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Räumen des bei den Fest­Infanterie v. Lehndarff.

.) Nachmittag Reuß mit der gefunden. Bei e. Kaiserl. und das Wohl der

Erzbischof von Entlassung aus ber=Präsidenten rden:

Jan. 1876. Protokoll, d. d. sch erkenne den s für die Ver­nicht an, und Erzdiözesen zu intwortlich nur hle. In dieser is welcher klar ter des Ihnen l. Gerichtshofes 874 entzogenen

n beanspruchen. 4. Mai 1874, Ausübung von istern des In­

ertheilten Er­boren den Auf­n, sowie in den irt a.., und r Internirung Fall einer Zu­ng, indem ich §. 3 des an­ie binnen acht se Berufung an egenheiten offen durch die Be­t haben daher c die Provinz dung der Stadt Hochdenselben tzen.

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etroffenen Tele­niederländischen t Moekim fort. i nach heftigem ampongs Daroe

: Vier Schiffe haben Befehl Gewässern zur u.— Die hier riffen.

aks hat heute Neben zahllosen mern aus allen der Erzherzog der General­rauerfeierlichkeit ), Ghyczy, hielt Grabrede. zalistische Geist­eine Erklärung an dem vom ner Wiederver, ind weisen und en Pourparlers

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vorden seien.

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ersten Schritten h sah jetzt auch nach dem jen­ragen, hin und immer schneller

te, so mußte sie ht länger mehr, efel und stürzte irchtete ich, daß in zusammenzog, mir nach ver­en zu erreichen. trebten und so ind, so war es ch jeden Augen­en war. Der gte, leer. Was te der Himmel ran und lenkte den Rücken be­sicherer an das in wieder festen cklich erklommen ssin des Wagens die noch fort­ervordringenden

eine, wie mir ete. Dame aus. em das Wasser hervordrang. nd zitterte am Bad nicht wenig beruhigt und

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uptfü rer der Klerikalen in England hat bekanntlich vor tiger Zeit einen Aufruf an protestantische Engländer zur eldsammlung und Unterstützung katholischer, renitenter Geist­ser in Deutschland erlassen. In der„Times" widerfährt m Herzog dafür eine wohlverdiente Blamage. Ein unter inem Patronat stehender protestantischer Geistlicher, der Pfarrer hougay St. Mary in Suffolk klagt nämlich in einem Briefe in die„Times“ darüber, daß die Familie des Herzogs das sinkommen der Pfarre entfremdet habe, und daß er selbst eit sechs Jahren den Dienst für die Summe von sechszig bfund Sterling jährlich versehe. Ein Gesuch des Einsenders im eine geringe Erhöhung des Einkommens wurde aus religiösen Gründen" abgelehnt und der so spärlich unter­saltene Geistliche nimmt Gelegenheit, diese Ablehnung aus seligiösen Gründen mit dem obgemeldeten Aufruf in erbau­sichen Gegensatz zu bringen. Wie die„N. fr. Pr.“ erfährt, sat übrigens Kardinal Antonelli dem Kardinal Manning semeldet, der Papst vertage seine Zustimmung zu dem eben­alls vom Herzog von Norfolk oder durch denselben gemachten Vorschlag, durch eine Lotterie Geld für die Deutschen Katho­ken aufzubringen.

Wien, 5. Febr. Der Großfürst Alexis von Rußland st am 4. d. M. früh hier angekommen. Noch im Laufe es gestrigen Vormittags empfing Se. Kaiserliche Hoheit den besuch des Kaisers, sowie des Kronprinzen Rudolf und der n Wien anwesenden sämmtlichen Erzherzoge, bei welcher Ge­genheit Se. Majestät die Obersten=Uniform seines russischen Rtegiments trug. Der Großfürst gedenkt einige Tage in Pien zu verweilen und von hier aus nach Ankona zu reisen, m sich dort wieder einzuschiffen.

