Dienstag, 26. Mai 1942 Nr. 143
Jupp Besselmann ist Europameister
Knapper aber verdienter Punktsieg über Mario Casadei
Rund 6000 Zuschauer erlebten am Pfingstsantstag in der Stuttgarter Stadthalle einen dramatischen Kampf um die Europameister= schaft im Mittelgewicht. Nach 15 Runden bewegten Kampfes wurde vom internationalen Schiedsgericht dem Deutschen Meister Josef Besselmann der Punktsieg über den italienischen Titelhalter Mario Casadei zugesprochen. Durch diese knappe, aber verdiente Entscheidung hat Besselmann nach Max Schmeling Deutschland den zweiten Europatitel der Berufsboxer in den acht Gewichtsklassen gesichert. Fünf sind im Besitz von Italien. Im Weltergewicht steht der Kampf um die freie Meisterschaft zwischen dem Spanier Ferrer und dem Franzosen Cerdan noch bevor.
Der Sieg Besselmanns ist das Verdienst einer großartigen taktischen Einteilung der langen Strecke, wobei er sich durch den unrein boxenden Italiene., dem der neutrale Ring= richter Ritzi(Schweiz) zwei Verwarnungen wegen Schlagens mit der Innenhand erteilen mußte, nicht aus dem Konzept bringen ließ. Leider setzte Besselmann seine harte Rechte auch diesmal wieder zu spät ein. Die Hauptarbeit übernahm die allerdings sehr genau treffende Linke, mit der er sich die erste Runde sicherte, um dann aber Casadei mehr Spielraum als nötig zu lassen. Dadurch führte der oft, aber ungenau und wenig sauber schlagende Italiener nach fünf Runden knapp. Besselmann war in der vierten Runde leicht an einer Augenbraue verletzt worden, während Casadei in der jechsten Runde ein stark geschwollenes
diesem Zeitpunkt ab das Kampfgeschehen. Sowohl die siebente Runde, in der Casadei erstmals verwarnt wurde, wie die achte und neunte Runde gingen an den Deutschen Meister. In der zehnten Runde legten beide Boxer eine kurze Verschnaufpause ein. Besselmann beendete die elfte Runde mit klaren Vorteilen. Die Entscheidung fiel jedoch erstin den drei letzten Runden, in denen Besselmann noch weitaus frischer als sein Gegner war. Der Höhepunkt des Kampfes war die 15. und Schlußrunde. Casadei wurde gleich zu Beginn hart getroffen und rollte für kurze Zeit über den Boden. Er schien schon restlos geschlagen zu sein, doch raffte der Italiener noch einmal alle Kraft zusammen und kämpfte mit einer wilden Verbissenheit bis zum letzten Gongschlag, den beide in ziemlich erschöpftem Zustand erreichten. Besselmanns Punktsieg wurde stark gefeiert.
In den Rahmenkämpfen hatte der Niederländer Raadschelders sich über sechs Runden einen verdienten Punktsieg über Kohlborn(Karlsruhe), der mehrmals die Bretter aufsuchen mußte, geholt. Einen sehr eindrucksvollen entscheidenden Erfolg feierte der Schweizer Mittelgewichtsmeister Fred Flury über den für Peter(Hannover) eingesprungenen Mannheimer Julius Schmidt in der fünften Runde. Packenden Schlagwechsel lieferten sich im Schlußkampf der Leipziger Kurt Bernhardt und der Italiener Gaetano Gandola. Der stets energisch angreifende Deutsche erzielte gegen den technisch etwas besseren Gast nach acht Runden noch
Der Vfl. 99 unterlag in Offenbach
Triumph der Schalker Fulsballkunst 7 Meisterschaft der Ueberraschungen
rechtes Auge aufwies. Besselmann diktierte von ein Unentschieden
Meister Heimann war groß in Fahrt
Der Schweizer gewann beide Läufe in glänzendem Stil
Und dräut der Himmel noch so sehr, es Schön sowohl als auch Heimann mehrfach muß uns doch gelingen. So ungefähr wird Absagen geholt. Der zweite Lauf bestätigte
man sich wohl im kleinen Kreise der an den Riehler Radrennen am Pfingstsonntag aktiv Beteiligten im Laufe des Tages zu wiederholten Malen gesagt haben. Es ist gelungen, die-Rennen konnten ungefährdet, das heißt ohne nennenswerte Verzögerung abgewickelt werden. Daß unter der stets drohenden Unsicherheit schließlich der Besuch gelitten hat, ist klar abzulesen, aber auch nach dieser Richtung hin wird wohl der Veranstalter mit dem schon berühmten blauen Auge davongekommen sein.
