MIFA

— Mikrofilmarchiv

der deutschsprachigen Presse.V.

a dauernden i# merzhaften Judisposition Außert. Daruac wäe die Gikrankung des Abg. Dr. Lieder also doch durch die letdige Polltik, die nicht nur den Charakter, sondern zuv tin auch den Magen verdirbt, veranlaßt worden, und der zwar etwes wohlfeile, aber nicht schlechte .yroitz. daß Herrn Lieber die Panzerschiffe im Magen lieder, dü kte auf ihn wie auf das Zeutrum überhaupt pissen. Im Abrigen wird die parlamentarische Lage im all zemeinen ziemlich ernst angesehen.

— Der„Reichsanz.“ veröffentlicht die Geschäfts. ordnung dei Disziplinarbehörden für die Schutzgebiete

— Aus den Meldungen, welche in den letzten vier. undzvangig.unden aus Paris, Wien und London eingelausen sind, gewinnt man den Eindruck, schreiben die„Homb..“, daß die griechischen Großsprechereien nicht so eens gemeint gewesen sind, als sie sih den Anschein gaben. Wir halten es für nicht unwahrscheinlich, daß, wie der Pariser„Timpt“ meint, im Hintergrunde der griechischen Note die Absicht, auszuweichen, zu ent­decken sei und daß den„geheimen“ Wünschen Griechen­lands am besten entsprochen wäre, wenn eine Pression auf dalsilbe ausgeübt würde, welche gerade hinreiche, um ans seinem Gehorsam einen Akt absoluter Notwen­digkeit zu machen. Jedenfalls scheint die griechtsche Antrott vorwieg nd als ausweichend betrachtet zu werden, und das ermöglicht vielleicht, daß nicht sofort die Konse­quenzen der Kollektivsote gezogen werden und die an­scheinende Geneigtheit Griechenlands, seine Flotte von Keete zurückzuziehen, dürfte die seitens der Mächte be­sch'offinen streugen R presstvmaßnahmen in gewissem Maße mildern. Es heißt außerdem, wie uns bereits aus Wien mitgeteilt wurde, daß die griechischen Vertreter bei den Großmächten neuerdings in Verbalnoten weitere Zugeständ. nisse Griechenlands in Aussicht gestellt hätten. Worauf sich dies: beziehen werden, läßt die weitere Londoner Meldung erkennen, wonach die griechische Regierung ihre auswärtigen Vertreter instruirt habe, den Regierungen mitzuteilen, Griechenland sei bereit, die Suzeränität des Suitaus über Kreta anzuerkennen, seine Flotte ganz zurückzuziehen und die griechischen Truppen auf der Insel unter das Kommando irgend eines militärischen Repräsentanten der Mächte, der älteren Rauges als Oberst Bassos sei, zu stellen, um die.dnung wieder heizu­Kellen, falls die Mächte gewillt seien, die schließliche Gat­scheidung über das Schicksal Kretas in den Händen des kretischen Volkes zu belassen. Das würde natütlich auch nur eine weitere Stappe der griechischen Rückzugslinie zu bedeuten haben. Die Geneigtheit Gtiechenlands zum Rückzuge erscheint um so begreiflicher gegenüber den um­fangreichen türkischen Rüstungen einerseits und den Schwierigkeiten, auf welche die griechische Mobilifirung andererseits stößt; die Reservisten heben sich diesmal so wenig vollzählig wie bei früheren ähnlichen Gelegenheiten gestellt. Hoffentlich begehen die Mächte nicht den Fehler, Geiechenland gar zu leichten Kaufs davonkommen zu lasten und es damit zu ähnlichen Unternehmungen à la Kreta zu ermutigen. Dm„Neuen Wiener Tagblatt“ zufolge wären sich Oesterreich=Ungarn, Deutschland und Rußland bereits darin einig, daß sie die Antwort Griechen­lands für unbefriedigend erachten. Auch von den anderen Mächten könne man dieselbe Ansicht erwarten.