Paris, 6. Febr. Thiers hat nur für Paris eine Kan­sidatur angenommen.— Es ist die Rede davon, daß der herzog von Audiffret=Pasquier Präsident des Senats werden pll.— Von der spanischen Grenze wird gemeldet, daß die Karlisten ihre Waffenfabrik in Vera zerstört haben.

8. Februar. In einer den Journalen mitge­heilten offiziellen Note werden die in Umlauf gesetzten Ge­süchte über die angebliche Mobilisirung eines Armee=Korps ur Ausführung großer Feldübungen als jeder Begründung ntbehrend bezeichnet und wird hinzugefügt, diese Gerüchte ien offenbar lediglich zu Spekulationszwecken verbreitet borden. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß die­nigen Journale, die diese Gerüchte weiter verbreiten, der erichtlichen Verfolgung unterliegen.

Madrid, 6. Febr. In dem künftigen Senat befinden ch nur 40 bis 45 Anhänger der katholischen Glaubensein­seit, 135 bis 140 Senatoren würden für den die Duldung ler Kulte garantirenden§. 11 des von den Notablen aus­earbeiteten Verfassungsentwurfs stimmen.

Der von dem General Quesada über die Einnahme von durango an die Regierung erstattete Bericht lautet folgender­haßen:„Durango, 5. Februar. Wir haben Durango, die ewöhnliche Residenz des Don Karlos, ohne Widerstand ge­sommen, nachdem wir Truppenkräfte bis Ambiano vorge­hoben hatten. Der Vormarsch war sehr sicher, da wir in an Antonio de Urquida und in Ochandiano Streitkräfte brückgelassen hatten. Die Munizipalität, die Geistlichkeit und die finwohner Durangos haben im Vertrauen auf die gute Disziplin nserer Truppen die Stadt nicht verlassen. In Zornoza ist in großer Vorrath Salpeter gefunden worden, der nach hilbao gebracht worden ist.“

Rom, 5. Februar. Pilgerzüge, welche in Tarbes und kennes organisirt werden, sollen im Laufe des Monats Närz in Rom eintreffen. Der Kardinal Brossais=Saint­Karc, Erzbischof von Rennes, wird die Pilger seiner diöiese begleiten und in einem Konsistorium, in dem auch sehrere Kardinäle ernannt werden sollen, den Kardinalsring pfangen.

Westfalen und Rheinland.

Gelsenkirchen, 9. Febr.(Verletzung). Ein seine flicht bei der gestrigen Wahl genügter protestantischer, mit ner katholischen Gattin verehelichter Wähler, der liberalen ktadtverordneten seine Stimme gegeben hatte, theilte, nachdem zu Hause angelangt war, das Geschehene seiner Frau und äter in einem Wirthshause in der Wallstraße seinen Zech­nossen mit, was nicht ohne nachtheilige Folgen ablief. Ein ltramontaner, dem die Mittheilung als unwillkommen erschien greift plötzlich sein Glas und schlug ohne Gnade und armherzigkeit mit demselben derart auf den Ersteren ein

lieder in den vom Wasser befreiten Wagen hineingepackt gtte, da draußen ein impertinenter Wind wehte, der mir meinen nassen Kleidern das Blut fast gefrieren machte,

h ich mich nach dem armen Burschen u..*

inds eine Spur von demselben zu ufen blieb erfolglos und ich sah inem Schicksal zu überlassen und inken.

Wenn ich mich auch im Gegens ieder glücklich auf trockenem Bod eine Lage doch nichts weniger ar jetzt völlig von aller Verbindu bgeschnitten. Zwischen mir lage im zweiten Male zu durchschwim: er tückische Strom trennte mich en Landsleuten, sondern auch vo Stiefeln, die mir in diesem A siher standen, als jene, denn der enn ich mich aber auch entschloss üben nochmals anzutreten, so k. sit meiner Schutzbefohlenen nicht acht, allein am Wasser stehen lass Etwas mußte indessen geschehen sachte die Sache nicht besser. Ich wandte mich an di same im Wagen und setzte ihr, so weit meine Kenntniß der hanzösischen es zuließ, meine romantische Lage ausein der.

