Nr. 257/ 96.-123. Jahrgang
Dienstag, den 2. November 1943
mit
Verlag und Druck: Rocholsche Buchdruckere! W Zahn Soest Jakobistr. 46. Ruf 1958. Verleger: Walter Jahn(im Felde), Hauptschriftleiter: A. Dalhoff, Soest— Der„SA" erscheint werktägl.
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des Kreises Soest
Bezugspreis: 2.— RM einschl. Botenlohn folge höherer Gewalt keine Rügzahlung d Bezugspre annahme werkt. bis 16, sonnt. 19—20 Uhr. Preisliste
Bei Nichterscheinen inezugspreises. Anzeigenreisliste 8 v. 1. 9. 1940
Am Rande
Was Zahlen lehren
In einer sehr aufschlußreichen Untersuchung über die Mannschaftsreserven der Sowjetunion kam die „Neue Züricher Zeitung" dieser Tage zu dem Ergebnis, daß Sowjetrußland durch die bolschewistische Revolution(also wohl gemerkt, nur durch sie) mindestens 10 Millionen verloren hat, genau so, wie es Lenin seiner Zeit voraussagte. Das genannte Schweizer Blatt schreibt dazu u. a.: In einer Besprechung des Statistischen Jahrbuches des Völkerbundes erwähnten wir, daß die männliche Bevölkerung der Altersklassen vom 15. bis zum abgeschlossenen 54. Lebensjahr, die die erste Voraussetzung der militärischen Machtentfaltung eines Staates bildet, in die Vereinigten Staaten 39,5, in der Sowjetuon 37,25 Millionen Menschen umfaßt. Ein Leser fragte darauf an, ob diese Zahlen auch richtig seien. Er hatte wohl erwartet, daß das menschliche Kriegspotential Rußlands das der Vereinigten Staaten weit übertreffen werde. Die Bevölterung Sowjetrußlands betrug nach der Volkszählung vom 17. Januar 1939 169,519 Millionen, die der Vereinigten Staaten am 1. April 1940 131,669 Millionen. Demgemäß verhalten sich die Bevölkerungszahlen dieser beiden Großmächte wie 128,7:100. Nach dieser kheöretischen Vergleichsbasis hätten Sowjetrußlands Altersklassen vom 15. bis zum 54. Lebens 50,83 Millionen männliche Personen und nicht nur 37,2 Millionen umfassen sollen. Es fehlen damit in. der Sowjetunion in diesen Altersklassen schätzungsweise 13.5 Millionen. Ein Teil davon entfällt sicherlich auf das Konto des ersten Weltkrieges, der größere Teil aber ist ein Folge der Revolution. Was hat denn das schon zu bedeuten! hat einst Lenin erklärt. Wenn man Holz spaltet, so fliegen die Späne. Selbst wenn wir 10 Millionen Menschen opfern müsfen, um den Kommunismus zu verwirklichen, werden noch genug übrig bleiben, um unser Territorium zu bevölkern. Offenbar, so schließt die Neue Züricher Zeitung, ist von der gesamten männlichen Bevölkerung der Sowjetunion, die 1914 20 Jahre und älter war, nahezu die
Hälfte
Generation, die zu Beginn des ersten Weltkrieges
vorzeitig verschwunden. Die stä
Von unserer Berliner Vertretung.
