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Verbunden mit: Schwerter Tageblatt und Anzeiger Schwerter Volkszeitung Schwerter Volksblatt

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Nr. 79

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In Anbetracht dessen, daß gegenwärtig nahezu jedem Tag eine Depesche in den Blättern er­scheint, die ankündigt, daß irgendein maßgeben­

sich machen wird, gehen soiche kleinen Meldun­gen, wie eine heutige, daß ber, Pnag-Pgei, und

berpräsident nach seiner Foyr, B.ichshaupttadt London auch nach der deutschen Recchshauptstatt kommen wird, beinahe unter.

Durch seine jüngste Kammerrede jedoch hat der Ministerpräsident Muchanow, der bis dahin als

Diplomat auf der außenpolitischen Bühne wenig

in Erscheinung getreten ist, eine Visitenkarte ab­gegeben, die überall gern angenommen und stark beachtet worden ist.

Was dabei die interessierte Oeffentlichkeit hat aufhorchen lassen, ist die Freimütigkeit, mit der der bulgarische Staatsmann über die Beziehun­gen seines Landes vor allem zu den Nachbar­staaten sich ausließ. Vielleicht ist dieser Freimut bei manchen Diplomaten, die in ihren Erklärun­gen gerade das Gegenteil walten zu lassen ge­wohnt sind, als ein Zeichen der Unbehalfenheit oder als unerwünschte Naivität ausgelegt und gewertet worden. In unserem Sinne aber, in welchem nach den Worten unseres Kanzlers Adolf Hitler die politische Aussprache von Mann zu Mann Vorrang genießt gegenüber allen an­deren Methoden, berührt die Offenheit des bul­garischen Ministerpräsidenten in wohltuender Weise. Schon die Auswahl der Persönlichkeiten, die Muchanow auf seiner Reise begleiten werden — es sind dies sein Finanzminister und der Präsident der bulgarischen Nationalbank deutet daraufhin, daß es sich bei seinen Bespre­chungen vor allem um finanz=politische wirtschaftspolitische Erörterungen handeln wird.

In London sind im übrigen noch die Anleihe­fragen zu klären, nachdem die Verhandlungen im vergangenen Jahre über dieses Theua nicht zum Abschluß gelangen konnten. In Paris allerdings dürften auch andere Themen zi Diskussion stehen.

Wie erinnerlich, ist es den vereinigten Bemü­hungen der tschechoslowakischen, der jugoslawi­schen und der rumänischen Diplomaten nicht ge­lungen, Bulgarien zum Beitritt zum Balkanpakt zu bewegen, und man weiß, daß auch vom Quai * Orsag her Versuche gemacht worden st.„e

Wenergeitung der Larhverikage nuch eem 1. Mal 1831

Der Reichsarbeitsminister hat über die Wei­tergeltung von Tarifverträgen nach dem 1. Mai 1934 unter dem 28. März 1934 eine bedeutsame Anordnung erlassen.

Hiernach gelten die am 30. April 1934 noch laufenden Tarifverträge als Tarifordnungen so­lange unverändert weiter, bis der Treuhänder der Arbeit ihren Ablauf anordnet oder sie ab­ändert. Der Reichsarbeitsminister kann auch selbst den Ablauf bestimmen. Die als Tariford­nungen verlängerten Tarifverträge gelten, wenn sie für allgemeinverbindlich erklärt waren, im Umfange der bisherigen Allgemeinverbindlichkeit,

im übrigen nur für die am 30. April 1934 tarif­gebundenen Betriebe.

trägen als Torfordnunzehgch nus für eine ge.

men innerhalb deren die Treuhänder der Arbeit

men, Innethals deren die Treuhänder der Arbeit erforderliche Umstellung vorzunehmen haben.

trägen als Tarifordnungen ist von vornherein bis zum 30. Juni 1934 befristet, da diese bis spä­testens dahin durch Betriebsordnungen ersetzt werden müssen.

Die Anordnung vom 28. März 1934 gilt für private wie für öffentliche Betriebe.

Hiise zur Telbsthufe

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d Orsay her Versuche gemacht worden sind, Bi

garten für den Balkanpall zu gewinnen. Zwei­fellos wird Ministerpräsident Muchanow die Ge­legenheit benutzen, um in Frankreich einmal per­sönlich die Erwägungen zur Kenntnis zu brin­gen, die Bulgarten zu seiner Haltung veranlaßt haben.

