Roch kehk ihre Seele i dem lichtdurchfluteten Gemach, lebendig wird uns hier das Bild der jungfräulichen Sängerin.„Jetzt liegt mir nichte daran, berühmt zu sein, aber in fünfzig Jayren möchte ich gelesen werden", hat sie
einse geschrieben. Ihr vorahnander Bunsch in
3 Kuche und Keller im
in
gegangen.
Erisch ist seine Lust, sein Schritt
Brüderchen
Eine Geschichte von Ludwig Bäte.
und eoche sie mit ekwas WasIn die kochende Zucherlösung lege nan u kunl soine die Kürbiostüche, lisse aufwallen und nehme
und würzig seinsie wieder heraus. Den Saft gieße man durch Stock, geh auf die ein Haarsieb, gebe nochmals die gleiche Menge
rehang hinauf und Zucher herzu, hoche die Lösung jirupdich ein, müde bist, iß ein haib Duzend rot=##### erkalten und gieße ihn über den in Aepfel, die dir der Oktober inskleine Gläser gefüllten Kürbis. Da er sehr „ a Okto= stärkend wirkt, wird der deutsche Ingwer
undlgut von schwachen Magen vertragen.
Oktater!
Hand, kräf
Such dir einen festen dstraße, klettere den Berg wenn du wangiger
froher Geberlaune in den Schoß wirft. bernacht! wie duftest du nach Nüssen Zerkein, wie süßz sind dein Wein und Most Geschäftige Hausfrau, die du emsig am Herde Seher iag deine Speisekammer, deinen
Blaungrauen, schon ein wenig energischen undsund Gesigel, durchnag in eriesener Leicht) Aus dcm Enzen und Wcllen
das Krüderchen gesteut, dn ihm der Storcher Pauehder hahrnt Len s.— Gel,apestrien.
bringen sollte. Daß es ein Junge sein würde geslesch Prt wmm von der Bursca, legt dir„ Der geinectecd ciur ven
stand von vornherein fest:„Rädchens sind hat=schzrteugt, Fesaon, Wildente, Auerhuhn oders. Die Umwälzung auf dem Gebiet der Rode
zig mit denen hann man nicht spieleni“ Birnengahn, Schnepfe oder Krammetswogel[Sorger giet hahen zzgmen viefach schwere
Nun war sein Wunsch erfüllt, doch durfte er Läch
das Wunder noch nicht sehen, erst mußte dielfliegen der Bäuerin vom Hof. Ganze Wazzon=[päischen Tracht die Schneiderrechnungen be
Mutter im Brüderhaus, wie er die Klinikladungen des breischenden Geflügels rollen insträchtlich gewachsen sind und daß sie mit dem nannte, lernen, wie man mit dem Kleinen die Großstädte. O geschätzte Fettleber, wiesihnen bewilligten Nadelgeld beim besten Billen umzugehen hatte. Das hatte sich seit seinenjedel ist deine Zubereitung: wie entzückt ist der sicht auskommen. Ihren Vorstellungen um ersten Togen— er war ja schon so groß!— Feinschmecker von dir und deiner Vielseitig= eine angemessene Erhöhung ihres Toilettensehr geändert, und ihm war das auch klarskeit. Aber auch einfachere Dinge können lecker#tats leihen die Männer vielfach ein taubes geworden.. ssein. Ke kösti'tz sied er Pilzzerichte in den Ohr. Infolgedessen hat sich nun eine Rehe
Der kleine Bruder entzückte ihn nun nicht Togen des welkenden Laubes. Champignon, vornehmer Damen in Angora zusammengetan sonderlich. Verschrumpelt und mit zugekzif. Steinpilz, Kapuzinerpilz, Reizker und dershet, Her,, Witasießer„Ein=Kleid=Klub gegrün
fenen Augen lag er in seinem Bettchen und gelde Pfiffe srie sämmerlich, als er ihm nach seiner An-skoteletten
sicht sehr leise und behutsam über den Kopfsam besten aus Steinschwämmchen, Pfifferlin=(zu tragen. Da dem Klub einige Damen der
streicheln wolte. Auch seiner Schilderung dersgen, Bovisten, Relkenblätterpilzen und Cham=seksten Gesellschaft von Angora beigetreten sino, neuen Eisenbahn brachte er keine weitere An=pignons bereitet. Auch Reio in Pilzbrühe istlgehört es in der neuen türkischen Hauptstadt teilnahme entgegen, sondern starrte unver=etwas für Kenner! zum guten Ton, gleichfalls Mitglied des selt
wandt gegen das Musselindach des Körbchens.] Mit vollen Händen spendet der Oktoberssamen Vereins zu werden und seine Nodevor
Ebenfalls schien ihn die mitgebrachte Jahr= seine Schätze. Die Hausfrau kann wählerisch hie Win zu befolgeg. Auch in der Türkei iegen marktsflöte nicht zu lochen. Ein wenig ge=ssein. Feld und Garten bescheren alle Kohlan, Pänner Wert darauf, daß ihre Frauen gut kränkt nahm der Sechsjährige Abschied, und und Rübenarten. Gänsebraten mit Grünkohl,s0wezogen sind, und so hoffen diese mit einem nur die baldige Wiederkunft der Mutter ver= Schmorbraten mit Rotkraut, Kaldsbrust mitswirkbigz, großen aufgebot von Selbstverleugmochte ihn noch zu trösten. Posephaßl, Weiß und
fleisch, Teltower
sekammer strozt von k.:r.ichen## keit der Männer zuerst unterliegt.
