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nefern, aucf zur Mischung, mit anderen Obstsorten wie z. B. Aepfeln, Birnen, sind die Ebereschen als sarbgebende Zutat sehr geeignet.— Die von den Stielen abgestreiften Beeren werden gewaschen, auf ein Sieb zum Ablaufen schüttet und mit wenig Wasser weich gekocht das Wasser darf die Beeren nur gerade bedekken. Danach preßt man den Saft durch ein Tuch, filtriert ihn durch ein mit einem Stück Barchent ausgelegtes Haarsieb, setzt ihn möglichst in einem Kupfer= oder Messingkessel auf lebhaftes Feuer, fügt auf ein Kilogramm Saft Kilogramm Hutzucker dazu und kocht ihn unter beständigem Rühren und öfterem Abschäumen dickflüssig ein. Auf einem kalten Teller macht man dann die Geleeprobe, d. h. ein Tropsen auf den Teller getan, muß Form halten und bald fest werden. Da Eberesche arm an Säure ist, tut man gern nach Geschmack Zitronensäure daran oder man mischt sie mit Aepseln. Noch heiß füllt man das Gelee in die vorgewärmten Gläser.
Gelee aus unreisen Weintrauben.
Unreife Weintrauben, die zum Rohessen nicht genießbar sind,— sehr oft werden an Hausspalieren, die zu wenig Sonne bekommen, die Weintrauber nicht reif— eignen sich vorzüglich zur Geleebereitung, sie geben ein schmackhaftes, sehr erfrischendes Gelee.
Die Trauben werden in klarem Wasser gewaschen, darn entstielt und mit wenig Wasser weich gekoch:, dann schüttet man die Masse auf ein Seihtuch das vorher in abgekochtem Wasser gelegen hat und dann ausgewrungen wurde. Das Seihtuch bindet man mit seinen vier Ecken an die Beine eines umgekehrten Küchenstuhles, stellt den Stuhl umgekehrt auf einen Tisch, eine irdene Schüssel darunter und läßt den Saft willig durchlaufen, da er, wenn man drückt, trübe wird. Dann kocht man den Saft unter fleißigem Abschäumen auf lebhaftem Feuer mit 1 Kilogr. Zucker auf 1 Kilogr. Saft ein, macht auf einem kalten Teller die Geleeprobe, d. h. ein auf den Teller gegossener Tropfen muß Form behalten und schnell erstarren, füllt den Saft noch heiß in vorgewärmte Gläser und bindet sie am nächsten Tage mit Pergamentpapier zu.
Eine oft gerügte Unsitte, die schon manches Unheil angerichtet hat, ist das Tragen von Schirm und Stock unter dem Arm in wagerechter Haltung mit weit hinter dem Arm herausschauender Spitze. Ich möchte nun darauf hinweisen, wie auch in senkrechter Haltung von Schirm und Stock manch Unheil angerichtet werden kann und möchte darin zur Vorsicht mihnen. Es hat sich, wie man häufig beobachten kann, in den Straßenbahnen oder in den Autobussen bei den stehenden Fahrgästen die Sitte oder vielmehr die Unsitte eingebürert, die gebogene Krücke von Stock oder schirm über die im oberen Teil des Wagens befindliche, zum Festhalten bestimmte Stange oder den gleichfalls dafür bestimmten Riemen zu hängen und sich mit der Hand daran festzuhalten. Oftmals wird auch die Krücke über den leicht nach aufwärts gebogenen Arm gehängt, dessen Hand sich oben an Stange oder Riemen festhält. Das Fahrzeug schleudert hin und her und so oft es schleudert, so oft pendelt die Spitze des Stockes unmittelbar vor den Augen der dem betreffenden Besitzer dieses Stockes Zunächstsitzenden gleichfalls hin und her. Ein plötzliches, besonders heftiges Schleu
dern, wie es gerade bei den Automobilomnibussen sehr häufig ist, kann diese pendelnde Stockspitze ganz aus ihrer ursprünglichen Lage bringen und dem Gegenübersitzenden mit ungeheurer Gewalt ins Gesicht oder gar ins Auge stoßen. Macht man in höflicher Weise darauf aufmerksam, so ist meist ein überlegenes Lächeln die Antwort und man hört die etwas gereizten Worte, daß der Betreffende schon selbst idarauf achten werde Es kann aber nicht energisch genug darauf hingewiesen wer
den, diesen gefahrdrohenden Pendel herunterzunehmen.
zu„Maronen=Stärke" verbrauchen. Der Ge
schmack der damit bereiteten Gerichte ist köstlich. Natürlich kann man auch Wäsche damit stärken oder Kleister daraus kochen, aber das erscheint mir doch als zu„schade“.