Ich erfuhr nun zu meiner Beruhigung, daß die Dame inz in der Nähe, auf einem nur noch wenige Minuten ent­enten Gute wohne, wohin sie mich den Wagen zu bringen st. Mein Verlangen nach einem Obdach war ein zu leb­ftes, als daß ich lange gezögert hätte, dem Wunsche meiner schutzbefohlenen Folge zu leisten. Nachdem wir den Fahr­g wieder aufgefunden, setzte ich die Pferde in Trab, wobei zu meiner Erwärmung neben ihnen herlief.

Nach etwa zehn Minuten war das Gut erreicht, wo un­fe Ankunft in einem solchen Zustande nicht geringes Er­zunen erregte.

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als sehr gefährlich, als die in den Kopf gedrungenen Glas­splitter eine arge Verletzung hervorgebracht haben. Das sind die Früchte des Ultramontanismus!

— 5. Februar. Die Reichsbank hat den Discont auf 4 und den Lombardzinsfuß auf 5 Prozent herabgesetzt. Der Handels= und Gewerbestand wird diese Maßnahme mit Be­friedigung begrüßen.

Bochum, 4. Febr. Gestern Nachmittag 4 ein halb Uhr ertrank zu Gerthe der dreijährige O. in einem zum Theil mit Eis bedeckten Teiche. Die sofort angestellten Wiederbele­bungsversuche blieben erfolglos.#(M. Spr.)

Bochum, 8. Febr. Die„Westf. Volksztg.“ berichtete in ihrer Freitagsnummer mit großem Aufwande sittlicher Entrüstung, als einen bemerkenswerthen Fall schreiender In­toleranz, der Betriebsführer des neuen Schachtes der Zeche Dannenbaum, Herr Philipp, habe am 1. d. bekannt gemacht, daß die kathol. Arbeiter auf Mariä Lichtmeß zu arbeiten oder ihre Entlassung zu gewärtigen hätten.„Die braven kathol. Arbeiter sind aber ihrem Gewissen gefolgt und haben nicht gearbeitet, und daher sind am 2. früh etwa 30 Mann ent­lassen worden." Das klerikale Blatt fügt hinzu:„Derlei Brodkorb=Ukase in der jetzigen Zeit, wo man kaum hinreichend Arbeit für die Arbeiter hat, sind zu jämmerlich, um sie eines Wortes der Entrüstung zu würdigen. Wir fragen nur, ist das liberal, brave Arbeiter durch Hunger und Noth zur Ver­läugnung ihrer religiösen Pflichten zu zwingen?“ In seiner heutigen Nummer sieht sich dasselbe Blatt genöthigt, eine preßgesetzliche Berichtigung der Direktion der genannten Zeche abzudrucken, aus der hervorgeht, daß die vorstehende Mitthei­lung fast in allen Punkten durchaus irrig ist. Es wurde allerdings am 1. Februar 10 Arbeitern, aber lediglich, wegen fortdauernd geringer Leistung gekündigt. Unter diesen 10 Arbeitern waren 7 evangelischer und 3 katholischer Religion, woraus allein schon auf's Klarste hervorgeht, daß es sich hier um keine Maßnahme religiöser Intoleranz gegen Katholiken handelte. Es wurde ferner ausnahmsweise aus unabweisbar dringlichen Gründen, welche die Berichtigung eingehend de­taillirt, am Feste Mariä Lichtmeß im Schachte 2 gearbeitet und den Arbeitern, die sich dieser Anordnung nicht fügen würden, die Entlassung angedroht. Einem großen Theil jedoch der katholischen Arbeiter wurde ausdrücklich gestattet, Nachts zuvor zu arbeiten, und einem andern Theil, der darum eingekommen war, die Messe besuchen zu können, wurde ein späteres Anfahren bewilligt. Die Direktion der Zeche that also gerade im Gegensatz zu den Behauptungen der„Westf. Volksztg.“ alles irgend Mögliche, um die religiösen Gefühle der kakholischen Arbeiter zu schonen. Wenn demungeachtet zwei(aber nicht 30) Arbeiter, die am Festtag bei der Arbeit unentbehrlich waren, erklärten, sie würden unter keinen Um­ständen anfahren, und wenn dieselben, obgleich ihnen noch nicht gekündigt war, auf„eigenes Verlangen“ ihre sofortige Entlassung erhielten, so bleibt von dem Intoleranzmärchen der„Westf. Volksztg.“ eben gar nichts übrig. Trotzdem hat dieselbe die Dreistigkeit, der Berichtigung die Bemerkung beizufügen,„daß mehrfache Vorfälle in Industriegegenden aus jüngster Zeit das Bestreben zu verrathen scheinen, bei Arbeiterentlassungen vorzugsweise Katholiken zu berücksichtigen, und dieselben systematisch durch die Alternative„Religion oder Brod!“ zum Austritt zu zwingen.“ Wir bitten die „Westf. Volksztg.“, uns derartige Fälle namhaft zu machen, und wenn sie das nicht kann, so wird wohl jeder Urtheils­fähige mit uns der Ueberzeugung sein, daß die eben berührte Behauptung nur den Zweck haben kann, römisch=katholische Arbeiter gegen evangelische oder altkatholische Arbeitgeber anfzuhetzen und somit bürgerlichen Unfrieden auszusäen.

