E uee abs Nuementspreis sosmerande poe Quertel burc Deß bezogen N..30, in der „#üien abgchelt N. 2, burc #ien besorgt N..16.— Erscheint „Dounerstage und Samsteg Serattagt. Gelsenkirchen=Schalke, K Do. vuerstag, X0., Februar 1876. a. Sein sesere. ie. Pot. Ldergung Briesen oder Annahme von Admf werden mit 25 in Bet dersbon.- Helerutue bis 3 Uhr Mittagsam vorhergenhenLoy dus Ersäuens ertaten. eeSceereet Wugleich amtlicher Anzeiger für den Amtsbezirk Gelsenkirchen und Organ der Deutschen Perr zue in e vtihrukirchen u. Aechendorf, #### verbunden mit einem illustrirten Unterhaltungs=(Sonntags) 9 u Verantwortlicher Herausgeber S# Dienst.— Druck und Verlag von F. Dienst.#f 14:. Pilial=Expeditionen in Gelsenkirchen: D. Bietinghof, Bahnhofstraße; in Schalke: N. Salzburger; in Braubauersche ist: Kaiser###eiherten. Pelich Sochishen. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntniß der Amtseingesessenen gebracht, daß sich das Standesamt vom 8. d. Mts. ab wieder In den früher dazu benutzten Räumen des hiesigen Amtsbureau's, Ahstraße Nr. 403, befindet. Gelsenkirchen, den 6. Februar 1876. # Der c. Amtmann: Standesbeamte: Klose. Die französischen Senatswahlen. DVC. Mit unverdientem Wohlwollen verfolgt man in Deutschland den Fortgang der friedlichen Entwicklung Frankbeichs, begrüßt die gesammte liberale Presse die ersten schweren Anfänge der sich jenseits der Vogesen vollziehenden politischen Wiedergeburt des französischen, Volkes. Allerdings entspricht ##iese Sympathie der öffentlichen Meinung für die erfolgreichen Bestrebungen der gemäßigt republikanischen Parteien in Frankreich lediglich unserm eigenen wohlerwogenen Interesse, das hn der dauernden Konsolidirung der politischen Verhältnisse ###nserer Nachbarn recht wesentlich betheiligt ist. Denn wie*#pohl wir auf wirklich freundliche Gesinnungen von irgend iner französischen Partei noch auf geraume Zeit verzichten ####nüssen und auch verzichten können, und bei den Gambettisten o wenig wie bei den Anhängern Lulu's die Klage über das en Loch in den Vogesen“ verstummen wird, so sind eben doch #####nenschlicher Berechnung nach die Chancen eines feindlichen Busammenstoßes zwischen dem Deutschen Reich und einer französischen Republik unendlich viel geringer als mit einer, b chleichviel unter welchen Namen wieder restaurirten französischen ###Ponarchie. Daß die am 30. Januar von den Delegirten der 36.000 Bemeinven vollzogenen Wahlen für das neue französische I. OOberhaus in ihrer Majorität republikanisch ausgefallen sind, ve mnuß jetzt selbst von den wenigen Parteigängern des Herrn #r BBuffet widerwillig zugestanden werden. Der Senat, den man bls ein reaktionäres Bollwerk, als die breite Operationsbasis neines dynastisch=klerikalen Felzuges gegen die Republik in die Verfassung vom 25. Februar hineingebracht hatte, ist in sein ck. herades Gegentheil umgeschlagen. Die zukünftige Pairskammer wird allerdings eine feste Burg bilden, aber nicht bhegen die Republikaner, nicht als ein unüberwindliches Hemmniß für jeden vernünftigen Fortschritt, für Befreiung #ind Erlösung vom Jesuitismus und klerikalem Fanatismus, der sich wie trüber, müffiger Hohenrauch über das sonnige hWand gelagert, sondern als ein Hoch=Wächter für Gesetz und Verfassung ein Riegel gegen alle dynastische und klerikale Revisionsgelüste. Die Mischung der Elemente in dem so eben gewählten #arkranzösischen Senate ist eine solche, daß alle Freunde des Landes wohl zufrieden sein können. Von den 300 Senatoren werden wenigstens 160—170 den gemäßigten Republikanern e tes sog, Konstutouelen von knten Zeantam gnoetbtren. bo. isct üls biche er die nach keiner Seite von der Einseitigkeit eines alleinseligmachenden Prinzips beherrscht, die bestehende Verfassung lediglich im Interesse des Landes aufrecht erhalten und ihre Hauptaufgabe in der Pflege der großen Kulturinteressen des Landes und legislatorischer Arbeit finden werden. Wenn nun auch dem Lande weitere Kämpfe um die Form der Verfassung nicht erspart bleiben dürften, so ist die republikanische Mehrheit jetzt auf alle Fälle stark genug, um sämmtliche Anstrengungen der reaktionären, dynastischen Koterien niederzuhalten, und doch wieder nicht zu zahlreich, um wie früher durch sorglosen Leichtsinn und radikale Thorheit der List des Feindes zum Sieg zu verhelfen. Die Nothwendigkeit, drei kaum besiegte, noch immer starke Gegner beständig im Schach zu halten, dieses toujours en vedette wird die Thiers und Gambetta noch lange Zeit hindurch zu Geduld und Ausdaner in vorsichtiger Besonnenheit, Mannszucht und Selbstbeherrschung, darin sie zum Staunen der Welt in der That nicht Unerhebliches geleistet, zwingen müssen. Und da den französischen Liberalen noch immer ihre Siege nicht weniger verderblich geworden, als ihre Niederlagen, wird ein segensreiches Geschick sie hoffentlich nicht sobald aus seiner strengen und heilsamen Schule entlassen, bis allmälig in Zucht und Entsagung ein mannhaftes Geschlecht besonnener Staatsmänner und fähiger Politiker herangewachsen ist. Ueberaus erfreulich ist die gründliche Niederlage der Orleanisten, insbesondere ihres auserkorenen Champion, des ehrenwerthen M. Buffet. Von allen verbissenen und hartgesottenen Reaktionären ist die hagere Gestalt dieses engherzigen, ideenlosen, zelotisch=beschränkten und bigotten Ministers bei weitem das unsympathetischste. Mit dem Fanatismus des Doktrinärs klammert er sich an den Gedanken, der ihn schier überall hin verfolgt, die Furcht vor der großen Verschwörung des Liberalismus oder Radikalismus— Unterschiede zu machen ist er überhaupt nicht im Stande— gegen die Gesellschaft, die er retten muß. Das Gespenst dieses furchtbaren Komplotts, von dem er bei Tag und Nacht träumt, oder zu träumen vorgibt, läßt ihm keine Ruhe mehr und nur ein Mittel kennt er dagegen: brutale Gewalt und Unterdrückung. Wäre Buffet ein kriegserfahrener General und Herr der Armee, und würde nicht sein Haß gegen jeden vernünftigen liberalen Gedanken nicht noch von seiner philisterhaften Feigheit übertroffen, er würde vor dem Wagniß eines Staatsstreichs schwerlich zurückschrecken und Unheil genug über Frankreich herbeiführen. Bei seinem Mangel an persönlichem Muthe jedoch und seinem Unvermögen zur entschlossenen That ist er mehr verhaßt als gefürchtet, und findet das ewige Einerlei seiner Klagen gegen den Liberalismus und die Republikaner, selbst unter den Monarchisten wenig Gehör mehr. Wenigstens wissen die verständigen Legitimisten viel zu gut, daß die große Gefahr für Staat und Gesellschaft nicht von Seiten des gänzlich unbedeutenden Radikalismus — der sogar in Paris unterlegen ist— sondern von dem Eäsarismus der Bonapartisten, von Lulu, Rouher und Konsorten droht und haben sie demgemäß überall, wo sie allein in der Minorität waren mit den Republikanern gegen die Orleanisten und das napoleouh,., Frasihene ztezch sich verbündet. Hatte, doch auch der Pri er####pem einst salbungsHatte, doch auch der Pri(xeesdent einst salbungsvoll von der Or dnung und dem. vezenthun gepredigt, vor den hirnverbrann. en Theorien gewarn.““, zum frommen Glauben .? g ä; ermahnt und die Be urgoisie der Provinzen gestalt des rothen Ge, spenstes geängstigt— an die Autorität mit der Schreckens gestalt des rothen Ge, venstes geäng um einige Monate später dem Land als ein meineidiger Verräther den Verfassi ingsbruch ins Gesicht„zu schleudern, die Vertreter des Volkes durrch die trunkene Soldateska verhaften. mißhandeln, deportire.### ie friedlichen Spaziergänger auf den Boulevards, Männer, Frau, Dienstmädchen, Kinder zur größeren Ehre der napoleonis.hen deein Tausenden niederkartätschen zu lassen. So haben desha, die lächerlich abgeschmackten, ennupanten Redensarten von. d“ Vesguggich Prdnung in einem Lande, das seit fünf Ja, 25g bei Zen pig Arbeiterstrike mehr gesehen hat, seigur lingen im entferntesten Winkel der Lgovinz nicht mehr. fangen wollen. Der ganze ungeheurvarat der in diesem zentralsirten Staate einem Minister hat der Präfekten herab bis zum Feldhüter, wikte venüber festen Organisation der gemäßigten Rez, inen Sitz nicht ausgereicht, Herrn Buffet auch nur e. scheinlich 8 zu verschaffen. Fällt er— wie höchst wahr bei den am 20. d. stattfindender H ahlen abermals d. stattfindenden Deputirtenn, Soldat“ nicht elsches Kenishen ans blice lscl. ao. i. a r Augen seiner Franzosen noch geblieben ist. Ermuthigung. Sei stark, mein Hers!