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dert und zählen fünf bis elf Fiederteilchen mit de sägtem Rand. Das Blatt der Kreuzung ähnett sehr dem der Mehlbeere, doch in seinem unteren Teil werden die Lappen viel tiefer eingeschnitten und zu unterst entstehen einige Fiederteilchen.— Bei den Erbanlagen erweisen sich bei den Blättern die der Mehlbeere als stärker, sie dominieren. Das Ueberwiegen ist jedoch nicht so kräftig, daß die Anlagen von seiten der Eberesche gänzlich unterdrückt, verdeckt werden könnten, wie die Andeutung der Fiederung in dem Unterteil der Blätter beweist.
Nr. 4: Birke. Auf unserem Stadtgebiet stehen einige schöne Exemplare: im Park zu Haus Busch, um Anger Pfad in Fley, an der Sauerlandstraße i Halden, im Stadtgarten.
„. Kr. 5: Blutbuche. Herbecker Weg,“ 3.90 Meter Umfang; Potthoffstraße,“ 3,06 Meter Umfang. Eine dritte schöne Blutbuche steht in Herbeck an der Hammacher Straße, gegenüber der Abzweigung oes Lennefährenweges, Umfang 3.50 Meter, unten.
Blutbuchen sind eine Spielart der Rot2üP,; sich von dieser durch die roten Blätter unterscheiden.(Siehe bei Rotbuche!)
Nr. 6: Edelkastanie. Die aus dem Süden stammende, schon zur Römerzeit eingeführte Edelfindet sich bei uns nur in wenigen Stühssn. Ein stark entwickelter Baum steht bei Schloß dessen Stammumfang 2.60 Meter be##t. Ei. geringerer Stamm steht bei Haus Busch. Ersterer ist etwa hundertjährig.
Efeu. Schöne, alte Stämme bei Werd###en am Eingangstor und auf dem Stall des Hoses Nettelbusch in Herbeck.
8: Eibe. Nur noch in Gärten und An
angepflanzt, z. B. im Stadtgarten und im ###er Villa Ribbert an der Hohenlimburger Sirahs und der Hühnenpforte, auch Elberfelder aße 48. Letztere ist sehr schön gewachsen.
.., Die auf Hagener Gebiet stärkste Eibe ist die vor 4#78 Park vo. Haus Busch mit einem Umfang
1,30(eier. Ein ansehnliches Exemplar befinunmittelbar an der Gräfte.
bei Haus Busch steht noch eine F Live von außerordentlicher Höhe. Sie ist scheige. 1. unserer einheimischen Art und unterHi### sich vo. dieser durch kürzere Nadeln, rissige de und geringes Ausschlagsvermögen.)
braitgr üher war die Eive in Deutschland weit versaf St aber durch die neuzeitliche Forstkultur gißt..“s ausgestorben. Auf westfälischem Boden sscher u noc einen Bestand der aus natürBesamung hervor##e anten ist. So berichtet beras#.## 2#o#is., Münster(Wests.), vom„Ziegenzelne Ii:„Höxter:„Ueberall stehen verstreut ein
n# vir sogar recht kräftige und alte Exempare stellenmaie. 21 Taxus=Sämlinge sind ein w##### an utreffen.“ Erwähnenswert ist auch estand von Eiben, zweihundert an der Zahl,
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der Nähe der Burgruine Plesse, oberhalb des Loiss Eddigehausen, in Südhannover.
Aus unserer nächsten Umgebung sind die Eiben bei Schloß Hohenlimburg als bedeutendste zu nennen.— Das älteste und stärkste Exemplar steht am Siegener Schloß und soll fast 700 Jahre alt sein. Nach Schlieckmanns Angaben kann man ihr Alter auf etwa 400 Jahre bemessen.— Das Holz hat rotbraune Farbe und ist außerordentlich hart und dabei sehr elastisch. Seine Gute ist bereits vom vorgeschichtlichen Menschen erkannt worden, der namentlich seinen Bogen daraus herstellte.— Die Härte des Holzes steht im Einklang mit dem langsamen Wachstum der Eibe. Sie ereicht bei einem Alter von 100 Jahren noch nicht einen Umfang von einem Meter.
Nr. 9:. Eiche: 2 Eichen am Forthaus Herbeck;“ 3 Eichen auf Gut Herbeck;“ 2 Eichen auf Gut Kuhweide.“ Deutsche Eiche auf dem Kaisberg."— Alte Eiche auf Harkorten, 7 Meter Umfang; Dicke Eiche nordwestlich vom Kaisberg an einer Wegkreuzung im Walde in der Nähe von Baukey, 3.45 Meter Umfang; zwei Eichen an der Sauerlandstraße am Ausgange des Stadtteils Halden, 2.80 und 3,30 Meter Umfang: Eiche am Steinbruch bei Staplack, 2,65 Meter; zwei Eichen an der Fleyer Straße Nr. 106. Schöne Eichen finden sich auf vielen Bauernhösen, so auch auf dem Hofe Kumbruch. Die stärkste unter ihnen mißt 3,10 Meter.
