Rechtsdrehung 90°Linksdrehung 90° 
  
  
  
  
  
 
Einzelbild herunterladen

Fen un. ung nen lo. 1o den

10n

und raf­der irch e0 ern ge­de­art en

der und für ter hrt der ner Um on. isch ine Die

u

Die

00

an

in

9.2

1

Flechtwerkwände um den Grubenrand standen oder enl#mel Schwalbennester gibt es in ferne?

im Rechteck in weiterem Abstand die Grube umgeben Wierier Schwulbennester gwoi k. in Berne!

haben; das letztere ist eher anzunehmen..] In der letzten Nummer unserer Herner Heimat­

Auf dem Boden der Grube fand sich das größere blätter bat das Städtische Museum um Mitteilung Eine aus dem 2.3., die andere aus dem§. 9. Jahrhundert nach Christi.[Bruchstück einer Schüssel aus Ton, die einen wieviel Schwalbennester im vorigen und diesem Jahr

schön profilierten Rand besessen hat. Sie war außen in den einzelnen Stadtteilen vorhanden waren bzw.

Beendigung der Ausgrabungen an der Körnerstraße

Zwei Siedlungen nachgewiesen

das Gelände„Auf der Insel“ Die von der Grube angefertigten Fotos lassen die gut geglättet.

B

baulich erschlossen.

Diese Schüssel kann aus dem großen

... Die nach Norden führende neu= Grube in ihren Umrissen scharf erkennen, ebenso die Bruchstück leicht ergänzt werden.

bedame Kornerstraße ist verlängert worden. An die= Querschnitte, die an verschiedenen Stellen der Grube] Die Funde von der letzten Grabung beweisen nun­set neuen Straße fanden sich 1935 germanische gewonnen wurden. Auf dem Boden der Grube fand mehr die Ansicht, daß an der Körnerstraße zwei ger­Stectungreste aus dem 8.—9. Jahrhun=ssich an einer Stelle gehaust Holzkohle, ein Be= manische Siedlungen bestanden haben. Die älteste

hab harin ein Souor nchrannt hat Eino An­

vorhanden sind. Diese Mitteilungen sind nicht nur für die Herner Heimatforschung wichtig, sondern sie werden an eine Zentralstelle in Münster weiter­gegeben.

Heute veröffentlichen wir eine Liste, die Her stammt aus dem 2.—3. Jahrhundert und die andere Hauptlehrer Becker für den Stadtteil Holthausen an­aus dem 8.—9. Jahrhundert nach Christus. Es kann gelegt hat. Auch an dieser Stelle sei Herrn B. sur

E Kiente und dum erhaltenerevensaus, baranter einige Runostuct und ein dickes aber nicht entschieden werden, ob diese Siedlung seine freundliche Mühewaltung gedankt.

Webstuhlgewichte enthielt. Dabei lag noch der Rest Bodenstück. Von einem Unterstein einer einsachen durchgängig vom 2.—3. an bis zum 8.—9. Jahrhun­

eines Anschlageisens. Diese Funde weisen sicherlich Getreidequetsche fanden sich Bruchstücke, die dert besiedelt worden ist. Anzunehmen ist es. Die Bewohnte Schwaldennester

„"„„„„„- N Bacheh an-sich un einer Sienle gehauft IOihrohle,eint..

" Cyristus. Darunter auch eine rea weis, daß darin ein Feuer gebrannt hat. Eine An­gecrige Gruve von 2,50 mal 1,40 Meter Ausdehnung zahl Scherben von Tongesäßen fanden sich ##ker, Liese, die Reste und ganz erhaltene ebenfalls, darunter einige Randstücke und ein dickes