Aus dem Engen und Welten
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Gewinnung des Stärkemehlsaus der Roßkastanie oder der echten Marone
Von L. v. Bülow.
Geles aus Mispeln. Vor ihrer Verwendung legt man die Früchte während 14 Tage auf eine Lage Stroh, damit sie nicht nur nachreifen, sondern auch weich werden; dann wischt man sie mit einem leinenen Tuche ab, um den ihnen anhaftenden Flaum zu entfernen und kocht sie in einem Einmachekessel, am besten aus Kupfer oder Messing langsam gar. Man muß während des Kochens, das ungefähr zwei Stunden dauert, fleißig rühren, da die Masse leicht anbrennt. Das Mus treibt man dann durch ein Haarsieb und läßt den Saft über Nacht durch ein, an den vier Beinen eines umgekehrten Küchenstuhles befestigtes, ausgewaschenes Filtriertuch willig durchlaufen, damit er ganz klar wird. Auf ein Kilogramm Saft, den man mit Zitronensaft am besten 10 Gramm aufgelöste kristallisierte Zitronensäure auf je 1 Kilo
schär
ariseunlieer1„Hnegleensture auf gramm Saft schärft, rechnet man 600 Gramm geriebenen Hutzucker und dickt ihn unter beständigem Rühren mit einem breiten Holzlöffel auf lebhaften. Feuer ein. Das Gelee, das während des Kochens eine dunkelrote Farbe annimmt, ist fertig, sobald ein auf einem kalten Porzellanteller gegossener Tropfen Form behält. Noch heiß füllt man das Gelee in peinlich saubere, vorgewärmte breite Gläser, die man am nächsten Tage mit festem Papier zuLindet.
Honig
als Heilmittel gegen Grippe
Der rauhe Herbst hält seinen Einzug, die Zeit der Grippen und Katarrhe, Nicht immer treten die Krankheiten so heftig auf, daß man sofort einen Arzt zu Rate ziehen muß. Es wäre jedoch verfehlt, einer kleinen Erkältung keine Beachtung schenken zu wollen. Vorbeugungsmittel, die Unheil verhüten, müssen stets in der Hausapotheke zu finden sein. Den leidigen Herbstkrankheiten tritt in den meisten Fällen guter Bienenhonig wirksam entgegen und macht oft weitere Maßnahmen unnötig. Treten z. B. bei einem Kinde Grippe=Krankheitserscheinungen auf, so ist es empfehlenswert, zweistümndlich einen Teelöffel Honig zu verabreichen und Honigschnitten an Stelle der Butter= oder belegten Brotstullen zu geben. Die heilende und lösende Eigenschaft des Howigs dürfte hinreichend bekannt sein.
Die jetzt reisenden Roßkastanien verlohnt es sich zu sommeln. Sie sind, wie bekannt, zu Wild= und Viehfutter zu gebrauchen. Man kann sie dazu, am besten gröblich geschrotet, auch selbst famos verwenden. Dann ergeben sie eine vorzügliche Stärke, die noch viel zu wenig hergestellt wird.
Eine Freundin von mir— natürlich auf dem Lande— ließ stets von ihrer Kinderfrau die Stärke für sämtliche Kinderwäsche aus Kastanien machen und erzielte hierdurch große Ersparnisse. Diese Kinderwärterin war eine Wendin,— bei diesen ist das Fabrizieren dieser Stärke allgemein üblich, ebenso in katholischen Klöstern. Die Hauben und Kopfbedekkungen der Schwestern, bekanntlich wundervoll hart gestärkt und von schneeiger Weiße, werden, wie mir gesagt worden ist, oft mit der von den Nonnen selbst verfertigten KastanienStärke aus Roßkastanien hergestellt. Das Rezept zu dieser Stärke ist ebenso kurz als einfach: Die Kastanien werden mit ihrer harten braunen Schale eingewässert, aus dem Wasser heraus gleich geschält und alsdann auf Reibeisen, besser einer Reibemaschine, gerieben. Das Reibsel wird mit Wasser übergossen und bleibt so einige Stunden lang stehen. Alsdann gießt man das Wasser über ein Sieb vorsichtig ab und wiederholt das Verfahren 6—8 mal, bis das Kastanienmehl schneeweiß ist. Es wird in flachen Schäffern(Bottichen) oder Schüsseln an der Luft getrocknet und dann verwahrt. Das abgegossene Wasser ist sehr seifenhaltig und kann zum Scheuern und Waschen gut statt Seife gebraucht werden. Die in Wasser geriebenen Kastanien geben ebenfalls anstatt Stärke eine schöne Lauge. Man wäscht in dem Brei, dem das nötige lauwarme Wasser zugesetzt ist, ehne Seife alle Wäsche, kann aber natürlich auch Seife dazunehmen. Die Kastanien=Stärke ist wie andere Stärke auch ein gutes Klebemittel.
