chen

monatlich a.­

und at Apt. Postvaspache Bachgrich. Bümnneinmssse Lhnner vormale Cart hramz, Markteen. 3-8 Auf: aTz0.

77. Jahrgang

Schwerte(Ruhr), Sonnabend, 3. Februar 1945

Stiser Senwar tieinn, Reift

Das Wort Kapitulation ist aus dem

einem sorglältig gebeimgehaltenen

etwa, wir könnten die gemeinen Haßparolen und die Vernichtungspläne, die sie als ihr offizielles Kriegsziel verkündet haben, einfach aus unserem Gedächtnis auslöschen? Wie war es doch, was Morgenthau, Vansittart und der Kremljude Ilja Ehrenburg als das Ziel ihres Krieges verkünde­ten: in Deutschland müssen 40 Millionen Men­schen ausgerottet, das ganze Land muß ein Fried­hofsacker werden. Millionen Arbeiter sollen als Sklaven in die sibirischen Bergwerke verschleppt und die Kinder sollen deportiert werden, damit man ihnen ihren deutschen Stolz und ihr Heimat­bewußtsein aus den Herzen reißt. Das sind nicht Haßphantasien irgendwelcher politischer Strauch­ritter oder Hysteriker, das hat die plutokratisch­bolschewistische Verbrecherclique als gemein­sames Kriegsziel bekanntgeben lassen. Der ganze infernalische Judenhaß spricht aus den Vernich­tungs- und Ausrottungsprogrammen.

Da meinen diese politischen Einfaltspinsel, sie könnten das deutsche Volk mit Sirenenklängen be­tören, könnten es erreichen, daß wir uns von der Führung trennen und uns dem Verbrecherpack auf Gedeih und Verderb ausliefern? Damit es uns erginge wie den Finnen, den Italienern, den Rumänen und Bulgaren? Damit wir zum Freiwild für den Bolschewismus und die mit ihm verbün­

deten plutogratischen Blutsauger werden? Wo wir täglich sehen, welches Grauen über Völker kommt, die sich selbst aufgeben, sollen wir die Waffen aus der Hand legen? Niemals! Das ist unsere Antwort. Und wenn wir noch mehr opfern und bluten sollen. Das Wort Kapitulation ist aus unserem Sprachschatz ausgelöscht. Der Führer hat am 30. Januar für das ganze Volk gesprochen.„Es ist erst recht unser unabänder­licher Wille, zu diesem Kampf der Errettung unserers Volkes vor dem grauenhaftesten Schick­sal aller Zeiten vor nichts zurückzuschrecken und unwandelbar und treu dem Gebot der Erhal­tung unserer Nation zu gehorchen. Der Allmäch­tige hat unser Volk geschaffen. Indem wir seine Existenz verteidigen, verteidigen wir sein Werk.“ Diese Führerworte sind das deutsche Gelöb­nis, sind der Schwur, von dem uns nur der Tod lösen kann. Und dieser Schwur ist unsere Ant­wort auf die neuen Betrugsmanöver unserer Feinde. Zu diesem Schwur stehen wir, Männer, Frauen und unsere Jugend. Für die Erfüllung die­ses Gelöbnisses kämpfen wir bis zum letzten Atemzug, bis zum Sieg. Bis die Weltverschwörer. von ihren Völkern verjagt oder vernichtet sind. Das ist unser letztes Wort! Die Wafien haben zu sprechen!

# Berlin, 2. Februar. In diesen Tagen findet an Konferenzort die seit Monaten von den Engländern und den Nordamerikanern geforderte Zu­sammenkunft der drei Hauptkriegsschuldigen Roosevelt, Churchill und Stalin statt. Nach In­formationen, die in Berlin vorliegen, beabsichtigt man, angesichts ihres immer deutlicher zu Tage tretenden Unvermögens, Deutschland von Westen oder von Osten militärisch in die Knie zu zwingen, mit einem großangelegten Propagandatrick zum Generalangriff auf die Kriegsmoral des deutschen Volkes anzutreten. Wie es scheint, wollen sie in einer Neuauflage der berüchtigten Wilsonschen 14 Punkte, ihre Vernichtungsformel von der bedingungslosen Kapitulation dem deutschen Volk schmackhaft machen.

