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Sag mir wer die Trachoen mitich“, at Cafstäten Lön—a. a. mauch inter, sourlag ppparaten herbei eitien. Dex Spektahel wi.

Schtseatten konnen da aalch inleressantes Histörchen erzählen. So pflegte das bekannte Paldorf=Astoria in Newyork

Sag mir, wer die Trauben pflüchen soll, Wer wird pflücken und wer wird sie essen? Hab, doch niemand, keine Menschenseele,

Hav nur meinen lieben Gott, den einz'gen, Einzig Gott und meinen lieben Schatz. Gott ist oben, doch der Schatz ist fern!

Wer wird meine süßen Trauben essen?“

große Rolle spielt im bulgarischen Volksliede der Traum als Voraussage der Zu­kunft, als Warnung vor einem Geschehnis, als helfender Rat in der Not. Namentlich in letz­terer Eigenschaft findet er sich häufig in der epischen Volkspoesie. Bekannt ist der Rat zum Einmauern eines Opfers beim Brücken= oder Kirchenbau, wie in der Ballade vom Meister Manole, ein Motiv, das bei allen Balkanpöl­hom verbreitet ist.

uer Zungfrand Trauim:.

zum Schlafen legt sichs Mädchen, An dem Strande bei der Tanne.

Kam ein Windstoß von dem Meere,

Brach den Zweig von der Olive,

Schlug dem Mädchen auf die Wange. Davon wachte auf das Mädchen,

Fluchte kaut dem bösen Winde:

„O. du Wind, du Zauberwind,

Sollst nicht wehen, höre Wind!

Tief im Schlaf hab' ich gelegen Träumte einen süßen Traum.

Kamen da drei junge Burschen. Einer gab mir einen Goldring Und der zweite einen Apfel,

„Doch der dritte liebte mich.

Der den Ring mir hat gegeben,

Soll versuchen durchzuschlüpfen,

Der den Apfel mir gereicht hat,

Der soll immer grünen bleiben.

Der im Traum mich hat geliebt,

Den, o Herr, gib mir zum Mann!“

ef=Astoria in Newyork alljährlich den

Besuch einer reichen Engländerin zu erhalten, die eine Leidenschaft für Pelze hatte. Ganze Koffer danon schleppte sie mit sich herum, genug, um einen Eskimostamm auszustatten. Zur Aufbewahrung dieser Schätze mußte stets ein Zimmer neben dem ihrigen bereit ge­halten, jedes Möbelstück, selbst der Heizkörper daraus entfernt werden, damit„die Pelze auch immer in geraden Reihen hängen konnten“.

In einem großen Berliner Hotel verlangte ein Engländer ein Zimmer mit zwei Betten für sich allein und bezahlte auch ohne Murren den Preis für ein Doppelzimmer. Er schien ganz normal zu sein, nur fiel es auf, daß er ein für alle Mal um Mitternacht geweckt zu werden wünschte. Selbstverständlich geschah dies, wenngleich das Personal sich den Kopf zerbrach, was es damit für eine Bewandtnis ? Der Gast ging stets schon um nenn Uhr isen und verließ auch später nie mehr das botel. Schließlich stellte sich heraus, daß der Sonderling die Gewohnheit hatte, die ersten drei Stunden in dem einen Bette zu schlafen, um dann nach dem Wecken um Zwölj das andere aufzusuchen.

Eine reiche Amerikanerin verlangte die besten Zimmer in einem Hotel. Man war sicher, allen ihren Ansprüchen genügen zu können und führte die Dame nach ihrer An­kunft in die für sie bestimmten Räume. Aber sie war entsetzt: unmöglich könne sie in diesen Zimmern wohnen. Man erkundigte sich vor­sichtig, was sie an den wirklich tadellos aus­gestatteten Gemächern auszusetzen habe. Es ergab sich, daß die rote Tapete„nicht zu ihr passe“, und eiligst mußte eine Zimmerflucht in anderer Farbe für sie bereit gestellt werden.