Sportlich sind die Erwartungen, die man an die Qualität des Steherfeldes knüpfen konnte, wohl ganz erfüllt worden, wenn unter normalen Verhältnissen der Ausgang des Rennens nur zwischen den Fahrern Heimann, Schön und unserem Landsmann Krewer liegen konnte. Die beiden übrigen. Kraus (Luxemburg) und Vopel(Dortmund), waren ja wohl von vornherein nur zur Belebung des Gesamtbildes oder zahlenmäßigen Vervollständigung des Feldes ausersehen. Auch das hat der Rennverlauf bestätigt, der in der Plaicerung der Fahrer im Gesamtergebnis das„Programm“ haargenau bestätigte. Die Verpflichtung der interessanten Neuerscheinung hinter schweren Motoren, Heinz Vopel(Dortmund), der mit seinem Kameraden Kilian ja das berühmteste Sechstagepaar der letzten Jahre gebildet hat und der sich hier zum ersten Male in einem Steherrennen versuchte, wurde durch die Haltung des Dortmunders in jeder Weise gerechtfertigt. Nach anfänglichen Tastversuchen fand er sich gut zurecht und vermutlich wird er sich künftig schon emporzuarbeiten wissen.
Die vorher gestellte Frage: Wer schlägt Meister Heimann? konnte nicht beantwortet werden, denn es war niemand da, der den Sieg des Schweizers zu gefährden vermochte; auch der unentwegte Rackerer Adolf Schön nicht. Der Frankfurter hat dem späteren Sieger wohl allerhand zu schaffen gemacht und vor allem im ersten Lauf, als Heimann einige Zeit brauchte, um in Führung zu gelangen, hat sich Schön von seiner besten Seite gezeigt. Hier hielt sich Schön lange Zeit an führender Stelle, um dann aber doch, als Heimann endlich groß in Fahrt kam, diesem den Vortritt lassen zu müssen. Indie Krewer fuhr wiederum ein gutes Rennen, bei ihm haben sich
Pfingstfußball in Köln
Sülz 07— Düren 99:3(:2)
Obschon für beide Mannschaften nichts
mehr
dann eindeutig die Ueberlegenheit Heimanns, der an der Spitze in schnellem Tempo sein Rennen zu Ende fuhr.
Der Sport in den Rahmenkämpfen war recht ansprechend.
Ergebnisse: 1. Lauf(50 Kilometer): 1. Heimann 47:15,1 Min., 2. Schön 550 Meter zurück, 3. Krewer 3800 Meter zurück, 4. Kraus 6000 Meter zurück, 5. Vopel 7200 Meter zurück.— 2. Lauf(50 Kilomcter): 1. Heimann 44:17,3 Min., 2. Schön 675 Meter zurück, 3. Krewer 3200 Meter gurück, 4. Vopel 4400 Meter zurück, 5. Kraus 4800 Meter zurück.— Gesamtergebnis: 1. Heimann 100 Kilometer, 2. Schön 98,775 Kilometer, 3. Krewer 92,600 Kilometer, 4. Kraus 89,600 Kilometer, 5. Vopel 88 Kilometer.
Die Köln=Aachener RadsportH I umrahmte die Rennen der Dauerfahrer. Eine angenehme Erscheinung war hier Wichterich vom RC Komet Delia Köln, der im Zeitfahren über 800 Meter mit rund 58 Sekunden schnellster Teilnehmer war, das Hauptfahren vor Trost, Schilling und Hilgers gewann und mit Schilling, Trost und Hilgers auch im Mannschafts=Verfolgungsrennen mit :51 Min. die beste Zeit gegen Büschel=Kleinmann=Harzheim=Eckelt(:56,1) herausholte.
Riehl kündigt den nächsten Renntag für den 21. Juni an. Heimann, der zweimalige Gewinner des Goldpokal=Rennens, wird mit Toni Merkens und anderen Spitzenkönnern des Stehersports zusammentreffen.
Sieg unserer Radmannschaft
Italien in Wuppertal mit 31,5:21,5 Punkten unterlegen
Im deutsch=italienischen Radländertreffen, das am ersten Pfingstfeiertag auf der Stadionbahn in Wuppertal=Elberfeld stattfand, blieben die deutschen Vertreter mit 31,5:21,5 Pkt. siegreich.