Es ist der alte Trick der jüdisch-plutokrati­schen Weltverschwörer, daß sie dann, wenn ihnen ihr Kriegsgeschäft zu teuer zu werden droht, zu Schwindelmanövern ihre Zuflucht neh­men, in der Hoffnung, so billiger zum Ziele zu kommen. So haben die drei großen Kriegsver­brecher jetzt, wo sie erkennen, daß sie der von ihnen angezettelte Krieg Hekatomben von Men­schen kostet und ihre Profite geschmälert wer­den, nach allem, was ihre Presse bisher verlauten läßt, einen plumpen Agitationstrick vor, um das deutsche Volk zu bluffen und es mit süßen Lockungen zur Aufgabe des Kampfes zu bewe­gen. Sie haben begriffen, daß sie militärisch Deutschland niemals schlagen können. Das. deutsche Volk ist durch mehr als fünf Kriegs­jahre hart geworden und entschlossen, unbeirrt, komme, was kommen mag, den Kampf durchzu­stehen und die Waffen nicht eher aus der Hand zu legen, bis Deutschlands Freiheit und Ehre, bis das Leben dieses 90-Millionen-Volkes und die Zu­kunft seiner Kinder gesichert sind.

Wir sind hart im Geben, aber nicht minder hart im Nehmen. Weder die Schicksalsschläge von 1944 noch die drohende bolschewistische Ge­fahr können uns kleinmütig und verzagt machen.

Wir wissen: Es geht um Leben und Tod, wir kennen unsere Parole: Sieg oder Untergangl Und danach handeln wir, Front und Heimät. Wir sind eine verschworene Schicksalsgemeinschaft, die durch nichts zu zerschlagen ist. Seitdem der Feind deutschen Boden betreten hat, ist unser Volk noch fanatischer und verbissener geworden, wir verteidigen heilige deutsche Erde und wer­den sie mit unseren Leibern zu schützen wissen.

Die Gegenseite hat die Aussichtslosigkeit,

Deutschland militärisch zu Boden zu zwingen,

eingesehen. So kommen sie nicht weiter. Also greifen sie nach alter Manier zum Trick. Sie wer­den ihre neue Konferenz— darüber besteht kein Zweifel, zumal sie schon einmal das Theater ver­sucht haben— damit beginnen, daß sie eine Er­klärung vom Stapel lassen, in der sie das deutsche Volk zur Selbstaufgabe zu bewegen versuchen werden. Mit dem ganzen Aufwand

endlichen Leiden und Demütigungen, die daraus erwuchsen, sind uns ins Gedächtnis gebrannt. In unseren Ohren klingen noch die Worte des großen Schwindlers Wilson vom 8. Januar 1918 nach:„Wir wollen ihm(dem deutschen Volk) kein Unrecht tun und irgendwie seinen recht­mäßigen Einfluß oder seine Macht beschrän­ken.“ So hieß es in der Wilson-Erklärung zur Be­kanntgabe seiner 14 Punkte, die er das„Pro­gramm des Weltfriedens“ nannte. Am 28. Juni 1918 stand unter dem Schmachfetzen von Versail­les der Name desselben Wilson, der sich damit als ein Betrüger von Weltformat entlarvte. Das wissen wir, das lernen unsere Kinder in den Schulen. Und gebranntes Kind scheut das Feuer!

Oder glauben die drei Erzheuchler, die da jetzt wieder am Konferenztisch beieinandersitzen

In Schlesien und Südpommern gefestigtere Lage

Bewegungskämpfe in der Neumark— Besatzungen von Schneidemühl und Posen zerschlagen Feindansturm

* Berlin, 2. Februar. Dem zähen Ringen In der Neumärk, beiderseits des Warthe- hur zu vereinzelten Frontverschiebungen, ob unserer Truppen im deutschen Osten ist es ge- bruches, war die Kampflage weiterhin unter- wohl die erste USA-Armee zwischen Monschal

lungen, vor allem an der oberen und mittleren schiedlich. Im Bereich unserer Sperren und und St. Vith ihre Durchbruchsversuche mit ne

Oder ihre Stellungen mehr und mehr zu festi- Stützpunkte wurde während des ganzen Tages herangeführten Kräften wiederholte,

gen. Die Sowjets greifen in allen Kampfräumen, gekämpft. Hier gelang es einzelnen feind­

nach wie vor mit ihren, durch Nachführen von lichen Verbänden unter Umgehung der Haupt-+ Die Rache der Bolschewisten

