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Aus der Stadt.

Münster, 18. April.

* Der Verein zur Fürsorge für Lungenkranke im Regie­

des Landeshauies zu Mönster Kurs fast steis eine

rungsbezirk Münster hält am Montag, den 21. April ds.

nachmittags 4 Uhr im Saale der Panvesba#ser##Müllster, Fürstenbergstraße, seine Jahresversammlung ab. Mit Rück­sicht auf die große Bedeutung der Bestrebungen des Vereins für die Wohlfahrt der Eingesessenen des Regierungsbezirks ist eine zahlreiche Beteiligung erwünscht. Die Tagesordnung umsaßt folgende Punkte: 1. Jahresbericht, 2. Rechnungs­

legung und Entlastung des Schatzmeisters für 1912, 3. Wahl zweier Rechnungsprüfer für das Jahr 1913, 4. Feststellung des Etats für 1913, 5. Verschiedenes.

Landschaft reichlich gedeck wurden. Infolge von Besitzwechsel sind in 597 Fällen für abverkaufte Grundstücke Freigebungen bewilligt worden gegen 559 solcher Fälle im Vorjahr und 106 ien von 1913. Am Effektenmarkte überstieg im

Angebot meistens die Nachfrage, so daß der ie weichende Tendenz zeigte, und die 4 proz­99.30 auf 97.70, die 3½ proz. von 90.60 auf d die 3 proz. von 81.50 auf 77.90 zurückgingen. räge auf Ablösung von Erbabfindungen gemaß üete vor 3. Juli 1898 sind auch im Jahre 1912

eigene Messer gefallen sei. Otten hatte einen Stich in den

Pfandbriefe, von 99.30 auf 97.70, die 3½ proz.

9.40 mnid die Burgz un Sich. Pere

Anträg

Anechengzetze von 2. Juli 1898

der Landschaft nicht gesteut worden.

Aus den Provinzen.

dem

1912 bei

4 Hamm, 18. Aprik.(Die Stedtverordneten).

in ihrer Sitzung an Stelle des verstordenen Stadt=s oberen rechten Arm erhalten; ein zweiter Stich war auf die rats Lex Kaufmarg, Ehuard Isphording zum unbesolde. Brust gerichtet, doch wurde nur der Rock durchschnitten. ten Statrat. Der Veriegung des Lippepumpwerks der Eisen- Kreisarzt Dr. Heissina=Bocholt hat die Leiche des bahn wurde zugestimmt, evenso der teilweisen Übernahme! Damm obduziert und sagt aus, daß der Getötete auf der lin­von 60 Prozent der bei der Instandhaltung der Restauration## ken Brustseite in der Nähe des Schlüsselbeines eine 4½ Zenti­ohensyburg entstehenden ungedeckten Jahresaus- meter lange Wunde hatte, die 1½ Zentimeter weit klaffte; die

rchse

#

gaben. Das Kollegium genehmigte ferner das von Stadt­

I Gasthausangestellten=Versammlung. Der Reichsver= I" Personalveränderungen im Geschäftsbereiche der Kai­

band der Gasthausangestellten, Mitglied des Gesamtverhandes serlichen Ober=Postdirektion zu Münster. Angenommen sind der christsichen Gewertschgften, dteit in der Nacht zum Diens= zum Anwärter für die höhere Postlaufbahn(Eleven&amp F.