(M. Spr.)

Dortmund, 6. Febr. Die Frist zur Abstempelung der 5prozentigen Stadtanleihescheine in vier= und einhalbprozentige läuft mit dem 15. d. ab. Wie dies bei der Sicherheit des Papieres nicht anders zu erwarten war, ist, wie wir hören, bereits der größte Theil der Papiere zur Abstempelung in der Kämmereikasse präsentirt.

Gerade in jetziger Zeit, wo der Kours der meisten Pa­piere so wesentlich zurückgegangen ist und davon selbst Papiere betroffen sind, deren Sicherheit noch vor Kurzem über jeden Zweifel erhaben war, sind derartige kommunale Papiere mit Recht eine gesuchte Anlage.(Westf. Ztg.)

Herne, 6. Febr. In der vergangenen Woche hat die hierselbst erst seit Kurzem gegründete Fabrik des Herrn Ewald Berninghaus ihr erstes Probestück geliefert. Es war ein

Unter anderen Verhältnissen würde ich mich geschämt haben, in einem derartigen Aufzuge, baarhäuptig, halb be­kleidet, in zerrissenen Schuhen und überher mit Schmutz be­

erscheinen; es war mir öllig gleichgültig und ich Wunsch, so rasch als ommen, da ein heftiger ttelte.

lbend nur noch, eine An­esichter um mich gesehen idlichen alten Herrn, der, ad unverletzt vor sich sah, oß. Was dann mit mir vie ein wüster Traum vor. lugen öffnete, befand ich i Umgebung. Nur all­n so weit zu sammeln, kers zu erinnern, in Folge Ich entsann mich, daß Chateau St. Gilles, wie esen sei. Freilich nach nicht aus. Ich lag auf

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blindes und von Spinngeweben überzogenes Fenster spär­liches Licht empfing. Mein Lager bestand aus einem defekten Strohsack und einigen alten Lumpen, die in ihren besseren Jahren als Pferdedecken gedient zu haben schienen.

Wie lange ich hier gelegen, davon hatte ich keine Ahnung, nur fühlte ich, als ich mich aufzurichten versuchte, daß ich sehr schwach war und ernstlich krank gewesen sein mußte. Ich empfand allmälig ein lebhaftes Verlangen nach etwas Speise; doch Stunde auf Stunde schlich langsam dahin, ohne daß sich ein menschliches Wesen sehen ließ. Ich kam mir entsetzlich verlassen vor und fiel endlich vor Hunger und Schwäche abermals in Schlaf.