Aleine Lümmern, der Later hatte sehzx, viel zusio gum Rande. Nun honn der Winter dom uum. Der Schwlegermüter=Klut.
tun, und auf dem Mädchen log vie Burde desimen. Denken wir auch an die herrlichen Kom-], Um einem dringenden Bedürfnis abzuhelfen, den Haushalts. Mißmutig stocherte derspotte, die die Hausfrau für den Winter ein= hat sich in Indianopolis(Vereinigte Staaten) Aeltere im Spielzimmer herum, kramte unter wecht In wie vielen Variat onen vermag sie ein recht seltsamer Klub gebildet. Sämtliche seinen Bilderbüchern, die er dem Brüderchen den Kürbis als leckeres Mahl herzurichten und Nütter dieser Stadt, die im Besitz von heihatte vorlesen wollen, und war haum zu be= selbst die noch grünen Tomaten finden alssratsfähigen Töchtern sind, haben sich zu einem wegen, an das Bett zu kommen oder zuzu=Kompott Verwendung, indem sie wie Keine= Klub der Schwiegermütter zusammengesunden.
eingeweckt werden. Marmeladen sind Wehe dem jungen Manne, der es auf die
Er
Zunge wor. Nur die lutter eben so liebe
herung
den
ie eserschies haecd eigeiler der Aan. eseiget Aonei en Ausiskelalce al. dile wie uis Bruder, hattessetzt die Zeit des Rüben= und Pflaumenmug=sven Ehestandsbewerber scharf unter die Lupe
ihn veranlaßt, seinen Barrosenmantel wieder kochens herangekommen.. nimmt. Nachforschungen werden angestellt
an den Haken zu hängen. Die Mutter, die Von allen zwölf Kindern des Jahres bist du, über Alter, Beruf und Vermögen. Seine Vorlangsam genas, suchte ihn mit den alten Be=[Oktober, einer der reichsten!— wo— züge und seine Fehler werden verzeichnet, se.n
weisen der Zärtlichkeit von neuem zu gewin(Charakter wird kritisch betrachtet. War er
nen, es blieb jedoch in dem seinspürigen, früy 12—.(schon einmal verlobt, dann sucht man nach den
Einmachen von Kürbis
Bis eines Tages ein Ereignig den verschlos= haig tenen, beinahe ein wenig gewollt abgesperrtensgr#gchlte Kürbisf Schacht weit aufstieß. Vteroicn und drück
u 8. S.i Settmn uc ws zzne sie zur Kleinbächerei benutzt Fizuren aus. Die
Bei dem Kleinen yarten sich Fieveranfäue Abfälle kann man sehr vorteilhaft zu Kürbiseingestellt, die den winzigen Körper bald sossuxpen oder deutschem Ingwer verwenden. Die schüttelten, daß jeder das Schlimmste befürch ausgestochenen Kürbisfiguren begießt man mit tete. Man hatte es dem Sechsjährigen selbst=Essig, läßt sie einen halben Tug stehen, dann verständlich zu verheimlichen gewußt, aber der gließt man den Essig ab und kocht ihn mit
Prache: Besuch des ihm gut bekannten Doktors Zucher(auf einen Liter Essig ein Pfund
dte ihn mißtrauisch, und das Mädchen sagte Zucker), etwas Zimt und in Strei ihm schließlich alles. Blaß schlich er an die teuer Zitronenschale klar, schäumt ab, tut den Tür und horchte. Drinnen war es still, die Kürbis hinein und läßt ihn gor kochen. Dann Mutter schien soeben hinaus gegangen zu sein. nimmt man ihn mit dem Schaumlöffel heraus Auf hochgehobenen Füßen schlich er ans Bett. und bringt in in Gläser. Dann kocht man