Reserven aufgefüllten Truppen an, stoßen jedoch#kampfräume, näher an die Oder heranzukom­

an einzelnen Brennpunkten auf immer härteren men. Der feindliche Druck in Südpommern ließ WA. Berlin, 2. Februar. Seit Wochen tag

Widerstand, so daß von einem weiteren Vor- auch am Donnerstag nicht nach, stieß jedoch in Sofia ein„Revolutionstribunal“, dessen Auf

dringen feindlicher Angriffsspitzen nur noch ver- auf verstärkten deutschen Gegendruck, so daß gabe es ist, ein bolschewistisches Großreine

einzelt gesprochen werden kann., die Masse der sowjetischen Angriffe wirkungs-##machen in der bulgarischen Politik durchzufüh

In Oberschlesien zwischen der Hohen Tatra los blieb. Nordöstlich von Jastrow gewann ein ren. Deshalb sind alle Politiker, die irgendwi

und Ratibor sowie in dem angrenzenden Oder-l eigener Angriff weiter Boden, obwohl die So- in Verdacht freundschaftlicher Gefühle fü

Abschnitt bis in den Raum von Grünberg ließ wjets in aller Eile Verstärkungen heranzogen. Deutschland stehen, unter Anklage gestellt. 2

die feindliche Angriffstätigkeit am Donnerstag] Die Bemühungen des Feindes, nördlich der Bahn Hunderten wurden frühere Minister und Abge

merklich nach Immerhin kam es an einigen! Schneidemühl—Bromberg nach Norden Boden ordnete verhaftet, zu Dutzenden stehen sie vo

Stellen zu harten Kämpfen, so, vor allem zwi- zu gewinnen, scheiterten ebenfalls. Einen diesem„Gericht“, das mit allen Schikanen demo

schen Bielitz und Pleß, wo die Sowjets nach wesentlichen Anteil an diesen Abwehrerfolgen kratischer Rechtsprechung ausstaffiert ist, ob

etwa einstündiger Feuervorbereitung und unter unserer Truppen hatten, die Besatzungen von wohl das Urteil von vornherein feststcht.

fortgesetztem Schlachtfliegereinsatz mehrmals Schneidemühl und Posen, die in ihrem Kampf gibt allerdings sogar vereinzelte Preisprüche un

hintereinander angriffen, ohne jedoch, nennens- gegen einen zahlenmäßig stark überlegenen in minder schweren Fällen Gefängnisstrafer

werte Erfolge zu erzielen. Wo sie etwas Bo- Feind erhebliche sowjetische Kräfte fesseln. Aber meist geht es doch summarisch auf ei

den gewannen, wurden sofort eigene Gegenan- Diese Besatzungen schlugen auch am Donners- Todesurteil zu. Das hat auch der Prinzregen

griffe angesetzt, durch die dem Feind der größte tag alle Angriffe der Bolschewisten ab, wenn sie Cyrill zusammen mit den beiden Mitgliedern de

Teil des Geländegewinns wieder entrissen auch hin und wieder einige feindliche Ein- Regentschaftsrates erfahren müssen. Auch

wurde. Eine unserer Sturmdivisionen schoß im brüche in ihre Verteidigungsstellen hinnehmen I ist jetzt zum Tode verurteilt. Seine schwäch

Verlauf dieser Kämpfe allein 24 sowjetische mußten.: lichen Rechtfertigungsversuche haben nichts ge

Panzer ab.] Im Raum südwestlich von Graudenz bildete nützt, ebensowenig wie ihm seine: ganz

Zu lebhaften Kämpfen führten die abermall- sich infolge der Durchbruchsversuche von drei schwächliche Politik etwas half. Ehe nämlic

gen Versuche des Feindes, seine Oder-Brücken- gowjetischen Infanterie-Divisionen ein neuer noch das Techtelmechtel mit London un

köpfe nördlich von Ratibor bei Ohlau und bei­ Schwerpunkt. Nach sehr harten Kämpfen wurde Washington, das von Moskau aus fleißig unter

derseits von Steinau auszuweiten. Auch in die der beiderseits der Weichsel in nordwestlicher Stützt wurde, irgendwelche Erfolge erziele

sen Kämpfen behielten schließlich unsere Trup- Richtung angreifende Feind auf dem, östlichen konnte, erklärte der Kreml den Bulgaren dei

pen die Oberhand. Im südöstlichen Teil des Flußufer abgeschlagen und auf dem Westufer Krieg und begann mit dem Einmarsch, so da