eine Versammlung ab, in der Fritz Arke=Düsseldorf einen Vortrag über die Entwickelung und Aufgaben des Verbandes hielt. Der Redner kam besonders auf die Entwickelung im Gastwirtgewerbe vom Klein= zum Großbetriebe zu sprechen, dies habe zur Folge gehabt, daß sich heute ein Angestellter schwerlich selbständig machen könne. Die Verhaltnisse im Gastwirtsgewerbe hätten sich derartig per­schlechtert, daß es mehr und mehr Aufgabe der Gehülfen werde, sich mit Tarifverträgen zu befassen. Die Hotelier= und Wirte-Organisationen hätten auf ihrer Tagung in Unna 1912 offen anerkannt, daß ein Mindestlohn von monatlich 20 Mark für feste Kellner anzuerkennen sei, auch sei ein Aushülfe­kellnerlohn an den Wochentagen fur den ganzen Tag von 4 Mark, für den halben Tag von 3 Mark und ein solcher an den Sonn= und Feiertagen für den ganzen Tag von 5 Mark und für den halben Tag von 4 Mark berechtigt. Die Lohn­bewegung in Elberfeld Dortmund, Düsseldorf, Köln, Essen usw. habe zum Streik Anlaß gegeben. Da die christlich-natio­nale Arbeiterbewegung auf dem Standpunkt stehe, mit den Arbeitgebern auf friedlichem Wege Verhandlungen herbeizu­führen, wurde der Bezirksleiter Fritz Arke beauftragt, an die Hotelier= und Wirteorganisationen heranzutreten. Der in Vorschlag, zu bringende Tarif soll sich im wesentlichen mit orm Tarif, der 1912 in Dortmund zur Annahme gelangte, decken. Gewünscht wird für Hotel= und Reste ein Mindestlohn von 20 Mark monatlich und eine M

schädigung von monatlich 10 Mark. Der uhulfelvon fue Kellner soll an Wochentagen für ½ Tag 3 Mark und für den ganzen Tag 4 Mark betragen, ohne Inkasso 8 Mark, an =Sonn= und Feiertagen für ½ Tag 4 Mark, für den ganzen Tag 5 Mark, ohne Inkasso 10 Mk. Außerdem sollen die sozia­len Schutzbestimmungen zur Anwendung gebracht werden.

* Blutlaus. Unter Hinweis auf die Bekanntmachung des Herrn Regierungspräsidenten vom 2. März 1913 betreffend Bekämpfung der Blutlaus, machen wir darauf aufmerksam, dem 20. April ds. Is. eine Besichtigung der im

Stadtbezirk vorhandenen Apfelbäume durch eine Kommission bezw. durch einen beauftragten Beamten stattfinden wird­je Besitzer von Apfelbäumen, Sträuchern 2c. haben im Falle unterlassener Reinigung derselben eventl. Bestrafung zu ge­wärtigen. Den mit der Revision beauftragten Personen muß der Zutritt zu den Grundstücken jederzeit gestattet werden.

in Bocholt. Bestanden

Tegragbemsnent ee* Güntber. und stellung. sur c, Te####### abarter, in Münster, die Postassisten= genommen is #afung* Nühlroth, Postanwärter, in Herten. Ernannt Zweck eine

„Anwärter(u., vie hoyegr Postlalsduhn(Sleoens* Wevex, ziturient in Bocholt; zu Postgehilfen die Schüler# Haack,

* Korte,* Ostermann.* Wermers und* Meinert, Ver­waltungsanwärter in Münster; zu Telephongehilfen die Schü­ler a Köhler und* Rohe in Münster; zum Postanwärter

* Halberstadt Vize=Wachtmeister,

haben die Telegraphenassiste

* Fett,

tenprufung* wuhrroth, Postanwärter, in Herten. Ernan

sind zum Postmeister m Geburzty, Postsekretar, in Borken; zum Postbausekretär m Lehmann, Postbautechniker, aus Berlin in Münster. Verliehen ist der Charakter als Ober­Postsekretär m Claus, Postsekretär, in Borken, beim Schei­den aus dem Dienst; der Charakter als Postsekretär den Ober­Postassistenten m Ellinghaus in Rheine,* Jütting in Waren­dorf,* Müllmann in Ahaus,* Kellermann und u Wib­bels in Münster sowie# Kolnsberg, Postverwalter, in Buer(Westf.)=Resse; der Charakter als Telegraphensekretär den Ober=Telegraphenassistenten# Pöhler und# Vogler in Münster: der Titel Ober=Postassistent den Postassistenten * Ernst in Warendorf,* Göllner in Recklinghausen,

* Hapte in Horst,* Köllermeier in Herten. a Lindemann in Ibbenbüren,* Mackrodt in Haltern,* Rehling in Reck­lingbausen Süh,* Ziegler in Botrop,* E 67.

