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Eine Nasenlänge voraus!

Von rechtem und falschem Schuleifer.

„Ich bin mit den lateinischen Uebungen schon um zwei Kapitel weiter!" verkündet stolz der Quartaner, die andern sind noch lange nicht so weit". Und Mutter betont ebenfalls stolz ihren Bekannten gegen­über:„Mein Junge ist seinen Kameraden immer voraus, weil ich zu Haus schon mit ihm vorarbeite!“ Viele Mütter glauben, ihrem Kinde einen be­sonderen Dienst zu erweisen, wenn sie nach Erledi­gung der täglichen Schularbeiten mit ihrem Kinde weiterarbeiten und, bereits die folgenden Lektionen mit ihm durchnehmen, die voraussichtlich erst in den nächsten Unterrichtsstunden durchgenommen werden. Die Frage bleibt nur: Hat das Kind von diesem Vorarbeiten wirklich einen Vorteil? Diese Frage läßt sich nur mit Rücksicht auf die verschiedenartige geistige Beweglichkeit des Kindes beantworten.

Wenn das Schulkind schon mit dem täglichen Pensum Schwierigkeiten hat, so sollte man niemals dem Unterricht vorgreisen, weil dadurch der kindliche

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Kinde bei den Arbeiten helfen will, sollen sich des halb auf dieses Ziel richten. Sie soll gegebenenfalls mit ihm zurückliegende Aufgaben repetieren und Stichproben machen, ob früher Gelerntes auch wirk­lich noch festsitzt, und gegebenenfalls hier helfend eingreife: und Lücken ausmerzen. Aber sie soll nicht in den kleinen Kopf, der schwer aufgreift. Neues hineinpropfen, ehe es in der Schule verlangt wird.

Hier besteht vor allem die große Gefahr, daß die Mutter das Neue ihrem Kinde anders klarmacht, als es später in der Schule durchgenommen wird. Es können hier Verschiedenheiten entstehen, die den jun­gen Kopf völlig verwirren und das Lernen umso mehr erschweren. Größte Vorsicht ist deshalb ge­boten. Jede Mutter sollte sich darüber klar sein, daß gerade hier oftmals ihre gute Absicht dem Kinde mehr schadet als nützt.

Anders allerdings liegt die Sache beim begabten Kinde bezw. beim heranwachsenden Schüler. In den Anfangsgründen sollte man auch mit klugen und leicht auffassenden Kindern nicht vorausarbeiten. In späteren Schuljahren indessen liegt in diesem Verfahren auch mancher Vorteil. Der Schüler, der das vergangene Pensum und das, was am gleichen Tage gelehrt wurde, leicht und vollkommen beherrscht, soll ruhig versuchen, sich bereits mit dem nächsten kommenden Pensum zu befassen und sich in die neue Materie einzuarbeiten. Er wird umso leichter, wenn dies Neue in der Schule an die Reihe kommt, es in sich aufnehmen und verarbeiten können. Hier sollen auch die Eltern stets zuredend und in diesem Sinne beeinflussend wirken.

In den meisten Fällen freilich wird man sich hier zurückhaltend verhalten können. Denn der strebsame und begabte Schüler eilt fast immer schon aus Interesse an der Sache dem täglichen Pensum voraus. Vielleicht wirkt auch der Ehrgeiz mit, eben um eine Nasenlänge den anderen voraus zu sein. Gefahrvoll ist es allerdings, wenn sich Eltern ledig­lich von dem Ehrgeiz leiten lassen, ihr Kind solle weiter sein als seine Klassenkameraden. Wir dürfen nicht vergessen, daß jedes Wissen Wurzel schlagen uns und verarbeitet sein will. Ein Antreiben des Schülers lediglich um des Ruhmes willen, schon das zu wissen, was andere erst in einem halben Jahr lernen— auch das kann sich verhängnisvoll aus­

wirken.

Lydia Borngar.

