Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich Mark 1.08, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus gebracht; durch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzeitungsgebühr, hierzu Bestellgeld 36 Pf.— Postscheckkonto: Dortmund 1907. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger, Gerther Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne Hermann-Göring=Straße 8. neben der Hauptpost. Anzeigenpreise: 1 mm Raumhöde 4 M., im Textteil 25 Pf. Vereinskalender(im Textteil) se mm 10 Pf. Bäder= und Sommerfrischenanzeigen se mm 3½ Pf., Sisser= und Auskunftsgebühr 25 Pf. Fernsprecher: Sammel=Nummer 52541 Drahtanschrift: Anzeiger Herne. Nr. 186(Erstes Blatt) Montag, den 10. August 1936 32. Jahrgang General Franco greift an 4 Badajoz gefallen Madrider Regierungsapparat zum Teil nach Valencia verlegt Paris. 9. August. Am Samstag wurde, wie Havas aus Burgos meldet, vom Hauptquartier folgendes Kommunique ausgegeben: Im Norden haben die Truppen mehrere Erfolge erzielen können. Die Truppen, die bereits seit Beginn der Kämpfe an der Front liegen, werden demnächst durch frische Truppen aus Burgos und Umgebung ersetzt bezw. verstärkt werden. Den Oberbefehl über die Südtruppen hat General Franco selbst übernommen und mit der Offensive auf Madrid begonnen. In der Nähe von Badajoz und Caceres fanden heftige Kämpfe statt. Die Marxisten wurden in die Flucht geschlagen. Zahlreiche Panzerkraftwagen sind erobert worden. Ein Teil der Zivilen Garde dieser Gegend hat sich den nationalen Streitkräften zur Verfügung gestellt. Wie Havas aus Rabat berichtet, meldet der Sender Sevilla, die Regierung von Burgos verfüge gegenwärtig über eine sehr starke Luftflotte. Badajoz befinde sich in den Händen der Militärgruppe. Lissabon, 9. August. Das Generalkommando in Sevilla gab amtlich bekannt, daß die Stadt Llora del Rio am Samstagvormittag ohne Widerstand besetzt wurde. Die Kommunisten flohen zu dem in der Nähe liegenden Pena Flor. Llora del Rio liegt rd. 50 Klm. nordöstlich von Sevilla am Guadal= quivir. General Queipo de Llano gab im Rundsunk bekannt, daß die Truppen der Militärerhebung in Huesca die Marxisten vernichtend geschlagen haben. Die Militärgruppen hätten über 1000 Gefangene gemacht. Im weiteren Verlauf seiner Rundfunkerklärung ging General Queipo de Llano auch auf den franzosischen Richteinmischungsvorschlag ein. Er sagt u. a., daß die Franzosen zwar viel von Neutralität sprächen, es sei aber nur zu gut bekannt, was man in Paris darunter verstehe. Nachdem Frankreich die Madrider Mirxisten weitgehend unterstützt hätte, möchte es nunmehr gerne verhindern, daß die Truppen der nationalen Militärerhebung auch Unterstützung erhielten. Dieses Vorgehen. so sagte der General wörtlich,„kennzeichnet die Tattik unserer französischen Brüder!“ Burgos, 9. August. In Burgos rechnet man mit der unmittelbar bevorstehenden Unterwerjung der Provinz Badajoz. Auch glaubt man demnächst mit der Einnahme Malagas und dem Fall von Almeria rechnen zu können. Damit würde der Madrider Regierung ein großer Teil der Mittelmeerküste weggenommen werden. Die Ab schneidung Madrids von der levantinischen Küste, also von Valencia, soll ebenfalls nach hiesigen Auskünften nur noch eine Frage weniger Tage sein. Von amtlicher Seite werden in Burgos die Siegesmeldungen Madrids aus Huesca und Cadiz energisch dementiert. Interessant sind ferner die Feststellungen des Geheimdienstes der Norda#####e, wonach die Madrider Regierung tatsächlich bereits einen großen Teil des Regierungsapparates nach Valencia verlegt hat. Dort soll außerdem ein spanisches Kriegsschiff für den Notfall der Regierung zur Verfügung stehen. Die Stimmung unter den Marxisten, die an der Front kämpfen, lasse, so wird weiter betont, von Tag zu Tag nach. Zu dieser Veränderung im Lager der Roten habe das Verhalten der Führer sehr viel beigetragen, die sich fast nie an der Front sehen ließen und von denen das Gerücht gehe, daß sie sich große Geldsummen im Auslande sichergestellt hätten, die zum größten Teil aus den Goldbeständen der Bank von Spanien stammen sollen. Ueberlausende Augenzeugen wissen von Greuelkaten der Marxisten am lausenden Band zu erzählen. In den Dörfern sei keine Kirche mehr ganz, die Pfarrer seien erschossen oder erschlagen, die Häuser der als marxistenfeindlich verdächtigen Personen zerstört und ausgeraubt. iore Besitzer füsiliert worden. Die Erschießung von Personen auch ohne Beweise für ihre geggerische Einstellung nehme erschreckende Formen an. Das neueste System sei die Festsetzung von Geiseln in all den Gegenden, wo die Nationalisten noch nicht eingedrungen seien. Mit ihrer Erschießung im Fall der Eroberung müsse den genannten Aussagen zufolge mit aller Bestimmtheit gerechnet werden. Der Haß der Roten kenne keine Grenzen mehr. Geheimsender in Madrid Heftige Anklagen der Madrider„Politica“ gegen Zamora Madrid, 9. August. Die Zeitung„Politica“ klagt in einem Artikel den früheren Staatspräsidenten Alcala Zamora an, von dem Vorhaben der Militärgruppe unterrichtet gewesen zu sein. Er habe gewußt, daß mehrere spanische Kapitalisten für diesen Zweck große Summen Geldes bei ausländischen Banken hinterlegt hätten. Dies gehe, so behauptet das Blatt weiter, aus verschiedenen Aeußerungen Zamoras gegenüber Freunden hervor, sowie aus der Warnung, die er kurz vor der Abreise ins Ausland seinen Angestellten gab, daß sie sich nämlich der Todesgefahr aussetzten, wenn sie in Madrid blieben. Die Madrider Polizei beschlagnahmte zwei unter der Leitung eines Hauptmanns der spanischen Armee stehende geheime Rundfunksender, von denen der eine die Verbindung mit dem Ausland, der andere die Verbindung mit den spanischen Provinzen herstellte. Der betreffende Offizier konnte noch nicht verhaftet werden. 70 Zivilgardisten hingerichtet Kommunistisches Blutbad. Lissabon, 9. August. „Diario de Manha“ berichtet aus Elvas, daß 70 Sol daten der Zivilgarde, die sich am Samstag wegen Mangels an Munition in Badajoz den Kommunisten ergeben mußten, am Sonntag in der Stierkampsarena hingerichtet worden seien. Wieder Ruhe auf Madeira Lissabon, 9. August. Nach einer Meldung der Zeitung„Diario da Manha“ soll der Aufstand auf Madeira, dessen Ursachen Preissteigerungen für Milch und Butter waren, niedergeschlagen, und die Ruhe auf der ganzen Insel wiederhergestellt worden sein. Keine Flugzeuglieferungen über Litauen Kowno, 8. August. Die Litauische Telegraphenagentur teilt mit, daß die Meldungen. nach denen Litauen Flugzeuge an Spanien abgetreten habe, jeder Begründung entbehrten. Litauen befasse sich weder direkt noch indirekt mit einer Transaktion solcher Art. Hmpische Siegestafel Kultur: Brücke zwischen den Völkern Bedeutsame Empfänge ausländischer Abordnungen im Reichserziehungsministerium Berlin, 9. August. Die Bedeutung, die die Olympischen Spiele nicht nur für die sportlichen Wettkämpfe, sondern auch für die Vertiefung des kulturellen Verständnisses der Völker untereinander haben, trat deutlich am Samstag bei zwei Empfängen ausländischer Abordnungen im Reichserziehungsministerium hervor. Zunächst empfing Reichserziehungsminister Rust eine Abordnung ägyptischer Professoren und Studenten. Die Studenten unternehmen zur Zeit eine uropareise und bereisen auf Einladung der deutschen Studentenschaft etwa 15 Tage Deutschland. Reichserziehungsminister Rust hielt dann an die ägyptischen Gäste eine Ansprache, in der er ausführte: Wenn schon die Jugend im allgemeinen die Hoffnung der Völker ist, so richtet sich in der heutigen Zeit unser Blick mit ganz besonderer Erwartung auf die gesamte Jugend der Welt, und zwar deshalb. weil sie mit weniger Vorurteilen dem Leben gegenübersteht, weil sie den Mut hat, eigene Wege zur wahrhaften Verständigung der Völ ker zu gehen. Hier bahnbrechend mitzuarbeiten ist der Akademiker besonders berufen. Wie es auf der Olympischen Glocke zu lesen ist:„Ich rufe die Jugend der Welt“, so sehen Sie hier in Berlin in diesen Tagen tatsächlich die Jugend der Welt versammelt. Sie sehen aber weiter unser deutsches Volk und können es in seinem Leben kennen lernen. Wenn dieses unser Volk so wäre, wie das Ausland sagt, dann könnten wir es nicht verhindern, daß man es auch hier so vorfände. Man kann sehn Millionen Menschen, die sich hier auf engem Raum begegnen, keine Maske aufsetzen, sondern unser Volk zeigt sich so aufgeschlossen wie es in Wirklichkeit est. Sie können sehen, wie sehnsüchtig unser Volk aus einen Augenblick wartet, wo die gefühlsmäßigen Schranken der Fremdheit Entscheidungen des 8. Tages 100 Meter Kraul der Männer 1. Csik Ungarn 57.6 Sek. 2. Yuso Japan 57,9 Sek. 3. Arai Japan 58 Sek. Amal=100=Meter=Stafsel für Männer Japanische Geschenke für den Führer Adolf hitler Der Führer und Volkstümlichkeit Eishi Sato nach und einen Leil Reichskanzler Adolf Hitler erfreut sich im fernen Japan einer einzigartigen Aus allen Teilen Japans kamen viele Geschenke in Tokio an, die nun Herr B rin bringen und dem Führer uberreichen wird. Unser Bild zeigt Sa anannares Samneaichwert, eine japan sche Nationalilagge. Gemalde unter vielen anderen befinden + 9 Presse=Bild. niederfallen und der Weg zur Verständigung frei wird. Seien Sie mir daher herzlich willkommen, meine jungen ägyptischen Kommilitonen. Ich könnte mir denken, daß diese Wochen dazu dienen, nicht nur persönliche Beziehungen anzuknüpfen, sondern darüber hinaus zwischen Aegypten und Deutschland auch im engeren Rahmen der Hochschule geistige Verbindungen zu schaffen, die eine Realität für die Dauer darstellen. Die äayptischen Gäste bedankten sich mit lebhaftem Beifall für die Worte des Reichserziehungsministers. Der Führer der ägyptischen Abordnung. Professor Mohammed Zaki Omar, erklärte in seiner Erwiderung u. a.: „Es fehlen mir die Worte, um ihnen, Herr Minister, für den herzlichen Empfang zu danken, den Sie uns in Berlin bereitet haben. Wir wollen die Bande zwischen Deutschland und Aegypten, zwischen der deutschen und der ägyptischen Jugend vertiefen. Deutschland und Aegypten sind immer Freunde der Kultur gewesen, und wir hoffen, daß die von Ihnen gewünschte Zusammenarbeit zwischen deutschen und ägyptiichen Hochschulen und Universitäten sich in Zukunft enger gestalten wird.“ Zum Schluß brachten die Aegypter ein herzliches Heil auf den Führer und Reichsminister Rust aus Anschließend empfing Reichserziehungsminister Rust eine Abordnung griechischer Professoren an der Reichsakademie für Leibesübungen in Athen. Herr Professor Kataipis überreichte dem Minister drei in prachtvollem Goldschnitt ausgestattete Bücher mit Abbildungen über den Sport der alten Hellenen. Er hielt dabei eine Ansprache, in der er etwa ausführte: Wir haben diese Bücher als Ausdruck des Dankes für alles das überreicht, was Deutschland für die griechische Mannschaft und Griechenland getan hat. Wir werden für immer Dank schuldig sein, denn Deutschland hat den Geist der alten Griechen für die Olympischen Spiele wieder lebendig gemacht und die Olympischen Spiele so gut und so schön und so dem alten griechischen Geist entsprechend organisiert, wie kein anderes Land es hätte vollbringen können. Denn nur die Deutschen haben die Antike griechischer Kultur so studiert wie die Griechen selbst, ja noch besser. Wir Griechen lieben das deutsche Volk wie einen Bruder. Wir haben so viel gesehen, und das deutsche Volk hat uns einen so herzlichen Empfang bereitet, daß wir das alles erzählen müssen, wenn wir in unser Vaterland zurückkehren Wir müssen anerkennen, daß das deutsche Volk unter diesem Führer, mit diesem energischen Willen und dieser innigen Verbundenheit des Volkes mit seinem Führer eine herrliche Zukunft vor sich hat.“ Reichserziehungsminister Rust bedankte sich mit herzlichen Worten für das prachtvolle Geschenk. Er führte dann aus: Er freue sich über die ihm zuteil gewordene Begrüßung besonders deshalb, weil gerade in dieser Zeit sich deutlich zeige, wie eng verbunden der deutsche Geist und der deutsche Mensch mit dem griechischen Geist sei. Ein solches Leben und eine solche Entwicklung des deutschen Volkes im Geiste des alten Griechentums sei nur aus der rassischen Verwandtschaft erklärlich. In bestimmten Epochen großer deutscher Entsaltung habe immer wieder der hellenische Geist auf das deutsche Volk eingewirkt, nicht nur in den Bildwerken und der Architektur. nicht nur im Drama, sondern auch in der gesamten Lebensauffassung. Der Humanismus sei nicht denkbar ohne den Einfluß des griechischen Geistes. Der verwies dann auf Lessing, Goethe und Schiller. Die Olympischen Spiele zeigten so lebendig wie nie zuvor, daß das hellenische Erziehungsideal Wirklichkeit geworden ist Besondere Freude werde er, der Minister, empfinden wenn er in Griechenland den ernen Spatenstich #r die Ausgrabungen in Ll Es solle sann### alte genimurcche kutturelle Tr1 -cc marden. 1. 11SA. 39,8 Sek. 2. Italien 10.8 Sek. 3. Deutschland 41,2 Sek Amal=100=Meter=Staffel für Frauen 1. USA. 46,9 Sek. 2. England 47.6 Sek. 3. Kanada 47,8 Sek. Deutschland ausgeschieden. Amal=400=Meter=Staffel für Männer 1. England 3.09 Min. 2. USA. 3,11 Min. 3. Deutschland 3,11,9 Min. Hochsprung der Frauen 1. Csak Ungarn 1.60 Meter 2. Odam England 1,60 Meter 3. Kaun Deutschland 1,60 Meter (Durch Stechen entschieden). Marathonlauf 1. Son Japan 2,29,19,2 Std. 2. Harper England 2,31,23,2 Std 3. Nau Japan 2,31,42 Std. Ringen Schwergewicht 1. Palusatu Estland 2. Nyman Schweden 3. Hornsischer Deutschland. Federgewicht 1. Erkan Türkei 2. Reini Finnland 3. Karlsson Schweden. Halbschwergewicht 1. Cadier Schweden 2. Bietags Lettland 3. Neo Estland. Bantamgewicht 1. Loerinez Ungarn 2. Svensson Schweden 3. Brendel Deutschland. Weltergewicht 1. Svedberg Schweden 2. Schäfer Deutschland 3. Virtanen Finnland. Mittelgewicht 1. Johansson Schweden 2. Schweikert Deutschland 3. Palatos Ungarn. Leichtgewicht 1. Koskela Finnland 2. Herda Tschechoslowakei 3. Vaeli Estland. Degenmannschaftssechten(Nachtrag von Samstag) 1. Italien 2. Schweden 3. Frankreich 4. Deutschland. Munitionsschiebungen vereitelt Brüssel, 8. August. Eine in ihren Einzelheiten noch nicht ganz aufgeklätte Waffen= und Munitionslieferungsaffäre im Hafen von Antwerpen, die im Zusammenhang mit den Ereignissen in Spanien zu stehen scheint, beschäftig die belgische Presse Der Brüsseler„Soir“ berichtet darüber: Am 1. August trafen in Antwerpen 19 Eisenbahnwagen mit Munition ein. Bald darauf erhielt der Bahnhofsvorsteher ein Telegramm, als dessen Absender die Speditionsfirma angegeben war, die mit dem Seetransport der Lieferung beauftragt war. In dem Telegramm wurde die Anweisung gegeben, die Wagen in die Nähe eines bestimmten Schuppens im Hasen zu leiten. Dieses Telegramm hat sich als eine Fälschung herausgestellt. Man nimmt an, daß es von einer Extremistengrupne abgesandt wurde, die sich der Waffen und der Munition bemächtigen wollte. Das Gerücht will wissen, daß die Waisen bei Unruhen im Hafen von Antwerpen eine Rolle spielen sollten. Die Wagen waren auch schon gemaß den Weisungen des salschen Telegramms an die angegebene Stelle befördert worden, als die Polizei die Fälichung ausdeckte und die sofortige Zurückbeförderung der Wagen an den ursprünglichen Standort im Hafen veranlaßte. Außer diesen 19 Wagen sind nach den weiteren Mitteilungen des Brüsseler Blattes noch 30 andere mit Munition beladene Wagen im Antwerpener dasen eingetrossen, die von einem Schiff verladen werden sollten, das als Ziel einen Hafen in Brasilien hatte. Auf hoher See sollte dann der Kapitän, wir der Brüsseer„Soir“ werter berichtet, durch einen Funksoruch anjewiesen werden, einen spanischen Hasen anzulaufen. Als Ankäufer der Munition ist nach den Mitteilungen Bla: Ko. es ein spa ch ntern angehört, festgestellt worden. munist, der auch 1 Notizen Die chinesischen Landesteile Riangst und Szechwan wurden von einem—=en Unwetter heimgesucht. * Am Samstagabend sand eine Festillumination des Kieler Hafens statt, die mit einem Scheinwerferspiel der Flotte und einem Lampionkorso der unzähligen Ruder= und Paddelboote verbunden war. * Generalfeldmarschall v. Mackensen wurde zum Caef des Reiter=Regiments Nr. 5 ernannt * Die Deutschland= Ausstellung verzeichnete zum Wochenende einen Rekordbesuch. Am Samstag pamnerten sast 60 000 die Tore. und am Sonntag wurde erstmals die Zahl von 100000 Besuchern an einem Tage überschritten. Damit hat die Ausstellung fast dreiviertel Millionen Besucher. * Der Münchener Farcio veranstaltete eine Sammlung zu Gunsten der aus Spanien geflüchteten Deutschen, die 2012 KM. erbrachte T3„Hindenburg“ über Neuyork u. Washingion Millionen Amerikaner grüßen begeistert das deutsche Luftschiff 500 deutsche Flüchtlinge in Genua Mailand. 9. August. Die Ankünfte von Flüchtlingstransvorten in Genua gehmen ununterbrochen ihren Fortgang. Die Dampfer „Arania" und„Principessa Giovanni“ brachten insgesamt 1850 Personen, die sie in Valencia an Bord genommen hatten. in Sicherheit. Mit der„Urania“ kamen 204 Deutsche. 290 Italiener und Angehörige von zwölf anderen Nationen in Genua an. Das Lazarettschiff„Principessa Giovanni“ hatte 300 Deutsche, etwa 100 Italiener sowir zablreiche andere Staatsangebörige an Bord. Die deutsche Kolonie in Saragossa wohlauf Lissabon, 9 August. Die deutsche Gesandschaft in Lissabon erhielt aus Saragossa ein Telegramm. in dem die dortige deutsche Kolonie mitteilt, daß alle ihre Mitglieder wohlauf seien Vergwerksbesitzer aus Transvaal beim Führer Berlin, 9. August. Der Führer empfing den durch seine Arbeit um den Wiederaufbau des Deutschtums in Südafrika und für die Wiederberstellnug guter Wirtschaftsbeziebungen zwischen Deutschland und Südafrika besonders verdienten deutschen Montan=Geologen und Berawerksbesiner Dr. Metensko aus Johannesburg(Transvaal). Dr. Merensky überreichte dem Führer und Reichskanzler als Zeichen des Dankes und der Verehrung, die er und die Deutschen in Südafrika für den Führer des deutschen Volkes empfinden. eine Gabe von 1000 Unzen Platin. Ehrung einer Hundertjährigen Berlin, 9. August. Der Führer hat der Frau Johanna Fette aus Holzminden aus Anlaß der Vollendung ihres 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Sechs Personen verbrannt Schweres Autounglück in Frankreich. Paris, 9. August. Ein schweres Autobusunglück, bei dem 15 Personen chwer verletzt wurden und. wie man befürchtet. sechs ffahrgäste verbrannt sind. ereignete sich am Sonntag in der Nähe von Narbonne. Der Autobus. der etwa 20 Ausflügler von einem Strandbad in die Stadt befördern sollte, stürzte wenige Kilometer vor Narbonne eine drei Meter hohe Böschung hinab. überschlug sich und sing Feuer. Herbeigeeilte Passanten retteten 15 Fahrgaste aus den Flammen, die das Fahrgestell vollkommen eingehüllt hatten. Man befürchtet, daß sechs Personen die von dem umschlagenden Wagen begraben wurden, in den Flammen umgekommen sind. Die erste Dlympia=Briestaube in Italien Mailand, 9. August. Die erste der Brieftauben, die am Sröffnungstage der Olympischen Spiele von Berlin aus ihren Weg nach Italien genommen hatten, ist am Samstagabend in Parma bei ihrem Besitzer eingetroffen. Die Taube hatte neben den gewöhnlichen Gummiringen an ihren Füßen einen Metallureiten mit den Worten„Olympia Tauber Hager Svondau Rochstraße" befestigt. Die Entfernung. di; die Taube zurückgelegt hat, beträgt in der Luftlinie 1200 Kilometer. Neuyork, 8. August. Während Millionen von Amerikanern am Samstagvormittag die Berliner Uebertragung der Olympischen Spiele anhörten, erschten gegen 10 Uhr Neuyorker Zeit zum erstenmal bei Tageslicht das Luftschiff„Hindenburg" über Neuyork. Die amerikanische Hauptstadt lag in strahlendem Sonnenschein, als das Luftschiff die Wolkenkratzer überflog. In geringer Höhe fliegend, bot es einen herrlichen Anblick im hellen Sonnenschein. Die Begeisterung über das Erscheinen des Luftschifses war so groß, daß die Menschenmengen aus den Geschaftsund Kontorhäusern auf die Straßen und auf die Dächer eilten, um den Zeppelin möglichst genau wahrzunehmen. Der Geschäftsbetrieb wurde einige Minuten lang unterbrochen, da alle ihre Arbeitsplätze verließen, um den Giganten der Luft zu seben. Das Luftschiff„Hindenburg“ überflog um 11 Uhr Neunorker Zeit Lakehurst. Wider Erwarten bog es jedoch westwärts ab und funkte, daß es erst gegen 18 Uhr landen würde, da die Bodenwinde ungünstig seien. Washington, 8. August Das Luftschiff„Hindenburg“ zeigte sich heute über Washington, wo es das Weiße Haus und das Kapitol in geringer Höhe überflog. Es wurde von der Menge begeistert begrüßt. Ein amerikanisches Kleinluftschiff gab ihm das Geleit. Das Luftschiff als Olympiakurier Berlin, 8. August. Schon wweimal hat das Luftschiff„Hindenburg“ seine engste Verbundenheit mit den Olympischen Spielen bewiesen: Seine letzte Südamerikareise wurde um zwei Tage vorverlegt, um dadurch die letzten Olympiagäste aus Südamerika noch rechtzeitig nach Deutschland zu bringen, und am 1. August brachte das stolze Luftschiff die Grüße des ganzen deutschen Volkes zur Eröffnung der Spiele u. nahm so im Auftrage der gesamten Nation an dem großen Ereignis in Berlin teil. Zum dritten Mal wird sich nun das Luftschiff in den Dienst der Olympischen Spiele stellen: Die Deutsche Zeppelinreederei hat die ursprünglich für den 15. August angeletzte siebente Nordamerikafahrt des Luftschiffes„Hindenburg" um 24 Stunden verschoben, um dadurch einen möglichst schnellen Versand der Bilder und Filmaufnahmen von der Schlußfeier der Olympischen Spiele nach Nordamerika zu ermöglichen Da das Luftschiff zur Ueberquerung des Nordatlantik nur zwei Tage benötigt, werden schon am Mittwoch nach der Beendigung der Olympischen Spiele die Bilder von der Schlußseier in der amerikanischen Presse erscheinen und die Filmwochenschauen einen lebendigen Eindruck von dem Verlauf der letzten Kampftage vermitteln. Das ka bestimmte Bild= und Filmmaterial wird am Sonntagabend nach Beendigung der Schlußfeier mit einem Sonderflugzeug der Deutschen Lufthansa nach Frankfurt a. M. gebracht und sofort auf das dort wartende Luftschiff„Hindenburg" nach Lakehurst verladen. So wird das stolze deutsche Luftschiff als ein Botschafter der Olympischen Spiele erneut im Auslande vom deutschen Friedenswillen und deutschen Schaffensgeist Zeugnis ablegen. Die für den 19. August angesetzte Rückreise von Lakehurst bleibt trotz der Verschiebung der Ausreise bestehen, so daß der„Hindenburg" nach knapp einem Tage Aufenthalt in Nordamerika schon wieder die Heimreise nach Deutschland antritt, was eine hervorragende Leistung von Schiff und Besatzung sein wird. L3.„Hindenburg“ landete am Sonntag um 12 Uhr MEZ. glatt auf dem Flughafen in Lakehurst. Kommunistische Mordpläne in Ein Bericht der griechischen Sicherheitspolizei über den vereitelten Umsturz Athen, 9. August. Die Leitung der Sicherheitspolizei vereisentlicht einen ausführlichen Bericht über die kommunistischen Pläne. die durch die rechtzeitigen Maßnahmen der Regierung scheiterten. Danach war von kommunistischer Seite geplant, daß sich am 5. August mit Tagesanbruch die gesamte Arbeiterschaft auf verschiedenen Plätzen der Stadt versammeln sollte. Von den Sammelplätzen aus sollte sie sich zu einer Riesenkundgedung in der Stadionstraße zwischen dem Concordienplatz und dem Ministerium des Innern begeben. Gegen die eingreisende Polizei sollte mit Gewalt vorgegangen werden, ebenso gegen solche Betriebe, in denen trotz der Ausrufung des Generalstreiks weitergearbeitet werden sollte, insbesondere Ladengeschäfte. Gegen Mittag war geplant, heftige Auftritte im politischen Büro des Ministerpräsidenten zu inszenieren. In den Ministerien des Innern der Arbeit sowie der Wirtschaft sollten die Fensterscheiben eingeworfen werden. Besondere Stoßtrupps hatten Auftrag. alle Fahrzeuge, die noch verkehren sollten, anzuhalten. Als Anlaß zum Konflikt sollte bekanntlich die Einführung der obligatorischen Schlichtung von Arbeitskonilikten durch den Staat ausgenutzt werden. Dem Unterstaatssekretär beim Ministerpräsidenten. Georgakopoulos. gegenüber haben Arbeitervertreter erklärt, das man sich im Notfall nicht mit einem Generalstreik von 24 Stunden begnügen, sondern ihn, wenn nottg. auf 48 Stunden ausdehnen werde, und daß man auch bereit sei eine Straßenschlacht zu liefern. Bezeichnend ist auch. was bei den entscheidenden Sitzungen der Arbeiterausschüsse von einzelnen Funktionären erklärt wurde. So hat der Arbeitersekretär Baruxis u. a. erklärt, daß man auch vor einem bewaffneten Kampf mit dem Ziel des Sturzes der Regierung nicht zurückschrecken dürfe. Die Arbeiterklasse müsse mit der Wasse in der Hand gegen die vorgehen, die sich ihrem Willen widersetzten. Der kommunistische Abgeordnete Theos forderte im Anschluß daran auf. die Kriminalbeamten und die Streikbrecher auf der Stelle zu lynchen.„Der Zweck unserer Demonstration— so fuhr erfort— ist kein friedlicher. Wenn wir die verantwortlichen Mitglieder der Regierung erwischen, so werden wir sie an die Laternen hängen und. falls die Laternen nicht ausreichen sollten, an die Telegraphenstangen.“ Die Studenten haben vor der Universität aus den von den Kommunisten am Vorabend ihres Unternehmens in Umlauf gebrachten Propagandaschriften einen großen Scheiterhausen errichtet, der den Flammen übergeben wurde. gegenernader Ich shi zwai Sieger ader keine Beiegten. Niemand sucht oier den anderen herabzumindern. alle zusammen kämpfen ja unter der gemeinsamen Idee.“ So bürsen wir also. fragten wir weiter, ruhig bekennen, daß wir in den Olympischen Spielen ein Beispiel und seine Lehre sehen für das Zusammenleben der Bölker. die so mannigfaltig sind und doch im Letzten gemeinsamen Wahrheiten zustreben? „Gunz gewiß“, so führt Dr. Goebbels aus.„Das dürfen wir bekennen, wir müssen es sogar, wenn dieses olympische Fest fortwirken soll. Da ist die Wahrheit üben Deutschland. Jeder Gast, woher er komme. wohin er wieder gehe, ist uns ein willkommener Zeuge über undim hoffe es, fur Deutschland. Selbst die Phantasiebegabtesten unter unseren Gegnern in aller Welt werden nicht auf den Einfall kommen, daß auch der geschickteste Propagandaminister in ein paar Tagen Hunderttausende von Menschen aus mehr als 50 Ländern und Völkern durch de moralischen oder materiellen Mittel bestechen könnte. Ich aver hone, ja ich glaube, daß alle diee Hunderttausende von uns wieder in die Welt gehen werden, ein jeder als ein aun=ordentlicher Gesandter der Wahrheit über dieses vielverleumdete und im besten Falle immer noch nicht verstandene Deutschland. Gegen Hnuderttausende von Zeugen, die gesehen und erlebt haben, kann ein Häuflein von Hetzern, Mar nur aus unsauberen Fingern saugen, dann wohl nicht mehr aufkommen.“ Sind Sie also überzeugt. Herr Minister, daß in diesen Tagen ein besseres Wissen über Deutschland gewachsen ist? „Jawohl, es kann nicht anders sein. Sehen Sie: Man kann in einem Zeitungsartikel Leute über Dinge täuschen. von denen sie nie etwas gesehen und gespürt haben; und von dieser Möglichkeit hat man ja reichlich Gebrauch gegen uns gemacht. Aber man kann unmöglich Hundert tausende von Menschen darüber täuschen, wie es ihnen am eigenen Leibe erging und was sie in eigener Seele erlebten. Man kann uns nicht nachtagen, wir hätten Potem kinsche Dörfer gebaut, denn man kann vielleicht Dutzend von Leuten von einem Inturistbüro mit Scheuklappe zwischen billigen oder teuren Kulissen durch ein Lan chleppen lassen, aber nicht Hunderttausende. Man kann eine tote Fassade vortauschen, aber— ich glaube, ich sagte das schon— kein lebendiges glückliches Volk. Ich bin überzeugt, daß auch die Mannschaften und Männer, die an den Olnmpischen Spielen teilnahmen, ohne Kränze zu gewinnen, hier etwas Besseres gewonnen haben, nämlich: Wissen und Wahrheit über ein Land und Volk, das heute— vom Herrgott nun einmal in die Mitte Europas gesetzt— für alle von schicksalhafter Bedeutung ist. Alle. die bei uns zu Gast sind. müssen fühlen und erkennen, daß wir wirklie über alles andere eines wollen; Es moge die olnmpische Idee für die Kulturmenschheit werden, was sie einst für die griechiice Welt war. eine eit in der Vielheit bewußt zu werden, eine große Gelegenheit, sich der igkeit in dieser Einheit zu erfreuen, und der unendlichen ungehobener Schätze der Menschheit, die heben zu helfen alle berufen sind. Aber zu finden sind diese Schätze nur im Lichte der Wahreder geht, ein Fackeltrager werden moge Deutschland liegt vor unseren Gästen wie ein aufgeschlagenes Buch. Mögen sie auf jeder seiner Seiten lesen, daß. wie uberall, so auch bei uns. die volkn auch die besten Europäer n0. Ich alaube dau niele### dem aufgeschlagenen Buch Deutschlands schon gelesen haben!“ 11 Olympia— Wahrheitskünder Deutschlands Gespräch des„Berliner Lokalanzei gers“ mit Reichsminister Dr. Goebbels Berlin, 9 August. Acht Tage lodert nun schon das Olympische Feuer. Hundertausende haben seine Kraft gefühlt, für dessen Reinheit sich das Reich verbürgte. Wird dieses Erlebnis der Welt in Deutschland fortwirken? Was wird von dieen Olympischen Spielen bleiben, für die sich das deutsche Volk mit seinem ganzen Wesen so vollkommen einsetzt? Der„Berliner Lokalanzeiger“ hat sich mit diesen Fragen nach dem. was von dem olnmpischen Fest fortwirkend bleiben möge. an den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Dr. Goebbels gewandt. und Dr Goebbels hatte die Freundlichkeit, auf diese Fragen einzugehen. Glauben Sie, so lautete unsere erste Frage, daß zwischen der olnmpischen und der nationalen Idee irgendwie ein Widerspruch besteht? Daß Deutschland also etwas aufgegeben hat, wenn es sich— wie es das jetzt tut— so rückhaltlos für das olympische Fest einsetzt? Dr. Goebbels geht in seiner Antwort sofort auf das Grundsätzliche dieser Probleme ein, wenn er ausführt: „Der Menschheitsgedanke ist die natürliche Ergänzung des Volksgedankens, beide gehören zusammen, wie Bild= und Schriftseite des gepragten Goldes. Gerade darin ruht die große Schönheit und das Pathos der Olympischen Spiele und ihres von dem ehrwürdigen Baron Coubertin erneuerten Gedankens, daß bei ihnen die Mannigfaltigkeit der Völker in dem idealen Rahmen ihres gemeinsamen Dienstes an einer großen Idee erst recht zur Geltung kommt. Jedes Volks drückt auch in seinem Sport sein nationales Wesen aus— nicht in der Zahl der errungenen Medaillen natürlich, sondern in dem Maß der bewährten Ritterlichkeit und der Kameradschaftlichkeit, in der gelassenen Hinnahme eigener Mißerfolge und der neidlosen Anerkennung fremder Erfolge. Ich betone das wieder und wieder, denn das ist entscheidend wichtig: Ich sehe Spiele mit einander. nicht Kämpfe Seine Aemter niedergelegt Berlin, 8. August. Die NSK meldet: Auf Grund eines schwebenden Harleihern der bisherige Gauleiter der Kurmark, Kube, seine sämtlichen Aemter niedergelegt Studienreise deutscher Apotheker nach Jugoslawien Nachdem die deutschen Apotheker Ungarn besucht haben, veranstaltet die Deutsche Apothekerschaft in diesem e Studienreise nach Jugosn#wten. und zwar 11 der Zeit vom 24. August bis 6. September. Voraussage für Montag: Schwache südöstliche Winde und Bodennebel. Tagsüber heiter bie wolkig. Temveraturen über 20 Grad. Voraussage für Dienstag: Keine wesentliche Aenderung gegen den Vortag, aber aufko#wende Gewitterneigung Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Sommerlich, abe leicht unbeständig. Göttergatten zu wundern.