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GIRTTXD-RWERTOER

Bonner

drrichten

Sommerschlußverkauf ab 31. 7.

Welche Waren sind zugelassen?

Wie der Einzelhandelsverband mitteilt, beginnt der Sommerschlußverkauf am 31. 7. Zum Verkauf sind zugelassen Textilien, Be­kleidungsgegenstände. Schuhwaren, Damen­handtaschen, Damenhandschuhe, Leder­blumen und Damenürtel.

Entgegen der bisherigen Regelung sind Verkaufsankündigungen grundsätzlich nach Ladenschluß am 29. Juli zulässig. Die Pla­katwerbung und Verteilung von Druckschrif­ten ist schon von 14 Uhr an gestattet. Inse­rate, welche Warenangebote enthalten, sind frühestens in der Samstagnummer vom 29. Juli erlaubt. Andere, die lediglich den Beginn des Verkaufs anzeigen, bereits früher.

Die vor Beginn und während der Verkäufe gültigen Preise dürfen innerhalb der Ver­kaufsräume einander gegenübergestellt wer­den, nicht in Schaufenstern und öffentlichen Ankündigungen.

„Das katholische Bonn“

Einzige offizielle Festschrift zum Katholikentag

Der Katholikenausschuß der Stadt Bonn übermittelt uns eine Erklärung, in der es heißt: Aus gegebener Veranlassung teilen wir mit, daß die vom Katholikenausschuß der Stadt Bonn anläßlich des Diözesan­Katholikentages unter dem Titel„Das katho­lische Bonn“ herausgegebene Festschrift die einzige offizielle Festschrift zum Katholiken­tag ist. Die mehr als 80 Seiten umfassende, reich illustrierte Schrift ist äußerlich kennt­lich an dem Bild der Münsterkirche mit gel­ber Einfassung auf der Titelseite. Sie ist mit einem Geleitwort Sr. Eminenz, des Kardi­nals und Erzbischofs von Köln, Dr. Frings, versehen und wird den zuständigen kirch­lichen Stellen empfohlen.

Bonner Keveiserwallfahrt

Beginn am Tage Mariä Himmelfahrt

Die Kevelaerbruderschaft für Bonn und Umgegend rüstet zur Wallfahrt. Am Feste Mariä Himmelfahrt— Dienstag, 15. August — versammeln sich die Pußpilger um.15 Uhr in der Remigiuskirche zur Pilgermesse, nach welcher sie nach dreieinhalbtägigem Fußweg am Gnadenorte eintreffen. Die Bahn­pilger fahren Freitag, 18. August, mit einem Sonderzug der Bundesbahn. Dieser geht .50 Uhr von Godesberg ab und hält außer in Bonn noch in Roisdorf und Sechtem. Die Rückfahrt erfolgt Samstag, 19. August, 14.30 Uhr ab Kevelaer.

Die Kevelaeroktav findet vom 20. bis 27. August in gewohnter feierlicher Weise in der Remigiuskirche statt. Die Abendpredigt wird um 20 Uhr in dem bis dahin zur Not wiederhergestellten Hauptschiff der Remi­giuskirche gehalten. Auch wird in diesem Jahre die alte Tradition wieder aufgenom­men, die Oktav mit einer Prozession über don Markt, wo vor dem wiederhergestellten elten Rathaus der sakramentale Segen er­teilt wird, zu beschließen.

Aeltester Fahrgast aus USA

77jährige aus Hellenthal traf in Bonn ein

Seit Jahren der älteste Fahrgast aus Ame­rika traf gestern abend auf dem Bonner Bahnhof ein: die 77jährige Frau Toenniß aus Hellenthal in der Eifel. Sie war ein Jahr bei ihrem Sohn zu Besuch gewesen, der 1927 nach drüben gegangen ist und jetzt eine Bäckerei in Connecticut hat.„Ein Tempo war das da“, erzählt die Greisin leb­haft. Sie hat sich nicht daran gewöhnen können; aber sie fand es doch sehr ange­nehm, daß man mit dem Auto zum Einkau­fen fuhr und zu Puß höchstens bis in den Garten ging. Um das Mittagessen für neun Personen zu kochen, brauchte ihre Schwie­gertochter nur eine halbe Stunde. Frau Toenniß hat auch festgestellt, daß manche Dinge In Amerika viel teurer sind als in Deutschland. Man glaubt drüben kaum, daß hier schon wieder alles zu haben ist.

