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Kreisblalt für den nordlichen Lenl des Landtreises Zierlöhn

Nr. 1(Erstes Blatt)

Das neue Jahr

Das neue Jahr, das nun begann, baut auf einem Ereignis auf, das von epochaler Bedeu­tung ist. Das alte Jahr hat das neue Deutsch­land geschaffen, an der Schwelle des neuen Jahres stand der feste Glaube:

Es geht aufwärts mit Deutschland.

Auf der ganzen Linie zeigen sich die neuen Formen. Das ganze deutsche Volk ist beseelt von der neuen Entwicklung. Und so nimmt das neue Jahr neuen Anfang.

Was wird es im Einzelnen bringen? Die Fragen, die in diesem Zusammenhange gestellt werden, lassen sich diesmal ohne Leichtfertigkeit positiv beantworten.

Mit Vertrauen und großer Seynsucht sehen die unglücklichen Volksgenossen, die noch heute ohne Arbeit sind, der weiteren Entwicklung entgegen. Sie haben die feste Zuversicht, daß jetzt etwas für sie geschieht und sie wissen, daß das, was für sie unternommen wird, auch erfolgreich ist. In we­nigen Monaten beginnt die dritte Etappe der großen Arbeitsschlacht. Da es möglich gewesen ist, die Erfolge des Sommers und des Herbstes zu halten, wird es nunmehr auch möglich sein, den letzten Durchbruch zu erzielen. Der letzte große Frontalangriff wird in wenigen Wochen, sobald die Kälte vorüber ist, einsetzen. Es ist zu erwarten, daß schon bald darauf der große Vor­marsch beginnt.

Neben dieser Frage besteht weiter die große rage der Wirtschaft selbst. Die Steigerung der Konsumkraft, die durch das Abflauen der beitslosigkeit erreicht wird, fördert den Binnen­markt. Daneben gilt es aber auch den Export zu steigern, um die Produktionskapazität der deutschen Industrie zu heben. Auch dieses Pro­blem muß daher weiter gefördert werden.

Große Fragen ergeben sich endlich auf dem Gebiet der Außenpolitik. Hier gilt es die Ner­ven zu behalten und ruhig und entschlossen den jetzt eingeschlagenen Weg fortzugehen. Von die­sem Wege kann und darf uns nichts abbringen. Dieser Weg ist der Weg der deutschen Nation.

Und schließlich soll im neuen Jahre auch der innere Aufbau weiter fortgesetzt werden. Die Frage der Reichsreform wird zielbewußt auf dem einmal eingeschlagenen Wege gelöst werden und die Organisierung des Volkes wird im neuen Jahre ihre Vollendung erhalten.

So nimmt das neue Jahr seinen Anfang im Zeichen großer Aufgaben. Nach der erfolgreichen Revolution des Jahres 1933, einer Revolution, die in der ganzen Geschichte nicht ihresgleichen hat, weil sie ein Aufstand des ganzen Volkes im wahrsten Sinne des Wortes gewesen ist, folgt jetzt das Jahre der Durchführung der sich aus der Neuordnung ergebenden Organisation.

Nechuhtereisuse.,

Deu'schland deckt keinen

Die endgültigen Schätzungen für die deutsche Getreideernte 1933 liegen jetzt vor. Nach den Er­mittlungen des Statistischen Reichsamtes stellt sich

die Getreideernte auf insgesamt 24,9 Mill.

Tonnen. Sie ist damit um 1,5 Mill. To.

oder 6,5% größer ausgefallen als im Jahre 1932.

Durch den günstigen Ausfall der Ernte des Jah­res 1933 kann der deutsche Getreidebedarf im Wirtschaftsjahr 1933=34 völlig aus eigener Scholle gedeckt werden. Den großen Erntemengen an Roggen, Gerste und Hafer, zu denen noch erheb­liche Uebergangsbestände hinzukommen, wird vor­aussichtlich auch ein im Vergleich zum Vorjahre erhöhter Inlandsbedarf gegenüberstehen, da neben der zu erwartenden Steigerung des Rog­genverbrauchs auf Grund, der sich bessernden Wirtschaftslage ein zusätzlicher Bedarf von mehr als einer Million Tonnen Futtergetreide durch Drosselung der Einfuhr von Futtergetreide und Kraftfuttermitteln geschaffen wurde. Der Absatz der diesjährigen Weizenernte wird trotz reich­licher Vorräte aus alter Ernte ebenfalls gewühr­leistet sein, da jede Steigerung der Verbraucher­kaufkraft als Folge der Wiedereingliederung eines Leiles der Erwerbslosen in den Produktions= prozeß zuerst beim Weizenverzehr in Erscheinung zu treten pflegt.

