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ihnerhalb dieser Lebensperiode im Organismus der Fische ein wichtiger physiologischer Prozeß abspielt: Mit Beginn der Laich­zeit verwandelt sich ein nicht unbeträchtlicher Teil des Ei­weißes der Rumpfmuskelsubstanz in die Ovarien(die Laich­produkte Milch und Rogen, Samen und Eier der Fische). In­folge dieses Umwandlungsvorganges sind die innerkörperlichen Lebensfunktionen gänzlich unterbunden. Der Stoff= und Säfte­kreislauf verringert sich. Gaumen, Schlund und Magen schwel­len an und verengern sich, so daß an eine normale Nahrungs­aufnahme nicht gedacht werden kann, noch weit weniger an deren Verarbeitung und den Stoffwechsel.

Pauswirkschaft.

Semmelsuppe(einfache Küche). 3 Wassersemmeln vom Tage vorher werden in kleine Würfel geschnitten, in 60 Gr. Butter oder gutem Fett knusperig geröstet, mit siedendem Wasser aufe gegossen und verkocht. Das nötige Salz, eine in Fett gelbge­köstete feingeschnittene Zwiebel und 2 Teelöffel Maggis Würze vollenden die Suppe.

Das rheinische Apfelkraut besteht aus Aepfeln und Birnen,

gan, rechnet zwei Drittel Aepfel und ein Drittel Birnen. Die #e#fel müssen ganz reif und moglichst süß sein, die Birnen gromatisch und ebenfalls sehr süß. Man teilt die ungeschäl­ten Aepfel in Viertel und entfernt ihr Kernhaus, während man die Birnen halbiert und vom Kernhaus befreit. Das Obst wird mit reichlich Wasser bedeckt— es muß mehrere Finger breit über den Früchten stehen— sehr weich gekocht und dann in einen groben Leinenbeutel getan und unter die Presse ge­bracht. Diese Presse kann man sich selbst einfach herstellen, wenn man zwei abgehobelte Bretter von einem knappen Meter Länge zu 30 Zentimeter Breite an beiden Enden durch eiserne Schrauben verbindet. Zwischen die Bretter legt man den Beu­tel mit dem Obstmus und drückt durch Festschrauben nun sei­nen Saft in eine unter der Presse aufgestellte Schale. Der durchgelaufene Apfelbirnensaft wird nun ohne Zuckerbeigabe so lange unter ständigem Rühren gekocht, bis er eine goldig­bräunliche Farbe und die Beschaffenheit reinen Honigs zeigt.

Wie sind Aepfel und Birnen beim Aufbewahren vor Ein­schrumpfen zu schützen. Sorten, die sehr zum Einschrumpfen geneigt sind, werden schichtweise in Gefäße gelegt, trockene Streu Sand und dergleichen dazwischen gebracht und die Ge­fäße alsdann an einem kühlen, trockenen und frostfreien Orte aufgestellt.

Nüsse halten sich am besten, wenn sie in trockenem Sande liegen und in einem kühlen Keller aufbewahrt werden.

Handarbeiten.

Tragsessel für die Kleinen. Nicht überall kann man mit dem Sportwagen hin, ohne große Unbequemlichkeit, und dann sind weite Spaziergänge für die Kleinen zu ermüdend. Da haben wir uns aus Gurten unterstehenden Tragsessel gemacht. Die Gurte werden an den Kreuzungsstellen mehrfach aufeinander­liegend durchgesteppt. Man achte darauf, daß der vordere Gurt

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sind zerstoßene oder

zerdrückte Wacholderveeren, früh nüchtern 5 bis 10 Stück mitz einem Glas Wasser genossen. Sie beseitigen den durch Verstim­mung des Magens entstandenen Kopfschmerz sicherer als andere Mittelk:

