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Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum

SametagSSonntag .06. Sept. 1936

43. Jahrgang Nummer 208

Samstagsausgabe 13 Pf.

mit„Bochumer Illustrierte“... 20 Pf.

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lrun von Nationalisten erstürmt

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Angeheuerlich

Geglückter Aeberraschungsstoß

(Vom Sonderberichterstatter des DNB) dnb Front vor Irun, 4. September. Am Freitag früh um 7 Uhr ist es den Truppen General Molas gelungen, die heiß umkämpfte Stadt Irun zu erobern. Unter Ausnutzung des unsich­tigen Wetters konnten die nationalistischen Streitkräfte überraschend aus den etwa 800 Meter vor der Stadt gelegenen provisorischen Stellungen vorbrechen. Nach kurzem Infanterie= und Maschinengewehrfeuer wurden die roten Verteidiger zurückgeworfen, die in wilder Flucht sich über die internationale Brücke bei Hendaye, die im Sperrfeuer der Nationalisten liegt, auf zösisches Gebiet zu retten suchen. Auf den Gesichtern der Roten malt sich Panik und Schrecken.

In langen Reihen stehen die Roten vor den Güter­schuppen des Bahnhofs von Hendaye und warten auf ihre weitere Bestimmung. Russische und deutsche Laute klingen aus dem Haufen der Flüchtlinge heraus. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Ganze Autokolon= nen kommen über die Brücke, die Scheiben der Wagen sind mit kommunistischen oder marxistischen Abzeichen beschildert.

Das geraubte Gut wird mitgenommen

Zahlreiche Flüchtlinge haben gestohlene neue Wagen mitgebracht in der Hoffnung, sie in Frankreich verkaufen zu können. Diese noch nicht einmal zugelassenen Wagen werden ihnen aber sofort abgenommen und zu Dutzen­den auf den Ladeplätzen sichergestellt. Ununterbrochen treffen neue Flüchtlinge in Hendaye ein. Sie haben zum großen Teil den Grenzfluß Bidassoa zwischen Behobia und Irun durchschwommen, weil sie durch das geglückte Umgehungsmanöver der nationalistischen Trup­pen von ihren rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten waren.

Die kommunistische weibliche Frontkämpferformation ist wie sich jetzt herausstellt, schon um 6 Uhr morgens geschlossen über die Grenze marschiert, also noch eine Stunde vor dem Einrücken der Nationalisten in Irun. Ein tragisch=komischer Anblick, diese angstverzerrten Ge­sichter jener Mannweiber, die sich nicht gescheut haben, aus dem Hinterhalte zu morden, und im entscheidenden Augenblick doch zu feige waren, den offenen Kampf zu wagen. Waffen und Munition werden den Roten von der französischen Gendarmerie abgenommen. An den Straßen liegen die Waffen in hohen Stapeln, von Vogelflinten und Jagdgewehren angefangen bis zu den modernsten amerikanischen Militärgewehren, alte Re­volver und moderne Pistolen, Munitionstaschen und Pa­tronengürtel. Gegen Mittag ist der erste Sonderzug mit marxistischen Flüchtlingen nach Innerfrankreich ab­gegangen.

Freches Benehmen der Flüchtlinge

Kaum haben sich die„Verteidiger von Irun“ von ihrem ersten Schrecken erholt, und schon kommt wieder die ganze marxistische Frechheit bei ihnen zum Durch­bruch: sie legen ihre rote Armbinde nicht ab, halten den Vorübergehenden drohend die erhobene Faust unter die Nase, beschimpfen Gott und die Welt, und tun so, als ob sie bei sich zu Hause wären. Die französische Polizei ist zwar unermüdlich tätig, aber sie ist zu schwach, um gegen diesen frechen Mißbrauch des Gast­rechtes einzuschreiten. usen#.##.