Der Führer an das deutsche Volk

Der„Völkische Beobachter“ veröffentlicht fol­genden Mahnruf des Führers zum neuen Jahr:

„Seid in den kommenden Monaten und Jahren hart und entschlossen, treu und zu­gleich diszipliniert. Kennt kein anderes Ziel, als Deutschland wieder glücklich und damit wieder frei zu machen, kein anderes Ziel, als den Millionen unserer Volksgenossen wieder ihre Ehre zurückzugeben. Am Anfang unseres Kampfes stand Teutschland, am Ende unseres Kampfes wird wiederum Deutschland stehen.“

gez. Adolf Hitler.

Der Reichspräsident und der Reichs­wehrminister an die Wehrmacht

An die Wehrmacht!

Am Abschluß eines für das gesamte deutsche Volk bedeutsamen Jahres übermittle ich allen Angehörigen des Reichsheeres und der Reichs­marine meine herzlichsten Neujahrswünsche.

Mit meinem Dank und meiner Anerkennung für die Leistungen des vergangenen Jahres ver­binde ich die feste Zuversicht, daß die Wehrmacht — die Hüterin des Staates— in gehorsamer, treuer Pflichterfüllung und unermüdlicher Arbeit weiterhin ihre Schuldigkeit tut.

gez. von Hindenburg, Generalfeldmarschall.

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An die Wehrmacht!

Reichsheer und Reichsmarine spreche ich zum Jahreswechsel meine herzlichsten Glückwünsche

68.„„in maumflichtet

Waffenträger der Nation zu sein, verpfrichter. Das deutsche Volk, dem das vergangene Jahr das Glück der Einigung wiederbeschert hat, sieht in Euch den Ausdruck seiner Wehrhaftigkeit. Dient ihm weiter in treuer Pflichterfüllung und in den alten Soldatentugenden, die Ihr als Erbe einer großen Tradition übernommen habt.

gez. von Blomberg, Generaloberst.

des Reichsministers der Lustfahrt

Im Jahre 1933 hat der Sieg der national­sozialistischen Revolution auch der deutschen Luftfahrt die ihr gebührende Stellung im neuen Staat gegeben.

Ich danke an der Jahreswende allen, die am Neuaufbau der nunmehr einheitlich zusammenge­faßten deutschen Luftfahrt mitgearbeitet haben und wünsche ihnen in kameradschaftlicher Ver­bundenheit ein erfolgreiches neues Jahr. Wir geloben: Das Jahr 1934 wird die gesamte Deut­sche Luftfahrt, wie bisher, in selbstloser Arbeit und treuer Gefolgschaft hinter unserem Führer Adolf Hitler finden.

gez. Göring.

von Stolz erfüllt, mitwirken zu dürfen an dem Aufbau und Ausbau des nationalsozialistischen Staates, der die Zukunft unseres Volkes für alle Zeiten sichern soll.

die alten Soldaten

Der Kyffhäuserbundesführer General der Artillerie a. D. von Horn erließ fol­gende Neujahrskundgebung:

Das vergangene Jahr bedeutet einen Markstein und Wendepunkt in der Geschichte unseres Volkes wie im besonderen auch unseres Millionenbundes ehemaliger Soldaten. Die siegreiche Bewegung Adolf Hitlers hat unserm unerschütterlichen Soldatenglauben an die Zukunft unseres Volkes endlich Erfüllung gebracht. Was wir heute sind, sind wir nach einem Wort unsers Volksführers nur geworden durch die Schule, die wir draußen durchgemacht haben. Der machtvolle Kampf um die Wiedererweckung Deutschlands ist aus dem Soldatentum gekommen. 7. Hundes hanf.