In den historischen Liedern handelt es sichten Dirumer ehe sie einzied fur die bestimm­vorwiegend um die Heldentaten des Königs]“:“ Jtttiuer, eye sie einziehen, erst neu tape­

Marko, eine Gestalt, die den Serben mit den statten jasten pagd ich mit neuen

Bulgaren gemeinsam ist. Er war auch einsstrten lassen, kommt drüben gar nicht so selten

Serbe, fühlte sich aber als bulgarischer Königszor. Da sie dafür entsprechend zahlen, werden

des westbulgarischen Reiches mit der Haupt=sEifartige Wümnsche natürlich ohne weiteres er­stadt Prilep. Die Geschichte zeigt ihn nicht als"

pen Heiden des Volksliedes, sondern als den So pflegte eine verschrobene alte Dame in Verrater am Volkstum, denn er kämpfte aufseinem der ersten Hotels Newyorks alljährlich Seiten der Türken gegen die Christen, ähnlich immer wieder die gleichn Zimmer zu nehmen, wie der berühmte Cid, der als Kondottiere wobei sie die Bedingung stellte, daß jedesmal bald auf Seiten der Araber, bald auf Seiten in neuer Teppich, aber stets vom selben Muster Christen stand.., sin der gleiche Farbe, darin liege. Als sie

Aus grauer Vergangenheit stammen die my=seinmal wieder eingetroffen war, fand das thischen Stoffe, die Sonnenlieder, die vielleicht Zimmermädchen die Dame auf der Erde

kniend eifrig mit der Nase eine Ecke des Teppichs beschnüffeln. Die mißtrauische Alte hatte bei ihrem letzten Aufenthalt eine Ecke des Teppichs mit einem starken Parfüm ge­tränkt und überzeugte sich nun, ob die Hotel­leitung auch nicht gemogelt und den früheren

apparaten heires euten. Der Speklünel wie­derum versetzte die brave Leibwache in Todes­angst. Mit schlotternden Knien standen sie an der Wand aufgereiht da, das Schlimmste er­wartend. Schließlich kam, von dem Lärm aufgeschreckt, ihr Dolmetscher hinzu und klärke das kleine Mißverständnis zu allseitiger Zu­friedenheit auf. 115

druck gibt. Beim Tode eines geliebten Familien= gliedes dagegen zeigt das improvisierte Klage­lied, wie geschickt das Volk seine Gefühle in voetisch ergreifender Weise ohne langes Be­sinnen zum Ausdruck bringen kann.

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Seltsame

auf thrakisch=persischem Einfluß beruhen, die zahlreichen Lieder über die Feen(Samovilen),

Drachen(Zmej), Riesen(Juda, Zid) und Vam­pire. Auch die Zaubersprüche gegen Verhexung durch den„bösen Blick“ und Besprechungen ge­gegen Krankheit gehören in dieses Gebiet. Aber

die zahlreichsten Lieder enthält die Gattung der Teppichwirklich durch einen neuen ersetzt habe. Gelegenheitslieder, die bei bestimmten— sich Da sie keine Spuren des Parfüms feststellen, alljährlich wiederholenden oder ganz außer= konnte, blieb sie befriedigt wohnen. gewöhnlichen— Anlässen gesungen werden.] Eine der lustigsten Geschichten wird uns aus

