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Schwerter Volks-Zeitung

General-Anzeiger für den Kreis Hörde

Schwerter Volksblatt

Alle kreis- und lokalpolizeilichen Verordnungen für den Kreis Hörde erlangen gemäss Bekanntmachung der Königl. Regierung durch Veröffentlichung in der„Schwerter Zeitung“ rechts­o o o o o o verbindliche Kraft o o o o o o Druck und Vertag von Carl Braus, Schwerte-(Ruhr). Fernsprecher Nr. 62. Telegr.-Adresse: Braus, Schwerte-Ruhr.

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Die„Schwerter währt ihren jeden mit Cod fall gemäss ungen

von Ss1c Wuf!.

des Kreises O Haupt-Annoncenblatt

Erstes und ältestes Cagesorgan

Donnerstag, den 6. Oktober 1910.

alle beflaggten Gebäude, zogen die alte

sische Fahne ein und zerrissen sie.

Okt. Das 16. Infanterie=Regiment und die Ar­woltierten, verließen die Kaserne. Es kam zu mit der Munizipalgarde; die Verluste

eiten waren groß. Wese

5. Okt. Die englischen Kreuzer„Newrastle und Gibraltar in See gegan­so schnell wie möglich nach Lissabon zu dampfen.„New­

ist bereits in Lissabon eingetroffen.

„ 30 Min. nachm. Der Aiinisterpräsi­en Mittag einigen Journalisten, die abend unvollständige Nachrichten über gen Mitternacht Regierung habe Automo­Schiffe dazu zu be­

Aufständischen stürmten portugie

Lissabon, 5. tillerie, die rer einem Zusammenstoß auf beiden S# Gibraltar,

„Minerva“ sind vorgestern abend von gen, um castle“

Madrid, 5. Okt., 1 Uhr dent erklärte heute gegen Regierung habe gestern ab

die Ereignisse in Portugal erhalten, denen gegen bestätigende Ergänzungen gefolgt seien. Die Reg mehrere Personen beauftragt, von der Grenze aus in bilen Erkundigungen einzuziehen und auch.

nutzen. Der spanische Botschafter in Lissabon entsandte einen Militärattachee nach Fuento Nuevo an der spanischen Grenze, um nach Madrid zu telegraphieren. Man wisse, daß zwei gimenter, darunter ein Artillerie=Regiment, sich empört und den Royalisten einen heftigen Kampf geliefert

Eduard von England, der mächtige Be­verwandten portugiesischen Königshauses, ###ies die Augen schloß, fürchtete man für die Revolutions=Ausbruch aber doch nicht gedacht. Wie der Ermordung des Königs 's Philippe wie ein Blitz Europa wirkte, ebenso über­Ausbruch der Revolu­

Seitdem König schützer des ihm nahe im Mai dieses Jah

Dynastie in Lissabon. Daß der jetzt schon erfolgen würde, hätte man am 1. Februar 1908 die Kunde von de Karlos und des Kronprinzen Loui­aus heiterm Himmel auf ganz raschend kommt jetzt die Nachricht vom

H

Dorn Alfonso v.Braganza, Königin-witwe Amalle v.Porrugab

der Proklamierung der Republik durch die Truppen und befangennahme des Königs Manuel.

ie Regierung König Manuels hat den Revolutionuren Anlaß geboten, die portugiesische Staatsform umzustür­

Der jugendliche König, der bei dem grausigen Attentat Jahres 1908 selber leicht verwundet worden war, sagte in Proklamation an sein Volk gelegentlich der Thronbestei­

„Ich werde alle meine Kräfte anstrengen zum Wohle des

König Manuel H. von Fortugal

bruar 1908 entsandte König Eduard VII. sofort ein starkes Ge­schwader, angeblich nur für die Leichenfeier; in Wirklichkeit jedoch, um für etwaige Unruhen Truppen ausschiffen und der königlichen Familie Beistand leisten zu können. Ob jetzt auch König Georg V. von England Kriegsschiffe entsenden wird?

die Vorgänge liegen bis zur Stunde nachstehende

Aufrechterhaltung der Ordnung anvertraute.

der Redner,„das öffentliche und private Eigentum, schonet das

Leben eines jeden, wer es auch sei, ich wiederhole, wer es auch

sei. Die Republik ist großmütig und großherzig.“ Eine ge­

waltige Menge stimmte ihm stürmisch bei.