Die Ueberläufer erzählen, daß sie von den nationa­len Truppen völlig überrascht worden seien. Diese seien am Grenzfluß Bidassoa vorgegangen, mit der Absicht, durch Einnahme der internationalen Brücke Irun völlig von Frankreich abzuschneiden. Als die Verteidiger dieses Manöver im letzten Augenblick er­kannt hatten, sei von ihnen sofort die gesamte rote Miliz alarmiert worden, die nur im Laufschritt und mit Mühe und Not die Grenze hätte erreichen können. Viele Leute schimpfen auf die Madrider Regierung, die ste getäuscht und jämmerlich im Stich gelassen hätte. Andere wiederum behaupten, sie würden sich unmittel­bar nach Barcelona begeben, um dort weiterzukämpfen für die„Sache der Freiheit“.

„Dhnamiteros“ sprengen Irun

Teuflisches Vernichtungswerk der Roten

Seit Freitag mittag schießen haushohe Flammen aus der im Zeichen der letzten Kämpfe stehenden Stadt Irun hervor. Gewaltige Detonationen geben Kunde von der teuflischen Vernichtungsarbeit der in der Stadt verbliebenen Anarchisten, die vor ihrem Rückzug alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt.

Die berüchtigten„Dynamiteros“ aus Bilbao und Asturien— Minenarbeiter, die mit Dynamitpäckchen be­waffnet zu den Roten stießen— lassen ihren„Helden­mut“ an Palästen, Kirchen und Klöstern aus und ver­

„Der sHuntsche=Wen

dnb Paris, 4. September. Wie Havas aus Madrid meldet, ist die Regierung Giral am Freitag nachmittag gegen 18 Uhr zurück­getreten. Unter dem Sozialistenführer Largo Ca­ballero wurde ein neues Ministerium gebildet, das sich wie folgt zusammensetzt:

Ministerpräsident: Largo Caballero Außenministerium: Alvarez del Bayo(Soz.)

Marine= und Luftfahrtministerium: Indalecio Prieto

Innenministerium: Angel Galarza(Soz.) Finanzministerium: Dr. Juan Negrin(Soz.) Unterrichtsministerium: Jesus Hernandez

Industrie und Handel: Anastasio de Gracia(Soz.) Heffentliche Arbeiten: Aguirre(baskischer Natignal.) Justiz: Mariano Ruiz Funes(Linksrexablikager) Landwirtschaftsministerium: Luis Uride(#g0m. Verkehrsministerium: Vernardo Giner de Los Rios

Arbeitsministerium: Tomas y Piera Der frühere Ministerpräsident Giral gehört dem neuen Ministerium als Minister ohne Portefeuille an.

Francesco Largo Caballero ist von Beruf Maurer. Politisch trat er erstmals in den Vordergrund des In­teresses, als er mit dem verstorbenen Iglesias die soziali­stische Partei Spaniens gründete. Gleichzeitig organi­sierte er die sozialistisch orientierten Arbeitergewerkschaf­ten. Als Führer seiner Partei und Sekretär der Ar­beiter=Union mußte die königliche Regierung schon vor und während des Krieges mit ihm rechnen. Als er aber 1917 als Mitorganisator des damaligen revolu­tionären Streikes vor Gericht gestellt wurde scheute sie sich nicht, ihn zum Tode verurteilen zu lassen. Da er aber unterdessen wieder zum Deputierten des Par­