In den Fliegerrennen waren Meister Bunzel bei den Amateuren und Toni Merkens bei den Berufsfahrern die besten Kräfte. Bei den Amateuren kam jeder Fahrer zu einem Sieg: Wölfl(D) über Nervi(), Bunzel(D) über Furini(), Furini(I) über Wölfl(D) und Nervi(I) über Bunzel(). Bei den Berufsfliegern konnte Merkens zwei Siege über Bergomi und Astolfi aufweisen, während die beiden Italiener über Schorn siegreich blieben. Den. Ausschlag gab jeweils der Viererlauf, in dem die bessere Taktik der Deutschen Bunzel vor Furini. Nervi und Wölfl bzw. Merkens vor Schorn, Bergomi
Im Mittelpunkt der„Pfingsttage des deutschen Sports“ standen die acht Spiele der zweiten Vorrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft, die vor ausgezeichnetem Besuch an den verschiedenen Plätzen abgewickelt wurden. Herausragend war die Begegnung in der Gelsenkirchener Glückauf=Kampfbahn, der Heimat des FC Schalke 04, der vor 32.000 Zuschauern den 1. FC Kaiserslautern mit einer in dieser Höhe kaum erwarteten Niederlage bezwang::3(:0) lautete das Ergebnis, das die Fußballkunst der Königsblauen auch zahlenmäßig richtig zum Ausdruck bringt. Sie haben gezeigt, daß mannschaftliches Können und mannschaftliche Zusammenarbeit nicht in wenigen Monaten zu erlernen sind, fondern dazu braucht es Jahre! Das Spiel der Walter=Elf war ohne Tadel. Sie gab sich im Kampf gegen das zermürbende und Luft raubende Kreiselspiel ihres großen Gegners nie verloren, aber der von Otto Tibulski bewachte Nationalspieler Fritz Walter konnte nur zwei Tore schießen,— und damit ist eigentlich schon alles erklärt.
Große Hoffnungen setzte die Köln=Aachener Fußballgemeinde auf ihren Meister VfL 99 Köln. der aber bei seinem Erstauftreten im Frankfurter Sportfeld von den„Kickers“ aus Offenbach bezwungen wurde. Der größere Siegeswille war hier ausschlaggebend. :1(:0) siegten die Offenbacher, die damit erfolgreiche Revanche für ihre Vorjahrsniederlage nahmen. Damit hat der Fußball=Westen nur noch einen Vertreter im Rennen: Schalke 04. Denn der Niederrheinmeister Hamborn 07 scheiterte ja schon in der ersten Vorrunde an Werder Bremen.
Entgegen den Erwartungen kehrte der Berliner Meister Blau=Weiß aus Dessau siegreich zurück. Der Mittemeister wurde auf eigenem Platz:0(:0) geschlagen!— Werder Bremen schüttelte den Eimsbütteler TSB mit:2(:1) leichter ab, als vorher angenommen. Rohde und Panse konnten es gegen die kampfstarken Bremer allein nicht zwingen. Dadurch wurde Werder zugleich inoffiziell„Norddeutscher Meister“.— Wieder nur:0(:0) gewann Vienna, diesmal gegen Germania Königshütte, in der heimischen Umgebung des Praterstadions. Das wird für die Wiener noch ein, vielleicht sogar zu weiter Weg bis zu Schalke ins Endspiel.— Wahrhafter#Geist feierte im Spiel zwischen der ¼ Straßburg und dem FC Schweinfurt 05 einen neuen Triumph. Nach den Stuttgarter Kickers mußte nun auch der Bayernmeister sich mit:1(:0) geschlagen bekennen.— Der VfB Königsberg knüpft in diesem Jahre an die ruhmreiche Ver
gangenheit an, in der er fast ununterbrochen Meister des Baltischen Rasen= und Wintersportverbandes wurde. Ein:1=(:=) Sieg über die Ordnunaspolizei Litzmann= stadt ist nicht zu unterschätzen.— Erst in der verlängerten Spielzeit, nach genau 105 Minuten, siegte der SC Planitz über die SpVag Breslau 02. Schon diese Feststellung zeigt an, daß sich die Schlester In Planitz äußerst brav geschlagen haben.
Die Zwischenrunde bestreiten demnach am 7. Juni folgende acht Mannschaften: BfB Königsberg, SC Planitz, Blau=Weiß 90 Berlin, Werder Bremen, Schalke 04, Kickers Offenbach, Sportgem. Straßburg und Vienna Wien.