„Du hast ja keine Ahr nung Eine Sekunde zu spät. Hinter der Scheibe der wieder erleuchteten Telefonzelle sah sie das kugelrunde Köpfchen mit dem Hörer am Ohr. Mehr aber auch nicht. „Welche Nummer bitte?“ Das Grübchen in der rongen Wange zuckte schek misch. Das kleine Hütchen war ein bißchen verschoben Eine blonde Welle lugte keck hervor. „Welche Nummer?— Ach so, ich weiß schon. Doch es dauerte noch ziemlich lange, bis er wußte worüber er nachdenken wollte. Vorläufig hielt er den Horer am Ohr und betrachtete mit verschwommenen Augen das liebliche Etwas neben sich. Endlich besann er sich.„471110.“ Ein rong lackierter Nagel drehte hurtig die Scheibe Vier, sieben, eins, eins, eins, null. Dann griff das himmlische Geschöpf zu der Handtasche, schob mit kurzer, kecker Bewegung das Hütchen zurecht, streichelte zärtlich Friedrichs rundliche Wange und verschwand mit einem„Gute Nacht, Dickerchen“ durch die Tür auf Nimmerwiedersehen. Ehe Friedrich das Warum und Wieso begreifen konnte, war sie spurlos verschwunden. Aus der Traum. „Hier Haraldt.“ „Wieso?" Seine Augen suchten durch die Scheibe sein Elfenund. wie er ne getauft hatte. Sie entdeckten aber nur ein veranntes Gesicht, und das gehörte Frau Susi. Friedrich wurde ganz plümerant zumute. „Hier Haraldt! Wer ist dort, bitte?“ Die meckrige Stimme schreckte ihn auf. „Jawohl, Herr— Herr Er wußte von nichts. „Haraldt, bitte!“ Semt ungeneym, Herr Ulwald. Mein Name“1 „ ay„rettor Trautenstein vom— ah— AklantikKäppen Larstens vorletzter WDille Frönlicher Roman von H. O. Wendelburg Urheberrechtsschets: Korresr ndenzver#ar M. Müller. Leipaig S# 27. Fortsetzung. Eine große, weiße Villa inmitten grüner Eichen tauchte auf. Zwölf Zimmer. Das war das mindeste. Rokoko. Louis XIV., Biedermeier, dreite Feitreppe, große Auffahrt, Kiesweg, ein Mercedes=Benz, Lakai, und als Herrscher uder diese Dinge Herr Direktor von Trautenstein alias Friedrich Sußkind. Genau wie in dem Film„Die Drei von der Krankenkasse." „Herr Oder, wo kann ich hier mal— ab— telefonieren?“ „Bitte zweite Tür rechts.“ Friedrich steuerte auf die Telesonzelle zu. Er nahm den Hörer ab.„Hallo, Fraulein— hup.“ Töne wie Moriezeichen.— Aber kein Fräulein. Er klopfte auf die Gabel. „Hallo!— Hallo! Können Sie nicht hören?“ Nichts regte sich. „Herr Oder!“ Friedrich steckte seinen roten, runden Schadel durch die Tür.„Ihre Quasselstrippe ist— hup — kaputt. Da meldet sich niemand.“ „Haben Sie schon gewählt, mein Herr?“ „Gewählt?— Ich will doch telefonieren.“ „Sie können doch Ihre Verbindung selber herAllen, mein Herr, indem Sie selbst drehen.“ „Was?“ Er drehte den Hörer um. „Nein. die Scheibe bitte.“ „Ach so, danke.“ Er war noch genau so schlau. Dann probierte er aber doch. Zaghaft drehte er an der Zählerscheibe herum. Jedesmal, wenn er den Finger aus einem der Löcher nahm, schnurrte die Scheibe in ihre alte Lage zurück „Komischer Kasten“, brummte er. „Hier Ueberfallkommando!“ Eine befehlsmäßige Stimme schrie aus der Muschel. „Wie bitte?“ Die Stimme wiederholte. „Wieso?“ Friedrich betrachtete dabei kopfschüttelnd den Apparat „Hier ist das Ueberfallkommando. Was wünschen Sie?“ Die Membrane zitterte unter der Wucht des brüllenden Organs. Friedrich schielte ängstlich auf den Hörer. Zaghaft flüsterte er dann:„Entschuldigen Sie. Herr Postminister, ich wollte nur mal 4711 haben.“ „Passen Sie gefälligst auf, Herr“, schnaubte die Stimme am anderen Ende der Leitung.„Hier ist die Polizei und keine Parfümfabrik.“— Knacks— Schluß Friedrich zog den Kopf ein und schielte ängstlich durch die Türscheibe ins Lokal. Niemand beachtete ihn. Noch einmal versuchte er sein Glück. Wieder fum melte er an der Zählerscheibe herum, die jedesmal zurückknarrte. Eine Frauenstimme wurde hörbar. „Unfallstelle!“ „Ach, entschuldigen Sie. mein verehrtes Fräulein können Sie mir vielleicht sagen, wo ich hier 4711 und 10 bekommen kann?" Friedrich dat flehentlich mit seiner lallenden Stimme. „Was wünschen Sie? 4711 jetzt um Zehn?“ „Jawohl, hup— mein Fräulein.“ „Nehmen Sie Heringslauge, Sie Affe.“ Knacks— Schluß. Was sich Friedrich nun dachte, war Beamtenbeleidigung. Verzweifelt hangte er den Hörer an und wischte sich die schweißglanzende Glaße. Er dachte darüber nach, soweit er bei diesem Zustand überhaupt noch fahig war, ob Till Eulenspiegel oder ein Irreninsasse diesen Jammerkasten erfunden haben mochte Ein diskretes Klopfen an der Scheibentür rüttelte ihn aus seinem Besinnen. Eine ganz junge Dame stand davor mit einem süßen, kleinen Puppengesichichen. „Ich möchte gern telefonieren, mein Herr“, flüsterte der Kirschenmund. Zwei rehbraune Augen sahen dabei bittend und schelmisch zugleich zu dem Bummelsbütteler Staatsbürger empor.„Sind Sie fertig?“ „Ja. gewiß doch— äh— nein, ganz noch nicht— ab— ich meine— ab...“ Ihm kam ein köstlicher Gedanke. Er schielte blitzschnell zu seiner Susi hinüber. Die war aber mit Leib und Seele bei den Eolimos. „Leider habe ich noch keinen Anschluß bekommen. Würden Sie vielleicht so freundlich sein, mein liebes, kleines Fräulein, und mir etwas behilflich sein?" Er nahm sich sehr zusammen, was ihm auch beinahe gelang.„Sie müssen wissen, ich bin nämlich nicht von hier.“ Das hatte die Kleine auch schon gemerkt. „Das Rad hier funktioniert nicht mehr richtig oder ich kenne mich nicht darin aus. Seien Sie so lieb und treten Sie mir helfend in die Seite.“ Die kleine Puppe lachte gurrend. „Aber gern, mein Herr.“ Sie trat in die Zelle und schloß die Tür hinter sich. Es wird nur wenige Leute geben, die behaupten. daß so eine Telefonzelle viel zu groß sei. Friedrch war aber in diesem Augenblick fest davon überzeugt. trotzdem sein niedlicher Körperumfang fast Zweidrittel des Raumes allein einnahm. Aber es waren zu seinem Leidwesen noch einige Zentimeter Platz zwischen ihm und der kleinen, platinblonden Dame. Sie reichte ihm den Hörer mit einem geradezu aufreizenden Lacheln. Ihr roter Mund war leicht geöffnet und ließ eine Reihe herrlicher, schneeweißer Zähne hervorblicken. Die Augen sprachen Bände. Die anheimelnde Weise eines argentinischen Tangos, der gedämpft herüberklang, das halbdunkele Licht und die Wirkungen der diversen Nördlichen gaben dem gutsituierten Bürger Friedrich Süßkind den letzten Anstoß zum Angriff auf die platinblonde Jugend Mit unnachahmlicher Zärtlichkeit ergriff er den Hörer und zugleich das rosige Händchen, führte es an seinen Mund, und— Susi halte dich fest— drückte einen zärtlichen Kuß darauf. Die Kleine drohte schelmisch, schien aber sonst ganz und gar damit einverstanden Friedrich wurde noch mutiger und stürmisch zugleich. Er schwamm in Seligkeit. Durch das Uebergewicht auf der einen Seite der Zelle wurde der unter dem Fußboden liegende automatische Lichtschalter hochgehoben. Das Licht erlosch Kusse, die im Dunkeln rauschen. Lange. selige Minuten vergingen in zärtlicher Liebe und Hingebung. Noch nie fühlte sich Friedrich so glücklich und leichtbeschwingt. Seinethalben könnte die Welt jetzt untergehen oder seine Susi versteinern. Diese batte endlich ihren Artikel durchgelesen und begann sich über das lange Telefongesprach ihres Herr Direktor.“ Die Stimme Konzern. „Bin sehr erfreut wurde zuvorkommend. „Sie haben eine Villa zu verkaufen?“ „Jawohi, Herr Direktor“ i# wichs in eigener Erhabenheit. i ne auch so hübich wie...“ fragte er und dachte vavei an sein Elfenkind. (Fortsetzung folgt.) * Nr. 186(Zweites Blatt) Herner Anzeiger — Reichsautobahn: Es geht vorwärts! Reichsautobahnbau im Ruhrgebiet. Der Bau der Reichsautobahnen im Ruhrgebiet wird meter Mutterboden abgetragen. 17 000 Tonnen Stahl unter der Aussicht der Obersten Bauleitung Essen von den konstruktion wurden in der gleichen Zeit eingebaut; ver beteiligten Bauabteilungen und Bauunternehmungen tat=geben wurden bisher insgesamt 27000 Tonnen Stahl kräftig gefördert. Die anhaltenden Regengüsse der letzten konstruktion. 205 000 Kubilmeter Beton für Bauwerke und Wochen waren allerdings für den raschen Fortgang der 42000 Kubilmeter Eisenbeton wurden verbraucht. Zur Arbeiten nicht günstig, durch Witterungseinflüsse und Bewältigung dieser Leistungen waren bis zum 1. Juli unerwartete Naturereignisse, die im Laufe des Sommers 1936 3180.000 Tagewerke erforderlich. Der Personaleintraten, wie z. B. durch den Einbruch der Haupt=bestand betrug am gleichen Tage 96 Beamte, 274 Ange Sandentnahmestelle am Entenfangsee in Duisburg. wurd in einzelnen Abschnitten die planmäßige Durchführung der Arbeiten wesentlich erschwert. Trotzdem gelang es. durch erhöhte Anspannung aller Kräfte den teilweise angerichteten Schaden wieder gutzumachen und erneut ein gutes Stück vorwarts zu kommen Im Bau befindet sich z. Zt. die Autobahn Duisburg— Wiedenbrück, die sogenannte Nordlinie, als Teil der WestOst=Verbindung Köln— Ruhrgebiet— Hannover—Berlin Auf der Teilstrecke von der Grenze des Bezirks(nördlich Eggerscheid) bis zu Klm. 16(Oberhausen=West) sind die größeren Erdarbeiten, mit Ausnahme derjenigen fur die Auffahrt„Breitscheid“, beendet. Die Arbeiten für die Auffahrt„Breitscheid“ und die gesamten Erdarbeiten für die Verlegung der Kölner Straße und die Reichsstraße ssen—Krefeld, die der Bau der Reichsautobahn erforderich macht, wurden in Angriff genommen. Der größte Teil der kleineren Bauwerke dieses Abschnittes ist fertiggestellt. Die noch fehlenden Ueberbauten an einzelnen Bauwerken werden z. Zt. aufgebracht. Die Kreuzungsbauwerke der Reichsbahnstrecke Wedau—Speldorf über di stellte und 174 Lohnempfänger bei den Dienststellen der Reichsautobahnen und 7814 Lohnempfänger bei den für die Reichsautobahn tätigen Unternehmern. gegenüber 5338 im Juli 1935 und 5372 am 31. Dezember 1935. Die Zahl der beschäftigten Volksgenossen ist also in den letzten Monaten bedeutend größer geworden Die übrigen für das Ruhrgebiet vorgesehenen Autobahnlinien sind noch nicht zum Bau freigegeben, die vorbereitenden Arbeiten sind jedoch zum Teil schon recht weit gediehen. So liegt die Linienführung der Süd linie(Köln)—Gevelsberg—Hagen— Kamen jetzt im allgemeinen fest. Schwierigkeiten bereitet noch der Durchbruch bei Hagen, für den wegen der dichten Besiedelung und der zahlreichen Eisenbahnanlagen nur sehr wenig Raum vorhanden ist. Die Trasse der geplanten Hollandlinie wurde von Wesel bis zu ihrer Einmündung in die Nordlinie bei Sterkrade roh festgelegt. Der Antrag auf Genehmigung durch den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen wird noch in diesem Monat gestellt werden. Die Vorarbeiten zur Ermittelung der günstigsten Linienführung für die Strecke Hamm—Soest Büren(Kasseler Linie) wurden fortgesetzt. 32. Jahrgang „Schotheit der Arbeit"“— kurz belichtet Worte wurden zu Taten.- Einige Beilpiele aus Welttalen-Süd, wahllos herausgegritten.- Auch Herne gut beteiligt. Mit welch starker Intensivität der Gedanke „Schönheit der Arbeit" im Gaugebiet Westfalen=Süd Gestalt annimmt, beweißt ein kleiner Auszug aus der Arbeitsmappe des Gauamtes des Monats Juli. Wir lassen nachstehend den Auszug folgen, um zu beweisen Koloniestraße und die Reichsautobahn in Duisburg daß keine Minute stillgestanden wird, sondern daß der „TTTNT MGDI CC J1" 11 werden in 2 Bauabschnitten hergestellt, die östlichen Bau werkshälften sind fertig, die Gleisverschwenkungen für den zweiten Bauabschnitt sind im Gange. Die Arbeiten im Abschnitt Kaiserberg und insbesondere für die Auffahrt am Kaiserberg gehen allmählich ihrer Vollendung entgegen. Der erste Ueberbau der geschweißten Kaiserbergbrücke ist fertig; für den zweiten Ueberbau werden die ersten Hauptträger z. Zt zusammengeschweißt. Die anschließende große Brücke der Reichsautobahn über die Ruhr ist fertiggestellt; augen blicklich werden die letzten Anstreicherarbeiten vorgenom men. Südlich von Duisburg werden an 2 Stellen die Betonfahrbahndecken aufgebracht; außerdem wurde bei Klm. 14,5 mit der Herstellung einer 700 Meter langen Fahrbahndecke in Pflaster begonnen. Anläßlich der Tagung des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahn in Essen überzeugten sich am 1. 7. Generalinspektor Dr. Todt und Generaldirektor Dr. Dorpmüller gemeinsam mit den Mitgliedern des Verwaltungsrates von dem Fortgang der Bauarbeiten im Duisburger Bezirk. Den gleichen Abschnitt besuchte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley kürzlich während seiner Reise durch das Ruhrgebiet. Ueber den Fortschritt der Arbeiken auf der von Klm. 24—46(Boktrop, Gladbeck, Gelsenkirchen-Buer haben wir bereits Samstag berichtet. Kördlich der Stadt Dortmund sind die Erd= und Böschungsarbeiten einschließlich derjenigen für die Anschlußstelle der Städte Dortmund und Lünen an der Gahmener Straße größtenteils fertiggestellt. In diesem und dem anschließenden Kamener Abschnitt sind, sämtliche deutschen Die Fima R. G. Schmöle A.=G., Menden, hat sich entschlossen, für ihre 1200 Arbeitskamearden ein Kameradschaftshaus mit einer würdigen„Ehrung der Arbeit“ und den erforderlichen Nebeneinrichtungen zu erbauen. Sämtliche Arbeitshallen sind bereits im Sinne von„Schönheit der Arbeit“ überholt und sehr schöne Grünanlagen geschaffen worden. Weiterhin sollen großzügige Sportanlagen für Fußball und Tennissport und eine Reitbahn angelegt werden. Auf der Zeche Graf Schwerin Castrop=Rauxel wird zur Zeit im Sinne von„Schönheit der Arbeit“ eine Schwimmbadeanlage für die Gefolgschaftsmitglieder errichtet. Die Größe des Beckens soll 40 mal 60 mal 3 Meter betragen. Das Wasser soll einer Quelle entnommen werden, die unweit des Sportplatzes entspringt. Neben dem großzügigen Freibad werden noch Kinderspielplätze, Sandbecken und ein Vorwärmebecken zur Anwärmung des Wassers geschaffen. ie Plauenerin Hanni Hölzner mit der schlechten Zeivon 3:11,4 nur Vierte wurde. Die Dänin Soerensen legt in 3:06,7 vor der Schwedin Isberg(3:08,7) und der Holländerin Baalberg(3:10,4). Martha Genenger 3:03,4. Schlsch ie Gnt goera# werden vgigts, wurde Mitte Juli ein Kasino eingeweiht sichtlich bis Ende 1936 ausgeführt. Die Hebungsarbeiten..52 r###„..„ der neichsbahnstrecke Dortmund—Hamm, beiderseits der Kreuzungsstelle; mit der Reichsautobahn nordlich von Kamen, sind in vollem Gange. In den anschließenden Abschnitten werden augenblicklich hauptsächlich Erdarbeiten ausgeführt. An größeren Bauwerken sind hier vollständig fertiggestellt: die Ahsebrücke in Klm. 101,1 und die Lippebrücke in Klm. 107,4. Jenseits der Lippe wurde mit dem Bau der Autobahn erst im Jahre 1935 begonnen. Daher befindet sich hier erst ein Teil der vorgesehenen Arbeiten in Ausführung, und zwar die Erdarbeiten und Bauwerke im Abschnitt von Klm. 108 bis Klm. 119(Beckum) und die Erdarbeiten von Klm. 132 bis 139(Wiedenbrück). Die Entwürfe für die dazwischen liegende Strecke sind aufgestellt; für die Durchführung der Arbeiten im Abschnitt Wiedenbrück hat die Oberste Bauleitung Essen vor einigen Wochen ein Lager in Rheda errichtet, das zur Unterbringung von 200 Unternehmerarbeitern dient und das erste Lager dieser Art im Bezirk der Obersten Bauleitung Essen ist. Die bisher geleistete Arbeit an der Nordlinie nögen die nachfolgenden Zahlen veranschaulichen: Seit eginn der Arbeiten wurden rund 11.5 Millionen Kubikneter Erd= und Felsmassen bewegt und 5,5 Mill. KubikMarsch zur Erlangung einer würdigen Arbeitsstätte ein sehr scharfes Tempo hat. Die Mühlenwerke Plange in Soest mit einer Ge folgschaft von 300 Arbeitskameraden bauen zur neue Aufenthalts=, Umkleide= und Waschräume. Die innere und äußere Gestaltung verspricht eine Musteranlage zu werden. Die zur Verfügung gestellte Summe beträgt 25·000 Mark Die Gefolgschaft der Verbrauchs=Genossenschaft in Bochum führt in gemeinschaftlicher Arbeit die Gestaltung einer Sportanlage auf dem Betriebsgelände aus. U. a. wird auch ein Schießstand errichtet. Ein alter Lagerplatz ist für den Ausbau einer Schwimmanlage vorgesehen. In der Papierfakrik Kabel in der Nähe von Hagen wurden sämtliche Arbeitsstätten und sozialen Einrichtungen umgestaltet, so daß im wahrsten Sinne des Wortes von„Schönheit der Arbeit“ gesprochen werden kann. Durch Neuanstrich der Werkshallen, Schafe Wenn auc anzunehmen war, daß die Krefelderin fung von Grünanlagen, Errichtung eines Kamerad= Martha Genenger den zweiten Vorlauf gewinnen würde schaftsheimes und einer schönen Umfriedigung mit hatte man doch nicht im Vorlauf mit einer neuen olympiToreinfahrt wurde in architektonischer Hinsicht eine schen Bestleistung gerechnet. Im schönen flüssigen Stil bauliche Einheit der Form geschaffen. Bei einer kürz= legte sie die 200 Meter in 3:03,4 Minuten hin, die alte lich stattgefundenen sationsleiter Anerkennung in Bezug auf die Neugestaltung der S#nane### iuhat in a### und Oaanae Mor'aanlagan assenlnnachen: Japanerin Tsuboi in 3:15 und Lappalainen(Finnland) Werksanlagen ausgesprochen.(3:19.7) den zweiten Platz belegte. Auf der Schachtanlage„Hibernia“, in Hernen####. Die Innen=uc Maehata in Rekordlaune. räume sind in lichten Farben gehalten und architek- Verbissen und mit der Vorhand startend, ging die tonisch in eine schöne Form gekleidet. Es gibt allen Lapauerin Hideko Maehata sofort an die Spitze des Fel Gefolgschaftsmitgliedern die Möglichkeit, für 45 Pr.— ma„merkte, vun ne die eben aufgestellte Olympia einzunehmen. Ferner stehen ein Bil= ersten 1on Meier schlug die Japanerin im dritter Vorlauf lardsaal und eine Kegelbahn der Gefolgschaft zur Ver= in 1.—. an. Schon hier lag die kleine, kräftige Japanerin figung. Für die körperliche Ertüchtigung der Jugend weit vor dem übrigen Feld, das von der Dänin Christen ist ein Sportplatz hergerichtet worden. sen angeführt wurde. Mit großartigem Spurt. fast waageDie Schachtanlage Hannibals 2 in Bochum hat eine recht im Wasser liegend, stellte die Japanerin die Olympianeue Sportplatzanlage geschaffen. Die Größe des bestzeit jetzt auf 3:01,9. Man darf also auf den ZweiSpielplatzes, der in tadellosem Zustande ist, beträgt kampf Martha Genenger— Hideko Maehata gespannt sein 70 mal 105 Meter. Das Spielfeld selbst ist von einer S## zweiten Platz belegte die Dänin Christensen in 3:10.9 400 Meter langen Laufbahn umgeben. Vorbildlich sind kanerzer Euglanderin Gomm(3.15.7) und der Amertauch drei Sprunggruben. Neuartig ist hier vor allem m## Trude Wollschlager Erste in 3:08,5. Ein taktisch, überaus kluges Rennen schwamm im sierten und letzten Vorlauf die Duisburgerin Trude Wollchläger. Sie ließ sich ruhig bis 100 Meter von der Eng— führen, die mit 1:27,6 bei 100 Meter Erfassung der Berufsschulpflichtigen Wie der Reichserziehungsminister in einer Verfügung mitteilt, können nach bisher gemachten Erfahrungen bei Wohnortwechsel Berufsschulpflichtige häufig nicht rechtzeitig und vollzählig in der Berufsschule des neuen Wohnortes ersaßt werden. Der Minister ordnet daher an, daß die Leiter bzw. Leiterinnen sämtlicher preußischer Berufsschulen die Zuzuggemeinde unverzüglich von der erfolgten Abmeldung eines Berufsschulpflichtigen zu benachrichtigen haben. Der Erlaß ist den Unterrichtsverwaltungen aller Länder zur Kenntnis gegeben worden. Reichsbahn=Ferienfahrt ins„Blaue“ Das Reichsbahn=Verkehrsamt Essen 1 veranstaltet am Sonntag, dem 30. August 1936, eine Ferien=Ausflugsfahrt ins Blaue mit 60 Prozent Fahrpreisermäßigung. Wirtschaftsbetrieb der Mitropa ist im Zuge. Der Sonderzug fährt in folgendem Plan: 7,17 Uhr ab Essen=Altenessen, an 23.25 Uhr 7.27„ Gelsenkirchen=Hbf. 23.15„ 7.47„ Wanne=Eickel=Hbf. 22,59„ 10.11" an xy ab 20.52„ Für die Orte abseits der Sonderzugstrecke verkehren günstige Anschlußzüge für die Hin= und Rückfahrt. Das Nähere ist aus den Aushängen zu ersehen; auch erteilen die Fahrkartenausgaben weitere Auskunft heit der Form geschaffen. Bei einer kürz= legte sie die 200 Meter in 3•03,4 Minuten hin, die alte ndenen Besichstigung durch Reichsorgani= Bestleistung hielt die Australierin Dennis aus dem Jahre Dr. Ley wurde von diesem die vollste M#######9·06.3. Ueberraschend gut schwamm die junge ; in Bezug auf die Neugestaltung der Holländerin Yenni Kastein, die mit 3:07,8 vor der Besser als alle Worte überzeugt ein Probebezug von den Leistungen des„Herner Anzeigers“. Ohne Verpflichtung können Sie diese fortschrittliche Tageszeitung eine Woche lang kostenlos erhalten, um sie kennen zu lernen. Wir sind sicher, daß Ihr Urteil günstig ausfallen wird und daß Sie sich dann für einen dauernden Bezug entscheiden werden. Schreiben Sie wegen des Probebezugs eine Postkarte an unsere Geschäftsstelle: Hermann=Göring=Straße 8. neben dem Postamt. Auch die Botinnen nehmen Bestellungen an. Bestellschein Dem Boken übergeben oder der Geschäftsstelle Hermann-Göring-Straße 8 einsenden. das eigene Entfernungsmesserinstem. Im Bau befin det sich zur Zeit das neue Mannschaftsheim. Hier werden Brausebäder und andere Anlagen die Gesamteinrichtung vervollständigen. Mitte Juli wurde von der Stadtverwaltung Bochum ein Freizeitheim für die Gefolgschaft in HerbedeRuhr errichtet. Dieses Heim ist durch die freiwillige Hilfe und tatkräftige Mitarbeit aller Arbeitskameraden in ihrer Freizeit errichtet worden. Erlebnisse Herner Jungen im Landjahrlager Linderode=Niederlausitz Von den vielen Herner schulentlassenen Jungen, seigenen Lager los, voran die Holzsägearbeiten zum die im April dieses Jahres auserkoren wurden, die Aussägen der Handwerkszeichen für den Linderoder änderin Storen führen, die mit 1:27,6 inschlug. Dann aber zog die Duisburgerin mit kräftigen Schlägen und wuchtiger Beinarbeit nach vorn und ließ ach kurzem Kampf ihre Gegnerinnen hinter sich. In :08.5 siegte Trude Wollschläger verhalten vor Storeyingland(3:10,8) und Maria Lenk=Brasilien(3:17,2) und ner enttäuschten Dänin Nielsen, die 3:21,3 benötigte. " Für die beiden Zwischenläufe am Sonntagvormittag ualifizierten sich die ersten: 90— omanten das Erscheinen des„Negus. Am Montag werden dann Briefe an die Heimat geschrieben. Der Dienstag sieht die Schulung in altdeutschen Sitten und Gebräuchen, über das Vorkommen und die Bedeutung der einzelnen Sitten vor. Und dann wird es einmal Herr Frau Beruf: Wohnung: bestellt hiermit den Herner Anzeiger.— Mitlieferung der Wochen-Illustrierken„Der Feuerreiker" zum Sonderpreis von 7 Pf. je Nummer ist erwünscht— nicht erwünscht. Bitte an Bekannte weitergeben! (nommen hat, daß es fabelhaft in einer fruchtbaren Cbene liegt, durch die sich ein schmaler Bach, die Lubis, erste Etappe zum deutschen Manne der Zukunft, das Landjahr mitzumachen, kamen 8 Jungen ins Land Maibaum. am darauffolgenden Tage ist Nachtalarm und Ausmarsch. Der Sonntag bringt einen cegen jahrlager Linderode. Dieses Lager liegt im Kreise Spielbetrieb im Lager und den Besuch der Gersdor Sorau in der Niederlausitz und ist mit 80 westfälischen fer Kameraden, ebenso dürfen H3=Wettspiele und Jungen, neben den Hernern noch mit 72 aus Hamm, Raufball nicht unerwähnt bleiben. Der Montag besetzt. Sie alle traten das Landjahr mit dem Vor=bringt den Bau eines Trockengestells für die Spull satze an, so zu werden, wie der Führer seine Jugend schlangelt. Früher sei das Heim ein Schloß gewesen, und beim ersten Anblick sei es ihm wie ein „Kaffeestübchen vom lieben Gott“ vorgekommen. Umgeben sei es von einem großen Park und einer gewieder Sonntag nach Tagen eifrigster Betatigung. sräumigen Wiese. Sechs Schlafräume habe das Heim Und die Woche geht weiter, es wird am Badeteich aufzuweisen, zwei Waschräume, ein Krankenzimmer, gearbeitet, man sieht zwischendurch den Film„Frie= zwei Eßsäle und noch viele andere Zimmer. Die dennot“, hält mit der ortsansassigen HJ=Jugend eine Lagerleitung, der Lagerführer und die beiden GrupAbendrunde mit dem Thema„Geschichte und Politik penführer hatten besondere Zimmer. Auf so einem Danzigs“ ab, macht anderntags Erkundigungen, Zimmer der Jungen liege man durchschnittlich mit schreibt später Berichte darüber, und so gehr es mit reichen Abwechslungen weiter von Tag zu Tag, immer fröhlicher ins Landjahrleben hinein. a sich wünscht: Flink wie Windhunde, zäh wie Leder *“ und hart wie Kruppstahl! Kaum einen Monat im 9 Lager, haben die Jungen schon ein Landjahrheft zusammengestellt, das einen Beweis des regen geistigen Lebens gibt, welches im Linderoder Landjahrlager herrscht. Beiträge dazu lieferten: Günther Pesch, K. Peitzmeier, H. Krampe, K. W. Gebrecht, Hans Baumann, W. Klinge, H. Neuroth u. a. m. Und der Lagerführer Dr. Czuloth, der eifrig daran mitgearbeitet hat, teilt darin zum Schlusse mit, daß es sich um Tagebuchaufzeichnungen, Schulungsberichten und Niederschriften der Belegschaft handelt. Der Lagerführer hat das Wort. Dr. Czuloth eröffnet das Heft mit dem Hinweis, daß noch vieles im Lager ausbaufähig ist, in Haus und Garten, daß aber bereits trotz der kurzen Zeit fest angepackt und vieles fertiggestellt sei. Davon, und namentlich von der Arbeit der Jungen, solle nun dieses Heft den Eltern und Verwandten und auch den Linderoder Nachbarn erzählen. Wenn auch nicht direkt, so sei doch jeder Junge an den Berichten mitbeteiligt. Die Linderoder würden darin nicht viel Neues finden, denn tagtäglich marschieren die Jungen singend durch ihr Dorf, helfen ihnen vormittags auf dem Felde und erzählen ihnen vom Sinn und der Bedeutung des Landjahrlagers. Streifzug durch das Dienstbuch. Das Datum geht vom 19. April bis zum 16. Mai 1936 und beginnt mit einem Sonntag. Das Maßnehmen für die Landjahruniform steht obenan und ist wichtig genug, erwähnt zu werden, weil diese jungen Soldaten doch bei Umzügen aus Anlaß des Geburtstages unseres Führers, bei Besuchen und Ausmärschen sowie Feiern wie am 1. Mai usw. die Landjahrjugend ehrenvoll präsentieren wollen. Da besucht schon am 3. Tage die Gruppe 1 das Lager Gersdorf, mit Lüdenscheider Jungen besetzt. Aber dann aeht es mit der praktischen Betätigung im küche, der Dienstag beginnt mit der Aussaat von Unser Lager. Weißkohl, Rotkohl, Salat und Steckzwiebeln. Der' Darüber schreibt Günther Pesch in seinem Jungen1. Mai wir gefeiert, der Freitag wird zu einem Er- tagebuch am 17. April, nachdem er die ersten Einlebnis. Der Samstag bedingt den Wechsel der Bett= drücke, die bekanntlich immer die besten sind, ausgeJugend aufs Land Im Landjahr lernt die Stadtjugend die harte und schwere, aber gesunde Arbeit des Bauern kennen. Wenn man den ganzen Tag in der freien Natur fleißig gearbeitet hat, schmeckt's noch einmal so gut.(Scherl=Bilderdienst=M.) 12 bis 14 Kameraden. Jede Stube habe hhren Stubenführer oder Stubenaltesten, der dafür zu sorgen habe, daß alles in Ordnung sei. Die Küche besorgten zwei Madel aus dem weiblichen Arbeitsdienst. Wie es uns auf unserer Stube gefällt? Den Strohsack sahen wir zuerst als ein gefährliches Instrument an. Aber er hat es in sich und. so erzahlt ein Junge weiter und setzt sich dafür ein, daß Strohsäcke die besten Schlafstätten seien. Die Stubenkameraden seien Kerle, mit denen sich eine Stube schon teilen lasse, ganz gleich, ob ihre Väter Beanite, Kumpels, Fabrikarbeiter und sonst was seien, hier werde brüderlich geteilt. Unterschiede gebe es nicht. Wozu man sich im Anfang noch nicht entschließen konnte, sei nun an der Tagesordnung, nämlich das freiwillige Zurücklassen der Pakethälften als Stubenspende. Das Preisbettenbauen sei auch eine schöne Sache, Spindeordnung wird auch preisgekrönt, und so komme die Ordnung von allein. Ja, das Bettenbauen sei nicht leicht gewesen, damit habe man im Freien angefangen. Die Bettdecken, diese Biester, seien zuerst trotz allen Streichelns nicht glatt zu bekommen gewesen, ebenso war es mit den Kopfkissenkanten, aber mit Selbstvertrauen und Spucke ware auch diese Schwierigkeit überwunden worden. Ein Arbeitslag. Was ein solcher Tag bringt, erfahren wir durch die allabendliche Besehlsausgabe. Mit dem Hissen der Fahne beginnt er. Das geht wie beim Militär, mit viel Zack-Zack und viel Begeisterung. Und vann kommt der Frühsport. Wenn das Horn ertont, haben wir schon den Kassee auf. Heraus, angetreten, Marsch, marsch! Rechts um! Im Laufschritt! Bei 100 Meter wird es uns schon merklich besser, ober auch den Schlafmützen. Ist ja alles halb so wild. Der UvD heißt„Unteroffizier vom Dienst“ und er pfeift uns auch nach der Mittagsruhe heraus. Auf zumm Sportplatz! Keulenwerfen, Schlagball hier, dort 100 m=Lauf und die und die Sportart. Wenn wir heim marschieren, schmeckt uns das Abendbrot noch mal so gut. Wir gehen auch schon mal auf Erkundigungen aus. Es macht Spaß, man entdeckt dabei noch viel. So haben wir bei unseren Erkundigungen Notizen Sje wan wurden von einem schweren Unwetter bei gesucht. echne Lür Herne Am Samstagabend fand eine Festillumination des Kieler Hafens statt, die mit einem Scheinwerferspiel der Flotte und einem Lampionkorso der unzähligen Ruder= und Paddelboote verbunden war. Generalfeldmarschall v. Mackensen wurde Coef des Reiter=Regiments Nr. 5 ernannt. zum Die Deutschland=Ausstellung verzeichnete zum Wochenende einen Rekordbesuch. Am Samstag palnerten fast 60 000 die Tore, und am Sonntag wurde erstmals die Zahl von 100000 Besuchern an einem Tage überschritten. Damit hat die Ausstellung fast dreiviertel Millionen Besucher. Stadttheater Bochum. Um unnötige Laufereien zu ersparen, teilen wir nochmals mit, daß die Kassenstunden zur Erneuerung oder zum Erwerb der Vormiete werktags von 10—1 vund von 4—7 Uhr(außer Mittwochs= und SamstagsSnachmittags) angesetzt sind. Wenn Sie auswärts swohnen oder keine Zeit haben, genügt für die Erneuerung eine einfache schriftliche Nachricht. s Umfangreiche Abbrucharbeiten Der Münchener Fascio veranstaltete eine aller in werden seit einiger Zeit auf der Zeche Friedrich der u Große 1=2 ausgeführt. Die dort befindliche Kokerei ewird von Unternehmerarbeitern niedergerissen. Die Talten Steine werden für den Bau einer Wohnsiedlung der Straßenbahngesellschaft Bochum verwandt. Felgen und braunem Sattel gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. * Geht es nich tanders? Auf der Jobststraße gerieten Samstag nachmittag Familienmitglieder in einen so heftigen Streit, daß die Polizei einschreiten mußte. * Das Praktische immer siegreich! So meinte kürzlich eine Herner Hausfrau, die sich das Schauzuschneiden im Hotel Sassenhoff angesehen hatte, mit dessen Hilfe das für die Frauenwelt so aktuelle Problem der Herbst= und Wintergarderobe spielend zu lösen ist.