9•.— .#2: 6um S 1#— . S g * 9 S 253 P geßa. n 48 Fosgs 8 9“ 29139 2 ro à. 13 S Spage S Bu - BSEROSES PTS-STEDS A8SSEL 83 880. 1996 . G9S3Rgag SphägEg a SERS P“ nas Reäss-g ** ihnerhalb dieser Lebensperiode im Organismus der Fische ein wichtiger physiologischer Prozeß abspielt: Mit Beginn der Laichzeit verwandelt sich ein nicht unbeträchtlicher Teil des Eiweißes der Rumpfmuskelsubstanz in die Ovarien(die Laichprodukte Milch und Rogen, Samen und Eier der Fische). Infolge dieses Umwandlungsvorganges sind die innerkörperlichen Lebensfunktionen gänzlich unterbunden. Der Stoff= und Säftekreislauf verringert sich. Gaumen, Schlund und Magen schwellen an und verengern sich, so daß an eine normale Nahrungsaufnahme nicht gedacht werden kann, noch weit weniger an deren Verarbeitung und den Stoffwechsel. Pauswirkschaft. Semmelsuppe(einfache Küche). 3 Wassersemmeln vom Tage vorher werden in kleine Würfel geschnitten, in 60 Gr. Butter oder gutem Fett knusperig geröstet, mit siedendem Wasser aufe gegossen und verkocht. Das nötige Salz, eine in Fett gelbgeköstete feingeschnittene Zwiebel und 2 Teelöffel Maggis Würze vollenden die Suppe. Das rheinische Apfelkraut besteht aus Aepfeln und Birnen, gan, rechnet zwei Drittel Aepfel und ein Drittel Birnen. Die #e#fel müssen ganz reif und moglichst süß sein, die Birnen gromatisch und ebenfalls sehr süß. Man teilt die ungeschälten Aepfel in Viertel und entfernt ihr Kernhaus, während man die Birnen halbiert und vom Kernhaus befreit. Das Obst wird mit reichlich Wasser bedeckt— es muß mehrere Finger breit über den Früchten stehen— sehr weich gekocht und dann in einen groben Leinenbeutel getan und unter die Presse gebracht. Diese Presse kann man sich selbst einfach herstellen, wenn man zwei abgehobelte Bretter von einem knappen Meter Länge zu 30 Zentimeter Breite an beiden Enden durch eiserne Schrauben verbindet. Zwischen die Bretter legt man den Beutel mit dem Obstmus und drückt durch Festschrauben nun seinen Saft in eine unter der Presse aufgestellte Schale. Der durchgelaufene Apfelbirnensaft wird nun ohne Zuckerbeigabe so lange unter ständigem Rühren gekocht, bis er eine goldigbräunliche Farbe und die Beschaffenheit reinen Honigs zeigt. Wie sind Aepfel und Birnen beim Aufbewahren vor Einschrumpfen zu schützen. Sorten, die sehr zum Einschrumpfen geneigt sind, werden schichtweise in Gefäße gelegt, trockene Streu Sand und dergleichen dazwischen gebracht und die Gefäße alsdann an einem kühlen, trockenen und frostfreien Orte aufgestellt. Nüsse halten sich am besten, wenn sie in trockenem Sande liegen und in einem kühlen Keller aufbewahrt werden. Handarbeiten. Tragsessel für die Kleinen. Nicht überall kann man mit dem Sportwagen hin, ohne große Unbequemlichkeit, und dann sind weite Spaziergänge für die Kleinen zu ermüdend. Da haben wir uns aus Gurten unterstehenden Tragsessel gemacht. Die Gurte werden an den Kreuzungsstellen mehrfach aufeinanderliegend durchgesteppt. Man achte darauf, daß der vordere Gurt br. sind zerstoßene oder zerdrückte Wacholderveeren, früh nüchtern 5 bis 10 Stück mitz einem Glas Wasser genossen. Sie beseitigen den durch Verstimmung des Magens entstandenen Kopfschmerz sicherer als andere Mittelk: 2345 Der schlankschnäbelige Tannenhäher. Der Tannenhäher, auch Nußhäher genannt, ist uns in zwei verschiedenen Formen bekannt, die sich durch die äußere Form des Schnabels unter scheiden. Die dickschnäbelige Art zeigt eine Schnabelform, wie wir sie bei der Rabenkrähe beobachten. Der Schnabel des