Verteidigungsringes von Breslau schlossen nach anfänglichen begrenzten Geländegewinnen die Regierung Bagrianoff aus allen Wolken de

unsere Grénadiere eine kleine feindliche Kräfte: aufgefangen. Unsere seit Wochen in Ostpreu­ Hoffnung fiel und vor den Bolschewisten bedir

gruppe ein und vernichteten sie. Gen kämpfenden Divisionen schlugen sich wie- gungslos kapitulieren mußte, also gerade da

Unerschütterliche Standhaftigkeit im Osten

Auch gestern blieben den ansfürmenden Sowjets alle Durchbrüche versagt

Aus dem Führerhauptquartier, den 1 terschlacht. Der Feind hatte außerordentlich

2. Februar. Das Oberkommando der Wehr- hohe blutige Ausfälle und verlor gestern 52 Pan­

macht gibt bekannt: zer, 27 Geschütze sowie 575 motorisierte und

In Ungarn setzte der Feind seine Gegenan- bespannte Fahrzeuge.

grifie zwischen: Plattensee und Donau mit Im Westen stehen unsere Divisionen beider­

..####### Saabirgeißenburg jast, seits Monschau in der Tiefe des Hauptkampf­

Schwerpunkt nordöstlich Stunlweinenburg Iort. feldes in harten Abwehrkämpfen gegen die mit

Sie wurden im wesentlichen abgewehrt, einige unverminderter Stärke angreifenden Amerika­Einbrüche abgeriegelt oder durch Gegenangriffe ner. Im Abschnitt östlich St. Vith dauern hef­deutscher und ungarischer Verbände beseitigt. tige Gelechte Im Vorfeld unserer Westbefesti­Bei diesen Kämpfen hat der Obergefreite Karl gungen an. An der Saariront sowie im unteren Schuster in einem Panzergrenadierregiment als Elsaß blieben amerikanische Vorstöße erfolglos. Richtschütze einer 7,5-Zentlmeter-Pak innerhalb Im Einbruchsraum östlich und nordöstlich Kol­15 Minuten von sieben durchgebrochenen sowje- mar konnte der Feind nach heftigen Kämpfen tischen Panzern fünf abgeschossen, ferner zwei die Straße Neu-Breisach—Straßburg nach Osten Lastkraftwagen mit„angehängten Geschützen überschreiten. Bei Thann und Sennheim schlu­vernichtet und die Masse der begleitenden feind- gen unsere Truppen sämtliche feindliche An­lichen Infanterie zusammengeschossen. Den griffe zurück. Telle der Besatzung von Gironde­Rest von 21 Bolschewisten nahm er gefangen. Süd brachen, nachdem sie sich durch feindliche An der Front zwischen der Hohen Tatra und Minenfelder Gassen geschaffen hatten, tief in dem Oderknie bei Grünberg kam es nur zu ört- den Belagerungsring ein und rollten im Nah­lich begrenzten Kampfhandlungen südlich Pleß, kampf einen größeren Grabenabschnitt auf. Der nördlich Ratlbor, nordwestlich Brieg und Im Gegner erlitt beträchtliche Verluste.

Raume beiderseits Steinan. 27 Panzer wurden In Mdittelitalien warten unsere Truppen im

dort vernichtet. Die Besatzungen von Schnel- Gegenangrift nördlich Faenze die vorübergehend demühl und Posen erwehrten sich heftiger, von In unsere Stellungen eingedrungenen Briten wie­warkem Artillerie- und Selvengeschützleuer un- der zurück. In Kroatien wurde im Raum öst­erstütrter Angritte der Bolschewisten. Im Süd- Lich Karlovac eine stärkere Bande durch deut­

tenl Pommerns scheiterten leindliche Angailie schgs Jagdkommando überiallen und vernichtet;

bei Deutsch-Krone und Jastrow. Beider. dieg Mdasse fhrer, Wallen fiel in unsere Hand.

