liegt daher im Interesse aller erwerbslosen Ingenteure, daß sie sich ohne Einschränkung melden. Weitere Auskünfte durch die Reichsgeschäftestelle des Ingenieurdienst E. V., Berlin NW 7, Hermann=Göring
Straße 27.
Macht euren Hausgehilfen
eine Weihnachtsfreude!
Eine Bitte der Reichssachgruppe Hausgehilsen an die deutschen Hausfrauen.
Liebe Hausfrauen!
Das Weihnachtsfest soll jedem deutschen Volksgenossen Freude bringen. So richten wir wieder die Bitte an euch: Gebt euren Hausgehilfen, die treu und brav im Haushalt ihre Pflicht erfüllen, die Möglichkeit, das Weihnachtsfest wurdig zu feiern. Versagte man früher unseren Haus
gehilfen sogar die Weihnachtsfreude, so hoffen wir, daß iese Zeit überwunden ist. Ist es schon ein wehmütiges Gefühl, dieses Fest der Liebe fern von den Angehörigen bei fremden Menschen zu verleben, so ist es noch viel schwerer für unsere Hausgehilfen, wenn sie in ihrer Kam
mer das Wethnachtsfest einsam verleden. Gie, die in die Hausgemeinschaft ausgenommen wurden, gehören erst recht an diesem Abend in eure Mitte, denn sie haben ja die Vorbereitungen für das Fest zum Teil allein getroffen und sie sind es, die euch die Abende so gestalten, daß ihr nach des Tages Mühen und Lasten in eurem Heim Zufriedenheit findet.
Nicht große Geschenke für eure Hausgehilsen geben den Ausschlag, sondern das Gefühl, nicht abseits zu stehen. wenn sie mit euch den Abend verleden. Die kleinste Gabe wird Freude bereiten. Beschert eure Hausgehilfen so, wie ihr selbst beschert sein wollt.
Eo kommt nicht darauf an, was ihr schenkt, sondern wie ihr schenkt!
Und dann vergeßt nicht, daß auch die Hausgehilfen einen freien Feiertag für sich haben wollen, auch sie möchten irgendeinem Menschen eine Freude bereiten, daher ergeht die Bitte an euch:
Gebt euren Hausgehilsen einen vollen Feiertag frei!
Sie werden euch dafür nicht nur dankbar sein, sondern durch freudige und verantwortungsbewußte Erfüllung ihrer Pflichten diese Tat anerkennen.
Aus und für Herne
Sonntagsgedanken
Ein döser Geist geht über die Welt. Tausende von lgenten hat er. Sie erhalten ihre Weisungen aus
Roskau.
Es geht um die erste und tiefste Wahrheit auf Erden, um den Glauben an einen Gott. Die Losvon=Gott=Bewegung, die von Rußland ausging, hat die Axt an die tiefste Wurzel des religiösen Lebens gelegt.
Ungläubige und Spötter hat es zu allen Zeiten gegeben. Der böse Geist aus dem Ost aber versucht mit offener Gewalt den Namen Gottes im Leben der Menschen auszulöschen. Deutschland war es, das als erstes Land die Mobilmachung gegen diesen Feind verkündete und mit gezücktem Schwert weiter Wache hält.
Wir glauven an einen allmächtigen Gott, den Vater Himmels und der Erde. Dieser Gott ist und soll der Anfang, das Woher unseres Lebens und das letzte Ziel, das Wohin unserer Wanderschaft, bleiben. Wer helle Augen hat, kann schon aus den Wundern der Schöpfung den Namen Gottes ablesen. Wo Sonnenschein ist, muß eine Sonne sein: wo ewige Naturgesetze walten, muß ein ewiger Gesetzgeber sein: wo Leben ist, muß ein Lebensspender sein.
Dem, der nicht glauben will, helfen alle Gottesbeweise nicht. Und dem, der die Gnade hat, zu glauben, bringt jeder Tag innere Begegnungen mit seinem Gott. Zwei Gottesbeweise werden wohl immer die besten bleiben: wenn die Gottesgläubigen nach dem Gottesglauben leben und für diesen Glauben sterben.