schlankschnäbeligen Tannenhähers gleicht dagegen demjenigen der Saatkrähe, d. h. er ist schlank und schmäler und läuft in eine ausgezogene, nicht gekrümmte Spitze aus. In der äußeren Erscheinung gleichen sich im übrigen beide Arten genau. Das AusUAT ar nicht zu groß ist, da das Kind sonst leicht rutscht. Gurt 1 und 2 müssen gleich lang sein. Um bequem tragen zu können, näht man die 4 Enden von 1 und 2 je zwei und zwei um einen runden Tragstab, den der Drechsler uns macht. Man achte darauf, daß an beiden Seiten des Holzes eine Verdickung ist, um das Abrutschen zu verhindern. Diesen Tragsessel kann man leicht zusammenlegen, er ist aber nur zu gebrauchen, wenn zivei Erwachsene mit dem Kind gehen. Um das Herausfallen zu verhindern, näht man rechts und links an Gurt 3 einen schmaleken Gurt an, der mit einer Schnalle geschlossen wird oder bekestigt an beiden Enden von 3 einen Griff zum Festhalten. Ner. sehen des Tannenhähers charakterisiert eine dunkelschokoladenbraune Grundfarbe über den ganzen bis 30 Zentimeter langen Körper, welche mit zunehmendem Alter nachdunkelt. Nur die Schwungfedern der Flügel und die Federn des Stoßes tönen sich noch dunkler bis schwarz ab und zeigen eine weiße randständige Fleckung. Mit Ausnahme der oberen Partie des Kopfes und des Nackens ist die braune Grundfarbe mit größeren und kleineren ovalen weißen Flecken besät. Der Schnabel ist schwarz, desgleichen die Ständer und die ungewöhnlich großen Füße. Das Auge glänzt in hellerem oder dunklerem Braun Das Wohngebiet des schlankschnäbeligen Tannenhähers erstreckt sich über den östlichen Teil Europas bis nach Nordchina. Er dehnt aber seine Streifzüge, besonders im herbstlichen Striche sehr oft nach Deutschland aus, in dessen nördlichem Teile sein dickschnäbeliger Vetter nicht selten zu finden ist. Er ist ausschließlich Bewohner der Gebirge, in welchen gewöhnlich seine Lieblingsnahrung, die Samen der Zirbelkiefer nicht fehlen dürfen. Als Durchzügler und Irrgast kann man ihn in größeren und kleineren Scharen im Herbst und Winter allenthalben in unserem Vaterlande, allerdings niemals häufig, antreffen. Sehr selten nistet der schlankschnäbelige Tannenhäher in Deutschland. In der ersten Woche des März schon schreitet er zur Fortpflanzung. Im unzugänglichsten Buschwerk, auf niederen Bäumen wird aus abgebrochenen Aesten der Nestkorb gebildet, dessen Mulde mit verbissenen Pflanzenteilen, Moosen und Baumflechten sorgfältig ausgepolstert wird. Mitte oder Ende März beginnt die Bebrütung des Geleges von 3—4 Eiern, denen nach achtzehn Tagen die Jungen entfallen. Sie werden im Nahrungsüberfluß aufgezogen und gegen Gefahren von den sonst so harmlosen Elterntieren sehr tapfer verteidigt. Der Tannenhäher zeigt Beweglichkeit und kluge Vorsicht. Gewandtheit im Umherklettern auf den Aesten der Bäume zeichnet diesen Vogel aus. Die Nahrung des Tannenhähers besteht hauptsächlich aus Pflanzenstoffen. Seine Lieblingsspeise bilden die Samen der Zirbelkiefer, der Koniferen und Getreidekörner aus den Aehren. Waldbeeren gehören ebenfalls zu seiner Kost. Durch Aufnehmen von Insekten und Würmern und durch seine unermüdliche Mäusejagd erweist er sich dem Forstmanne und Landwirt als nützlich. Sehr selten vergreift er sich an jungen Kleinvögeln und Fischen. Vorwiegend ist demnach der Nutzen des Vogels, der besonders zum Ausdruck kommt, wenn Insektenschädlinge die Forsten brandschatzen. Dr. H. W. Schmidt. Nachdruck sämtlicher Beiträge verboten. Redaktion Dr. E. Görlach in Stuttgart. Herausgeber: W. Kohlhammers Verlag in Stuttgart. Druck der Buchdruckerei A. Gerisch u. Co. in Bielefeld. Gratisbeilage zur„Volkswacht". Wie süßer Most billig und rasch kann? Ein richtiger Mosttrinker, bei dem der Mostkrug mindestens täglich einmal unterwegs ist zwischen Keller und Vesperstube, wer jeden Herbst seine bestimmte Menge Apfel mosten läßt und vom Küfer seinen süßen Most mühelos bekommt, oder wer in der Lage ist, sich einen zur künstlichen Süßhaltung des Mostes bestimmten Apparat zu leisten, der hat ja sein Sach, kann füglich das Blatt umwenden und gleich den nächsten Artikel lesen. Wem aber gleich mir ein Glas süßen Mostes so mundet, daß er schon, bevor die Küfer Hochbetrieb haben und auch wenn ihre Mostereien längst geschlossen sind, hie und da ein Gläslein reinen, unverfälschten Süßmostes trinken möchte, dem will ich den Weg dazu weisen. Meine f Mutter erzählte mir einst von einem Pfarrer, der sich jeden Tag mit einem Beerenpreßle süßen Wein bereitet hatte. Ach wie habe ich diesen Mann um seinen köstlichen Besitz beneidet! Der Gedanke, daß es ebenso möglich sein müsse, aus frischen Apfeln täglich seinen süßen Most zu bereiten, hat mich seither immer wieder beschäftigt, nur das„Wie“ ist mir allzulange ein ungelöstes Rätsel geblieben. Nun bin ich seit ein paar Jahren in der glücklichen Lage, eigenes Obst zu haben. Du brauchst mich aber nicht darum zu beneiden, lieber Leser; denn die Bewirtschaftung des Obstgartens erfordert so viel Zeit und Mühe und die Herbeischaffung des Obstes(da mein Gütle auswärts ist) so große Kosten, daß jedermann auf dem Markte sein Mostobst billiger und müheloser erstehen kann.„Ja warum verkaufst du dann dein Obstgut nicht und erstehst dir ebenso billiges Obst auf dem Obstmarkte?“ wirst du fragen. Halt, lieber Freund, die Sache hat noch eine andere Seite: einmal ist mir Grund und Boden ein wertbeständigerer Besitz als Bargeld und zum anderen gewährt Gartenarbeit hohe Befriedigung und führt angenehmer und sicherer zu Gesundheit und Wohlbefinden als die Rechnungen und Arzneien der Arzte. Ich wollte dir, Leser, ja nur zeigen, daß der Besitz eines Obstgartens eine untergeordnete Rolle spielt, daß du also ebenso gut deinen süßen Most selbst keltern kannst wie ich. Beim Fallobst gibts eine Menge angefaulte oder durchs Grasschneiden angeschnittene, auch unansehnliche, zum Verkaufen nicht geeignete Apfel. Diese geben zwar ein gutes Kompott; aber schließlich will man doch nicht alle Tage von Apfelbrei leben; und so ist jenes Obst übrig. Darum kam mir schon der Gedanke, aus solchen Apfeln süßen Most zu bereiten. Ich dachte: du kaufst dir eine kleine Obstpresse. nimmst sie in deinen Garten und kannst dann an Ort und Stelle aus den ausgeschnittenen Apfeln jedesmal ein paar Liter Süßmost pressen. Nun ging die Sache aber nicht so einfach. Nr. 1 ist zwar eine Beerenpresse klein und leicht zu befördern, eine Obstpresse dagegen wesentlich größer und schwerer: Nr. 2 ist eine brauchbare Mostpresse gar nicht so billig, wie ich mir's gedacht hatte. Und nun Oktober Nr. 1. 1926. kommt gar Nr. 3 hinzu, daß es mit der Presse allein gar nicht estgn ist sondern daß zum Mosten außerdem eine Raspel er#rderlich ist, die noch teurer zu stehen kommt. Also fahre wohl. du sußer Traum meiner Kindheitsjahre! Als ich eines Morgens früh erwachte, kam mir plötzlich ein Gedanke, wie ich mit einfachsten Mitteln in der Küche süßen Most bereiten konnte. Flink ging’s heraus, solange ich in der Küche noch allein hantieren konnte. Zuerst mußte ein Ersatz für die Raspel gefunden werden; dies war das Reibeisen. Apfel um Apfel wurde auf demselben gerieben, bis ich eine Schüssel voll Apfelbrei vor mir hatte. Nun kommt das zweite Handwerkszeug, das ist ein ganz einfaches Beerenpreßle(Handsaftpresse nennt's der Eisenwarenhändler). Mit diesem wird der Apfelbrei zusammengepreßt, so daß der Saft in die untergestellte Schüssel fließt. Da aber kleine Teile des Apfelbreis mit dem Saft in die Schüssel gelangen, wird der Saft noch durch ein Sieb(Schaumlöffel oder Teeseiher) durchgelassen, und nun ist im Glase der feinste süße Most. Und zwar geht die Sache so rasch, daß in einer halben Stunde ein ganzes Liter Süßmöst gepreßt werden kann, eine Leistung, die kein Küfer nachmacht, der ja bekanntlich die geraspelten Apfel über Nacht in der Presse läßt und also im besten Fall nach 12 Stunden süßen Most abgeben kann. Wenn nun ich als etwas linkischer Hausvater dies so schnell und mühelos fertig brachte, wieviel leichter muß es einer geübten Hausfrau gelingen, nach meinem Rezept süßen Most zu bereiten. Wenn sie vollends keinen Wert darauf legt, reinen Apfelsaft zu trinken, sondern den Most durch Angießen der Obsttrester im Preßle wässert, so kann sie die Menge des Mostes mit leichter Mühe noch vergrößern. Wem die Reinigung des Reibeisens zu viel Mühe macht, der mag ruhig statt desselben eine Fleischhackmaschine oder Mandelmaschine benützen, muß aber dann selbstredend zuvor die Apfel in Schnitze schneiden. Darum, ihr Hausfrauen, wenn ihr gerne süßen Most trinken oder euren Kindern solchen geben mochtet, kauft euch ein paar Pfund billiges Fallobst und probiert die Bereitung dieses köstlichen Trunkes. A. B. gewerbliche Mitteilungen. Wie kann man alte Hlfarbe und Lackanstriche entfernen? Um alte Olfarben= oder Lackanstriche, die selbst der stärksten Lauge widerstehen, zu entfernen, gibt es kein besseres Mittel, als eine Mischung von einem Teil Terpentinöl mit 2 Teilen Salmiakgeist. Die beiden Flüssigkeiten werden in einer Flasche so lange geschüttelt, bis sie sich milchartig verbinden. Die so entstandene Beize bringt man mittelst etwas Werg auf den Anstrich, der sich sodann nach einigen Minuten leicht wegwischen läßt. Um Gipsfiguren ein marmorähnliches Aussehen zu verleihen, werden dieselben mit einer Mischung von 2 Teilen Stearin. 2 Teilen venetianischer Seife und 1 Teil Pottasche O. 6 154 12 S%g: 5.82 S pas Geuses ZUSLnx #SEas (im Wasser durch Kochen aufgelöst, so daß die Lauge dünnflüssig ist), mehrmals überstrichen. Die Flüssigkeit kann erst drei Tage nach ihrer Zubereitung in Gebrauch genommen werden. Die Anwendung geschieht warm. Kitt für Holzdecken. Risse in Holzdecken macht man mit Sägemehlkitt zu. Dazu kocht man sich starken Kölner Leim, jedoch nicht so stark, wie ihn die Tischler verwenden, aber stärker, als man ihn zum Binden der Farben verwendet. Dann wird Kreide mit Wasser dick zu einem Essig eingerührt und so viel Leim zugesetzt, daß eine dicke Kreidemasse entsteht. Hernach werden so viel feingesiebte Sägespäne zugesetzt, bis der Kitt die nötige Konsistenz hat, um die Ritzen auszufüllen. Dieser Kitt muß warm verarbeitet werden, weil der Leim gesteht, wenn er kalt wird. Man stellt den Kittopf, solange man arbeitet, in heißes Wasser. Der Kitt wird so hart wie Stein und fällt aus den Fugen nicht heraus. Auch zum Kitten der Fußböden ist er gut. Acker- und Wiesenbau. Beim Ackerfutterbau handelt es sich zunächst um richtige Auswahl der Anbaupflanzen, die nach Menge wie nach Güte befriedigen. Es