Dicher Schweiß stand auf der kleinen Stirn.lden Saft noch ziemlich dick ein und gießt
Er wagte nicht, sie zu streicheln und nur ungeschickt eine Fliege ab, die sich auf
Grüden für den Rückgang der Verlobung. Sind alle Auskünfte günstig, dann erst findet der Kandidat Gunst in den Augen seiner Es ist wens= bekannt daß mn Kürhis zemidac ung.....s soll vorgekommen sein,
lig oenattz“, buiß num zugzeg baß manchem Jüngling die Prüfungszeit zu
Eamachen auch in schöne Fmmer chneizen lange gedauert und er es sich inzwischen an
an das Zusammenleben mit den Erwachsenen gewöhnten Kinde eine Unbestimmtheit, die sich
ost guälend, in den großen, Augen gnsdrücktesKürbis zum Einmachen in Formen zu schnelden Scehwieger Gurst. und dem klaren, ungetrübten Gesicht etwas rasch Reisendes gab.
kann. Man
kürbisfleisch schnelde: man zentime]de“ überlegt hat: Rutter und Tochter blieden —it chlechfarmen wes uug dann als abgewiesene Schwiegermutter und
drückt mir Biechformen, wie man Braut auf dem Schlachtfelde zurück und kann
weiße Wolldecke setzen wollte. Tränen quollen ihm aus den Augen. Die Uhr tickte in der Ecke. Vorsichtig schob er einen Stuhl herbei und hielt, wie er das oft vom Vater gesehen hatte, das Perpendikel an.
Gardine, durch die sich ein
eingekocht und kalt über den Kürbis gegossen.
Kürbis als deutschen Jugwer einzumachen.
Hierzu eignet sich am besten das Fleisch des Dann zog er die hellgrünen Kürbis, das dem ostindischen IngStreisen Sonnen=wer an Aussehen und Geschmack in vieler
licht schob, enger zusammen. Unverwandt be=[Hinsicht ähnlich ist. Soweit die Schale hort obachtete er dabei das Gesicht des Schlafenden. ist, wird der Kürbis abgeschält, das KernPlötzlich schlug der Kleine die Augen auf, gehäuse mit einem Löffel von dem weichen und ein Lächeln lief, wie es ihm schien, um den Fleisch und den Kernen befreit und das feste Mund, der sich nach dem entflohenen Fieber Fleisch in Stücke von der Stärke eines kleinen entspannte. Da stürzte der Sechsjährige auf Fingers geschnitten Nun wiegt man die den Korb los und preßte sein heißes Gesicht in Menge ab und läßt den Kürbis in stark die Kissen:„Mein süßes Brüderchen, morgen kochendem Wasser halb gar kochen. Dann läßt fahre ich dich in den Garten!" man ihn auf einem Siebe gut abtropfen, legt
Die Mutter, die sacht hinzugetreten war, die Stücke in eine Porzellanschüssel und beschloß ihren Jungen, in dem zum erstenmal das streut reichlich mit feinpulverisiertem Ingwer Leben sich aus dem triebhaften Dunkel von ur= und feingestoßenem Pfeffer, decke die Schüssel fernen, grausamen Anfängen her überwunden gut zu und lasse bis zum anderen Tage hatte, wortlos in die urme. stehen,
Staut auf dem Schlachtselbe zuruch und konnten sich im Klub der Schwiegermutter trösten lassen. Dieser Klub ist wohl auch nur in Amerika möglich, in Europa würde er nur wenige Mitglieder bekommen können, vor allem wohl deshalb, weil bei uns vermögende Ehestandsbewerber nicht gerade zu den Alltäglichkeiten zählen.
