k in Rhedebrügge Nr. 36,

Dr. Woltere in Borken im Kriege verschollenen jeboren am 15. Jan. 1895 haft in Rhedebrügge, für

ie wird aufgefordert, sich Rovember 1940, 9 Uhr,

t, Zimmer 5, anberaumten widrigenfalls die Todes­

über Leben und Tod der rmögen, ergeht die Auf­gebotstermine dem Gericht

gust 1940.

Das Amtsgericht.

itterung ist das Gemeinde. kontag, dem 2. Sep. 1940,

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emeister.

1. Beigeordneter.

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FFruch und eepatohr an kuan) Tagen von 1ge auf 1g28 hatte omitschmnerhastem Hosten. Da Roetber=Tabletten zu besorgen. de Erleichterung, das salbst meime gegen war und beute selbst Ihre in war ich von meinem schmerz­rrubig schlasen, Hatteichfrüher 4 Geld gespart: So schrieb ung westbeim, Urbanskr. 17...38, schis. chronische Verschleimung, Boether Tabietten auch im alten düiches, krauterbalaiges Spenal­Store schleimissend auswurt, seiche Anerkennungen daufbarer In Apotheken M.43u. 360.—

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UNDSANITLICHERBEHORDEN

Donnerstag, den 5. September 1940

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Nummer 143

„„RWWSUHNPAUeT.

der Führer eröffnet das Kriegswinterhilfswerk 1940/41— Stolzer Rechenschaftsbericht von Dr. Goebbels über das rste kriegs=Wyw— Beispiellose Leistungen entsprechen dem Opfergeiste der beutschen Volksgemeinschaft

Der Führer. Englantes Airertrruck Eirs kommen

Machtvolle Kundgebung im Sportpalast

Berlin, 4. Sept.

Der Sportpalast bietet das gewohnte und immer wieder mitreißende Bild. Lange vor Beginn der Groß­kundgebung sind Parketts und Ränge überfüllt. Der Musizug des Gaues Verlin=Brandenburg verkürt die Wartezeit mit zündenden Marschliedern unserer Wehr­macht. Dann erhebt sich alles von den Plätzen; die Standarten und Fahnen der deutschen Freiheitsbewe­gung ziehen in den Saal, von den Teilnehmern der Kundgebung mit erhobener Rechten begrüßt. Ueber dem goldenen Hoheitsadler in der Mitte des Podiums leuch­let es vom roten Tuche in großer Scheift:„2. Kriegs­Winterhilfswerk 1940/41“.

Mit Heilrufen werden die führenden Männer aus Staat, Partei und Wehrmacht empfangen. Man sieht unter ihnen die Reichsminister Frick, Gürtner. Lammers, Schwerin=Krosigk, Darré, Dorpmüller Dr. Todt, Sepß­Inquart, Staatsminister Meißner, Reichsleiter Bouh­ler, Reichsleiter Rosenberg, den Chef der Deutschen Ord­nungspolizei, General Daluege, den Stabschef der SA, Lutze, Reichsfrauenführerin Scholtz=Klinck, vielg Versee­ter der Generalität und Admiralität, Staatssekketäre so­wie führende Persötlichkeiten der Parteiformationen und gliederungen. Das Parkett undedie Ränge füllen die ertreter der Millionenarmee der freiwiligen Helfer des Zinterhilfswerkes: unter ihnen sieht man viele Ange­örige der Wehrmacht. Schwestern, Heifer und Helferin­nen des Deutschen Roten Kreuzes. Die Verwundeten haben, von Schwestern betreut, auch bei dieser Kund­gebung wieder einen Ehrenplatz erhalten.

Kurz vor Beginn geleitet der Beaustragte für das Winterhilfswerk. Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, den Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels. in den Sportpalast, der an dieser Stätte wieder mit einem tosenden Beifallssturm empfangen wird. Auch Beneralseldmarschall Keitel wird mit begeistertem Jubel begrüßt.

