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Haus und Käte.
Ich weiß nur einzig eine Die mir so recht gefällt!
Ach wenn ich doch das Mädel hätt', Es ist so stink und wundernett, so wundernett,
Ein Himmel wär' die Welt!
Wahr ist es, sie gefällt mir, Wahr ist's, ich hätt' sie gern!
Das Mädel ist wie Milch und Blut, hat immer solchen frohen Mut, solch frohen Mut, hat Augen wie zwei Stern'.
Wenn ich sie seh' von weitem, Gleich brennt mir das Gesicht,
Es wird mir so beklommen hier, Die Augen stehn voll Wasser mir, voll Wasser mir,
Weiß nicht, wie mir geschicht.
Am Dienstag früh beim Brunnen, Da red't sie frisch mich an:
Romm, hilf mir hans! Was hast denn dur
Es geht mit dir nicht richtig zu, nicht richtig zu!—
Ich denk' mein Lebtag dran.
Ich hätt's ihr sollen sagen;
Hätt' ich es nur getan!
Ach wenn ich doch nur reicher wär', Und wär’ mir nicht das Herz so schwer, das herz so schwer,
Es ging vielleicht noch an.
Ach was! ich geh'. Ich weiß schon, Sie jätet jetzt Salat.
Ich sag' es ihr, wenn ich nur kann,
Und sieht sie mich nicht freundlich an, nicht freundlich an,
Bin morgen ich Soldat.
Ein armer Uerl das bin ich,
Arm bin ich, das ist wahr;
Ein Unrecht aber tat ich nicht,
Ich hab' doch auch kein schlimm' Gesicht, kein schlimm' Gesicht, Damit hat's nicht Gefahr.—
Was knistert da im Busche?
Was hat denn da gerauscht?
Es war, als flüstert was im Laub. Was ist denn das? herr Gott! ich
glaub', ich glaub', ich glaub', Es hat mich wer belauscht!
„Da bin ich ja, da hast mich,
Nu? willst du mich denn nicht? Ich hab' schon lang dich im Verdacht, Der Dienstag hat mir's klar gemacht, ja, klar gemacht; Warum auch sprichst du nicht?
Bist du nicht reich an Gelde,
Bist du nicht reich an Gut,
Ein treu' Gemüt ist mehr als Geld, Kannst schaffen auch in Haus und Feld, in Haus und Feld,
Und sieh, ich bin dir gut!"—
Ach Räte, ist es wirklich!
Käte, sagst du Ja?
Ich dacht’, mit mir da wär' es aus, Ich hielt es auch nicht länger aus, nicht länger aus.
Ja, freilich will ich, ja!
Johann Oeter Hebel.
Merk's.
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A 6
Verrichte deine Arbeit nach einem bestimmten Stunden
plan! Gereihen und Fortschritt der Arbeit hängen nicht zum wenigsten davon ab, oaß das Pensum nach bestimmten Grundsätzen erledigt wird. Die Arbeit soll in Abschnitte zerlegt werden, mit denen zu einer im voraus festgelegten Stunde begonnen wird und die auch in einem bestimmten Zeitraum vollendet werden soll. Man erleichtert sich dadurch die Uebersicht, geht mit Freude und Eifer an die Arbeit heran und überwindet die Scheu vor der Besorgung unangenehmer Geschäfte, die in jedem Beruf und in jeder Haushaltung unausbleiblich sind. Die Versuchung, eine Arbeit auf den folgenden Tag zu verschieben oder neue Arbeit vor Vollendung der angefangenen in die Hand zu nehmen, wird geringer. Der Stundenplan gewöhnt an regelmäßiges und darum fruchtbringendes Arbeiten. Er bewahrt vor Zerstreuung der Gedanken und Zersplitterung der Kräfte. Ein Stundenplan, für die Untergebenen eingeführt, hat den Vorteil, daß diese nach erhaltener kurzer Direktive auch bei Abwesenheit ihres Vorgesetzten in der Fortsetzung und Vollendung der angewiesenen Arbeit nicht gehemmt sind. Es erzieht sie zur Selbständigkeit und vor allem zur Pünktlichkeit, dieser Krone aller Ordnung. Der Stundenplan zwingt zur Rechenschaft über die Verwendung der Zeit. Er läßt den Ordnungliebenden ohne Hast und Kräftevergeudung in seiner wohl eingeteilten Arbeit fortschreiten und führt ihn ohne Erschöpfung an sein Ziel. G. Hepp, N.
Allerlei Heiteres.
Rätselecke.
Erklärsiche Frage. Die kleine Erna hat unterwegs aufmerksam ihre sie spazieren führende Schwester, einen Backfisch, beobachtet. Als sie nach Hause kommt, fragt sie eindringlich die Mutter:„Mutter, soll ich auch jedesmal rot werden, wenn uns ein Leutnant begegnet?“
Vor der Badereise. Hausarzt:„Ich muß Ihnen eine unangenehme Eröffnung machen, gnädige Frau... Sie haben die Krankheit wirklich, die Sie sich einbilden.“
Gesühlvoll. Er:„Wie schade, daß du nicht gestern abend im Theater warst, du hättest dich sicher totgelacht.“
Erhöhter Genuß. Freundin(zur andern):„Wie man nur einen Stotterer als Verehrer haben kann!"—„O, das ist ja gerade das Nette daran... Zur Liebeserklärung hat er gegen zwei Stunden gebraucht!"
