Kreisblatt Druck und Verlag von Nob. Noack, Neuß. Anzeigen 15 Pfg. die 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum, auswärtige 20 Pfg. Reklamen 60 Pfg. die 3gespaltene Petitzeile oder deren Raum. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Josef Wyrich, Neuß. Expedition: Neuß, Neustr. 1. Tel. 57, Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Preis vierteljährlich einschl. der tägl. Beilage„Bunte Blätter“. in Neuß 1,50 Mk., durch die Post bez. 1,65 Mk., mit illustr. Unterhaltungsblatt 1,80 Mk., durch die Post bezogen 1,95 Mk. Verantwortlich für die Schriftleitung: Th. Jossen, Neuß. Nr. 120. 1. Blatt. Dolitische Nacbrichten. Deutsebland .= D e r K r i e g s m i n i s t e r v o n H e e r i n g e n h a t, b e z u g n e h m e n d aus die„eue Turnvorschrift für die Infanterie, an den Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, Geh. Sanitätsrat Dr. Ferd. Goetz, folgendes Schreiben gerichtet: „Ew. Hochwohlgeboren teilt das Kriegsministerium ergebenst mit, daß in der nächsten Zeit der Entwurf einer neuen Turnvorschrift für die Infanterie erscheinen wird. Dieser enthält einen Hinweis, daß Unteroffiziere und Voral.ungen der Turnvereine teilnehmen können. Abschrift einer an die Armee erlassenen Bekanntmachung zu der neuen Turnvorschrift ist zur gefälligen Kenntnisnahme hier angeschlossen. Das Kriegsministerium benutzt diese Gelegenheit, der Deutschen Turnerschaft für die bisher auch zum ## des Heeres geleistete Arbeit seinen Danr auszu= Ueber die finanzielle Lage der Versicherungsanstalten haben neuerdings eingehende Erhebungen stattgefunden. Dabei hat sich herausgestellt, daß die Anstalten durch die von ihnen gewähren Leistungen in einem Maße in Anspruch genommen werden, das an die Grenze ihrer finanziellen Kräfte heranreicht. Selbstverständlich sind sie den Aufgaben, die ihr nächster und hauptsächlicher Wirkungskreis, die Rentenbewillii. n, auferleg., vollständig gewachsen. Dazu sind aber im Laufe der Zeit andere Leistungen, z. B. auf dem Gebiete Wohnungsfürsorge. der Heilverfahren u. dergl. gekommen. auf ve. Gebiete der Wohnungsfürsorge haben die Versicherungsanstalten durch Hergabe großer Mittel zu billigem Zinsfuß außerordentlich segensreich gewirkt. Die für diese aufgewendeteSumme beziffert sich auf annähernd 300 Millionen Mark. Aber auf der anderen Seite ist daraus den Versicherungsanstalten eine solche Mehrbelastung erwachsen daß die Weitergewährung so billiger Baugelder nur ermöglicht werden könnte, wenn die von den Arbeitgebern und den Arfür die Invalidenversicherung zu entrichtenden Beitrage erheblich erhöht werden würden. Soll diese Konsequenz die gewiß für alle Beteiligten äußerst unangenehm wäre, vermieden werden, so bleibt nur der eine Ausweg, den Zinsfuß heraufzusetzen, der bei Hingabe von Darlehen an Baugenossenschaft gefo ert wirr. Das Reichsversicherungsamt hat deshalb die Versicherungsanstalten ersucht, fortan auf Erzielung ein„ Zinsfuße, von mindestens 3¼ v. H. Bedacht zu nehmen Gewiß mag diese Maßnahme den Baugenossenschaften höchst unerwünscht sein. Sehr viel unerwünschter aber wäre der andere Weg, der gegangen werden müßte, um die bisherigen Leistungen der Versicherungsanstalten auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge in Zukunft unter denselben Bedingungen gewähren zu können. Bevingung —. X Koloniater. Ein südwestafrikanisches Blatt schreibt: Wie uns von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird, soll das anläßlich der Vorgänge in Deutsch=Südwestafrika einen Erlaß an die Gouverneure des Schutzgebietes gerichtet haben, in de iyr. Pflichten näher präzisiert werden. Sie ollen sich in Zukunft auf die getreue Ueberwachung des Etats und die Ausführung der Verordnungen des Kolonialamts be#ten und nicht Stellung zu den Interessen der Kolonisten Aueland. bewegliche Vermögen Frankreichs. Nach einer Schätzung des bekannten Nationalökonomen Alfred Neymark bslief, r, 10 C; 99 das bewegliche Vermögen Frankreichs auf 105 bis 110 Milliurden Franken, wovon 65 bis 70 Milliarden 35 bis 40 Milliarden auswärtige Werte sind. de Rückzahlungen der verschiedensten Anleihen usw. erreicht jetzt jährlich einen Betrag von 1300 bis 1500 Millionen, und wenn die Ersparnis von 1750 bis 1925 Millionen dazu gerechnet verfügt das französische Kapital jetzt jährlich über unfür neue Anlagen. Durch die stets größer werdenden Rückzahlungen der in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gemachten Anleihen usw. wäre in einigen Jahren dieser jährliche Betrag auf 5 Milliarden zu schätzen. Neymark führt von französischen Rückzahlungen u. a. an(in Millionen Francs) bis 1953 tilgbare Renten mit 3587, bis 1950 mit 18 18 bis JSauzveschre g#ntn der französischen Bahnen 1818, b. 19/9 die Anleihen der Stadt Paris mit 2102, bis 1981 die Anleihen des Creédit fooncier 4443, andere Schuldm geibungen. 4418; in. ganzen für französische Werte 33 Milliarden, und für auswärtige Werte wären Rückzahlungen vom gleichen Betrag zu erwarten. Neymark stellt diese Frage gug:„#b##a. nla ekapital die nötigen Gelegenheiten finden dem besonders die Staaten zweiten ges Nutzen ziehen könnten, sich noch niedriger stellen werde. Die jedenfalls zu erwartende Elektrisierung der Eisenbahnen der Bau von neuen Verkehrsmitteln in Afrika u. a. würden nur einen Teil dieses Ueberflusses in Anspruch nehmen + Das erste Kabinett der Südafrikanischen Union ist unter General Botha als Premierminister gebildet worden. Gerichtssaal. * Leipzig, 30. Mai. Das Reichsgericht hat die ReStratz o#r Bezelet,„Schäfer und Gepper., welche von der Strafkammer in Eisleben wegen versuchter Nötigung und Verrufserklärung während des Mansfelder Bergarbeiter#er ks zu wefangnis perurteilr worden waren, ebenso die Revision der Bergleute Gölser und Siching, die vom Schwurgericht in Halle aus demselben Anlaß verurteilt worden waren, sowie die Revision des von der Strafkammer in Eisleben wegen Widerstandes und Beleidigung, begangen gegen ordnungstiftende Soldaten, verurteilten Bergarbeiters Bauerhin verworfen. Ferner hat das Reichsgericht die ReMittwoch. 1. Juni 1910.(Simeon.) vision des Barbiergehilfen Karl Haack, der vom Schwurgericht Stargard(Pommern) am 7. April wegen Ermordung des Amtsrats Klein zum Tode verurteilt worden war, ver worfen. Von Nab und Fern. Duisburg. 31. Mai. Gestern fand im Rathaus unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters eine Sitzung des Preisgerichts für den Theater= Neubau statt, wobei sich die Versammlung für den Entwurf des Professors Dülfer in Dresden entschied. * Elberfeld, 31. Mai. Der vor kurzem bei der städtischen Sparkasse angestellte Assistent Schulz stahl ein auf 1800 M s Sparkassenbuch, das von dem Eigentümer, einem städtischen Beamten, der Sparkasse zur Aufbewahrung übergeben worden war, und ließ durch eine dritte Person 1200 K abheben. Mit dem Gelde ist der Beamte flüchtig geworden. Die Polizei ermittelte ihn in seinem Heimatsorte Stolp in Pommern und verfügte seine Festnahme. * Linz a. Nh., 30. Mai. Auf dem Schwarzenbergskopf frurzte gestern Nachmittag ein 11 Jahre alter Junge aus Dattenberg eine über 50 Meter hohe Basaltwand herunter. Er verschied alsbald an den erlittenen Verletzungen. * Koblenz, 30. Mai. Ein seltenes Fest beging gestern das Weinhaus Deinhard u. Co., die Feier der vierzigjährigen Tätigkeit des Kellerdirektors Alberti in dem Geschäft. Geheimer Kommerzienrat Julius Wegeler teilte mit, daß das Haus Deinhard u. Co. eine„Alberti=Stiftung" im Betrage von 30 000 M errichtet habe, deren Zinsen den Arbeitern und ihren Angehörigen bei plötzlichen Unglücks= oder Todesfällen zugute kommen sollen. Unter Ueberreichung von Geschenken sprachen ferner Glückwünsche aus ein auswärtiger Vertreter und Beauftragte der Angestellten und der Arbeiter des Hauses. Die ganze Feier, an die sich ein Frühstück anschloß, zeugte von dem schönen Verhältnis zwischen den Inhabern des Geschäfts und den darin Beschäftigten. Dortmund, 31. Mai. Nachdem die Stadtverordneten in Hagen die Uebernahme des diesjährigen Städtetages abgelehnt haben, wird möglicherweise der Ausweg gefunden werden, daß in diesem Jahre in Hagen ein reiner Geschäft.= Städtetag abgehalten wird. Für den Fall. daß Hagen auch diesen ablehnen sollte, wird der diesjährige Städtetag in einer anderen Stadt abgehalten. Eine Sitzung des Vorstandes des Städtetages findet am Samstag in Dortmund statt * S c h w e r t e, 3 1. M a i. A u f d e n u m 1 1 U h r n a c h t s i n Schwerte eintreffenden Eilzug Köln=Münster wurde kurz vor der Station geschossen. Die Kugel drang in ein Abteil 3. Klasse ein, wo ein Reisender Verletzungen im Gesicht erlitt. Venlo, 30. Mai. In der holländischen Garnisonstadt Venlo sind erhebliche Unterschleife im Militärmagazin festgestellt worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß militärische Ausrüstungsgegenstände im Wert von mehrern tausend Gulden fehlen. Militärbeamte und zahlreiche Handwerker sind an den Veruntreuungen beteiligt, und ganze Wagenladungen gestohlener Sachen wurden beschlagnahmt. Mehrere Verhaftungen sind bereits erfolgt. * Berlin, 30. Mai. Heute wurde in Gegenwart des Kronprinzen das in der Teltowerstraße neuerbaute Gebäude der Berliner Handwerkskammer feierlich eingeweiht. Alle Innungen Berlins und des Regierungsbezirks Potsdam hatten Bannerabordnungen entsandt. Außer dem Handelsminister von Sydow waren viele Vertreter der staatlichen und kommunalen Behörden erschienen, ebenso Vorstände fast aller deutschen Handwerkskammern. Nach einer Festrede des Obermeisters Bernard trank der Kronprinz den Ehrenbecher auf das Wohl des deutschen Handwerks, speziell der Berliner Innungen. Handelsminister v. Sydow hielt sodann eine längere Ansprache mit einem Hoch auf die Handwerkskammer und deren Vorstand, und gab mehrere Ordensverleihungen bekannt. Nach weiteren Ansprachen fand im Caeciliensaal ein Frühstück statt, an welchem der Kronprinz ebenfalls teilnahm. Berlin, 30. Mai. Ein im Januar aus dem Kunstgewerbe= Museum gestohlenes Bronze= Relief, Friedrich den Großen darstellend, wurde in einem Zigarrenladen des Südostens ermittelt. Der Ziaarrenhändler hatte es von einem Kunden für 10 Mark gekauft, der angab, es sei ein Familienerbstück. Dem Verkäufer, von dem nicht feststeht, ob er selbst der Dieb ist. oder ob er es von dem Diebe erworben hat ist man auf der Spur. Kiel, 30. Mai. Zur diesjährigen Kieler Woche haben sich 81 Jachten gemeldet, dieselbe Zahl wie im Vorjahr. Hiervon sind 67 deutsche. 