Vfl. Köln spielte besser
Aber die Offenbacher schossen die Tore
Im Frankfurter Sportfeld, lieferten sich vor 8000 Zuschauern Kickers Offenbach und BfL 99 Köln einen spannenden Kampf, in dem jede Mannschaft versuchte, auf ihre Art zum Erfolge zu kommen. Während die Kölner das technisch bessere Spiel vorführten und auch in der Zusammenarbeit eine größere Geschlossenheit zeigten, verlegten sich die Offenbacher auf ein für sie typisches Kampfspiel unter stärkstem Einsatz aller körperlichen Mittel, wobei ihnen der Erfolg recht gab. Wohl hatten die Kölner die größeren Spielanteile, allein was nutzte alle Feldüberlegenheit, wenn der Sturm dieselbe nicht in Tore umsetzen konnte. Auf der anderen Seite zeigte sich die Verteidigung der Offenbacher von der besten Seite.
Beide Mannschaften erschienen in bestmöglicher Aufstellung: Offenbacher Kickers: Müller; Lehr, Pickart; Abt, Plückhahn, Harthaus; Schwarzer, Kaiser, Staab I, Nowotny, Staab II. BfL 99 Köln: Steffen; Rohmann, A. Moog: Anfag, E. Moog, Hilgermann; Röhrig, Pfeiffer, Leinen, Kuckertz, Schlawitzki. Auf beiden Seiten wollte man auf schnelle Art eine Entscheidung erzwingen. Was die Kölner ihrem Gegner an spielerischen Belangen voraus hatten, ersetzte derselbe durch große Einsatzbereitschaft. Bereits nach einer Viertelstunde kamen die Offenbacher zum Führungstor, das Staab II erzielte. Ein Mißgeschick der Kölner verhalf dann den Kickers kurz vor der Pause zum zweiten Treffer. Ein Handspiel im Kölner Strafraum wurde von Schiedsrichter Scheurer(Straßburg) mit einem Elfmeter geahndet, den Nowotny prompt verwandelte. So gingen die Gastgeber zwar mit einem beruhigenden:=Vorsprung in die zweite Halbzeit, doch hätten die Kölner nunmehr in einer halbstündigen Drangperiode vielleicht den Anschluß schaffen können, wenn der Sturm und hier insbesondere die linke Flanke sich einsatzfreudiger gezeigt hätte. Als zu allem Ueberfluß sich eine weite Ballvorlage Nowotnys von der Mittellinie aus mit Hilfe des Windes an dem getäuschten Kölner Torwart Steffen vorbei ins Kölner Netz senkte, war der Kampf praktisch entschieden. Zwar gelang den Kölnern im Gegenstoß durch Röhrig ein Treffer, doch änderte sich dann am Ergebnis nichts mehr.
Länderkampf beteiligten Italiener waren be reits am Morgen des zweiten Feiertages abgereist, so daß die Internationalität der Veranstaltung lediglich durch den Schweizer Stehermeister Theo Heimann gewahrt blieb. Der tags zuvor in Köln erfolgreich ge wesene Schweizer zeigte erst gegen Schluß sein wahres Können, mußte aber in einem der drei Verfolgungsrennen Lohmann den ersten Platz überlassen und sich im Hauptwettbewerb um das„Goldene Rad von Wuppertal“ über eine Stunde mit dem vierten Platz begnügen. Schindler fuhr in diesem Rennen einen schönen Sieg vor Toni Merkens heraus, der dauernd den Chemnitzer, der nach etwa 20 km die Spitze innehatte, zu verdrängen trachtete, was ihm aber nicht gelang. Lohmann hatte nach halber Strecke Motorschaden und mußte den Schrittmacher wechseln, wodurch er, hier bereits an dritter Stelle liegend, weit zurücksiel und schließlich ausgab.
Ergebnisse der Dauerrennen:„Goldenes
Rad von Wuppertal“, Steherrennen über eine Stunde: 1. Schindler 77,500 km, 2. Merkens 70 m zurück, 3. Hoffmann 210 m zur., 4. Heimann 1105 m zur., 5. Ilse 3150 m zur. Lohmann aufgegeben. Steher=Verfolgungsrennen über je 10 km: Merkens besiegt Schindler in 7,26,5 um 40 m, Lohmann besiegt Heimann in 8,14,4 um 140 m und Hoffmann besiegt Ilse in 7,34,2 um 150 m.