seite der unteren Weichsel gritt der

Peind südwestlich Graudenz unter Einsatz Nordamerikanische Bomber richteten am ge­

mehrerer Schützendivisionen und zahlreicher strigen Tage einen Terrorangrift gegen die Panzer an. Er wurde nach schwerem Kampf auf- Wohngebiete Mannheim-Ludwigshafen. Weitere gelangen. Im- Raume Marienburg-Elbing und in anglo-amerikanische Verbände warten Bomben Ostpreußen dauern die erbitterten Abwehr- im rheinisch-westfälischen Raum sowie in Süd­kämpfe in den bisherigen Schwerpunkten an. ostdeutschland, vor allem auf Graz. In der ver­Trotz tieferer Einbrüche verhinderte die uner- gangenen Nacht waren die Städte Mannheim­schütterliche Standhaftigkeit unserer Divisionen I Ludwigshafen und Mainz erneut das Ziel schwe­den erstrebten Durchbruch des zahlenmäßig rer Terrorangriffe. Britische Kampfflugzeuge überlegenen Feindes. An der kurländischen warlen in den Abendstunden und in der Nacht Front führten die Bolschewisten zahlreiche er- Bomben auf die Reichshauptstadt sowie auf Orte lolglose Vorstöße. Die Luttwalle bekämpfte mit im westlichen Reichsgebiet.

starken Krätten sowjetische Panzer- und Infan-I London liegt weiter unter unserem Vergel­terlekolonnen in den Schwerpunkten der Win- tungsieuer.

Belgische Regierung zurückgetreten

Genf, 2. Februar. Als Folge des Ent­schlusses von fünf marxistischen Mitgliedern der Pierlot-Regierung, die gestern ihren Rücktritt einreichten, hat der Premierminister Pierlot, wie Reuter aus Brüssel meldet, am Freitagmorgen dem Prinzregenten Charles den Gesamtrücktritt seines Kabinetts eingereicht.

Enligranten unter sich

Stockholm, 2. Februar. Die polnische Emi­grantenregierung in London hat es Benesch sehr übel genommen, daß er die Anerkennung der Lubliner Regierung von Moskaus Gnaden ausge­sprochen hat. Sie gab am Donnerstag bekannt, daß sie die diplomatischen Beziehungen zur Benesch-Regierung abgebrochen-hat.

Tonnagefrage an einem kritischen Punkt

Westfront beschneidet Schiffsraum für den Pazifik

Die Frage, der sich Roosevelt und Churchil! gegenüber sehen, besteht darin, den Schiffsraum für den Pazifik zu bechneiden, um die mehr und mehr ansteigenden Forderungen der Westfront zu befriedigen. Außer den Schiffstaumforderungen der Militärbehörden verlangt aber auch der zi­vile Sektor Tonnage, und zwar vor allem für Frankreich. Denn die industriellen Probleme Frankreichs beginnen in amtlichen USA-Kreisen Besorgnis auszulösen. Es wird aber darauf hinge­wiesen, daß dies nicht die Frage von Hilfelei­stung oder humanitärer Erwägung sei, sondern ein Mangel an Rohmaterialien, der abgestellt werden müsse, um die Fabriken in Arbeit zu hal­ten. Ferner fürchtet man in den USA eine sich aus Rohstoffmangel ergebende Arbeitslosigkeit, die ernste politische und soziale Folgen haben würden und möglicherweise den Fortschritt der militärischen Vorbehaltungen hinter der West­front bebindere könne.

Roosevelt, Stalin

* Stockholm, 2. Februar. und Churchill werden endgültige Beschlüsse über den alllierten Schiffstaum fassen, dessen Lage jetzt einen kritischen Punkt erreicht habe. Dies. wird in Washington aus der Tatsache herausge­

leben, daß der Beauftragte für die USA-Kriegs­schiffahrt, Admiral Emory Land, sowie Kapftein Greenwill Konwey an den Besprechungen im Zu­sammenhang mit der Drelerkonferenz teilnehmen. Eine von den amerikanischen Militärbehörden stark betonte Ansicht ist die immer dringendere Forderung der Oberkommandierenden in Europa Im Mittelraum und im Pazitik nach mehr Nach­schub und mehr Schiffen. Wie amtlich erklärt wird, hat jeder dieser Kommandeure ein Detizit an Schiffsraum zu verzeichnen. Der Bedarf im Pazifik trifft auf große Schwierigkeiten, da er auf Gründ der Vordussetzungen veranschlagt wurde. daß der Krieg in Buropa etwa jetzt vorüber sein werde.