— Wie man uns mitteilt, soll das Schauzuschneiden wegen des großen Zuspruchs noch einmal verlängert werden. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß nur ein einmaliger Besuch erforderlich ist. * Ausflug der Gewerkschaft Dorn. Die Gefolgschaftsmitglieder der Gewerkschaft Dorn nebst Angehörigen fuhren am Samstag mittag nach wesenden große Freude auslöste. Weiter wurde über den Verlauf des Kreiskriegerfestes in Essen=Kray be richtet, an dem die Kameradschaft Herne ebenfallteilgenommen hat. Am 19. September hält der Rinz Deutscher Unteroffiziere in Bochum eine Führersitzung ab. Die Teilnahme an dem Stiftungsfest in Bochum und an dem Fest des 15. A.=K. in Herne am 12. September wurde den Kameraden sehr empfohlen. durch Freude. Wohnungen unter Zuhilfenahme öffentlicher Kredite gefördert.(1. Halbjahr 1935: 9227 oder 37,2 v. H.) Schweißkursus in Herne. Auf Kunsten der aus Spanien geflüchteten] Verwaltung am Eingang zur Waschrau die Olympian neuerstelltek“'. Ashug###ten. 8 671ü9tsten.l. Tabelle anbringen lassen, die über den jeweiligen gen unter-uhilfenahme ötientlicher GrchtteO M E„ I Friebrich der(Aron, 1.2 hat dis Witten, um sich von dort zu Fuß zum Hohenstein zu Maschkau die Oinmpig= begeben. Dort wurde in einem großen Lokal Rast e.im### gemacht und Kaffee getrunken. Von hier aus untertand der einzelnen Länder genauen Aufschluß gibt. * Vermißt. Seit dem 2. ds. Mts. wird der Friseur Kurt Sooboda, gebs 10. 7. 1910 zu Stockum, Herne, Bochumer traße 221 wohnhaft, vermißt. Er ist 1,75 m groß, Nachdem bereits vor einiger Zeit im Auftrage der schlank, dunkelblond, glatt rasiert, hat gebräuntes GeGewerbeförderungsstelle der Handwerkskammer Dort mund am hiesigen Platze eine schweißtechnische Vor gemacht und Kaffee getrun nahmen vielfach die einzelnen Spaziergänge in die nähere Umgebung. Abends gegen 8 Uhr kamen die Ausflügler wieder zurück, um gemeinsam das Abendessen einzunehmen. Auch wurde für Unterhaltung weitgehend gesorgt, wobei nach den Klängen der Werkskapelle auch ein Tänzchen versucht wurde. Alles verlief in bester Harmonie und schönster Kaführung abgehalten wurde, beabsichtigt die Westdeutsche Schweißtechn. Lehr= und Versuchsanstalt Duisburg, in nächster Zeit auch am hiesigen Platze einen autogenen Schweißkursus zu veranstalten. Voraussetzung für das Zustandekommen eines Schweißkursus ist eine Beteiligung von mindestens 20 Interessenten. Bei der stetig fortschreitenden Entwicklung der Schweißtechnik und ihrer immer zunehmenden Bedeutung wird es jeder metallverarbeitende Handwerker begrüßen, sich über die neuesten Arbeitsverfahren auf diesem Gebiete unterrichten und seine Kenntnisse erganzen und vertiefen zu können. Vor allen Dingen sollte kein Schweißarbeiten ausführender Handwerker es versäumen, die wirtschaftliche„Rechtsschweißung" zu erlernen und sich mit dieser Arbeitsmethode vertraut zu machen. Der vorgesehene Schweißkursus umfaßt 34 Stunden und zwar 24 Uebungsstunden und 10 Vortragsstunden mit Lichtbildvorführungen. Er eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und sicht, gradlinige Nase, vollständige Zähne. Bekleidet meradschaft. Gegen Mitternacht rüstete man zum war er mit einem dunkelgraugestreiften Anzug, wei=Aufbruch. Mit Gesang und Klang wurde der hei ßem Kragen mit graugruner Krawatte, schwarzgrauen Wollstrümpfen und schwarzen Halbschuhen. Wer hat Svoboda in den letzten Tagen gesehen? * Von hereinbrechenden Gesteinsmassen getroffen. Im Untertagebetrieb einer hiesigen Schachtanlage waren drei Bergleute beim Gewinnen von Kohlen beschaftigt. Plötzlich wurden sie von niedergehenden Gesteinsmassen, die sich aus dem Hangenden lösten, matliche Boden wieder erreicht und alle waren zufrieden mit dem herrlich verlaufenen Tag, dessen man sich noch öfter gern erinnern wird. * Monatsappell der Kameradschaft ehemaliger Unteroffiziere Herne. Im Kameradschaftsheim Padberg trafen sich gestern morgen sehr zahlreich die ehem. Unteroffiziere der Kameradschaft Herne. Vor Eintritt in die Tagesordnung wies der Kameradschaftsführer auf die groso schwer getroffen, daß alle drei erhebliche Ver zen Erfolge hin, die Deutschland bisher auf der 11 letzungen davontrugen und dem Bergmannsheil zu geführt werden mußten. * Motorradunglück. Als Samstag abend ein mit zwei Personen besetztes Motorrad die mittlere Bahnhofstraße befuhr, versagte plötzlich die Steuerung, so daß es ins Schleudern geriet und zu Boden stürzte. Der Lenker der Maschine kam mit dem Schrecken davon, während der Beifahrer erhebliche Körperverletzungen davontrug. tunach war vo wird in den Abendstunden abgehalten, so daß allenglant, daß sich am 5. August mit Tagesanbruch die geInteressenten die Teilnahme möglich sein dürfte. samte Arbeiterschaft auf verschiedenen Plätzen der Stadtr Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die in versammeln sollte. Von den Sammelplätzen aus sollte sie hieiem Gurina au ermarhenhes Olostaif, maa##sich zu einer Rielenkundaebung in der StadionBestandteile der Meisternrütkung(ind Dar Gurizgstraße zwischen dem Concordienplatz und dem Ministerium Bestandteile der Meisterprüfung sind. Der Kursuede# Innern begeben. Gegen die eingreisende Polizei oll beginnen Anfangs September. Die Unterrichts=sollte mit Gewalt vorgegangen werden, ebenso gegen stunden liegen ab 5 Uhr abends. Anmeldungen zursolche Betriebe, in denen trotz der Ausrufung des GeneTeilnahme an diesem Kursus nimmt die Kreishand=ralstreiks weitergearbeitet werden sollte, insbesondere Olympiade errungen habe, wobei er gleichzeitig der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Olympiade auch den großen Völkerfrieden bringen möge. Zu Ehren der gefallenen deutschen Opfer in Spanien erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. Ringgeschäftsführer Nadelstädt gab einen Bericht über das Vergleichsschießen zwischen den ehem. Unteroffizieren der Herner und Bochumer Kameradschaften und über das Preisschießen des Ringes ehem. Unteroffiziere in Wattenscheid, bei dem bekanntlich Herne große Erfolge errungen hat. Der Vortragende machte bei dieer Gelegenheit noch bekannt, daß auf Grund dieser Erfolge ein Glückwunschschreiben vom Reichskriegsminister eingegangen sei, was natürlich bei den AnLTZEAN. T2 Sportkurse dieser Woche der RSG.„Kraft durch Freude". Montag: Schwimmen für Anfänger(Nichtschwim= mer) im Herner Sommerbad von 19.30 bis 21 Uhr (für Manner und Frauen). Fröhliche Gymnastik und Spiele in der Turnhalle der Oberrealschule an der Franz=Seldte=Straße nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr. Dienstag: Reichssportabzeichen= Vorbereitungskursus für Frauen und Männer auf dem WestfaliaStadion von 10 bis 21 Uhr. Mittwoch: Schwimmen für Kinder(vom 6. bis zum 14. Lebensjahr) im Herner Sommerbad von 19 bis 20 Uhr. Schwimmen für Fortgeschrittene(Rettungsschwimmen) für Frauen und Männer im Herner Sommerbad von 20 bis 21.30 Uhr. Kleinkaliberschießen für Frauen und Männer bei Köhlhoff, Kaiser=Wilhelm=Straße, von 18.30 bis 20 Uhr Volkstanzkursus in der Gräffschule an der Gräffe straße von 20 bis 22 Uhr. Donnerstag: Reichssportabzeichen= Vorberei tungskursus für Frauen und Männer in der Turn halle des Oberlyzeums an der Hermann=Löns=Str. von 20 bis 22 Uhr. Freitag: Schwimmen für Frauen und Männer (Nichtschwimmer) im Herner Sommerbad von 19.30 bis 21 Uhr. Jin=Jitsu(waffenlose Selbstverteidigung) nur für Manner in der Turnhalle des Oberlyzeums von 19.30 bis 21 Uhr. Samstag: Schwimmen für Kinder(vom 6. bis zum 14. Lebensjahr) im Herner Sommerbad von 19 bis 20 Uhr. Schwimmen für Anfänger und Fortgeschrittene im Herner Sommerbad von 20 bis 21.30 Uhr(für Frauen und Männer). Sonntag: Reichssportabzeichen=Vorbereitungskursus für Frauen und Männer auf dem WestfaliaStadion von 9 bis 11 Uhr. Jui=Jitsu(waffenlose Selbstverteidigung) für Frauen und Männer in der Turphalle des Oberlyzeums von 11 bis 12.30 Uhr. werkerschaft Herne, Behrensstraße 12, entgegen. Prächtige Musik, aber- wenig Zuhörer. Ladengeschäfte. Gegen Mittag war geplant, heftige Auftritte im politischen Büro des Ministerpräsidenten zu inszenieren. In den Ministerien des Innern Neue Jahrten aber bereits vorbereitet der Arbeit sowie der Wirtschaft sollten die Fensterscheiben eingeworfen werden. Besondere Stoßtrupps hatten Aufin Westfalen=Süd Gewinnauszug #. u Sumidn Walsin m#### trag. alle Fahrzeuge, die noch verkehren sollten, anzuIn den idyllischen Anlagen des Gartenlokalshalten Grünendahl spielte am Sonnabend der Musikzug der Als Anlaß zum Konflikt sollte bekanntlich die EinSA=Standarte 457. Trägerin dieser Konzertveran=führung der obligatorischen Schlichtung von Arbeitsstaltung war die DAF durch ihre NS=Gemeinschaftkonflikten durch den Staat ausgenutzt werden. Dem „Kraft durch Freude". Der Muiskzug war in voll-Unterstaatssekretär beim Ministerpräsidenten. Georgaständiger Besetzung angetreten und das ausgezeich Olympia— Wahrheit Gespräch des„Berliner Lokalanzei Berlin, 9 August. 2 Acht Tage lodert nun schon das Olympische Feuer. undertausende haben seine Kraft gefühlt, für dessen einheit sich das Reich verbürgte. Wird dieses Erlebni## er Welt in Deutschland fortwirken? Was wird von dienete Wetter ließ einen großen Erfolg erhoffen. Diese Hoffnung erfüllte sich leider nicht. Der Strom der Erholungsuchenden zog nach Crange zur Kirmes und nur wenige Musikfreunde würdigten die Muhen und Kosten, die man bei der Kdff wie auch beim Musikzug der SA nicht gescheut hatte, um den Hernern nach all den Regenwochen wieder einmal in Gottes freien Natur einen großen Musikgenuß zu bescheren. Musik zugführer Albert Krogull hatte mit größter Sorg; falt ein Programm zusammengestellt, das jeden Lieb haber schoner Musik begeistern mußte. Eine Reih schmissiger Märsche eröffnete das Konzert. Die spä teren„Historischen Märsche“ fanden besonders stardern... ken Anklang. Die„Ungarische Lustspiel=Ouvertüre#en, Olympischen Spielen bleiben, fur die sich das deutsche von Keler=Bela zeigte die Stärke des Musikzuges aucVolk mir seinem ganzen Wesen so vollkommen einsetzt? nach dieser Richtuna hin. Richardy war mit „Spanischen Rapsodie“ vertreten, die eine temp#bleiben moge, an den Reichsminister für Volksaufklärungt ramentvolle Wiedergabe erfuhr, von Höfer hörte ma, und Propaganda, Dr. Goebbels gewandt, und Dre„Es singt der Rhein“, von Siede dessen„Apfelblüte] Goebbels hatte die Freundlichkeit, auf diese Fragen einese und Kockerts„Bleisoldaten", alles Werke, dere zugehen.„ nmelguben Sithz l###autete.unsere erste Frage, daß iwischer Keine Kinderfahrten, Immer wieder kommen Anfragen seitens derjenigen Quartierwirte, bei denen Urlauber aus dem Gau Westfalen=Süd im Reichsgebiet untergebracht sind, die dahingehen, wer für die mitgebrachten Kinder der Urlauber die Bezahlung des Quartiers übernimmt. Hier kann nur noch einmal festgestellt werden, daß„KdF“: Urlaubsfahrten als solche ohne Mitnahme von Kindern gedacht sind. Bekanntlich muß für jedes mitgenommene Kind eine volle Fahrtkarte gelöst werden. Doch darüber hinaus muß der Urlauber bei seinem Quartiergeber den Unterhaltungspreis für das Kind selbst bezahlen. Bei diesen Abmachungen kann in keiner Weise Bezug auf Vereinbarung mit der NSGemeinschaft„Kraft durch Freude“ genommen werden. Neue Fahrten! Vom 28. 8. bis 6. 9. findet in Berlin die Rundfunkausstellung statt, zu der auch seitens des Gaues Westfalen=Süd zwei Sonderzüge starten werden. Der Wohlklang den schönen Sommerabend so stimmungs) voll illustrierte. Und mit den Walzern von Strauß und Waldteufel, dem„Kaiserwalzer“ und dem„Sommerwalzer“, offenbarte sich das Können der SAMusiker im Dreivierteltakt. Nicht zu vergessen seien die Soli des Trompeters Emil Frede„Ich sende diese Blumen dir" und„Auf der Wacht". Der Standartenmusikzug der SA bewies mit diesem Konzert, daß er im Reiche der Töne nach allen Richtungen hin ein feinsinniger Interpret musikalischer Kunst ist. Und die Feinheiten, die sein Klangkörper zu bieten verstand, würdigten die Zuhörer nach jeder Wiedergabe mit lautem Beifall. erste Sonderzug startet am 27. 8. und tritt die Rück fahrt am 30. 8. abends ab Berlin wieder an. Die Fahrt des zweiten Zuges ist für den 3. 9. vorgesehen, während die Rückfahrt erst am 6. 9. erfolgen soll. Der Fahrtpreis beträgt RM. 23.50 pro Teilnehmer und schließt, wie gewöhnlich, die Fahrt, Verpflegung und Unterkunft ein. Desgleichen ist in dem Preis ein dreimaliger Besuch der Funkausstellung enthalten. Die Verpflegung besteht aus zwei vollen Tagesverpflegungen mit Uebernachtung zuzüglich 1 Frühstück, 1 Mittag= und 1 Abendessen. Die Anmeldungen zu dieser Fahrt müssen im Interesse derjenigen, die sich nicht umsonst freuen wollen, schnellstens erfolgen. Die so beliebt gewordnen Fahrten ins Blaue müssen, obwohl nicht vorgemerkt, infolge der starken Nachfrage weiterhin durchgeführt werden. Es sind sechs Autobusfahrten ab Bochum, Dortmund und Hagen vorgesehen, deren Fahrtpreise RM. 15.40 bzw 15.10 je nach Abgangsort betragen. Die„KdF.= Blaufahrten finden wie folgt statt: vom 17. bis 25. 8. 1936, vom 25. 8.— 2. 9., vom 2. 9.— 10. 9. vom 10. 9.— 18. 9. vom 18. 9.— 26. 9. Noch einmal weisen wir daraufhin, daß die Seefahrt vom 28. 8.— 3. 9. ausfallen muß, da der Dampfer„Monte Sarmiento“ eine Spanienreise unternimmt. Zum Ausgleich dessen findet, wie bereits in der Presse bekanntgegeben, eine Urlaubsfahrt nach Juist vom 27. 8.— 5. 9. statt, bei dem Gesamtpreis von RM. 40.—. Die Ummeldungen bzw. Neuanmeldungen müssen sofort erfolgen. 5. Klasse 47. Preutzisch=Süddeutsche (273. Preutz.) Klassen=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 1. Ziehungstag 8. August 1936 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Oewinne zu 20000 RM 209021 2 Gewinne zu 5000 gM. 202632 8 Ceninne zu 3000 RM. 2451 17221 37584 386546 18 Gewinne zu 2000 RM. 129532 154537 168199 168429 181281 254443 259133 273240 342016 50 Geminne zu 1000 RM 2878 5031 22674 40871 67114 724-- 92199 121600 131277 140216 142262 144919 154157 157725 169791 200185 216981 217152 254403 255884 281267 311189 333322 350520 391409 74 Gewinne zu 500 RM. 2522 5436 15204 21106 30101 69983 71979 73580 77410 82397 92922 100467 105143 120394 122473 143521 174030 179774 194587 200296 214117 217598 229586 244958 247253 255731 257891 259939 274739 290952 317797 318898 324446 351893 363667 381711 385908 356 Gewnne mu 300 R0 1108 2103 2422 3610 7309 4746 9793 11015 12640 14785 14814 15681 15736 16040 16999 18558 19513 20631 26855 27693 32482 34056 38037 44418 44705 47019 48664 49432 60677 52310 5399p 68597 60162 60429 60971 63094 63235 64092 66838 71223 72416 73193 74378 77252 78404 80131 81659 81981 8213-6196 88440 91770 91973 93688 98374 99721 112658 116693 117151 117856 151175 167220 187642 220668 2•1—50 240228 250078 266079 389191 393288 eine Urkunde aus dem 17. Jahrhundert, ein Urbarium“ von einem Bauern, der uns großes Vertrauen schenkte, erhalten, das ein Verzeichnis der Bauern und Häusler und ihrer Höfe darstellt und eine Aufstellung über Abgaben, die sie an die Sorauer Herrschaft abzuführen hatten. Wir werden sie schon für unsere Berichte ausschlachten. Einmal haben wir eine Fahrt zum Helmsdorfer Lager gemacht, wobei unterwegs dem Gruppenführer eine Blindschleiche die blanken Stiefel raufklettern und die lebendige Schulterkordel spielen wollte. Schließlich ist sie aus gekniffen. Dafür haben wir unser Vergnügen an einem Motorradfahrer gehabt, um den wir uns im Kreis aufstellten und das schöne Lied sangen.„Ein Motorrad, ein Motorrad, das ist ein Rad, wo Panne hat. Und wenn es keine Panne hat, dann ist es auch kein Motorrad!" Der Motorradler lachte und onser anfänglich entietzter Gruppenführer schließlich auch Die Fahrt war prima, und als wir mit schmetternden Trompetensignalen ins Helmsdorfer Lager einmar schierten, guckten aus den Fenstern aar Herner Jungens heraus. Die waren hier nobel. Sie fragten uns überflüssig, ob wir Hunger hatten, und dann haben wir uns in deren Tagesraum den„Bauch vollgeschlagen“, wobei wir zum Nachtisch je einen halben Liter Gelandebier oder Himbeerwasser erhielten Tagesarbeit ist auch das Großreinemachen. Da wird geputzt, geschrubbt, gewischt, was das Zeug halt. Und ab Sonnabend schrubben wir an uns selbst herum. Es gibt eine kalte und warme Brause. Und das genugt. Geduscht, reine Wasche angezogen und die Abendrunde am Sonnabend wird noch einmal so schon. Nachtalarm. Wißt ihr, was das heißt? Schauerliches Signal dreiviertel vor Mitternacht, raus aus den Beiten und in fünf Minuten im Hof fix und fertig dastehen Ausgerechnet dann reißen die Schuhbander. Unten schüttelt der Führer den Kopf und betrachtet seine „Zwiebel". Noch einmal hinauf in die Betten und nochmals schauerliches Töten, und endlich sind die fünf Minuten erreicht. Wir dürfen weiterschnarchen Wache schieben. Die Wache am ersten Tage war ganz schön. Heinz Taube, der Lagerteufel, erfand bei der Wache den neuen Spatengriff. Er steckte die Spite des Spatens in den Baum, und der saß so fest, als ob er ihn auf der Schulter hätte. War es kalt, steckte er die Hande in die Taschen. Kam der Lagerführer, hieit er nur die Hand unter den Spaten und stand wie eine Ciche Der Speisezettel. Mit diesem will ich schließen. Neben der Musik, die wir machen, so auf der Mundharmonika nd dim Schifferklavier usw., macht auch der Magen häufig Musik. Dabei haben wir auf unserer Stuve mit 14 Mann vom 18. April bis zum 16. Mai, außer zweien, die zwei Pfund abgenommen hatten, insgesamt 41 Pfund zugenommen, also innerhalb eines Monats pro Kopf 2,7 Pfund. Ebenso gibt es bei uns neben Kaffee, Tee. Wurst=, Grieß=, Selleriesuppe und anderen Süppeleien Bohnen mit Rauchfleisch, kotkohl, falschen Hasenbraten, Salzkartoffel, Sauerkohl, Reis, Quark, Brot, Wurst, Schmalz, Marmelade, Butter und noch eine ganze Latte schönster Gerichte. Und, daß wir zunehmen— wer ist schuld daran? Der Speisezettel! Wir haben stubenweise Kuchendienst. Unsere Lieblingsarbeit ist, ob ihr es glaubt oder nicht: Kartoffelschalen! Wenn es ans Kartoffelschälen geht, sind die meisten Jungen verschwunden, die wollen sogar selber Kartoffeln ausmachen. Dafür sind sie vollzählig in der Küche, wenn es ans Stullenschmieren geht. Der letzte Schrei. Freitags, Samstags und Sonntags werden die Pakete ausgegeben, Geburtstagspakete am Geburtstag. Alles dürft ihr schicken, nur keine Oelsardinen, denn davon gibt es Fettflecke, auch außerhalb des Magens, und die will der Lagerführer nicht sehen. Und nun: Es lebe das Landjahr! Heil Hitler! Wichtig bei Krankenbesuch im Ausland. Personen, die zum Besuch von kranken Familien= angehörigen in das Ausland reisen wollen und die Ausfertigung einer Dringlichkeitsbescheinigung zur Mitnahme von Geld über die Freigrenze von 10.— RM. hinaus bei der Polizeibehörde beantragen, müssen die Erkrankung des betr. Familienangehörigen künftig durch Vorlage von ärztlichen Attesten oder sonstigen amtlichen Bescheinigungen der Gemeindebehörde glaubhaft machen. Das Vorlegen von Privat= briefen genügt zur Glaubhaftmachung der Erkrankung des im Ausland befindlichen Angehörigen nicht. Aus amtlichen Bekanntmachungen Nachdem gegen die geplanke Aenderung der Fluchtlinien für die Baum- und Constantin=Straße Einwendungen nicht erhoben worden sind, habe ich die Fluchtlinienpläne gemäß meiner Festsetzung vom 28. 4. 1936 förmlich festgestellt. Die Fluchtlinienpläne liegen in der Zeit vom 10. August bis einschließlich 24. August 1936 auf dem 8 Gewinne zu 10000 RM 84854 115061 175385 6 Gewinne zu 5000 KM. 62948 66797 92837 16 Gewinne zu 3000 KM 127413 206013 210307 250300 8 Gewinne zu 2000 AM 19449 29743 49122 84655 97067 104137 218818 238893 269838 #/9, Sepiane zu 1000 NM 8765 38382 40124 47366 87313, 62053,63394 85748 94902 121418 140089 249182 288992 3080-3 309782 326130 328344 343389 363914 396211—95 7051 16819 23226 24911 10 63037 66178 79395 82389 65 127147 127848 137775 144136 163024 165194 166608 168774 168009 191428 192508 201169 203037 42782S 213748.000 218013 231548 233948 3983— 280391 288073 28800 376673 10 358416 363277 56 Geminne zu 300 KM 2865 3257 4215 6600 6764 8299 uluib 11094 14733 15363 17073 18148 .ve 31938 25232 35164 35304 38342 47198 49201 50144 69192 61228 62099 74228 Wer. Teste TJoox 6111s 84455 87657 102872 103735 Stadtdauamt im Sparkassengebäude, Zimmer Nr. 3. Obergeschstoß, zu jedermanns Einsicht offen. Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. In das Handelsregister Adt. A ist am 5. August 1936 bei der unter Nr. 421 eingetragenen Firma Bielefelder Waschanstalt und Neuplätterei Bernbard Erternest in Herne folg. eingetragen worden: Die Firma ist erloschen Amtsgericht Herne. Bekanntmachung. In das Handelsregister Adt. B ist am 7. August 1936 bei der unter Nr. 175 eingetragenen Firma Gebrüder Kudmichel G. m. d. H. in Herne folgendes eingetragen worden: Durch Beschluß des Amtsgerichts Herne vom 7. August 1936 ist der Kaufmann Erich Kudmichel in Herne zum Liquidator bestellt, da sich nach der Löschung der Gesellschaft das Vordandensein von Vermögen herausgestellt dat, das der Verteilung unterliegt. Amtsgericht Herne. 95497 193899 111499 111429 115329 118668 1 3 171342 172214 200437 20 202229 206682 221387 223964 233588 234049 236341 243482 245954 257850 262467 278998 280848 284362 295998 294565 321891 334619 48162 313: 3343. 34797 3.5s0 10U3 208428 213156 216576 229419 230745 230799 90341 237444 238296 239572 252141 252424 66 276352 553 261735 283254 283983 40660 286747 287924 289668 5 303153 306328 910 390184 330727 333375 91 340761 341191 347606 348263 352196 353474 # 400 366091 367756 368758 387554 S84123 334133 S7e6 378415 3837|9 380550 Wr.. 95633 397115 399004 399648 im Gewinnrade verblieben. 8 Gewina zu O. 2 zu je Fr000. 2 zu se 100000, 2 zu 4 zu je 50000, 8 zu i 30000, 14 zu 1e u je 1#181, 192 zu je 5000, 376 zu se ##ch gs je-0, 2910 zu je 1000, 4828 zu je 500, 19258 zu je 300 RM. 1 se 7500 21000, 8.00 Nr. Zwei Ra Shr und 3 eibmaschin retor Von un 88 Jungen u Das Zeita dieser Welt. was die Jug engen Stehkr früher zeitwe verdarben Sport gewan zu tun hat erinnert. Gut Zeit als böse Sportanzug v Badehose: das verfahren mi Es ist ein G Jugend ist be merad des Lehrer der ih leuchtendes V mit. Und ga Wahrhaftig. seinen Junger Wilmersdorf Turnunterricht die Goldmedai den Olympiasi Kampf vorbei besorgter Führ ten ihren„Her wünschend. S referendar Stö wurde. Dem noch erinnern tragen. König Farouk König Faro tet. bis seine Heimat zurücke schickt, hat ihne und Glückwünsd ein Mann, der so wie er habe König Boris vo und Lebendigkei des Olympischen Jubel. Und der Stühle weiter Freitag zu der Redrennen durch Schweden, der si nicht nur gekom sogar einen Sch Mannschaft sein kamerad unter K Wissen Sie wac Ich habe es b mir geläufig: 1 maschine. Und zw sonst müßte ja a vielmehr, als ich pischen Stadions gfähr 50 dort de erfügung stehen furchtbar eilig, o auf möglichste sch stürzte ich mich m ach die erste Zei lauter ungereimt einmal das Gesch mein eigenes dum maschine ansah. Schreibmaschinen nützliche Apparate fügung sind. Soga Zeichen, die es i Zuletzt, als ich kei deutschen Gewohn! dische genommen denn das a stand Tasten von n und bin ich doch damit gerade in diesem benötigt. Ein toller Hecht. Ein ganz toller mann Glenn Mort mann Robert Clarl als am Freitag die beendet waren. Es Und lustig geradezi spielsweise Glenn 2 ein solcher Zehnkän angefangen mit Fr Spaß gehabt, daß Im übrigen nicht ur harten amerikanische dann zur Gymnast Elenn bekam immer er machen, er hatt Trainingspartner mmerhin sehr unger Trainer. von Brutt 1000 Kilometer von Trainingsanweisung searbeitet. Ausgesp sings erst seit gut er tingsbriefe aus der! durch diese Anwessu der heutigen Hohe e Nr. 186 Montag, den 10. August 1936 32. Jahrgang Oesterreichischer Doppelerfolg im Kann Zwei Goldene im Kajak=Einer und Kajak=Zweier„ Deutschland Sieger im Tandemfahren, dazu zwei Silberne und drei Bronzene, Dreifacher Zehnkampf=Sieg von LSA Beginn der Schwimm=Wettbewerbe Grau in grau war am Samstagmorgen der Himmel. 200=Meter=Brustschwimmen der Frauen begonnen. als um Punkt 9 Uhr die Schwimmer bei den Olympischen rund 25 Schwimmerinnen starke Feld war in vier Spielen 1936 zum ersten Mal zu Wort kamen. Die aufgeteilt. Erfreulicherweise konnten sich alle drei Deutsche olympischen Schwimm=Wettbewerbe wurden mit den für den Zwischenlauf qualisizieren. Selbst Hanni Hölzner sieben Vorläufen über 100 Meter Kraul eingeleitet. Nach einem starken Gewitterregen, der eine Stunde vor Beginn der Kämpfe recht erfrischend wirkte, sich aber bald wieder legte, waren beim Start des ersten Vorlaufes etwa 10 000 Zuschauer im herrlichen Olympia=Schwimmstadion auf den steil ansteigenden Rängen versammelt. Hoch oben an den Scheinwerfermasten hatte man Seile gezogen, an denen die Wimpel der an den Schwimmwettbewerben beteiligten Nationen lustig im Winde flatterten. Auf dem vorgeschobenen Block, wo sich diesmal die Presse niedergelassen hat, sind alle Plätze eingenommen: ein Zeichen allmähli als Vierte kam mit der Zeit von 3:11.4 in den Zwischenlauf. Martha Genenger und Trude Wollschläger siegten ziemlich sicher. Die Krefelderin schwamm sogar neue Olympia=Bestleistung. daß die Schwimmwettbewerbe Hauni Holzuer Vierte. Die erste Enttäuschung gab es im ersten Vorlauf, wo die Plauenerin Hanni Hölzner mit der schlechten Zeit von 3:11,4 nur Vierte wurde. Die Dänin Soerensen siegt in 3:06,7 vor der Schwedin Isberg(3:08,7) und der .... Z e i c h e n. H o l l ä n d e r i n B a a l b e r g( 3: 1 0, 4). hlich in den Vorder= Martha Genenger 3:0..4. grund der Geschehnisse stehen. Auf der Ehrentribüne ver folgt Dr. Frick interessiert die ersten hart umstrittenen an.##g G m Vorläufe.* Martha Genenger den zweiten Vorlauf gewinnen würde hatte man doch nicht im Vorlauf mit einer neuen olympi schen Bestleistung gerechnet. Im schönen flüssigen Stil legte sie die 200 Meter in 3:03,4 Minuten hin, die alte Bestleistung hielt die Australierin Dennis aus dem Jahre Das rund 50 Mann starke Feld ist in sieben Vorläufe eingeteilt. Die zwei Besten eines jeden Vorlaufes und die beiden schnellsten Dritten des Gesamtfeldes qualifizieren sich für den Zwischenlauf. Fia vor Csik und Cabrielson. Gleich der erste Vorlauf über 100 Meter Kraul brachte ein überaus hartes Rennen zwischen dem ungarischen Europameister Csik und dem Weltrekordler Peter Fick uch Maehais in Rekordlaune, (USA.). Der Amerikaner erwischte den besten Start, schlug bei 50 Meter in 25,6 Sekunden knapp vor Csik an! Verbissen und mit der Vorhand startend, ging die 1932 mit 3:06,3. Ueberraschend gut schwamm die jungel oa..."„„„ Holländerin Benni Kastein, die mit 3107,8 vor der 50000 belm Zennsampl Japanerin Tsuboi in 3:15 und Lappalainen(Finnland) 8*. (3:19.7) den zweiten Platz belegte. und brauchte sich nicht mehr anzustrengen, um in 57.7 Sekunden knapp vor Csik und dem Briten Cabrielson in 1:01,2 zu gewinnen. Yusa=Japan besiegt Highland. Im zweiten Vorlauf lieferten sich Japans junge Hoffnung Yusa und der sich stark verbesserte Amerikaner Highland ebenfalls einen erbitterten Kampf. Bei der 50=Meter=Marke lag Yusa mit 25,8 Sekunden knapp vorn tne bestzeit jetzt auf 3:01,9. Man darf also auf den Iweibaute seinen Vorsprung aber auf der zweiten Bahn des kampf Martha Genenger— Hideko Maehata gespannt sein aufgestauten 50=Meter=Bades sicher aus und siegte deutlich Den zweiten Platz belegte die Dänin Christensen in 3:10.9 sichtbar in 57,8 vor Highland 59,9 und dem Australiek vor der Engländerin Gomm(3:15,7) und der AmeriKendall, der 1,01 als Dritter folgte. Heiko Schwartz enttäuschte. Im dritten Vorlauf war ein gutes Durchschnittsfeld vereint. Der Engländer French=Williams hat zunächst allerlei Mühe, um den schnellen Philippinen Altjaludin in 1:00,7 hinter sich zu lassen. Unser Vertreter Heiko Schwartz enttäuschte und kam in 1:01,8 nur auf den dritten Platz, womit er mit dieser mäßigen Zeit ausschied. Arai— Fischer Kopf an Kopf. Der junge japanische Nachwuchsschwimmer Arai. der im Training unter 57 Sekunden geschwommen hatte, traf im vierten Vorlauf auf den deutschen Europameister Helmuth Fischer. Nach glänzendem Start lag Fischer bei kanerin Cummings(3:21,9) Trude Wollschläger Erste in 3:08,5. Ein taktisch, überaus kluges Rennen schwamm im vierten und letzten Vorlauf die Duisburgerin Trude Wollschläger. Sie ließ sich ruhig bis 100 Meter von der Engländerin Storen führen, die mit 1:27,6 bei 100 Meter anschlug. Dann aber zog die Duisburgerin mit kräftigen Schlägen und wuchtiger Beinarbeit nach vorn und ließ nach kurzem Kampf ihre Gegnerinnen hinter sich. In 3:08.5 siegte Trude Wollschläger verhalten vor StoreyEngland(3:10.8) und Maria Lenk=Brasilien(3:17.2) und der enttäuschten Dänin Nielsen, die 3:21,3 benötigte. Für die beiden Zwischenläufe am Sonntagvormittag qualifizierten sich die ersten drei eines jeden Vorlaufes Randbemerkungen Lehrer und Vorbild.