(Fortsetzung folgt.)

machliger Wampfresset, werseide wurde von dem Fuhramn

nehmer Herrn H. Klüsener nach der Zeche„Eintracht Tief­bau“ bei Steele befördert. Das kolossale Ungethüm war reich mit Guirlanden bekränzt. Wir alle wünschen der Fabrik zu ihrem erfreulichen Anfang einen gedeihlichen Fortgang.

7. Febr. Dem Bedenken begegnet man noch oft, daß unsere Kohlenschächte im Norden eine Tiefe erreichen müßten, welche der Technik besondere Schwierigkeiten bereiten könnte. Techniker bestreiten dies ganz entschieden. Weder in Bezug auf die Abteufungsarbeiten selbst, noch auf die Wasser­haltung und Wetterführung, noch auf den gesunden Aufent­halt, noch Temperatur und Luft macht eine Tiefe bis zu —4000 Fuß irgendwie nennenswerthe größere Schwierig­keiten und auch der Kostenpunkt differirt nur um wenige Prozent, welche im Bergbau nicht in Betracht kommen können, und anderwärts für innere Wasserhaltung rc. aufgewandt werden. Es sind schon viel tiefere Schächte abgeteuft worden, welche heute ihren Betheiligten eine schöne Ausbeute liefern. Der Schacht„Przibam“ hat jetzt eine Tiefe von 3280 Fuß erreicht. Nach verschiedenen winzigen Versuchen in dem 14. Jahrhunderte wurde dieses Bergwerk 1779 begonnen; 1800 war der Betrieb 870“, 1865 schon 2345°tief. Tiefere Schächte gibt es noch viele, z. B. in Schweden zu Bersko ein Kupferwerk von 1377, in Italien zu Govarrano ein Bitumenwerk von 1443“, in Spanien zu Canada ein Silber­werk 1548“, in Ungarn zu Schemnitz ein Gold= und Silber­werk 1771“, in Norwegen zu Kongsberg ein Silberwerk von 1869“, in Frankreich zu St. Chaumont ein Kohlenwerk von 2076“, in England zu Wigan ein Kohlenwerk von 2443°, in Sachsen zu Zwickau ein Kohlenwerk von 2637“, in Belgien zu Gilly ein Kohlenwerk von 2820“, in Oesterreich zu Bir­kenberg ein Silber= und Bleiwerk von 3280“.

7. Febr. Die Unsitte, den Stock oder Regen­schirm wagerecht unter dem Arm zu tragen, hat schon man­ches Unglück herbeigeführt. Gestern Nachmittag ist auf dem Bergisch=Märkischen Bahnhofe wiederum der Fall vorge­kommen, daß ein Herr einem andern durch die vorgedachte Fahrlässigkeit das rechte Auge erheblich verletzt hat, indem der erstere beim Herumdrehen dem hinter ihm stehenden mit der Stockzwinge in's Auge fuhr.

Duisburg, 8. Februar.(Dankschreiben.) Der Herr Kultusminister Dr. Falk und Frau Gemahlin haben, wie die „Rh.= u. Rztg.“ mittheilt, auf das an dieselben von hier aus ergangenen Glückwunsch=Telegramm des„Deutschen Vereins“ folgendes Dankschreiben an den Vorsitzenden des gedachten Vereins gelangen lassen:

Zur silbernen Hochzeit, welche wir am 1. d. M. feierten, sind uns so zahlreiche briefliche und telegraphische Glückwünsche dargebracht worden, daß es uns nicht vergönnt ist, auf die­selben eigenhändig unsern Dank auszusprechen. Wir bitten daher, in diesen Zeilen den Ausdruck unseres herzlichen Dankes finden zu wollen.

Berlin, 4. Februar 1876.

Minister Falk und Frau, geb. Passow.

