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öln. Montag, den 3. Mai 1943

DIE GROSSE KÖLNER MORGENZETTUNG

rlag und Schriftleitung: Köln, Stolkgasse 25—31. Sammelruf: Nr. 22030f. Schalterstunden—18 Uhr.

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Die schweren Abuehrkämpfe am Kuban-Brückenkopf

lle bolschewistischen Angriffe abgewiesen

nördlichen Abschnitt des Brückenkopfes gelandete Feindkräfte wurden vernichtet

us dem Führerhauptquartier, Rai. Das Oberkommando der Wehrmacht

bekannt:

Im Kuban=Brückenkopf versuchten sowjets auch gestern mit starken Kräften deutschen Stellungen zu durchstoßen. Alle grisse wurden in schwerem Abwehrkampf

Scheitern gebracht. Im nördlichen schnitt des Brückenkopfes gelandete feind­

Kräfte wurden vernichtet. Vor der tasusküste versenkten leichte deutsche See­hiträfte ein feindliches Artillerieschnellboot. In Tunesien verlief der Tag bis auf knge örtliche Kampftätigkeit im allgemeinen g. Die Luftwaffe griff in der vergangenen in ein feindliches Geleit in den Gewässern Bengast an und beschädigte fünf große schtschiffe schwer.

Zei Vorstößen gegen einen deutschen Stütz­in an der Atlantikküste und in den norwe­sen Gewässern verlor die nordame­anische Luftwaffe gestern elf vier­orige Bomber, die britische Luftwaffe zwölf pedo- und Zerstörerflugzeuge. Ein eigenes #slugzeug wird vermißt.

SONSCHES MEER

ter hohen blutigen und Materialverlusten zu­rückgeschlagen. An der übrigen Ostfront herrschte nur geringe Gefechtstätigkeit.

Deutsche Schnellboote versenkten im Schwar­zen Meer ein feindliches Geleit von drei Kü­stenfahrzeugen mit zusammen 1700 BRT.

Aus dem tunesischen Kampfraum wird lebhafte örtliche Gefechtstätigkeit gemel­det. Feindliche Vorstöße gegen deutsch-italie­nische Höhenstellungen wurden abgewiesen. An einigen Stellen traten unsere Truppen zu ört­lichen Gegenstößen an.

In den schweren Kämpfen an der Westfront des tunesischen Brückenkopfes vom 27. bis 30.

April veror der Feind 98 Panzer, 86 Panzerspäh- und Schützenpanzerwagen, 21 Ge­schütze, zahlreiche Kraftfahrzeuge und mehrere hundert Gefangene. Er erlitt besonders schwere blutige Verluste.

Britische Bomber griffen in der ver­gangenen Nacht mehrere Orte in Westdeutsch­land, darunter auch offene Landgemeinden, an. Durch Bombenwürfe auf Wohnviertel, vor allem in Essen, entstanden Verluste unter der Zivilbevölkerung und erhebliche Schäden. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden sechs der angreifenden Bombenflugzeuge ab­geschossen.

Glückwünsche ausländischer Staatsoberhäupter

Telegrammwechsel zwischen dem Führer und dem Tenno zum 1. Mai

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Zwischen Ascwschem und Schwarzem Meer er­n sich jener südlichste Frontabschnitt der deut­m Ostfront, der seit Monaten unter der Be­pnung„Kuban=Brückenkopf“ als platz heftiger Abwehrkämpfe gegen den bol­schen Angreifer genannt worden ist. Dieser #enkopf im äußersten Nordwestkaukasus, der in seiner Abwehr auf das versumpfte Niede­#gelände des Kuban, auf die zahlreichen Was­aufe und linken Nebenarme dieses Flusses vor sem Delta und im Süden auf den Eckpfeiler orossifst stützt, besitzt rückwärtige Frontverdin­über die Straße von Kertsch mit der Krim. nordwestkaukasischen Gebiet des Feindes bildet Unruheherd, gegen den die bolschewistrsche tesführung seit längerem mit erbitterten eneinsätzen vergeblich angreifen ließ.