Ebenso wie oben kann man auch MaronenStärke herstellen, die man gewöhnlich auf Papierbogen an der Luft trocknet, durch seine siebe reibt und ganz wie Kartoffelmehl, Maizena oder Mondamin zu Flammeris und Süßspeisen jeder Art benutzt oder zum Verdicken der Suppen und Soßen verwendet. Die herrlichen echten Kastanien gedeihen ja in vielen Gegenden unseres Vaterlandes aufs herrlichste. Was man dort nicht au Früchten verkauft, sollte man für den Handel oder für sich selbst'
„Die schönsten Beine“.
Gab es jüngst eine lustige Sache in der Stadt Stonington im Staate Minnesota. Da der Inhalt des menschlichen Kopfes zum Dasein heute eigentlich unnötig ist und man nur noch Wert legt auf Arme und Beine, so hatten auch die Väter der Stadt Stonington in diesem Sinne eine Schönheitskonkurrenz, einen Wettbewerb für die„schönsten Beine“ ausgeschrieben. Einhundertzwanzig Paar Beine rangen um den ausgesetzten Preis von 12000 A. Die Arbeit der Jury war nicht leicht. Der ganze Körper war bis zu den Beinen durch einen dichten Vorhang unsichtbar gemacht. Stundenlang dauerte die Besichtigung; keiner der Preisrichter hatte die Bewerberinnen vorher gesehen, keiner kannte sie näher. Zwölf Preisrichter arbeiteten und alle gaben ihre Stimme ein und denselben Beinen. Dann hob sich der Vorhang. Und— bitte, benutzen Sie die Rückenlehne— man hatte die Beine einer 58 Jahre alten [Schwiegermutter und Großmutter preisgekrönt. O, jeh! Die Begeisterung der Massen war aber nun erst recht groß und der Jubel und die Ehrung der so schönbebeinten Großmutter wollten gar kein Ende nehmen. Tja, tja, wer hat, hat! Und die Jugend von 16 bis 40 Jahren zog ab, unprämiiert.— So geht es, wenn die Beine den Kopf ersetzen müssen.
Das Mutterrechtssystem.
Das Mutterschaftssystem! Was das nun schon wieder einmal ist! Hierzulande hat man doch noch nicht davon gehört. Aber es existiert. Ein Forscher, der kürzlich die Insel Man, zwischen Schottland und Irland gelegen, besuchte, weiß davon zu berichten. Was er sagt, klingt mehr als seltsam. In allen kultivierten und zum Teil auch unkultivierten Staaten ist es bekanntlich üblich, daß alle Kinder, zum mirdesten aber der erstgeborene Sohn, erbberechtigt sind. Auf der Insel Man ist nur die älteste Tochter, auch wenn mehrere Kinder vorhanden sind, erbberechtigt. Die Ehefrauen haben ferner das Recht, noch bei Lebzeiten des Gatten über die Hälfte der Mobilien und Immobilien zu verfügen. Nach den Angaben der Bewohner jener Insel, sollen die Frauen dieses Vorrecht besitzen, weil sie in einer Schlacht im Jahre 1908 den Männern zu Hilfe eilten.— Klagt ein unverheiratetes Mädchen gegen einen ledigen Mann, der sie verführte, so legt ihr der Richter einen Strick und einen Ring hin, und sie kann wählen, ob er gehängt oder geköpft werden soll, oder ob sie ihn zum Ehemann haben will.
