Kreisblatt

Druck und Verlag von Nob. Noack, Neuß.

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Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57,

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“. in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk.

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Th. Jossen, Neuß.

Nr. 120. 1. Blatt.

Dolitische Nacbrichten.

Deutsebland

.<space>=<space> D e r<space> K r i e g s m i n i s t e r<space> v o n<space> H e e r i n g e n<space> h a t,<space> b e z u g n e h m e n d<space> aus die„eue Turnvorschrift für die Infanterie, an den Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, Geh. Sanitäts­rat Dr. Ferd. Goetz, folgendes Schreiben gerichtet:

„Ew. Hochwohlgeboren teilt das Kriegsministerium er­gebenst mit, daß in der nächsten Zeit der Entwurf einer neuen Turnvorschrift für die Infanterie erscheinen wird. Dieser enthält einen Hinweis, daß Unteroffiziere und Vor­al.ungen der Turnvereine teilnehmen können.

Abschrift einer an die Armee erlassenen Bekanntmachung zu der neuen Turnvorschrift ist zur gefälligen Kenntnisnahme hier angeschlossen. Das Kriegsministerium benutzt diese Ge­legenheit, der Deutschen Turnerschaft für die bisher auch zum

## des Heeres geleistete Arbeit seinen Danr auszu­

= Ueber die finanzielle Lage der Versicherungsanstalten

haben neuerdings eingehende Erhebungen stattgefunden. Da­bei hat sich herausgestellt, daß die Anstalten durch die von ihnen gewähren Leistungen in einem Maße in Anspruch ge­nommen werden, das an die Grenze ihrer finanziellen Kräfte heranreicht. Selbstverständlich sind sie den Aufgaben, die ihr nächster und hauptsächlicher Wirkungskreis, die Rentenbewilli­i. n, auferleg., vollständig gewachsen. Dazu sind aber im Laufe der Zeit andere Leistungen, z. B. auf dem Gebiete Wohnungsfürsorge. der Heilverfahren u. dergl. gekommen. auf ve. Gebiete der Wohnungsfürsorge haben die

Versicherungsanstalten durch Hergabe großer Mittel zu billigem Zinsfuß außerordentlich segensreich gewirkt. Die für diese aufgewendeteSumme beziffert sich auf annähernd 300 Millionen Mark. Aber auf der anderen Seite ist daraus den Versicherungsanstalten eine solche Mehrbelastung erwachsen daß die Weitergewährung so billiger Baugelder nur ermöglicht werden könnte, wenn die von den Arbeitgebern und den Ar­für die Invalidenversicherung zu entrichtenden Bei­trage erheblich erhöht werden würden. Soll diese Konsequenz die gewiß für alle Beteiligten äußerst unangenehm wäre, ver­mieden werden, so bleibt nur der eine Ausweg, den Zinsfuß heraufzusetzen, der bei Hingabe von Darlehen an Baugenossen­

schaft gefo ert wirr. Das Reichsversicherungsamt hat des­halb die Versicherungsanstalten ersucht, fortan auf Erzielung

ein„ Zinsfuße, von mindestens 3¼ v. H. Bedacht zu nehmen Gewiß mag diese Maßnahme den Baugenossenschaften höchst unerwünscht sein. Sehr viel unerwünschter aber wäre der andere Weg, der gegangen werden müßte, um die bisherigen Leistungen der Versicherungsanstalten auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge in Zukunft unter denselben Bedingungen gewähren zu können. Bevingung

—. X Koloniater. Ein südwestafrikanisches Blatt schreibt: Wie uns von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird, soll das anläßlich der Vorgänge in Deutsch=Südwestafrika einen Erlaß an die Gouverneure des Schutzgebietes gerichtet haben, in de iyr. Pflichten näher präzisiert werden. Sie ollen sich in Zukunft auf die getreue Ueberwachung des Etats und die Ausführung der Verordnungen des Kolonialamts be­#ten und nicht Stellung zu den Interessen der Kolonisten

Aueland.

