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Montag, 20. Juli 1942 Nr. 198

Deutscher Sieg in Wien

Unsere Radamateure schlugen die Schweiz

Der Länderkampf der Radamateure Deutschlands und der Schweiz auf der Wiener Stadionbahn fiel mit:3 Punkten diesmal weit sicherer aus als die letzte Be­gegnung im vergangenen Jahr in Zürich, wo der:=Sieg hart erkämpft werden mußte. Alle drei Teilwettbewerbe, Fliegerkampf, Ver­folgungsrennen und Punktefahren, sahen dies­mal die Deutschen siegreich. Der Flieger=End­lauf fiel an Wölfl vor Bunzel und den Schweizer Gebrüdern Ganz. Ueberlegen war der Erfolg der deutschen Mannschaft Saager, Chylik, Voggenreiter und Egerland im Mannschaftsrennen über 4000 Meter, wo die

Schweizer über 100 Meter zurückblieben. Im Punktefahren waren Saager mit vier von fünf Wertungen und Bunzel die stärksten Fahrer.

Ergebnisse: Fliegerkämpfe: 1. Lauf: 1. Bunzel(D) 14,4, 2. Fritz Ganz(); 2. Lauf: 1. Hermann Ganz(S) 13,6, 2. Wölfl();

3. Lauf: 1. Bunzel(D) 13,0, 2. H. Ganz();

4. Lauf: 1. Wölfl(D) 13.2, 2. F. Ganz(); Endlauf: 1. Wölfl 13,2, 2. Bunzel, 3. H. Ganz, 4. F. Ganz.— Verfolgungsrennen: 1. Deutsch­land(Saager, Chylik, Voggenreiter, Egerland) 5,08,2; 2. Schweiz(Naef, Hagenbusch, Peter­hans, Siegenthaler) 105 Meter zurück.— Punktefahren: Mannschaftswertung: 1. Deutsch­land(Bunzel, Wölfl, Saager, Voggenreiter) 16,38; 2. Schweiz(H. Ganz, Peterhans, Naef, Hagenbusch) 16,39.— Einzelwertung: Saager (D) 20 Punkte, 2. Wölfl(D) und Peterhans(S) je 11., 4. Bunzel(), 5. Voggenreiter(D) 3 Punkte.=

Erste Schlufsrunde im Pokal

Sülz 07 Schaltet Viktoria aus 7 Der Vfl. Köln gewann in Essen Altmeister gewann mit:2

Was unentwegte Zähigkeit, unterstützt durch eine gute Dosis Glück, nicht alles vermag, das hat gestern am Bonner Wall der Altmeister aus Sülz im Pokalspiel gegen die Viktoria bewiesen. Man wußte im voraus, daß die Platzherren, die ja auch letzthin die Sülzer in einem Gesellschaftsspiel im Kölner Stadion verdient schlagen konnten und die diesmal sogar mit ihren mehr als nur land­läufig wertvollen Gastspielern aus Schalke: Kall­witzki und Tibulski anrückten, auch diesmal wieder eine ernste Chance besaßen. Aber wie so oft, wollte es das Fußballglück wieder einmal anders. Die in den letzten Monaten wieder mit mehr Schlachtenglück kämpfenden Sülzer kamen ebenfalls mit einer ziemlich starken und durch den Gast­spieler Kuhn aus Duisburg nicht unwesentlich ver­stärkten Mannschaft, sie fochten außerdem mit dem letzten Einsatz bis zum glücklichen Ende. Und sieben Minuten vor Schluß, als die Partie ihren Höhe­punkt erreicht hatte und es noch:2 unentschieden stand, wurde durch einen von Böse ins Tor ver­längerten Strafstoß die von den Blauen errungene Feldüberlegenheit zum vergeblichen Bemühen ge­stempelt. Viktoria hatte es fertig gebracht, die zwei Tore Vorsprung der Sülzer durch zwei schöne Treffer von Weber und Euler wettzumachen und die nunmehr immer drückender werdende Ueber­legenheit der Platzherren ließ den Eindruck auf­kommen, daß Sülz schließlich doch noch verlieren könnte. Aber die jetzige Sülzer Streitmacht ist wieder von einem unbeugsamen Siegeswillen be­seelt, die kämpft geradezu bis zum Umfallen. Hatte ihr der stürmische Beginn in der ersten Halbzeit schon eine leichte Feldüberlegenheit und durch Münchhofen den Führungstreffer verschafft, so wurde sie nachher gegenüber der Ueberlegenheit der Blauweißen für ihr auch nicht ungeschicktes Spiel mit dem zweiten Tor und in der kritischsten Zeit sogar mit dem Siegtreffer belohnt. So sehr sich auch die Hauptstützen der Viktoria in der Läufer­reihe, Tibulski und Euler, bemühten, den eigenen Angriff immer wieder nach vorn zu werfen, alles Bemühen scheiterte zum großen Teil an dem sicheren Abwehrspiel der Sülzer. Zum Schluß wurde Banz von der Viktoria des Platzes ver­wiesen.