„„„„„„ fherrichFerrerorhlere fünder Wil.*

darauf hin, daß wir hier eine Webstube vor uns auf einer Fläche glatt sind, ein Beweis, daß auf den haben, die zu einer Siedlung gehörte.(Im nächsten Untersteinen mit einem etwa faustgroßen, rundlichen Heft der Prähistorischen Zeitschrift der Berliner Geröll= oder Geschiebestein Getreide zerquetscht wor­Anthropologischen Gesellschaft, deren Mitglied der den ist. Wie fast stets bei uns, war auch diese Ge­Berichterstatter ist, werden die Funde ausführlich treidequetsche aus Steinkohlensandstein angefertigt. beschrieben.) Im vorigen Jahr berichtete auch die! Auch Stücke von Raseneisenstein fan­Herner Presse darüber. den sich in und an der Grube. Raseneisenstein ist bei

Schon bei den Ausgrabungen im Jahre 1935 schien uns in germanischer Zeit verhüttet worden, wie wir sugen noch altere Siedlungsfunde vor. Inses auch von anderen hiesigen Fundstellen nachweisen diesen Monaten wurden weitere Häuser an der Kör= konnten. Bemerkenswert sind noch gebrannke nerstraße gebaut, und so war Gelegenheit gegeben,[Stückchen Lehm, die offenbar von Flecht: die Ausgrabungen weiterzuführen. Ein Grundstück swerkwänden stammen, die um die Grube herum

standen. Löcher von Pfosten fanden sich nicht. Es ist daher fraglich, ob die Pfosten der

hat die Gewerkschaft Dorn erworben, die es mit einer Mauer umgeben will. Wir waren daher gezwungen, zuvor das Grundstück zu untersuchen. Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen, und wir können Näheres be­richten.

Untersucht wurden etwa 200 Quadratmeter Boden. Der Humus wurde abgedeckt und der darunter zum Vorschein kommende Sand planiert. Zunächst fan­den sich in 70 Zentimeter Tiefe häufiger kleinere Reste von Tongefäßen, die vermuten ließen, daß sich irgendwie in der Nähe eine Grube befand. Auch Gerölle, die im Gelände an der Körnerstraße oberflächig liegend nicht vorkommen dürfen, fanden sich. Da die Einplanierungen vorsichtig vor sich gehen müssen, fand sich nach 8 Tagen eine ovale Grube von 2,50 mal 1,70 Meter Ausdehnung und einer Tiefe von 1,05 Meter.

Die Grube war an der dunklen Füllung kenntlich, die sich scharf von den helleren Sandmassen abhob.

dert besiedelt worden ist. Anzunehmen ist es. Die

zuletzt gefundene ovale Grube lag von der„Web­stube“, die im vorigen Jahr aufgedeckt wurde, etwa 10 Meter entfernt. Sicher ist also, daß wir an der Körnerstraße zwei germanische Siedlungen festge­stellt haben, die zwei verschiedenen Zeiten angehören.

Das Ergebnis ist somit recht erfreulich. Wir haben demnach auch fast mitten im Stadtzentrum germa­nische Siedlungen. Noch einige Jahre gründliche Be­obachtung des Geländes, und wir werden dann sicher­lich ein ganzes Dutzend germanische Siedlungen in Herne festgestellt haben. Bisher sind schon 8 Stück einwandfrei nachgewiesen. Wir sehen, daß Herne allerhand aus der germanischen Siedlungszeit Westfalens aufzuweisen hat.

im

Grundstimmung der Sagen und Märchen des Emscherbruches

Der größte Ammonit im Herner Städt. Museum Fast 1 Meter Durchmesser, etwa 2 Zentner Gewicht.

Es handelt sich um den Ausguß einer Tintenfisch­schale. Es gab in erdgeschichtlicher Zeit verschiedene Tintenfischarten, so die Nautiloiden, Ammoniten, Goniatiten und Belemniten. Sie bevölkerten ins besondere die Kreidemeere unserer Heimat. Der ab gebildete Fund stammt von Nottuln im Münsterland.

Folgender Aufsatz ist die Einleitung für eine forklaufende Folge von„Herner Sagen und Märchen des Bruchs“ von demselben Verfasser.

Die Schriftleitung.

Allzeit ist bei den Bewohnern des Emscherlandes der Glaube an die unheimliche Größe des Bruches haften geblieben. Heißt es doch im Volksmunde hier­zulande überall von einem verkommenen Menschen:

1. Bauer Tappe, Holsterhauser Str.

2.„ Rüfer, Holsterhauser Str.

3.„ Wiesmann, Holsterh. Str.

4.„ Wiesche, Mont=Cenis=Str.

5.„ Hubert, Mont=Cenis=Str.

6.„ Stegemann, Mt.=Cenis=Str.

7. Familie Weber, Mont=Cenis=Str.

8. Bauer Vonnahme, M.=Cenis=Str.

9.„ Vethacke, M.=Cenis=Str.

10.„ Eckmann, M.=Cenis=Str.

11.„ Speckbrock, M.=Cenis=Str.

12. Schlossermeister Vethacke, Ww.

13. Haus Bruchstraße 88

14. Milchhändler Dreier, Bruchstraße

15. Bauer Haacke, Börsinghauser Str. 16.„ Böckmann, Börsingh. Str. 17. Familie Neubauer, Börsingh. Str.

Ortsteil Holthausen 1936 1935

7

3

1

2

1

2

1

1

3

2

0

2

2

5

0

1

Insgesamt 37 35

Festgestellt im Juli 1936 durch I. Becker, Mont=Cenis=Straße 476.

jahr und Herbst an den gefährlichen Nebeltagen wie in einem Hexenkessel brodelte, der Nebel unbeschreib­lich schaurig sich weit ins Land ausdehnte, wirkten die hüpfenden Irrlichter in den gelblichen Nebelwolken

recht gruselig. Dazwischen hörte man in regelmäßigen Neue Sonderausstellung vom 2. 9. 36 an. Abständen das helle Schreien der Kibitze. Wie Kün­] Für etwa 4 Wochen wird eine neue Sonderaus­

Aus dem Städtischen Museum.

der drohenden Unheils schwebten ihre spuckhaften stellung von der Westfälischen Museumsvereinigung schwarzen Schatten im Irrlicht der Sümpfe dahin. im Städtischen Museum gezeigt. Sie betitelt sich„Be­Wie manchen Pferdestrüker, der vom alten Bruchweg rühmte Westfolen“. Ausgestellt sind Bildnisse von

Hä hiert am Gewierten sau graut as dä Irmscher abirrte, hat das gespenstische Bruch für immer be=#arükmt## mn“.at

Brauk.“ Die in der Eiszeit geformte„emme““) wurde

von einem unruhigen Gesellen durchflossen, der heute] Der Nebel ist und bleibt in der Einbildungskraft die schwarzen Industrieabwässer zum Vater Rhein der Menschen sein Feind. Es kann uns daher nicht Die Emscher führt seit einigen Jahrzehnten wundern, wenn mit ihm überall die bösen übelwollen ein Wasser, in das niemand mehr Freiwillig einen den Geister ins Land ziehen. So wandelt er in der

eigenen von Na; dürren Heide ein düsteres Nebelgespenst: das Klage­weib, riesengroß mit todbleichem Gesicht in weithin flatternden Leichentüchern gehüllt. Lehnt es sich über uns ins Haus, so muß dort im Laufe eines Monats ein Hausgenosse sterben. Wer den Kuß des Heide

Finger steckt. Es mußte sogar den eigenen von Na­tur gegebenen Lauf aufgeben und die schwarzen Flu­ten durch einen vorgeschriebenen Kanal schleppen.

Doch es war einst anders. Wenn wir in der Ge­schichte zurückblättern, erzählt uns Friedrich von Stei­nen**) viel anmutigere Geschichten von der„stürmi­schen Emscher". Da heißt es:„Die Emscher nimmt ihren Anfang im Kirchspiel Aplerbeck nicht weit vom Hause Duddenroor, fließet an Hörde vorbei, längs die Grafschaft Dortmund, das Vest Recklinghausen und Stift Essen durch das Klevische und fällt endlich nicht weit von Ruhrort in den Rhein. Dieser Fluß ist zwar nicht groß aber sehr nützlich, denn er nährt schöne Fische und Krebse und treibt Mühlen und hat an sei­nen Ufern schöne Weiden und Wiesen.“ Noch weit in die Landschaft hineinragende erkenntliche Flußterras­

sen zeigen uns heute das Bild des ursprünglichen Flußlaufes mit seinen grünen Ufern. Noch im Jahre 1830 war die Landschaft menschenleer. Hier und da erblickte man die Hütten der schwergeplagten Siedler. die Meiler der Köhler, die Waldwohnungen der Hir ten deckt

jahr und Herbst der unruhige Geselle das Land. In reiten Heinzelmännchen den Niederungen zeigte sich Dornengestrüp, dazwischen! So wollen wir weiter hören von den Geistern des modrige Wasserlachen. Auf den nie ganz ausgetroa: Bruchs und inmitten der nie ruhenden Industrie neten Weideflächen sah man verwildertes Rindvieh, einen Augenblick verweilen im Sagen= und Marchen­

mannes empfängt, ist dem Tode geweiht, ein Opfer des bösen Nebels. Im Nebelgewande schreitet die Pest über die unendlichen Weiten dahin. Ja, sogar eine Nebelkirche mit geisterhaftem Glockengeläut soll es geben.

So sind auch hier im Emscherbruch im Laufe der Zeiten die Sagen und Märchen mit all den verder­benbringenden Geistern entstanden. Sei es der unge­heuere Drache, dessen Blut, wie das Blitzkuhlenmär­chen erzählt, das lustige Wasser der Marpe speiste, oder die betrübte Jungfrau Pinkernell, die mit der Waage in der Hand mit Riesenschritten die Hiller Heide mißt, weil sie ihrem Leben die Menschen betrog. Sei es der dulle Jost, der im Grabe nicht Ruhe fin­det, oder der herrische Graf Pallandt, der insbeson­dere in den zwölf Nächten hinter Hecken und Büschen

berühmten Personlichkeiten, die in Westfalen geboren sind. Darunter befinden sich Dichter, Schriftsteller, Schulmänner, Bischööse, Pfarrer, Diplomaten, Militär­personen, Maler und andere Künstler. Die Ausstel­lung, die bereits in mehreren westfälischen Städten gezeigt wurde, hat überall großen Anklang gefunden und wird auch für die Herner Bevölkerung reiche An­regung bieten.

Stiftungen an das Museum.

Wieder sind einige Sachen gestiftet worden, die wir jedoch aus technischen Gründen erst in der näch­sten Nummer der Heimatblätter veröffentlichen kön­nen. Wer irgend etwas für das Museum hat, stifte es, denn im Museum wird es der Allgemeinheit zu­gänglich gemacht und für die Zukunft aufbewahrt. Was irgendwie museumsreif erscheint, bitten wir, uns anzuzeigen, damit wir es in Augenschein nehmen. Es ist nicht wichtig, wenn sich auch mal etwas Un­brauchbares darunter befindet. Besonderer Wert wird auch auf Kriegsandenken aller Art gelegt, so auf Postkarten, Ansichts­karten, Feldpostbriefe, Landkarten, Munitionsreste, Zeitungen, Zeitschriften usw. Gern werden die Sachen abgeholt.

Wichtige Neuerwerbung.

deren Dächer mit Reiser und Rasenplaggen be= auf seine Opfer lauert. Nirgendwo begegnen wir hiek#n#.#....#b 2— uuutenachen einnerleiht men

kt waren. Regelmäßig überschwemmte im Früh= den schelmischen Elfen und Niren oder den stets be=st#elicer Mammutknochen einverleibt wen

Das Wildpferd hatte hier zwischen Gestrüpp und Buschwerk ein wahres Paradies gefunden.

Der seßhafte Bruchbewohner kannte eigentlich nur einen Feind— die Bruchnebel. Wenn es im Früh­

lande Orplids und sprechen wie einst: es war einmal!

*) Emtscher)— emme— Ebene.

**) Friedrich von Steinen:„Westf. Geschichte“

den. Es handelt sich um einen Oberarmknochen von 105 Zentimeter Länge. Das Stück ist vollständig er­halten und nicht im geringsten beschädigt. Es ist der größte Knochen, den das Museum besitzt. Schon allein diesen Knochen zu besichtigen, lohnt einen Mu kumsbesuch. Bemerkenswert ist noch daran, daß die Gelenkflachen vollständig erhalten sind.