I. und Pa.=chtionshetriche a Hosen in Münstor; der Titel Ober=Lelenturgrummene.##

a Steffen und&a Voß, Telegraphenassistenten, in##r ur!“ Her Aushülfelof für Reistter;„Statzmäßig angestelt sind als Postasistenten die 6.

(2 Landschaft der Provinz Westfalen.

Unter dem Vorsitze des Königlichen Schloßhauptmanns Hru. Grafen von Korff gut. Schmising fanden hier Mittwoch die Frühjahrssitzung des Verwaltungsrats und die ordent­liche Generalversammlung der Landschaft der Provinz Westfalen statt. An der Sitzung des Verwal­tungsrats nahm auch der Königl. Staatskommissar der Land­

Haft„Oherpräsident der Provinz Westfalen, Prinz von Nativor und Corvey teilt. Zum zweiten stellvertretenden

#eitgliede der Direktion und stellvertretenden Syndikus der Landschaft wurde an Stelle des verstorbenen Amtsgerichtsrats Geheimen Justizrats Köchling der Justiziar des Westfäl. Bauernvereins, Rechtsanwalt Dr. Reinecke, gewählt.

In der Generalversammlung erstattete der Verwaltungs­rat den Geschäftsbericht pro 1912, welchem wir fol­gendes entnehmen. Die Summe der neuen Beleihungen be­trug im Kalenderjahr 1912 Mk. 9503100, dagegen wurden 1791000 Darlehen gelöscht, sodaß also der Netto=Zugang Mk. 7712100 beträgt. In der Zeit vom 1. Januar 1913bis hente sind Mk. 2107 500 neue Darlehen eingetragen, denen Toschungen in Höhe von Mk. 219700 gegenüberstehen; es er­gibt sich also für die ersten 3½ Monate des Jahres 1913 ein Nettozugang von Mk. 1887 800. Die Zahl der Mitglieder der Landschaft stieg im Berichtsjahre von 4798 auf 4986. Im Re­servefonds ist den Mitgliedern 1/ Prozent des in beiden Halbjahren 1912 verzinsten Schuldkapitals gutgeschrieben wor­den: der Gesamtbestand dieses Fonds ist infolge dessen um

un: 19930830 gewachsen und beträgt Ende des Jahres 1912 Mr. 2 305 229,75. Dem„Eigentümlichen Fonds“ der Land­aus em!“ er9 6ag e# gesise, überwiesen, wodurch dessen Bestand auf Mr. 652 oon,o0 geniegen ist. Auch im Jahre 1912 ist von einer Auslosung Abstand genommen worden, dagegen wurden

für den Tilgungsfonds Mk. 841 700 Westfälische Pfandbriefe freihändig angekauft und weitere Mk. 1 447.600 solcher Pfand­briefe von Mitgliedern zum Zwecke außerordentlicher Til­gung eingeliefert; im ganzen wurden also Mk. 2289 300 Pfand­Lilgungsfonds zugeführt, hiervon sind Mk. 199100 Pfandbriefe den Mitgliedern zurückgegeben und Mk. 2090 200 verbrannt worden. Die zinsbar angelegten Bestände betru­des Jahres 1912 bei öffentlichen Kassen und ur i Seatituten gegen Unterlage Mk. 1 105000, in eigenen

m pfandbriefen des Reservefonds Mk. 2628000 und in 108 180 darieven an Mitglieder Mk. 375 100, zusammen

Mk. 4 108 100, welchen ein Lombard=Barlehen bei der Reichs­

von Mk. 60 500 gegenüberstand. Zur Talonsteuer=Re­serve sind aus den Überschüssen pro 1912 weitere Mk. 15.000

zurückgelegt worden, so daß zu diesem Zwecke jetzt im ganzen Mr. 40000 zur Verfügung stehen. Zu einer Zwangsverwal­tung von durch die Landschaft beliehenen Grundstücken ist es auch im letzten Geschäftsjahre nicht gekommen, von fünf Zwangsversteigerungsverfahren von Grundstücken wurden drei eingestellt und zwei durchgeführt, wobei die Forderungen der

Steckbriefserledigung.