„Schneidern noch leichter! Wer BeyerSchnitte kennt— und Millionen Frauen arbeiten danach selbst ihre Kleidung— weiß, daß ihre modische Paßform nicht zu übertrefsen ist. Durch eine neue Erfindung ist jetzt auch das Letzte getan, um das Zuschneiden zu vereinfachen. Das ist der Bunte BeyerSchnitt(ges. gesch.). Seine Teile sind in verschiedenen Farben hergestellt und fügen sich vor den Augen der Beschauerin gleichsam von selbst zusammen: Leibchen und zugehörige Teile— grünes Papier. Aermel und zugehörige Teile — kila Papier. Rock und zugehörige Teile— rotes Papier. Futter und zugehörige Teile— gelbes Papier. Man geht mit Ruhe und Sicherheit ans Zuschneiden, ohne erst lange über die einzelnen Teile nachgrübeln zu müssen. Die eilige Berufsschneiderin und die vielgeplagte Hausfrau arbeiten künftig nur nach Bunten Beyer=Schnitten. Modelle in allen Beyer=Zeitschriften und Beyers Modeführern; durch alle einschlägigen Geschäfte zu beziehen oder direkt vom Beyer=Verlag, Leipzig, Weststraße 72.
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Praden
4 0
Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung
Altena, den 9. Oktober
Nr. 41
1928
Blumenkunst— Frauenberufe
Von Franziska Bruck.
Leiterin der Schule für Blumenschmuck. Das Sommerblühen hat geendet. Der glühende Herbst umarmt die Blumenwelt und führt sie ihrer letzten Erfüllung entgegen. Die Saat wird zur reifen Frucht, welche dem Naturgesetz folgend das Pflanzengeschlecht vor dem Aussterben schützt. Doch ehe das Werden und Wachsen wieder anhebt, verlangt unser Heimatboden seine Ruhezeit.
Bald hat die Landschaft alle farbenfrohe Bewegtheit eingebüßt, nur die immergrüne Nadel= und Blattwelt wird als Wahrzeichen schaffenden Naturlebens in unserem Gesichtskreis bleiben, sie schmückt die Oberfläche auf ihre Art. Seltsam schwere Formen in dunkelsten Tuschen treten jetzt in Erscheinung— oft gespensterhaft im Schneetreiben und Eiskristall. Doch der Naturfreund ist auch mit diesen wetterfesten, winterharten Pflanzenwesen eng vertraut und schätzt ihre Eigenart. Vielleicht gerade deshalb, weil sie im Gegensatz zur blühenden Schönheit heißer Sommertage stehen. — Wer verstanden hat, diese auszunutzen, zu genießen, dessen Sommer war nicht vertändelt, nicht verloren. Leichter kommt der Glückliche über grauschwere Wintertage hinweg.
Für jeden wären nun diese Freudenfunken in oft kärglichem Dasein erreichbar, gleich wohltuend für Auge und Gemüt, wenn er rechtzeitig gelernt hätte, mit vergeistigtem Auge zu sehen. Entfachen und wach halten den Funken, dann wird er zur wärmenden Flamme. Es bedarf hierfür der Anregung von frühester Kindheit an. Aber von wem soll der Weckruf ausgehen? Von Frau und Mutter! Sie sollte nicht versäumen, die Liebe zur Natur. zur Blume in die Seele des Kindes zu pflanzen. Das Blühen umkränzt ja unser ganzes Leben— Mensch und Blume gehören zusammen Viele gehen leider gedankenlos an ihnen vorüber und lassen es an der notwendigen Pflegetätigkeit fehlen.
Gebt Kindern Blumen in die Hand! Weckt Sinn und Gefühl für das ewig lebendige Schöne in der Natur. Hört selbst nicht auf zu sehen und gebt es weiter, weil der Umgang mit der Pflanzenwelt tief innerliche Bereicherung und Bildung bedeutet. Selbst das kleinste Kräutlein am Wegrand weist einen staunenswerten Formenschatz auf, und die bescheidenste Blüte kann durch Farbe und Duft entzücken. Denken wir an die reiche Flora des Wildpflanzengebietes. Belehren wir die Jugend auf Wanderungen, Organismus und Eigenart jeder Pflanze zu erkennen und zu würdigen. Dann lägen weniger welke Sträuße auf der Landstraße und in Gräben. Bei genügender Weitsichtigkeit können Erzieher dem jungen Menschen wertvolle Richtlinien für die künstlerische Gestaltung der Blumen geben. Begabung darf nicht im Dilettantismus stecken bleiben oder gar verstümmeln.