— Eine Einigung über die Zwangsmaß. regeln gegen Griechenland ist, wie zuverlässig verlautet, bisher noch nicht erzielt worden. Raßland hot angenbl cklich die Führung. Der Zir erließ vorgestern Nach­mittag schärfste Wiisungen an deu russischen Geschwader­chef in den kretischen Gewässern wie an den russischen Vertreter in Athen, nachdem Murawiew schließlich über den verwandtschaftlichen Einfluß die Oberhand gewonnen. Deutschlaud und Oesterreich sind in der Zwangsfrage mit Rußland durchaus einverstanden. Italien nimmt in gleicher Richtung einen viel bestimmtern Standpunkt ein, als man im allgemeinen glaubte; auch das französische Auswärtige Amt zeigt eine ziemlich entschiedene Haltung, ist jeroch von der unsichern Lage des ganzen Kabinets

mein Altchen die Schlüssel jedoch immer bei sich. Also müssen wir uns schon in Geduld fassen.“

Die Thür ging auf, und die Frau des Pfarrers betrat die Stube; ihr folgte Marianne, welche die alte Dore führte.

„Ch, willkommen, lieber Ferenzi!“ rief die Pfarrerin. „Willkommen, mein Sohe, in dem Hause Deiner Eltern! Uud da ist je auch Dein Freund, von dem Du uns soviel Liebes und Gutes geschrieben und erzählt hast!“ fügte ste hinzu, Tom's Hand ergreifend. Dann nahm sie sich Klein=Elly's an, welche der neuen Tante bald auf Schritt und Tritt nachfolgte.

(Schluß folgt.)

abhängig. Gugland séwankt einswellen noch ungewiß

bin und her. In den'plomatischen Kreisen der im Felle einer ungünstigen Wendung zunächs betroffenen Mächte herrscht ernste Besorguis wegen der Euiw'cklung der nächsten Zukunft.

— Bei Besprechung der Lage im Orient sagt die „Nordd. Alg. Ztg.“: Aufgrund der vorliegenden Mit­teilungen kann gesagt werden, daß keine der sechs Soß­mächte geneigt ist, prinzipiell von den Forderungen ab­zustehen, die in der identischen Note an Griechenland gestellt worden sind. Bezüglich der Ausführung der an­gedrohten Zwangsmaßregeln werden aber Verhandlungen gepflogen, um ein gemeinsames und bonkommen überein­simmendes Vorgehen der Mächte zu sichern.

— Professor Bautz in Münster verteldigt sich gegen die Augriffe, die sein Buch über die letzten Dinge hervorgerufen. Darnach war es seine Absicht,„die katholische Glaubenslehre über das Fegfener nicht in ausschließlich wissenschaftlich=scholastischer Weise zu be­handeln, sondern in zweiter Linie auch Mystiker und Ascetin zu berücksichtigen, soweit sie sich zur Sache äußern.“ Im übrigen habe er an der Königlichen Akademie wissenschaftliche Dogmatik vorzutragen, nicht Mystik und#cetik, und an diesen Lehrauftrag habe er sic steis streuge gehalten. Jene Dinge, die in der Presse kritisirt wären, seien,„wofern eine Richtigstellung derselben nicht aus wissenschaftlichen Gründen geboten war“, weder in seinen akademischen noch in seinen sonstigen Vorträgen je zur Sprache gekommen. Der den Sitz der Hölle betreffende und seines rhetorischen Beiwerks entkleidete Setz sei freilich auszunehmen, da er(Prof. Bantz) keinen triftigen Grund siude, einer Meinung zu widersprechen, die von der großen Mehrheit der Väter und späteren Theologen unter Bezugnahme auf die heilige Schrift ver­treten werde.(Das ist ultramontane Wissenschaft.) — Die„Frankfurter Zeitung" bemerkt dazu:„Der den Sitz der Hölle betreffende Satz lautet:„Die Hölle beftrdet sich im Janern unserer Erde...“! Dieser Satz wird also in den Vorträgen des Herrn Professor Bautz vorkommen und von ihm vertreten werden. Des genügt vollständig, un unser Urteil über Prof. Beutz und seine ersprießliche Lehrthätigkeit vollinhaltlich auf­rechtzuerhalten, denn es ist ganz gleichgültig, ob er eine „Teufelei“ mehr oder weniger glaubt und lehrt. Wer so etwas in einem Falle thut, ist schließlich zu j dem Opfer des Intellekts bereit.“

* Dresden, 11. Mätz. Hier wird beabsichtigt, den Grafen Herbert Bismarck für die rächsten Reichstags wahlen als Kandidaten der nationalen Partei in Dresden=Altstadt aufzustellen. Man glaubt, nur eine solche Kandidatur könne die Gewähr geben, daß nicht auch dieser Wahlkreis an die Sozialdemokraten ver­loren geht.