Wenn= B. große Trockenheit herrscht, wirdldem Belmont=Hotel, gleichfalls in Newyork, ein nacktes Mädchen, meist eine Zigeunerin[berichtet. Hier nahmen für längere Zeit zwei mit Zweigen bedeckt und zieht mit den Ge=Schwestern Aufenthalt, die bald dadurch auf­fährtinnen unter Gesängen an den Regengottsfielen, daß jeden Morgen ein Bote eine große im Dorfe umher, wobei sie von den Hausfrauen] Tüte mit geschrotetem Mais für sie abgab. mit Wasser überschüttet wird. Alle kirchlichen Niemand vermochte zu ergründen, was die Feiertage geben Veranlassung zu Volksbräuchen beiden damit machten. Auch fiel es auf, daß die mit Liedern verbunden sind, nicht nur die ihr Zimmermädchen immer zu einer ganz großen Feste wie Weihnachten, Ostern undgenau bestimmten Stunde und stets nur ganz Pfingsten, sondern auch viele Heiligentage; vor kurze Zeit verweilen durfte. Eines Tages allem seiert man den Heiligen Georg bei Be= waren die beiden ausgegangen, ohne ihr Zim­ginn des Sommerhalbjahres. In der Lazarkimer verschlossen zu haben. Das Zimmer­wird die Schönheit von St. Lazarus besungen mädchen, von Neugier geplagt, betrat die der heilige Elias, der unter Donner und Blitz Räume und traute seinen Augen nicht, als es in den Himmel fuhr, wird als Donnergott an= im Badezimmer in der hochgefüllten Wanne gefleht, ebenso der heilige German, der thraki= zwei— Enten lustig umherschwimmen sah. ichen Ursprungs ist, als Regenspender. Auch Die Erklärung war nachher sehr einfach. Der Petrus, Johannes und andere Heilige kommenseinen der beiden Schwestern waren vom Arzt vor. Hochzeit, Verlobung und Ernte sind wei=frische Enteneier verordnet, und sie hatte nur tere Gelegenheiten, an denen das Volk seinenlauf diese Weise das ärztliche Gebot erfüllen freudigen Gefühlen in bestimmten Liedern Aus= zu können geglaubt.

Zu einem amüsanten Abenteuer gab schließ­lich noch ein hoher türkischer Würdenträger Veranlassung, de; mit sechs kräftiger Leib­wächtern im Hotel eintraf. Diese Garde mußte allnächtlich auf dem Hotelflur vor der Zim­mertür den Schlummer ihres Herrn bewachen. Eines Nachts revidierte ein Hotelangestellter die Feuermeldeanlage, ohne von der Anwesen­heit der seltsamen Gäste eine Ahnung zu

Die Dame mit den Pelzen.— Der Gast in denhaben. Er schritt in aller Seelenruhe einen : Matten— Die Enten in der Rodemanne, Jang entlang, als plötzlich ein scharfes Zischen

zwei Beiten.— Die Enten in der Babewannk.]an sein Oyr drang. Die Türken wollten sich

— Die türkische Leibwache veranlaßt(dadurch nur auf seine Annäherung aufmerk­

Feueralarm. ssam machen; der brave Angestellte jedoch, der

Vor Herbert Elvers. splötzlich sechs dunkle Gestalten sich vom Biden

von Kiberl Wreerr. serheben und auf sich zukommen sah, war zu

Die Riesenhotels der modernen Großstädte Tode erschrocken. Er wußte keinen anderen beherbergen erlesene Gäste; nicht wenige sind Rat, als den nächsten Feuermelder zu ziehen, darunter, die sich nur durch ihre Verschroben=worauf alsbald schrilles Klingeln ertönte und

Weshalb sich Eskimos erkälten.

Gelegentlich einer Studienreise an die West­

kiste Grönlands machten einige Aerzte die auf­lende Entdeckung, daß in bestimmten Eski­mosiedlungen fast jeder Bewohner an starker Erkältung litt, während die Insassen anderer Ortschaften gänzlich davon frei waren. Nähere Untersuchungen zeigten, daß von den erst­genannten Siedlungen der eine oder andere Eingeborene schon gelegentlich mit der Außen­welt, d. h. in diesem Falle mit Europäern oder Amerikanern, in Verbindung gestanden hatte. Bei den anderen war dies nicht der Fall wesen. Seltsamerweise trat aber auch bei die­sen innerhalb 48 bis 72 Stunden nach Eintref­fen der Expedition eine allgemeine Erkältungs­epidemie auf. Fast jeder Eskimo litt an Hu­sten, Schnupfen und anderen Anzeichen einer starken Erkältung.— In der gleichen Weise wie diese scheinen auch andere Krankheiten, wie Scharlach und Diphterie, von den Weißen auf die Eskimos übertragen zu werden. In­dessen wiesen zahlreiche Blutproben nach, daß die Kinder in ihrem Blute gewisse Stoffe be­sitzen, die sie gegen die genannten Krankhei­ten besonders widerstandsfähig machen. Jeden­falls treten diese, wenn sie bei den Eskimos eingeschleppt werden, nicht in besonders ge­fährlicher Weise auf, während sonst von Wei­ßen auf Naturvölker übertragene Krankheiten ganz verheerend zu wirken pflegen, bis nach einigen Generationen eine gewisse Anpassung erfolgt ist. Auf einzelnen Südseeinseln wurde z. B. durch von außen eingeschleppte Krank­heiten die ganze Bevölkerung vernichtet. Die Erfindung der Zigarette.

