl. in Walz- oder Drahtbarren Silber in Barren ca. 1000 fein per kg

RM. für 100 kg. 61.50

RM für 100 kg 133 137

36.20—40.00

vieh) 1763 Stück, darunter: Ochsen 536, Bullen. 65,3

Färsen 367, Rinder direkt zugeführt 91.. zugeführt 41, Schafe, Lämmer und Hammel 1843. d geführt 183, Schweine 20 166, direkt zugeführt 404 land 107, Ziegen 151, direkt zugeführt 12.

Lebhafter Umsatz in Kartoffeln

Obschon Regenfälle in der Kartoffelernte die behinderten, konnten diese bisher jedoch gut geförd den. Die Anlieferungen in Speisekartoffeln neh

dauernd zu, so daß die erhöhten Ansorderungen der Verbrauchsgebiete überall befriedigt werden konn Zeit der Anlieferung der Winterkartoffeln ist jetzt ge Da die Kartoffeln in diesem Winter eine besondere der Ernährung spielen werden, darf man in diese mit einer erhöhten Einkellerung rechnen, zumal di##.

feln ja bezugscheinfrei sind. Bisher konnten die ne###ketschaltern bereit sten Wünsche, auch bezüglich der gelben Sorten, bei werden. In Futter= und Fabrikkartoffeln ist die ul paar Jeilen für u.

äußerst rege. Die verarbeitenden Betriebe sind Tätigkeit. Der Pflanzkartoffelmarkt hat, ebenfalls Umsatz aufzuweisen, indes hat das Geschäft bis auf

zuchten einen größeren Umfang noch nicht angenom

sätze hierzu sind vorhanden. Hochzuchten wie„E bote",„Voran“ usw. sind beim Züchter bereits a

au

Dollar: 2,493(Samstag 2,493) RM. Plund: 10.00(Samstag 10.00) RM.

Kultur und Unterhaltung:

Beginn der Essener Kammermusikzen

Das Folkwangquartett spielte

Dem ersten Essener Sinfoniekonzert der jetzigen Spielzeit

das aus, was man gemeinhin westfälisch nennt motivlich als auch in seiner erdenschweren Farbigkeit, von

erreicht und seinen echt romantischen Stimmungsinhalt durch zahlreiche technisch=musikalische Stusen führt, wurde im Essener Kammerkonzert für die Künstler zum Gegenstand stilvoller Darstellung und für alle Hörer zu einem nachhalti­

gen Erlebnis Handns wundervolles„Streichquar=,

tett in G=dur, Werk 77, Nr. 1, das die ganze Spur: Zeichnungen

weite und reife Meisterschaft des klassischen Komponisten

Selma Lagerlöf„Der Kaiser von Portugalien“

ein großformatiges„Hochofenwerk“ und eine schwere„Masu­rische Landschaft", die weniger detailliert als sein reizender kleiner„Blumenstrauß", aber nicht minder interessant sind. Hans Vilz bringt uns eine atmosphärisch, tonige„Nieder­

rheinlandschaft“ und erzwingt mit seinem„Wandbildentwurf für das Planetarium Düsseldorf Beachtung, weil es so in eder Beziehung der Forderung der Wand gerecht wird. Seine sind von graphischem Reiz.

Schm an u.

Die schon immer

eigenwillige Elisabeth Schmitz löst sich in ihrem helleren

9:18 Grug mit

in überlegener Behandlung von Form und Inhalt nachweist, Bild„Krug mit Blattpflanze“ erfreulich aus ihrer bisherigen fand stärksten Anklang. Eingespannt zwischen die 5eide# Hunkelfarbigkeit. Hermann Kätelhohn zeigt seine be­kammermusikalischen Standardwerke der Romantik und Klai# kannten sauberen Radierungen und Lithographien aus dem —„„ mol!“ von Mar

hatte das„Streichquartett in a=mv.

Donisch(geb. 1881), das als Erstaufführung erklang, eine besondere Probe zu bestehen. Damit stand an diesem Punkte ein Werk zur Diskussion, das seinen Temperaments­ausdruck formal stark pressen muß, um alles aufgebotene Ton­material auf der an sich intimen Basis des Streichquartett­

Das Essener Folkwangquartett(Alfred Kunze, Wil­helm Schroer. Karl Götz und Fritz Buhling) gestaltete die Kammermusikstunde im Kruppsaal des Städtischen, Saal­baues zu einem hohen Genuß solistischen Ensemblegeistes.