Dieser Mantel aus verlgrauem Wollstoff hat ein sehr breites einseiniges Revers, das sich als schmaler Schal fortsetzt. Revers und Schal sind mit gestreiftem Stoff gefüttert. Ullstein=Schnitt M 1970.— Mantel aus marineblauem Bouelé. Als Kragen ein Schal mit sehr breiten Enden. die vorn gekreuzt und aufgeknöpft werden. Schulternverbreiternde Epaulettenteile. Ullstein=Schnitt M 1989.— Sandfarbener Wollkrepp, mantel mit einem vorn geschlungenen Schal aus schwarzem, gewachstem Satin. Sehr neu ist der Schnitt der großen aufgesetzten Tascher. Der Mantel schließt auf schwarzen Hornknebeln. Ullstein=Schnutt M 1971.

Beganter Nachmrttags­mantel aus schwerem Seidenkrepp. Tief ange­setzte sehr weite Armel und eine weich gelegte, vorn durch einen Ring gezogene Krawatte. Ullstein=Schnitt M 1967.

An diesem Mantel aus feingeripptem hellen Wollstoff ist der Schal vorn zur Schleife gebunden und farbig abgefüt­tert. Eine geflochtene Stoffrolle ist zur Ver­breiterungder Schul­tern um das Arm­loch gelegt. Ullstein­Schnitt M 1960.

Zugenblicher karter­ter Mantel mit klei­nem schmalem, seit­lich wie eine Kro watte geschlunge­nem Schal. Auch diese kleine Kra­watte ist abstechend gefüttert. Knöpfe und Gürtel in dem selben abstechenden Farbton. Ullstein Schnitt M 1969.

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Besinnliches zum Ehrentag unserer Kinder.

Wie läuten die Glocken mit tiefem, vollem Klang über der Stadt Heute gilt ihr Ruf in erster Linie den jungen Menschenkindern, die den wichtigsten und er­hebendsten Tag ihres jungen Lebens seiern— den Konfirmanden. Wenn man ältere Menschen fragt: „Welches war der größte Tag Ihres Lebens. so kann man die verschiedensten Antworten darauf erhalten Von Glück und Ruhm sprechen die einen. Erfolge im Beruf. bestandene Examen von schwerwiegender Be­deutung. die Erlangung eines verantwortungsvollen Posten werden da genannt. Anderen wurde die Liebe zum größten Erlebnis, manche glückliche Mutter wird als den größten Tag ihres Lebens denjenigen bezeich­nen. als ihr das erste Kind in den Arm gelegt wurde. Aber es gibt auch Menschen— und es sind ihrer nicht wenige— die als den größten Tag den der Einseg­nung in der Erinnerung behalten haben.“ Ist doch dieser Tag die erste große Wende im Leben des jungen Menschen, der wichtige Schritt aus der Kindheit in den Kreis der Erwachsenen wird heute getan.

Vielfältig sind die Empfindungen. die Eltern wie Kinder am Tage der Einsegnung beherrschen. Der Tag an dem der Sohn oder die Tochter ausgenommen wird in die Christengemeinschaft ist auch für die Eltern nicht ohne Bedeutung. Bis zum heutigen Tage haben sie allein die Verantwortung getragen für ihr Kind. Sor­gen blieben nicht aus. und alle Hoffnungen kreisten jahrelang um den Gedanken: Wenn das Kind erst groß ist...

Auch der junge Mensch fühlt, daß an diesem Tage die Verantwortung. die bisher die Eltern für ihn trugen. zum großen Teil auf seine jungen Schultern übergeht. Die Kinderschuhe sind abgestreift, der junge Mensch ist erwachsen. Und damit heißt es, für sich selbst einstehen. die Verantwortung tragen für gute und böse Taten, die Verantwortung tragen für die Art. wie das Leben gelebt wird.

Die vielen traurigen Fälle, in denen Jugendliche strauchelten und auf die Bahn des Verbrechens kamen. diese Fälle, die sich gerade in den letzten Jahren mehr­ten sind der Beweis dafür, daß die Verantwortung für das eigene Leben von vielen unserer Jugendlichen nicht ernst genug genommen wurde Möglich, daß unserer krisenschweren Zeit ein Teil der Schuld dafür gegeben werden muß, den anderen Teil aber tragen diese jun­gen Menschen selbst und neben ihnen die Eltern und Erzieher, die diese Jugend nicht zu führen verstanden.