wird sich hierbei in der Hauptsache um die Kleearten und Gemenge von Hülsenfrüchten handeln, da sie eine große Menge gehaltreichen Futters liefern. Grünfuttermais liefert eine große Futtermasse, die indessen nur im Gemisch mit einem anderen gehaltreichen Futter(Stoppelklee) nutzbringend verwertet werden kann. Comfrey empfiehlt sich nur auf den für den Kleeanbau nicht geeigneten Flächen zur Fütterung von Schweinen. Einlagern der Kartoffeln im Keller entspricht im allgemeinen nur wenig den jeweiligen Anforderungen. In den meisten Fällen müssen die Kartoffeln in den Kellern sehr hoch aufgeschuttet werden, der Wasserdampf kühlt sich an der Decke und an den Wänden ab und fällt in Tropfen auf die Kartoffeln zurück. In den Kellern liegen die Kartoffeln meist zu hoch und zu feucht und nicht selten auch zu warm, so daß das Verfaulen derselben leicht möglich ist. Allerdings, wo die Keller trocken, hoch und geräumig sind, wo der Wasserdampf abziehen kann und die Kartoffeln nicht zu hoch aufgeschichtet zu werden brauchen, da treten die bezeichneten übelstände in geringerem Maße ein. Bei der Anlage einer Wiese ist 1. auf den Boden, 2. auf die Feuchtigkeitsverhältnisse und 3. auf die Gräser Rücksicht zu nehmen. Bezüglich der Lage sei bemerkt, daß die besten Wiesen sich finden in den Tälern, Niederungen, Auen, an Flüssen und Bächen, in Gegenden mit aufgeschwemmten Böden, aus feinen Sand-, Lehm= und Kalkteilchen bestehend. Solche Bodenbestandteile bieten den Wiesengräsern die größte Möglichkeit zu einer guten Bestockung. Auch tiefgründige, frische Lehm= und Tonböden mit genügendem Nährstoffvorrat eignen sich gut zu Wiesenanlagen. Ausgesogenes Ackerland gibt schlechte und wenig ertragreiche Wiesen. Allzutrockene, nasse und saure Böden sind zu Wiesenanlagen nicht tauglich. Obst- und Gartenbau, Blumenpflege. Wann sind Obstbäume zu pflanzen? Die Zeit der Pflanzung hängt von klimatischen und Bodenverhältnissen ab. Da die Bodenfeuchtigkeit eine wichtige Rolle beim Anwachsen des Baumes spielt, so ist leicht einzusehen, daß in leichtem Sand=, in Kalk= und zerklüftetem Felsboden die Herbstpflanzung den Vorzug verdient, während die Frühjahrspflanzung für schwere Lehm=, Ton= und Mergeldöden, sowie für rauhe und kalte Gegenden und enge, feuchte Tallagen zu empfehlen ist. Die Pflanzung von Steinobstbäumen ist im allgemeinen im Herbst besser als im Frühjahr, da bei trockener Witterung im Frühjahr deren Anwachsen sehr erschwert ist; auf stark kalkhaltigem Boden isi sie unbedingt erforderlich.— Die Herbstpflanzung soll vorgenommen werden, sobald der beginnende Laubabfall anzeigt, daß sich nun der Baum zu seiner Ruheperiode vorbereitet hat, denn nur im ruhenden Zustande ist auf einen sicheren Erfolg der Pflanzung zu hoffen; sie wird also etwa Mitte Oktober beginnen und muß eingestellt werden, sobald anhaltend kalter Regen oder Schneefall den Boden soweit abgekühlt hat, daß keine Kallusbildung an den Wurzeln mehr stattfinden kann. Die Frühjahrspflanzung ist vorzunehmen, sobald der Boden von der Sonne genügend erwärmt und soweit abgetrocknet ist, daß die Erde zerfällt, mithin sich leicht zwischen die Wurzeln bringen läßt; je nach Witterungsverhältnissen kann sie um Mitte März beginnen. Wie lassen sich Hopfenreben verwerten? Ein sehr praktisches Bindemittel bei dem Getreidesammeln, Reisigbinden, auch Körbemachen sind die unteren Teile der Hopfenrebe, welche nach dem Hopfenabnehmen gesammelt, getrocknet und alsdann beliebig verwendet werden können. Grabegabel oder Spaten? Der Gartenbau hat gegenüber der Landwirtschaft trotz aller Fortschritte immer noch den großen Fehler, daß er in bezug auf Geräte und Betriebstechnik noch lange nicht auf der Höhe ist. Ein Beispiel hierfür bietet die Gegenüberstellung von Grabegabel und Spaten. Betrachten wir uns einmal den in Abb. 1 gezeigten Spaten, den Normalspaten: Er hat sich in jeder Beziehung vervollkommnet, so daß er ein Gerät geworden ist, das alle an ein gutes Werkzeug zu stellende Erfordernisse erfüllt. Der Spaten laßt sich vor allem da verwenden, wo die Arbeit ein schaufelartiges Gerät erfordert, also beim Ausheben der Wege, beim Abstechen der Beetkanten, beim Aufsetzen der Spargelbeete, beim Aufladen loser Erde und beim Bedecken des Rasens mit Komposterde.— Bei der Bodenbearbeitung aber ist die Grabegabel ein weit besseres Gerät als der Spaten. Die Grabegabel(Abb. 2) leistet beispielsweise beim Umgraben des Bodens oder bei der Urbarmachung eines Stückes Oedlandes eine weit bessere Kulturarbeit, als sie der Spaten zu leisten vermag. Baumwurzeln, Unkräuter, Steine sollen herausgenommen, eine den Boden bedeckende Grasnarbe 4 Abb. 1. Abb. 2. oder Pflanzenschicht soll entfernt werden, dazu ist die Grabegabel das überhaupt nur in Frage kommende Gerät. Die Form des Gabelspatens, wie die Grabegabel auch genannt wird, ermöglicht eine durchgreifende Reinigung des Bodens von allen Unkräutern. Das ist aber ein sehr wichtiger Vorgang. Nehmen wir an, wir müßten verunkrautetes Land bearbeiten, so können wir mit der Grabegabel die obere verunkrautete Schicht vollkommen reinigen, indem wir sie ausschütteln. Das Untergraben einer Grasnarbe oder der Unkräuter wird ja leider sehr oft geübt, es ist aber sehr töricht, weil besonders Rasenteile oft nicht verrotten, sondern verfilzen und den Luftwechsel im Boden unterbinden. Ps. Tomaten pflücke man bei Eintritt von Frostwetter ab und lasse sie unter Glas nachreifen. Kann man Erdbeeren und Himbeeren mit Kloake düngen? Himbeeren lassen sich unbedenklich mit Kloake düngen, bei Erdbeeren ist es nicht ganz so. Will man Erdbeeren mit Kloake düngen, so wendet man lieber den Kloakenkompost an. Himbeeren lieben auch jeden anderen Dung. Hier kann man Pferdedung, Kuhdung und Schweinedung geben. Die Schmucklilie. Zunächst etwas über die Behandlung, weil jene Pflanzen, die man heute findet, selbst bei tüchtigen Pflanzenfreunden selten so aussehen, wie sie sollen. Im Winter stehen sie bei ihnen meistens zu warm. Ein heller Raum von etwa 2—5 Grad ist den Schmucklilien am liebsten. Also gehören diese Pflanzen während des Winters nicht in das geheizte Zimmer. Während des Sommers sollen sie in die Sommerfrische des Gartens gehen, und zwar bekommen sie dort den wärmsten, geschütztesten Platz. Ein entsprechender Balkon, eine Terrasse, eine Veranda sind vollwertiger Ersatz. Wenn die Pflanzen im Sommer bis Herbst blühen, mag man sie zu seiner Freude immerhin hereinholen. Während im Winter sehr spärlich, ja fast nicht gegossen wird, sollen sie im Sommer überreichlich gewässert und auch öfters flüssig gedüngt werden. Umgepflanzt wird nur, wenn die dickfleischigen weißen Wurzeln Topf oder Kübel völlig ausfüllen. Die Wurzeln dürfen dabei nicht beschnitten werden, da sie sonst faulen; statt dessen gibt man ein um etwa 10 Zentimeter größeres Gefäß und verwendet nahrhafte, sandige, kockere Erde. Am schönsten wird diese Pflanze, wenn sie an sonniger, geschützter Stelle im Garten ausgepflanzt wird. Sie erfriert nicht, wenn man ein Faß oder