In einem Mehrkampf für Amateure(Runden=Zeitfahren, Dreierlauf und Verfolgungsrennen) siegte Bunzel(Berlin) mit 9 Punkten vor Wölfl(Wien) 5 P. und Kneller(Bonn) 4 P
So kamen die Offenbacher zu einem wichtigen Siege, der, obwohl die Halbzeitführung von•0 schon recht schmeichelhaft war, auf Grund des kämpferischen Einsatzes nicht unverdient ist. Bester Mann des Siegers war Nowotny, während Staab I nicht viel von seiner früheren Gefährlichkeit zeigte.
Bei den Kölnern überragte Alsons Moog in der Verteidigung, während sein Bruder E. Moog in der Läuferreihe ein sehr gutes Spiel lieferte. Erfolgreichster Stürmer war der junge Rechtsaußen Röhrig, der zusammen mit Pfeiffer eine starke
mals antwortete Kalwitzki mit Zähler. Zum Schluß belagerten die Gäste das Schalker Tor und erzwangen durch O. Walter auch noch einen dritten Erfolg.
-Geist triumphierte über Schweinfurt
Nach den Stuttgarter Kickers schlugen die SSSportler aus Straßburg am Pfingstsonntag im zweiten Vorrundenkampf auch den Bayernmeister Schweinfurt 05, der in dem mit 13000 Zuschauern gut besuchten Mainau=Stadion:0(:0) von der SS=Elf geschlagen wurde. Der Elsaß=Meister hatte in dem Halbrechten Heiß, der schlechthin alle überragte, seine beste
machte sich das Fehlen von Alfons Moog, der diesmal seinem Stammverein BfL 99 Köln Treue hielt, nachteilig bemerkbar. Die Bayern spielten flüssiger, aber in der Kampfkraft waren sie den wahrhaften SS=Geist zeigenden
gebern unterlegen.
Die SS=Männer waren schon in der ersten Hälfte tonangebend. Tore fielen aber erst nach
Wiederbeginn durch SS=Angriffsführer
Wächter. Die Freude dauerte nicht lange, denn Rühr sorgte für den Ausgleich. Die Entscheidung fiel durch Rechtsaußen Keller.
Werder stärker als Eimsbüttel
Als beste norddeutsche Mannschaft hat im Kampf der zweiten Vorrunde sich Werder Bremen erwiesen. Vor 17000 Zuschauern bezwang in der Bremer Kampfbahn der Niedersachenmeister den Eimsbütteler TSV mit:2(:)=Toren.
Die Bremer hatten einen guten Start. Noch vor Ablauf der ersten Minute erzielte Fehrmann das Führungstor. Allerdings stellte Panse schon zwei Minuten später den Ausgleich her. Noch vor der Pause setzte Werders Mittelstürmer Gornit sich erfolgreich durch. Im zweiten Abschnitt wurden die Bremer noch überlegener. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn reihte Heinrich den dritten und wenig später Ziolkewitz den vierten Treffer an. Eimsbüttel war dadurch frühzeitig geschlagen, und selbst die übertriebene Härte einzelner Spieler. Rohde nicht ausgenommen, kennte die Niederlage nicht abwenden. Werder ließ im Gefühl des sicheren Sieges nach, so daß Panse zehn Minuten vor Schluß auf:8 verkürzen konnte.
Blau-Weiß Berlin besiegte Dessau 05
Entgegen den selbst in der Reichshauptstadt wenig optimistischen Erwartungen hat Blau=Weiß 90 Berlin den Mittemeister Dessau 05 geschlagen, und zwar mit:0(:). Beide Mannschaften lieferten sich vor 10000 Zuschauern in Dessau einen schönen Kampf, in dem die Blau=Weißen die schnellere und entschlossenere Mannschaft stellten, deren herausragende Kräfte der Mittelläufer Herberger und der Mittelstürmer Graf waren. Eine tüchtige Abwehr gestattete den Dessauern, deren Angriff in fruchtlose Einzelaktionen zerfiel, nicht einmal das Ehrentor.