So schuf ich nach vieljähriger Berufsarbeit schließlich meine Schule für Blumenschmuck in Berlin. Das klingt einfach und selbstverständlich, gelang aber erst nach harten Kämpfen. Der Untericht umfaßt verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten für Haus und Beruf. Was meine Mutter und spätere Selbsterziehung in mir anregte und bildete, gebe ich meinen Schüilerinnen weiter. Es ist eine frohe, ruhige Zusammenarbeit mitten im hastenden Tempo der Großstadt. Blumen und Zweige, dem Wildgebiet, Gartenland und L eibhaus enntnommen, stehen in ihrer unerschonflichen Vielart dem Lernenden zur Verfügung. Vereinfachte Technik, sachgemäße Behandlung jeder Gattung und zweckentsprechende Behältnisse aller Art bilden den Vordergrund der Arbeit. Keine Theorie, nur Ausübung mit dem lebensvollen Werkstoff von erster Stunde an! Kein Zwang, aber Meisterung der oft spröden, sich wehrenden Pflanzenwesen. Wir vereinigen sie zum Strauß, füllen Vasen und Schalen zur Belebung des Raumes, schmücken den täglichen Tisch und die festliche Tafel, wir ordnen Blumen in Körbe hinein und winden Kränze für heitere und ernste Stunden. Blumen, Ranken. Früchte und Zweige, auch Stoffe und Bänder. alles flattert lustig durcheinander. Bis das Zusammengehörende, sich farbig und rhythmisch Ergänzende, durch Stilgefühl und Geschmack Geläuterte zur Harmonie wird. Erst dann kann von künstlerischer Gestaltung und Schönheitswirkung die Rede sein.
Wer sich diesem echt fraulichen Beruf widmen will, findet bei guter Veranlagung auf dem roch wenig begangenen Geviet der Blumenschmuckkunst eine lohnende Erwerbsmöglichkeit. Die Wahl des Berufes steht heute im Brennpunkt des Frauenlebens. Künstlerisch Begabte, welche sich der Malerei, Plastik und dem Kunstgewerbe widmen, machen die Er
Zeit das Absatzgebie
ruf einer tüchtigen Blumenbir
=schmückerin sind die Aussichten befriedigender. Auch die gebildete Gärtnerin wird durch die Schulung in der Blumenverwendung in Ergänzung ihres Hauptberufes höher eingeschätzt und besser besoldet. auf Gütern und in Villenhäusern werden sie verlangt und bevorzugt.
Nicht zu übersehen ist, wie wichtig Anregung und Ausbildung auf diesem Gebiete für die Hausfrau, Haustochter, für Leiterinnen von Sanatorien und Gaststätten ist. Blumen beleben den Raum und den Platz, auf den sie gestellt sind. Sie geben Freude und Licht auch grauen Tagen. Durch die Betätigung im kleinen Umkreise erziehen wir Erwachsene und Kinder zum Schönheitssinn, der sich auch auf die Umwelt übertragen läßt.
Wir Frauen alle wollen an einer kulturellen Aufgabe mitarbeiten, welche von Berufenen gestellt und gefördert wird.
ses nur zu Weihnachten und am Geburtotag Aber dies sind nicht die Freuden, die das Glüch der Ehe sichern— es sind die schönen Freuden der Ueberraschung, die Freuden am Unvorhergesehenen— die kleinen Freuden des Alltags, die seine tausend Sorgen decken. Es ist die Kose, die man auf der Serviette findet, das neueste Buch seines Lieblings=Autors neben dem Gedeck, die Nummer einer guten Zeitschrift auf dem Nähtisch, ein neues Lied auf dem Flügel, Karten zu einer Theatervorstellung auf dem Nachttisch(eine Schachtel Pralinen auf dem Kopfkissen), und tausend andere mehr. Kleine Ausgabe und große Freude. Wie dankbar ist die Hausfrau, wenn am Wochenende in ihrer Kasse katastrophale Baisse herrscht, und ihr der Mann, der bekanntlich besser einkauft als die stets rechnende Hausfrau, als Beitrag zur Küche einen großen Braten mitbringt. Im Nu wird der Alltag durch eine freudige Stimmung verklärt, ein heller, freudiger Schimmer breitet sich über die nüchterne, graue Alltäglichkeit, von dem Gesicht der Hausfrau geht ein Lächeln aus, das ansteckend wirkt, und der Mann wird trotz seines prosaischen Geschenkes zum Freudenspender. Das glückliche„Danke schön“ seiner Frau wird ihn bald seine Ausgaben vergessen lassen, und die kleine Zärtlichkeit, die kleine Schmeichelei, die er dafür empfängt, dürfte ihm Ansporn zu weiteren ähnlichen Ritterlichkeiten sein.
