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Resecp erste Bübich der Sate beuanat. schmiede, Schuster, Schneider und Krahmerunft, und können diejenige, welche allhie zunftig gelernt, überall admittiret werden.
Die vorhandenen Statuta seind keine particularia, sonderncommunia undalso nicht anzuführen nötig.
Diese Freyheit, so vor diesem auch dem Grafen Cobboni zugehörig gewesen, ist im Niederambt Bochumb an den Cöllnischen und Essendischen Grenzen gelegen, ein offener und halb mit einem aufgeworfenen Wall, halb aber mit einem kleinen Wassergraben umgebener und abgelegener Ort, jedoch nach dem in Ao. 1635 erlittenen schweren Brand ziemlich beb; et; die Häuser sind sehr schlecht und an der Zahl 1.„Danächst seind 2 als die Parochial=Cath. und Lucy. Kirchen, die Reformirte aber pr. digen unter dem Rathause.
Die Anzahl der Bürger oder Wirte beträgt sich vorjetzo zu 120 und in toto an Fraren, Kindern und Gesinde zu 375 Personen, so meistens nur Taglöhner und mit Kohlenschieben, Ackerbau und Viehzucht ihr Subsistence suchen müssen.
Wattenscheid, ein Ksp. im Niederambt Bochumb gelegen, worunter gehören die Bschn. Ebbentorp, Hontrop, Sevinghausen, West enfeld, Eyberg, Hullen, Uckendorp, Freysenbruch, Leythe, Gunningfeld, Kötter vor Steel, Hesfeler Schalicke, Brau Bsch. und Bülmede, das Uebrige suche beym Ambte Bochumb.
„Weberg oder Wehberg, eine Bsch. Ksps. rüdenscheid Ambts Altena.
Wedeling Schultzen Hoff daselbst, ein Domainengut, bestehend aus 13 Morg. 465 R. Bauland, 25 Morg. 565 R. Wiesen, 11 Morg.
K. Busch, 215 N.
91 Morg. 335 R.
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Hausplatz, zusam nen
Der Hoff zu Weideliuck im Ksp. ringen und Bsch. Runte(da vormals ein adelich Haus auf zu stehen plag) wie der mit Ort Lande, Weyden, Hoey, Holtgewachs, auch der Gerechtigkeit auf Rünther Marcken gelegen, ist ehemals verpfändet gewesen und nun an die Erbg. Albrecht von Brecht gekommen vor 1100 Ggl. zu lösen Martint, Paschen zu verkündigen p.
Wedemert, ein Gehöltze im Ambt Neuenrade so der von Brede zu Frönberg gebrauchet, suche eHeme Marck.
Wedinghofen, eine Bsch. im Ambte Camen.
Weges=Ende bey Altena, so teils zu Gartens aptiret, davon fließen jährlich zur Renthey 21 Rt. 10 g.
zum Understen Wege, Domainengut in der Renthey Wetter, gab vor diesem 10 M. Hafer, 1 Schuldschwein, 1¾ Rt., 1 Rauchhuhn.
zum Obersten Wege, Domainengut daselbst, gab vor diesem jährlich 8 M. Hafer, 1 Schuldschwein, 1 Rauchhuhn, 1/ Ggl.
Weidenfeld mit dem Gut und Hufen im Cammer=Ambt Soest, ein märck. Lehn, dessen jetzige Basalli seind die eGheschwistere von Campshausen.
Weiler, ein Dorf im Ambte Hamm und märck. Lehn, jetziger Basallus davon ist Hend. Dieth. von Kettler.
Weitfeld, eine Bsch. Ksps. Boenen Ambts Hamm.
Weitmar, ein Ksp. Mittelambts Bochumb, woselbst die Evang. Lutherische die Parochial= kirche innen haben.
Weitmar ist auch ein Rittergut daselbst, wovon auf dem Ritter=Zettul de Ao. 1609 zu finden Matthias von Eickel zu Weithmar. Wessel von Hasenkamp zu Weithmar.
auf den Wellen, eine Weyde am Schloß Volmenstein, so ein Burglehn von dem Schloß. Vasallus davon ist Frid. Daalman et Consortes
Fortsetzung folgt.
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Out de Kummaude
Pumpernickel. Im Jahrgang 1784 des von A. Weddigen herausgegebenen„Westfälischen Magazins“ findet sich folgendes treffende Urteil über das destige westfälische Schwarzbrot:„Das edelste Produkt Westfalens ist gewiß der sehr nahrhafte und zur Arbeit stärkende Pumpernickel, ein Brodt, welches allgemein zu sein verdient. Die ganze Fülle der Kornkräfte begreift dieses wohlschmeckende Brodt in sich. Es ist gar und hat seine besten Säfte nicht im Rauche verloren wie anderes Brodt. Irrig hält man es für grob, weil es nur geschroten Korn ist. Dies ist freilich wahr, allein die Spitzen und Angeln des Korns kommen nicht hinzu, und in der übrigen Hülse des Korns sind Kräfte, die dem Mehle nichts nachgeben. Die Art, dasselbe zu backen, erlaubt auch nicht, daß der beste Geist davon fliege, denn der Backofen wird gewöhnlich erst nach 24 Stunden wieder geöffnet. Auch ist dieses Brot nichts weniger als wegen seiner Grobheit unverdaulich. Was Unkenner und Ausländer grob und unverdaulich nennen, ist seine nahrhafte Kraft, und die ganze Sache beruhet nur darauf, daß man sich mit wenigem begnügen lasse. Denn ein Pfund Pumpernickel gewährt so viel Nayrung wie fünf bis sechs Pfund weiß Brodt. Schade, daß dieses nicht durch ganz Deutschland eingeführet wird.