1 Amerikaner, 2 Engländer, 2 Holländer, 2 Belgier, 1 Franzose, 2 Schweden, 1 Ungar. 1 Russe, 1 Oesterreicher, 1 Norweger. Auf die A 1=Klasse entfallen fünf, auf die A 2 drei, auf die 15=Meterklasse zwei, 12=Meterklasse fünf, 10 Meter vier, 9 Meter drei, 8 Meter dreizehn, 7 Meter sechs. 6 Meter dreizehn, 5 Meter neun, und auf die Sonderklasse achtzehn. * Erfurt, 31. Mai. Der Glasbläser August Lutz aus Friedersdorf, der im September 1908 den Forstaufseher Walther im Forste bei Gehren erschossen hatte und deshalb vom Schwurgericht dreimal zum Tode verurteilt worden war, nachdem das Reichsgericht das Urteil zweimal aufgehoben hatte. ist heute früh 6½ Uhr auf dem Hofe des hiesigen Landgerichtsgefängnisses durch den Scharfrichter Engelhardt= Magdeburg hingerichtet worden. * Zürich, 31. Mai. In Horgen am Züricher See sind 30 Personen unter Vergiftungserscheinungen erkrankt die auf den Genuß verdorbenen Schweinefleisches zurückgeführt werden. Ein 46 Jahre alter Färber ist bereits gestorben * Innsbruck, 31. Mai. In der Ortschaft Sulden stürzte am Militärschießstand ein Zielhaus ein. Fünf Soldaten wur85. Jahrg. den unter den Trümmern begraben. Einer wurde getötet, die anderen wurden verletzt. * Wien, 31. Mai. Die Frage, ob der Oberleutnant Hofrichter begnadigt wird, bildet in militärischen Kreisen Oesterreichs den Gegenstand lebhafter Diskussionen. Juristisch gebildete Militärs glauben, daß die Vollstreckung der Todesstrafe äußerst wahrscheinlich ist. Interessant ist der Paragraph der Militärstrafprozeß= Ordnung, daß ein zum Tode Verurteilter noch unmittelbar vor dem Strafvollzug, also auf dem Richtplatze selbst, begnadigt werden kann. In diesem Falle kann eine weitere Strafe über ihn nicht mehr verhängt werden, da er die Todesangst bereits überstanden hat. * N e w= Y o r k, 3 0. M a i. I n d e m U n i o n= H i l l= S c h ü t z e n p a r k i n Hoboken hat gestern das sechste Deutsch=Amerikanische nationale Schützenfest begonnen, zu dem deutsche Schützen=Vereinigungen aus der weitesten Umgebung herbeigeeilt sind. Fast alle deutsch= amerikanischen Schützenbunde sind vertreten, die 2460 Mitglieder zählende Schützengesellschaft in Philadelphia durch 1500 Mann. Soweit der Besuch und die große Anzahl von Preisen, darunter ein vom deutschen Kaiser gestifteter goldener Adler, in Betracht kommen, verspricht das Fest das erfolgreichste und glänzendste in der Geschichte des deutschen Schützenwesens in Amerika zu werden. Einen Glanzpunkt bildete die heutige Schützenparade, an der als Ehrengäste der Deutsche Veteranenbund von 1870/71, vier Kompagnien der Miliz des Staates Newyork, und unzählige deutsche Körperschaften, Turnvereine usw. aus New= Jersey, Newyork und anderen Städten teilnahmen. Lokale Nacbrichten. 1. Juni. D Allgem. Ortskrankenkasse. Dem Geschäftsbericht für das Rechnungsjahr 1909 entnehmen wir: Die lange Dauer des Winters 1908/09 sowie die durchweg nasse und kalte Witterung in den Sommermonaten haben auf den Gesundheitszustand der Kassenmitglieder ungünstig eingewirkt. Trotzdem schließt das Geschäftsjahr mit einem Ueberschusse von K 11 028.87 ab. Der Reservefonds wurde um + 6000 erhöht und beträgt nunme#t###n 167398,24. Er hat die vorgeschriebene Höhe um K 3405,25 überschritten. Das Gesamtvermögen beträgt K 201 704,81. Die im letzten Bericht erwähnte obligatorische Familien= Versicherung trat am 1. Oktober 1909 in Kraft. Sie erstreckt sich zunächst nur auf freie ärztliche Behandlung der Familienangehörigen der Kassenmitglieder. Es kommen etwa 11000 Angehörigen in Frage, sodaß die Kasse jetzt für ca. 19000 Personen freie ärztliche Behandlung gewährt. Während für die Mitglieder selbst noch die beschränkte freie Arztwahl unter 8 Aerzten besteht, ist für die Angehörigen die unbeschränkte Arztwahl eingeführt. Mit Ausnahme von zwei Aerzten, welche eine Beteiligung nicht wünschten, sind sämtliche in Neuß wohnenden Aerzte angestellt. Außerdem sind aus den Nachbargemeinden 12 Aerzte für die Versicherung tätig. Die jährlichen Kosten betragen bei der jetzigen Mitgliederzahl ca. KK 31000. Zur Bestreitung derselben wurden die Beiträge um ½% des durchschnittlichen Tagelohnes erhöht. Die durchschnittliche Mitgliederzahl der Kasse stieg gegen das Vorjahr um 584; sie betrug 7480. Freiwillige Mitglieder waren durchschnittlich 289(229) vorhanden und zwar 58(48) männliche und 231(181) weibliche. Den höchsten Mitgliederbestand hatte die Kasse am 1. Dezember mit 7932(7175), den geringsten am 1. Januar mit 6812(6628). Wie schon erwähnt, war der Gesundheitszustand nicht günstig. Die mit Erwerbsunfähigkeit verbundenen Erkrankungsfälle beliefen sich auf 3035 bei den männlichen und 696 bei den weiblichen Mitgliedern. Krankheitstage sind 46 160 bezw. 13 228 zu verzeichnen. Es sind dies gegen das Vorjahr 4482 bezw. 1581 mehr. Es kamen 244(240) Betriebsunfälle vor. Von denselben hatten 98(77) eine Erwerbsunfähigkeit von mehr als 4 Wochen und 28(40) von mehr als 13 Wochen zur Folge. 38(53) Todesfälle traten ein. Das durchschnittliche Alter der Verstorbenen betrug bei den männlichen Mitgliedern 49(49) Jahre, bei den weiblichen 36 (34) Jahre. In Krankenhäusern wurden 384(321) Personen verpflegt, hiervon im städtischen Hospitale 260(226), im HerzJesu=Kloster 98(77), und 26(18) in auswärtigen Anstalten. An auswärtige Krankenkassen wurden 19(65) Eewerbsunfähige überwiesen, während 9(8) Mitglieder anderer Krankenkassen von uns für deren Rechnung unterstützt wurden. Von der Ortskrankenkasse wurden 20(24) Anträge auf Uebernahme des Heilverfahrens durch die LandesversicherungsAnstalt Rheinprovinz gestellt. Ferner wurde die VersicherungsAnstalt in 6(8) Fällen um Zahlung eines Zuschusses zu den Kosten künstlicher Gebisse ersucht. Von den 26 Anträgen wurden 7 abgelehnt. Es wurden verpflegt:„ In der Lungenheilstätte Grünewald 4(2) Mitglieder In der Lungenheilstätte Holt 2(—) Mitglieder In der Lungenheilstätte Sonnenberg 1(1) Mitglieder In der Lungenheilstätte Ronsdorf 1(2) Mitglieder In sonstigen Anstalten. 4(3) Mitglieder 2 Mitglieder starben vor der Ueberführung in die Heilstätten. Zu dem Rechnungsabschlusse ist zu bemerken, daß sich fast sämtliche Einnahme= und Ausgabeposten durch die Steigerung der Mitgliederzahl erhöht haben. Die Mehreinnahme an Zinsen hat ihren Grund in dem Anwachsen des Reservefonds und der teilweisen anderweitigen Anlage desselben. Die höhere Einnahme an Beiträgen ist zum Teil zurückzuführen auf die am 1. Oktober in Kraft getretene Beitragser 3817,85 292,84 2197,70) 1126,80) ) höhung(½% des durchschnittlichen Tagelohnes zur Deckung der Kosten der Familien= Versicherung). Die Ausgaben für ärztliche Behandllung verteilen sich wie folgt. Es wurde gezahlt: an die 8 Kassenärzte MK 25075,61(cK 22158.20) für augenärztliche Behandlung iK 2697.50(MA 2665,50) für zahnärztliche Behandlung K 3102.00(K 2821,92) an Nichtkassenärzte, Spezialärzte, Heilgehülfen 2c. 64 ; a n a u s w ä r t i g e K r a n k e n k a s s e n Pauschalhonorar für Behandlung der Familienangehörigen(für 1 Quartal) M 6294.00(M Extraleistungen betr. die Familien= Versicherung M 1413,50(cA—.—) Summa A 42699.30(cK 30970,12) Wie im vorigen Jahre, wurden auch im Berichtsjahre die Ueberweisungen kranker Mitglieder an auswärtige Krankenkassen soviel wie möglich eingeschränkt. Hierdurch sind die an diese Kassen zu zahlenden Arztkosten um K 833,96 zurückgegangen.„„ Die Kosten für Arznei und Heilmittel stiegen von K 33 144,27 auf 37 984,46. Es wurde u. a. verausgabt für Brillen. Bruchbänder, sonstige Bandagen und Instrumente KK 2348,60(cA 1679,40), für Bäder in 802,05(JA 791,05), für Milch K 3074.20(cK 2320,20). Im Jahre 1909 wurden 166(157) Wöchnerinnen unterstützt. Die Unterstützung betrug pro Fall durchschnittlich KK 33.12(KK 29,76). Die Pflegekosten betrugen K 19 460.99(MA 15737,50). Außer durch die größere Zahl der Mitglieder ist die Steigerung dieses Ausgabepostens zurückzuführen auf die Erhöhung des Pflegesatzes im städtischen Hospital und im Herz=Jesu=Kloster. Bis zum 1. August 1907 betrug der Pflegesatz für die Kasse in beiden Anstalten K 1,35, vom 1. August 1907 bis 1. Oktober 1909 K 1,50 und vom 1. Oktober 1909 ab K 1,75. Im einzelnen wurde gezahlt: an das städt. Hospital cn 12227.—(c 9530,90) an das Herz=Jesu=Kloster Mf 5996.—(cK 5245,50) an andere Krankenhäuser KK 237.99(cK 961,50) Summa A 19460.99(cA 15737,50) Von den versönlichen Verwaltungsausgaben werden durch die Landesversicherungs=Anstalt Rheinprovinz für Einziehung der Invalidenversicherungsbeiträge, Einkleben der Marken, und Umtausch der Quittungskarten K 4492,21 erstattet. Als sächliche Verwaltungsausgaben sind gebucht: Miete für das Kassenlokal, die Kosten für Geschäftsbücher, Drucksachen, Insertion, Porto, Telephon, Beleuchtung. Heizung cr., ferner für Anschaffung einer Schreibmaschine und eines Fahrrades. Ueber die Tätigkeit der Kasse als Organ der Landes' versicherungs= Anstalt Rheinprovinz zu Düsseldorf ist folgendes zu berichten: Beiträgen wurden§ 97152,84(87 765,60) eingezogen. die Quittungskarten der Versicherten wurden eingeAn In klebt: 181 240 50 035 44 382 21 933 13 269 Marken Marken Marken Marken Marken 65 246.40 15 010,50 10 651.68 4 386,60 1 857,66 dem Kreise. * Büderich, 30. Mai. Heute Vormittag ist aus dem Rheine hierselbst eine unbekannte, schon stark in Verwesung übergegangene männliche Leiche gelandet worden. Signalement: Größe ca. 1,70 Meter, Haare anscheinend dunkel, die Nase fehlte: Alter bis zu 45 Jahren. Bekleidung: Rock. Weste und Hose dunkel Kammgarn, weiße Unterhose, Normalhemd, gut erhaltene neugesohlte Schnallenschuhe, graue Strümpfe. Bei der Leiche wurden in der Rocktasche außer drei Kragenknöpfen ein Stück von einer Ansichtspostkarte vorgefunden. Letztere trug die Aufschrift„... V.. Jacob, Unser Fritz, Unser FritzStraße 59“(Postaufgabestempel?). Die Leiche, welche drei bis vier Wochen im Wasser gelegen hat, ist auf dem hiesigen Zivilfriedhofe beerdigt worden. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Polizeibehörde. Kunst und Wissenschaft. Schauspielhaus Düsseldorf. Vielfachen Wünschen entsprechend ist für die zweite Serie des Cyklus heiterer Werke, ein Sonderabonnement eröffnet worden, für welches zweg der sechs im ganzen noch stattfindenden Vorstellungen frei sind. Diese zweite Serie beginnt Donnerstag, den 2. Juni mit dem so überaus erfolgreichen englischen Schwank„Die goldene Ritterzeit“ und wird im Laufe des Juni in je ein bis zwei Vorstellungen wöchentlich eine Auswahl der besten neueren und klassischen Lustspiele(am kommenden Samstag bereits„Die Journalisten)“ bieten. Bei der bevorstehenden Inszenierung des„Peer Gynt wird das Werk mit der ganzen von Grieg dazu komponierten Musik gegeben werden. Die Bearbeitung des Schauspielhauses legt besonderen Wert auf eine populäre und leichtfaßliche Form der großartigen norwegischen Gedankendichtung. port=Nachrichten. X Düsseldorf. 31. Mai. Das mit 8000 A Preis ausgeschriebene Sommer= Jagd= Rennen des Düsseldorfer Reiterund Renn=Vereins, welches am 26. Juni auf dem Rennplatz Grafenberg gelaufen wird, schnitt bei dem heutigen Nennungsschluß sehr gut ab, es erhielt 48 Unterschriften. Der Nennungsschluß für die übrigen Rennen des zweitägigen Meetings(26. und 29. Juni) ist am 14. Juni. Bei Der den Das dem KK 97152,84 Die Vergütung der Versicherungs= Anstalt für die Arbeiten betrug für das Jahr 1909 M 4492.21(c 4050.02). Die Landesversicherungs= Anstalt ließ im Berichtsjahre bei den Arbeitgebern. deren Arbeiter und Angestellten bei der Ortskrankenkasse versichert sind, eine Revision vornehmen, um festzustellen, ob alle in Betracht kommenden Personen bei der Kasse angemeldet waren und in der richtigen Lohnklasse geführt wurden. Die Revision dauerte 3 Wochen. Es ergab sich, daß 61 Arbeitgeber Anmeldungen unterlassen oder Lohnänderungen nicht angezeigt hatten. Der Kassenvorstand bestand aus den Herren: Heinrich Frinas, Vorsitzender, Theodor Pauli. erster stellvertretender Vorsitzender, Johann Weiß, zweiter stellvertretender Vorsitzender, Valentin Bähr, Wilhelm Heinen, Wilhelm Kaulen. Jean Krämer, Christian Krienen, Johann Meschede, Josef Neukirchen, Fritz Piel. Heinrich Roß, Franz Rosellen, Johann Hubert Schmitz, Heinrich Sels. Im Jahre 1909 fanden 2 Generalversammlungen, 12 Vorstandssitzungen, sowie 74 Kommissionssitzungen statt. Die Kasse wurde jeden Monat durch den Vorstand und einmal durch die Aufsichtsbehörde revidiert. Die Summe der Einnahmen ist 253 207,72 K(26 782,42 M mehr als 1908), die Summe der Ausgaben 225 787,15 A (22 367,46 M mehr als 1908). ( Der Handelskammer sind vertrauliche Mitteilungen amtlichen Charakters zugegangen über zweifelhafte Firmen in Budapest(Papierwarenhandlung, Handel mit Ansichtspostkarten), Brüssel(Vermittlung von Börsenspekulationsgeschäften): Warschau(Agentur= und Kommissiongeschäft). Alexandrien(Kommissionäre), Madras(Import und Verkauf von Weißwaren), sowie über 87 kreditunwürdige Firmen in Bukarest und Umgegend. Näheres ist auf der Geschäftsstelle der Kammer zu erfahren. Daselbst werden nach Ländern geordnete, fortlaufende Listen zweifelhafter ausländischer Firmen geführt, deren Einsichtnahme den Interessenten vor Anknüpfung neuer Geschäftsverbindungen im Ausland nur dringend empfohlen werden kann. —“ Fahrvreisermäßigung für Arbeiter zum Besuche der Brüsseler Weltausstellung. Arbeitnehmer, die Mitglieder von Krankenkassen im Sinne der reichsgesetzlichen Bestimmungen über die Krankenversicherung der Arbeiter(einschl. der Knappschaftskrankenkassen) oder versicherungspflichtige Mitglieder ron eingeschriebenen Hilfskassen sind, werden bei Reisen, die sie im Interesse ihrer Fortbildung nach der Weltausstellung in Brüssel unternehmen, auf den Strecken der preußisch=hessischen und der Reichseisenbahnen in 3. Wagenklasse zum halben Preis der Fahrkarten für Eil= oder Personenzüge— bei Benutzung von Schnellzügen gegen Entrichtung des vollen tarifmäßigen Schnellzugzuschlages— befördert. Auf der Hinreise müssen sich mindestens zehn Teilnehm zu einer gemeinscaftlichen Reise zusammenschließen: die Rückreise kann einzeln ausgeführt werden. Als Ausweis ist eine Bescheinigung der Krankenkasse darüber vorzulegen, daß das betreffende Mitglied zum Besuch der Weltausstellung nach Brüssel reist. Zu diesen Bescheinigungen ist unter handschriftlicher Abänderung der amtliche Vordruck zu verwenden, der zur Erlangung einer Fahrpreisermäßigung für Mitglieder von Krankenkassen usw. zwecks Unterbringung in Heilstätten usw. vorgeschrieben ist. Näheres ist bei den Fahrkartenausaaben zu erfahren. ):( Von der Eisenbahn. Es wird nicht allgemein bekannt sein, daß Reisende, welche ohne Fahrkarte einen Zug besteigen, weil zum Lösen einer Karte keine Zeit mehr war, bei der Endstation den doppelten Betrag über die zurückgelegte Strecke zu zahlen haben. Durch eine neue Verfügung ist die doppelte Fahrpreiserhebung bei solchen Reisenden, die in der Eile ohne Fahrkarte, auch wenn sie solches dem Zugführer vorher mitgeteilt haben, eingestiegen sind, angeordnet worden. Vom Metter. Höchste Temperatur am ge rigen Tage 21 Grad über Null, niedrigste in vergangener Nacht 7 Crad über Null, heute Morgen 13 Grad über Null. Barometer unverändert. Wind westlich. Aus den Darlamenten. Berlin. 31. Mai. Herrenhaus beendete heute die Etatsberatung. Bauetat kamen die Schiffahrtsabgaben zur Sprache. Minister versicherte, die Abgaben seien so niedrig, daß sie Verkehr nicht belasteten. Den Sachsen ist die Zustimmung durch einen Kanal von Leipzig nach der Saale abgekauft worden. Bei dem Justizetat sprach man über die Vorbildung der Juristen, wobei Professor Wagner die volkswirtschaftliche Ahnungslosigkeit hervorhob, die der Minister auch ruhig zugab. Beim Etat des Ministeriums des Innern zog Graf Finckenstein über die bösen Nationalliberalen her, die ärger agitierten als die Sozialdemokraten. Und Herr v. Buch, der alte Draufgänger, räsonierte über die schädlichen Folgen des Parlamentarismus, speziell über das Verlangen der Abgeord neten nach Freifahrkarten. Die übrigen Etats wurden ohne Debatte erledigt. Dann vertagte sich das Haus bis Mitte Juni. Im Abgeordnetenhaus wurde der liberale Antrag auf ausnahmsweise Zulassung von Mädchen zu höheren Knabenschulen durch Unterstaatssekretär Schwarzkopff bekämpft und dann gegen die Linke abgelehnt. Eine verhältnismäßig zahme Debatte gab es beim Bericht der Ansiedlungskommission. Nur der junge Herr v. Kardorff ging scharf gegen das Zentrum vor. Letzte Nacbrichten und Telegramme „Neußer Zeitung“. der Das Befinden des Kaisers. Berlin, 31. Mai. Im Befinden des Kaisers hält die fortschreitende Besserung soweit an, daß es zur Stunde nicht ausgeschlossen erscheint, daß der Kaiser doch noch die morgige Parade abnehmen wird. Die endgültige Entscheidung hierüber erfolgt heute Abend. An der Galatafel heute Abend nahm der Kaiser aber nicht teil und der Kronprinz hat in Vertretung des Kaisers den Toast ausgebracht. Heute Vormittag blieb der Monarch im Neuen Palais, nahm mittags eine Reihe von militärischen Meldungen entgegen und hörte den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts. Parade zu Ehren des belgischen Königspaares. Potsdam, 31. Mai. Die heutige Parade der Garnison Potsdam fand hier, wie gewöhnlich, auf dem Paradefelde vor dem Stadtschlosse statt. In Vertretung des Kaisers war der Kronprinz in der Uniform des 1. Garde= Regiments erschienen. Der König der Belgier. der die Uniform seines Dragoner= Regiments trug, und das Band des Schwarzen Adlerordens angelegt hatte, wohnte dem militärischen Schauspiele an der Seite des Kronprinzen bei. Die Königin der Belgier erschien mit der Kaiserin im offenen Wagen. Ferner waren anwesend der chinesische Prinz TsaiTao, Prinz Konrad von Bayern, Marquese di San Giuliano und viele andere. Prinz Oskar und die Söhne des Prinzen Friedrich Leopold waren beim 1. Garde= Regiment, Prinz Eitel Friedrich beim Leib= Husaren= Regiment eingetreten. Der Kronprinz ritt mit dem König der Belgier die Front ab und nahm dann zwei Vorbeimärsche entgegen. Beim Vorbeimarsch des 1. Garde= Regiments führte der Kronprinz sein Bataillon. An die Parade schloß sich ein Frühstück im Stadtschlosse. Es wurde an einzelnen Tischen gespeist. Der Kronprinz führte die Königin der Belgier und der König der Belgier die Kaiserin zur Tafel. Heute Abend fand im Neuen Palais zu Ehren der belgischen Majestäten eine Abendtafel in der Jaspis=waierie statt. Der König der Belgier führte die Kaiserin, der Kronprinz die Königin zur Tafel. An der Tafel nahmen weiter teil: die Kronprinzessin und sämtliche hier anwesenden Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses. U. a. waren geladen: der Reichskanzler, der Oberstkämmerer, Frhr. v. Schoen mit Gemahlin, der belgische Gesandte mit Gemahlin und Staatsminister Delbrück. Bei der Galatafel brachte der Kronvrinz einen Toast aus, worin er das belgische Königspaar namens des verhinderten Kaisers herzlich willkommen hieß. Er sprach die Zuversicht aus, das Königspaar werde von den aufrichtigen, achtungsvollen Gefühlen überzeugt sein, welche in Deutschland das Volk und die Regierung für das Königspaar hegen. König Albert dankte mit einem herzlichen Trinkspruch. Der Kaiser verlieh dem König der Belgier die Kette zum Schwarzen Adler=Orden und der Königin den Luisen=Orden mit der Jahreszahl 1813/14, dem Oberhofmarschall Grafen de Merode, dem Generaladjutanten Jungbluth und dem Hausminister Baron Beyene den Roten Adler=Orden 1. Klasse, dem Oberhofmeister Baron de Woelmont den Kronen=Orden 1. Kl., dem