Rotweiß Essen— Vfl. Köln:5

Man banate sehr um die Aussichten des Köln­Aachener Gaumeisters PfL 99 in der ersten Tschammer=Pokal=Schlußrunde; denn am Freitag­abend stand es noch nicht fest, wer nach Essen fahren würde. Als jedoch nachfolgende Elf zum Kampf antreten konnte, beurteilten selbst die Schwarzseher die Lage günstiger: Lammers; Toll­

mann, Ernst Moog: Alfons Moog, Reich, Hitze­mann: Röhrig, Anfang, Pfeiffer, Kuckertz, Held

erfüllten dann auch die in sie gesetzten Er­wartungen. Die Elf spielte in der ersten Halbzeit gegen die favorisierte rot=weiße Mannschaft aus Essen groß auf, legte ein zügiges Kombinations= spiel vor und vergaß auch nicht, Tore zu schießen. In rascher Folge hatte der Platzverein vier Tore hinzunehmen. Nachdem Kölns Halblinker Kuckertz zur Führung eingeschossen hatte, war es Mittel­stürmer Pfeiffer, der zweimal Rogalla überlistete. Anfang erzielte den vierten Treffer. Nachdem im zweiten Spielabschnitt Altratb und Kainert ihre Plätze gewechselt hatten, wirkte das Angriffsspiel der Essener flüssiger. Köln mußte nun verteidigen, tat dies aber mit großem Geschick. Und hierbei zeichneten sich Lammers im Tor sowie die Gebrüder Moog aus, die vorerst Gegentore verbinderten. Just in diese Essener Ueberlegenheit binein fiel das fünfte Tor der Gäste, das Held erzielte. Rot­Weiß gab die Auseinandersetzung noch nicht ver­loren, konnte aber nur durch Döhrig zwei Gegen­treffer erzielen.

Weitere Ergebnisse

BfB Königberg— MTV Ponarth:0; Neu­fahrwasser 1919— LSV Heiligenbeil:2 n..; HUS Marienwerder— LSV Stettin:2; Stettiner SC— LSV Pütnitz:2; Blauweiß 90 Berlin— Lufthansa Berlin:0; Sport­freunde Halle— Minerva 93 Berlin:2; Bres­lau 02— LSV Görlitz:3; LSV Bölcke Krakau— Tus Lipine:5; LSV Reinecke Brieg— LSV Olmütz:1; Germania Königs­hütte— LSV Adler Deblin:5; NSTG Flakenau— SC Planitz:1; Döbelner SC gegen NSTG Prag:1; SV 05 Dessau gegen Eintracht Braunschweig:0; Werder Bremen gegen Victoria Hamburg:1; Hamburger SV gegen Eimsbüttel:0; Hannover 96— Fortuna Leipzig:3 n..; Borussia Fulda— Westende Hamborn:6; Schwarzweiß Esch— Stadt Düdelingen:5; Hamborn 07— FC 04 Schalke :2; Arminia Bielefeld— LSV Gütersloh:0; Schweinfurt 05— FC 93 Hanau:2; SV Waldhof—. BfR Mannheim:1; 1. FC Kaiserslautern— Kickers Offenbach:5; Borussia Neunkirchen— SS Straßburg•3; VfB Stuttgart—. TSG 61 Ludwigshafen:1; Mülhausen 93— Rasensport Straßburg•1; SG Böblingen— Kickers Stuttgart:3; Ein­tracht Frankfurt M.— SpVg Fürth:1; München 1860— Rapid Wien:3; Wiener AC— Vienna Wien:2; Hertha BSC gegen Wacker 04•1.