„Der. gm 16, April 1913 ver­öffentlichte Sieckbrief gegen den

Händler Verphard Hollmann aus Telgte ist eerledigt.

Münster, den 17. April 1913.

Der Untersuchungsrichter beim Königlichen Landgericht.

Postanwarter Eggert in Dulmen,* Meyer in Greven,

* Ochsenfahrt in Emsdetten,# Becker und u Weber in Werne,* Knochenhauer in Ahlen,* Lucht und# Winter in Herten,* Michel in Lüdinghausen,* Strippel in Reck­linghausen, ferner a Brei,* Möhring und u Roes, Post­assistenten, in Münster:* Meinert und* Weß in Dorsten,

n Greßyoff in Gladbeck,* Bruns aus Oeynhausen in Burg­steinfurt,* Köster aus Oberhausen in Recklinghausen und

* Schallenberg aus Oberhausen in Münster; als Tele­graphenassistenten# Beitelsmann und z# Emigholz, Tele­graphenanwärter, sowie der Telegraphenassistent* Wessel Münster und der Telegraphenassistent* Wie aus Dortmund in Münster. Übertragen sind die Verwaltung einer Bureau­

Münster i. Westf. in Recklinghausen,* Stolte aus Münster in Ahlen und 2 Pompejus aus Münster in Borken. Ver­setzt sind* Gottschalk, Postassistent, von Bottrop nach Werne und u Schilling, Postsekretär, von Recklinghausen nach Königshütte(Ober=Schlesien). In den Ruhestand tritt* Eick­holt Postsekretär, in Warendorf. Gestorben ist# Schnier, Rechnungsrat, Postmeister, in Recklinghausen Süd.

Stellen für Militär=Anwärter im Bezirk des VII. Armeekorps. Die ausgeschriebenen Stellen sind nur für solche Personen bestimmt, welche den Zivilversorgungsschein besitzen. # Herten, Gemeindeverwaltung, Buchhalter bei der Gasanstalt, 1300 bis 2400 Mk. Gehalt. o Herten. Amtsverwaltung. 2 Poli­zeisergeanten für den Tages= und Nachtdienst, 1400 bis 2100 Mk. Gehalt.# Marl, Amt, 2 Polizeisergeanten. 1400 bis 2100 Mk. Gehalt.# Neubeckum, Gemeindebehörde, 2. Polizeisergeant, 1100 Mark Grundgehalt. Reckliughausen, Amt, Polizeisergeant. 1400 bis 2100 Mk. Gehalt.# Velbert, Polizeiverwaltung, Polizei­sergeant für den Nachtdienst, 1300 bis 2200 Mk. Gehalt.

A Ibbenbüren, 16. April.(Jugendpflege.) Der Jugendpflegeausschuß hatte sich heute in dem Lokal des Wirts Körling versammelt. Zur Beratung stand der in diesem Sommer in Ibbenbüren abzuhaltende Jugendpflegerkursus. Die Versammlung wurde von Amtmann v. Eichstedt eröffnet. Herr Turnlehrer Keßler verbreitete sich zunächst über die Materie, die im theoretischen Teile des Kursus abgewickelt ste Es sollten Referate z. B. über die Tätigkeit

te der Jugendpflege unter Berück­

Sadt

baurat Krafft ausgearbeitete Projekt der Kanalisierung der Stadt Hamm und Anlage einer Kläranlage mit der Maß­gabe, daß die auf zwei Millionen veranschlagten Kosten erst nach nochmaliger Prüfung des Kostenanschlages bewilligt und über die Kläranlage noch eine besondere Be­schlußfassung erfolgen soll.

∆ Dortmund, 16. April.(Das Hochofenunglück) vom 11. dieses Monats hat nachträglich ein viertes Men­schenleben gefordert. An den Folgen einer Gesichtsrose starb der Wasserwärter Ludwig Güttler, der bei der Explosion durch herumfliegende Schlackenteile erheblich am Kopfe ver­letzt wurde.