Da

sem En

daraus erwuchsen ausgezeichnete Leistungen, und in die­Ensemblegeist liegt die Gewähr dafür, daß das Folk­quartett eine Musiziergemeinschaft bleibt, die auch als

Bergmannsleben.„

Die Plastiken von Wilhelm Wulf

(Soest) und Robert

Westdeutsche Erstaufführung in Bieleseld

Als erste westdeutsche Bühne wagte sich das Bielefelder Stadttheater an die dramatische Ballade der schwedischen Dichterin, nachdem im vorigen Jahre das Berliner Schiller­theater durch Heinrich George das Werk. das bei der deut­schen Erstaufführung in Darmstadt umst ritten geblieben war, für die deutsche Bühne gewonnen hatte. Die westdeutsche Erstaufführung, inszeniert von Peter Otten, bestätigte die tiese Wirkungskraft dieser Dichtung, die ganz aus der Sphäre des Seelischen, des Hintergründigen gespeist wird. Es ist eine nordische Ballade: herb, grüblerisch, dem Inner­sten menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns zuge­wandt. Die Handlung, nicht einmal außergewöhnlich, ist, wie deutlich erkennbar, nur das äußere Gewand; die Men­schen und die Stimmung zu zeichnen, die seelische Entwick­lung und ihre Triebkräfte zu offenbaren, ist das Wesent­liche.

Dem entsprach auch in schöner Weise die Inszenierung Peter Ottens, die man als schlechthin vollkommen zu be­zeichnen geneigt ist. Er ließ das Publikum nach dem behut­samen Auftakt im ersten Bild vom zweiten Bild ab bis zum Schluß nicht mehr aus seinem Bann, er geleitete es durch die Tiefen menschlichen Schicksals und führte es in einer Stimmung von Schaudern und Ergriffenheit bis zum Tod und zur Läuterung der beiden Hauptpersonen, des „Kaisers". Jan Anderssen und seiner Tochter Klara, Fina Gullaborg, der„Kaiserin".

Soltau, Wurst und Wasserpumpe verschmelzen sofort zu einem Gedanken.

„Mensch“, brülle ich nach hinten,„die Wa frißt!!“

Er lacht, daß der goldene Eckzahn blitzt Korkenzieherspiralen. Wir landen bei Soltau. 2 scheint so eine Art Gutsgebäude zu sein. Kommt

Clem. J. Merbermann

wangquartett eine„

„Prophet im eigenen Lande“ viel gilt.

Ude Agena

Die Wasserpumpe frißt 7 erzählung von Robert Betsch

Dieses kleine Erlebnis spielt im Kriegsjahre 1916, zu einer Zeit, als eine Dauerwurst ein fast unvorstellbarer

mit Schaftstiefeln aus dem Hoftor? Und hinterher Mädel mit geblümter Schürze?! Natürlich. Es ist besitzer Schlöns, und das Mädel ist seine Tochter,

vannt. Tweer sagt nichts davon, daß, er vor wenlichend, eifrig zu samn

ein gutes Quantu

schon einmal hier in der Nähe notgelandet ist. Ei## Herrn Schlöns zum Frühschoppen, während ich mi Tochter den Rindvieh= und Schweinebestand und d# B leben des Federviehs zeigen lasse. Wir gehen auchtraße in Dorsten. Stück über die Felder, und ich versäume den Friger Radfahrer, der Die Dauerwurst rückt immer merklicher ins Neb

PünerwoueseTuu„„„„ oninr

tiefer ich in Miezes braune Augen schaue. Ich zwlotorradfahrer erlit

fast zu einem passenden Uebergang auf die Schwein ihre Bedeutung bei der teilweisen oder totalen Vern#haden davon Und während sie von der Schönheit des Fliegens und auf meinen Händedruck mit leichtem Erröten kann ich doch unmöglich auf eine Dauerwurstz kommen. Wir gehen Arm in Arm, und ich fühle, an mich schmiegt. Ein Lump, wer jetzt von Dauerw In einem Kiefernstand küssen wir uns. Finis 3

na

Ausstellung de

achen nochmals auf

„Der märkische Raum in der modernen westfälischen Kunst“.