Es war im Jahre 1881. Jbrahim Pascha, der Vizekönig von Aegypten belogerte Akka. Seine Artillerie hatte sich vortrefflich gehalten und

sollte dafür belohnt werden. So ließ der dank­ire Feldherr einen großen Ballen besten ägyptischen Tabaks und eine riesige Wasser­pfeise in das Lager der Kanoniere schaften, denn schon damals gehörte das Rauchen zu den höchsten Genüssen des Soldaten. Kaum hatten diese aber begonnen, sich des Geschenkes zu er­freuen, da begannen die belagerten Türken er­neut die Kanonade. Eine der ersten Kugeln traf die Wasserpfeife und setzte sie außer Ge­fecht. Die Aegypter erwiderten das feindliche Feuer und brachten es bald zum Schweigen. Ihre Wasserpfeise aber wurde dadurch nicht wieder heil. So zerbrachen sich die Kanoniere obendrein auch noch die Köpfe über die Frage, was nun mit dem köstlichen Tabak geschehen sollte. Da ergriff einer von ihnen eine der herumliegenden Papierhülsen, die zum An­zünden der Lunten dienten, stopfte sie voll Ta­bak und setzte sie in Brand. Die Zigarette war erfunden.

Neues von der Koralle.

Einen seltsamen Bericht über„Gemästete Blüten" bringt das soeben erschienene Maiheft der Koralle. Da nicht nur die bestgemösteten Tiere, sondern auch die bestgemästeten Pflan­zen den Markt beherrschen, müssen sich verschie­dener Pflanzen eine Mastkur gefallen lassen. Wie der„Speck“ unserer Obstsorten, die vollen Köpfe der Salat, und Kohlpflanzen, sind die gefüllten Blütenstände der Zierblumenauch nur

durch„Mästung" der Pflanze erreicht. Die „Koralle" erzählt in ihrem Aufsatz, wie diese Mästung— oft auf Kosten der Fortpflan­zungsfähigkett— vorgenommen wird und worin die Fütterung besteht.— In einem anderen Aufsatz setzt Dr. Lutz Heck seine in einem früheren Heft der„Koralle" begonnene Schilderung seiner Tierfänge in Ostafrika fort. Diesmal erzählt er von der Jagd aus Zebra und Gnu.— Ueberdies liest man von den unterirdischen„Termitenbauten" des Groß­stadtverkehrs, von der Statistik des Strom­verbrauchs und vom Tonfilm. Neuigkeiten für Alpinisten und Berichte von Bergfahrten lerzählen von der Schönheit der Berge, ein Aufsatz über Seeverkehr von den Gezeiten der Meere. Durch schönes Bildmaterial sind alle Artikel besonders lebendig gestaltet.

Verantwortlich: H. Semmelmann, Altena. Druck mnd Verlaa: Dr C. Santz. Altena.

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Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung

Nr. 21

Mittwoch, 22. Mai

1929

Erinnerungen an die Soester Familie Geck

Nachdruck(mit und ohne Quellenangabe) verboten.

V.