* Offeuburg, 11. März. Auf dem hier statt­gehabten Parteitage der demokratischen und freisinnigen Parteien Badeus erfolgte eine vollständige Treunnag der süddentschen Volkspartei und der freisinnigen Volkspartei.

Ausland.

* Wien, 11. März. Der Meinungsaustausch zwischen den Kabinetten soll, wie in diplomatischen Kreisen versichert wird, ungemein lebhaft sein. Allgemein herrsche die Ansicht, die Antwort der griechischen Regierung biete durchaus keinen Anlaß, irgend eine Aenderung an dem Befehle wegen der eventuell eintretenden Zwaugsmaß­regeln vorzunehmen. Für eine gemeinsame Aktion der Mächte dürften sich keinerlei Schwierigkeiten ergeben.

* Kom, 11. März. Das Pavzerschiff„Sardinia“, eines der mächtigsten italienischen Schiffe, ist gestern von Spezia nach Sizilien abgegangen, um sich dem Orientgeschwader anzuschließen. Italien wird nunmehr durch 15 Schiffe vertreten. Es könnte außer den Torpedobooten noch 15 Schiffe entsenden und außerdem 30 Schiffe, welche dem Steat von den einzelnen Gesell­schaften zur Verfügung gestellt werden für den Fall, daß Italien damit betraut wird, die Rahe auf Kreta wieder berzustellen. Italien würde für diesen Fall sofort 10 000 Mann absenden können.

* Bern, 10. März. Die heute bei der Schweizer Bahnabteilung angelangte Antwort der Nordostbahn auf die Arbeiterforderungen lautet unter Hiuweis auf die vom Verwaltungsrat eingesetzte Kommission ab­lehnend. Der Generalsekretär Sourbeck beriet vor­mittags mit dem Bundesrat Zemp und reiste sodann nach Zürich ab. Auf Veraulossung der Bahnabteilung wird der Zertralausscheß der Eisenbahnen noch einen Versuch zur Verständigung machen und die Mitglieder der vom Verwaltungsrat eingesetzten Kommission auf

morgen zu einer Konserenz uach ZR 16 fabes zur weite. ren Prüsung der Forderung u dis Personals. Sollten aber die Verhaublungen kein für das Personal befrieb'. gendes Ergebnis haben oder follte in der Ausführung der gemachten Zusagen Buzug etntreten, so erscheint der Ausstand undermeidlich.

* Konstantinspel, 11. März. Gestern flud neue Befehle für eine Aktiotrung von Milltärteaus­porten erlosset worden. Neuerdinzs ist wieder eine Stockung auf der französtschen Verbindungsbahn einge. treten.— Der Sultan hat befohlen, daß nuter=der Bedingung eine Anleihe aufgenommen wirden solle, weil infolge Auszahlung's Beiramgehaltes die Staatskasse völlig leer ist. Kiamil Pascha wurde das Großpezirat angeboten; bis jetzt lehnte dieser jedoch die Uebernohme desselben ab.— Der Marineminister Hassan Pascha ist bei dem Sultan in Ungnade gefellen.— Der Auf­marsch der türkischen Truppen an dir mazedonischen Grerz: vollzieht sich genau nach den Plänen v. d. Soltz Paschas. Dieser hat auch eirer bis ins kleinste Detatt ausgearbeiteten Plas eines Krieges für den türkischen Generalstab entworfen. Bei Beginn eines Krieges würde auch dieser Plau benitzt werden.