Das neue Daheim(64. Jahrg. Nr. 2) ist er
schienen. Es enthält neben der Fortsetzung des sesselnden neuen Amevika=Romans„Ursula entdeckt Amerika“ von Ann Tizia Leitich eine abgeschlossene Novelle„Die Romanze“ von M. Kind. Aus der wechselvollen Reihe der zumeist illustrierten Aufsätze seien besonders hervorgehoben:„Der babylonische Turm“, eine geistesund kulturgeschichtliche Betrachtung von Dr. G. Giesecke, eine kunsthistorische Plauderei„Nymphenburger Vögel“ von A. Freitag, eine wirtschaftlich und technisch interessante Abhandlung über neue„Anwendungsgebiete des Staubsaugers“ von Oberingenieur Foerster. Aus dem Landleben erzählt Pfarrer D. Eckert in seinem Aufsatz„Doktor Ferdinand von Lochow und sein Petkuser Roggen". Den Zauber vergangener Tage beschwört Professor Mr. Kerbertz in „Drehorgel=Romantik“. Die vortrefflichen Wiedergaben von Gemälden, zahlreiche aktuelle Bilder, eine wertvolle ganzseitige Kunstbeilage, das Frauen=Daheim mit seinen Modeberichten und praktischen Ratschlägen vervollständigen das reichhaltige Heft.
Verantwortlich: H. Semmelmann, Altena Druck und Verlag: P. A. Santz. Altena.
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Beilage zum Altenaer Kreisblatt zugleich Neuenrader Zeitung
Nr. 41
Altena, den 11. Oktober
1927
Tischsitten von heute
Einfache Dinge, die jede Hausfrau wissen muß:
Servieren und Anrichten.
Von Ruth Peschken.
Darf man Erbsen mit dem Messer essen? Bitte, gnädige Frau, antworten Sie nicht so ohne weiteres mit einem überzeugten„Nein“, denn in Amerika ist kürzlich ein Messer erfunden und patentiert worden, das ausgesprochenermaßen und lediglich zum Erbsenessen dient. Es ist sehr sinnreich für diesen Zweck konstruiert. Es hat in der Mitte durch seine ganze Länge einen Ausschnitt, in dem die Erbsen schön ausgerichtet nebeneinander liegen können, ohne herunterzukollern. Der Erfinder dieser herrlichen Angelegenheit behauptet natürlich: man muß Erbsen mit dem Messer essen. Aber, gnädige Frau Ihr überzeugtes„Nein“ ist natürlich vollkommen richtig, und wir haben gar keine Veranlassung, diesem Amerikaner den Geidbeutel zu füllen, indem wir von unserer strikten Regel abweichen, daß ein Messer niemals in den Mund gehört. Niemals! Selbst mit dem Obstmesser piekt man nicht die Obststücke auf, um sie in den Mund zu stecken, sondern, wenn man die Hand nicht nehmen will, bedient man sich einer kleinen Gabel. Das Fischmesser, das man ja auch nicht in den Mund nimmt, macht keine Ausnahme von der Regel, denn seine Aufgabe ist nur, beim Zerteilen des Fisches zu helfen und so das für den Fisch unmögliche und abscheuliche Stahlmesser zu ersetzen.
Jede Hausfrau kennt die Peinlichkeit der Situation, wenn eine Hausangestellte oder gar die Tochter des Hauses beim Tellerabnehmen einen großen Unfug anrichtet, oder die Gäste sehen mit angstvollen Blicken, ob nicht von Messer oder Gabeln höchst unangenehm etwas auf Weste oder Rock des bedienten Gastes tröpfelt. Und es gibt viele peinliche Lagen mehr, die erwachsen können, nein erwachsen müssen, wenn man die einfache Kunst des Servierens und Anrichtens nicht beherrscht. Ueberlegen wir uns also die Hauptregeln: Der gedeckte Tisch erhält seine Belebung durch ein freundliches Deckchen, das in der Mitte liegt, und durch ein paar Blumen, die auch auf der täglichen Familientafel nicht fehlen dürfen. Messer und Gabel liegen rechts. Wird noch ein zweiter Hauptgang gereicht, so liegt das Fischbesteck links. Ist der zweite Hauptgang gereicht, so liegt das Fischbesteck links. Ist der zweite Hauptgang nicht Fisch, sondern auch eine Speise, zu der man Messer und Gabeln braucht, dann gehört die zweite Gabel an die linke Seite des Tellers, das Messer quer hinter ihn. Der Suppenlöffel liegt entweder rechts oder auch quer, Kompottlöffel immer quer. Gläser stehen schräg rechts von den Tellern, das kleine Salzfaß links neben jedem Gedeck. Servietten können entweder auf dem Teller stehen oder links von ihm liegen. Nach beendeter Mahlzeit werden sie nur am Familientisch zusammengefaltet, bei Gesellschaften oder im Restaurant ungefaltet auf den Tisch gelegt, d. h. aber natürlich, sie bilden nicht etwa einen wüsten Haufen, denn ganz auseinandergefaltet wurden sie ja gar nicht; der gut erzogene Mensch kann essen, ohne sich zu bekleckern, und nur Kindern bindet man die Serviette vor. Auch im Westenausschnitt hat sie nichts verloren. Ihr einziger Zweck ist, den Mund abzuwischen und die Finger zu säubern, falls sie versehentlich beschmutzt wurden. Und wenn man etwa die häusliche Untugend des Vorbindens oder Einsteckens einer Serviette in einem Restaurant üben sieht, dem möchte man wahrhaftig ein paar komische Blicke zuwerfen.