— Ertrage still Der Seele tiefes Leid, Denk' daß der Herr es also will, Der fesselt und befreit! Und traf dich seine Hand auch schwer, In Demuth nimm es an; Er legt auf keine Schulter mehr Als sie ertragen kann. Und wenn du Thrän' auf Thräne häufst Und weinest Jahr um Jahr, Es kommt die Zeit, wo du begreifst, Daß Alles Segnung war! Fr. Halm. n Die That einer Nacht. Roman von Elisabeth C. Gaskel, aus dem Englischen. „Aber Ralph, es wäre ja möglich, daß es sich um etwas binchandelte, das sie nicht mittheilen darf.“ „Es gibt natürlich noch vielerlei Möglichkeiten, die ich Zicht alle zu beurtheilen vermag, so lange sie mir unbekannt Pr haste Ralph in etwas frosigem Tone, welcher seinen ###commen erreichte; denn Ellinor legte ihren Pinsel „leder, bedeckte ihr Gesicht mit den Händen, wandte sich nach ##ner kleinen Weile zu ihm und sagte: „Ich will Dir etwas anvertrauen, unter der Bedingung, keine weiteren Fragen an mich stellst. Ich bin das k,#dchen, Du bist der Bräutigam und möglicherweise steht 6 inem Vater Schmach und Schande bevor, wenn ein schreck(es Ereigniß, das iym jedoch nicht ausschließlich zur Last egt werden kann, je entdeckt wird.“ Bei diesen letzten Worten erbleichte sie plötzlich. Rulph hatte so etwas erwartet, war gewissermaßen auf ###e derartige Mittheilung vorbereitet gewesen, und dennoch lte er sich dadurch jetzt so bestürzt, daß er einen Augenklick das flehende Gesicht vergaß, das sich an ihn schmiegte. bald er jedoch wieder seine Geistesgegenwart erlangte, 5 oi er seine Braut in seine Arme und versicherte sie unt er zärtlichen Küssen seiner Theilnahme und gelobte ihr noch innigere Liebe als bisher an. Dennoch war es ihm eine Erleichterung, als die Glocke zum Ankleiden läutete und er ungestört in seinem Zimmer über das so eben Gehörte nachdenken konnte. Ueberaus erfreulich ist das Erwachen selbftändigen Tebens und unabhängiger Einsicht in den Provinzen: Inden man den Einfluß der radikalen Hauptstadt des Landes für wiete und die Nationalversammlung und Regierung von P# aris Fr3i. hieltz dat man, wie es scheint, zugleich izm sehr heilsan ver Weise die Provinzen vom Mittelpunkt eman zipirt und danaat die zentralisirte Allgewalt einer buree uikratischen Verdurchbrochen. Man hatte freilich an dem Konservatismus der von Pfaffen und Präfekten beherrr schten Bauerüschaft einen für alle Zeit zuverlässigen Rü ckhillt gegen die „dämonische Intelligenz der großen Städte“ zut finden geaber nicht bedacht, daß die sechs Millionen freier Landleute zpar der püsten Demagogie des Ruidikalismus gründlich abgeneigt, aber von Sehnsucht: nach Wiederherstellung der Herrschaft der Orleanismus noch viel weniger erfüllt werden konnten. Die goldenen Tage der Bougeoisie Julimonarchie stehen bei den Bauern noch in viel zu schlechtem Gedachtniß, um sie zu etfrigen Parteigängern der Prinzen vom Hause Orleans zu machen, während das besonnene und maßvolle Auftreten der Republikaner nicht ohne Hanskuch, selbst auf die polisch blödesten und ängstlichsten esuntruguer gebishen ia. 46646 So ist denn auch der Sieg der gemäßigten Mittelparteien jetzt bevorstehenden Neuwahlen zur Assemblee überaus wahrscheinlich und damit die Aussichten zu einer Zeit friedlicher Entwickelung für unser Nachbarland in günstiger Weise eröffnet. Wenn die beiden Körverschaften es dann verstehen, allen Verfassungsfragen aus dem Wege zu gehen und das Neuntes Kapitel. Für Ralph Corbet war es eine schwere Aufgabe, seine Neugierde in den nächsten Tagen zu zügeln. Es war ihm höchst, unbehaglich, durch Ellinor's Geheimniß gleichsam von ihr getrennt zu sein, und doch hatte er ihr versprochen, keine weiteren Fragen an sie zu stellen. Auch glaubte er, mit der Zeit vergangenen Dingen auf die Spur kommen zu können, und versuchte es zu diesem Zwecke, Mr. Wilkins in ihrem ziemlich freien, unbefangenen Gesprächen nach Tische auszuforschen. Sobald jedoch der Name Dunster erwähnt wurde, verlor Mr. Wilkins alsbald seine fröhliche Laune und beobachtete vorsichtiges Schweigen, indem er von Zeit zu Zeit seinen Gast mit mißtrauischen Blicken maß. Ellinor aber war nicht auszuforschen und machte jeden Vesruch ihres Bräutigams zu nichte, das Gespräch auf den gefürchteten Gegenstand zurückzuleiten. Sie hatte ihrer Ueberzeugung nach ihre Pflicht erfüllt, und fühlte sich in Ralph's Versicherungen, an welche sie sich mit festem Glauben klammerte, vollkommen glücklich; seiner Liebe glaubte sie ja jetzt auf alle Fälle sicher zu sein. Doch nahm Corbet's Verstimmung mit jedem Tage zu, die übrigens, mit Ausnahme von Ellinor, von Niemand bemerkt wurde, da er zu keiner Zeit heiter zu sein pflegte und stets solche Gespräche zu vermeiden wußte, welche ihn oder Andere zu einer Offenbarung tieferer Gefühle veranlaßt hätten. Eines Tages kündigte er seines Bruders bevorstehende Heirath an, welche durch irgend ein Ereigniß in der gräflichen Familie beschleunigt werden sollte. Man hatte ihm von zu Hause geschrieben, daß seine Anwesenheit in Stokely=Castle wünschenswerth sei, und daß er sich beeilen möge, heimzukehren, um einige gerichtliche Papiere durchzusehen, welche seine Bestimmung erheischten. Obgleich Niemand die Nothwendigkeit iner unerwarteten! este esice aide Suie aie aice ier denn eigentlich fühlte er sich seit Ellinor's Mittheilung sehr unbehaglich in Ford=Bank. So lange seine Liebe zu Ellinor durch ihre Gegenwart stets neue Nahrung erhi lt, konnte er die Zweckmäßigkeit seiner Entschlüsse nicht beurtheilen; daher glaubte er in der Entfernung unbefangenere Anschauungen genignen zu Knnen. Ralph's ernstes und beobachtendes Wesen hatte Mr. Wilkins höchst unangenehm berührt. Ellinor war nach seiner Meinung noch zu leidend und angegriffen, um sich verheirathen zu können; auch hätte er die versprochene Mitgift jetzt nicht aufzutreiben vermocht. Es war ihm daher im höchsten Grade unangenehm, einen unbeschäftigten Menschen im Hause zu haben, der fortwährend im Blumengarten umherspazierte und sich das Recht anmaßte, unerwartete Fragen zu stellen. Ellinor allein war glücklich über Ralph's Gegenwart, als ob sie eine Ahnung von der Zukunft gehabt hätte. Kaum war er in den Wagen gestiegen, so flog sie an ein Fenster, von wo aus sie ihn mit den Augen bis nach Hamley folgen konnte. Dann stieg sie langsam hinab und sammelte alle von ihm berührten Gegenstände wie Heiligthümer: die Feder, welche er geschnitten, die Blume, mit welcher er gespielt, und verschloß alles in das Kästchen, wo sie von ihrer zartesten Kindheit an ihre Schätze und Kleinodien aufzubewahren pflegte. war ein Beweis von Miß Monro's Menschenkenntniß, daß sie die Uebersetzung einer schwierigen Stelle aus Dante Ellinor als Zerstreunng vorschlug. Das Mädchen unterzog sich folgsam wenn auch widerstrebend dieser Aufgabe und fühlte doch nach einiger Zeit den wohlthätigen Einfluß dieser Argg. 8a Ralph's Familie machte alsbald die Entdeckung, daß in Ford=Bank nicht Alles nach Wunsch gegangen sei; denn sein Aussehen und sein ganzes Wesen schienen verändert. Allein weder die Schmeicheleien seiner Mutter noch die Liebkosungen der Schwestern vermochten ihm ein Wort oder einen Wink über das Vorgefallene zu entlocken. Einmal sagte sein Vater nach Tische in seiner derben, offenen Weise, er hoffe, Ralph werdt gasser mp u um nicht diesem verdammten spig 8t 101, de ppie. söcm bbs spun gihten de politischen Einrichtungen zu legen, die von sich selbst aus nichts bedeuten, wenn nicht verständige Menschen sie mit Geist und Leben erfüllen; wenn sie Selbstbeherrschung genug entwickeln können, die Angelegenheiten der auswärtigen Politik mit derselben Ruhe und geschäftsmäßigen Nüchternheit zu betreiben, wie es bei uns in Deutschland Brauch ist, dafür aber ihre volle Kraft der Gesetzgebung im Innern zuzuwenden — so haben die Vertreter der Nation ein überreiches Arbeitsfeld vor sich. Unendlich viel gibt es zu thnu, um nur mit der Erbschaft ihrer seligen Vorgänger etwas aufzuräumen: Vor Allem werden sich die Republikaner mit der römischen Hierarchie, dieser fanatischen Parteigängerin der Reaktion, und ihrer grimmigsten Feindin, gründlich auseinanderzusetzen haben. Eine Wiedergeburt Frankreichs ohne Vernichtung des Alles überwuchenden Ultramontanismus ist unmöglich. Dieser Schlange muß vor Allem der Kopf zertreten werden. Dazu aber wird eine ausgiebige Hebung des schmählich vernachlässigten Volksunterrichts ganz unerläßlich werden. Will die Nation vor Rückfall in radikale Anarchie oder bonapartistische Tyrannei dauernd bewahrt sein, so muß sie jenes Wort des republikanischen Ministers Camot zur Devise erheben:„Die allgemeine Abstimmung ist ohne Volksbildung eine Gefahr, ohne Freiheit eine Lüge.