Darum heißt es heute, sich dopvelt bewußt werden. daß mit dem Tage der Einsegnung der junge Mensch nicht nur Rechte gewinnt. sondern vor allem Pflichten übernimmt.„Wenn ich erst groß bin...“. denkt das Kind.„dann brauche ich nicht mehr dem Lehrer zu gehorchen, dann kann ich machen, was ich will!“ Frei­lich, sehr oft hört mit dem Tage der Einsegnung auch der Schulzwang auf. der junge Mensch ist fürs erste einmal frei und auch die Eltern werden dem nunmehr Erwachsenen nicht mehr so fühlbar straffe Zügel an­legen. Aber das Problem lautet doch anders, als die Jugend zuerst annimmt. Der junge Mensch wird frei doch nicht„frei wovon?“ sondern„frei wozu?“ ist die Frage. Wenn das Kind Fehler beging, wenn es etwas tat. was nicht recht war, so wurde es gestraft. Wenn der erwachsene Mensch von der Bahn des Rechts abweicht, so bleibt die Strafe ebenfalls nicht aus. Da­bei ist durchaus nicht nur die buchstäbliche Straffällig­keit gemeint, die den Konflikt mit den Gesetzen derbei­führt. Alles, was wir im Leben sündigen. rächt sich. es rächt sich in der, bitterernsten Weise an uns selbst. Dem Kinde wurde von den Eltern oder Lehrern„er­laubt", dies oder das zu tun. der ermachsene Mensch hat nur sich selbst über sein Tun und Lassen Rechenschaft zu geben. Wohl ihm, wenn das Gewissen ihm steis

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den rechten Weg zeigt oder vielmehr, wenn er immer im Leben auf die Stimme seines Gewissens hört.

„Bis hierher hat mir Gott geholfen!“" Diese Worte werden beute den Eltern sowohl wie auch den jungen Männern und jungen Mädchen durch den Sinn gehen. die konfirmiert worden sind. Es ist ein Lebensabschnitt. an dem wir mit Dank und Genugtuung zurückblicken auf die vergangenen Jugendjahre. Gewiß. Es ist gerade in heutigen Zeiten nicht immer leicht gewesen

für die Eltern. ihr Kind durchzubringen. Sorgen wirt­schaftlcher Art haben über vielen Familien gelastet. Und auch der Junge oder das Mädel mußten sich viel­leicht in den Schuljahren reichlich quälen. ehe das Zie! erreicht wurde, ehe man heute als fertiger junger Mensch an der Schwelle des Lebens stand. Heute ist nicht nur das Ziel erreicht, der erste große Lebens­abschnitt zurückgelegt, sondern der Weg ist frei ins Leben hinaus.

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Eindrücke von der Berliner Ausstellung„Die Frau“.

Die Eingliederung der Frau und ihrer Arbeit in den Arbeitsrhyehmus des deutschen Volkes, die in den Kriegsjahren einsetzte, ist heute vollkommen ab­geschlossen. Die Frau ist als wichtiger Faktor in den wirtschaftlichen Organismus des Staates hineinge­stellt. Ein Gang durch die Berliner Ausstellung„Die Frau“ gibt interessante Einblicke in das werktätige Schaffen der Frau auf den verschiedensten Gebieten und zeigt die Frau aller Volkskreise in Arbeit und Beruf.