Berlin, 1. Nov. Angesichts der unverminderten Härte der Kämpfe fragt man sich, was die Sowjets mit der Schlacht ohne Pause beabsichtigen, warum sie ihre Kräfte nicht für eine Winteroffensive schonen. Die Antwort darauf gibt der Londoner„Observer“: Die neuen großen Anstrengungen dienten„großen Zielen", die sedoch weniger militärischer Natur seten, als vielmehr einen möglichst großen Einfluß in der Nachkriegszeit sichern sollten. Damit wird angedeutet, daß es den Sowjets keineswegs auf die Verteidigung ihres Besitzes ankommt, sondern daß sie, wie auch der „American Mercury" schreibt, die alten panslawistischen Tendenzen der zaristischen Zeit wieder aufgenommen haben, allerbings— und das vermerkt weder das englische noch das amerikanische Blatt— im Zeichen der Weltrevolution, für deren Ausbreitung dieser Krieg nur eine Etappe ist. Es ist keineswegs „Nazipropaganda", daß die Angloamerikaner dem Bolschewismus jeden erdenklichen Vorschub leisten. Auf der Moskauer Konferenz wurde das System der „kollektiven Sicherheit“ beschlossen, und die„Verantwortung für die Verhinderung von Aggressionen“ wurde der Sowjetunion übertragen, wie die„Newyork Times“ berichtet. Jedermann weiß, was hinter eckt: Friedhofsstille soll im Falle ei
sowjetischen Sieges über Europa liegen, und die eit des Henkers wurde den„bewährten" Händen
30 bis 34 Jahre zählte, scheint am stärksten dezimiert worden zu sein. Zu dieser Mindestzahl treten aber wie die Berliner Börsenzeitung in einem Kommentar zu den Daten der Neuen Züricher Zeitung schreibt, ungezählte Millionen aller Altersklassen hinzu, die der Bolschewismus zertreten hat. So sind bekanntlich allein während der Hungersnot in den Jahren 1920/21 tund 10¼ Millionen Menschen in der Sowjetunion ums Leben gekommen. Wiederum etwa 10 Millionen Menschen starben während der Hungersnot 1982/33, und es ist gewiß nicht übertrieben, wenn die Gesamtzahl der Opfer des Bolschewismus in der Sowjetunion— wie vor einiger Zeit auf Grund amtlichen sowjetischen Materials von einer Minsker Zeitung errechnet wurde— mit 40 Millionen veranschlagt wird. Diesen in der Weltgeschichte einzig dastehenden Massenmord verübten die Kremlmachthaber am eigenen Volk. Die 10 000 Toten von Katyn, die Hunderttausende verschleppter und elend umgekommener Polen und die weiteren Hunderttausende von Mordopfern des Bolschewismus in den Baltenländern zeigen, daß Moskau mit Völkern, die es unter seinen„Schutz" nimmt, nicht anders verfährt.
Preis=Fragen
Die Preise, die schon früher einen wichtigen Ausdruck einer jeden Voltswirtschuft, die entscheidende Zahl für Verkäufer und Käufer bildeten, sind in neuerer Zeit darüber hinaus zu einem der wichtigsten Lentungsinstrumente der staatlichen Auftragspolitik geworden. Diese Preispolitik ist noch im Fluß und wird ständig verfeinert. Der Preiskommissar hat kürzlich die Einheits= und Gruppenpreise einiger Erzeuanisse, die von einem größeren Kreis öffentlicher Auftraggeber beschafft werden, in einer Liste zusammengestellt und veröffentlicht. Die Liste soll laufend erneuert werden. Aus der Bekanntmachung des Preiskommissars geht hervor, daß die Betriebe sich darüber informieren möchten, ob für ihre Erzeugnisse überhaupt ein Einheits= oder Gruppenpreis gilt. Aber deswegen bedarf es nach den Ausführungen des Preiskommissars keiner allgemeinen Veröffentlichung, weil jedem in Frage kommenden Betrieb ohne weiteres ein„Preisblatt" zugestellt wird. Für Erzeugnisse, über die kein Preisblatt zugestellt wird, gibt es auch keine Einheits= oder Gruppenpreise. Aber man könnte sich vorstellen, daß bei dem Wunsch der Unternehmer nach einem Preisverzeichns noch andere Erwägungen mitgesprochen haben. Das Verzeichnis würde z. B. jedem Unternehmer gestatten, auszukalkulieren, ob für seinen Betrieb nicht die Herstellung eines anderen Erzeugnisses rationeller wäre. Oder: bei der Uebernahme neuer Erzeugnisse könnte er vielleicht von sich aus schon Vorschläge machen, welches Erzeugnis für ihn das günstigere wäre. Das wäre volkswirtschaftlich ein nicht zu unterschätzender Vorzug. Denn je geringer die Kosten sind, desto geringer ist auch der Auswand an Material und Arbeifskraft. Die„offene Preispolitik", wenn man es einmal so nennen will, könnte also die rationalisierenden Bestrebungen, in deren Dienst heute die Preispolitik steht, in nützlicher Weise unterstützen. Nun gilt die von Preiskommissar Dr. Fischböck besonders energisch vorwärts getriebene Politik des festen Höchstpreises nicht