Nun wird sie in ihrem stillen Eifeldörf­chen noch oft an das bunte Leben drüben denken, denn zurück will sie nicht mehr.

Bonner Ministerialbauten stillgelegt

Vorgesehene Mittel gesperrt— Dienstsitz des Bundespräsidenten soll.2 Nfill. DMf kosten

Der Haushaltsausschuß des Bundestages hat am gestrigen Mittwoch die sofortige Stillegung aller Bonner Ministerialbauten veranlaßt. Alle hierfür vorgesehenen Mittel wurden gesperrt. Gleichzeitig wurde der Finanzminister beauftragt, am heutigen Donnerstag einen genauen Ueberblick über die Ausgabenpolitik der

Ministerien zu geben.

Für die Bonner Ministerialbauten hatte Nordrhein-Westfalen bereits 23 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Ferner wurden aus dem Haushalt der allgemeinen Finanz­verwaltung 6,4 Millionen abgezweigt, was man nun als haushaltswidrig feststellte. Von diesem Betrag sind Rechnungen über.4 Millignen bezahlt, der Rest ist noch nicht be­glichen. Für den weiteren Ausbau der Regie­rungsgebäude in Bonn wurden darüber hin­aus weitere 25 Millionen DM angefordert. über die nun der Haushaltsausschuß die so­fortige Sperre verhängt hat. Bereits vor einiger Zeit war es im Haushaltsausschuß zu einer erregten Debatte gekommen, als Ver­treter des Finanzministeriums darauf hin­wiesen, daß von den 25 Millionen sofort.5 Millionen freizugeben seien, da man sonst Arbeiter entlassen müsse.

Ausgabenpolitik in Zahlen

Ein Bild von der Bonner Ausgabenpolitik geben folgende Zahlen, die uns aus Kreisen

des Bundestages genannt werden: Der Dienstsitz des Bundespräsidenten(Villa Hammerschmidt) mit den dazu gehörigen Nebenbauten soll für.2 Millionen DM aus­gebaut werden. Der Garten um das Palais Schaumburg(Bundeskanzlei) kostete in den letzten Wochen einschließlich kleinerer Um­bauten des Palais Schaumburg 140000 DM. Weitere 100000 DMI sind veranschlagt. Der Präsident des Bundestages, Dr. Erich Köhler. reflektiert auf ein Dienstgebäude, dessen Herrichtung 150000 DMf und dessen Möblie­rung 40000 DMI kosten wird. Das neue Aus­wärtige Amt würde 3 Millionen DM, das Verkehrsministerium 4,5 Millionen und das Postministerium 7 Millionen DMI kosten, während der Ausbau des Hauses Carstanien in Godesberg(ERP-Ministerium) 600 000 DM kostet.

Die Kritik des Parlamhentes an dieser Aus­gabenpolitik der Ministerialbürokratie zieht sich durch alle Parteien.

„Brotpreis— eine Existenzfrage für die Bäcker'’

Einzelhandel lehnt die Verantwortung ab— Preisdifferenzen sollen bald verschwinden

„Unser Telefon steht nicht mehr still, seit der Brotpreis erhöht wurde“, erklärten gestern in einer Pressekonferenz der Geschäftsführer des Bonner Einzelhandelsver­bandes, Röhrig, und der Leiter der Städtischen Preisbehörde, Hänscheid. Die Be­sprechung wurde vom Vorsitzenden des Bonner Einzelhandelsverbandes, Rennenberg, veranstaltet, weil man Vertretern der Stadt, der Industrie- und Handelskammer, des Bäckerhandwerks und der Brotfabriken Gelegenheit geben wollte, ihre Ansichten über die Brotpreiserhöhung der Oeffentlichkeit bekanntzugeben.