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Der schlankschnäbelige Tannenhäher. Der Tannenhäher, auch Nußhäher genannt, ist uns in zwei verschiedenen Formen be­kannt, die sich durch die äußere Form des Schnabels unter scheiden. Die dickschnäbelige Art zeigt eine Schnabelform, wie wir sie bei der Rabenkrähe beobachten. Der Schnabel des schlank­schnäbeligen Tannenhähers gleicht dagegen demjenigen der Saatkrähe, d. h. er ist schlank und schmäler und läuft in eine ausgezogene, nicht gekrümmte Spitze aus. In der äußeren Er­scheinung gleichen sich im übrigen beide Arten genau. Das Aus­

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nicht zu groß ist, da das Kind sonst leicht rutscht. Gurt 1 und 2 müssen gleich lang sein. Um bequem tragen zu können, näht man die 4 Enden von 1 und 2 je zwei und zwei um einen run­den Tragstab, den der Drechsler uns macht. Man achte darauf, daß an beiden Seiten des Holzes eine Verdickung ist, um das Abrutschen zu verhindern. Diesen Tragsessel kann man leicht zusammenlegen, er ist aber nur zu gebrauchen, wenn zivei Er­wachsene mit dem Kind gehen. Um das Herausfallen zu ver­hindern, näht man rechts und links an Gurt 3 einen schmale­ken Gurt an, der mit einer Schnalle geschlossen wird oder be­kestigt an beiden Enden von 3 einen Griff zum Festhalten. Ner.

sehen des Tannenhähers charakterisiert eine dunkelschokoladen­braune Grundfarbe über den ganzen bis 30 Zentimeter langen Körper, welche mit zunehmendem Alter nachdunkelt. Nur die Schwungfedern der Flügel und die Federn des Stoßes tönen sich noch dunkler bis schwarz ab und zeigen eine weiße rand­ständige Fleckung. Mit Ausnahme der oberen Partie des Kop­fes und des Nackens ist die braune Grundfarbe mit größeren und kleineren ovalen weißen Flecken besät. Der Schnabel ist schwarz, desgleichen die Ständer und die ungewöhnlich großen Füße. Das Auge glänzt in hellerem oder dunklerem Braun Das Wohngebiet des schlankschnäbeligen Tannenhähers erstreckt sich über den östlichen Teil Europas bis nach Nordchina. Er dehnt aber seine Streifzüge, besonders im herbstlichen Striche sehr oft nach Deutschland aus, in dessen nördlichem Teile sein dickschnäbeliger Vetter nicht selten zu finden ist. Er ist aus­schließlich Bewohner der Gebirge, in welchen gewöhnlich seine Lieblingsnahrung, die Samen der Zirbelkiefer nicht fehlen dürfen. Als Durchzügler und Irrgast kann man ihn in größeren und kleineren Scharen im Herbst und Winter allenthalben in unserem Vaterlande, allerdings niemals häufig, antreffen. Sehr selten nistet der schlankschnäbelige Tannenhäher in Deutsch­land. In der ersten Woche des März schon schreitet er zur Fort­pflanzung. Im unzugänglichsten Buschwerk, auf niederen Bäu­men wird aus abgebrochenen Aesten der Nestkorb gebildet, dessen Mulde mit verbissenen Pflanzenteilen, Moosen und Baumflech­ten sorgfältig ausgepolstert wird. Mitte oder Ende März be­ginnt die Bebrütung des Geleges von 3—4 Eiern, denen nach achtzehn Tagen die Jungen entfallen. Sie werden im Nahrungsüberfluß aufgezogen und gegen Gefahren von den sonst so harmlosen Elterntieren sehr tapfer verteidigt. Der Tan­nenhäher zeigt Beweglichkeit und kluge Vorsicht. Gewandtheit im Umherklettern auf den Aesten der Bäume zeichnet diesen Vo­gel aus. Die Nahrung des Tannenhähers besteht hauptsächlich aus Pflanzenstoffen. Seine Lieblingsspeise bilden die Samen der Zirbelkiefer, der Koniferen und Getreidekörner aus den Aehren. Waldbeeren gehören ebenfalls zu seiner Kost. Durch Aufnehmen von Insekten und Würmern und durch seine un­ermüdliche Mäusejagd erweist er sich dem Forstmanne und Landwirt als nützlich. Sehr selten vergreift er sich an jungen Kleinvögeln und Fischen. Vorwiegend ist demnach der Nutzen des Vogels, der besonders zum Ausdruck kommt, wenn Insek­tenschädlinge die Forsten brandschatzen. Dr. H. W. Schmidt.