führt die neue Madrider Regierung

laments gewählt worden war, wurde das Urteil nicht vollstreckt und er infolge einer Amnestie freigelassen. Auch Primo de Rivera rechnete mit dem Einfluß Ca­balleros und berief ihn als Mitglied in den Staatsrat. Caballero nahm damals den Ruf aus taktischen Grün­den an. Im März 1931 stand dann Caballero zusam­men mit Zamora, Maura und anderen Antimonarchisten wegen der Dezemberunruhen von 1930 von dem Ober­sten Kriegsgericht in Madrid. Obgleich der Staatsan­walt wegen Hochverrats eine fünfzehnjährige Gefäng­nisstrafe beantragte, wurden die Angeklagten unter dem Druck der revolutionären Stimmung im Lande nur zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Bei Bildung der revolutionären Regierung am 14. April 1931 durch Zamora übernahm Caballero das Ministerium der Ar­beit, das er auch in den Regierungen Azana bei­behielt; sobald aber im Herbst 1931 ein Rechtsruck er­folgte, wurde Caballero ausgebootet. Seine oft blut­rünstigen Reden, die immer auf den Umsturz und auf die Bolschewisierung Spaniens hinzielten, brachten ihm den Namen„Der spa­nische Lenin“ ein. Im September 1934 wurden neue Putschpläne Caballeros aufgedeckt und er daraufhin verhaftet, dann aber wieder freigelassen. Sein eifriges Bemühen galt danach einem engen Zusammenschluß der Sozialisten, die er führt, mit den Kommunisten, um in Spanien die Umbildung der Staatsform in eine Sowjetrepublik durchzuführen.

Wie am Freitag abend aus politischen Kreisen in Paris verlautet, sieht man in dem neuen spanischen Kabinett eine Kampfregierung, die der Zusammensetzung der an den verschiedenen Fronten kämpfenden marxisti­schen Milizen entspricht. Sämtliche Minister

sollen selbst an dem Bürgerkrieg teilgeno­men haben. Ueberrascht hat lediglich die Abwesenheit der Syndikalisten und Anarchisten in der Regierung.

Iruner Kommunisten werden durch Frankreich nach Katalonien geschafft.

dnb Paris, 4. September.

Wie Havas aus Hendaye meldet, sollen mehrere hundert marxistische Milizsoldaten, die von Irun über die Grenze nach Frankreich geflüchtet sind, in Extra­zügen nach der andern Seite der Pyrenäen auf die Grenzstation Cerbere befördert werden, um sich dort den katalanischen Anarchisten anschließen zu können.

Eine spätere Pariser Meldung besagt: Am Freitag abend ist der erste Sonderzug mit einem Teil der mar­xistischen Milizen, die aus Irun auf französisches Ge­biet geflüchtet waren, auf der Durchfahrt nach Bar­celona in Vordeaux eingetroffen. In einem Zuge be­fanden sich rund 800 Mann, die noch am Vormittag in Irun gegen die Nationalisten gekämpft hatten! Sie wurden auf dem Bahnhof verpflegt. Gegen 20 Uhr setzte sich der Zug dann unter dem Gesang der Inter­nationale in Richtung Perpignan und Katalonien wie­der in Bewegung.

schonen dabei auch nicht die bescheidenen Wohnungen des arbeitenden Volkes. Dynamitladungen bringen die Gebäude zum Bersten: zahllose Brände wüten in dem Ort. Keine der Zerstörungen ist irvendwie militärisch­

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anderen Seite der internationglen Brücke die baskischen Separatisten, die bis heute Schulter an Schulter mit den verbrecherischen Horden zusammen gegen die natio­nalen Kräfte gekämpft haben und nun selbst ihren Irr­tum mit unheimlicher Deutlichkeit einsehen.„Verraten und verkauft“, ist bei ihnen die verzweifelte Losung.

Starkes Maschinengewehr= und Infanteriefeuer hallt durch die Straßen Iruns. Vereinzelte Handgranaten dröhnen dazwischen.

Von den Höhen von San Marcial herab steigen die

Kolonnen der Nationalisten, deren Aufgabe es ist, Irun von der Straße nach San Sebastian abzuschnei­den. Das flußaufwärts etwa zwei Kilometer entfernt liegende Dorf Behobia, ebenfalls am Freitag mor­gen von den Weißen nach hartem Kampf ge­nommen, liegt jetzt ruhig und verlassen inmitten der Landschaft. Der Kampf ist in den Nachmittagsstunden innerhalb Iruns auf die wenigen Punkte konzentriert, die von den Anarchisten noch im verzweifelten Wider­stand gehalten werden. Immer neue Explosionen gehen hoch, Mauern stürzen ein, Flammen schießen auf. Dichte graugelbe Rauchschwaden legen sich über Irun und entziehen den Fortgang der Verwüstung den Blicken des Beobachters.