Der Oku-Bericht vom 1. Mal

lus dem Führerhauptquartier, Nai. Das Oberkommando der Wehrmacht

m bekannt:

peutsche und rumänische Truppen errangen gestern am Kuban-Brückenkopf einen loßen Abwehrerfolg. Die Sowjets, unter starkem Einsatz von Artillerie-, Pan­# und Fliegerkräften angriffen, wurden un­

Berlin. 1. Mai.(dub) Der Tenno hat zum 1. Mai an den Führer das folgende Tele­gramm gerichtet:

„Es ist mir eine Freude, Eurer Exzellenz anläßlich des Nationalen Feiertages des Rei­ches meine wärmsten Glückwünsche mit meinen aufrichtigen Wünschen, die ich für Ihr persönliches Wohlergehen und für das Ge­deihen Ihres Landes hege, zu übermitteln. Bei dieser günstigen Gelegenheit möchte ich Eurer Exzellenz meine wärmsten Wünsche für den Erfolg Ihrer tapferen Armeen und gleich­zeitig meinen festen Entschluß, unseren ge­meinsamen Feind zu vernichten, zum Ausdruck bringen. gez. Hirohito.“

Der Führer hat hierauf wie folgt geant­wortet:

„Eure Majestät bitte ich, für die mir zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes übermittelten Glückwünsche meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen. Mit Eurer Majestät

eins in dem unerschütterlichen Entschluß, den gemeinsamen Feind zu vernichten und durch unseren Sieg eine gerechte Ordnung der Welt und einen dauernden Frieden zu erreichen, er­widere ich sie mit meinen aufrichtigen Wün­schen für das persönliche Wohlergehen Eurer Majestät und eine glückliche Zukunft der tapfe­ren japanischen Nation.

gez. Adolf Hitler.

Auch in diesem Jahr haven zahlreiche aus­ländische Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Staatsmänner dem Führer mit in herz­lichen Worten gehaltenen Telegrammen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Glückwünsche und Grüße übermittelt.

Die in Berlin beglaubigten Vertreter brach­ten durch Eintragung in das in der Präsidial­kanzlei des Führers ausgelegte Besuchs­buch ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Re­gierungen und Völker zum Ausdruck.

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Eindeutige Zusammenhänge

be in letzter Zeit wieder besonders eutlich zu beobachtende Nachgiebigkeit

* Briten und Yankees gegenüber den Bolschewisten ist nicht nur rein militä­#sch zu erklären, weil London und #chington auf die sowjetischen Mas. cenheere nicht verzichten können, son­

gerade hier tritt der internationale sche Einfluß besonders stark in Er­nung, denn dicjenigen jädischen se, von denen sowohl die Regierung London wie die Regierung in Wa­#ston weitgehend abhängig sind. hahrn ihren Einfluß in diesen beiden Ridten benutzt, um jede Gefahr eines nanderfalls des Feindbundes recht­4 lig zu beseitigen, auch wenn das nur dem Wege einer völligen Unter­rligkeit der anglo-amerikanischen

##chte unter den Willen Stalins zu ichen ist. Die Kommentare der eng­

n Presse zur sowjetisch-polnischen ###e aus Anlaß des Falles Katyn ver­sen diesen Eindruck. Es liegt den rnationalen jüdischen Gruppen nbar alles daran, einmal die Mord­uld des Bolschewismus zu verdecken 1<space> f e r n e r<space> j e d e<space> e r k e n n b a r<space> w e r d e n d e<space> Spannung innerhalb des Feindbundes Fort zu beseitigen. Infolgedessen wird h in diesem Falle rücksichtslos da­gesorgt, daß die jüdisch-bolsche­lischen Mörder von jeder Schuld gesprochen, die ermordeten Polen für buldig erklärt und die englischen und kanischen Freunde dieser Polen thergisch zur Ordnung gerufen werden Diese Zusammenhänge sind -Indeutig und bestätigen nur, was Deutschland imnier schon deutlich mit Namen genannt wurde. N. T.

Leistung im Beruf ist Kriegseinsatz

Abordnung der schaffenden deutschen Jugend beim Reichsjugendführer

Berlin, 2. Mai.(dnb) Zum Tag der Natio­nalen Arbeit weilte eine Abordnung der schaf­fenden Jugeno des Reiches auf Einladung des Reichsjugendführers Artur Axmann in der Reichshauptstadt. Die Abordnung setzte sich zusammen aus Jungen und Mädeln aller Berufe und Gaue, viele von ihnen ausgezeichnet als Sieger des Reichsberufswettkampfes oder für hervorragende Leistungen in der Erzeugungs­schlacht und in der Rüstungsproduktion. Mit der Einladung dieser Abordnung zum 1. Mai würdigte der Reichsjugendführer die Leistun­gen der schaffenden Jugend. Die Anerkennung wurde unterstrichen durch einen Empfang, dem mehrere Ritterkreuzträger der Wehrmacht und der Ritterkreuzträger zum Kriegsverdienst­kreuz, Landwirtschaftsführer Lefflert, bei­wohnten.

