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Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne
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Nr. 239(Erstes Blatt) Mittwoch, den 12. Oktober 1938
34. Jahrgang
Streiflichter
London muß eingreifen
Die Verhältnisse in Palästina haben sich im laufe der letzten Tage so zugespitzt, daß man schwer entscheiden kann, ob man von einer arabischen Revolution sprechen muß oder den Zustand als verschärften Kleinkrieg kennzeichnen soll. Wenn die auf dem Umwege über Kairo eingetroffenen Nachrichten aus Jerusalem zutreffen(und es ist eigentlich nicht einzusehen, weshalb sie falsch sein sollten), dann hat die nationale Ausstandsbewegung der Araber heute bereits insofern einen sicheren Sieg errungen, als London sich nun der Notwendigkeit gegenübersieht, Entscheidungen zu treffen, die England bisher mit allen Mitteln verzögerte.
Die außerordentliche Verstärkung der britischen Militär= und Polizeikräfte in Palästina, die dieser Tage durch die Entsendung großer Kontingente vorgenommen wurde, läßt darauf schließen, daß man die letzten Vorgänge in Palästina mit Sorge verfolgt hat und nun zu retten sucht, was noch zu retten ist. Denn darüber ist man sich in London bereits klar geworden: das englische Prestige hat im nahen Osten eine starke Abwertung erfahren und benötigt eine neue Stütze, wenn der durch den Suez=Kanal führende Weg zur indischen Kronkolonie nicht unmittelbar gefährdet werden soll.
Die fieberhaften Besprechungen, die in diesen Tagen im Londoner Kolonialministerium stattfinden, bezeugen den Wunsch der Leitung des britischen Weltreiches, durch eine umfassende Regelung des palästinensischen Problems die erschütterte englische Stellung im nahen Osten wieder zu festigen. Daß man, um dieses Ziel zu erreichen, heute zu Zugeständnissen bereit ist, die man gestern noch auch nur zu diskutieren sich weigerte, beweist der vorerst allerdings nur zaghaft geäußerte Wunsch, mit dem Hauptakteur der arabischen Aufstandsbewegung, dem Großmufti von Jerusalem, selbst zu verhandeln
Die Londoner Erkenntnis, Entscheidungen treffen zu müssen, trägt der Tatsache Rechnung, daß die in der Vorwoche in Palästina gebildete„arabische National= regierung“ bereits drei Viertel des Mandatslandes be herrscht und daß der britische Einfluß im restlichen Drittel ebenfalls schon in Frage gestellt ist. Tatsächlich hat es eine klug geleitete Propaganda der Aufstandsbewegung ja auch erzielt, die arabischen Sympathien nicht nur im nahen Osten, sondern auch in viel weiter gezogenen Bezirken der Welt zu wecken.
Aufgaben, denen Benesch auswich
Der bisherige tschechische Staatspräsident Benesch hat es vorgezogen, sich in der Schweiz nach seinem dort seit Jahren aufgestapelten Riesenvermögen umzusehen. Seinem Volke hat er ernste Sorgen zurückgelassen. 20 Jahre hindurch hat er ihm das Truggebilde eines Staates zugemutet, der, auf die Dauer gesehen, nicht lebensfähig war und nun zusammengebrochen ist. Die neue tschechische Regierung steht vor der Aufgabe, einen neuen Staat aufzubauen, dessen Voraussetzung im Verhältnis zur Vergangenheit eine völlige Neuausrichtung im Innern und nach außen ist.
Die innere Neuordnung des Staatswesens ist sehr umfangreich. Eine ihrer Kernfragen ist die Lösung der Präsidentenkrise. Es liegt die Vermutung nahe, daß sie zunächst noch nicht geklärt werden wird, und daß wahrscheinlich der Ministerpräsident als vorläufiger Träger der Vollmachten des bisherigen Staatspräsidenten eine Zeitlang ohne Parlament regieren wird. Im Augenblick kann das Parlament und der Senat, die beide innerhalb von sechs Monaten zur Wahl des Staatsoberhauptes zusammentreten müßten, nicht als maßgebend für einen solchen Akt betrachtet werden. Eine Neuwahl des Parlamentes ist aber erst möglich, wenn die neuen Grenzen des künftigen tschechischen Staates endgültig gezogen sind. Im Augenblick ist aber gerade diese Frage noch in der Schwebe, so daß also bis auf weiteres der Posten des Staatspräsidenten nur pronisorisch vom Ministerpräsidenten mitbetreut wird. Den rößten Umfang der gegebenen Aufgaben über den Imbau des tschechischen Staates nehmen die verwaltungsrechtlichen Fragen ein.