Der stellvertreiende Gauleiter Görlitzer eröffnet dann die Kundgebung. Seine Ankündigung, daß der Führer erscheinen wird, löst einen minutenlangen Jubeisturm aus, der auch Reichsminister Dr. Goeb­bels empfängt, als er zur Erstattung des Rechen­schaftsberichtes die Rednerkanzel betritt. Die ein­dringliche Sprache der Zahlen und die markanten For­mulierungen, mit denen Reichsminister Dr. Goebbels das selbst für deutsche Begriffe überraschend gewaltige Ergebnis darlegte, sanden eine ebenso begeisterte Zu­stimmung wie das Gelöbnis, auch für das kommende Winterhilfswerk alle Kräfte einzusetzen, mit dem der Minister seinen Rechenschaftsbericht schloß.

In einer gewaltigen Großkundgebung wurde am Mittwoch im Berliner Sportpalast das 8. Winterhilfs-[T•• 1

werk des deutschen Volkes, das 2. Kriegswinterhilfswerk 1940/41, durch den Führer eröffnet, IRUCKZUg IIHEHDITE

der in einer großen und mitreienden Rede dus deutsche Volk zu erneutem Einsatz für das gewaligste#

Sozialwerk aller Zeiten aufrief. Vorher hatte Reichsminister Dr. Goebbels den Rechenschaftsbe­richt über das 1. Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes erstattet, dessen wahrhaft gigantische Zif­fern eindringlicher, als es Worte vermögen, den Teilnehmern und aller Welt die unerschütterliche und innige Verbundenheit zwischen Front und Heimat bekunden. Dieses Ergebnis, das nur in dem zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengeschlossenen deutschen Volke möglich ist, ist ein herrlicher und strahlender Sieg Großdeutschlands. In diesem Ergebnis liegt das stolze Empfinden beschlossen: Der Opfersinn der deutschen Heimat hat sich der Heldentaten seiner Söhne an der Front würdig erwiesen.

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Erneute wirksame Bombardierung englischer Flugplätze, Hafen= und Rüstungsanlagen 51507 BKT von-Boot auf einer Feindfahrt versenrt

Der Führer kommt

Kaum war der Beifall, mit dem der Rechenschafts­bericht ausgenommen wurde, verebbt, da intonierte die Musik den Badenweiler=Marsch. Die Saaltüren flogen auf und geleitet von dem Beauftragten für das Winter­hilfswerk, Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt, erschien der Führer in Feldgrau. Ein Jubelsturm ohnegleichen empfing ihn, als er begleitet von Reichsführer tt und Chef der deutschen Polizei, Himm­ler, Reichsleiter Vormann und seinem persönlichen Ad­sutanten ft=Obergruppenführer Brückner und t1=Grup­penführer Schaub durch die Saalmitte schritt, nach allen Seiten für die stürmischen Kundgebungen dankend. Sie erneuerten und verstärkten sich, als Reichsminister Dr. Goebbels den Gruß an den Führer aus­brachte. Dr. Goebbels erinnerte an das Wort Cham­berlains:„Er hoffe, noch den Tag zu erleben, an dem der Führer und sein Reich vernichtet werde.“ Es sei, seitdem dieses Wort gesprochen wurde, sehr viel ver­nichtet worden, aber nicht das vom Führer geschaffene Reich. Das deutsche Volk habe und werde, versicherte Dr. Goebbels unter der tosenden Zustimmung des Hau­ses, den Plutokraten eine Antwort gegeben, die gänzlich unmißverständlich sei. Die Front habe die Antwort in das Buch der Geschichte eingetragen. Die Heimat habe nicht versäumt, sich der Front würdig zu erweisen. Dr. Goebbels schloß mit der Versicherung, daß auch der erneute Ruf des Führers an die Nation einen noch stärkeren Widerhall finden werde als in den vergangenen Jahren.

Der Führer spricht

:<space> L a n g e<space> B e i f a l l s t ü r m e<space> g r ü ß t e n<space> d e n<space> F ü h r e r,<space> a l s<space> e r<space> an das Rednerpult trat. Er begann mit einem Rück­blick auf die großen Ereignisse des ersten Kriegssahres. die mit einer derartigen verblüffenden Schnelligkeit ein­traten, daß selbst viele im deutschen Volke sie in ihrer ganzen Größe kaum begreisen konnten. Mit über­legenem Sarkasmus behandelte der Führer die grotes­ken Erfolgsmeldungen der Engländer, mit denen sie alle Niederlagen in Siege umzufälschen versuchten. Er er­innerte besonders an die schmähliche Flucht von Dün­kirch, n. Allgemeine Heiterkeit erweckte der Hinweis des Führers, daß die Engländer sogar die Niederlage Frankreichs in ihrer Agitation als einen Erfolg für sich duchten.