Der kleine Mensch bleibt sich selber ein Geheimnis. Wer darf sich da wundern, wenn ihm der große Gott ein Geheimnis ist?— Im Menschenherzen aber zittert die ewige Sehnsucht nach diesem Gott.
So wollen wir es halten in unserem Vaterlande. Denn nur mit dem Glauben an einen Ewigen wachsen auch unsere nationalen Kräfte. Die gottwärts gerichteten Menschen sind auch zeitwärts gerichtet, die großen Aufgaben ihrer Zeit zu erfüllen. Wehe dem Volk, dessen Bürger den Gottesglauben verloren haben! Die Weltgeschichte lehrt und, wo man dem einen Gott den Abschied gab, wird über kurz oder lang ein Vielheit von falschen Göttern auf den Thron erhoben. Ohne Gott verliert auch die Autorität der Erde ihre Autorität, die Ordnung ihre beste Stütze, Gerechtigkeit und Friebe verlieren ihren stärksten Tragpfeiler, Treue und Vertrauen ihren besten Unterbau und Wohltätigkeit den Zustrom göttlicher Wärme.
Die ewigen Lampen des Gottesglaubens dürfen nicht erlöschen, damit unsere Wege hell bleiben.
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Der neue Führer des Kreiskriegerverbandes Herne
Oberstleutnant a. D. Hüger zum Nachfolger des scheidenden Oberbergrats von Belsen ernannt.
Im Jägerheim Hotel Dorlöchter fanden sich gestern abend die Vertreter der 23 Kriegerkameradschaften des Kreiskriegerverbandes Herne im Kyffhäuserbund zu einer Abschiedsfeier für den scheidenden Führer, Oberbergrat von Velsen, zusammen. Von dem anwesenden Führer des Landesverbandes Westfalen, Major d. R. Boemke, wurde von Velsen im Einverständnis mit dem Bundesführer Oberst Reinhardt, Berlin, zum Ehrenführer des Kreiskriegerverbandes Herne unter großem Beifall ernannt. Zugleich wurde Oberstleutnant a. D. Hüger zum neuen Kreisverbandsführer ernannt. Oberstleutnant a. D. Hüger entstammt einer alten Soldatenfamilie und trug des Königs Rock in Krieg und Frieden über 30 Jahre lang. Er diente bei der Feldartillerie. Nach Kriegsende wählte er als Zivilberuf eine Stelle in der Verwaltung der Zeche Friedrich der Große und ist nun seit 15 Jahren in Herne ansässig. Ueber die Feier selbst werden wir am Montag eingehend berichten.
ten, ihre Gefolgschaft zum Besuch dieser Versammlung anzuhalten.
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Vorweihnachtsstimmung im Straßenbild
Immer mehr breitet sich Vorweihnachtsstimmung im Straßenbild aus. Die beiden großen Tannenbäume auf dem Adolf=Hitler=Platz erstrahlen jetzt ebenso im Glanze zahlreicher Lichter wie der Baum auf dem Rathausdach, an der Sparkasse, Bonisatius= kirche und am Bahnhofsvorplatz. Auch das Kurrendesingen der Schulkinder, das schon vor einigen Tagen aufgenommen wurde, wurde fortgesetzt. Gestern sangen Schulkinder im geöffneten Portal der Bonisatiuskirche mit Begleitung der Kirchenorgel. Auf diese Weise kam eine besonders wirkungsvolle Wiedergabe der Weihnachtslieder zustande. Auch der Musikzug der SA=Standarte erfreute die Passanten der dicht belebten Bahnhofstraße mit Advents= und Weihnachtsmusik.
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Der Bal arbeitete für die Winterhilfe
Eine Ausstellung vor der Uebergabe.