.„ 4 Essen, 16. April.(Gewerbeschau.] Im Juli und August ist in Essen unter dem Titel Gewerbeschau eine Aus­für die eine Dauer von sechs Wochen in Aussicht ist. Die Stadtverwaltung errichtet, zu„diesem eine einzahl Aussteuungshauen mit einer Gesamt­fläche von etwa 5000 Quadratmeter. Die Trägerin der Aus­stellung ist die Essener Bauinnung. Die Gewerbeschau wird Erzeugnisse jeder Art von Handwerk, Kunst und Industrie umfassen. Nähere Auskunft über die Ausstellung Essener Verkehrsverein.

∆ Osnabrück, 16. April.(Ausstellung.) Die für das Jahr 1914 in Aussicht genommene allgemeine Industrie­und Gewerbe=Ausstellung wurde bis nach dem Jahre 1915 verschoben, da für Rheinland=Westfalen für 1914 mehrere größere Ausstellungen angemeldet sind.

□ Hilchenbach, 16. April.(Seminar=Abiturien­tenprüfung.] In den Tagen vom 14. bis 16. April wurde sechling in Reck­ Fige des Fehe“lschen Pgk. Lehrer=Seminar unter dem Vor. wetramp und s liche Brötunge zuer Arspilsigl=Schnlrates Loewer die münd­

graphenassistent! Prufung der Semmar=Abiturienten abgehalten, der vom

8. bis 10. April die schriftliche Prüfung vorangegangen war. Als Vertreter der Regierung waren die Regierungs, und Schulräte Dr. Heilmann, zeranold und Reiber erschienen. Von den 31 zur Prüfung zugelassenen Zöglingen bestanden 30

die Prufung; 7 davon unter Befreiung von der mündlichen Prüfung.

(“ Elberfeld, 16. April.(Ein Opfer der Frem­nlegionl ist der Gärtner Kühn geworden der sich vor der hiesigen Strafkammer wegen unerlaubter Auswanderung zu verantworten hatte. Er geriet in Nancy in die Hände von französischen Werbern, die ihn betrunken machten und in diesem unzurechnungsfähigen Zustande den Werbevertag un­terzeichnen ließen. Beim Erwachen am anderen Tage befand sich der unerfahrene junge Mann bereits in der Kaserne. Er wurde nach Afrika gesandt. Nach seiner Schilderung hat er

davontrug, wurde er als vollends dienstuntauglich entlassen. Die Legion schob ihn jetzt kurzerhand über die Grenze ab. Wegen seiner unerlaubten Auswanderung wurde er zu einer Geldstrafe von 160 Mark verurteilt.

Gerichtszeilung.

werden sollte.

DS Schspersgzieiken de sch der Saerhser alf Kern ance: entgegenstellen, über Jugendpflege auf dem Lande, über Ju­gendbüchereien, über die hygienische Seite der Jugendpflege,

Der

über Kriegs= und Geländespiele, usw. gehalten werden Kursus dauert etwa 6 Wochen und ist vom 23. Mai ab jeden Mittwoch- und Freitagnachmittag. ∆ Burgsteinfurt, 16. April.(Jubiläum.) Heute feierte Lehrer Beyer an der hiesigen evangelischen Volks­schule sein 25 jähriges Dienstjubiläum. Bei dem um 11 Uhr beginnenden Festakte in der Schule dankte Bürgermeister Gerberholz dem Jubilar für seine langjährige Tätigkeit als Leiter der gewerblichen Fortbildungsschule. Pastor Rotfuchs srach als Prtzschnsinsteltor P3sche

Schwurgericht.

9-4 i# der kemtiam#. 2 Münster, 17. April.

auch in der heutigen Sitzung hatten sich die Geschworenen wieder mit einer Anklage wegen Totschlags zu befassen. Angeklagt war der Vervutzer Josef Otten aus Bocholt wegen Tötung des Arbeiters Wilhelm Damm aus Düsseldorf. Staatsanwält v. Stockhausen vertrat die Anklage, Rechts­anwalt Dr. Meyer stand dem Angeklagten als Rechtsbei­stand zur Seite. Außer zwei ärztlichen Gutachtern waren 16 Zeugen erschienen, von denen vier als Entlastungszeugen in Frage kamen.