Die Frauenarbeit auf dem Lande steht uns nicht nur in nüchternen Zahlen, die eine lebendige Sprache reden, sondern auch in Werken neu aufblübender Volkskunst vor Augen. Harte Arbeit hat die Land­frau Tag für Tag zu leisten, und die Summe dieser täglichen Arbeit wächst in langen arbeitsreichen Jahren zu fast unwahrscheinlichen Zahlen an. So zeigt eine Tafel, was eine Bäuerin in Thüringen in 31 arbeitsreichen Jahren ihres Lebens vollbrachte. Sie hat u a. 23400 Brote gebacken, 1800 Schweine gemästet, die 131000 mal gefuttert wurden,•880 Hühner aufgezogen. 9600 Stunden aus dem Markt gesessen und 224 Socken gestrickt. Gewiß zwingt eine solche Zusammenstellung zu staunender Bewunde­rung. Dennoch mutet es fast ein wenig prahlerisch an, die Arbeit von 30 Lebensjahren zahlenmäßig zu­sammenzufassen. Denn würden sich nicht in fast jedem anderen Frauenberuf, auch in jedem Männer­beruf ähnliche achtanggebietende Zahlen ergeben?

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Daß die Volkskunst unserer Vorfahren noch nicht eingeschlafen ist, im Gegenteil zu neuer Blüte er­wacht, das zeigt nicht nur das Bestreben, Volkskunst aller Art besonders Handwebereien, in das moderne Heim einzugliedern, das beweist besonders eine ge­lungene kleine Ausstellung der verschiedenartigen Webereien. Stickereien und anderer weiblicher Hand­fertigkeiten. Lange Winterabende geben der Land­frau Zeit und Muße, die alte Technik der Land­weberei zu pflegen. und die Buntheit der ausge­stellten Wandteppiche. Decken und Kissen legt Zeug­nis ab von der hohen Kultur, die auf diesem Ge­biete erreicht wurde. Kinderkleidchen mit bunter Stickerei, farbenfrohe Gürtel, Passen und Besätze sind bereit, um das eigenkliche„deutsche Kleid" zu schmücken, das sich in weiten Volkskreisen immer mehr durchsetzt.

Kleid und Persönlichkeit in Einklang zu bringen — dahin gebi auch das Bestreben vielgr Frauenver­bände, in erster Linie des Verbandes„Deutsche Frauenkultur“. Man versucht, für die Frau unserer

Tage einen besonderen Stil der Kleidung zu schaffen, der, von der großen, rasch wechselnden Mode unab­hängig. die Persönlichtent beront und sich der Eigen­art jeder Frau anzupassen sucht. Eine Bilderreihe „Das Frauengesicht unserer Zeit" spiegelt den Typ des modernen jungen Mädchens wieder, zeigt jene junge Frauenköpfe, denen wir täglich begegnen: ernst, ruhig, zukunftsgewiß.

Die Frau in der bildenden Kunst ist an vielen Stellen zu Wort gekommen. Schon beim Betreten der Ausstellungsräume überrascht im Vorsaal die außerordentlich eindrucksvolle, überlebendgroße Plastik der Bildhauerin Emma Cotta„Die schrei­tende Mutter". Der feierliche Eindruck der schlichten, mütterlichen Frauengestalt, die ein Kind im Arm trägt, während sich ein zweites gegen ihr Knie schmiegt, zieht den Besucher sofort in seinen Bann. „Mutter und Kind“ ist auch großenteils das Thema der vom„Verein Berliner Künstlerinnen“ ausgestell­ten Gemälde. Die Frau und Mutter unserer Zeit zieht uns aus all diesen Bildern an, und es muß gewiß der Schwere dieser Zeit selbst zur Last gelegt werden, wenn aus den Frauenbildnissen mehr Kampf und Sorge als glückliches, ausgeglichenes Mutter­tum herausschaut

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Von der Ueberlastung der Hausfrau, ganz be­sonders derjenigen, die eine zahlreiche Familie zu betreuen hat, erzählt ein besonderer Raum. Ein größeres Bild läßt uns einen Blick in den Arbeits­tag einer solchen überlasteten Hausfrau tun. Da liegt in einem Raum ein Kleines in seinem Körb­chen, ein oder zwei andere Kinder spielen umher, während ein etwas größeres Mädchen Wäsche waschen muß. Und im Nebenraum, einem kleinen Laden, steht die Mutter und bedient eine Kundin, muß das Geschäft versehen, während tausend Haus­frauenpflichten auf sie warten. Wie kompliziert ein solches zersplittertes Hausfrauenleben erst wird, wenn ein Waschtag, Fensterputzen, große Näberei usw. hinzukommen, kann man aus Bildern, Zeichnungen, Statistiken erfassen.