Durch meine Mutter lernte ich die Blumenarten unterscheiden und beobachten, lieben und pflegen. Ihr zur Seite half ein Hauslehrer in der Erziehung mit. Er lehrte aus dem Zauberbuche der Natur. Soweit es die Witterung erlaubte, führte dieser verständige Lehrer und Naturfreund die Kinder hinaus in Gottes freie Welt, wo der Unterricht frisch und zwanglos gegeben wurde. Heute am Bachesrande, morgen mitten im Wiesengrund, an heißen Tagen im Waldinnern oder oben im Steingeröll der alten Burgruine, wo Efeu und Moose die feuchten Mauern verschönten. Bei Regen oder Herbstkühle wurde das Schulzimmer in die Gartenlaube verlegt. Das war um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Später wandelte ich meine eigenen Wege und kam der pflanzlichen Lebewelt näher, schloß Freundschaft mit ihr, wenn sie auch oft schwer zu enträtseln war.
Die kleinen Freuden im Leben der Frau
Von Hede Linz=Mannheim.
Das Glück der Ehe beruht in den weitaus meisten Fällen nicht in der Erfüllung großer, kostbarer Geschenke, nicht in Perlenketten und Diamantringen, nicht in Pelzmänteln oder in 60 Ps=Wagen— es sind die kleinen Freuden, die bescheidenen Wünsche, die Geschenke außer der Zeit, die erfüllt werden, ohne daß man darum bitten muß, die den ehernen Bestand des Glückes bilden und die die behagliche Stimmung im Hause schaffen.
Wenn mancher Mann wüßte, wie wenig manchmal dazu gehört, eine Frau heiter und froh zu stimmen, er würde erstaunt sein, und man sähe lauter glückliche Ehen. Aber die meisten wissen nichts davon und Geschenke gibt
Natürlich wird eine liebenswürdige und kluge Frau die Aufmerksamkeiten ihres Mannes nie gleichgültig noch achtlos hinnehmen; selbst wenn sie im Augenblick noch so beschäftigt ist, sondern immer eine herzliche Freude darüber zeigen und seine kleinen Geschenke sorgsam zur Geltung bringen.
Leider sind es meistens wohlhabende Ehemänner, die es ihren Frauen gegenüber an solchen kleinen, erdachten Aufmerksamkeiten fehlen lassen.„Sie hat ja Geld, sie bann sich solche Kleinigkeiten selbst kaufen“— meinen sie und schicken ihr zu Weihnachten eine Anzahl Pelzmäntel, und zum Geburtstag lassen sie Schmuck vom Juwelier kommen:„Da, such' Dir davon etwas aus,— auf den Preis kommt es nicht an.“— Ach nein, auf den Preis kommt es wirklich nicht an, und nicht immer ist es Geld und Gold, das die Freude bringt; aber auf das„Wie“ kommt es an, und daher kann man es sehr wohl verstehen, daß jenes arme, aber feinfühlende Mädchen seinem reichen Bewerber den Brillantring vor die Füße warf, weil er ihn eingewickelt in die Rechnung präsentierte und den minder bemittelten Verehrer der an ein paar langstielige Rosen einen schlichten Goldreif gebunden hatte, heiratete. Sicher ist sie mit diesem glücklicher geworden.
Aber nicht jede Frau hat das Glück, ihren Gatten vor der Ehe kennen zu lernen. Gewöhnlich entpuppt er sich erst hinterher, und da werden die meisten sagen:„Geschenke, Aufmerksamkeiten?— Man klettert nur so lange,
bis man den Apfel hat“—— und Liebe, Güte,
Selbstaufgabe werden nicht bezahlt, das ist alles im Ehekontrakt mit einbegriffen. Das sind jene, die Liebe im Abonnement genießen,
und deren Frauen seit ihrem Hochzeitstag auf die erste Aufmerksamkeit warten— die nie kommt. Gewiß, auch sie legen auf den Geburtstagstisch ein kleines Angebinde und versuchen zu Weihnachten die Wünsche ihrer Frau zu daß sie gader man merkt es den Gazen an, dug##e„Mußgeschenke“ sind, mit dem Verstand nian mit dem Herzen gewählt, deshalb sind auch dies nicht die Freuden, die die Frau bezaubern, sie liebenswürdig und heiter machen und die Ehe harmonisch gestalten. Dies vermögen nur jene stillen Aufmerksamkeiten, jene kleinen Freuden, die man empfängt, ohne daß umn die Bachung, sach.. 8r 84