Am Samstag und Sonntag veranstaltet der Bund deutscher Mädel, Untergau Emschertal, in der kath. Volksschule an der Schulstraße, gegenüber der Berufsschule, eine Weihnachtsausstellung in angefertigten und verarbeiteten Kleidungsstücken, Spielsachen, Kinderjäckchen, Kinderschals u. v. a. mehr. Alle Sachen sind für die NSV bestimmt und werden am Montag übergeben. Wir können den Besuch der Ausstellung nur aufs wärmste empfehlen.
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Austakt zum Generaleinsatz der H. für das WHN
Kulturveranstaltung der westfälischen H3 mit Gauleiter Dr. Meyer und Gebietsführer G.A. Langanke In Münster.
NSG. Aus Anlaß des Generaleinsatzes vom 18. bis 22. Dezember einschließlich wird sich die HitlerJugend mit ganzer Kraft in den Dienst des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes stellen. Durch Opfern und Sammeln wird sie die Not derjenigen Volksgenossen lindern helfen, die heute noch unverschuldet unter Hunger und Kälte leiden.
Zum Auftakt dieser großen Winterhilfsaktion findet für die westfälische Hitler=Jugend am 18. Dezember in der Stadthalle zu Münster eine große Kulturveranstaltung statt, auf der u. a. der Gauleiter des Gaues Westfalen=Nord, Reichsstatthalter Dr. Meyer, und der Führer der westfälischen Hitler=Jugend, Gebietsführer G. A. Langanke, sprechen werden.
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Rückkehr der Landjahrpflichtigen
Elternabende in der Aula des Städt. Realgymnasiums
Die Herner Landjahrpflichtigen aus den Landjahrlagern Joachimsthal, Bärensprung und Bischofswerder kehren voraussichtlich am 17. d. M. am späten Nachmittag oder abends und die Landjahrpflichtigen aus den Landjahrlagern Friedrichshöh und Groß=Selten am 18 d. M., vormittags, nach hier zurück. Die genauen Ankunftszeiten werden noch bekanntgegeben. Aus Anlaß der Rückkehr finden dann am Donnerstag, dem 19. Dezember 1935, in der Aula des Städt. Realgymnasiums an der Franz=Seldte=Straße Elternabende statt, die mit einer Abschieds= und Entlassungsfeier verbunden sind. Die Feier beginnt für die Mädchen um 16 Uhr und für die Knaben um 20 Uhr. Zu diesen Veranstaltungen werden hiermit die Eltern der zurückkehrenden Landjahrkinder eingeladen. Wir kommen in den nächsten Tagen auf die Elternabende noch zurück.
Genehmigungspflicht für Betriebsverlegung
Der Getreidewirtschaftsverband Westfalen teilt mit:
Auf Grund des§ 6 der Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. 7. 1935— RGBI. I S. 1006— und der§§ 1 und 8 der Satzung der Getreidewirtschaftsverbände vom 12. 7. 1935— RNVbl. S. 388— ordne ich mit Zustimmung des Vorsitzenden der Hauptvereinigung der Deutschen Getreidewirtschaft mit sofortiger Wirkung folgendes an:
Die Verlegung von Betrieben, die 1. Brot= oder andere Backwaren herstellen, 2. Brot oder andere Backwaren verteilen, mache ich von meiner Genehmigung abhängig.
Der Vorsitzende des Getreidewirtschaftsverbandes
Westfalen:
gez. Ulrich Otto Ernst.
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Lustsport=Werbeabend
Heute abend 8 Uhr findet im Saalbau Strickmann der bereits angekündigte Werbe= und Vortragsabend des Stützpunktes Herne=Mitte der Fliegerortsgruppe Herne statt. Als Redner wurde der Bezirksführer Oberortermeister Karl Priem gewonnen. Er wird prechen 1. über die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand der Luftfahrt, insbesondere die heutige Verkehrs= und Militärfliegerei, 2. über Einsatz der Luftstreitkräfte und ihre Erfolge im Weltkrieg, sowie selbsterlebte Kriegsfahrten mit dem Luftkreuzer L 3 101. Der durch ca. 500 Lichtbilder unterstützte Vortrag ist eines möglichst starken Besuches wert.