Wie Geschäftsführer Röhrig einleitend be­tonte, lehnt der Einzelhandel die Verantwor­tung für die Erhöhung der Brotpreise ab. Die Erhöhung resultiere aus der Empfehlung des Bäcker-Innungsverbandes Nordrhein und den konformen Preiserhöhungen der Brot­fabriken, sei aber letzten Endes auf die Her­aufsetzung der Getreidepreise durch die Bun­desregierung zurückzuführen.

Das Wort des Bundeskanzlers

Die Käufer kommen mit der Zeitung in der Hand in die Läden und weisen auf das Wort des Kanzlers hin, daß der Brotpreis nicht erhöht werde. Sie bestürmen Verkäufer und Behörden und verlangen Aufklärung. Der Hauptverband des Lebensmittel-Einzelhan­dels hat sich, wie in der Besprechung mit­geteilt wurde, seit langem erfolglos um eine Klarstellung der Preisfrage durch die Regie­rung bemüht. Es hätte rechtzeitig entschie­den werden müssen, wer die Preiserhöhung auffangen solle. Bisher hätten sich jedoch alle verantwortlichen Stellen in Schweigen gehüllt.

Brotfabriken und Bäcker

Der Vertreter einer hiesigen Brotfabrik betonte, daß die Brotindustrie die Mehl­preiserhöhung nicht auffangen könne. Im Laufe der letzten Mionate hätten sich die Kosten für die Brotherstellung durch Ver­wendung immer besserer Typen ständig er­höht, während der Brotpreis gleichgeblieben sei.

Der Obermeister der Bonner Bäcker­innung, Rott, erklärte:„Die Offenlegung einer ehrlichen Kalkulation wird auch die Gewerkschaften überzeugen, daß die Brot­preiserhöhung für unser Handwerk eine Exi­stenzfrage ist“. Es handle sich hier um be­rechtigte Forderungen, denen gegenüber die­Drohung„mit schärfsten Maßnahmen“ un­

angebracht sei. Die ärgerliche Uneinheitlich­keit der Preisgestaltung werde verschwin­den, wenn alle Bäcker die vom Bäcker­innungsverband empfohlenen Preise über­nommen hätten.

Preisbehörde ohne sichere Handhabe

„Der Brotpreis war immer ein sozial kal­kulierter Preis“, nahm der Leiter der Städti­schen Preisbehörde Stellung. Das Preisge­setz mit den Nachfolge-Anordnungen habe früher eine rechtliche Handhabe zum Ein­schreiten bei Preisüberhöhungen gegeben. Eine sichere gesetzliche Grundlage sei jetzt aber nicht mehr vorhanden. Neue Getreide­preise bedingten neue Mehlpreise und recht­fertigten neue Kalkulationen.

Das Ergebnis: Der Verbraucher muß die Erhöhung tragen und das bei einem Grund­nahrungsmittel, das gerade im Haushalt der finanziell schwächeren Schichten unersetzlich ist— eine bedauerlich schlechte Lösung des Problems

So sehen sie aus- die vorschriftsmäßig eingekochten Kirschen

„So’n Quark“ sagt niemand, der diese Quargklöße probiert hat

Am Sonntag gibt es Käsetorte

Hausfrauen-Vereinigung lernte bei den Stadtwerken, wie man sie richtig macht

„Sommerliche Gerichte“, also Spezialitäten für heiße Tage, zeigte Frl. Kramer von der Haushaltsberatung der Stadtwerke gestern den Mitgliedern der Hausfrauen­vereinigung des Katholischen Deutschen Frauenbundes, die sich samt der Leiterin, Frau Otto. gern belehren ließen.