Das Museum ist vom 10. 8. bis 2. 9. 36 geschlossen.

Neues von den Hirschkäfern in Herne

1I.

Lebensweise der Käfer.

Es kommt vor, daß man auch am hellen Tage einen oder mehrere Käfer in der Kolonie umher­kriechen sieht, selbst wenn die Sonne prall hernieder­scheint. Allgemein aber sitzen sie bis zur Dämmerung in den Erdröhren. Unbekannt ist, ob die Käfer sich auch in diesen Erdi

ist es nicht, zumal mehrere Löcher angetroffen wur den, in deren Schrägung kleine Bröckchen völlig mul migen Holzes angehäuft waren. Einmal san mitten darin ein kleines Weibchen; ob es sich zur Eiabaabe einrichtete oder zum ersten Male sich seines Daseins freute, ist unbestimmt. Ich halte dafur daß es sich zur Eiabaabe rüstete. Diese Ansicht ernen eine Sinte dadurch, daß in zwei Fällen in den Eingangslöchern kurze Stücke Gras und Binsenhalme steckten, die of fensichtlich von den Käfern stammten und wohl als Futter für die Nachkommen in der Schrägung an­gesammelt werden sollten(die entsprechenden Fei­stellungen hatten positiv getroffen werden können wenn viele Erdröhren geöffnet worden waren, doch wurde davon im Interesse des Fortbestande­Kolonien Abstand genommen: langjährige Beobach­tungen werden gewiß Näheres ergeben.)

Die„Geweihe" der Mannchen sind für andere Mannchen und Weibchen sehr gefährliche Watten Fast an jedem Morgen habe ich tot Geschlechtes aufgelesen, die fast immer mut den„Ge weihen“ getotet waren. Der Zugriff damit wirkte tets in kurzer Zeit tödlich, wenn der Leib von der

das sie gern annahmen. Auch sollen sie Wein= und Eichenblätter annehmen, was ich aber nie beobachtete. Auch in der Gefangenschaft verkriechen sie sich in den entstehen. In einer solchen Kolonie sieht man die Ero=, am meisten die Weibchen, weil sie so vor immer wieder Tiere mit starken Beulen und Löchern##en nimmermüden Männchen sicher sind; diese stei in den Flügeldecken. lben niemals nach der Paarung, auch nicht nach

Erscheint man nicht des Morgens in aller Frühe 4 Wochen, wie es häufiger zu lesen ist.„Daß die in der Kolonie, dann findet man gegen Mittag von Männchen lange leben, dafür spricht der Umstand, toten Tieren nur die Hartteile. Ich habe beobachtet, vaß kleine und große vorkommen; die kleinen sind

wie Ameisen die Käser vollständig ausgefressen hat= seben junger und erreichen erst nach längerer Lebens ten bis auf Brust und Kopf; die Tiere lebten aber

dauer die volle Größe, ebenso wie die Weibchen Keineswegs dürfte die verschiedenartige Größe an der jeweiligen Nahrung und ihrer Menge liegen, denn wie erwähnt, in den hiesigen Kolonien kommen kleine neben den großen Tieren vor. Dabei haben sie samtlich die gleiche Nahrung und Nahrungsquellen

werden, kann dazu beigetragen haben, daß die Tiere auch in Erdröhren wohnen; vielleicht dienen die Baumstubben nur der Fortpflanzung. In diesem Jahre wollen wir entsprechend alte, mulmige Baum­stubben eingraben. Daß die Käfer sich aber auch in den selbstgegrabenen Erdröhren fortpflanzen, wird durch folgendes wahrscheinlich gemacht: In der er­wahnten Röhre, in der sich das kleine Weibchon in­mitten von mulmigen Holzstückchen vorfand, wurde beobachtet, daß die Eingangsröhre von unten zuge­schüttet war. Das wurde erkenntlich durch die Fül­lung der Röhre und daran, daß die Oberflache der Fullmasse(Erde) nach oben, zum Eingang, ausge­wölbt war. Die oberen 2 Zentimeter waren nicht mit erdigem Lößlehm angefüllt.