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Heimatblatt für den südlichen Teil der Grafschaft Mark
i. Westf. Erscheinungsweise: Monatlich als Beilage zum Altenaer
Nr. 2476.— Druck und Verlag: P. A. Santz, Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung. Sonderbezug kamn
Altena i. Wests., Kirchstraße 26, Fernsprecher Nr. 2247. durch die Post erfolgen.(Preis für 1 Johrg. geh. 3 Goldmark.)
Nr. 7
Altena, im Juli 1938
16. Jahrgang
Deutschland
Deutschland ist die Gesamtheit aller deutsch empfindenden, deutsch denkenden, deutsch
is Sescen Seer Gucdher unr unr ein Landesverräter, wenn er nicht in dieser #sicht sich für die Existenz, das Glück, die Zukunft des Vaterlandes in jedem Augenblick seines Lebens persönlich verantwortlich erachtet, jeder einzelne ein Held und Befreier, wenn er es tut. Paul de Lagarde.
Ein Altenaer Schulmeister als Verteidiger Westfalens
Es ist bekannt, daß unser Westfalen sich in früheren Jahrhunderten bei den andern deutschen Stämmen wie auch im Auslande keines besonderen Rufes erfreute. Im Märzheft des Jahrgangs 1937 brachte die Monatsschrift des Westsälischen Heimatbundes„Heimat und Reich“ einen Hinweis auf Urteile, wie sie etwa seit der Humantstenzeit über Westfalen im Schwunge waren. Darunter befand sich auch das oft angeführte Wort:
„Hospitium vile, groff Brodt, dünn Bier, lange Mile Sunt in Westfalia; st non bis credere, loop da“.
Mit anderen Worten:„Armselige Unterkunft, grobes Brot, dünnes Bier und lange Meilen seien in Westfalen zu finden; wer es nicht glauben wolle, möge selbst das Land daraufhin bereisen.“ Mancher mag sich in früheren Jahrhunderten über das genannte Wort im Stillen geärgert und es innerlich abgelehnt haben; es hat auch unter unsern westfälischen Landsleuten an Verteidigern der Deimat nicht gefehlt. Nun weist Dr. Richard Kohl in Kiel im diesjährigen Märzheft von „Heimat und Reich“ auch auf einen bisher unbesannten Nicht=Westfalen hin, der sogar mit einer esonderen Schrift hervorgetreten ist, um dem auch
im mißfallenden Ausspruch kritisch zu Leibe zu hen. Das Schriftchen scheint sich nur in einem
einzigen Exemplar erhalten zu haben; vielleicht wird es demnächst durch einen Neudruck wiederwetteren Kreisen zugänglich gemacht werden können.
Sein Verfasser war ein junger Musiklehrer, aus Erfurt gebürtig und irgendwie an das Lyzeum in Iserlohn verschlagen, Georg Christian Römer mit Namen. Er wurde 1706 als„Schulkollege“ und Kantor nach Altena berufen, und zum Abschied von seiner bisherigen Wirkungsstätte trat er mit einer Rede hervor, die in Dortmund gedruckt wurde. In Altena rückte er zum Konrektor auf, ist dann in dieser Eigenschaft 1725 als Nachfolger des am 2. Dezember 1724 verstorbenen Konrektors Joh. Dan. Steinkühler nach Iserlohn zurückberufen worden und ist dort hochbetagt gestorben.
die„Iserlohner Kirchenregister aus dem 18. Jahrhundert sehr schlecht geführt und lückenhaft erhalten sind, hat sich die genaue Zeit seines Todes nicht feststellen lassen.
1767 war er„Conrector emeritus“ und wird als der„steinalte podagraische Roemer" bezeichnet.
Mit Genehmigung des Verfassers geben wir aus dem in„Heimat und Reich“ veröffentlichten Aufsatz folgendes wieder:
„Eine Verteidigungsschrift für Westfalen" nennt sich das Schriftchen, in dem lediglich der genannte Ausspruch seine Zurechtweisung erhalten soll. Den Stoff gliedert Römer sich in 17 Abschnitte, und man muß ihm zugestehen, daß er sich sachlich
und stilistisch nicht ungewandt mit dem Spottvers auseinandergesetzt hat. Natürlich geschah das in lateinischer Form, wie es der gute Ton der Zeit erforderte. Die 24 Druckseiten enthalten auch für
uns noch mancherlei Volks- und Kulturkundliches.
Die Eingangsparagraphen bringen eine kleine Darlegung, wie der Name Westfalen erklärt werden könne, sprechen über die Grenzen des Landes und zählen oberflächlich einige der bedeutendsten Städte auf. Dann wird der Verfasser beredter, da erbestimmte Vorzüge Westfalens rühmen kann: