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Historischer Kalender.
6. April: Kaiser Marc Aurel, geb. 121.— Maria von Medici, Königin von Fiaitr'ich, ged. 1573.— Ludwig Uhland, gsem„##ee 1787.— Alfred Krupp, in essen geb. 1812.— Rußland erklärt der Pforte den Krieg, 1828.— Profissor Th. Billroth, berühmter Chirurg, geb. 1829.— General von der Tann, gest 1881.
Parlamentarische Vertretung
der christlichen Gewerkschaften.
In leitenden Kreisen der christlichen Arbeiterbewegung wird mit allen Kläfteu derauf hingearbeitet, eine eigene parlamentarische Vertretung zu scheffen. Die Haupttriebfeder hierzu ist das Bestreben, im Reichltage nicht die Sozialdewokratie allein als Arbeiteipartei erscheinen zu lassen, sondern durch eine eigene Parlamentsvertretung die christliche Arbeiterorganisation in ihrem Ansehen zu heben und deren Werbekraft zu verstärken. Von der Bildung einer christlichen Arbeiterpartei aber soll abgesehen werden, da es auf der Hand liegt, daß eine solche Partei gering an Zahl und darum
ohne Macht und Eir fluß sein würde. Das Centralblatt der christlichen Gewerkschaften“ schreibt, innerhalb der bürgerlihen Parteien müßten die parlamentarischen
emisehen Due wie, I, Aibeiterbewegung
enstehen. Dus ware an und für sich ein diskutabler Vorschlag. Keine bürgerliche Sepürde sich der Aufnahme von ArVeitervertretern in ihren Reihen entgegenstellen, im Gegenteil würde das Vorhandensein von Ab#eordneten aus wirklichen Arbeiter= kreisen der Sozialdemokratie gegenüber, die fast keine Arbeiter zu Abgeordneten zuläßt, recht erwünscht sein. Aber die christ
liche Gewerkschaftsleitung hat in viel zu hohem Maße ihre Sonderinteressen im Auge, ihr Vorschlag geeignet wäre, die bürgerlichen Parteien dafür unbesehens einzunehmen. Das„Centralblatt“schreibt nämlich: „Wir müssen in die verschiedensten(!) Parteien hinein, um dieselben langsam aber sicher mit unserem Geist zu durchtränken.“ Auf welche Wise das geschehen soll, ist aus
#er. weiteren Ausführungen des genannten
Ligans ersichtlich:
es uns vun gelungen sein sollte, was bei zielbewußter Arbeit nicht zu bezweifeln ist, eine
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derselben in den Fragen iserer Bewegung, überhaupt der sozialen Gesetz.
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inn Junitisse der Smarbiuison Nur zagestrmnalt geeden, önnen. Hätten sich die russischen Guste so betragen, wie es sich für sie gehört,
so, wür den sie gewiß unbelästigt geblieben sein. Ehenn sie aber unser Land über schwemmen, um hier ihre revolutionären Ideen zu verbreiten und unseren heimischen Umstürzlern als Agitatoren zu dienen, so haben sie den Anspruch auf Gaststeundschaft verscherzt und müssen veranlaßt werden, so schnell wie möglich sich einen anderen
keatische Presse ist begreiflicherweise über die Ausweisungen„entrüstet". Sie muß der in ihren Augen ultrareaktionären preußischen Regierung eine große Portion„Liberalismus" zutrauen, daß sie die Aufhebung der Ausweisungsmaßregel drohend fordert. Bekanntlich aber denken in dieser Hinsicht selbst die liberalen Juden vernünftiger. Das hat das Königsberger Komitee zur Unterstützung flüchtiger russischer Jaden gezeigt, als es daver warnte, die russisch jüdischen Zuwanderer, die ganz gewissenlose und charakterlose, dem revolutionären Bunde angehörige Leute seien, zu unterstützen und so die russische„Seuche" bei urs zu verbreiten. Wenn nun der„Verwärts“ den Ausgewiesenen rät, nicht freiwillig der Polizei Folge zu leisten, sondern nur der Gewalt zu weichen, um so die Polizei„vor der Kulturwelt doppelt bloßzustellen", so
Schtin sich wohl die sozialdemokratschen häglinge davor hüten, dem Rate zu folgen. solchen elementen i and muis ait
Unsände machen us wrntgz
haft auch schärfe Krilik an dem elgentlichen Diätengesitz, insbesondere in bezug auf dessen Konttollbestimmungen, üben. Nicholas Longworth und seine Ge
mit Woelmann Dampfer„Gertiud Woermann" und Extradampfer„Lulu Bohlen",
Longworth und seine
malin, gebotene Miß Al'ce Roosevelt
werden in den gisten a,osevelt,
werden in den ersten Tagen des Juni in London erwartet, wo sie die Gäste des amerikanischen Botschafters Whitelaw Reid sein werden, der sie auch dem König Eduard VII vorstellen wird. Von London aus werden Herr und Frau Longwooth sich
dan Kontinent begeben und längeren
Aufen., in Berlin nehmen, wo sie jedenfalls auf einen Empfang am kaiserlichen Hofe rechnen können.