Grun in Fiainmteil

Auch San Sebastian soll zerstört werden

dub Hendaye, 4. September.

Um 16 Uhr steht halb Irun in Flammen. tion folgt auf Detonation. Scharenweise kommen weiter Zivilisten und Rotgardisten über die Grenze bei Hen­daye. Sie schleppen requirierte Autos mit sich und ver­suchen, über französisches Gebiet Barcelona zu erreichen.

Die Stimmung am Bahnhof Hendaye bis herauf in die Ortschaft ist unbeschreiblich. Aufgeregt rennen die Leute durcheinander: Volksfrontler mit ausgesprochenen Verbrechergesichtern in Monteuranzügen neben spani­schen uniformierten Zollsoldaten, baskische Separatisten,

dazwischen französische Polizei und Gendarmerie, gesti­kulierende Frauen, schreiende Kinder. Und überall der beizende Brandgeruch aus dem benachbarten brennenden Jrun.

In Irun selbst machen die nationalisti­schen Truppen weitere Fortschritte. Starke Reserven werden über die den Ort begrenzenden Höhenzüge herangezogen. Nur unmittelbar an der in­ternationalen Brücke können sich die Roten noch halten, ihre Bekämpfung ist dort außerordentlich schwer, da jeder von den Nationalisten auf sie abgegebene Schuß die französischen Polizeiposten treffen kann.

Rote Ueberläufer erzählen in Hendaye, daß in Sau Sebastian bei den Volksfrontlern Mu­nitionsmangel herrschen soll. Die Anarchisten seien entschlossen, auch diese Stadt ebenso wie Irun zu zerstören, bevor sie sich in Sicherheit bringen.

Die französische Hilfe, d. h. die Hilfe der fran­zösischen Volksfront, sei nicht genügend gewe­sen. Man habe noch viel mehr von ihr erwar­tet. Nachdem die Versprechungen nur zum Teil erfüllt worden seien, hätte man den Widerstand Iruns nicht mehr aufrechterhalten können.

Die Grenzbrücke war am Freitag nachmittag Schau­platz eines aufregenden Vorfalles.

Von dem spanischen Zollgebäude löste sich plötz­lich ein Mann, der ein kleines Kind auf dem Arm trug, um im Laufschritt die französische Seite zu gewinnen. Unmenschliche rote Bandi­ten eröffneten auf den Flüchtling das Feuer. Trotzdem gelang es ihm, das französische Zoll­gebäude zu erreichen.

Auf der anderen Seite schrie die Frau des Mannes, die ihr zweites Kind in den Armen hielt. Kurz ent­schlossen lief der Hauptschriftleiter der Agentur Havas, Fontenoy. trotz der ihm entgegenschlagenden Kugeln über die Brücke, riß der Frau das Kind aus dem Arm und brachte es heil und sicher auf die französische Seite, von lautem Bravo begrüßt. Einige andere französische Zivilisten bestiegen darauf einen mit Matratzen dicht gepolsterten Kraftwagen, fuhren— ebenfalls im dichten Kugelregen der Roten— rückwärts auf die spanische Seite und brachten die vor Schreck halb wahnsinnige Mutter ebenfalls in Sicherheit. Bei diesem unerhörten Zwischenfall haben die Roten unbestreitbar auch fran­ösisches Gebiet beschossen.