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Saar bzw. Ruhr=Autobusgesellschaftsfahrten
Anläßlich der Weihnachtsfeiertage und der SaarAbstimmungsgedenkfeier verkehren, einem vielseitigen Wunsche der Mitglieder der Saar= und Pfalzvereine zufolge und im Einverständnis der Leitung des Bundes der Saar= und Pfalzvereine, einige Sonderwagen der beliebten Saa= bzw. Ruhr=Omnibusgesellschaftsfahrten nach dem Saargebiet und zurück zu bedeutend ermäßigten Fahrpreisen. Als Reisetage sind vorgesehen: zur Saar der 21. 12., 4. 1. und 11. 1., von der Saar zur Ruhr der 23. 12., 6. 1. und 14. 1.
Anmeldungen und Auskünfte erteilt der dazu beauftragte Landsmann Peter Paulus, H.=Horsthausen, Blücherstraße 58. Außerdem erfahren Sie Näheres durch die Ortsgruppe des Bundes der Saar= und Pfalzvereine und den Herner Verkehrsverein.
*„*
* 90 Jahre.
Frau Witwe Antonie Ruhnau, Grenzweg 10, feiert heute in geistiger und körperlicher Frische ihren 90. Geburtstag. Herzl. Glückwunsch!
* Berufsjubiläum.
Fräulein Marie Korte, Augustastraße 6, Tochter des Lokomotivführers Korte, ist jetzt 20 Jahre lang ununterbrochen im Büro des hiesigen Bergreviers tätig.
* Ein neues Stück Bürgersteig entstanden.
Auf der Poststraße in unmittelbarer Nähe der Von=der=Heydt=Straße stand bisher ein Bretterzaun dicht am Bordstein, so daß die Fußgänger hier gezwungen waren, den Fahrdamm zu betreten und sich dadurch in Gefahr zu bringen. Jetzt ist der Bretterzaun in neuer Gestalt in die Baufluchtlinie zurückgesetzt und dadurch ein durchgehender Bürgersteig hergerstellt.
* Ein alter Kotten wird umgebaut.
Der alte Spithautsche Kotten im Ostbachtal— der Kötter Spithaut ist schon im Feuerstattenverzeichnis von 1664 erwähnt— wird gegenwärtig einer großen Instandsetzung unterzogen. U. a. wird die gesamte westliche Längsseite, die aus Fachwerk besteht, durch eine massive Mauer ersetzt. Hierdurch wird leider der Fachwerkstil des Hauses stark beeinträchtigt.
*<space> Z ü c h t e r s t o l z.<space>
Ein Kaninchenzüchter aus der Kantstraße hat ein Kaninchen, das der Lothringer Rasse angehört, gezüchtet, das nicht weniger als 22 Pfund wiegt, was für einen Stallhasen ein außerordentliches Gewicht ist.
* Gegen ein Auto gefahren.
Gestern vormittag fuhr auf der Schaeferstraße ein Personenauto, das offenbar durch ein anderes behindert wurde, gegen die Vorderseite eines beim Optiker Mertens haltenden Personenautos, dessen Fahrer abwesend war. Beide Wagen wurden an Stoßstange, Kotflügel und Kühler erheblich beschädigt. Der abwesende Fahrer wird erstaunte Augen gemacht haben, als er bei der Rückkehr den Schaden an seinem schönen Wagen sah. Ein Polizeibeamter stellte den Tatbestand fest.
* Unter Steinfall geraten.
Von einem bedauernswerten Unglücksfall wurde in der gestrigen Morgenschicht der Kohlenhauer W. aus der Haldenstraße betroffen. Er war mit seinem Kumpel bei dem Ausbau einer Pumpenkammer beschäftigt. Hierbei brachen Gesteinsmassen berein. Während sein Kumpel früh genug zur Seite springen konnte,
Der Reichssender Köln besuchte Glasbläser Rickel
Aus dem Herner Gerichtssaal
trug W. erhebliche Verletzungen davon und mußte dem
Bergmannsheil zugeführt werden.