- Auf Gas- und Elektroherden modernster Ausführung wurden da in kürzester Zeit herrliche Gerichte fertiggestellt. Daß Quarg mit„“ geschrieben wird, erfuhren die Hausfrauen ganz nebenbei, als Frl. Kramer, unterstützt von ihren Mitarbeiterinnen, Quargauflauf mit Nudeln, Quarqk’öße mit brauner Butter und Zimt und eine herrliche Käsetorte mit frischen Kirschen herstellte. Wußten Sie, liebe Hausfrau, warum der Kösekuchen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder zusammenfiel und hart wurde? Wenn man Mondamin und Milch zu­erst aufkocht und dann erst unter den Quarg rührt und wenn man außerdem die Masse in der Backform ebenmäßig anordnet, dann passiert das bestimmt nicht mehr. Und warum liegen Ihnen und vor allem Ihrem Gatten die Gurken stundenlang wie ein Stein im Magen? Weil sie weich und glit­

schig sind und ohne Mundarbeit herunter­rutschen. Wenn Sie aber die grüne Schale nicht abschneiden, dann bleiben die Gurken hart und Sie müssen kauen, ob Sie wollen oder nicht.

Kostproben begeisterten

Auch Obstverwertung für Küche und Kel­ler wurde praktisch und lehrreich vorge­führt. Allerlei kleine Kniffe, die das Ein­machen leicht und einfach machen, kamen da ans Tageslicht. Die Zufriedenheit der Hausfrauen steigerte sich mit der Zunahme der Wohlgerüche, die den kleinen Raum er­füllten. Die Kostproben zum Abschluß des Vortrages entfachten helle Begeisterung bei den erfahrenen Hausfrauen. Am nächsten Sonntag wird sicher auf manchem Kaffee­tisch eine Käsetorte stehen, denn die Re­zepte für die vorzüglichen Gerichte konnte sich jeder mitnehmen.

Tätige Liebe zum Siebengebirge

Maßnahmen gegen rücksichtslosen Autoverkehr- Jahresbericht des Verschönerungsvereins

11.8 Hektar Waldland wurden 1949 vom Verschönerungsverein für das Sieben­gebirge neu kultiviert, wie aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht. Mit großen Kosten mußten alte Kulturen freigeschnitten werden, die im Kriege und den nachfolgenden Jahren stark vernachlässigt worden waren. Durch Verbiß wurden die Triebe von Laub- und Nadelhölzern in Mitleidenschaft gezogen, in Fichtenbeständen traten erhebliche Sturmschäden auf. In mühevoller, kostspieliger Arbeit wurde die Borkenkäfergefahr beseitigt.

Pächter des Oelberghauses bereitgestellt werden. Im Lohrberghaus wurde eine zweite Wohnung fertiggestellt.

Die Zahl der VVS-Mitglieder, die nach dem Kriege von rund 570 auf 400 zurückge­gangen war, hat sich im Berichtszeitraum wieder auf 459 erhöht. Der Verein be­schäftigt zwei Revierförster und durch­schnittlich acht bis zehn Waldarbeiter, vier bis sechs Waldarbeiterinnen und zwei bis vier Wegearbeiter. Zwei Angestellte sind auf dem Büro des Vereins tätig. Die Bilanz des VVS weist 331 810.33 DMi Aktiva und Passiva aus. In die Gewinn- und Verlust­Rechnung, die auf beiden Seiten mit 37 051,68 DM abschließt, wurde zum Ausgleich ein Reinverlust von 2717,16 DM eingesetzt.

Zur Jagd im Siebengebirge teilt der Ver­ein mit, daß sich der Schwarzwildbestand vermindert hat. Der Bestand an Rehen ist zwar infolge erheblicher Abschüsse durch die Besatzung zurückgegangen, ist aber doch noch befriedigend. Eine Fütterung war wäh­rend des milden Winters überflüssig. Der Hasenbestand ist immer noch gering, wo­gegen Fuchs und Dachs häufiger beobachtet werden.

Der Schwarzspecht hat sich vermehrt

Ausgesprochen gut ist der Vogelbestand Im Siebengebirge. Auffallend die starke Vermehrung wilder Tauben, die man auf den geringen Abschuß zurückführt. Der sel­tene Schwarzspecht hat sich erfreulich ver­mehrt.