Der Frieden— ein Recht

Es ist mehr als eine sprachliche Fahrlässigkeit, wenn auch heute noch, im Jahre 1936. vielfach, wenn die Zeit vor 1914 bezeichnet werden sölk; von„damals, in Friedenszeiten“, gesprochen wird. Eine tiefe Erkenntnis liegt diesem Mangel an Geschichts­wissen oder— wie man will— diesem Rechenfehler zu­grunde. Jeder Normaleuropäer weiß, daß der Welt­krieg mit dem Versailler Vertrag den Paragraphentod sterben sollte. Dennoch geistert jenes fürchterliche Er­lebnis auf dem Grunde der Volksseele immer noch wie ein gegenwärtiges Geschehen. Die Sprachentgleisung „damals, in Friedenszeiten“ wird somit zum unterbe­wußten Ausdruck einer selischen Empfindung,stz, einer historischen Kritik und zu der grundsätzlichen Rechrsfor­derung: Der Frieden darf für die durch

das Weltkriegserlebnis geläuterten

Nationen nicht mehr der Ausdruck dik­tierter Gewalt sein. Er ist ein Recht! Mehr als fünfzehn Jahre haben Kluge und Mutige

um die Durchsetzung dieser Auffassung in die praktische

Politik gerungen. Denn schließlich in auch die beste Idee totgeboren, wenn ihr die Verwirklichung nicht auf dem Fuße folgt. Was hat christliche Nächstenliebe ohne Tatbereitschaft zu sagen? Was nützt wenn ihm der Richter fehlt, der es spricht? Was will eine Glocke ohne Klöppel? Ein Friede ohne Recht?

Deisseits und jenseits der Grenzen haben immer wieder Entschlossene die innere Unwahrhaftigkeit des „Vertrages“ gebrandmarkt. Auch bei den Siegern hat hier und da das Gefühl für die Gerechtigkeit den Fin­lger erhoben. Den Sieg hat der gesunde Menschenver­stand niemals davongetragen. Männer wie Nitti zer­pflückten sehr frühzeitig den Vertrag mit dem scharfen Instinkt für die Realität des Rechts. Einem Wil­son wurde vor der Groteske seiner 14 Punkte bereits auf der Friedenskonferenz schwach. Andere wie Lloyd George wendeten sich von den„großen Dummheiten" entschlossen ab. Alles Teilerscheinungen einer dämmernden Erkenntnis, aber nicht ausreichend, um dem Recht, dem Versprechen und der sittlichen For­derung vor der Gewalt zum Durchbruch zu verhelfen. Die Zweifel an dem guten Willen der anderen muß­ten damit im deutschen Volke wachsen. Je stärker diese Bedenken wurden, durch Vertragswillkür noch genährt, um so entschlossener sammelte sich das andere Deutsch­land, das im Rechtsgefühl fanatische Volk, dieses im Freiheits= und Friedensdrang ewige Deutschland, um in friedlichem Protest sich jene Würde wiederzuertrotzen, die ihm von den Haßpredigern eines toten Jahrhun­derts, von einem Clemenceau und Poincars, wie einem International=Leibeigenen genommen worden war.

Ueber diese Tat der moralischen Selbstbefreiung und Erkämpfung des souveränen Selbstbewußtseins unter der Führung Adolf Hitlers brauchte in Deutschland kaum noch ein Wort geschrieben zu werden. Die gesetzgeberischen Taten, wie die Wehrhafterklärung, der Einmarsch in die entmilitarisierte Zone und die Heraufsetzung der Wehrzeit, sind in die Weltgeschichte eingegraben. Es sind nur Weltkriegs= und Versailler Konsequenzen, die auch die Einsichtigen im anderen Lager längst vorausgeahnt hatten. Sie sind nichts anderes als der zu Protest gegebene politische Wechsel, den die Siegermächte in Versailles für den gleichberech­tigten Frieden und die Sicherheit in der Welt aus­stellten. Obwohl mit jenen souveränen Handlungen des Reiches also nur Selbstverständlichkeiten verwirk­licht wurden, die der„Vertrag“ als rechtsbindend in Aussicht stellte, erhebt die„Haßintelligenz“, jene dunkle