“ Welcher Art aber die Volksbildung in Frankreich ist, davon geben die Zahlen von 1872 ein wahrhaft erschreckendes Bild, wonach von 36,102,921 Einwohnern 13,324,801, oder mehr als ein volles Drittel weder lesen noch schreiben konnten. Solche Zahlen sind für ein altes und reiches Kulturvolk unrühmlich genug und mehr werth, als alles Andere, einen Gegenstand des ernstestens Nachdenkens für die französischen Staatsmänner zu bilden. Je mehr aber das französische Volk sich ausschließlich der Reformarbeit seiner inneren Angelegenheit zuwendet, in je weiter Ferne der Wiedervergeltung, an blutigen Zusammenstoß mit Deutschland gerückt wird, desto besser auch für uns, desto besser für die Welt, die des Friedens bedarf.„Europa kann den Genius Frankreichs nicht entbehren. Es wäre ein namenloses Unglück für die Gesittung der Welt, wenn das Volk Molières und Mirabeaus seine schöpferische Kraft fstr immer vergeudet hätte."(Treitschke.) Die französische Nation aber hat nur die Wahl, ihren Staat friedlich zu gestalten, daß er eine Volksvertretung und freie Verfassung ertragen kann oder— zu verwelken, zu erstarren, wie weiland das weltbeherrschende Spanien. Deutsches Reich. * Der Reichstag wird nunmehr über 8 Tage seine Session schließen. Es werden in dieser letzten Woche noch sämmtliche Gegenstände, die bei dem Reichstage zur Vorlage gekommen sind, zur Plenarberathung gelangen, mit Ausnahme der Konkursordnung, deren Erledigung von vornherein nicht in Aussicht genommen war und der Gesetze über die Verwaltung, der Einnahmen und Ausgaben des Reiches und über die Errichtung und über die Befugnisse des Reichsrechnungshofes. — Wie aus Berlin berichtet wird, zerbricht man sich in verschiedenen Zeitungen bereits den Kopf darüber, ob die preußische Negierung von der italienischen die Auslieferung des Grafen Arnim verlangen und ob die italienische diesem Verlangen nachkommen wird. Soweit ist die Sache indeß noch gar nicht gediehen. Vorläufig muß dem Grafen Arnim erst der gerichtliche Befehl zur Antretung der Haft übermittelt werden und erst, wenn er diesem in bestimmter Frist nicht Folge leistet, kommt die Auslieferung in Frage. Der Staatsrath hat nach langer Debatte sein Gutachten dahin abgegeben, daß es sich in dem Arnim'schen Fall um ein Vergehen handelt, über das der Kartellvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und Italien schweigt. — Bei der kaiserlichen Reichsbank in Berlin sind neuerdings falsche Zwanzigmarkscheine angehalten worden. Dieselben unterscheiden sich von den echten nur dadurch, daß in der Zeile:„Gesetz vom 11. Juli 1874“ hinter der Zahl „11“ der Punkt fehlt; sonst sind sie in der Ausführung von den echten nicht verschieden. — Die Nachweisung der Einnahmen an Zöllen und gemeinschaftlichen Steuern, sowie anderer Einnahmen im deutschen Reiche für die Zeit vom 1. Januar bis zum Schlusse des Monats Dezember 1875 ergibt an Solleinnahme für Eingangszoll 120,590,882 A gegen 1874+ 5,202,880., für Rübenzucker 43,667,342 M gegen— 6,132,464., findigen Notar von Hamley in die Falle zu gehen. Ralph ersuchte ihn, darauf seine Meinung passender auszudrücken, da er außer Stande sei, dieselbe in dieser Fassung zu verstehen. Nach vielem Zögern und Nachdenken sprach endlich der alte Edelmann den Wunsch aus, sein Sohn möge das leidige Verhältniß mit Miß Wilkins abbrechen. Ralph aber entgegnete mit größter Ruhe: sein Vater scheine sich nicht klar zu sein, daß er in diesem Falle jeden Anspruch auf den Charakter eines Edelmanns verlieren und gewärtig sein müsse, gerichtlich wegen Nichteinhaltung seines Versprechens belangt zu werden. Demungeachtet aber beschäftigte sich Ralph fortwährend mit diesem Gedanken. Kurze Zeit darauf begab sich die ganze Familie Corbet nach Stokely=Castle zum bevorstehenden Hochzeitsfeste. Hier verkehrte Ralph auf die vertraulichste Weise mit den Großen der Grafschaft, meist Kunden von Ellinor's Vater, welche diesen kurzweg„Wilkins" nannten, gerade wie sie den Kammerdiener mit seinem Familiennamen„Simmons“ zu rufen pflegten. Die Urtheile, welche Ralph hier über seinen künftigen Schwiegervater hörte, waren gewiß nicht von kleinstädtischem Klatsche beeinflußt, aber lauteten eben so wenig günstig für Mr. Wilkins. Die Herren sagten,„der arme Wilkins“ sei für einen Mann in seiner Stellung viel zu verschwenderisch; er lebe, als ob er im Besitz eines unabhängigen Vermögens wäre, was gar nicht der Fall sei. Mitleid und Tadel sprach sich zugleich in diesen Ansichten aus; auch verdachte man Mr. Wilkins die Verluste, welche er durch die Veruntreuungen und die Flucht seines früheren Schreibers erlitten hatte. Man sagte, die Pflicht eines Geschäftsmannes erheische, daß er sich um seine Angelegenheiten kümmere, statt den Kavalier spielen zu wollen. Die Hochzeit nahm bei diesen Gelegenheiten gewöhnlichen Verlauf. Ein Kabinetsminister erhöhte sogar durch seine Anwesenheit den Glanz des Festes.. Da er mit der Familie Brabant weitläufig verwandt war, brachte er sogar noch einige Tage nach der Hochzeit in Stokely=Castle zu. Er trat während dieser Zeit in engere Beziehungen zu uus nabigrens ensetohrpe u wrnne ggeepenel un.15 Tabakssteuer 953,355 gegen— 428,689+, für Branntweinsteuer 54,185,769 Jl gegen+ 3,733,950 M, für Uebergangsabgaben von Branntwein 112,513# gegen+ 10,291 144, für Brausteuer 17,736,768#4 gegen+ 496,663 M, für Uebergangsabgaben von Bier 885,585#4 gegen+ 17,583 U44, für Wechselstempelsteuer 7,213,128 J4 gegen 171,630 M, für die Reichs=Eisenbahn=Verwaltung+ 884,577 M. In der Verwaltung der Zölle und indirekten Steuern von Elsaß=Lothringer ist der Ober=Grenzkontroleur August Beinlich in Münster zum Kaiserlichen Hauptamtr=Kontroleur ernannt worden. * Näch den neuesten statistischen Ausweisen stellt sich die deutsche Handelsbilanz im Jahre 1874 wie folgt: Eingegangen sind im Jahre 1874 an Zentnern 262,951,000 gegen 260,107,000 im Jahre 1873 und 230,255,000 im Jahre 1872. Neben den Waaren, welche per Zentner notirt werden, treten die Waaren der andern beiden Notirungsarten sehr zurück. Nach Stückzahl sind 1874 eingeführt 5,597,000 gegen 6,986,000 im Jahre 1873 und 9,409,000 im Jahre 1872, und gar in Tonnen im Jahre 1874 nur 777,000 gegen 778,000 und 691,000 in den Jahren 1873 und 1872. Der Gesammtwerth ist nach den Ermittelungen des statistischen Amtes im Jahre 1874 gleich 1,224,353,000 Thlr. gewesen gegen 1,156,160,000 Thlr. im Jahre 1872. Das wäre für Diejenigen, welche in jeder Einfuhr oder wenigstens in steigender Einfuhr einen Verlust für Deutschland sehen wollen, eine wesentliche Verbesserung gegen das Vorjahr, ein Herabgehen der Einfuhr um 13,7 Prozent. Der Werth der Ausfuhr wurde für das Jahr 1874 vom statitischen Bureau nicht angegeben und es fehlt daher jeder Maßstab der Beurtheilung, ob die Handelsbilanz Deutschlands aktiv oder passiv ist. Das statistische Amt erklärt nämlich:„Die Unvollständigkeit der Aus= und DurchfuhrNachweise hat sich nach genauen Untersuchungen, welche in letzter Zeit angestellt wurden, als recht bedeutend erwiesen. In Folge dessen sind einleitende Schritte geschehen, um die konstatirte Lückenhaftigkeit der Nachweise nach Möglichkeit zu beseitigen. Dr. E. Laspeyres schätzt den Werth der deutschen Ausfuhr für das Jahr 1874 auf 839 Millionen Thaler. Demnach hätte sich das Mißverhältniß zwischen Ein= und Ausfuhr in Deutschland bedeutend verbessert. — Die„Germania“ spricht die Erwartung aus, daß die Erbweisheit Roms den Herrn Erzbischof Grafen Ledochowski von der Rückkehr in seine Diözesen abhalten werde,„damit derselbe ebenso wie die Ordinarien von Köln, Breslau, Münster und Paderborn seinen Diözesen erhalten bleibe“. Es wird dadurch bestätigt, daß die heimliche Entfernung der genannten Bischöfe auf speziellen Befehl des Papstes geschah. Der Bericht der Eisenbahn=Untersuchungskommission wird diesmal im Abgeordnetenhause wirklich zur Verhandlung gelangen. Lasker drängte auf diese Verhandlung vor zwei Jahren; damals aber hatte der voluminöse Bericht erst im Verlauf der Session gedruckt werden können und die anderen Abgeordneten erklärten sich außer Stande, denselben sofort zum Gegenstand der Debatte zu machen. Im vorigen Jahre erkrankte Lasker gleich bei Beginn der Session. Die Diskussion über diesen Bericht, der übrigens alle von Lasker im Frühjahr 1873 behaupteten Thatsachen einfach bestätigt, soll, wie die„Montagsztg. hört, dazu benutzt werden, um die Machinationen einer gewissen Sorte von Blättern, welche ein Gewerbe aus der Verleumdung anständiger Leute machen, auf ihre wahre Bedeutung zurückzuführen. — Auf der Soirée des Fürsten Bismarck am letzten