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Das große Festbankett der alten Offiziere zu Ehren Mackensens.

Die großen deutschen Offiziersver­bände veranstalteten am Montag, dem 9. Dez., zu Ehren des 80jähr. Feldmarschalls von Mackensen einen großen Kameradschaftsball.

Unsere Aufnahme zeigt den Tisch mit Mackensen und den höchsten Offizieren. In der Mitte Feldmar­schall von Mackensen, rechts neben ihm Admiral von Schröder und Ge­neral von Boehm, links neben ihm Kronprinz Wilhelm, Frau von Mackensen, stehend: General von Gallwitz bei seiner Geburtstagsrede, Prinz August Wilhelm, General von Steuben u. a. m

Neue Sauerstoffbehandlung bei kleinen Kindern.

Unsere Aufnahme stammt aus ei­nem Neuyorker Hospital, wo die Aerzte erfolgreiche Versuche mit Sauerstoff=Behandlung an den klei­nen Patienten, die an Lungenent­zündung erkrankt waren, vornah­men. Wie man sieht, wird über den Kopf und die Teile des Körpers mit den Atmungsorganen eine Art Haube gestülpt, die luftdicht abge­schlossen wird und in die nun so­lange Sauerstoff eingeführt wird. bis der Patient muhelos atmen kann. Diese Behandlung soll schon in vielen, sonst hoffnungslosen Fällen Erfolg gebracht haben.

Photo: Scherl.

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Dazu kam das unhaltbare Verhältnis sei­ner Söhne. Er mußte sich einmal entschließen und einem von den Beiden den Besitz über­geben. Es bestand für ihn kein Zweifel, welcher Sohn dies sein würde.

Doch Lorenz tat ihm oft bitter leid. Wie ollte er ihn entschädigen? Er hing mit allen Fasern an der Lindenmühle!

In ganz fernen Augenblicken zuckte wie ein Blitz ein kühner Gedanke in ihm auf, den er anfangs, über sich selbst entrüstet, energisch von sich wies.

Aber dieser Gedanke kehrte beharrlich im­mer wieder und nahm festere Formen an. In müßigen Stunden beschäftigte er sich spie­lend mit ihm. Dann konnte es geschehen, daß er seine Bücher herbeiholte und zu rech­nen begann. Er war reicher als er gedacht.

Und da stellte er fest: Ja, es würde gehen

— Not brauchte keines zu leiden. Auch Lo­renz nicht

Aber sein Weib... was würde die sagen?

Nun, es müßte eben geschehen sein, bevor sie zurückkehrte. Ins Auge mochte er ihr nicht mehr blicken.

Sie schrieb selten in ihrer kargen Art: Der Doktor ließ sie noch nicht fort, sie solle erst ganz kräftig und gesund zurückkehren. Schon jetzt fühle sie die alte Frische und Leben­digkeit.

Da schickte der Müller, in dem Bedürfnis, gutzumachen, Geld über Geld hin und bat beständig:

„Laß es Dir gut gehen— es an nichts fehlen und werde ganz gesund.“

Dabei atmete er erleichtert auf, daß sie noch fortblieb. Wie häßlich wäre es jetzt in der Mühle, hätte ihm nicht Susanne mit ihrer Liebe das Leben erträglich gemacht!

Seine Eifersucht auf Thomas war ver­schwunden, wenn auch die beiden noch oft beieinander standen, bald lachten, bald hef­tig stritten. Mein Gott— sie waren jung— ihm aber gehörte des Mädchens Liebe, das wußte er.

Immer klarer formten sich die Gedanken und Pläne in seinem Kopfe.

Ja, so wollte er es gestalten: er würde sich scheiden lassen von seiner Frau— Susanne später heiraten— eine Mühle irgendwo weit entfernt kaufen— natürlich nur eine kleine, bescheidene— aber sie würden zu leben haben, er und Susanne, Gottlob! Franz be­käme diese Mühle, und seine Frau müßte mit dem kranken Lorenz zusammen hausen.

Eine leise Qual aber schlummerte tief un­ten im Grunde und warf ihren dunklen Schatten herauf auf sein heimliches Glück. Das war der Gedanke an sein Weib. Sie schien völlig ahnungslos. Es waren keine Eifersüchteleien, keine Streitigkeiten voraus­gegangen— im Frieden hatten sie sich da­mals getrennt, obwohl seine eheliche Treue schon auf Irrwegen gewandelt war.

Und doch— wie grausam— wenn sie ge­sundet zurückkehrte— fand sie das Nest leer

— die Mühle dem jungen Ehepaar über­geben— sie mit dem kranken Lorenz ins

Die Glocke im Bild

Ausgedinge verwiesen, der Macht und Herr­schaft in der Mühle gänzlich beraubt.

Er dachte an den Tag von Franzens Hoch­zeit. Wie hatte er sich dagegen gewehrt— hatte getobt— und doch hatte diese Heirat ein solch stürmisches Glück für ihn im Ge­folge. Und seiner Frau, die diese Heirat hin­ter seinem Rücken begünstigt hatte, brachte sie schließlich Leid und Entsagung.

Welch grausames Geschick! Welch harte Strafe!

Gleich morgen wollte er Umschau halten nach einer Mühle.

Freilich, so groß und schön wie diese hier konnte er keine kaufen— er wollte seine Familie nicht allzu sehr berauben. Susanne

würde mit ihm arbeiten und seinen Besitz vermehren helfen, wie es einst Marta ge­tan. Sie war wohl noch jung, erst zwanzig — und er— nein, er mochte nicht rechnen und denken. Im Herzen fühlte er sich noch jung, feurig und voll Kraft.

Und wieder stiegen dunkle Gedanken aus Untiefen auf: Wie lange noch? Dann bist du alt und hast ein junges Weib, die nach andern schauen wird!

Schon jetzt empfand er bei dieser Vor­stellung Qualen kommender Eifersucht. Bei seiner Frau hatte er die nie kennengelernt. Sie war ihm anfangs eine treue Geliebte, später eine tapfere Kameradin gewesen. Eist seit ein paar Jahren hatten sie sich auseinan­

Kirchenkrippe der alten Pfarrkirche in Ahlen,

aufgebaut vom Architekten Jos. Elsner, München: Hintergrund gemalt von P. Wal­

ther Tecklenborg, Rietberg.