nun für die Bestellungen der öffentlichen Hand. Systematisch werden nach und nach immer mehr Erzeugnisse und Leistungen unter feste und einheitliche Höchstpreise gestellt. Die Preiserrechnung nach Kalkulationsvorschriften verschwindet mehr und mehr. So sind z. B. im letzten Jahr die Arheiten für die Festsetzung von Preisen für Regelleistungen im Handwerk erheblich vorwärts gekommen. Es sind neue Einheitspreise für eine Anzahl von Waren des täglichen Bedarfs festgesetzt worden. Für Schuhe sind feste Verarbeitungsspannen, für einige Macharten Höchstpreise festgesetzt worden, neue Waren dürfen erst in Verkehr gebracht werden wenn zuvor ein Höchstpreis für sie genehmigt wurde usw. Hinzu kommen die Kartellpreise, die zugleich Höchstpreise sind. Die Tendenz geht, mächtig unterstützt durch die Typisierung und die Vorschriften über die zu verwendenden Rohstoffe (Werkstoff=Einheitslisten), ganz bewußt und eindeutia dahin, den festen Höchstpreis zum Ziek und zur Grundlage der Preispolikik zu machen. Aus zwei Gründen: Einmal läßt sich solch ein schnell und gründlich wirkender Leistungswettbewerb am sichersten
sichts an
diesen Worten ste nes so
Arbeit des der GPU. oder, wie sie jetzt heißt, des NKWD. übergeben, denselben Menschen, die Roosevelt und Churchill noch vor drei Jahren als die Bluthunde der Zivilisation bezeichneten, und die sich in den Baltenstaaten schon so ausgiebig betätigt haben. Weiter kann die Verwirrung wohl nicht gehen. Die Angloamerikaner stehen nicht nur nicht abseits in einem Krieg, der auch um ihre Interessen geführt wird, sie wollen die Verteidiger auch ihrer Zivilisation noch ans Messer liefern. Wer die Politik nicht von der Rassenseite her betrachten würde, müßte den gesunden Menschenverstand von 200 Millionen bezweifeln. Aber es geht in diesem Kriege ja nicht um England oder die USA — es geht lediglich um die Herrschaft Judas, das sich seine Handlanger sucht, wo sie sich finden, und das die Situation derart vernebelt hat, daß die Völker nicht einmal mehr ihre wahren Interessen erkennen.
Aber nicht Deutschland, sondern das Judentum wird an diesem Kriege untergehen. Wie aber wäre es
um Europa bestellt, wenn es diese einzigartige deutsche Wehrmacht nicht hätte! Daß England die Kleinen, ohne mit der Wimper zu zucken, von Moskau kassieren lassen würde, wird auch in London nicht mehr bestritten. Die„Times“ schreibt unbekümmert: „Wir brauchen nur Deutschland zu vernichten, dann wird Europa so, wie wir und die Sowjets es haben wollen." Ein Wort, das in Emigrantenohren sicherlich angenehm klingt.
Welchen Einfluß die Sowjets erstreben, und wie weit dabei das Entgegenkommen ihrer westlichen Handlanger geht, besagen verschiedene Meldungen aus dem Mittelmeerraum. So haben die Gaullisten mit Moskau einen Vertrag über die Interessen beider Teile im Nahen Osten geschlossen, wobei es sich besonders um Syrien handelt, das damit nun auch der bolschewistischen Agitation geöffnet ist wie vorher Palästina und Aegypten. In Algier ist der Kommunistenführer Marty aufgetaucht, frisch aus Moskau importiert. Ein französisches Blatt in Tanger beschwört die Landsleute in Frankreich, am Beispiel der früheren nordafrikanischen Kolonie die bolschewistische Gefahr zu erkennen, die allen passiven Völkern droht. Auch in Spanien wagt sich der Bolschewismus wieder hervor, uno zwar über die Freimaurerlogen. Die Wochenschrift„El Espanol“ veröffentlicht ein sensationelles Dokument über eine Sitzung der spanischen Freimaurer, in dem die Namen früherer bolschewistischer und marxistischer Ministerpräsidenten wie Barrios, Prieto, Negrin wiederholt genannt werden. Ziel der Freimaurer ist zunächst die Wiederherstellung der demokratischen Monarchie unter Don Juan, und zwar „noch in diesem Jahr“. Die Spanier werden aufgefordert, in einer intensiven Flüsterpropaganda die Stellung Francos zu unterminieren. In diesem Licht gewinnen die Worte Francos, der Bolschewismus sei die ernsteste Gefahr Spaniens, eine neue. aktuelle Note. Die Angloamerikaner würden sicher keinen Finger rühren, wenn der Bolschewismus einen neuen Bürgerkrieg versuchen würde. Im Gegenteil. Auch die Wühlarbeit der Freimaurer gehört zu ihrem„Nervenkrieg ohnegleichen", wie so manches andere, wie zum guten Teil die Moskauer Konferenz. Wenn etwa auch die bolschewistische Invasion im Mittelmeerraum dazu gehören sollte, so werden sich die Angloamerikaner allerdings eines Tages fragen ob sie sich nicht in ihren eigenen Netzen fangen werden.