Otten ist am 24. Mai 1884 in M.=Gladbach geboren und wohnte in Bocholt. Er ist wiederholt wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruches usw worbestraft. Angeblich, weil er wenig Gelegenheit zur Arbeit fand, war er oft beschäftigungs­los; dann zog er als„Zauberkünstler“ umher, während seine Frau zur Fabrik gehen mußte. Am 2. Dezember 1912 war er nach Verbüßung einer siebentägigen Gefängnisstrafe nach Bocholt zurückgekommen, sah sich aber nicht nach Arbeit um und war so wieder mehrere Tage beschäftigungslos. Am 5. Dezember, einem Donnerstag, war er bis kurz nach Mittag zu Hauss gewesen. Gegen ½2 Uhr traf er auf der Straße den Arbeiter Wilhelm Damm, der, wie das schon des öfteren geschehen war, einen Abstecher von Düsseldorf nach Bocholt m. Der gemacht hatte, um dort einen gemütlichen Tag zu verleben. : dieses! Otten hatte ihn gelegentlich kennen gelernt, und so folgte er der Einladung des Damm, mit ihm ein Glas Bier zu trin­ken. Sie besuchten verschiedene Wirtschaften, tranken Schnaps und Bier, welches Damm bezahlte, und waren schließlich beide angetrunken. Damm war wohl mehr ange­trunken als Otten und suchte anscheinend Streit. Er griff auch Otten an die Brust, schüttelte ihn, und als Otten sich das verbat, gerieten beide in der Wirtschaft Kraft aneinander. Im Nu hatten beide das Messer gezogen; der Wirt beförderte

sie auf die Straße, wo wiederum heide aufeinandar sagstachk­

des Stoßes schließen losten. Der Stich war so tief, daß auch

die Lunge mit verletzt war. Der Tod ist infolge Verblutung eingetreten. Der Sachverständige Dr. Eckervogt bekundet, daß Otten eine etwa K Zentimeter breite Wunde am rechten Oberarm hatte.

Aus den Akten geht hervor, daß der getötete Damm auch wiederholt wegen Körperverletzung vorbestraft war; auch einige Zeugen bekunden, daß Damm ein streitsüchtiger Mensch war. Doch ist auch der Ruf des Angeklagten keineswegs gut: er gilt als ein arbeitsscheuer und berüchtigter Mensch. Die Aussagen der Zeugen über den Sachverhalt und das Ver­halten des Angeklagten vor und nach der Tat decken sich im wesentlichen mit der obigen Darstellung.

Die den Geschworenen vorgelegte Schuldfrage lautete auf Körperverletzung mit Todeserfolg. Auf An­trag der Verteidigung wurde die Frage nach mildernden Um­ständen hinzugefügt.

Der Staatsanwalt verwies auf die gestrige Ver­handlung, die zwar auch ein vernichtetes Menschenleben zum Gegenstande gehabt habe, aber aus der heutigen Verhandlung gehe doch hervor, daß diese Sache wesentlich anders liege. Hier handelt es sich um zwei Menschen, die in Streit gerieten und dann gegenseitig aufeinander losstachen. Der Angeklagte sei, gereizt worden, aber es sei nicht wohl anzunehmen, daß

ratsachlich Notwehr vorgelegen habe, wie der Angeklagte vor­gibt. Die Schuldfrage laute nicht auf vorsätzlichen Totschlag, sondern auf Körperverletzung mit Todeserfolg, um deren Be­jahung er bitte. Mildernde Umstände bitte er dem Ange­klagten zu versagen.

„Der=Rechtsbeistand des Angeklagten trat in der

Hauptsache für Freisprechung ein, da man dem Angeklagten glauben müsse, daß er in Notwehr oder doch in vermeintlicher Notwehr gehandelt habe. Mindestens liege aber der Fall so milde, daß bei Bejahung der Schuldfrage auf mildernde Um­stände erkannt werden müsse.

Der Wahrspruch der Geschworenen lautete im Sinne der Schuldfrage auf schuldig unter Zubilligung mildernder Um­stände.