Nach offenem Beginn wurden die Berliner schon nach 15 Minuten feldüberlegen. Der Halbrechte Lay erzielte in der 20. Minute den verdienten Führungstreffer. Kurz ver der Halbzeit nützte der linke Läufer Seibert bei einem Geplänkel vor dem Dassauer Tor die Lage aus und sicherte Blau=Weiß die Pausenführung mit:0. Nach dem Wechsel spielten die Dassauer zunächst gesammelter, aber die Gäste überstanden die etwas kritische Zeit ohne Schaden. Sie gingen sodann zu stürmischen Gegenangriffen üder, und in der 25. Minute schoß Linksaußen Hientz den dritten Treffer ein.
bildete, die jedenfalls besser zur als die linke Seite mit Kuckertz
auf dem Spiele stand, lieferten sie sich doch einen uno unoin zum Siege verhalf. Die beiden
kampf. Die Gaste, die ihre trei= Nerfgigungsrennen sahen die italienischen
ansprechenden Kampf. Die Gaste, die iyre#tet: Verfolgungsrennen
benden Kraiie in der Adwehr stehen hatten, wo: Mannschaften Scrivanti, Bandiera, Marini beiden Außenstürw rn Meisenberg und Schinko, und Musocohi über die deutschen Amateure die auch für die Tere verantwortlich zeichneten Egerland, Hörmann, Saager und Wiemer bzw. verdienten sich Dungs. Meurer und Nedinger ein Coppi über Wesenberg bei den Berufsfahrern ##nderlob. Die Lauferreihe Esser-Fink-Rüller siegreich. Das Zweisitzerfahren
hielt dagegen einen Vergleich mut dem Sülzer Trio Lauscher=Agen-Plate nicht aus. Die Kölner waren stets die angreifende Einheit. Wendt führte diesmal den Sturm, wechselte aber später in richtiger Erkenntnis mit dem linksaußen spielenden Schmidt=Bruninghaus. In diesem Zeitabschnitt kamen die Sulzer durch Schoneberg und Wendt auch zum Ausgleich. Das Spiel war gut besucht und hatte in Bongarz(Postsport) einen guten Leiter.
MSB— SS Polizei SV Niederlande:0(:0)
Die Gäste stellten eine ungemein kampfkräftige El; gegen die die Mülheimer alle Register ihres
iel durch
Bunzel=Wölfl(11,2) klar an Deutschland vor Furini=Nervi.
Die deutschen Dauerfahrer ließen schon im ersten Lauf, der in zwei Teilen über 30 Kilometer und 23 Kilometer ausgetragen werden ußte, keinen Zweisel über das Kräfteverhäl:nis aufkommen. Hier wie im abschließenden, auf 30 Kilometer verkürzten Lauf endeten die deutschen Steher auf den ersten Platzen vor
den Italienern.
Ergebnisse: 1. Lauf: 1. Lohmann(Deutschland) 17:56 Min., 2. Schindler(D) 800 Me
rechte Flanke Geltung kam Schlawitzki.
Rund um zwölf Tore in Gelsenkirchen
Die Bedeutung des Gelsenkirchener Vorrundenspiels zwischen Schalke 04 und 1. FC. Kaiserslautern zeigte schon der ausgezeichnete Besuch an: 32000 weilten in der Glückauf=Kampfbahn zu Gelsenkirchen. Aus dem erwarteten großen Kampf oder gar möglichen Ueberraschung der Walter=Elf wurde nichts, denn Schalke gewann eindentig mit :=(:0) Toren und betonte dadurch seine überragende Stellung im deutschen Fußballsport!
Fritz Szepan eröffnete den Torreigen, als er dem nach vorn gegangenen Läufer Burdenski zur ersten Schußgelegenheit verhals. Urban, Eppenhoff und abermals Urban waren in dieser Folge noch dreimal bis zur Pause erfolgreich. Wohl war Fritz Walter inzwischen von halbrechts zur Mitte übergewechselt, ohne sich aber der strengen Bewachung durch Otto Tibulski entziehen zu können. Nach der Pause hieß es durch einen wunderschönen Schuß von Kuzorra bald•0. Dennoch spielten die Pfälzer weiter offen, wenn ihnen auch das Kreiselspiel des Gegners schon die Luft nahm. Durch Eppenhoff und Urban fielen zwei weitere Tore, und dann ließen es die Westfalen, geruhsamer gehen. Im gleichen Augenblick machken die Gäste der Schalker Abwehr zu schaffen. Fritz Walter schoß den ersten Gegentreffer, aber im Gegenstoß markierte Kalwitzki den achten Erfolg. Dann war wieder Fritz Walter an der Reihe, aber
Vingst 05 vor der Meisterschaft
Rhenania überflügelt Union und K81 7 Der KBC gab auf
Konnens ziehen mußten. Boltje im Ter des ter, 3. Hoffmann(D) 1400 Meter, 4. Guerra
( 3)<space> 2 6 8 0<space> M e t e r,<space> 5.<space> M u t t i<space>( I)<space> 2 9 2 0<space> M e t e r,<space> 6.<space>
Giorgetti(I) 4060 Meter.— 2. Lauf: 1. Lohmann und Schindler je 22:58 Min., 3. Hoffmann 29,820 Meter, 4. Guerra, 5. Giorgetti, 6. Matti.