Allen Mitgliedern des Kyffhauserbundes banke ich für die mir im vergangenen Jahre im be­sonderen Maße bewiesene Gefolgstreue. Nur da­durch wurde es möglich, unsern großen Bund ehemaliger Soldaten geschlossen und arbetisföhig dem Führer und der Volksgemeinschaft zur Ver­fügung zu stellen.

Das Jahr 1933 ist das Jahr des nationalen Sieges geworden. Diesen Sieg auszubauen und ihn zu sichern für alle Zeiten ist die kommende

Aufgabe... arhan in unserm Sat

Wir alten Soldaten werden an unserm Plag

teben!..., an naterlänhischen Nuf­

* Wir werden die hohen valerländischen Auf­gaben, die wir jetzt durch die Eingliederung in die SA=Reserve II übernahmen, freudigen Herzens und mit stolzem Bewußtsein erfüllen.

Gefestigt in der Tradition der Vergangenheit, den Blick mannhaft vorwärtsgerichtet, marschieren wir nun in die deutsche Zukunft hinein, Seite an Seite mit den treuen Kämpfern Adolf Hitlers unter den vereinten Zeichen der schwarzweißroten Fahnen und des Hakenkreuzpaniers.

Brauchten wir beim gewaltigen geistigen Um­bruch unseres Vaterlandes uns nicht umzustellen oder gar umzulernen, so war doch die nunmehr durchgeführte organisatorische Umgestaltung un­seres Millionenbundes notwendig geworden, da­mit wir für die Aufgaben bereit sind, die uns im neuen Deutschland erwarten.

Botschafter Poncet beim Reichskanzler

Das DRB. meldet aus Berlin, 1. Januar: Der Reichskanzler und der Reichs­minister des Auswärtigen empfingen anläßlich ihrer Anwesenheit bei den Neujahrs­feierlichleiten in Berlin am Montagnachmittag 17 Uhr den französischen Botschafter Francois Poncet. Die Mitteilungen des Botschafters bezogen sich auf das Ab­

rüstungsproblem, über das der Botschaf­ter auch eine aide Memoire überreichte. Dieses enthielt die hauptsächlichsten Punkte seiner mündlichen Mitteilungen.

Ich erwarte von jedem einzelnen Kameraden, daß er die deutsche Volksgemeinschaft über alles setzt und mit soldatischem Pflichtbewußtsein in höchster Frontdisziplin und bewährter Front­kameradschaft mithilft, die neuen ehrenvollen Sonderaufgaben unseres Bundes zu erfüllen.

So schließen wir zu Beginn des neuen Jahres, das unserm geliebten Vaterland weitere innere Festigung und Erstarkung seiner wiedererweckten Kräfte des Vertrauens und der Selbstachtung bringen möge, das Band zwischen altem und neuem Soldatentum im einmütig stolzen Be­kenntnis zu Volk und Nation. Unser großes ge­meinsames Ziel, dem unser Leben und unsere ginze Arbeit gehört, ist und bleibt ein einiges, starkes und freies Deutschland.

Betriebsvertretungen bleiben bis 30. April 1934

Das Reichskabinett gibt ein Gesetz bekannt, wonach die Amtsdauer der am 31. Dezember 1933 im Amte befindlichen Beisitzer der Arbeitsge­richtsbehörden aus den Kreisen der Arbeitgeber und=nehmer bis zum 30. 4. 1934 verlängert wird. Eine entsprechende Regelung wird auch für die Beisitzer der Schlichtungsbehörden verfügt. Die Wahlen zu den gesetzlichen Betriebsvertretungen werden bis zum 30. 4. 1934 ausgesetzt und an­geordnet, daß die bisherige Betriebsvertretung im Amte bleibt. Der Reichsarbeitsminister ist zum Erlaß der notwendigen Ausführungsbestim­mungen ermächtigt. Bis zum 30. 4. 1934 erhoffen also offenbar die maßgebenden Stellen, eine neue Dauerregelung auf diesen wichtigen Gebieten er­reicht zu haben.

Zicie und Hrtgaben— Heine uniformierten Amazenenkorps

An die deutschen Beamten

Wie der Beamtennachrichtendienst mit­teilt, richtet Reichsminister des Innern Dr. Frick eine Neujahrsbotschaft an die Beamten. In der Botschaft heißt es:

Ich danke am heutigen Tage allen Beamten, die durch den Einsatz ihrer Person, durch Kampf und Opfer den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung mit vorbereitet haben. Mein Dank gilt aber zugleich auch allen denen, die seit dem Siege der Revolution sich selbstlos und hinge­bungsvoll dem Dienste am Aufbau des neuen Reiches gewidmet haben.