Als der Führer beionte, daß Englands Niederbruch komme, schlug ihm eine unbeschreibliche Woge des Bei­falls enigegen, die immer von neuem ausbrauste. Es war eine großartige Kundgebung leidenschaftlicher Enl­schlossenheil, wie sie sellen diesen riesigen Raum erfüllt hal, ein Raum, in dem schon manches Bekenninis ge­geben, das unsere Zeinde zu ihrem eigenen Schaden nicht verliehen wollten oder konnten.

Der Führer geißelte dann die englischen Anmaßun­gen. Das deutsche Volk habe es sat, sich von England Fortsetzung auf der 2. Seite

Berlin, 4. September.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Unterseeboot unter Führung von Oberleutnant zur See Endraß hal auf einer Unternehmung insge­samt 8 bewaffnete seindliche Handelschisse mit 51.507 BRT versenkt, darunter den bereits gemeldeten Hilfs­treuzer„Dunvegan Casie“.

Am 3. 9. grissen unsere Fliegerverbände von neuem Ilugpläßze in Süd¬England an und beleglen Hallen und Werilanlagen wielsam mit Bomben, die zu mehreren Bränden führten.

Bei den Vorstößen gegen die britschen Inseln ent­wickellen sich wiederum Lufkkämpfe, die für unsere Jäger sehr erfolgreich verliefen. Kampffliegerverbände warsen in der Nacht Bomben auf britsche Hafen= und Rüstungsanlagen sowie auf Flugplätze. In Liver­pool. Avonmouth, Bristol, Portland, Poole, Rochester und Middlesborough entstanden ausgedehnte Brände.

Das Auslegen von Lufiminen vor den britschen Häfen nahm seinen Forigang.

Britische Flugzeuge flogen in der Nacht in das Reichsgebiet ein und versuchten u. a. die Reichshaupl­stadt anzugreisen. Nur einzelnen Flugzeugen gelang es, Groß=Berlin zu überfliegen. Vomben wurden hierbei im Stadtgebiel nicht geworsen. In der Mark Brandenburg sowie an einigen anderen Orien des Reiches sielen vereinzelt Bomben, ohne nennenswerken Schaden anzurichten.

Der Feind verlor gestern 62 Flugzeuge, davon wurden 46 Flugzeuge in den Luftkämpfen des Tages und ein Flugzeug während der Nachl durch Flak=Arlil­terie abgeschossen, serner 15 Flugzenge am Boden ver­nichtel. 10 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Ehrung durch den Führer

Der Führer überreichte den drei Jeldmarschällen der Lustwasse die Marschallstäbe

Berlin, 4. Sepi.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht überreichte am Mittwoch in seinem Arbeitszimmer in der Neuen Reichskanzlel in Anwesenheit des

Reichsmarschalls den Feldmarschällen der Lufl­wasse Generalseldmarschall misch, Generaleld. marschall Sperrle und Generalseldmarschall Kes­seleing die Marschalsäbe als Insignien des ihnen am 19. Juli vor dem Deutschen Reichstag verliehenen Marschallranges.

In einer kurzen Ansprache würdigke der Führer die Berdienste der drei Marschälle der Lustwasse, die als enge Mitarbeiter des Reichsmarschalls hervorragenden Anteil an den großen Ersolgen der deutschen Lustwasse haben. Der Führer legie zugleich die Verpflichlung dar. die ihnen der Marschallrang gegenüber Volk und Reich auserlegt.

Wichtige Küstungswerke beschädigt

Bericht des„Washinglon Times Herald".

Washingion, 4. Sepl.