herabzusetzen, um sogleich die leistungssteigernden Kräfte. der Betriebe zu entbinden. Die Erfahrungen der letzten Jahre können nur dazu ermutigen, auf dem beschrittenen Weg fortzufahren. Zum zweiten ist eine wirksame Preisüberwachung, wenn man nur wenige Menschen hat, nur bei einem Preissystem moglich, dessen Preise jederzeit leicht feststellbar sind. Preise, die auf eine umständliche Weise zu kalkulieren sind, erfordern eine viel zu lange Kontrollarbeit. Das Odeal der rationellen und wirksamen Preisüberwachung ist zweifellos ein Verzeichnis, aus dem alle zulässigen Preise an festen Ziffern abgelesen werden können. Praktisch verfahren ja auch die Preisüberwachungsstellen längst so, daß sie ihre Untexlagen zu einem Verzeichnis zusammenstellen. Die Entwicklung drängt also sowohl von. innen heraus als auch aus Gründen der Knappheit an Menschen dahin, allmählich ein allgemeines Reichspreisverzeichnis aufzubauen
Ob es schon heute oder überhaupt in Kriegszeiten
und gerechtesten organisieren. Man braucht nichts an veröffentlicht werden könnte oder nicht, ist eine anaa ancht auchihanh an soin hraucht,
die Anstrengungen der Sowjets?
Ziele„nicht nur militärischer Art"- Invasion des Mittelmeerraums
Republikanisches Italien
Von Reichshauptamtsleiter Dr. Adolf Dresler Als Mussolini nach seiner Befreiung durch deutsche Fallschirmjäger aus der Gefangenschaft, in die König Viktor Emanuel III. ihn verräterischerweise durch den neuen Regierungschef Badoglio hatte verbringen lassen, befreit worden war, sagte er in seiner ersten Rundfunkansprache an das italienische Volk:
„Die Monarchie hat das Regime verraten, so daß sie heute im Bewußtsein und im Herzen des Volkes erledigt ist. Wenn eine Monarchie ihren Aufgaben nicht nachkommt, verliert sie jede Daseinsberechtigung." Es war die natürliche Antwort auf den beispiellosen Verrat der Monarchie, daß Mussolini in seinen ersten Tagesbefehlen an die Faschisten die faschistische Partei nunmehr als republikanische bezeichnete und daß er am 26. 9. eine neue republikanische Regierung bildete. Diese Abkehr von der Monarchie und das Bekenntnis zur Republik ist aber nicht nur als Ausdruck der berechtigten Empörung über das schmähliche Verhalten des letzten italienischen Königs anzusehen, sondern es
ist zugleich auch die Wiederaufnahme der ursprünglich
repub
selbst und die u
des Risorgimento und des italienischen Mittelalters. Mussolini fuhr denn auch in seiner obenerwähnten Rede mit den Worten fort:„Uebrigens haben wir mehr republikanische als monarchische Ueberlieferungen. Mehr als von den Anhängern der Monarchie wurde Italiens Einheit und Unabhängigkeit gegen alle mehr oder weniger fremden Monarchsen von der republi
lanischen Richtung erstrebt, die ihren reinen und gropostel in Giuseppe Mazzini hatte.“
In der Tat, Italiens Ueberlieferungen sind mehr republikanisch als monarchisch gewesen. Das mittelalterliche Italien wies eine größere Zahl von republikanisch regierten Staaten und Stadtrepubliken als von Fürstentümern auf. Zwei der bedeutendsten, Venedig und Genua, bestanden bis zur Beseitigung durch Napoleon im Jahre 1797, eine, das kleine San Marino, hat sich bis heute zu behaupten gewußt. Wo sich Republiken zu Fürstentümern umwandelten, wie in Florenz und Mailand, geschah dies erst nach langen und blutigen Kämpfen und gegen die nie ganzlich verstummte Opposition der Republikaner. Die Bewegung zur Befreiung und Einigung Staliens, die in Anlehnung an die französische Revolution von 1789 entstand, war betont antimonarchisch, ihre Anhänger, die sich vor den Verfolgungen der Polizei der