Düsseldorf, 5. Febr. Für ein hiesiges Ehepaar hatte am klg. Landgericht ein Scheidungstermin angestanden, in welchem ein endgültiges Urtheil indeß noch nicht gefällt wurde. Nach Beendigung desselben kehrte die Gattin nicht in das Haus ihres Gemahls zurück, sondern zog es vor, sich zu ihren Eltern zu begeben. Einer Magd, welche sie zur Ab­holung ihrer Kleider an ihren Ehemann sandte, verweigerte er die Herausgabe, und ging in das Zimmer, in welchem sich das Kind der Eheleute, ein 5jähriger Knabe, befand. Gleich nach seinem Weggang fielen zwei Revolverschüsse. Schreckensbleich eilte die Magd nach Hause, berichtete das Vorgefallene und trat in polizeilicher Begleitung den Rück­weg nach der Wohnung des Vaters an, woselbst nach Er­brechung der Thüre der Knabe wohlbehalten und unversehrt gefunden wurde. Die Mutter nahm das Kind mit sich, den Vater aber, welcher dasselbe zurückverlangte, nahm man für's erste in polizeiliche Obhut.

Aus Neuß, 7. Febr., theilt die„N. Ztg.“ mit: In der Klarissenstraße wurde gestern Abend gegen 10 Uhr ein hie­siger junger Mann von fünf Schustergesellen, mit denen er vorher in einer Wirthschaft am Zollthore Wortwechsel gehabt, angefallen, in das Haus des Meisters jener fünf tapferen Schusterseelen hineingeschleppt und dort mit Messern ver­arbeitet. 5 Stiche im Rücken und 3 im Kopfe trug der Mißhandelte davon. Glücklicher Weise hat keiner derselben edle Organe getroffen. Die Heldn, welche fünf gegen einen aus purer Brutalität zum Messer griffen, sind von der Polizei ermittelt und werden sich vor dem Zuchtpolizeigerichte in Düsseldorf zu verantworten haben.

Vermischtes.

— Unser menschenfreundlicher Kaiser hat jüngst einer armen Frau in Strehlen eine große Freude bereitet. Die­selbe, von ihrem Manne verlassen, wandte sich in ihrer höchsten Noth an den Landesvater und bat flehentlich um eine Näh­maschine, um mit derselben sich und die Ihrigen redlich er­nähren zu können. Die eingezogenen Berichte über die Bitt­stellerin lauteten günstig und so befahl der Kaiser die Er­füllung der Bitte.

—(Eine sehenswerthe Naturmerkwürdigkeit) befindet sich in den Händen des Schankwirths Roick in Peitz. Der­selbe fand vor einigen Tagen in dem königlich Tauer'schen Forst einen Grünspecht mit einem Eichhörnchen in fester Um­armung zusammengefroren. Der Specht hatte sich wahr­scheinlich, vom bösen Hunger getrieben, das Eichhörnchen als Opfer auserkoren, dasselbe jedoch von vorn gepackt, so daß es sich zur Wehre setzen konnte. Der sich nun entspinnende Kampf muß sehr heiß gewesen sein, denn dem Eichhörnchen ist die ganze Oberlippe abgehackt— aber es hat sich fürchter­lich gerächt. Der vorwitzige Specht muß einen scharfen Stoß mit seinem Schnabel in den offenen Rachen seines Opfers geführt und letzteres gleichzeitig, vielleicht vom Schmerze ge­trieben, so fest zugebissen haben, daß nun an ein Auseinander­kommen nicht mehr zu denken war. In der festesten gegen­seitigen Umarmung und so zusammen verbissen, sind die beiden gestorben. Roick will beide in derselben Situation ausstopfen lassen.

—(Arabische Schulstrafe.) Eine Reisegesellschaft, welche 1866 über Kairo die Pyramiden besuchte, kam auch in dieser orientalischen Weltstadt in mehrere arabische Volksschulen und fand dort in beinahe allen Lehrsälen einen enropäischen Zylinderhut aufgehängt. Ein Lehrer, von dem Dokmetscher des Hutes wegen befragt, gab die Antwort, daß dieses die größeste Strafe für ungehorsame Kinder sei, wenn sie den Hut aufser- müss­