Unangenehm fällt auf, wer etwa einen leeren Teller von links vor den Gast setzt. Nur Teller und Schüsseln, aus denen man sich etwas nehmen soll, werden von links gereicht, damit
Herbsthauch
Herz, nun so alt und noch immer nicht klug, Hoffst du von Tagen zu Tagen,
Was dir der blühende Frühling nicht trug, Werde der Herbst dir noch tragen!
Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch Immer zu schmeicheln, zu kosen.
Rosen entfaltet am Morgen sein Hauch, Abends verstreut er die Rosen.
Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch, Bis er ihn völlig gelichtet.
Alles, o Herz, ist ein Wind und ein Hauch,
Was wir geliebt und gedichtet.
Rückert.
GEilenlfenlgalenlenlellellenlfenlgalen
EEEE E EEEEE EE
kommt von rechts und schwindet nach rechts.
alles Schmutzige ver
Der Geschirrkorb ist nicht mehr modern. Beim Abnehmen wird der erste Teller mit den Fingern der linken Hand gehalten, wohl gemerkt mitsamt dem auf ihm liegenden schmutzigen Besteck. Der zweite Teller wird, auch mit Besteck, auf den Ballen des linken Daumens und das Handgelenk mit seiner einen Seite gestützt, wobei seine andere Seite ihren Widerstand am Körper findet. Der erste und der zweite Teller sind dann dicht nebeneinander, und nun kann ohne Gefahr das Besteck vom 1. auf den 2. gelegt werden; jeder folgende Teller wird auf den zweiten gestellt und dann wiederum von seinem Besteck befreit. Ein Besteck darf natürlich immer nur für einen Gang benutzt werden. Suppe und Nachspeise werden einmal gereicht, Hauptgerichte zweimal. Eine taktvolle Hausfrau vermeidet dabei natürlich, daß sich in einer Schüssel nur noch sehr wenig befindet, und macht es auch nicht etwa so wie eine mir bekannte Dame, die beim zweiten Herumreichen, wenns knapp ist,„F. z.“ zu sagen pflegt.(F. z. heißt, wie ich durch Zufall erfahren habe,„Familie zurückhalten“.)
Das Servieren beginnt bei der ältesten Dame Von ihr aus geht es links herum weiter. Beim zweiten Anbieten beginnt es wieder bei ihr, wird aber nach der anderen Seite fortgesetzt. In der sich dabei ergebenden Reihenfolge werden Familienmitglieder nicht etwa ausgelassen. Bevor süße Nachspeisen gegeben werden, muß der Tisch durchaus wieder aufgeräumt werden, d. h. es muß alles verschwinden, was man nicht mehr braucht. Dazu gehört auch das Salzfaß. Manchem feinfühligen Menschen ist es geradezu unmöglich, Kompott zu essen und ein Saizfaß in der Nähe zu sehen.
Das Zeichen zum Beginn und Schluß des Essens gibt die Hausfrau. Erst wenn sie ihr Besteck ergreift, fangen die Gäste an, und erst, wenn auch der letzte Gast mit dem Essen fertig ist, steht die Hausfrau auf. Manchmal kommt es vor, daß ein Gast besonders langsam oder besonders viel ißt und noch heftig dabei ist, während alle anderen schon fertig sind. In solchen Fällen ist es sehr taktvoll von der Hausfrau, wenn sie dafür sorgt, daß wenigstens ihr Teller auch noch nicht leer ist, wenn sie sich eotl. sogar noch einmal eine Kleinigkeit nimmt. Sie erspart damit ihrem Gast die unangenehme Entdeckung, daß er der Einzige ist, der kein Ende finden kann. Eine Ziererei beim Anbieten ist höchst überflüssig. Man darf ruhig von einem zum 2. Male angebotenen Gericht noch einmal nehmen, und zum dritten Male wird an einem gut geleiteten Tisch nicht angeboten. Tabak und Kaffee nach dem Essen soll man möglichst im Nebenzimmer einnehmen.
ten mit anzusehen oder gar an einem unaufgeräumten Tische zu sitzen.