Flügeladjutanten Oberstleutnant Baron Mook den Roten Adler=Orden 2. Klasse und dem Prinz Tsai=Tao das Großkreuz des Roten Adler=Ordens mit Kette. Die Einigungsverhandlungen im Baugewerbe. Berlin, 31. Mai. Die Einigungsverhandlungen im Baugewerbe wurden in der heutigen Sitzung im Reichstage zu Ende geführt. Ein positives Ergebnis wurde nicht erzielt, jedoch ein Hauptvertrag aufgesetzt, zu dem sich die Parteien bis zum 6. Juni beim Reichsamt des Innern zu äußern haben. Im Falle der Annahme haben sofort die örtlichen Verhandlungen zu beginnen, die bis zum 13. Juni abzuschließen sind. Soweit örtlich keine Einigung zustande kommt, sollen die Verträge durch ein Schiedsgericht, das ebenfalls am 13. Juni in Dresden zusammentreten würde, endgültig erledigt werden unter Ausschluß der Berufung. Die Aussperrung ist spätestens am 15. Juni aufzuheben. Die heute getroffenen Schiedssprüche bewegen sich auf ist zu erwarten, daß beide Parteien den nehmen. mittlerer Linie. Vertragsentwurf erfolgter le mérite Hollweg des Trier, 31. Mai. Der wiederholt verhandelte Mordprozeß des Rennfahrers Breuer soll in einer besondern Schwurgerichtssitzung im September zur Verhandlung kommen. Berlin, 31. Mai. Der Reichsanzeiger meldet: General der Kavallerie z. D. Graf Zeppelin ist nach Wahl zum stimmberechtigten Ritter des Ordens pour für Wissenschaften und Künste ernannt worden. Berlin, 31. Mai. Reichskanzler v. Bethmann stattete heute Nachmittag dem italienischen Minister Aeußern San Giuliano einen längeren Besuch ab. Frankfurt a. M., 31. Mai. Wie der Frankfurter Zeitung aus Kalkutta gemeldet wird, ist gestern Nacht in Lahore einem Polizei=Inspektor auf dem Dach seines Hauses der Schadel gespalten worden. h. London, 1. Juni. In der Königlich Geographischen Gesellschaft wurde gestern dem Kapitän Siegfried Cetan und den Mitgliedern der englischen Expedition ein AbschiedsEssen veranstaltet. Das Schiff der Expedition wird heute in See gehen und sich zunächst nach Port Arthur begeben. h. Belgrad. 1. Juni. Blättermeldungen zufolge, wurde die serbische Regierung von St. Petersburg aus amtlich informiert, daß im Monat August Montenegro zum Königreich erhoben würde. Belgrad. 31. Mai. In der Skupschtina wurde heute von der Nationalpartei ein ausführlicher Entwurf zu einer Verfassungsrevision eingebracht. Die Vorlage wird jedoch in der kurzen Arbeitszeit, die der Skupschtina noch zur Verfügung steht, nicht mehr zur Verhandlung gelangen. langt wird unter anderm in der Vorlage die Streichung bestehenden Wahlzensus und das allgemeine Wahlrecht. Bo'neß(Linlithgowshire), 31. Mai. Auf dem Holzplatze von Kinniel kam es heute früh zu einem lchweren Zusammenstoß zwischen ausständigen Holzarbeitern einerseits und Nichtausständigen, sowie Polizeibeamten andererseits. Die Ausständigen griffen, mit Stöcken und Schürstangen bewaffnet, die Arbeitenden an. Die Polizei trat ihnen entgegen und wurde nach heftigem Kampfe überwältigt. Dann trieben die Ausständigen die Arbeitenden nach allen Richtungen auseinander und schlugen sie nieder. 50 der Beteiligten wurden schwer verletzt. 6 Wladiwostock, 31. Mai. Das Unterseeboot Forel ist gestern Abend, als es bugsiert wurde, gesunken. In der Nacht gelang es, das Boot zu heben und in den Hafen zu bringen. Von der Besatzung ist niemand ertrunken. Teheran, 31. Mai. Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Der persische Prinz Schah Ruhdarab Mirza, der sich in russischen Militärdiensten befand und Anfang Mai Kaswin mit Urlaub verlassen hatte, reichte vom Wege aus sein Abschiedsgesuch ein und begab sich, wie sich jetzt herausstellt, nach Sendjen, um gegen die jetzige persische Regierung einen Aufruhr anzustiften. Aus Kaswin sind 60 Kosaken mit zwei Offizieren abgesandt worden, um den Prinzen aufzusuchen und zu verhaften. Der Prinz ist vom russischen Militärdienst bereits verabschiedet worden. Verdes Dandels-Zeitung. Weizen 100 Ko Roggen 100 Ko. Hafer 100 Kilo Amtliche Fruchtpreise 4 J 1.O 2. 1. am Ju. 19— 1. Juni. Kilo K 2,50—2,80 zu Neuß Kartoffeln 50.— Heu 50 Kilo.„ 4,50—5,00 Luzernerheu 50 Kilo, 5,50—6,00 Krummstroh 500 Kilo„ 20,— Breitdruschstroh 500 Kilo„ 22.— Butter Kilo„ 2.60 Eier 100 Stück" 8.— Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtlicher Fruchtgattungen unverändert.— Preisnotierungen der Neußer Müller. Neuß, 1. Juni. 44 5 Rüböl 100 Kilo in Partien von 100 Zir.(ohne Faß)„„ 54 50 Rüböl 100 Kilo faßweise(ohne Faß)„ 56 50 Geseinigtes Rüböl 3 4 mehr Rübkuchen 1000 Kilo große waggonweise— kleine„ Kleien 50 Kilo 5 70 Rüböl und Kuchen unverändert. Krefeld, 31. Mai. Kartoffeln 6,10 6,50. Stroh 3,80—4,40 Heu 80°— 9.50(Alles 100 gno.) Rirdfleisch 1,36-1 50, Schweinefleisch 1,60—1,70. Kalbfleisch 1,40—160. Hammelfleisch 1,40 180. Sreck, gerauch. und miaer 1.40—1 7“. Gew. Eßbuster 2,6) 270.(Alles per 1 Kilo.) Eier 60 Stück 3,60, 420(25 Stück 1 60 1,75 44) Köln, 31. Mai Rüböl in Posten von 5000 Kg. 18,00 B., Okt. Lozernerhe 1 00—10380, Wiesenbeu 800-9.00, Richtstroh(Flege dr isch 4.00 4 50. Krumm= und Preßstrob 3.50 4,00 die 100 Kil. Magdeburg, 31 Mai. Kornzucker 88% 00,00 00,00, 75% 00 00 00,00, ruh g. Rohzucker zur Durchf. bordf. Hamiburg Mai 14,87 14.80 G., 00 00 bz., Juni 14 85 B., 1490 G. 0010 bz. Jui 14,87 11.82 E. 00.0 bz., Aug. 14 92 B. 14.90 G, 14 92 bz. Okt. Tez. 11 65 P 11 60 E., 0 00 bz Jan. März 11,75 P. 1170 G., 00,00 bz. schwach. Brotraffin la 25,12 2537 Kristallzucker la 0,00. gem. Roffir. 25 00— 25.25 gem. Melie 24.50 24,75, bei Posten aus erster Hand, ruhig. Berlin, 31 Mai Fruchtmarkt. Weizen Mai 2 600(2.4,75 Juli 190 50 194,00)), Sept 185,25 187 50 Roggen Mai 14350(C00,10), Juli 143.00 145 25 Sept. 14750(148.25. Hafer Mat 10100 10 0,00), Juli 14450(145 50. Meis Mai 000.00(09 00 Juli 000,00(000 00 Weizenmehl 2400 2725 Roggenmehl 1710 19,30. Rüböl B#ai 00.00 (57,9" Okt 504 49.80„ Hamburg, 31 Mai. Weizen flau Mecklenb. und Ostbolsteiner MaiJuni 20“ 00 Rogger sterig Mecklent. eit 9 Pud 10/15 Usd Mai Juni 11003 Gerste willig südruss. ert Mai 9400. Hafer ruhig, Holsteiner u. Mecklens. 150 173 Mais flau, amerik. mired Mai 100,00 La Vlata eis Mai Juni 90 00. ruhig 58.00. Spirttu: stetig, Mai 18 50 G., Mai=Juni 18 50 Juni=)uli 18 50 G. Reirgleum(amerik.) spez Gewich: 0.800 schwach 600. Salveter fest 810 Juni 8,10, Febr.=Wärz 9 27½. — a Wai. Kaffee ruhig, Mai 00, Sept. 34½. Dez. 34½, Tonnele 697g, Vet:.—.. Getreide. Weizen, amerikan. Winter= 15.75— scher 1300. 1425, Haser 1275-1400 HerteFiter. .-Hä38e Maik. Shese. 13490. Ke. 2a. Pota. 149-—-1505, # Lec, Bezxe rasinigrtgs, Tyoe, weiz vor. lutverpen, 31 Mat., Hetroteum., us t., Alug. 20 B. Ruhig. Lziwerde 31. Mai Schmalz, amerlkanische Marke Wleor, vorr kwperpen, 31 Mo,, Kaffee rußig Mai 47, Juli(I, Sept. 47 ond, 31 Mai. Baumwollöl o. F. rohes 26 S. 0 L. aff. 2 aug u2 E. S D., Seri; 86, 0 S.. 2. 26 S. 0 D. Mai=Alug. 25 S. 0 9.—— a. 941, Jul oo Galuch: e e # Se“ Mehl spring wheat 4.20, Getreidefracht nach Liverpool 1¼. Aeb=Nori, 31.40-hzug 1398. Seot. 1293. Or. 12.37, Noo. 1226. m. 12,15, Jan. 12,15, Febr.—.—, März—.—. Viehmärkte. wbische. Handel: Bei rutzigem Geschäft Markt gerkumt.— Nächster ark am Mittwech, den 15. Juni. V,4.axft waren ausgetrieben ähgeice eiteceizeie se eschce K. 2. für vollfleischige ausgemästete Atiene ng gn 75. 3. für wenig gut entwickelte junge für ältere nicht ausgemästete Kühe auf 62 die 50 wicht. Lebhaft geräumt, AAAhen: 704 Stück Großpieh. 2131 Spene 450) säher und 1l6 Cholz. J;, Bscz, i. set., barse. schlachtgewicht. Geschlachtete Hämmel 1. Qual. 70—77, Mutterschaf vo#e.30. Mai. Zum heutigen Biehmarkt in Islington 1140 Stück Hornpich und 8680 Schafe; Preise für Ogrgießz,. Iin Leptford woren 20 Stüc, Hoxgies und v. Schae; Prise sir vieh 5 S. bis 5 S. 4 D. für 8 Pfd. Antwerven, 31. Mai. Wolle ruhig. Deutscher La Plata=KammEecae ch Dae deosise. don Ldns. Va. Versa. Kun. 6ah. 6ie a bforP 30. Mo Wolle ruhig, aber jest. Kohlen. Wagengestellung am 30. Mai Im Ruhrbezirk, genzellt 23526 gefehlt 00.— Aachener Kohlenbezirk(Wurmrevier) gestellt 608, gefehlt Sarbeitr gestelt 210, gesetl. Po.u—, Hheichen Herser gesel bezirk gestellt 1032, gefehlt 00.— Im oberschlesischen Revier gestellt 9081, gefehlt 00 Wagen. Amtliche Wechselziussätze der Rotenbauken vom 31 Mai. Amsterdam 5. Belgische Plätze 4½„Deutsche PBlste, 4. Kogggbg v. Lissavon 6. London 4. Italien. Plätze 5. Madrid 4½. Paris 3. Vetersburg 4½ Schweiz. Plätze 3. Wien 4. Oeffentlicher Wetterdienst der Dienststelle Nachen(Meteorologisches Observatorium.) Wetteraussichten für den heutigen Tag: Veränderlich, zeitweise Regenfälle, windig, kühl. Gerhard Kraus Söhne. Inh.: W. Kraus Fernsprecher 665 Neuss Schillerstrasse 42 Kunst- und Bauschlosserei. Fabrik für Eisenkonstruktion. Spezialität Schaufenster-Anlagen und, Marquisen, Eiserne Treppen un Bauarbeiten. Ausführung sämtlicher Kunstschmiedearbeiten. Schiffs=Nachrichten. Hafenverkehr im Rhein= Erft=Hafen zu Neuz. Angekommen am 31. Mai 1910: Schiff„Aleida“ Schiffer Timmermann mit Weizen von Rotterdam. Schiff„St. Antonius“ Schiffer Spaan mit Stückgut von Retterd. Schiff„Allegonda“ Schiffer Focks mit Roggen von Rotterdam. Schiff„St. Maria“ Schiffer Reymers mit Weizen von Rotterdam. Boot„Helvetia 8“ Kapitän v. d. Veen mil Oel von Rotterdam. Abgegangen am 31. Mai 1910. Schiff„Voß u. Langen 8“ Schiffer Bruchhäuser mit Stückgut nach Rotterdam. Boot„William Egan 22“ Kapitän de Hoogendooren mit Mehl nach Frankfurt am Main. 90 Kinder. mehl Krankenkost Hervorragend bewährte Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. — 29. Jiehung der 5. Klasse 222. Agl. Preuß. Totterle. Vom 7 Mai bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt.(Ohne Gewähr.) “„ 8 1. M a i 1 9 1 0, v o r m i t t a g s. N a c h d r u c k v e r b e t e n. 34 82 94 300 579(500) 663 933 1091 147 344[3000] 438 513 846 56 2116 900 zu3 719 24 844 49 3120(500) 223 378 83 600 74 500„47— 3 1500 650 1000 710 925 5200 478 711 918 6164 474 615 719 900 7392 556 813 51 53 8010 97 306 21 49 924(500] 9006 197 424 93 580 677 837 926 10248 1000) 515 734(500) 99 873 Le5 11104(1000] 65 290(3000] 3117 803 14 12223(500) 309 461 805 18841 14176 290 412 596 640 757 977 15030 72 244(1000 80 510 606 J6 881 976 1618. 