In seiner Ansprache betonte Axmann den für den Sieg entscheidenden Kriegseinsatz, der von fast sechs Millionen schaffender Jugendlicher durch Leistung und Disziplin am Arbeitsplatz erfüllt wird. Der Kampf des Reiches werde geführt um eine neue Lebens­und Gesellschaftsordnung und um die Ver­wirklichung des deutschen Sozialismus. Ihm

diene die schaffende Jugeno im Krieg durch Fleiß, Leistung und vorbildliche Haltung.

Am Nachmittag des 1. Mai wurde die Ab­ordnung im Reichsernährungsministerium durch Staatssekretär Backe empfangen, der seine jugendlichen Gäste ermahnte, sich ihre Ideale auch für die Zukunft zu bewahren, aus ihnen leite sich jede große Leistung ab. Erst aus den vielen Einzelleistungen des Alltags aber ergebe sich die große Leistung des Volkes.

Anschließend waren die Jungen und Mädel Gäste des Reichsorganisationsleiters Dr. Len. Bei diesem Empfang, dem auch der Reichsjugendführer beiwohnte, entwarf Dr. Ley ein Bild von der nationalsozialistischen Hal­tung des Reiches Adolf Hitlers, das jedem gesunden und begabten jungen deutschen Menschen ohne Rücksicht auf Herkunft, Stand und Besitz die Möglichkeit bietet, seiner Be­gabung entsprechend zu jeder Aufgabe im Staat auszusteigen. Dr. Ley erkannte auch seinerseits den vielseitigen und erfolgreichen Kriegseinsatz der Jugend an und hob das große Verdienst der Hitler=Jugend hervor, die Ideale und den Glauben des Nationalsozialis­mus in die Herzen der Jugend hinemngetragen zu haben.

Die festliche Tagung der Reichsarbeitskammer im Mosaiksaal der Reichskanzlei am 30. April, auf der wiederum die Leistungsbesten der deutschen Kriegswirtschaft ausgezeichnet wurden.— Unser Bild: Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichswirtschaftsminister Funk, Oberbefehlsleiter Marrenbach(rechts) und Ober­dienstleiter Dr. Hupfauer(links) mit dem als Pionier der Arbeit ausgezeichneten Bergmann

Konrad Grebe

Photo: Lang-Presse-Hoffmann

Angriff deutscher Kampfflugzeuge

auf britischen Geleitzug im Mittelmeer

Berlin, 2. Mai.(dnb) Der Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf einen britischen Geleitzug an der nordafrikanischen Küste, über den der Wehrmachtbericht vom Sonntag kurz berichtete, haue großen Erfolg. Das feindliche Geleit war von deutschen Fern­aufklärungsflugzeugen entdeckt und laufend beobachtet worden. Es stand in den späten Nachmittagsstunden des Samstags in der Nähe von Bengasi und suchte, dicht unter der Küste fahrend, nach Westen weiterzudampfen. In der Abenddämmerung kurz vor 20 Uhr hatten die deutschen Kampfflugzeuge den Ge­leitzug erreicht, der von britischen Jägern und Bewachern geschützt wurde. So mußten sich mehrere unserer in Wellen anfliegenden Kampfflugzeuge in Luftkämpfen mit Spitfire­und Hurrican=Jägern an den Geleitzug heran­kämpfen, ehe sie zu den Angriffen auf die mit Nachschubmaterial beladenen Transporter und Frachter ansetzen konnten.

Im Gleit= und Sturzflug bombardier­ten unsere Kampfflugzeuge, oft aus geringer Höhe, die größten Einheiten des britischen Schiffsverbandes und erzielten oft schon in den ersten Anflügen wirkungsvolle Treffer. So wurde ein 6000 BRT großes Handelsschiff oon einer schweren Bombe getroffen. Eine Feuersäule, die von mehreren Besatzungen beobachtet wurde, bestätigte die Wirkung. Einige dicht nebeneinander fahrende Handels­schiffe mittlerer Größe erhielten Nahtreffer.

Drei Lufttorpedos, die von weiteren deut­schen Kampfflugzeugen geworfen wurden, tra­sen ein etwa 10000 BRT großes Fahr­gastschiff, das brennend und mit starker Rauchentwicklung liegen blieb. Mit der Ver­sentung des Schiffes kann gerechnet werden. Auch ein 7000 BRT großer Frachter dürfte einen Hafen nicht mehr erreicht haben. Er wurde von einem Lufttorpedo getroffen und von abfliegenden deutschen Besatzungen in sin­kendem Zustande beobachtet. Eine große Was­sersäule war der Explosion des Torpedos gefolgt. Von den eingesetzten deutschen Kampfflugzeugen kehrte nur eines nicht zu seinem Stützpunkt zurück.