Sonnabend waren die Mitglieder des Reichstags zahlreich erschienen. Von den Ministern waren die Herren Dr. Delbrück, Dr. Falk und Dr. Achenbach anwesend. Mit Rücksicht auf die immer noch nicht befestigte Gesundheit des Herrn Reichskanzlers trennte sich indeß die Gesellschaft etwas früher, als es sonst wohl zu geschehen pflegt. Der Minister des Innern hat, im Einverständnisse mit dem Justizminister, Anordnungen getroffen, wie es für die Fälle gehalten werden soll, wenn Standesamts=Register durch Feuer zerstört werden. Bekanntlich werden auch Nebenregister geführt, welche mit den Hauptregistern übereinstimmen, und es handelt sich nun auch um genaue Bewahrung dieser später den Gerichten zu überweisenden Nebenregister. Aus Weimar, 4. Febr., erfahren wir, daß die Festlichkeiten zur Feier der Vermählung der Prinzessin Marie 1— haben. Ein, den grosherzoglichen Herrschaften geg Ballfest hatte 700 Gäste in den glänzenden Räumen Schlosses versammelt. Den Kaiser vertreten bei den Festlichkeiten der Generaladjutant General der Infanterie v. Treskckow und der Flügeladjutant Oberst v. Lehndarff. Nach einem weiteren Bericht hat heute(.) Nachmittag 2 ein halb Uhr die Trauung des Prinzen Reuß mit der Prinzessin Marie von Sachsen=Weimar stattgefunden. Bei der der Trauung folgenden Tafel brachte Se. Kaiserl. und Königl. Hoheit der Kronprinz den Toast auf das Wohl der Neuvermählten aus. 4. Februar. Dem ehemaligen Erzbischof von Posen, Grafen Ledochowski, ist vor seiner Entlassung aus dem Gefängnisse zu Ostrowo Seitens des Ober=Präsidenten Günther nachstehende Verfügung zugestellt worden: „Posen, 27. Jan. 1876. Ew. Hochgeboren haben zum gerichtlichen Protokoll, d. d. Ostrowo, 14. Juli 1874 wörtlich erklärt:„Ich erkenne den Herrn Frhrn. v. Massenbach als Kommissarius für die Vermögensverwaltung meiner Erzdiözese in Posen nicht an, und über die Vermögensadministration meiner Erzdiözesen zu Gnesen und Posen erkenne ich mich für verantwortlich nur vor Gott dem Herrn und vor dem heil. Stuhle. In dieser Erklärung ist eine Handlung zu erblicken, aus welcher klar hervorgeht, daß Ew. Hochgeboren die Fortdauer des Ihnen durch das rechtskräftige Erkenntniß des Königl. Gerichtshofes für kirchliche Angelegenheiten vom 15. April 1874 entzogenen Amtes eines Erzbischofs von Gnesen und Posen beanspruchen. Auf Grund des§. 1 des Reichsgesetzes vom 4. Mai 1874, betreffend die Verhinderung der unbefugten Ausübung von Kirchenämtern, und der von den Herren Ministern des Innern und der geistlichen Angelegenheiten mir ertheilten Ermächtigung untersage ich deshalb Ew. Wohlgeboren den Aufenthalt in den Provinzen Posen und Schlesien, sowie in den Regierungsbezirken Marienwerder und Frankfurt a.., und zwar bei Vermeidung sofortiger zwangsweiser Internirung in die Stadt und Festung Torgau für den Fall einer Zuwiderhandlung gegen die Ausweisungsverfügung, indem ich ergebenst bemerke, daß Ew. Hochgeboren nach§. 3 des angeführten Gesetzes gegen diese Verfügung die binnen acht Tagen vom Empfange derselben anzubringende Berufung an den Königl. Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten offen steht. Die Vollstreckung der Verfügung wird durch die Berufung nicht aufgehalten. Ew. Hochgeboren haben daher nach Ihrer Entlassung aus dem Gefängnisse die Provinz Posen auf dem kürzesten Wege unter Vermeidung der Stadt Posen zu verlassen und die Reise durch die Hochdenselben versagten Bezirke ohne Unterbrechung fortzusetzen. Der Ober=Präsident, Wirkliche Geheime Rath Günther. An den Herrn Grafen Ledochowski, Hochgeboren. Ostrowo.“ Ausland. Haag, 7. Febr. Nach einem hier eingetroffenen Telegramm aus Atchin vom 1. d. setzten die niederländischen Truppen ihre Operationen gegen den Distrikt Moekim fort. Die Bampongs Daroe und Olehsoesoe wurden nach heftigem Widerstande genommen; ter Häuptling des Campongs Daroe hat seine Unterwerfung angeboten. Aus Bombay, 7. Febr., wird gemeldet: Vier Schiffe des hier stationirten englischen Geschwaders haben Befehl erhalten, unverzüglich nach den chinesischen Gewässern zur Verstärkung des dortigen Geschwaders abzugehen.— Die hier herrschende Pockenepidemie ist im Steigen begriffen. Pest, 3. Februar. Die Beerdigung Deaks hat heute unter allgemeiner Betheiligung stattgehabt. Neben zahllosen Deputationen aus dem Lande und Theilnehmern aus allen Klassen der hiesigen Bevölkerung, wohnten der Erzherzog Joseph und die Erzherzogin Klotilde, sowie der GeneralAdjutant des Kaisers, Baron Mondel, der Trauerfeierlichkeit in Person bei. Der Präsident des Unterhauses, Ghyczy, hielt am Sarge des Verstorbenen eine ergreifende Grabrede. London, 4. Febr. Etwa hundert ritualistische Geistliche, an ihrer Spitze Mac'Onochie, haben eine Erklärung veröffentlicht, worin sie jegliche Betheiligung an dem vom Kardinal Manning gemachten Vorschlage einer Wiederver, einigung der Ritualisten mit Rom von der Hand weisen und hinzufügen, daß selbst jede Basis zu etwaigen Pourparlers darüber undenkbar erscheine, so lange nicht die vatikanischen Dekrete in der formellsten Weise widerrufen worden seien. und ger der tiger Zeit ein eldsammlung u ser in Deutsch im Herzog daft inem Patronat pougay St. Ma in die„Times“ Finkommen der eit sechs Jahre bfund Sterling m eine gering religiösen Grün saltene Geistliche seligiösen Gründ sichen Gegensatz sat übrigens K semeldet, der Pe alls vom Herzog Vorschlag, durch iken aufzubringe Wien,.J st am 4. d. M. es gestrigen Vo besuch des Kaise Wien anwesen segenheit Se. M stegiments trug. Pien zu verweile m sich dort wiel Paris, 6. idatur angenom herzog von Audi pll.— Von der karlisten ihre W 8. heilten offiziellen süchte über die ur Ausführung ntbehrend bezeich ien offenbar porden. Zugleich migen Journale erichtlichen Verf Madrid, sch nur 40 bis seit, 135 bis 14 ler Kulte garar earbeiteten Verf — Der von durango an die saßen:„Duran ewöhnliche Resit sommen, nachder hoben hatten. ban Antonio de rückgelassen hatt finwohner Duran nserer Truppen großer Vorr pilbao gebracht Rom, 5. F kennes organisi Närz in Rom Karc, Erzbischo iöiese begleiten sehrere Kardinäl upfangen. A * Gelsenkir flicht bei der ge ner katholischen stadtverordneten zu Hause ang äter in einem mnossen mit, was ltramontaner, d greift plötzlich armherzigkeit m den lebhaftesten Antheil an politischen Fragen nahm und gerade diejenigen Eigenschaften bewunderte, auf welche sich der Minister das Meiste zu gute that. Der große Mann suchte immer begabte junge Leute, welche durch Rede oder Schrift seine Parteiinteressen fördern konnten. Ralph legte so viele Talente und politische Fähigkeiten an den Tag, daß der Minister keine Mühe sparte, ihn an sich zu fesseln und beim Abschiede die Hoffnung eines baldigen Wiedersehens in London aussprach. Die Ferien, welche sich Ralph gestattet hatte, waren bald zu Ende, doch wollte er, ehe er zu seinem Studium und seiner anstrengenden Beschäftigung zurückkehrte, noch einige Tage bei Ellinor zubringen und beschloß, sich unmittelbar vom gräflichen Schlosse nach Ford=Bank zu begeben. Gleich nach dem Frühstück verließ er den eleganten Landsitz der gräflichen Familie und kam noch ziemlich früh am Tage in Ford=Bank an. Der dortige Diener erschien, da er seine Hausarbeit noch nicht beendigt hatte, im Gegensatz zu den feinen Lakaien in seinem Vaterhause in einer gestreiften, ziemlich schmutzigen Jacke und mit zusammengerollter Schürze an der Thüre. Da Ellinor sich noch nicht kräftig genug fühlte, um selbst für alles Sorge tragen zu können, so war nicht Alles so schön und nett wie sonst; so standen noch die Blumen vom vergangenen Tage gelb und verwelkt im Empfangszimmer. Ralph wurde durch diese unbegnemen Kleinigkeiten um so unangenehmer berührt, als er soeben ein bis auf das Kleinste herab untadelhaft geordnetes Haus verlassen hatte. Selbst Elinor's reizende Gesichtszüge und anmuthige Gestalt erschienen ihm nicht in vortheilhaftem Lichte, da ihre Frisur und der Schnitt ihres Kleides den neuesten Anforderungen der Mode nicht entsprachen. Ihr etwas bürgerlich einfaches Hauskleid konnte lange nicht jenes elegante Aussehen beanspruchen, an welches sich Ralph durch den täglichen Verkehr mit den aristokratischen Damen in Stokely=Castle gewöhnt hatte. (Fortsetzung folgt.) Chateau St. Gilles. ∆ Nach einem Tagebuche erzählt von Rud. Seipio. Die Pferde hatten schon offenbar nach den ersten Schritten den Grund unter den Füßen verloren und ich sah jetzt auch den Wagen, der anfangs noch die Richtung nach dem jenseitigen Ufer gehalten, von dem Wasser getragen, hin und her schwanken und erst langsam, dann aber immer schneller mit dem Strome forttreiben. Wenn noch eine Rettung möglich sein sollte, so mußte sie bald geschehen; ich besann mich deshalb nicht länger mehr, entledigte mich meines Rocks und meiner Stiefel und stürzte mich den Davontreibenden nach. Mehrmals fürchtete ich, daß die Kälte des Wassers, welche mir alle Muskeln zusammenzog, meine Kräfte lähmen würde, doch gelang es mir nach verzweifelten Anstrengungen schließlich, den Wagen zu erreichen. Da die Pferde fortwährend dem Ufer zustrebten und so das Fuhrwerk fast quer gegen den Strom stand, so war es ein halbes Wunder, daß dasselbe nicht, wie ich jeden Augenblick gefürchtet hatte, schon längst umgeschlagen war. Der Kutschbock war, wie ein Blick dorthin mir zeigte, leer. Was aus dem armen Burschen geworden, mochte der Himmel wissen. Ich schwamm nun an die Pferde heran und lenkte diese so, daß wir den Strom zur Hälfte in den Rücken bekamen. Wir gelangten so um so rascher und sicherer an das Ufer heran und hatten denn auch bald schon wieder festen Boden erreicht. Nachdem der Uferrand glücklich erklommen war, sah ich mich nun zunächst nach der Insassin des.Wagens um, über deren Ergehen mich übrigens schon die noch fortwährend aus dem Innern des Fuhrwerks hervordringenden Hülferufe einigermaßen beruhigt hatten.“ Bald war das Regenleder entfernt und eine, wie mir schien, noch ziemlich junge, vornehm gekleidete. Dame aus. ihrem nassen Gefängnisse befreit, aus welchem das Wasser beim Oeffnen des Wagenschlages stromweise hervordrang. Die Arme war halbtodt vor Schreck und zitterte am ganzen Körper, wozu allerdings das kalte Bad nicht wenig beigetragen haben mochte. Nachdem ich sie beruhigt und lieder in den vo gtte, da draußen meinen nassen h ich mich nach inds eine Spur ufen blieb erfo inem Schicksal inken. Wenn ich mie jieder glücklich a eine Lage doch ar jetzt völlig v geschnitten. Zi im zweiten Mal er tückische Str en Landsleuten, Stiefeln, die sher standen, al ßenn ich mich a rüben nochmals sit meiner Schu sacht, allein am Etwas mußte achte die Sache same im Wagen ranzösischen es der. Ich erfuhr m inz in der Nähl rnten Gute wol st. Mein Verl ftes, als daß is schutzbefohlenen g wieder aufge zu meiner Er Nach etwa ze fe Ankunft in zunen erregte. asten geg#i Räumen des bei den FestInfanterie v. Lehndarff. .) Nachmittag Reuß mit der gefunden. Bei e. Kaiserl. und das Wohl der Erzbischof von Entlassung aus ber=Präsidenten rden: Jan. 1876. Protokoll, d. d. sch erkenne den s für die Vernicht an, und Erzdiözesen zu intwortlich nur hle. In dieser is welcher klar ter des Ihnen l. Gerichtshofes 874 entzogenen n beanspruchen. 4. Mai 1874, Ausübung von istern des Inertheilten Erboren den Aufn, sowie in den irt a.., und r Internirung Fall einer Zung, indem ich §. 3 des anie binnen acht se Berufung an egenheiten offen durch die Bet haben daher c die Provinz dung der Stadt Hochdenselben tzen. ith Günther. Ken. etroffenen Teleniederländischen t Moekim fort. i nach heftigem ampongs Daroe : Vier Schiffe haben Befehl Gewässern zur u.— Die hier riffen. aks hat heute Neben zahllosen mern aus allen der Erzherzog der Generalrauerfeierlichkeit ), Ghyczy, hielt Grabrede. zalistische Geisteine Erklärung an dem vom ner Wiederver, ind weisen und en Pourparlers je vatikanischen vorden seien. Seipio. ersten Schritten h sah jetzt auch nach dem jenragen, hin und immer schneller te, so mußte sie ht länger mehr, efel und stürzte irchtete ich, daß in zusammenzog, mir nach veren zu erreichen. trebten und so ind, so war es ch jeden Augenen war. Der gte, leer. Was te der Himmel ran und lenkte den Rücken besicherer an das in wieder festen cklich erklommen ssin des Wagens die noch fortervordringenden eine, wie mir ete. Dame aus. em das Wasser hervordrang. nd zitterte am Bad nicht wenig beruhigt und pien ung uptfü rer der Klerikalen in England hat bekanntlich vor tiger Zeit einen Aufruf an protestantische Engländer zur eldsammlung und Unterstützung katholischer, renitenter Geistser in Deutschland erlassen. In der„Times" widerfährt m Herzog dafür eine wohlverdiente Blamage. Ein unter inem Patronat stehender protestantischer Geistlicher, der Pfarrer hougay St. Mary in Suffolk klagt nämlich in einem Briefe in die„Times“ darüber, daß die Familie des Herzogs das sinkommen der Pfarre entfremdet habe, und daß er selbst eit sechs Jahren den Dienst für die Summe von sechszig bfund Sterling jährlich versehe. Ein Gesuch des Einsenders im eine geringe Erhöhung des Einkommens wurde aus religiösen Gründen" abgelehnt und der so spärlich untersaltene Geistliche nimmt Gelegenheit, diese Ablehnung aus seligiösen Gründen mit dem obgemeldeten Aufruf in erbausichen Gegensatz zu bringen. Wie die„N. fr. Pr.“ erfährt, sat übrigens Kardinal Antonelli dem Kardinal Manning semeldet, der Papst vertage seine Zustimmung zu dem ebenalls vom Herzog von Norfolk oder durch denselben gemachten Vorschlag, durch eine Lotterie Geld für die Deutschen Kathoken aufzubringen. Wien, 5. Febr. Der Großfürst Alexis von Rußland st am 4. d. M. früh hier angekommen. Noch im Laufe es gestrigen Vormittags empfing Se. Kaiserliche Hoheit den besuch des Kaisers, sowie des Kronprinzen Rudolf und der n Wien anwesenden sämmtlichen Erzherzoge, bei welcher Gegenheit Se. Majestät die Obersten=Uniform seines russischen Rtegiments trug. Der Großfürst gedenkt einige Tage in Pien zu verweilen und von hier aus nach Ankona zu reisen, m sich dort wieder einzuschiffen. Paris, 6. Febr. Thiers hat nur für Paris eine Kansidatur angenommen.— Es ist die Rede davon, daß der herzog von Audiffret=Pasquier Präsident des Senats werden pll.— Von der spanischen Grenze wird gemeldet, daß die Karlisten ihre Waffenfabrik in Vera zerstört haben. 8. Februar. In einer den Journalen mitgeheilten offiziellen Note werden die in Umlauf gesetzten Gesüchte über die angebliche Mobilisirung eines Armee=Korps ur Ausführung großer Feldübungen als jeder Begründung ntbehrend bezeichnet und wird hinzugefügt, diese Gerüchte ien offenbar lediglich zu Spekulationszwecken verbreitet borden. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß dienigen Journale, die diese Gerüchte weiter verbreiten, der erichtlichen Verfolgung unterliegen. Madrid, 6. Febr. In dem künftigen Senat befinden ch nur 40 bis 45 Anhänger der katholischen Glaubenseinseit, 135 bis 140 Senatoren würden für den die Duldung ler Kulte garantirenden§. 11 des von den Notablen ausearbeiteten Verfassungsentwurfs stimmen. Der von dem General Quesada über die Einnahme von durango an die Regierung erstattete Bericht lautet folgenderhaßen:„Durango, 5. Februar. Wir haben Durango, die ewöhnliche Residenz des Don Karlos, ohne Widerstand gesommen, nachdem wir Truppenkräfte bis Ambiano vorgehoben hatten. Der Vormarsch war sehr sicher, da wir in an Antonio de Urquida und in Ochandiano Streitkräfte brückgelassen hatten. Die Munizipalität, die Geistlichkeit und die finwohner Durangos haben im Vertrauen auf die gute Disziplin nserer Truppen die Stadt nicht verlassen. In Zornoza ist in großer Vorrath Salpeter gefunden worden, der nach hilbao gebracht worden ist.“ Rom, 5. Februar. Pilgerzüge, welche in Tarbes und kennes organisirt werden, sollen im Laufe des Monats Närz in Rom eintreffen. Der Kardinal Brossais=SaintKarc, Erzbischof von Rennes, wird die Pilger seiner diöiese begleiten und in einem Konsistorium, in dem auch sehrere Kardinäle ernannt werden sollen, den Kardinalsring pfangen. Westfalen und Rheinland. Gelsenkirchen, 9. Febr.(Verletzung). Ein seine flicht bei der gestrigen Wahl genügter protestantischer, mit ner katholischen Gattin verehelichter Wähler, der liberalen ktadtverordneten seine Stimme gegeben hatte, theilte, nachdem zu Hause angelangt war, das Geschehene seiner Frau und äter in einem Wirthshause in der Wallstraße seinen Zechnossen mit, was nicht ohne nachtheilige Folgen ablief. Ein ltramontaner, dem die Mittheilung als unwillkommen erschien greift plötzlich sein Glas und schlug ohne Gnade und armherzigkeit mit demselben derart auf den Ersteren ein lieder in den vom Wasser befreiten Wagen hineingepackt gtte, da draußen ein impertinenter Wind wehte, der mir meinen nassen Kleidern das Blut fast gefrieren machte, h ich mich nach dem armen Burschen u..* inds eine Spur von demselben zu ufen blieb erfolglos und ich sah inem Schicksal zu überlassen und inken. Wenn ich mich auch im Gegens ieder glücklich auf trockenem Bod eine Lage doch nichts weniger ar jetzt völlig von aller Verbindu bgeschnitten. Zwischen mir lage im zweiten Male zu durchschwim: er tückische Strom trennte mich en Landsleuten, sondern auch vo Stiefeln, die mir in diesem A siher standen, als jene, denn der enn ich mich aber auch entschloss üben nochmals anzutreten, so k. sit meiner Schutzbefohlenen nicht acht, allein am Wasser stehen lass Etwas mußte indessen geschehen sachte die Sache nicht besser. Ich wandte mich an di same im Wagen und setzte ihr, so weit meine Kenntniß der hanzösischen es zuließ, meine romantische Lage ausein der. Ich erfuhr nun zu meiner Beruhigung, daß die Dame inz in der Nähe, auf einem nur noch wenige Minuten ententen Gute wohne, wohin sie mich den Wagen zu bringen st. Mein Verlangen nach einem Obdach war ein zu lebftes, als daß ich lange gezögert hätte, dem Wunsche meiner schutzbefohlenen Folge zu leisten. Nachdem wir den Fahrg wieder aufgefunden, setzte ich die Pferde in Trab, wobei zu meiner Erwärmung neben ihnen herlief. Nach etwa zehn Minuten war das Gut erreicht, wo unfe Ankunft in einem solchen Zustande nicht geringes Erzunen erregte. Wies ui Wehapttee uspirtz umi titge schiabt stinr als sehr gefährlich, als die in den Kopf gedrungenen Glassplitter eine arge Verletzung hervorgebracht haben. Das sind die Früchte des Ultramontanismus! — 5. Februar. Die Reichsbank hat den Discont auf 4 und den Lombardzinsfuß auf 5 Prozent herabgesetzt. Der Handels= und Gewerbestand wird diese Maßnahme mit Befriedigung begrüßen. Bochum, 4. Febr. Gestern Nachmittag 4 ein halb Uhr ertrank zu Gerthe der dreijährige O. in einem zum Theil mit Eis bedeckten Teiche. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.#(M. Spr.) Bochum, 8. Febr. Die„Westf. Volksztg.“ berichtete in ihrer Freitagsnummer mit großem Aufwande sittlicher Entrüstung, als einen bemerkenswerthen Fall schreiender Intoleranz, der Betriebsführer des neuen Schachtes der Zeche Dannenbaum, Herr Philipp, habe am 1. d. bekannt gemacht, daß die kathol. Arbeiter auf Mariä Lichtmeß zu arbeiten oder ihre Entlassung zu gewärtigen hätten.„Die braven kathol. Arbeiter sind aber ihrem Gewissen gefolgt und haben nicht gearbeitet, und daher sind am 2. früh etwa 30 Mann entlassen worden." Das klerikale Blatt fügt hinzu:„Derlei Brodkorb=Ukase in der jetzigen Zeit, wo man kaum hinreichend Arbeit für die Arbeiter hat, sind zu jämmerlich, um sie eines Wortes der Entrüstung zu würdigen. Wir fragen nur, ist das liberal, brave Arbeiter durch Hunger und Noth zur Verläugnung ihrer religiösen Pflichten zu zwingen?“ In seiner heutigen Nummer sieht sich dasselbe Blatt genöthigt, eine preßgesetzliche Berichtigung der Direktion der genannten Zeche abzudrucken, aus der hervorgeht, daß die vorstehende Mittheilung fast in allen Punkten durchaus irrig ist. Es wurde allerdings am 1. Februar 10 Arbeitern, aber lediglich, wegen fortdauernd geringer Leistung gekündigt. Unter diesen 10 Arbeitern waren 7 evangelischer und 3 katholischer Religion, woraus allein schon auf's Klarste hervorgeht, daß es sich hier um keine Maßnahme religiöser Intoleranz gegen Katholiken handelte. Es wurde ferner ausnahmsweise aus unabweisbar dringlichen Gründen, welche die Berichtigung eingehend detaillirt, am Feste Mariä Lichtmeß im Schachte 2 gearbeitet und den Arbeitern, die sich dieser Anordnung nicht fügen würden, die Entlassung angedroht. Einem großen Theil jedoch der katholischen Arbeiter wurde ausdrücklich gestattet, Nachts zuvor zu arbeiten, und einem andern Theil, der darum eingekommen war, die Messe besuchen zu können, wurde ein späteres Anfahren bewilligt. Die Direktion der Zeche that also gerade im Gegensatz zu den Behauptungen der„Westf. Volksztg.“ alles irgend Mögliche, um die religiösen Gefühle der kakholischen Arbeiter zu schonen. Wenn demungeachtet zwei(aber nicht 30) Arbeiter, die am Festtag bei der Arbeit unentbehrlich waren, erklärten, sie würden unter keinen Umständen anfahren, und wenn dieselben, obgleich ihnen noch nicht gekündigt war, auf„eigenes Verlangen“ ihre sofortige Entlassung erhielten, so bleibt von dem Intoleranzmärchen der„Westf. Volksztg.“ eben gar nichts übrig. Trotzdem hat dieselbe die Dreistigkeit, der Berichtigung die Bemerkung beizufügen,„daß mehrfache Vorfälle in Industriegegenden aus jüngster Zeit das Bestreben zu verrathen scheinen, bei Arbeiterentlassungen vorzugsweise Katholiken zu berücksichtigen, und dieselben systematisch durch die Alternative„Religion oder Brod!“ zum Austritt zu zwingen.“ Wir bitten die „Westf. Volksztg.“, uns derartige Fälle namhaft zu machen, und wenn sie das nicht kann, so wird wohl jeder Urtheilsfähige mit uns der Ueberzeugung sein, daß die eben berührte Behauptung nur den Zweck haben kann, römisch=katholische Arbeiter gegen evangelische oder altkatholische Arbeitgeber anfzuhetzen und somit bürgerlichen Unfrieden auszusäen. (M. Spr.) Dortmund, 6. Febr. Die Frist zur Abstempelung der 5prozentigen Stadtanleihescheine in vier= und einhalbprozentige läuft mit dem 15. d. ab. Wie dies bei der Sicherheit des Papieres nicht anders zu erwarten war, ist, wie wir hören, bereits der größte Theil der Papiere zur Abstempelung in der Kämmereikasse präsentirt. Gerade in jetziger Zeit, wo der Kours der meisten Papiere so wesentlich zurückgegangen ist und davon selbst Papiere betroffen sind, deren Sicherheit noch vor Kurzem über jeden Zweifel erhaben war, sind derartige kommunale Papiere mit Recht eine gesuchte Anlage.(Westf. Ztg.) Herne, 6. Febr. In der vergangenen Woche hat die hierselbst erst seit Kurzem gegründete Fabrik des Herrn Ewald Berninghaus ihr erstes Probestück geliefert. Es war ein Unter anderen Verhältnissen würde ich mich geschämt haben, in einem derartigen Aufzuge, baarhäuptig, halb bekleidet, in zerrissenen Schuhen und überher mit Schmutz beerscheinen; es war mir öllig gleichgültig und ich Wunsch, so rasch als ommen, da ein heftiger ttelte. lbend nur noch, eine Anesichter um mich gesehen idlichen alten Herrn, der, ad unverletzt vor sich sah, oß. Was dann mit mir vie ein wüster Traum vor. lugen öffnete, befand ich i Umgebung. Nur alln so weit zu sammeln, kers zu erinnern, in Folge Ich entsann mich, daß Chateau St. Gilles, wie esen sei. Freilich nach nicht aus. Ich lag auf „ a n„,#### d u r c h e i n e i n z i g e s k l e i n e s, blindes und von Spinngeweben überzogenes Fenster spärliches Licht empfing. Mein Lager bestand aus einem defekten Strohsack und einigen alten Lumpen, die in ihren besseren Jahren als Pferdedecken gedient zu haben schienen. Wie lange ich hier gelegen, davon hatte ich keine Ahnung, nur fühlte ich, als ich mich aufzurichten versuchte, daß ich sehr schwach war und ernstlich krank gewesen sein mußte. Ich empfand allmälig ein lebhaftes Verlangen nach etwas Speise; doch Stunde auf Stunde schlich langsam dahin, ohne daß sich ein menschliches Wesen sehen ließ. Ich kam mir entsetzlich verlassen vor und fiel endlich vor Hunger und Schwäche abermals in Schlaf. (Fortsetzung folgt.) machliger Wampfresset, werseide wurde von dem Fuhramn nehmer Herrn H. Klüsener nach der Zeche„Eintracht Tiefbau“ bei Steele befördert. Das kolossale Ungethüm war reich mit Guirlanden bekränzt. Wir alle wünschen der Fabrik zu ihrem erfreulichen Anfang einen gedeihlichen Fortgang. 7. Febr. Dem Bedenken begegnet man noch oft, daß unsere Kohlenschächte im Norden eine Tiefe erreichen müßten, welche der Technik besondere Schwierigkeiten bereiten könnte. Techniker bestreiten dies ganz entschieden. Weder in Bezug auf die Abteufungsarbeiten selbst, noch auf die Wasserhaltung und Wetterführung, noch auf den gesunden Aufenthalt, noch Temperatur und Luft macht eine Tiefe bis zu —4000 Fuß irgendwie nennenswerthe größere Schwierigkeiten und auch der Kostenpunkt differirt nur um wenige Prozent, welche im Bergbau nicht in Betracht kommen können, und anderwärts für innere Wasserhaltung rc. aufgewandt werden. Es sind schon viel tiefere Schächte abgeteuft worden, welche heute ihren Betheiligten eine schöne Ausbeute liefern. Der Schacht„Przibam“ hat jetzt eine Tiefe von 3280 Fuß erreicht. Nach verschiedenen winzigen Versuchen in dem 14. Jahrhunderte wurde dieses Bergwerk 1779 begonnen; 1800 war der Betrieb 870“, 1865 schon 2345°tief. Tiefere Schächte gibt es noch viele, z. B. in Schweden zu Bersko ein Kupferwerk von 1377, in Italien zu Govarrano ein Bitumenwerk von 1443“, in Spanien zu Canada ein Silberwerk 1548“, in Ungarn zu Schemnitz ein Gold= und Silberwerk 1771“, in Norwegen zu Kongsberg ein Silberwerk von 1869“, in Frankreich zu St. Chaumont ein Kohlenwerk von 2076“, in England zu Wigan ein Kohlenwerk von 2443°, in Sachsen zu Zwickau ein Kohlenwerk von 2637“, in Belgien zu Gilly ein Kohlenwerk von 2820“, in Oesterreich zu Birkenberg ein Silber= und Bleiwerk von 3280“. 