Schindler vor Merkens in Wuppertal
Mit 10000 Zuschauern war der zweite Wuppertaler Radrenntag am Montag bei
besseren Vorbedingungen gut besucht. Die am
Platzvereins verhinderte durch überragende Pa raden den stets in der Luft liegenden Ausgleich der Feldgrauen. Das goldene Tor schoß der Urlauber Brück in der 35. Minute. Ausgezeichnet wußte außerdem der Urlauber Ahrweiler zu gefallen. Die Soldaten stützten sich in der Hauptsache auf den Königsberger Torwart Rosenbaum. den linken Verteidiger Lungshausen(PfB Hamm) und den rechten Laufer Heimserth(Gelsenkirchen 07). Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. R. W.
Vingst 05— CfB Niehl•0(.0)
Bayenthal— Phonix:2(:1)
Kolner BC— Jugend Kalk•4(•2) Rhenania— Sportfr. Düren;:1(:1) Schwarzweiß— Union Koln:2(.1)
Der Kampf um den Meistertitel wurde praktisch an den Pfingsttagen entschieden. Theoretisch besteht lediglich noch die Möglichkeit, daß die Bayenthaler mit den Vingstern gleichziehen, wenn die Grünweißen die noch ausstehenden vier Kämpfe siegreich beenden und wenn zugleich die Blauweißen in den restlichen zwei Spielen keinen Punkt mehr bekommen sollten. Dagegen ist der KBC bereits endgültig aller Hoffnungen beraubt worden. Ausgerechnet die zum Abstieg verurteilte Kalker Jugend sorgte in Klettenberg für die derbste Ueberraschung des Tages. In den unteren Regionen der Tabelle ist der Vormarsch der Braunsfelder Rhenania bemerkenswert. Es hat ganz den Anschein, als würde der KBB 07 oder die einstmals stolze Kölner Union der Leidtragende sein.
Der Spitzenkampf zwischen Vingst 05 und CfB Niehl stieg bereits am Samstagabend. Beide Mannschaften hatten in der ersten Halbzeit ihre liebe Not, an ihre zuletzt gezeigte From anzuknüpfen. Im zweiten Teil sorgten die besser gewordenen Vingster durch zwei Kopfbälle ihres Linksaußen Klein, der allerdings einmal abseits stand, für einen beruhigenden Vorsprung, den die Niehler trotz aller Anstrengungen von Ziskoven nicht mehr aufholen konnten. In der Siedehitze des Gefechts ging der Vingster rechte Läufer Halft„über Bord“. Ter KBC spielte gegen Jugend Kalk ziemlich lustlos auf und lag gegen Spielende mit:4 klar im Rückstand. Schließlich gelang es Hungs, den Abstand zu vermindern, ohne aber die von Ziemen glänzend geführten Kalker noch einmal gefährden zu konnen. Bayenthal hielt trotz sechsfacher Ersatzgestellung die Ehrenfelder„Phönixe“ sicher nieder. Lusebrink, Eichelhardt und Unkelbach(2) schossen für die Grünweißen die Tore. Für den Verlierer
waren Rees und Lücke erfolgreich. Schwarzweiß kam gegen die Kölner Union erst in der zweiten Halbzeit groß beraus und verwandelte den•=Rückstand im Handumdrehen in eine sichere Führung. Rhenania ließ sich gegen die Dürener Sportfreunde auf nichts ein und strebte in planvoller Zusammenarbeit einem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg entgegen
Tabellenstand am 25. Mai
Vingst 05 22
KBC 22
Bayenthal 20 Niehl 23
Igd. Düren 21 Nipp.12 Wack. 22 Schwarzweiß 23 Sortfr. Düren 20 Phönix 21 Rhenania 22 KBB 07 23
Union 22
Igd. Kalk 23
61•22 61•40 72:30 62•49 37•39 71:68 66:66 38:57 45:56 44:62 47:62 57•60 36:86
37: 7 90:14 29:11 26:20 24:18 22:22 22:24 18•22 18•24 16:28 16:30 15:29 11:35
Fußball der unteren Klassen
Die Ergebnisse der an den Pfingsttagen ausge tragenen Meisterschaftskämpfe in der Kölner zweiten und dritten Klasse waren: Staffel 1: Wesseling gegen Blauweiß Lindenthal:5(:), VfL Sürth gegen Sportfreunde 93:4(:). Staffel 2: Höhenhaus— Deutz 05:2(:); Poll— Hürth:0(:); Porz— Bergisch Gladbach: Bergisch Gladbach nicht angetreten. Staffel 4: VfB 06— Fühlingen: Fühlingen nicht angetreten. Staffel 5: Berrenrath gegen Badorf.1(.).