294 902 17294 333 818 25 18091 185 429 97(3000) 607 31 975 19402 568 90 774 976 20250 303 1000) 27 442 87 918 36(1000] 21085 219(500] 655 910 63 22261 603 755 806 904 28118 768(1000 811 86 1500] 24191 276 741 56 920 25112 239 496 575 657 96 26142(500 357 452 525 69(500 83 610 885 27011 106 56 545 654 722 23 42 80 806 52 28042 68 115 248 352 404 74 580 29004 71 79 94(500) 183 412 40 1500 581 80331 32 471 81081 122 42 75 77 277 600 82285[500] 473 83097 500 114 1500) 202 37 82 91 642[500) 900 84233 328 33 504(1000) 76 667 833 47 953 35059 92(1000] 613 68 784 36152 57 87 253 356 402 856 982 37272 74 334 517 65 625 36(1000) 967 88043 75 89 126 27 263 911 39099 165 313 460 548 807 726 9 40 40195 644 704 807(1000] 56 41025 107(1000] 306 455 618 848 904 62 10001 42215(500] 35 395 417 547 60 622 903 27 43000 22 111 32 37 55 265 332 457 58(500 510 65 44134 288 625 45144 215(500 651 770 850 9 3000 57 46108 303 11 86 99(500 625 714 28 879 88 956 1500] 47096 143 499 686 990 48031 44 174 93 388 692 762 96 820 901 49153 212 44 80 466 677 714 869 945 70 50028(1000] 119 913 51035 70 162 282 348(1000] 51. 432 571 708 55 87 912 52028 349 59 80 484 798 53719 74(1000) 76 817 54037 422 522(1000 33 702(500] 817 91 55122 249[500) 369 77 86 417 558 788 873 56808 57081 242 314 459[500] 530 695 724 939 58448 552 604(1000] 59046 109 11000 218 85 629 69 92 706 904 19 48 65„.„e a go 1 60523 77 957 61025 309 25 73 90 421 637 965 84. J5116 264 90 450 655 87 63053 76 219 52 93 382 446 634 821 74 89 94 902 64163 261, 841 9 6502 39 298 340 69 483 500 58 600 34 71 79 909 96, 66410 542, 1000//.635 Tagcs 201 303 450 634 82(1000) 85 735 77 68273 518 48 617 832 931(500] 69180 70067 186 209 45 337 429 500) 35 86 669 768(300] 90 850 71178(500 395 (10000) 551 83 968 93 72339 429 83 540 42 51 923 78047 119 208 5½5, 67 335 74306 539 660 709 807 47 981 75059 206 518 77 660 766 69 914 76060 391 419 645 54 91(3000] 792 898 947 77286 832 992 78061 116 58 262 67 411 516 45 613 25 757 827 79162 450 536 1500 80109 16 19 352 705 11 80, 81035 81 98 173(500] 224 48(500) 494 683 878 979 86 82034 836 88124 57(1000) 417 48(1000] 89 599 848 84143 275 590 6026(1000) 83 816(1000) 963 15001 85002 76 280 87(1000] 567 616 830 86 86286 91(1000) 491 568(500) 607 40 75 736 51 820 65 87036 102 14 23 13000 287 11000] 408 55 646 959 83 88047 426 570 84 702 1500) 38 905 89101 275 345 90186 268 333 44 884 924 58 91014 34 225 498 700 77 901(500] 219 444 52(3000] 698 710 98723 906 33 1000] 94589 672 892 95064 264 342 464 511 83 792 96011 33 83 122 228 368 81 777 953 97222(500] 646 1000] 65 885 940 98083 165 295 328 92 96 430(1000] 87 711 57 936 63 99010 13000] 249 389 496 664 718 92 914 92 100055 364 613 969 101068(3000] 204 65 409 13 657 872 102030 126(1000 62 225 304 763 889 108014 19 61(500) 118 211 33 91 440 41 68 513 81 835— 104367 516(1000] 670 901 23 90 105299 402 771 82 106128 54 71(1000) 571 13000) 608 11·67 747 846 929 74 10715„622, 715, 13000 78(500 110154 /300of 29 pr. 320 nle 11116 604 sof G z9 1120146 100 580 1500) 643 714 868 951 118078 119 24 304[3000] 47 548 709 114114 396 515 718 33 1500 800 76 965 115085 86 233 74 314 19/1627%33 ga 888 83 116061 307 58 863 67 69 76 80 937 1500] 117054 86(1000] 206 302 71 638 500 93(1000 771 1500 931 118376 436 42 783 119124 64 439 646 120089 226 57 1500 336 742 847 76 88 121035 429(1000 621 825 122123 377 110001 475(1000) 123044 89 123 87 614 11000) 46 53 920 183 284 344 56 58 1300) 382 125937 126176 5, 9.97.93; J06 g 500 63 146 341 530 93 98 733 128068 71 184(500] 265 353 540 180114— e uns M311 An n en aun db 1350s ladl 10 ue. G4 25 aul, oll., B esch 4 68 2. 45 408 4500 721 35 46 137143 282 348 324 40 604 711 188168 547 59 82 1500 Ladton an Laum uu m D P.sCg, Aeg- gzi a.cs. a 1s00l on 804 81 ge7 15001 142243 335 540 50 667 701 809 904(500 142043 1500 180 1000 530 1500) 70 693 144221 341 97(500) 671 978 145015 eir S ail a e. 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Wle N. 2133. 33. 219091 217 27 452(1000) 77 775 857 72 910 124083 127045 646 991 551 51 1000 1000 1000] 49(1000 433 656 76 909 297 364 403 72 541 55 671(500] 954 12 58 74 220181 507 658 78(3000] 816 15 Neibe! er 221134[1000) 94 224 63 97 331 641 805 222158 220 67 534 706(10000) 22 22342. 9. 1500 615 65 820 225119 528 64 651 886 924 55 87(10000) 226449 5001 227176 239(3000) 413 540 65 610 717 23 80 228033 105 59 282 94 319 772 831 983 229085 166 234 72 539 838(3000 66 230036 138 88 440 544 1500] 231291 437 538 61 648 80 724 76 816 982 541 608 758 853 233128 46 310 15 53 92 420 62 549 56(5001 234608 79 235338 443 236270 498 591 607(1000] 42 712 49 920 237022 92 1500) 99 116 42 278(3000) 79 390 505 238010 13000] 30 307 60 86 507 740 53 875 917 239010 59 201 335 415 44 579 764 68 906 24 240322 15001 516 692 709 241029 525 56 73 649 711 823 242009 15 439 1000] 243062 113 98 242 506 7 29 620 813(500) 21 915(30000) 244137 71 622 46 902 67, 245032 107 251 519 246095 268 73(500) 391 403 24(500 79 13: 24700s 92 124 201 1500) 668 869 97o 248190 542 47 636 719 22 950 249113 502 625 68(1000 925 250110 70 207 304 6 670 705 987(1000] 251199 201 16, 252096 111 15 1500 342 716 44 258276 355 446 703 26 94 254145 292 388 415 568 657 500 82 954 255060 1500 361 92 630, 256429 65 586 769 985 257047 500 147 307 422 580(3000) 764 957 258060 458(500) 733 845 991 259067 262 67 381 662 903 22 260109 391 453 920 261090 233 579[500) 873 971 73 262159 66 292 354 480 566 613 27 45 834 933 263095(1000] 114 800 88 994 264160 310 82 aas 1100“, 98 873 11000], 265165 219 34 53 313[3000 432 266007 65 223 66 309 16 72 645 72 267002(5000) 83 194 332 53 873 905 1500] 268309 546 636 834 98 269098 224 302 422 58 549 629(1000 270008 31 138 1500] 257(1000) 453 680 852 954 271028 39 45 204 310 56 467 94 99 633 40 52 803 7 978 272193 276(500) 94(500) 420 590 796 272025 263 527 50 70 76 843 274020 32 208 745 817(3000] 88 275132 56 645 809 89 900 56 276058 223 409 530 801 51 991 277001 24 271 637 918 278044 250 657 745 279051 94 723 898 901 97 280013 88 161 205 906 24 281007 46 105 435(5000) 92 511 95 782 145 251 473 693 703 283026 406 284148 554 860 95 285175 221 49 608 826 90“ 286344 451 526 85 642(1000] 700 83 801 990 287024 199 1000 381(500] 432 520 786 832 61 288064 217 72 79 349 553 652 720 46 82 853 973 85 289230 85 413 540 80 751(1000) 844 922 52 290201 15001 715 846 54 291094 152 99 266 464 563[500) 646 825 26 55 972 292757 1500) 293236 458 587 762 80 294.000 4 238 314 502 913 295005 188 788 825 296047 537 603(1000 71 760 847 937 297860 298393 409 622 722 828 299185 294 409 839 300399 444 551 674 746 805 301268 641 704 1500) 86 802414 80 641 936 808100 233 526 624(500 860 980 Berichtigung: In der Vormittagsliste vom 30 Mai lies 212429 statt 212489, in der Nachmittagsliste 77209 statt 77509. 81286 statt 81285, 128777 statt 128771. 184539 statt 184839, 211235 statt 211225, 280268 statt 280296 20. Ziehung der 5. Klasse 222. Kgl. Preuß. Lokterie. (Vom 7. Mai bis 7. Juni 1910.) Nur die Gewinne über 240 Mk. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefüct.(Ohne Gewähr.) 31. Mai 1910, nachmittags. Nachdruck verboten. 6 12 26 251 575 617 909 1052 207 37 425 34 62 95 2037[500) 59 70 105 243 313 583 11000] 8202 93 612 857, 4020 52(500 583 685 717 869 5171 82 221 30 595 712 942 6099 277 96 409 96 531 95 825[500 995(3000] 7173 564 662(500 8150 362 9022 379[3000] 612 89 739 867 985 10058 302 20 11147 80 84 271 322 516 90 696(500) 700[1000] 953 12079 238 59 342 407 718 803 70 13074 120 292 306 4°0 72 76 96(500] 837 14041 773 872 13000 927 15025 158 86 415 760 16124 66 295 544 691 11000 1000 58 69 893 913 52 17000 38 220 uuw 29, 404[500] 626 33 803 18049 85 155 318 557 19266(1000 393 522 53 607 730 833 1500) 73 924 25 249125 464 21012 62 197 250 477 519 69 92 628 36(500) 48 788 92 890 22354 459 656 233049 170 406 500] 49 867[3000) 974 24061 174 494 586 691(3000 909 33 25242 57 74 422(1000] 512 688 874 908 26224 45 51 303 35 836 27061 164 211 71 347(500) 449 78 514 714 855 28056 243 85 437 1500 508 29149 255 308 586 696 793 913 eu 94 a2 30239 31123 82 295 502(3000] 16 775 32276(1000] 392[500] 872 81 85 961 33296 473 713 19 812 916 1000) 47, 34097 215 97 533 74 792 B/1 B65 387 814 958 36204 321 29 453(3000] 809 44(3000] 37515 701 38063 1500 se n. bo#e, zg, z. f. 2 f. 4123 244 888 93 00 W2 950 540 s3o 11%% i 460 soh 114 34 Nr 339 630 Sr 828 976 47040 116 534 40 647 754 48093 265 445 55s(500] 98 702 49331 589 748 50135 229 87 407(1000) 805 950 51245 62 96 367 72 45., 64415%0]„. 408 586 642 89 728 11000 841 46 947 67 69 53007 143 656 915 59 99 54277 356 770 834 74 1500 88 55036 277 357 535 784 56191 338 604 10 29 91 905 9 48 57317 68 489 522 727 56 60 829 961 58004 98 206 35 525 854 94 59167 60079 100 80 205 733[3000) 989 61416[500) 25 514 707 58[500 875 62187 a00 580 R77 K°2083 196 234 484 709 62 804 64021 28 56 409 544 799 905 54 65110 474 583(1000 968 66089 470 577 607[1000) 18 67032 189 220 477 98 607 37 771 1500 836 79 994 68096 124 48 476 584 609 10 985 69119 311 12 14 70170 309 44 1000 62 516 28 34 648 707 65[500] 808 81 71014 187 305 436 511 735 849 72106 321 681 1000) 730 850 73095 246 364 1500 507 709 74067 220 615(1000) 18(1000] 24 738 917 75662 874 923 76030 55 77 244 363 527 38 675 738 77239 71 493 588 609 796 812 78047 301 71 82 448 69 517 46 649(3000 852 79047 88(3000 143 264 346(1000 80051 240 358 509 76 639 49 933 81007 20 30 185 497 505 623. 724 1500 91 82123[500] 41 281 791(500 992 83068 446 504 732 827 15001 84003 167 211[3000] 407(3000) 577, 85073 573 695(3000] 968 86111(500] 694 743 836 87244 1500] 667 768 925 79 88111 12 93 590 647 51 90 815 89028 335 99158 582 13000] 91357 64 486 500 711 921 71. 