* Kanea, 10. März. Die Befreiung der Musel­manzn ars Kandauo war von den größten Gefahren begleitet. Die Abteilungen der europäischen Truppen brachten 523 Mann, 1047 Frauen und Kinder und 340 Soldaten heraus.

Aus dem Kreise.

Selfenkirchen, 12. März.

be[Jahrhundertfeier.) Nach Anordnung des Ministers des Innern ist die Feier des hundertjährigen Geburtstages Sr. Majestät des hochseligen Kaisers Wilhelms des Großen in den dem Ministerium des Innern unterstehenden Strafanstalten, Gefängnissen und staatlichen Erziehungsanstalten durch Ein­stellung des Arbeitsbetriebes und Abhaltung eines Gottesdienstes am 22. d. Mts. zu begehen. Der Dienst der Beamten an diesem Tage ist nach den für den Sonntagsdienst geltenden Be­stimmungen zu ordnen. Am 23. März sind von den Beamten soviel als irgend möglich dienstfrei zu machen; der Schluß des Dienstes findet um 7 Uhr abends statt. Am 21. März ist im Gottesdienste auf die Bedeutung des folgenden Tages hinzu­weisen.

*[Veteranensache.] Durch Genehmigung des Mi­nisters des Innern sind dem Verbande deutscher Kriegs=Veteranen zu Leipzig vom Komitee der Centenarfeier in Berlin 1000 Ehrenplätze während des Vorbeimarsches des Festzuges am 23. März er. angewiesen. Im Zuge selbst ist der Verband mit 300 Veteranen vertreten. Krieger, die sich beteiligen wollen, können sich an das zu diesem Zweck seitens des Verbandes Sophien=Straße 15 in Berlin eingerichtete Bureau wenden. Der Vorbeimarsch wird mit der Aufstellung etwa 2 Stunden dauern. Vorgeschrieben ist schwarzer Anzug, Zylinderhut, weiße Handschuhe und Kravatte.— Der Verband deutscher Kriegs­Veteranen, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Inter­essen der Veteranen zu wahren, nimmt jederzeit Neu=Anmeldungen zur Mitgliedschaft entgegen und sind diese an das Zentral­Bureau des Verbandes in Leipzig zu richten.

* Der neue Lenz wird, wenn unsere Damenwelt nicht protestirt, auch etwas bringen, was auf das Prädikat reizend gerade keinen Auspruch machen kann. Es sind Damenhüte in Aussicht, die gerade zum Fortlaufen aussehen, besonders wenn sie in überladener Weise aufgeputzt sind. In großstädtischen Geschäften befinden sich aber solche Ungetüme bereits im Schau­fenster. Man denke sich also einen breiten und hohen Herren­Zylinderhut halb durchgeschnitten, sodaß er immer noch eine für eine Dame sehr stattliche Höhe behält und dies plumpe Ding ist dann mit Blumen, Federn und glänzendem Putz be­hangen, so viel nur hinaufgeht. Es macht sich in der That grimmig, und die Damen werden gewiß sofort erkennen, daß sie mit dem Dinge auf dem Kopfe aussehen, wie sie nicht aus­sehen möchten. Die allerneueste Frühjahrs=Hutmode für Damen leistet überhaupt an bunter Ausstaffirung und glänzendem, blitzendem, blinkendem Ausputz ganz Rechtschaffenes, an Stelle des Zarten und Duftigen tritt die Menge.

s Schalke, 11. März.[Verschiedenes.] Beim hiesigen Kgl. Standesamt kamen im Laufe des vergangenen Monats 127 Geburten, darunter 74 männlichen und 53 weiblichen Ge­schlechts zur Aumeldung.(Ehelich geboren waren 126, unehe­lich 1 Kind.) Sterbefälle wurden 35 zur Anmeldung gebracht, 17 männl. und 18 weibl. Geschlechts, Totgeburten 3(2 männ­lichen und 1 weiblichen Geschlechts.) Von den Gestorbenen standen im Alter bis zu 1 Jahre 16, von—5 Jahren 7, von —10 Jahren 11, von 10—20 Jahren 1, von 20—30 Jahren 2, von 30—40 Jahren 4, von 40—50 Jahren 1, von 50—60 Jahren 2, von 60—70 Jahren 1. Es starben an Keuchhusten 1, Magenblutung 1, Gehirnentzündung 1, Verunglückung 1, Krämpfe 9, Lungenentzündung 4, Lungenschwindsucht 4,

Brauchitis 1, drandige Hautentündung 1, Dipbtheritio 1

zöhrenkstarrh 1, Brechruhr 1, Verblutung 1, Schlagst, Darmkatarrh 1. Unterleibsleiden 1. Magenkrebs 1. wurden 26 geschlossen, der Alteste Bräutigam war 82 3. der jüngste 24, die#lteste Braut 81, die jüngste 19 Jahre Aufgebote wurden 24 angemeldet.— heute Vormittag der Bergarbeiter Wilhelm Wahl hier, Südstraße, wöhra auf dem Adort saß von einem Hienschlag detroffen ist bald darauf verstorden. Der hinzugerufene Arzt### nur noch den Tod konstatiren.

:: Wenne, 11. März.[Semeinderatssi#n In der am 10. d. Mis. abgehaltenen Bemeinderatssitzung Bickern wurde folgendes beschlossen: Der Erwerb eines hauplatzes von dem Landwirt Lepler und die Erbauung 4 klassigen Schulgebändes darauf, sowie die Anstellung Lehrers und einer Lehrerin für die katholische Konfession wu## genehmigt. Ferner genehmigt wurde die Instandsetzung Pluto=, eines Teiles der Gelsenkirchener= und Wilhelms### sowie der Ausbau der verlängerten Friedhof= und Heidstre Abgelehnt wurde ein Antrag der Anwohner der Zietheu### auf Erstattung der Kosten der Instandsetzung derselben, su# ein Antrag auf späteren Ausbau der Heinrichstraße in Breite von 9 Meter statt 8 Meter. Beschlossen wurde die führung einer Umsatzsteuer und die Versicherung der Seme­Bickern gegen Haftpflicht. Den Wegewärtern wurde eine malige Remuneration von je 25 Mk. bewilligt, der Witwe Hu## zu Bochum für die Umpflasterung eines Teiles der Bahn straße ein Zuschuß in Aussicht gestellt und dem Amtmann Beschaffung von Jubiläumsbüchern zur Verteilung an die### kinder eine Summe bis zu 300 Mk. überwiesen. Sodann ka# mehrere Unterstützungsanträge und Steuer=Erlaß=Gesuche Erledigung.

:: Röblinghausen, 11. März.[Gemeindevern netensitzung.] In der letzten Gemeindeverordnetensit wurde beschlossen, die Skala über die Besoldung der#### personen dahin abzuändern, daß das Maximalgehalt für Le 1950 Mk. und für Lehrerinnen 1500 Mk. pro Jahr beire und alljährlich um 50 bezw. 30 Mk. statt früher alle 8 J. um 150 bezw. 90 Mk. steigen soll. Außerdem wurde die M entschädigung um 60 bezw. 30 Mk. pro Jahr erhöht. Die antragte Durchlegung der Wilhelm= zur Violinstraße wurde dingungsweise genehmigt und der Bau der Unterführung Schulte=Curig beschlossen, sofern die Interessenten ihre Zusch zu den Baukosten entsprechend erhöhen. Der Ausbau Tiesenbruchstraße wurde dem Unternehmer H. Käuser Langenberg übertragen und die Instandsetzung der Pluto­Aschenbruchstraße nach Maßgabe der vorliegenden Kostenausch genehmigt, dagegen ein Antrag auf Instandsetzung Violinstraße abgelehnt. Die Einführung einer Uns

sowie einer Biersteuer vom 1. April d. I. ab vi­beschlossen, ebenso die Versicherung der Gemeinde gegen H# pflicht. Dem Wegewärter Lenzen wurde eine Gratifikation Mehrarbeit und Anzünden der Straßenlaternen bewilligt, die Besoldung vom 1. April d. I. ab entsprechend erhöht. Antrag eines Einwohners auf Herstellung eines Entwässerun kauals wurde abgelehnt und sodann die Unterstätzungsanig sowie Steuererlaßgesuche erledigt, auch die pro 1897/98 zu währenden Unterstützungen festgesetzt. Zum Schlusse wurde Einfriedigung der bei der Festfeier am 21. d. Mts. zu pflang# den Kaisereiche mittelst eines Eisengitters genehmigt und gegangene Verfügungen bezw. Schreiben mitgeteilt.