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Frauenwirken, Frauenschaffen auf allen Gebieten des Lebens— das will diese große Ausstellung zei­gen. Kaufmännische und technische Berufe, Päda­gogit und soziale Berufe, sie alle sind vertreten. Die Journaltstin dat ebenso ihren besonderen Raum, der ihr Schaffe: zeigt, wie die Gymnastiklebrerin, die die verschiedenen Arten der Körverschulung vorführt. Ein Hymnus an die Arbeit und ein Zeugnis vom Erfolge geleisteter Arbeit! Josefine Schulv.

Hoffnungen und Wünsche gehen von dem Tage der Einsegnung aus. Unsere Jugend tritt zu einem Zeit­punkt ins Leben der von den hochgehenden Wogen der Erregung erfüllt ist. die große Umwälzungen mit sich zu bringen pflegen. Die Anforderungen, die heute an die Willensstärke und Geduld der Jugend gestellt werden müssen, sind groß, und dennoch müssen sie er­füllt werden, wenn wir die Jugend vorbereiten wollen auf ihre späteren Pflichten als Staatsbürger und wenn die Wege geebnet werden sollen. die einem gesunden Staatsleben entgegenführen. Es ist gewiß nicht leicht. heute Geduld üben und warten zu müssen. bis Lebens­aufgaben. Aufgaben des Berufs an die Jugend heran­traten.-Denn gerade der junge Mensch will vorwärts­stürmen und die Zukunft im Sturm erobern. Heute aber können wir nur in geduldiger Arbeit Stein auf Stein bauen. Es gehört dazu mehr Willenskraft und eiserne Ausdauer. als wenn das Leben seine Schätze für den Strebenden gleich bereit hält.

Tag der Einsegnung— Tag der Besinnung! Es ist unangebracht, den Ehrentag unserer Jugend mit rau­schenden Festen zu feiern, das wäre ein Mißklang. der nicht zu diesem Tage paßt. Es soll dem jungen Kon­firmanden Zeit und Muße bleiben, um sich der Bedeu­tung der Einsegnung bewußt zu werden. Das heißt natürlich nicht, daß der ganze Tag in unerschütterlichem Ernst geseiert werden müsse. Der Tag der Einsegnung ist ein Freudentag. der Eltern wie Kinder mit Stolz erfüllen soll über den vollendeten Lebensabschnitt. Wenn beides— Freude und Ernst in rechter Mischung zu Worte kommen, so wird der Einsegnungstag noch lange Jahre in der Erinnerung als ein großer Tag bestehen bleiben.

Ein weiblicher Goldschmied als Preisiräger.

Die Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst hatte zur Erlangung einer wertvollen Goldschmiedearbeit als Ehrengabe die Herstellung eines selbstgefertigten hand­gearbeiteten goldenen Ehrenringes. ausgeschrieben. Unter den achtunddreißig eingesandten Ringen erhielt den ersten Preis und die damit verbundene Studien­reise nach Wien. Fräulein Elisabeth Treskow. Essen. — Fünf weitere Ringe von männlichen Wettbewerbern wurden von der Gesellschaft ausgezeichnet und er­worben.

Kleine Nachrichten.

Eine deutsche Frauenklinik in Athen. In deutsch=griechischer Zusammenarbeit ist in Atben die nach den Plänen von Pros. Dr. Luros ge­schaffene deutsche Frauenklinn eröffnet. Die Möbel und Glasvitrinen sind griechischer Herkunft, die medi zinische und sanitäre Apparatur stammt aus Deutsch= land. Die Inneneinrichtung hat ein in Atben an­sässiger deutscher Architekt geleitet.

Die Frau in der Diplomatie.

Die Tochter des spanischen Dichters Salaverria. Senorita Margarita ist in das Auswärtige diplo­matische Korps Spaniens übernommen worden.

Cie

M

Heinrich Grewer, Kreuzstr. 11, Buer, Marienstr. 12

- Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V.