Wie der„Washingion Times Herald“ aus guter Quelle ersährl, wurde die Veisol-=Munisionssabrik in

Südwestengland durch deutsche Bomben schwer beschä­digl. Dies bedeute einen ernsten Ausfall für die eng­lische Rüstung, besonders da die Rolls Royce-Flugzeug­molorenfabrik bereils schwer beschädigt wurde.

Offenes Eingeständnis

„Deutschland hal bereits nicht einmal erträumte Resultate in England erziell“

Newyork, 4. September.

Bataillons=Kommandeur Copeman schreibt im Londoner„Evening Standard“. Deutschland habe durch die Anwendung von schon auf dem Kontinent ange­wandten Schwächungsmethoden bereits nicht einmal erträumte Resultate in England erzielt.„Deutschland hat einen beträchtlichen Teil von Englands industrieller Produktion demobilisiert, eine große Anzahl von Haus­halten durch Entziehung des Schlafes desorganisiert und in die arbeitende Bevölkerung eine Saat gesät, die eines Tages zu ernstlichem Zerfall führen kann.“

Ernste Mahnung an die Schweiz

Deutschland und Italien erwarten schärferen Einsatz der Verteidigungsmittel gegen das Ueberfliegen durch britische Piloten

Berlin, 5. September

Es mehren sich in letzter Zeit die Fälle, in denen die Pilolen der Royal Air Force das Hohellsgebiel der nen­tralen Schweiz überfliegen, um ihre Bombenlast über Wohnvierteln und Spitälern Nordiialiens abwersen zu können. Sie benutzen Schweizer=Hoheltsgebiel zum Einfing nach Oberialien und kehren auf dem gleichen Wege wieder zurück.

Das sind Tatsachen, die die neutrale Schweiz amt­lich festgestellt hat. Seit langem hat man in der Schweiz ofiziell aus der Art der Flugzeuge sowie aus

*

von Afer zu Ufer

Wuchtiges Schauspiel über der Themse— Pilotenmangel nimmt zu Zwischen den Zeilen englischer Berichte

Von unserem ständigen Vertreter

hw Stockholm, 5. September.

London erlebte am Mittwochmorgen den üblichen Cusialarm. Er begann diesmal schon einige Minuten früher als gewöhnlich, nämlich um.19 Uhr. über die Angrisse der Nacht gab das englische Lustsahrlmini­sterium gegen Mittag eine Mitteilung heraus, in der gesagt wied, sie hällen sich hauptsächlich gegen Rord. westengland, sowie das Gebiel um den Bristolkanal ge­richtel. In diesen beiden Gebielen seien Spreng= und Brandbomben abgeworsen worden. Die hierbei hervor­gerusenen Brände hälten jedoch rasch:gelöscht werden können. Immerhin konnte eine Reihe von Gebäuden was für welche, wied wie üblich nicht gesagt— be. schädigt werden, einige davon schwer. Die Jahl der Opfer in den nordwestlichen und südöstsichen Gebieten sei nicht groß, man müsse aber eine Reihe von Toder gpfern im Küstengebiel der Beisolkanals bellagen. Hinlerdrein wied eingestanden, daß der Abwurs von Spreng= und zahlreichen Brandbomben auch in anderen Distrikten zu verzeichnen sel. besonders in den Graf­schaften der Londoner Umgebung wie in Schottland.

Neu eingetroffene neutrale Berichte aus London schildern den zweisellos starken Eindruck, den es in ganz England hervorgerusen haben muß, als am Jahrestag des Kriegsausbruches ein deutsches Geschwader von nicht weniger als 250 Flugzeugen dröhnend über der Themsemündung erschien, die Sonne hinter sich und in so weit ausgezogenen Formationen, daß die Flügel des Aufmarsches die beiderseitigen Ufer deckten. Von allen Seiten wird der Lufikampf, der bei dieser Gelegenheit über einer Stadt Nordkenis ausgetragen wurde, als einer der erbitteristen geschildert. Das Getöse der Motoren, MOs und Flak sei ohrenbetäubend gewesen.