"„Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren, während der Verteidiger um eine möglichst milde Strafe und um Anrechnung der Untersuchungshaft bat. Der Angeklagte bemerkte, daß er seine Tat bereue und bat um eine gnädige Strafe; er wolle jetzt ein besserer Mensch werden. Das Urteil lautete auf 3 Jahre und 6 Monate Ge­fängnis bei Anrechnung der Untersuchungshaft.

Sport.

c' Dorsten, 15. April. Der Rennverein für Dorsten und Umgegend schreibt für Christi=Himmelfahrt, Donnerstag, den 1. Mai cr., seine Propositionen aus. Das Rennen findet nachmittags 3¾ Uhr auf den Lippweiden in nächster Nähe der Papierfabrik statt. Es werden 6 Rennen, und zwar 5 Jockei­und 1 Herrenreiten gelaufen. An Preisen kommen 7500 Mk. zur Verteilung und außerdem 3 Ehrenpreise. Für die einzel­nen Konkurrenzen sind zahlreiche Nennungen und eine starke Beteiligung zu erwarten. Der Zustand der Rennbahn ist gut; das ganze Geläuf präsentiert sich in einem saftigen Grün. Offentlicher Totalisator ist vorhanden. Sehr günstige Fahr­gelegenheit ist von und nach allen Richtungen gegeben. Das Frühjahrsrennen des Dorstener Rennvereins verspricht nach den getroffenen Vorbereitungen sehr interessanten Sport.

Hauptredakteur: Rudolf Strietholt. Verantwortlich für Polink: Dr. P. Dückers: für den übrigen Teil Paul Koene; für die Reklamen und Inserate A. Busch, sämtlich in Münster— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung in Münster.

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Gorer

Rotfuchs gpracs aus Ortzshutgpegzot gem zzubilar seine sie auf die Straße, wo wiederyw heide aufeine

Glück= und Segenswünsche für seine runftige Arbeit in der 1H beine aufeinanber iopstachen. Schule aus. für seine künftige Arbeit in de: Damm lief dann fort und brach an der Südmauer zusammen.

Otten hatte sein eigenes Messer fortgeworfen, lief dann hinter dem Damm her und beschäftigte sich mit dem Daliegenden. In der Osterstraße wurde Otten kurz darauf verhaftet. Der schwer­verletzte Damm wurde bewußtlos aufgefunden und starb kurz nach seiner Einlieferung im Krankenhause.

Wie der Angeklagte den Sachverhalt darstellt, hat Damm ihn angegriffen und er nur in der Notwehr gehandelt. Auch weiß er nicht, ob er den tödlichen Stich gegen Damm geführt hat; als er, so gibt er an, den Damm an der Südmauer auf­

gehoben habe, hätte dieser die Hand mit dem geöffneten Messer unter sich liegen gehabt und so sei es möglich, daß er in das

* Burasteigfurt, 17. April.(Lehrerjubiläum.) Gestern vor 40 Jahren wurde der Hauptlehrer Heitmann an der hiesigen katholischen Volksschule angestellt. Vorher war er 3 Jahre in Everswinkel tätig. Derselbe erfreut sich noch einer ausgezeichneten körperlichen und geistigen Frische. Wäh­rend seiner 43 jährigen Amtstätigkeit hat er wegen Krankheit nur einen Tag den Unterricht auszusetzen brauchen. Als tüchtiger Lehrer, wegen seiner Leutseligkeit und toleranten Gesinnung steht Hauptlehrer Heitmann übere“ sehen.

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Die Berdingungs=Unterlagen liegen auf dem Stadtbauamte zur Einsicht offen und können von dort— mit Ausnahme der Zeichnungen— gegen Barzah­lung von 1.— Mark bezogen werden.

Angebote sind verschlossen u. mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungs­

termin Montag, den 28. April 53. Js., vorm. 11 Uhr, beim Stadtbauamte einzureichen.

Zuschlagsfrist 2 Wochen.

Rheine, den 15. April 1913.

Der Bürgermeister:

J. V.: Bigener.

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