bewegliche Vermögen Frankreichs. Nach einer Schätzung des bekannten Nationalökonomen Alfred Neymark bslief, r, 10 C; 99 das bewegliche Vermögen Frankreichs auf 105 bis 110 Milliurden Franken, wovon 65 bis 70 Milliarden 35 bis 40 Milliarden auswärtige Werte sind. de Rückzahlungen der verschiedensten Anleihen usw. erreicht

jetzt jährlich einen Betrag von 1300 bis 1500 Millionen, und

wenn die Ersparnis von 1750 bis 1925 Millionen dazu gerechnet

verfügt das französische Kapital jetzt jährlich über un­für neue Anlagen. Durch die stets größer werdenden Rückzahlungen der in der zweiten Hälfte des vori­gen Jahrhunderts gemachten Anleihen usw. wäre in einigen Jahren dieser jährliche Betrag auf 5 Milliarden zu schätzen. Neymark führt von französischen Rückzahlungen u. a. an(in Millionen Francs) bis 1953 tilgbare Renten mit 3587, bis 1950

mit 18 18 bis JSauzveschre g#ntn der französischen Bahnen 1818, b. 19/9 die Anleihen der Stadt Paris mit 2102, bis 1981 die Anleihen des Creédit fooncier 4443, andere Schuld­

m geibungen. 4418; in. ganzen für französische Werte 33 Milliarden, und für auswärtige Werte wären Rückzahlungen vom gleichen Betrag zu erwarten. Neymark stellt diese Frage

gug:„#b##a. nla ekapital die nötigen Gelegenheiten finden

dem besonders die Staaten zweiten ges Nutzen ziehen könnten, sich noch niedriger stellen werde. Die jedenfalls zu erwartende Elektrisierung der Eisenbahnen der Bau von neuen Verkehrsmitteln in Afrika u. a. würden nur einen Teil dieses Ueberflusses in Anspruch nehmen

+ Das erste Kabinett der Südafrikanischen Union ist unter General Botha als Premierminister gebildet worden.

Gerichtssaal.

* Leipzig, 30. Mai. Das Reichsgericht hat die Re­

Stratz o#r Bezelet,„Schäfer und Gepper., welche von der Strafkammer in Eisleben wegen versuchter Nötigung und Ver­

rufserklärung während des Mansfelder Bergarbei­

ter#er ks zu wefangnis perurteilr worden waren, ebenso

die Revision der Bergleute Gölser und Siching, die vom

Schwurgericht in Halle aus demselben Anlaß verurteilt worden waren, sowie die Revision des von der Strafkammer in Eis­leben wegen Widerstandes und Beleidigung, begangen gegen ordnungstiftende Soldaten, verurteilten Bergarbeiters Bauer­hin verworfen. Ferner hat das Reichsgericht die Re­

Mittwoch. 1. Juni 1910.(Simeon.)

vision des Barbiergehilfen Karl Haack, der vom Schwur­gericht Stargard(Pommern) am 7. April wegen Ermordung des Amtsrats Klein zum Tode verurteilt worden war, ver worfen.

Von Nab und Fern.

Duisburg. 31. Mai. Gestern fand im Rathaus unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters eine Sitzung des Preis­gerichts für den Theater= Neubau statt, wobei sich die Versammlung für den Entwurf des Professors Dülfer in Dresden entschied.

* Elberfeld, 31. Mai. Der vor kurzem bei der städtischen Sparkasse angestellte Assistent Schulz stahl ein auf 1800 M s Sparkassenbuch, das von dem Eigentümer, einem städtischen Beamten, der Sparkasse zur Aufbewahrung über­geben worden war, und ließ durch eine dritte Person 1200 K abheben. Mit dem Gelde ist der Beamte flüchtig geworden. Die Polizei ermittelte ihn in seinem Heimatsorte Stolp in Pommern und verfügte seine Festnahme.

* Linz a. Nh., 30. Mai. Auf dem Schwarzenbergskopf frurzte gestern Nachmittag ein 11 Jahre alter Junge aus Dattenberg eine über 50 Meter hohe Basaltwand herunter. Er verschied alsbald an den erlittenen Verletzungen.