Lissabon, 6. Okt., 12 Uhr 20 Min. morgens. um 11 Uhr versuchten die Aufständischen, die oben in der Avenida da Li­berdada lagerten, in die innere Stadt einzudringen, wurden aber von den königstreuen Truppen zurückgewiesen. Abends spät herrschte in der Stadt Ruhe. Man hörte aber andauernd Geschütz= und Gewehrschüsse. Die elektrische Beleuchtung ist un­terbrochen. Der verabschiedete Admiral Carlos Reis befehligt die Aufständischen. Die Kreuzer„Adamastor“ und„Sao Ra­fael“, sowie die Matrosenkaserne Alcantara haben noch immer eine rote Fahne gehißt. Wagen vom Roten Kreuz und der Feuerwehr sammeln allenthalben Verwundete und Tote. Lissabon, 6. Okt. Havas meldet um 12 Uhr 35 Min. nachts: Die Kriegsschiffe der Aufständischen, die auf die Stadt, beson­ders auf die Ministerien, die die Praca do Commercio umge­ben, und auf das königliche Schloß Necessidades feuerten, haben großen Schaden an den Gebäuden angerichtet. Auch der Turm der Kirche von Necessidades ist zerstört. Die Gewehrsalven in der Unterstadt haben mehrere Passanten getötet. Man schätzt die Zahl der Toten bis jetzt auf etwa 100, die Zahl der Ver­wundeten ist bedeutend größer. König Manuel befindet sich immer noch im Schlosse, ohne Schaden genommen zu haben. Die Königinnen Amelie und Pia sind in Cintra. Man sagt, die Aufständischen seien im Verlust und zögen sich nach Monsanders in der Nähe vom Lissabon zurück. Mit Ausnahme der Dörfer Bereiro und Sembal auf dem anderen Ufer des Tajo. Lissabon gegenüber, werden Unruhen aus anderen Orten Portugals nicht gemeldet.

Madrid, 6. Okt. Die Correspondencia da Espagna hat durch Transparent folgende Depesche bekannt gegeben: Lissa­bon ist in der Gewalt der Revolutionäre. Die königliche Fa­milie befindet sich an Bord eines Kriegsschifses auf dem Wege

sesche ur Miche uer Sear int udut rat e klart, er wisse nicht, ob die Meldung der Correspondencia wahr sei. Er wisse nach dem letzten Telegramm des von der Grenze telegraphierenden spanischen Militärattachees in Portugal nur,

Praça do Commercio

lerangmiteltirche

Das Königliche Schloss in Lissabon

Bilder aus Lissabon

Laterlandes und um die Liebe des portugiesischen Volkes zu gewinnen.“ König Manuel II. entließ schon in den ersten Re­vierungstagen den Ministerpräsidenten Franko, der sich zum aumachtigen Diktator aufgeschwungen hatte, und nahm auch dei allen späteren Regierungsmaßnahmen darauf Bedacht, sich Volkstümlichkeit zu erringen. Als im Sommer dieses Jahres der in Spanien ausgebrochene Kulturkampf auch in Portugal Regierung bis dahin treu gebliebenen Truppen, die sich auf

dem Don Pedroplatze befanden, mit den Revolutionären ge­meinsame Sache gemacht. Sie kehrten dann nach der Kaserne zurück. Die Menge brach in Beifallskundgebungen aus und rief: Es lebe die Republik!

Lissabon, 5. Okt. Die Volksmenge hat auf den Gebäuden des Arsenals und auf dem Rathause die republikanische Flagge gehißt. Die meuternden Kriegsschiffe schossen Salut. Von auswärts kommen keinerlei Nachrichten in die Stadt. Die