Nach einer Meldung des Reuterbüros haben die Re­krutierungsstellen der englischen Lustwaffe„mit Rücksicht auf die ständige Entwicklung des englischen Flugwesens“ die Heraussetzung der Altershöchstgrenze für Flieger beschlossen. Auch die Ausbildung von Piloten in Kanada soll beschleunigt werden. Beide Maßnahmen stellen wichtige Anzeichen für den Pilo tenmangel in der englischen Lustwasse dar, zweifellos eine Folgeerscheinung aus den schweren Verlusten, die gerade die englische Jagdwasse bei den Lustkämpfen um England erlitten hat.

ihrer Anflugsrichtung den Schluß gezogen, daß es sich nur um englische Maschinen handeln kann.

Diese Erkenntnis gab der Schweizerischen Regierung nach langem Zögern Veranlassung,“ in London gegen derartige wiederholte Neutralitätsbrüche Protest zu er­heben. Dieser Protest hätte an Schärfe zweisellos übertroffen werden können, immerhin aber wurde er erhoben und die Art und Weise, wie er in London ernst genommen wurde, ist bezeichnend. Die englische Re­gierung stritt nömlich nicht von vornherein jedes Ver­schulden ab, sondern sagte zu, die in der Protestnote angeführten Fälle von Grenzverletzungen nachprüfen zu wollen und der britschen Lustwaffe Weisung zu erteilen, „jedmögliche Schrite zu unternehmen, um eine über­fliegung der Schweiz zu vermeiden“. Bei diesem schweizerischen Protest ist es ebenso geblieben wie bei dem englischen Versprechen. Auf diplomatischem Wege geschah seither nichts mehr.

Aus die Dauer wied sich weder die Reichsregierung noch die itallenische Re­glerung mit einem derartigen inaktiven Berhalten des Schweizerischen.Bundes­rates einverstanden erklären können. Weder ein einmaliger lahmer Protest in London noch ein Hin und wieder abgesenertes Flakgeschoß können die ernsten Absichten glaubhaft machen, daß man gewil ist, seine Neutralität mit allen Mitteln zu verleidigen. Es ist noch nicht allzu sange her, daß die Schweiz von ihrer ausgezeichneten Lustwasse Gebrauch machte und fremde Ilugzeuge bei unberechligtem Ueberslegen ihrer Grenze durch ihre Messerschmitl-Jäger abschoß oder zur Landung zwang. Es soll der Schweiz nicht vorgeschlagen werden, welcher mittel sie sich zur Aufrechterhaltung und St. cherung ihrer Neutralität bedienen kann. Es muß hin­gegen festgestellt werden, daß sich die Schweiz im Ver­gleich zu früheren Beispielen in bezug auf diese neuen englischen Neutralitätsbrüche bei weitem noch nicht aller ihrer Verkeidigungsmittel bedienf hal. Jur Wahrung dieser absoluten Neutralität der Schweiz darf man sicher­lich erwarlep, daß auc ihre Jagöstleger in Zukunft starten werden, zumal keineswegs alle Ein­und Ausflüge der englischen Maschinen ausschließlich in stockdnutler Nacht ersolgt sund.

E. G. Der britische Ministerpräsident Winston Chur­chill beruft sich gern darauf, ein Nachfahre des Herzogs von Malborough zu sein, des Siegers von Malplaquet und anderer Schlachten. Winston Churchill freilich ist kein siegreicher Feldherr wie sein Ahne von 2½ Jahr­hunderten, sondern Fachmann der Rückzüge. Ale Ma­rineminister der ersten Weltkriegsjahre zeichnete sich Churchill durch die Rückzüge von Antwerpen und Gallipoli aus, die ihm schließlich das Amt kosteten. In dem jetzigen Krieg, hat Churchill freilich jeden seiner „glorreichen Rückzüge“ zur Steigerung seiner versön­lichen Macht benutzen können. Die norwegische Nieder. lage brachte ihn aus der Admiralität auf den Stuhl oes Premierministers und die Flucht aus Dünkirchen machte ihn praktisch zum Diktator Englands, der mit leichten Redensarten schon den nächsten Rückzug im Somall­land, den ersten Verlust einer britischen Kolonie, als bedeutungslos hinstellen konnte. Ee spricht für den Niedergang des englischen Selbstbewußiseine, daß es diese Spiegelfechtereien Cburchills ohne Aufbegehren hingenommen hat. Nun konnte Churchill, der Sohn einer amerikanischen Mutter, zu einem neuen„glor­reichen Rückzug“ in ozeanische Breiten starten. Gegen 30 alte Zerstörer werden sechs britische Stüßpunkte sen­seits des Atlantik(in Guayana, auf Trinidad, Anii­