— Könige und Olympiakämpfer.— Schreibmaschinen für alle Sprachen der Welt.— Weltrekordmann durch Kurzbriefunterricht. Von unserem nach Berlin entsandten Sonderberichterstatter. 88 Jungen und ein Olympiasieger! Das Zeitalter des Sportes hat vieles gewandelt auf dieser Welt. Und wenn schon irgendwo, dann in allem, was die Jugend betrifft. Es sind vorbei die Zeiten der engen Stehkragen und der langen Schlauchhosenbeine, die früher zeitweise schon zehnjährigen Knirpsen das Leben verdarben. Und so, wie sich die Jugend mit durch den Sport gewandelt hat, so wandelte sich alles, was mit ihr zu tun hat Du liebe Güte, wenn man sich alter Zeiten erinnert. Guts=Muts und Turnvater Jahn galten in ihrer Zeit als böse Revolutionäre. Und als Lehrer sich im Sportanzug vor seinen Schülern zeigen oder gar in der Badehose: das ware sicher fast ein Grund zum Disziplinarverfahren mit dem Ziele der Dienstentlassung gewesen. Es ist ein Glück, daß es nicht mehr so ist. Die neue Jugend ist bei aller schuldigen Achtung Freund und Kamerad des Lehrers. Und nichts schöner, als wenn der Lehrer der ihm anvertrauten Jugend auf jedem Gebiet leuchtendes Vorbild sein kann. Das feuert an und reißt mit. Und gar der eigene Lehrer als Olympiasieger. Wahrhaftig, der Studienreferendar Gerhard Stöck kann seinen Jungen am Goethe=Realgymnasium in BerlinWilmersdorf Vorbild sein. Und seine Quarta. der er Turnunterricht gibt, saß siebernd mit dabei, als es um die Goldmedaille im Speerwersen ging. Erlebte jubelnd den Olympiasieg ihres jungen Lehrers. Und als der Kampf vorbei war, da rasten die Jungen unter vorher besorgter Führung in die Teilnehmerräume und umringten ihren„Herrn Studienreferendar“ begeistert und Glück wünschend. Sicher, daß auch dieser Dank dem Studienreferendar Stöck mit zum schönsten Lohne für seinen Sieg wurde. Dem Lehrer Stöck, an den sich seine Jungen noch erinnern werden, wenn sie selbst schon graue Haare tragen. König Faronk telegraphiert! König Farouk von Aegypten hat garnicht erst gewartet. bis seine siegreichen Olympiakämpfer wieder in die Heimat zurückkehren. Er hat ihnen ein Telegramm geschickt, hat ihnen im Namen ihres Vaterlandes gedankt und Glückwünsche ausgesprochen. König Farouk ist sicher ein Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Und so wie er haben es auch andere Fürsten und Könige König Boris von Bulgarien saß mit größter Anteilnahme und Lebendigkeit neben dem Führer auf der Ehrentribüne des Olympischen Dorses und klatschte mit im allgemeinen Jubel. Und der Kronprinz Umberto von Italien saß zwei Stühle weiter und tat desgleichen. Er fuhr sogar am Freitag zu der Redrennbahn, auf der die olympischen Redrennen durchgeführt werden. Und der Erbprinz von Schweden, der sich bekanntlich auch in Berlin aufhält, ist nicht nur gekommen, um sich alles anzusehen. Er geht sogar einen Schritt weiter und kämpft selbst mit in der Mannschaft seines Landes beim Reiten, als Sportskamerad unter Kameraden. Wissen Sie was„3kd7442är.4“ heißt? Ich habe es bisher noch nicht gewußt, aber jetzt ist es mir geläufig: ich habe einfach eine verkehrte Schreib maschine. Und zwar nicht jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe sonst müßte ja alles solches Kauderwelsch sein. Es war vielmehr, als ich das erste Mal im Riesenbau des Olym pischen Stadions in den Presseräumen zu einer der ungefähr 50 dort den Journalisten aus der ganzen Welt zur Verfügung stehenden Schreibmaschinen griff. Es war furchtbar eilig, denn natürlich warten die Leser immer auf möglichste schnelle Berichte. Und weil es so eilig war stürzte ich mich wie ein Löwe auf die Arbeit. Aber als ach die erste Zeile geschrieben hatte, stand auf einmal lauter ungereimtes Zeug da. Worauf ich mir erst noch einmal das Geschriebene, dann in meinem Taschenspiegel mein eigenes dummes Gesicht und zum Schluß die Schreibmaschine ansah. Ich habe mir dann weiter fast sämtliche Schreibmaschinen angeschaut und festgestellt, daß solche nützliche Apparate für alle Sprachen der Welt zur Verfügung sind. Sogar solche mit griechischen Buchstaben und Zeichen, die es in unserer Schriftsprache garnicht gibt Zuletzt, als ich keine unbesetzte finden konnte, die meinen deutschen Gewohnheiten entsprach, habe ich eine holländische genommen. Das ging zwar auch nicht ganz glatt. denn das a stand dort, wo bei uns das g ist und auch die Tasten von n und z waren vertauscht. Aber schließlich bin ich doch damit zu Rande gekommen, obwohl man ja gerade in diesem olympischen Betrieb das y sehr häusig enötigt. Ein toller Hecht. Ein ganz toller sogar, dieser Zehnkampf=Weltrekordmann Glenn Morris aus USA. und ebenso sein Lands mann Robert Clark. Klar an der Spitze lagen die beiden, als am Freitag die ersten 5 Uebungen des Zehnkampfes beendet waren. Es sind wirklich zwei sabelhafte Athleten! Und lustig geradezu ist es, wenn man erfahrt, wie beispielsweise Glenn Morris. der Student in Colorado ist. ein solcher Zehnkämpfer wurde. Mit 12 Jahren hat er angefangen mit Fußball. Und daran hat er so einen Spaß gehabt, daß er zunächst garnichts anderes wollte Im übrigen nicht unseren Fußball, sondern den ungemein harten amerikanischen Rugby=Fußball. Allmählich ging's dann zur Gymnastik und dann zur Leichtathletik. Undi ohne daß irgendeine Behinderung des Holländers zu de Elenn bekam immer mehr Spaß baran. Aber was sollte merken gewesen wäre. Der Aurvenrichter wurde per er machen, er hatt; gar keine geeigneten Tiainer und nommen, der an der fraglichen Stelle gestanden hatte. Ehm#:: I##.# gnt##. Sim Trainingspartner. Da kam er auf eine glänzende, aber Schließlich wurde die Entscheidung des Obersten Schiedz. Bliet im zweiten rauf des Enolaufes zum 1=Alm=Ma mmerhin sehr ungewöhnliche Idee. Er bezog von einem gerichtes bekanntgegeben. Der Einspruch van Vliets fahren um olympische Ehren schlug und sich die Golden Trainer. von Brutus Hamilton, dessen Wohnort rund wurde zwar zurückgewiesen. aber Merkens wurde doch in Medainle volle 1000 Kilometer von dem seinen enfernt liegt, schriftliche Strafe genommen. Es soll hier angenommen werden.] Die Sache mit den 100 Franken ist sicher das Kurio Trainingsanweisungen Und danach wurde dann heitig daß dieses Urteil an sich in Ordnung ist. Aber daß der seste, was sich dieher auf den Olympischen Spielen 193 searbeite: Ausgesprochen auf den Zehnkampf hin aller=Ibrave Merkens ais olnmpischer Amateur. als Amateur ereignet hat Und sings erst seit gut einem Jahre. Es müssen wahre Trai= vom reinsten Amateurwasser, nun ausgerechnet zu einermen. Aber sorgen sollt zingsbriens aus der Wundertute genesen sein das Mortis###eldutate veraannert murne nar= poch wirklich span= nie nom olnmnischer Amat durch diese Anweisungen seine natürlichen Anlagen zu haft. Und mehr noch als das, es ist eine Verkennung des breitung und schließlich dann auch restlose Verwendung zer heutigen Hohe entwickeln konntel lolympischen Bearifies. Man kann einen Mann, der den findet Zwischenläufe der Männer Kaum waren die fünf Vorläufe der Frauen beendet, da siel auch schon die erste Entscheidung im ersten ZwischenL'ar, lauf der Manner über 100 Meter Kraul. Bis 80 Meter Lause kämpft Fischer verbissen mit., muß aber auch noch später den Amerikaner an sich vorbeiziehen lassen. Der Japaner Taguchi gewann den scharfen Kampf in 57,9 Sek. vor dem Ungar Csik(58.1) und dem Amerikaner Fick(58). Für Fischer wurden 58,3 Sek. gestoppt. Die ersten drei eines jeden Zwischenlaufes und der beste Vierte kommen in den Entscheidungslauf. Elegant geht der kleine Japaner Yusa über die Bahn und kann im fabelhaften Endspurt in Olympiarekordzeit (57,7), ohne sich ganz auszugeben, siegen. Sein Landsmann Arai belegte in 57,9 sicher vor dem Amerikaner Linderren(58,7) und dem zweiten Amerikaner Highland mit 59.4 den zweiten Platz Nach den beiden Zwischenläufen stehen nun die Teilnehmer für den Endlauf, der am Sonntagnachmittag ausgetragen wird, fest. Fischer=Deutschland, der im ersten Zwischenlauf 58.7 als Vierter schwamm, kommt also mit der besseren Zeit ebenfalls noch in die Entscheidung. Für den Endlauf qualifizierten sich: Busa, Arai, Taguchi (Japan). Csik(Ungarn), Fick, Linderren(USA.) und Helmut Fischer(Deutschland). Der Wert des Zehnkampfes steht unerschütterlich fest. Man braucht kein Wort mehr darüber zu verlieren. Auch die große olympische Gemeinde in Berlin schätzt ihn vollkommen. Das unterstrichen 50000 Schaulustige, die am Japanerin Hideko Maehata sofort an die Spitze des Fel= Samstagmorgen„nur“ zu den zwei Uebungen über 110 des und man merkte, daß sie die eben aufgestellte Olympia=[Meter Hürden und im Diskus der Zehnkämpfer ins Bestleistung von Martha Genenger verbessern wollte. Die Stadion gekommen waren. Das Wetter war zwar ein ersten 100 Meter schlug die Japanerin im dritten Vorlauf#recht unsicherer Kantonist. Es drohte Regen, aber es war in 1:27 an. Schon hier lag die kleine, kräftige Japanerin angenehm warm. weit vor dem übrigen Feld, das von der Dänin Christen=an ae„„„„m sen angeführt wurde. Mit großartigem Spurt, fast waage Nun Morrio vor Clark und Parter. recht im Wasser liegend, stellte die Japanerin die Olympia=] Schade, Akilles Järvinen, der große Finne, ist erkrankt und kann nicht mehr mitmachen. Aber seine Kameraden liegen nach wie vor in einem heißen Kampf um die Führung. Sie schaffen prächtige Kämpfe. Und wie hervorragend ihr Leistungsvermögen ist, das lehrten erneut wenige liefen sie unter 16 Sekunden. Elenn Morris, der Favor### aus den Staaten, spielte nun sein Können aus. 14,9 für 110 Meter Hürden, das ist für einen Zehnkämpfer fabelhaft. 646 Punkte waren das für ihn und damit schol sich Morris auf den ersten Rang vor seine Landsleute Clark und Parker. Parker schaffte es in genau 15 Sek, Guhl=Schweiz lief 15.6 und Clark kam in 15,7 über die Hürden. Unser Erwin Huber, fegte in 15.8 über die Hindernisse und holte sich damit den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Die 16,2 von Helmut Bonnet waren ebenfalls ausgezeichnet und so kam der Deutsche auf den zehnten Rang. Huber und Bonnet halten sich gut. 13.02 Meter warf Glenn Morris dann den Diskus. Und so zeigte er nun schon in fünf von sieben Wettbewerben die beste Leistung. Ueber 40 Meter kam nur noch der Schweizer Guhl, eine prachtvolle Mehrkämpferfigur, der 40.97 Meter warf. Acht von den 23 schafften uner 39 Meter. Huber-Deutschland erreichte nur 35.46 Meter als beste Leistung und siel damit auf den zehnten Platz in der Gesamtwertung zurück, während Bonnet vom zehnten auf den achten vorrückte. Staffeln und Zehnkampf Der Samstag. der kampfreichste Tag der Spiele, hat Feldes, das in fünf Vorläufe eingeteilt wurde, trat die einen Massenbesuch. Wieder sind die Ränge im Stadion deutsche Meisterschwimmerin Gisela Arendt in Aktion. Die vollbesetzt, trotzdem mit dem 3000 Metex=Hindernislauf 50 Meter kaum sichtbar vor dem Japaner Arai. Fischers und die beiden schnellsten Vierten des Gesamtfeldes, also Stil war zwar flüssiger und für das Auge schöner, trotz= auch Hanni=Hölzuer=Plauen mit der Zeit von 3:11,4. dem ging der Japaner bei 80 Meter im Endspurt an Bremek, der 528 benhtigte. Der Angar Ausverkauftes Schwimm=Stadion Grof belegte in 1:01,3 den dritten Platz.] Schon lange vor Beginn der ersten Wettämpfe am Ein zweiter japanischer Ersolg. Nachmittag war das schöne Olympia=Schwimm=Stadion Auch im nächsten, dem fünften Vorlauf, gab es einen Bänen Christensen(1.911) und dem des Führers, Fudal Hes.. Schon im ersten Vorlauf des über 36 Mann starken Kanadier Larsen. Auch Heibel aualisizierte sich Ueberaus hart umst ritten war auch der sechste Vorlauf schwarz von Menschen. Es mögen rund 20000 Menschen in dem sich Hermann Heibel als zweiter Deutscher für Holländerin Ri Mastenbroek war hier ihre stärkste Kon=nur eine Entscheidung auf der Tageskarte steht. Aber eine den Zwischenlauf qualifizieren konnte. Der Jugoslawe kurrentin. Vom Start weg ging Gisela Arendt in willkommene Zugabe sind die Vorrennen in allen Staffeln, Wilfan, von dem man vor einiger Zeit unter 59 liegende Führung und legte die ersten 50 Meter in 29.6 Sekunden die bei ihrer großartigen Besetzung Glanzleistungen erZeiten übermittelt bekam. verwies Heibel nach einem zurück, aber bei 75 Meter legte die Holländerin einen harten Kampf auf den zweiten Platz. Die„#nr für mächtigen Endspurt ein. Im Nu hat sie sich die Spitze Wilfan betrug 1:00,6, die für Heibel 1:01,6. Als Dritter gesichert und gewinnt ihr erstes Rennen in der guten kam in 1:01,7 der Philippine Obial ein.[Zeit von 1·06,1 vor Gisela Arendt=Deutschland mit 1107.3, Linderren schaffte 58.8. Rawls=USA. 1:08,7 und Dewar=Kanada 1:09. Die Zeit „„„ von Ri Mastenbroek bedeutete neuen olympischen Rekord Im letzten Vorlauf sicherte sich der Amerikaner Lin= Der alte Rekord wurde von der Amerikanerin Helen derren im schönen Stil den ersten Platz in 58.8 Sekunden Madison mit 1:06.8 geha vor Dr. Abay Nemes(Ungarn) mit 1:00,2 und dem schnellen Finnen Hietanen(1:01). Vier Vorläufe über 200 Meter Brust der Frauen Martha Genenger und Hideko Maehate schwammen Olympiaretord. Im Anschluß an die Vorläufe zum 100=Meter=Kraul schwimmen der Männer wurde mit den Vorläufen zum gehalten Im dritten Lauf gab es für Deutschland eine kleine Enttäuschung. Die 14jährige Berlinerin war nicht in Meisterform und mußte sich mit dem fünften Platz zufrieden geben und schied damit aus Im fünften und letzten Vorlauf schied auch die dritt deutsche Teilnehmerin Maria Lohmar(Bonn) aus. Die die Ueberga warten lassen Die Vorrennen über 4 mal 100 Meter. Ueber Mittag war ein schweres Gewitter über Berlin heraufgezogen. Der Wind ist frisch, sogar etwas kühl. Nun setzen gleich die Kampfe der Nachmittags ein. Der Lautsprecher kundet den Stabhochsprung, die achte Uebung der Zehnkämpfer. an. Nun erscheinen auch die Laufer der Staffellämpfe auf der Bahn. Reges Leben und Treiben erfullt den Innenraum. Die Laufer sind etwas nervos. Sie trippeln aufgeregt über den grunen Teppich des Rasens. erscheinen dann auf dem durch den Regen in mattem Rot leuchtenden Band der Bahn, legen einige kraftvolle Sprints hin und prüfen noch einmal. ob auch L„ b„„— 4" L„ 91 Rheinländerin führte zwar bis zur Wende und legte die 90 Meter in 30.5 zurück, doch hatte sie sich so stark ausgegeben, daß es ihr von 80 Meter ab. als das übrige Feld zum Endspurt ansetzte, nicht mehr gelang, mit zuhalten. Stabes klappt Gegenleistung für Goldmedaille und 16 Reichomark. Als Weltmeister Toni Merkens und der Holländer van Bliet den ersten Endlauf um die Goldene und die Silberne Medaille hinter sich hatten, gab es einen Einspruch, eingelegt von van Bliet. Am Schluß des Rennens hatte Merkens nämlich bei Spurtbeginn, klar vor dem Holländer liegend. mit dem Rad gewackelt. Allerdings. U SA. in 40 Sekunden vor Italien. Der dreifache Olympiasieger Jesse Owens startet für die Staaten und hat vor dem ersten Wechsel bereite Finnlands ersten Mann überholt. Metcalfe macht auf der Gegengeraden die gesamte Kurvenvorgabe wett und mit großem Vorsprung übergibt Draper an Wykoff den Stad. Wie ein Blitz segt der letzte Mann der USA. dem Ziele entgegen und erreicht es in der bestehenden Weltrekordzen von 10.0 Sekunden.“ Und das ohne jede Anstrengung portliche Anstrengung olympischen Amateureid abgelegt hat einfach nicht mit einer Geldbuße für irgend ein großes oder kleines sport=ssell von Ju.n Seiunden, Ind eu2 hn„ liches Vergehen bei der freiwilligen Sportausübung be Italien wird Zweiter und kommt so ine Finale. Es folgt strafen, selbst, falls es in den Satzungen des Internatio= Südafrika vor Japan(distanziert wegen Wechselmarkennalen Radjahrer=Verdandes so beschlossen und verankert überschreiten) und Finnland sein sollte. Man stelle sich vor; es konnte in sol 1. Vorlauf 4 mal 100 Meter: 1. USA(Owens, MetSatzungen ja auch stehen, daß der Bestrafte solche Bußen scalse, Draper, Wakost) 40.0, 2. Italien 41,1 unmittelbar auf den Gerichtslisch des hohen Schiede gerichtes legen mun, ehe er zum nächsten Laufe startet Dann hätte Merkens vielleicht erst 16 Reichewark als Gegenwert für 100 Franken dlechen mussen, ehe er van Holland und Argentinien. Wie schon die Staaten zum Auftakt, so machen auch im zweiten Vorlauf die Hollander ein Rennen für sich. Bocrsma, van Beveren, Berger und Osendarp sind Klasseprinter. Schon durch van Beveren leuchtet die Orangehose in#ront und Holland negt sicher. Argentinten kommt mit in die Entscheidung. Die Ungarn belegen den wertlosen dritten Platz vor den Engländern, die bereits beim zweiten Wechten wie vorher schon Japan, die Marke überschritten. 2. Vorlauf über 4 mal 100 Meter: 1. Holland(Boers= mia van Bev ren. Berger. Osendarp) 41.3. 2. Argentinien 11.9. Ausgeschieden: Ungarn 42,0, England, Frankreich und Ch Die Kanu=Kurzstreckenregatta Zwei Eilberne und eine Bronzene für Deutschland Die Entscheidungsläufe auf der Kann=Kurzstrecken tegatta im herrlich gelegenen Grünau brachten auch am Nachmittag wieder ein bewegtes Leben und Treiben und eine Hochstimmung, wie sie eigentlich immer bei den Kanuten zu finden ist Hradetzky vor Cämmerer. Lajokeiner, 1000 Meter: 1. Oesterreich(Hradetzin 1.22.9. 2. Deutschland(Cämmerer) 4:25.6, 3. Holland Kraaier) 4135.1, 4 USA 4:38.6. 5. Schweden 4:39,5. 6 Frankreich 4:41.2 Canadierzweier: Tschechoslowakei vor Orsterreich. Canadierzweier, 1000 Meter: 1. und Olympiasieger Tschechoslowakei(Syrovatka=Brzak) 4:50,1, 2. Oesterreich (Kampfl=Edletitich) 4:53.8, 3. Kanada(Saker=Charters) :56.7, 4. Deutichland(Wedemann=Sack) 5:00,2, 5. USA 5:11.0. Wieder eine Goldene für Oesterreich Kajal= Zweier 1. Oesterreich 4.03.8 Min. 2. Deutschland 4,08,9 Min. 3. Holland 4,12,8 Min. Und eine für Kanada Kanadier= Iweier 1. Kanada 5,32,1 Min. 2. Tschechoslowakei 5.36.9 Min 3. Deutschland 5,39 Min. Finnlands Front gesprengt! Lompert Dritter hinter Iso=Hollo und Tuominen über 3000 Meter Hindernis Die 11. Olympischen Spiele 1936 sind für uns wirklich steigende Begeisterung. Da konnte selbst der Himmel nicht eine Freude. Feine Siege und Erfolge stellen sich ein, mehr ein griesgramiges Gesicht machen und er sandte von denen wir vor noch nicht allzu langer Zeit im besten milden Sonnenschein auf die in ihrer wuchtigen SchönFalle einmal traumten. Des deutschen Hauptmanns heit herrliche und einzigartige Kampfstätte in der Welt. Handrick Olympiasieg im Modernen Fünjkampf war ein Wie schon einmal bei der 800=Meter=Entscheidung, wurde Einbruch in die schwedische Vorherrschaft— und nun sprengt am Samstagmittag im Olympischen Stadion der Stuttgarter Dompert Finnlands Front über 3000 Meter Hindernis. Nach einem wundervollen und verbissenen Kampf mit der finnischen Läufergarde, den großen Schülern eines großen Poovo Nurmi, holte er sich einen herrlichen dritten Platz und damit die Bronzemedaille hinter dem Olympiasieger Iso=Hollo und Tuominen. 50 Meter vor dem Ziel lag der Deutsche noch vor Tuominen die ersten Läufer das Ziel um 40 Meter zurückverlegt. hatten abgesteckte Bahnen. 1. Vorlauf: 1. USA.(Cagle. Young. O'Brien). Fitch) 3:12,0, 2. Ungarn 3:17,0. Ausgeschieden: Polen und Japan. Nicht am Start: Finnland und Oesterreich. 2. Vorlauf: 1. England(Powell. Rampling, Roberts, Brown) 3:14,4, 2. Schweden 3:14,6. Ausgeschieden: Frankreich. Nicht am Start: Argentinien, China und und nur mit dem Aufgebot aller Energie kam der zweite Griechenland. Finne noch an die Silbermedaille. Iso=Hollo siegte in der] Erst im dritten und letzten Lauf sind alle Nationen neuen olympischen Rekordzeit von 9:03,8. Der Welt= vollzählig zur Stelle. Hamann läuft auf der vierten retord wird für diese Strecke nicht geführt.! Bahn die ersten 300 Meter prächtig. läßt aber zum Schluß 1. und Olympiasicger Volmar Iso=Hollo(Finnland) nach und Kanadas Ahornblatt wechselt zuerst. Von Stülp 9:03,8(neuer olnmpischer Rekord). 2. Kaarlo Tuominen(Finnland) 9:06.8. 3. Alfred Dompert(Deutschland) 9:07,2. 4. Matilainen(Finnland) 9:09. 5. Manning(USA.) 9:11.2. 6. Larison(Schweden) 9:16.5. Ueber Amal 400 Meter Nach dem 3000 Meter=Hindernis=Lauf folgten die drei Vorläufe der 4=mal=100 Meter=Staffel. Sie waren mit einer der Höhepunkte des vorletzten leichtathletischen Kampftages. Deutschland vor Kanada im Vorlauf. Jedes Rennen brachte die Zuschauer in immer mehr nagel läßt sich in seiner Unerfahrenheit in einen Kampf mit dem kangdischen Neger Edwards ein und verpufft seine Kraft, sodaß zum Schluß Italien dicht aufrückt. Aber ein glänzender Spurt von Harry Voigt läßt alle Befürchtungen verschwinden. Dicht hinter dem schnellen Kanadier Fritz liegt der Deutsche und Harbig als Ersatzmann halt sich brav zu Loaring. Der Kanadier verhält stark und zusammen gehen Loaring und Harbig durch das Ziel. Deutschland wird als Sieger in 3:15 verkundet Kanada hat die gleiche Zeit. Italien liegt geschlagen auf dem dritten Platz vor den Südafrikanern und den Tschechen. 3. Vorlauf: 1. Deutschland(Hamann, von Stülpnagel. Voigt. Harbig) 3:15, 2. Kanada 3:15. Ausgeschieden: Italien, Südafrika und Tschechoslowakei. 46,5 Sekunden über 4X100 m Deutsche Mädel in Weltrekordzeit vor England Deutschland- England- Italien Es wurde ein herrliches Rennen und zum guten Ende hatte die deutsche Staffel ihre eigene Weltrekordzeit von auf 46.4 verbessert! Emmy Albus ist sein gestartet. aber gegen die ausgezeichnete englische Meisterin Hiscock verliert sie doch einen Meter. Nun kommt aber Käthe Kraus. In wundervollem Lauf fegt sie nicht nur an Eng land, sondern auch an Italien und Finnland vorbei. Marie Dollinger macht es genau so gut und kommt aus der Kurve mit Vorsprung in die Zielgerade. Ein schöner Wechsel— er ist übrigens bei den Frauen viel besser als bei unseren Männern. Wie ein Wind geht die schnelle Ilse Dörffelt mit dem Stab los— kraftvoll ist ihr Endspurt und das ist neuer Weltrekord 2. Vorentscheidung über 4 mal 100 Meter: 1. Deutschland(Albus, Kraus. Dollinger, Dörffelt) 46,4— neuer Weltrekord! 2. England 47,5. 3. Italien 48.6. Ausgeschieden: Finnland. Jugoslawien nicht am Start. U6A- Kanada- Holland Ein kleines Feld von vier Staffeln bestritt zuvor den ersten Lauf. Frankreich ist nicht am Start. Durch Anne O'Brien kam USA. auf der vierten Bahn schon weit in Front. Von Wechsel zu Wechsel vergrößerte sich der Vorsprung des Sternenbanners und Helen Stephens kam unbedrängt in 47,1 siegreich vor den hart kämpfenden Kanadierinnen und Holländerinnen durch das Ziel. Oesterreichs Frauen schieden damit aus. 1. Vorentscheidung über 4 mal 100 Meter: 1. US. (O'Brien, Rogers. Robinson, Helen Stephens) 47.1, 2. Kanada 48.0, 3. Holland 48.4. Ausgeschieden: Oesterreich N, am Start: Frankreich Letzte Entscheidungen am Samstag Kleinkaliberschießen Am dritten und letzten Tag der Schießwettbewerbe fällt auch die Entscheidung im Kleinkaliberschießen, wohl die schönste und beliebteste Konkurrenz. Schon am frühen Morgen hatten sich an der Längsseite der Schießstände am Wannsee zahlreiche Zuschauer eingefunden, die mit großem Interesse die Kämpfe der drei Gruppen der 64 Schützen verfolgten. Unter ihnen befinden sich der Olympiasieger von Los Angeles, der Schwede Rönnmark, der Merikaner Huet und auch der Weltmeister von 1935 in Rom. Durand Frankreich, die alle das Ringen um den ersten Platz aufnahmen. Es wird mit beliebigen Kleinlasibergewehren auf eine Entfernung von 50 Meter auf Ringscheibe geschaffen. Als die erste Rotte mit dem Kleinkaliberschießen be gann. erschien Generaloberst Freiherr von Fritsch und General Roese vom Reichskriegsministerium auf dem Olympia=Schießstand Der deutsche Vertreter Arran Hoffmann kam zu sammen mit dem Griechen Georges Vichos, die beide 228 Ringe erzielten, auf den neunten Platz. Eine Goldene für Norwegen Kkeinkaliberschießen 1. Norwegen 300 Treffer. 2. Ungarn 296 Treffer. 3. Polen 296 Treffer. Eine Goldene für Deutschland 2=Kilometer=Tandem=Fahren 1. Deutschland. 2. Holland. 3. Frankreich Frankreich gewinnt das Mannschaftsrennen 4: Kilometer=Versolgungs=Rennen 1. Frankreich. 2. Italien. 3. England. I. Deutschland. Holland vor Frankreich und Deutschland 1= Kilemeter=Zeitfahren 1. van Vlieth Holland 1.12.0 Min 2. Georget Frankreich 1.124 Min 3. Karsch Deutschland 1,13,0 Min Leutschland nach Kampf vor Kanada Und nun mocht sich die deutsche Staffel fertig. Griechen land und die Tschechoslowakei erfüllen ihre Meldungen nicht. Das dritte Vorrennen ist Deutschland nicht zu nehmen. Leichum auf der zweiten Bahn hat zwischen der Schweiz und Schweden einen blitzschnellen Start, doch der Wechsel zwischen ihm und Erich Borchmeyer ist schlecht. niel zu langsam. So kann Erich gegen die führenden Schweden und Schweizer nicht viel Raum gutmachen. In der Zielkurne liegt Gillmeister noch zurück. Aber nun spurtet Hornberger der letzte Mann. los. Verbissen kämpft er um jeden Zoll Boden und schafft schließlich in 41,1 vor dem Träger der roten Hose Kangdas den Sieg Vorrennen über 4 mai 100 Meter: 1. Deutschland (Leichum. Borchmener. Gillmeener. Hornberger) 41.4. 2. Kanada 11,5. Ausgeschieden: Schweden 11.5 und Schwei; Dreisacher USA=Gieg Zehnkampf 1. Moris USA 7900 Punkte 2. Clark USA. 7601 Punkte 3. Parker USA 7275 Punkte l. Huber Deutschland 7087 Punkte Degenmannschaftsfechten Deutschland von Frankreich geschlagen. Der Regen in den Morgenstunden des Samstag verursachte eine Verlegung der Kämpfe in den Kuppelsaal. Der Besuch war recht gut und es gab durchweg harte Kämpfe. In der Gruppe 1 besiegte Belgien Polen mit 11:2 und Frankreich schlug erwartungsgemaß Deutschland ebenfalls mit 14:2. Die Deutschen Esser, Uhlmann, Schroeder und Röthig gewannen je einen Kampf und hielten sich gegen den starken Geaner recht gut. In der Gruppe 2 kämpften im ersten Durchgang der Vorent scheidung zunächst Schweden und Portugal; hier blieben die Schweden mit 917 erfolgreich. Italien stellt eine samose Mannschaft und war auch über 1ISA. klar mit 12:4 siegreich. Von den vier Kämpfen gewann jeder italienische Fechter drei. Deutschlands Fechter schlagen Belgien Im ausverkauften Kuppelsaal sorgte eine ausgezeichnete Organisation, die mächtig aus das Tempo druckt, dafür daß bereits in den Mittagstunden der zweite Durchgang der Vorentscheidung im Degenmannschaftsfechten erledigt war Einen überaus lebendigen Kampf lieserten sich in der Gruppe P Prnlschland und Beigien. Als die Belgier mit 2:0 in Front lagen, waren es nur noch wenige, die auf Deutschland hoiften. Der Hamburger Röthig aber riß mit einem Schlag das Eisen aus dem Feuer. Nachdem Esser und Schroeder auf Weisung nur denfensiv sochten, ging der Hanseate plötzlich zum Angriff über. Das machte er derart geschickt, daß die Belgier schneller als erwartet überrumpelt waren. Schroeders Sieg holte weitere Punkte auf und Ullmann stellte schließlich durch sauberes Fechten mit 6,5·6,5 Punkten den Ausgleich her. Stille herrschte, als der in großartiger Form kämpfende Düsseldorfer Esser Deutschland mit 7,5·6,5 Punkten die Führung brachte. Röthig blieb es vorbehalten, mit 8,5:7,5 den deutschen Gesamterfolg sicherzustellen. Endloser Jubel und starker Beifall dankten beiden Mannschaften für diesen prächtigen Kampf. Der zweite Kampf in der ersten Gruppe brachte Frankreich einen neuen 12:4=Sieg über Polen. Italien schlug Portugal in der zweiten Gruppe mit 8:2. Portugal gab bei diesem Stande auf. Die Begegnung zwischen Schweden und USA. war wohl die längste des Tages. Nach endlosem Hin und Her gab es schließlich einen 8,517,5 Sieg der Schweden. Einmal in Führung liegend, lief die deutsche Mannschaft zu einer erstaunlichen Form auf. Polen wehrte sich zwar verzweiselt, denn auch ihnen winkte im Falle eines Sieges die Teilnahme an der Schlußrunde. Der Hamburger Röthig und Sepo Uhlmann(Ulm) errangen je drei Siege, Otto Schroeder brachte es auf zwei Siege und ein Unentschieden, während der Düsseldorfer Hans Esser, vom Vortage noch etwas verausgabt, seine beiden Kämpfe verlor. Beim Stande von 8,5:2,5 für Deutschland wurde das erbittert geführte Gefecht abgebrochen, da Polen für einen Sieg nicht mehr in Frage kam. Auftakt im Wasserballturnier Mit den Vorentscheidungen der Schwimmer setzte am Samstagmorgen auch das olympische Wasserballturnier ein. Schweden mit 2:1(1:1) besiegt. Die erste Ueberraschung im Turnier stellte sich im letzten Spiel des Samstagvormittag zwischen Schweden und Oesterreich ein. Die Oesterreicher holten sich vor Beginn des harten, aber nicht unsairen Kampfes riesigen Beifall, als sie vom Wasser aus mit erhobener Rechten die rund 10000 Zuschauer grüßten. Durch Holm gingen die kräftigen Schweden mit 1:0 in Front. Kurz vor der Pause holte Oesterreich durch Hawlik den Ausgleich. Nach dem Wechsel entspann sich ein überaus fesselnder Kampf. Die Oesterreicher waren glücklicher und siegten durch ein schönes Tor ihres rechten Stürmers Schönsels nicht unverdient mit 2:1(1:1). Island mit 7:1(3:0) geschlagen! Im Spiel Schweiz—Island kamen zwei Nationen zusammen, die im Wasserball noch in den Anfängen stecken. Das gilt vor allem für die Isländer, die in ihrer Heimat kaum Gelegenheit haben, von starken ausländischen Mannschaften zu lernen. Die Schweiz hatte in ihrem Verbinder Mermond, einem fast 200 Pfund klein wirkenden Spieler, den besten Mann des Feldes. Er allein gab seiner Sieben den nötigen Rückhalt und erzielte nach schnellen Durchbrüchen auch drei Tore. Island, das mit 1:7(0:3) verlor, kam durch Halldorsson beim Stande von 9:3 zum Ehrentor. Belgien besiegt Uruguan 1:0(0:0). Die Belgier zeigten im Kampf gegen Uruguay ein technisch überlegenes Spiel im Angriff und siegten auch verdient mit 1•0. Das einzige Tor fiel kurz nach der Pause durch Coppieters. Die Südamerikaner versuchten nun mit aller Gewalt zum Ausgleich zu kommen, doch spielte der Sturm ohne Zusammenhang. Großbritannien— Malta 8:2(4:0). Den stark überlegenen Engländern war Malta nicht gewachsen und so fiel die Niederlage mit 2:8 recht eindeutig aus. Bis zum Wechsel hatten die Engländer schon eine schöne 4:0=Führung und brauchten dann um den Sieg nicht mehr zu bangen. Im Sturm des Siegers gefielen vor allem Mitchell und Sutton, die sich auch in die Torerfolge teilten. Beim Stande von 6:0 kam Malta zum ersten Gegentreffer und als die Engländer ein weiteres Tor vorgelegt hatten, glückte den Leuten aus Malta der zweite Gegentreffer. Ringer in der dritten Runde Am Samstagmorgen in der Deutschland:# Halle. Die Ringer aus drei weiteren Gewichtsklossen traten am Samslagvormittag zu den Kämpfen der dritten Runde im griechisch=römischen Stil an. Das Hauptinteresse richtete sich auf die Begegnung im Mittelgewicht, wo der Deutsche Schweickert mit dem Schweden Johansson zusammenkam. Der Westsale hielt sich im Standkampf ganz ausgezeichnet und wurde mehrere Minuten vor Ablauf der halben Kampfzeit von dem Schweden regelwidrig zu Boden gebracht. Mit 2:1 Stimmen ordneten die Richter einen zweimal 3=Minuten=Kampf in der Bodenlage an und hier erwies sich der Schwede als der bessere Mann, sedaß ihm mit 2:1 Stimmen ein Punktsieg zugesprochen wurde. Einen schönen Schultersieg errang im Weltergewicht Schäfer=Schifferstadt gegen den Jugoslawen Fischer, in dem der Jugoslawe mehrfach zu Boden mußte und schließlich nach 14:18 auf die Schultern gelegt wurde. Der Deutsche liegt nun mit einem Fehlpunkt hinter dem Finnen Virtanen und dem Schweden Svendberg mit je 0 Fehlpunkten noch sehr günstig im Wettbewerb. während die Kämpfe im Weltergewicht ohne den Kölner Nettesheim weitergehen. Meriko gewinnt die Bronzene im Polo Ungarn mit 16:2 geschlagen. Im Kampf um den dritten und vierten Platz dee# Olympischen Polo=Turniers, dem letzten und einem de schönsten Polospiele des Turniers, konnte Mexiko b# ungarische Mannschaft mit 16:2 besiegen und damit die Bronzene Medaille erringen. Wieder waren die Zuschauerränge des Maifeldes bie auf den letzten Platz besetzt. In der großen Zahl der ine und ausländischen Ehrengäste sah man auch Generaloberst Göring. Reichsführer SS. Himmler, General Daluege und zahlreiche höhere Offiziere der Wehrmacht, Goldmedaille im Degenmannschaftssechten für Italien. 