Westfalen, Rheinland, Hessen-Nassaun

* Bochum, 9. März.[Blutthat.] In ben barten Harpen wurde, der„Köln. Volksztg.“ aufo gestern Abend Inmitten einer Geuppe Gestellungspflichti einem Beteiltsten, weil er sich weigerte, Harmonika wei zu spielen, wie er den ganzen Tag gethan hatte,# einem zweiten Beteiligten der Hals buchstäblich abgeschnitt

* Dortmund, 11. März. Oberbergrat 4 der ist im Alter von 55 Jahren gesto.ben.

* Dortmund 10 Mäcz.[Elekteische Uhren In unierer Stedt wird man in nächster Zeit an un als 50 öff.ntlichen Stellen„sehen“ können, wie viel an der Zeit ist, denn es werden an 50 elekirische Uh aufgestillt. Zum Betrieb: dieser Uhren sollen die## des in der Ansaze begeiffenen städtischen El#keriztit# werkes beuutzt werden.

* Dortmund, 9. März.[Unglücksfall.] Frau eines Lokomotivführers stürzte sich, nachdem früh worgens noch ihrem Manne mit der Lampe Treppe hinabzelzuchtet hatte, aus dem dritten Stt durch das Flurfenster auf den Hof, wo sie später schweren Am. und Beinbrüchen aufgefunden wun Es ist nur augenblickliche Geistesstörung als Grund bedauerlichen That anzunehmen.

b Herdecke, 11. Mäcz.[Prüfung.] In

heut: statigehabten Prüfung der Seminaristen haben### liche bestanden.

Novelle von Gustav Koepper.

[Nachdruck verboten.]

„Gute Nacht, Alfred!“ sagt die schöne, festlich ge­schmückte Frau und reicht dem Gatten die Hand hin. „Ach, eigentlich solltest Du mit mir gehen. Berkens würden sich sehr freuen, wenn Du mit kämst.“

„Ich habe keine Zeit, Tony. Ich muß arbeiten.“ Der groß:, breitschultrige Mann schüttelt müde den Kopf und zeigt hinter sich auf den Tisch, der mit Mannskeipten und Büchern bedickt ist.

„Immer dieselbe Antwort,“ entgegnet die schöne Frau lächelnd.„Wozu diese Rastlosigkeit? Du warst doch früher vicht so und halt, sagtest Du mir nicht ein­mal, es sei Dir Bedürfuis von Zeit zu Zeit in froher Gesellschaft Erholung zu suchen, zu plandern und Dich am Aublick schöner Frauen zu ergötzen?“

„Kann ich das letztere Bedürfuis nicht auch zu Hause befriedigen, seit die schönste der Frauen mein eigen ge­worden iR?“

Aifred sucht zu lächeln bei seinen Worten, aber es gelingt ihm nur halb. Das erzwungene Lächeln vermag nicht die Bitterkeit seiner Worte zu verschleiern.

„Aifeed! Bist Du böse, daß ich ohne Dich gehe?“ Er legt beruhigend die Hand auf den runden, spitzen­umflossenen Aim der Sattin.

„Nein, nein, mein Kind, gehe nur. Wie könnte ich Dir ein Vergnügen entziehen wollen, weil es mir nicht möglich ist, es an Deiner Seite mitzugenießen? Du weißt je, daß ich überhaupt nicht gern zu von Berkens Buagehel“

Aus dem Rebenzimmer schallt während dieser Szeue ein gleichmäßiger Teitt herüber, gedämpft durch die dicken Teppiche, die den Boden bedecken. Nun erscheint unter der huntseidenen Portière das rote, fesiale Gesicht einen Herrn im mittleren Alter.