Nebenbei sei noch erwahnt, daß sich die Hirsch­käfer im Jahre 1935 auch im Lippegebiet sehr häufig

immer noch, obwohl schon einige Ameisen in der

Brust saßzen und fraßen. In zwei Fallen habe ich zwei Weibchen, die eigentlich bis auf den Kopf ausge fressen waren, solange behalten, bis sie starben; sie lebten noch 2 Tage und 2 Nächte!

Diese überaus zähe Lebensdauer steht eigentlich im Widerspruch zu der Beobachtung, daß selbst kleine,

Wunden am unteren Teil des Leibes in Kurze tödlich die Brautschau gehen, teils aber sofort wirken.[Eichenwäldchen in nördlicher Richtung abfliegen. Nicht

Eines Abends sah ich ein ziemlich starkes Mann=Inur den Abflug dahin konnte ich beobachten, sondern sig. So durfte

chen, das eine abgebrochene„Geweihstange" besaß. lauch im Waldchen die Ankunft wahrnehmen. Wird ein Hirschkaferflugjahr war. Für unser Gebiet trifft Es schleppte sich mühsam vorwarts, nach zwei Tagen also einmal das Waldchen gefallt, dann dürfte es mit auch die Angabe nicht zu, daß die Tiere im Mai bis

Beobachtet wurde, daß die Tiere teils nach dem

Auskriechen aus ihren Erdröhren in der Kolonie auf eingefunden hatten, ebenso in der waldigen Haardt

zu dem nahen zwischen Recklinghausen und Haltern a. d. Lippe.

Ferner waren sie im Landkreis Recklinghausen häu­sig. So dürste es sich bestätigen, daß das Jahr 1035

fand ich es tot in der Kolonie.

Sicher ist, daß es unter den Männchen verschie­dene Temperamente gibt. Manche sind die schlimm­sten Wuteriche; was ihnen begegnet, umfassen sie, heben manchmal Mannchen und Weibchen hoch und werfen beide zu Boden. Andere lassen sich in der Verfolgung eines Weibchens nicht stören und könn ten nur durch Tötung zum Ablassen gezwungen wer­den. Die Weibchen sind durchweg friedfertig. Na türlich lassen sich auch in der Gefangenschaft die Männchen nicht von der Paarung abhalten. In der

dem Herner Hirschkaservorkommen aus sein. Doch ist zu erwarten, daß die Kolonien und das Waldchen geschützt werden.

In und an den Kolonien kommen, wie schon er­wähnt, auch Baumstubben in der Erde vor, meistens Buchen. Eine größere Anzahl wurde von Erwerbs­losen zur Brennholzgewinnung ausgegraben, ohne daß ich eine Ahnung davon hatte. In den Baum­stubben und zwar in solchen von Buchen und Eichen haben sich viele Larven gefunden. Somit steht fest, daß sich die Herner Tiere in und an den Kolonien

ingeschutzten Unterseite gefaßt wird und große Wun: Gefangenschaft wurden sie mit Zuckerwasser genahrt, fortpflanzen. Daß der Baumstubben immer weniger

auch die Angabe nicht zu, daß die Tiere im Mai bis Juni vorkommen. Jetzt, wo dieser Bericht nieder­geschrieben wird, ist es Mitte Juli 1936, und immer noch herricht in den Kolonien reges Leben.

Die Unter=Schutz=Stellung dieser Herner Warkammen, soll beantragt werden. Reine Beobachtungen werde ich ebenfalls fortsetzen und zur Zeit an dieser Stelle wieder daruber berichten.

In diesem Jahre sind die Käfer nicht lo hausig wie 1935. An die Anwohner der Böde er­geht die dringende Bitte, ihre Kinder von dem Hirschkaservorkommen sernzuhalten. Der Schutz der Kafer ist am 18. 8. 1936 erneuert worden.