Die größte Bedeutung aber haben für die Zukunft die wirtschaftlichen Fragen, die im Augenblick im Vordergrunde der Erörterungen innerhalb der tschechischen Regierung stehen. Nach der Eingliederung der Sudetenländer in das deutsche Reichsgebiet hat die bisherige Industrie des tschecho=slowakischen Staates an Produktionskapazität eingebüßt. Hinzu kommt die Einbuße des Exports aus dem Sudetengebiet ins Reich und das künftige Fehlen beträchtlicher Einnahmen aus den Bädern. Für die Zukunft wird die Exportindustrie des tschechischen Staates sich auf die Metallindustrie stützen und nicht zuletzt auch auf die bedeutenden landwirtschaftlichen Reserven des Landes. Was den Agrarexport des neuen tschechischen Staates betrifft, so ergibt sich angesichts der nunmehrigen Konkurrenzstellung zu den Balkanstaaten die Notwendigkeit einer Neuausrichtung dieser Ausfuhr. Sie dürfte wohl in Richtung nach dem Reiche fließen. Parallel mit den Fragen der wirtschaftlichen Neugestaltung laufen die Aufgaben eines neuen verkehrspolitischen Aufbaus, der wohl schon in der nächsten Zeit bewältigt werden dürfte. Darüber hinaus gibt es Aufgaben, die sich erst nach und nach auf Grund der Erfahrungen einstellen werden, die man in den nächsten Wochen und Monaten machen wird. Tatsache ist, daß der neue, Tschechen, Slowaken und KarpathoUkrainer umfassende Staat eine durchaus gesunde wirtschaftliche Basis hat.
Polnische Besetzung vollzogen
DNV. Warschau. 11. Okt. Die polnischen Truppen lesetzten heute die letzte Zone im Olsa=Gebiet, die auf brund der zwischen der Warichauer und Prager Regieung getrofsenen Vereinbarung ohne Abstimmung an Volen abgetreten wird.
Das Volk stand in eiserner Ruhe hinter dem Führer
Dr. Goebbeis sprach in einem nationalsozialistischen Musterbetrieb Rückblick auf schwere Wochen: Volk und Führung haben die Nervenprobe bestanden 7„Wir sind wieder eine anständige Nation geworden“
Berlin, 11. Okt. Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels stattete am Dienstagnachmittag einem nationalsozialistischen Musterbetrieb in Berlin=Marienfelde einen Besuch ab, um auf einem großen Betriebsappell zu den Arbeitern der Stirn und der Faust zu sprechen. Nach seiner, mit stürmischer Begeisterung ausgenommenen, aufrüttelnden Rede in der reich ausgeschmückten Festhalle des Werkes nahm der Gauleiter gemeinsam mit der Betriebsführung und der Gefolgschaft das Mittagsmahl ein und besichtigte dann, immer wieder herzlich begrüßt, die vorbildlichen sozialen Einrichtungen, so insbesondere die für die Erholung in der Freizeit bestimmten umfassenden Grünanlagen und Sportplätze, die Gemeinschafts= und Umkleideräume; die betriebswichtigen Fabrikationsstätten und die hervorragend ausgestatteten Lehrlingswerkstätten, in denen rund 150 Lehrlinge ihre Ausbildung erhalten.
Dr. Goebbels weilte mehrere Stunden in dem Betriebe und wurde auch bei seiner Abfahrt von der Gefolgschaft und der Marienfelder Bevölkerung lebhaft gefeiert. Bei seiner Ankunft wurde Gauleiter Dr. Goebbels vom Betriebsführer und Betriebsohmann empfangen und unter brausenden Heilrufen von 3000 Mitgliedern der
Belegschaft in die Halle geleitet, während die Werkscharkapelle einen schneidigen Marsch spielte.
Dann betrat der Betriebsführer das Rednerpodium, um den Betriebsappell zu eröffnen. Er begrüßte mit Worten bewegter Freude den Besuch und erklärte: Wir alle sind unbändig stolz über die hohe Auszeichnung Ihres Besuches und hoffen, daß Sie nicht nur einen guten Eindruck von unserem Betrieb mitnehmen, sondern vor allem auch von den Menschen, die diesem Werk Leben und Gestalt geben.