Modern. A.:„... Das Einfamilienhaus ist allerdings sehr klein!" — B.:„Ja, Familie darf man da nicht haben!“
Eine heille Srage. Köchin(zu ihrem Soldaten, der eben vor einer dampfenden Fleischschüssel sitzt):„Was meinst, Schorschl, ob sich die Vegetarianer auch lieben können?“
Silbenrättel.
Wenn's unser Tun und Handeln zierte, Wenn niemand es verletzen würde, Wie schön wär’ es auf dieser Welt! Doch wenn zwei Zeichen es erhält, Dann wird das Gegenteil daraus, Das leider sehr bei uns zu Haus.
Fr. K.
Sinnrätsel.
Ein Kleidungsstück der Bruder sucht, Da er's nicht find', gar arg er flucht, Wo das verdammte Ding wohl steckt, Bis er's im Kasten drin entdeckt.
Fritz Guggenberger.
Pyramidenrätsel.
Nach Ordnen der Buchstaben AA, C, EE, F, HH, L, M, N, O, R, SS, T in die Felder obenstehender Figur wird in den 4 Querreihen bezeichnet: 1. ein Laut, 2. ein deutscher Fluß, 3. eine preuß. Festung, 4. ein Gefäß. Die mittlere Senkrechte gibt den Namen eines Propheten. F.
Auflösungen aus voriger Nummer:
des Pilzrätsels: Ems, Thorn, Schrank, Strichnin, Ohr, Heu, Ilm, Morchel; — des Bilderrätsels: Man bestimme zunächst, welche senkrechten Buchstabenreihen genau unter einer Aehrenspitze stehen; es sind die zweite, fünfte, sechste und neunte. Dann lese man erst wagerecht die Buchstaben der übrigen senkrechten Buchstabenreihen ab und lasse diesen die Buchstaben der zuerst ausgeschiedenen Reihen folgen. So findet man den Spruch:„Die leeren Aehren tragen den Kopf am höchsten, doch in der Ernte gelten sie nichts.
Nachdruck unserer Originalartikel wird gerichtlich verfolge.
Druck von W. Kohlhammer. Redaktion: Dr. E. Görlach in Stuttgart. Verlag von P. A. Santz, Altena i. W.
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Novelle von Liddy Strakosch.
(Fortsetzung.)
Wir traten wieder ins Freie. Das Wirtshaus lag am andern Ende des Dorfes. Ein schmaler Weg führte mitten durch die Wiesen, so eng, daß wir eins hinter dem andern gehen mußten.
„So, das Gehen wird Ihnen gut tun,“ brach der Doktor endlich das Schweigen.„Dann essen Sie tüchtig zu Abend und schlafen schön, damit die Augen morgen wieder fröhlicher in die Welt schauen, nicht wahr? Und wir wollen hoffen, Ihrer kleinen Freundin geht es morgen wieder besser!“
So sehr ich mich über den ersten Satz ärgerte, so erweckte doch der zweite meine Aufmerksamkeit.
„Sie meinen, daß es ihr besser sein wird?“ fragte ich erleichtert.
„Wir wollen es wenigstens hoffen; etwas
Bestimmtes kann ich ja leider nicht sagen, auf jeden Fall kommen Sie der Kleinen nicht zu nahe“, antwortete er.
„Fürchten Sie sich nicht?“ fügte er nach eine Weile hinzu.
„Wenn mein Bruder Arzt ist, ziehe ich zu ihm und da sollte es traurig sein, würde ich mich vor jeder Krankheit fürchten,“ sagte ich gekränkt.
„Das ist tapfer,“ erwiderte er sehr
zufrieden, ohne zu merken, daß ich eigentlich sehr ärgerlich war.— „Dann werden Sie ja eine famose kleine Doktorsfrau abgeben.“ „Ich werde überhaupt nicht heiraten, übrigens kann Ihnen das ja gleichgültig sein,“ stieß ich sehr ungezogen hervor.
Meine Geduld war zu Ende. Was ging ihn das alles an. Sollte er sich doch um seine Braut kümmern, wenn nur sie gut zur Doktorsfrau geeignet sei. Das war die Hauptsache.
Ich weiß nicht, warum mich seine harmlosen Reden eigentlich so erregten; aber mir flimmerte es vor den Augen vor Zorn und ich sagte ihm das alles. Dann wandte ich mich um und wollte nach Hause laufen; aber er hielt mich fest, schaute mich noch immer ganz verdutzt an und stammelte:„Meine Braut— ja aber.“ „Natürlich, Ihre Braut,“ rief ich, riß mich heftig los, und
lief so schnell mich meine Füße tragen konnten, dem Dorfe zu. Er hinter mir her, mit seinen langen Beinen.„Fräulein Inge“, keuchte er,„so hören Sie mich doch.“ Aber ich lief um so schneller. Gerade an den ersten Häusern erreichteer mich: „Hiergeblieben,“ befahl er,„und mich erst anhören, ja?"„Fällt mir gar nicht ein,“ antwortete ich, und schlug heftig um mich.
Ersah wohl ein, daß wir hier kein Schauspiel geben durften, denn es konnten doch jeden Augenblick Menschen vorbeikommen. So gab
M 32. Wochenbeilage zum Altenaer Kreisblatt.
1913.
Abseits der großen Straße.
Spiez am Thuner See bietet einen prachtvollen Blick auf den See und die das Städtchen und den See umschließenden
„Veter, hohen Berge. Am Südufer des Thuner Sees gelegen ist Spiez der Ausgangspunkt einer Bahn
unne, die in Frutigen endet, wie auch Spiez durch die neue Lötschbergbahn, die bei dem hübschen Ort Reichenbach nach Süden von dem Frutiger Tal abbiegt, mit Bern und Brieg verbunden ist.