8 Deutschland Vierter Mit Rücksicht auf das unbeständige Wetter hatte wan es vorgezogen, die Endrunde im Mannschafts=Degensechten in den Kuppelsaal auf dem Reichssportfeld zu legen. Wiederum hatten sich zahlreiche Zuschauer eingesunden, um Zeugen spannender Kämpfs zu werden. Wollte man doch sehen, ob Frankreich seine Meisterschaft in dieser Waffe verteidigen konnte, oder oo Italion den Franzosen den Rang ablausen würde. Aber auch auf das Abschneiden der Deutschen war man gespannt, da man sich in den Vor= und Zwischenrunden überzeugen konnte, daß Deutschlands Vertreter beachtliche Fortschritte gemacht hatten und ein gewichtiges Wort mitreden würden. Auch den Schweden gab man große Chancen und, wie der Endstand beweist, mit Recht. Gelang es ihnen doch, die Franzosen sogar auf den dritten Platz zu verdrängen. Mit diesen drei Spitzenmannschaften kamen die Deutschen dann doch nicht ganz mit. Sie hatten wenigstens die Genugtuung, allen Gegnern erbitterten Widerstand geleistet zu haben. Nur im Kampf gegen Schweden machte sich bei ihnen allzu deutlich die Ermüdung von dem Gang gegen Frankreich bemerkbar, so daß man später Lerdon und Geiwitz für Röthig und Schröder einsetzte. Mit 0 Siegen mußten sie mit dem 4. Platz vorlieb nehmen. Olympiasieger und Gewinner der Goldmedaille wurde Italien mit 3 Siegen vor Schweden mit 2 Siegen und Frankreich mit einem Sieg. Schwedens Mannschaft hat mit seinem zweiten Platz zum ersten Mal auf einer Olympiade eine Silberne Medaille errungen— eine wirklich hervoragende Leistung. Trabrennen zu Gelsenkirchen Circe gewinnt das B=I.=Alkemade=Erinnerungsrennen 7 E. Speckmann dreimal erfolgreich Der Gelsenkirchener Rennverein kann mit seinem zweiten Renntag des August=Meetings wieder einen vollen Erfolg verbuchen. Die Besucher hatten sich noch zahlreicher als am vergangenen Sonntag eingefunden und der Umsatz an der Wettmaschine war auch noch größer. In sportlicher Beziehung übertraf auch der gestrige Tag seinen Vorgänger, denn in allen Rennen kamen überaus starke Felder an den Start. Am erfolgreichsten war wieder einmal der Amateurjahrer, E. Speck mann, der dreimal siegreich zur Waage ging. Für seinen Stall gewann er den Serene=Mary=Preis mit Woge und das Hauptrennen, das B.=I.=Alkemade=Erinnerungsrennen mit Circe. Außerdem war er noch mit Otti Anvil im Allowance=Preis erfolgreich. Verlauf der Rennen Desire Guy ging im einleitenden GoldenWorthn=Preis bald nach dem Start in Front vor Die Hexe und Rehlinde. Vor dem Einlauibogen konnte Die pexe die Spitze übernehmen. In der Geraden kam Desire Gun nochmals auf und ging an Die Hexe vorbei. die auch noch ansprang und von Hamal passiert wurde Feinsliebchen konnte vor Minorka den vierten Platz be legen. Im Lou=D.=nennen kamen nicht weniger als 15 Pferde an den Start. Baronkel, der anfangs vorn lag. wurde bald von Else Lee abgelöst, die dann mit Längen vom Feld wegzog, das von Diabella angeführt wurde. Auf der langen Seite machte sich der ausgekommene Luitvold zur Verfolgung von Else Lee auf. Anfangs der Geraden kam Else Lee von den Beinen und Luitpold rückte zu ihr auf, kam aber nicht vorbei, da er mit seinen Kräften zu Ende war. Kurz vor dem Ziel sprangen beide an und Luitpold ging Galopp durchs Ziel. während Else Lee gerade auspariert war. Bardame, die in weitem Abstand folgte kam so zum italienischen Sieg vor Masalda und Baronkel. Grafschaft führte im Serene=Marn=Preis das Felo an. Maikönig kam aber schon bald nach vorn und ging mit Längen in Front. Gegenüber lag Maikönig mit vielen Längen vor dem Felde. das von Mallorca angefuhrt wurde. Im Einlauf ließ Maikönig nach und sprang an. Woge kam dann als Erste in die Gerade und gewann sicher vor Mallorca, die infolge eines Fehlers zuruckgefaulen war. Die nächsten Plätze belegten Maria R und Erna Bacon Im B.=I.=Alkemade=Erinnerungsrennen übernahm Gunther Morgan die Svitze vor Weltruf und Herodias W. Gegenüber führte Gunther Morgan, der sehr unrein ging. mit Längen vor Adolf Lee. Morgen fried und Circe. Vor dem Einlaufbogen übernahm Adolf Lee das Kommando vor Circe und Diskont. während Morgenfried dauernd sprang und angehalten wurde Mitte der Geraden konnte Circe in gront geben, die von Diskont angeariffen wurde. aber sich sicher behaubtete Adolf Lee behielt den dritten Platz vor Herodias W Adda. die im Maud=Peters=nennen ansang: an der Spine lag, wurde bald von Melanie abgelöst, die dann vor Adda, Loni Watts. Heide und Lohengrin führte. Hilde S., die am Start einen Fehler machte, kam dann gut auf und hatte nach einer Runde Anschluß an die Spitzengruppe erhalten. Mitte der Geraden konnte Hilde S. an die Spitze gehen und gewann knapp, aber sicher vor Loni Watts und Adda. Delta ging im Allowance=Preis schon bald an der vorn stehenden Daisy vorbei, wurde aber schon bald von dem ausgekommenen Doornkat abgelöst, der dann vor Dirigent. Delta und Otti Anvil führte. Bis anfangs der Geraden blieb die Reihenfolge der vorderen Pferde unverändert. Mitte der Geraden brachte dann E. Speckmann Otti Anvil in Front, die dann sofort ihr Rennen sicher hatte. Dirigent behauptete den zweiten Platz vor Primavera. Bald nach dem Start im abschließenden DavidGuy=nennen ging Zuletzt in Front vor Erkek. Rheinliesl. Deutscher Vater und Peter S. Gegenüber führte Zuletzt vor Peter S., Brooklyn und Rheinliefl. In der Geraden kam Peter S. auf und konnte an Zuletzt vorbeigehen, um leicht zu gewinnen. Die nächsten Plätze belegten Baumsberger und Hexenjunge. Die Ergebnisse 1. Golden Worthy=Preis: 1. P. Peraus Desire Guy(K. Fischer). 2. Hamal. 3. Die Here. 4. Feinsliebchen. Ferner: Karola D.. Volly. Rehlinde, David Palmetto. Minorka. Allar. Ri.: 2½— 1½— K. Zeit: 1:37,3. Toto: Sieg 57, it. 54. Platz 14, 15, 19, 14:10. 2. Lou=D.=Rennen: 1. H. Sengers und O. Grimbergs Else Lee(H. Senger). 2. Bardame. 3. Mafalda. 4. Baronkel. Ferner: Maiblume. Norma Todd. Diana Arworthy. Diabella, Brillant, Gun Albert. Arrak. Peter Todd, Zypresse. Mia O., Luitpold. Ri: 12— 2— K. Zeit: 1:32,7. Toto: Sieg 96, it. 101, Platz 17, 25. 10, 36:10. Erna Bacon. Maikönig. Phädra, Hedwiga, Cito Watts ½.—— L. Zeit: 1:28.1. Toto: Sieg 52, it. 40 Platz 20, 17, 29:10. 4. B.=J.=Alkemade=Erinnerungsrennen: 1. E. Speck manns Circe(Besitzer). 2. Diskont. 3. Adolf Lee Herodias W. Ferner: Anna Guy, Gunther Morgan Min Morgan(angeh.). Rheingold. Weltruf(angeh. Morgenfried(angeh.). Ri.: 2— 3— L. Zeit: 1:291 Toto: Sieg 24. it. 62. Platz 12. 15. 17. 36:10 5. Mand=Peters=Rennen: 1. Stall Forelles Hilde S K. Fischer). 2. Loni Watts. 3. Adda. Ferner: Melanie Lohengrin. Heide. Ri.: K— 2 L. Zeit: 1:24.7. Toto Sieg 34, it. 44. Platz 13, 17, 22:10. 6. Allowance=Preis: 1. Gebr. Erns Otti Anvi E. Speckmann). 2. Dirigent. 3. Primavera. Ferner L#ann. Delta. Doornkat. Fiedler. Ri.: 2— ½ L. Zeit 1.—. Toto: 1d. it. 53. Platz 13. 18. 30:10. J. David Gun=Rennen: 1. H. Iilands Peter S.(W Avelia,. Zuletzt. 3. Baumberger. 4. Herenjunge Ferner: Marsilius W. Peter Dooley. Rheinliefl. Erter Leutscher Vater. Peter Dufin jfr., Brooklon. Loni Watts „„ L., J e i: 1. 3 1. 1. T o t o: S i e g 9 2, i t. 9 6. V l a 2o. 15. 37. 15:10 * Der entscheidende Tag der Staffelläufe ASA gewinnt die 4=mal=100-Meter=Staffel in 39,8 Sekunden 7 Die deutschen Läuferinnen über 4 mal 100 Meter gaben auf 7 Japan Sieger im Marathonlauf 7 Schweden und Angarn erringen je drei Goldmedaillen 7 Zwei Silberne und fünf Bronzene für Deutschland Das Olympische Wasserballturnier Deutschland— Frankreich S:1(5:0) WirAlich, die deutsche National=Sieben hatte es in ihrem Spiel im Olympiaturnier nicht allzu schwer. Klar war ihr Sieg mit 8:1(5:0) über Frankreich. Die 20 000 sahen ein eindrucksvolles deutsches Spiel und einen auch in dieser Höhe durchaus verdienten Sieg. Die Franzosen stellen heute nicht mehr die Sieben früherer Jahre. Um den immer noch aktiven Verbinder Padou hat sich neben zwei altbewährten Kräften ein Kreis von Nachwuchsspielern geschart, der aber noch nicht so weit ist. Vom Anpfiff weg wird unsere Sieben von allen Seiten stark angefeuert. Am eindrucksvollsten ist ein Schlachtruf, den ein Teil der deutschen Olympiaschwimmer unter Leitung des früheren deutschen Weltrekordmannes Erich Rademacher aus Magdeburg im Sprechchor ver kündet:„Jungs geht ran. Jungs geht ran, denkt an Amsterdam!". Daß mit dem Erschallen dieser Worte d.e nötige Stimmung vorhanden ist, versteht sich. Die deutsche Sieben gefiel in all ihren Handlungen. Zusammenspirt, Ballbehandlung und Technik ließen keinen Wunsch offen. Einen Spieler besonders hervorzuheben, hieße die anderen zurücksetzen Tschechoslowakei— Japan 4:3(3:0) Den letzten Kampf des ersten Tages im Wasserball turnier bestritten die Tschechoslowakei und Japan. Nach all dem, was man vorher von den kleinen Asiaten gehört hatte, sah man ihrem Spiel mit besonderer Spannung entgegen. Der Kampf zeigte aber, daß mit Japans Wasserballern bei den Berliner Spielen noch nicht zu rechnen ist. Der Mannschaft fehlen noch die letzten Kleinigkeiten im Zusammenspiel, in der Ballbehandlung. dor allem aber in der Harte. die Wasserballspiele am Sonntagvormittag Oesterreich— Schweiz Ungarn— Maiia UISA— Uruguan Frankreich— Japan Der 4=mal=100-Meter=Endlauf der Männer U6A Sieger Deutsche Bronzemedaille Franz Miller ruft die Läufer an den Start. Noch klingen das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied zu Ehren der deutschen Sieger im Zweierkaja? durch den Raum. Aber unten kauern schon von innen nach außen Lavenas=Argentinten, Leichum=Deutschland, BoersmaHolland, Owens=USA, Mariani=Italien und RichardsonKanada in den Startgruben Atemlose Stille. Der Startschuß peitscht durch die Luft und in die bis zum Ferreißen gespannte Erwartung. Auf und davon fliegen die sechs. Aber es wird gleich eine höchst einfache Sache. Jesse Owens, das Phänomen, überholt schon den Italiener und den Träger des kanadischen Ahornblattes. Schnell und sicher wechseln die Dankees und gegen ihren Sprint ist für keinen etwas zu wollen. Metcalfe schafft schon den Vorsprung. Draper erweitert ihn in der Kurve und schließlich in Frank Wykoff, der letzte Mann, zehn, zwolf und fünfzehn Meter vor dem Italiener. Aber die Azzuris laufen trotzdem ein prächtiges Rennen. Vor allem ihre eleganten Wechsel sind vorbildlich. Und was ist mit Deutschland? Leichum erreicht zwar den vor ihm liegenden Holländer, aber der Wechsel mit Erich Borchmeyer ist schlecht, sehr schlecht. Wieder ist die Orangehose vor. Wie ein energiegeladenes Geschoß macht sich Erich Borch mener auf die Verfolgung und er schafft es. van Beveren ist hinter ihm! Prächtig hält sich auch Gillmeister im letzten Bogen gegen Berger. Aber nun kommt Osendarp für Holland ins Rennen. Hornberger kämpft und kämpft — doch es reicht nicht. Im Ziel ist Holland mit Brun breite vor Deutschland und das ist nur der vierte Rang für uns. Aber nun ist das Glück mit uns. Osendarp hat beim letzten Wechsel den Stab verloren— viele sahen es in der Aufregung gar nicht— und das ist bitter, sehr bitter. Holland muß distanziert werden! Deutschland kommt so durch das Mißgeschick der Niederlande zur Bronzenen Medaille hinter den Italienern. die ihren zweiten Rang stets sicher haben. Aber nun setzt der Lautsprecher ein: 39,8 wurden für die USA=Staffel gestoppt und das ist neuer Weltrekord. Wie ein Mann spenden die 100000 Beifall 4= mal 100--Meter= Finale: 1. und Olympiasieger USA(Owens, Metcalse, Draper. Wykoff) 39,8 neuer Weltrekord. 2. Italien(Mariani, Caldana, Ragni. Conelli) 40.8. 3. Deutschland(Leichum, Borchmener, Sillmeister. Horn berger) 41.2. 4. Argentinien 42.2. 5. Kanada 42,7. Holland distanziert. Der Siegesanteil der Nationen 9:0(3:0) 12:0(8•0) 2:1(0:1) 8:0(5:0) 4 mal Wasserball am Sonntagnachmittag eutschland— Tschechoslowakei 6:1(4:0) Fünf Schneider=Tore Kaum waren die 100 Meter Kraul entschieden, da ef der Lautsprecher auch schon die Sieben für den ersten Jasserballkampf des Nachmittags zusammen. Deutschland, is am Vortage gegen Frankreich einen so feinen Auftatt haffte, traf auf die Tschechoslowakei. Unter den 25 000 uschauern sah man auf der Ehrentribüne den Stellertreter des Führers, Rudolf Heß, der von der Hauptimpfbahn zu diesem Spiel ins Schwimmstadion geimmen war. Die deutsche Sieben hinterließ wieder nen ausgezeichneten Eindruck. In stärtster Aufstellung ie gegen Frankreich vereinte sie Schnelligkeit, Härte und staunliches technisches Können. Vorbildlich war in ielen Kampfphasen das Zusammenspiel des deutschen turmes, in dessen Mitte der Duisburger Schneider mit inen fünf Toren vor allem den deutschen 611=(4:0)=Sieg rmöglichte. Das vierte Tor erzielte der Magdeburger schulze durch Verwandlung eines Viermeterstrafwurfes. rst beim Stande von 0:4 kamen die eifrigen, körperlich cäftigen, aber technisch unterlegenen Tschechen durch iren Mittelstürmer Karl Schmuck zum Ehrentreffer. Sehr ut war der holländische Schiedsrichter de Vries, der alle och so versteckten Regelverstöße in diesem an und für ch fairen Spiel sofort unterband. ngland— Jugoslawien 4:3(3:3) Ihren zweiten Kampf bestritten Englands Wasserballsieler gegen Jugoslawien. Die Briten kamen zwar zu inem 4:3=(3:3)=Siege, der aber den Leistungen der tech isch guten Jugoslawen nicht ganz gerecht wurde. In der veiten Hälfte hatten die Südländer das Pech. ungefähr ehn Minuten lang mit sechs gegen sieben Mann spielen i müssen. Sutton(drei) und Mitchell erzielten die ore für England, Bonacic und Ciganovic(zwei) waren ur Jugoslawien erfolgreich. Durch diesen Sieg stehen ie Briten neben Ungarn bereits als Zweitplacierte der ritten Gruppe in der Zwischenrunde. schweden— Island 11:0(7:0) Gegen das im Wasserball noch weit zurückliegende sland brauchte Schweden nicht seine stärkste Sieben zu ellen. um mit 11:0(7:0) zu einem sicheren Siege zu ammen. Ohne Petterson und Sandström, aber mit Ake kauman im Tor hatten die Skandinavier jederzeit mehr om Spiel. In die Tore teilten sich: Andersson(drei), jungvist, Svensson und Holm(je zwei). Lingzen und serg. Die Schweden haben gute Aussichten, sich durch inen Sieg über die Schweiz in der Gruppe 4 neben desterreich für die Zwischenrunde zu qualisizieren. solland— Belgien 1:1(1:1) Das letzte Spiel des Sonntags war keineswegs dazu ngeian, all die guten und begeisternden Eindrücke, die erade der Sonntag den Tausenden vermittelte, zu unterreichen. Belgien und Holland, zwei alte Wasserball ivalen, lieferten sich in der ersten Gruppe um die führung einen harten, allzu harten Kampf. Technische feinheiten, wie man sie vorher so oft bewundern konnte, amen bei der übertriebenen Harte überhaupt nicht auf (achdem Coppietter für Belgien— Holland kam durch franken in Führung— den Ausgleich erzielt hatte. ourden von dem allzu nachsichtigen Schiedsrichter Baa und aus Schweden auf beiden Seiten je drei Spieler us dem Wasser genommen. Das Siegtor glückte keiner Mannschaften. Deutsches pech in der 4=mal=100-Reter=Staffel der Frauen Deutsche Frauenstaffel vor dem Siege und- aufgegeben Nation Aegypten Argentinien Australien Deutschland Estland Iinnland Frankreich Großbritannien Holland Italien Japan Kanada Lettland Mexiko Neuseeland Norwegen Oesterreich Philippinen Polen Schweden Schweiz Tschechoslowakei Türkei Ungarn USA Gold 2 0 12 3 0 0 3 0 0 0 0 2 6 16 Silber 1 0 0 15 0 1 6 3 0 0 0 0 0 11 Bronze 2 0 17 5 1 1 0 0 2 2 6 0 0 Licht und Schatten liegen immer dicht beisammen Das ist eine alte Erkenntnis. Und der Sport macht keine Ausnahme. Noch freuen sich viele unter den 100.000 über das Glück der deutschen 4=mai=100=MeterStaffel der Männer— aber Minuten später sind sie niedergeschlagen, tief und bitter enttäuscht. Nie änderte Fortuna schneller ihre Gunst als am letzten Tage der leichtathletischen Kämpfe der 11. Olympischen Spiele 1936. U6A=Mädel in 46,9 vor England und Kanada Groß war die Erwartung der deutschen Sportgemeinde. Einen Tag zuvor hatten unsere Mädel in der Vorentscheidung noch neuen Weltretord gelaufen und nie war die angelsächsische Front mehr bedroht als heuer. Kanada 1SA—Deutschland 1928 in Amsterdam und USA— Kanada—England 1932 in Los Angeles. Heuer würde es anders aussehen. Das war die feste Zuversicht aller. Aber es kam anders. Auch heute lag die Staffel schon kurz nach dem Start klar in Front, und der Sieg schien mit großem Vorsprung sicher, als beim letzten Stabwechsel der Stab verloren ging. So ist diese Staffel, deren Leistung allgemein als bei weitem die beste gilt. um den verdienten Sieg gekommen. Das Publikum erkannte in sportlicher Fairneß selbstverständlich diese Entscheidung an, durch die der Frauenmannschaft der Vereinigten Staaten, die an zweiter Stelle lag, die Goldene Medaille zufiel. 4 mal 100 Meter Frauen: 1. und Olympiasieger UISA(Bland, Rogers. Robinson, Stephens) 46.9. 2. England 47,6. J. Kanada 47.8. 4. Italien 48.7. 5. Holland 48.8. Deutschland ausgegeben. Der Führer tröstet die deutschen Läuferinnen Der Führer, der auch heute wieder den Kämpfen im Stadion beiwohnte, ließ im Laufe des Nachmittags die vier deutschen Läuferinnen, die über ihr Pech vollkommen erschüttert waren, zu sich bitten und sprach ihnen mit herzlichen Worten Trost zu und Anerkennung aus. Der Führer wies die deutschen Läuferinnen darauf hin, daß unbeschadet der Tatsache, daß sie die Goldene Medaille nicht erhalten hätten, ihre Leistung voll und ganz anerkannt würde und es sich klar erwiesen hätte, daß die deutschen Läuferinnen sich in diesem Kampfe der 4=mal 100=Meter=Staffel als die Besten erwiesen hätten. Auch die Reichsminister Generaloberst Göring und Dr. Goebbels sowie Reichssportführer von Tschammer und Osten sprachen den Mädeln ihre Anerkennung aus, denen immer noch die Tränen in den Augen standen. England—— Deutschland Packendes Finale im 4 mal 400 Meter Die Bestürzung über das deutsche Pech ist groß. aber es bleibt keine Zeit zur Besinnung. Schlag auf Schlag rollen die Ereignisse der grandiosen 11. Olympischen Spiele ab. Schon machen sich drunten die Läufer für das l=mal=400=Meter=Finale fertig... Schweden mit Strömberg, Deutschland mit Hamann, Ungarn mit Ribyeni, USA mit Cagle, Kanada mit Fritz und England mit Wolff halten die Startbahnen von innen nach außen besetzt. Der letzte Staffelwettbewerb der Berliner Spiele hebt an. Wird es wieder zu einer Medaille reichen? Wir erinnern uns an Amsterdam. wo wir hinter den Staaten einen seinen zweiten Rang herausliefen. Und schon sind die ersten Läufer davon Hamann macht ein ganz ausgezeichnetes Rennen und wechselt hinter Fritz noch mit Sekundenbruchteilen vor den Amerikanern an zweiter Stelle. Aber von Stülpnagel hat nicht die Kraft. die Position zu halten. die drei Angelsachsen sind für ihn zu stark er muß sie ziehen lassen. Edwards wechselt mit einem Meter vor England und USA. Nun schießt aber für Deutschland Voigt ins Rennen. der in einem wundervollen Lauf die Deutschen an die dritte Stelle bringt. Er kämpft und kämpft. Schon ist der Kanadier Limon zurück und nun ist der Abstand zu O'Brien=ASA und Roberts=England nur noch wenige Meter. Harbig zieht hinter Brown und Fitch mit mehreren Metern vor den anderen Nationen auf und davon. Während vorne der Engländer den Kampf gegen die Staaten für den Union Jack siegreich besteht, setzt nun zwischen Deutschland und Kanada ein erbittertes Ringen um die Bronzene Medaille ein. Mit aller Energie macht sich Loaring an die Verfolgung des Deutschen und— in der Zielkurve ist seine rote Hose an den Dresdener heran Aber nun kämpft der Deutsche Meister wie noch nie. Er hält auf der Kurvenstrecke den Vorsprung eisern. Loaring kommt einfach nicht vorbei und mit einem Viertelmeter ist schließlich unser Mann vor dem Kanadier durch das Ziel. Und zuvor entriß England in 3•09 den Staaten den schon sicher scheinenden Sieg und blieb so nur um acht Zehntelsekunden hinter dem Weltrekoro zurück. 4= mal 400- Meter=Finale: 1. England(Wolff, Rampling, Roberts, Brown) 3:09. 2. Amerika(Cagle, Young, O'Brien, Fich) 3:11. 3. Deutschland(Hamann, von Stülpnagel, Voigt, Harbig) 3:11,8. 4. Kanada 3:11,8. 5. Schweden 3:13. 6. Ungarn 3:11,8. kleinen und schnellen Ostasiaten hatten in ihrem Mittelläufer Sakai den besten Spieler auf dem Platze, der gleich stark und wertvoll fur Aufbau und Abwehr war. Kaum zu schlagen schien der Torwart Hamada, der auch alle noch so gut gemeinten Angriffe der Ungarn zunichte machte. Deutschland Hocken=Gruppensieger Dlympisches Handballturnier „„„„„„ Deufschlaub üherrennt 11— 91 20 hanistan mit 4:1(1:0) besiegt Rit über 18000 Zuschauern war am Samstagnachaa das Olympische Hockeystadion wieder fast ausverk. Deutschland spielte gegen Afghanistan. Vor den en des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, en die Deutschen klar und verdient mit 4:1(1:0). war der Sieg in der Gruppe B. Durch allzu aufgtes Spiel vergab der deutsche Sturm in den ernen Rinuten manche gute Torchance. Da brach Cuntz in 25. Minute den Bann. Auf Vorlage von Hamel verdelte er zum 1•0. Nach dem Wechsel war es Hamel. blitzschnell einsandte. Deutschland wurde drückend legen. Hamel hatte Schußpech. In der 13. Minute Cuntz unhaltbar zum 3•0 ein und sieben Minuten er Metner nach einem Schnitzer eines Verteidigers 1•0 für Deutschland. Erst dann war es Afahanistan onnt. ein Mißverständnis in der deutschen Verteidigeschickt auszunntzen. Sultan erzielte in der 24 lute das Ehrentor pan— Ungarn 3:1(0:0) zum Abschluß des Somstags gab es im, Olumz#chen ey=Stadion ein Treisen Japan— Ungarn. Die Deutschland überrennt USA 29:1(17:0) Das letzte Spiel der Handball=Vorrunde führte am Samstagnachmittag im Polizeistadion die Mannschaften von Deutschland und den Vereinigten Staaten zusammen: Die deutschen Spieler waren ihrem Gegner jederzeit überlegen und sicherten sich mit 29:1(17:0) Toren den Eintritt in die Endrunde. Deutschlands hoher Sieg war bedingt durch die vorbildliche Zusammenarbeit aller Mannschaftsteile, die glänzende Ballbehandlung und die Angriffe, die immer wieder die vielbeinige Verteidigung der Amerikaner durchbrachen. Zu oft ließ sich das Schluß dreieck der Amerikaner durch seine Gegner täuschen, doch waren die Deutschen so überragend, daß auch eine weit bessere Elf als die der Amerikaner ihnen wenig Widerstand hätte leisten können Wenn sich die deutiche Mannschaft in der Schlußrunde in der gleichen Form befindet, dürfte ihnen der Enefieg kaum zu nehmen sein Von den Toren schossen Theilig(10), Berthold(8) Klinaler(4). Braselmann(3), Reinhardt und Dossin lje 2). Beim Stande von 20•0 konnte Amerikas Halbrechter Kanlor den beifällig ausgenammenen Ehrentreiser er #elen. Al= Aurtoium sei erwähnt, daß der in der Verteidigung ausheliende Rechtsaußen von USA Pantz in der Aufregung den 13. Treffer ins eigene Tor warf. Oesterreiche Handballer in Form Der dritte Tag des Olympischen Handballturniers brachte die Entscheidung über die Teilnahmeberechtigung der Mannschaften an der Endrunde In der Gruppe B traf Oesterreich aus die Schweiz Da jedoch beide Mannschaften schon je einen Sieg errungen hatten. stand von vornherein die Zulassung beider zur Enrunde fest. Es ging also nur noch um die Rangfolge in der Tabelle.— Die österreichische Mannschaft kam zu einem gani überlegenen Sieg von 14:3(8:2). der durch das bessere Stürmerspiel vollauf berechtigt war Zmischenrunde des Olympischen Fußball=Turniers Pern— Oesterreich 4: 2 u. Verl. Auf dem Hertha=Sportplatz erlebten über 12 000 Zu schauer einen dramatischen Zwischenrundenkampf, den sich die Olympiamannschaiten von Peru und Oesterreich hier lieferten. Unter den Zuschauern bemerkte man auch den Prasidenten der F3FA., Rimet, den Bundespräsidenten Felix Linnemann und den Vertreter der peruanischen Gesandtschaft Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel kam der Oesterreicher Wergini durch einen schönen Schug zum Führungslor. In der 37. Minute vermochte der Mittelsturmer Steinmetz sogar aus 2m bis zur Pause erhöhen. Die Pernaner, die oft da gegnerische Tor in Geiaur brach ten. hatten mit ihren Torschüssen reichlich Pech.— Obwohl die Südamerikaner nach dem' Seitenwechsel ihre Anstrengungen um den Ausgleich verdoppelten, blieb der Kampf zunächst auf das Mittelfeld beschränkt. In der 63. Minute mußte Oesterreichs Halbrechter Laudon ausscheiden. Nun drängten die Peruaner gegen die nur noch mit zehn Mann spielenden Oesterreicher mächtig vor. Bei einem Gedränge in der 33. Minute wollte der linke Verteidiger Kargl das Leder wegschlagen, traf ober seinen Torwart, von dem der Ball gemächlich ins Tor rollte. Dieses Selbsttor der Oesterreicher rief nun ziemliche Erregung auf dem Felde und in den Rängen hervor. Teodore Fernande; stellte noch vor dem Schlußpfeif das Ausgleichstor her, so daß eine Verlängerung notig wurde. In der Verlängerung schoß Perus Halbrechter Villanuena das dritte Tor und in der vorletzten Minute der Verlängerung kam Castillo, der einen Freistoß verwandelte, zum vierten und letzten Treffer. Polen— Großbritannien 5:4(2:1) Das zweite Fußballspiel in der Zwischenrunde kam am Samstag zwischen Polen und Großbritannien im Post=Stadion vor nur 4000 Zuschauern zum Austrag Nachdem der Kampf eine Zeitlang sich im Mittelfeld abgespielt hat, kann der polnische Mittelstürmer Clements erstmalig einsenden. Obwohl die britischen Angriffe immer noch recht gefährlich sind, kann der polnische Linksverbinder God eine Vorlage seines Hintermannes über die Torlinie bringen. 111.— Das Zusammenspiel der Polen wiro von jetzt ab immer besser und eine Minute vor dem Halbzeitpfiff erhöht der Linksaußen Wodarz auf 2:1. Innerhalb von acht Minuten bringen die schnellen polnischen Angriffsspieler das Kunststück fertig, den englischen Torwart Hill dreimal zu schlagen. Der Linksaußen Wodarz erhöhte zunächst durch zwei prächtige Schüsse auf 4:1 und kurze Zeit später erzielt der Außenläufer Kotlarczyk noch das fünfte und letzte Tor für Polen. In den letzten 30 Minuten gingen die Briten zum Endspurt über, und dieser wurde auch durch zwei Treffer belohnt. Ein Weitschuß von Shearer führte zum dritten Treffer, und nach einer Ecke konnte wiederum Shearer ein Tor anbringen, aber dabei blieb es auch. 5000 Zuschauer bei den Fechtern Nur Lerdon setzte sich durch Zum ersten Male während des Olymvischen Fechte turniers waren bei Vormittagskämpfen Turnhalle und Kuppelsaal auf dem Reichssportfeld restlos ausverkauft. Selbst auf den Zugangstreppen stauten sich die Zuschauer. Mit 5000 ist die Zahl derer sicherlich nicht zu hoch gegrissen, die der ersten Runde des Degeneinzelfechtens beiwohnten. Von den drei deutschen Degenfechtern glückte es kediglich Siegfried Lerdon, in die Zwischenrunde zu kommen, Röthig=Hamburg, der uns im Mannschaftskampf den Eintritt in die Schlußrunde ermöglichte, munte erst nach Stichkampf mit Saucedo=Argentinien die Waffen strecken, Schröder schied bereits in der ersten Runde aus. Von den 75 Fechtern, die sich zur Vorrunde stellten und in acht Gruppen ausgeteilt waren, kamen 40 in die Zwischenrunde. Ibolya Csak vor Odam und Elfriede Kaun 1„60 Meter im Hochsprung Inzwischen hatte sich auf der Sprunganlage vor dem Marathontor das Feld der Bewerberinnen im Hochsprung mehr und mehr gelichtet. Bei einer Hohe von 1.55 Meter setzte das„groge Sterben“ ein. nachdem es die Mädel über 1.50 Meter noch recht schaffen konnten. 13 zwangen noch die 1,55 Meter, darunter auch unsere Elfriede Kaun und Dora Ratjen. Ratsen sprang in schoner Haltung auch noch 1.58 Meter und hatte damit den vierten Rang sicher. Auf den ersten Anhieb scharfte dann Dorothn Odam aus England die 1.60 Meter, Ibolna Ciak Ungarn beim zweiten Versuch und Elfriede Kann im dritten Sprung. Nun wurde die Latte auf 1 Meter gelegt. aber keine der orei bezwang die nol Schließlich schaffte es aber die schwarze Ibolya Ciak im Stichkampf über 1.60 Meter und das war der Olympia# sieg und die Goldmedaille für Ungarn. Im Ringen um den zweiten Platz war Miß Odam glücklicher, ne schaftte mie J. Csak die 1.60 Meter und vermies damit unsere Eliriede Kaun mit der gleichen vorher erreichten Hohe lui den dritten Playz 1. und Olympiasiegerin Ibolna Meter. Cial Ungarn 1.60 2. Dorothn Odam=England 1,60 Meter. 