:0 für Deutschland in Sofia

Vierter Sieg über Bulgariens Fulsballelf vor 30000 Zuschauern

Im letzten Länderkampf der alten Spiel­zeit hat der deutsche Fußballsport noch einen schönen Erfolg erringen können. Im vierten Treffen mit Bulgarien, zugleich das 100. seit der Machtergreifung und das 30. im Kriege, siegte unsere Nationalmannschaft vor rund 30000 Zuschauern in Sofia klar und verdient mit:=Toren. Alle drei Treffer wurden von Decker(2) und Arlt schon vor der Pause erzielt.

Die beiden Mannschaften stellten sich dem slowakischen Schiedsrichter Josef Möhler in nachstehenden Aufstellungen:

Deutschland: Jahn; Janes. Miller;

Kupfer, Sold, Sing; Burdenski, Decker, Wal­ter, Gauchel, Arlt.

Bulgarien: Taleff: Sografoff, Widoff; Kalatscheff, Nedelkoff, Stambolieff: Jordanoff, Janeff, Mileff, Atanaskoff, Simeonoff.

Im deutschen Sturm hatte Reichstrainer Herberger also Gauchel gegen Willimowski den Vorzug gegeben.

*

Das sportliche Ereignis unterstrich erneut die enge Freundschaft und schon im Weltkrieg er­

härtete Waffenbrüderschaft der beiden Natio­nen. Dieser Tag des Länderspiels war ein Festtag erster Ordnung für die buiga­rische Hauptstadt. Die deutschen Spieler wurden als treue Kameraden willkommen geheißen. Die Begeisterung der bulgarischen Sportfreunde gab diesem Zusammentreffen eine besondere Note. Als Höhepunkte müssen die Kranznieder­legung am Vortage des Spiels am Grabmal des Unbekannten bulgarischen Soldaten und der Festakt im Balkan=Kasino, wo der bulgarische Sportführer Dr. Bamtembergski herzliche Worte für die deutsch=bulgarische Sportfreund­schaft fand, herausgegriffen werden.

Das Länderspiel selbst brachte unseren bulga­rischen Sportfreunden zwar nicht den erhofften Erfolg, denn die körperlich gut vorbereitete und im allgemeinen doch bessere deutsche Mannschaft gab einen zu starken Gegner ab, der selbst auf dem kleinen sandigen Spielfeld des Junak­Stadions die ihm eigene Linie zu wahren wußte. Leider konnte das in seinem Fassungs­vermögen mit 30000 Zuschauern begrenzte Stadion nicht alle Zuschauer aufnehmen. Die Anlage war zum Bersten gefüllt, darunter viele

Verdienter Sieg in Ungarn

27:17 lautete das Ergebnis des Schwimmländerkampfes in Darmstadt

Rhenania gewann den Rückkampf

Bayenthal und MSy Klare Sieger# Niehl ist zurückgetreten

Da das Treffen Jugend Kalk gegen Schwarz= weiß den Platzverhältnissen zum Opfer fiel, und der CjB Niehl wegen Mannschaftsschwierigkeiten zurücktrat, kamen gestern nur drei Spiele um die Kolner Stadtmeisterschaft zum Austrag. Sie endeten in zwei Fällen mit ziemlichen Ueberraschungen Und zwar bracht; die Braunsfelder Rhenania auf dem verfänglichen Klettenberger Gelände das Kunststück fertig, den auf sensationelle Art zustande gekommenen Hinspielsieg über den K8C zu wie­derholen.:4 lautete auch diesmal das Verhältnis zugunsten der„Veilchen". Zwar haben sich dabei die Braunsfelder nicht den Scherz erlaubt, den Schwarzroten einen:-Vorsprung zu gestatten, um diesen nachher auszuholen, aber trotzdem darf man sagen, daß die Auseinandersetzung nicht minder dramatisch war wie die voraufgegangene. Bei der Pause stand die Partie:2, dann machte der KPC eine:=Fuhrung der Gaste wert. um im End­spurt aber doc den kürzeren zu ziehen Als Tor­schutzen taten sich dedei Wocke(2/, Ermes, Wolpert, Wichterich(Elfmeter) Velis und Willi Heer hervor Der MSB machte dagegen mit den Höhen­bausern weniger Federlesens und landete durch Steingaß, Peters(), Frevel und Weingarten(2 und klaren:=Erfolg. Ruff war dabei wieder ein­mal der Turm in der Schlacht. In Baven­thal sab es beim Wechsel wirklich nicht nach einem:=Sieg der Grunweißen aus, behauptete doch der K BV 07 zu diesem Zeitpunkt einen ver­dienten:=Vorsprung, den der Rechtsaußen Trenk berausgeschossen und Esly schließlich vermindert hatte. Einen eigenartigen Elimeter zugunsten des Plapzvereins, den Eslv verwandelte, ließ die Gäste zusammenklappen, so daß die Baventhaler wenig Mube hatten, durch zwei weitere Handelfmeter und zwe; schone Tore des Halbrechten auf und davon zu ziehen.