eine Kiste über den Standort stülpt und etwa ½ Meter hoch Pferdedünger rundherum anhäuft. Js. In früheren Zeiten hat man die Milchergiebigkeit als eine Schlag= oder Rasseeigenschaft hingestellt und hat dem Futter großen Einfluß auf die Milcherzeugung zugesprochen. Es ist ja richtig, daß durch reichliche Fütterung die Milchmenge wächst, es ist aber auch nicht bestreitbar, daß manche Kuh trotz noch so reichlichen Futters es nie zu besonders hoher Milchmenge, bringt. Die Milchergiebigkeit wird erzielt durch systematische Zucht auf Milchergiebigkeit. Ist diese angeborene Leistungsfähigkeit einmal vorhanden, so kann durch entsprechende Fütterung viel Milch erzeugt werden. Ziel des Landwirtes muß er sein, leistungsfähige Tiere zu züchten und diese durch entspre chende Fütterung zu befähigen, ihre Produktionsfähigkeit zur höchsten Entfaltung zu bringen. Der Kleinbauer verlangt eine Kuh, die ihm Milch-, Fleisch= und Arbeitstier zugleich ist. Der Stall, in dem die Ziegen stehen sollen, muß geräumig und luftig sein, kleine, dunkle, niedrige und dunstige Ställe schaden ihrer Gesundheit sehr. Im Winter muß der Stall warm sein, weil die Ziegen nicht viel Kälte vertragen können, um aber auch alsdann den Dunst darin zu vermeiden, muß der Stall oft ausgemistet werden. Dann muß für trockene Streu gesorgt und den Tieren mehrmals im Jahre die Klauen geschnitten werden, da hierdurch allerhand Uebel entstehen können sowie die Entstehung der Maul= und Klauenseuche hervorgerufen werden kann. Für den Winter ist als Grünfutter für Kaninchen der Grünkohl und der Baumkohl zu nennen. Rechtzeitig besorge man sich Kartoffeln, Rüben, Morrüben(Möhren), Wrucken(Kohlrüben) und Wasserrüben, sowie genügend Heu und vor allem auch HaEer.„Es gibt verschiedene Arten von Heu. Ich nenne hier nur Riesenheu, Kleehen und Seradellahen, von denen letzteres am meisten zu empfehlen(wohl aber schwer zu bekommen) ist. Seradella= und Kleeheu haben ziemlich gleichen hohen Nährwert, nur wird von den Kaninchen ersteres besser ausgenutzt, da sie auch die Stengel verzehren, beim Kleeheu kaum. Die Hauptfuttermittel für unsere Kaninchen sind also Grün und Heu. Ersteres vom Frühjahr bis Herbst, letzteres vom Herbst bis zum Frühjahr. Als Zusatz zum Grünfutter oder auch zum Heu verwende man etwas Hafer, oder wenn das zu teuer kommt, bereite man aus den Kartoffelschalen, Gemüseabfällen, Brotresten in Verbindung mit etwas Kleie und Schrot ein Weichfutter, das sehr bekömmlich ist und auch schnell mästet. Milchwirkschatt. Auf die grundlegenden Eigenschaften guter Milch sollten die Milchsammelstellen ihre Anlieferer ständig durch Wort und Schrift(Aushang kurzer Merksätze im Lokal), sowie durch Prüfung der angelieferten Milch, einschließlich der Milchkannen, auf Geruch, Ansehen und Reinheit, hinweisen, auch Geschmacksproben oder die sog. Alizarolprobe, die sehr interessant und lehrreich ist, vornehmen. Wiederholt schlecht behandelt und unreinlich angelieferte Milch sollte aber auch durch Preisminderung oder Anzeige des Ablieferers bei der Milchversorgungsbehörde geahndet werden; endlich ist durch Prüfung der Stallund Gewinnungsverhältnisse auf ganz Hartnäckige einzuwirken. Geflügelzucht. Einen besonderen Einfluß auf die Federbildung beim Geflügel hat der phosphorsaure Kalk, der dem Weichfutter beigemengt wird. Vorzügliche Dienste in dieser Hinsicht leistet frisches Knochenschrot, Garnelen, Fischmehl und auch Eierschalen. Auch die Verabreichung von Sonnenblumenkernen ist während der Mauser