3. Elfriede Rann=Deutschland 1.50 Meter Stechen entschieden). 1. Dora Raisen=Deutschland 1,50 Meser 5. Alice Leinner Trauttein (durch Die Entscheidungen bei den Ringern Marathonlauf in neuem olympischen Rekord Neue deutsche Ringersiege Die zahlreichen schnellen Kämpfe der Ringer im griechisch=römischen Stil, die am Samstagabend in der Deutschland=Halle die vierte Runde durchführten. begeisterten die 2000 Zuschauer. Besondere Freude löste es immer aus, wenn ein deutscher Ringer nach seinem Kampf die Matte als Sieger verlassen konnte, was übrigens allen gelang. Den schönsten Sieg des ganzen Turniers errang im Halbschwergewicht der Berliner Seelenbinder, der den Oesterreicher Foidl durch einen blitzschnellen Hüftschwung schon nach 35 Sekunden auf die Schultern legte. Zu entscheidenden Siegen kamen weiterhin im Weltergewicht Schäfer nach einer gros# artigen Leistung gegen den Italiener Tozzi nach 4:46 und Brendel im Bantamgewicht, der den Rumänen Tojar nach 16:24 legen konnte, obwohl dieser sich nur auf die Verteidigung beschränkte. Für Brendel bedeutet dieser entscheidende Sieg den weiteren Verbleib im Wettbewerb. Punktsiege errangen im Federgewicht Geh ring gegen den Ungar Slazek einstimmig 3:0, und auch Schweickert konnte über den Besieger des starken Finnen Kokkinen, Gallegati=Italien. nach einer schönen Leistung einen glatten 3:0=Erfolg buchen. Hornfischer blieb in seinem Kampf gegen Svejnieks=Lettland dauernd im Angriff und wurde verdienter 3•0 Punktsieger. Die ersten Entscheidungskämpfe im griechisch=römischen Siil der Ringer hatten am Sonntagvormittag ihre An siehungskraft auf das Publikum nicht verfehlt. Die Spannung der 10000 Besucher in der Deutschland=Halle. die damit ausverkauft war, stieg von Kampf zu Kampf und begeistert gingen die Massen bei den Kämpfen unserer Vertreter mit. Palusalu— Nyman— Hornsischer Zum ersten Entscheidungskampf der Ringer im griechisch= römischen Stil hatten sich am Sonntagabend in der Deutschlandhalle schon 10000 Zuschauer eingesunden. Es standen sich die Schwergewichtler Palusalu=Estland und Hornfischer=Deutschland gegenüber, die mit aller Erbitterung um den Sieg kämpften. Es sah schon so aus, als ob Hornsischer knapp die Führung hätte, als in der 18. Minute der Estländer einen Kreuzgriff ansetzen konnte, durch den der Deutsche in die Brücke mußte. Er konnte sich wohl aus dieser schwierigen Situation retten, das P’unktverhältnis wurde aber dadurch vollständig verändert. und mit 3:0 lag Palusalu klar in Front. Damit war die Entscheidung im Schwergewicht gefallen. Palusalu errang mit drei Fehlerpunkten die Goldmedaille. Numan=Schmeden kam mit der gleichen Fehlerpunktzahl auf den zweiten Platz und erhielt die Silberne Medaille. wahrend Hornfischer durch diesen letzten Kampf von zwei Fehlerpunkten auf fünf Sehlervunkte kam und damit den dritten Platz einnimmt. Das war für ihn die Bronzene Medaille. Schweickert errang die Silbermedaille Einen vielbejubelten Sieg landete der Gefreite Ludwig Schweickert im Mittelgewicht. Der Deutsche. der nach seiner Operation im Standkampf noch nicht genügend stark ist, holte gegen den Ungar Palotas alles im Bodenkampf heraus. Zweimal mußte der Ungar in die Brücke. aus der er sich immer wieder befreien konnte. Beim dritten Mal gelang dann Schweickert ein Aufreißer und nach 6:56 hatte der Deutsche die bisher größte Leistung im Ringerturnier geschafft. Stürmischer Beifall belohnte Schweickert, der damit auf alle Fälle eine Medaille errungen hatte. Johansson=Schweden wurde 3•0=Punktsieger über den Finnen Kokkinen. sodaß Schweickert die Silberne Medaille bereits sicher ist. Die Entscheidung über die endaültige weitere Placierung bringt der Kampf Johansson=Schweden gegen Palotas=Ungarn Mittelgewicht reichte es für unseren Schweickert zu einer schönen Silbernen Medaille. Im Entscheidungskampf legte der Schwede Johansson den Ungarn Palotas schon nach 3:48 auf die Schultern und holte sich damit den Olympiasieg.— Mittelgewicht: 1. und Olympiasieger Johansson=Schweden, 2. Schweickert=Deutschland, 3. Palotas=Ungarn. Silbermedaille für Schäfer Nachdem schon Cadier, im Halbschwergewicht seine seinen Leistungen mit dem Olympiasieg gekrönt hatte. stellten sich zum guten Ende noch zwei Goldmedaillen für Schweden ein. Im Weltergewicht traf der starke Svedberg auf unseren Schäfer aus Schifferstadt. Es war ein packender Endkampf, in dem sich der Deutsche tapfer wehrte, aber schließlich doch mit 1:2 Stimmen bei den Richtern als nach Punkten besiegt seststand. Weltergewicht: 1. und Olympiasieger: Svedberg=Schweden, 2. Schäfer=Deutschland, 3. Virtanen=Finnland. Brendel wurde Dritter Im Verlauf des Kampfes mußte der Schwede wieder holt auf kraftvollen Hüftschwung in die Brücke. konnte gegen Schluß aber ausholen. Brendel erhielt jedoch mit 3:0 Stimmen den Punktsiea zugesprochen. Bedauerlich war. daß Brendel mit fünf Fehlpunkten behaftet ausscheiden mußte und dadurch nur auf den dritten Platz kam. womit er für Deutschland die Bronzene Medaille errang. Um die Goldene und Silberne Medaille stehen sich im Endkampf Lörincz=Ungarn und Spensson=Schweden gegenüber. Die Entscheidung im Leichtgewicht Als letzte Entscheidung im griechisch=römischen Ringen in der Deutschlandhalle fiel die im Leichtgewicht. Der Tscheche Herda besiegte den Esten Vaeli mit 3:0 nach Punkten und holte sich so die Silberne Medaille vor dem Besiegten, der den dritten Rang besetzte. Die Goldmedaille fiel an den Finnen Koskela.— Leichtgewicht 1. und Olnmpiasieger Koskela=Finnland, 2. Herda=Tschechoslowakei, 3. Vaeli=Estland. Erkan=Türkei Olympiasieger im Federgewicht Durch den Sieg von Reini=Finnland über Karlsson Schweden mit 2:1 Punkten fiel dem Türken Erkan auf Vrund seiner niedrigeren Punktzahl der Sieg in dem Turnier zu, womit er gleichzeitig Olympiasieger und Ge winner der Gold. Medaille wurde. Das Ergebnis war: 1. und Olympiasieger: Erkan=Türkei, 2. Reini=Finnland 3. Karlsson=Schweden. Cadier=Schweden im Halbschwergewicht Seelenbinder Vierter Der Schwede Cadier kam durch seinen 3t0=Sieg im Halbschwergewicht über den Lettländer Bietags mit 3•0 zu dem oinmpischen Sieg und damit in den Besitz der Goldmedaille. Das Ergebnis: 1. und Olympiasieger Cadier=Schweden. 2. Bietags=Lettland(Silberne Medaille). 3. Neo=Estland(Bronzene Medaille), 4. Seelenbinder=Deutschland. Bantamgewicht: Loerincz=Ungarn Brendel holte die„Bronzene“ Im entscheidenden Kampf des Bantamgewichts konntder Ungar Loerincz über den Schweden Spensson mit 3•0 nach Punkten siegen und damit Olympiasieger werden Der Deutsche Brendel stand schon am Vormittag noseinem Sieg über Svensson als Dritter und damit alGewinner der Bronzenen Medaille fest. Das Ergebnis war: 1. und Olympiasicger: Loerincz=Ungarn. SpenssonSchweden(Silberne Medaille), 3. Brendel=Deutschland (Bronzene Medaille). Paime und Enochston vorheigearbeitet hatte. Nach 32 arliomerernungPr Sirn 1.: Japanero fest Fansaren= ein Nahen im Olympischen Stadion an. Aufe wurden laut. Voller Sxannung ter die Menne auf oas Eintressen des kleinen nernentung mird von Ailometer zu Ailo— K i l o 401 Japan erringt die Goldene und Bron zeue Medaille. England die Silberne Ueber 42 Kilometer bei Glut und hite Um 15.03 Uhr geht das in drei langen Gliedern. gestellte Feld unter lautem Handeklatichen der I## Zuschauer auf den langen und beschwetlichen Wen Noch eine Runde lausen sie im Stadion und unter Fudtung des argentinischen Olympiasiegere von 1902 Iunn bala, des dichtauf folgenden Engländers Harpet und Italieners Genghini entschwinden die 50 in dem duniten Schacht des Marathontores den Blicken der Menge D## Deutschen wurden von Franz Barsicke unge„nt der a zwölfter Stelle lag. Ziemlich am Schluß tar man Bi#nck und Paul de Brunn. Laute Wünsche und nille nungen der zurückbleibenden Landsleute machten nu auf den Weg. Keiner täuscht sich uder di. Schme### der Aufgabe, vergißt, daß der Marathonln ner d klassischen Wettbewerbe aller olympischen Sr# i# Jabala führt und— gibt an Nach 15 Kilometer liegt Zabala in 19 40 mu medreten hundert Meter Vorsprung vor Dias und dem gemein am auf dem dritten Plan folgenden unglanee dem Japaner Son an der Snige Der 9hat gegen sie etwa junnig Meter verloten und#Enochsson. Oliva. den Südatrikanern Co son bedroht. Wenig Veränderungen#####ee anf genden Kilometer. Zwar liegt der Jananer# Kilometer hinter Zabala zuweilen nur um zurück, doch nach dem Wendenunkt war nuc meter der Stand Harper 1:12:49. Dias 1:12 58 Enochson“ son. Brown. Palme und Olrpar Der#d####### geholte Vorsprung von Zad##### omiln auf den 3 Kilometer gegen den ihn mit ane den Japaner Son zusammen. 5 Meter denter 5 Vertreter liegt Harper Große Adstunde een man. Brown und Gibien Son- Javan in Füdrung un ieger Nun tauchen aus dem Hinters:n Dicht zusammen negen Mi kiainen vor dem Schwoden Avus. Als auf dem Rückwege# gungen längs der Havel—= erschöpft nach. Jermürdt durch muß er nicht nur den Janane: S. Engländer Harper vo: mutigt das Rennen auf De: S: dem Sohne Ahene von Soi auf und machen geschlasen Jos. Coleman nachdem ne kinen 13“. .n— Harper. aber nur noch 40 Seiu) Muinonen mit seinem Varlsmann en hinter dem Janane:# afrikaner Coleman-icht vordeie hissener Energie kommt** Nan heran, der sich dere##s an 6 OIamy Minnten führt er beim mr und seinem machtin aufkommenden n Ann den Zinnen Tamila und Muinonen letat brausender Jubel auf. Leicht und n d e S t a d i o n r i n. N o c h e i n k r ä f ger ronri aufern lenten 100 Meter und nun ist der Gann non nei tinen Insel nus dem Fernen Osten durch er lant um voller Freude über seinen Sieg ilon die Schune von seinen herbeieilenden Helfern ei noch vollig frisch, als wäre der gen ein Spatiergang gewesen. Freudeld. nimmt seine am Start den in Empfang und läßt sich auf dem Krünen Aulen nicer 9 n Von kommi mit Harper ein Läuser aus der dei iom dicht auf den Fersen ist Nan und ## ist die Bronzene neben der Goldenen Medaille für #er kommt Tamila heran und hinter inen schon wieder ein Finne. Nun währt Junge dis der schmargekleidete und mit der dans munter un#risch grüßende Südafrikaner dem Marathontunnel austaucht. Kaum e#i im legi der Engländer Robertion. emmen ur nach und nach alle. Erstaunlich frisch chwede Enochsson macht eine , n u r d e n K a m p f g e g e n d i e rur, sondern auch den gegen Hitze und Staub n einer Zeit, die für die e neuen olnmpischen Rekord bedeutet. Son tet und auch Harper und Nan d unter der Siegerzeit von Juan Jabala in Lr. Angeles. Dae Ergebnie: Moratdoulau!: l. und Olympiasieger Kitei Son=Japan 2:29:19.2 neuer olnmpischer Rekord). L. Ernest Harper=England 2:31:23,2. I. Sboron Nan Japan 2:31:42. 4. Erlti Tamila=Finuland 2:32:45. 5. Baino Murnonen Finnland 2:33:46. d. Johanneo Coleman Südafrika 2:36:17. 7. Donald Robertson England 2:37:06,2. * Henrn Cibion= Südafrika 2:38:04. 9. Mauno Tarkiainen=Finuland 2:39:33. 10. Thore Enochsson Schweden 2:43:12. :#des Griechenland, 12. Khaleb=Frankreich, 13. Juschek Oesterreich, 15. BartlettKanada. 16. Duval-Frankreich Vräsicke als 29. bester Deutscher Den deutschen Marathonläufern war es nicht verder schweren Prüfung einen guten Platz zu erDer beste war Eduard Bräsicke, der in 2:59:33.4 29. einlief. während Franz Barsicke und Paul de Brunn ausgaben. Der 6. Wettfahrtstag auf der Kieler Förde Zweiter Tag der Schwimmwettkämpfe Martha Genenger und Hanni Hölzner im Endlauf Nach der wenig begeisternden Zeit von 3:11.4, mit der sich die zweite deutsche Brustschwimmerin Hanni Hölzner in ihrem Vorlauf noch für die Zwischenläuse qualifizierte, überraschte sie Sonntag morgen mit einem taktisch klugen Rennen. Im ersten Lauf lag sie mit der japanischen Weltrekordlerin Hideko Miehata, der erst 11 Jahre alten Dänin Inge Soerensen. Mariak Waalberg= Holland und Trude Wollschläger. Vom Start weg letzte sich die Japanerin wieder an die Spitze. Die erste Wende nahm Maehata nach 405 Sek. Hanni Hölzner lag hier noch an fünfter Stelle. Mit schnellen Armzügen und starker Armarbeit baute Machata auf der zweiten Bahn ihre Führung aus. Die 100 Meter schwamm sie in 1:27.5 Min. an. drei bis vier Meter dahinter lagen Waalberg. Soerensen. Hölzner und Trude Wollschläger. Dann aber setzte Hölzner zu einem energischen Zwischenspurt an. rang die Holländerin nieder und sicherte sich lo den dritten Platz hinter Machata, die in ·03.1 vor Soerensen (3:06) gewann. Verbissen kämpften auf den letzten 25 Meter Wollschläger und Waalberg um den vierten Platz Nur durch den besseren Anschlag glückte der Holländerin in 3:09.7 vor Trude Wollschläger ein Handschlagerfolg. der ihr die Teilnahme am Endlauf sicherte, während die Duisburgerin als Fünste ausschied. Martha Genenger in 3:02,8 Der zweite Zwischenlauf sah neben unserer Europameisterin Martha Genenger keine ernsthafte Gegnerin und so stand von vornherein fest, daß nur eine für den Sieg in Frage kam: Martha Genenger. Schon durch den kraftvolleren Startsprung lag die Kreselderin vor dem übrigen Feld. Ruhig und lang ziehend führte sie an der 100=Metermarke(1:27.5) bereits vor Jenny Kastein und der Britin Storey. Ein kurzer Zwischenspurt genügte, um den Vorsprung auf rund 100 Meter auszubauen. Vollkommen frisch erreichte sie unter Berücksichtigung des leichten Rennens mit der guten Zeit von 3:02.8 das Ziel Kastein(3:09.2), Storen und die hellblonde Schwedin Isberg folgten auf den Plätzen Mit äußerster Spannung sieht nun alles dem Endkampf Machata— Genenger entgegen, der am Dienstagnachmittag ausgetragen wird. Wenn auch KasteinHolland, Storei=Großbritannien, Soerensen=Dänemark. Hölzner=Deutschland und als schnellste Vierte Waalberg= Holland mit am Start sein werden. um Sieg und Goldmedaille aber werden lediglich Hideko Machata und Martha Genenger zu streiten haben. Und für diesen Kampf sind die Aussichten unserer Meisterin aus Krefeld nicht schlecht. Als am Sonntagvormittag die erste Entscheidung im Schwimmen fiel, war das herrliche Olympia=SchwimmStadion bis auf den letzten Platz gefüllt. Selbst die Gänge. überhaupt jedes Plätzchen war mit Beschlag belegt. Jeder wollte die besten Sprinter der Welt sehen In der Tat waren auch die besten 100=Meter=Kraul= chwimmer am Start. Mit fieberhafter Spannung warteten gegen 15 Uhr über 25000 Menschen auf den Startschuß Die beiden Zwischenläufe über 100 Meter Kraul Gisela Arendt im Endlauf Im ersten Zwischenlauf der Frauen über 100 Meter Kraul traf die noch einzige im Rennen liegende deutsche Vertreterin Gisela Arendi auf folgende Gegnerinnen: Ri Mastenbroek=Holland, Wagner=Holland, Rawls=USA. Die Amerikanerin Rawls erwischte wieder den besten Start. bei 25 Meter ging Gisela Arendt im mächtigen Spurt an ihr vorbei, um bei 50 Meter mit 30.2 Sekunden an der Wende vor der Holländerin Wagner. Ri Mastenbrock und der Amerikanerin Rawls anzuschlagen. Zwischen 60 und 70 Meter spurtete die Holländerin Mastenbroek wieder und mit wuchtigen Griffen ihrer Arme und mit vollendeter Beinarbeit ging sie an die Deutsche vorbei. die sich aber sichtbar schonte. Ri Mastenbroek siegte in 1:06.4 vor Gisela Arendt 1:07,2. Rawls=USA 1:08.5 und Wagner=Holland 1:08.6 Jeannette Campbell vor Willy den Ouden Noch spannender als der erste Lauf wurde der zweite mit der holländischen Favoritin Willn den Ouden. Ein ganz großes Rennen lieferte hier die Argentinierin Jeanette Campbell, die sofort sich an die Spitze setzte und die ersten 50 Meter in der erstaunlichen Zeit von 29.4 bewältigte. Zwischen 60 und 90 Meter legte die Holländerin den Ouden einen Zwischenfrurt ein und es gab dann einen ausgezeichneten Kopf=an=Kopf=Kampf zwischen der Argentinierin Campbell und der immer stärker aufkommenden Holländerin den Ouden. während sich die beiden Amerikanerinnen Me Kean und Ruth Lapp sich im gegenseitigen Kamnf um den dritten Platz aufreiben. Nur mit Handschlag siegt Jeannette Campbell in 1·06.6 vor der holländischen Weltrekordlerin Willy den Ouden, für die 1:06.7 gestoppt wurde. Am sechsten Wettjahrtstage berrschte bei den olympischen Segelwettbewerben auf der Kieler Förde klardlauer Himmel und dertlicher Sonnenschein. Nur fehlte zunächst der Wind, so daß die ersen Rennen eine kleine Verschiebung erfuhren. In der Star=Boot=Klasse it, obwohl die Fahrten noch nicht beendet sind, die Entscheidung bereits gefallen. Das deutsche Boot„Wannsee“ mit Dr Bischoff am Steuer ist der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Nach der sonntäglichen Wettfahrt steht das deutsche Boot mit 86 Punkten an der Spitze vor Schweden mit 55 Punkten. Selbst wenn Deutschland in der letzten Wettfahrt keinen Punkt erhält und Schweden die Höchstpunktzahl erzielt, so würde Deutschland immer noch mit einem Punkt Vorsprung an der Spitze liegen. Damit hat also Dr. Bischoff mit dem Boot„Wannsee“ die erste Goldmedaille bei den olympischen Segelwettbewerben errungen. Holland Eieger in der Olympia=Jollen=Klasse Als die Boote um 12,05 Uhr die sechste Wettfahrt in der Olympia=Einheitsjollen=Klasse starteten, herrschte ein leichter Nord=Nord=Ost bei 2 m. sec. Sämtliche 25 Jollen erschienen wieder am Start und gingen geschlossen ab. An der ersten Tonne„U“ lag das Schweizer Boot vor Ungarn. Norwegen, Deutschland. Holland. Türkei und Chile. Auf der zweiten Kreuzstrecke lag die Schweiz weiter in Führung vor Holland und Schweden. Das deutsche Boot unter Führung von Krogmann=Hamburg war im weiteren Verlauf auf den elften Platz zurückgefallen, kam aber später wieder sehr gut auf. Der Holländer Kagchelland übernahm auf der letzten Kreuzstrecke die Führung und ging schließlich mit 1:31,39 vor Norwegen, Italien, Ungarn, Schweiz und Deutschland durchs Ziel. In der Gesamtwertung der Olympia=Jollen steht Deutschland wieder an zweiter Stelle mit 131 Punkten hinter Holland mit 141 und vor Großbritannien mit 130, und Chile mit 110 Punkten. Deutschland Sieger in der Star=Boot=Klasse In der Star=Boot=Klasse gab es am Sonntag ein augerordentlich spannendes Rennen, das von Anfang an ungewiß war. Der Sieger des Vortages, der Holländer A. L. I. Maas, führte bis wenige Minuten vor dem Ziel. Unser deutscher Vertreter Dr. Bischoff war ihm mmer auf den Ferlen und konnte den Holländer erst ## dem Ziel überkreuzen und siegte in 2:23.04 vor Holland, Schweden, USA. und Großbritannien. Mit dieSiege metzt sich Deutschland an die Spitze und führ: mit 86 Punkten vor Schweden(55), und kann von keinem Teilnehmer mehr erreicht werden. „Germania 3“ Erster in der Die deutsche„Germania 3“ lag sofort nach dem Start in günstiger Position und konnte den Vorsprung immet weiter ausdehnen. Mit fast vier Minuten ging der deutsche Vertreter vor dem französischen Boot, das sich erstmalig in der Spitzengruppe placieren konnte, Italien und Norwegen durchs Ziel. Normegen vor Schweden in der 6=Meter=R=Klasse In der 6=Meter=Renn=Klasse feierte Norwegen einen weiteren schönen Sieg. Die stärksten Konkurrenten waren in diesem Rennen wieder Schweden. Holland und Deutschland. Das norwegische Boot setzte sich vom Start weg an die Sitze und konnte diese Führung bis ins Zier behaupten. Die Zeit für Norwegen betrug 2:29,54 und elt dafür die Höchstpunktzahl von 12. An zweiter Stelle lag Schweden mit 2:33.48 vor Holland mit 2:34.36, während Deutschland mit 2:34,58 den vierten Platz belegte. Zeitplan der Olympischen Spiele Die im folgenden Zeitplan gebrauchten Abkürzungen bedeuten, O.=St.= Olympiastadion, Hoy.=St.= Hockeystadion Döberitz= Reiterplatz. Ten=Pl.= Tennisplatz, D.=Halle= Deutschlandhalle. Swi.=St= Schwimmstad Raost.= Radstadion Montag, 10. August Ferenc Csik Olympiasieger Totenstille herrschte, als der deutsche Starter GaedeckeBerlin nach den beiden Zwischenläufen die Teilnehmer zum 100 Meter=Kraul=Endlauf aufrief. Vom Himmel brannte die Sonne und hell leuchtete das klare blaue Wasser des in acht Bahnen aufgeteilten Schwimmbeckens Keiner von den Qualifizierten fehlte am Start. Die Teilnehmer von 1 bis 7 stehen bereit, und nach dem Startschuß geht das Feld wie aus der Pistole geschossen ins Wasser. Ungarns Europameister Ferenc Csil ist am besten vom Start abgekommen, dicht hinter ihm liegt auf den ersten Metern der deutiche Europameister Helmuth Fischer. Auf der zweiten Bahn spurtet der japanische Start Dusa ganz gewaltig, dieser kommt im eleganten Stil nach vorn. Die 50=Meter=Marke schlägt der schlanke Medizinstudent Ferenc Csk in der Zeit von 26.7 Sek an. Helmuth Fischer folgt ihm an zweiter Stelle. Bei 75 Meter geht der Ungar vollkommen entspannt, gerade Fn liegt Csik mit einem halben Meter noch in Führung und siegt dann auch in der ausgezeichneten Zeit von 57.6 Sek An zweiter Stelle kommt der Japaner Yusa mit 57.9. gefolgt von seinem Landsmann Arai(58) ein. Auch der marie Wlan mird von xinnm Aunaner Ainennmn Fischer, der bis 80 Meter ein ganz großes Rennen ge schwommen hatte, fehlten auf den letzten 20 Meter die nötigen Reserven. Im erbitterten Endkampf konnte er immerhin mit 59.3 Sek. den amerikanischen Meisterchwimmer Peter Fick(59.7), und dessen Landemann Lendegren(59.9) auf die Plätze verweisen Die erste Entscheidung bei den olnmpischen Schwimm wettbewerben ist damit gefallen, und es gab auch zugleich eine Ueberraschung. Keiner von den Leuten vom Bau hätte es für möglich gehalten, daß der schmale ungarische Student in diesem auserlesenen Feld die Goldmedaille erringen würde. Was Dr. Bar#nn 1928 in Amsterdam fur sein Land nicht fertigbringen konnte, schaffte Ferenc Csik in Berlin. Auch wir gratulieren dem sympathischen Schwimmer aus Ungarn Entschei dung 100 Meter Kraul der Manner 1. Ferene Csil Unegen 57.6 Sek. 2. Busa=Japan 57 9 3. Arai.Janau 57.0 4. Taguchl Javan 59.1 5. Helmuth Fiicher Deutschland 59,3 A. Setes Al70*„ 7.00 Uhr: * 9.00 9.00 9.30 11.00 15.00 15,00 15.00 16.00 16.00 16.00 16.30 20.00 20.30 Turnen(D.=E.-Bühne) Radrennen 100=Klm.=Straßen— Start und Ziel(Anus). Schwimmen Kunstspringen— Entscheidung(Swi=St.). mal=200 Meter=Staffel— Vorl.(Swi.=St.) Wasserballspiele(Swi=St.) Fechten— Deg.— Einz.— Aussch.(Ten.=Pl.) Segeln(Kiel) Segeln(Kiel) Turnen(D.=E.=Bühne) Boxen— Ausscheidungskämpfe(D Halle) 100=Mtr.=Freist.— Frau., Endl(Swi=St) 400 Meter=Freistil— Vorläuse(Swi=St.) Wasserballspiele(Swi=St.) Fechten— Deg.— Einz— Aussch(Ten Pl) Basketball— A.-scheidungspiele(Ter Fußballsviel[O St) Handball—. Ausscheidungsspiele(Berl Sp.) Hocken— Ausscheidungsspiele(Hon=St) Fechten— Deg.. Einz.— Aussch(Ten=Pl.) Boxen— Ausscheidungskämpfe(D Halle) 9.00 9.00 11.00 15.00 15.00 15,00 15.00 15.00 16.00 16.30 20.30 Fechten— Degen— Einzel— Vorentscheidung(Ten.=Pl.). Rudern— Vorläufe(falls erford.)(Grünau) Rudern— Vorläufe(Grünau) Boxen— Ausscheidungskämpfe(D.=Halle). Turnen(D.=E.=Bühne). Vorführung im Kunstspringen durch die 3 Sieger(Swi.=St.) Amal 200=Mtr.=Staffel— Endl.(Swi.=St.). 200=Mtr.=Brustst.— Frau., Endl.(Swi.=St.) Wasserballspiele(Swi.=St.) Fechten— Deg., Einz.— Entsch.(Ten.=Pl.). Basketball—. Ausscheidungespiele(Ten.=Pl.). Fußballspiel(O.=St.). Hocken=Ausscheidungsspiele(Hoy=St.). Boxen— 2. Serie(D.=Halle). in der zmeiten Runde Deutschland verlor gegen Italien Philippinen— Mexiko 32.30(17:19) Japan— Polen 43 31(23•13) Uruguay— Acgypten 36.23(19:14) Pern— China 29•21(16.10) Amerika— Estland 5228(26•7) Italien— Deutschland 56•18(38•11) Chile— Brasilien 23:18(10•4 Kanada— Lettland 34:23 C 9•12) ikei 25:13(13•4 1 Dienstag. 11. August 7.00 Uhr: Turnen(D. E.-Bühne) 9.00„ 400 Mir=Freistil— Zwischen!(Swi=St.) 100 Meter Rucken— Frauen— VorLmit Imn Vorwärts-Rasensport Gleiwitz gesperrt vort Gleiwitz, der schlesiiche# ballmeie r. iu nach einer Veroffentlichung im Gau=Verordaft wegen Versoßes gegen die AmateurbestimWanaan-Burlaufm and ain halbee Nahr oripe##tP##. 1 Fen un. ung nen lo. 1o den 10n und rafder irch e0 ern gedeart en der und für ter hrt der ner Um on. isch ine Die u Die 00 an in 9.2 1 Flechtwerkwände um den Grubenrand standen oder enl#mel Schwalbennester gibt es in ferne? im Rechteck in weiterem Abstand die Grube umgeben Wierier Schwulbennester gwoi k. in Berne! haben; das letztere ist eher anzunehmen..] In der letzten Nummer unserer Herner HeimatAuf dem Boden der Grube fand sich das größere blätter bat das Städtische Museum um Mitteilung Eine aus dem 2.3., die andere aus dem§. 9. Jahrhundert nach Christi.[Bruchstück einer Schüssel aus Ton, die einen wieviel Schwalbennester im vorigen und diesem Jahr schön profilierten Rand besessen hat. Sie war außen in den einzelnen Stadtteilen vorhanden waren bzw. Beendigung der Ausgrabungen an der Körnerstraße Zwei Siedlungen nachgewiesen das Gelände„Auf der Insel“ Die von der Grube angefertigten Fotos lassen die gut geglättet. B baulich erschlossen. Diese Schüssel kann aus dem großen ... Die nach Norden führende neu= Grube in ihren Umrissen scharf erkennen, ebenso die Bruchstück leicht ergänzt werden. bedame Kornerstraße ist verlängert worden. An die= Querschnitte, die an verschiedenen Stellen der Grube] Die Funde von der letzten Grabung beweisen nunset neuen Straße fanden sich 1935 germanische gewonnen wurden. Auf dem Boden der Grube fand mehr die Ansicht, daß an der Körnerstraße zwei gerStectungreste aus dem 8.—9. Jahrhun=ssich an einer Stelle gehaust Holzkohle, ein Be= manische Siedlungen bestanden haben. Die älteste hab harin ein Souor nchrannt hat Eino Anvorhanden sind. Diese Mitteilungen sind nicht nur für die Herner Heimatforschung wichtig, sondern sie werden an eine Zentralstelle in Münster weitergegeben. Heute veröffentlichen wir eine Liste, die Her stammt aus dem 2.—3. Jahrhundert und die andere Hauptlehrer Becker für den Stadtteil Holthausen anaus dem 8.—9. Jahrhundert nach Christus. Es kann gelegt hat. Auch an dieser Stelle sei Herrn B. sur E Kiente und dum erhaltenerevensaus, baranter einige Runostuct und ein dickes aber nicht entschieden werden, ob diese Siedlung seine freundliche Mühewaltung gedankt. Webstuhlgewichte enthielt. Dabei lag noch der Rest Bodenstück. Von einem Unterstein einer einsachen durchgängig vom 2.—3. an bis zum 8.—9. Jahrhuneines Anschlageisens. Diese Funde weisen sicherlich Getreidequetsche fanden sich Bruchstücke, die dert besiedelt worden ist. Anzunehmen ist es. Die Bewohnte Schwaldennester „"„„„„„- N Bacheh an-sich un einer Sienle gehauft IOihrohle,eint.. " Cyristus. Darunter auch eine rea weis, daß darin ein Feuer gebrannt hat. Eine Angecrige Gruve von 2,50 mal 1,40 Meter Ausdehnung zahl Scherben von Tongesäßen fanden sich ##ker, Liese, die Reste und ganz erhaltene ebenfalls, darunter einige Randstücke und ein dickes „„„„„„ fherrichFerrerorhlere fünder Wil.* darauf hin, daß wir hier eine Webstube vor uns auf einer Fläche glatt sind, ein Beweis, daß auf den haben, die zu einer Siedlung gehörte.(Im nächsten Untersteinen mit einem etwa faustgroßen, rundlichen Heft der Prähistorischen Zeitschrift der Berliner Geröll= oder Geschiebestein Getreide zerquetscht worAnthropologischen Gesellschaft, deren Mitglied der den ist. Wie fast stets bei uns, war auch diese GeBerichterstatter ist, werden die Funde ausführlich treidequetsche aus Steinkohlensandstein angefertigt. beschrieben.) Im vorigen Jahr berichtete auch die! Auch Stücke von Raseneisenstein fanHerner Presse darüber. den sich in und an der Grube. Raseneisenstein ist bei Schon bei den Ausgrabungen im Jahre 1935 schien uns in germanischer Zeit verhüttet worden, wie wir sugen noch altere Siedlungsfunde vor. Inses auch von anderen hiesigen Fundstellen nachweisen diesen Monaten wurden weitere Häuser an der Kör= konnten. Bemerkenswert sind noch gebrannke nerstraße gebaut, und so war Gelegenheit gegeben,[Stückchen Lehm, die offenbar von Flecht: die Ausgrabungen weiterzuführen. Ein Grundstück swerkwänden stammen, die um die Grube herum standen. Löcher von Pfosten fanden sich nicht. Es ist daher fraglich, ob die Pfosten der hat die Gewerkschaft Dorn erworben, die es mit einer Mauer umgeben will. Wir waren daher gezwungen, zuvor das Grundstück zu untersuchen. Diese Arbeiten sind nun abgeschlossen, und wir können Näheres berichten. Untersucht wurden etwa 200 Quadratmeter Boden. Der Humus wurde abgedeckt und der darunter zum Vorschein kommende Sand planiert. Zunächst fanden sich in 70 Zentimeter Tiefe häufiger kleinere Reste von Tongefäßen, die vermuten ließen, daß sich irgendwie in der Nähe eine Grube befand. Auch Gerölle, die im Gelände an der Körnerstraße oberflächig liegend nicht vorkommen dürfen, fanden sich. Da die Einplanierungen vorsichtig vor sich gehen müssen, fand sich nach 8 Tagen eine ovale Grube von 2,50 mal 1,70 Meter Ausdehnung und einer Tiefe von 1,05 Meter. Die Grube war an der dunklen Füllung kenntlich, die sich scharf von den helleren Sandmassen abhob. dert besiedelt worden ist. Anzunehmen ist es. Die zuletzt gefundene ovale Grube lag von der„Webstube“, die im vorigen Jahr aufgedeckt wurde, etwa 10 Meter entfernt. Sicher ist also, daß wir an der Körnerstraße zwei germanische Siedlungen festgestellt haben, die zwei verschiedenen Zeiten angehören. Das Ergebnis ist somit recht erfreulich. Wir haben demnach auch fast mitten im Stadtzentrum germanische Siedlungen. Noch einige Jahre gründliche Beobachtung des Geländes, und wir werden dann sicherlich ein ganzes Dutzend germanische Siedlungen in Herne festgestellt haben. Bisher sind schon 8 Stück einwandfrei nachgewiesen. Wir sehen, daß Herne allerhand aus der germanischen Siedlungszeit Westfalens aufzuweisen hat. im Grundstimmung der Sagen und Märchen des Emscherbruches Der größte Ammonit im Herner Städt. Museum Fast 1 Meter Durchmesser, etwa 2 Zentner Gewicht. Es handelt sich um den Ausguß einer Tintenfischschale. Es gab in erdgeschichtlicher Zeit verschiedene Tintenfischarten, so die Nautiloiden, Ammoniten, Goniatiten und Belemniten. Sie bevölkerten ins besondere die Kreidemeere unserer Heimat. Der ab gebildete Fund stammt von Nottuln im Münsterland. Folgender Aufsatz ist die Einleitung für eine forklaufende Folge von„Herner Sagen und Märchen des Bruchs“ von demselben Verfasser. Die Schriftleitung. Allzeit ist bei den Bewohnern des Emscherlandes der Glaube an die unheimliche Größe des Bruches haften geblieben. Heißt es doch im Volksmunde hierzulande überall von einem verkommenen Menschen: 1. Bauer Tappe, Holsterhauser Str. 2.