Dramatischer Aufstiegkampf

Vingst 05 schlug LSV Bonn:2

Wie nicht anders zu erwarten war, kam es am Germaniaweg zu einer äußerst spannenden Ausein­anderietzung, wobei der stärkere Einsay der Bingster den Ausschlag gab. Die von Stahlschmidt hervor­ragend gefuhrten Rechtsrheinischen schossen nach einer Viertelstunde durch Klein den Führungs­treffer. Dann nutzte der Bonner Rechtsverbinder Look eine Unachtsamkeit in der Vingster Abwehr aus und erzwang den Ausgleich. Nach der Pause spielten die Vingster die letzten Reserven aus und stellten durch Stüsser den alten Abstand wieder her. Eine Elfmeterchante, die der Bonner Ver­teidiger Szwierzv verschuldet hatte, wußte Klein nicht wahrzunehmen Obschon die Gäste durch Platzverweis ihren Haldlinken Mever verloren, erzielten sie durch den Linksaußen Curths den:2=

Stand. Erst in der letzten Minute kamen die Ving­ster nach einem Durchbruch ihres Sturmfuhrers Katz zum Siegestreffer. Beide Mannschaften waren beim Abpfiff des mustergültig leitenden Unpar­teiischen Dr. Bauwens völlig abgekämpft. Der Erfolg der Vingster ist verdient und entspricht dem Spielverlauf. Beim Gewinner überragten neben Paul Stahlschmidt, der die Els im kritischen Augen­blick zusammenhielt, der rechte Läufer Halft und Pulcher in der Verteidigung. Die Bonner Soldaten hatten in der Läuferreihe Kuhnel=Taleck=Köster den weitaus besten Mannschaftsteil. R. Weyers

Aufstiegrunden zur Gauklasse

Alemannia Aachen. 2 2 0 0:2:0

Vingst 05 2 1 0 1:5:2

LSV Bonn 2 0 0 2.7:4

VIR Köln—Soldatenelf•4

Mit einer außerst starken Mannschaft ruckten die Toldaten an, sie hatten u. a. die Schalker Kalwitzki und Tibuljki, sowie Zuback, Ernst Moog, Leo Klein und Stocharra zur Stelle, die naturlich auch die Hauptstutzen der Elf bildeten Ein Glück, daß der BfR einen Teil seiner Stammspieler einsetzen konnte. So gelang es ihm, einen spielstarten Gegner abzugeben, aber den Sieg mußte er den­noch den Gasten uberlassen, die mit•3 verdrent gewannen. In seinen Reihen waren die Ge­brüder Becker die ausopferndsten Spieler

Aufstiegrunde zur ersten Klasse

Der Entscheidungskampf um die vorläufige Fuhrung in der Aufstiegrunde zur ersten Klaste wurde im Lindenthaler Kessel zwischen aC Blau­weiß Koln und Vfs Poll ausgetragen. Durch einen schonen Schuß ihres halbrechten Sturmers Schilling sicherten sich die Lindenthaler mit 10 :00 die beiden Punkte und haben daher die Spite ubernommen. Die Poller strengten sich zwar machtig an, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen, scheiterten aber an der aufmerksamen Hintermannschaft des Platzvereins.— Das zweite Treiten wurde von den am Vorsonntag geschlagenen Einheiten von SC Grefrath und Türener SB durchgeführt. Erwartungsgemäß zeigten sich hier die Erftländer spielstarker und kamen zu einem schönen:=Erfolg. Ihre besten Leute waren die beiden Außensturmer, von denen der linke allein drei Treffer erzielte, sowie der Halbrechte.