„Das neun' ich einen Abschied,“ lachte er lant,„Du

thust ja alter Junge, als wenn ich Dir Deine Frau für unausdenkbare Zeiten über den atlautischen Ozean ent­führen wollte. Geh' mit uns, dann kannst Du Dir den Abschied ersparen! Du willst natürlich nicht", fuhr er fort, als jener den Kopf schüttelte, und trat ganz in das Gemach.„Du sagtest das vorhin schon. Ach was, die Unsterblichkeit läuft Dir nicht davon, vorausgesetzt, daß Du sie nicht schou b sitzest!“

„Mit der Unsterblick keit ist's ein eigen Dinz, Otto. Lieber wä.'s mir schon, wenn mein Name über das Grab unzerpflückt und ungekränkt bliebe. Wenn man nicht gerade als Stern erster Größe genannt wird, dann ist es schon besser, gar nicht genanzt zu werden.“

„Oder auch als Narr erster Ordnung, was man dann ein Genie neunt!“

Herr Otto von Wedell lacht über seinen Witz bis sein Gesicht noch roter und glänzender geworden, als es ohne­hin schon ist. Ein weiches, feitiges Lachen, das nicht gerade augenehm klingt aber auch nicht verletzt.

„Doch unn komm mit mir, Tory, ich müßte Dich sonst noch zum zweiten Male holen.“

„Sofort Onkel, klingle doch bitte einmal das Mädchen herbei, daß es mie den Mantel bringt. Dort ist der Kaopf.“

„Nochmals gute Nacht, Alfred, und sitze nicht so lange auf.“

„Gute Nacht, Tony, ich werde wohl zn Weite seir, wenn Du zurückkehrst.“

Die Schleppe rauscht über den Boden, eine Thür wird geschlossen und gleich darauf rollt ein Wagen in die Nacht davon. Einen Augenblick lauscht Alfred sill und ein wenig nach vorn übergebengt, dem fortrollenden Wagen nach, dann dreht er sich langsam um und setzt sich mit resignirtem Gesichtsansbruck an dem Schreibtisch nieder. Deu Kopf in die Hand gestätzt sitz, er lange Zeit und stunt und stunt, trübe, schmerzliche Gedanken müssen es sein, die Lein Sehirn durchziehen, denn tiefer und kiefer

prägt sich um seinen Mund eine dunkle Falte aus. Das gelstvolle Gesicht mit dem dichten, sctwarzen Barte scheint um Jehre gealtert, wirr schieben sich die sorgfältig ge­scheitelten Haare über die Stien hinüber und die Augen breium sich gleichsam tiefer in ihre Höhlen hinein, trocken und glanzlos. Ge stunt und stunt und nnberührt liegt die Feder auf dim grünen Tuche.———

So sitzt er lange, eine Stunde wohl, und immer mehr verstummt das Leben auf der Straße, das mit seinem Lärm über den kleinen Garten vor dem Feuster bis hierher bringt. Das unangenehme scharfe Klingeln der Pferdebahnwagen schweigt, der Strom der Meuschen zerrinnt in den Häusern und die hellen Feuster der Kauf­läden verdunkeln sich. Dann zuckt der einsame Träumer plötzlich jäh zusammen, langsam wendet er den Kopf und sieht sich mit fremdem Bsick in dem dämmerig grün be­schienenen Gemache um, mechanisch führt er sich mit der Hand über die Auzen und greift dann zur Feder— er muß ja arbeiten, arbeiten. Nicht für sich— für sein Weib, nicht für die Unsterblichkeit, nein für das tägliche Brot. Ha Ruhm, Unsterblichkeit— der Kampf um das Biot wird sie ihm entreißen und wenn man seinen Namen neunt, wird man mitleidig oder schadenfroh hin­zufügen, er war ein Stern und verlor sein Licht, da er zu sehr erstrahlen wollte,— er war ein Reicher und ist verarmt, da er sein Gut unnütz verschwendete.———

Seufgend nimmt er aus der Schublade zu seiner Rechten einen zerknitterten Brief und entfalt:t ihn mit zitternden Händen, düster schaut er auf die wilt aus­einander gehenden Zeilen, auf die kleinen, unschönen Buch­staben, die von der Eile zeugen, mit der ein Viel­beschäftigter sie hingeworfen. Ja, da stehts, sein Todes­urteil, sein geistiges Todesurtell! Die Feder entsinkt wiederum seiner Hand und rollt über das Papier dehtn.——