7. Febr. Die Unsitte, den Stock oder Regenschirm wagerecht unter dem Arm zu tragen, hat schon manches Unglück herbeigeführt. Gestern Nachmittag ist auf dem Bergisch=Märkischen Bahnhofe wiederum der Fall vorgekommen, daß ein Herr einem andern durch die vorgedachte Fahrlässigkeit das rechte Auge erheblich verletzt hat, indem der erstere beim Herumdrehen dem hinter ihm stehenden mit der Stockzwinge in's Auge fuhr. Duisburg, 8. Februar.(Dankschreiben.) Der Herr Kultusminister Dr. Falk und Frau Gemahlin haben, wie die „Rh.= u. Rztg.“ mittheilt, auf das an dieselben von hier aus ergangenen Glückwunsch=Telegramm des„Deutschen Vereins“ folgendes Dankschreiben an den Vorsitzenden des gedachten Vereins gelangen lassen: Zur silbernen Hochzeit, welche wir am 1. d. M. feierten, sind uns so zahlreiche briefliche und telegraphische Glückwünsche dargebracht worden, daß es uns nicht vergönnt ist, auf dieselben eigenhändig unsern Dank auszusprechen. Wir bitten daher, in diesen Zeilen den Ausdruck unseres herzlichen Dankes finden zu wollen. Berlin, 4. Februar 1876. Minister Falk und Frau, geb. Passow. Düsseldorf, 5. Febr. Für ein hiesiges Ehepaar hatte am klg. Landgericht ein Scheidungstermin angestanden, in welchem ein endgültiges Urtheil indeß noch nicht gefällt wurde. Nach Beendigung desselben kehrte die Gattin nicht in das Haus ihres Gemahls zurück, sondern zog es vor, sich zu ihren Eltern zu begeben. Einer Magd, welche sie zur Abholung ihrer Kleider an ihren Ehemann sandte, verweigerte er die Herausgabe, und ging in das Zimmer, in welchem sich das Kind der Eheleute, ein 5jähriger Knabe, befand. Gleich nach seinem Weggang fielen zwei Revolverschüsse. Schreckensbleich eilte die Magd nach Hause, berichtete das Vorgefallene und trat in polizeilicher Begleitung den Rückweg nach der Wohnung des Vaters an, woselbst nach Erbrechung der Thüre der Knabe wohlbehalten und unversehrt gefunden wurde. Die Mutter nahm das Kind mit sich, den Vater aber, welcher dasselbe zurückverlangte, nahm man für's erste in polizeiliche Obhut. Aus Neuß, 7. Febr., theilt die„N. Ztg.“ mit: In der Klarissenstraße wurde gestern Abend gegen 10 Uhr ein hiesiger junger Mann von fünf Schustergesellen, mit denen er vorher in einer Wirthschaft am Zollthore Wortwechsel gehabt, angefallen, in das Haus des Meisters jener fünf tapferen Schusterseelen hineingeschleppt und dort mit Messern verarbeitet. 5 Stiche im Rücken und 3 im Kopfe trug der Mißhandelte davon. Glücklicher Weise hat keiner derselben edle Organe getroffen. Die Heldn, welche fünf gegen einen aus purer Brutalität zum Messer griffen, sind von der Polizei ermittelt und werden sich vor dem Zuchtpolizeigerichte in Düsseldorf zu verantworten haben. Vermischtes. — Unser menschenfreundlicher Kaiser hat jüngst einer armen Frau in Strehlen eine große Freude bereitet. Dieselbe, von ihrem Manne verlassen, wandte sich in ihrer höchsten Noth an den Landesvater und bat flehentlich um eine Nähmaschine, um mit derselben sich und die Ihrigen redlich ernähren zu können. Die eingezogenen Berichte über die Bittstellerin lauteten günstig und so befahl der Kaiser die Erfüllung der Bitte. —(Eine sehenswerthe Naturmerkwürdigkeit) befindet sich in den Händen des Schankwirths Roick in Peitz. Derselbe fand vor einigen Tagen in dem königlich Tauer'schen Forst einen Grünspecht mit einem Eichhörnchen in fester Umarmung zusammengefroren. Der Specht hatte sich wahrscheinlich, vom bösen Hunger getrieben, das Eichhörnchen als Opfer auserkoren, dasselbe jedoch von vorn gepackt, so daß es sich zur Wehre setzen konnte. Der sich nun entspinnende Kampf muß sehr heiß gewesen sein, denn dem Eichhörnchen ist die ganze Oberlippe abgehackt— aber es hat sich fürchterlich gerächt. Der vorwitzige Specht muß einen scharfen Stoß mit seinem Schnabel in den offenen Rachen seines Opfers geführt und letzteres gleichzeitig, vielleicht vom Schmerze getrieben, so fest zugebissen haben, daß nun an ein Auseinanderkommen nicht mehr zu denken war. In der festesten gegenseitigen Umarmung und so zusammen verbissen, sind die beiden gestorben. Roick will beide in derselben Situation ausstopfen lassen. —(Arabische Schulstrafe.) Eine Reisegesellschaft, welche 1866 über Kairo die Pyramiden besuchte, kam auch in dieser orientalischen Weltstadt in mehrere arabische Volksschulen und fand dort in beinahe allen Lehrsälen einen enropäischen Zylinderhut aufgehängt. Ein Lehrer, von dem Dokmetscher des Hutes wegen befragt, gab die Antwort, daß dieses die größeste Strafe für ungehorsame Kinder sei, wenn sie den Hut aufser- müss Standes=Amt Gelsenkirchen. elusgebete. Zechenschreiner Julius Hinz mit Helene Berger, beide a. Schalke. Bergm. Heinrich Amkreuz a. Gelsenk. mit Katharina Scheck a. Klinkheide. Schneiderm. Joh. Jakob Klein=Arend mit Helena von Grambusch, beide a. Gelsenk. Bergm. Heinrich Wilh. Adolph Ernst mit Wilhelmine Friederike Louise Spamhoff, beide a. Braub. Bergm. Peter Bachmann a. Essen mit Maria Christina Henriette Stockhausen a. Gelsenk. Heirathen. Bergmann Georg Bohnerth mit Klara Setter, beide a. Schalke. Geburten. Johann, S. v. Händler Joh. Hilgert a. Gelsenk. Wilhelmine Bernhardine. T. v. Bergm. Hermann Vormbruch a. Gelsenk. Anna Katharina, T. v. Bergm. Andreas Kröger a. Schalke. Anna Maria, T. v. Bergm. Joh. Kossuch a. Gelsenk. Christine Gerträuda, T. v. Bergm. Gerh. Vandenberg=Zeths a. Gelsenk. Louise, T. v. Bergm. Heinr. Griesenbrock a. Schalke. Johann Heinrich, S. v. Bergm. Peter Koch a. Schalke. Anna Maria Hendrika, T. v. Schreiner Franz Mesenbrock a. Gelsenk. Georg August, S. v. Bergm. Christian Schulz a. Schalke. Elise, T. v. Fabrikarb. Matth. Aretz a. Braub. Mathias, S. v. Fabrikarb. Matth. Rittel a. Braub. Wilhelm Emil, S. v. Schuster Heinr. Pathmann a. Gelsenk. Sterbefälle. Rudolph Wöhler a. Gelsenk., 1 J. 1 M. 25 T. alt. Bergmann Franz Vondey, Eheg. v. Maria Fuchs, 29 J. alt, a. Gelsenk. Woldemar Statz a. Gelsenk., 1 J. 5 M. 23 T. alt. Gelsenkirchen, den 9. Februar 1876. Der c. Amtmann: Klose. Standes=Amt Wattenscheid. Vom 26. Jan. bis 4. Febr. c. wurden angezeigt: Verlobte. Bergm. Wilh. Eberhard mit Margaretha Faustmann, beide Freisenbruch. Bergm. Wilh. Dieckmann mit Bernhardine Beckmann, beide Günnigfeld. Bergm. Anton Baring mit Viktoria Pahl, beide Ueckendorf. Knecht Heinr. Massing mit Elisabeth Nies, beide Königsteele. Bergm. Wilh. Blecker a. Dahlhausen mit Lina Schulz a. Munscheid: Maschinenführer Frd. W. Krämer mit Maria Katharina Schott, beide Königsteele. Anstr. Johann Gerhard Gröting a. Bochum mit Karoline Kreitemeyer a. Wattenscheid. Bergm. Peter Miebach a. Königsteele mit Christina Thielen a. Werth. Bergm. Karl Hr. Hörenbaum a. Wattenscheid mit Anna Katharina Frenk a. Havixbeck. Sterbefälle. Ehefrau d. Bergm. Anton Wasser, 55 J. alt, Höntrop. Johann Hugo Renzel, 8 M. alt, Freisenbruch. Kind d. Bergm. Wilh. Hüscken, Höntröp. Klara Lichte, 6 J. alt, Ueckendorf. Johann Georg Heßler, 1 M. alt, Wattenscheid. Tagelöhner A. Reinders, 77 J. alt, Königsteele. Anna Hold, 2 M. alt, Wattenscheid. Anna Maria Hilgers, 2 J. alt, Wattenscheid. Maria Tacke, 1 J. 6 M. alt, Ueckendorf. Eduard Stornegel, 5 W. alt, Ueckendorf. Susanna Maria Kutroff, 4 M. alt, Höntrop. Friedr. Bungert, 9 M. alt, Sevinghausen. Drillinge d. Bergm. Heinrich Kiwitter, Eppendorferhaide. Bergm. Heinr. Wack, 28 J. alt, Eppendorf. Kind d. Bergm. Karl Ulrich, Ueckendorf. Kind d. Bergm. Hermann Adler, Wattenscheid. Schachtmeister Ernst Kreuschner, 55 J. alt, Ueckendorf. Ehefrau Joh. Brand, 45 J. alt, Wattenscheid. Zwillinge d. Bergm. Aug. Welz, Wattenscheid. Kind d. Bergm. Wilh. Schmitz, Wattenscheid. Bergm. Peter Klein, 26 J. alt, Ueckendorf. Hulda Dreibholz, 3 J. 5 M. alt, Ueckendorf. Kind d. Maurers Gerh. Klüsemaun. Maria Aldiek, 1 J. alt, Westenfeld. Herm. Sachs, 10 M. alt, Wattenscheid. Gertrud Köster. 1 J. 3 M. alt, Wattenscheid.(W. Ztg.) Noch Anfangs dieses Jahres wird vollständig werden: Die Gesoge und Gerorchungen nebst den sonstigen Erlassen für den preußischen Staat und das deutsche Reich. (1806—1875.) Chronologisch zusammengestellt und commentirt von G. A. Grotefend, Reg.