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Nr. 42.
Ein neuer Plau zur Lösung der Reparationsfrage.
Louch=urs Pläue.
Nachrichten aus London zufolge soll es bei dem Besuch Loucheurs bei Lloyd George zu Erörterungen in der Ruhrfrage gekommen sein, die ein beträchtliches Interesse erregen würden. Wie weiter verlautet, soll Loucheur bei dieser Gelegenheit einen neuen Plan zur Lösung der Reparationsfrage entwickelt haben, worüber der diplomatische Vertreter des„Daily Telegraph" zu berichten weiß, daß die von Deutschland zu zahlende Summe auf 50 Milliarden Goldmark festgesetzt würde, welche Summe durch starke Bürgschafden der deutschen Industrie garantiert werden müßte. Ferner sollten die deutschen Figanzen unter genaue Kontrolle genommen werden und ein längerer Zahlungsaufschub gewährt werden. Das neubesetzte Gebiet sollte schnell geräumt werden, falls die Zahlungen regelmäßig erfolgen und die Rheinprovinz sollte in einen deutschen Bundesstaat umgewandelt werden, in dem der Völkerbund die Oberaussicht über die Entmilitarisierung ausübt.
Der diplomatische Berichterstatter des„Daily Telegraph“ schreibt zu dem Plane, die augenblickliche kritische Lage im Ruhrgebiet brächte die ernsteren Elemente der politischen Meinung in allen Ländern, insbesondere in England und Frankreich, zu der Einsicht, daß eine baldige Lösung für das doppelte Problem der Reparationen und der Sicherheit gefunden werden müsse, wenn eine europäische Krise vermieden werden soll. Die Bewegung zu Gunsten einer praktischen Lösung gewinne in amtlichen und nichtamtlichen französischen Kreisen an Boden. Führende französische Staatsmänner und Militärs hätten das englische Interesse an der künftigen Sicherheit Frankreichs begrüßt. Französische Staatsmänner hätten infolgedessen die in Betracht kommenden Fragen von einem weiteren, einem kaufmännischeren Standpunkt betrachtet als bisher. Der Berichterstatter gibt die in manchen französischen einflußreichen Kreisen, „selbst einigen der höchsten“, herrschende Auffassung wie folgt wieder:
Reparationen: Die Gesamtentschädigung soll jetzt auf eine verhältnismäßig bescheidene Summe herabgesetzt und der Hauptteil der Reparationszahlungen und Lieferungen zum Wiederausbau der verwüsteten Gebiete verwandt werden. Frankreichs ermäßigte Mindestforderung für diesen Zweck betrage 26 Milliarden Goldmark. Andererseits werde vorgeschlagen, daß die Schulden der Ententemächte an die Vereinigten Staaten auf Deutschland übertragen werden sollen. Dadurch könne die Forderung Großbritanniens an seine. Alliierten in Höhe der britischen Schulden an die Vereinigten Staaten befriedigt werden.
Dem Berichterstatter des„Daily Telegraph" zufolge würde die gesamte Reparationsforderung auf Grund dieses Planes etwa 50 Milliarden betragen. Die deutschen Industriellen müß
Samstag, den 7. April 1923.
Enserats finden bei der großen Auflage „Annener Zeitung“ weite u. billige Verbre — Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Neukursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegsan Für die Aufnahme der Anzeigen an geschviebenen Pläpzen übernehmen wir Verantortuung
Redaktion, Druck und Verlag
von Fritz Küching, Annen.
39. Jahrgang.
des eintreten statt zuzulassen, daß die Zukunft dieser Enklave durch politische Abstimmung nach Verlauf von 15 Jahren bestimmt werde.