Die chinesische Studienkommission
ist heute aus Kopenhagen nach Berlin zurück
Lnappschafts Berufsge nossenschaft hat unter ihren Mitgliedern, den sämtlichen Bergwerksbesitzern Deutsch
lands eine freiwillige Sammlung fü
beide ab Hamburg am 30. April, in Swakopmund etwa am 26 Mai. Schluß in Hamburg am 30. April 2 30 Uhr nach
April 2 30 Uhr nachmittags; für Pakete nach Swakop
mund und Lüderitzbucht mit Woer mann Dampfer„Eisa Menzell“, ab Hamdurg am 30. April, in Swakopmund eiwa am 30. Mai. Schluß in Hamburg am
30 April 3 Uhr nachmittags für Briefe, 1 Uhr nachmittags für Pakete.— Die nächsten Posten aus Swakopmund, Abgang am 4. und 8 April, sind zu erwarten am 28. und 29. April.
Aanos, eine stelwillige Sammtarg für die!„„ Westertrich
Hinterbliebenen der auf der französischengeechtenz and fühtt uusd, dester Coni„#reichs Patz auf der Konferenz von Alge
dem Auslande.
Wien, 24. April. Das„Fremdenblatt“ wendet sich gegen die Kommentare mehrerer Blätter, die das Telegraum des deutschen Kaisers an den Grafen Golucopeki als eine Demütigung Oesterreich=
ungarns bezeichnen, und führt aus Orst
Aus dem Deutschen Reiche.
Berlin, 25. April. Das Kaiserpaar begab sich heute mit den Herren und Damen seiner Umgebung in Automobilen von Hoaburg nach Wiesbaden, wo es kurz nach 7 Uhr eintraf und sich direkt nach dem Königlichen Theater begab, um der Aufführung der Truppe des Moskauer künstlerischen Theakers beizuwohnen.
Der„Frankfurter General Anzeiger meldet aus angeblich authentischer Wiener Quelle Von diplomatischer Seite erfahren wir, daß der Zar eine Depesche an Kaiser Wilhelm richtete, in der er seinem lebhaften Bedauern über das durch die Depesche des Ministers des Auswärtigen an d.n
Grasen Cassini hervorgerufene Mißvers"
Grube Couitieres verunglucklen Bergleute veranstaltet. Der Ertrag belief sich auf mehr als 200000 Mark, die der französischen Regierung zur Verteilung übermittelt sind.
In einr Versammlung der Mittelstandsvereinigung, des konservativen Wahlvereins und des Bundes der Lardwitte wurde Sonntag in Halberstadt endgültig beschlessen, den Generalsekretär Eisenträger aus Hannover als Kandidaten für die Reichstagswohl im Jahre 1908 für den Wihstreiz Halbersiadt aufzustellen. Der ist seit 1877 mit kurzer Unterbrechung in nationalliberalem Besitz und wird seit 1890 durch den Rittergutsbesitzer Rimpau vertreten.
Reichstagsersatzwahl wurden bisher
gezählt: Berthold(Soz.) 13.800, Ko
lib) 5800, Stein(natlib.) 10 200 Stimmen. Es hat a'so Stichwahl
zwischen Berthold und Stein stattzufinden.
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Aufgabe wäre, nun in seine Partei hinein
sie uit gost uich“ sewinnen. Dise Auf. aber immerhin wied ein guud erreicht werden,
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wirz.# Parteien sich mit ihm einr####eunden wollen. Die in schlosen„Vereinigung“ zusammenge
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ihrer eine eintreien, um diese zu gunsten zu beit ftl sen.. Sonderinteressen
u d Geschosenb.a; Strung der Einigkit mörde#genheit mancher dieser Parteien ——= alsdann eine urausbleiblicghe Folge sein.
Answeisungen von Russen.
keusische Wan
Sindauter goner, und Frauen, zum Tell ensen und„Studenkinnen“, aus
Weise belonte, daß es den Vertretern Rußlands ferngelegen habe, irgendwie den Interessen Deutschlands in der Marokkofrage entgegenzutreten. Der Zar wünschte am Schluß der Depesche, daß durch dieses Miß verständnis die aufrichtigen Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland in keiner Weise beeinträchtigt werden.
Wie verlautet, beabsichtigt Prinz Eitel Friedrich das bei Falkenhagen gelegene Gut und Schloß des Rittergutsbesitzers Dr. Schulz zu erwerben. Die Verhandlungen sollen bereits eingeleitet worden sein. Das Schloß zählt mit zu den schörsten der Mark. Es ist auf einer Höhe über dem Schmerler= und Schwarzen See mitten im Kreise Lebus belegen und von prachtvollen Waldbeständen umschlossen.
Zum Nachfolger des kommandierenden Generals des 16. Ameckoips Stötzer wurde der Kommandeur der 8. Division in Halle, Generalleutr ant v. Prittwitz und Gaffron, ernannt, unter gleichzeitiger Ernennung zum General der Infanterie.