Dann nahm, mit erneuten Beifallsstürmen empfangen, Gauleiter Dr. Goebbels das Wort, um in seiner mitreißenden Art ein plastisches Bild von der dramatischen politischen Entwicklung der schicksalentscheidenden vergangenen Wochen zu geben.
Er führte aus:
Deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen!
Das deutsche Volk und das Deutsche Reich haben schwere Wochen hinter sich. Es wird vielen im Volke nicht immer ganz klar geworden sein, welche Bürde an Sorge und Verantwortung der Führer in den vergangenen Monaten getragen hat. Wenn sich manchmal Gewitterwolken am Horizont zeigten und ich die wunderbare
Reichsmark=Währung im Sudetenland
Erste Verordnung Generalseldmarschalls Göring Die Durchführung des Vierjahresplans
Berlin. 11. Okt. Im„Reichsgesetzblatt“ wird eine Verordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan. Generalfeldmarschall Göring, über die Durchführung des Vierjahresplans in den sudetendeutschen Gebieten veröffentlicht. Danach ist die Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplans vom 18. Oktober 1936 in den sudetendeutschen Gebieten sinngemäß anzuwenden.
Die neue Verordnung, die bereits am 10. Oktober. dem Tag ihrer Verkündung. in Kraft getreten ist, läßt erkennen, daß der Wirtschaftsaufbau in den sudetendeutschen Gebieten nach denselben Grundsätzen und Methoden und mit der gleichen Tatkraft wie alle bisherigen Aufgaben der Wirtschaftspolitik und Wirtschaftslenkung im nationalsozialistischen Deutschland in Angriff genommen wird. Das alles andere beherrschende Problem der Wirtschaftslenkung ist im Altreich der Vierjahresplan:=durch die neue Bestimmung wird die rechtliche Grundlage für eine entsprechende Ordnung im Sudetenland geschaffen. Die neue Verordnung ist das Fundament für den gesamten wirtschaftlichen Aufbau und zugleich auch die rechtliche Untermauerung der Verordnung über die Einführung der Reichsmark=Währung im Sudetenland. Eine entscheidende wirtschaftliche Maßnahme wurde hier bekanntlich bereits getroffen, und zwar der be
schleunigte Einsatz arbeitsloser Sudetendeutscher, vor allem bei volkswirtschaftlich und staatspolitisch wichtigen Arbeiten des Vierjahresplans.
Die neue Verordnung ist ein Zeichen dafür, daß planmäßig sofort alles getan wird, um der Not der Sudetendeutschen ein Ende zu bereiten.
Eine Tschechenkrone gleich 12 Reichspsennig.
NB. Berlin, 11. Okt. Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, hat über die Einführung der Reichsmarkwährung in den sudetendeutschen Gebieten am 10. Oktober 1938 folgende Verordnusg erlassen:
S§ 1.
Gesetzliches Zahlungsmittel in den sudetendeutschen Gebieten ist neben der tschecho=slowakischen Krone die Reichsmark. Eine tschecho=slowakische Krone ist gleich 12 Reichspfennig.
* S 2.
Der Reichswirtschaftsminister erläßt die zur Ergänzung und Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Vorschriften.
§ 3.
Diese Verordnung tritt am 11. Oktober 1938 in Kraft.
Franco lehnt Vermittlung ab
Sofortige Anerkennung als kriegführende Macht gefordert
London. 11. Okt. General Franco hat einem Vertreter der englischen Nachrichtenagentur Reuter eine Unterredung gewährt, in der er im Hinblick auf die Zurückziehung von 10000 italienischen Freiwilligen die sofortige Anerkennung der kriegführenden Rechte für Nationalspanien fordert. Er erklärte u. a., daß der Nichteinmischungsausschuß in seinem letzten Vorschlag die Zahl derjenigen Freiwilligen, die für die Zugestehung der kriegführenden Rechte zurückgezogen werden sollte. auf 10000 festgesetzt habe. Der Nichteinmischungsausschuß habe jedoch eine völlig undurchführbare Prozedur vorgeschlagen. Dagegen öffne Nationalspanien mit der tatsächlichen Zurückziehung von 10 000 Freiwilligen einen wirklichen Weg.