Bei den Handballern blieb 1B Kalk im Kampf um die Stadtmeisterschaft mit 12:5(:0) über Luft­wasse Bonn erfolgreich und 36 Ordnungspolizei Köln hatte knapp mit 6.(3·3) das Nachseben gegen Luftwaisen=83 Koln, der sich an die Spitze der Runde gesetzt hat. Die Frauen von Vingst 05 und DAG Troisdorf II spielten unentschieden •4(22).

Der erste Tag des 18. Schwimmländer­treffens Deutschland—Ungarn im„Großen Woog“ zu Darmstadt hatte einen prächtigen

Kämpfe und waren mit Begeisterung bei der Sache. Unter den Ehrengästen bemerkte man auch den Schirmherrn der Veranstaltung, Gau­leiter Reichsstatthalter Jakob Sprenger, ferner Vertreter der ungarischen Regierung, der Wehrmacht, des Staates, der Partei und viele führende Persönlichkeiten des deutschen Sportes. Eingeleitet wurde die Sportfolge mit der Kraulstaffel über 4mal 200 Meter, die die Gäste mit Hamori, Elemeri, Veghazi und Tatos bestritten und in:29,9 siegreich been­deten. Deutschland war vertreten durch Schröder, Laskowski, Rauber und Köninger, die :34,1 Minuten schwammen. Schröder(:21,4) sorgte zwar für einen schönen Vorsprung, den aber Köninger als letzter Mann gegen Ungarns Rekordschwimmer glatt einbüßte. Nach diesem Wettbewerb führte Ungarn mit:2 Punkten. Ueber 100 Meter Rücken verbesserte Deutschland den Stand auf:5 Punkte. Meister Schröder beendete das Rennen in der vorzüglichen Zeit von:10,4 erfolgreich vor dem Ungarn Galam­bos(:13,1). Schon bei der Wende hatte der Kieler Matrose einen knappen Vorsprung und siegte schließlich mit einer Körperlänge. Punkt­ergebnis::1 für Deutschland.— Den Zwei­kampf der Kunstspringer entschied der Deutsche Meister Aderholt dank seiner größeren Sicher­heit und Schwierigkeit der Kürübungen mit 151,64 Punkten für sich. Ungarns Meister Hid­veghy kam auf 140,24 Punkte trotz einer knappen Führung in der Pflicht mit 62,29:61,97 Punkte. Damit lautete der Gesamtstand des Länderkampfes:8.— Im 400-Meter=Kraul= schwimmen konnte der junge Meister Lehmann gegen den ungarischen Rekordler Tatos nur bis zur 100=Meter=Marke mithalten, die Tatos in :04,5, der Berliner in:04,7 passierte. Dann zog Tatos unwiderstehlich davon und siegte nach einer 200=Meter=Zwischenzeit von:21,0 in:00,2 mit einer halben Bahnlänge. Ungarn hatte also wieder die Führung, die es durch einen 10:=(:)=Sieg in dem ersten Tag ab­schließenden Wasserballspiel auf 17:11 Punkte ausbaute.

Im Wasserballkampf war der Weltmeister eine Klasse für sich. Er stellte Mezei, Tolnar— Hazai, Somoczy, Molnar—Kislegi—Brandy, gegen die sich die deutsche Auswahl Heinrich, Krug—Hauser, Bray, Kummer—Hetfeld—Jan­der bis zur Pause noch gut hielt, dann aber dem Gast die Spielführung überlassen mußte. Kislegi, Somoczy und Brindy besorgten bald eine:=Führung für die Gäste. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Hetfeld den Ehrentreffer. Nach der Pause wurde die Weltmeisterschaft klar überlegen. Brandy(), Kislegi(), Molmar und Somoczy schossen weitere sieben Treffer.

*

Mit einem Sieg mit 27:17 Punkten im 18. Schwimmländerkampf zwischen Deutschland und Ungarn konnten die Ungarn am Sonntag in Darmstadt die Erfolgsserie der Deutschen in den letzten Jahren unterbrechen. Hatten sie schon am Samstag mit einer 17:11=Führung durch Erfolge von Tatos über 400 Meter Kraul und in den Mannschaftswettbewerben— Staffel und Wasserballspiel— die Grundlage für den Sieg errungen, so konnten sie am Sonntag den Vorsprung noch unerwartet vergrößern. Sie entschieden durch ihre hervorragenden

Kraulschwimmer Tatos und Elemeri nicht nur die Rennen über 1500 und 100 Meter für sich, sondern nahmen den Deutschen auch die Punkte auf ihrer ureigensten Strecke, dem 200­Meter=Brustschwimmen durch Szigedi gegen Temke ab. Nur Kitzig brachte am Sonntag den deutschen Farben einen Sieg im Turm­springen.