Ich ging damals nach Dortmund und wollte, weil ich schon das Alter dazu besaß, in 1 oder 1½ Jahren die Universität besuchen. Die Kürze der Zeit, in welcher ich nun noch mich mit so manchen Gegenständen des Wissens be­schäftigen wollte und mußte, mochte denn auch die Ursache sein, daß ich nachher gewünscht habe, in mancher Hinsicht vollkommener gewe­sen zu sein. Doch soviel ist gewiß, daß mein eifriges unverdrossenes Studieren vieles nach­holte und daß ich mit mehreren Kenntnissen die Universität bezog, als die meisten meiner Mitschüler. Drittehalb Jahre genoß ich nun den angenehmen Aufenthalt in dem herrlichen Heidelberg; ewig unvergeßlich bleiben mir die Tage meines Aufenthaltes in dieser himmlich schönen Gegend, die den Namen des Paradie­ses von Deutschland verdient; nie werden mei­nem Andenken die schauerlich schönen Ruinen entschwinden, in denen sitzend jener unsterb­liche Dichter sich Lorbeeren ersang; noch immer spielte meine Fantasie in jenen schönen Garten bei Schwetzingen hinein, der durch den Schön­heitssinn des letzten Kurfursten von Pfalz­bayern sich vor allen anderen Gärten Deutsch­lands auszeichnete. Doch lebt wohl, ihr schö­nen Gefilde, die ich vielleicht nie wieder er­blicke, ihr schuft der Wonnetage wie viele. So war ich denn— nach der gewöhnlichen Mei­nung— ausstudiert, nach einem Vierteljahre examiniert und nach Verlauf von elf Monden zum Justizcommissar ereirt.

Wenn die erste Erziehung, die Erziehung in der Kindheit, der Knaben= und der ersten Jüng­lingsjahre den Charakter des Menschen auf seine ganze Lebenszeit fixiert, ihm eine Rich­tung geben soll, der er, wenn nicht außeror­dentliche Begebenheiten ihn anders bestimmen oder lenken, gewöhnlich zeitlebens folgt, so ist es doch unverkennbar, daß das angeborene Naturell vielen Einfluß auf die Bestimmung, auf die Fixierung des Charakters hat. Bei mir vereinte sich Beides, um zu werden, was ich ge­worden. Meine Erziehung war darauf berech­net, um im stillen kleinen Kreise der Mensch­heit zu nutzen, um unter wenig Umgebungen, entfernt vom glänzenden geräuschvollen Schau­platz der großen Welt, einstens mein Licht leuchten zu lassen, mein natürliches Tempera­ment durchbrach diese Erziehung nicht, das eine paßte vielmehr zu dem anderen.— Sanftmut des Charakters, Befreitsein von wilden zügel­losen Leidenschaften, Angewöhnung an stillen häuslichen Fleiß, und Entferntsein von der großen Welt und ihrem Spektakel, Ruhe des Temperaments in Verbindung mit meiner Er­ziehung, mußten mich zu jenem Menschen machen, der ein stilles häusliches Vergnügen, den der Umgang mit einigen wenigen Freun­den weit mehr Vergnügen gewährt, als das unstete Herumtreiben, der im Kreise eines ein­zigen Freundes sich tausendmal behaglicher fühlt, als umgeben von der zahlreichsten Ge­sellschaft, bei der die wahre reine Freude so selten einkehrt. Ich liebe mit Rousseau die Einsamkeit, wenn sie ein Freund mit mir ge­nießt und ziehe die stille Freude, gleich diesem Naturfreunde, dem schönsten Schauspiel in der großen Welt vor.“

Die zweite Biographie ist im Jahre 1825, dem 10jährigen Jubiläum seiner Tätigkeit in Soest verfaßt. Sie beschränkt sich vornehmlich auf die Schilderung der städtischen Institute,

gungsfeld keineswegs erschöpfte, sondern, daß ee noch auf manch' anderen Gebieten Wesent­liches geleistet hat. 1815 kam ich nach Soest, woselbst ich im März zum ersten Assessor er­nannt war. Ich war mit meinem Wirkungs­kreis zufrieden und wenn ich mich so ausdrük­ken darf, mein Wirkungskreis mit mir. Meine Amtstätigkeit erwies mir die Achtung, mein Benehmen bei derselben die Liebe meiner Mit­bürger.