Zweiter Feind=Durchbruchsversuch in Westtunesien gescheitert

Harte Kämpfe in Bergstellungen und Felstälern 7 Die Anglo=Amerikaner verloren 184 Panzer

Berlin. 2. Mai.(dnb) Der neuerliche, am 27. April eingeleitete Versuch der Briten und Nordamerikaner, von den westtunesischen Ge­birgsstraßen zur Küste durchzustoßen, ist trotz zahlenmäßiger starker Uebermacht geschei­tert

An allen Punkten, wo der Feind angriff, stieß er auf die hohe kämpferische Ueberlegenheit der deutschen und ita­lienischen Soldaten. Besonders hart waren die Kämpfe in den Bergstellungen und Felsen­tälern im Raum von Medjez el Bab. Oft standen sich hier an steilen Abhängen Angrei­fer und Verteidiger auf schmalstem Raum in erbittertem Ringen gegenüber. Um jeden Fels­block wurde verbissen gekämpft. Mit dem Feuer ihrer Maschinengewehre und Granat­werfer schlugen unsere Grenadiere den Feind immer wieder zurück und fügten ihm schwerste Verluste zu.

Auch die Vorstöße feindlicher Panzerver­bände hatten keinen Erfolg. Dort, wo es den vorpreschenden Panzern gelang, in unsere Verteidigungsstellungen einzudringen, wurden sie von unseren Soldaten gefaßt und teilweise im Nahkampf vernichtet. Der Treffsicherheit unserer Panzerjäger und dem blitzschnellen Zu­schlagen unserer Grenadiere und Panzergrena­diere war es zu danken, daß die Briten und Nordamerikaner allein in diesem Raum in der Zeit vom 27. bis 30. April 184 Panzer und Panzerfahrzeuge sowie große Mengen schwe­rer Waffen und Kriegsgerät aller Art verloren.

Außer 21 Geschützen blieben über 500 Gefon­gene in unserer Hand.

Die Härte der Kämpfe spricht aus den schweren Verlusten, welche die Briten und Nordamerikaner bei diesen vergeblichen Vorstößen erlitten. Als unsere Grenadiere bei einem Gegenstoß dem Feind eine beherrschende Höhe im mittleren Frontabschnitt entrissen hatten, zählten sie hier allein 800 gefailene Briten. Versuche des Feindes, diese Stellun­gen wieder in seinen Besitz zu bringen, schei­terten.

Verbände schneller deutscher Kampf­flugzeuge setzten im Laufe des 30. April ihre Angriffe auf Panzerbreitstellungen und Truppenansammlungen des Feindes fort. Schon in den frühen Morgenstunden waren die ersten deutschen Kampfflugzeuge über dem Feind, der sich auf den Straßen und im Ge­lände des Medjerda=Fluffes sammelte. Zahl­reiche mit Munition und Treibstoff beladene Lastkraftwagen, die zur Versorgung der feind­lichen Panzerspitze eingesetzt waren, wurden in Brand geworfen. Weitere Lastkraftwagen erhielten durch Sprengstücke explodierender Bomben und den Geschossen der Bordkanonen so schwere Treffer, daß sie bewegungsunfähig liegen blieben und die wichtigen Nachschub­straßen des Feindes sperrten.

An der tunesischen Südwestfront wa­ren in den letzten Tagen französische Söldner­truppen mit starker zahlenmäßiger Ueberlegen­

heit zum Angriff angetreten und auch an

einigen Punkten in die deutschen und italieni schen Stellungen eingebrochen. In sofortigen Gegenstößen wurden diese Verbände zurück­geworfen und schwer geschlagen. Ihre Veriuste bei diesen Kämpfen waren so schwer, daß sie am 30. April ihre Angriffe abbrachen und sich zur Verteidigung einrichten mußten.

Deutsche Aufklärungsflugzeuge hatten im Laufe des Nachmittags des 30. April seind liche Panzerbewegungen aus südwestlicher Richtung festgestellt, gegen die sofort schnelle deutsche Kampfflugzeuge eingesetzt wurden. Die feindlichen Panzer, die in der zerklüfte­ten Hochebene und in den engen Tälern we­nig Gelegenheit hatten, sich zur Deckung aus einanderzuziehen, wurden in mehreren An flügen empfinolich getroffen. Dieser recht zeitige Einsatz der Luftwaffe brachte gemein sam mit dem wirksamen Artilleriebeschuß den geplanten feindlichen Panzervorstoß in diesem Frontabschnitt zum Scheitern. Im Süden der tunesischen Front zeichneten sich italienische Infanteristen in Vorpostengefechten besonders aus.