Elemeri gewann die 100 Meter Kraul in 1,01,3 gegen den zum drittenmal eingesetzten Uli Schröder, der 1,02,0 benötigte. Tatos war auf der 1500 Meter=Strecke dem jungen Deut­schen Meister Hans Lehmann um eine Klasse überlegen. Tatos kam mit 19,45,5 nahe an den ungarischen Landesrekord, Lehmann brauchte mit 21,31,9 fast zwei Minuten mehr. Entschei­dend für den Ausgang des Brustschwimmens war der geringe Vorsprung, den Szigedi auf der ersten Bahn gegen Temke herausholte, und den er mit 2,49,0 bis ins Ziel zäh verteidigte. Temke erreichte mit 2,51,0 nicht einmal inter­nationale Klasse. Das Turmspringen endlich ergab durch Kitzig mit 123,74 Punkten einen klaren deutschen Sieg. Hidvegi mußte den jungen Deutschen mit 114,87 Punkten vor allem in den Kürsprüngen den Vorrang lassen.

Am zweiten Tag des Schiwmmländerkampfes in Darmstadt traten sich die Wasserballmann­schaften von Deutschland und Ungarn in einem Freundschaftskampf mit veränderten Mann­schaften gegenüber. Die deutsche Sieben spielte diesmal wesentlich freier und daher auch besser. Sie gab so einen gleichwertigen Gegner ab und gab sich nur:5(:3) geschlagen. Die Tore warsen Hetfeld und Kummer(je 2) für Deutsch­land, Kislegi(4) und Molnar für Ungarn.

Schweden gegen Dänemark

Schwimmländerkampf mit den besten Kräften

Wie in Darmstadt, so begann in Helsingoer der Schwimm=Länderkampf zwischen Dane­mark und Schweden, der jedoch von den Spitzenkräften der Männer und Frauen beider Nationen bestritten wird. Nach Abschluß der Wettkämpfe des ersten Tages führte Schweden rnapp mit 40 gegen 38 Punkte der Dänen. Das kleine Uebergewicht kam durch die überragenden schwedischen Schwimmer zustande, von denen Bora über 400 Meter Kraul in 5,05,3 und im 100=Meter=Rückenschwimmen mit 1,14,5 einen Doppelerfolg hatte. Die Dänen holten durch Thomas Christiansen lediglich die Punkte im Kunstspringen. Bei den Frauen gaben da­gegen die schnelleren dänischen Schwimme­innen, mit Ragnhild Hveger an der Spitze, den Ton an. Schweden eroberte hier durch Ann=Mararet Olsson lediglich den ersten Platz im Turmspringen.

Die Ergebnisse: Männer: 100 Meter Kraul: 1. Per Olos=Ohlsson(Schweden) 1,01,1, 2. Poul Petersen(Dänemark) 1,03,2.— 400 Meter Kraul: 1. Björn Borg(S).05.3 2. Boerge Baeth(D) 5,15,8.— Kunstspringen: 1. Thomas Christiansen(D) 414,60., 2. Goesta Oelander(S) 362,50 P.— Frauen: 200 Meter Brust: 1. Inge Sörensen(D) 3,04,7, 2. Jösta Sörensen(D) 3,10,2.— 400 Meter Kraul: 1. Ragnhild Hveger(D) 5,21,6, 2. Karen­

Margret Harup(D) 541,4.— Turmspringen: 1. Ann=Margret Olsson(S) 112., 2. Birthe Christophersen(D) 98,40 P.— 4mal 100 Meter Kraul: 1. Dänemark 4,36, 2. Schweden 4,56..—

deutsche Soldaten, die selbstverständlich nicht die Gelegenheit verpaßten, ihre Landsleute auf dem Kampfplatz stürmisch und herzlich zu be­grüßen. Auf der Ehrentribüne waren der Vize­präsident des bulgarischen Parlaments. Dr. Kisseiwanoff, und der deutsche Gesandte Dr. Beckerle erschienen. Die am Fuße des Vitosch gelegene Anlage machte im Schmuck der deutschen, bulgarischen und slowakischen Fahnen sowie der grünen Girlanden einen festlichen Eindruck.