Eine schlaffe Verwaltung herrschte schon seit Langem in den städtischen Instituten in Soest. — Die Justiz ausgenommen.— Der 1809 auf­gehobene Magistrat— einst ein ansehnliches

Ausführung derselben, über die unoronung

und Unregelmäßigkeiten in diesen Verwal=„Hab ich doch schöner noch nie die kommende

guf die Schilderung der städtischen Institute tungszweigen erweckten bei den Soestern, sor.... Sonne gesehen!

die von iym verwaltet vezw. organisiert wur= wie bei den overen Behörden die Idee, daß ich Sieh', wie prachtvoll dart si­

den. Wir wissen aber aus dem Buche von vielleicht mit Umsicht und Kraft dem Unwesen Osten entschwebet.“—

Hugo Geck„Erinnerungen über die Soester'steuern könne. Daher sah ich mich schon in Ruhig und behr, wie ein

Familie Geck“, daß sich hiermit sein Betäti=den ersten Jahren meines Fuuenthaltes in— Stürme

hetdanste

Soest als Mitglied oder an der Spitze der ver schiedenen Branchen der städtischen Verwat

tung.

1818 wurde ich zum Mitgliede des Stadt Gemeinderats erwählt und blieb es bis Ende 1824, wo ich wegen zu vieler Berufs=Geschäfte prs Pisheim. Pe schrieb damals das 1825 be Nasse gedruckte, auch der Jetztzei noch sehr wertvolle Buch: Topographisch=histo risch=statistische Beschreibung der Stadt Soet un dder Soester Börde). Ohne Uebertreibung ohne in Gefahr zu geraten, des Eigendünkels beschuldigt zu werden, kann ich behaupten, das sich erst, seit dem ich Mitglied dieses Kolleg­

Kollegium von viel umfassender Macht und wurde, dasselbe als wirklicher Repräsentan großem Ansehen— war in den letzten Dezen=der Bürgerschaft bewährte. Erst in Trägheit, Inkonsequenz und vielerlei Zeitpunkt an wurden die Unordnung versunken. Die französische Muni=Bürgermeisters, so weit sie vor den Gemeinde­zipalverwaltung war nicht geeignet gewesen,srat gehörten, geprüft und über ihre Zweck­den städtischen Beamten einen besseren Geist mäßigkeit und Nichtigkeit nach einzuhauchen und die Reorganisation 1814 bis Vorschrift entschieden. Erst von jetzt ab nahm hatte keine glücklichen Wahlen, keine das Kolleg eine eigene selbständige glückliche Aenderung getroffen. Der Muni=sein.— Doch fehlte eine Gemeindeordnung und

Gemeinde=Rat war von leblosenleine gesetzliche Instruktion, die Menschen, unbekannt mit seinen Pflichten und und Rechte des Gemeinderats bestimmte und Rechten und ohne Kraft und ohne festen Willen. daher füllte er auch in diesem Zeitraum Der Maire oder Bürgermeister bediente sich nicht so seinen Standpunkt aus, wie dieses sonst

seiner kaum, um seinen, oft verkehrten Hand=geschehen sein würde. Denn willkürlich nur lungen etwas mehr äußeres Ansehen und Ge=beachtete der Bürgermeister den Gemeinderat wicht im Publikum zu geben. Deutliche und und er führte oft seine Beschlüsse gar nicht ausreichende Gesetze fehlten, die ihm seinensoder saumselig und nachlässig aus. Dem Ge­Wirkungskreis anwiesen und die vorhandenen meinderate fehlte die gesetzmäßige Kontrolle. Gesetze waren ihm nicht einmal bekannt.[Doch hat er unverkennbar in diesem