Eröffnung der bedeutsamen Ausstellung in Recklinghausen

Die Stadt Recklinghausen eröffnete die Reihe der Kunst­ausstellungen im kommenden Winterhalbjahr. Das Zustande­kommen dieser Ausstellung ist das Verdienst des neuen Ober­bürgermeisters Irrgang. Die Ausstellung bringt sieben Maler und Graphiker und zwei Plastiker heraus, die im mar­kischen Raume Westfalens geboren sind, aber zum größten Teil in Düsseldorf wohnen. Kernstück der Ausstellung bildet Professor Schmurr mit zwanzig zum Teil großen Figuren zind Landschaftsbildern. In ihm drückt sich wohl am stärksten

*

Begriff geworden war. Mein Freund Tweer ist Abnahme­vilot, das heißt, er fliegt neue Kisten ein und prüft ihre Tauglichkeit fürs Feld. Eines Tages sehe ich ihn in einer Wolke erscheinen, und wenige Minuten später rollt er mit Kiste über den Piatz. Er springt heraus, und der

seiner

Monteur reicht ihm ein längliches Paket nach.

Ich habe eine Notlandung gemacht“, sagt er schmun­zelnd und schlebt das Patet in die Achselhöhle,„Wasserpumpe hat gefressen, Schwein gehabt.“

„Schwein gehabt:.

Natürlich, hier, bitte rieche!“ Triumphierend zeigt er das Paket, ja, er hält es mir unter die Nase.

„Da ist weiß der Henker eine Wurst drinnen“, sage ich und muß schlucken.

Klar. eine richtige Dauerwurst", antwortet Tweer, einfache Geschichte. Wasserpumpe frißt in 3000 Meter, in der Nähe von Soltau muß ich notlanden. Bauernhof in der Nähe. Bauer zetert bissel, weil ich ihm ins Kornfeld geraten bin, wird dann aber neugierig. Ich lasse ihn in die Kiste reingucken, am Knüppel drehen und am Gashebel spielen. Paar Minuten später sitze ich in der Stube und frühstücke Eier mit Schinken.“

„Eier mit Sch——?!“.„—„

„Jawohl, und mein Franz murkst an der Wasserpumpe herum, dann ißt er auch Eier mit Schinken. Als ich eine Stunde später starte, habe ich auch noch eine Wurst. Hier,

bitte rieche!"—„f.

Einige Tage später sind wir zusammen auf 3500 geklet­tert, da gibt mir Tweer einen Rippenstoß, zeigt nach unten und brüllt:„Dort liegt Soltau!“

denke ich. Wir verpassen auch noch das Mittagesser zurückkommen, höre ich den Propeller laufen.

„Mensch“, ruft Tweer,„höchste Zeit. Wo ho deine Lederjacke?" Mieze eilt ins Haus„= Lederjacke.

Mit ehrlicher Herzlichkeit nehmen wir Ab landen eine Viertelstunde später zu Hause. Als den Flugplatz rollen, zieht Tweer ein längliches aus. Mir wird ganz naßkalt im Rücken.

„Wo hast denn du deine Wurst?" Er betonte Soll das vielleicht eine Spitze sein?

„Wurst?! Woher Wurst, wieso Wurst?!“ Ich

„Ra, Mensch, Schäferstunden kannst du hier bong in der Sonntagni braucht keine Wasserpumpe zu fressen. Natürlich, weckanntgabe der Ter verliebten Pennäler spielst, kannst du keine Wur Ich bin geknickt. Da stehe ich, und er hat unterm Arm. Als ich später meine Lederjacke aufy ich etwas Rundes, Dickes, Weiches. Das habe ich# gefühlt, aber für Handschuhe und Kopfschützer ge

ziehe es hervor und habe einen kleinen Rollschit

Hand. In nackter, uneingewickelter Wirklichkeit. ich, sonst nichts. Wann hat sie denn bloß den Ro hineingesteckt? Richtig, als sie mir die Jacke hol Ach, wenn doch die Wasserpumpe noch würde!

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