Dabei kann er sich eigentlich im wesentlichen nur an das halten, was er über die Stellung seines Landes zu den Nachbarn und zum Völ­kerbund in seiner Kammerrede gesagt hat. Und daraus geht die unbedingte Friedensliebe dieses Landes und seiner Regierung hervor. Diese Friedensliebe, wie der bulgarische Ministerprä­sident an hervorragender Stelle seiner Kammer­rede betont hat, wird ihm zweifellos bei seinem Besuch in Berlin einen um so herzlicheren Empfang sichern, als es ja die gleiche Friedens­liebe ist, die unser Volk und unsere Regierung beseelt.

Die Fürsorge der Wohlfahrtsämter für die von ihnen betreuten Wohlfahrtserwerbslosen er­schöpfte sich in den letzten Jahren mehr oder we­

niger in der reinen Unterstützungs=Gewährung. Die neue Aufgabenstellung, die die Betreu­ung der Wohlfahrtserwerbslosen im national­sozialistischen Gemeinwesen erhatten-hat, wird in einer bemerkenswerten Veröffentlichung im In­formationsdienst der Deutschen Afggizrgtzugg

handeln, sondern die Wohlfahrtsämter müssen

enson zielbewußte Aufbanarbeit

leisten. Ihr Bestreben muß sein, einem möglichst großen Kreis von Wohlfahrtsbetreuten behilflich zu sein, wieder Arbeit und eigene Existenz zu erhalten. Die Schwierigkeiten, die dem entgegen­

fahrtserwerbslosen ungelernte Kräfte sind, die

den können als gelernte. vb, Fez, wird es mäg.

gesetzt werven tonnen. Weier tomm:“ gzege beitsdienst für die Aufnahme der jüngeren bieser Wohlfahrtserwerbslosen besondere Bedeutung zu. Endlich wird durch die Beschäftigung als Land­helfer oder durch die Verpflanzung dieser Er­

keit hat ihre Fachkenntnisse und Fertigkeiten be­

Voraue sepergelgsen zu. schaffen. Gleichzeitig

satz dieser Erwerbslosen zu bleichzeitig muß eine intensive Erziehungsarbeit jenen Men­schen das verlorene soziale Verantwortungsge­fühl und Pflichtbewußtsein wiederzugeben trach­en. Erziehung zu nationalsozialistischem Denken ist dafür die beste Voraussetzung. Zusammenfas­end wird festgestellt, daß nicht Unterstützung und Fürsorge der Sinn nationalsozialistischer Wohl­fahrtspflege ist, sondern Hilfe zur Selbsthilfe.

Eine Regenkatastrophe in Amterita

Wie aus St. Paul(Minnesota) gemel­

det wird, sind über die Staaten Minnesota, Wisconsin und Süddakota in den letzten Tagen schwere Regenfälle niedergegangen. Ein

Eisenbahndamm bei Hudson im Staate

Wisconsin wurde unterspült, und ein Gü­terzug entgleiste. Drei Eisenbahn­beamte wurden dabei getötet. In Ean Claire, ebenfalls in Wisconsin, stürzte ein Per­sonenkraftwagen von einer überschwemm­ten Brücke ab. Dabei ertranken zwei Personen, vier wurden verwundet. Der Sachschaden, besonders an der Ernte, ist sehr groß.

Wie aus der Stadt Elk(Oklahoma) ge­meldet wird, ist der sonst unbedeutende Fluß Washita infolge der anhaltenden Regengüsse und der Schneeschmelze zu einem reißenden Strom von 3 Klm. Breite angeschwollen. Die Wasser reißen Brücken und Bahn­

den geht in die Millionen.

15 Ertrunkene gemeldet worden. Unter

den Toten befindet sich eine Mutter mit 5 Töch. tern. Dem Vater gelang es, 2 weitere Kinder zu retten, bevor das Haus, das von den Fluren hochgerissen wurde, an einem eingestürzten Brük­

Weitere ausgedehnte Ueberschwemmun­

gen werden aus Wisconsin und Miune­sota gemeldet. Flugzeuge suchen die über­schwemmten Gebiete ab und werfen den von allen Zufuhren abgeschnittenen Einwohnern Lebensmittel und Verbandszeug ab.

Endgültiger Gesetzentwurt noch in Bearbeitung

Dr. Heinrich hat vor zwei Jahren den Zentral­ausschuß für die innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche wirtschaftlich reorganisiert und ist seitdem Schatzmeister und Justitiar dieses evangelischen Reichsspitzenverbandes.

Dollsuß besucht Londen

Eine englische Anregung

Bundeskanzler Dr. Dollfuß beabsichtigt, wie aus Wien mitgeteilt wird, Mitte des Monats nach London zu reisen. Die auf den 1o.

schen Ausfee

den amtlichen unlaß zu dieser Reise.