* Große Gleisbauarbeiten
nimmt die Zeche Shamroa vor. Es handelt sich um die gründliche Ueberholung des Zechenbahnhofs.
Neben der Neubettung der Gleise werden mehrere Weichen ausgewechselt. Hierfür wird man die Nachtzeit benutzen müssen, um den Rangierverkehr während der Förderschichten nicht zu stören.
* Beide Hände am Lenker.
Ein Motorradfahrer, der gestern die Wiescherstraße befuhr, hielt, da es kalt war, nur eine Hand am Lenker des Rades. Als er plötzlich einem Fuhrwerk ausweichen mußte, verlor er die Sicherheit und kam mit der Maschine zum Sturz, wobei er sich nicht unerheblich verletzte. Auch wurde die Maschine stark beschädigt.
* Verkehrsunfall.
Am Donnerstag gegen 10,50 Uhr wurde eine Fußgängerin beim Ueberschreiten der Bochumer Straße von einer Radfahrerin angefahren und am Kopfe erheblich verletzt. Sie wurde dem Evgl. Krankenhaus zugeführt.
* Vorsicht mit Heizkissen.
Am Donnerstag gegen 18.80 Uhr entstand in einer Wohnung des Hauses Castroper Str. 182 ein Zimmerbrand, der von der Wohnungsinhaberin und Hausbewohnern gelöscht wurde. Durch ein Heizkissen war im Bett ein Brand entstanden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
* Eigentümer gestohlener Sachen.
Im Besitze einer am 7. d. M. in Herne wegen mehrfachen Diebstahls festgenommenen Person wurden unter anderem eine braune lederne Aktentasche. ein Korridorschlüssel, eine elektrische eine gestreifte Hose, ein Paar Messingtürdrücker und eine graue Petroleumlampe vorgefunden. Die letztgenannten drei Gegenstände will der Täter aus Häusern in der Saarstraße in Herne, die elektrische Fahrradlampe von einem Fahrrad vor dem Kammerlichtspieltheater in Herne=Horsthausen, den Korridorschlüssel aus einem Zechenhaus innerhalb der Zechenanlage Zeche Teutoburgia in Herne=Holthausen gestohlen und die Aktentasche in Olfen gefunden haben. Die Eigentümer der Sachen wollen bei der Kriminalpolizei in Herne vorsprechen.
*<space> W e i h n a c h t s b a u m<space> g e s t o h l e n!<space>
Kaum zu glauben ist ein Diebstahl, der auf der Schulstraße passierte. Dort hatte ein Bergmann vorgestern, als er von der Schicht heimkehrte, einen Tannenbaum gekauft und in den Hof gestellt. Als er sich gestern seinen Weihnachtsbaum näher besehen wollte, mußte er die Feststellung machen, daß er gestohlen war. Ob der Dieb wohl frohe Weihnachten beim Anblick des gestohlenen Baumes feiern kann?
* Jahrraddiebstähle.
Am 30. 11. 35 wurde vor einem Geschäft EckBahnhof= u. Behrensstraße ein Damenfahrrad Mark„Meisterbergvogel“ Nr. 606 722, am 9. 12. 35. gegen 23.30 Uhr vor einer Wirtschaft in der Bahnhofstraße ein Herrenfahrrad, Marke und Nummer unbekannt, und am 12. 12. 35 gegen 17 Uhr vor dem Hause Straßburger Straße 24 ein Herrenfahrrad Marke „Waffenschmied“, Nr. 4476 P gestohlen. Vor Ankau wird gewarnt.
* Eigentümer eines Fahrrades gesucht.