* Koblenz, 30. Mai. Ein seltenes Fest beging gestern das Weinhaus Deinhard u. Co., die Feier der vierzigjährigen Tätigkeit des Kellerdirektors Alberti in dem Geschäft. Ge­heimer Kommerzienrat Julius Wegeler teilte mit, daß das Haus Deinhard u. Co. eine„Alberti=Stiftung" im Betrage von 30 000 M errichtet habe, deren Zinsen den Arbeitern und ihren Angehörigen bei plötzlichen Unglücks= oder Todesfällen zugute kommen sollen. Unter Ueberreichung von Geschenken sprachen ferner Glückwünsche aus ein auswärtiger Vertreter und Be­auftragte der Angestellten und der Arbeiter des Hauses. Die ganze Feier, an die sich ein Frühstück anschloß, zeugte von dem schönen Verhältnis zwischen den Inhabern des Geschäfts und den darin Beschäftigten.

Dortmund, 31. Mai. Nachdem die Stadtverordneten in Hagen die Uebernahme des diesjährigen Städteta­ges abgelehnt haben, wird möglicherweise der Ausweg gefun­den werden, daß in diesem Jahre in Hagen ein reiner Ge­schäft.= Städtetag abgehalten wird. Für den Fall. daß Hagen auch diesen ablehnen sollte, wird der diesjährige Städtetag in einer anderen Stadt abgehalten. Eine Sitzung des Vorstandes des Städtetages findet am Samstag in Dortmund statt

*<space> S c h w e r t e,<space> 3 1.<space> M a i.<space> A u f<space> d e n<space> u m<space> 1 1<space> U h r<space> n a c h t s<space> i n<space> Schwerte eintreffenden Eilzug Köln=Münster wurde kurz vor der Station geschossen. Die Kugel drang in ein Ab­teil 3. Klasse ein, wo ein Reisender Verletzungen im Gesicht erlitt.

Venlo, 30. Mai. In der holländischen Garnisonstadt Venlo sind erhebliche Unterschleife im Militärmagazin festgestellt worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß militä­rische Ausrüstungsgegenstände im Wert von mehrern tausend Gulden fehlen. Militärbeamte und zahlreiche Handwerker sind an den Veruntreuungen beteiligt, und ganze Wagenladungen gestohlener Sachen wurden beschlagnahmt. Mehrere Verhaf­tungen sind bereits erfolgt.

* Berlin, 30. Mai. Heute wurde in Gegenwart des Kron­prinzen das in der Teltowerstraße neuerbaute Gebäude der Berliner Handwerkskammer feierlich einge­weiht. Alle Innungen Berlins und des Regierungsbezirks

Potsdam hatten Bannerabordnungen entsandt. Außer dem Handelsminister von Sydow waren viele Vertreter der staat­lichen und kommunalen Behörden erschienen, ebenso Vorstände fast aller deutschen Handwerkskammern. Nach einer Festrede des Obermeisters Bernard trank der Kronprinz den Ehren­becher auf das Wohl des deutschen Handwerks, speziell der Berliner Innungen. Handelsminister v. Sydow hielt sodann eine längere Ansprache mit einem Hoch auf die Handwerks­kammer und deren Vorstand, und gab mehrere Ordensverlei­hungen bekannt. Nach weiteren Ansprachen fand im Caeci­liensaal ein Frühstück statt, an welchem der Kronprinz eben­falls teilnahm.

Berlin, 30. Mai. Ein im Januar aus dem Kunstge­werbe= Museum gestohlenes Bronze= Relief, Fried­rich den Großen darstellend, wurde in einem Zigarrenladen des Südostens ermittelt. Der Ziaarrenhändler hatte es von einem Kunden für 10 Mark gekauft, der angab, es sei ein Fa­milienerbstück. Dem Verkäufer, von dem nicht feststeht, ob er selbst der Dieb ist. oder ob er es von dem Diebe erworben hat ist man auf der Spur.