Neben die Naturbeobachtung und-pflege traten 1949 eine Reihe notwendiger Unter­haltungsarbeiten. Einzelne Aussichten wur­den freigeschnitten, Bänke neu aufgestellt. Diese Arbeiten sollen in diesem Jahr fort­gesetzt werden. Ebenfalls für 1950 sind Maßnahmen gegen den illegalen rücksichts­losen Autoverkehr geplant. Nachteilig für den örtlichen Fremdenverkehr wirkt sich die Beschlagnahme des Margaretenhofes im Sie­bengebirge aus.

Anbau zum Oelberghaus fertiggestellt

Der Verein hat den Anbau an das Oel­berghaus inzwischen fertiggestellt. Außer der geräumigen Küchenanlage im Unterge­schoß konnten in dem Aufbau ein großer Raum für die Dezimeterstation und im Dach­geschoß zwei weitere Kammern für die

Oxforder Studiobühne in Bonn

Studenten spielen„Sommernachtstraum“

Shakespeares„Sommernachtstraum“ in der Originalfassung wird am 31. Juli die Oxford Dramatic Society, eine der besten Studenten­bühnen Englands, in einem einmaligen Gast­spiel vor Studenten und Schülern in der Mensa aufführen.

Die Oxford Dramatic Society nimmt zuvor an dem internationalen Wettbewerb der Studio-Bühnen teil, der vom 21. bis 29. Juli in der Universitätsstadt Erlangen stattfindet.

Beginn mit einem Fackelzug

Freundschaftsbund feiert erstes Stiftungsfest

Mit einem Fackelzug am Samstagabend und Kirchgang und Kranzniederlegung in der St. Josefskirche am Sonntag. 6. Au­gust, wird der Junggesellen-Männerreih „Freundschaftsbund“. Bonn-Stadion, sein erstes Stiftungsfest einleiten. Wenn die Junggesellen anschließend ihre neue Fahne durch die Siedlung tragen, werden auch auswärtige Vereine dabei sein. Ehren- und Meisterschaftsschwenken, Festzug und Festball geben dem Tag sein Gepräge. Be­merkenswert unter den namhaften Aus­zeichnungen ist die„Meisterschaft der Bun­deshauptstadt“.

Mißglückter Ueberfall

Wegen Mangels an Beweisen freigesprochen

Die Bonner Strafkammer hatte sich zwei Tage lang mit einem mißglückten Ueber­fall auf eine vierzehnjährige Haustöchter in Ersdorf zu befassen, der sich vor etwa einem Jahre in der Nacht zutrug. Es war festzustellen, ob der jetzt 19jährige Al­bert Z. der Täter sei, der dank der tapferen Gegenwehr des Mädchens mit einigen Kratzwunden die Flucht ergriffen hatte. Die Kratzwunden und einige Haare, die er hatte lassen müssen, brachten ihn in den schweren Verdacht, zumal eine Untersu­chungsstelle meinte, die Haare des Ange­klagten stimmten mit den am Tatort vorge­fundenen„weitgehend“ überein.

Albert behauptete, die Kratzwunden stammten von einer Schlägerei mit Unbe­kannten. Seine Aussagen und die einiger Zeugen machten es zweifelhaft, ob er zu die­ser Zeit den Ueberfall verübt haben konnte. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Ge­fängnisstrafe von 15 Monaten und den Erlaß eines Haftbefehls gegen Albert. Das Gericht dagegen sprach ihn frei nach dem Grund­satz, daß im Zweifelsfall für den Angeklag­ten zu entscheiden ist.

Er ließ Sterne sprühen und Gold regnen

Alter Bonner Feuerwerker feiert 80. Geburtstag—„Strahlende“

Kleine Bonner Stadtchronik

Das Interessiert die Hausfrau Die Haushaltsberatung der Stadtwerke, Friedensplatz 3, veranstaltet im Laufe des Juli wieder mehrere Vorträge für die Haus­frauen zu den Themen: Sommerliche Gerichte, Obstverwertung für Küche und Keller, Elektro- und Gasgeräte in neuer Form. Die Vorträge sind jeweils um 15.30 Uhr am 13. und 14, am 20. und 21. und am 27. und 28. Juli. Eintritt gegen Platzkarte, die frei erhältlich ist.