Der Bürgermeister(2Bathe?) war träge imlviel Gutes gewirkt. Vertchan

höchsten Grade und opferte jedes Wohl der 1818(30 Jahre alt) wurde ich Stadt und Bürgerschaft seiner Gemächlichkeitsten des neu gebildeten Waisenhaus= und

auf. Und sein Nachfolger(Zur Megede 1816)men=Direktoriums ernannt und darf es

anfangs tätig und kräftig, doch egoistisch undlsagen, daß es meiner Tätigkeit

herrschsuchtig, verfiel endlich in die gleiche Un= gelang, in zwei Jahren

Sciäshei sesercste Lleich jenem Halbheit umdsanzagsts Waissenhaus und die General=Armen­

war antätg undsübrig lassenden Ordnung bringen; ihre unordentlich und bekümmerte sich weder umsinnere und äußere Einrichtung schuf ich zum die Waisen und ihre Pflege, noch um das Ver=[Teil ganz neu und manche nützliche und heil­mögen dieser Anstalt und ihrer Verwaltung.ssame Anordnung wurde mit kräftigem Sinn,

Die Städtische Armenanstalt stand unter dem= unbekümmert um kleinlichen Tadel und Wi­selben Direktor, der weder die Armen noch diesdersgruch, zum Wohle von Armut und Hülf­gonds kannte, alles dem Rendanten überließ(ospegen ausgeführt 8 20

und nichts tat, als in den 14tägigen Sitzungen! Schwer nur kann sich der Verfasser(sein einzelnen Armen Unterstützungen zu bewilli=Enkel Julius Geck zu Dresden) vom Studium gen.„„ des vom Großvater so geliebten Tagebuches

Beider Anstalten Rechnungen lagen seit Jah=strennen und er kann frohen und dankbaren ren zwar fertig aber nicht abgenommen und Herzens feststellen, daß viele seiner ihm der Rendant hatte weder Sicherheit bestellt,seigenen Lebenszüge und Eigenschaften noch noch besaß er Vermögen, an das man sichlheute in den Nachkommen fortleben. schlimmsten Falls halten konnte. Die einzel­“

nen Mitglieder schoben alle Schuld an dieser Die älteste Tochter erhielt nach ihrer Mun Unordnung auf den Vorsitzenden, den Stadt=ster den Namen Dorothea(Dorchen). Sie galt ohne jedoch kräftige Sprache als das schönste Mädchen in Soest und heiratete gegen denselben zu führen..(den Pfarrer Erkenzweig zu Drechen,

Noch schlimmer sah es mit dem Schulwesen Rittergutsbesitzer auf Haus Fröuspert. Sie

aus. Seit länger denn 12 Jahren hatte die wurde die Stammutter altangesehener weit­

obere Behörde die gänzliche Umgestaltung des=verzweigten Altenaer Familien dadurch, daß selben befohlen. Allein an der Kraftlosigkeitsdrei ihrer Töchter in die bekannten Familien der Behörde und an der zum Teil wirklichen Gerdes und Stromberg heirateten. Unausführkeit der von den Schulkommissionen]„###

vorgeschlagenen Pläne zur Umgestaltung schei= Zum Abschluß unserer Veröffentlichung noch terte jeder Beginn. Alles blieb, wie es seitsein Gedicht unseres derzeitigen Jahrhunderten war. Jede Gemeinde hatte in W. Schmoele— jetzt in Philodolphig Arzt###d

besonderen Schulen, in denen ein Lehrer im Industrieller 400

engen dumpfen Zimmer 100 bis 160 Kinderl.9g##: wwahrscheinlich aus dem Jahre Mädchen und Knaben, große und kleine Schu=18832. Das lieblichste Bild, die ältere Schwe­bunt durcheinander unterrichtete. ster Dorchen, ni sattor(wenn ich nicht irve)

Verschiedene meiner Aeußerungen über dielvon ihm und dem Freunde geliebt fehlt

Halbheit und Schlaffheit der ergriffenen Maß= Ueberliefer:.

regeln, über die noch größere Schlaffheit in derlgung durch den ältesten Sahn, den

dig#rdmn#- Landgerichtsrat Heinrich Geck.

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