Zum Kapitel des Anrichtens gehört natürlich auch die geschmackvolle Ausgestaltung einer Schüssel. Sie darf nicht zu voll, muß immer gut abgewischt sein. Nun, es sind aber noch tausenderlei Dinge, die da in Frage kommen, und auch das Tranchieren ist eine Kunst, über die wir uns ein anderes Mal unterhalten können.
der Gast bequem zulangen könne. Alles Leer= Denn es ist nicht angenehm, die Aufräumarbei
Vom Reinhalten des Küchengeschirres
Von Bertha Böhm.
Die geschicktesten Hände vermögen oft nich nach den besten Rezepten, mit den vorzüglichsten Zutaten tadellose Gerichte herzustellen; hier hat die seine Speise einen unangenehmen Beigeschmack, der Blumenkohl sieht grau, der Spargel bräunlich aus, dort ist die Milch oder der Nahm geronnen, von noch böseren Sachen zu schweigen, und dies liegt oft ja meistens an ungenügender Sauberkeit der Küchengerätschaften und hat die sorgsame, für das Wohl der Ihren bedachte Hausfrau auf diesen Punkt die größte Aufmerksamkeit zu richten, denn die Gesundheit, ja das Leben der Ihrigen hängt oft d#ven ab. Jede Hausfrau sollte immer und immer wieder nachsehen, ob beim Aufwaschen nicht gegen die Reinlichkeit gesündigt wird und in diesem Punkte ohne Nachsicht sein; vorzüglich, wenn eine neue Magd zuzog, sollte strenge Kontrolle geführt werden. Kommt die Frau einmal unerwartet zu diesem Akte in die Küche, so kann sie Wunderbares erleben: aus Faulheit wird statt des reinen Aufwaschegerätes ein Kochtopf benutzt, in einem Wasser wird jetzt eine Schüssel, dann ein Topf, nun ein Teller gespült, das Geschirr, woran das meiste Fett sitzt, wird zuerst gewaschen und in dieser Brühe liegen die silbernen Löffel. Die Gabeln werden zuletzt herausgespült.
Zum Vorbereiten der verschiedenen Speisen dienen am besten irdene Schalen und Schüsseln usw und wer irgend kann, soll darin nicht gei
zig sein, sondern eine große Auswahl für die Küche halten; um sie stets rein zu erhalten, nehme man etwas Soda zu dem sehr heißen Wasser, spüle sie mit kaltem Wasser nach, sie so recht appetitlich und rein von Fett erhaltend. Auch die Porzellansachen spüle man in Wasser mit etwas Soda, spüle sie in warmem Wasser nach und trockne sie mit einem Leinentuche ab — je heißer das Nachspülwasser war, je hübscher wirt das Porzellan— es ist zu unangenehn, venn der dasselbe verührende Finger Rauheiten durch festgetrocknete Speisereste untr dem Rande findet.
Holzbretter, Teller, Löffel usw. sind wenigstens einmal in der Woche mit Sand, Seife. Soda und viel Wasser(kaltes) zu scheuern (putzen) und an der Luft zu trocknen, ebenso die großen und kleinen Holzlöffel, von denen auch eine große Anzahl vorhanden sein muß, da zum Rühren und Probieren für jede Speise 1 bis 2 besondere Löffel benutzt werden sollten.
Schäumer, Durchschlag und Klopfer sind am besten von Vorzellan, sie sind am leichtesten rein
zu halten und in Durchschlägen dieser Art sowie in solchen von Steinzeug verlieren Gemüse und Früchte, welche man darin abtropfen läßt, ihre Farbe nicht.
Zur Suppe bedient man sich am besten eines Dampftopfes oder kupferner verzinnter Kasserollen, beide müssen auf das peinlichste sauber gehalten werden, der erstere stets gut auslüften, in diesen wie in den kupfernen Kasserollen darf man nie Speisen kalt werden lassen oder zum Aufbewahren stehen lassen, denn bei allem verzinnten Geschirr ist dies der Gesundheit sehe