Der Berichterstatter erklärt zum Schluß, daß die Einzelheiten eines solchen Planes eine ausgiebigere Prüfung erfordern, daß jedoch seine Grundsätze vielleicht zu einer ernstlichen und wohlwollenden Erwägung in England berechtigen.
auch England gegenüber die Entschädigungsfrage nommen hat. Weitere Nachprüfungen der bisher mit dem Vorwand der Sicherheit in einen Topf festgestellten Tatsachensind genau so vor den Augeworfen und man spricht ganz offen davon, daßgen der ganzen zivilisierten Welt erfolgt, wie ihre man aus Gründen der Sicherbeit überhaupt nicht Mitteilung an Sie ergangen ist. Wir sind fest
Die Berliner Auffassung über den Plan.
Die„Kölnische Zeitung" nimmt bereits Stellung zu den Plänen Loucheurs, deren offiziöser Berlinev Mitarbeiter schreibt nämlich dazu:
Denjenigen Politikern, die mit Aufmerksamkeit die französische Taktik verfolgt haben, ist mit den Ausführungen des„Daily Telegraph" nicht viel neues gesagt, aber es ist notwendig, vor aller Welt hinzuweisen, daß unter dem schillernden Gewand sich die nur äußerlich etwas friedlich aussehende Politik Loucheurs verbirgt. Wenn Deutschland sich bereit finden sollte, in diesem Augenblick sich auf Verhandlungen mit Frankreich
einzulassen, was wäre dann zu erwarten? Was die Festsetzung unserer Leistungen anlangt, so ist die Lage ziemlich klar. Frankreich würde zunächst verlangen, daß ihm die bekannten 26 Milliarden bezahlt würden, die die 52 Prozent der ihm zustehenden Leistungen darstellen. Des weiteren würde Deutschland Frankreich gegenüber zum mindesten in der Höhe verpflichtet bleiben, in der Frankreich Amerika und England gegenüber verschuldet ist, dagegen Frankreich, wenn die jetzt genannten Schulden nicht einzutreiben sein sollten, Deutschland ersatzpflichtig macht, oder sich auf die deutsche Nichtzahlung berufen könnte. Außerdem müßte sich Deutschland zur Duldung einer umfangreichen Finanzkontrolle verpflichten u. der Schaffung eines Monopols, um die Entschädigungsleistungen und den Zinsendienst für etwa aufzunehmende Anleihen sicherzustellen. Mit der finanziellen Souveränität Deutschlands wäre es dann vorbei.
Was jedoch die Ruhrfrage anlangt so würde in diesem Augenblick Frankreich als Gegenleistung für die zu übernehmende finanzielle Verpflichtung die viel berufene und berüchtigte, staffelweise Räumung des Ruhrgebietes zugestehen. Es würde dabei fordern, daß wir nicht nur unseren passiven Widerstand einstellten, sondern daß wir sogar alle amtlichen und nicht amtlichen Faktoren in dem besetzten Gebiete beseitigen müßten, um mit den Besatzungsmächten nach deren Wunsch zusammenzuarbeiten. Nach der heute noch in französischen Regierungskreisen herrschenden Gesinnungsart müßten wir die Rechtmäßigkeit der Ruhrbesetzung als ein Austauschobjekt zugestehen, wogegen Frankreich Ansprüche durchsetzen könnte, die über die im Versailler Vertrage enthaltenen Rechte hinausgehen würden und die in ihrer mildesten Form so gestaltet wären, wie sie Loucheur einmal bereits geschildert hat und wie sie der Daily Telegraph wiedergibt.
Für welchen Zeitpunkt nun die erste Staffel der Räumung zugestanden würde, ist an sich schon zweifelhaft. Jedenfalls kann aber angenommen werden, daß Frankreich eine gute Leistung, also
man aus Gründen der Sichechen überhaupt nicht räumen wolle. Wenn Herr Loucheur und der Daily Telegraph von einer Entmilitarisierung des Rheinlandes sprechen, so können wir darauf hinweisen, daß wegen der Bestimmungen des Versailler Vertrages und dev darin festgelegten neutralen Zone die denkbar stärksten Tatsachen einer Entmilitamsierung schon längst geführt sind. Diese Vorkehrungen haben leider die deutsche Sicherheit in einer geradezu unerträglichen Weise gefährdet und Deutschland jeden Schutzes gegen feindliche Einfälle beraubt. Man könnte bei dem Geschrei um die Sicherheit Frankreichs meinen, als ob wir in französisches Gebiet eingefallen wären. Man könnte demgegenüber die Frage aufwerfen, ob sich nicht etwa auch Frankreich bequemen sollte, Elsaß=Lothringen zu entmilitarisieren, um längs der gesamten deutschen Grenze eine neutrale Zone festzulegen, die in der Breite dem jetzt noch besetzten Gebiet plus der 50Kilometerzone entspricht.
Geradezu ungeheuerlich ist es, wenn im Daily Telegraph ausgeführt wird, daß auf der Rechtsgrundlage des Ruhreinfalls in die deutsche Souveränität in einer Weise eingegriffen werden könnte, mit der durch ausländische Vereinbarung das jetzige Rheinland zu einem Bundesstaat gemacht werden sollte. Loucheur sucht auf diesem Wege vor allem die wirtschaftliche Beute für die französische Industrie zu sichern, während Poincaré die ungefähr gleichzeitige wirtschaftliche und politische Annexion erstrebt. Wenn der Berichterstatter des Daily Telegraph meint, daß die Einzelheiten des von ihm offenbar auf französische Einflüsterungen vorgetragenen Planes in England zu einer ernstlichen und sympathischen Erwägung berechtigen, so kann ihm von Deutschland nur erwidert werden, daß keine deutsche Regierung, die ihrer Autorität, ihres Bestandes, ja auch nuv ihres Lebens in Deutschland sicher sein sollte, derartige Vorschläge ernst nehmen dürfte und könnte.
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Loucheur unterbreitet Vonar Law seinen
neuen Plau.
Im Anschluß an seine Zusammenkunft mit Lloyd George hatte Loucheur eine Unterredung mit Bonar Law in Torquay, wo der Premierminister die Einzelheiten eines neuen Reparationsplanes mitteilte, der von den gemäßigten Elementen Frankreichs unterstützt wird, und der umfaßt:.) Die Herabsetzung der Gesamtsumme der Wiederherstellungen,.) die Ausgabe einer internationalen Anleihe und.) eine internationale Garantie der Verträge.
davon überzeugt, daß sie restlos vor der Prüfung bestehen. Demgegenüber haben Sie den von mir mitgeteilten Sachverhalt als irrtümlich und absichtlich entstellt— denatures volontairement— bezeichnet und die Verantwortung für die Vorfälle auf die Leitung des Kruppschen Werkes und die Repräsentanten des Kapitalismus abgewälzt. Gleichzeitig haben Sie auf mein Ersuchen, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, geantwwortet, daß das bereits durch die Verhaftung der Krupp=Direktoren geschehen sei. Ich habe geglaubt, hoffen zu können, daß die Vorfälle am Ostersamstag von Ihnen objektiv festgestellt u. gewürdigt, würden. Wenn dies von Ihnen nicht geschieht, so hätte die Essener Bevölkerung, hätte die Arbeiterschaft und Leitung der Firma Krupp doch wenigstens erwarten können, daß Sie auf den Protest der Stadt, der voll Ernst u. Trauer die Vorgänge darstellte, nicht mit Ausführungen geantwortet, die gegenüber der Bürgerschaft als ein Schlag ins Gesicht und wie Hohn wirken müssen. Seien Sie überzeugt, daß Ihr Schreiben in der Bürgerschaft, die angesichts der fürchterlichen Opfer der französischen Kugeln von dem Gefühl des Schmerzes tief erregt ist, gleichzeitig Gefühle schärfster Entrüstung hervorrufen wird.
Eine Geblärung der Firma Krupp.
Von einer französischen Propagandastelle ist die Behauptung verbreitet worden, die Firma Krupp habe nach Auflösung der Essener Schutzpolizei eine Anzahl von Schupobeamten in ihren Dienst genommen, Hierzu erklärt die Firma Krupp nachdrücklich, daß auf keinem ihrer Werke weder vor noch nach der Auflösung der Schupo irgend ein Schupobeamter, sei es als Angestellter, sei es als Arbeiter, eingestellt worden ist.
Die Beerdigung der Opfer.
Die Opfer der blutigen Ereignisse, deren Zahl sich inzwischen-auf 13 erhöht hat, werden vermutlich erst Anfang nächster Woche beigesetzt werven. Die Bestattung soll in einem gemeinsamen Grabe auf dem während des Krieges angelegten Essener Ehrenfriedhofe erfolgen. Am Tage der Beerdigung wird in den Kruppschen Werken die Arbeit ruhen. Der französische Befehlshaber hat den Soldaten verboten, sich während der Stunden der Beisetzung auf den Sraßen Essens zu zeigen, soweit sie sich nicht im Dienste dort aufzuhalten haben. Im letzteren Falle sollen sie beim Herannahen des Trauerzuges; Seitenstraßen aufsuchen.
ten wesentliche Garantien geben, während Berlin vermutlich
selbst die Notwendigkeit weitgehendoster internatio= würde. Da wir aber, wenn man von
naler Ueberwachung der Finanzen Deutschlands bereits zugegeben habe. Deutschland würde natürlich ein wesentliches Moratorium erhalten. Sicherheit. Es würde eine stufenweise, jedoch rasche militärische Räumung des Ruhrgebietes und anderer in der letz
Zeit auf dem rechten Rheinufer bef
waigen im übrigen sehr zweifelhaften Anleihemöglichkeiten absieht, zur Zeit nicht zahlen können, würde also auch zunächst von dem Beginn der Räumung noch nicht die Rede sein. Nach einer endgültigen Aufgabe unseres passiven Widerstandes und den Aussichten auf eine so unsichere Ver
ne würde keinerlei Sonderregime er. Ausfahregimne, u Volabschntrung, Ein= und
Süiede voltich woirtscefäch und#pubtitlgarnichts zu giben. Müre unser pasiven Wi.,
wulde pollisch, Wierschäftich und aoministrativ einen intregalen Teil des Reiches bilden, sie würde jedoch unter der Aufsicht des Völ kerbundes entmilitarisiert werden. Außerdem würde das deutsche Reich noch einen Nichtangriffspakt mit den übrigen Mächten abschließen.
derstand einmal aufgehoben, so könnte er kaum wieder in der alten Form organisiert werden. Wir hatten dann keine Waffe mehr in der Hand und wären lediglich auf den guten Willen Frankreichs, seine Versprechungen zu halten, angewiesen. Aus bitterstev Erfahrung wissen wir, was
kerbundssatung
Sroundgfaßung.
Was das Saargebiet betreffe, so würde das natürlichste Verfahren sein, es dem geplanten westrheinischen Staate innerhalb des deutschen Reiches zu assimilieren, zugleich jedoch Franspeichs Recht auf die dort erzeugten
bestehen zu lassen. Es werde jedoch für die sofortige Schaffung eines auto
nomen Saarstaates unter Aufsicht des Völkerbun
besondere, wenn sie sich auf territoriale Fragen
beziehen, wert sind. Die seinerzeit unter demVorwande militärischer Sanktionen besetzten drei Städte Düsseldorf, Duisburg u. Ruhrort sind ohne jeden Rechtstitel weiter besetzt geblieben.
Zu den Räumungsfristen des Rheinlandes hat Millerand, der Präsident der französischen Republik, erklärt, daß lauten begonnen Hütteg umd
Zur Lage
Briefwechsel zwischen General Jac= quemot und dem Bürgermeister von Essen.
Jsequemot an die Stadt.