verschiedenen Einzelstaaten in Mailand, der Hauptstadt der 1797 gebildeten Cisalpinischen Republik versammelten, wie Cuoco, Foscolo, Rasori waren überzeugte Republikaner. Sie erstreblen die„eine und unteilbare italienische Republik“, und wenn sie dieses Ziel nicht erreichten, so nur deshalb, weil die Franzosen Italiens Einheit in keiner Form dulden wollten und daher nur Teilrepubliken, wie 1798 die römische und 1799 die parthenopäische in Neapel zuließen. Trotzdem aber wurden die republikanischen Patrioten nicht müde, auch gegen die französische Einmischung die republikanische Einheit Italiens zu erstreben, und sie fuhren in dieser Einstellung selbst dann fort, als Napoleon I. 1804 die französische Republik in das Kaiserreich verwandelte und 1800 die Cisalpinische Republik in das Königreich Italien. Republikaner wie der Venetianer Barzoni oder sein Landsmann Foscolo wurden von Napoleon zum Tode verurteilt oder gemaßregelt. Auch der größte Dichter jener Zeit, Vittorio Alfieri, war überzeugter Republikaner, wenngleich er sein Ideal in der römischen Republik des Altertums suchte.
Der Wiener Kongreß von 1815 stellte zwar die früheren monarchischen Einzelstaaten wieder her, trotzdem aber erstarb die alte republikanische Ueberlieferung keineswegs, sondern gerade sie war auch jetzt im Ggensatz zu den Monarchien die Trägerin des Einheitsgedankens. Der bedeutendste republikanische Vorkämpfer des Risorgimento war Giuseppe Mazzini, aber auch Giuseppe Garibaldi und Francesco Crispi waren in ihrer Grundeinstellung Republikaner und haben sich nur widerstrebend mit der durch Cavour vollzogenen Einigung Italiens unter dem Hause Savoyen abgefunden. Der große Dichter Leopardi bekannte sich als überzeugender Republikaner. Republikanisch war die Einheitsbewegung der Carbonari, die 1820 und 1830 en revol d repub
Jahres 1848 in Sizili
republikanisch waren die Revolutionen der Jahre 1848 und 1849 in Venedig und Rom.
Als Mazzini sich in den Jahren 1828 und 1829 journalistisch in republikanischem Sinne betätigte, mußter er vor dem Zugriff der Polizei fliehen. Er ging nach Marseille und gründete hier 1831 den politischen Bund zur Einigung und Befreiung Italiens,„La Giovine Italia“, das„Junge Italien“, dessen eifrige über ganz Italien sich verbreitende Propaganda und insgeheim eingeschmuggelte gleichnamige Zeitschrift die Verurteilung Mazzinis zum Tode zur Folge hatte.
1849 begab sich Mazzini nach Rom, das sich nach der Flucht des Papstes zur Republik erklärt hatte, der er sogleich den Stempel seiner lauteren Persön
lichkeit und seines großen Charakters aufzudrücken verstand. Endlich schien der Anfang zur italienischen Einheitsrepublik gemacht zu sein. Mazzinis jugendlicher Freund Maneli gab nur die allgemeine Empfindung wieder, als er am 11. Januar 1849 über die Mission Roms schrieb: Wer wird es wagen, auf dem Boden, in dem die Gebeine der römischen Tribunen ruhen, den Namen einer Dynastie auszusprechen?" Aber der Bestand der römischen Republik sollte nur wenige Monate dauern, Frankreich entsandte Truppen um Rom dem Papste zuruczuerobern. Vergebens organisierten Mazzini und Garibaldi die Verteidigung. Anfang Juli 1849 wurde Rom von den Franzosen gestürmt und dem Papste wieder ausgeliefert. Trotzdem aber ist Mazzini, der als Flüchtling in die Schweiz, nach Frankreich und schließlich nach London ging. seinem republikanischen Odeal bis zu seinem Tode treu geblieben. Er führte einen erbitterten Kampf gegen die Hausmachtpolitik der Dynastie Savoyen und blieb auch in der Ferne der geistige Führer der zahlreichen Republikaner Italiens.