Bei der Kriminalpolizei im Polizeiamt Herne ist ein Herrenfahrrad sichergestellt. Es soll vor ca. 2—3 Jahren in Bochum, Wanne=Eickel, Gelsenkirchen oder Herne gestohlen worden sein. Beschreibung: Ohne Markenschild, Nr. 180 658 oder 120 658, schwarzer Rahmen, englischer Lenker, rote Gummigriffe, schwarze Felgen, angerostete Speichen, schwarze Schutzbleche, Hand= und Rücktrittbremse, brauner Sattel, braune dreieckige Werkzeugtasche, Dynamo ohne Laterne. Am Laternenhalter befindet sich der Buchstabe„B“. Das Fahrrad kann bei der eingangs genannten Dienststelle besichtigt und von dem rechtmäßigen Eigentümer in Empfang genommen werden.
* Diebstahl.
Am Donnerstag zwischen 21—23 Uhr wurden aus dem Personenkraftwagen, der vor der Wirtschaft Strickmann, Shamrockstraße, stand, eine graue Wolldecke mit weißem Streifen gestohlen.
* Kameradschaftsabend des RSRK-Motorsturms 16 69
Am heutigen Abend findet im Hotel Schlenkhoff der diesjährige Kameradschaftsabend des Sturms statt, der wieder durch die Mitwirkung mehrerer Künstler verschönt wird. Heinz John hat die musikalische Leitung, der Opernsänger Karl Becker, Köln, wird mit Liedergaben aus dem„Postillon von Longjumeau", „Zigeunerbaron“ und„Rigoletto“ erfreuen, Julius Bärwald, Köln, bekannt vom Rundfunk, wird heitere Darbietungen bringen, außerdem sorgt eine Tombola für Ueberraschungen und der Tanz für frohen Ausklang.
Der„Frohe Samstag=Nachmittoe“ kommt wieder.
Wie der Reichssender Köln auf Anfrage bestätigt, kommt am 21. Dezember der„Frohe Samstag=Nachmittag“ wieder. Die Sendung findet von 16 bis 18 Uhr statt.
Gestern abend um 7 Uhr fand sich auf der Bahnhofstraße ein Aufnahmewagen des Reichssenders Köln ein, um bei Meister Nickel, der uns Hernern seit einigen Wochen die Künste eines erfahrenen Glasbläsers vorführt, einen Besuch abzustatten. Als Sprecher und Frager fungierte Dr. Holzammer, Köln, der sich neben Meister Nickel auf die Arbeitsbank setzte und die Herstellung von Engelshaar, das bekanntlich als dünner Glasfaden von dem in die Gebläseflamme gehaltenen Glasstab durch ein rotierendes Spinnrad abgezogen wird, mit seinem Handmikrophon auffing. Die Geräusche und die Unterhaltung zwischen Sprecher und Meister wurden durch einen Draht zu dem am Straßenrand stehenden Aufnahmewagen geleitet und dort auf Platten aufgenommen. Die Sendung soll am 24. Dezember, nachmittags 44 Uhr im Rahmen einer Schilderung der verschiedenartigsten Weihnachtsvorbereitungen über den Reichssender Köln gehen. Die Herner werden dann Gelegenheit haben, das Ergebnis dieses Besuches selbst zu hören.
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Zachgruppenversammlung der Gasthausangestellten.
Am Montag nachmittag 3,30 Uhr findet im Lokal Adolf v. d. Grinten, Haldenstraße 37, eine Fachgruppenversammlung der Gasthausangestellten statt. Es sprechen: Gaufachgruppenwalter Pg. Kamberg, Bochum, und Gauberufsreferent Pg. Brune. Bochum. Wegen der Wichtigkeit dieser Versammlung ist es Pflicht eines jeden Gasthausangestellten, pünktlich zu erscheinen. Die Betriebsführer werden gebe
Uebereignet und doch verkauft.
Ein Herner übereignete seinem Gläubiger zur Sicherheit für dessen Forderung einen Flachwagen. Der Gläubiger war so anständig, ihm den Wagen zu weiterem Gebrauch zu überlassen. Der Schuldner ging aber hin und verkaufte den Wagen. Das kostete ihn zwei Wochen Gefängnis.