Es war ein hartes, aber stets in den Gren­zen des Erlaubten bleibendes Kampfspiel, das sich beide Mannschaften lieferten. Der Höhe­punkt war schon frühzeitig in der ersten Spiel­hälfte erreicht, in der alle drei deutschen Tore fielen. Dagegen waren die zweiten torlosen 45 Minuten wesentlich schwächer. Das Tempo ließ merklich nach, und der deutsche Angriff konnte sich gegen die nun sehr aufmerksame Abwehr des Gegners nicht mehr erfolgreich durchsetzen. Schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff hatte sich Walter blitzschnell durchgespielt, und Decker schoß den ihm vor­gelegten Ball genau so sauber und unhaltbar ein. Nach Ablauf der ersten halben Stunde war es Gauchel, der das von Arlt geschossene zweite Tor vorbereitet hatte. Zuvor mußte Bulgariens Mittelläufer Nedelkoff nach einem Zusammenprall verletzt ausscheiden. Für ihn trat ein neuer Spieler ein. Drei Minuten vor der Pause schloß Decker ein bildschönes Zu­sammenspiel mit Walter erfolgreich ab. Die derutsche Elf hatte keinen schwachen Punkt. Walter gefiel wieder ausgezeichnet, wenn er diesmal auch selbst keinen Treffer erzielte.

Bulgariens gefährlichster Stürmer war der Linksaußen Simeonoff, der zusammen mit Atanaskoff wiederholt dem deutschen Tor ge­fährlich wurde.

Der nächste Kampftag

Das Spielprogramm am 26. Juli

Kölner Stadtmei sterschaft: Mül­heimer SB— Phönix(Vorrunde:1; Müller); Schwarzweiß— BfR Köln(:7; Zurmühlen); Rhenania— Sülz 07(:7; Guski); Kölner BV 07— Viktoria(:2; Munz; das letzte Spiel wird bereits am Mittwoch, dem 22. Juli, ausgetragen).

Aufstiegrunden: Zur Gauklasse:

Vingst 05— Alemannia Aachen(Vorspiel:). Zur ersten Klasse: Grefrath— Blauweiß Köln, Dürener SB— Poll.

Am Mittwoch, dem 29. Juli, spielen um die Kölner Stadtmeisterschaft: Höhenhaus gegen Mülheimer SV(MSV=Platz), Kölner BV 07— Bayenthal,

Bunte Reihe im Sport

Der deutsche 5000-Meter=Meister Raff(Ober­hausen) beteiligte sich an den Leichtathletik­Meisterschaften des Sportbereichs Donau­Alpenland in Wien mit großem Erfolg. Er gewann die 1500 Meter in:06,8 und die 5000 Meter in 15:26,1 Minuten. Gut schnitten auch die Hitlerjungen ad. So gewann Mladek die 100 Meter in 11,0 Sek., Pilhatsch(Graz) den Hochsprung mit 1,75 Meter. Bei den Frauen holte sich Ronny Wagner(Wien) zwei Titel, den Weitsprung mit 5,39 Meter und das Diskuswersen mit 36,39 Meter. Marianne Schläger(Linz) siegte im Kugel­stoßen mit 11,46 Meter.

*

Die über 3620 Kilometer führende Spanien­Radrundfahrt wurde am Sonntag aus dem Casa de Campo in Madrid in Anwesenheit des spanischen Sportführers, des Generals Moscardo, beendet. Julian Berrendero(Spa­nien) gewann auch die letzte Etappe und damit gleichzeitig die ganze Rundfahrt. Er war außerdem Sieger im Bergpreis mit 34 Punkten vor dem Italiener Brandilla mit 27 P. An diesem Rennen beteiligten sich 43

Fahrer, darunter sechs Franzosen und drei Italiener.

*

Nach weiteren Ausscheidungskämpfen hat der Bereich Berlin=Mark Brandenburg zur Teil­nahme an den Deutschen Meisterschaften vom 4. bis 9. August in Magdeburg und Hannover nachstehende 14 Bewerber gemeldet: Fliegen­gewicht: Tietzsche(Bernau), Bantamgewicht: Thiele(WL), Kiener(WL), Federgewicht: Schimansk!(Wh), Friedrichs(WL), Leicht­gewicht: Taubeneck(Reichsbahn), Weltergewicht: Schüler(Schöneberg), Mittelgewicht: Kubiak (WL). Schellin(Hermes), Halbschwergewicht: Kleinwächter(11), Röver(Reichsbahn), Schwer­gewicht: Kleinholdermann(11), Drägestein (Heros) und Tiedtte(#).