„ Rüfer, Holsterhauser Str. 3.„ Wiesmann, Holsterh. Str. 4.„ Wiesche, Mont=Cenis=Str. 5.„ Hubert, Mont=Cenis=Str. 6.„ Stegemann, Mt.=Cenis=Str. 7. Familie Weber, Mont=Cenis=Str. 8. Bauer Vonnahme, M.=Cenis=Str. 9.„ Vethacke, M.=Cenis=Str. 10.„ Eckmann, M.=Cenis=Str. 11.„ Speckbrock, M.=Cenis=Str. 12. Schlossermeister Vethacke, Ww. 13. Haus Bruchstraße 88 14. Milchhändler Dreier, Bruchstraße 15. Bauer Haacke, Börsinghauser Str. 16.„ Böckmann, Börsingh. Str. 17. Familie Neubauer, Börsingh. Str. Ortsteil Holthausen 1936 1935 7 3 1 2 1 2 1 1 3 2 0 2 2 5 0 1 Insgesamt 37 35 Festgestellt im Juli 1936 durch I. Becker, Mont=Cenis=Straße 476. jahr und Herbst an den gefährlichen Nebeltagen wie in einem Hexenkessel brodelte, der Nebel unbeschreiblich schaurig sich weit ins Land ausdehnte, wirkten die hüpfenden Irrlichter in den gelblichen Nebelwolken recht gruselig. Dazwischen hörte man in regelmäßigen Neue Sonderausstellung vom 2. 9. 36 an. Abständen das helle Schreien der Kibitze. Wie Kün] Für etwa 4 Wochen wird eine neue SonderausAus dem Städtischen Museum. der drohenden Unheils schwebten ihre spuckhaften stellung von der Westfälischen Museumsvereinigung schwarzen Schatten im Irrlicht der Sümpfe dahin. im Städtischen Museum gezeigt. Sie betitelt sich„BeWie manchen Pferdestrüker, der vom alten Bruchweg rühmte Westfolen“. Ausgestellt sind Bildnisse von Hä hiert am Gewierten sau graut as dä Irmscher abirrte, hat das gespenstische Bruch für immer be=#arükmt## mn“.at Brauk.“ Die in der Eiszeit geformte„emme““) wurde von einem unruhigen Gesellen durchflossen, der heute] Der Nebel ist und bleibt in der Einbildungskraft die schwarzen Industrieabwässer zum Vater Rhein der Menschen sein Feind. Es kann uns daher nicht Die Emscher führt seit einigen Jahrzehnten wundern, wenn mit ihm überall die bösen übelwollen ein Wasser, in das niemand mehr Freiwillig einen den Geister ins Land ziehen. So wandelt er in der eigenen von Na; dürren Heide ein düsteres Nebelgespenst: das Klageweib, riesengroß mit todbleichem Gesicht in weithin flatternden Leichentüchern gehüllt. Lehnt es sich über uns ins Haus, so muß dort im Laufe eines Monats ein Hausgenosse sterben. Wer den Kuß des Heide Finger steckt. Es mußte sogar den eigenen von Natur gegebenen Lauf aufgeben und die schwarzen Fluten durch einen vorgeschriebenen Kanal schleppen. Doch es war einst anders. Wenn wir in der Geschichte zurückblättern, erzählt uns Friedrich von Steinen**) viel anmutigere Geschichten von der„stürmischen Emscher". Da heißt es:„Die Emscher nimmt ihren Anfang im Kirchspiel Aplerbeck nicht weit vom Hause Duddenroor, fließet an Hörde vorbei, längs die Grafschaft Dortmund, das Vest Recklinghausen und Stift Essen durch das Klevische und fällt endlich nicht weit von Ruhrort in den Rhein. Dieser Fluß ist zwar nicht groß aber sehr nützlich, denn er nährt schöne Fische und Krebse und treibt Mühlen und hat an seinen Ufern schöne Weiden und Wiesen.“ Noch weit in die Landschaft hineinragende erkenntliche Flußterrassen zeigen uns heute das Bild des ursprünglichen Flußlaufes mit seinen grünen Ufern. Noch im Jahre 1830 war die Landschaft menschenleer. Hier und da erblickte man die Hütten der schwergeplagten Siedler. die Meiler der Köhler, die Waldwohnungen der Hir ten deckt jahr und Herbst der unruhige Geselle das Land. In reiten Heinzelmännchen den Niederungen zeigte sich Dornengestrüp, dazwischen! So wollen wir weiter hören von den Geistern des modrige Wasserlachen. Auf den nie ganz ausgetroa: Bruchs und inmitten der nie ruhenden Industrie neten Weideflächen sah man verwildertes Rindvieh, einen Augenblick verweilen im Sagen= und Marchenmannes empfängt, ist dem Tode geweiht, ein Opfer des bösen Nebels. Im Nebelgewande schreitet die Pest über die unendlichen Weiten dahin. Ja, sogar eine Nebelkirche mit geisterhaftem Glockengeläut soll es geben. So sind auch hier im Emscherbruch im Laufe der Zeiten die Sagen und Märchen mit all den verderbenbringenden Geistern entstanden. Sei es der ungeheuere Drache, dessen Blut, wie das Blitzkuhlenmärchen erzählt, das lustige Wasser der Marpe speiste, oder die betrübte Jungfrau Pinkernell, die mit der Waage in der Hand mit Riesenschritten die Hiller Heide mißt, weil sie ihrem Leben die Menschen betrog. Sei es der dulle Jost, der im Grabe nicht Ruhe findet, oder der herrische Graf Pallandt, der insbesondere in den zwölf Nächten hinter Hecken und Büschen berühmten Personlichkeiten, die in Westfalen geboren sind. Darunter befinden sich Dichter, Schriftsteller, Schulmänner, Bischööse, Pfarrer, Diplomaten, Militärpersonen, Maler und andere Künstler. Die Ausstellung, die bereits in mehreren westfälischen Städten gezeigt wurde, hat überall großen Anklang gefunden und wird auch für die Herner Bevölkerung reiche Anregung bieten. Stiftungen an das Museum. Wieder sind einige Sachen gestiftet worden, die wir jedoch aus technischen Gründen erst in der nächsten Nummer der Heimatblätter veröffentlichen können. Wer irgend etwas für das Museum hat, stifte es, denn im Museum wird es der Allgemeinheit zugänglich gemacht und für die Zukunft aufbewahrt. Was irgendwie museumsreif erscheint, bitten wir, uns anzuzeigen, damit wir es in Augenschein nehmen. Es ist nicht wichtig, wenn sich auch mal etwas Unbrauchbares darunter befindet. Besonderer Wert wird auch auf Kriegsandenken aller Art gelegt, so auf Postkarten, Ansichtskarten, Feldpostbriefe, Landkarten, Munitionsreste, Zeitungen, Zeitschriften usw. Gern werden die Sachen abgeholt. Wichtige Neuerwerbung. deren Dächer mit Reiser und Rasenplaggen be= auf seine Opfer lauert. Nirgendwo begegnen wir hiek#n#.#....#b 2— uuutenachen einnerleiht men kt waren. Regelmäßig überschwemmte im Früh= den schelmischen Elfen und Niren oder den stets be=st#elicer Mammutknochen einverleibt wen Das Wildpferd hatte hier zwischen Gestrüpp und Buschwerk ein wahres Paradies gefunden. Der seßhafte Bruchbewohner kannte eigentlich nur einen Feind— die Bruchnebel. Wenn es im Frühlande Orplids und sprechen wie einst: es war einmal! *) Emtscher)— emme— Ebene. **) Friedrich von Steinen:„Westf. Geschichte“ den. Es handelt sich um einen Oberarmknochen von 105 Zentimeter Länge. Das Stück ist vollständig erhalten und nicht im geringsten beschädigt. Es ist der größte Knochen, den das Museum besitzt. Schon allein diesen Knochen zu besichtigen, lohnt einen Mu kumsbesuch. Bemerkenswert ist noch daran, daß die Gelenkflachen vollständig erhalten sind. Das Museum ist vom 10. 8. bis 2. 9. 36 geschlossen. Neues von den Hirschkäfern in Herne 1I. Lebensweise der Käfer. Es kommt vor, daß man auch am hellen Tage einen oder mehrere Käfer in der Kolonie umherkriechen sieht, selbst wenn die Sonne prall herniederscheint. Allgemein aber sitzen sie bis zur Dämmerung in den Erdröhren. Unbekannt ist, ob die Käfer sich auch in diesen Erdi ist es nicht, zumal mehrere Löcher angetroffen wur den, in deren Schrägung kleine Bröckchen völlig mul migen Holzes angehäuft waren. Einmal san mitten darin ein kleines Weibchen; ob es sich zur Eiabaabe einrichtete oder zum ersten Male sich seines Daseins freute, ist unbestimmt. Ich halte dafur daß es sich zur Eiabaabe rüstete. Diese Ansicht ernen eine Sinte dadurch, daß in zwei Fällen in den Eingangslöchern kurze Stücke Gras und Binsenhalme steckten, die of fensichtlich von den Käfern stammten und wohl als Futter für die Nachkommen in der Schrägung angesammelt werden sollten(die entsprechenden Feistellungen hatten positiv getroffen werden können wenn viele Erdröhren geöffnet worden waren, doch wurde davon im Interesse des FortbestandeKolonien Abstand genommen: langjährige Beobachtungen werden gewiß Näheres ergeben.) Die„Geweihe" der Mannchen sind für andere Mannchen und Weibchen sehr gefährliche Watten Fast an jedem Morgen habe ich tot Geschlechtes aufgelesen, die fast immer mut den„Ge weihen“ getotet waren. Der Zugriff damit wirkte tets in kurzer Zeit tödlich, wenn der Leib von der das sie gern annahmen. Auch sollen sie Wein= und Eichenblätter annehmen, was ich aber nie beobachtete. Auch in der Gefangenschaft verkriechen sie sich in den entstehen. In einer solchen Kolonie sieht man die Ero=, am meisten die Weibchen, weil sie so vor immer wieder Tiere mit starken Beulen und Löchern##en nimmermüden Männchen sicher sind; diese stei in den Flügeldecken. lben niemals nach der Paarung, auch nicht nach Erscheint man nicht des Morgens in aller Frühe 4 Wochen, wie es häufiger zu lesen ist.„Daß die in der Kolonie, dann findet man gegen Mittag von Männchen lange leben, dafür spricht der Umstand, toten Tieren nur die Hartteile. Ich habe beobachtet, vaß kleine und große vorkommen; die kleinen sind wie Ameisen die Käser vollständig ausgefressen hat= seben junger und erreichen erst nach längerer Lebens ten bis auf Brust und Kopf; die Tiere lebten aber dauer die volle Größe, ebenso wie die Weibchen Keineswegs dürfte die verschiedenartige Größe an der jeweiligen Nahrung und ihrer Menge liegen, denn wie erwähnt, in den hiesigen Kolonien kommen kleine neben den großen Tieren vor. Dabei haben sie samtlich die gleiche Nahrung und Nahrungsquellen werden, kann dazu beigetragen haben, daß die Tiere auch in Erdröhren wohnen; vielleicht dienen die Baumstubben nur der Fortpflanzung. In diesem Jahre wollen wir entsprechend alte, mulmige Baumstubben eingraben. Daß die Käfer sich aber auch in den selbstgegrabenen Erdröhren fortpflanzen, wird durch folgendes wahrscheinlich gemacht: In der erwahnten Röhre, in der sich das kleine Weibchon inmitten von mulmigen Holzstückchen vorfand, wurde beobachtet, daß die Eingangsröhre von unten zugeschüttet war. Das wurde erkenntlich durch die Füllung der Röhre und daran, daß die Oberflache der Fullmasse(Erde) nach oben, zum Eingang, ausgewölbt war. Die oberen 2 Zentimeter waren nicht mit erdigem Lößlehm angefüllt. Nebenbei sei noch erwahnt, daß sich die Hirschkäfer im Jahre 1935 auch im Lippegebiet sehr häufig immer noch, obwohl schon einige Ameisen in der Brust saßzen und fraßen. In zwei Fallen habe ich zwei Weibchen, die eigentlich bis auf den Kopf ausge fressen waren, solange behalten, bis sie starben; sie lebten noch 2 Tage und 2 Nächte! Diese überaus zähe Lebensdauer steht eigentlich im Widerspruch zu der Beobachtung, daß selbst kleine, Wunden am unteren Teil des Leibes in Kurze tödlich die Brautschau gehen, teils aber sofort wirken.[Eichenwäldchen in nördlicher Richtung abfliegen. Nicht Eines Abends sah ich ein ziemlich starkes Mann=Inur den Abflug dahin konnte ich beobachten, sondern sig. So durfte chen, das eine abgebrochene„Geweihstange" besaß. lauch im Waldchen die Ankunft wahrnehmen. Wird ein Hirschkaferflugjahr war. Für unser Gebiet trifft Es schleppte sich mühsam vorwarts, nach zwei Tagen also einmal das Waldchen gefallt, dann dürfte es mit auch die Angabe nicht zu, daß die Tiere im Mai bis Beobachtet wurde, daß die Tiere teils nach dem Auskriechen aus ihren Erdröhren in der Kolonie auf eingefunden hatten, ebenso in der waldigen Haardt zu dem nahen zwischen Recklinghausen und Haltern a. d. Lippe. Ferner waren sie im Landkreis Recklinghausen häusig. So dürste es sich bestätigen, daß das Jahr 1035 fand ich es tot in der Kolonie. Sicher ist, daß es unter den Männchen verschiedene Temperamente gibt. Manche sind die schlimmsten Wuteriche; was ihnen begegnet, umfassen sie, heben manchmal Mannchen und Weibchen hoch und werfen beide zu Boden. Andere lassen sich in der Verfolgung eines Weibchens nicht stören und könn ten nur durch Tötung zum Ablassen gezwungen werden. Die Weibchen sind durchweg friedfertig. Na türlich lassen sich auch in der Gefangenschaft die Männchen nicht von der Paarung abhalten. In der dem Herner Hirschkaservorkommen aus sein. Doch ist zu erwarten, daß die Kolonien und das Waldchen geschützt werden. In und an den Kolonien kommen, wie schon erwähnt, auch Baumstubben in der Erde vor, meistens Buchen. Eine größere Anzahl wurde von Erwerbslosen zur Brennholzgewinnung ausgegraben, ohne daß ich eine Ahnung davon hatte. In den Baumstubben und zwar in solchen von Buchen und Eichen haben sich viele Larven gefunden. Somit steht fest, daß sich die Herner Tiere in und an den Kolonien ingeschutzten Unterseite gefaßt wird und große Wun: Gefangenschaft wurden sie mit Zuckerwasser genahrt, fortpflanzen. Daß der Baumstubben immer weniger auch die Angabe nicht zu, daß die Tiere im Mai bis Juni vorkommen. Jetzt, wo dieser Bericht niedergeschrieben wird, ist es Mitte Juli 1936, und immer noch herricht in den Kolonien reges Leben. Die Unter=Schutz=Stellung dieser Herner Warkammen, soll beantragt werden. Reine Beobachtungen werde ich ebenfalls fortsetzen und zur Zeit an dieser Stelle wieder daruber berichten. In diesem Jahre sind die Käfer nicht lo hausig wie 1935. An die Anwohner der Böde ergeht die dringende Bitte, ihre Kinder von dem Hirschkaservorkommen sernzuhalten. Der Schutz der Kafer ist am 18. 8. 1936 erneuert worden. Mit der Kamera auf der Olympiade in Berlin Im 1. Vorlauf 200-Meter=Brustschwimmen stegte, die jüngste Dinmpische Kampferin Sametag begannen im Schwimmstadion die Olumpischen Wettkämpfe, die gleich im 1 Vorlaut der Zinnen für 200-Meter=Brustschwimmen ganze große Ueberraschung brachten. Hier siegte die erst 11jährige Dänin Inge Soerensen die innzur Olumpische Nampferin, mit der für Alter vorzüglichen Zeit von Zum vor der Schwedin Joberg, der Hollanderin Waaldein und der Deutschen Holzner. Unser Bild zeigt Schwimmerinnen am Start: 1. Waalberg(Holland), 2. Hölzner(Deutschland). 3 Sunnri(uen). 4 Kiunston(Großbittannten), 5. Sören(Dänemark), 6. Joberg(Schweden), 7. Langdon(Kanada).(Scherl=Allderdienst=M) Der Reichssportführer, der Freund der Jugend Ein netter Schnappschuß am Rande der Olympischen Wettkämpfe in Grünau. Wo die Jugend des Reichssportführers v. Tschammer und Osten ansichtig wird, da drängt sie sich ihm auch schon zur Begrüßung entgegen. Geschlossen über die Hürde Ein fesselnd schönes Bild von dem 80=Meter=Hürdenlauf der Frauen, bei dem erst die Zielphotographie entschied, daß die Weltrekordlerin Valla. Italien.(Zweite von rechts) eingekommen mar.(Schirner=M.) Die ersten Goldmedaillengewinner in Grünau Bei bestem Regattawetter wurden die Olympischen Kämpfe auf der Grünauer Regattabahn mit den Langstreckenrennen der Kanufahrer ein geleitet. Der Münchener Ernst Krebs(rechts) gewann die Goldmedaille im Einer=Kajak, während im Zweier=Kajak Landen=Wevers(links) den Sieg gewinnen konnten.(Scherl=Bilderdienst=M) „Herakles“ auf der Dietrich=Eckart=Bühne Auf der Dietrich=Eckart=Bühne auf dem Reichssportfeld wurde jetzt zum erstenmal pangels„Herakles“ aufgeführt. Das herrliche Spiel, dessen Schlußszene das Bild zeigt, hinterließ bei den Zuschauern einen unausloschlichen Eindruck.(Scherl=Bilderdienst=M) C 1 nuhl, nuhl, sächzehn Sicher## die Behauptu Telesonnummer Deutschlan Nummer„C 1 0016" 17. ni ne die Aus! 3 In un die meistbeanspruchte zur Zeit die Berliner nicht übertrieben in doch durch Olympischen Spiele zu erreichen * in dem des Olymp a-Komeiees in der Haidenvergstraße. Zimmer vier Treppen ham, da unen ne die„odympischen Klingelieen". ein Dutzend Madel. blond und dunkel, drunett und schwarz. Jede vor ihrem„Kasten", der Ferrsprechapparatur, die sich von anderen Vorrichtungen dieser An badurch unterscheidet, daß es einen englischen tonzon wen. panischen Stopiel gibt, und einen italienichen slamichen und nordischen „Det engliche und französische Stöpsel ist nicht so wichtig, den das konnen wir alle", erklärt man uns. „Anders in es mit den wetteren. Kommt uns einer Spanistd. so wird ofort mit Irmgard verbunden, die perjekt Spanisch spricht. Will jemand auf Italienisch Auskunft ditte. Stopel Morauerite, unsere„Italienerin". in Genf Karte der Strecke des Marathonlaufs (Scherl=Bilderdienst=M) Auslandsdeutiche aus aller Well. Die vine Tame bis T.ann.“ lebt und unter den den Ait 1r Polmetin für Slawisch Bubikopf. ur Rutterlicherseits hater ist Baner uch hier in Berht in 1n ihre Kindheit verbracht. Da ist eine blonde Bulgarin. Durch die Heirat wurde sie Deutsche, sie hat den Konigsmord in Serbien und den Aufstand in Albanien als Kind miterlebt Irmgard. die„Spanierin“, war Augenzeugin des großen Madrider Theaterbrandes 1928, bei dem an die hundert Renichen ums Leben kamen. Und eine andere, die als Auslandsdeutsche in Nizza geboren wurde, kann als nach haltigstes Erlebnis ihrer frühesten Kindheit das Erd beben von Messina anführen Jetzt hört man ein Englisch mit amerikanischem Altent. wie es keine Amerikanerin besser sprechen kann! Die junge Dame, die es spricht, war ein Jahr lang deutsche Austauschstudentin in Boston, USA Wo wohnen die Franzosen? Fernanruf: Cannes. Wo die Franzosen in Aiel untergebracht werden? Nach wenigen Sekunden gibt die Beamtin Auskunft auf französisch: Im Olympia Segelheim an der Nieler Förde! Was wird da alles gefragt! Was alles wollen die auten Leute von diesen lebenden Auskunfteien wissen! Die Beamtinnen erzählen aus der Praxie Neulich fragte einer ganz weltvergessen an er habe eine Karte zum Segeln in Kiel, ob er da zatsächlich nach Kiel jahren müsse, oder ob das nicht auch in Berlin statt stände?! Ob man auf dem Reichssportseld auch sein Jelt aufschlagen und darin übernachten könne, will ein anderer wissen. Wieder ein andeter fragt, ob die Stehplatze numeriert sind?“ „Wie groß ist der Erdumsang?" fragtet tatsächlich semand diese schwergeplagten Damen. Der bekam aber eine Antwort:„Setzen Sie sich in einen Wagen, vergessen n nicht das Metermaß mitzunehmen und fahren Sie n die Erde und messen Sie!“ „Bitte geben Sie mir die Temperatur des Wandlitz Zur Belohnung wird der Sieger„geprellt“ Ein lustiges Bild von der Entscheidung der Kanufahrer. Als der Schwede Sven Johansson zusammen mit Bladström den Sieg im Zweiersaltboot und damit die Goldmedaille gewonnen hatte. wurde er von seinen Sportkameraden nach schwedischer Sitte„geprellt“.(Schirner=M) ces“, wunscht semand.„Die habe ich nicht so ohne werteres am Lager!“ antwortet die schlagfertige junge Dame.„Aber wenn Sie dort sind, brauchen Sie ja nur den Finger reinzustecken!"—„Wieviel Reihen hat die Derrich Edart=Buhn=“"—„Wie ist die Wetterlage am 17 maaun2*—„Mas ist der Unterschied zwischen Haiti und Liberiar—„Kommen auch Indianer zu den Olymnischen Spielen?“—„Fräulein, es handelt sich um ne Mette, sagen Sie mir man schnell, welche Schutzwaffen sind bei der Olympischen Konkurrenz zugelassen?" Olym und Pia. Man muß sich nur zu helfen wissen, und die olympischen Auskunstsdamen wissen sich zu helfen! Rosch wird nach dem Handbuch der Ausschreibungen gegriffen, das immer handbereit liegt, und dann vernimmt man s aus fartem Munde:„Beliebige automatische Pistolen und Revolner, Scheibenpistolen, Kleinkaliderpistolen" „Fraulein. Fräulein, unser Hund hat zwei Junge benen sie in Anbetracht der Olympischen Spiele„Olym“ und„Pia“ zu nennen, darf man dac??“ geht das hin und her. Fragen über Fragen. Alnae und berechtigte und leider auch solche, die völlig unnnn sind und nur eine unnötige Belastung darstellen. Von früh um acht dis abende acht. 24 Beamtinnen, die n swei Schichten arbeiten. Nachmittags um zwei: Ablo##nn vot! Klingeln rasseln, vorer ab. englisch, slawisch. munim noter auf Hörer ab Hallo und Hallau in allen Tonsallen—— bitte: C 1 nuhl, nuhl, sächzehn! Wieder 144000 weniger! Werbung für das Hanowert Sehr günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Juli7 Das günstige Jahr 1929 unterschritten Eine neue Berufslenkungs= und Aufklärungsaktion Berlin, 8. August. Im Juli hat sich, wie die Reichsanstalt berichtet. der Arbeitseinsatz weiterhin sehr günstig entwickelt. Arbeitslosen siel im Berichtsmonat nochmals erheblich, und zwar um 144000 auf 1170 000 #nn in sogar der Stand der Arbeitslosigkeit des wirtchaftlich gunstigen Jahres 1929(1251000) unterichritten. Viele ländliche Bezirke und auch ein Teil der industriellen Bezirke sind arbeitslosen #. S########ch schon niedrige Jahl von 1 170.00 Arbeitslosen umschließt nämlich auch diejenigen Arbeits losen. welche durch die starke Bewegung im Arbeitseinsatz, die mit der günstigen Beschäftigungslage zwangsläufig verbunden in: gerade am Stichtag arbeitslos waren und deshalb bei der Zählung mit erfaßt wurden Eine gewisse Anzahl solcher„vorübergehend“ Arbeitsloser wird in einer dynamischen Wirtschaft stets vorhanden sein, um den notwendigen Krästeausgleich innerhalb der Wirtschaft durchführen zu können. Es handelt sich hierbei aber nicht um sozialbedürftige Arbeitslose im üblichen Sinne. Dazu umsaßt die Arbeitslosenzahl u. a auch Perionen, die aus irgend welchen Gründen nicht vollverwendungsfähig sind und auch bei der jetzigen gün stigen Beschäftigungslage nur schwer vermittelt werden können, obgleich die Betrieboführer ihre Anforderungen im allgemeinen stark eingeschränkt haden und auch Kräfte einstellen, auf die sie in früheren Jahren nicht zurückgegriffen hätten Zu dem günstigen Bild des Arbeitseinsatzes im Juli hat neben dem starken Kräftebedarf der Lanowirtchaft für die Einbringung der Ernte besonders die starke Aufnahmefähigkeit des Baugewerbes und der Metallindustrie beigetragen Es war in vielen Bezirken nicht möglich, den gestiegenen Anforderungen dieser Gruppe in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Deshalb mußte zur Behebung des Facharbeitermangels der Ausgleichsverkehr weitgehend in Ansoruch genommen werden der unter diesen Verhältnissen von Monat zu Monat an Bedeutung zunimmt P Kampfgeist und Kameradschaft- die gemeinsamen Tugenden des Soldaten und des Sportlers lympig=Festabend der Wehrmacht I Berlin, 7. August. Am Freitagabend gab die Wehrmacht im Zeichen ihrer engen Verbundenheit mit den Olympischen Spielen im „Haus der Flieger“ einen Festabend. Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, General= feldmarschall von usamhera. konnte eine große Zahl vor allem unserer ausländischen Gäste begrüßen. Unter ihnen waren die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees mit ihrem Präsidenten Graf Baillet=Latour, die Mitglieder des Organisationskomitees mit ihrem Präsidenten Staatssekretär a. D. Lewald, der Deutsche Olympische Ausschuß mit dem stellvertretenden Reichssportführer Breitmener sowie die Präsidenten der nationalen Olympischen Komitees und der internationalen Sportverbände anwesend. Ferner war eine Reihe ehemaliger und neuer Olympiasieger erschienen. Die aktiven militärischen Teilnehmer der 11. Olympischen Spiele und die Militär= attachees der diplomatischen Vertretungen waren fast vollzählig der Einladung gefolgt. Von ausländischen Gästen sah man weiter den Kronprinzen Paul von Griechenland und den Kronprinzen Gustav Adolf von Schweden, den Unterstaatssekretär Sir Robert Vansittart, den österreichischen Generalmajor von Pongracz. Prä sident Cai=Chi Tao, den ehemaligen französischen Kriegsmarineminister Pietri und zahlreiche höhere Offiziere Von der maßgebenden deutschen Wehrmacht waren die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtteile. General= oberst Freiherr von Fritsch, Generaladmiral Dr. h. c. aeder Generaloberst Göring und ein großer Teil der Generalität und Admiralität anwesend. Staat und Partei waren auch durch führende Persönlichkeiten vertreten. u. a. durch Botschafter von Ribbentrop. Staatssekretär Pfundtner. den stellvertretenden Pressechef der Reichsregierung, Ministerialrat Bernt. Die stattliche Zahl der Gäste war auf drei Säle des „Hauses der Flieger“ verteilt. Die Uniformen aus aller Herren Länder überwogen und ergaben ein prachtvolles Bild. Inmitten der hahen Offiziere und der namhaften Ehrengäste saßen vollzählig auch die nicht zum Offiziersstande gehörenden militärischen Olympiakämpfer aller Sportarten von fast 50 Nationen. Der Gastgeber. der Reichskriegsminister und Oderbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, oomete seinen Gästen herzliche Worte der Begrüßung. „Im Namen der deutschen Wehrmacht heiße ich Sie als unsere Gäste willkommen. Ich begruße besonders den hochverdienten Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees Herrn Grafen Baillet=Latour. die Herren Präsidenten der nationalen Olympischen Komitees sowie die Herren Präsidenten der internationalen Sportverbände. Freudigen Herzens begrüße ich ferner die Soldaten aller Länder, die sich zum friedlichen Kampfe in Deutschland eingefunden haben. Zwei Dinge zeichneten den Soldaten aller Länder und Völker von jeher aus: Kampfgeist und Kameradschaft. Der sportliche Wettkampf verbindet diese beiden Eigenschaften in der glücklichsten Weise. Er stählt und erhöht den Kampfgeist und er fördert zugleich die Kameradschaft aller derer, die ihre Kräfte in einem solchen Kampfe messen. Sie wissen, meine Herren, daß der deutsche Soldat zu allen Zeiten verstanden hat, zu kämpfen. Mögen Sie aus dem Olympischen Dorf, das Ihnen die deutsche Wehrmacht baute, und von dem heutigen Abend die Ueberzeugung mitnehmen, daß er nicht minder versteht, ein guter und aufrichtiger Kamerad zu sein. Freudig heißen wir Sie im Geiste dieser Kameradschaft willkommen. Dankbar gedenken wir der Arbeit derer, die mit dem olnmpischen Gedanken zugleich den Frieden und die Freundschaft aller Völker fördern. Der Wunsch nach guter Kameradschaft sei der Sinn des heutigen Abends. Ich hebe mein Glas und leere es zu Ehren unserer Gäste!“ Der Präsident des Internationalen Organisationskomitees Graf Baillet=Latour dankte im Namen der Gäste für den herzlichen Empfang und für den außergewöhnlichen Anteil. den die Wehrmacht an der Durchführung der 11. Olymvischen Spiele habe. Der Geist der soldatischen Erziehung sei der gleiche, der den ritterlichen sportlichen Kamn— den der Olympischen Spiele— beherriche. Er erhob sein Glas auf die Wehrmacht. Ausgezeichnete musikalische Darbietungen des Musik korrs der Wachtruppe Berlin unter Leitung von Stabsmusikmeister Ahlers hielten die Gäste aus aller Welt in lebhafter Unterhaltung noch lange beisammen. Sperrkreis um Gibraltar Sicherung durch die neutralen Kriegsschisse 7 Energischer Schritt Englands London, 8. August. Die wiederholte Verletzung des britischen Hoheitsziebtes bei Gibraltar durch Kriegsschiffe und Flugzeuge der miteinander im Kampf liegenden spanischen Gruppen hat die britische Regierung erneut zu einem Protestschritt gezwungen, nachdem schon einmal am 23. Juli aufs schärfste gegen die„absichtliche und unverantwortliche Bombardierung Gibraltars“ Einspruch erhoben und ein Vergeltungsakt für den Fall einer Wiederholung ingedroht worden war Der Marinekorrespondent der„Morningpost“ meldet hierzu, daß General Franco damals sich bei den britischen Behörden in Gibraltar entschuldigt habe, daß aber aus Madrid keine befriedigende Antwort eingegangen sei. Durch die fortgeletzten Schießereien in der Meerenge von bibraltar, so fährt der Berichterstatter fort. werde die teutrale Schiffahrt ernstlich gefährdet, und es verlaute, daß der gestern erfolgte Protest an Deutlichkeit kichts zu wünschen übrig lasse. In London sei gan der Auffassung, daß, wenn man die spanischen KriegsHiffe in der Meerenge und in der Bucht von Gibraltar interschiedslos operieren lasse, es nur eine Frage der heit wäre, bis ausländisches Leben und Eigentum in Mitleidenschaft gezogen würden. Da in einem solchen Falle eine sehr delikate interiationale Lage heraufbeschworen werden könne, werde zur Zeit die Frage der Einrichtung einer erweiterten teutralen Zoue erwogen. Alle neutralen Kriegsschisse würden in einem solchen Falle dafür orgen, daß keines der Kriegführenden Kriegsschiffe oder Flugzeuge in dieser Zone militärische Operationen durch ühren könne, ohne Gegenmaßnahmen heraufzubeschwören. Man sei sich jedoch in London darüber klar, daß eine derartige internationale neutrale Zone nicht errichtet werden könne, solange nicht eine Einigung der Mächte über den Grundsatz und die Ausführung der Nichteinmischung herbeigeführt worden sei. Oellieferung aus Frankreich Paris, 8. August. Wie Havas zu der Uebernahme von Oel durch den panischen Dampfer„Ciudad de Cadiz“ berichtet, sollen die französischen Behorden die Erlaubnis zur Ladung von 300 Tonnen gegeben haben, weil diese Bereitstellung bereits zwei Monate zurückliege und man in zuständigen Kreisen der Ansicht gewesen sei, daß sie nichts mit den augenblicklichen Ereignissen in Spanien zu tun habe. Diese Ansicht wird allerdings vom„Jour“ nicht geteilt. Das Blatt weist darauf hin, daß ohne Brengstoff die Durchführung eines Krieges unmöglich sei. Wenn man Madrid und Barcelona das Oel entziehe, so würde dies die sichere Niederlage der Regierung bedeuten. Liefere man ihnen dieses Oel, so bedeute das die Fortsetzung der Schrecken des Bürgerkrieges. Es gehe also nicht an, zu behaupten, Oel sei kein Kriegsmaterial. Wie das Blatt ferner in Erfahrung gebracht haben will. soll dieser Brennstoff aus den Lagervorräten der französischen Luftwaffe in Berre stammen. General Franco in Sevilla Am Freitagnachmittag kam General Franco im Flugzeug aus Tetuan in Sevilla an. Berlin. 