=Rath. Lex. 80. Band oder Lieferung—6, 55 Bogen, 11 Mark; 2. Band oder Lieferung—12, 60 Bogen, 12 Mark, gebunden in soliden Halbfranzband jeder Band 2 Mark mehr. Vom 3. und letzten Bande sind 3 Lieferungen erschienen. Die Grotefend'sche Sammlung hat vor anderen ähnlichen Werken das voraus, daß sie alles entwerthete Material weglassend nur diejenigen Gesetze und Verorduungen bringt, deren Kenntnißnahme auch heut noch von Interesse ist, daß sie ferner die zu den Gesetzen 2c. später erschienenen Zusätze und Abänderungen gleich zu der betreffenden Stelle des ergänzten oder abgeänderten Gesetzes 2c. aufführt, daß die preußischen und Reichsgesetze nach ihrer chronologischen Reihenfolge hintereinander abgedruckt und zu den Gesetzen auch die von den Centralbehörden erlassenen Ausführungs=Verordnungen und Anweisungen erwähnt werden. Im Anschluß an das vorstehend genannte Werk und als Fortsetzung desselben sowie als Supplement zu allen andern Gesetzsammlungen, wird im gleichen Verlage hinfort in vierteljährigen Heften erscheinen und zwar zunächst als Juhlgang 1876 Die Gesetze und Verordnungen nebst den sonstigen Erlassen für den preußischen Staat und das deutsche Reich. Aus den Gesetzsammlungen u. amtlichen Blättern für das Königreich Preußen und das deutsche Reich chronologisch zusammengestellt und commentirt von G. A. Grotefend, Reg.=Rath. Das Format dieser alljährlich in 4 Heften erscheinenden Sammlung wird dasselbe wie das der Grotensend'schen Gesetzsammlung, nämlich gr. Lex. 89, sein und der Preis derselben mit 20 Pfg. pro Bogen berechnet werden. Bestellungen besorgen alle Buchhandlungen Vomeite a Essen. Wir halten unsere Firma als für Wichstt empfohlen. Rebling& Co., Wechsel= und Effectencommissions=Geschäft in Essen a. d. Ruhr. „ and-, Notll- und TaschenAufender! Kalender zum Abreißen, Ingenieur=, Berg= und Hütten=Kalender vorräthig bei R. Scipio. MSTT allen Größen, hält stets auf Lager und empfiehlt Ernst Fasch, Kaiserplatz. denen wir den Reichsfreund durch die Post überwiesen und die mit ihren Abonne mentsbetragen pro4. Quar tal 1875 und 1. Quartal 1876 noch im Rückstande sind, werden gebeten, solche, da es für uns mit Weitläufigkeiten verbunden ist, dieselben einziehen zu lassen, uns gesl. zugehen lassen zu wollen. Die Exp. d. Rchsfrd. Gelsenkirchener Garn=Becetn. Samstag den 12. ds. Mis., Morgens ½9 Uhr, findet die Beerdigung unseres verstorbenen Genossen Dr.. Huppe statt und werden die Genossen gebeten, sich dabei in Turnermütze und mit Turnerband recht zahlreich zu betheiligen. Versammlung punkt 8 Uhr im Vereinslokale. Der Turnrath. Junds Preund, Schalke, offerirt: a. Rosenblumendeller vorzüglichster Hausbrand, sowie la. Schmiedekohlen, waggon= und scheffelweise Lager; am zweiten sSchacht der Zech e Consolidation, Detail=Preise: Schmiedekohlen pr. Scheffel 40,60. Hausbrandkohlen„„ 0,60 Letztere bei Abnahme von 20 Scheffel„ 0,58. Auf Wunsch Anlieferung an's Haus. Bestellungen werden entgegengenommen Kaiserstraße 383 und an der Verkaufsstelle. Ein Kapital von ca. 800 hirn. wird wegen Ver2 größerung eines soliden Geschäftes von einem prompten Zinszahler unter genügender Bürgschaft auf—3 Jahre zu leihen gesucht. Gefl. Offerten wolle man unter Nr. 221 an die Exped. d. Bl. gelangen lassen. Strengste Diskretion wird zugesichert. E. Korheilung! Heute Donnerstag, Vormittags 13 Uhr, dei Hertn Wirherm Ulthoff. Seisenknenen. 5. Abonnements=Konsrrr findet in der Tonhalle des Herrn Friedr. Schürmann am Donnerstag den 10. Februar cr., Abends 8 Uhr, statt. Kassapreis 15 Sgr. Programms an der Kasse. Es ladet zu zahlreichem Besuch ergebenst ein Franz Giesenkirchen. Sonntag den 13. Februar 1876: „ur Germania Hermannstraße. Hermannstraße. (Gelsenkirchener Turnhalle.) Bcht Es ladet freundlichst ein Hermann Wolff. S# STT in allen Sorten Bettbarchend, Bettdrelle, sowie Bettfedern und Baunen von 922 Jacob Heller, Gelsenkirchen. „ zum Einfriedigen von Weiden auf Lager zu haben bei oimon Rubens. Scharfen Rheinsand empfiehlt für Neun Mark Wagen 200 Ctr. ab Hochfeld Herm. Wolff. pro 1091 Eine schoat Wöhnung von 3 Zimmern nebst Wasserleitung und Keller ist gleich oder 1. Mai c. zu vermiethen. Von wem, sagt die Exped. d. Bl. Mereis SShne, 1068 ur Abhaltung von Auk tionen empfiehlt sich N. Geldern, Ankt.=Kommissar, 2. Marktstraße. Eine erfahrene Kinderfrau oder älteres Mädchen mit guten Zeugnissen auf sofort gesucht. Die Exped. d. Vl. sagt wo. 220 Ein Mädchen für Küche und Hausarbeit zum 1. April, ferner ein Zweitmädchen, welches gut waschen und bügeln kann, zum 1. März oder 1. April. Gute Zeugnisse erforderlich. Wo, s. d. Exp. d. Bl. 218 Mehrrrt=Tluben im oberen Stock zu vermiethen und am 1. April zu beziehen. Bei wemn, agt d. Exp. d. Bl. 219 Berliner Nörs vom 8. Februar 1876.“ Wechsel. Amsterdam 100 Fl. 8 T. 8 169,35 bs. do. 100 Fl. 2 M. 8 168,60bs. London... 1 L. Sterl. 8 T. 4 20,42b2. do. 1 L. Sterl. 3 M. 4 20,255bs. Paris... 100 Fr. 8 T. 4 81,20bz. Belg. Bankpl. 100 Fr. 8 T. 3½ 81,15bz. do. do. 100 Fr. 2 M. 3½ 80,80 bs Wien, öst. W. 100 Fl. 8 T. 4½ 176,25 bz. do. do. 100 Fl. 2 M. 4½ 174,90 bs München, s. W. 100 Fl. 2 M. Augsb., s. W. 100 Fl. 2 M. Petersburg 100 S. R. 3 M. 6 262,40 bz. do. 100 S. R. 3 M. 6 259,70 bz. Warschan... 100 S. R. 8 T. 6 262,50 bz. Bankdiskonto: Berlin f. Wechs. %, f. Lombard%, Bremen 5% Frankf. a. M.%, Hamburg 5¾% Geldsorten und Bauknoten. Dukaten per Stück 9,51b2 Souvereigns per Stück 20,35 G Napolconsd’or p. Stück—.— do. p. 500 Gr. 14,00G Dollars per Stück 4,170 Imperials per Stück—.— do. p. 500 Gramm 13,930 Fremde Bankn..983G do. einlösbar in Leipzig.—.— Franz. Bankn. p. 100 Fr. 81,60 G Oester. Bankn. p. 100 Fl. 176,30 bz do. Slbguld. p. 100 Fl.—.— do. Viertgld. p. 100 Fl.—.— Russ. Bankn. p. 100 Rbl. 268,25bz Consolidirte Anleihe 105,10 bz 4% Staats-Auleibe 99,30 bz 3½% Staatsschuldsch. 92,90 G Oester. Papier-Rente 60,50 bz do. Silber-Rente 64,70 bs B Berg.-Märk. B. 79,75 bz Aachen-Mastricht. 24,00 bzG Köln-Mindener 96,40 bz do. Lit. B. 94,25 bsG Hannover-Altenb. 15,60 bzG Münster-Hammer—.— Rheinische.—*) do. Lit. B.(gar.)92,10 bzG Rhein-Nahe 15,75 bz abg. 115,00bz. à 40% 110,20 bz. Bergwerks- und Hütten-Gesellschaften. Aachen-Höngen. Bergw. 90,10 G Arenberg. G. f..- u. H. 189,50G Berg.-Märk. Bergw.-V. 24,50 G Berg.-Märk. Ind.-Ges. 80,50G Bochum. V. f. B. Gstf. 38,50G Bochumer Bergw.-Ges. 189,50 G Bonifazius 65,50G Borussia, i. Dortmund 172.—G Centrum 36,60bz Commerner Bergw.-V. 94,— G Courl 70.— G Deutscher Bergw.-Ver. 10,75 G. Dortmunder Union 9,50 G Gelsenkirchener Bergw. 106,50G Gebrg-Marien B. u. H. 74,25 G Hagener Gst.-Fabr..—G Harkort’sche Bergw.—— Harkort’sche B. convert.—.— Harpener Bergbau-Ges. 119.— G Hibernia und Shamroek 40,50 G Hörder.- u..-Ver. 46,50G Hochdahl 24,50 bz Kölner Bergwerks-Ver. 92,50 G Köln-Müsener Bw.-Ver. 27.—G König Wilh. Bergw.-V. 26,25 G Louise Tiefbau 34,10G Magdebg. Bergw.-.-G. 126,10G Massener Bergw.-Ges. 32.—B Märkisch-W..-V. 71.—G Mechernicher.-.-G. 117,—B Menden u. Schwerte ElG 54,—bz Phönix, G. f. B. u. L. A. 49,50 B Hüttenbetrieb L. B. 43,50 G Pluto, Bergwerks-Ges. 60,—bz Preuss. Bw.- u. Hütt.-G.—.— Remsch. Stahlw.-Ges.— Rhein.-Westf. Ind.-Gcs. 19.— G Ritterburg, Steink. Bw.—.25 B Siegrhein. Bergw.-Ver.—.— Steinhauser Hütte Lit.A..—G do. do. Lit.B.—,30G Westphäl. Draht-.-Ver. 43.—G Westphäl. Union.. 11.—B Wilhelmine Viktoria 57.—6 Berlin, 8. Febr. Die heutige Börse verkehrte heute bei Eröffnung und im weiteren Verlaufe in recht günstiger Stimmung; die kremden, besonders Wiener Notirungen, waren in dieser Beziehung hervorragend von Einfluss, zugleich hatte aber namentlich auf spekulativem Gebiet eine regere Thätigkeit und Kauflust die Coursbewegung vielfach in steigende Richtung versetzt. Die Course konnten sich denn auch zumeist etwas besser stellen und im Uebrigen war dauernd feste Tendenz zu konstatiren. Ein großes Steh=Schreibpult, mit Gefacheinrichtung, für Komptoir oder Bureau geeignet, zu verkaufen. Bei wem, zu erfahren in der Exped. d. Bl. Bens:. Siret. „ 9 Mit dem heutigen Tage verlegte meine Wohnung und Geschäft von der Schulstraße nach der Friedrichstraße, in das Haus des Herrn Bauunternehmers Hoyer. Achtungsvoll G. Pabst, Maler und Anstreicher. M. pf. 20 40 18 90 Buchweizen 1. Quakität à 100 Kilo 2.„ Rübsen(Aveel) à 100 Kile Raps Kartosseln Heu à 50 Kilo Roggenstroh à 100 Kilo Rüdöl pr. 100 Kile in Parthien von 100 Ctr. Rüböl pr. 100 Kilo saßzweise Preßkuchen pr. 100 Kilo Gereinigtes Oel pr. 100 Kile Branntwein pr. 100 Liter zu 50 pC1. (ohne Maklergeld) Weizen=Vorschuß à 100 Kile Kleien à 50 Kile 17 40 10 72— 74— 17— 76— 20— 5 60 hr er 1 0 er er be ke we er # el # e r er a er 5 41 11 9 wa au die un Co G4 vos n end e am St 1. Quatität Weizen 2. à 100 Kilo 9. Landroggen 1.„ 15 60 à 100 Kilo 2.„ 14 60 Gerste Winter:....— 4 à 100 Kilo Sommer=—— Hafer à 100 Kilo 16 70 353 nut S un