Soziale Gemeinschaft

Aufruf zum zweiten Kriegswinterhilfswerk des deutschen Volkes 1940/41

Zum achten Male rufe ich das deutsche Volk zum freiwilligen Opfer für das Winterhilfswerk auf. Diese große soziale Einrichtung ist ein Aus­druck der zur Tat gewordenen Gemeinschaft des deutschen Volkes. Jeder Volksgenosse in der Hei­mat sei sich dabei bewußt, wie klein sein Beitrag ist gegenüber den Opfern, die unsere Soldaten an der Front gebracht haben und bis zur endgültigen Sicherstellung der Freiheit und Zukunft unseres Volkes noch bringen müssen. Die Heimat hat im vergangenen Kriegsjahre durch ihre Haltung und ihren Opfersinn bewiesen, daß sie dieses großen Ein­satzes ihrer Söhne würdig ist. Ich bin überzeugt, daß sie auch im kommenden Kriegswinterhilfswerk 1940/41 ihre Pflicht tun wird, um in unserem Volke das Bewußtsein der unlösbaren sozialen Ge­meinschaft noch weiter zu stärken.

Berlin, den 4. September 1940.

Adolf Hitler.

Mmcm

gua, Santa Lucia, Jamaica und den Bahamainseln) den USA ausverkauft, und zwei weitere(auf Vermuda und in Neufundland) noch ohne Gegenleistung als Aufgeld zugegeben.

Man sieht, es ist ein Ausverkauf zu billigsten Prei­sen, eine Art Saisonausverkauf des britischen Empire, das immer stolz darauf war, keine Position freiwillig zu räumen. Als Käufer trat Präsident Roosevelt auf. Er kümmert sich ebenfalls nicht um staatsrechtliche Grundlagen und noch weniger um die Grundsätze der Neutralität. Roosevelt behauptet einfach ohne Beweis eine Bedrohung der Vereinigten Staaten von Europa her und sagt lapidar:„Aus diesen Gründen habe ich mir die gegenwärtige Gelegenheit zunute gemacht, um die Stüßpunkte zu erwerben.“ Von der„Pacht auf 99 Jahre“, von der die englischen Nachrichten sprechen und die ja auch nur eine Tarnung des dauernden Verlustes darstellt, ist in den Waihingtoner Meldungen gar keine Rede. Man spricht praktisch von der ständigen Inbesitz nahme der Stützpunkte des Sternenbanners in den englischen Kolonien jenseits des Atlantik. Roosevelt selbst vergleicht das Geschehnis mit dem Ankauf der französischen Festlandkolonie Lousiana zur Zeit Napo­leone.

Die schwebenden Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit dem britischen Dominion Kanada zeigen, daß der Rückzug des Union Jack vor den Sternen und Streifen der USA offenbar noch nicht beendet ist. Mit den Kolonien ist Churchill diktatorisch umgesprungen und hat ihre Küsten verhöckert. Neufundland, der älteste überseebesitz Englands, ist zwar formell ein Dominion „mit Selbstverwaltung“, ober seit sieben Jahren steht es aus finanziellen Gründen unter der Vormundschaft einer englischen Kommission. Aber Kanada darf noch selbst„verhandeln“, um auch Süpunkie an den Küsten seiner Provinzen Neuschottland und Neubraunschweig und vielleicht auch eine Militärstraße quer durch West­kanada nach Alaska an die Vereinigten Staaten abzu­treten. Alles das zeigt auf das deutlichste den Prozeß der Abbröckelung, der im britischen Empire eingesetzt hat, dem die vergreisten Londoner Plutokraten im Kriege gegen Deutschland Aufgaben zugemutet haben, die es nicht mehr bewältigen kann. Für 50 Zerstörer also beginnt Churchill einen Ausverkauf von Positionen,

Fortsetzung auf der Rückseite