8. August. Auf einer Arbeitstagung der Gaubetriebsgemeinschaftswalter der RB6 Handwerk in Mißdroy erorterte Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt die Gegenwartsprobleme des deutschen Handwerks. Dabei betonte er. daß Disziplin und Kameradschaft die Partei in der Kampfzeit gcoß gemacht hätten und daß beide Grundsätze erst recht auch bei der Betreuungsarbeit herrschen müßten, die der Nationalsozialismus zu leisten habe. Das Tempo dürfe dabei nicht so beschleunigt werden. daß eine organische Untermauerung unmöglich sei. Der Reichshandwerksmeister schloß mit der Erklärung, es verbiete sich für den Nationalsozialisten von selbst, etwa negativ über das Gesetz zu sprechen, denn dieses sei, als des Führers Wort, heilig. Der Reichshandwerksmeister ließ sich dann von den Gaubetriebsgemeinschaftswaltern über die Lage des Handwerks und den Fortschritt in den einzelnen Gauen berichten. Der stellvertretende RBE=Leiter, Pg. Walter, unterstrich die Notwendigkeit, jegliche Reibung innerhat des deutschen Handwerks auszuschalten. Die wichtigste Grundlage sei das Vertrauen zur Führung. Einen Zwiespalt zwischen Partei und Wirtschaft dürfe es nicht geben Von besonderem Interesse für die Tagungsteilnehmer war die Verkündung einer neuen Berufslentungs= und Ausklärungsaktion, die zugleich eine eindringliche Werbung für das gesamte Handwerk darstellen wird. Einzelheiten dieser Aktion werden demnächst bekanntgegeben. Im weiteren Tagungsverlauf gab u. a. Reichssachgruppenwalter Grau die Schaffung einer neuen Reichsfachschule für Stellmacher und einer weiteren für Korbmacher bekannt. Als dringlichste Aufgabe der Fachgruppe Nahrungsmittelhandwerk hob Reichssachgruppenwalter Fedtie hervor. die Nahrungsmittelfreiheit des deutschen Volkes auch durch Leistungssteigerung im Nahrungsmittelhandwerk zu sichern. Das zweckmäßigste Mittel dazu sei der Ausbau von 16 Reichs= und Bezirksschulen für Fleischer, Bäcker, Konditoren und Müller. Merida gefallen Hendaye, 8. August. Der Sender Burgos teilte is der Nacht zum Samstag mit, daß in Barcelona der Präsioent der marxistischen Gewerkschaften(U.G.T.) von Angehörigen der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften(C.N.T.) ermordet worden sei. Ferner will man in Burgos wissen, daß der Bischof von Barcelona. der von den Roten verhaftet worden war und erschossen werden sollte, im letzten Augenblick durch das Eingreisen des italienischen Konsuls gerettet und mit einem italienischen Schiff fortgebracht werden konnte. Besondere Beachtung verdient die Mitteilung, daß die Bischose von Pamplona und Vitoria sich entschlossen haben, einen Hirtenbrief an ihre Gläubigen zu verfassen, in dem sie von ihnen fordern, ohne Rücksicht auf ihre politische Anschauung an der Verteidigung der Religion und des Vaterlandes mitzuarbeiten. Diese Ermahnung richtet sich insbesondere an die baskischen Nationalisten, die gemeinsame Sache mit den Marristen gemacht haben und die Hauptschuld an den Zuständen an der Linie Irun—San Sebastian tragen. Der Sender San Sebastian verbreitet Anordnungen der marxistischen Kommissariate, wonach die Bevölkerung aufgefordert wird, ihren Wasserbedarf hauptsächlich an den öffentlichen Brunnen der Stadt zu decken, um so die Wasserleitung zu entlasten. Diese Tatsache wird in Zusammenhang gebracht mit den Gerüchten. wonach es den Nationalisten gelungen sei, die Wasserzufuhr der Stadt zu beschädigen. Der Sender Sevilla meldet, daß die Truppen des Generals Franco die Stadt Merida. also die Schlüsselstellung zur Provinz Badajoz, eingenommen hätten. Verleger F. X. Bachem gestorben Am Freitagabend starb im Johannisheim zu Bonn Verleger Franz Xaver Bachem. der langjährige Seniorchef des bekannten Kölner Verlagshauses I. P. Bachem, im 80. Lebensjahre. Er trat im Jahre 1881 nach gründlicher buchhändlerischer Ausbildung und zahlreichen Auslandsreisen in den Verlag seines Vaters, des Gründers der„Kölnischen Volkszeitung“ ein. Dem Ausbau der„K. V.“ und des „Kölner Lokalanzeigers“, sowie des Buchverlages I. P Bachem galt sein unermüdliches und erfolgreiches Streben. Als im Jahre 1920 die„Kölnische Volkszeitung“ in andere Hände überging, wirkte F. X. Bachem in Treue weiter für den vom Vater übernommenen Buchverlag. Ein schlichter, seiner Mensch ging mit ihm dahin Außer der jahrzehntelangen führenden Tätigkeit im Buchdruckerverein hat er stets vermieden, groß an die Oeffentlichkeit zu treten. In seinen freien Stunden gehörte er ganz seiner Familie. Still und unauffällig tat er unzählig viel Gutes für die Karitas und die Wohlfahrt. Allezeit ein feinsinniger Freund der bildenden Künste, war er besonders als sachkundiger Sammler ostasiatischer Bronzen geschätzt. R. i. p. Empfänge beim Führer Berlin. 8. August. Der zu einem Privatbesuch in Berlin weilende britische Botschafter a. D. Lord Rennel. Mitglied des englischen Oberhauses. stattete heute dem Führer und Reichskanzler einen Besuch ab. Der Führer und Reichskanzler empfing heute den königlich jugoslawischen Minister für körperliche Ertüchtigung, Rogio, der von dem königlich jugoslawischen Gesandten in Berlin, Cincar=Markowic. begleitet war, sowie den königlich albanischen Kultusminister Bushati, der in Begleitung des deutschen Gesandten in Tirana. von Luckwald. erschien Ferner empfing der Führer und Reichskanzler den deutschen Gesandten in Lissabon, Baron von Hoyningen=Huene. Adolf=Hitler=Marsch der westfälischen Hitler=Jugend Um die 240 000 westfälischen Hitler=Jungen in Nürnberg beim Reichsparteitag würdig zu vertreten, sammelten sich von allen 32 westfälischen Bannen in den letzten Tagen je drei Vertreter in Dortmund. Am Freitagabend wurde zum Abmarsch auf dem Hansa=Platz angetreten. Vorher hatten sich dort Ehrenabordnungen der SA. des NSKK, der DAF, der HI und ein Spielmannszug der HI eingefunden. Als die 91 Jungen mit ihren 92 Bannfahnen auf dem Hansa=Platz erschienen, setzte der Spielmannszug mit einem Marsch ein. Dann wurde dem Gebietsführer Langanke vom Bannführer Petry, der die Jungen in vierwochigem Marsch nach Nürnberg führt, gemeldet, daß ein Bannführer, fünf Gefolgschaftsführer, 85 Unterführer und Junggenossen mit 32 Bannfahnen sowie einem Bagagewagen und einer Feldlüche zum Abmarsch von Dortmund nach Nürnberg angetreten seien. Es handelt sich hierbei um diejenigen Fahnen, die seinerzeit in Potsdam am Grabe Friedrichs des Großen geweiht wurden. Gebietsführer Langanke richtete an die Jungen Worte der Ermahnung. Er schicke sie im Auftrage des Reichojugendführers auf den Marsch. Die nationalsozialistische Jugend habe die Ehre, durch diesen Marsch den Reichsparteitag zu eröffnen. Er erwarte und hoffe, daß sie die hier bleibenden 240 000 Hitler=Jungen in Nürnberg beim Vorbeimarich vor dem Führer würdig vertreten würden. Sie sollten mit dem Bewußtsein zurückkommen, daß sie durch diesen Marich ein Betenntnis abgelegt hätten zum Führer. Es folgte dann das Kommando „Fahnen hoch“, und unter forschen Marschweisen setzte sich die Abteilung in Bewegung. um noch am Abend das erste Ziel zu erreichen. Der Marsch wird durch das Sauerland. Siegerland, Hessen, Franken nach Nürnbeig gehen, wo die Jungen am Eröffnungstage des Reichsparteitages eintreffen werden. Das Ur=Eiserne Kreuz auf der„Deutschland“=Ausstellung Im Raume des„deutschen Genius“. KVK In der Fülle der geschichtlichen und kultur. geschichtlichen Erinnerungen, die die große DeutschlandAusstellung auszeichnen, ist— wie in der soeben erschienenen Nummer des„Kysfhäuser“ berichtet wird— eine vorhanden, die für den alten deutschen Soldaten von ganz besonderer Bedeutung ist Der geistige Mittelpunkt der wahrhaft großartigen Deutschlandschau ist der Raum, der„dem deutschen Genius“ gewidmet ist. Hat man ihn betreten, befinden sich zur Rechten kostbare Handschriften Bachs. Mozarts, Beethovens. Webers, Richard Wagners und anderer. Darunter ist aber diesmal nicht jene große Kulturperiode zu verstehen, die zur Geschichte der Menschheit gehört, sondern kunstgeschichtlich meint man damit jene Zeit der Kargheit, die nach den Befreiungskriegen das Eisen als Material verwenden mußte, weil Gold und Silber fast verschwunden waren. In jener Zeit, also den ersten dreißig Jahren des vergangenen Jahrhunderts, war diese Eisenkunst vornehmlich in Berlin zu einer hervorragenden Blüte gelangt. Was sie zu leisten vermochte, zeigen die ausgestellten Beispiele. Und dennoch wird der Blick des Soldaten immer wieder zu dem schlichten Eisernen Kreuz zurückgehen, das an hervorragendem Platz aufgestellt ist und die kriegerische Geschichte eines ganzen Jahrhunderts preußisch=deutscher Heldentaten symbolisiert. Es ist das Eiserne Kreuz, das kein anderer als Schinkel, der dem baulichen Gesicht Berlins die schönsten Züge einprägte, geschaffen hat. Aus Gründen historischer Gerechtigkeit muß jedoch darauf verwiesen werden, daß die Anregung zu dieser einzigartigen schönen Kriegsdekoration von König Friedrich Wilhelm IlI. selber stammt Dabei mag dem König das Brustkreuz des deutschen Ritterordens vorgeschwebt haben. das auch einen schwarzen Grund mit einer weißen Einfassung besaß. Nur war der unterste Balken länger als die drei übrigen. Schinkels künstlerischer Blick erkannte sofort die Unmöglichkeit der Uebertragung dieser Kreuzform auf einen Orden. Er verkürzte deshalb den unteren Balken und gab allen vieren die gleiche Größe. Den ersten Entwurf legte Schinkel in einer Federzeichnung nieder, die sich auch heute noch im Berliner Schinkel=Museum befindet. Der König erklatle uich mit dem Entwurf einverstanden, sodaß man mit Fug und Recht sagen kann das Eiserne Kreuz habe seine endgültige Form, die auch 1870 und 1911 unverändert bei den Neustiftungen des Eisernen Kreuzes zu Grunde legt wurde, von dem großen Baumeister Schinkel erhalten. Was man in der Deutschland=Ausstellung zu sehen bekommt, ist einer der ersten Güsse nach dem Schinkelschen Entwurf und stellt also gewissermaßen das Ur=Eiserne Kreuz dar. Bei dieser Gelegenheit verdient die vielfach noch unbekannte Tatsache der Vergessenheit entrinen zu werden, daß das erste Eiserne Kreuz, das überhaupt fertiggestellt wurde, niemals die Brust eines lebenden Menschen geziert hat. Entsprechend den Bestimmungen des Königs wurde es in das Innere einer Säule im Schloßpark zu Hohenzieritz gelegt, die eine Büste der Königin Luise trägt. Damit wollte der König symbol### andeuten, daß die Königin gewissermaßen aus dem Felde der Ehre im Kampf gegen den Bedrücker gefallen sei uns ihr deshalb die höchste kriegerische Auszeichnung gebühre. die das Preußen der damaligen Eisernen Zeit zu vergeben hatte. K F. Billige Quartiere für die Jugend Berlin, 7. August. Der Reichserziehungsminister Rust macht die Schulaussichtsbehörden darauf aufmerksam, daß die Stadt Berlin in großem Umfange Vorsorge getroffen hat, um die zu den Olympischen Spielen nach Berlin kommende Jugend in geeigneten Unterkünften, nach Jugendherbergsart, billig unterzubringen und zu verpflegen.(Uebernachtungs= geld 0.50 RM., volle Tagesverpflegung 1.10 RM.) Auch für die zeltende Jugend ist gesorgt. Schulgruppen, die zu einem kurzfristigen(etwa zwei= bis dreitägigen) Aufenthalt nach Berlin kommen, haben sich an die Olympia=Jugendunterkunftsämter der Berliner Verwaltungsbezirke zu wenden. Hinweise hierauf sind auf allen Berliner Fernbahnhöfen ausgehängt. Ferner erteilt Auskunft die Hauptstelle in Berlin C 2, Poststraße 16(Fernruf E 1 Berolina 0011). Rundfunk=Programm Montag, den 10. August 1936. 6.50 Wetterbericht. 6.00 Olympische Fanfaren. Anschließend: Musik in der Frühe. Kavelle Kauffman Akkordeon=Duo P. Reich. 6.30 Frühgomnastik. 7.00 Nachrichtendienst. 7.50 10. Tag der XI. Olympischen Sviele. Programmdurchsage 8.00 Unterhaltungsmusik. Es spielen:: Kanelle Damp— Kavelle Prasch— Kletich (Akkordeon), Dazwischen:„BunteSchallplatten. Dazwilchen: 100=Klm.=Straßen Strecken und Radrennen— Start bericht. Schwimmen. Kunnnt dung— 4mal=200 Meter: Wasserballspiele— R Kiel. Dazwischen; Olymvische 1896 bis 1936. 13.00 Militarmusik. Musikzug I der SA.=Vri gade 30. 44.45 Nachrichtendien rläufe— richte au. Siegertafel 11.00 Allerlei von Zwei bis Drei. 15.00 Unterhaltungskonzert mit den Kavellen Hauck und Haß. Dazwischen: Schwimmen. 100=Meter=Freistil=Frauen=Endlauf—. 400= Meter=Freistil=Vorläuse— Wasserballspiele Voren: Ausscheidungskämpfe— Fußballspiel — Handball=Ausscheidungssviele— HockenAusscheidungsspiele— Zielbericht von der olymp. Segelregatta. 18.00 Blasmusik. Das Musikkoros der Schutzvolizei Berlin. 19.00 Olompia=Echo: 10. Tag. 20.00 Kurznachrichten des Drahtlosen Dienstes. 20.10 Alte und Neue Tanzmusik. Gespielt von der Kavelle Kermbach. Dazwischen: Fechten: Degen=Einzel. Boren: Ausscheidungskämpfe 20 15 Deutschland baut auf:„Der Staat ale Forderer des Sporte“ 21.00„Herakles“. Oratorium von Händel Ein Querschnitt durch die Festauffubrung in der Dietrich=Eckart=Freilichtbuhne. 22.00 Wetter= und Tagesnachrichten. 22.15 Olompia=Echo. 22.45 Die Kapelle Franz Hauck spielt. Mitw.: Inge Vesten(Sopran). 2300 Deutsches Volksliederspiel für vier Singstimmen und Klavier von Zilcher. Ausf Guntbild Weber(Sopran). Hildegard Hennece(Alt). Marten(Tenor). Drissen(Baß). Rupp(am Flügel). 23.30 Tanz= u. Unterhaltungsmusik. Es sviele Das Unterhaltungsorchester des Deutschlandsenders und die Kavelle Glabe. 0.50 Ausklang. Dienstag. den 11. August 1936. 5.50 Wetterbericht. 6.00 Olnmpische Fansaren. Anschl.: Musik in der Fruhe. Es spielt die Kavelle Kermbach 6.30 Frühgomnastik. 7.00 Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 7.50 11. Taa der XI. Olomvischen Spiele. Programmdurchsage. 8 00 Bunte Unterhaltung. Das WaldemarHaß=Quintett— Bräu(Sarophon)— Vossen Aktordeon) und Korsek(Gitarte). Rust „Der Zirkus kommt". 7 Gnecchi: Kleiner Walzer Wiedoeft: Marylin 4 Schulenburg: Buhto-Mia#men 4 Mlus: Ralla 4 Wassl: Rosen 7 Bräu: Aquarell 7 MenerHelmund: Das Zauberlied Kreuder: Me lodien aus„Allotria“,7 Henkens: Ständchen Kletsch: Das lachende Sarovhon Dvorat Humoreske7 Vossen: Harmonika=Walzer Earl: Standchen 9.00 Unterhaltungskonzert. Es spielt das Kleine Orchester des Deutschlandsenders und die Schwäbischen Dorsmusikanten—. Emmi (hoedel mit ihrem Kinderchor— Liebe (Trompete)— Ignatieff(Balalaika) Carell(Vorträge.— Jäger(am Flugel Dazwischen: Schwimmen. 400 Meter=FreistilZweschnläuse— 100=Metei=Frauen=Vorlause — Wasserballspiele. Fechten: Degen=Einzel=Vorentscheidung Rudern=Vorläufe 12.00 Musik am Mittag. Das Große Orchester des Reichssenders Berlin. Brandts=Buns Tanze und Wissen Lorting: Ballettmusik aus„Undin— Wavvenschmitt: Konzert k. Da schen: Olnmvische Siegertasel 1896 bie 1936. Klughardt: Tarantelle Bullersan: Russischer Tanz. T'chailowikn Blumenwal####### Auber: Ouvertüre zu„Fra Diavolo 13.45 Nachrichtendienst. 1100 Bunte Musik. Sie doren die Kavelle RegiHorRudern=Vorläufe. Schwimmen: Vorführung im Kunstsoringen durch die drei Sieger— 4-mal=200 MeterStaffel=Endlauf— 200=Meter=BruststilFrauen=Endlauf—. Wasserballiviele Fechten: Degen Einzel=Entscheidung Voren=Ausscheidungskampfe. Fußballsviel. Hocen=Ausscheidungsspiele. 18.00 Blaomusik. Das Musikkorps des ments General Görina. Dazwischen: berichte. 19.00 Olymvia=Echo: 11. Tag. 20.00 Kurznachrichten des Drahtlosen Dienstes. 20 10 Unterhaltungsmusik mit dem Unterhaltungsorchester des Deutschlandsenders. Solisten: Helgar(Tenor)— Haentschel Stech an zwei Flügeln. Dazwischen: Horberichte: Boren— 2. Serie 2200 Wetter= und Tagesnachrichten. 22.15 Olompia=Echo. 22 15 Unterhaltungs= u. Tanzmusik. EDie Kavelle Bund— Dus Tanzora schel— Dao Mandolinenorchester Nar Mitwirkende: Hilde Seipo(Soora Welitich(Bartton). 0.50 Austlang. * on Zarans Diympia-Mannschaft in Essen. Der Gau Niederrhein hat für den kommenden Mitwoch, 12. August, die japanische Olympia=Fußballmannschaft zu einem Spiel verpflichtet. Der Kampf findet auf der Platzanlage des SV Schwarz= Weiß Essen am Uhlenkrug statt. Die sapanische Mannschaft ist eine kämpferische Einheit, die sich durchzusetzen versteht und die Niederrhein=Spieler vor eine schwere Aufgabe stellen wird. Der Gaufußballsportwart hat für dieses Treffen nachstehende Mannschaft aufgestellt: Abromeit(Duisburg 99); Duch(Hamborn)— Busch(Duisburg 99): Bender(Fort. Düsseldorf)— Stephan(Schwarz=Weiß Essen)— Zielinsti(Union— Hamborn): Albrecht(Fortuna Düsseldorf) — Steffen(Pr. Krefeld)— Graf(Turn Düsseldorf)— Zwonalowski(Fortuna Düsseldorf)— Günther(Duisburg 99). Ersatz: Pesch,(Fortuna Düsseldorf); Gipka(Rotweiß Oberhausen): Rodzinski(Hamborn 07); Hoffmann (VfL Benrath). Sportsmann Hamborn— B SC. 22 9:5 Vorwärts=Rasensport Gleiwitz gesperrt. Vorwärts=Rosensport Gleiwitz, der schlesische Fußdallmeister, ist nach einer Veröffentlichung im GauVerordnungsblatt wegen Verstoßes gegen die Amateurbestimmungen vorläufig auf ein halbes Jahr gesperrt. Die Sperre beginnt am 15. August 1936. Erzellenz Dr. Lewald erhält den Christus=Orden. Der Präsident des Organisationskomitees der 11. Olympischen Spiele, Erzellenz Dr. Lewald, und Generalsekretär Dr. Diem erhielten von der portugiesischen Regierung den Christus=Orden, der ihnen vom portugiesischen Gesandten in Berlin feierlich überreicht wurde. Heinz Kohlhaas verlor in USA. Der deutsche Schwergewichtsboxer Heinz Kohlhaas, der seit längerer Zeit jenseits des Ozeans weilt und in den Staaten bereits schöne Erfolge davontragen konnte— Kohlhaas war auch Trainingspartner Mar Schmelings vor seinem großen Kampf gegen Joe Louis— erlitt in Tampa im Staate Florida eine überraschende k. o.=Niederlage. In der zweiten Runde des auf zehn Runden angesetzten Kampfes gegen den Amerikaner Red Burman, einem SchwergewichtsZu der abendlichen Freiluftveranstaltung auf dem Sportplatze des SB 07 hatten sich in Hamborn ca. 2000 Zuschauer eingefunden, die den Kampfabend beider Vereine miterlebten. In den Reihen der Herner standen 2 Recklinghäuser und der Bochumer Disselbeck. Gleich im 1. Kampf, der für Herne durch Röttger 2 klar gewonnen wurde, kam die erste Enttäuschung, denn Röttger erhielt nur ein Unentschieden. Röttger 1 unterlag gegen Sturm und Richter kam über ein Unentschieden nicht hinaus. Anschließend geben wir den Kampfverlauf wieder: Jgd.-Bankam: Röttger 2— Blumenroth(Hamb.). Blumenroth greift stark, aber ohne Uebersicht an. Röttger hält seinen Gegner durch starke Linksarbeit auf Distanz und setzt die Rechte zielbewußt ein. Auch die Endrunde führt Röttger hoch, daher kommt das Unentschieden, das Röttger stark benachteiligt, auch für die Hamborner Zuschauer überraschend. 1:1 Welter: Peiers 1— Albach. Die 1. Runde endet nach langem Abtasten gleichauf. In der Folge zieht Albach durch kurze Kopfhaken in Front. Peters schlägt sich tapfer und verliert nur nach Punkten. 1:3 Jeder: Röttger 1— Sturm. Die Anfangsrunde bringt schönen Kampf. Beide Kämpfer lassen immer wieder die Linke spielen. Mit verschärftem Tempo geht es in die 2. Runde, wobei die Rechte beiderseits stark eingesetzt wird. Röttger geht in der Schlußrunde immer wieder zum Kampf über, aber der Gastgeber ist durch große Reichweite stark bevorzugt. Röttger erntet in der Schlußrunde während des Kampfes Beifall. Punktsieger wird aber Sturm. 1:5 Welter: Kubiak— Golawskl. Sofort vom Gongschlag an setzt ein harter Kampf ein. Golawiki, klein und gedrungen, versucht auf Halbdistanz zu schieben, um kurze Haken loszulassen, doch Kubiaks Linke sticht immer wieder zum Kopf und die Rechtsgeraden kommen hart. Mit zunehmender Kampfdauer kommt Golawski, der die Deckung nicht immer schnell hoch bringt, auf die Verliererstrecke. Serien muß Golawski in der Endrunde nehmen, hält aber bis Kampfende tapfer mit. Punktsieger Kubiak. 3:5 Leicht: Disselbeck(Boch.)— Reinert 2. Im ganzen Kampfverlauf kommen die Treffer mit der Linken des Bochumers so überraschend, daß Reinert in der Anfangsrunde nur auf Abwehr mit viel Klammern bedacht ist. Disselbeck ist der Leidtragende, denn bis zur 3. Runde muß er allein beim steten Trennen 2 Verwahrungen einstecken. Der Hamborner konnte sich auf Disselbecks Rechtsaulagen nie einstellen, erreicht aber durch die Verwarnungen ein Unentschieden. 4:6 Halbschwer: Richter— hillers. Hillers kämpft in Rechtsaulage und ist für Richter ein schwer zu borender Gegner, da Hillers sich während des ganzen Treffen nie recht zum Kampf stellt. Im Nahkampf legt er sich auf Richter und klemmt alles ab. Die Verwarnungen, die hier angebracht waren, blieben aus. Doch in der Endrunde kommt die Verwarnung, aber für beide. Das Kampfgericht entscheidet unentschieden. 5:7 Schwer: Bartkowiak(Reckl.)— Reinert 1. Bartkowiak spielt gegen Reinert seine Reichweite nicht aus. Im Kampf auf Halbdistanz ist der muskelbepackte Hamborner der Stärkere, der den Kampf nach Ablauf der Runde gewonnen hat. 5•9 borer mittleren Formates, wurde der frühere Münsteraner am Kinn so schwer getroffen, daß er für die Zeit zu Boden gehen mußte. Tagung des Intern. Frauensportverbandes. Drei deutsche Weltbestleistungen anerkannt. Der Internationale Frauensport=Verband(FSF5) hielt in Berlin seine olympische Tagung ab. Den Vorsitz führte für die Präsidentin Milliat=Frankreich, die ihr Amt niedergelegt hat, Major W. B. MarchentEngland. Als Vertreter Deutschlands wohnte Heinrich Voß, der Leiter des Frauensportes im Fachamt Leichtathletik im DRL, der Sitzung bei. Im Auftrage des Reichssportführers hieß Frau Warning= hoff den Kongreß willkommen. Auf der umfangreichen Tagesordnung stand eine Reihe technischer und organisatorischer Fragen; von den übrigen interessiert in erster Linie die Anerkennung der Weltbestleistungen, die seit der letzten Tagung erreicht wurden, darunter auch die von den deutschen Sportlerinnen aufgestellten Bestleistungen, und zwar im beidarmigen Speerwerfen mit 62,43 von Lisa GeliusMünchen, im Diskuswerfen mit 48.31 m von Gisela Mauermeyer, München, und in der 4mal 100=m=Staffel mit 46.5 Sek., aufgestellt von der deutschen Nationalmannschaft(Albus, Kraus, Dollinger und Winkels) in Köln. Weiter wurde beschlossen, die Frauenweltspiele, falls sie überhaupt noch einmal zur Durchführung kommen sollten, im Jahre 1938 in Wien zu veranstalten. 23. Hauptversammlung des Internationalen Turn Verbandes. Im Rahmen der Olympischen Spiele tagten in Berlin verschiedene internationale Sportverbände So traten am Samstagvormittag im Hause des Deutschen Sports im Reichssportfeld die Mitglieder des Internationalen Turnverbandes zur 23. Hauptversammlung unter Leitung des Präsidenten Dr Zamoyski zusamen. Nach den üblichen Formalitäten wurde sehr eingehend die Statistik des Internationalen Turnverbandes besprochen. Einige Sportverbände haben eingehende Darstelleungen ihrer Mitgliederzahlen aufgestellt, auch in der Unterteilung nach Männern, Frauen und Kindern. Im großen und ganzen wird aber in den meisten der im Internationalen Turnverband vereinigten Turnverbände eine geregelte Statistik noch nicht geführt. Der Internationale Turnverband wird Mittel und Wege suchen, diesen Verbänden in der Anlage einer Statistik behilflich zu sein. Das nächste Internationale Turnier des Internationalen Turnverbandes findet aus Anlaß der 35Jahrfeier dieses Turniers in Prag 1938 statt. Der Vertreter des Tschechoslowakischen Sokol überbrachte selbst die Grüße und die Einladung zu diese für 1938 Von der Tagesordnung wurde ein Beschluß nommen=, nach dem eine Propagandaabt tung des Internationalen Turnverbandes errich werden soll. Diese Propagandaabteilung soll in ein großzügigen Weise die Ausbreitung des nationalen Turnens fördern helfen und die völkische Leibeserziehung in allen Völkern unterstützen und damit den Zielen des Internationalen Turnverbandes dienen. Zum Leiter der Propagandaabteilung ist Schriftleiter Werner Strege=Berlin bestimmt worden. Das Organ für die Propagandaarbeit im internen Betrieb wie für den äußeren Propagandadienst ist der Weg weiser„Turnerischer Pressedienst". Ungarns Fußballspieler abgereist. Die ungarische Olympia=Fußballelf hat nach ihrer Niederlage im Turnier sofort die Heimreise angetreten und das für kommenden Sonntag in Dresden vorgesehene Spiel gegen eine sächsische Auswahlmannschaft abgesagt. Als Ersatz soll Dresden ein Spiel gegen eine andere ausländische Mannschaft erhalten. Die blutigen Wirren des Bürgerkrieges in Spanien haben sieben deutsche Menschenleben gefordert. Die kleine siebenjährige Johanna Immhoff tiel in Santender einem vorsätzlichen Attentet zum Opfer. Heinz Voss aus Hamburg erlag seinen durch Schießereien im kommunistischen Stadtteil von Gijon erlittenen Verletzungen. Parteigenosse Hans Hahner fiel beim Transport Verwu deter in Bercelona einer Kugel zum Opfer. In Barcelone wurden die Parteigenossen und Arbeitstrontkameraden Wilhelm Gätje Hellmuth Hofmeister Günther Swalmius-Dato und der Volksgenosse Treitz leige von kommunistischen Horden erschossen. Tief erschüttert trauert das genze deutsche Volk diesseits und jenseits der Grenzen um diese jungen Menschen, die sierben muhten, nur weil sie Deutsche waren. Der internelische Heh des völkerzerstorenden Bolschewismus, der nicht einmal vor Kindern Halt macht, brechte diesen jungen Deutschen den Tod. Während in Berlin die Olympia-Glocke die Jugend der Welt zum friedlichen Kampfe ruft und eine genze Nation die Völker der Erde gestlich empfängt, wütet in dem befreundeten Spanien der rote Terror. Wahrend im Dritten Reich Friede und Ordnung herrscht und Menschen aus allen Erdteilen in festlicher Stimmung sich zur Abhaltung der Olympischen Spiele zusammengefunden heben, ereilte in Spenien zieben deutsche Menschen ein grausemes Schicksel. Das Gastrecht des Landes, des sie niemals verletzten, konnte sie nicht schützen. Wir auslandsdeutschen Nationalsozialisten senken unsere Fahne vor diesen Toten. Vier Parteigenossen, Kämpfer für die Idee Adolf Hitlers unter ihren deutschen Kameraden, sind aus den Reihen der AuslandsOrgenisation gerissen worden. In dieser schweren Stunde gedenken wir in stummer Trauer der Angehörigen, denen der Bolschewismus ihre Liebsten nahm. Im Geiste Wilhelm Gustlofts tragen wir euslendsdeutschen Nationalsozielisten die Fahne weiter! Ernst Wilhelm Bohle Gauleiter der Auslandsorganisation der NSDAP. Hauptschriftleiter Dr. Leo r=einers. Herne (in Urlaub). Stellvertreter Josef Möller, Herne. Verantwortlich fur Dolltik Hr. Artb Ruoper: Gelsenkirchen, für Kommunalpolitik u. Lokales 1. B Josef Möller, Herne, für Unterhaltung Franz Bruns. Gelsenkirchen für Sport Jos. Möller Herne, für Anzeigen 1. V. Alsons Schleich, Herne. Bildverantwortliche: Ressortletter. Berliner Vertreter De. E. Häfner, Berlin. Beiträge sind an die Schriftleitung(Herne, Hermann=Göring-Str. 8) sicht an ihre einzelnen Mitglieder zu richten D. A. VII. 36 über 3400.— Druck und Verlag Roetder?& Rottsches Heine, 3. Jt. isi Preisliste Nr. 5 gültig.— Mengenstaffel E. zu teuer“. wenn man mit Fleis u Verbedacht, es richtia macht Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, gestern nachmittag 15.00 Uhr meinen lieben Mann, unsern guten Veter, Grohvater, Schwiegervater und Schwager, den wohlechtbaren Herrn Josef Sibinski zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nech kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitei durch einen christlich-frommen Lebenswandel und versehen mit den Tröstungen der hl. Kirche, im Alter von fast 69 Jahren. Um stille Teilnahme und ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Die trauernden Angehörigen. Herne, Duisburg-Hamborn, Rheine i. W., Dinsleken, Lens(Frankreich), den 8. August 1936. Die Beerdigung, wozu freundlichst eingeladen wird, findet em Diensteg, dem 11. August, um 15.30 Uhr vom Treuerheuse, Haienstraße 20, aus staft. Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 7.10 Uhr, in der Plarrkirche St. Marien, Herne. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute morgen gegen 1.30 Uhr entschlief sanft, gestärkt durch die Gnadenmittel der katholischen Kirche, mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Herr August Jansen Apotheker im Alter von nahezu 68 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Gertrud Jansen geb. Keller Apotheker Erich Jansen und Frau Else geb. Cohausz Dr. med. Karl Jansen und Frau Margarete geb. Tosse Dr. phil. Franz Jansen Hilde Neulen. Bad Godesberg, Stadtlohn, Herne, am 7. August 1936 Karl-Finkeinburg-Straße 29 Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 11. August in Stadtlohn i. W. statt: 8.30 Uhr teierliche Exequien in der Plartkirche, daran anschließend die Beerdigung. Weinet nicht an meinem Grabe, Gonnet mir die ewige Rur, Denkt, was ich gelitten habe, Eh' ich schloß die Augen zu. Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft und gottergeben nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgrotzmutter, die Wwe. Anna Wessel geb. Brendel woblvorbereitet durch einen wadrhaft christlichen Lebenswandel und gestärkt durch den Empfang der dl. Sakramente, im 8##. Lebensjahre Um ein Gebei für die liebe Verstordene bitten: Die trauernden Angehörigen: Johann Wessel Wilhelm Wessel Albert Wessel Anion Wessel Anna Opfer geb. Wessel Maria Luse ged. Wessel Therese Gernand geb. Wessel Maria Wessel ged. Bach Else Wessel geb. Cramer Maria Wessel ged. Schlieker Heinrich Luse Fritz Gernand nebst Enkel- u. Urenkelkinder. Herne, Lunen. Korvecke, Tortmund=Derne. Bornig Lodingen, Iserlohn, Hamborn, Luisburg=Reiderich, den 9. August 1936 Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 12. August, nachmittags 3.30 Uhr vom er. Marten Holpital aus.— Das seierliche Seelenamt is nerstag morgen um 8 Uhr in der Si. BonisatiueAllen, denen aus Verseden keine besondere Rach richt zuging, diene diese Anzeige als solche Lies Dein Heimatblatt, den Herner Anzeiger. Der Blinden=Verein Herne erbittet für nachstehende Mitglieder Aufträge: Kunststickerei u. Häkelarbeiten: Aenne Pützer, Schloßstraße 26. Klavierstimmen: Reparakuren, Polieren(eig. Werkstatt): Mahlstedt, Bahnhofstr. 15a; Tel. 500 38. Blumen u. Kränze: Wienholt, Steinweg 4; Tel. 512 94. Schreibmaschinenardeiten aller Art(Abschriften, Gesuche): Otto Busse. Am Westbach 19. Strick- u. Häkelarbeiten: Maria Makowiak, Nordstr.34 Annahme von Reparaturen und Verkaufsstelle Blindenwerkstatt Städtisches Altersheim, Herne, Wiescherstraße, Ruf 521 93, sowie bei Wienholt, Steinweg 7, Ruf 512 94. Blindenwerkstatt des Westfäl. Blindenvereins Ortsgruppe Herne. Prival-Pension Fischer Entf. von Rüdesheim 7 Min. Dampferanlegestelle, herrl. Wein- und Gartenstadt. Schöne, luttige Zimmer, Bad un Hause Hierrl. Austlugsorte in nächster Nähe. Pensionspreis 3,00 Mik. 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