Die genannten Eichen gehören meist zu der Unterart Stieleiche. Wir sind auf Einzelheiten nicht eingegangen, da wir eine große Anzahl verschiedener Arten finden, die im einzelnen von weniger Interesse sind. Wir wollen an dieser Stelle zweien Eichen eine besondere Aufmerksamkeit schenken.
1. Die alte Eiche auf Harkort. E. Schlieckmann berichtet darüber 1904:„Kreis Hagen, in den Gartenanlagen des Harkort'schen Gutes, Harkorten bei Haspe, Stieleiche, auf 700 bis 800 Jahre geschätzt, 7 Meter Umfang, 12 Meter Stammlänge und 23 Meter Gesamthöhe. Sie wird als „Harkorter dicke Eiche' bezeichnet und ist stark im Abgange begriffen.“— Leider ist diese ehrwürdige Eiche nun gänzlich abgestorben und reckt ihre bizarren Aeste unbelaubt empor. Noch wenige Jahre und sie wird völlig vergangen sein.
2. Die„Pappeleiche" auf Lehrkind. In unmitte barer Nähe des Hofes Lehrkind in der Gemeinde Dahl nahe der Hagener Grenze steht eine eigenartig geformte Eiche, die eine größere Bekanntheit verdient. Im Volksmunde wird sie Pappeleiche genannt, weil sie im Wuchs der ita
lienischen Pappel nahe steht. Dieser merkwürdige Baum hat bereits vor mehr als hundert Jahren Aufmerksamkeit erregt. Wir finden darüber Nüheres im„Westfälischen Anzeiger“ von 1803 im Anhangsheft des zweiten Quartals Seite 243.
(Schluß folgt.)
Verantwortlich: Walter Peddinghaus. Hagen. Druck und Verlag: Gustav Butz in Hagen.
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Heimätblätter
Monatliche Beilage zur Hagener Zeitung
Nr. Oktober 1935
Die Verhüttung des Eisens im Selbecker Tale.
Kelten in Siegen die ersten Eisenschmelzösen erbauten. Die Kelten kamen aus Schlesien, aus der Lausitz, vom Erzgebirge. Von Siegen aus mag dann mehrere Jahrhunderte später die Eisenverhüttung in das Selbecker Tal gebracht worden sein. Kelten selbst sind in Hagen nicht gewesen. Für die Erbauung solcher Oefen mußten viele Voraussetzungen erfüllt werden. Zunächst suchte man nach dem geeigneten Eisenstein, dann brauchte der Betrieb Holzkohlen, Lehm, Wasser und geeigneten Wind. Ueber den Bau der Oefen sind wir heute durch die gefundenen Ofenreste in der Umgebung Siegens genau unterrichtet. Die Birnenform des Osens hatte einen Innendurchmesser von etwa 1 Meter, eine Steinplatte bedeckte den Boden, dicke Lehmmassen bildeten die Wände, ein Loch an der Spitze gab dem Rauche freien Abzug. An der Ofenbrust besand sich die Oeffnung zum Anheizen, und zum Herausnehmen der erschmolzenen Eisenluppe. Neben der Brust finden sich kleine Leffnungen zum Einsetzen der Windpfeifen. Oft wurde der Ofen an eine Lehmwand angelehnt.
Die nun vorliegende Luppe stellte ein weiche wenig Kohlenstoff enthaltentes, leicht schmiedbare Eisen dar. Erst viel später gelang es durch kün liche Windzufuhr die Ofenhitze von 700 bis 80 Grad auf das Doppelte zu steigern, erst jet wurde das Eisen dünnflüssig. Schon vor unsere Zeitrechnung hatten Araber und Indier mechanisch Vorrichtungen erdacht, zur Erzeugung eines kor tinuierlichen Blasewindes. Die Zweibretterforn welche sich bis heute in den Schmieden und in Haushalte in Deutschland erhalten hat, war nounbekannt. Man benutzte Holzbüchsen, die m Fellen bespannt waren, wie sie noch bei Negen
War der Bau fertig, so ließ man ihn trocknen und glühte ihn mit einem Holzkohlenfeuer aus. Der Eisenstein mußte vorgeröstet werden. Holzkohlen lieferte der nahe Wald. Die Ofenbrust war dem Winde zugekehrt, der Aufwind eines schmalen Tales verstärkte die Zugluft, einen Schornstein kannte man nicht. Der Ofen wurde nun zu dreiviertel mit Holzkohlen gefüllt und angesteckt. Erst dann schüttete man von oben her, das Rostgut hinein. 24 Stunden dauerte der Schmelzprozeß, bis man das teigige, zähflüssige Eisen ale Kuchen erhielt. Aber dieses Eisen war mit Schlacke durchsetzt, blasig und mußte durch er
völkern im Innern Afrikas gefunden werden. Wichtig für die Erzeugung des Blasewindes war die Ausnutzung vorhandener Wasserkräfte. Das Vorwärmen des Blasewindes ist eine neuere Erfindung.
Besichtigt man nun heute die Schlackenhalden des Selbecker Tales, bei Dahl und Voerde, so kann man den Rückschluß machen, daß es sich hier nur um eine einfache Eisenverhüttung handeln kann. Mechanische Vorrichtungen zur Erzeugung von Blasewind und die Verwendung von Wasserkraft kommt an den meisten Arbeitsplätzen nicht
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