Was den Gedanken einer Vermittlung anbelange, so geb es und könne es auch kein anderes Ende für den
Krieg in Spanien ceben als bedingungsloso Uebergabe der Besiegten.
Zur Frage der kriegführenden Rechte erklärte General Franco weiter, es sei eine ungeheure Ungerechtigkeit. daß die Rechte Nationalspaniens nicht anerkannt worden seien, obwohl die Regierung von Burgos von 11 Nationen, darunter von zwei Großmächten, de jure und von 10 anderen de facto anerkannt worden sei.
Zur Frage der Freiwilligen auf sowjetspanischer Seite erklärte Franco, daß dort noch 60000 Mann vorhanden seien, obgleich man sie als Kanonenfutter verwendet habe, sodaß mehr als 50000 gefallen und viele aus der roten Hölle geflohen seien. Die Ankündigung ihrer Zurückziehung sei aber weiter nichts als eine neue Farce, denn inzwischen werde die Rekrutierung in Europa und Amerika verschärft, und neue Freiwillige würden in verschiedenen Häfen eingeschifft.
Neue Konstanzer Rheinbrücke eingeweiht
Am Sonntag wurde in badischen Ministerpräsid Doppelbrück die unser Rheinbrücke errichtet.
Konstanz unter starker Beteiligung der Bevölkerung in Anwesenheit des ten die neuerbaute Rheinbrücke ihrer Bestimmung übergeben Die neue Bild zeigt. wurde in zweijähriger Bauzeit an der Stelle der alten
(Scherb-Bilderdienst-M)
Haltung des deutschen Volkes dieser so außerordentlichen Lage gegenüber in Betracht zog. dann nahm ich mir immer fest vor: Sind wir durch diese Wochen hindurch. dann werde ich jede Gelegenheit benutzen, um dem Volk für seine in dieser Spannungszeit bewahrte Haltung den Dank des Führers zum Ausdruck zu bringen.
Sie wissen, daß wir Nationalsozialisten sehr wohl mit dem Wort umzugehen verstehen, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist. Aber auf der anderen Seite gibt es auch gewisse Entwicklungen, bei denen es besser ist, zu schweigen, als zu reden. In den letzten Wochen wurde allmählich dem Volke klar, daß sich irgendetwas vorbreitete. Was. das wußte man noch nicht, darüber war man sich noch nicht immer im reinen. Daß aber im Laufe der nächsten Zeit etwas geschehen würde und geschehen müßte, das fühlte allmählich jedermann.
Es wäre nun allzu natürlich gewesen, wenn sich des deutschen Volkes darüber eine gewisse Unruhe bemächtigt hätte. Denn die Entscheidungen. die der Führer treffen mußte, griffen auf das tiefste in das persönliche und in das Famslienleben des einzelnen ein. Es wäre auch nicht einmal sehr verwunderlich gewesen, wenn hier und da geklagt worden wäre, das Volk sei nicht genügend orientiert, obwohl es um seine Zukunft gehe. Das Volk tat das nicht. Es stand in eiserner Ruhe und festem Vertrauen auch in den kritischen Wochen hinter dem Führer.
Wenn wir es in dieser gespannten Lage mit dem Volk von 1918. 1919 oder 1920 oder mit dem deutschen Volk von 1925 oder auch noch mit dem von 1930 zu tun gehabt hätten, dann wäre die Politik des Führers überhaupt nicht möglich gewesen. Der Führer konnte seine großen Entscheidungen nur im Vertrauen auf die Haltung und die Diszivlin des deutschen Volkes treffen.