Nachdruck sämtlicher Beiträge verboten.

Redaktion Dr. E. Görlach in Stuttgart.

Herausgeber: W. Kohlhammers Verlag in Stuttgart.

Druck der Buchdruckerei A. Gerisch u. Co. in Bielefeld.

Gratisbeilage zur„Volkswacht".

Wie süßer Most billig und rasch

kann?

Ein richtiger Mosttrinker, bei dem der Mostkrug mindestens täglich einmal unterwegs ist zwischen Keller und Vesperstube, wer jeden Herbst seine bestimmte Menge Apfel mosten läßt und vom Küfer seinen süßen Most mühelos bekommt, oder wer in der Lage ist, sich einen zur künstlichen Süßhaltung des Mostes bestimmten Apparat zu leisten, der hat ja sein Sach, kann füg­lich das Blatt umwenden und gleich den nächsten Artikel lesen. Wem aber gleich mir ein Glas süßen Mostes so mundet, daß er schon, bevor die Küfer Hochbetrieb haben und auch wenn ihre Mostereien längst geschlossen sind, hie und da ein Gläs­lein reinen, unverfälschten Süßmostes trinken möchte, dem will ich den Weg dazu weisen. Meine f Mutter erzählte mir einst von einem Pfarrer, der sich jeden Tag mit einem Beeren­preßle süßen Wein bereitet hatte. Ach wie habe ich diesen Mann um seinen köstlichen Besitz beneidet! Der Gedanke, daß es ebenso möglich sein müsse, aus frischen Apfeln täglich seinen süßen Most zu bereiten, hat mich seither immer wieder beschäftigt, nur das„Wie“ ist mir allzulange ein ungelöstes Rätsel ge­blieben.

Nun bin ich seit ein paar Jahren in der glücklichen Lage, eigenes Obst zu haben. Du brauchst mich aber nicht darum zu beneiden, lieber Leser; denn die Bewirtschaftung des Obstgar­tens erfordert so viel Zeit und Mühe und die Herbeischaffung des Obstes(da mein Gütle auswärts ist) so große Kosten, daß jedermann auf dem Markte sein Mostobst billiger und mühe­loser erstehen kann.„Ja warum verkaufst du dann dein Obst­gut nicht und erstehst dir ebenso billiges Obst auf dem Obst­markte?“ wirst du fragen. Halt, lieber Freund, die Sache hat noch eine andere Seite: einmal ist mir Grund und Boden ein wertbeständigerer Besitz als Bargeld und zum anderen gewährt Gartenarbeit hohe Befriedigung und führt angenehmer und sicherer zu Gesundheit und Wohlbefinden als die Rechnungen und Arzneien der Arzte.

Ich wollte dir, Leser, ja nur zeigen, daß der Besitz eines Obstgartens eine untergeordnete Rolle spielt, daß du also eben­so gut deinen süßen Most selbst keltern kannst wie ich. Beim Fallobst gibts eine Menge angefaulte oder durchs Grasschnei­den angeschnittene, auch unansehnliche, zum Verkaufen nicht geeignete Apfel. Diese geben zwar ein gutes Kompott; aber schließlich will man doch nicht alle Tage von Apfelbrei leben; und so ist jenes Obst übrig. Darum kam mir schon der Ge­danke, aus solchen Apfeln süßen Most zu bereiten. Ich dachte: du kaufst dir eine kleine Obstpresse. nimmst sie in deinen Gar­ten und kannst dann an Ort und Stelle aus den ausgeschnit­tenen Apfeln jedesmal ein paar Liter Süßmost pressen. Nun ging die Sache aber nicht so einfach. Nr. 1 ist zwar eine Beeren­presse klein und leicht zu befördern, eine Obstpresse dagegen wesentlich größer und schwerer: Nr. 2 ist eine brauchbare Most­presse gar nicht so billig, wie ich mir's gedacht hatte. Und nun