Sämtliche Fraktionen des Reichstages haben heute über die sogenannten Diätenvorlagen Beratungen gepflogen. Im Anschluß hieran schreibt die„Natl. Korr.“: „Die nationalliberale Partei wird sich gegen die Aenderung der Versassung in
Der Aufstand in SüdwestAfrika.
„De Louverneur v. Lindeqnist hat
Lustardgebiet im März besucht.
ganz besonders gefreut hat, sagen die„Windhuker Nachrichten“, das sind die
noch so reichen und prächtigen Viehbentände im Bastardlande sowie die Lust
und Energie der Farmer auf dem Wege zum Wiederaufbau der zerflörten Wirtschaftsbetriebe. Die Weide in dem besuchten Ge
biete i5, prächtig und die Wasserverhältuisse
des mäßigen Regenfalles durchaus zu frievenstellend. Das Gestüt in Nanchas wurde besrcht. Totz der starken Inanspruchrahme der dort gezüchteten Pferde glaudt die Verwaltung nach etwa zwei Jahren wieder Pferde an Pivate abgeben zu können. Dann begab sich der Geuverneur nach Hornkranz. Die alte Witt oi Weift mit ihren msahun au der sich ein Kasernenent mit Besagung b.findet, rief denkwürdige Tage in die Erinnerung zurück. Bei der Be
sichtigung der Wttof(Samuel Isaak Leute) bruate der Gouverneur seine Freude aus, daß sie so virnünftig gewesen wären, sich stellen und hoffie, daß auch die noch
Känpfenden baldigst ihrim Bespiele folgen
Postverbindungen: Nächste Post nach Südwestafrika: für Briessendungen nach Swakopmund und Lüderitzbucht
mit englischem Dampfer über Kapstadt, ab
am 28. April, in Kapstadt
am 15 Mai, von da weiter mit nächster Gelegenheit. Letzte Besörderungen am 27.
Apiil ab Köln 6.1 Uhr rachmittags, ab Oberhausen 754 Uhr nachmittags. Für Briefsendungen nach Swakopmund
patz auf der Konferenz von Alge
ciras sei von vornherein an der Seite des Deutschen Reiches als sein Bundesgenosse gewesen. In dem kritischen Augenblicke der Konferenz übernahm Oesterreich Ungarn das Amt des ehrlichen Maklers. Wenn der deutsche Kaiser für den Leiter unserer auswärtigen Politik anerkennende Worte findet, so kann nur Voreingenommenheit dieser Kundgebung eine Bedeutung beilegen, die das Lob in eine Demütigung verwandeln würde.
Paris, 24. April. Wie die Blätter melden, will die französische Regierung über die Konferenz von Algeciras ein Gelbbuch veröffentlichen, das u. a. die Sitzungsprotokolle der Konferenzen enthalten .. Mit der Zu ammenstellung des Gelb
ruches(oll Margerie, einer der beiden Sekretäre der Konferenz, betraut werden.
Mailand, 24. April. Die hiesige„La Sera verzeichnet die bisher gerüchtweise aufgetretene Nachricht, das englische Königspaar werde das italienische Königspaar hier bei der Eröffnung der
Ausfiellung treffen, als sicher. Das englische Königspaar trifft am 29. d. Mts. zu
zweitägigem Aufenthalt hier ein. Konstantinopel, 24. April. Der Akaba
Korflikt spitz sich immer mehr zu. Aegypten konzentriert Truppen am Kanal zur evertuellen Einschiffung. Von hier aus erging der Besehl an den Kommandanten von Akaba, an der alten Grenze fest
zuhalten. Unter der Hand versucht der Khedive persönlich beim Sultan zu intervenieren, der den englischen Ansprüchen diermal nicht nachzugeben gewillt scheint.
Das Reutersche Büreau meldet, der Sultan habe auf die Vorstellungen des Khedire wegen der Akabafrage eine ungünstige Antwort an die englische Regierung gesandt.
Belgrad, 25. April. Der König hat Pasttich mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt.
Aus Natal wird gemeldet: Bambaata hat nahe bei dem Grabe des letzten großen Zuluhäuptlings Ketschwajo ein Biwak bezogen. Ziuberer beschwören den Geist des alten Kriegers und üben dadurch auf die abergläubischen Zulustämme einen bebenklichen Eirflaß aus. Die Zahl der Krieger Bambaatas wird jetzt auf 1400
geschätzt, fast alle junge Leute, unruhiges
Ttut, dis sich von den älteren Leuten der
Stämme nicht mehr im Zaum halten ließ. Dazu kommt, daß man von seiten der
Ko onie das Ansehen der Häuptlinge in den
setzten Jahren untergraben statt gesördert
„Ran macht sich in Naial jetzt klar,
. Sambaata großen Zuzug erhalten wird. Er scheint ein gewandter Politiker zu sein und benutzt die vorläufig in der Verfolgung eingetretene Puuse dazu, den Eingedorenen zu erzählen, daß die Re