92001 208 313 522 93 723 65 93240 390 589(3000 738 884 992(1000] 94058 441 89 1500] 627 50 3000 88 95216 56 507 780 801 96019 1500] 38 123 326 75 425 60 500 682 726 85 95 842(1000 76 97074 92 750 870 917 64(500) 85 98360 564 702 99251 69 79 382 862 83(3000) 952 100021 159 1500 392 434 640 42 786 894 929 74, 101095 215 326 79[500 453 540 696 799 102182 322 480 554 700 943 74, 1033035 419 734 1000] 809 2“ 83[500] 104052 230 94 99 434(500 61[500) 669 784 823 978 89 1015004 66 11000 366 484 512 34 767 905 106294 496 1500 518 25 26 29 618 107010 280 372 424 531(3000) 36 54 687 94 726 52 108075 106 233 82 647 741 59 884 ob n. al 687 766 878 111022 424[500) 31[3000) 6o7 733 112367 550 656 113406 16(500) 624 939 82 114023 40 262(1000) 82(500 563 607[1000 500 84[500 726 115070 188 460 760 805 974 116052 77 223 355 502(3000 85 500] 117044 132 438 61 574 690 843 953 118102 12 395 490(500) 870 119041 69 120 1500 60 230[500) 74 952(3000) 97 1500 120137 313 597 684 713 959 121049 447 707 970 122094 259 1500) 406 523 a8 15001 747 893 1233241(1000) 67 471 457(3000 555 702 935 85 12.4126 267 373 81 487 554 66 703 824 98 125142 59 350(3000) 61 1500] 488 695 889 126319 1500 69 400 1500) 12(5000) 612 943 15001 127092 128063 79 196 252 71 434 625 724 86 95s 129060 415 1500) 22 1500) 595 621 771 817 1330112 334 445 85 573 741 73 131142 65 31 214 23 93 342 432 761 823 925 132060 185 504 676 749 928 92 133250 67 320 548 927 89 134003 20 151 404 44 576 893 909 1500 135075 85 861 136046 210(1000] 90 390 505 654 770 946 63 137005 79 6.f 703 138082 93(1000 108 13000) 19.1500) 90 322 477 783 91[500] 139008 75 358 442 59 69 609 75 733 857 940 95[500] 140016 522 876 984 89(1000 141018 65 559 99 1000) 627 700(3000] 471500 913 35 14 203 312 434 580 810 1433078 413 285 457 541(500 92 651 840 89 144160 309 597 988 1500] 145023 67 121 94 383 113(3000) 583 990 146351 88 431 82 621 61 677 948 147023 322 604 45 8 761 148059 177 251 433 650(1000 735 846 931 149180 267 314•444 55 821 31 79 150134 289 308 431 579 6 S 59 762 810 20 934, 151371 517 81 602 90 825 88 997 152065 101 695 831 3000] 153149 395:34 630 78 723 73 920 85 151131 61[3000) 242 330 455 83 503[3000) 856 155226 86 361 414 22 707 98„156095 109 21 312 748 822 996 157018 72(1000) 381(500] 745 840 48 158235(500) 471 511 618 32 159353 410 98(1000) 728 40(3000) 991(500 160001 55 263 89 343 973 161357 641 923 162151 472 572 654 720 28 163291 682 976 164039 334 49(1000 58 68 470 820 957 165067 442 512 646 57 1500l 98 15001 166014 1500) 210(3000] 350 953 167068 168 500 397 506 626 1500) 829 91s 66 168051 206 557 13000) 607 44(1000) 90s 169012 243 57 170260 346 636 750(1000] 969 171175 243 392 416 525 97 700 2 946 61 172079 404 595 785 173095 151 370 505 698 967, 174093 428 742(500 175019 71[500) 140 81 221 393 426 80 516 639 737(1000] 97 983 176102 456 610 885 177015 30 394 457(500] 611 89 1500) 712 68 879 1500 979 178337 38 97 504 43 821 81(1000 87 179032 278 495 515 642(1000) 83 723 51 995 180276 380 84 875(3000] 181076 263 85 473 582 849 932 182362 617 863 81 183444 1500 731 942 184058 99 135 38 68 79 601 86 982(1000 185043 272(1000 470 1500) 794 186181 512 26 713[500) 33 67 812 901 64 70 71 187033 212(500] 475 97 798 188196 476 528 626 742 879 941 189312 15 190025 274 532 66 673 802(1000] 191137 400 660 73 759 84 942 61 192131 77[1000] 397 626 739 89 833 930 193012(500 78 5001 550 696 848 68 73 1500] 962(500] 194322 460 646 857 92(500] 906[500] 195039 306 500) 470 642 701 196245 500 747[1000] 850 197125 61(500) 276(1000 319 423 36 577 632 198217 332 89(1000] 418 856 199043 302 36 403 33 515 777(1000] 907 200250 68 302 19 59 636(3000) 709 26 902 201390 411 50 649 74 202045 1500) 302 501 607 903 203103 215 337 597 704 873 204277 312 451 53 500 641 60 902 205168 243 495 612 710 837 66 965 206078 221 310 47 99 416 680 207039 104 64[3000) 345 474(1000) 504 687 756 70 954 72 208006(3000) 256 500 637 84 777 807 918 209112 376 77 487 516 67 98 603 37 790 994 210019 99 100 38 65 423 69 505 737 992 211101 285 911 212110 53 69 86 519 675 800 907, 213024 50 90 134 39 301 704 827 214132(500 392 889 93 923 215155 339 508 902[500 216031 217106 1500 18 488 1500) 669 218532(3000] 40 784 903 84 85 220216 86 89 99 425 70 87 528 67 72 717 946 366(500] 443 55 500 855 219037 114 204 365 828 . 7z 111 Ba5 221018 796(500) 858 74 955 222040 229 626 827 944 84 90 223355 524 93 96 613 761[3000) 824 65 224061 82 118 461 783 830 57 904 225019 107 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Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die schönen Kranzspenden und die Beteiligung des Städtischen Männer-Gesang-Vereins bei der Beerdigung unserer unvergesslichen Mutter, Frau Julie Fischer, sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. Im Namen der Trauernden: Frad Magdalene Gaede, geb. Fischer. Vereinigung Allerheiligen. Donnerstag, den 2. Juni, morgens 7¼ Uhr, in der St. Anna Kapelle hl. Messe für Fräulein Karoline Schütz. Junger Kaufmann sucht in größerem Betriebe Stelle als Volontär wo demnächst Beteiligung möglich, oder sonst direkt stille oder tätige Beteiligung mit etwa 30—50,000 Mark ev. noch mehr. Offerten unter K L 6 an die Exped. dsr. Bekanntmachung. Der förmlich festgestellte Fluchtlinienplan für die Schulstraße zwischen Drusus= und Büttgerstraße liegt gemäß§ 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 in der Zeit vom 2. bis ein schließlich 30. Juni im Rathause(Stadtvermessungsamt) jedermanns Einsicht offen Neuß, den 30 Mai 1910 Der Gemeindevorstand: J. B.: Dr. Beitzen Beigeordneter. Beleuchtungsplan pro Monat Juni 1910. (Halbe Beleuchtung.) Vom 1. bis 10. Juni von 97 Uhr abends bis 3 Uhr morgens Direlion der Städt. Gasanstalt. 2. Müllergeselle mit Motorenbetrieb bekannt, gesucht.[3807 Schumacher& Witthoff, Rempen Zwangsverst igerung. Am Donnerstag, 2 Juni cr; vormittags 9 Uhr, sollen im Auktionslokale von Herrn Kammerich am Markt 15 Säcke Kartoffeln durch den Unterzeichneten öffentlich gegen gleich bare Zahlung versteigert werden. Neuß, Canalstr. 53. Droß, Gerichtsvollzieher. Junger Müller, 26 Jahre alt, aus sehr guter Familie, fleißig und ehrlich, kath., sucht gestützt auf gute Zeugnisse in kleiner oder mittlerer Mülle Stelle als Müller. Off. unter N C 55 an die Exped. dsr. Ztg.(1825 Junger Müller mit gut. Praxis u. Zeugnissen sucht sofort Stellung. Gefl. Off. unt. N 2 18 an die Exped. der Neußer Zig. Müller in vegetabler Drogen= und Hartmaterialien=Müllerei erfahren, sucht sofort Stellung. Gefl Off. unt. O W 19 an die Exped. der Neußer Ztg. Zwei junge ordentliche Leute f dauernde u. lohnende Beschäftigung bei Franz Winkels, erstes Neußer Glas= und Gebäude= Reinigungsinstitut Königstraße 6. Alsberg a GE CIRH Verkar unf VOl Cel. # I Gr C immpfen und SOcken Damen-Strümnfe engl. lang, echt schwarz 10 ** P32r Gnder PPreis! Damen-Strilmnfa Ia. Qual., schwarz und 95 braun, engl. lang... 908 Kinder-Strümpfe Herren-Socken naturfarbig, solide Qualität 18 Damen-Strimnfa deutsch lang, schwere 90 Qual. Paar 00% Schwarze Kinder-Strümpfe, engl. lang, echt schwarz Fuss und Ferse verstärkt Grösse 1 2 3 4 5 6 Paar Herren-Socken NaturMacco, ohne Naht. 90 — doppelte Fersen, Paar Damen-Strülmnfa in modernen Ringel- 10 — Dn Paar 10 Preis 10S 15 S 20§ 25 J 30J, 35 c weitere Grössen 5 M mehr. Herren-Socken aue moderne Farben, braun 33 Damen-Strümnfe durchbrochen, neue Dessins k0) a. Flor, alle Farben, Paar Uc Damen-Strümnfe durchbr., alle Kleiderfarb., Oß Flor-Pedinette 00 Braune und geringelte Kinder-Strümpfe und schwarz 00 Z Herren-Sockan bunt geringelt u. Jaquardbunr geringelt u. Jaquard- 10 Dessins, herrliche Muster, 70 der nen sellst Vie schli jeni soll, Er Ia. Qualität, garantiert echtfarbig Grösse 1 2 3 4 5 Herren-Socken Macco, extra schwere Qual., 40 nicht einlaufend.... 76 des 6 Damen-Strümpfe durchbrochen, Ia. Flor, 9b mt Handstickerei.. 90 Preis 25 J 30§ 35 40 J 45 M 50L weitere Grössen 5# mehr. Herren-Sackan schwarz und braun, hervorragend gute Qual. Kinder-Söckchen in neuesten Dessins, Grösse 0— 2—3 4—5 200 Paar Kinder-Strümpfe Herren-Socken rein wollene Kamelhaar, Ob bestes Fabrikat.... 90 20„ 25% 30 Z wunderbare Muster, beste Qualität Nur Grösse 5 und 6. Paar 48c Rest-Posten Kinder-Söckchen Zum Aussuchen. Paar 10 und 15 A (Juuslaige aunf Exadral-Tüschnem dun PP LOken b. kras-Verkauf zu Reuß. Am Montag, den 6. Juni 1910, nachmittags 3 Uhr, im Hotel Pelzer zu Neuß lassen: 1. Die Lokalabteilung des landwirtschaftlichen Vereins zu Neuß: den Grasaufwuchs von ungefähr 24 Morgen auf den Städtischen Wiesen von C 51 bis C 62 in Parzellen von je 2 Morgen, 2. die Stadtgemeinde Neuß: den Grasaufwuchs von 23 Morgen Wiesen an der alten Landstraße, gelegen hinter dem Königsmorgen bis an die Weide von Derendorf, bezeichnet mit Nummer 63 bis 85, öffentlich gegen Bürgschaft auf Kredit versteigern. Neuß, Breitestr. 32. Roth Fernsprecher 487. Königl. Notar. Amtlicher Teil. Bezirks=Polizeiverordnung betreffend Fischereischeine. vom 30. Mai 1874 statuirten Ausnahmen Platz von der Ortspolizeibehörde oder dem zuständigen FischereiGenossenschaftsvorstande beglaubigten Erlaubnisschein bei sich zu führen und jedem Polizeibeamten oder FischereiAufseher auf Verlangen vorzuzeigen. Fischerei-Erlaubnisschein Nr..... (Name und Berufsart) in(Wohnort) wird hierdurch die Erlaubnis erteilt, die Fischerei in den nachbenannten Gewässern (genaue Bezeichnung derselben) während der Zeit vom....... bis....... mittelst (Anzahl und Art der Fanggeräte und eventl. Fahrzeuge) zu betreiben. 99— Gahrgruge) (Ort und Datum.) Der Fischereiberechtigte(„Fischereipächter“, Genossenschaftsvorstand.) N. N. Die obige Unterschrift wird beglaubigt. (Ort und Datum.) Die Ortspolizeibehörde(oder der Vorstand der FischereiGenossenschaft.) N. N. § 3. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden, soweit nicht die im Reichs=Strafgesetzbuch, im Fischereigesetz vom 30. Mai 1874 und der Allerhöchsten Verordnung zur Ausführung des letzteren vom 2. November 1877 vorgesehenen strengeren Strafen Platz greifen, mit Geldbuße dis zu 30 Mk. oder entsprechender Haft bestraft. Düsseldorf, den 11. August 1882. Königliche Regierung, Abteilung des Innern: Für eine kleine Oel= und Mahlmühle wird ein älterer, solider Müller gesucht. Off. unter Angabe bisherig. Tätigkeit u. GehaltsAnsprüche unter B O 3812 an die Exped. d. Ztg. erbeten. Neu eröffnet! Neusser Tattersall Gewandter, zuverlässiger Müllergeselle, der im Schärfen von franz u. deutschen Steinen bewandert ist, findet dauernde Stellung.