Oktober Nr. 1. 1926.

kommt gar Nr. 3 hinzu, daß es mit der Presse allein gar nicht

estgn ist sondern daß zum Mosten außerdem eine Raspel er­#rderlich ist, die noch teurer zu stehen kommt. Also fahre wohl. du sußer Traum meiner Kindheitsjahre!

Als ich eines Morgens früh erwachte, kam mir plötzlich ein Gedanke, wie ich mit einfachsten Mitteln in der Küche süßen Most bereiten konnte. Flink ging’s heraus, solange ich in der Küche noch allein hantieren konnte. Zuerst mußte ein Ersatz für die Raspel gefunden werden; dies war das Reibeisen. Apfel um Apfel wurde auf demselben gerieben, bis ich eine Schüssel voll Apfelbrei vor mir hatte. Nun kommt das zweite Hand­werkszeug, das ist ein ganz einfaches Beerenpreßle(Handsaft­presse nennt's der Eisenwarenhändler). Mit diesem wird der Apfelbrei zusammengepreßt, so daß der Saft in die unter­gestellte Schüssel fließt. Da aber kleine Teile des Apfelbreis mit dem Saft in die Schüssel gelangen, wird der Saft noch durch ein Sieb(Schaumlöffel oder Teeseiher) durchgelassen, und nun ist im Glase der feinste süße Most. Und zwar geht die Sache so rasch, daß in einer halben Stunde ein ganzes Liter Süßmöst gepreßt werden kann, eine Leistung, die kein Küfer nachmacht, der ja bekanntlich die geraspelten Apfel über Nacht in der Presse läßt und also im besten Fall nach 12 Stunden süßen Most abgeben kann.

Wenn nun ich als etwas linkischer Hausvater dies so schnell und mühelos fertig brachte, wieviel leichter muß es einer geübten Hausfrau gelingen, nach meinem Rezept süßen Most zu be­reiten. Wenn sie vollends keinen Wert darauf legt, reinen Apfel­saft zu trinken, sondern den Most durch Angießen der Obst­trester im Preßle wässert, so kann sie die Menge des Mostes mit leichter Mühe noch vergrößern. Wem die Reinigung des Reibeisens zu viel Mühe macht, der mag ruhig statt desselben eine Fleischhackmaschine oder Mandelmaschine benützen, muß aber dann selbstredend zuvor die Apfel in Schnitze schneiden. Darum, ihr Hausfrauen, wenn ihr gerne süßen Most trinken oder euren Kindern solchen geben mochtet, kauft euch ein paar Pfund billiges Fallobst und probiert die Bereitung dieses köst­lichen Trunkes. A. B.

gewerbliche Mitteilungen.

Wie kann man alte Hlfarbe und Lackanstriche entfernen?

Um alte Olfarben= oder Lackanstriche, die selbst der stärksten Lauge widerstehen, zu entfernen, gibt es kein besseres Mittel, als eine Mischung von einem Teil Terpentinöl mit 2 Teilen Salmiakgeist. Die beiden Flüssigkeiten werden in einer Flasche so lange geschüttelt, bis sie sich milchartig verbinden. Die so entstandene Beize bringt man mittelst etwas Werg auf den Anstrich, der sich sodann nach einigen Minuten leicht weg­wischen läßt.

Um Gipsfiguren ein marmorähnliches Aussehen zu ver­

leihen, werden dieselben mit einer Mischung von 2 Teilen Stearin. 2 Teilen venetianischer Seife und 1 Teil Pottasche