Kiel, 30. Mai. Zur diesjährigen Kieler Woche haben sich 81 Jachten gemeldet, dieselbe Zahl wie im Vorjahr. Hiervon sind 67 deutsche. 1 Amerikaner, 2 Eng­länder, 2 Holländer, 2 Belgier, 1 Franzose, 2 Schweden, 1 Un­gar. 1 Russe, 1 Oesterreicher, 1 Norweger. Auf die A 1=Klasse entfallen fünf, auf die A 2 drei, auf die 15=Meterklasse zwei, 12=Meterklasse fünf, 10 Meter vier, 9 Meter drei, 8 Meter dreizehn, 7 Meter sechs. 6 Meter dreizehn, 5 Meter neun, und auf die Sonderklasse achtzehn.

* Erfurt, 31. Mai. Der Glasbläser August Lutz aus Frie­

dersdorf, der im September 1908 den Forstaufseher Walther im Forste bei Gehren erschossen hatte und deshalb vom Schwur­gericht dreimal zum Tode verurteilt worden war, nachdem das Reichsgericht das Urteil zweimal aufgehoben hatte. ist heute früh 6½ Uhr auf dem Hofe des hiesigen Landgerichtsgefäng­nisses durch den Scharfrichter Engelhardt= Magdeburg hin­gerichtet worden.

* Zürich, 31. Mai. In Horgen am Züricher See sind 30 Personen unter Vergiftungserscheinungen erkrankt die auf den Genuß verdorbenen Schweinefleisches zurückgeführt werden. Ein 46 Jahre alter Färber ist bereits gestorben

* Innsbruck, 31. Mai. In der Ortschaft Sulden stürzte am Militärschießstand ein Zielhaus ein. Fünf Soldaten wur­

85. Jahrg.

den unter den Trümmern begraben. Einer wurde getötet, die anderen wurden verletzt.

* Wien, 31. Mai. Die Frage, ob der Oberleutnant Hof­

richter begnadigt wird, bildet in militärischen Kreisen Oesterreichs den Gegenstand lebhafter Diskussionen. Juristisch gebildete Militärs glauben, daß die Vollstreckung der Todes­strafe äußerst wahrscheinlich ist. Interessant ist der Paragraph der Militärstrafprozeß= Ordnung, daß ein zum Tode Verur­teilter noch unmittelbar vor dem Strafvollzug, also auf dem Richtplatze selbst, begnadigt werden kann. In diesem Falle kann eine weitere Strafe über ihn nicht mehr verhängt werden, da er die Todesangst bereits überstanden hat.

*<space> N e w= Y o r k,<space> 3 0.<space> M a i.<space> I n<space> d e m<space> U n i o n= H i l l= S c h ü t z e n p a r k<space> i n<space> Hoboken hat gestern das sechste Deutsch=Amerikanische nationale Schützenfest begonnen, zu dem deutsche Schützen=Vereinigungen aus der weitesten Umgebung herbei­geeilt sind. Fast alle deutsch= amerikanischen Schützenbunde sind vertreten, die 2460 Mitglieder zählende Schützengesellschaft in Philadelphia durch 1500 Mann. Soweit der Besuch und die große Anzahl von Preisen, darunter ein vom deutschen Kaiser gestifteter goldener Adler, in Betracht kommen, ver­spricht das Fest das erfolgreichste und glänzendste in der Ge­schichte des deutschen Schützenwesens in Amerika zu werden. Einen Glanzpunkt bildete die heutige Schützenparade, an der als Ehrengäste der Deutsche Veteranenbund von 1870/71, vier Kompagnien der Miliz des Staates Newyork, und unzählige deutsche Körperschaften, Turnvereine usw. aus New= Jersey, Newyork und anderen Städten teilnahmen.

Lokale Nacbrichten.

1. Juni.

D Allgem. Ortskrankenkasse. Dem Geschäftsbericht für das Rechnungsjahr 1909 entnehmen wir:

Die lange Dauer des Winters 1908/09 sowie die durchweg nasse und kalte Witterung in den Sommermonaten haben auf den Gesundheitszustand der Kassenmitglieder ungünstig einge­wirkt. Trotzdem schließt das Geschäftsjahr mit einem Ueber­schusse von K 11 028.87 ab. Der Reservefonds wurde um + 6000 erhöht und beträgt nunme#t###n 167398,24. Er hat die vorgeschriebene Höhe um K 3405,25 überschritten. Das Gesamt­vermögen beträgt K 201 704,81.