(3175 Melchior Pleuss, Dürener Walzenmühle. auf die§§ 4, 11 bis 17, 46 und 49 Zischerei esetzes vom 30. Mai 1874 wird gemäß 8 11 ie Seietzes über di. Jonzewverwaltung vom 11. März 1850 für den Umfang unseres Bezirks Folgendes verordnet: Ee in nicht geschlossenen Gewässern unsere: Sezusd. Fischerei aus eigenem Recht oder als Pächter ausübt, hat eine von der Ortspolizeibehörde oder in ssenschaftlichen Revieren vom Genossenschaftses uch. zach foge dem Schema ausgestellte Bescheinigung und jedem Poizeibeamten oder FischerekAufseher auf Verlangen vorzuzeigen: a###ischerei=Beschei, igung Nr..... Henamnten gerpsen d4 er die Zilcgerei in den (genaue Bezeichnung derselben) Die Ortspolizeibehörde: (oder„der Vorstand der... Fischereigenossenschaft“.) N. 30 Vorstehende Polizei=Verordnung bringen wir zur Kenntm. der Beteiligten mit dem Bemerken, daß die Pächter der fiskalischen Fischereien bei Vermeidung einer dem zweijährigen Pachtgelde gleichkommenden Konventionalstrafe(vergl.§ 2 der Fischerei=Verpachtungsbedingungen) nur dann Erlaubnisscheine erteilen dürfen wenn Ihnen nach Vorschrift der Bekanntmachung vom 26. Septemver 1882(Amtsbl. S. 371) die Ausstellung solcher Scheine ausdrücklich gestattet worden ist. Düsseldorf, den 7. April 1885. I. III. A 2001Königliche Regierung, Freiherr von Berlepsch. Suche einen tüchtigen Walzenführer sowie Schrotmüller per 10. Juni.[3833 Atrops& Co., Walzenmühle, Mören (Im Stadtgarten) Grosse helle Reitbahn.— Offener Reitplatz.— Erstklassige Pensionsstallung.— Pferde für jedes Gewicht zum Reiten für Damen und Herren.— Reitunterricht für Damen und Herren.— Zureiten und Korrigieren junger bezw. schwieriger Pferde.— Vermittlung von An- und Verkäufen. Telephon. Major a. D. Spielbera. eine pun und Wid nied trag zieh den statt die Flüg im 1 arbe als beid digt auch könn Kör der wäch wen ist 1 zur Geich hat keit schwi triel 800 der das Bru ausg kunst Mehrere tüchtige Blechschlosser, Rohrbieger und Acetylen=Schweißer gesucht. Rhein. Röhrenwerk, Heerdt, Wiesenstraße. Junger verh. Mann, d. mit Pferden umzugehen versteht sucht Stelle. Kaution kann gestellt werden. Off. u. HZ 100 an d. Exped. oweit nicht die am Schlusse des§ 13 Soeben erschien: Zur Frage eines Binnenseeweges von Hamburg über Bremen, Emden, Ruhrort nach Köln 14 bis 15 Jahre alte Jungen für leichte Fabrikarbeit gesucht Näheres Brandgasse 1. von Dr. Heinrich Olep, Handelskammer-Syndikus " zu Neuss am Rhein. Zu beziehen durch die Expedition der Neusser Zeitung Rob. Noack. Tüchtiges Mädchen für Rüche und hausarbeit gesucht. Frau Rudolf Hoffmann, Mittelstraße 4. Ordendl. Dienstmädchen sofort gesucht. Wo, sagt die Expedition Fräulein sucht möbliertes Zimmer mit voller Pension. 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Thomas in Leipzig. Preis pro 1,50) allerlei lehrreiche und interessante Aufchlüsse, die mehr oder meniger in dem Satze gipfeln, daß dasenige lenkbare Luftschiff, dem der endgültige Sieg zufallen oll, nach dem Prinzip des Vogelfluges gebaut sein: Gerotz A Siep 00 sein müssen wird. „Betrachten wir einmal die Bauweise und die Funktion des Vogelflugapparates genauer. Die Flügelbewegungen haben einerseits den Zweck, durch Komprimieren der Luft einen Stützpunkt zu schaffen für den Druck zur Erhebung des Vogelrumpfes und andererseits nützen sie, um dem Vogelkörper gegen den Widerstand der Luft einen Vortrieb zu erteilen. Beim Flügelniederschlag wirken die inneren Flügelteile im wesentlichen tragend, die äußeren vorwärtstreibend. Bei der Flügelhebung zieht der Vogel die Flügelenden mehr oder weniger ein, um den Luftwiderstand zu verrringern. Nur bei geringen Fluggeschwindigkeiten findet ein solches Einziehen der Flügel nicht statt. Zur weiteren Verrringerung des Luftwiderstandes sind die Schwungfedern so angeordnet, daß beim Aufwärtsgang des Flügels die Luft zwischen ihnen hindurchstreichen kann. Da im wesentlichen nur der Niedergang des Flügels nützliche Flugarbeit leistet, ist die Zeit der Flügelhebung bedeutend kleiner als die des Flügelniederschlags und zwar verhalten sich diese beiden Zeiten wie 1:2. Zur Vergrößerung der Fluggeschwin### nuhr nur die Anzahl der Flügelschläge, sondern auch der Schlagwinkel der Flügel vergrößert. Große Vögel können schneller als kleine fliegen, weil mit der Zunahme des Körpergewichts die gesamte Vogelquerschnittsfläche, und damit überwinde, e Luftwiderstand weniger als proportional wächst. Die Schwebearbeit, d. i. die Arbeit, die ein Vogel aufum sich durch Flügelschläge schwebend zu erhalten, ist proportional der Fluggeschwindigkeit, während die Arbeit zur Ueberwindung des Luftwiderstandes vom Quadrate dieser Geschwindigkeit abhängt. Eine Vergrößerung der Flügelflächen hat eine mehr als proportionale Vergrößerung der Tragfähigeit zur.#, Bei den größten Fliegern ist bei normaler Geschwindigkeit die Schwebearbeit dreimal größer als die Vorist hemerrenswer., daß sich die hühnerartigen Vögel vom Platz aus in die Luft erheben können. Die größten der guten Flieger, Lämmergeier, Kondor und Albatros, können das nicht und bedürfen eines Anlaufs, weil sie zu schwache Brustmuskeln besitzen; dafür aber können sie infolge ihres besser ausgebildeten Flugapparates unverhältnismäßig längere und kunstvollere Flüge absolvieren als die hühnerartigen Vögel Wir haben jetzt nur vom Vogelflug mittels Flügelschlags gesprochen. Von größter Bedeutung ist jedoch der Segel= und Gleitflug, denn nur durch das Vermögen, diesen Flugarten anzuwenden, sind die größten Vögel imstande, ihre oft ans Unglaubliche grenzenden Flugleistungen zu vollbringen. Bei dieen beiden Flugarten macht der Vogel keinen einzigen Flügelschlag, sondern läßt sich nur vom Winde tragen. Beim Segeln breitet der Vogel seine Flügel aus und stellt deren Flächen und durch entsprechende Bewegungen den ganzen Körper je nach dem herrschenden Winde und der gewünschten Bewegungsrichtung ein. Der auf der Unterfläche der Flügel in schräger Richrung wirkende Winddruck besitzt eine vertikale Komponente welche das Schweben des Vogelkörpers ermöglicht und eine nach vorn gerichtete Komponente, die den VorDer Kampf um eine Million. Roman aus dem New=Yorker Leben. Frei nach dem Amerikanischen. Von Erich Friesen. heot sie den Kovf von der Schulter des Mädchens. nehmen einen entschlossenen Ausdruck an sarum noch Schonung!“ murmelt sie, wie zu sich selbst. „Ich habe keine Rücksicht auf einen Schurken zu nehmen, selbst wenn er mein Mann ist!" selo „Wollen Sie mir nicht erklären!“ ruft Irene angstvoll teures Kinr, ich will Ihnen Alles er#r a— gleich, gleich!....“ Ich muß mich nur erst fassen, meine Gedanken sammern.... Es ist zu schrecklich..... Söcihemn Sie, was, lich, hier, in dieser Flasche befindet, ist Morphium,— ein Schlafmittel, wenn es in ganz kleinen Dosen tigen Tod herbei.: Iu größeren Portionen führt es sofors1 TTieps, speint, noc nicht zu hegreifen. Noch immer steht ##n'e Gestalt im langen, weißen Nachtgewand bewegungsnicht?“ fragt Frau Forster ungeduldig. „Nein. Wie kommt Morphium in meine Arzneiflasche?“ „O, Sie vertrauendes, unschuldiges Kind!“ .5 ergreift Irene's herabhängende Rechte und streichelt zvissen„Sie, was mit Ihnen geschehen wäre, wenn Sie die Arznei hier eingenommen hätten? fragt sie hastig. Schauer überfliegt den Körper des jungen Mädchens. „Ich ware gestorben?" Frau Forster nickt. Tode bewahrte, abermals.„Hat der Avotherer..“ die Flasche?“ fragt Irenz gein, nu.##chin war Alles in Ordnung. Als wir gie Flasche, der Avotheke in Impfang nahmen, roch ich daran. Siechn nichts wie Pfeffermünz.... Der Inhalt ist inzwischen umgewechselt worden.“n Wieder schauert das Mädchen zusammen. Mittwoch, 1. Juni 1910.(Simeon.) trieb des Vogelkörpers besorgt. Beim Gleitflug zieht der Vogel die Flügel etwas ein und gleitet in schräger Richtung gleich einem Fallschirm zu Boden. Der Segelflug ist natürlich nur bei Wind, der Gleitflug auch bei ruhiger Luft möglich. Eine besondere Art des Segelns ist das Kreisen. Bei diesem Flug steigt der Vogel in einer großen Spirale in die Höhe, indem er das eine Mal mit dem Wind und das andere Mal gegen den Wind fliegt, und zwar bei ständigem Steigen.“ Tatsächlich wird also die Organprojektion des Schwingenfluges die letzte und vollendetste Phase des technischen Fluges sein, die ihr Muster in der Natur durch den Vogelflug vorgebildet findet. Die Technik ist der Natur in vielen Fällen dadurch überlegen, daß sie die rotierende Bewegung anwenden kann. Innerhalb eines organischen Gebildets können wir eine rotierende Bewegung darum nicht finden, weil diese die Aufhebung der Massenkontinuität zur Folge hätte, worauf schon E. Mach verwiesen hat. Darum finden wir in der organischen Natur weder eine Schraube noch ein Zahnrad. Die kontinuierlich wirkende Schraube ist also nur ein höherer Entwicklungsgrad intermittierend wirkender Organe, wie z. B. des Vogelflügels. Der moderne Flugapparat zeigt einen Aufbau, der im wesentlichen dem der Vogelfliegeeinrichtung gleicht, nur werden die Flügel nicht bewegt, so daß sie lediglich zur Ausführung eines Segel= oder Gleitfluges taugen. Um dem Apparat künstlich, ohne Benutzung eines Windes, einen Vortrieb geben zu können, sind eine oder mehrere Schrauben angeordnet, deren Funktion völlig der des Flügelniederschlages entspricht, und die statt durch die fliegende Person durch den leistungsfähigeren Explosionsmotor angetrieben werden. Es ist vollkommen berechtigt, wenn die modernen Aviatiker ihren Apparat, bevor sie einen Motor einbauen, immer zuerst als Segel= resp. als Gleitflieger erproben. Ein Flugapparat, der sich ohne Motor beim Gleitflug ausreichend stabil und lenkbar erweist, wird