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Siegerländer Intelligenzblatt



Bestandhaltende Institution

Stadtarchiv Siegen

Vorläufer

Auf Initiative des Siegener Verlegers Jakob Heinrich Vorländer erschien als Nachfolger der ab 1773 in nassau-oranischer Zeit herausgegebenen und 1809 eingestellten „Dillenburger Intelligenz-Nachrichten“ sowie der „Neuen Intelligenz-Nachrichten für das Sieg-Departement“ (1810–1813) und des „Oranien-Nassauischen allgemeinen Verordnungs- und Intelligenzblatts“ (1814–1815) ab 1816 das „Siegenische Wochenblatt“. Dessen Herausgabe endete bereits im Dezember 1817. Erst am 10. Januar 1823 veröffentlichte Vorländer nach erteilter Genehmigung des Königlichen Oberpräsidiums der Provinz Westfalen wieder eine neue Zeitung – das „Siegerländer Intelligenz-Blatt“.

Geschichte und Entwicklung

Ab 1830 änderten sich mehrmals Titelangabe und Zeitungskopf. Mit der Ausgabe Nr. 5 vom 29. Januar 1830 ergänzte zunächst der preußische Adler mit dem Zusatz „Kreisstadt Siegen“ den Titel. Am 1. Juli 1831 erfolgte die Namensänderung in „Siegenisches Intelligenz-Blatt“. Den Zeitungskopf zierte nun eine symbolträchtige Titelvignette mit Bezug zum regionalen Erzbergbau- und Hüttenwesen. Um den gestiegenen, überregionalen Charakter des Blattes zu dokumentieren, wurde ab dem 2. Januar 1835 jedoch auf diese bildliche Darstellung der nun „Intelligenz-Blatt für die Kreise Siegen und Wittgenstein“ genannten Zeitung verzichtet. Da sich das Verbreitungsgebiet noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts über die Grenzen der beiden genannten Kreise ausdehnte, hieß das Blatt ab dem 17. Februar 1843 „Intelligenz-Blatt für die Kreise Siegen, Wittgenstein und Altenkirchen“. Diesen Namen führte es bis 1866. Ab Januar 1867 wurde der Titel „Intelligenz-Blatt“ fallengelassen und bis Ende 1872 durch „Siegener Kreisblatt“ ersetzt. Mit Beginn des Jahres 1873 nahm das Organ den noch heute geläufigen Titel „Siegener Zeitung“ an.

Beschreibung verfasst von

Christian Brachthäuser (2020), Stadtarchiv Siegen