Zu Mazzinis Anhängern haben lange Zeit hindurch auch zwei andere große Gestalten des Risorgimentö gehört: Garibaldi und Crispi, Garibaldi hat in den
Reichsminister Speer bei den Panzern. Um immer neue Erfahrungen für die Kriegsindustrie zu sammeln, unterrichtet sich der Chef der Organisa ion Todt, Reichsminister Speer, laufend selbst an den Fronten über den Ein alz der von der Rüstung industrie gelieferten Waffen.— Hier wohnt er einem Panzeraufmarsch bei dem Befehlshaber einer Panzerdivision im Östen bei.
(PK-Aufn.: ÖT-Kriegsberichter Kobierowski, Atl, Z)
2795 Panzer und 1442 Flugzeuge
301 700 BRT. versenkt— Die Feind-Verluste im Oktober
Aus dem Führerhauptquartier, 1. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Südlich des unteren Dnjepr sind heftige Kämpfe mit durchgebrochenen Teilen schneller feindlicher Verbände im Gange. Durch kühne Flankenstöße beweglicher deutscher Kampfgruppen erlitten die Sowjets dort empfindliche Verluste.
Jn der Schlacht im Dnjepr=Bogen macht unser Gegenangriff weiter gute Fortschritte. Starke Vor
stöhe des Feindes südwestlich Onjepropetrowsk und tlich Krementschug brachen im Abwehrfeuer zusammen.
In der Milte der Ostfront beschränkte sich die Kampftätigkeit auf örtliche Angriffe der Sowjets in
den bisherigen Schwerpunktabschnitten, die, zum Teil im Gegenstoß, abgewirsen wurden.
Von der Front vom Ilmensee bis westlich Leningrad wird nur lebhafte beiderseitige Stoßtrupptätigkeit gemeldet.
Im Monat Oktober wurden an der Ostfront 2795 Panzer und 1442 Flugzeuge des Feindes vernichtet.
In Süditalien wehrten unsere Truppen starke britisch=nordamerikanische Durchbruchsangriffe beiderseits des Volturno ab. Sie beziehen jetzt zwischen der italienischen Westküste und dem Matese=Gebirge weiter nordwestlich gelegene Höhenstellungen. Während der Feind im Volturno=Abschnitt sofort nachstieß, folgte er unseren Bewegungen weiter westlich nur zögernd.
Einzelne britische Flugzeuge flogen am Tage in die besetzten Westgebiete und in der vergangenen Nacht nach Nordwestdeutschland ein und warfen verstreut Bomben. Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.
Die Luftwaffe griff in der Nacht zum 1. November erneut Einzelziele im Raum von London an.
Im Kampf gegen die britisch-nordamerikanischen Seeverbindungen versenkten Kriegmarine und Luftwaffe im Monat Oktober 52 Handelsschiffe mit 301 700 BRT. 18 feindliche Handelsschiffe mit über 100 000 BRT. wurden so schwer beschädigt, daß mit dem Untergang der meisten dieser Schiffe gerechnet werden kann. Ferner wurden 27 Handelsschiffe mit rund 170 000 BRT. beschüdigt.
Im Kampf gegen die feindlichen Flottenstreitkräfte vernichteten Kriegsmarine und Luftwaffe einen Kreuzer, elf Zerstörer, zwei Bewacher und vier Schnellboote. Fünf Kreuzer, sieben Zerstörer uno zahlreiche andere Kriegsschiffeinheiten wurden so schwer beschädigt, daß auch mit der Vernichtung eines Teiles die
uno gereictesten organisieten. Wan braudsi ans an¬bereniiicht weiben lonnie ober nicht ist a a
ders zu tun, als von Zeit zu Zeit die Höchstpreise 1 dere Frage, die aber nicht entscheidend zu sein braucht. ser Schiffe gerechnet werden kann.