Die Arbeit der Debekuag

Die Deutsche Boden=Kultur=Aktien=Gesellschaft in

Beilin hielt eine Aussichtsratssitzung ab. in der die Vilanz und die Gewinn= und Verlustrechnung für 1933 nach den Vorschlägen des Vorstandes geneh­migt wurden. Auf das Aktienkavital von 20 Mill. NM, das sich mit mehr als 90 v. H. in der Hand des Reiches befindet, soll, wie in den Vorjahren eine Dividende von 4 v. H. verteilt werden.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäfts­

kahr aus eigenen Mitteln 8.7 Mill. RM Boden­verbesserungs=Darlehen bewilligt und im ganzen 119 Millionen RM derartiger Darlehen ausstehen. Gerner dai sie 83 Millionen RM Arbeitsbeschal. lungs=Datlehen des Reiches an Meliorations­denollenschaften. Deich=Verbände. Gemeinden usw. weitergeleitet. Von dritter Seite sind der Gesell­schaft neuerdings weitere Beträge zur Verfügung bestellt worden, die als Meliorationsdarleben von dier ausgeliehen werden.

naten Kraftverkehrsgewerbe bringen, soweit die­ses private Reastperkehrsgewertegregt gu. ge.

der Veichebohn eintretenden gesetzlichen Neu­

ken, daß bis zur eint##lenben gestgrichm Neu­regelung mit einem Nachlassen des Wettvewerbe

zwischen Reichsbahn und privatem Ueberland­Güterverkehrsgewerbe zu erwarten ist. Sofern der Wettbewerb keine scharfen, das Gesamtge­

werbe schädigenden Formen

trotz des Anhaltens des

Wettbewerbes in keiner Hinsicht irgendwie Grund zu einer Besorgnis.

Wie wir erfahren, liegen für die seit längerer

träge sind zum Teil außergewöhnlich

Rlärung im bebergepars Hesgalb u. a. guch ger). in

Steougu deg Handelg und des Geverbet, Die

natürlich auch der Reichsbahn selbst.

sonders in der inzwischen begonnenen großen

verkehrs wird dem bisherigen Vernehmen nach

haf

Wie der Evangelische Pressedienst erfährt, hat der Präsident des Zentralausschusses für die innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche, Pfarrer Themel, den Rechtsanwalt am Kammergericht Dr. Johannes Heinrich mit der Vorbereitung der einheitlichen und planwirt­schaftlichen Gestaltung der fahrtseinrichtungen beauftragt. Diese Beaufti gung steht im Zusammenhang mit der Bildung einer Arbeitsgemeinschaft zwischen den von der Reichsregierung anerkannten Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege unter Führung des Amtes für Volkswohlfahrt bei der Obersten Lei­tung der PO.

An zuständiger Stelle wird hierzu erklärt, daß von maßgebender englischer Seite Bundeskanzler die Anregung zu sei mehrtägigen Besuch in London übermittelt wor­den ist. Die endgültige Entscheidung über die Londoner Reise soll in den nächsten Tagen fallen. Der Bundeskanzler beabsichtigt, in London den maßgebenden Persönlichkeiten der Regie­rung in einen engeren Gedankenaustausch über

die die österreichische Regierung gegenwärtig un­

mittelbar berührenden internationalen Frägen einzutreten. Die österreichische Ausstellung in London wird durch den Handelsminister Stockinger eröffnet werden.

Spanien dementiert

angeblichen deutschen Waffenschmuggel an der afrikanischen Westküste

Die spanische Presse brachte in großer machung Pariser Meldungen, wonach Deutsch­land einen Waffenschmuggel an der afrikanischen Westküste, insbesondere in den dortigen spani­schen Besitzungen Ilfni und Rio de Oro betreibe, Diese tendenziösen Nachrichten, die zunächst vier Staub aufgewirbelt hatten, werden von der spa­nischen Regierung offiziell als frei erfunden be­zeichnet. Die Regierung stellt ausdrücklich fest, daß keinerlei Waffenschmuggel dort stattgefunden hat. Gleichzeitig betont der zuständige Minister, daß auch jene Gerüchte, wonach Spanien beabsich­tige, in den dortigen Kolonialgebieten eine krie­gerische Aktion vorzunehmen, falsch seien. Auch die Anwesenheit des früheren französischen Mi­nisters Malvy in Madrid könne in keiner Weise in Zusammenhang mit den marokkanischen Ange­legenheiten gebracht werden.

R.