Ueber den Fronten in Tunesien und vor der tunesischen Küste kam es am 30. April mehr­fach zu Luftkämpfen. Deutsche Jäger schossen hierbei fünf feindliche Flugzeuge ab. Der In haber des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, Hauptmann Müller, er rang hierbei seinen 115. Luftsieg. Vier weitere feindliche Flugzeuge, darunter ein viermolo# riger Bomber, wurden durch Flabartillerie der Luftwasse im Mittelmeerraum vernichtet.

Wekr am lorgen.

Großes Vorbeireden

„Die deutschen Behauptungen können nicht in Zweifel gestellt werden, denn schon bevor die Deutschen die grausige Ent­deckung machten, hat die polnische Regie­rung ihrer Ueberzeugung über das Ge­schehen Ausdruck gegeben“, schreibt die portugiesische Zeitung„Acao“ zum bolsche­wistischen Verbrechen im Walde von Katyn. Vergeblich hätten die Polen in Mos­kau um Erklärungen gebeten., Stalin sei eben der Ansicht, daß dieser Fall die pol­nischen Vertreter nichts angehe und daß er ihnen keinerlei Erklärungen schuldig sei. In einem Nachsatz kommentiert das Blatt den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den Sowjets und den polnischen Emigranten mit folgenden Worten:„Er be­deutet das endgültige Schweigen und die Garantie, keine Erklärungen abgeben zu müssen. Er ist eine Mahnung an die rest­lichen polnischen Offiziere und an diejeni­gen, die sich an der Ostfront schlagen, daß sie ihre Vorsichtsmaßnahmen treffen sollen­Denn selbst im Falle, daß sie bolschewisiert sein sollten, wäre eine übertriebene Ver­trauensseligkeit in der Waffenbrüderschaft gefährlich.“

Während sich die europäische Oeffentlich­keit einschließlich der neutralen Nationen völlig darüber im klaren ist, daß die doku­mentarischen Feststellungen über den jüdi­schen Massenmord der verbündeten Sowjets den Anlaß zum Abbruch der Beziehungen zwischen den polnischen Emigranten und Moskau bildeten, versuchen die englisch­politischen Kreise offensichtlich, an dieser für sie sehr peinlichen Tatsache vorbei­zureden. Die„Daily Mail“ spricht bei­spielsweise von allen möglichen„Mißver­ständnissen“, die vorhanden seien, aber er­wähnt mit keinem Wort die Bluttat von Katyn. Die Gründe liegen auf der Hand. Es ist die englische Abhängigkeit vom so­wietischen Partner, aus der heraus man nicht wagt, es zu Verstimmungen in Mos­kau über die britische Haltung kommen zu lassen. Im Gegenteil befleißigt man sich: immer weiter, eine Annäherung an den Bol­schewismus zu konstatieren. Etwa, wenn der berüchtigte Dekan von Canterbury fest­stellt:„Das russische und das englische Volk können viel voneinander lernen.“ Ob er dabei wohl an die frappante Aehnlichkeit der britischen Gewaltmethoden— man denke an den Burenkrieg oder in der Ge­genwart an den britischen Luftterror in Gegenden, die mit der Kriegführung nichts zu tun haben— erinnern wollte? Die bru­tale Bombardierung der europäischen Zivi­listen wurde übrigens nach einem Plan ein­geleitet, der, wie Reuter kürzlich offen zu­gab, bereits im Jahre 1937 vorbereitet wor­den ist.

Was die Polen von ihrem großmächtigen Verbündeten zu erwarten haben, bestätigt daneben auch eine amerikanische Zeit­schrift. Der„New Statesman“ erklärt aus­drücklich, daß es die Politik ins Blaue ver­legen hieße, wenn die Sikorski-Kreise sich einbildeten, daß England und die USA den Polen ihren Grenzen garantieren würden. Das sagen also jene Kriegstreiber, die mit der Frage Danzigs und des Korridors die Polen aufgehetzt haben, den Krieg vom Zaune zu brechen. m

Jude und USA-Finanzdiktator

Vor zehn Jahren sueg Henry Mor­genthau zum Finanzdiktator der USA auf. Offiziell erfokgte der Einzug in das Finanzdepartement allerdings erst im Som­mer 1934, nach dem Tode William Hart­man Woodins, aber da dieser bereits An­fang 1933 oft durch schwere Krankheit an der Wahrnehmung der Amtsgeschäfte be­hindert war, traf seit dem Mai 1933 der

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