Herr Bürgermeister! In Beantwortung Ihres Briefes vom 2. April beehre ich mich, Ihnen davon Kenntnis zu geben, daß die angestellten Untersuchungen den Beweis erbracht haben, daß Ihre Auskünfte irrig waren oder daß die Tatsachen mit Willen entstellt worden sind. Die ganze Verantwortung fällt auf die Direktoren der Kruppschen Fabrik. Die Strafmaßnahmen, die Sie forderten, sind also schon im Gange, da ja eine gewisse Anzahl dieser Direktoren verhaftet wurde. Ich widersetze mich daher der öffentlichen Bestattung der am 31. März gefallenen Arbeiter nicht unter der Bedingung, daß die Ordnung nicht gestört wird, sondern bin der Meinung, daß dieser Zwischenfall nicht durch die Arbeiter selbst, sondern durch die Vertreter des Kapitalismus, welche sie gegen die französischen Soldaten aufgehetzt haben, verursacht sind. Sie werden für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung persönlich verantwortlich gemacht. Sie wollen mir vorher den Weg des Leichenbegängnisses bekannt geben. gez.: General Jacquemot.
Die Antwort des Bürgermeisters
an General Jacquemot lautet:
An Herrn General Jacquemot! Was am Ostersamstag des Jahres 1923 in Essen geschehen ist und wen die Schuld dafür trifft, das liegt bereits in unzweiselhafter Karheit vor den Augen der gesamten Welt. Die Vorgänge sind auf das genaueste und das gewissenhafteste festgestellt worden, in erster Linie von den Betriebsräten der Firma Krupp. Das Ergebnis der Unteruchung ist wie Sie wissen, daß die Reichsregierung Anlaß zu diplomatise
Besetzung von Banken.
a. Die Franzosen werden immer unangenehmer. In Sochum haben sie am Freitag Nachmittag sämtliche Großbanken besetzt. Nachdem sie am Dienstag in der Kommerz= und Privat=Bank 20 Millionen Mark Eisenbahngelder beschlagnahmt hatten, erschjenen sie gestern mittag mit einem großen Aufgebot wiederum in der Bank, um nach dem Rest des für die Gehaltszahlungen der Eisenbahnbeamten in Bochum gestifteten Geldes zu suchen. Sie fanden in der Kommerz= und PrivatBank aber nichts mehr vor. Die Direktoren Baecker und Werners wurden verhaftet, ebenso der Kassierer der Bank. Die Franzosen beschlagnahmten dann in der Reichsbank etwa 250 Millionen Mark. Der Betrag der bei den Banken beschlagnahmten Summe beläuft sich auf 508 Millionen Mark.
Besetzung von Bahr höfen u. Werdstätten
Am 4. April,.20 Uhr, besetzten die Franzosen den Bahnhof Kray=Nord in Stärke von vier Panzerwagen, 6 Maschinengewehren und ungefähr 260 Soldaten. Der Block Frillendovt ist ebenfalls besetzt, und dort auf der Strecke Essen=Nord-Kray=Nord je eine Schienenlänge herausgenommen worden. Dadurch ist das Gleis unfahrbar gemächt. Ungefähr 15 Mann französischer Eisenbahner arbeiten im Bahnhof mit Brechstangen an den Anlagen bezw. Weichen. Im Bahnhof stehen ungefähr 16 Waggons Kohlen, ein Waggon mit Holz und 12 beladene Güterwagen. Ebenfalls stehen auf der Strecke KrayNord=Essen(Hauptbhf.), die dort von den Deutschen ausgestellten leeren Güterwagen. Ein Inspektor mußte der Besatzung Zimmer abgeben. Da er sich wetgerte, für die Franzosen Dienst zu tun, wurde ihm mit der sofortigen Räumung seiner Dienstwohnung unter Hinterlassung sämtlicher Möbel in einigen Tagen gedroht. Dem Obergütervorsteher sowie 7 anderen Beamten. die Dienstwohnungen inne haben, wurde die gleiche Mitteilung von den Franzosen zugestellt. Das Personal wurde nach der Besetzung gefragt,