Aber gleichviel, er muß arbeiten, arbeiten, Tag und Nacht, nicht für sich, nicht um selbst handelt es sich ja.—

Und ohne Unterlaß fliegt sich die Feder über Papier.———

„Ach, gnädige Frau, diese Spitzen. Welch' ein webe, wie duftig und leicht. Ein flockiger Meeressche## Wenn man ihn doch in Marmor baunen könnte, in weißen, widerspenstigen Marmor. Welch eine#####

müßte es sein, eine Anadyamme zu schaffen,——

sehe sie im Geiste vor mir, wie sie den Wellen entstet Meerschaum in den langflatenden Haaren, Meersche## auf den Schultern und— ah, und das Modell mitt Sie sein!“

Der bewundernd aufdringliche Blick des Künsle# streift des kanstvoll geordnete Haar der jungen F# und gleitet über die halbverhüllte Schulter zum hinab.

Tony lächelt etwas gezwungen bei den Komplimt! ihres Partuers und nippt an ihrem Weinglase.

„Sie muten mir da eine zweifelhafte Ehre zu, Professor, zu einer Venus Modell zu stehen und es auch eine Anadhamme! Wenn Sie noch Diane sagt hätten oder....

„Warum! Mau deif auch von der Venus ses“ daß sie besser ist als ihr Ruf. Und Diana— diese Gestalt ist nicht die der Diano. In Ihre Hard der Speer nicht und Ihr gutes Herz würde ihn zu gebrauchen vermözen. Ihe Symbol sei die## Taube.

(Fortsetzung folgt.)

—.Stät Att s16...“ Mams(m bie derstube tretend):„Aber, Etbel, wer wird denn eines!

kolossalen Skandal machen? Da schau mol an, wie Frizchen dasitzt.“— Sihel(schuippisch):„Der bat“ ruhig dasitzen— das ist so in dem Spiel, das wit 1 gerade spielen. Er ist uämlich der Popa, der solt“ Haus kommt, und ich bin Du.“

*#od#hl.

Setrieb des Bergilt größeren Usfall. 2 Verpflichtungen vor etwas vrleus samt, betriebsfertig steht.

* Düren, 11 tag frhg braunte hausen totel nieder. die.schättsbücher

* Koblen; Deukmal der R zum Bin des Pre Million Mak übe Kosten wird jetzt bi# lehn bei der Lande und Tileung diese dem Dis positions=8 nehmen, sofern es sein sollte, eine### herbeizuführen.

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* Berlin, Artilleriewerkstatt Rein bei der Pros­En Monteur wur ein Meister wurden

* Posen, 1 Lehrerseminar Charokter av. Gnd­davon ergriffen, über 50 gestiegen, niederliegen.

— Das De ausstellung 18 weniger als 45 pl Beträge in Auspen Feßistillung der# Schlußrechnung zu voraut sichtlich nich

—(Bedenk! waren=Fabiik Will vorstehenden Feter Wühelm I. zwei ihrer Art Meisterstt der beiden Münzer Sie trägt das B dem Jihre 1870 der Jaschrift„Kat Seite der Münze und„22. März Allmächtige sah Deutsches Volk ponirender schon voller noch durch zweite Medaille, d Durchmesser hält. Kaiser Wilhelms schrift in Ant'g Kuiser“. Der Re der Germanta, di Lorbeerkearz hält. deutschem=wand dem Reichsadler die beiden Gestal des Bürgerfleißer trefflichen Eeinner Flema Meynr u. erkennensweites 2 — Papiern der amerikanischen Erfohrungen, die Gebieten gemacht Möbel den Möbe kurrenz machen w von Heimann& diese Möbel Platt zierungen gepreßt oder Stücke zusam in der Billigkeit welch letzter Fakt Frage kommt.# halten wie die an man ist mit went neu: und modern

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Gutwaf ein: Stwerbeordnung, Audnmberges