Die im letzten Bericht erwähnte obligatorische Fa­milien= Versicherung trat am 1. Oktober 1909 in Kraft. Sie erstreckt sich zunächst nur auf freie ärztliche Be­handlung der Familienangehörigen der Kassenmitglieder. Es kommen etwa 11000 Angehörigen in Frage, sodaß die Kasse jetzt für ca. 19000 Personen freie ärztliche Behandlung ge­währt. Während für die Mitglieder selbst noch die beschränkte freie Arztwahl unter 8 Aerzten besteht, ist für die Angehörigen die unbeschränkte Arztwahl eingeführt. Mit Ausnahme von zwei Aerzten, welche eine Beteiligung nicht wünschten, sind sämtliche in Neuß wohnenden Aerzte angestellt. Außerdem sind aus den Nachbargemeinden 12 Aerzte für die Versicherung tätig. Die jährlichen Kosten betragen bei der jetzigen Mit­gliederzahl ca. KK 31000. Zur Bestreitung derselben wurden die Beiträge um ½% des durchschnittlichen Tagelohnes er­höht.

Die durchschnittliche Mitgliederzahl der Kasse stieg gegen das Vorjahr um 584; sie betrug 7480. Freiwillige Mit­glieder waren durchschnittlich 289(229) vorhanden und zwar 58(48) männliche und 231(181) weibliche. Den höchsten Mit­gliederbestand hatte die Kasse am 1. Dezember mit 7932(7175), den geringsten am 1. Januar mit 6812(6628).

Wie schon erwähnt, war der Gesundheitszustand nicht günstig. Die mit Erwerbsunfähigkeit verbundenen Er­krankungsfälle beliefen sich auf 3035 bei den männlichen und 696 bei den weiblichen Mitgliedern. Krankheitstage sind 46 160 bezw. 13 228 zu verzeichnen. Es sind dies gegen das Vorjahr 4482 bezw. 1581 mehr. Es kamen 244(240) Betriebsunfälle vor. Von denselben hatten 98(77) eine Erwerbsunfähigkeit von mehr als 4 Wochen und 28(40) von mehr als 13 Wochen zur Folge.

38(53) Todesfälle traten ein.

Das durchschnittliche Alter der Verstorbenen betrug bei den männlichen Mitgliedern 49(49) Jahre, bei den weiblichen 36 (34) Jahre.

In Krankenhäusern wurden 384(321) Personen ver­pflegt, hiervon im städtischen Hospitale 260(226), im Herz­Jesu=Kloster 98(77), und 26(18) in auswärtigen Anstalten.

An auswärtige Krankenkassen wurden 19(65) Eewerbsunfä­hige überwiesen, während 9(8) Mitglieder anderer Kranken­kassen von uns für deren Rechnung unterstützt wurden.

Von der Ortskrankenkasse wurden 20(24) Anträge auf Uebernahme des Heilverfahrens durch die Landesversicherungs­Anstalt Rheinprovinz gestellt. Ferner wurde die Versicherungs­Anstalt in 6(8) Fällen um Zahlung eines Zuschusses zu den Kosten künstlicher Gebisse ersucht. Von den 26 Anträgen wur­den 7 abgelehnt. Es wurden verpflegt:„

In der Lungenheilstätte Grünewald 4(2) Mitglieder

In der Lungenheilstätte Holt 2(—) Mitglieder

In der Lungenheilstätte Sonnenberg 1(1) Mitglieder

In der Lungenheilstätte Ronsdorf 1(2) Mitglieder

In sonstigen Anstalten. 4(3) Mitglieder

2 Mitglieder starben vor der Ueberführung in die Heil­stätten.

Zu dem Rechnungsabschlusse ist zu bemerken, daß sich fast sämtliche Einnahme= und Ausgabeposten durch die Steigerung der Mitgliederzahl erhöht haben.

Die Mehreinnahme an Zinsen hat ihren Grund in dem Anwachsen des Reservefonds und der teilweisen anderweitigen Anlage desselben.

Die höhere Einnahme an Beiträgen ist zum Teil zurück­zuführen auf die am 1. Oktober in Kraft getretene Beitragser­