Handball= Freundschaftsspiele Vingst 05— 4 Polizei Holland:8(:); Post=SG Köln— Kölner Turnerschaft 43:14(.).
Vienna meldet nur:-Sieg
Die 25000 Zuschauer im Prater=Stadion der Donaustadt hatten von ihrer Meisterelf Vienna im Kampf gegen Germania Königshütte einen eindrucksvolleren Sieg erwartet. Mit:0 gab es ein nur knappes Ergebnis zugunsten der Wiener. Die Oberschlesier stellten eine technisch und taktisch gute Mannschaft, die den Ostmärkern mit Kaller und Sabeditsch allerhand aufzulösen gab. Immerhin muß der Sieg der Vienna, der schon zur Pause mit•0 feststand, als verdient angesehen werden, da der blaugelbe Angriff mit Decker als Mittelstürmer weitaus gefährlicher war. Die Gäste hatten mit Janik einen vorzüglichen Schlußzmann mitgebracht. Im Angriff boten die beiden bekannten Stürmer Piontek und Pyttel gute Leistungen, doch kam die Vienna=Abwehr nur zum Schluß etwas in Druck. Zweifellos war Kucharski der beste Spieler neben Decker und Holeschofsky im Sturm.
Das einzige Tor des Kampfes fiel in der 80. Minute durch Holeschofsky. Der gleiche Stürmer verschoß einen Elfmeterball, als Decker regelwidrig zu Fall gebracht worden war.
Planitz erst in der Verlängerung
Es war ein hartnäckiges Treffen, das sich der SC Planitz und die SpVgg 02 Breslau von 8000 Zuschauern lieferten. Erst in der 108. Minute waren die Planitzer mit:1 Toren am Ziel ihrer Wünsche.
Wesentlich für den Sachsenmeister war, daß der Gastspieler Heinzig(CBC) den fehlenden Mittelstürmer Dittes so glänzend ersetzte. Heinzig erzielte auch nach dreimaligem Nachschuß das Führungstor. Breslau konnte nach der Pause durch einen Elfmeterball, den der Halbrechte Meyer einschoß, gleichziehen. Nach Schluß der 90 Minuten hieß es:1. Erst in der verlängerten Spielzeit konnte der nach rechts herausgetragene Heinzig einen schönen Flankenball anbringen, den Müller noch im Fallen einköpfte.
Der VIB Königsberg wie einst
Der oftmalige Baltenmeister BiB Königsberg scheint in diesem Jahr an seine alte ruhmreiche Tradition anknüpfen zu wollen. Höchst eindrucksvoll schlugen die Ostpreußen vor 5000 Zuschauern in der Horst=Wessel=Kampfbahn die Ordnungspolizei Litzmannstadt mit:1(:0) Toren. Die Königsberger hatten von Beginn an das Spiel in der Hand, mußte doch der einstige Berliner„Preuße" Schönbeck im Tor nur zweimal rettend eingreifen. Bis zur Pause schossen Sommerlatt(2) und Janssen drei Tore. Nach dem Wechsel wurden die Polizisten fast ausschließlich in ihrer Hälfte festgehalten und konnten auch das Ehrentor durch Blaschke anbringen, aber im weiteren Verlauf legte der BiB Königsberg durch Schröder, Scheffler, Janssen und Lodeik(2) noch weitere fünf Tore zu.
Deutsche Hockeymeisterschaft
Kölner HC nicht mehr im Rennen
Die Zwischenrunde um die Deutsche Hockeymeisterschaft war diesmal besonders hart umkämpft. Drei der vier Treffen endeten:0, und nur TB Sachsenhausen war hoch mit •0(:0) über den ersatzgeschwächten Kölner HC erfolgreich. Der Berliner HC bezwang den ASV Dresden mit:0 und trifft in der Vorschlußrunde am 31. Mai auf Etuf Essen, der mit dem gleichen Ergebnis TG Heimfeld niederrang. Gegner Sachsenhausens in der Vorschlußrunde ist Wacker München durch einen erst in der Spielverlängerung erzwungenen:=Sieg über DG 78 Heidelberg.