Mit ausgezeichneten Leistungen warteten im Kampf um die Deutsche Leichtathletik=Vereins­meisterschaft die Frauen des SC Charlotten= burg auf. Sie verbesserten ihre führende Position von 20 141,37 Punkten um mehr als 1200 Punkte auf 21 397,89 Punkte. Der DOSC Berlin rückte mit 19 155,80 P. aus den zweiten

Ungarns Frauen in Front

Alice Florian schlug Margarete Küppel

Im Tennis=Länderkampf der Frauen Deutschland— Ungarn fiel die Ent­scheidung bereits im ersten Treffen des Sonn­tags. Alice Florian, der sich seit dem Vor­jahre merklich verbessert hat, besiegte Margarete Kävpel mit:6,:5,:2. Damit hatte Un­garn eine:=Führung, die den Sieg be­deutete. Die Berlinerin begann ausgezeichnet, und nach:=Gewinn des ersten Satzes sah es noch gar nicht nach einem Sieg der früheren Agramerin aus. Aber die ungarische Meisterin wurde mit jedem Schlag sicherer, und als beim Stande von:1 für die Berlinerin eine Fehl­entscheidung Frl. Käppel zurückwarf, war das Spiel entschieden. Noch einmal hatte die Deutsche bei:4 eine Siegchance, aver Alice Florian machte sie zunichte. Den dritten Satz holte sich die Ungarin verhältnismäßig leicht:3.

Im abschließenden Treffen ersocht Gisela Hamann=Enger mit:8,:2,:2 einen zum Schluß recht leicht errungenen Erfolg. Am Wochenende kämpfen die Deutschen auf italie­nischem Boden gegen Italien.

Platz. Die Leistungen der Siegerinnen waren: 100 Meter: Bieß(SCC) 12,0; 80 Meter Hürden: Bieß 12,0; 4mal 100 Meter: SCC 50.4; Hochsprung: Gräsin Solms 1,58 Meter; Kugel: Pape(SCC) 11,91 Meter; Weitsprung: Schmidt(SCC) 5,58 Meter; Diskus: Emmler (SCC) 52,06 Meter; Speer: Pohl(DOSC) 40.79 Meter. 404

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Ein Kampfabend der rumänischen und italie­nischen Berufsboxer in Bukarest gestaltete sich zu einem besonderen sportlichen Ereignis, was nach außen durch die Anwesenheit führender Persönlichkeiten bekundet wurde. Rumäniens Boxer trugen drei Siege über die Gäste davon; lediglich der Italiener Mortale vermochte im Weltergewicht seine Begegnung mit dem Ru­mänen Cionquiu unentschieden zu beenden. Den schönsten Erfolg feierte im Halbschwer­gewicht der Rumäne Ilte Petrescu über den bekannten Italiener Primo Bassi nach Punkten.

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Italiens und Ungarns Leichtathleten trugen in Budapest einen Freundschaftskampf ohne Wertung aus. Hierbei gab es zwei ungarische Rekorde, so über 200 Meter von Nagy mit 27,0 Sekunden und im Speerwersen von Aegei mit 39,11 Meter. Die weiteren Ergebnisse: 100 Meter: Brassanello(I) 12,7, 2. Luchini(I) 13.0; 200 Meter: 1. Cattaneo(I) 26,0, 2 Nagy(U) 2,0(Rekord); 80 Meter Hürden:

1. Marmirolo(I) 12,4, 2. Franco(I) 13.2; Hochsprung: 1. Gallo(I) 1,48 Meter, 2. Ro­honci(U).45 Meter; Speer: Balladen(I) 40,13 Meter, 2. Aegei(U) 39,11 Meter (Rekord).

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Nach zweimonatiger Pause werden in Köln­Riehl wieder Steherrennen veranstaltet. Der

2. August wird als nächster Renntag genannt, an dem eine Reihe der besten deutschen Dauer­fahrer starten soll.

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Da die Baden=Badener Rennwoche infolge der Einschränkung des Rennbetriebs entfällt, werden die beiden Hauptprüfungen in Hoppe­garten gelaufen, er Große Preis von Baden am 23. August, das Zukunftsrennen am 27. August.