sich auch als Motorflugapparat bewähren. Ueberhaupt stellen die Monoplane die eleganteste und vollkommenste Lösung des Flugproblems dar, da sie sich bis jetzt von allen Konstruktionen am meisten dem Vogelflug nähern. Es ist auch ganz außer Zweifel, daß sie den Sieg über die Biplane davontragen und der Ausgangspunkt weiterer flugtechnischer Entwicklung sein werden. Vermischtes. * Damenhüte und Vogelschutz. Einen Ausflug ins uferlose Gebiet der Mode unternahm der erste Deutsche Vogelschutztag in Berlin, auf dem der bekannteForschungsreisende Professor Schillinas in einem interessanten Vortrag über „Moderne Damenhüte als Vernichter der Vogelwelt“ sprach. Der Redner führte unter großem Beifall der Versammlung, die ihm zum Schluß mit lautem Händeklatschen dankte, folgendes aus: Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Punkt lenken, auf den Schutz der unter unseren Augen aussterbenden Vogelarten. Während wir uns organisieren, sterben die schönsten Vogelarten aus, da sie von unseren Damen als Schmuck verwendet werden. Es handelt sich aber weniger um Schmuck als um eine Mode, die von einzelnen Geschäftshäusern gemacht wird. Von dem Umfang kann man sich kaum einen Begriff machen. So gibt es in Berlin ein Geschäft, das Tausende, vielleicht Millionen von Vogelleichen aufkauft. Es sind die Kolibris. Die Firma kauft Kolibris, um, wenn eines Tages in Paris die Mode für Kolibris ausgegeben wird, diese in den Handel zu bringen und dabei Hunderttausende zu verdienen. Diese Dinge hängen eng zusammen mit dem Naturschutz, und es muß recht bald energisch in der Presse gegen diese „Wer—“ 4# „Wer..... Wer könnte wohl ein Interesse daran haben, Sie aus dem Weg zu räumen? Denken Sie nach!“ Irene's edle Züge nehmen einen schmerzlichen Ausdruck an. Sie kann den Gedanken nicht fassen, der sich ihr soeben aufdrängt; ihre reine Seele sträubt sich dagegen..... „Herr—“ murmelt sie stockend. „Ja, Herr Forster, mein ehrenwerter Gatte!“ vollendet Frau Forster mit harter Stimme. „Woher wissen Sie—“ „Gestern Abend redete er in seiner Wut etwas dergleichen.... Natürlich hielt ich es für dummes Zeug. Nun weiß ich, es war ernst gemeint. Ich weiß auch, weshalb er sich mit solch' auffallendem Interesse nach Ihrem Nachtwandeln erkundigte. Er wollte Ihnen Morphium eingeben und Sie dann— o Gott. ich kann es nicht sagen—“ „Und mich dann—?“ fragt Irene angstvöll. „Und Sie dann irgendwo hinunterstürzen— vielleicht in einen tiefen Brunnen oder den Abhang hinter der Mauer hinunter— und dann sagen, Sie seien im Schlaf hinuntergesprungen!... O, mein liebes, gutes Kind!“ Jetzt ist es mit Irenes Selbstbeherrschung vorbei. Die Gewißheit, dem sicheren Tod entgangen zu sein, regt sie mächtig auf. Der Champagner tut dabei das seine. In heftiges Weinen ausbrechend schlingt sie die Arme um Frau Forsters Hals. „Was soll ich anfangen?“ schluchzt sie unter Tränen. „Ja, was fangen wir an?“ wiederholt die Andere zweifelnd.„Zwei schwache Frauen gegen einen verbrecherischen Mann!... Heut Nacht trenne ich mich nicht meyr von Ihnen, mein Kind. Er könnte sonst noch einmal—— Und morgen früh verlassen wir das unheimliche Loch hier— wir alle Beide, denn mein Leben ist jetzt genau so in Gefahr, wie das Ihre, nachdem ich seinen schwarzen Plan zunichte gemacht habe.“ „Ja, ja, fort! Nur fort!“ schluchzt das erregte Mädchen. „Wenn wir nun Geld hätten! Was sollen zwei arme Frauen in einer Stadt wie Newyork ohne Geld anfangen!“ „Ich kann eine Stellung annehmen.“ „Stellung? Als was?... Das erste, was man Sie fragt, ist:„Was waren Sie vorher?“ „Ich könnte die Wahrheit sagen.“ 85. Unsitte vorgegangen werden, gegen die wahnsinnige Idee, Vogelleichen, verrenkte und verzerrte Vogelleichen auf dem Hut zu tragen. Ein Beispiel: der Edelreiher verschwindet unter unseren Augen. In England liegt die Sache anders, weil reiche Privatleute sich der Angelegenheit annehmen und auch sonst ein gewichtiges Wort mitsprechen können. Die jetzige Königin=Mutter Alexandra hat den Wunsch ausgesprochen, Damen mit Reiherfedern nicht in ihrer Gesellschaft zu sehen. Wie schauerlich ist diese Mode! Man denke sich eine alte Matrone mit einer toten Eule auf dem Hute (Heiterkeit), oder eine Dame im Großmutteralter mit steifen Reiherfedern auf dem Kopf, stolz wie ein Indianerhäuptling. (Große Heiterkeit.) Ich möchte noch auf die großen Werte hinweisen, die in der Mode liegen. Ich könnte eine Firma in Baden=Baden nennen, die in diesem Frühjahr 40 Hüte zu 500 Mark, einen zu 2000 Mark und mehrere Hüte zu 1000 Mark verkauft hat. Die Werte, die im Federhandel umgesetzt werden, sind ganz ungeheure, zum Beispiel beim Kolibri. Eine andere Firma kaufte in diesem Jahre 5000 Kilogramm Haselhuhnfedern an, um die Betten zu füllen. Die Haselhühner werden in Rußland nur zu diesem Zwecke gefangen oder geschossen. Für jeden künstlerisch und ästhetisch empfindenden Menschen ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn er eine Dame mit einer toten Eule, Möve oder acht kleinen Vögeln auf dem Hut sieht. Auch die Diskussion gestaltete sich sehr interessant. Frhr. v. Berlepsch verlangte, daß durch die Presse den Damen klargemacht werde, was alles zur Vernichtung der Vogelwelt beiträgt. Es sei vorgekommen, daß Damen aus innerster Ueberzeugung für unsere Bestrebungen eintraten, und als sie nach Hause gingen und den Hut aufsetzten, hatten sie Reiherfedern auf dem Hut. Sie hatten keine Ahnung, daß die Reiherfedern gerade in der Brutzeit gewonnen werden. Ein Vogel, der vollständig vernichtet ist, ist der Kondor, der früher so verbreitet war wie der Bussard. Ein spekulativer Kopf kam auf den Gedanken, Kondorfedern als Hutschmuck zu verwenden. Darauf hatte sich eine Gesellschaft gebildet, die die Sache in großartigster Weise organisierte. Professor Schilling: Ich habe mich an einem Nachmittag auf dem Kurfürstendamm „auf Annand“ gestellt auf Damen(Heiterkeit.) Ich hatte einen Sachverständigen für Hutmoden mitgenommen. Wir haben hierbei etwa 1800 Damen taxiert. Nehmen wir nun einen Hut mit einem Taubenflügel an; der Wert des Flügels beträgt 18 Pfg., der Wert des Hutes aber 25 Mark. Daraus ergibt sich, welch ungeheure Werte in der Mode angelegt sind. Es muß immer wieder darauf hingewiesen werden, wie dringend die Verhältnisse der Abhülfe bedürfen. Es werden ganze Vögel ausgerottet. In Florida zum Beispiel finden sich die Reiher in großen Kolonien ein, um das Brutgeschäft zu pflegen. Sie brüten dort oft in Gruppen von 20 000 bis 30000 Paaren. Dort findet sich dann der Reiherfederjäger ein und nach 14 Tagen ist kein Reiher mehr vorhanden. Der Mann verläßt die Gegend und hat seine 10.000 bis 15000 Mark verdient. Einzelne amerikanische Vogelschutzvereine haben Wächter dorthin geschickt. Da wurde zuerst der Wächter abgeschossen und dann die Reiher. Wenn eine große Institution etwa wie der Hansabund sich der Sache annehmen wollte, würde ein Erfolg nicht ausbleiben.— Muschner(Bayern): Es muß der Presse vorbehalten bleiben, Aufklärung in die weitesten Kreise zu tragen. Schwer genug ist allerdings der Kampf. In einer deutschen Stadt ist folgendes passiert: Eine ornithologische Gesellschaft ließ einen Vortrag über Vogelschutz halten. Ein sehr hoher Protektor erschien zu diesem Vortrag, seine Gattin mit einer Reiherfeder auf dem Hute. Der Vortragende mußte deshalb den Teil über die Reiher aus dem Vortrag weglassen.... „Pah! Man glaubt Ihnen nicht oder telegraphiert gar an Ihren Stiefvater, in der guten Absicht, Sie Ihrer Familie wieder zuzuführen. Und wenn Sie erst wieder bei Forster sind—“ „Nein, nein!“ ruft das Mädchen mit ausgestreckten Händen. „Ueberall hin, nur nicht zu ihm!“ Frau Forsters Züge nehmen einen nachdenklichen Ausdruck an. „Drei Jahre—“ murmelt sie gedankenvoll,„ist nicht allzu lange. Nach dieser Zeit könnten wir ihm ein Schnippchen schlagen.“ Ein Hoffnungsschimmer fliegt bei diesen wohlgewählten Worten über Irenes trauriges Antlitz. „Wieso?“ fragt sie gespannt. Lebhaft springt Frau Forster empor und stellt sich majestätisch vor dem jungen Mädchen auf. „Irene!“ ruft sie feierlich.„Wenn ich Dir drei Jahre meines Lebens opfere, wenn ich Alles— Namen, Häuslichkeit, gesellschaftliche Stellung für Dich aufgebe, wenn ich Dich auch ferner vor jeder Gefahr, wie diejenige, der Du soeben entgingst, befchütze— kann ich dann auf Deine Dankbarkeit rechnen?“ Impulsiv ergreift Irene die ausgestreckte Hand der Andern und drückt sie schweigend an ihre Lippen. „Ich kenne Dich noch fast gar nicht,“ fährt Frau Forster zweifelnd fort.„Du siehst ehrlich und treu aus. Aber drei Jahre könnten Deine jetzige Gesinnung gegen mich ändern—“ „Nie, niemals werde ich vergessen, daß Sie mir heute das Leben gerettet haben!“ ruft das Mädchen feierlich. „Und Du wirst mir folgen? Wirst tun, was ich für gut halte?" „Ja, in Allem.“ Einen Augenblick zögert Frau Forster wie überlegend. Dann streckt sie Irene die Hand entgegen. „Also abgemacht. Wir gehen zusammen nach Newyork. Und nach drei Jahren—.. „teilen wir mein Vermögen", vollendet Irene, herzlich die dargereichte Hand drückend. Dann, einem plötzlichen Impulse folgend, schlingt sie beide Arme um den Hals der Frau und küßt sie auf den Mund. „Meine Lebensretterin!“ flüstert sie tief ergriffen. E.I(Fortsetzung folgt.) Erscheint wöchentlich. Adress-Tafel empfohlener Geschäfte in Neuss. Den Lesera bei Einkäufen zur Beachtung empfohlen Annoncen-Expedition. Neusser Zeitung Neustr. 1. Telefon 57 Inseraten- Annahme für alle Zeitungen des In- und Auslandes zu Originalpreisen. Th. Pauli, Promenadenstrasse Elektrotechn.Geschäfte. Karl Knnert Ingenieur, Tel. 575 Kallkünert Marienkirchplatz 2 Spezialgeschäft für elektrische Anlagen. Fahrräder und Nähmaschinen. Pranz Berten, A4-- Gebern. sämtl. im Fach schlag. Repar. an Fahrräd. u. Nahmasch. Lager u. Zubehörteile aller Systeme. Bernh. Schüling. Furtherstr. 190. Vert. d. dt. TriumpfFahrradwerk. Reparaturwerkstatt s. Syst. Lager u. Zubehört. Ausf. sämtl. Schlosserarb. 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