Und das, meine deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen. ist das Ausschlaggebende: Wenn eine Staats= und Volksführung einmal einen Entschluß gesaßt hat. dann genügt nicht die Ueberzeugung, daß sie selbst in der entscheidenden Stunde die Nerven behalten werde, dann muß sie auch wissen, daß das hinter ihr marschierende Volk bei guten Nerven bleibt. Die Haltung des Volkes und die ganze Einstellung der Nation zu den großen nationalen Schicksalsproblemen muß es sein, daß niemals, wenn es nun hart auf hart geht, das Ausland die Möglichkeit besitzt. sich in der entscheidenden Stunde auf irgendeinen ovvositionellen Teil dieses Volkes zu beziehen und ihn gegen die eigene Regierung auszuspielen.“
Unter dem stürmischen Jubel der Arbeiterschaft stellte Dr. Goebbels dann fest:
„Wir konnten uns bei allen Entscheidungen darauf verlassen, daß das deutsche Volk seinen Führer in schweren Stunden niemals im Stiche lassen würde.“
„Es hat früher in Deutschland in der Arbeiterschaft die Ansicht gegeben:„Ich habe meine Arbeit, bekomme meinen Lohn. Alles andere geht mich nichts an." Das deutsche Volk von heute weiß, ein wie schwerer und verhängnisvoller Trugschluß das ist und wie teuer wir diese Einstellung bezahlt haben Es weiß auch, daß der Führer und seine Mitarbeiter, wenn sie einmal eine auch gewagte Politik betreiben, das nicht als Spieler tun. die in der Politik eine vornehme Passion sehen, sondern es tun zum Wohle und für die Zukunft der deutschen Nation. Wir alle stammen ja mitten aus dem Volk. kennen seine Wünsche und seine Sorgen und haben bei jeder Handlung nur sein Wohl im Auge.
Heute gibt es nur ganz seltene Exemplare von Menschen, die es uns niemals verzeihen können, daß wir in den letzten fünf Jahren so große Erfolge errungen haben. weil diese Erfolge ihnen vielfach die Ruhe und Bequemlichkeit nahmen(Stürmische Heiterkeit). Wenn es nach ihnen gegangen wäre. dann gäbe es noch heute das Deutschland von 1932. das Deutschland der Armut und des Niederganges. der Feigheit und der Knechtschaft.
Wir gingen bei unserer Politik von der Erkenntnis aus, daß das deutsche Volk eine so große moralische Kraft besitzt, daß es sich in jeder Lage selbst zu helfen vermag. wenn nur diese Kraft in Anspruch genommen, angesetzt und gelenkt wird. Wir reisen nicht mehr in der Welt von Hauntstadt zu Hauptstadt herum und bitten um Kredite. Wir haben in all den Jahren nicht einen ausländischen Kredit in Anspruch genommen, im Gegenteil. wir haben viele Milliarden Auslandsschulden zurückgezahlt, um das deutsche Volk von internationaler Zinsknechtschaft freizumachen.
Wenn wirklich in diesen Wochen jemand schlechte Nerven gehabt haben sollte, dann sind das gewisse Intellektuelle gewesen, die zuviel zu wissen glaubten und diesem Wissen nicht gewachsen waren.
Aiber das Volk stand hinter dem Führer in eiserner Entschlossenheit bereit, sich mit Klauen und Zähnen zu verteidigen, wenn jemand in der Welt uns angreifen sollte. Wenn es sich um die Ehre und um den Bestand unserer Nation handelt, dann ist das Volk da. wenn es dazu aufgerufen wird!(Immer wieder unterbrechen jubelnde Zustimmungskundgebungen die Rede des Ministers.)
Wir kennen das Volk und wissen, daß es viel tapferer und männlicher denkt als eine gewisse intellektuelle Schicht, die von ihrer eigenen Entschlußlosigkeit auf das ganze Volk schließt.
Heute allerdings, wo der Erfolg da ist, da erklären diese Besserwisser wie so oft:„Wir haben es ja immer gesagt.“
Und wenn sich irgendwo in gewissen Kreisen Stimmen erhoben, die erklärten, wir gingen zu scharf und zu aggressiv vor. so sei ihnen geantwortet:
„Wenn man einmal nachgegeben hat, dann merkt man erst, wieviel leichter, aber auch gefährlicher es ist, seige zu sein, und wieviel schwerer, aber auch erfolgreicher, tapfer zu bleiben. Es ist allzu natürlich, daß jedes Wagnis, bevor man es wagt, schwerer aussieht, als wenn man das Wagnis schon gemagt hat. Die großen Wagnisse der letzten fünf Jahre beisvielsweise erscheinen heute als nichtige Kleinigkeiten. Schließlich kann niemand in der Lotterie gewinnen, wenn er nicht ein Los kauft.“
Mehr Sorgen und schlaflose Nächte hat in der letzten Jeit niemand imolke gehabt als seine Führung. Es war eine Nervenprobe für das deuliche Volk und seine Führung: beide haben sie bestanden. Und weil beide sie bestanden, blieb