Neuer Sekretär gewählt Der Bezirksverband der katholischen Arbeiterbewegung hat in Franz Möller, Beuel, einen neuen Sekretär erhalten. Die

Wahl erfolgte auf einer Sitzung des Bezirks­vorstandes, auf der u. a. der künftige Ver­bandstag in Gelsenkirchen und der Katholi­kentag in Bonn besprochen wurden.

Herzlichen Glückwunsch 25 Jahre arbeitet Jakob Schneider am 13. Juli als Tischlermeister im Beerdigungsin­stitut und Möbelhaus Klemens August Muss. Stiftsplatz.

70 Jahre wird am 15. Juli Matthies Lim­bach alt, der am gleichen Tage 43 Jahre bei der Wandplattenfabrik Wessels beschäftigt ist und 40 Jahre der Freiwilligen Feuer­wehr angehört.

Damals kannte jedes Bonner Kind den Zauberer vieler hundert leuchtender Feuer­werke, Herrn Otto Müller, der morgen sei­nen 80. Geburtstag begeht. Um die Jahr­hundertwende erlernte er die Feuerwerke­rei bei der damaligen pyrotechnischen Firma Sostmann, die er später ganz übernahm.

Von manchem glanzvollen Fest weiß der lebhafte alte Herr zu berichten. Rheinbe­leuchtungen von Remagen bis Bonn, wie seinerzeit anläßlich des Deutschen Katho­likentages anno 1900, der große Feuerregen bei der Einweihung der alten Rheinbrücke. Illuminierungen in Koblenz und im Mosel­bezirk und nicht zuletzt die Ausgestaltung unzähliger Stiftungsfeste in unserer alten Studentenstadt waren Höhepunkte seiner Arbeit, auf die er mit dem Stolz des Fach­manns zurückblicken darf.

„Hallo, Herr Müller, leben Sie noch?“ be­grüßte ihn erst kürzlich ein längst in Amt und Würden sitzender Doktor und ehema­licher fröhlicher Studiosus.„Immer wieder muß ich an Ihren prächtigen Goldregen überm Alten Zoll denken.“

1930 übergab Herr Müller sein Geschäft und mit ihm die vielen großen und kleinen Geheimnisse seiner Kunst seinem Nachfol­ger und jetzigen Firmeninhaber Hans Hein und setzte sich zur Ruhe.

Erinnerungen

Wir wünschen dem Jubilar, der seinen Ehrentag infolge einer plötzlichen Erkran­kung leider im Bett wird begehen müssen, baldige Genesung und einen sorgenfreien Lebensabend!

Vecanstaltungss Kalender

Die Mittelrheinische Verwaltungsakademte Bonn macht auf folgende Einzelvorträge auf­merksam: Freitag. 14. Juli. Professor Dr. Walter Schätzel(Universität Mainz):„Das Kriegsverhütungsrecht der Vereinten Nati­onen“ Freitag, 21 Juli, Ministerialdirektor a. D. Dr. Johannes Kluge(Institut„Steuer und Finanzen“, Bonn):„Staatsbürger und öffentlicher Haushalt“. Freitag, 28. Juli, Pro­fessor Dr. Fritz W. Mever(Universität Bonn):„Probleme der westdeutschen Be­schäftigungspolitik“.

„Wesen und Aufgabe der heutigen Jugend­bewegung“ heißt das Thema, über das Josef Rommerskirchen, der Vorsitzende des Bun­desjugendringes, am Freitag, 14. Juli, 19.30 Uhr, im„Haus der Jugend“, Reuterstr. 100, sprechen wird.

BONNER WETTERWARTE

Am heutigen Donnerstag bei meist stär­kerer Bewölkung einzelne leichte Regen­fälle. Mäßig warm bei süd-westlichen Win­den. Auch weiterhin noch veränderlich.