Ich erwarte, daß im neuen Jahre die gesamte deutsche Beamtenschaft unter Ueberwindung aller Reste von Standesdünkel und Klassenverhetzung zu einem völlig geschlossenen, vom Geiste der Volksgemeinschaft ebenso wie vom Geiste uner­schütterlicher Disziplin durchdrungenen Organis­mus zusammenwächst.„

Durch das Zusammenwirken der Beamtenschaft und des ganzen deutschen Volkes konnten im Jahre 1933 Leistungen von unerhörtem geschicht­lichem Ausmaße vollbracht werden.

Nicht weniger gewaltige Aufgaben wird uns das Jahr 1934 stellen. Ich bin überzeugt, daß die deutsche Beamtenschaft auch im neuen Jahre im Dienste der Nation ihre Pflicht tun wird,

Auf dem Gebiete des deutschen Frauen­arbeitsdienstes sind noch vor Jahresschluß die nötigen organisatorischen Voraussetzungen für ein reibungsloses Funktionieren getroffen wor­den. Dazu gehört, daß vom 1. Januar 1934 an die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung die Finanzierung des deutschen Frauenarbeitsdienstes übernimmt. Der Verbindungsmann zwischen beiden ist Ober­regierungsrat von Funcke.

Er entwickelt nun in programmatischer Weise die Aufgaben des Frauenarbeitsdienstes und be­tont, es habe sich die Auffassung durchgesetzt, daß der Arbeitsdienst, der unseren Mädeln den ethischen Wert geregelter, verantwortlicher Ar­beit als

Weg der Erziehung zur deutschen Frau und Mutter

vermitteln solle, nur dann Sinn und Berechti­gung habe, wenn er

auf das Wesen der Frau zugeschnitten sei. Während der Mann seine Aufgabe im Ar­beitsdienst in erster Linie erfüllen werde durch werteschaffende Arbeit mit Hacke und Schaufel, falle der Frau im wesentlichen die werteerhal­tende Tätigkeit mit Willen und Gemüt zu.

Dieser anderen Sinngebung werden sich auch die äußeren Formen des Lebens und Treibens der weiblichen Jugend anzupassen haben.

Die Heime sollen nicht mehr als 40 Mädel beherbergen.

Die Aufstellung von uniformierten Amazonen­

korps, die etwa nach dem Muster ihrer männ­lichen Kameraden mit hohen Stiefeln, geschulter­tem Spaten und mit einem rauhen Lied auf den Lippen durch die Lande ziehen, sei nicht die ge­gebene und beabsichtigte Form. Alles Unweib­liche werde ausgeschaltet. Daß trotzdem Zucht und Ordnung in den Heimen herrichen müsse, sei selbstverständlich. Trotz der Verschiedenheiten habe der Arbeitsdienst der beiden Geschlechter doch die gleiche Quelle und das gleiche Ziel. Er sei von der nationalsozialistischen Regierung in dem großen Zusammenhang einer bewußten Be­völkerungs- und Wirtschaftspolitik hineingestellt worden mit dem

Ziel, das deutsche Mädel zu einem Glied der nationalsozialistischen Vollsgemein­schaft zu erziehen.

Die Leitung wird in die Hände einer Frau ge­legt, die wiederum dem Reichsbeauftragten der NSDAP. unterstellt ist. An die Spitze jedes der 13 Landesbezirke trete eine Landesstellenleiterin. Was die Arbeitsvorhaben anlange, so müßten sie dem Ziele der Erziehung zur Mutter und Hausfrau dienen, deren Tätigkeit nicht aus­schließlich im Waschen und Flicken der Kleidung männlicher Arbeitsdienstlager bestehe. Da die Umschulung von Stadtlindern in landwirtschaft­liche Berufe große Bedeutung habe, werde neben der rein landwirtschaftlichen Betätigung die

Ausbildung zur Siedlerfrau im Mittelpunkt

des Ausbildungsplanes stehen. Dazu komme Kinderpflege, Krankenpflege usw.