anzuraten. Durch eine Zufütterung dieser Samen erhält außerdem das Gefieder einen schönen Glanz. Viel kommt darauf an, daß der Appetit durch möglichste Abwechselung im Speisezettel rege erhalten wird. Die Verdauung wird gefördert durch größere Gaben von Grünfutter. Von vorzüglicher Wirkung sind Brennesseln und Löwenzahn. Hervorragend in ihrer Wirkung als appetitanregend und verdauungsfördernd sind auch unsere einheimischen Suppen= und Gewürzpflanzen, wie Zwiebeln, Sellerie, Porree, Thymian, Majoran usw. Man gibt sie in kleinen Gaben zerschnitten zum Weichfutter. Grünfutterschneider. Eine volle Ausnutzung des Grünfutters erzielt man nur, wenn man das Futter recht klein schneidet und es den Hühnern nur in kleinen Portionen reicht. Zum Kleinschneiden des Grünfutters bedient man sich mit Vorteil der üblichen Brotschneidemaschinen, wer aber eine solche nicht besitzt, fertigt sich mit Vorteil den heute abgebildeten Grünfutterschneider an. Die nötigen Bretter hat wohl jeder Züchter zur Hand und die als Messer dienende alte Sichel oder ausrangierte Sense dürfte wohl nicht schwer zu beschaffen sein. a sind die Füße, h ist der Verbindungssteg, a sind die Keile zum Festhalten der Füße a, a sind die Futterbehälterseiten, e ist der Boden dazu, k ist das Messer(Sichel oder Sense), welches bei g drehbar an den Klotz h befestigt ist. Die Bewegung des Messers wird durch den Pfeil i angezeigt, g ist eine kräftige Schloßschraube, d ist der Klotz zum Befestigen des Messers. Dieses praktische Zuchtgerät eignet sich nicht nur für den Geflügelzüchter, sondern auch für den Ziegen= und Schweinezüchter. Die Größe ist 75 Zentimeter hoch, 70 Zentimeter lang, 30 bis 35 Zentimeter breitFritz Busch. Beabsichtigt man, einige gute Tauben anzukaufen, so sollte das nicht erst, wie meistens üblich, gegen das Frühjahr geschehen, denn die Tiere sind im Herbst oder anfangs Winter leichter und billiger zu bekommen, lassen sich auch über Winter viel leichter eingewöhnen, um dann mit der Zucht rechtzeitig beginnen zu können. * Womit füllt man bei Doppelbeuten am besten die Zwischen. wände aus? Das verschiedenste Material wird empfohlen: Pavier, Heu, Holzwolle, Sägespäne, Torfstreu u. a. Im großen und ganzen kommt es aber auf das Füllungsmaterial selbst nicht so viel an, es darf nur nicht feucht sein oder die Feuchtigkeit anziehen. Zusammengeknülltes Zeitungspapier tut recht gute Dienste, hält zugleich die Motten ab. Sägespäne sind weniger zu empfehlen, da sie leicht„sacken“ und dann leere Steld len entstehen. Besser geeignet sind Hobelspäne, da sie„federn" und sich immer wieder auflockern. Auch Torfstreu ist ein sehr gutes Füllmaterial, nur zieht sie leichter Feuchtigkeit an. Auch Strohhäcksel, Spreu, trockenes Moos sind als schlechte Wärmeleiter empfehlenswert. Wir haben bei unseren Beuten ein Füllmaterial ganz vermieden, nur die Zwischenräume möglichst luftdicht abgeschlossen und die Luft selbst, die ja bekanntlich em schlechter Wärmeleiter ist, als Füllung benutzt und sind damit sehr zufrieden. Wir sind damit allerlei Unannehmlichkeiten, die sonst doch nicht völlig zu vermeiden sind, als Sacken des Materials, Feuchtigkeit, Einnisten von Mäusen u. a. gänzlich enthoben. sch. Jischzucht. Weshalb magern die Fische während der Laichzeit ab? Gewöhnlich begnügt man sich, diese Frage mit der Antwort zu erledigen: Weil sie wenig oder nichts fressen! Im Grunde genommen ist ja das richtig. Aber warum fressen sie gerade während der so anstrengenden Veriode wenig oder nichts? Weil sich