Sie log, daß sich die Balken bogen.
Josepha war als Diebin bereits zweimal vorbestraft und hatte erhebliche Strafen dafür abgesessen. Nun stand sie wegen Rückfalls zum dritten Male vor dem Richter. Daß sie abseits des Tugendpfades lebt, wollte sie nicht zugeben, und so entstand folgendes Zwiegespräch zwischen dem Richter und der Angeklagten, die einem Bergmann 30 Mark gestohlen hatte.„Wo sind Sie geboren?“„In Mörs!“„Wo wohnen Sie jetzt?“„Auf der.... straße in Herne!“„Was zahlen Sie an Miete?“„15 Mark Mark.“„Wieso so viel?“ „Es sind zwei Zimmer.“„Wozu brauchen Sie gleich zwei Zimmer?"„Es sind zwei kleine Zimmer.“ „Warum wohnen Sie nicht bei Ihren Eltern?“„Die haben selber so viele Kinder.“„Wovon leben Sie?“ „Meine Eltern schicken mir monatlich 30 Mark.“„Und davon zahlen Sie allein 15 Mark Miete? Das können Sie uns hier ja schön erzählen.“
Josepha hat den Bergmann mit dem Abschlagsgeld in ihre Wohnung gelockt und ihm hier 30 Mark entwendet. Sie leugnete aber bis zum Schluß, während der Bergmann erklärte, nur sie könne die Diebin gewesen sein. Josepha erhielt sechs Monate Gefängnis, wogegen sie als Unschuldslamm Berufung einlegen will.
Tragik eines schwerhörigen alten Ehepaares
Ein roher Fall von fortgesetzter Mißhandlung wurde vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Bochum gesühnt. Der Angeklagte B. von Herne, ein Mann von 63 Jahren, ließ seiner gleichfalls betagten Frau seit Jahren eine Behandlung angedeihen, die die Entrüstung der Nachbarn hervorrief. Es hat nicht an Vorstellungen der Nachbarn gefehlt, von diesen Mißhandlungen zu lassen. Es war auch eine Zeit gut gegangen. Eines Tages fiel der leicht erregbare Alte mit einer Ziegenkette über seine Frau her. Ein Schlag traf ein Auge der Frau derart schwer, daß mit der Zeit das Sehvermögen auf diesem Auge erloschen ist. Einige Tage später wollte der Mann die Frau wieder mißhandeln. Die Nachbarn riefen telefonisch die Polizei herbei, die den rohen Menschen in Haft nahm. Der Angeklagte gestand in der Hauptverhandlung die üble Mißhandlung seiner Frau ein. Diese spreche nicht mit ihm, was ihn ärgere. Auch vernachlässige sie den Haushalt. Das Letztere wurde als unwahr festgestellt,
die Frau führte den Haushalt ordentlich. Daß sie nicht viel mit ihm sprach, lag aber daran, daß sowohl der Mann wie auch die Frau schwerhörig sind. Der Gedankenaustausch zwischen beiden mußte zumeist schriftlich geschehen. So gestaltete sich auch in der Verhandlung die Vernehmung des Angeklagten schwierig. Der Zustand des fast tauben alten Mannes beeinflußte nach dem ärztlichen Gutachten des Sachverständigen sein Gemütsleben. Bei der Frage der Strafwürdigkeit wog das Gericht die vorliegenden Umstände als
strafmildernd und erkannte gegen den Angeklagten auf sechs Monate Gefangnis.
Das gute Buch
ist und bleibt das schönste Weihnachtsgeschenk. Geber und Empfänger sind durch das Buch stets in geistiger Verbindung. Ein gutes Buch ist ein willkommenes Geschenk und eine Zierde des Gabentisches.— Kauft frühzeitig!
Buchbandlung Roelbers& Rötisches
— Hermann Göring=Str. 8. neben dem Postamt.